Lindner Hotels Aktiengesellschaft

Emanuel-Leutze-Straße 17, 40547 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 26170
Eingetragen
10.10.1990
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenBeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Gegenstand
Der Betrieb von Hotels und artverwandten Betrieben sowie alle damit zusammenhängende Geschäfte.Ferner: Die Durchführung von Personenbeförderungen beziehungsweise der Betrieb eines Mietwagenunternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gabriele Seidel
seit 12.11.2025
Prokura
Prokura
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lindner Hotels Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Die Lindner Hotels AG hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (Reg.-Nr. HRB 26170). Die Lindner Hotels AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

2. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften zur Rechnungslegung nach dem Aktiengesetz haben wir beachtet.

3. Die Bilanz wird nach dem Schema des § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

4. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

a) Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert; sie werden zwischen drei und fünf Jahren planmäßig linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

b) Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die einzelnen Vermögensgegenstände werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern über einen Zeitraum von drei bis zwanzig Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 netto werden als Sammelposten erfasst, und die Abschreibung erfolgt linear über fünf Jahre.

Folgende Nutzungsdauern werden für die verschiedenen Anlagengruppen angesetzt:

Bauten auf fremden Grundstücken bis 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

c) Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertminderungen werden berücksichtigt, wenn diese voraussichtlich von Dauer sind. Bei der Bemessung des beizulegenden Wertes der Anteile an der Lindner Hotels International GmbH (TEUR 2.400) sowie der an diese gewährten Ausleihungen (TEUR 6.178; Vorjahr: TEUR 3.662) wurden Erträge und Liquiditätszuflüsse aus der Baumaßnahme Rhodania und dem Verkauf von Eigentumswohnungen in der Schweiz sowie eine künftige wirtschaftliche Verbesserung der Betriebe im Ausland berücksichtigt.

Die Ausleihungen stehen mit TEUR 9.005 unter Rangrücktritt.

d) Das Anlagengitter ist der Anlage 1 zu diesem Anhang zu entnehmen.

e) Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag folgende Beteiligungen:

Name/Sitz Anteil am Kapital zum Abschlussstichtag Eigenkapital zum Ende des letzten Geschäftsjahres (31.12.2021) Ergebnis des letzten Geschäftsjahres (2021)
Unmittelbare Beteiligungen
a) Lindner Hotel Sports Academy Betriebsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100 % TEUR 293 TEUR 168
b) Lindner Hotels International GmbH, Düsseldorf 1) 100 % TEUR -735 TEUR -89
c) Lindner Hotels Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 70 % TEUR -235 TEUR -23
d) BV 04 Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 20 % TEUR 31 TEUR 2
e) LH Hotel Management GmbH, Düsseldorf 1) 100 % TEUR 1.005 TEUR -8
f) LH Immobilien Investment GmbH, Düsseldorf 100 % TEUR -8 TEUR -8
Mittelbare Beteiligungen über Lindner Hotels International GmbH
g) Lindner Hotels Holding (Schweiz) AG, Crans/ TCHF 3.200 TCHF -50
Schweiz 26 % (TEUR 3.097) (TEUR -48)
h) Lindner Hotels (Schweiz) AG, Crans/Schweiz TCHF 311 TCHF -1.833
26 % (TEUR 301) (TEUR -1.774)
i) GbR Lindner Immobilien, Nauen 2) 26% TEUR 942 TEUR -4
j) Lindner Bau (Schweiz) AG, Crans/Schweiz TCHF -7.740 TCHF -68
26 % (TEUR -7.492) (TEUR -65)
k) Rhodania SA, Crans/Schweiz TCHF -5.919 TCHF -1.732
26 % (TEUR -5.729) (TEUR -1.676)
I) Lindner Hotel Mallorca S.A., Portals Nous/Spanien 100 % TEUR -4.279 TEUR 104
m) Lindner Hotels (Wien) GmbH, Wien/Österreich 100 % TEUR -4.635 TEUR -2.140
n) Lindner Hotels Antwerpen N.V., Antwerpen/Belgien 99 % TEUR -1.352 TEUR -711
o) Lindner Hotels Ceskä republika s.r.o., Prag/ TCZK -16.534 TCZK -2.827
Tschechien 100 % (TEUR -665) (TEUR -113)
Mittelbare Beteiligungen über Lindner Hotels Beteiligungs GmbH
p) Allinvos GmbH, Eschborn 50 % TEUR 692 TEUR 171
Mittelbare Beteiligungen über LH Hotel Management GmbH
q) Lindner Betriebsgesellschaft Scharbeutz mbH 50 % TEUR 46 TEUR 0
r) me & all Hotels GmbH, Düsseldorf 1) 100 % TEUR -1.032 TEUR 984

1) Angabe gemäß vorläufigem Abschluss zum 31. Dezember 2021
2) Angabe gemäß vorläufigem Abschluss zum 31. Dezember 2019

Der Umrechnungskurs am Stichtag betrug EUR/CHF 1,0331 bzw. für das Geschäftsjahr durchschnittlich EUR/CHF 1,0811.

Der Umrechnungskurs am Stichtag betrug EUR/CZK 24,858 bzw. für das Geschäftsjahr durchschnittlich EUR/CZK 25,640.

2. Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Dabei wird die FiFo-Methode angewandt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten, gegebenenfalls abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 2.391 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 1.318). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren insbesondere mit TEUR 5.863 aus weiterzuleitenden staatlichen Hilfen (Vorjahr: TEUR 12.158) sowie mit TEUR 10.490 (Vorjahr: TEUR 11.242) aus der Verlustübernahme durch den Gesellschafter.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 4.304 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 4.034) sowie mit TEUR 895 sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahr: TEUR 889).

4. Liquide Mittel

Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 794; Vorjahr: TEUR 554) werden zum Nominalwert angesetzt.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Kasse 122 57
Frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten 9.922 12.227
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -10.452 -12.713
-408 -429

Das Delta zwischen dem Bestand der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag (TEUR 794; Vorjahr: TEUR 554) und dem Bestand des Finanzmittelfonds zum Ende der Periode (TEUR -408; Vorjahr: TEUR -429) ergibt sich aus den sogenannten FF&E-Reserven in Höhe von TEUR 1.203 (Vorjahr: TEUR 982). Diese resultieren aus den Instandhaltungsverpflichtungen von fünf Hotels gegenüber den jeweiligen Hoteleigentümern. Diese FF&E-Reserven dienen als Rücklagen, sind auf separaten Konten bei der Stadtsparkasse Düsseldorf hinterlegt und dürfen wirtschaftlich nur für die Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen verwendet werden. Daher werden sie vom Finanzmittelfonds abgezogen, da sie nicht zur freien Verfügung stehen.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben Kreditinstitut werden saldiert, soweit sie sich aufrechenbar gegenüberstehen.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden, soweit diese Aufwendungen für Folgejahre darstellen.

6. Latente Steuern

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags zwischen der Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Düsseldorf, als Organträgerin und der Lindner Hotels Aktiengesellschaft, Düsseldorf, als Organgesellschaft unterbleibt die Bilanzierung latenter Steuern auf Ebene der Lindner Hotels Aktiengesellschaft, Düsseldorf.

7. Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 2.600.

Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 4.000. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 7.652.

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sind berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen weisen folgende Zusammensetzung auf:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Wiederherstellung und Zimmereinrichtungserneuerung 4.735 4.350
Ausstehende Rechnungen 1.304 1.177
Rechtsstreit Landshut 977 977
Tantieme 882 1.265
FF&E 1) -Verpflichtung (FF&E) 853 587
Resturlaubsverpflichtungen 148 79
Mietnebenkosten 488 384
Archivierungskosten 288 297
Übrige 174 228
9.849 9.344

1) FF&E = Furniture, Fixtures and Equipment

Die Rückstellungen für Wiederherstellung und Zimmereinrichtungserneuerung haben langfristigen Charakter. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Wiederherstellung bzw. Zimmererneuerung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde auf Erfahrungswerten aus bisherigen Zimmerrenovierungen aufgesetzt. Dabei wurde ein Wert von EUR 575 pro Zimmer angesetzt und eine Kostensteigerung von 0,8 % bis 3,5 % je nach Hotel berücksichtigt. Zudem erfolgte eine Abzinsung mit fristadäquaten Zinssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2021 je nach Restlaufzeit der Pachtverträge 0,30 % bis 1,25 %.

Die Rückstellungen für die Archivierung von Geschäftsunterlagen haben langfristigen Charakter und wurden zu Vollkosten bewertet. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Zeitpunkt der jeweiligen Archivierung der Unterlagen notwendig ist. Basis für die Bewertung des Erfüllungsbetrages waren die Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen in Höhe von 5 %. Zudem erfolgte eine Abzinsung mit fristadäquaten Zinssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2021 zwischen 0,30 % bis 1,04 %.

Die Rückstellungen für die FF&E-Verpflichtungen haben langfristigen Charakter. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages werden die Nettoerlöse der relevanten Hotels mit einem Prozentsatz von 2 % bis 3 % multipliziert. Im Berichtsjahr durchgeführte Maßnahmen werden vom Erfüllungsbetrag abgesetzt.

9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Fristigkeiten und die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten ergeben sich im Einzelnen aus Anlage 2 zu diesem Anhang. Pfandrechte und ähnliche Rechte für die Verbindlichkeiten wurden nicht bestellt.

10. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Einzahlungen, die die Gesellschaft vor dem Bilanzstichtag erhalten hat, soweit sie Erträge für die Folgejahre darstellen.

11. Sonstiges

a) Derivative Finanzinstrumente bestanden zum Stichtag nicht.

b) Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten werden mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die erzielten Umsatzerlöse setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Beherbergung 30.742 31.622
Bar- und Restaurantleistungen 9.274 9.994
Hotelmanagement 3.100 2.913
Übrige 6.131 7.328
49.247 51.857

Die Umsatzerlöse werden grundsätzlich im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse aus Hotelmanagement betreffen in geringem Maße jedoch auch Managementhotels im Ausland.

2. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende aperiodische Erträge:

Auflösung von Rückstellungen (TEUR 270; Vorjahr: TEUR 517), Auflösung von Pauschal- und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 43; Vorjahr: TEUR 213).

Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge, Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung aus Corona-Hilfen in Höhe von TEUR 24.974 (Vorjahr: TEUR 12.159).

3. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 232 (Vorjahr: TEUR 583) Abschreibungen auf Forderungen.

4. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 413) aus der Abzinsung der Rückstellung für Wiederherstellungs- und Zimmererneuerungsverpflichtungen.

5. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Aufzinsung der Rückstellung für Wiederherstellungs- und Zimmererneuerungsverpflichtungen.

6. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4) periodenfremde Aufwendungen.

D. Haftungsverhältnisse

Wir haben für unsere Tochtergesellschaft Lindner Hotels (Wien) GmbH, Wien/Österreich, zur Abwendung insolvenzrechtlicher Folgen am 14. März 2022 erklärt, sie finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es besteht weder eine zeitliche noch eine wertmäßige Begrenzung. Bei einer - nach Aufhebung der Reisebeschränkungen im Zuge der COVID-19-Pandemie - positiven Geschäftsentwicklung gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht von einer Inanspruchnahme aus. Das negative Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR -4.635

Des Weiteren haben wir für die Tochtergesellschaft Lindner Hotels Antwerpen N.V., Antwerpen/Belgien am 29. März 2022 zur Abwendung insolvenzrechtlicher Folgen erklärt, sie finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es besteht weder eine zeitliche noch eine wertmäßige Begrenzung. Bei einer - nach Aufhebung der Reisebeschränkungen im Zuge der COVID-19-Pandemie - positiven Geschäftsentwicklung gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls nicht von einer Inanspruchnahme aus. Das negative Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR -1.325.

E. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Aus Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung mit Laufzeiten bis längstens zum Jahr 2026 entstehen nach dem Stand 31. Dezember 2021 Kosten von TEUR 2.234 p.a. (Vorjahr: TEUR 3.025 p.a.). Der Vorteil aus dem Abschluss der Leasingverträge liegt in der geringen Kapitalbindung, wohingegen die zukünftig zu zahlenden Leasingraten zum Liquiditätsabfluss führen werden.

