Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 22198
Eingetragen
11.6.2009
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnEinzelhandel in eigenem Namen mit Motorenkraftstoffen, Freie Tankstellen
Gegenstand
Der Handel mit Mineralölprodukten (Diesel, Heizöl, Benzin), Propan- und Autogas sowie Gasanlagen und Gasgeräten für Industrie, Gewerbe und Haushalt sowie der Groß- und Einzelhandel mit Erdgas und der Groß- und Einzelhandel mit Strom.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katharina Milinkovic
seit 1.10.2024
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Malwina Magdalena Olszowiak
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Malwina Magdalena Olszowiak
Ostrów Wielkopolski, Polen
12.500 €
50.00%
Bartlomiej Jan Olszowiak
Ostrów Wielkopolski, Polen
12.500 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BarMalGas GmbH

Ludwigsfelde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

BarMalGas GmbH, Ludwigsfelde OT Genshagen

1. Grundlage des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung von gewerblichen und privaten Kunden mit nicht leitungsgebundenem Flüssiggas. Seit den neunziger Jahren beliefern wir Kunden in ganz Deutschland und in Teilen Europas. Mit 14 LNG-Tankstellen, 12 LPG- Tankstellen, 3 Regasifizierungsanlagen (REGAS-Anlagen), mehr als 300 Tanks und knapp 5.000 Kunden sind wir derzeit einer der größten unabhängigen Lieferanten von LNG in Deutschland. Auch ist der Handel mit LNG und LPG in Europa Bestandteil des Geschäftsmodells.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Situation

Das Marktumfeld hat sich im Jahr 2023 nach einem turbulenten Jahr 2022 beruhigt. Das Bruttoinlandsprodukt ist jedoch um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung hält die starke Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von der industriellen Wertschöpfung, der Außenhandelsorientierung sowie die ehemals starke Zuwendung zu russischen Energielieferungen für Ursächlich für die gegenwärtige Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung.

2.1.2. Branchenbezogene Situation

Insgesamt importierte die EU im Jahr 2023 etwa 167 Milliarden Kubikmeter (bcm) LNG, was ungefähr dem Niveau von 2022 entspricht720289041720289041MLMonika Lehnerthttps://ieefa.org/european-lng-tracker.

Die Importe kamen hauptsächlich aus den folgenden Ländern:

• USA: Die LNG-Lieferungen aus den USA betrugen etwa 76,8 bcm. Die USA waren weiterhin der größte LNG-Lieferant für die EU und dominierten den Markt.

• Katar: Die Lieferungen aus Katar beliefen sich auf etwa 20,2 bcm.

• Russland: Trotz geopolitischer Spannungen und Sanktionen wurden etwa 19,5 bcm LNG aus Russland importiert.

• Algerien: Algerien lieferte etwa 15,7 bcm LNG.

• Nigeria: Aus Nigeria kamen etwa 9,4 bcm LNG.

• Norwegen: Norwegen lieferte etwa 9,4 bcm LNG, was dem Volumen aus Nigeria entspricht.

• Sonstige Länder: Die restlichen LNG-Importe stammten aus verschiedenen anderen Ländern wie Ägypten, Angola, und Mosambik.

Die Daten zeigen eine signifikante Diversifizierung der LNG-Importquellen der EU im Jahr 2023, wobei die USA weiterhin die Hauptquelle darstellen. Die EU hat die Abhängigkeit von russischem Pipeline-Gas stark reduziert und stützt sich zunehmend auf LNG, um ihre Energiesicherheit zu gewährleisten.

2.1.3. Ausbau der LNG-Import-Infrastruktur in Deutschland und Europa

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine hat die EU, einschließlich Deutschlands, erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Abhängigkeit von russischem Pipeline-Gas zu verringern und eine diversifiziertere und sichere Energieversorgung zu schaffen. Die Bundesregierung plant daher den weiteren Ausbau der LNG-Importinfrastruktur.

• Erweiterung der LNG-Regasifizierungskapazitäten: Bis 2023 wurden in Europa zusätzliche 53,5 Milliarden Kubikmeter (bcm) LNG-Regasifizierungskapazitäten geschaffen. Dies umfasst den Bau neuer Terminals und den Einsatz von Floating Storage and Regasification Units (FSRUs) in mehreren Ländern, einschließlich Deutschlands und Griechenlands720289042720289042MLMonika Lehnerthttps://ieefa.org/european-lng-tracker

Deutschland hat in den letzten Jahren seine LNG-Infrastruktur erheblich ausgebaut, einschließlich neuer Terminals wie in Wilhelmshaven und Brunsbüttel, die bereits in Betrieb sind oder bald in Betrieb gehen sollen.

