LEEVITO GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerhard Rudolf Jakobi seit 7.7.2025 | Geschäftsführer |
Jochen Pohl seit 7.7.2025 | Geschäftsführer |
Mark Schuermann seit 7.7.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 26.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PROCHEM GmbHFrankfurt am Main (vormals: Oberthal)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Die PROCHEM GmbH war am 31. Dezember 2023 mit Sitz in Berlin beim Handelsregister des Amtsgerichtes Cpbharlottenburg unter der Nummer HRB 256961 B geführt. In der Gesellschafterversammlung vom 10. April 2025 wurde die Sitzverlegung nach Frankfurt am Main beschlossen. Die Eintragung beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 139296 ist am 7. Juli 2025 erfolgt. Der Jahresabschluss der PROCHEM GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 286 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen werden nicht aktiviert. Die planmäßigen Anschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern betrugen zwischen 3 und 50 Jahren. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 250,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR aber nicht mehr als 1.000,00 EUR wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten waren jedoch nicht höher als der am Bilanzstichtag geltende Einkaufspreis. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zudem auf der Grundlage des Fertigstellungsgrades der sich in der Lohnproduktion befindlichen Produkte. Sofern die Verkaufspreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurde eine entsprechende Wertanpassung vorgenommen. Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und angemessen wertberichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung und einer Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d.h. einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.2 Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses 2.2.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang. 2.2.2 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten Zum Bilanzstichtag werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten Disagien in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR) ausgewiesen. 2.2.3 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von 222 TEUR (Vorjahr 142 TEUR) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 143 TEUR (Vorjahr 359 TEUR). 2.2.4 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Vorjahresbeträge werden in Klammern angegeben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten dar. Mit einer Inanspruchnahme der gewährten Sicherheiten ist nicht zu rechnen, da die Verbindlichkeiten erfüllt werden können. 2.2.5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In Bezug auf die Aufgliederungen der Umsatzerlöse nimmt die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Im Vorjahr waren Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, in Höhe von TEUR 125 gebildet worden. 2.3 Sonstiges Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl der 4 Quartale bis zum 31. Dezember 2023 (ohne Geschäftsführung) betrug 111 (Vorjahr: 88) Mitarbeiter/innen. Davon waren:
2.4 Eventualverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 Eventualverbindlichkeiten nach § 251 HGB bestanden zum 31. Dezember 2023 wie auch zum Vorjahresabschlussstichtag nicht. 2.5 Sonstige Angaben 2.5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen betragen zum Bilanzstichtag 1.384 TEUR (Vorjahr 1.783 TEUR) und setzen sich zusammen aus:
2.5.2 Organe Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch
geführt. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da ein Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhält. 2.5.3 Ergebnisverwendung Entsprechend einem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 31. Dezember 2023, vom Jahresüberschuss einen Betrag bis zu 2.000.000,00 EUR in die Gewinnrücklagen einzustellen, wurde der Jahresüberschuss von 677.165,74EUR in voller Höhe in die Gewinnrücklage eingestellt. 2.5.4 Anteilsbesitz Die Gesellschaft hat keine Beteiligungen. 2.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Bezüglich der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs verweisen wird auf die Ausführungen im Kapitel Risiken innerhalb des Lageberichts. Mit Gesellschafterbeschluss vom 4. Januar 2024 wurde eine Gewinnausschüttung aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 3.000.000 EUR vorgenommen. Im März 2024 wurde mit der Verlagerung der Produktion von Bensheim nach Lorsch und im April 2024 mit der Produktion am Standort Rodgau begonnen.
