Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 31484
Eingetragen
8.5.1978
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVerlegen von ZeitungenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Der Betrieb einer Druckerei sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte und Handlungen sowie die Verwaltung von und die Beteiligung an Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Josef Meier
seit 23.9.2025
Geschäftsführer
Sabrina Beuermann
seit 15.4.2024
Prokura
Barbara Kassner
seit 15.4.2024
Prokura
Tobias Braatz
seit 15.4.2024
Prokura
Malte Zinnecker
seit 15.4.2024
Geschäftsführer
Prokura
Ekkehard Dürr
seit 15.1.2020
Geschäftsführer
Steffen Walter
seit 1.3.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
THIMM Display GmbH + Co. KG
Germany
755.150 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

THIMM Display GmbH

Wörrstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Grundlagen

THIMM Display ist ein Hersteller von Displays für die verkaufsfördernde Präsentation von Produkten am Point of Sale (POS). Das Unternehmen fertigt warentragende und werbende Verkaufsaufsteller (Displays). Grafisches Design, Display-Entwicklung, Druckdatenaufbereitung, Co-Packing, vertriebsspezifische Anlieferung und Merchandising ergänzen die Produkt- und Leistungspalette. Unsere Displays eignen sich hervorragend für den Handel, um Produkte auffällig zu präsentieren oder um Aktionen wirkungsvoll zu bewerben.

Unser Unternehmen ist Teil der THIMM Gruppe, einem ganzheitlichen Lösungsanbieter für die Verpackung und Distribution von Waren. Bereits seit vielen Jahren besteht eine enge marktseitige Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen THIMM Verpackung, einem Verpackungshersteller mit Schwerpunkt im FMCG-Markt (Fast Moving Consumer Goods) und hervorragenden Kontakten zu nationalen und internationalen Kunden in diesem Segment. Genau dieser Zugang zu Kunden mit größerem Displaybedarf ist neben attraktiven Produkten ein wesentlicher Erfolgsfaktor im wettbewerbsintensiven Displaymarkt. Wir haben uns daher in 2023 entschieden, unseren Fokus auf unsere Stärken bei der Produktentwicklung und der Produktion von attraktiven Displays zu legen und die Marktbearbeitung sowie Verwaltungsfunktionen an unsere Schwestergesellschaft THIMM Verpackung abzugeben. Seit April 2023 entwickelt und produziert THIMM Display als Auftragsfertiger ausschließlich im Auftrag von THIMM Verpackung: Vertrieb und Auftragsbearbeitung werden somit seit diesem Zeitpunkt ausschließlich durch THIMM Verpackung vorgenommen, THIMM Display entwickelt und fertigt die Display-Produkte, die von THIMM Verpackung angefragt werden. Die erforderlichen Rohwaren und Hilfsstoffe für die Display-Produktion werden ebenfalls von THIMM Verpackung beschafft und bereitgestellt. Frei verfügbare Produktions- und Lagerflächen sind THIMM Verpackung zur Nutzung bereitgestellt. Die Entlohnung erfolgt nach anerkannten Verrechnungspreisrichtlinien auf Cost-Plus-Basis.

Die Einbindung in die THIMM Gruppe ermöglicht es uns, das gesamte Produkt- und Leistungsportfolio der Gruppe bei der Entwicklung unserer Displays zu kombinieren und einzusetzen. So sind wir in der Lage, unseren Kunden je nach individuellem Bedarf die unterschiedlichsten Drucktechnologien anzubieten. Als eines der ersten Unternehmen im Markt nutzen wir auch die besonderen Produktvorteile des Digitaldrucks. Standardisierte Display-Systeme erlauben unseren Kunden den Einsatz individuell gestalteter Displays, die aber dennoch kostengünstig mit dem hochautomatisierten Maschinenpark von THIMM Verpackung gefertigt werden.

Die Entwicklung unserer Produkte und Lösungen erfolgt in der eigenen Entwicklungsabteilung. Die Entwicklung erstreckt sich außer auf die Konstruktion und Layout auch auf die Optimierung der eingesetzten Produktionstechnik. Im Geschäftsjahr 2023 sind Entwicklungskosten in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) angefallen. Es wurden, wie im Vorjahr, keine Entwicklungskosten aktiviert.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der wirtschaftlichen Entwicklung fehlten in Deutschland wie auch in der gesamten Europäischen Union in 2023 Wachstumsimpulse. Nachdem die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr noch leicht wuchs, brachte das 2. Halbjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung, so dass über das Gesamtjahr eine stagnierende Wirtschaftsleistung (preis-, saison- und kalenderbereinigt) vom Statistischen Bundesamt ausgewiesen wird.

Das Jahr 2023 war neben den Kriegen in der Ukraine und Nahost von einer hohen Inflation ge-prägt. Das preisbereinigte Haushaltseinkommen ging zurück, die Konsumausgaben blieben nach vorläufigen Angaben von Destatis preisbereinigt um -0,8% hinter Vorjahr zurück. Der Einzelhandel musste in Folge der Konsumschwäche erstmalig seit dem Jahr 2013 Umsatzeinbußen (preis-, saison-, kalenderbereinigt) in Höhe von -3,1% im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Der Handelsumsatz mit Lebensmitteln, Getränken und Tabak blieb mit -3,9 % im Umsatz sogar noch stärker hinter dem Vorjahr zurück.

Die schwache Konjunktur schlug sich in einer verringerten Nachfrage nach Wellpapp-Produkten nieder. Der Verband der deutschen Wellpappenindustrie (VDW) erwartet für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang der Absatzmenge um -8,0%. Die bereits im ersten Quartal des Vorjahres einsetzende Entwicklung eines zunehmenden Mengenrückgangs setzte sich bis ins erste Quartal 2023 fort. Ab dem zweiten Quartal 2023 stagnierte dann die Absatzmenge bei den Mitgliedern des VDW auf niedrigem Niveau. Das Jahr 2023 wird damit mit Blick auf die Absatzmengen der Mitglieder des VDW das schwächste Jahr der letzten 5 Jahre werden.

2. Geschäftsverlauf

IST PLAN IST ABWEICHUNG
2023 2023 2022 IST - PLAN IST - VJ
Umsatzerlöse [Mio. €] 21,1 30,0 33,2 -29,6% -36,5%
Materialeinsatz [Mio. €] 7,3 16,0 19,3 -54,6% -62,2%
Rohergebnis [Mio. €] 13,0 13,3 15,0 -2,1% -13,0%
Rohmarge [%] 59,7 40,4 42,8 47,8% 39,5%
EBITDA [Mio. €] 1,2 0,9 -1,6 24,2% 174,7%
EDITDAR [Mio. €] 2,6 2,2 -0,3 15,1% 1073,7%
Mitarbeiterzahl (FTE per 31.12) 93 128 152 -27,5% -38,6%

1) Rohmarge = (Rohergebnis - sbE) / Gesamtleistung

Umsatzerlöse

Der Displaymarkt hat in den vergangenen Jahren erhebliche Änderungen vollzogen: Die Werbeausgaben für Displayprodukte sind zulasten der Digitalwerbung zurückgegangen, der Markt ist geschrumpft. Zugleich gewinnen modulare Displaysysteme, die von Verpackungsunternehmen angeboten werden, Marktanteile zulasten von Individualdisplays, wie sie von THIMM Display erstellt werden. Als kleinem Spezialisten bietet sich THIMM Display nicht der breite Marktzugang zu den Herstellern der FMCG-Branche (Fast Moving Consumer Goods) mit kontinuierlichem Displaybedarf, der größeren Verpackungsherstellern offensteht. Als Folge hiervon verlor THIMM Display in den vergangenen Jahren Umsatz und konnte seine Kapazitäten nicht auslasten, Verluste wurden erwirtschaftet.