Aus der Anmietung von Hotels und Büro- sowie Gastronomieflächen bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 224.007 (Vorjahr: TEUR 248.048). Die Anmietung von Hotelbetrieben ist Teil des Geschäftsmodells und führt zu einer Verteilung der Liquiditätsabflüsse auf die Pachtdauer, bei einem niedrigen Anlagevermögen. Risiken bestehen, wenn durch den operativen Hotelbetrieb der Pachtzins nicht erwirtschaftet wird. Es handelt sich um 17 Verträge mit Laufzeiten längstens bis 2038.

Die Fristigkeiten stellen sich wie folgt dar:

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
bis zu 1 Jahr 24.101 21.820
über 1 bis 5 Jahre 73.676 82.404
über 5 Jahre 126.230 143.824
Gesamtbetrag 224.007 248.048

Hiervon betreffen die nicht in der Bilanz enthaltenden Geschäfte mit TEUR 6.318 (Vorjahr: TEUR 6.318) Verträge mit verbundenen Unternehmen.

F. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2021 im Vergleich zum Vorjahr

2021 Vorjahr
Anzahl Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 583 732
Angestellte 199 223
782 955
Auszubildende und Praktikanten 127 138
909 1.093

2. Vorstand

Der Vorstand bestand bzw. besteht aus den folgenden Mitgliedern:

Herr Arno Schwalie, München (seit 01.05.2022) - Vorsitzender

Frau Stefanie Brandes, Friedrichsdorf (seit 01.09.2022)

Herr Frank Lindner, Meerbusch

Herr Otto Lindner, Meerbusch (bis 30.04.2022)

Herr Andreas Krökel, Kaarst (bis 17.02.2022)

Herr Dipl.-Kfm. Otto Lindner und Herr Andreas Krökel waren hauptberuflich als Vorstandsvorsitzender bzw. als Mitglied des Vorstands der Lindner Hotels AG, Düsseldorf, tätig. Herr Frank Lindner ist als Chief Technical Officer (CTO) tätig. Herr Arno Schwalie ist hauptberuflich als Vorstandsvorsitzender der Lindner Hotels AG, Düsseldorf, tätig. Frau Stefanie Brandes ist hauptberuflich als Mitglied des Vorstands tätig.

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 1.308 (Vorjahr: TEUR 1.216).

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.473 an Herrn Otto Lindner zu einem Zinssatz von 5 % gewährt. Dieses valutiert zum 31. Dezember 2021 zu TEUR 1.733.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.999 an Herrn Frank Lindner zu einem Zinssatz von 5 % gewährt. Dieses valutiert zum 31. Dezember 2021 zu TEUR 1.157.

3. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehören bzw. gehörten folgende Mitglieder an:

Herr Otto Lindner, Meerbusch (seit 01.05.2022, bis 20.12.2022) - Vorsitzender

Herr Jörg Lindner, Düsseldorf (seit 20.12.2022) - Vorsitzender

Herr Dirk Lindner, Meerbusch

Herr Marc Lindner, Meerbusch (seit 01.05.2022)

Herr Dr. Norbert Stoeck, München (bis 30.04.2022)

Herr Dr. Andreas Bierwirth, Schwechat (Österreich) (bis 30.04.2022)

Herr Dr. Stoeck ist hauptberuflich als Unternehmensberater bei der Roland Berger GmbH in München tätig. Herr Dr. Andreas Bierwirth ist hauptberuflich für die T-Mobile Austria GmbH, Wien (Österreich), als Vorsitzender der Geschäftsleitung tätig. Herr Ass. Jur. Dirk Lindner ist hauptberuflich als Geschäftsführer der Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG in Düsseldorf tätig. Herr Marc Lindner ist hauptberuflich als Geschäftsführer der Gebau GmbH tätig. Herr Otto Lindner hat neben der Tätigkeit im Aufsichtsrat keine berufliche Ausrichtung.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates in 2021 betrugen TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 27).

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.264 an Herrn Jörg Lindner zu einem Zinssatz von 5 % gewährt. Dieses valutiert zum 31. Dezember 2021 zu TEUR 1.986.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.336 an Herrn Dirk Lindner zu einem Zinssatz von 5 % gewährt. Dieses valutiert zum 31. Dezember 2021 zu TEUR 2.074.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.336 an Herrn Marc Lindner zu einem Zinssatz von 5 % gewährt. Dieses valutiert zum 31. Dezember 2021 zu TEUR 1.902.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 118). Das Gesamthonorar entfällt dabei auf:

a. Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 111)
(davon für das Vorjahr: TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0)
b. Andere Bestätigungsleistungen: TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7)
(davon für das Vorjahr: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)

5. Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Düsseldorf, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis wird im Bundesanzeiger (unter HRA 10047) veröffentlicht. Die Berichtsgesellschaft nimmt daher die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch.

G. Besondere Angaben gemäß § 160 Abs. 1 AktG

Grundkapital

Das Grundkapital ist eingeteilt in 2.600 Inhaberaktien mit einem Nennbetrag zu je EUR 1.000,00. Die Aktien befinden sich vollständig im Eigentum der Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Düsseldorf.

H. Besondere Ereignisse nach dem Stichtag

Zur Sicherung der zukünftigen Ertragskraft und einer optimierten Expansion haben die Lindner Hotels AG und eine Tochtergesellschaft der Hyatt Hotels Corporation (NYSE: H) Anfang Oktober 2022 ihre strategische Zusammenarbeit bekannt gegeben. Diese ermöglicht der Lindner Hotels AG den Zugang zu den internationalen Distributionskanälen des Hyatt-Netzwerks. Lindner bleibt als starke Marke mit eigener Identität erhalten und unabhängig. Die Zusammenarbeit ist am 1. Dezember 2022 gestartet.

Zu weiterführenden Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt Chancen- und Risikobericht im Lagebericht.

Bezüglich des Wechsels im Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt F. Sonstige Angaben.

I. Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG wird für das Geschäftsjahr 2021 ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausgewiesen. Die gesetzlichen Vertreter schlagen vor, den bestehenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 23. Dezember 2022

gez. Arno Schwalie

gez. Stefanie Brandes

gez. Frank Lindner

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.163.972,66 2.479,50 0,00 1.166.452,16
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 209.984,10 0,00 0,00 209.984,10
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.536.786,39 283.972,17 418.488,74 20.402.269,82
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.504,41 11.788,78 0,00 22.293,19
20.757.274,90 295.760,95 418.488,74 20.634.547,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.907.806,08 0,00 0,00 3.907.806,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.617.975,84 4.911.503,60 250.000,00 24.279.479,44
3. Beteiligungen 5.001,00 0,00 0,00 5.001,00
4. Sonstige Ausleihungen 9.102.837,78 408.960,00 1.000.000,00 8.511.797,78
32.633.620,70 5.320.463,60 1.250.000,00 36.704.084,30
54.554.868,26 5.618.704,05 1.668.488,74 58.505.083,57
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.099.755,95 15.322,22 0,00 1.115.078,17
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 186.604,56 6.234,54 0,00 192.839,10
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.400.046,61 813.241,53 403.106,00 17.810.182,14
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.586.651,17 819.476,07 403.106,00 18.003.021,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.013.304,08 0,00 0,00 1.013.304,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.274.367,74 0,00 0,00 15.274.367,74
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
16.287.671,82 0,00 0,00 16.287.671,82
34.974.078,94 834.798,29 403.106,00 35.405.771,23
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 51.373,99 64.216,71
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 17.145,00 23.379,54
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.592.087,68 3.136.739,78
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.293,19 10.504,41
2.631.525,87 3.170.623,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.894.502,00 2.894.502,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.005.111,70 4.343.608,10
3. Beteiligungen 5.001,00 5.001,00
4. Sonstige Ausleihungen 8.511.797,78 9.102.837,78
20.416.412,48 16.345.948,88
23.099.312,34 19.580.789,32

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lindner Hotels Aktiengesellschaft, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lindner Hotels Aktiengesellschaft, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lindner Hotels Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 23. Dezember 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf Künemann, Wirtschaftsprüfer

Andreas Wiethölter, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 51.373,99 64.216,71
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 17.145,00 23.379,54
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.592.087,68 3.136.739,78
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.293,19 10.504,41
2.631.525,87 3.170.623,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.894.502,00 2.894.502,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.005.111,70 4.343.608,10
3. Beteiligungen 5.001,00 5.001,00
4. Sonstige Ausleihungen 8.511.797,78 9.102.837,78
20.416.412,48 16.345.948,88
23.099.312,34 19.580.789,32
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 438.139,12 474.706,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.467.694,77 1.827.398,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.744.240,49 25.789.067,99
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.198.615,97 4.922.802,25
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.102.471,71 2.343.574,81
28.513.022,94 34.882.843,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 794.278,92 553.787,39
29.745.440,98 35.911.337,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.920,91 97.436,85
52.907.674,23 55.589.563,72

Passiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Kapitalrücklage 4.000.000,00 4.000.000,00
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 260.000,00 260.000,00
IV. Bilanzgewinn 7.651.654,35 7.651.654,35
14.511.654,35 14.511.654,35
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 303.918,39 305.795,52
2. Sonstige Rückstellungen 9.849.339,26 9.343.692,99
10.153.257,65 9.649.488,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.750.323,79 10.000.328,45
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.426.851,83 4.228.277,95
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.969.796,72 9.467.952,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.300.165,66 1.017.444,75
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.515.596,46 6.547.822,66
davon aus Steuern: EUR 320.410,21 (Vorjahr: EUR 675.109,55)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 138.024,04 (Vorjahr: EUR 2.585.002,74)
27.962.734,46 31.261.826,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 280.027,77 166.594,50
52.907.674,23 55.589.563,72

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 49.246.878,35 51.856.964,93
2. Sonstige betriebliche Erträge 31.056.555,57 19.546.493,69
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.216.014,87 6.185.960,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.244.531,15 7.396.757,42
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.062.133,81 18.364.105,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.146.908,57 3.369.354,44
davon für Altersversorgung: EUR 2.211,43 (Vorjahr: EUR 1.342,56)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 834.798,29 842.668,98
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 42.395.627,08 39.164.643,87
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 634.739,00 639.937,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 634.739,00 (Vorjahr: EUR 639.937,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.065,77 416.365,67
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 729.054,55 448.418,01
davon an verbundene Unternehmen: EUR 34.345,00 (Vorjahr: EUR 61.587,68)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.275,87 4.265,57
11. Ergebnis nach Steuern 3.319.894,50 -3.316.412,04
12. Sonstige Steuern 684.776,17 629.351,55
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-) (Vorjahr: Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags übernommener Verlust) -2.635.118,33 3.945.763,59
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.651.654,35 7.651.654,35
16. Bilanzgewinn 7.651.654,35 7.651.654,35

Kapitalflussrechnung Jahresabschluss 2021

Lindner Hotels AG

2021 2020
TEUR TEUR Abweichung
Periodenergebnis (vor Ergebnisabführung) 2.635 -3.946 6.581
Abschreibungen/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 835 843 -8
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen 504 -799 1.303
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (-) 404 335 69
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und 0 0 0
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.806 -4.278 8.084
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 0 0 0
zuzuordnen sind -2.032 -2.303 271
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4 0 4
Zinsaufwendungen/Zinserträge (-) -4 -4 0
Ertragsteueraufwand/ -ertrag (-) 4 4 0
Ertragssteuerzahlungen -3 0 -3
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.152 -10.147 16.299
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2 -1 -1
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 15 8 7
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -296 -611 315
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.250 3.028 -1.778
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -5.320 -2.429 -2.891
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.353 -4 -4.349
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 10.000 -10.000
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -1.374 -117 -1.257
Erträge/Aufwendungen aus Ergebnisabführung 0 0 0
Gezahlte Zinsen (-) -404 -335 -69
Gezahlte Dividenden (-) 0 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.778 9.547 -11.325
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 21 -604 625
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -429 175 -604
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -408 -429 21

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Geschäftsverlauf im Jahr 2021

1. Geschäftstätigkeit

Im Geschäftsjahr umfasste die wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft die Bewirtschaftung von Hotels und Betrieben auf Pacht- bzw. Mietbasis in Deutschland. Zudem werden ausgewählte Hotels im Rahmen von Managementverträgen in Deutschland bewirtschaftet. Darüber hinaus übt die Gesellschaft Holdingfunktionen für die von ihr mittel- und unmittelbar gehaltenen Beteiligungsgesellschaften aus, für die sie Kostenumlagen erhält. Auch werden von Tochtergesellschaften Hotels in Belgien, Österreich, der Schweiz, der Slowakischen Republik, Spanien und in der Tschechischen Republik betrieben.