Frankfurt am Main, 4 November 2025
Gerhard Jakobi Jochen Pohl Mark Schürmann Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Die ProChem GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der ProChem GmbH sind Gerhard Jakobi, Jochen Pohl und Mark Schürmann. Die ProChem GmbH ist seit 27 Jahren als Dienstleister für die Lohnfertigung und die Lohnproduktion chemischer Produkte tätig und hat dementsprechend keine eigenen Produktlinien. An den Standorten Oberthal, Lorsch (seit 2024), Rodgau (seit 2024) und Dieburg erbringt die ProChem GmbH Fertigungsdienstleistungen in den Bereichen Synthese, Umkristallisation, Trocknen, Granulieren, Mahlen, Sieben, Pastillieren und Verpacken. Das Werk am Standort in Bensheim wurde im Geschäftsjahr 2024 geschlossen. Die Tätigkeitsschwerpunkte an den Standorten sind:
Durch ein breites Kundenspektrum sowie sich daraus ergebende vielseitige Märkte, für die von der ProChem GmbH lohngefertigten Produkte und Zwischenprodukte konnte die Gesellschaft in den vergangenen Jahren ihre Marktposition, vor allem als Lohnfertigungspartner für große Chemiekonzerne für deren deutsches und europäisches Geschäft festigen. Durch flache Hierarchien und einen ständigen Austausch von Informationen in der Geschäftsführung und in den Führungsteams an den Produktionsstandorten wird eine effiziente Steuerung der Gesellschaft sichergestellt. Ein internes Kontroll- und Risikofrüherkennungssystem ist eingerichtet. 2. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurden zahlreiche Kundenversuche an den vier Standorten durchgeführt. Eigene Produkte bzw. Verfahren wurden nicht entwickelt. Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Chemieindustrie war im Jahr 2023 maßgeblich von einer anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage und strukturellen Herausforderungen geprägt. Dies war primär die Folge der allgemein schwachen Industriekonjunktur in Europa und der geringen Nachfrage nach Chemie-Vorleistungen. Auch eine verstärkte Nachfrage aus China blieb aus. Die Kapazitäten der Branche waren weit davon entfernt, ausgelastet zu sein, was die schwierige Lage verdeutlicht. Trotz gesunkener Gaspreise im Vergleich zum Höchststand 2022 blieben die Energiepreise in Nordwesteuropa und Deutschland im internationalen Vergleich hoch. Dies führte zu einer anhaltend hohen Kostenbelastung und einem Wettbewerbsnachteil gegenüber Regionen mit günstigeren Energiepreisen, wie den USA oder Teilen Asiens. Die Branche sah sich einem anhaltenden Importdruck, insbesondere aus China, ausgesetzt. Gleichzeitig verstärkte sich der Trend, dass deutsche Unternehmen Investitionen ins Ausland verlagerten. Die schwierige Lage rückte die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stark in den Fokus. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) forderte vehement politische Reformen, darunter wettbewerbsfähige Energiepreise, Bürokratieabbau (insbesondere bei Genehmigungsverfahren) und eine Unternehmenssteuerreform. Zusammenfassend war das Jahr 2023 für die deutsche Chemieindustrie eines der schwierigsten der jüngeren Geschichte, gekennzeichnet durch schwache Nachfrage und die Konfrontation mit hohen Produktionskosten und strukturellen Standortnachteilen. Der Verband der chemischen Industrie (VCI) zieht für 2023 folgende Bilanz: „Für die Branche war 2023 ein schlechtes Jahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent. Zum Jahresende herrscht in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 Prozent erwartet. Für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und eine grüne Transformation benötigt die Industrie auch konkurrenzfähige Energiepreise. Kurzfristig heißt das: Entlastungen bei den Energiepreisen. Langfristig heißt es: Tempo beim Umbau des Energiesystems - Stromangebot ausweiten, Netze ausbauen und Reservekapazitäten mit Back-up-Kraftwerken und Energiespeichern schaffen. Das Strompreispaket, das nach der Einigung im Haushaltsstreit weiter geplant ist, erhält jedoch lediglich den Status quo. Das Energiethema ist aber nur eins von vielen ungelösten Problemen. Auf der Mängelliste stehen weiterhin die marode Infrastruktur, der Fachkräftemangel oder die überbordende Bürokratie und Regulierung. Laut VCI-Mitgliederumfrage stemmen sich die Unternehmen mit aller Kraft gegen die Krise. 70 Prozent haben angekündigt, Effizienzmaßnahmen noch stärker in den Fokus zu rücken. Jedes zweite Unternehmen plant, die Innovationsanstrengungen zu intensivieren. 30 Prozent der Unternehmen wollen den ökologischen Umbau beschleunigen. „Wir sind ein Standort mit immensem Potenzial“, erklärt VCI-Präsident Steilemann. „Wir reichen der Politik die Hand, jetzt mit vollem Elan die dringend notwendigen Strukturreformen anzugehen.“1 )
