Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 108751
Vorher
VSI Synchron GmbH
Eingetragen
3.8.2007
Branche
Nachbearbeitung und sonstige FilmtechnikHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und Fernsehprogrammen
Gegenstand
Die Synchronisierung von Fernseh- und Kinofilmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Norman H. Dawood
seit 18.11.2011
Geschäftsführer
Ulrike Schubert
seit 3.8.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Voice & Script International LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Voice & Script International Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VSI Berlin GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Entwicklung des Anlagevermögens der VSI Berlin GmbH im Geschäftsjahr 2023

31.12.2023 Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 198.729,45 849,00 - 199.578,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 66.913,00 - - 66.913,00
265.642,45 849,00 - 266.491,45
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.586.417,29 92.057,10 - 4.678.474,39
2. geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau - 2.979,40 - 2.979,40
4.586.417,29 95.036,50 - 4.681.453,79
4.852.059,74 95.885,50 - 4.947.945,24
31.12.2023 Abschreibungen
31.12.2022 Abschreibung 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.183,45 16.539,00 160.722,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 66.912,00 - 66.912,00
211.095,45 16.539,00 227.634,45
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.260.622,29 365.261,10 3.625.883,39
2. geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau - -
3.260.622,29 365.261,10 3.625.883,39
3.471.717,74 381.800,10 3.853.517,84
31.12.2023 Restbuchwerte
31.12.2022 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.546,00 38.856,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
54.547,00 38.857,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.325.795,00 1.052.591,00
2. geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau - 2.979,40
1.325.795,00 1.055.570,40
1.380.342,00 1.094.427,40

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VSI Berlin GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VSI Berlin GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VSI Berlin GmbH, Berlin für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und

beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 30.08.2024

Martina Schmidt-Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Martina Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

Zur VSI Gruppe gehören in vielen Ländern Europas operativ tätige Gesellschaften, die im Wesentlichen das Kerngeschäft der Gruppe, die Synchronisierung von Fernseh- und Kinofilmen, ausführen. Das Mutterunternehmen Voice & Script International Ltd. mit Sitz in London stellt den Konzernabschluss sowohl für den größten als auch für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

I. Allgemeine Angaben

Die VSI Berlin GmbH wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 108751 B geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften (§§ 264ff. HGB) und denen des GmbHG aufgestellt. Bei der VSI Berlin GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr werden Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis 800 € im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte retrograd unter Berücksichtigung eines Gewinnabschlags. Der Fertigstellungsgrad wird anhand des Leistungszeitraumes zeitanteilig bestimmt.

Forderungen werden mit Nominalwerten und Verbindlichkeiten mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden nach § 253 Abs. 2 HGB mit von der Bundesbank vorgegebenen, marktüblichen, unter Berücksichtigung voraussichtlicher Preissteigerungen und entsprechend der Laufzeitverhältnisse zu berücksichtigenden Zinssätze abgezinst.

Fremdwährungsguthaben sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage dargestellt.

Die noch nicht fertig gestellten, jedoch angearbeiteten Leistungen wurden als unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung eines Gewinnabschlags i. H. d. durchschnittlichen Gesamtleistungsrendite der vergangenen fünf Jahre. Für das Berichtsjahr betrug der Gewinnabschlag 9,55 %.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es werden Forderungen von T€ 791 ausgewiesen.

Bis auf die geleistete Mietkaution i. H. v. rund T€ 41 (Vorjahr T€ 41) haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um rund T€ 28 gemindert und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 94. Wie in den Vorjahren handelt es sich bei den abgegrenzten Posten hauptsächlich um Versicherungsbeiträge sowie Soft- und Hardwarewartungen, die verursachungsgemäß Folgejahre betreffen.

