MEYRA GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Nuener seit 19.3.2024 | Geschäftsführer |
Nicolas Philipp Georg Müller seit 15.2.2022 | Geschäftsführer |
Jens Wächter seit 25.5.2020 | Prokura |
Michael Tomasch seit 25.5.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PreZero Deutschland KGPorta WestfalicaKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2022 bis zum 28.02.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PreZero Deutschland KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PreZero Deutschland KG, Porta Westfalica, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PreZero Deutschland KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i. S. d. § 11 PubIG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PubIG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 24. Mai 2023 Ernst
& Young GmbH
Eickhoff, Wirtschaftsprüfer Heinrichson, Wirtschaftsprüfer Inhalt Konzernbilanz zum 28. Februar 2023 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 Konzernanhang Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Erläuterungen zur Konzernbilanz Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Kreis der einbezogenen Unternehmen Konzernlagebericht Grundlagen des Konzerns Geschäftsentwicklung Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen Chancen- und Risikobericht Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Prognosebericht Konzernbilanz zum 28. Februar 2023Aktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023
KonzernanhangErläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses Allgemeine Hinweise Der Konzernabschluss der PreZero Deutschland KG, Porta Westfalica (Amtsgericht Bad Oeynhausen, HRA Nr. 3317) wurde für das Geschäftsjahr 2022 nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderungen zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt. Mit Wirkung zum 1. März 2022 wurde die PreZero Dritte Stiftung & Co. KG auf die PreZero Deutschland KG verschmolzen. Im Wege der Verschmelzung wurden die Anteile der Tochterunternehmen der PreZero Dritte Stiftung & Co. KG in die PreZero Deutschland KG eingebracht. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Anhang übernommen. Die Angaben im Anhang erfolgen in T€. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Regel über 5 Jahre linear abgeschrieben. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgt in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei erfolgte die Ermittlung der Anschaffungskosten soweit möglich zum Einkaufspreis, ansonsten retrograd (ausgehend vom Verkaufspreis). Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem Barwert angesetzt. Es lagen Gutachten nach der Anwartschaftsbarwertmethode mit einem Zinssatz von 1,7% vor. Darin kamen Gehaltssteigerungen von 0,0% und Rentensteigerungen von bis zu 2,0% sowie die Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck zur Anwendung. Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 1,1% bis 1,4% abgezinst. Die Bewertung der Rückstellung für das Kostenrisiko zur Stilllegung alter Deponien erfolgte auf Basis der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme. Abzinsungen und Kostensteigerungen wurden für den Anteil der Nachsorge an den Gesamtkosten für die Rekultivierung und Überwachung berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 13,8% und 30,3% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der erworbenen Unternehmen erfolgte zu Marktwerten. Die Differenz der neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden zu den Anschaffungskosten der erworbenen Unternehmen wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gem. § 310 HGB nicht ausgeübt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert. Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerentlastungen wurden mit einem Steuersatz von 30,0% bewertet. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen
Die Zugänge im immateriellen Vermögen betreffen im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der erstmaligen Einbeziehung der KBG Kunststoff Beteiligungen GmbH, Plettenberg und ihrer Tochterunternehmen sowie aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch den Erwerb der Budde GmbH & Co. KG, Abfallbeseitigung und Recycling, Hille. Die Zugänge im Sachanlagevermögen resultieren aus laufenden Zugängen, insbesondere Sortier- und Verbrennungsanlagen sowie Lkw. Darüber hinaus sind Zugänge aus der erstmaligen Einbeziehung der KBG Kunststoff Beteiligungen GmbH, Plettenberg und ihrer Tochterunternehmen sowie der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch Unternehmenserwerbe (T€ 41.727) enthalten. Die Abgänge bei den Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die erstmalige Vollkonsolidierung von im Geschäftsjahr 2021 erworbenen Unternehmen. In den Zugängen zu den Abschreibungen sind laufende Abschreibungen in Höhe von T€ 133.383 und Zugänge aus der erstmaligen Einbeziehung der KBG Kunststoff Beteiligungen GmbH, Plettenberg und ihrer Tochterunternehmen sowie der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch Unternehmenserwerbe (T€ 31.928) enthalten. In den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind T€ 10.322 (Vorjahr T€ 6.086) außerplanmäßige Abschreibungen enthalten. Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