2. Gesamtwirtschaftliche Lage

2021 war ein turbulentes Jahr für die deutsche Wirtschaft. Während die erste Jahreshälfte vor allem durch die Pandemie und entsprechende Eindämmungsmaßnahmen gekennzeichnet war, ermöglichten die voranschreitende Impfkampagne und die Saisonalität des Infektionsgeschehens zum Sommer hin eine Erholung nahezu aller Sektoren der Wirtschaft. Zeitgleich war die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend von Lieferengpässen und Materialknappheiten mitbestimmt.

Im Herbst des Jahres 2021 kam es erneut zu einer deutlichen Zunahme des Infektionsgeschehens. Die Industrie wurde weiterhin durch Engpässe bei Vorprodukten gebremst und auch die Umsätze im Gastgewerbe gingen im Verlauf der letzten Monate des vergangenen Jahres deutlich zurück. Die wirtschaftliche Erholung musste somit im Schlussquartal einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. Im Ergebnis stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021 mit einer Rate von 2,9%.

Die Hotellerie in Deutschland konnte sich im Jahr 2021 nicht von den Umsatzeinbrüchen im ersten Corona-Krisenjahr 2020 erholen. Im Jahr 2021 brachen die Umsätze der klassischen Hotellerie im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 nominal um 45,4% ein. Inflationsbereinigt (real) lag das Umsatzminus bei 46,9%. Damit waren die Umsatzverluste ähnlich hoch wie im Jahr 2020. In absoluten Zahlen erzielte die Hotellerie nach Hochrechnungen des Hotelverbandes Deutschland (IHA) im Jahr 2021 einen nominalen Nettoumsatz (ohne Umsatzsteuer) in Höhe von 16,7 Mrd. Euro (im Jahr 2019 lag der Nettoumsatz bei 29,3 Mrd. Euro). Die Unternehmen des gesamten Gastgewerbes erreichten 2021 einen nominalen Nettoumsatz von ca. 64,3 Mrd. Euro (94,7 Mrd. Euro in 2019).

Die durchschnittliche Zimmerauslastung der deutschen Hotellerie lag 2021 bei 31,5%. Das entspricht einem Minus von 56,3% gegenüber dem Jahr 2019, in dem die durchschnittliche Zimmerauslastung noch bei 72,1% lag. Im Vergleich zum Jahr 2020 stieg die Zimmerauslastung um 6,4%.

Die durchschnittlichen Netto-Zimmerpreise (ohne Frühstück, ohne Mehrwertsteuer) sanken in Deutschland im Gesamtjahr 2021 um 15,1% gegenüber 2019 auf 83 Euro. Im Vergleich zum Jahr 2020 sanken die Netto-Zimmerpreise um 4,3%.

Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) fiel im Jahr 2021 deutschlandweit um 62,8% gegenüber dem Jahr 2019 auf einen Wert von 26 Euro (2019: 71 Euro). Im Vergleich zum Jahr 2020 stieg der RevPar leicht um 1,8%.

Die Anzahl der Übernachtungen im gesamten Beherbergungsgewerbe lag im Jahr 2021 bei 310,2 Mio. Übernachtungen. Das waren 37,4% weniger als im Jahr 2019 und 2,6% mehr als im Jahr 2020. Die Zahl der Übernachtungen in der klassischen Hotellerie verzeichnete gegenüber 2019 ein Minus von 45,2% (+2,3% gegenüber 2020) und erreichte einen Wert von 168,2 Mio. Übernachtungen (2019: 306,8 Mio.).

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vorjahresvergleich leicht um 3,3% auf 279,2 Mio. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland ging mit 31,0 Mio. noch einmal um 3,1% gegenüber dem Jahr 2020 zurück.

Tourismus

Der Tourismus gilt als eine der Leitökonomien des 21. Jahrhunderts. Das in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend konstante Wachstum, die räumlich breit gestreute Beschäftigungswirkung und die Beiträge zur regionalen Wertschöpfung - auch in peripheren ländlichen Räumen mit ansonsten geringen ökonomischen Wachstumsträgern - tragen dazu bei, dass der Tourismus an vielen Orten als Motor für die Regionalentwicklung wirkt.

Das globale Wachstum im Tourismus lässt sich anhand der Daten der Weltorganisation für Tourismus der Vereinten Nationen (UNWTO) gut nachvollziehen: So haben sich die internationalen Ankünfte von Reisenden zwischen 1950 und Ende der 1970er Jahre von 25 Mio. auf 250 Mio. verzehnfacht. "Internationale Ankünfte" heißt dabei, dass nur über Grenzen Reisende erfasst werden, Reisen im jeweils eigenen Land bleiben in der UNWTO-Statistik unberücksichtigt. In den nächsten rund 30 Jahren bis 2011 erfolgte eine weitere Vervierfachung auf dann eine Milliarde Ankünfte, wobei es krisenbedingt - etwa durch die Ölkrisen der 1970er Jahre, den Golfkrieg 1990/91, die Anschläge vom 11. September 2001 oder die Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2008 - auch immer wieder Schwankungen im allgemeinen Wachstumstrend gab. Das starke Wachstum hielt auch im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends an, mit einer weiteren Delle 2015, die auf diverse Terroranschläge und den Ausbruch des Mers-Virus in Südostasien zurückzuführen ist, sodass 2019 knapp 1,5 Mrd. internationale Ankünfte registriert wurden.

2020 kam es dann durch die Corona-Pandemie zu einem historischen Einbruch. Die weltweiten Touristenankünfte brachen im Vergleich zum Vorjahr um 73% auf einen Wert von 400 Mio. Ankünften ein, dies entspricht etwa 1,1 Mrd. weniger Ankünften weltweit als im Jahr 2019. Die UNWTO schätzt, dass zwischen 100 und 120 Mio. Arbeitsplätze in der weltweiten Tourismusbranche bedroht sind. Der Einbruch des internationalen Reiseverkehrs bedeutet einen geschätzten Verlust von 1,3 Billionen USD an Exporteinnahmen - mehr als das 11-fache des Verlustes, der während der Weltwirtschaftskrise 2009 verzeichnet wurde. Auch das Jahr 2021 brachte laut einem aktuellen UNWTO-Bericht für die Branche praktisch keine Erleichterung. Zwar legte die Zahl der Reisenden gegenüber dem ersten Corona-Jahr um vier Prozent zu, aber mit 415 Mio. touristischen Ankünften betrug das Minus gegenüber dem Jahr 2019 immer noch 72%.

Das Tempo der Erholung ist in den einzelnen Regionen ungleichmäßig, da Mobilitätseinschränkungen, Impfraten und das Vertrauen der Reisenden unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Europa sowie Nord- und Südamerika verzeichneten 2021 die stärksten Ergebnisse im Vergleich zu 2020 (+19% bzw. +17%), lagen aber immer noch beide 63% unter dem Niveau vor der Pandemie.

Die Ausbreitung der Omikron-Variante zum Jahresende 2021 störte noch einmal die Erholung des weltweiten Tourismus, da einige Länder wieder Reiseverbote und -beschränkungen für bestimmte Märkte einführten. Gleichzeitig hatten viele Reiseziele, vor allem in Asien und im pazifischen Raum, ihre Grenzen noch immer vollständig geschlossen. Ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld kann die tatsächliche Erholung des internationalen Tourismus zusätzlich unter Druck setzen, da die Ölpreise stark ansteigen, die Inflation zunimmt, die Verschuldung hoch ist und die Lieferketten weiterhin zeitweise unterbrochen sind. Die anhaltende Erholung des Tourismus in vielen Märkten, vor allem in Europa und Nord- und Südamerika, in Verbindung mit Impfungen auf breiter Basis und einer koordinierten Aufhebung von Reisebeschränkungen könnte jedoch dazu beitragen, das Vertrauen der Verbraucher wiederherzustellen und die Erholung des internationalen Tourismus im Jahr 2022 zu beschleunigen.

Auch wenn es nach über zwei Jahren Pandemie schwer möglich ist, belastbare Prognosen für die künftige weltweite Entwicklung abzugeben, spricht die ungebrochene "Reiselust" bei Privatreisen dafür, dass auch die Corona-Krise nur eine Delle im größeren Trend sein wird - wenn auch eine sehr viel gravierendere als vorherige. Anzeichen dafür, dass allein durch die Pandemie das Wachstum dauerhaft gebrochen wird, sind aktuell aber nicht erkennbar.

In der Europäischen Union machte die Reise- und Tourismusbranche vor der COVID-19-Pandemie mehr als 9,5% des BIP aus und bot 22,6 Mio. Menschen in ganz Europa Arbeitsplätze, was sich direkt auf das Transportwesen, den Einzelhandel, die Agrar- und Ernährungsindustrie auswirkte. In manchen Ländern, wie Griechenland oder Malta, erreicht der Anteil der Tourismusbranche am BIP 20% bis zu 25%. Nach Einschätzung der Europäischen Kommission ist die Reise- und Tourismusbranche eines der am stärksten von der COVID- 19-Pandemie betroffenen Ökosysteme und benötigt Investitionen in Höhe von 161 Mrd. Euro, um das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen. Ohne diese sektorale Regeneration wären die sozioökonomischen Risiken gravierend.

Auch in Deutschland gehört die Tourismusbranche zu den ökonomischen Schwergewichten und spielt eine enorme Rolle für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Die Branche erwirtschaftete vor der Corona-Krise etwa 4% der Wertschöpfung Deutschlands und beschäftigte 6,1% der Erwerbstätigen. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistische Bundesamt (Destatis) in dem Bericht "Aktuelle Daten zur Tourismuswirtschaft - Wirtschaftliche Bedeutung und Nachhaltigkeit", in dem erstmals auch die Nachhaltigkeit des Tourismus in Deutschland untersucht wurde. Mit den Tourismusaktivitäten gingen Treibhausgasemissionen in Höhe von 24,6 Mio. Tonnen CCh-Äquivalenten einher. Das waren 2,6% aller im Inland verursachten Treibhausgasemissionen.

Der Bericht ergänzt und erweitert die Vorgängerstudien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (gws). Grundlagen der Berechnungen sind sogenannte TSA-Tabellen (TSA = Tourism Satellite Accounts), mit denen der Tourismus im System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) und der Umweltökonomischen Gesamtrechnung (UGR) besser "sichtbar" gemacht und eingeordnet werden kann. Der Tourismus gehört damit zu den größeren Wirtschaftszweigen in Deutschland und steuert Millionen an Arbeitsplätzen bei, die es mehr denn je zu sichern gilt. Es ist somit unerlässlich, die Liquidität der zahlreichen kleinen und mittleren und auch der großen Betriebe nachhaltig zu sichern.

Hotellerie

Umsätze

Die Hotellerie in Deutschland konnte sich im Jahr 2021 nicht von den Umsatzeinbrüchen im ersten Corona-Krisenjahr 2020 erholen. Im Jahr 2021 brachen die nominalen Umsätze der klassischen Hotellerie im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um 45,4% ein. Inflationsbereinigt (real) lag das Umsatzminus bei 46,9%. Damit waren die Umsatzverluste ähnlich hoch wie im Jahr 2020. Im Vergleich zum Jahr 2020 erzielte die klassische Hotellerie 2021 real (preisbereinigt) 1,1% mehr Umsatz. Nominal (nicht preisbereinigt) stieg der Umsatz um 2,3%. In absoluten Zahlen erzielte die Hotellerie nach Hochrechnungen des Hotelverbandes Deutschland (IHA) im Jahr 2021 somit einen nominalen Nettoumsatz (ohne Umsatzsteuer) in Höhe von ca. 16,7 Mrd. Euro (im Jahr 2019 lag der Nettoumsatz bei 29,3 Mrd. Euro).

