Oderbank Hochseefischerei GmbH

Boddenstraße 64, 18528 Lietzow, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stralsund HRB 5799
Eingetragen
24.1.1994
Branche
Großhandel mit Fisch und FischerzeugnissenEinzelhandel mit Fisch, Meeresfrüchten und FischerzeugnissenErbringung von Dienstleistungen für Fischerei und Aquakultur
Gegenstand
Betrieb eines Fischereifahrzeuges, insbesondere der Hochseefischfang, die Verarbeitung von Fischen an Bord sowie der Verkauf von Fischen und von an Bord aus diesen hergestellten Erzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk-Jan Parlevliet
seit 29.4.2026
Geschäftsführer
Annegret Finke
seit 12.2.2026
Geschäftsführer
Huig Ouwehand
seit 17.5.2022
Prokura
Diederik Parlevliet
seit 7.8.2015
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Oderbank Hochseefischerei GmbH

Sassnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Oderbank Hochseefischerei GmbH, Sassnitz

I. Grundlagen des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens besteht im Wesentlichen in der Hochseefischerei, dem Betrieb von Fischereifahrzeugen, der Verarbeitung von Fischen an Bord sowie dem Verkauf von Fischen und von an Bord aus diesen hergestellten Erzeugnissen.

Zu diesem Zweck verfügt die Oderbank über das 1996 gebaute Fang- und Verarbeitungsschiff "Helen Mary", das im Berichtsjahr in 15 (Vorjahr: 8) Fangreisen insgesamt 255 (Vorjahr: 172) Einsatztage, davon 186 (Vorjahr: 136) Fangtage, erzielte.

Die gestiegene Zahl an Fangtagen hat dazu geführt, dass die Fangmenge gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte, wobei auch die je Tag gefangene Menge über dem Vorjahreswert lag.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation und die Materialengpässe gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit.

Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November.

Die Nachfrage nach Fisch und Fischprodukten lag in 2023, gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland, nach ersten Schätzungen leicht unter dem Vorjahreswert. Weiterhin auf hohem Niveau lag hingegen das Preisniveau bzw. die Zahlungsbereitschaft deutscher Verbraucher, sodass am Ende die Preiseffekte die Mengeneffekte überwogen. Anzumerken ist jedoch, dass die o.g. Faktoren (u.a. Energiepreisniveau) die Betriebskosten der Fischereibetriebe beeinflusst haben und die Ertragskraft teilweise belasteten.

Geschäftsverlauf (inkl. finanzieller Leistungsindikatoren)

Bei einer Bilanzsumme von 2.149 TEUR ist das Vermögen der Gesellschaft im Wesentlichen durch Forderungen in Höhe von 1.032 TEUR geprägt, die gegen verbundene Unternehmen bestehen. Ausfallrisiken von Forderungen bestehen daher nicht.

Die Sachanlagenintensität ist von untergeordneter Bedeutung, da das Fang- und Verarbeitungsschiff "Helen Mary" bereits vollständig abgeschrieben worden ist. Auch die Eigenkapitalquote (1,2 %) ist wegen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages von untergeordneter Bedeutung. Die Passivseite wird durch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. gegen verbundenen Unternehmen dominiert.

Die gestiegene Zahl an Fangtagen hat dazu geführt, dass die Fangmenge gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte. Im Geschäftsjahr 2023 konnten die Umsatzerlöse des Vorjahres übertroffen werden. Während im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 15.453 TEUR generiert werden konnten, wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 30.986 TEUR erzielt.

Der Materialaufwand ist im Vorjahresvergleich um 283 TEUR gestiegen und entfiel im Wesentlichen auf Treib- und Schmierstoffe, Ersatz- und Reserveteile sowie Verbrauchsstoffe und Handlungskosten. Von den Materialaufwendungen entfielen auf Treib- und Schmierstoffe 4.824 TEUR (Vorjahr: 5.889 TEUR).

Die dargestellte Entwicklung hat unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge dazu geführt, dass das Rohergebnis im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 18.136 TEUR auf 23.883 TEUR gestiegen ist.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 2.277 TEUR gestiegen. Ursächlich hierfür ist, der Anstieg der Anzahl an Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt und das höhere Umsatzniveau, das sich auch in der Vergütung der Mitarbeiter widerspiegelt.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert hauptsächlich aus gesunkenen Aufwendungen für Lizenzen.

Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren wurde ein gegenüber dem Vorjahr um 16.549 TEUR auf 14.557 TEUR höheres, positives Jahresergebnis erzielt.

Im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wurde das Jahresergebnis durch die Doggerbank Seefischerei GmbH, Bremerhaven abgeführt.

Die Umsatzprognose konnte damit auf einem hohen Niveau erfüllt werden. Hierdurch und durch eine günstige Aufwandsentwicklung fiel das Jahresergebnis noch besser aus als erwartet.