Aktive latente Steuer

Sachverhalt Bilanzausweis 2022 Differenz zwischen HB und SB 2023 Zuschreibung/ Minderung 2023 Steuersatz Bilanzausweis 2023
Rückbauverpflichtungen 17.831,33 € -56.150,88 € -986,07 € 30% 16.845,26 €
Technische Wirtschaftsgüter 0,00 € -38.358,00 € 11.507,40 € 30% 11.507,40 €
Firmenwert 4.348,49 € 10.012,00 € -1.338,90 € 30% 3.009,59 €
Gesamt 22.179,82 € 31.362,25 €

Auf Grund unterschiedlicher Nutzungsdauern ergaben sich unterschiedliche Wertansätze eines entgeltlich erworbenen Firmenwertes zwischen Handels- und Steuerrecht. Das Wahlrecht des Ansatzes aktiver latenter Steuern wurde einheitlich angewendet.

Zudem ergeben sich unterschiedliche Wertansätze bei den Wirtschaftsgütern der technischen Ausrüstung der Gesellschaft. Computer-Hard- und Software wird ab 2021 eine steuerliche Nutzungsdauer von einem Jahr unterstellt. Für diesen Posten waren im Vorjahr aufgrund der Investitionen passive latente Steuern i. H. v. T€ 36 auszuweisen. 2023 hat sich durch die fehlenden steuerlichen Abschreibungen der Steuereffekt umgekehrt und es werden aktive latente i. H. v. T€ 12 ausgewiesen.

Eigenkapital und Sonderposten

Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf T€ 25. Es ist vollständig eingezahlt.

In den Geschäftsjahren 2017 und 2019 wurde der Investitionszuschuss der Investitionsbank Berlin aus dem GRW-Mittel Fonds dem Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen zugeführt. Dieser beläuft sich nach ratierlicher Minderung zum Bilanzstichtag auf T€ 72 (Vorjahr T€ 90)

Rückstellungen

Unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Abzinsung stellen sich die sonstigen Rückstellungen im Gesamtwert von T€ 1.020 (Vorjahr T€ 889) wie folgt dar:

Rückstellung 01.01.2023 Verbrauch Auflösung
Rückbauverpflichtungen 261.921,28
Ausstehende Abrechnungen 365.899,38 207.204,79 158.694,59
Sprechergagen 0,00 0,00 0,00
Boni und Tantiemen 62.686,00 62.686,00
Ausstehender Urlaub, Überstunden 69.164,26 62.422,99 6.741,27
Abschluss und Prüfung 40.000,00 40.000,00
Umsatzprovision / Rabatte 43.201,22 34.231,00 8.970,22
Abgaben 38.040,00 38.040,00
Strom, Betriebskosten 6.000,00 6.000,00
Übrige 2.000,00 2.000,00
Gesamt 888.912,14 452.584,78 174.406,08
Rückstellung Zuführung Abzinsung 31.12.2023
Rückbauverpflichtungen 33.326,22 -720,21 294.527,29
Ausstehende Abrechnungen 397.871,38 397.871,38
Sprechergagen 77.763,70 77.763,70
Boni und Tantiemen 67.250,00 67.250,00
Ausstehender Urlaub, Überstunden 54.729,99 54.729,99
Abschluss und Prüfung 45.000,00 45.000,00
Umsatzprovision / Rabatte 0,00 0,00
Abgaben 61.016,07 61.016,07
Strom, Betriebskosten 8.786,23 8.786,23
Übrige 13.484,99 13.484,99
Gesamt 759.228,58 -720,21 1.020.429,65

Verbindlichkeitsspiegel

Verbindlichkeit Gesamtbetrag Vorjahr Gesamtbetrag zum 31.12.2023 davon mit einer RLZ von
<1J. 1-5J. >5J.
ggü. Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Lieferungen und Leistungen 313.010,55 314.407,90 314.407,90 0,00 0,00
ggü. verbundenen Unternehmen 51.370,47 53.130,41 53.130,41 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 541.783,15 49.298,02 49.135,20 162,82 0,00
Gesamt 906.164,17 416.836,33 416.673,51 162,82 0,00
Verbindlichkeit besicherte Beträge Art der Sicherheit
ggü. Kreditinstituten 0,00 keine
Lieferungen und Leistungen 0,00 keine
ggü. verbundenen Unternehmen 0,00 keine
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 keine
Gesamt 0,00

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern von T€ 0 (Vorjahr T€ 5) enthalten.