• Diversifizierung der Lieferwege: Die Diversifizierung der Transport- und Anlandungswege durch neue Terminals und FSRUs ist entscheidend für die sogenannte N-1-Sicherheit, die sicherstellt, dass auch bei einem Ausfall eines wesentlichen Versorgungsweges die Energieversorgung weiterhin gewährleistet bleibt. Diese Strategie trägt erheblich zur Energiesicherheit der EU bei, insbesondere da die Abhängigkeit von russischem Gas drastisch reduziert wurde (von 41% der Gasimporte im Jahr 2021 auf etwa 8% im Jahr 2023720289043)720289043MLMonika Lehnerthttps://energy.ec.europa.eu/topics/carbon-management-and-fossil-fuels/liquefied-natural-gas_en

2.1.4. Einsatz von LNG-Lkw im Schwerlastverkehr

Der Einsatz von LNG als alternativer Treibstoff im Schwerlastverkehr gewinnt an Bedeutung und bringt wirtschaftliche und ökologische Vorteile mit sich:

• Aktuelle Infrastruktur für LNG-Lkw: Deutschland hat derzeit 151 öffentliche LNG-Tankstellen (Stand: März 2023) in Betrieb, mit weiteren 46 Tankstellen in Planung. Dies zeigt eine wachsende Bereitschaft zur Unterstützung von LNG als Kraftstoff für den Schwerlastverkehr. Neben öffentlichen Tankstellen gibt es auch betriebseigene Tankstellen, die sich besonders für Unternehmen mit großen Flotten und hohen Laufleistungen lohnen. Der Betrieb einer eigenen Tankstelle kann für Unternehmen wirtschaftlich sein, die über mindestens 15 LNG-Lkw verfügen und diese regelmäßig vor Ort betanken.

• Mautbegünstigungen und Umweltvorteile: LNG-Lkw profitieren von Mautbegünstigungen auf deutschen Autobahnen, was sie zu einer kosteneffizienten Alternative zu Diesel-Lkw macht. Zudem stoßen sie weniger Schadstoffe und Lärm aus, was die Akzeptanz in urbanen Gebieten und bei umweltbewussten Unternehmen erhöht. Die Bundesregierung sieht in LNG-Lkw einen wichtigen Baustein zur Reduzierung von Emissionen im Verkehr.

2.1.5. Politische Ziele der Bundesregierung im Energiebereich

• Erhöhung des Anteils von Erdgas im Kraftstoffmix: Die Bundesregierung strebt an, den Anteil von Erdgas, einschließlich LNG, im Kraftstoffmix auf 4% zu steigern. Dies ist Teil einer breiteren Strategie zur Förderung sauberer Energieträger und zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Verkehrssektor. Erdgas wird als Übergangslösung angesehen, um den Umstieg auf kohlenstoffarme und erneuerbare Energiequellen zu erleichtern, bis vollständig nachhaltige Alternativen verfügbar sind.

• Langfristige Strategien für die Energiesicherheit: Die EU und Deutschland haben umfassende Pläne entwickelt, um die Energieversorgung durch den Ausbau von LNG-Importen, Investitionen in erneuerbare Energien und die Schaffung von Speicherkapazitäten für eine stabile Energieversorgung zu sichern. Auch die Schaffung von LNG-Hubs und die Anbindung an verschiedene Pipelines spielen eine wichtige Rolle in der Strategie der Bundesregierung zur Energiesicherheit.

Zusammengefasst zeigt sich, dass Deutschland und die EU verstärkt auf den Ausbau der LNG-Infrastruktur und die Nutzung von LNG als Brückentechnologie setzen, um die Energieunabhängigkeit zu stärken und den Übergang zu einer klimafreundlicheren Energieversorgung zu unterstützen. Die genannten Maßnahmen und Ziele der Bundesregierung und der EU spiegeln die Notwendigkeit wider, die Energiesicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen.