1
Quelle: https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/stuermische-zeiten-fuer-die-branche.jsp 3.2 Geschäftsverlauf 2023 Trotz der explodierenden Energiekosten und Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen und der dargestellten gesamtwirtschaftlichen Situation im Geschäftsjahr 2023 konnte die ProChem GmbH einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf realisieren. Gleichwohl konnte eine Umsatzsteigerung von 17.411 T€ im Jahr 2022 auf 17.807 T€ im Jahr 2023 das Ertragsniveau vor Steuern mit 1.032 T€ (Vorjahr 3.408 T€) nicht erreicht werden. 3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögenslage ist mit einem Anstieg des Eigenkapitals von 13.662 T€ auf 14.339 T€ verbessert. Wie im Vorjahr wird der Jahresüberschuss thesauriert. Die Eigenkapitalquote ist auch aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme von 75,6% auf 80,8% angestiegen. Die Vermögensstruktur der Aktivseite zeigt eine deutliche Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31.12.2023 2.931 T€ und lagen damit um 1.846 T€ bzw. 38,6% über dem Vorjahreswert von 4.777 T€. Die Zahlungsziele bei einzelnen Kunden und bei Neukunden verlängerten sich, in der Regel von 30 auf 60 Tage. Die ProChem GmbH verzeichnete auch im Jahr 2023 keine relevanten Forderungsausfälle. Die Anlagenintensität (Sachanlagen) erhöhte sich durch Erhöhung des Sachanlagenwerts und einem niedrigeren Anlagevermögen von 6.605 T€ im Vorjahr auf 7.153 T€ auf 40,3% der Bilanzsumme. Das Vorratsvermögen verringerte sich leicht von 1.059 T€ auf 1.025 T€ zum 31.12.2023. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind um 439 T€ auf 5.141 T€ angestiegen. Die Bilanzsumme ist von 18.064 T€ auf 17.740 T€ gesunken. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls von Steuerrückstellungen um 254 T€ auf 420 T€ zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten planmäßig von 2.047 T€ im Jahr 2022 auf 1.484 T€ zum 31.12.2023 reduziert werden. Die Gesamtleistung erhöhte sich planmäßig von 17.507 T€ im Jahr 2022 auf 17.820 T€. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich leicht von 21,2% im Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte auf 22,0% der Gesamtleistung im Jahr 2023. Durch Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen erhöhte sich die Personalkostenquote von 28,9% im Vorjahr auf 30,0% im Berichtsjahr. Das für 2023 geplante Jahresergebnis von 2,5 Mio. € konnte mit 677 T€ trotz eines Umsatzanstiegs aufgrund des Kostendrucks leider nicht erreicht werden. Die Liquidität der Gesellschaft war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 stets gesichert, zugesagte Kreditlinien blieben ungenutzt. Investitionen konnten, durch die selbst generierte Liquidität und die Neuaufnahme eines längerfristigen Darlehens umgesetzt werden. 3.3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als verhalten positiv. Die Gesellschaft konnte wegen des Kostendrucks das gute Ergebnis des Vorjahres nicht wieder erreichen. 4. Prognosebericht Die Brancheneinschätzung durch den Verband der chemischen Industrie für 2024 bis 2026 ist weiterhin stark getrübt: In den Chemieunternehmen herrscht weiterhin Krisenstimmung. Hoffnungen auf eine konjunkturelle und wirtschaftspolitische Wende sind verflogen. Die aktuelle Lage bewerten die Unternehmen seit drei Jahren als unbefriedigend - Tendenz fallend. Auch die Erwartungen sind nach einem kurzen Zwischenhoch mittlerweile wieder im Sinkflug. Die Chemieindustrie rechnet bis ins kommende Jahr hinein nicht mehr mit einer konjunkturellen Belebung. Auch politisch ist noch keine Trendwende zu erkennen. Deutschland und Europa brauchen jetzt einen klaren Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Innovationskraft. Der „Herbst der Reformen“ darf nicht ergebnislos in eine Winterpause münden. Dabei zeigen die aktuellen Wirtschaftskennzahlen (Stand September 2025), dass jetzt Tempo gefragt ist: Die Chemieproduktion lag zuletzt fast 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Auftragseingang sank sogar um 10 Prozent. Die Nachfrage bleibt schwach, was den Druck auf die Erzeugerpreise erhöht. Diese gaben zuletzt erneut nach. Im Inland zeigt sich die angespannte Lage der deutschen Industrie deutlich: Viele Abnehmerbranchen fahren ihre Produktion weiter zurück. Der Inlandsumsatz mit Chemikalien verfehlte seinen Vorjahreswert deutlich. Auf den Auslandsmärkten leidet die deutsche Chemie unter ihrer schwachen Wettbewerbsposition - höhere Zölle verschärfen die Situation zusätzlich. Um aus dem Stimmungstief herauszukommen, die Konjunktur zu beleben und Investitionen zu entfesseln, braucht die Chemie dringend wirtschaftspolitische Signale aus Berlin und Brüssel.“2 ).