Die Gesellschaft verfügte im Berichtsjahr über ausreichende finanzielle Mittel, um die wirtschaftliche Tätigkeit reibungslos sicherzustellen.

III. Prognose -, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet das Unternehmen mit Umsatzerlösen, die in etwa auf dem Niveau der letzten Jahre liegen dürften (mit Ausnahme des Jahres 2022).

Für das Jahresergebnis vor Übertragung wird ein Wert erwartet, der etwas unter dem Niveau von 2023 liegt. Die Prognose basiert auf unserem aktuellen Geschäftsumfeld und der aktuellen weltpolitischen Lage.

Chancen- und Risikobericht

Die Oderbank verfügt über die Mecklenburger Hochseefischerei GmbH, Sassnitz über ein Controlling und Berichtswesen, das es ermöglicht, jederzeit auf kurzfristige Veränderungen der Fang- und Absatzsituation zu reagieren.

Die verfügbaren Fangquoten, die Fangmöglichkeiten und -ergebnisse und insbesondere die Einbindung der Gesellschaft in den P.P. Verbund lassen für die künftige Entwicklung ausreichende Ergebnisse erwarten, so dass sich die Gesellschaft keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt sieht.

Darüber hinaus wird die Nachfrage nach Fisch und Fischprodukten weiterhin als gut eingeschätzt.

Die Verhandlungen der EU mit Großbritannien zum Brexit sind abgeschlossen. Für die Fischerei ist daraus langfristig mit merklich sinkenden Quoten in europäischen Gewässern zu rechnen.

Die Synergieeffekte, die sich innerhalb des Verbundes ergeben, werden als erhebliche Chance für die zukünftige Entwicklung gesehen. Darüber hinaus verspricht sich die Gesellschaft durch die Investitionen des Unternehmensverbundes in neue Fanggründe zukünftig zusätzliche Ressourcen.

Die Gesellschaft sieht sich derzeit keinen weiteren wesentlichen Risiken ausgesetzt.

 

Sassnitz, 5. April 2024

Oderbank Hochseefischerei GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Diederik Parlevliet

gez. Dr. Uwe Richter

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Fischereifahrzeuge (einschließlich Fangausrüstungen und Ersatzteilausstattungen) 1.177,75 5.227,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.189,50 3.639,50
4.367,25 8.867,25
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 644,12 644,12
644,12 644,12
5.011,37 9.511,37
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 376.003,13 351.544,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 143.000,45 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.032.038,43 1.567.528,27
- davon gegen Gesellschafter: 1.014.814,33 EUR (Vorjahr: 1.567.528,27 EUR)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 23.131,74 24.494,40
1.198.170,62 1.592.022,67
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 534.860,00 117.235,90
2.109.033,75 2.060.803,54
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 35.258,88 143.609,85
Summe der Aktivseite 2.149.304,00 2.213.924,76

Passivseite

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
25.564,59 25.564,59
B. RÜCKSTELLUNGEN 126.928,83 197.416,05
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.040.384,42 1.076.618,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 237,66 14.088,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 956.188,50 900.237,38
- davon aus Steuern: 260.378,70 EUR (Vorjahr: 240.525,18 EUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 EUR (Vorjahr: 33.958,28 EUR)
1.996.810,58 1.990.944,12
Summe der Passivseite 2.149.304,00 2.213.924,76

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 30.985.897,99 15.452.919,45
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.011.199,30 125.125,61
- davon aus Währungsumrechnung: 63.329,01 EUR (Vorjahr: 89.117,44 EUR)
Gesamtleistung 33.997.097,29 15.578.045,06
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.019.445,07 -8.237.582,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.095.013,84 -1.594.033,50
-10.114.458,91 -9.831.616,43
Rohergebnis 23.882.638,38 5.746.428,63
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.388.678,55 -3.382.852,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -844.206,50 -573.421,32
- davon für Altersversorgung: 18.597,93 EUR (Vorjahr: 12.973,83 EUR)
-6.232.885,05 -3.956.273,66
5. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.500,00 -4.500,00
-4.500,00 -4.500,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.087.556,16 -3.776.992,35
- davon aus Währungsumrechnung: 31.680,21 EUR (Vorjahr: 36.437,21 EUR)
Zwischensumme 14.557.697,17 -1.991.337,38
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -364,49
Finanzergebnis 0,00 -364,49
8. Ergebnis nach Steuern 14.557.697,17 -1.991.701,87
9. Sonstige Steuern -242,50 0,00
10. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 1.991.701,87
11. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -14.557.454,67 0,00
12. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 0.00 0,00

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die im 26. November 1993 gegründete Gesellschaft war in das Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter der Nr. HRB 5179 eingetragen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 3. September 2003 wurde der Sitz der Gesellschaft nach Sassnitz verlegt. Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Stralsund erfolgte am 8. Dezember 2003 unter der Nummer HRB 5799.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Oderbank Hochseefischerei GmbH, Sassnitz (Oderbank) für das am 31. Dezember 2022 abgeschlossene Geschäftsjahr sind nach den Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt worden.