* Ausschließlich sonstige
Vermögensgegenstände betreffend
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 1.246 enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Rechnungsabgrenzungsposten Unter diesem Posten werden Vorauszahlungen ausgewiesen, die wirtschaftlich die Geschäftsjahre nach dem 28. Februar 2023 betreffen. Eigenkapital Der Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens wurde vollständig den Verlustvortragskonten der Kommanditisten zugewiesen. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen saldiert. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsansprüche betrugen zum 28. Februar 2023 T€ 494. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Deponierekultivierung in Höhe von T€ 8.348 enthalten. Verbindlichkeiten
* Ausschließlich sonstige
Verbindlichkeiten betreffend
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte (T€ 4.215) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen T€ 140.955. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Wertstoffumsätze in Höhe von T€ 1.023.865 (Vorjahr T€ 740.760). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 14.327 (Vorjahr T€ 7.549) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Anlageabgänge. Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 465.846 (Vorjahr T€ 250.705) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 14.062 (Vorjahr T€ 109.603). Im Materialaufwand sind Bestandserhöhungen aus fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von T€ 2.416 (Vorjahr T€ 1.144) enthalten. Personalaufwand
Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von T€ 2.301 (Vorjahr T€ 587) enthalten. Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.551 (Vorjahr T€ 176) enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Anlageabgänge. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen T€ 1.564 (Vorjahr T€ 93) die Aufzinsung von Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten beinhaltet periodenfremde Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 2.946 (Vorjahr T€ 842). Sonstige Angaben Honorare des Abschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen für die Abschlussprüfung T€ 589 und für sonstige Leistungen T€ 22. Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Kreis der einbezogenen Unternehmen Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte. Darüber hinaus wurden fünf Unternehmen gem. § 311 HGB zum anteiligen Eigenkapital bilanziert. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2023 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch. Die 2 kennzeichnet die Tochterunternehmen, die die Erleichterungen des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen. Gesellschaften mit einem vom Konzernabschlussstichtag abweichenden Abschlussstichtag auf den 31. Dezember 2022 sind mit 3 gekennzeichnet. Erstmalig einbezogene Unternehmen sind mit 4 gekennzeichnet. Bei den im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen im Wesentlichen durch Anwachsung bzw. Verschmelzung innerhalb des Konzerns verblieben.
Porta Westfalica, den 23. Mai 2023 Omikron-Stiftung Carsten Dülfer, Vorstand Christian Weber, Vorstand PVG Geschäftsführungs-KG Hermann-Josef Hoffmann, Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG) Kreis der einbezogenen Unternehmen
KonzernlageberichtGrundlagen des Konzerns Geschäftstätigkeit Die PreZero Deutschland KG ist die übergeordnete Holding der einzelnen Marktgebiete und Fachcenter der Entsorgungs- und Recyclingsparte in Deutschland. Der Unternehmensgegenstand ist die Abfallentsorgung und Rohstoffaufbereitung im weitesten Sinne, Städtereinigung, Altglas- und Altpapiersammlung sowie jede sonstige Betätigung auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft nebst damit verbundenen Geschäften. Die Marktgebiete befassen sich mit der Abfallerfassung bei akut anfallenden Mengen, mit mittel- und langfristigen Entsorgungskonzepten, der Erfassung von Schrott und Metall bis hin zu Glas und Altholz, gemischten Abfällen (Schutt, Gewerbe) ebenso wie bestimmte Abfallarten, die unter das Datenschutzrecht fallen, dem Transport und der Entsorgung von gefährlichen Abfällen. Die Fachcenter sind spezialisiert auf Verwertungslösungen in den Bereichen Altglas, Holzverwertung, Kunststoffaufbereitung, der Aufbereitung und Vermarktung von Altpapier, Metallaufbereitung und-handel, Transportlogistik und die Sortierung von Leichtverpackungen. Die Gesellschaften des Konzerns betreuen in erster Linie kommunale Auftraggeber und Kunden aus Gewerbe und Industrie. Des Weiteren beschäftigen sie sich mit Branchenlösungen zur:
Die Gesellschaften erbringen zunehmend Leistungen als Komplettanbieter für Produktionsunternehmen und stehen anderen Entsorgungsunternehmen verstärkt als Endbeseitiger zur Verfügung. Ebenso weitet der Konzern seine Aktivitäten im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch immer stärker auf den Bereich der Weiterverarbeitung von gesammelten Kunststoffen zu Recyclaten aus, aus denen dann wieder neue Kunststoffprodukte entstehen können. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Die Weltwirtschaft hat sich seit Beginn des Jahres 2022 merklich abgekühlt und damit das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts in der ersten Jahreshälfte 2022 verlangsamt. Die deutlich gestiegenen Energiepreise, die hohe wirtschaftliche Unsicherheit in Folge des Ukraine Kriegs sowie anhaltende Störungen der Liefer- und Wertschöpfungsketten wirkten dem wirtschaftlichen Wachstum entgegen. Zusätzlich wurde die Weltkonjunktur zu Beginn des Jahres durch eine gestiegene Zahl an Coronavirus-Infektionen und damit verbundenen Produktionsausfällen gedämpft. Die Stagnation der chinesischen Wirtschaft sowie die geringen Wachstumsraten der etablierten Volkswirtschaften waren für ein schwaches Wachstum zum Jahresende verantwortlich. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft um ca. 2,9%. Der Euro-Raum verzeichnete beim Bruttoinlandsprodukt einen Anstieg um 3,5% und lag damit über der Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Auswirkungen des Ukraine Kriegs, der Kaufkraftverlust in Folge der hohen Inflation sowie die abkühlende Weltwirtschaft belasteten die Volkswirtschaften im Euro-Raum. Von den größten Volkswirtschaften lag Deutschland mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,9% unter dem Durchschnitt. Der Anstieg der Verbraucherpreise beläuft sich im Euro-Raum auf 8,4% und ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten getrieben. Angesichts der massiv gestiegenen Verbraucherpreise hat die Europäische Zentralbank seit Mitte des Jahres 2022 ihre Geldpolitik zunehmend gestrafft und den Leitzins in mehreren Schritten angehoben, was zu einer Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen von Haushalten und Unternehmen führte. Die Erwerbslosenquote ging um einen Prozentpunkt auf 6,7% zurück. Das Lohnwachstum im Euro-Raum bewegte sich im moderaten Bereich und sank damit real. Branchenentwicklung in der Entsorgungswirtschaft 2 Bedingt durch den Ukraine Krieg und damit einhergehender Rohstoffengpässe, stiegen die Preise für Sekundärrohstoffe sowie für Altmetalle und Papier. Gleichzeitig waren mengenmäßige Nachfragerückgänge in Abnehmerindustrien zu verzeichnen, da Abnehmer aufgrund der unsicheren politischen Lage und steigender Energiekosten ihre Produktion entsprechend angepasst haben. Insbesondere die Entsorgungsbranche ist durch hohe Energiekosten belastet, da nahezu alle Anlagen sehr energieintensiv sind. Aufgrund des technischen Fortschritts lassen sich immer mehr Abfallfraktionen recyclen und vermarkten. Der Branchenschwerpunkt verlagert sich von reinen Entsorgungsleistungen zu technologieorientierten Leistungen im Bereich der Sortierung und Verwertung von Abfällen. Der Markt für die Entsorgungs- und Recyclingbranche ist trotz der Risiken aus den hohen Energiekosten und schwankenden Rohstoffpreisen positiv zu bewerten. Geschäftsentwicklung Ertragslage Der Konzern konnte seine Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr von T€ 747.949 auf T€ 1.030.820 erhöhen, was einem Zuwachs von T€ 282.871 (37,8%) entspricht.
Ergebnisentwicklung Das EBIT verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um T€ 20.904 auf T€ -32.576 und ist im Wesentlichen durch den originären Ausbau der Geschäftstätigkeit geprägt. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT ist von -7,2% auf -3,2% angestiegen. Das Konzernjahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 8.603 von T€ -70.691 auf T€ -62.088 verbessert. Die Umsatzrendite liegt mit -6,0% über dem Vorjahreswert von -9,5%. Vermögenslage Das Gesamtvermögen erhöhte sich von T€ 829.459 auf T€ 1.098.681. Das entspricht einer Steigerung von 32,5%.
Das Umlaufvermögen ist im Wesentlichen durch Forderungen gegenüber einem Unternehmen der Schwarz Gruppe, Forderungen aus Wertstoffentsorgung sowie Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen geprägt. In den liquiden Mitteln sind Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks enthalten. Investitionen wurden im Wesentlichen für Sortier- und Verbrennungsanlagen sowie Lkw getätigt. Finanzlage Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von T€ 155.247 aus.