Passive latente Steuer

Sachverhalt Bilanzausweis 2022 Differenz zwischen HB und SB 2023 Zuschreibung/ Minderung 2023 Steuersatz Bilanzausweis 2023
Studio Mischung 44.641,80 € -120.463,00 € -8.502,90 € 30% 36.138,90 €
Technische Wirtschaftsgüter 36.351,00 € 0,00 € -36.351,00 € 30% 0,00 €
Gesamt 80.992,80 € 36.138,90 €

Es ergeben sich auf Grund der Übertragung von stillen Reserven unterschiedliche Wertansätze der Anschaffungs- und Herstellungskosten bei dem am 1. April 2018 in Betrieb genommenen Mischstudio zwischen Handels- und Steuerrecht. Die hierfür gebildeten passiven latenten Steuern minderten sich auf T€ 36 (Vorjahr T€ 45).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen 2023

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 885 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Haftungsverbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre größer 5 Jahre Summe
Mieten 201.612,60 604.837,81 0,00 806.450,41
Leasing 9.536,31 6.937,92 0,00 16.474,23
Reinigung 35.344,92 0,00 0,00 35.344,92
Sonstige 26.912,40 0,00 0,00 26.912,40
Gesamt 273.406,23 611.775,73 0,00 885.181,96

IV. Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsätze nach geographisch bestimmten Märkten

Markt 2022 2023
Deutschland 2.697.181,55 1.633.467,57
EU-Länder 379.254,09 310.449,82
Europa, sonstige 7.656.345,36 10.088.300,17
USA 3.370.160,49 3.160.684,29
Andere Drittländer 70.414,59 97.415,00
Gesamtumsätze 14.173.356,09 15.290.316,85

Die Minderung des Bestandes an unfertigen Leistungen von T€ 1.779 auf T€ 1.049 wird als Bestandsveränderungen mit T€ 730 (Vorjahr Bestandserhöhung T€ 805) ausgewiesen.

Folgende wesentliche außergewöhnliche oder periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten:

Periodenfremder Aufwand T€
Betriebskosten 2021 17
Gesamt 17
Periodenfremder Ertrag T€
Energieversorger 2022 4
Sozialversicherung 17
Gesamt 21

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen beschäftigt:

Anzahl Mitarbeiter 93 (Vorjahr 91)

Die Geschäftsführung oblag im abgelaufenen Geschäftsjahr Frau Ulrike Schubert (Diplom-Übersetzerin), Petershagen sowie Herrn Norman Dawood (BSc Engineering, BA Arabic) London.

Der sich ergebende Jahresüberschuss von T€ 540 (Vorjahr T€ 1.210) wird auf das Folgejahr vorgetragen.

 

Berlin, 13. März 2024

Ulrike Schubert

Norman Dawood

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die VSI Berlin GmbH gehört zur global operierenden VSI Group mit Hauptsitz in London (Voice & Script International Ltd. / kurz: VSI Ltd.). Die VSI Ltd. ist ein etabliertes und inhabergeführtes Unternehmen mit Fokus auf (audiovisuelle) Sprachdienstleistungen. Dazu zählen multilinguale Untertitelung, Synchronisation / Voiceover, Übersetzungen, Corporate Services, Barrierefreiheit (Audiodeskription sowie Gehörlosenuntertitel) sowie technische Dienstleistungen wie Video- und Audiobearbeitung etc. Dafür verfügt die VSI Ltd. über die notwendige technische Infrastruktur vor Ort sowie in den inzwischen 27 zur VSI Group gehörenden Facilities weltweit.