THIMM Display entschied sich daher zum Jahreswechsel 2022/2023 zu einer Neuausrichtung und einer engen Anbindung an das Schwesterunternehmen THIMM Verpackung. Im Zuge einer grundlegenden Restrukturierung des Standortes in Wörrstadt wurde der Vertrieb organisatorisch in die THIMM Verpackung überführt, um deren Zugang zu Herstellern der FMCG-Branche besser zu nutzen. THIMM Display fokussiert sich auf die Entwicklung von Displays, wobei die zusätzlichen Produktionsmöglichkeiten der THIMM Verpackung bei Druck und Verarbeitung ausdrücklich in die Entwicklungsarbeiten einbezogen werden, um eine geeignete Lösung für die individuellen Wünsche der Kunden anbieten zu können. Die Produktion von Individualdisplays bleibt ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit von THIMM Display. Die Bedruckung wird dabei über Zukauf organisiert, um die technischen und preislichen Möglichkeiten des Marktes zu nutzen. THIMM Verpackung stellt die Materialien, so dass ein eigener Einkauf bei THIMM Display entfällt. THIMM Verpackung nutzt ebenfalls verfügbare Produktions- und Lagerflächen als Erweiterung des Nachbarwerkes in Alzey. Das Pricing wurde mit der Neuausrichtung auf ein Cost-Plus Modell umgestellt. Die Umstellung auf eine Auftragsfertigung für THIMM Verpackung startete zum 01.04.2023.

THIMM Display erzielte in 2023 einen Umsatz in Höhe von 21,1 Mio. €, der aufgrund der Neuausrichtung zum Auftragsfertiger und Fortfall der eigenen Materialbeschaffung deutlich unter Vorjahr (33,2 Mio. €) ausfiel.

3. Wirtschaftliche Lage

a. Ertragslage

Verbunden mit der Umstellung zum Auftragsfertiger war ebenfalls die Übergabe sämtlicher Warenbestände an THIMM Verpackung, die zu einem hohen Bestandsabbau von -3,1 Mio. € (Vorjahr: +0,4 Mio. €) führte. Die Gesamtleistung in 2023 betrug 18,1 Mio. € nach 33,7 Mio. € im Vorjahr.

Sonstige betrieblichen Erträge wurden in 2023 in Höhe von 2,2 Mio. € erzielt, ein Anstieg um 1,7 Mio. € zum Vorjahr, der wesentlich durch den Verkauf der Druckmaschine und weiterer nicht mehr genutzter Anlagen begründet ist.

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€ relativ
Umsatzerlöse 21.107 33.250 -12.143 -36,5%
Bestandsveränderung -3.058 429 -3.487 -812,8%
aktivierte Eigenleistung 0 0 0 0,0%
Gesamtleistung 18.050 33.679 -15.629 -46,4%
sonstige betriebliche Erträge 2.239 544 1.695 311,6%
Materialeinsatz -7.276 -19.264 11.988 -62,2%
Rohergebnis 13.012 14.959 -1.947 -13,0%
Personalaufwand -5.655 -8.184 2.529 -30,9%
sonstiger betrieblicher Aufwand -6.194 -8.332 2.138 -25,7%
EBITDA 1.163 -1.557 2.720 -174,7%
Abschreibungen -435 -690 255 -37,0%
Beteiligungsergebnis 6 -73 79 -108,2%
Zinsergebnis -142 -201 59 -29,4%
sonstige Steuern -6 -5 -1 20,0%
Jahresergebnis 586 -2.526 3.112 -123,2%

Hinweis: Tabelle enthält Rundungsdifferenzen!

Als Auftragsfertiger werden der THIMM Display die erforderlichen Roh- und Hilfsstoffe durch THIMM Verpackung beigestellt. In 2023 fielen Materialkosten im Wesentlichen aus der Zeit vor und während der Umstellung auf Auftragsfertigung in Höhe von 7,3 Mio. € (Vorjahr: 19,3 Mio. €) an. Die Energiekosten, die auch weiter von THIMM Display getragen werden, sind in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) in den Materialkosten enthalten.

Die beschriebene Umstellung zum Auftragsfertiger ging einher mit einem deutlichen Abbau von Arbeitsplätzen. Zum Bilanzstichtag 2023 beschäftigte THIMM Display 93,0 FTE (Full-Time Equivalents), ein Rückgang um 58,5 FTE zum 31.12.2022. Die Personalaufwendungen sanken um 31% bzw. 2,5 Mio. €, wobei hohe Lohn- und Gehaltsabschlüsse als Folge der hohen Inflationsraten den Effekt der Kostenreduzierung aus dem Personalabbau minderten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Mio. €. Die Übernahme der Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen durch THIMM Verpackung führte zu einer Minderung der Verwaltungs- und Vertriebskosten im Vergleich zu 2022 um -0,9 Mio. €. Der Logistikaufwand ging aufgrund verminderter Versandmengen ebenfalls um -0,9 Mio. € zurück.

THIMM Display erzielte in 2023 ein EBITDA in Höhe von 1,2 Mio. €, eine Verbesserung zu 2022 um 2,7 Mio. €, und einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: -2,5 Mio. €).

b. Vermögenslage

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 22 24 -2
Sachanlagen 990 1.214 -224
Finanzanlagen 160 160 0
Langfristig gebundenes Vermögen 1.172 1.398 -226
Vorräte 0 3.850 -3.850
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21 3.517 -3.496
Forderungen im Verbundbereich 6.570 486 6.084
übrige kurzfristige Vermögensgegenstände 522 205 317
aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 10 26 -16
Liquide Mittel 174 1.956 -1.782
Kurzfristig gebundenes Vermögen 7.297 10.040 -2.743
Bilanzsumme 8.469 11.438 -2.969
PASSIVA
Eigenkapital 1.812 1.225 587
Mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 5.000 0
Mittelfristiges Fremdkapital 5.000 5.000 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70 0 70
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 611 1.444 -833
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 328 272 56
übrige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 648 3.497 -2.849
Kurzfristiges Fremdkapital 1.657 5.213 -3.556
Bilanzsumme 8.469 11.438 -2.969

Hinweis: Tabelle enthält Rundungsdifferenzen!

Das langfristig gebundene Vermögen in Höhe von 1,2 Mio. € fiel bei einem geringen Investitionsvolumen in Höhe von 0,2 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch die planmäßigen Abschreibungen, um -0,2 Mio. € niedriger als im Vorjahr aus.

Das kurzfristig gebundene Vermögen wurde zum Bilanzstichtag mit 7,3 Mio. € um -2,7 Mio. € geringer als in 2022 ausgewiesen, da durch den Wechsel zum Auftragsfertiger Vorräte (-3,9 Mio. € zum Vorjahr) und Kundenforderungen (-3,5 Mio. € zum Vorjahr) weitgehend entfielen. Die freigewordene Liquidität wurde für eine Erhöhung eines Intercompany-Darlehens über 3,0 Mio. € auf 5,5 Mio. € eingesetzt. Zusammen mit laufenden Forderungen wuchsen die Forderungen im Verbund um +6,1 Mio. € auf 6,6 Mio. € an.