Die Unternehmen des gesamten Gastgewerbes erreichten 2021 insgesamt einen nominalen Nettoumsatz von 64,3 Mrd. Euro (94,7 Mrd. Euro in 2019). Bei den Werten ist zu beachten, dass ab dem Berichtsjahr 2020 Unternehmen erst ab einem Jahresumsatz von mehr als 22.000 Euro in der Statistik erfasst werden. Im Jahr 2019 und davor hatte diese Grenze noch bei 17.500 Euro gelegen.

Hotelleriespezifische Kennziffern

Die nachfolgenden hotelleriespezifischen Kennziffern werden der MKG_destination Datenbank der MKG Group, dem Preferred Partner des Hotelverbandes Deutschland (IHA) im Bereich Hotelbenchmarking entnommen. MKG_destination vereint die Tools des operativen Marketings der MKG Gruppe für Tourismusakteure wie die Kundenbetreuung, den Benchmark der Marktanteilsanalyse sowie die Messung und die Prüfung der gelieferten Daten. Die MKG_destination verfügt mit Daten von über 70.000 Hotels (über 5 Mio. Zimmer) über eine der umfangreichsten Hoteldatenbanken der Welt. Im deutschen Markt erhebt die MKG_destination in Zusammenarbeit mit dem Hotelverband Deutschland (IHA) bei den Hotels monatliche und tägliche Daten zur betriebswirtschaftlichen Entwicklung. Der Hotelbenchmark repräsentiert in Deutschland rund 1.130 Hotels mit einer Kapazität von mehr als 184.000 Zimmern. Allerdings nehmen Markenhotels in Städtedestinationen überproportional häufig am Betriebsvergleich der MKG destination teil, so dass die Ergebnisse für die Hotellerie im engeren Sinne, jedoch nicht für den deutschen Beherbergungsmarkt in seiner gesamten Bandbreite als repräsentativ gelten können.

Zimmerauslastung

Deutschlandweit erreichte die Hotellerie im Jahr 2021 eine durchschnittliche Zimmerauslastung von 31,5%. Das entspricht einem Plus von 6,4% gegenüber dem Jahr 2020 jedoch einem Minus von 56,3% gegenüber dem Jahr 2019, in dem die durchschnittliche Zimmerauslastung noch bei 72,1% lag.

Hotels in größeren Städten (> 500.000 Einwohner) und Hotels in Flughafennähe verzeichneten gegenüber 2019 mit einem Minus von 62,6% und 63,5% die schwersten Einbrüche und erreichten im Durchschnitt eine Zimmerauslastung von lediglich 28,5% (größere Städte) bzw. sogar nur 27,0% (Flughafenhotels). Bei Hotels in kleineren Städten (< 250.000 Einwohner) brach die Auslastung im Vergleich zum Jahr 2019 um 53,0% ein. Sie erreichten eine Durchschnittsauslastung von 30,7%. Hotels in mittleren Städten (250.000 - 500.000 Einwohner) verzeichneten eine durchschnittliche Zimmerauslastung von 32,2%, was einem Minus von 54,1% gegenüber 2019 entspricht.

Zimmerpreise

Im ersten Corona-Jahr 2020 sanken die Preise deutschlandweit um 11,3% und erreichten einen Wert von 87 Euro. Auch das Jahr 2021 führte zu keiner Erholung bei den Netto-Zimmerpreisen. Im Jahresdurchschnitt lagen diese deutschlandweit bei 83 Euro, was noch einmal ein Minus von 4,3% gegenüber dem Jahr 2020 bedeutet. Im Vergleich zu 2019 lag das Minus bei den Zimmerpreisen deutschlandweiten im Durchschnitt bei 15,1%.

Besonders Hotels in größeren Städten (> 500.000 Einwohner) mussten in den Jahren 2020 und 2021 große Zugeständnisse bei den Zimmerpreisen machen. Sie erreichten 2020 einen Netto-Durchschnittspreis von 94 Euro und im Jahr 2021 einen Preis von 88 Euro, was insgesamt einen Rückgang gegenüber dem Jahr 2019 von 17,6% entspricht. Hotels in Flughafennähe mussten im Jahr 2021 sogar einen Rückgang ihrer Raten um 18,2% gegenüber 2019 verzeichnen und erreichten einen Netto-Durchschnittspreis von 80 Euro. Hotels in kleineren Städten (< 250.000 Einwohner) verzeichneten im Vergleich zu 2019 nur ein relativ "kleines" Minus von 4,8% bei den Zimmerpreisen. Der Netto-Durchschnittspreis lag 2021 hier bei 77 Euro. Das Preisniveau in mittleren Städten (250.000 - 500.000 Einwohner) lag 2021 bei durchschnittlich 73 Euro. Dies bedeutet ein Minus von 11,9% gegenüber 2019.

Im Jahresdurchschnitt 2020 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland um 0,5 Indexpunkte gegenüber 2019 und damit deutlich geringer als im Vorjahr (2019: +1,4). Ein Grund für die niedrige Jahresteuerungsrate war die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze. Diese Maßnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung wurde zum 1. Juli 2020 umgesetzt und wirkte sich in der zweiten Jahreshälfte dämpfend auf die Verbraucherpreise insgesamt sowie unterschiedlich auf die einzelnen Gütergruppen aus. Auch die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 allerdings gegenüber 2019 mit +1,3% überdurchschnittlich. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2%) und Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1%). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Die Hotellerie, die ebenfalls hohe Kosten für Hygienemaßnahmen zu tragen hatte, konnte diese Aufwendungen allerdings nicht auf die Preise umlegen. Die durchschnittlichen Netto-Zimmerpreise sanken um 11,3% überproportional stark, so dass der Hotelpreisindex weit hinter den Verbraucherpreisindex zurückfiel.

Im Jahr 2021 verstärkte sich dieser Trend noch einmal deutlich. Die Verbraucherpreise erhöhten sich in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 3,1% gegenüber 2020. Ausschlaggebend waren vor allem die hohen monatlichen Inflationsraten im 2. Halbjahr 2021. Eine höhere Jahresteuerungsrate als im Jahr 2021 wurde zuletzt vor fast 30 Jahren ermittelt (1993: +4,5%). Besonders die Energieprodukte verteuerten sich 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10,4%, nach einem Rückgang um 4,8% im Jahr 2020. Die Hotelzimmerpreise gingen 2021 hingegen um 4,3% zurück.

Schon vor der Corona-Krise kämpft die Hotellerie in Deutschland im europäischen und internationalen Vergleich mit einem niedrigen Preisniveau. Der globale Wettbewerb um Übernachtungsgäste, die steigende Zahl der am Markt agierenden Teilnehmer- und die hohe Preissensibilität deutscher Konsumenten machen es den Hoteliers in Deutschland schwer, mit der Preisentwicklung anderer Märkte mitzuhalten.

Zimmerertrag (RevPAR)

Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) lag im Jahr 2021 deutschlandweit bei 26 Euro und blieb damit auf dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 sank der RevPAR um 62,8% (2019: 71 Euro).

In deutschen Großstädten lag der RevPAR bei 26 Euro. Das bedeutet einen Einbruch gegenüber dem Jahr 2019 von 69,2%. Hotels in Flughafennähe mussten ein Minus von 70,2% beim RevPAR verzeichnen (gegenüber 2019) und erreichten einen Wert von 22 Euro. Damit waren Hotels in Großstädten und an Flughäfen am stärksten von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Bei Hotels in kleineren Städten fiel der RevPAR im Vergleich zu 2019 um 55,3% und erreichte einen Wert von 24 Euro. Häuser in mittleren Städten erzielten 2021 einen RevPAR von durchschnittlich 23 Euro, was einem Minus von 59,6% gegenüber 2019 entspricht.

Europäischer Hotelmarkt

Das europäische Beherbergungsgewerbe gehörte zu den Sektoren, die aufgrund von Reisebeschränkungen sowie anderer Vorsichtsmaßnahmen am stärksten von der COVID-19-Pandemie betroffen waren. Im Jahr 2020 belief sich die Zahl der Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben der Europäischen Union (EU) auf insgesamt 1,4 Milliarden, was einem Rückgang von 52% gegenüber 2019 entsprach. Im Jahr 2021 gab es in der gesamteuropäischen Betrachtung deutliche Anzeichen für eine Erholung. Im Vergleich zum Jahr 2020 wurden 27% mehr Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben getätigt. Insgesamt wurden EU-weit 1,8 Milliarden Übernachtungen generiert, was in etwa zwei Drittel des Niveaus vor der Pandemie entspricht.

Das saisonale Muster der Übernachtungsnachfrage war 2020 aufgrund der harten Lockdown-Maßnahmen (insbesondere im Frühjahr während der ersten Welle von COVID-19) stark verzerrt. Im Jahr 2021 ähnelte das saisonale Muster eher dem des Vorpandemiejahres 2019. Im Verlauf des Jahres 2021 näherten sich die monatlichen Übernachtungszahlen tendenziell dem Niveau der entsprechenden Monate im Jahr 2019 an. In den ersten vier Monaten des Jahres 2021 wurden im Vergleich zu denselben Monaten des Jahres 2019 jeweils rund 80% weniger Übernachtungen in EU-Beherbergungsbetrieben verbucht. Der Mai und der Juni 2021 zeigten erste Anzeichen einer Erholung, blieben jedoch deutlich unter dem Niveau von Mai und Juni 2019 (-63% bzw. -47%).

Der Aufwärtstrend setzte sich im Juli 2021 (-21%) und im August 2021 fort, als die Zahl der Übernachtungen fast 90% der Zahlen vom August 2019 erreichte. Die Erholung setzte sich im September und Oktober 2021 fort, allerdings in geringerem Tempo (-14% bzw. -13% gegenüber September und Oktober 2019). Der November 2021 zeigte eine leichte Verlangsamung des Aufwärtstrends mit 21% weniger Übernachtungen im Vergleich zum November 2019. Die rasche Verbreitung der Omikron-Variante auf der ganzen Welt verlangsamte die Erholung im Dezember 2021 weiter auf -27% im Vergleich zu 2019.

Die Erholung der Übernachtungszahlen auf EU-Ebene im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr 2020 spiegelt die positiven Entwicklungen in 21 der 24 Mitgliedstaaten wider. Nur Lettland, die Slowakei und Österreich verzeichneten im Jahr 2021 einen weiteren Rückgang der Übernachtungszahlen im Vergleich zu 2020. Auch Deutschland konnte 2021 die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Jahr 2020 nur minimal um 2,6% steigern, während Griechenland, Spanien und Kroatien mit einem Plus von mehr als 70% den höchsten Anstieg im Vergleich zu 2020 meldeten.

Bezogen auf die hotelspezifischen Kennzahlen waren die Entwicklungen in Deutschland im Jahr 2021 im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich unterdurchschnittlich. Eine Erklärung dafür liegt in den umfangreichen und langanhaltentenden Corona-Reglementierungen für das Gastgewerbe in Deutschland, die in anderen EU-Ländern teils kürzer oder weniger restriktiv waren.

Die durchschnittliche Zimmerauslastung in Europa lag im Jahr 2021 bei 38,5% und konnte im Vergleich zum Jahr 2020 um 32,2% gesteigert werden. In Deutschland lag die durchschnittliche Auslastung 2021 bei 31,5% und konnte zum Vorjahr lediglich um 6,4% gesteigert werden. Den stärksten Zuwachs bei der Zimmerauslastung im Vergleich zum Jahr 2020 hatten Hotels in Spanien (+68,2%) und in Italien (+62,1%).

Die durchschnittlich erzielten Netto-Zimmerpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr europaweit um 7,6% an und erreichten einen Wert von 90 Euro. Hotels in Deutschland mussten hingegen ein Minus von 4,3% beim Zimmerpreis im Vergleich zu 2020 hinnehmen und kamen auf einen Durchschnittspreis von 83 Euro. Die größten Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr konnten Hotels auf Malta (+21,1% auf 119 Euro), im Vereinigten Königreich (+19,8% auf 94 Euro) und in Portugal (+18,9% auf 105 Euro) erreichen.