Zur klareren Darstellung wurde von der Möglichkeit abweichender Postenbezeichnungen in der Bilanz Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Mit der Doggerbank Seefischerei GmbH, Bremerhaven (Doggerbank) wurde mit Vertrag vom 13. Dezember 1993 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Eintragung in das Handelsregister für die Oderbank erfolgte am 27. Juli 1994.

Die letzte Änderung des Vertrages erfolgte im Jahr 2014, die Eintragung erfolgte am 22. Januar 2015 im Handelsregister.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen lagen die den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern entsprechenden Abschreibungssätze, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren, zugrunde.

Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nennbeträgen ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Fremdwährungsguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten; sie sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

§ 256a HGB wurde beachtet.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. BILANZ

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf die gesonderte Anlage zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren überwiegend aus Forderungen aus Verrechnungen; 17.224,10 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen und für Verpflichtungen gegenüber dem Personal.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren 157,89 EUR (Vorjahr: 14.088,17 EUR) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

Es besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für Darlehen der Warnemünder Hochseefischerei GmbH (verbundenes Unternehmen). Die Darlehensvaluta beträgt zum Bilanzstichtag 2,8 Mio. EUR.

Risiken, die aus der Inanspruchnahme der Oderbank aus der genannten Mithaftung resultieren können, werden aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Verhältnisse des betreffenden Unternehmens nicht gesehen.

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung enthalten:

EUR
Fördermittel infolge des Brexits, u.a. wegen Fangquotenwegfalls 2.812.430,15

D. Sonstige Angaben

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und die nicht nach § 268 Abs. 7 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind:

davon gegenüber verbundenen Unternehmen
EUR EUR
Geschäftsbesorgungsvertrag p.a. 170.400,00 170.400,00

Die Betriebsbuchführung wird durch ein verbundenes Unternehmen durchgeführt, was zu Kosten- und Effizienzvorteilen innerhalb des Unternehmensverbundes führt. Der Geschäftsbesorgungsvertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr und verlängert sich um jeweils ein Kalenderjahr, wenn keine der Vertragsparteien mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Kalenderjahrs den Vertrag kündigt. Risiken ergeben sich daraus nicht.

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres 77,25 Arbeitnehmer. Es wurden durchschnittlich 1 Kapitän, 1 Chief, 2 Nautiker, 2 Techniker sowie 71,75 Seeleute (sonstige Schiffsbesatzung) beschäftigt.

Geschäftsführer

Dirk Jan Parlevliet, Kaufmann, Noordwijk/Niederlande

Dr. Uwe Richter, Kaufmann, Rostock

Die Geschäftsführer haben von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

Gesellschafter, Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird, bei Anwendung entsprechender Befreiungsvorschriften, als 100%ige Tochtergesellschaft der Doggerbank über deren Muttergesellschaft Rederij Samenwerking I B.V., Valkenburg ZH/Niederlande in den Konzernabschluss der P.P.-Groep Katwijk B.V. Valkenburg ZH/Niederlande (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird in der Kamer van Koophandel in Leiden/Niederlande hinterlegt.

 

Sassnitz, 5. April 2024

Oderbank Hochseefischerei GmbH

Die Geschäftsführung:

gez. Diederik Parlevliet

gez. Dr. Uwe Richter

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 11.10.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

im Geschäftsjahr
Anschaffungs-/ Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Fischereifahrzeuge (einschließlich Fangausrüstungen und Ersatzteilausstattungen) 23.462.766,02 0,00 23.462.766,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.187,16 0,00 14.187,16
23.476.953,18 0,00 23.476.953,18
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 644,12 0,00 644,12
23.477.597,30 0,00 23.477.597,30
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Fischereifahrzeuge (einschließlich Fangausrüstungen und Ersatzteilausstattungen) 23.457.538,27 4.050,00 23.461.588,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.547,66 450,00 10.997,66
23.468.085,93 4.500,00 23.472.585,93
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
23.468.085,93 4.500,00 23.472.585,93
Buchwert Geschäftsjahr Buchwert Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Fischereifahrzeuge (einschließlich Fangausrüstungen und Ersatzteilausstattungen) 1.177,75 5.227,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.189,50 3.639,50
4.367,25 8.867,25
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 644,12 644,12
5.011,37 9.511,37

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Oderbank Hochseefischerei GmbH, Sassnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Oderbank Hochseefischerei GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oderbank Hochseefischerei GmbH für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schwerin, 9. April 2024

AWADO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez . Matthias Wienandt, Wirtschaftsprüfer

gez . Thomas Dobbertin, Wirtschaftsprüfer

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