2.1.3. Unternehmenssituation

Nach einem turbulenten Geschäftsjahr 2022 hat sich die Lage in 2023 stabilisiert. Die Zusammenarbeit mit unseren neuen langfristigen Lieferanten hat sich positiv entwickelt. Auch auf der Vertriebsseite verlief die Entwicklung positiv und ohne nennenswerte Störungen.

Zu Beginn des Jahres 2023 hat BarMalGas Notversorgungsanlagen in Betrieb genommen, um als Backup-Lösung für Kunden mit hohem Energiebedarf und einem erhöhten Risiko von Produktionsunterbrechungen aufgrund von Gasknappheit zu dienen. Dank einer schnellen und effizienten Arbeitsweise konnte BarMalGas die Kunden erfolgreich mit Energie versorgen.

Gleichzeitig wurde die Transportkapazität erhöht, um die gestiegene Nachfrage zu bewältigen.

Angesichts der nach wie vor hohen Energiepreise zu Beginn des Jahres waren die Kunden zunächst nicht bereit, LNG-Fahrzeuge zu betreiben oder zu bestellen. Mit der Stabilisierung des Energiemarktes und sinkenden Preisen gegen Ende des Jahres begannen die Kunden jedoch wieder, ihre LNG-Fahrzeuge zu nutzen, was zu einem Anstieg des LNG-Absatzes an den BarMalGas-Tankstellen führte.

Im Geschäftsjahr konnten wir neue REGAS- Anlagen in Betrieb nehmen, sowie eine strategische Investition in ein zu entwickelndes LNG- Terminal in Hafen von Rostock durchführen. Dieses Projekt verfolgen wir über die erworbene Tochtergesellschaft Rostock Energy Terminal GmbH.

Ende 2023 unterzeichnete BarMalGas zudem die ersten Verträge für Bio-Methan und Bio-LNG. Dies ermöglichte den Beginn der Umstellung von fossilem LNG auf Bio-LNG.

Die geschäftliche Entwicklung des Jahres 2023 verlief etwas besser als im Jahr 2022. Die Sicherung der Logistikinfrastruktur, stabilen Lieferbeziehungen zu ausgewählten Lieferanten und von langfristigen Kundenbeziehungen mit der Möglichkeit zu flexiblen Preisanpassungen ermöglichen ein nachhaltiges und stabiles Wachstum.

Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine größeren Veränderungen im Personalbereich.

2.1.4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, der Materialaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Auf die Definition bedeutsamer nicht-finanzieller Leistungsindikatoren haben wir verzichtet.

2.2. Ertragslage

Die BarMalGas GmbH erwirtschaftete im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.430 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Jahresüberschuss somit um 532 TEUR (18 %) gesunken. Dabei sind die Umsatzerlöse mit 79.375 TEUR im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr von 80.844 TEUR entgegen unseren Erwartungen leicht gesunken.

Die Materialaufwendungen sind mit 66.453 TEUR im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr mit 68.290 TEUR entgegen unserer Erwartungen leicht gesunken. Dies resultiert aus den leicht rückläufigen Umsatzerlösen, aber auch aus einer verbesserten Materialaufwandsquote.

Durch unsere Investitionstätigkeiten haben sich die Abschreibungen von 904 TEUR auf 1.503 TEUR um 66 % erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 7.674 TEUR um ca. 11 % über denen des Vorjahres und entsprechen in etwa unserer Prognose. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Forderungsbewertung, sowie Aufwendungen für den Abschluss von neuen Gaslieferungsverträgen. Die Aufwendungen für Fahrzeuge haben sich zudem ebenfalls erhöht.

Im Ergebnis führen die erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die erhöhten Abschreibungen wie von uns prognostiziert zu einem um 532 TEUR bzw. 18 % verringerten Jahresüberschuss.

2.3. Vermögens- und Finanzlage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme von 34.203 TEUR um 9.205 TEUR auf 43.742 TEUR erhöht. Ursächlich für das Wachstum ist im Wesentlichen der Erwerb der Beteiligung an der Rostock Energy Terminal GmbH.

Die im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionen in neue REGAS-Anlagen führen zu einem leichten Anstieg des Sachanlagevermögens um 382 TEUR auf 16.438 TEUR.