In Bezug auf den durchschnittlichen Zimmerertrag (RevPAR) zählt Deutschland im Jahr 2021 mit einem Wert von 26 Euro zu den Schlusslichtern (+1,8% im Vergleich zu 2020), lediglich in Polen lag der Zimmerertrag mit 21 Euro noch unter den deutschen Werten. Europaweit wurde ein durchschnittlicher RevPAR von 35 Euro erreicht, was einem Plus von 42,3% im Vergleich zum Jahr 2020 entspricht. Bei der Entwicklung der Netto-Zimmerpreise ist die Situation gemischt. Metropolen und Städte, mit einer hohen freizeittouristischen Attraktivität, wie Rom, Paris, Lissabon, London und Madrid, konnten höhere Preise als im Vorjahr durchsetzen, wogegen in Städten mit einem stärkeren Geschäftsreisefokus die Preise weiter zurückgingen.

In Bezug auf den Zimmerertrag konnten fast alle betrachteten Städte, mit Ausnahme von Frankfurt am Main (-15,4%) und Amsterdam (-6,5%), Zuwächse in Vergleich zum Vorjahr erreichen. Rom lag mit einem Plus von 105,5% hier an der Spitze. Trotz der leichten Erholung im Jahr 2021 liegen die Zimmererträge in den betrachteten Großstädten immer noch zwischen 60% und 80% unter dem Niveau des Jahres 2019. 1

3. Geschäftsverlauf der Lindner Hotels Aktiengesellschaft

Lindner Hotels Deutschland

Die Lindner Hotels AG verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine ähnliche Entwicklung, wie sie auch für den gesamten Hotelmarkt weiter oben beschrieben wurde. Das erste Halbjahr war von anhaltenden Corona-Einschränkungen geprägt und ließ keinen ordentlichen Geschäftsbetrieb zu. Ab dem Sommer normalisierte sich das Geschäft, insbesondere in den Feriendestinationen. Im Dezember kam es durch die neuerlichen Corona-Maßnahmen zum Stillstand, wie im Vorjahr.

Die operativen Kernzahlen der Hotelbetriebe im Jahr 2021 mit einer Durchschnittszimmerrate von EUR 106,70 (Vorjahr: EUR 109,10) bei einer Belegung von 30,60% (Vorjahr: 31,80%) und einem RevPAR von EUR 32,60 (Vorjahr: EUR 34,60) spiegeln diese Situation deutlich wider.

Die Zusammensetzung des Hotelportfolios mit der Einbindung von Managementverträgen hat insgesamt einen positiven Effekt auf die Risikostruktur des Unternehmens. Insbesondere die Risiken steigender Pachtaufwendungen und künftiger Wiederherstellungsverpflichtungen bestehen bei diesen Vertragsmodellen nicht.

Durch den Abschluss eines Gewinnabführungsvertrags mit der Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Düsseldorf, (im Folgenden: LUG KG) im Geschäftsjahr 2018 entfällt seitdem die Steuerbelastung für die Gesellschaft.

Die folgenden Hotels im Ausland werden über mittelbare und unmittelbare Tochtergesellschaften der Gesellschaft betrieben:

Lindner Hotels Schweiz

Durch die Pandemie hat das Lindner Grand Hotel Beau Rivage in Interlaken das gesamte internationale Geschäft verloren (Asien, Indien, Golf-Kooperationsrat (GCC), USA etc.).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Hotel den Geschäftsbetrieb wieder einigermaßen stabilisieren. Insbesondere Schweizer Gäste, wie auch im Vorjahr, waren für diese positive Entwicklung verantwortlich. Dieses hatte wieder unmittelbar Einfluss auf die Zimmerdurchschnittsrate.

1 Quelle: Hotelmarkt Deutschland 2022, Hotelverband Deutschland (IHA), Juli 2022

Die operativen Kennzahlen des Hotelbetriebes im Jahr 2021 mit einer Durchschnittszimmerrate von EUR 201,90 (Vorjahr: EUR 158,18) bei einer Belegung von 40,30% (Vorjahr: 39,70%) und einem RevPAR von EUR 81,40 (Vorjahr: EUR 62,78) unterstreichen diese positive Entwicklung.

Lindner Hotels Spanien

Das Lindner Golf & Wellness Resort, Portals Nous konnte in der Krise wieder wachsen und profitierte von dem Reiseverhalten der Europäer. Die Durchschnittszimmerrate kletterte auf EUR 201,00 (Vorjahr: EUR 141,86), bei einer Verdoppelung der Belegung auf 60,80% (Vorjahr: 30,50%) und einem RevPAR von nun wieder EUR 122,10 (Vorjahr: EUR 43,25).

Lindner Hotels Österreich

Der Hotelmarkt in Wien hat im abgelaufenen Jahr noch einmal mehr verloren. Die Belegung ging auf 22,30% (Vorjahr: 27,00%) zurück, die Durchschnittszimmerrate ist mit EUR 88,60 (Vorjahr: EUR 78,83) leicht über dem Vorjahr. Der RevPAR von EUR 19,80 (Vorjahr: EUR 21,27) spiegelt das Desaster wider.

Lindner Hotels Belgien

Der Hotelmarkt in Belgien hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht erholt. Die operativen Kennzahlen des Hotelbetriebes im Jahr 2021 mit einer Durchschnittszimmerrate von EUR 94,80 (Vorjahr: EUR 100,58) bei einer Belegung von 39,00% (Vorjahr: 21,10%) und einem RevPAR von EUR 37,00 (Vorjahr: EUR 21,23) zeigen diese Entwicklung.

Lindner Hotels Tschechien

Der Hotelmarkt in Prag hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht erholt. Bis Mitte Mai waren außer Geschäftsreisen keine Aktivitäten erlaubt. Ab dem Sommer konnte sich das Geschäft wieder langsam stabilisieren. Die operativen Kennzahlen des Hotelbetriebes im Jahr 2021 mit einer Durchschnittszimmerrate von EUR 56,90 (Vorjahr: EUR 51,70) bei einer Belegung von 20,01% (Vorjahr: 17,40%) und einem RevPAR von EUR 11,40 (Vorjahr: EUR 9,00) zeigen diese leicht positive Entwicklung.

Lindner Hotels Slowakei

Das Lindner Hotel in Bratislava hat die Corona-Pandemie auch sehr in Mitleidenschaft gezogen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich alle operativen Kennzahlen des Hotelbetriebes noch einmal verschlechtert: Durchschnittszimmerrate von EUR 60,10 (Vorjahr: EUR 60,99) bei einer Belegung von 15,90% (Vorjahr: 19,30%) und einem RevPAR von EUR 9,50 (Vorjahr: EUR 11,74).

B. Vermögenslage

Die Bilanz zum 31. Dezember 2021 weist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ein Eigenkapital von TEUR 14.512 (Vorjahr: TEUR 14.512) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 27,4% (Vorjahr: 26,1%).

Das Sachanlagevermögen hat sich durch Abschreibungen in Höhe von TEUR 820, Investitionen von insgesamt TEUR 296 und Abgänge von TEUR 418 abzüglich kumulierter Abschreibungen von TEUR 403 auf TEUR 2.632 vermindert.

Das Finanzanlagevermögen ist auch in 2021 durch die Ausleihungen an die Gesellschafter der LUG KG in Höhe von TEUR 8.512 geprägt.

Wesentliche Vermögensgegenstände sind außerdem die Anteile an der Lindner Hotels International GmbH (LHI) in Höhe von TEUR 2.400 (Vorjahr: TEUR 2.400) und die Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 9.005; Vorjahr: TEUR 4.344). Davon entfallen TEUR 6.178 (Vorjahr: TEUR 3.662) auf die LHI. Die LHI ist zum 31. Dezember 2021 weiterhin bilanziell überschuldet. Wegen der bilanziellen Überschuldung der LHI hat die Lindner Hotels AG erklärt, im Rang hinter allen gegenwärtigen und künftigen Gläubigern mit einem Betrag von TEUR 2.000 zurückzutreten. Die LHI hat die ihr zur Verfügung gestellte Liquidität im Wesentlichen mittelbar an die Lindner Hotels Leukerbad AG, Leukerbad (Schweiz), nach Umstrukturierung aufgegangen in der Lindner Hotels (Schweiz) AG, Lens (Schweiz), zum Ausgleich eines defizitären Hotelbetriebs weitergeleitet. Weiterhin bestehen bei der Lindner Hotels AG kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 4.275 (Vorjahr: TEUR 4.006) gegen die Lindner Hotels (Schweiz) AG, Lens (Schweiz). Die Erhöhung um TEUR 269 ergibt sich aus laufender Verrechnung für den Hotelbetrieb in Interlaken.

Die Werthaltigkeit der Ausleihungen von TEUR 6.178 an die LHI und der Anteile an der LHI von TEUR 2.400 ergibt sich im Wesentlichen aus einer erwarteten künftigen wirtschaftlichen Verbesserung der ausländischen Hotelbetriebe. Die Werthaltigkeit der Forderungen von TEUR 4.275 gegen die Lindner Hotels (Schweiz) AG, Lens (Schweiz), ergibt sich im Wesentlichen aus erwarteten Liquiditätszuflüssen aus dem Verkauf eines Appartements und aus dem Verkauf von Parkplätzen aus dem Projekt "Appartementhäuser Rhodania" in der Schweiz. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Rückzahlung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 641 von TEUR 1.827 auf TEUR 2.468 erhöht. Diese Erhöhung resultiert aus dem veränderten Zahlungsverhalten der Kunden in der Krise.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 503 auf TEUR 10.153 (Vorjahr: TEUR 9.650) erhöht. Der wesentliche Effekt entsteht aus der Veränderung der Rückstellungen für Tantiemen in Höhe von TEUR -383 und für die Instandhaltungsrücklagen in Höhe von TEUR 651.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 1.250 auf TEUR 8.750 verringert. Diese Abnahme basiert auf der planmäßigen Tilgung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 502 auf TEUR 9.970 Vorjahr: TEUR 9.468) gestiegen. Diese Erhöhung resultiert überwiegend aus dem Anstieg von Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten um TEUR 386.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 3.032 auf TEUR 3.516 (Vorjahr: TEUR 6.548) vermindert. Diese Veränderung beruht im Wesentlichen aus der Reduzierung der Verbindlichkeit aus gestundeten Sozialversicherungsbeiträgen und Lohn- und Kirchensteuer.

C. Finanzlage

Es wurden folgende Cashflows erwirtschaftet:

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.152 -10.147
aus der Investitionstätigkeit -4.353 -4
aus der Finanzierungstätigkeit -1.778 9.547
Veränderung des Finanzmittelfonds 21 -604
Finanzmittelfonds
am Anfang der Periode -429 175
am Ende der Periode -408 -429

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Kasse 122 57
Frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten 9.922 12.227
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -10.452 -12.713
-408 -429

Das Delta zwischen dem Bestand der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag (TEUR 794; Vorjahr: TEUR 554) und dem Bestand der Finanzmittelfonds zum Ende der Periode (TEUR -408; Vorjahr: TEUR -429) ergibt sich aus den sogenannten FF&E-Reserven in Höhe von TEUR 1.203 (Vorjahr: TEUR 982). Diese resultieren aus den Instandhaltungsverpflichtungen von fünf Hotels gegenüber den jeweiligen Hoteleigentümern. Diese FF&E-Reserven dienen als Rücklagen, sind auf separaten Konten bei der Stadtsparkasse Düsseldorf hinterlegt und dürfen wirtschaftlich nur für die Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen verwendet werden. Daher werden sie vom Finanzmittelfonds abgezogen, da sie nicht zur freien Verfügung stehen.

Der Liquiditätsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Die Ursachen hierfür sind in den verschiedenen Cashflow-Bereichen nachfolgend beschrieben.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 16.299 erhöht. Dieses resultiert bei einem um TEUR 6.581 gestiegenen Jahresergebnis vor Ergebnisabführung aus den Veränderungen in den wichtigsten Positionen:

Mittelzuflüsse durch Abbau der Vorräte, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, um TEUR 3.806 (Veränderung im Vergleich zum Vorjahr: TEUR +8.084)

Geringere Mittelabflüsse durch Zunahme der Rückstellungen um TEUR 503 (Veränderung im Vergleich zum Vorjahr: TEUR +1.303)

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird im Wesentlichen durch die Auszahlungen in das Finanzanlagevermögen (TEUR -5.320; Vorjahr: TEUR -2.429) und die Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens (TEUR 1.250; Vorjahr: TEUR 3.028) bestimmt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch die Tilgung in Höhe von TEUR 1.250 des KfW-Darlehens, welches in 2020 mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz von 2% p.a. aufgenommen wurde, geprägt.