2
Quelle: https://www.vci.de/ergaenzende-downloads/schlaglicht-september-2025.pdf Trotz des schwierigen Markumfelds konnte die ProChem im Jahr 2024 den Umsatz von 17.807 T€ auf 18.888 T€ steigern. Dies hat sich entsprechend positiv auf das vorläufige Jahresergebnis 2024 ausgewirkt und ist mit 1.022 T€ höher als das Jahresergebnis 2023 mit 677 T€. Dies bedeutet eine Steigerung von rund 51%. Für das Jahr 2025 konnte bereits bis Ende September ein Umsatz von über 18.769 T€ erzielt werden, sodass bis Jahresende mit einem leicht höheren Gesamtjahresumsatz als 2024 gerechnet wird. Das aktuelle Vorsteuerergebnis liegt mit 4.767 T€ bereits über dem vierfachen Wert des Vorjahres. Zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung war die Planung für 2026 noch nicht abgeschlossen. Es wird mit einer positiven Umsatzentwicklung für 2026 gerechnet, welches leicht über dem Jahr 2025 bei ähnlichem Jahresergebnis erwartet bzw. geplant wird. Somit wird weiterhin mit einer stabilen Relation der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage gerechnet. 5. Chancen- und Risikobericht 5.1 Risiken Die wesentlichen Risiken, denen sich die ProChem GmbH nach dem 31. Dezember 2023 ausgesetzt sieht sind die nachfolgend in absteigender Reihenfolge dargestellten:
Bei Eintritt der Risiken ist mit einem rückläufigen Geschäft bzw. einem Kostenanstieg bzw. einer Verringerung der Profitabilität zu rechnen. Durch die getroffenen Maßnahmen lassen sich die Auswirkungen der Risiken jedoch nach unserer Einschätzung so eindämmen, dass keine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft eintritt. Die identifizierbaren Risiken sind zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. 5.2 Chancen Die nachfolgend dargestellten Chancen sind Ansatzpunkt für die Umsetzung unserer Unternehmenspolitik: Die Anzahl der Kundenanfragen für Projekte zeigt, dass die ProChem GmbH am Markt über eine ausreichende Reputation verfügt, so dass wahrscheinlich erscheint, dass auch bei Auslaufen von Bestandsgeschäft mit neuen Projekten wegfallende Umsätze auf profitablem Niveau realisiert werden können. So knüpfte ProChem in 2023 erste Kundenbeziehungen mit neuen Großkunden im Umfeld von Medizinprodukten und Konservierungsmitteln für Lebensmittel, die in den Folgejahren bereits zu erheblichen Umsätzen beigetragen haben. Die gestiegenen Anforderungen der Kunden führen dazu, dass die ProChem GmbH immer höhere Standards erfüllen muss. Die Einhaltung dieser und der damit verbundenen Zertifizierungen des Managementsystems ermöglicht es Bestandskunden, erhöhte nachgewiesene Qualität zu liefern und neue Kundenfelder zu erschließen. Produktkosten können in diesem Segment der Lohnfertigung besser kommerzialisiert werden. In 2025 konnte erfolgreiche die Zertifizierung des Standortes Rodgau nach FSSC 22000 erreicht werden. Durch eine steigende Anlagenverfügbarkeit und Routine in der vorbeugenden Instandhaltung können wir den Kunden mehr Liefersicherheit anbieten. Der Aufbau von digitalen Auswertungssystemen und die Möglichkeiten zur Digitalisierung der Unternehmensabläufe ermöglichen eine bessere Ressourcenplanung im Unternehmen und erlauben Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungspotenziale früher zu erkennen und leichter umzusetzen. Durch die geopolitischen Unsicherheiten steigt die Tendenz, lokal und auch wieder in Europa chemische Erzeugnisse zu produzieren bzw. bei einem Lohnhersteller wie der ProChem GmbH in Auftrag zu geben. Energiemärkte, insbesondere die Börsenpreise für Strom und Gas sind nach dem enormen Preisanstieg im Laufe des Jahres 2022 wieder stark gefallen und insbesondere sind die Terminpreise für Mengen in den Jahren 2024 ff. bereits wieder unter den Niveaus, die vor dem Angriffskrieg in der Ukraine herrschten. Zusammenfassend bestätigen die Kundenaktivität, die realisierten Umsätze und die Auftragseingänge bis zum September 2025 die Realisierbarkeit der beschriebenen Chancen. Die identifizierbaren Chancen sind zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.
Frankfurt am Main, 4. November 2025
Gerhard Jakobi Jochen Pohl Mark Schürmann Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht der PROCHEM GmbH, Frankfurt am Main, zum 31. Dezember 2023 wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:“ Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PROCHEM GmbH, Frankfurt am Main, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PROCHEM GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROCHEM GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 4. November 2025 FINEXA GmbH Läger, Wirtschaftsprüferin Knoll, Wirtschaftsprüfer Ergänzung des Jahresabschlusses 2023
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 4. November 2025 festgestellt. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss in voller Höhe in die Gewinnrücklagen einzustellen. |
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