Das Vorratsvermögen hat sich durch die Aktivierung von erzielten Treibhausgasminderungen im Sinne des THG, die im Rahmen des Quotenhandels an Dritte übertragen werden können um 2.420 TEUR auf 6.792 TEUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vorjahresvergleich stichtagsbedingt von 8.762 TEUR um 2.478 TEUR auf 6.284 TEUR gesunken.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind leicht angestiegen. Sie setzen sich im Wesentlichen aus ausstehende Erstattungen im Rahmen der Umsatzsteuer zusammen.

Die sonstigen Rückstellungen sind von 6.112 TEUR um 1.794 TEUR auf 4.318 TEUR gesunken. Dies resultiert vornehmlich aus einer Abnahme der Rückstellung für noch ausstehende Abrechnungen für Gaslieferungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 21.050 TEUR um 7.380 TEUR auf 28.430 TEUR angestiegen. Der Anstieg resultiert aus einem gestiegenen, mengenmäßigen Geschäftsvolumen.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 7.770 TEUR. Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 2.430 TEUR bzw. 46 %. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der zuvor erläuterten Effekte im Vergleich zum Vorjahr (=15,6 %) um 2,2 %-Punkte auf 17,8 % gestiegen.

Bei der Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs und der vorgenommenen Investitionen konnte BarMalGas auf Fremdfinanzierungen durch Kreditinstitute weitgehend verzichten. Durch das konsequente Management von Zahlungszielen auf Lieferanten- und Kundenseite konnte die Liquidität durchgängig sichergestellt werden.

Als Sondereffekt kann die ausstehende Tilgung der Verpflichtung aus der Übernahme des Anlagevermögens unseres ehemaligen strategischen Partners durch BarMalGas erwähnt werden. Durch eine optionale Tilgung über 8 Jahresraten kann die Tilgungsverpflichtung durch die eigene Ertragskraft des Unternehmens getragen werden. Bei Bedarf stehen weitere liquide Mittel von Fremdkapitalgebern zur Verfügung.

2.4. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 ist aus unserer Sicht im Ergebnis ebenfalls wie im Vorjahr erfolgreich verlaufen. Mit Umsatzerlösen von 79.375 TEUR haben wir einen weiterhin hohen Wert erreicht. Der Jahresüberschuss von 2.430 TEUR hat sich gegenüber dem Vorjahr zwar vermindert, zeigt jedoch, dass die Gesellschaft weiterhin positiv wirtschaftet.

3. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken.

3.1. Risiko- und Chancenbericht

3.2.1. Risikomanagementsystem

Die Risikosteuerung basiert auf den langfristig abgeschlossenen Abnahmeverträgen die an aktuelle Marktpreisentwicklungen gebunden sind. Forderungsausfallrisiken wird durch engen Kundenkontakt und ein stringentes Debitorenmanagement begegnet.

Die Versorgung mit LNG erfolgt über ein bestehendes Analysesystem in dem auf Basis der bestehenden Verkaufsvereinbarungen, Beständen an LNG, möglichen Abnahmemengen und potentiellen Spotverkäufen auf Basis des TTF Nature Gas Future-Index die Einkaufsmengen im Folgemonat festgelegt werden. Feste Lieferantenbeziehungen runden die Sicherung der Beschaffungsrisiken ab.

Durch das bestehende Analysesystem und die Preisvereinbarungen in den Kundenverträgen, sowie die feste Einbindung in bestehende Angebots- und Lieferantenstrukturen können Preisänderungsrisiken erfolgreich gesteuert werden.

3.2.1. Wesentliche Risiken und Chancen

Beschaffung und Einkauf

Die BarMalGas ist ein solide finanziertes Distributionsunternehmen. Risiken ergeben sich aus unerwarteten Preisschwankungen oder Lieferengpässen der distribuierten Rohstoffe. Diese könnten durch unerwartete politische Schocks oder Umweltkatastrophen ausgelöst werden.

Lagerungs- und Transportrisiken

An den von uns in Anspruch genommenen Seeterminals sind die Slots für die LNG-Verladung beschränkt. Dies kann zu Wartezeiten führen und muss bei der Planung der Gesamtlogistik berücksichtigt werden. Auch sind wir von den SPOT-Lagerkapazitäten an den Seeterminals abhängig. Hier konkurrieren wir mit anderen Nutzern der Infrastruktur und müssen bei der Logistik die Mengen- und Zeitbeschränkungen der gebuchten Ressourcen berücksichtigen. Auch Betriebsunterbrechungen aufgrund von technischen Störungen, Streiks, Blockaden in der Verkehrsinfrastruktur gehören zu den logistischen Risiken.