Die Stichtagsliquidität (Netto-Geldvermögen = Finanzmittelfonds + kurzfristige Vermögensgegenstände (ohne Vorräte) ./. kurzfristige Schulden (ohne erhaltene Anzahlungen)) ist mit TEUR 13.667 positiv (Vorjahr: TEUR 19.272) und hat sich gegenüber dem Vorjahr vermindert. Dieses resultiert überwiegend aus einem geringeren Bestand an kurzfristigen Forderungen.

Die Gegenüberstellung der kurzfristig realisierbaren Aktiva und der kurzfristig fälligen Passiva der Bilanz zum 31. Dezember 2021 weist ein positives Netto-Umlaufvermögen (= Netto-Geldvermögen + Vorräte ./. erhaltene Anzahlungen) von TEUR 10.678 (Vorjahr: TEUR 15.519) aus. Wir verweisen hinsichtlich der Liquiditätslage auf unsere Ausführungen unter Abschnitt H.

Zum Bilanzstichtag bestehen zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 526 (Vorjahr: TEUR 526). Hiervon wurden zum Bilanzstichtag TEUR 316 für Anzahlungsbürgschaften (Vorjahr: TEUR 0) ausgenutzt.

D. Ertragslage

Das Jahresergebnis setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

2021 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
1. Betriebsergebnis
Umsatzerlöse 49.247 51.857 -2.610
Sonstige Erträge 30.738 19.000 11.738
Sonstige Aufwendungen 47.215 50.024 -2.809
Bruttoergebnis 32.770 20.833 11.937
Aufwendungen
- Hotelmieten 27.265 22.832 4.433
- Vertriebsprovisionen 2.218 2.224 -6
- Abschreibungen 835 843 -8
30.318 25.899 4.419
Nettobetriebsergebnis 2.452 -5.066 7.518
2. Neutrales Ergebnis einschließlich Finanzergebnis
Erträge 920 1.573 -653
Aufwendungen 733 449 284
Ergebnis 187 1.124 -937
3. Jahresergebnis vor Ertragsteuern 2.639 -3.942 6.581
Ertragsteuern 4 4 0
4. Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 2.635 -3.946 6.581

Der durchschnittliche Zimmerpreis im Jahr 2021 veränderte sich kaum im Vergleich zum Vorjahr von EUR 109,10 auf EUR 106,70. Die Zimmerbelegung hat mit 30,60% das Vorjahrniveau von 31,80% leicht verfehlt. Die Umsatzerlöse aus Hotelbetrieb haben sich um TEUR 2.610 von TEUR 51.857 im Vorjahr auf TEUR 49.247 verringert. Der RevPAR (Logisumsatz pro verfügbares Zimmer) veränderte sich von EUR 34,60 im Vorjahr auf EUR 32,60.

Ein Vergleich der Ist-Daten mit den Plandaten für das Geschäftsjahr 2021 ist nicht möglich, da aufgrund der bestehenden Unsicherheiten infolge der COVID-19-Pandemie und der Folgen auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft keine Prognose für das Geschäftsjahr 2021 erstellt werden konnte.

Der Anstieg der Sonstigen Erträge resultiert im Wesentlichen aus einmaligen Effekten. Insbesondere sind die staatlichen Unterstützungen durch die Überbrückungshilfen III und III Plus mit TEUR 24.974 (Vorjahr: TEUR 12.159) zu nennen. Gegenläufige Effekte sind u.a. durch die Korrektur der Abrechnungen von Telekomabrechnungen zu verbundenen Unternehmen entstanden.

Das Nettobetriebsergebnis verbesserte sich um TEUR 7.518 auf TEUR 2.452. Die Ergebnisveränderung resultiert aus den Überbrückungshilfen. Die Aufwendungen sind weitestgehend bei den Pachten gestiegen. Hier konnten in 2021 - anders als noch im Geschäftsjahr 2020 - keine Nachlässe verhandelt werden.

Das neutrale Ergebnis einschließlich Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 937 verringert. Dieses resultiert überwiegend aus der Auf- und Abzinsung der Rückstellungsverpflichtungen wegen Zimmererneuerung.

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.581 verbessert.

E. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die COVID-19-Pandemie hat die positive Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2020 jäh gestoppt. Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs ab Sommer 2021 verläuft bei den meisten Hotels der Gruppe positiv.

Die Gesellschaft befindet sich mehr denn je im Konsolidierungsprozess. Weitere Einzahlungen durch die Gesellschafter erfolgten im Januar 2021 in Höhe von TEUR 1.000 als weitere Tilgung der bestehenden Gesellschafterdarlehen und im Februar 2021 in Höhe von TEUR 600 als weitere Akontozahlung auf die Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2020.

Die staatlichen Hilfen (November- und Dezemberhilfe) konnten ab Ende November 2020 beantragt werden. Die Auszahlung erfolgte im Februar 2021 in Höhe von TEUR 13.661. Weitere staatliche Unterstützung wurde durch die Überbrückungshilfen III, III Plus und IV mit einem Gesamtbetrag von TEUR 35.632 bewilligt und ausgezahlt.

F. Finanzielle Leistungsindikatoren gemäß § 289 Abs. 1 Satz 3 HGB

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse aus dem Hotelbetrieb, durchschnittlicher Zimmerpreis, durchschnittliche Zimmerbelegung und Revenue per available Room (RevPAR). Die Entwicklung dieser Indikatoren wird im Abschnitt D erläutert.

G. Sonstige nichtfinanzielle Faktoren

1. Arbeitnehmerbelange

Der Fokus der zentralen HR-Aktivitäten lag im Jahr 2021 auf der Erweiterung der bestehenden Digitalisierungsprozesse für die Bereiche Recruiting und Talent Management, so z.B. die Implementierung neuer XML-Anbindungen sowie die Einführung neuer digitaler Prozesse wie z.B. die Implementierung eines Anmeldeportals für Trainings und Weiterbildungsaktivitäten, welche wir Anfang 2022 in unserem Portal Campus&Events live genommen haben. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf dem Bereich Candidate Relationship Management und Active Sourcing. Die Ausweitung der Aktivitäten rückte 2021 in den Fokus. Gerade in den Zeiten der Pandemie mit Kurzarbeit und verstärktem Einsatz des Mobile Offices hat sich die Digitalisierung als sehr wertvoll herausgestellt, um im intensiven Austausch mit dem Personal zu bleiben. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich E-Learning mit der Einführung einer neuen E-Learning-Plattform. Die Faktoren Employer Branding und Arbeitgeberattraktivität finden, wie in den Vorjahren, auch in 2021/2022 weiter Berücksichtigung, hierzu haben wir am HR Award 2021 teilgenommen und mit unserem Konzept: Nicht nur Finden. Binden! den zweiten Platz in der Kategorie "HR - Strategie Kette/Kooperation Hotellerie und Gastronomie" belegt.

Mitarbeitergespräche

Einmal jährlich wird der Beurteilungs- und Orientierungsdialog für jeden Mitarbeiter durchgeführt, ein Entwicklungsdialog für Mitarbeiter der Lindner Hotels & Resorts, in dem zum einen die Leistungen des vergangenen Jahres anhand der Zielvereinbarung vom Jahresbeginn beurteilt und zum anderen neue Ziele für das kommende Jahr vereinbart werden. Bedingt durch die Pandemie wurden die Prozesse angepasst. Kurzarbeit und Mobile Office haben zu einem schnellen Umdenken geführt. Es wurden aktiv z.B. Karriereabfragen gestartet, um den Mitarbeiter weiter in den Mittelpunkt unserer Interessen zu stellen. Seit Anfang 2022 haben wir die etablierten Prozesse wieder eingeführt, unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Pandemie-Regelungen. Hierbei wird in der Ausprägung weiterhin unterschieden nach Hoteldirektoren, Abteilungsleitern und Fachkräften, um auf die individuellen Bedürfnisse eingehen zu können.

Führungskräfteentwicklung

Das Programm PT!, PATH TO IMPROVE, wurde gemeinsam mit der Munich Business School als Weiterbildungsmaßnahme für Hoteldirektoren und Führungskräfte der Hauptverwaltung entwickelt. Diese Trainingsreihe besteht aus den verschiedenen aufeinander aufbauenden Modulen Foundation, Advanced & Executive und schließt mit dem Titel "Certified Lindner Executive" ab. Ziel ist es, innerhalb von drei bis vier Jahren alle Bausteine zu absolvieren.

Außerdem wurde das Programm PT!-Foundation, welches sich an junge und angehende Führungskräfte richtet, gemeinsam mit der Munich Business School eingeführt. 19 angehende Führungskräfte starteten mit dem Programm, welches sich auf die Module Foundation sowie ausgewählte Seminare aus dem Modulbereich Advanced konzentriert, mit dem Ziel, die Module innerhalb von drei Jahren zu absolvieren. 10 Teilnehmer waren im Abschlussjahrgang 2020 und haben das Programm im Frühsommer 2021 abgeschlossen.

Training und Weiterbildung

In 2022 arbeiten wir wie auch in den Vorjahren mit dem Trainingsinstitut diavendo zusammen, das das Trainingsangebot speziell auf die Bedürfnisse der Lindner Hotels maßgeschneidert anbietet. Das Angebot umfasst verschiedene Themen aus den Kernbereichen Sales, Business Development MICE, Reservierung und Revenue Management. Vervollständigt werden die Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen analog zu den Vorjahren durch diverse Fachbereichstrainings und Seminare zum Thema Beschwerdehandling, Train the Trainer und Onboarding für neue Abteilungsleiter.

Die Geschäftsentwicklung in der Corona-Krise und die Einschränkungen im Bereich der Meetings & Events haben uns in 2020 und 2021 dazu veranlasst, den Trainingsplan vorerst zu stoppen. Planungen wurden bewusst im Bereich E-Learning intensiviert. Seit Anfang 2022 haben wir unsere Aktivitäten wieder aufgenommen. Gerne in Präsenzformaten, aber auch als hybride Weiterbildungsmaßnahmen.

Weitere HR-Aktivitäten

Wie in den Vorjahren stehen auch in 2021/2022 die Themen Mitarbeiterbindungsmaßnahmen, Mitarbeiterbenefits- und diverse weitere Aktivitäten im Bereich Employer Branding auf der Agenda. Ebenso ist in Zeiten der Pandemie die Betreuung der Mitarbeiter in der Kurzarbeit ein wichtiges Thema, so haben wir aktive Themen rund um die Gesundheit kommuniziert.

2. Energiecontrolling

a) Bericht Pachtbetriebe

Deutschland

Der gesamte Energiebezug hat sich im Jahr 2021 erhöht. Dies liegt unter anderem an einem kühleren Jahr 2021 (Gradtagszahl 2021 am Standort Düsseldorf 3.194 / Gradtagszahl 2020 am Standort Düsseldorf 2.719 somit liegt eine Erhöhung von ca. 17% gegenüber 2020 vor). Im Corona-Jahr 2020 wurden Anlagen zum Teil drastisch runtergefahren und ein Betrieb der Hotels war zum Teil stark eingeschränkt. Im Jahr 2021 wurde der Betrieb der Anlagen auf die aktuelle Situation angepasst. In der Gesamtbetrachtung der Pachtbetriebe Deutschland ergeben sich folgende Veränderungen:

Strombezug + 3 %
Gasbezug + 31 %
Fernwärmebezug +14 %

Im Vergleich zum Basisjahr 2020 stiegen die Energie kosten im Jahr 2021, obwohl sich die EEG-Umlage von 6,756 ct/kWh auf 6,5 ct/kWh (-3,8%) reduziert hat. Die Steigerung der Energiekosten ist auf den höheren Energieverbrauch und auf die gestiegenen Arbeitspreise Fernwärme zurückzuführen.

Weiterhin konnte in den Pachtbetrieben 15% des Strombedarfs aus eigenen Erzeugungsanlagen (BHKW/PV-Anlagen) erzeugt werden.

Bezogen auf die Gesamtenergiekosten - dazu gehören Strom, Gas, Fernwärme und Wasser - wurden Mehrkosten von ca. 11% (ca. 352.000 EUR) erzeugt.