Die VSI Ltd. ist seit 2005 in Berlin tätig, zunächst mit einer Betriebsstätte, ab 2007 mit der VSI Berlin GmbH. Das Unternehmen bietet verschiedene Services an: Synchronisation & Voice-over ins Deutsche, Untertitelung, Übersetzungen, barrierefreie Fassungen sowie multilinguale Projektabwicklung in Kooperation mit den Studios der VSI Group weltweit.

Das Unternehmen genießt durch seinen hohen Qualitätsanspruch und seine große Service-Bandbreite einen sehr guten Ruf auf dem deutschen und dem internationalen Markt.

Die technische Infrastruktur ist über die Jahre ununterbrochen gewachsen, weiterentwickelt und optimiert worden.

2. Ziele und Strategien

Auch in Zukunft wird der Fokus des Unternehmens auf hochwertigen Produkten für unsere lokalen und internationalen Kunden liegen. Die Kerngeschäfte Synchronisation und Untertitelung werden dabei weiterhin die zentrale Rolle spielen.

3. Forschung und Entwicklung

Entfällt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Deutsche Wirtschaft 2023 und Ausblick auf 2024

Die Bundesregierung prognostizierte für das Jahr 2023 einen Anstieg des preisbereinigten BIP von 0,2 %. 1 Tatsächlich gab es einen Rückgang um 0,3 %. 2 Für 2024 wird eine Steigerung um 0,2 % erwartet. 3

1 BMWK, Jahreswirtschaftsbericht 2023, Seite 18 Nr. 36.
2 BMWK, Jahreswirtschaftsbericht 2024, Seite 156 Nr. 312
3 BMWK, Jahreswirtschaftsbericht 2024, Seite 156 Nr. 314

Für den Jahresdurchschnitt 2023 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg der Verbraucherpreise um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr. 4 Der Sachverständigenrat geht in seinem Jahresgutachten 2022/2023 von einer höheren Inflation von 7,4 % aus. 5 De facto lag die Inflationsrate des Jahres 2023 bei 5,9 % und wird für das Gesamtjahr 2024 auf 2,8 % geschätzt. 6 Der Sachverständigenrat schätzt an dieser Stelle eine niedrige Quote von 2,6 % als realistisch ein. 7

b) Entwicklung der Branche

Aktuelle Einschätzungen von Branchenverbänden, die sich explizit mit den besonderen Geschäftsfeldern der Gesellschaft auseinandersetzen, liegen nicht vor. Wir stützen die Entwicklungsaussichten der Branche daher auf allgemein zugängliche Daten.

Durch Streamingdienste wie Amazon Prime, Apple TV, Netflix, Disney Plus und Paramount+ sowie weiteren künftigen Akteuren im Video-On-Demand-Markt (VoD-Markt) internationalisiert sich die Verwertung von Filmen und Serien immer mehr. Für einzelne Teilmärkte hergestellte Filme und Serien werden aufgrund der Globalisierung weltweit verwertet. Daher wird für die kommenden Jahre mit einer stabilen bis steigenden Nachfrage nach audiovisuellen Sprachdienstleistungen gerechnet.

Weltweit wurden die Umsätze des VoD-Marktes mit SVoD -, TVOD-Angeboten und Video-Downloads in 2023 auf rund 160 Mrd. USD geschätzt. Mit rund 96 Mrd. USD trug das Segment SVoD am meisten zum Gesamtumsatz bei. 8 In 2024 wird ein weltweites Marktvolumen von 166,78 Mrd. € inklusive des SVoD-Marktes von 108 Mrd. USD prognostiziert. 9 Für den gesamten VoD-Markt wird ein CAGR (compound annual growth rate) von 8,27 % von 2024 bis 2027 erwartet, so dass in 2027 der Marktumsatz rund 231 Mrd. USD erreichen Soll. 10

In Deutschland belief sich der VoD-Umsatz in 2023 auf mehr als 5,2 Mrd. € und ist um rund 20 % im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. 11 Im Jahr 2024 soll der VoD-Umsatz in Deutschland knapp 5,9 Mrd. € betragen und somit um weitere 12,6 % wachsen. 12

Als mit Abstand einer der größten Akteure im Bereich der kostenpflichtigen Streamingdienste hat Netflix im Jahr 2023 rund 34 Mrd. USD an Umsatzerlösen erzielt und dabei ein operatives Ergebnis von knapp 7 Mrd. USD erreicht. 13 Netflix ist zugleich mittelbar der größte Auftraggeber der Gesellschaft.