Vertrieb

BarMalGas ist vor allem auf grundsätzliche Entscheidungen der Tankstellenkunden angewiesen. Starke Preisschwankungen bei LNG können zu einer Umorientierung auf Diesel führen. Neue Gebäuderichtlinien führen zu einem immer schwierigeren Umfeld im Propangasbereich, da die Kunden auf Wärmepumpen als Heizalternative umsteigen.

Änderung des regulatorischen Umfelds

Risiken ergeben sich aus den Regelungen, die Einfluss auf den THQ-Markt haben. Hier wäre vor allem die Zulassung von anderen Biokomponenten aus Asien oder ein Ausfall der Treibhausgasquote für Bio-LNG zu erwähnen. Auch Verschärfungen zu den technischen Anforderungen für das Handling von LNG stellt ein Risiko für BarMalGas dar.

Debitorenrisiken

Mögliche finanzielle Schwierigkeiten die sich aus branchenspezifischen Entwicklungen oder konjunkturellen Schwankungen ergeben, schlagen auf das Zahlungsverhalten der Kunden durch. Steigende LNG-Preise können sich auf die Liquidität der das Gas nutzenden Logistiker auswirken und zu Zahlungsausfällen führen.

Finanzierungsrisiken

Die Finanzierung der künftigen Investitionen stellt eine Herausforderung dar. Sollten wir uns im stärkeren Maße Fremdfinanzieren müssen, ist hier das Zinsänderungsrisiko zu erwähnen.

Wettbewerbschancen und -risiken

Wertvolle Chancen ergeben sich aus der Umstellung der Energieversorgung auf verflüssigtes LNG und Bio-LNG. Die Logistik und die Versorgung in diesem Bereich eröffnen BarMalGas enormes Potential. Gleichzeitig führt dies zu einer hohen Attraktivität für größere Markteilnehmer die aufgrund ihrer Finanzstärke in eine höhere Tankstellendichte investieren können. Eine höhere Tankstellendichte stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar, da die Nutzung für die Kunden flexibler um bequemer ist. Auch drängen Biomethanproduzenten auf den Markt, die in den Transportunternehmen einen lukrativen Absatzmarkt sehen.

3.2. Prognosebericht

Das anhaltende geringe deutsche Wirtschaftswachstum und die eingeschränkten Aussichten auf die Erholung der Wirtschaft werden die Entwicklung des Umfelds für das Wachstum der BarMalGas beeinflussen. Unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird sich die steigende Nachfrage nach LNG und nach Bio-LNG jedoch positiv auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft auswirken.

Wir erwarten eine weiterhin angespannte Lage auf dem 720289044Gasmarkt720289044ABAdam Botorhttps://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/lng-neue-prognosen-sehen-weiter-angespannte-lage-auf-dem-gasmarkt/100014704.html. Auch werden wir uns auf die Anpassung der Versorgungsinfrastruktur im deutschen Gasnetz einstellen müssen. Vor allem im Bereich des LNG gehen wir von verstärkten Investitionen neuer Marktteilnehmer aus. Neue Anlandungsterminals entstehen an deutschen Küsten oder sind bereits, wie in Wilhelmshaven, in Betrieb genommen worden. Dies wird zu einem Aus- und Umbau der Verteilinfrastruktur führen.

In den kommenden Jahren wollen wir uns als unabhängiger Anbieter im LNG-Tankstellengeschäft behaupten. Mit unseren neuen Lieferanten, langfristigen Abnahmeverträgen mit marktpreisabhängigen Abnahmekonditionen sowie einem effizienten Risikomanagementsystem im Einkauf werden wir weiterhin höchst profitabel arbeiten.

Wir streben den Ausbau unserer Marktstellung in der Flüssiggasversorgung an. Hierfür untersuchen wir ständig Möglichkeiten, neue Flüssiggastankstellen zu eröffnen und sind stets auf der Suche nach neuen Partnern auf Kunden und Lieferantenseite. Zudem planen wir die Erweiterung unseres Produktportfolios mit nachhaltigen Energiequellen (Bio-LNG, grüner Wasserstoff, etc.). Langfristige Verträge mit den Lieferanten sollen dabei unsere Versorgungssicherheit sicherstellen.