Die Bilanzsumme verminderte sich in 2023 um -3,0 Mio. € auf 8,5 Mio. €.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 0,6 Mio. € führt zu einer Erhöhung des Eigenkapitals auf 1,8 Mio. € und sorgte in Verbindung mit der verminderten Bilanzsumme (von 11,4 Mio. € in 2022 auf 8,5 Mio. € in 2023) zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote auf 21,4 % (Vorjahr: 10,7%).

Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich von 5,2 Mio. € in 2022 um -3,6 Mio. € auf 1,7 Mio. € in 2023. So wurden mit dem Wechsel zum Auftragsfertiger die Lieferantenverbindlichkeiten um -0,8 Mio. € auf 0,6 Mio. € reduziert. Die im Vorjahr gebildete Restrukturierungsrückstellung über 1,0 Mio. € wurde mit der Umsetzung des Personalabbaus in 2023 in Anspruch genommen. Als Auftragsfertiger weist THIMM Display ausschließlich Forderungen gegen THIMM Verpackung aus, was den Einsatz von Factoring ausschließt. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor, die im Vorjahr 1,4 Mio. € betrugen, wurden zurückgezahlt.

In 2019 wurden Mittel in Höhe von 5,0 Mio. € aus dem Konsortialkreditvertrag der THIMM Gruppe mit Kreditinstituten abgerufen, deren Rückzahlung im Januar 2026 mit der Ablösung des Konsortialkredits fällig wird.

c. Finanzlage

Kapitalflussrechnung [in 1000 EUR] 2023 2022 Abw.
Zahlungsmittelfonds am Anfang der Periode 1.956 1.808 148
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 45 118 -75
Periodenergebnis 586 -2.526 3.112
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 435 765 -330
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.189 935 -2.124
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.042 1.203 2.839
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.447 -452 -1.995
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.517 -5 -1.512
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 142 201 -59
- Sonstige Beteiligungserträge -6 -2 -4
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1.467 156 1.312
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6 -5 -1
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.520 776 744
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -206 -641 435
+ Erhaltene Zinsen 154 24 130
+ Erhaltene Dividenden 6 2 4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.295 -125 -3.170
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern 0 2.000 -2.000
-Gezahlte Zinsen -295 -225 -70
+/- Einzahlung aus Gewährung/Auszahlung für Gewährung bzw. Einzahlung aus Tilgung/Auszahlung für Tilgung für Darlehen im Verbundbereich -3.000 -1.900 -1.100
+/- Einzahlung/Auszahlung Gesellschafter sonstiges 0 0 0
zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.782 149 -1.933
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 174 1.956 -1.782
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 174 1.956 -1.782
Free Cash Flow 1.512 274 1.238

Hinweis: Tabelle enthält Rundungsdifferenzen!

Free Cashflow = Operativer Cashflow zzgl. Investitions-Cashflow

THIMM Display erzielte im Geschäftsjahr einen ausgeglichenen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (Vorjahr: +0,1 Mio. €). Den Einnahmen aus dem Abbau der Vorräte und Kundenforderungen in Höhe von 4,0 Mio. € standen Ausgaben aus der Inanspruchnahme von Rückstellungen (-1,2 Mio. €) und der Rückführung von Lieferantenverbindlichkeiten (-2,4 Mio. €) gegenüber. Der Cashflow aus Jahresüberschuss und Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mio. € beinhaltete Einnahmen aus Desinvestitionen von -1,5 Mio. €.

Die Einnahmen aus Desinvestitionen von 1,5 Mio. € bestimmen wegen nur geringer Neuinvestitionen in Höhe von 0,2 Mio. € den Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: +0,2 Mio. €).

Der Free Cashflow (= Operativer Cashflow zzgl. Investitions-Cashflow) belief sich in 2023 auf +1,5 Mio. € (Vorjahr: +0,3 Mio. €). Die Mittel wurden zusammen mit dem Bankguthaben genutzt, um das bereits ausgegebene Intercompany-Darlehen um weitere 3,0 Mio. € auf 5,5 Mio. € zu erhöhen. Zum Bilanzstichtag verfügte THIMM Display über liquide Mittel von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €).

Unsere Zusammenarbeit mit einem Bankenkonsortium wurde auch im Geschäftsjahr 2023 fort-geführt. THIMM Display hat im Januar 2019 mit weiteren Unternehmen der THIMM Gruppe einen Konsortialkredit über ein Volumen von 150,0 Mio. € zzgl. weiterer unter bestimmten Bedingungen zu ziehender Akquisitionsmittel in Höhe von 30,0 Mio. € abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag nutzte THIMM Display Finanzierungsmittel aus dem Konsortialkredit in Höhe von 5,1 Mio. €, die Gesamtinanspruchnahme durch die THIMM Gruppe betrug 82,9 Mio. € (Vorjahr: 100,0 Mio. €). Der Finanzierungsvertrag weist nach Ziehung von 2 Verlängerungsoptionen in 02/2022 und 01/2024 eine Laufzeit bis zum 25.01.2026 auf, so dass THIMM Display künftig stabil und verlässlich finanziert sein wird.

Das über viele Jahre genutzte Finanzierungsinstrument Factoring wurde mit der Umstellung auf Auftragsfertigung eingestellt.

Als weiteres außerbilanzielles Finanzierungsinstrument nutzen wir Leasing für die Finanzierung von Kfz und IT-Hardware. Leasingaufwendungen fielen in 2023 in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) an.

Corporate Responsibility*

Zum Bilanzstichtag beschäftigte THIMM Display 97 Mitarbeiter (Vorjahr: 158), darunter 2 Auszubildende (Vorjahr: 4). Die neue Ausrichtung als Auftragsfertiger ging einher mit einem Abbau von Stellen in Vertrieb und Verwaltung.

Die THIMM Gruppe setzt auf das Prinzip der ganzheitlichen Verantwortung in allen Unternehmensbereichen und in allen Aspekten der Wertschöpfung. Langfristig zu denken, nachhaltig zu handeln und damit ein verlässlicher Partner zu sein: das ist unser Leitgedanke. Unser nachhaltiges Handeln haben wir bereits frühzeitig in der THIMM Gruppe etabliert. Corporate Responsibility (CR) ist seit 2011 fest in der THIMM Gruppe verankert.

Seit 2014 erstellen wir ausführliche Nachhaltigkeitsberichte. Der jüngste Nachhaltigkeitsbericht 2022 fasst die wesentlichen ökologischen, ökonomischen sowie sozialen Entwicklungen in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 zusammen. Wir informieren über unsere nachhaltigen Aktivitäten und Projekte im Berichtszeitraum und die Entwicklung der Kennzahlen. Der Bericht gibt darüber hinaus Einblicke in den Bereich Produktion & Technik, beleuchtet unsere Lieferkette und fasst die Situation auf dem Markt und bei unseren Kundinnen und Kunden zusammen. Der Nachhaltigkeitsbericht der THIMM Gruppe orientiert sich am international etablierten Leitfaden für die Nachhaltigkeitsberichterstattung GRI Standards unter Anwendung der Berichterstattungsoption "Kern". Unser letzter Nachhaltigkeitsbericht 2022 steht auf unserer Website zum Downloaden bereit.