Für die gesamte deutsche Entertainment- und Medienbranche gibt Pricewaterhouse Coopers (PWC) im Bericht "German Entertainment & Media Outlook 2023-2027" an, dass für das Jahr 2023 von einem Anstieg der Umsätze um 4,2 % auf 68,8 Mrd. € auszugehen ist. 14

4 BMWK, Jahreswirtschaftsbericht 2023, Seite 135 Nr. 361.
5 Jahresgutachten Sachverständigenrat 2022/2023; Seite 3.
6 BMWK, Jahreswirtschaftsbericht 2024, Seite 166 Nr. 338
7 Jahresgutachten Sachverständigenrat 2023/2024, Seite 59 Nr. 58
8 https://www.statista.com/outlook/dmo/digital-media/video-on-demand/worldwide#revenue, letzter Abruf am 17.01.24
9 https://www.statista.com/outlook/dmo/digital-media/video-on-demand/worldwide, letzter Abruf am 17.01.24
10 https://www.statista.com/outlook/dmo/digital-media/video-on-demand/worldwide, letzter Abruf am 17.01.24
11 https://de.statista.com/outlook/dmo/digitale-medien/video-on-demand/deutschland#umsatz, letzter Abruf am 17.01.24
12 https://de.statista.com/outlook/dmo/digitale-medien/video-on-demand/deutschland#umsatz, letzter Abruf am 17.01.24
13 https://www.finanzen.net/bilanz_guv/netflix, letzter Abruf am 17.01.24
14 https://www.pwc.de/de/technologie-medien-und-telekommunikation/german-entertainment-and-mediaoutlook-2023-2027.html, letzter Abruf am 17.01.24

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Umsatzerlöse auf insgesamt 15 bis 16 Mio. € ist erreicht worden. Höhere Umsatzerlöse konnten im Berichtsjahr 2023 wegen des rund 5 Monate andauernden US-Autoren-Streiks 15 und einem damit zusammenhängenden Produktionsstau nicht erzielt werden. Mittelbare Auftraggeber der Gesellschaft waren von dem Streik betroffen. Das im Vorjahr prognostizierte EBITDA von 1,7 bis 1,8 Mio. € konnte daher nicht erreicht werden und lag bei rund 1.103 T€.

Dementsprechend ist auch das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2023 um rund 50 % bzw. 1.010 T€ zurückgegangen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass das Vorjahr nach einer außerordentlichen Steigerung des Betriebsergebnisses zu den besten Jahren der Branche gezählt hat.

a) Ertragslage

Im laufenden Jahr 2023 stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr 2022 um 7,9 % bzw. 1.116 T€ auf insgesamt 15.290 T€. Sonstige Erträge sind um 115 T€ bzw. 153 % auf 190 T€ gestiegen, was insb. aus der Auflösung von Rückstellungen folgt.

Das Betriebsergebnis (489 T€) entwickelte sich durch Kostensteigerungen und gesunkener betrieblicher Erträge mit 1.123 T€ bzw. 69,7 % negativ. Materialaufwendungen sind um 124 T€ auf insgesamt 8.183 T€ gestiegen. Die Steigerung entspricht den allgemein erhöhten Vergütungssätzen für beauftragte Fremddienstleister. Die Fremdleistungsintensität (bezogen auf die Gesamtleistung) beträgt 55,5 % (Vorjahr: 53,5 %). Eine deutliche Zunahme ist auch bei den Personalaufwendungen zu verzeichnen, die um 485 T€ bzw. 11,8 % auf 4.602 T€ angewachsen sind. Dies ist auf die Gewinnung von neuen Mitarbeitern wie auch Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Dadurch und durch den vermehrten Einsatz von Freiberuflern stieg die Personalintensität (bezogen auf die Gesamtleistung) auf 31,2 % (Vorjahr: 27,3 %). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern ist ebenfalls eine Steigerung um 240 T€ bzw. 28,1 % auf 1.095 T€ eingetreten. Folglich verschlechterte sich auch die Umsatzrendite (hier Betriebsergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung) wesentlich von 10,7 % auf 3,4 %.