Die Inbetriebnahme der Verflüssigungsanlage für Bio- LNG wollen wir weiter vorantreiben. Mit dem Erwerb sämtlicher Anteile an der Rostock Energy Terminal GmbH haben wir uns die Chance hierzu gesichert. Die Geschäftsführung bemüht sich zurzeit um interessierte Partner, die uns bei der Umsetzung dieses Projekts unterstützen.

Für das Jahr 2024 verfolgt BarMalGas die strategische Zielsetzung, mindestens 80 % des gesamten LNG-Volumens an den Tankstellen auf Bio-LNG umzustellen. Außerdem ist die Eröffnung von zwei weiteren Tankstellen im zweiten und vierten Quartal geplant.

Aufgrund dieser Ausgangsbedingungen prognostizieren wir folgende Entwicklung für unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren:

Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem Wachstum der Umsatzerlöse zwischen 15 % und 20 %. Der Materialaufwand wird entsprechend dem Wachstum der Umsatzerlöse ebenfalls merklich ansteigen, die Materialaufwandsquote wird sich leicht erhöhen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden merklich sinken. Insgesamt erwarten wir daher eine deutliche Erhöhung des Jahresüberschusses.

Die Investitionen in das Anlagevermögen dürften deutlich geringer ausfallen. Es ist zurzeit nicht vorgesehen, Ausschüttungen vorzunehmen, wodurch die Finanzierung ebenfalls stark durch Eigenmittel geprägt sein dürfte.

 

Ludwigsfelde, den 10.12.2024

BarMalGas GmbH

gez. Malwina Olszowiak

gez. Bartlomiej Olszowiak

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 23.865.855,35 16.100.121,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.228,00 43.743,71
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.228,00 5.228,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 38.515,71
II. Sachanlagen 16.438.002,01 16.055.858,20
1. technische Anlagen und Maschinen 10.178.811,75 9.102.505,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.284.575,64 2.575.753,63
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.974.614,62 4.377.598,82
III. Finanzanlagen 7.422.625,34 520,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.422.105,34
2. Genossenschaftsanteile 520,00 520,00
B. Umlaufvermögen 19.715.829,20 18.097.333,79
I. Vorräte 6.791.787,19 4.372.449,48
1. fertige Erzeugnisse und Waren 5.154.617,19 2.619.872,15
2. geleistete Anzahlungen 1.637.170,00 1.752.577,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.681.562,32 11.252.179,94
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.284.192,47 8.156.142,80
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 86.083,05
2. Forderungen gegen Gesellschafter 573.257,91 385.597,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 562.519,14 374.859,04
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 914.089,90
4. sonstige Vermögensgegenstände 2.910.022,04 2.710.439,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.242.479,69 2.472.704,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 160.637,66 5.244,58
Aktiva 43.742.322,21 34.202.700,28

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.769.520,31 5.339.601,89
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 13.530,00 13.530,00
III. Bilanzgewinn 7.730.990,31 5.301.071,89
davon Gewinnvortrag 5.301.071,89 2.339.013,64
B. Rückstellungen 5.530.667,49 7.014.687,69
1. Steuerrückstellungen 1.213.064,00 902.684,19
2. sonstige Rückstellungen 4.317.603,49 6.112.003,50
C. Verbindlichkeiten 30.442.134,41 21.848.410,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 922.414,34 468.750,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 578.664,34
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 343.750,00 468.750,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 336.824,80 504,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 336.824,80 504,21
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.429.970,06 21.049.538,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 28.429.970,06 21.049.538,46
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.674,79 4.674,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.674,79 4.674,79
5. sonstige Verbindlichkeiten 748.250,42 324.943,24
davon aus Steuern 703.351,60 311.051,47
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 748.250,42 324.943,24
Passiva 43.742.322,21 34.202.700,28

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 79.374.750,73 80.843.787,44
2. sonstige betriebliche Erträge 835.959,47 251.199,06
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 62.852,27 42.577,47
3. Materialaufwand 66.453.373,41 68.290.449,60
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 64.504.244,08 66.719.779,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.949.129,33 1.570.669,66
4. Personalaufwand 1.111.270,21 1.029.614,98
a) Löhne und Gehälter 953.670,36 894.389,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 157.599,85 135.225,90
davon für Altersversorgung 10.552,87 8.727,25
5. Abschreibungen 1.502.650,98 904.472,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.502.650,98 904.472,41
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.673.665,76 6.632.398,96
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 27.255,40 123.489,30
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.892,40 18.420,75
davon aus verbundenen Unternehmen 14.089,90
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.240,39 9.158,64
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.030.597,14 1.276.584,19
10. Ergebnis nach Steuern 2.439.804,71 2.970.728,47
11. sonstige Steuern 9.886,29 8.670,22
12. Jahresüberschuss 2.429.918,42 2.962.058,25
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.301.071,89 2.339.013,64
14. Bilanzgewinn 7.730.990,31 5.301.071,89