Ergänzend zu unseren eigenen Nachhaltigkeitsberichten, nutzen wir zwei externe Plattformen für die Bewertung unseres Nachhaltigkeitsmanagements: SEDEX und EcoVadis. Beide Tools ermöglichen eine umfassende Analyse unserer Nachhaltigkeitspraktiken. Die Erkenntnisse aus den Bewertungen helfen dabei, unsere Nachhaltigkeitspraktiken kontinuierlich zu evaluieren und Verbesserungen und Potenzialen zu ermitteln. Die Ergebnisse sind transparent einsehbar. Von EcoVadis wurden wir in den letzten drei Jahren 2019 bis 2023 stets mit dem Silver-Rating ausgezeichnet.

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir das Projekt "Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)" gestartet, um in der THIMM Gruppe die neuen EU-weiten Nachhaltigkeits-Berichtspflichten ab dem Geschäftsjahr 2025 zu erfüllen. Der Nachhaltigkeitsbericht wird durch CSRD standardisiert und erlaubt eine verbesserte Vergleichbarkeit von Unternehmen. Als Bestandteil des Lageberichts unterliegt er der Prüfungspflicht, Transparenz und Qualität des Nachhaltigkeitsberichts werden erheblich erhöht. Wir haben uns daher entschlossen, die Umsetzung des Nachhaltigkeitsberichts nach CSRD zu forcieren und auf die Erstellung von Berichten im bisherigen Format zu verzichten. 1

1 * Dieser Abschnitt ist kein Pflichtbestandteil des Lageberichts im Sinne des §289 HGB i.V.m. DRS 20 und daher nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

a. Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist stets Risiken ausgesetzt. Wir definieren Risiko als die Gefahr, dass Ereignisse oder Handlungen zur einer negativen Abweichung von der Prognose führen. Jedes Unternehmen geht bewusst Risiken ein, um die sich bietenden Chancen auf den Märkten wahrnehmen zu können. Um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, aber auch Chancen früh zu erkennen, bedienen wir uns einer Reihe von Kontrollsystemen. Im Mittelpunkt stehen die Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen.

Unser internes monatliches Berichtswesen und zugehörige Managementmeetings zur Analyse und Durchsprache der Unternehmensentwicklung sind ein fester Bestandteil dieses Kontrollprozesses. Die regelmäßige monatliche Berichterstattung stellt sicher, dass Informationen über Geschäfts- und Markttrends stets aktuell sind. Monatlich aktualisierte, rollierende 12-Monats-Forecasts dienen zur laufenden Überprüfung der Unternehmensplanung. Abweichungen zwischen Soll- und Ist- bzw. Forecast-Zahlen werden im Rahmen des Unternehmenscontrollings laufend identifiziert und analysiert und sind Grundlage für die Entwicklung von notwendigen Korrekturmaßnahmen.

Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr mit der Einrichtung eines Legal Committee begonnen, in dem Vertreter unterschiedlicher Funktionen aus der Unternehmensgruppe vertreten sind, um Risiken und rechtliche Anforderungen bekannt zu machen und ggfs. Handlungen in der Unternehmensgruppe abzustimmen.

Nachfolgend sind die wesentlichen Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, in den Bereichen Markt, Kundenstruktur, Qualität, Produkte, Beschaffung, Fertigungsprozess, Mitarbeiter, Finanzen und Beteiligungsbereich dargestellt.

b. Operative Risiken

- Absatzrisiken

Mit der Umstellung auf Auftragsfertigung für THIMM Verpackung und der Bereitstellung verfügbarer Produktions- und Lagerflächen an die Schwestergesellschaft, wurde das Absatzrisiko auf diese verlagert.

- Vertrags- und Haftungsrisiken

Verzögerte Lieferungen oder fehlerhafte Lieferungen können zu Schadensersatzforderungen der Endkunden insbesondere in Fällen von erforderlichen Produktrückrufen führen, für die THIMM Display von THIMM Verpackung in die Haftung genommen werden könnte.

THIMM Verpackung als unser Auftraggeber betreibt ein systematisches Vertragsmanagement, um Haftungsrisiken gegenüber den Endkunden zu reduzieren. Es besteht eine Haftpflichtversicherung mit einer dem Geschäftsumfang angemessenen Deckungssumme. Vertragsregelungen, die von den Standardregelungen abweichen, sind durch die interne Vertragsprüfung, unterstützt durch externe Anwälte, zu beurteilen. Unübliche Vertragsgestaltungen mit erhöhten Risiken unterliegen besonderen Freigabeprozessen unter Einbindung der Gruppengeschäftsführung.

Der Schutz des Werkes vor Ausfällen − beispielsweise durch Brand − wird durch regelmäßige Begehungen und organisatorische Vorkehrungen gewährleistet. Unser Standort ist zum Schutz vor Feuer durch Sprinkleranlagen abgesichert. Zur Absicherung der allgemeinen Betriebsrisiken besteht eine All-Risk-Versicherung bei einem namhaften Versicherer.

- Beschaffungsrisiko

Mit der Umstellung auf eine Auftragsfertigung für THIMM Verpackung wurde das Beschaffungsrisiko auf die Schwestergesellschaft verlagert.

- Mitarbeiterrisiko

Ohne hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist wirtschaftlicher Erfolg nicht möglich. Risiken sehen wir einerseits im Mangel an Fach- und Führungspersonal. Andererseits besteht − verbunden mit dem Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter − ein Risiko in Form von Know-How-Verlust durch Fluktuation.

Diesem Risiko begegnet das Unternehmen mittels leistungsbezogener Vergütung und verschiedenen Qualifizierungsmöglichkeiten. Umfangreiche Fortbildungsangebote werden zur Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter angeboten und durchgeführt, um neben einer fachlichen Qualifikation auch einen Austausch zu fördern.

- IT-Risiken

Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse aktuell und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme ständig überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen werden industrietypische Standards wie Backups, redundante Netzverbindungen und getrennte Rechenzentren gehalten sowie in zukunftsgerichtete Cloud-Lösungen investiert. Eine detaillierte IT-Dokumentation unterstützt darüber hinaus eine sichere Handhabung der IT-Umgebung bei Systemausfällen. Externe Service-Level-Agreements sichern die jederzeitige Verfügbarkeit externer Berater für die verschiedenen Software-Applikationen sowie im Zusammenhang mit den verschiedenen IT-Sicherheitsthemen ab.

c. Finanzielle Risiken

- Risiken der Gesamtfinanzierung

Die THIMM Gruppe ist mittelfristig zu marktüblichen Konditionen durchfinanziert. Wichtigstes Finanzierungsinstrument ist ein Konsortialkredit, den THIMM Display als Kreditnehmerin zu Finanzierungszwecken nutzen kann.

Der laufende Konsortialkreditvertrag verpflichtet die Kreditnehmer bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Er enthält darüber hinaus verschiedene marktübliche Beschränkungen und Auflagen, so z.B. hinsichtlich der Aufnahme weiterer Finanzmittel, der Veräußerung von Vermögensgegenständen sowie der Gewährung von Sicherheiten an Dritte. Falls die vertraglich vereinbarten Auflagen nicht eingehalten werden und der Verstoß nicht binnen vereinbarter Fristen geheilt wird, bestünde ein Kündigungsgrund, der die Kreditgeber unter anderem zur sofortigen Fälligstellung aller Finanzierungsverbindlichkeiten berechtigt.