Der Jahresüberschuss liegt bei 540 T€ (Vorjahr: 1.210 T€). Im Jahr 2019 wurde das beste Ergebnis der Gesellschaft mit 17.831 T€ Umsatzerlösen und einem Jahresüberschuss von 1.742 T€ erzielt. Die Gesellschaft ist nähert sich beim Umsatz langsam wieder diesem Wert an, während das Ergebnis aufgrund der Kostensteigerungen weiter hinter dem Bestergebnis zurückbleibt.

b) Finanzlage (Kapitalstruktur/Investitionen/Liquidität)

Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt aus dem Cash-Flow. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr stets in der Lage, sämtliche Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen. Die Kontokorrentrahmen wurden bislang nicht in Anspruch genommen.

Währungsrisiken im Bereich US-Dollar werden durch regelmäßige Devisen An- und Verkäufe in der prognostizierten Höhe der Verwendung gemindert.

Flüssige Mittel nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 1.069 T€ auf 3.291 T€ zu. Hauptursächlich hierfür war der konstante Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Der operative Cash-Flow beläuft sich auf 1.165 T€ (Vorjahr: 1.160 T€).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Das Eigenkapital nahm um 501 T€ bzw. 9,4 % auf insgesamt 5.856 T€ zu. Da die Schulden insgesamt um rund 22 % bzw. 497 T€ auf 1.738 T€ zurückgingen, erhöhte sich die Eigenkapitalquote um 6,6 Prozentpunkte auf 77,1 %.

c) Vermögenslage

15 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/hollywood-streik-ende-102.html, letzter Abruf am 23.01.2024

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft nahm geringfügig um 2 T€ ab und beträgt 7.678 T€ (Vorjahr: 7.680 T€). Im Wesentlichen ist dies auf die Abnahme im Bereich der Sachanlagen (-286 T€) aufgrund der Abschreibungen zurückzuführen. Im Umlaufvermögen haben auch die Vorräte (-730 T€) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-131 T€) stark abgenommen. Dagegen ist bei den flüssigen Mitteln eine Erhöhung (+1.069 T€)zu verzeichnen.

Auf der Passivseite der Bilanz hat das Eigenkapital deutlich zugenommen (+540T€). Die Schulden haben insgesamt um 489 T€ abgenommen. Trotz Zunahme bei den Rückstellungen um 10 T€, erfolgte die Minderung insbesondere bei den sonstigen Verbindlichkeiten (-492 T€) im Wesentlichen aufgrund der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Gagen von Synchronsprechern.

d) Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Unternehmenssteuerung bilden die Kennzahlen Umsatzrendite (EBIT-Margin), Betriebsergebnis und operativer Cash-Flow.

Zur Kontrolle der Ertragskraft der Gesellschaft werden monatlich Vergleiche der Umsatzrendite im Vergleich zum Vorjahr und Vormonat vorgenommen. Der operative Erfolg des Unternehmens wird durch den Ausweis des Betriebsergebnisses dargestellt und im Vergleich mit den Vorperioden analysiert. Im Controlling Bereich werden unterjährig kontinuierlich verschiedene Liquiditätskennzahlen ausgewertet.

Zusätzlich beobachten wir permanent sowohl die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland allgemein als auch die branchenbezogenen Trends.

Da motiviertes und ausgebildetes Personal weiterhin Grundlage unseres Unternehmenserfolges ist, stellt die konsequente Personalentwicklung und -qualifizierung einen wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikator dar. Parallel zur Wachstumsstrategie wird der Stamm eigener und freier Mitarbeiter aufgebaut. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren insgesamt 91 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 97). Durchschnittlich waren in 2023 93 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 91).