International

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Gesamtenergiekosten bei den internationalen Pachtbetrieben um ca. 11% (ca. 79.000 EUR) gestiegen. Dies lag unteranderem an dem gestiegenen Energieverbrauch

b) Bericht Managementbetriebe

Eine Grobanalyse für das Lindner Hotel Hagenbeck wurde 2019 erstellt. Diese wurde COVID-19-bedingt im Jahr 2022 mit der Hoteldirektion sowie dem Betriebsinhaber abgestimmt.

c) Energieeffizienz, Umwelt und Nachhaltigkeit

Auf Grundlage der gestiegenen Energieverbräuche wurden auch höhere Emissionen erzeugt. In den letzten Jahren wurden durch Vertragsumstellungen auf Ökostrom/Wasserkraftstrom viele positive Akzente gesetzt. Auch bei der Steigerung der Energieeffizienz wurden durch verbesserte Pumpentechnik oder durch Verbesserungen in der weiteren Heizungstechnik, z.B. Umstellung auf Brennwerttechnik, Einsparungen erzielt

d) Ausblick Energie 2022

Im Bereich der Strombeschaffung ist wegen Vertragsabschlüssen bis Ende 2022 mit einer Reduzierung des Arbeitspreises zu rechnen. Dies liegt vor allem an der Reduzierung/dem Wegfall der EEG-Umlage, die im Jahr 2021 ca. 40% des Arbeitspreises Strom ausmacht. Jedoch ist bei der Fernwärmeversorgung, die mit einer Preisgleitklausel und dem Faktor Gas berechnet wird, eine starke Arbeitspreisanpassung zu erwarten.

Durch kleinere Umbaumaßnahmen im Bereich Heizung, Kälte, MSR und Raumlufttechnik sollten weitere Energieeinsparungen im Jahr 2022 erzielt werden.

H. Chancen- und Risikobericht

Die Betrachtung wichtiger Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr zeigt eine Erholung der geschäftlichen Aktivitäten in 2022. Der Umsatz hat sich bis Ende Oktober um 199% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. In den restlichen Monaten sollte nochmals einiges aufgeholt werden. Wir erwarten nach dem Stand des Forecasts per Oktober 2022 ein negatives Jahresergebnis, da im Vergleich zu 2021 die staatlichen Schadensersatzzahlungen deutlich niedriger ausgefallen sind.

(nur Hotelbetriebe) IST 2022 1) Vorjahr 2021 2)
Umsatzerlöse aus Hotelbetrieb (in TEUR) 71.097 35.704
Bruttobetriebsergebnis (in TEUR) 21.904 6.159
Durchschnittliche Zimmerbelegung (in %) 54,8 29,4
Durchschnittlicher Zimmerpreis (in Euro) 115 108
RevPAR (in Euro) 63 32

1) Lindner Hotels AG 1. Januar bis 31. Oktober 2022
2) Lindner Hotels AG 1. Januar bis 31. Oktober 2021

Die Ganzjahresbetrachtung zeigt im Vergleich zu den Vorjahren, dass sich die Umsatzerlöse aus Hotelbetrieb wieder dem Niveau von 2019 annähern. Das Bruttobetriebsergebnis wird erwartungsgemäß rund 667% über dem Ergebnis 2021 liegen. Die durchschnittliche Zimmerbelegung wird mit 56,1% wieder auf einem höheren Niveau erwartet, bei einer erwarteten durchschnittlichen Rate von EUR 114,20 (Vorjahr = EUR 106,70) und einem erwarteten RevPAR von EUR 64,00 (Vorjahr = EUR 32,60).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zum 31. Oktober 2022 beläuft sich auf TEUR 3.036. Der Finanzmittelfonds hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 erhöht und beträgt zum 31. Oktober 2021 TEUR 715. Derzeit bestehen keine Anzeichen, dass die bestehenden Kontokorrentkredite (TEUR 526) durch die Bank nicht fortgeführt werden.

Die Lindner Hotels AG und eine Tochtergesellschaft der Hyatt Hotels Corporation (NYSE: H) haben Anfang Oktober 2022 ihre strategische Zusammenarbeit bekannt gegeben. Diese ermöglicht Lindner den Zugang zu den internationalen Distributionskanälen des Hyatt-Netzwerks. Lindner bleibt als starke Marke mit eigener Identität erhalten und unabhängig. Die Zusammenarbeit ist am 1.Dezember 2022 gestartet.

Über die modernen Vertriebskanäle von Hyatt wird die Lindner Hotels AG ihre Positionierung am internationalen Markt ausbauen, neue und internationale Kundengruppen erschließen, ihren Gästen vereinfachten Zugang zu Hyatts internationalem Hotel-Portfolio bieten und ihre Ertragskraft stärken. Dabei haben wir insbesondere Märkte wie Nordamerika, Asien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sowie das europäische Ausland im Blick.

Im Rahmen der strategischen Zusammenarbeit mit "JdV by Hyatt" planen wir in den nächsten Jahren ein achtstelliges Investitionsvolumen an Renovierungen am bestehende Hotel-Portfolio und die Ergänzung hochwertiger F&B-Angebote. Zudem wird das Unternehmen durch die Kollaboration seine Expansion stärken, indem im engen Austausch mit Hyatt weitere Hotelstandorte sondiert und schneller potenzielle Objekte gesichtet werden können. Dabei verfolgt Lindner konsequent die Strategie, mit exzellenten Standorten ein nachhaltiges Development zu schaffen.

Zur weiteren Lage verweisen wir auf den Prognosebericht unter Abschnitt I.

Das Hotel Neubauprojekt in Crans/Schweiz konnte im November 2020 an einen Investor veräußert werden. Die Werthaltigkeit der Ausleihungen an die LHI (TEUR 6.178) bestimmt sich aus der Entwicklung der ausländischen Hotelbetriebe. Sollte sich der Geschäftsverlauf nicht wie angenommen entwickeln, besteht das Risiko, dass die Forderungen nicht wie geplant zurückgezahlt werden können. Die Werthaltigkeit der Forderungen gegen die Lindner Hotels (Schweiz) AG, Lens (Schweiz), (TEUR 4.275) bestimmt sich aus den restlichen Immobilien in Crans. Hier könnten Baukostenüberschreitungen die Rückzahlung gefährden.

Die Herausforderungen bei der Personalgewinnung haben sich durch die Corona-Krise deutlich verschärft. Viele Mitarbeiter sind in der Krise in andere Branchen abgewandert. Die Findung neuer Arbeitskräfte und Auszubildender wird schwieriger. Auch erwarten wir durch die neue Kooperation ein breiteres Feld an Bewerbern, die einen interessanten Arbeitsplatz in einer international ausgerichteten Firma suchen und sich mit dem neuen Arbeitgeber den Herausforderungen stellen.

Als maßgebliche Einflussgröße darf auch zukünftig die konjunkturelle Entwicklung der Gesamtwirtschaft bei der weiteren Expansion und dem Betrieb der bestehenden Hotels nicht unterschätzt werden. Ungewiss bleiben die Faktoren des Ukraine-Krieges und die inflationären Entwicklungen.

Das Risikomanagement der Lindner Hotels AG berücksichtigt diese Faktoren. Kontrollmechanismen prüfen die Entwicklung der einzelnen Betriebe auf Übereinstimmung mit den Budgets und anderen Zielvorgaben.

Das zukünftige Wachstum der Gesellschaft soll unter Berücksichtigung der aus Sicht des Vorstandes der Gesellschaft gestiegenen Risiken erfolgen, d.h. dass neben weiteren strategisch wichtigen Pachtobjekten vorrangig Managementverträge abgeschlossen werden.

Unter der Sub-Brand "me and all hotels" ist eine auf Rendite getrimmte junge Boutique-Linie am Markt etabliert worden. Die neue Marke richtet sich auf die zeitgemäßen Hotelbedürfnisse der Reisenden aus, sowohl im Segment der geschäftlich motivierten Reisen und der Messebesucher als auch der "Weekender". Die Hotels werden von State-of-the-art-Technologie, individueller und hochwertiger Ausstattung und Architektur und einer Lounge-Gastronomie geprägt sein.

Die neuen Hotels unter diesem Sub-Brand werden in der me & all Hotels GmbH eigenständig am Markt geführt. Das neue me and all Hotel in Düsseldorf (243 Zimmer, Restaurant, Bar) ist im April 2022 eröffnet worden.

Folgende projektierte Hotels befinden sich in der Bauphase.

Aufgrund des jeweiligen aktuellen Planungsstands ist die Übernahme derzeit teilweise ungewiss:

Hotels mit Pachtverträgen

me and all Hotel Leipzig

280 Zimmer, Bar, Eröffnung 2025

me and all Hotel Stuttgart Hauptbahnhof

152 Zimmer, Bar, Eröffnung 2025

Weitere Verträge sind derzeit nicht abgeschlossen.

Eine Vielzahl von weiteren Verträgen wird momentan verhandelt, der Fokus liegt hauptsächlich auf der Umsetzung von "me and all hotels" in Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland. Aber auch Hotels der Marke "Lindner Hotels & Resorts" stehen wieder verstärkt im Fokus.

Derivative Finanzinstrumente werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht eingesetzt.

Bedeutende Währungs- und Zinsrisiken bestehen zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Die Lindner Hotels International GmbH ist bilanziell überschuldet und auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin angewiesen. Die Lindner Hotels AG hat bereits am 31. Dezember 2007 erklärt, dass sie mit ihren Forderungen mit einem Teilbetrag von TEUR 2.000 im Rang hinter alle gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger zurücktritt.

Mittelfristig erwarten wir über unsere Beteiligung Lindner Hotels International GmbH positive Ergebnisbeiträge aus Spanien, Österreich, Belgien, Tschechien und weiteren Projekten im europäischen Ausland.

I. Prognosebericht

Ausblick 2022 und 2023

Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung haben die deutsche Wirtschaft in die mit Abstand tiefste Rezession ihrer Nachkriegsgeschichte gestürzt.

Die Prognosen der Gesellschaft basieren derzeit auf der Annahme, dass die Reise- und Übernachtungsbeschränkungen innerhalb Deutschlands aufgehoben bleiben und keine neuen Reiseeinschränkungen aufgerufen werden.

Das Jahr 2022 ist seit dem Monat April von einer anhaltenden Konsolidierung gekennzeichnet. Die touristischen Segmente und der Geschäftsreisebereich ziehen wieder deutlich an. Die Bücher für den Rest des Jahres sind voll. Wir erwarten von der Ende August begonnenen "Messe-Saison" deutlich positive Effekte. Diese wurde bereits durch Formate wie die Caravan in Düsseldorf und die Gamescom in Köln bestätigt.

Die inflationären Preisentwicklungen und der ungewisse Fortgang des Krieges in der Ukraine sind negative Einflussfaktoren. Das wird vor allem ab dem kommenden Geschäftsjahr spürbar, da die Stromlieferverträge auslaufen und zu neuen Marktkonditionen abgeschlossen werden müssen.

Lindner Hotels Deutschland

Die Lindner Hotels AG hat die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung der Corona-Pandemie in ihrer Planung im Rahmen aller zur Verfügung stehenden Daten und Prognosen über die wirtschaftliche Gesamtentwicklung berücksichtigt. Dabei sind die konkreten wirtschaftlichen Folgen für die Gesellschaft unmittelbar abhängig von weiteren behördlichen Auflagen und der Reaktion der Kunden darauf. Bei den Lindner Hotels & Resorts ist ein vergleichbarer Trend, wie oben beschrieben, zu beobachten.

Im Rahmen der Planung wird dabei von einer sich normalisierenden Entwicklung der Märkte ausgegangen. Wir konnten insbesondere im Geschäftsreise- und MICE-Bereich einen deutlichen Nachholeffekt verzeichnen und spüren diesen auch für die Folgemonate.

Die Ist-Zahlen 2021 und die Planzahlen 2022 und 2023 der Lindner Hotels & Resorts in Deutschland weisen derzeit folgende Parameter aus:

2023 2022 2021
Durchschnittliche Zimmerbelegung 70,6% 56,1% 30,6%
Durchschnittlicher Zimmerpreis EUR 136,6 EUR 114,2, EUR 106,7
RevPAR EUR 95,5 EUR 64,0 EUR 32,6
Umsatzerlöse aus Hotelbetrieb TEUR 121.300 TEUR 86.602 TEUR 44.894

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist aktuell stabil. Per Ende Oktober 2022 beträgt der Bestand an liquiden Mitteln ca. TEUR 2.353. Die Planungen für das Geschäftsjahr 2022 weisen keine liquiditätsmäßigen Unterdeckungen auf.