Die THIMM Gruppe verfügte per 31. Dezember 2023 über eine definierte Eigenmittelquote, die deutlich oberhalb der vereinbarten Mindest-Eigenmittelquote liegt. Der vertraglich vereinbarte maximale Verschuldungsgrad wird auf Konzernebene zum Bilanzstichtag ebenfalls deutlich unterschritten. Zum Bilanzstichtag sowie während des gesamten Kalenderjahres 2023 wurden die Regelungen im Rahmen des Konsortialkreditvertrages stets erfüllt.

Die THIMM Gruppe beachtet die verschiedenen marktüblichen Auflagen des Konsortialkreditvertrages sorgfältig und überprüft laufend zu treffende Entscheidungen gegen die kreditvertraglichen Regelungen. Im Rahmen des Planungsprozesses wird geprüft und sichergestellt, dass die kreditvertraglich vereinbarten Finanzkennzahlen und Auflagen auch in Zukunft eingehalten werden.

Die Finanzierungspartner werden regelmäßig umfassend in Form von Reports über die Geschäftsentwicklung der THIMM Gruppe und ihrer Gesellschaften informiert. Darüber hinaus erfolgt eine laufende Abstimmung mit den Finanzierungspartnern zur erwarteten Geschäftsentwicklung, zu Maßnahmen und Projekten in Form von regelmäßigen Bankengesprächen sowie in bilateralen Austauschen. Der laufende Austausch mit den kreditgebenden Banken und eine zeitnahe, offene und umfassende Informationspolitik sind eine wesentliche Voraussetzung, um im Falle einer Krise mit den Kreditgebern Lösungsalternativen zur Fortführung des Konsortialkredits zu vereinbaren.

Der laufende Konsortialkreditvertrag wurde im Januar 2024 verlängert und hat nun eine Laufzeit bis Januar 2026.

- Bestandsgefährdung aufgrund Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen

Der mit dem bestehenden Bankenkreis in Deutschland geschlossene und bis zum 31. Januar 2026 laufende Konsortialfinanzierungsvertrag in Höhe von insgesamt € 150,0 Mio. sieht neben Beschränkungen hinsichtlich Aufnahme, des Erwerbs oder der Veräußerung von Vermögensgegenständen sowie der Gewährung von Sicherheiten an Dritte auch die verpflichtende Einhaltung von Finanzierungskennzahlen ("Covenants") vor.

Für die THIMM Gruppe wurde eine einzuhaltende Ertragskennzahl ("Leverage-Covenant") sowie eine Eigenmittelkennzahl ("Eigenmittel-Covenant") vereinbart. Diese Kennzahlen werden quartalsweise, rollierend für vier Quartale ("Leverage-Covenant") sowie auf das Quartalsende ("Eigenmittel-Covenant") getestet und dem Bankenkreis berichtet.

Sofern diese Finanzkennzahlen insgesamt oder einzelne Finanzkennzahlen an den Stichtagen nicht eingehalten werden und keine Maßnahmen zur Heilung der Verstöße binnen vereinbarter Fristen von der Gesellschaft eingeleitet wurden bzw. die Kreditgeber nicht auf die Einhaltung der vereinbarten Kennzahlen oder Verpflichtungen verzichtet haben, könnten nach den geltenden Vertragsbedingungen einer oder mehrere Kündigungsgründe vorliegen, die die Kreditgeber unter anderem zur sofortigen Fälligstellung der Finanzierungsverbindlichkeiten berechtigen. Ferner könnten die Kreditgeber beim Eintritt anderer vertraglich vereinbarter Regelungen die Kreditverträge mit sofortiger Wirkung zur Rückzahlung fällig stellen.

Eine innerhalb des Geschäftsjahres 2024 eingetretene deutliche Ergebnisverschlechterung in den beiden deutschen Gesellschaften THIMM Verpackung GmbH + Co. KG und THIMM Verpackung Süd GmbH + Co. KG, führte bereits im Laufe des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2024 dazu, dass die Einhaltung der vertraglichen Finanzkennzahl Leverage-Covenant im Zeitraum Q2 2024 bis einschließlich Q1 2025 als gefährdet eingestuft wurde. In einer ausführlichen Bankenrunde wurden die finanzierenden Kreditinstitute über die erwartete Unternehmensentwicklung ausführlich informiert.

Die vereinbarte Finanzkennzahl "Leverage-Covenant" sowie eine vereinbarte einzuhaltende Mindest-Garantendeckung wurden auf Konzernebene zum 30. Juni 2024 nicht eingehalten. Die Kreditinstitute haben am 13. August 2024 auf die Geltendmachung ihrer vertraglichen Rechte verzichtet und dem Antrag auf Aussetzung der Finanzkennzahl "Leverage-Covenant" für den Zeitraum 30. Juni 2024 bis einschließlich 30. Dezember 2024 zugestimmt.

Um die Finanzierung der THIMM Gruppe über diesen Zeitraum der Aussetzung des "Leverage-Covenant" hinaus sicherzustellen, haben sich die Banken und THIMM auf die Erstellung eines Sanierungsgutachtens verständigt, das neben der Bestätigung des Geschäftsmodells und der Dokumentation von Ergebnisverbesserungspotenzialen im Wesentlichen die Grundlage zur anschließenden mittelfristigen Prolongation des bestehenden Kreditvertrages bildet.

Unsere aktuelle modifizierte Planung für das Geschäftsjahr 2024 lässt derzeit keine Liquidi-tätsengpässe erwarten. Die uns von den Kreditinstituten insgesamt zur Verfügung gestellten Kreditrahmen reichen bei Eintritt der aktuellen modifizierten Planung aus, um das laufende Geschäft der THIMM Gruppe zu finanzieren.

Die aktuelle, überarbeite Ergebniserwartung für den THIMM Konzern sieht vor, dass die vertraglichen Finanzkennzahlen spätestens in Q2 2025 wieder eingehalten werden.

Das Erreichen der Ertragsziele setzt dabei voraus, dass definierte Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung, wie Optimierungsmaßnahmen im Operationsbereich, wie aber auch der Abbau von Mitarbeitenden im administrativen Bereich, umgesetzt werden. Unsicherheiten können sich darüber hinaus aus Rohstoffpreisschwankungen ergeben, die nur zeitversetzt an unsere Kunden weitergegeben werden können. Diese Preissteigerungen können dann ebenso wie eine abweichende Ertragsentwicklung dazu führen, dass die vorhandenen freien Liquiditätsrahmen nicht ausreichen oder der Bankenkreis einer weiteren Aussetzung der Covenants nicht zustimmen wird.

Aufgrund der aktuell erwarteten weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns und der bestehenden Finanzierungszusagen verbunden mit den Erwartungen zur Ertragsentwicklung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr sehen wir auf Gesamt-Konzernebene die Sicherstellung der Finanzierung als wahrscheinlich an und gehen davon aus, dass der bestehende Bankenkreis auf Grundlage des zu erstellenden Sanierungsgutachtens auch einer Aussetzung der Covenants über den Zeitraum vom 30. Juni 2024 bis 30. Dezember 2024 hinaus zustimmen wird, damit die notwendigen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung konsequent umgesetzt werden können.

Sollte der bestehende Bankenkreis dieser Prolongation nicht zustimmen und nicht kurzfristig alternative Finanzierungen realisiert werden können, ist eine Bestandsgefährdung der THIMM Gruppe und entsprechend auch für die THIMM Display nicht auszuschließen.

- Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können dazu führen, dass die THIMM Display insgesamt möglicherweise nicht in der Lage ist, eingegangene finanzielle Verpflichtungen aus dem operativen Geschäft zu erfüllen.

Zur Sicherung der Liquidität besteht ein Berichtssystem, aus dem der aktuelle und zukünftige Liquiditätsbedarf ersichtlich wird. Die langfristige Finanzplanung wird dabei durch eine revolvierende Finanzplanung über einen Zwölfmonatszeitraum ergänzt. Die THIMM Gruppe verfügt zum Stichtag über Zugriff auf Konzernfinanzierungslinien in Höhe von insgesamt 150,0 Mio. €, die zum Bilanzstichtag insgesamt mit 82,9 Mio. € in Anspruch genommen sind.

- Zinsänderungsrisiko

Risiken aufgrund der Änderung von Marktzinsen können aus dem Konsortialkredit resultieren, der auf einem variablen Zinssatz basiert. Die Auswirkungen einer Veränderung des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme werden regelmäßig untersucht. Aktuell bestehen für THIMM Display keine Zinssicherungen.

2. Chancen

Die Einbindung in die THIMM Gruppe ermöglicht uns, das gesamte Produkt- und Leistungsportfolio der Gruppe bei der Entwicklung unserer Displays zu kombinieren und einzusetzen. So sind wir in der Lage, unseren Endkunden je nach individuellem Bedarf die jeweiligen Vorteile unterschiedlichster Drucktechnologien anzubieten. Als eines der ersten Unternehmen im Markt nutzen wir auch die besonderen Produktvorteile des Digitaldrucks. Standardisierte Display-Systeme erlauben unseren Kunden den Einsatz individuell gestalteter Displays, die aber dennoch kostengünstig mit dem hochautomatisierten Maschinenpark von THIMM Verpackung gefertigt werden. Mit THIMM Verpackung als Auftraggeber hat THIMM Display mit seinen Produkten mittelbaren Zugang zu Herstellern aus dem FMCG-Bereich mit laufenden und größerem Displaybedarf. In der Kombination aus verbessertem Zugang zu Bedarfskunden und den breiteren technologischen Möglichkeiten der THIMM Gruppe sehen wir gute Chancen, das Displaygeschäft in Zukunft auch über die aktuelle Planung hinaus auszubauen.

Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wachstumsschwäche aus dem Jahr 2023 wird nach der Erwartung der Europäisch Kommis-sion in ihrem Herbst-Forecast in der Europäischen Union ins Jahr 2024 hineinreichen und erst im Jahresverlauf in ein Wachstum übergehen.. Der private Konsum kann nach Einschätzung der Kommission in 2024 die Rolle des Wachstumstreibers übernehmen. Wachsendes reales Einkommen bei einer stabilen Beschäftigung auf hohem Niveau in Verbindung mit weiter nachlassender Inflation (von 6,5% in 2023 auf 3,5% in 2024 in der EU) erlaubt wieder verstärkten Konsum. Diese Entwicklung werde aber gedämpft durch die anhaltenden wirtschaftlichen und weltpolitischen Unsicherheiten, so dass die Sparquote zu Lasten des Konsums weiter stabil bleibe.

In ihrem Frühjahrs-Forecast aus Februar reduziert die Europäische Kommission ihre Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung und erwartet in 2024 in der Europäischen Union nur noch ein Wachstum von +0,8% und in Deutschland von nur noch +0,3%. Die Reduzierung des Forecast wird für Deutschland mit schwachen Stimmungswerten zum Jahresanfang, weiter schwacher Weltwirtschaft und restriktiveren Ausgaben der öffentlichen Hand begründet.

2. Erwarteter Geschäftsverlauf und Ertragslage

THIMM Display plant für 2024 mit einem Umsatz aus der Auftragsfertigung für THIMM Verpackung von 13,0 Mio. €. Dies bedeutet einen leichten Anstieg zum Umsatz aus Auftragsfertigung in 2023, der im 2. Halbjahr 2023 bei monatlich ca. 1,0 Mio. € gelegen hat.

IST PLAN
2023 2024
Umsatzerlöse [Mio. €] 21,1 13,0
Materialeinsatz [Mio. €] 7,3 0,8
Rohergebnis [Mio. €] 13,0 12,4
Rohmarge [%] 59,7 94,0
EBITDA [Mio. €] 1,2 0,5
EDITDAR [Mio. €] 2,6 1,8
Mitarbeiterzahl (FTE per 31.12) 93 87,1

Es wird erwartet, dass die Mitarbeiterzahl in 2024 nochmals auf 87,1 FTE (2023: 93 FTE) abgesenkt wird.

Für das Gesamtjahr wird ein EBITDA in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: +1,2 Mio. €) geplant, da nicht wie im Vorjahr Erträge aus Maschinenverkäufen anfallen werden. Die Ergebnisse der ersten beiden Monate im Jahr 2024 bewegen sich im Plan.

3. Erwartete Finanzlage

Durch die mit dem bestehenden Bankenkonsortium abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarungen der THIMM Gruppe, deren Kreditnehmerin THIMM Display ist, wird die Finanzlage auch in Zukunft solide und konservativ gestaltet. Aus finanzieller Sicht bietet der bestehende Konsortialkredit mit Laufzeit bis 1/2026 ausreichende Finanzierungsreserven.

Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir an der Stelle auf Abschnitt c. "Finanzielle Risiken" im Risikobericht.

 

Wörrstadt, den 16. Oktober 2024

THIMM Display GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.103,26 24
22.103,26 24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 196.016,68 246
2. Technische Anlagen und Maschinen 295.129,41 467
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 357.700,09 468
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 141.032,67 33
989.878,85 1.214
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 160.000,00 160
2. Sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften 100,00 0
160.100,00 160
1.172.082,11 1.398
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 707
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 3.058
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 86
0,00 3.851
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.260,85 3.517
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.569.795,03 486
3. Sonstige Vermögensgegenstände 521.480,65 203
7.112.536,53 4.206
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 174.175,61 1.956
7.286.712,14 10.013
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.474,77 26
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 2
8.469.269,02 11.439

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 755.150,00 755
II. Kapitalrücklage 13.250.000,00 13.250
III. Gewinnrücklagen 52.600,00 53
IV. Verlustvortrag -12.832.413,97 -10.306
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 586.339,68 -2.526
1.811.675,71 1.226
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 341.500,00 1.530
341.500,00 1.530
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.069.574,86 5.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 611.469,85 1.444
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 327.605,99 271
4. Sonstige Verbindlichkeiten 307.442,61 1.968
6.316.093,31 8.683
8.469.269,02 11.439

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Rohergebnis 13.012.105,99 14.959
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.674.347,88 6.918
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 980.878,11 1.266
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 434.651,88 690
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.193.527,95 8.332
5. Erträge aus Beteiligungen 5.849,25 2
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 5.849,25 (Vorjahr: TEUR 2)
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4,00 0
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 234.787,38 28
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 234.787,38 (Vorjahr: TEUR 28)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 75
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 377.025,12 229
davon aus Aufzinsung EUR 1.800,00 (Vorjahr: TEUR 2)
davon an verbundene Unternehmen EUR 30.922,02 (Vorjahr: TEUR 39)
10. Ergebnis nach Steuern 592.315,68 -2.521
11. Sonstige Steuern 5.976,00 5
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 586.339,68 -2.526

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Firma

THIMM Display GmbH, Wörrstadt

A. Vorbemerkung

Die THIMM Display GmbH mit Sitz in Wörrstadt, Carl-Benz-Straße 4, ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Mainz (HRB 31484) eingetragen.