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

BarMalGas GmbH, Ludwigsfelde

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die BarMalGas GmbH, Ludwigsfelde, hat ihren Sitz in Ludwigsfelde und ist beim Amtsgericht Potsdam unter der Registernummer HRB 22198 P eingetragen.

Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr 2023 die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den für sie geltenden handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff., §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zugrunde gelegt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

II. Angaben zu Einzelposten der Aktiva

1. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und wurden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wurde ausschließlich die lineare Abschreibung verwendet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit es sich um abnutzbares Anlagevermögen handelt, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei wurde mit Ausnahme der geringwertigen Wirtschaftsgüter ausschließlich die lineare Abschreibung verwendet.

Die im Geschäftsjahr 2023 erworbenen geringwertigen Vermögensgegenstände mit einem Netto-Anschaffungswert von bis zu 800,00 EUR wurden in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

2. Vorräte

Das Vorratsvermögen wurde von der Gesellschaft bestandsmäßig zum Abschlussstichtag erfasst.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegendem Wert angesetzt. Für bestimmte Vorräte (gelagertes LNG/LPG) wurden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren (Fifo- und Durchschnittsmethode) unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die im Geschäftsjahr geleisteten Anzahlungen betreffen Warenlieferungen des Folgejahres.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde in den vergangenen Jahren durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die zum Bilanzstichtag offenen Nettoforderungen Rechnung getragen. Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Anpassung der Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Für am Stichtag erkannte Einzelrisiken wurden Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet.

Eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 563 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 329 TEUR (Vorjahr: 726 TEUR). Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von 573 TEUR (Vorjahr: 386 TEUR). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um ein Gesellschafterverrechnungskonto mit wechselnder Inanspruchnahme und einer Verzinsung von 5,5 % p.a.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Rechnungsabgrenzungen für zukünftige Körperschaftsteuererstattungen von 114 TEUR enthalten.

4. Flüssige Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennbeträgen angesetzt. Auf fremde Währung lautende Guthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

5. Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter dieser Position wurden vorausbezahlte Aufwendungen, die nachfolgende Geschäftsjahre betreffen, ausgewiesen.

III. Angaben zu Einzelposten der Passiva

1. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 EUR und ist mit dem Nennbetrag bilanziert.

Im Bilanzgewinn von 7.730.990,31 EUR ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 5.301.071,89 EUR (Vorjahr: 2.339.013,64 EUR) enthalten.

2. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB, soweit die hieraus resultierenden Abzinsungsbeträge wesentlich sind.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1.213 TEUR teilen sich auf in Gewerbesteuerrückstellungen 810 TEUR sowie Körperschaftsteuerrückstellungen 403 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 4.066 TEUR, für Jahresabschluss- und Prüfungskosten 94 TEUR, für Umweltschutz/Abbruchverpflichtungen 75 TEUR, Resturlaub und Gleitzeit 75 TEUR sowie eine Rückstellung für Aufbewahrungspflichten 5 TEUR.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen 4,7 TEUR (Vorjahr: 4,7 TEUR) und sind gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

RLZ < 1 J. RLZ 1-5 J.
EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 922.414,34 (468.750,00) 609.914,34 (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) 336.824,80 (504,21) 336.824,80 (504,21)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 28.429.970,06 (21.049.538,46) 17.872.336,91 (10.491.905,31)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr) 4.674,79 (4.674,79) 4.674,79 (4.674,79)
Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 748.250,42 (324.943,24) 745.280,52 (322.363,34)
Gesamt (Vorjahr) 30.442.134,41 (21.848.410,70) 19.569.031,36 (10.819.447,65)
RLZ > 5 J.
EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 312.500,00 (468.750,00) 0,00 (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 5.278.816,57 (5.278.816,57) 5.278.816,58 (5.278.816,58)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr) 0,00 (0,00) 0,00 (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 0,00 (0,00) 2.969,90 (2.579,90)
Gesamt (Vorjahr) 5.591.316,57 (5.747.566,57) 5.281.786,48 (5.281.396,48)

Gegenüber der Novatek Green Energy Sp. z o.o., Krakow, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 10.557.633,15 EUR.