Im Folgenden werden die Entwicklungen der ausländischen Hotels prognostiziert, die aufgrund der Beteiligungsverhältnisse indirekten Einfluss auf die Lindner Hotels AG haben.

Lindner Hotels Schweiz

Das letzte Hotel der Gruppe in der Schweiz, das Lindner Grand Hotel Beau Rivage in Interlaken, ist sehr stark von der Krise getroffen. Die überwiegend internationalen Gruppen aus dem asiatischen Raum hatten alle Buchungen storniert. Glücklicherweise ist dieser Gästekreis nun im Sommer 2022 zurückgekommen. Für 2023 erwarten wir eine Stabilisierung der Geschäftszahlen auf dem Niveau des 2.-4. Quartals 2022.

Ein an die veränderten Rahmenbedingungen angepasstes Hotel-Neubauprojekt in Crans befindet sich in der Entstehungsphase. Die Fertigstellung und Übergabe ist für das kommende Jahr geplant.

Lindner Hotels Spanien

Das Geschäftsjahr 2022 entwickelt sich sehr positiv. Die Sommersaison lief gut, bei steigenden Zimmerdurchschnittspreisen. Wir erwarten für das Gesamtjahr eine sehr gute positive Entwicklung. Einen vergleichbaren Geschäftsverlauf erwarten wir ebenfalls für das kommende Jahr.

Lindner Hotels Österreich

In Österreich ist die Buchungslage weiterhin nicht befriedigend, es fehlen Kongresse und der internationale Individualgast. Auch in Österreich gab es die staatlichen Hilfsprogramme. Die Auszahlungen sind erfolgt. Im kommenden Jahr sollte sich die Nachfrage auf dem Wiener Hotelmarkt wieder normalisieren. Wir erwarten ein Niveau über den Zahlen des Jahres 2019.

Lindner Hotels Belgien

Diese Entwicklung gilt auch für den Standort Antwerpen. Das Geschäft läuft langsam wieder in geordneten Bahnen. Leider führen die Kostensteigerungen in allen Bereichen nicht zu einer proportionalen Ergebnisverbesserung. Das wird auch in 2023 so bleiben. Insbesondere die Energiekosten werden das Ergebnis belasten.

Lindner Hotels Tschechien

Der Hotelmarkt in Prag ist aufgrund von Überkapazitäten weiterhin ein sehr preisaggressiver Markt. Die Geschäftsentwicklung lässt mittlerweile hoffen. Wir konnten mit dem Verpächter auch für 2022 eine partnerschaftliche Übereinkunft treffen, wonach die Miete für 2022 nur anteilig geschuldet ist. Ab 2023 sollte wieder ein geordneter Verlauf möglich sein. Auch hier sollte das Niveau von 2019 übertroffen werden können.

Lindner Hotels Slowakei

Wir konnten mit dem Eigentümer an einer verträglichen Lösung arbeiten. Diese besagt, dass in 2022 die Garantievergütung auf einen Maximalbetrag von TEUR 900 beschränkt ist. Für das kommende Geschäftsjahr werden wir den Betrieb wieder auf "normalem" Niveau betreiben und werden auch keine Zugeständnisse des Eigentümers erhalten.

J. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Lindner Hotels Aktiengesellschaft ist eine Gesellschaft, die dem Drittelbeteiligungsgesetz (DrittelbG) und somit der Mitbestimmung unterliegt. Folglich sind die Regelungen, die sich aus dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (FührposGleichberG) ergaben, zu beachten.

Der Vorstand der Lindner Hotels Aktiengesellschaft hat im Juni 2016 für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes eine Zielgröße von 30% bis zum Jahr 2020 gemäß § 76 Abs. 4 AktG festgelegt. Dieses Ziel wurde erreicht. Der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes liegt bei mehr als 30%. Der Aufsichtsrat der Lindner Hotels Aktiengesellschaft hat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand eine Zielgröße in Höhe von 30% bis zum Jahr 2020 gemäß § 111 Abs. 5 AktG festgelegt. Zum 1. September 2022 wurde diese Zielgröße durch die Bestellung der neuen Vorständin erfüllt. Der Aufsichtsrat wurde zum 1. Mai 2022 neu bestellt und besteht seither aus den Gesellschaftern der Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG. Hinsichtlich der Besetzung des Aufsichtsrates wird keine konkrete Möglichkeit einer Veränderung identifiziert. Daher korrigiert der Aufsichtsrat formal die bestehende Zielgröße auf null Prozent. Diese festgelegte Zielgröße ist maßgeblich für den Zeitraum bis einschließlich 31. Dezember 2025 und entspricht der aktuellen Anzahl von null Frauen im Aufsichtsrat. Eine Steigerung kommt nicht in Betracht, da nach derzeitigem Stand im Bezugszeitraum voraussichtlich weder Stellen frei noch zusätzliche Stellen geplant werden.

Begründet wird die Zielgröße "0" damit, dass der bestehende Gesellschafterkreis des Familienunternehmens ausschließlich aus Männern besteht. In der Lindner Hotels AG übernimmt der Aufsichtsrat eine Sonderrolle und erfüllt neben der Kontrollfunktion auch eine beratende Funktion. Die Gesellschafter nehmen ihre Pflichten und ihr Input als Anteilseigner im Aufsichtsrat wahr und haben dort einen Sitz.

Diversität bei Personalentscheidungen ist für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Lindner Hotels Aktiengesellschaft von hoher Relevanz. Bei der Besetzung von (Führungs-) Positionen steht jedoch die Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen an erster Stelle, nicht die Geschlechteridentität. Der Vorstand und der Aufsichtsrat beschließen, den überdurchschnittlich hohen Frauenanteil in Führungspositionen konsequent beizubehalten und bis Dezember 2023 die o.g. Zielgröße von 30% im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes nicht zu unterschreiten. Die Einhaltung soll in den folgenden Aufsichtsratssitzungen kontrolliert werden.

K. Zweigniederlassungen und Tätigkeiten der Gesellschaft

In das Handelsregister eingetragene Zweigniederlassungen unterhält die Gesellschaft nicht.

Die Tätigkeit der Gesellschaft bestand im Geschäftsjahr 2021 in dem Betrieb folgender Hotels bzw. Betriebe, deren Immobilien angemietet bzw. als Managementbetrieb geführt wurden:

Business Hotels (20)

Lindner Congress Hotel Düsseldorf, Düsseldorf

Lindner Hotel Airport, Düsseldorf

Lindner Congress Hotel Frankfurt, Frankfurt am Main

Lindner Hotel BayArena, Leverkusen

Lindner Hotel Dom Residence, Köln

Lindner Hotel Am Ku'damm, Berlin

Lindner Hotel & Residence Main Plaza, Frankfurt am Main

Lindner Congress Hotel Cottbus, Cottbus (M)

Lindner Hotel Am Michel, Hamburg

Lindner Park-Hotel Hagenbeck, Hamburg (M)

Lindner Congress & Motorsport Hotel Nürburgring, Nürburg (M)

Lindner Hotel Eifeldorf Grüne Hölle Nürburgring, Nürburg (M)

Lindner Hotel & Sports Academy, Frankfurt am Main (M/T)

Lindner Hotel City Plaza, Köln

me and all Hotel, Düsseldorf (T)

me and all Hotel, Belsenpark, Düsseldorf (seit 04/2022) (T)

me and all Hotel, Mainz (T)

me and all Hotel, Hannover (T)

me and all Hotel, Kiel (T)

me and all Hotel, Ulm (T)

Resort Hotels (4)

Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen, Oberstaufen

Lindner Hotel & Sporting Club Wiesensee, Westerburg

Lindner Hotel & Spa Binshof, Speyer

Lindner Strand Hotel Windrose, Wenningstedt/Sylt

Sonstige Betriebe (1)

Lindner Ferienpark Nürburgring, Drees (M)

Darüber hinaus werden in der Schweiz, in Spanien, in Österreich, in Belgien, in der Slowakei und in Tschechien folgende Hotels betrieben:

Resort Hotels (2)

Lindner Grand Hotel Beau Rivage, Interlaken (Schweiz)

Lindner Golf & Wellness Resort, Portals Nous (Spanien) (T)

Business Hotels (4)

Lindner Hotel Am Belvedere, Wien (Österreich) (T)

Lindner Hotel & City Lounge Antwerpen, Antwerpen (Belgien) (T)

Lindner Hotel Prague Castle, Prag (Tschechische Republik) (T)

Lindner Hotel Gallery Central, Bratislava (Slowakische Republik) (M)

((M) = Management, (T) = Tochtergesellschaft)

 

Düsseldorf, den 23. Dezember 2022

Arno Schwalie

Stefanie Brandes

Frank Lindner

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2021

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar (Vorjahreswerte in Klammern):

davon Restlaufzeit Mitzugehörigkeit zu Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
insgesamt bis zu 1 Jahr über 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.750 2.500 6.250 6.250 0 0
(10.000) (1.250) (8.750) (8.750) (0) (0)
2. Erhaltene Anzahlungen 3.427 3.427 0 0 0 0
(4.228) (4.228) (0) (0) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.970 6.435 3.535 3.535 0 0
(9.468) (6.049) (3.419) (3.419) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.300 504 1.796 1.796 0 504
(1.017) (80) (937) (937) (0) (80)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.516 846 2.670 2.670 0 0
(6.548) (3.779) (2.769) (2.769) (0) (0)
27.963 13.712 14.251 14.251 0 504
(31.261) (15.386) (15.875) (15.875) (0) (80)

BERICHT DES AUFSICHTSRATES über die Prüfung des JAHRESABSCHLUSSES UND DES GESCHÄFTSBERICHTES zum 31.12.2021

der LINDNER HOTELS AKTIENGESELLSCHAFT, DÜSSELDORF

Beratung, Überwachung und Prüfung durch den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Lindner Hotels AG hat im Geschäftsjahr 2021 die Geschäftsführung durch den Vorstand überwacht sowie die strategische Unternehmensentwicklung und bedeutende Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert. Die Berichte beinhalten alle relevanten Informationen zu wesentlichen Fragen der Strategie und Unternehmensplanung, der Lage und der Entwicklung der Gesellschaft, der Risikolage und zum internen Kontrollsystem, dem Risikomanagement und der Compliance sowie zu bedeutenden Geschäftsvorfällen.

Der Aufsichtsrat hielt im Jahr 2021 vier ordentliche Sitzungen und zwar am 15.01., 23.04., 14.06. und 10.11.2021 ab. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus vom Vorstand auch zwischen den Sitzungen über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt und hat in einzelnen Strategiegesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden die Perspektiven und künftige Ausrichtung des Unternehmens erörtert.

Über Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich informiert.

Jahresabschuss 2021 geprüft und gebilligt

Der Vorstand stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 nach den Vorschriften des HGB sowie den Lagebericht auf. Dieser wurde durch die von der Hauptversammlung am 14.06.2021 zum Abschlussprüfer gewählte Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss.

Aufsichtsrat und Vorstand beschließen die Feststellung des Jahresabschlusses der Hauptversammlung zu überlassen.

Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

In der Besetzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates haben sich im Berichtsjahr keine Änderungen ergeben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit und den engagierten Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Düsseldorf, 23.12.2022

Jörg Lindner, Aufsichtsratsvorsitzender der Lindner Hotels AG

Versicherung der gesetzlichen Vertreter ("Bilanz- und Lageberichtseid") zum Einzelabschluss und Lagebericht der Lindner Hotels AG gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 3 VermAnlG i.V.m. § 264 Abs. 2, Satz 3 HGB (Bilanzeid) und § 23 Abs. 2 Nr. 3 VermAnlG i.V.m. § 289 Abs. 1, Satz 5 HGB (Lageberichtseid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Düsseldorf, 23.12.2022

Arno Schwalie, Vorstand Lindner Hotels AG

Frank Lindner, Vorstand Lindner Hotels AG

Stefanie Brandes, Vorstand Lindner Hotels AG

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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