Der vorliegende Abschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft i.S. von § 267 HGB.

Änderungen der Bilanzierung und der Bewertung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Zur konzerneinheitlichen Darstellung werden abweichend zum Vorjahr in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Vorjahreswerte in TEUR angegeben, Darstellungen einspaltig vorgenommen, Zwischensummen entfernt, Davon-Vermerke angepasst oder in den Anhang verlagert sowie Postenschreibweisen angepasst.

B. Angaben

I. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeine Angaben

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

Im Rahmen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden erworbene immaterielle Vermögensgegenstände zu um planmäßige lineare Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten angesetzt. Als Nutzungsdauer wurde ein Zeitraum von 3 bis 10 Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen bei Gebäuden erfolgten linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen für Zugänge seit dem 01.01.2011 linear, zuvor für Zugänge seit dem 01.01.2009 degressiv mit maximal 25 % und später linear. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 14 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16 Jahre.

Bis zum 31.12.2017 wurde für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 in analoger Anwendung der steuerlichen Regelung in § 6 Abs. 2a EStG auch in der Handelsbilanz ein Sammelposten gebildet, der über eine fiktive Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wurde. Seit dem 01.01.2018 wird für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 800,00 in analoger Anwendung der steuerlichen Regelung in § 6 Abs. 2 EStG die Sofortabschreibung gewählt. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten € 800,00 übersteigen, werden angesetzt und über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sofern dauernde Wertminderungen beim immateriellen Anlagevermögen oder Sachanlagervermögen vorliegen, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet und führte nicht zu Zuschreibungen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder, soweit geboten, zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen einbezogen. Zinsen werden bei der Ermittlung der Herstellkosten nicht einbezogen.

Für überalterte und nicht gängige Gegenstände werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Sofern in Vorperioden abgewertete Vorräte im Berichtszeitraum verwandt wurden, ist eine Wertaufholung bis zur maximalen Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen worden.

Zur Berücksichtigung drohender Verluste aus noch nicht abgerechneten Verträgen wurden fertige Erzeugnisse auf den niedrigen beizulegenden Wert abgeschrieben, soweit dies aktivisch möglich ist. Ansonsten erfolgt die Dotierung von Rückstellungen für drohende Verluste.

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Fremdwährungsrisiken bestanden nicht.

Beim Umlaufvermögen wurden bis zum Bilanzstichtag eingetretene negative Wertschwankungen durch Abschreibungen berücksichtigt.

Die "sonstigen Rückstellungen" berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Im April 2023 wurde die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zu einem Auftragsfertiger für Displays des verbundenen Unternehmens THIMM Verpackung GmbH + Co. KG umgestellt. Die THIMM Display GmbH betreibt seitdem weiterhin mit eigenen Maschinen und Personal die Fertigung, Lagerung und den Versand von Displays im Auftrag der THIMM Verpackung. Die Fakturierung an die Kunden erfolgt seitdem durch die THIMM Verpackung. Die Vorratsbestände wurden an selbige verkauft. Die für die Fertigung der Displays im Wesentlichen notwendigen Materialien werden gestellt.

Daraus ergeben sich auch Auswirkungen auf verschiedene Bilanz und GuV Positionen.

Bilanziell ist nun kein Vorratsvermögen mehr vorhanden und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen lediglich noch einige ältere Sachverhalte. Auf der Passivseite liegen verringerte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor.

In der GuV sind insbesondere verringerte Umsätze als auch Materialaufwendungen erkennbar.

2. Besondere Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Der Anlagenspiegel weist auch die Aufteilung der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus.

Die Abgänge des "GWG Sammelposten" innerhalb der "anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" werden komplett im Jahr nach der vollständigen Abschreibung des betreffenden Postens angesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren zu T€ 988 (i.Vj. T€ 165) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie zu T€ 5.582 (i.Vj. T€ 321) aus sonstigen Forderungen. Außerdem sind dort sonstige Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 78 (i.Vj. T€ 73) enthalten.

Weder unter den sonstigen Vermögensgegenständen noch unter den Verbindlichkeiten sind antizipative Abgrenzungsposten größeren Umfanges enthalten.

Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgewiesen.

Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen in den sonstigen Rückstellungen (handelsbilanzrechtlicher Mehrbetrag: T€ 41).

Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Bei den Verpflichtungen aus Dienstjubiläen handelt es sich um Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese Position ist unter Anwendung der Regelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB abgezinst.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % (i.Vj. 1,44 %) und auf der Grundlage unternehmensinterner Erwartungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zu T€ 162 (i.Vj. T€ 102) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie zu T€ 166 (i.Vj. T€ 170) aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 163 (i. Vj. T€ 209) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 66 (i. Vj. T€ 43).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Absicherung durch Pfandrechte und ähnliche Rechte ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel am Ende des Anhangs.

3. Besondere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wesentliche periodenfremde Erträge betreffen die Auflösung von Rückstellungen mit T€ 104 (Vj. T€ 35) sowie die Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von T€ 62 (Vj. T€ 0). Sonstige periodenfremde Erträge sind nur in einem Umfang vorhanden, der für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen beliefen sich auf T€ 1.517 (Vj. T€ 5). Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung lagen darüber hinaus nicht vor.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Frachten und Lagerkosten in Höhe von T€ 2.173 (Vj. T€ 2.612), Aufwendungen für Leasing und Miete in Höhe von T€ 1.416 (Vj. T€ 1.292) sowie Aufwendungen für sonstige konzerninterne Dienstleistungen in Höhe von T€ 653 (Vj. T€ 1.175).

Periodenfremde Aufwendungen sind nur in einem Umfang vorhanden, der für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

Aufwendungen oder Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung waren im Berichtsjahr nicht vorhanden.

Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus Aufzinsung in Höhe von T€ 2 (Vj. T€ 2) enthalten.

4. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Konzernfinanzierung

Die THIMM Display GmbH hat mit der THIMM Group GmbH + Co. KG, der THIMM Verpackung GmbH + Co. KG, der THIMM Verpackung Süd GmbH + Co. KG und der Christiansen Print GmbH mit Rahmenkreditvertrag vom 25. Januar 2019 die gesamtschuldnerische Mithaftung für eine Konsortialfinanzierung in Höhe von bis zu T€ 150.000, einschließlich Optionen auf bis zu T€ 180.000 zu erhöhen, gewährt, die durch die vorgenannten Gesellschaften durch revolvierende- oder endfällige Darlehen in Anspruch genommen werden kann.

Die Finanzierungsfazilitäten wurden zum 31. Dezember 2023 in Höhe von insgesamt T€ 82.000 in Anspruch genommen, wobei T€ 5.000 auf die THIMM Display GmbH entfallen.

Die abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung sieht die Einhaltung bestimmter finanzwirtschaftlicher Kennzahlen vor (z.B. Verschuldungsgrad und Eigenmittelquote), die die Kreditnehmer auf Basis der Daten des Konzernabschlusses nachzuweisen haben. Bei einer Verletzung der vereinbarten Covenants sind die Kreditgeber grundsätzlich zu einer Kündigung und Fälligstellung der ausgereichten Finanzierungsmittel berechtigt. Zum 31. Dezember 2023 werden sämtliche vertraglich vereinbarten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen eingehalten.