3. Gesamtaussage

Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in einer stabilen und positiven Lage. Das rückläufige Betriebsergebnis stellt keinen langfristigen Richtungswechsel im wirtschaftlichen Kurs der Gesellschaft dar. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr und werden sich in Zukunft auch weiterhin der Höhe der Umsatzerlöse des bisherigen Bestjahres 2019 annähern. Innerhalb der gesamten VSI-Group besteht eine sehr erfolgreiche Vertriebsarbeit sowie ein gutes Bestandskundenmanagement.

Der Geschäftsverlauf insgesamt hat die außerordentlich positive Entwicklung des Vorjahres nicht erreichen können. Eine geringere Gesamtleistung und erhöhte Aufwendungen, insbesondere für Personal und Fremdleistungen, haben das Betriebsergebnis deutlich gemindert.

Wir erwarten für die zukünftigen Geschäftsjahre eine bessere Entwicklung der Ertragslage. Investitionen in neues, innovatives Sachanlagevermögen bleiben weiterhin auf einem stabilen Niveau. In Bezug auf die Liquidität sind wir sehr gut aufgestellt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen bestanden in 2023 nicht. Die VSI Berlin GmbH ist Teil des global agierenden VSI- Konzerns.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer stabilen Auftragslage aus.

Sollten kurzfristig Marktveränderungen eintreten, werden wir darauf, auch unter Einbindung unserer Konzernpartner kurzfristig reagieren und operative Leistungs- und Vertragsprozesse anpassen.

Durch die hohe Nachfrage am Synchronmarkt sowie die höhere Inflation in den vergangenen Jahren sind die Kosten für Freiberufler spürbar gestiegen. Für kreative Synchronschaffende (Autoren / Regisseure) gilt seit 01.10.2021 eine gemeinsame Vergütungsregel mit festen jährlichen Preisanpassungen. Diese Mehrkosten spiegeln sich in den Materialaufwendungen wider.

Auch Investitionen in IT-Security sind durch die wachsende Bedeutung dieses Themas permanent notwendig. Das Unternehmen wurde durch das Trusted Partner Network auditiert und verfügt über ein sehr hohes Maß an IT-Sicherheit.

Ausbau der Büroräume und Erweiterung der Studios

Die Geschäftsführung hat einen Entscheidungsprozess eingeleitet, um dem wachsenden Bedarf unserer Kunden gerecht zu werden und die eigenen Kapazitäten durch neue Geschäftsräume und Studios zu erweitern.

Übergreifend wollen wir sicherstellen, dass wir als Mitglied eines Konzernverbundes weiterhin wirtschaftlich gesund wachsen.

V. Chancen- und Risikobericht

Durch den Ausbau des Streaming-Marktes sehen wir Chancen, das Auftragsvolumen mit Bestandskunden zu erweitern oder auch neue Kunden gewinnen zu können.

Da mittlerweile weitere Akteure in den Streaming-Markt eingetreten sind, sehen wir, abgesehen von der bereits angesprochenen Konsolidierung, das Risiko eines zunehmenden Verdrängungswettbewerbs zwischen diesen. Selbst wenn sich die Anzahl der VoD-Player reduzieren oder verschieben sollte, wird auch weiterhin ununterbrochen neuer Content produziert werden müssen, um auf die veränderten Sehgewohnheiten einzugehen und attraktiv zu bleiben. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich der Umfang der Projektbearbeitungen (Sprachenvielfalt, technische Anforderungen etc.) für uns ausweiten wird.

Von Bedeutung wird künftig weiterhin die Akquirierung von neuem und gut ausgebildetem Personal sein. Doch auch hier sehen wir uns, nicht zuletzt aufgrund unseres Renommees, in einer guten Ausgangsposition. Unser hochqualifiziertes Personal gewährleistet zudem unser stetig wachsendes Auftragsvolumen und trägt somit wesentlich zur Stärkung unserer Marktstellung bei.