Das kurzfristige Fremdkapital sowie das lang- und mittelfristige Fremdkapital betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schwarz Gruppe. Plan-Ist-Vergleich Im Vorjahr wurde von einem starken Umsatzwachstum ausgegangen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um T€ 282.871, was im Wesentlichen auf die ganzjährige Einbeziehung des Wertstoffgeschäfts aus dem Zukauf von SUEZ in Deutschland zurückzuführen ist. Im Rahmen der Lageberichterstattung des Geschäftsjahres 2021 wurde für das Geschäftsjahr 2022 von einem moderat positiven Konzernjahresergebnis ausgegangen. Das tatsächliche Konzernjahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr auf T€ -62.088 verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus den gewonnenen Mehrmengen in der Entsorgung in Verbindung mit am Markt durchgesetzten Preiserhöhungen, trotz gleichzeitiger Kostensteigerung, sowie aus der ganzjährigen Einbeziehung des Wertstoffgeschäfts aus dem Zukauf von SUEZ in Deutschland. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2022 ist im Wesentlichen durch hohe Energiekosten geprägt. Die Risiken lagen im Markt- und Wettbewerbsumfeld sowie in der Preisvolatilität der Sekundärrohstoffe. Vor dem Hintergrund unserer gefestigten und im vergangenen Jahr noch ausgebauten Marktposition in unseren Kernmärkten, unserer diversifizierten Wertschöpfungstiefe sowie unserer finanziellen Stabilität ist der Fortbestand des Konzerns nicht gefährdet. Die Umsätze konnten im Jahresvergleich um T€ 282.871 erhöht werden. Das Konzernjahresergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ -70.691 auf T€ -62.088. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen Neben den betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren rücken insbesondere für unsere Kunden und Mitarbeiter zunehmend nachhaltigere Faktoren in den Fokus. Der Konzern hat eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie etabliert und setzt bereits heute zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit um, wobei im Folgenden lediglich auf die gesetzlich geforderten Angaben zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen eingegangen wird. Transport und Logistik Der Konzern hat seine Fahrzeugflotte deutlich verjüngt und mit modernster Technik ausgestattet sowie teilweise ökologisch wertvolle Gas-Lkw angeschafft. Nach dem heutigen Stand der Technik hat sich hier die Wasserstofftechnik durchgesetzt und befindet sich bei vielen Herstellern im Fokus der Entwicklungen. Der Konzern unterstützt diese Entwicklungen durch Fahrzeugtests solcher Hybriden und plant, solche Fahrzeuge dauerhaft einzusetzen. Außerdem unterstützt der Konzern mehrere Projekte im Bereich der Wasserstoffantriebe und -infrastruktur. Gesellschaftliches Engagement Durch unterschiedliche Maßnahmen übernimmt und fördert der Konzern auch außerhalb seines Kerngeschäfts soziale Verantwortung. So werden lokale Tafeln, örtliche Vereine, das Deutsche Rote Kreuz und die freiwillige Feuerwehr finanziell unterstützt. Arbeitnehmerbelange Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern durchschnittlich 4.460 Mitarbeiter tätig. Der Konzern bietet den Beschäftigten ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, in dem alle Mitarbeiter die gleichen Chancen erhalten, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert. Chancen- und Risikobericht Wirtschaftspolitische Chancen und Risiken Als national agierender Konzern bestehen vor allem Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Ländern. Diese kann z. B. durch Schuldenkrisen, hohe Arbeitslosigkeit oder durch den Ukraine Krieg den privaten Konsum beeinträchtigen und Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Konzerns haben. Branchenbezogene Chancen und Risiken Die wesentlichen Herausforderungen ergeben sich insbesondere durch das seit Januar 2019 geltende neue Verpackungsgesetz, das höhere Sortierquoten vorgibt und damit gesteigerte Anforderungen an den Entsorgungsprozess stellt. Da die Erfüllung dieser gesetzlichen Vorgaben hohe Investitionen in die Sammel-, Sortier- und Verwertungstechnik erfordert, ist der Konzern aufgrund seiner Größe deutlich besser in der Lage, diese Anforderungen erfüllen zu können. Hieraus wird ein Wettbewerbsvorteil innerhalb der Entsorgungsbranche erwartet. Zudem kann der Bereich der Wertstoffentsorgung durch die enge Kundenbeziehung zu Unternehmen der Schwarz Gruppe weiter ausgebaut werden, woraus ein Umsatzzuwachs zu erwarten ist. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den Abschluss von Finanzkrediten sowie durch Kapitaleinlagen der Gesellschafter wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt. Lieferantenchancen und -risiken Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt. Personalchancen und -risiken Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben. Die Erweiterung der Geschäftstätigkeit bietet dem Konzern die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter, die zu einer langfristigen Bindung an das Unternehmen beitragen. Rechtliche und steuerliche Risiken Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet. Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Diese Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt. Informationstechnische Risiken Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen. Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen. Beurteilung der Gesamtrisiken Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden. Aus derzeitiger Sicht ergeben sich für den Konzern keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Konzernabschluss führen können, rechtzeitig erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren. Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses Kern dieser Kontrollen sind die konzernweit gültigen Bilanzierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet und mit dem Konzernabschlussprüfer abgestimmt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Konzernabschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit dem Konzernabschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Konzernabschlusserstellung sichergestellt ist. Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt im Wesentlichen in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet. Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den ERP-Systemen erfolgt im Wesentlichen durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko- und Kontrollsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Konzernabschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft. Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die entsprechenden Bilanzierungsrichtlinien angewendet wurden. Der Konzernabschlussprüfer prüft die relevanten Bilanzierungsrichtlinien, den Konzernabschluss und erteilt den Bestätigungsvermerk. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3 Der globale wirtschaftliche Ausblick für das Jahr 2023 hat sich aufgehellt. So wird davon ausgegangen, dass die Industrie bereits im ersten Quartal wieder wächst und Chinas Abkehr von der "Null-Covid"-Politik den globalen Welthandel belebt. Infolgedessen werden sich die Lieferengpässe weiter entspannen. Dämpfend werden sich verschlechterte Finanzierungsbedingungen auf das Wachstum auswirken. Die Wirtschaftsleistung soll weltweit um 2,2% steigen. Für das globale Welthandelsvolumen wird mit einem Anstieg von 0,3% gerechnet. Für die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum überwiegen die Abwärtsrisiken. Die Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Energieversorgungslage ist weiterhin sehr hoch, da das Risiko eines erneuten Anstiegs der Energiepreise aufgrund beschränkter Exportkapazitäten bei Erdgas besteht. Weiterhin werden negative Auswirkungen des Ukraine Kriegs Bestand haben. Demgegenüber besteht die Möglichkeit, dass die zuletzt gesunkenen Großhandelspreise für Energie zu einem schnelleren Rückgang der Inflation und somit einer früheren Erholung der Realeinkommen führen. Zusätzlich wird die Erholung der Nachfrage in China der Exportwirtschaft im Euro-Raum einen Schub geben. Insgesamt wird für das Jahr 2023 im Euro-Raum ein Wachstum von 0,9% erwartet. Die Arbeitslosenquote wird geringfügig auf 6,8% steigen und die Verbraucherpreise dürften in 2023 um 5,9% zulegen. Die Aussichten der deutschen Wirtschaft stehen weiter unter dem Eindruck der hohen Inflation, so dass die Wirtschaftsleistung in 2023 lediglich um 0,4% zunehmen soll. Das schwache Wachstum ist vor allem einer Zurückhaltung beim privaten Konsum sowie bei den Bauinvestitionen zuzuschreiben. Die Verbraucherpreise dürften um 6,0% steigen. Für die privaten Konsumausgaben wird ein Rückgang um 0,9% sowie bei Bauinvestitionen um 3,7% prognostiziert. Entwicklung des Konzerns Die weiterhin hohe Preisentwicklung sowie Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe können Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung von Inflation und Zinsen wird weiterhin das Konsumverhalten der Verbraucher negativ beeinflussen. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 unterliegt aus diesen Gründen unvorhersehbaren Faktoren, die die aktuelle Prognose beeinflussen können. Für das Geschäftsjahr wird dennoch von einem leichten Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Aufgrund der genannten Unsicherheiten wird für das Geschäftsjahr 2023 ein leicht rückläufiges Jahresergebnis erwartet.
Porta Westfalica, den 23. Mai 2023 Der Konzernabschluss zum 28.02.2023 wurde von den Gesellschaftern am 29.06.2023 gebilligt. |
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