Das Unternehmen steht derzeit unter staatlicher Verwaltung und ist mit einem Zahlungsmoratorium belegt. Die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeit wurde daher im Wege einer Schätzung auf 8 gleiche Jahresraten verteilt.

4. Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter sowie durch Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen besichert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zugrunde gelegt.

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen 62 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR) auf Erträge aus Währungsumrechnungen. Aufwendungen aus Währungsumrechnungen sind den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet und sind in Höhe von 27 TEUR (Vorjahr: 123 TEUR) angefallen. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: T€ 9) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Beteiligungen

Die BarMalGas GmbH hält folgende Beteiligungen im Sinne des § 285 Nr. 11 i.V.m. § 271 Abs. 1 HGB:

Die BarMalGas GmbH ist alleinige Gesellschafterin der Rostock Energy Terminal GmbH mit Sitz in Berlin. Das Stammkapital der Rostock Energy Terminal GmbH beträgt 1.000.000,00 EUR. Das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres der Rostock Energy Terminal GmbH (damals noch Rostock LNG GmbH i.L., Düsseldorf), für das ein Jahresabschluss vorliegt (zum 30.09.2021) beträgt 44.701,39 EUR (Eigenkapital) sowie 6.467.068,28 EUR (Fehlbetrag).

2. Bewertungseinheit

Die BarMalGas GmbH ist als sog. Inverkehrbringer von Erdgas und Flüssiggas (§ 2 Abs. 1 BEHG i.V.m. Anlage 1 und 2) verpflichtet, Emissionszertifikate (nEH-Zertifikate) an die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) in der Anzahl abzugeben, die der in Verkehr gebrachten Gesamtmenge an Brennstoffemissionen entspricht.

Die Abgabepflicht ist unmittelbar in Emissionszertifikaten zu erfüllen, sodass Marktpreisrisiken zu 100 % abgesichert sind.

Zur Erfüllung dieser Verpflichtung wurden zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken bis zum Bilanzstichtag Emissionszertifikate in Höhe von 1.501.650,00 EUR erworben und in dieser Höhe mit der gebildeten Rückstellung für die Abgabepflicht saldiert.

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren

- Frau Malwina Magdalena Olszowiak, Berlin

- Herr Bartlomiej Jan Olszowiak, Galewice/Polen

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft stets einzeln und sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich selbst als Vertreter eines Dritten zu vertreten.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

4. Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von 30 TEUR berechnet. Dieses entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Für das Vorjahr ergab sich ein nicht durch Rückstellungsbildung berücksichtigter Aufwand in Höhe von 19.700,00 EUR.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Operating-Leasingverträgen sowie Dienstleistungsverträgen. Gegenstand der Verträge sind im Wesentlichen Mietverträge über die Tankstellengrundstücke. Dienstleistungsverträge bestehen für die in Teilen ausgelagerte Buchhaltung, Kundenbetreuung und Logistik.

über die Gesamtlaufzeit bis 1 Jahr sonstige finanzielle Verpflichtungen EUR EUR
Miet-bzw. Leasingverpflichtungen 1.728.835,42 463.155,72
(befristet)
Miet- bzw. Leasingverpflichtungen 327.463,98
(unbefristet)
Dienstleistungsverpflichtungen 220.500,00
(unbefristet)
Gesamt 1.728.835,42 1.011.119,70

6. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt auf:

2023 2022
SV-Pflichtige 14,25 15,50
Geringfügig entlohnte 3,00 3,00
Gesamt 17,25 18,50

7. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.429.918,42 EUR zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 5.301.071,89 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ludwigsfelde, 10.12.2024

gez. Malwina Olszowiak

gez. Bartlomiej Olszowiak

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BarMalGas GmbH, Ludwigsfelde OT Genshagen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der BarMalGas GmbH, Ludwigsfelde OT Genshagen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der BarMalGas GmbH, Ludwigsfelde OT Genshagen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Geschäftsführung als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Geschäftsführung als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Stuttgart, den 10. Dezember 2024

gez. Axel Mayer, Wirtschaftsprüfer

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