Für die Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen gegenüber Dritten besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung. Aufgrund entsprechender Bonität der Gesellschaften wird eine Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich angesehen. Eine Passivierung erfolgt dem zufolge nicht.

Factoring

THIMM Display bedient sich zu Finanzierungszwecken des Forderungsverkaufs/ Factoring. Es besteht ein Factoringvertrag zusammen mit der THIMM Verpackung GmbH + Co. KG, THIMM Verpackung Süd GmbH + Co. KG sowie der THIMM Obaly k.s. Gemäß Factoringvertrag können unklare oder mangelbehaftete Forderungen an THIMM vom Factor rückübertragen werden. Zum 31. Dezember 2023 war kein solcher Fall bekannt.

Der vertragliche Factoring Rahmen beläuft sich auf bis zu T€ 73.000 und wird per 31. Dezember 2023 mit T€ 63.122, davon THIMM Display GmbH T€ 0, in Anspruch genommen.

Die verbundenen Unternehmen haften gegenüber der Bank gesamtschuldnerisch für sämtliche Ansprüche aus dem Vertrag. Aufgrund entsprechender Bonität der Gesellschaften wird eine Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich angesehen. Eine Passivierung erfolgt demzufolge nicht.

II. Bestimmte Sachverhalte

Miet- und Leasingverhältnisse

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag solche aus Miet- und Leasingverträgen, von denen im Geschäftsjahr 2024 T€ 1.158 (davon für Gebäudemieten: T€ 1.025, für sonstiges Leasing: T€ 133) und in den sich daran anschließenden vier Geschäftsjahren insgesamt rd. T€ 1.659 (davon für Gebäudemiete: T€ 1.574, für sonstiges Leasing: T€ 85) fällig werden.

Die Vorteile und Zwecke der Miet- und Leasingverträge liegen in der geringeren Kapitalbindung bei Abschluss der Verträge und in der flexibleren Anpassung der benötigten Ressourcen an die Geschäftsentwicklung. Leasingverträge erlauben im Vergleich zum Bankkredit eine einfachere Finanzierung von Sachanlageinvestitionen mit Absicherung über das Investitionsgut. Nachteilig sind bei längerfristigen Miet- und Leasingverträgen die künftigen Abflüsse liquider Mittel sowie die geringere Dispositionsfreiheit bis zum Ablauf der Verträge.

Bestellobligo

Das Bestellobligo aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hält sich im durchschnittlichen Jahresrahmen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 109 Mitarbeiter (zuzüglich 4 Auszubildende)

beschäftigt. Davon entfallen 67 auf die Produktion sowie 41 auf Forschung, Entwicklung, Technik, Verwaltung und Vertrieb.

Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten an:

 

Herr Ekkehard Dürr (bis 25. März 2024)

 

Herr Malte Zinnecker wurde zum 13.06.2023 abberufen und ab dem 25.03.2024 wieder bestellt

 

Herr Tankred Pörner (seit 13. Juni 2023)

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

Anteilsbesitz

Einen Anteilsbesitz gem. § 271 Abs. 1 HGB haben wir an folgenden Gesellschaften:

Name und Sitz Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis des letzten Geschäftsjahres (2023)
% T€ T€
THIMM Display Service GmbH, Wörrstadt 100,0 163 0 (1)

(1) Nach Ergebnisabführung.

Angabe zu Unternehmensverbindungen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der THIMM Holding GmbH + Co. KG mit Sitz in Northeim, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der THIMM Holding GmbH + Co. KG ist beim Betreiber des Unternehmensregisters einzureichen und im Unternehmensregister bekannt machen zu lassen.

Auf die Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde wegen der Einbeziehung des Jahresabschlusses in den Konzernabschluss der THIMM-Gruppe verzichtet.

Wir haben von der Befreiungsmöglichkeit von der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 291 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht; die THIMM Holding GmbH + Co. KG in Northeim stellt als Mutterunternehmen den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf.

III. Zusammenfassendes Ergebnis nach § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB

Besondere Umstände von außergewöhnlicher Bedeutung oder einmaliger Art haben sich im Geschäftsjahr nicht gezeigt.

IV. Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

V. Bestandsgefährdung

Wir verweisen auf die Darstellung einer Bestandsgefährdung im Lagebericht im Abschnitt Chancen- und Risikobericht, 1. Risiken, d. Finanzielle Risiken, Bestandsgefährdung aufgrund Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen.

 

Wörrstadt, den 16. Oktober 2024

THIMM Display GmbH

Die Geschäftsführung

Feststellung des Jahresabschlusses:

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 15. November 2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung beschlossen.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten 01.01.2023 Zugang/Umbuchung (U) Abgang Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.022.426,01 5.756,13 567.848,08 460.334,06
II. Sachanlagen
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 762.951,43 32.884,98 (U) 0,00 795.836,41
2 Technische Anlagen und Maschinen 4.645.463,39 0,00 560.936,74 4.084.526,65
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 2.680.483,96 65.065,02 728.229,43 2.017.319,55
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.884,98 141.032,67 0,00 141.032,67
-32.884,98 (U)
8.121.783,76 206.097,69 1.289.166,17 7.038.715,28
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 471.016,27 0,00 0,00 471.016,27
2 Sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften 100,00 0,00 0,00 100,00
471.116,27 0,00 0,00 471.116,27
9.615.326,04 211.853,82 1.857.014,25 7.970.165,61
Abschreibung 01.01.2023 Zugang = Abschreibung im Geschäftsjahr 2023 Abgang Abschreibung 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 998.822,41 7.256,47 567.848,08 438.230,80
II. Sachanlagen
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 517.432,10 82.387,63 0,00 599.819,73
2 Technische Anlagen und Maschinen 4.178.403,79 169.316,77 558.323,32 3.789.397,24
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 2.212.009,13 175.691,01 728.080,68 1.659.619,46
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.907.845,02 427.395,41 1.286.404,00 6.048.836,43
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 311.016,27 0,00 0,00 311.016,27
2 Sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
311.016,27 0,00 0,00 311.016,27
8.217.683,70 434.651,88 1.854.252,08 6.798.083,50
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.103,26 23.603,60
II. Sachanlagen
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 196.016,68 245.519,33
2 Technische Anlagen und Maschinen 295.129,41 467.059,60
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 357.700,09 468.474,83
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 141.032,67 32.884,98
989.878,85 1.213.938,74
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 160.000,00 160.000,00
2 Sonstige Ausleihungen und Anteile an Genossenschaften 100,00 100,00
160.100,00 160.100,00
1.172.082,11 1.397.642,34

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die THIMM Display GmbH, Wörrstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der THIMM Display GmbH, Wörrstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der THIMM Display GmbH, Wörrstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die als ungeprüft gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die als ungeprüft gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Lageberichts-Abschnitt "Finanzielle Risiken", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass wesentliche Unsicherheiten bezüglich der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen bestehen. Sollte es nicht zu einer Aussetzung der Finanzkennzahlen über den Zeitraum vom 30. Juni 2024 bis 30. Dezember 2024 hinaus kommen und nicht kurzfristig alternative Finanzierungen realisiert werden können, könnten die Schulden des Konzerns und somit auch der Gesellschaft nicht fristgerecht getilgt werden. Wie in den Angaben im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die als ungeprüft gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 16. Oktober 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heiko Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

Jan-Christian Wilhelms, Wirtschaftsprüfer

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