Die hohen Anforderungen unserer Kunden an unsere IT-Security werden auch künftig dauerhaft hohe Investitionen und komplexe Workflow-Anpassungen in diesem Bereich erfordern. Hohe Standards und notwendige Zertifizierungen sind fester Bestandteil unserer Risikoanalysen und -minderung sowie der Unternehmensplanung im Allgemeinen.

Durch das konservative Finanzierungsmanagement der Gesellschaft erwarten wir auch zukünftig keine finanziellen Engpässe.

KI-basierte Anwendungen könnten sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Zum derzeitigen Entwicklungsstand dieser Tools können allerdings keine verlässlichen Aussagen getroffen werden und Chancen und Risiken weder quantifiziert noch qualifiziert werden. U. a. auch rechtliche Gründe wie z. B. Datenschutz und Urheberrecht sprechen derzeit eher gegen einen kurzfristigen Einsatz KI-basierter Anwendungen im Bereich Synchronisation.

Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

 

Berlin, den 13. März 2024

gez. Geschäftsführung

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

VSI Berlin GmbH

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.290.316,85 14.173.356,09
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 730.110,74 805.231,83-
3. sonstige betriebliche Erträge 352.214,89 273.549,90
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 64.361,82 (EUR 162.869,96)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8,28- 14,59-
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.105.096,33 8.058.856,79
8.105.088,05 8.058.842,20
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.691.437,26 3.354.289,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 876.012,10 762.273,93
- davon für Altersversorgung EUR 99.548,89 (EUR 49.090,51)
4.567.449,36 4.116.563,67
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 381.800,10 410.042,22
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.136.859,28 939.275,52
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 89.942,73 (EUR 42.377,18)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 720,21 6.611,62
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 720,21 (EUR -,-- )
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -,-- 2.476,23
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR -,-- (EUR 1.531,58)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 181.900,99 520.975,13
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR -,-- (EUR 26.454,48)
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 54.036,92 (EUR -,-- )
11. Ergebnis nach Steuern 540.043,43 1.210.574,47
12. sonstige Steuern 154,00 154,00
13. Jahresüberschuss 539.889,43 1.210.420,47

Bilanz zum 31.12.2023

VSI Berlin GmbH

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.856,00 54.546,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
38.857,00 54.547,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.052.591,00 1.325.795,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.979,40 0,00
1.055.570,40 1.325.795,00
Summe Anlagevermögen 1.094.427,40 1.380.342,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.049.444,97 1.779.555,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.180.784,76 1.312.020,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 790.869,04 771.716,05
3. sonstige Vermögensgegenstände 146.053,13 71.036,38
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 40.575,99 (EUR 40.575,99)
2.117.706,93 2.154.773,26
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.291.471,72 2.221.952,74
Summe Umlaufvermögen 6.458.623,62 6.156.281,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 93.694,16 121.440,29
D. Aktive latente Steuern 31.362,86 22.179,84
7.678.108,04 7.680.243,84

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.330.488,04 4.120.067,57
III. Jahresüberschuss 539.889,43 1.210.420,47
Summe Eigenkapital 5.895.377,47 5.355.488,04
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 72.255,69 90.344,69
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 237.070,00 358.342,00
2. sonstige Rückstellungen 1.020.429,65 888.912,14
1.257.499,65 1.247.254,14
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 314.407,90 313.010,55
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 314.407,90 (EUR 313.010,55)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.130,41 51.370,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 53.130,41 (EUR 51.370,47)
3. sonstige Verbindlichkeiten 49.298,02 541.783,15
- davon aus Steuern EUR 47.775,95 (EUR 246.430,20)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (EUR 61.178,27)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 49.135,20 (EUR 541.620,33)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 162,82 (EUR 162,82)
416.836,33 906.164,17
E. Passive latente Steuern 36.138,90 80.992,80
7.678.108,04 7.680.243,84

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