SMART Railway Technology GmbH

Miramstraße 87, 34123 Kassel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 14556
Vorher
SMA Railway Technology GmbHDinghan SMART Railway Technology GmbH
Eingetragen
30.5.2008
Branche
Herstellung von mechanischen oder elektromechanischen Signal-, Sicherungs-, Überwachungs- oder Steuergeräten für Schienenwege oder andere VerkehrswegeHerstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Gegenstand
Die Durchführung von Aufgaben sowie die Herstellung und der Vertrieb von Produkten auf den Gebieten der Leistungselektronik, der elektrischen Energieversorgung, der Mess- und Regelungstechnik, sowie der System- und Datentechnik, insbesondere im Bereich der Bahntechnik. Die Tätigkeit umfasst die Beratung, Entwicklung, Erstellung und den Vertrieb von Soft- und Hardware.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liang Zhang
seit 15.4.2025
Prokura
Qing Wan
seit 16.7.2024
Geschäftsführer
Birgit Wilde
seit 30.5.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hong Kong Dinghan Holdings Group Co., LimitedHKG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hong Kong Dinghan Holdings Group Co., Limited
HKG
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SMART Railway Technology GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz

AKTIVA

31.12.2024 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. In der Entwicklung befindliche gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.847.618,31 2.119.047,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen and solchen Rechten und Werten 152.830,00 205.953,00
3.000.448,31 2.325.000,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 414.454,00 437.166,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 257.703,00 310.332,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.312,89 0,00
673.469,89 747.504,43
Summe Anlagevermögen 3.673.918,20 3.072.504,68
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.584.873,10 5.338.812,86
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.813.741,66 4.983.411,04
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.132.503,53 822.093,90
12.531.118,29 11.144.317,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.016.577,68 1.932.776,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 491.487,47 394.883,55
3. Sonstige Vermögensgegenstände 555.350,20 763.664,63
5.063.415,35 3.091.324,90
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 636.369,17 655.559,81
Summe Umlaufvermögen 18.230.902,81 14.891.202,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.429,12 143.441,85
AKTIVA 21.969.250,13 18.107.149,04

PASSIVA

31.12.2024 31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 20.620.557,05 20.620.557,05
III. Gewinnrücklagen 26.427,64 26.427,64
IV. Verlustvortrag -12.870.339,96 -14.725.123,74
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.419.205,37 1.854.783,78
Summe Eigenkapital 6.557.439,36 7.976.644,73
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 68.297,00 68.297,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.863.096,58 1.622.278,50
2.931.393,58 1.690.575,50
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.101.557,04 757.921,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.025.985,49 1.499.039,93
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.193.960,54 5.993.362,95
4. Sonstige Verbindlichkeiten 93.285,64 189.604,43
12.414.788,71 8.439.928,81
D. Latente Steuern 65.628,48 0,00
PASSIVA 21.969.250,13 18.107.149,04

Gewinn- und Verlustrechnung

2024 2023
1. Umsatzerlöse 22.620.582,47 16.386.323,01
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unferigen Leistungen 1.140.740,25 1.787.588,56
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 730.386,86 447.659,44
Gesamtleistung 24.491.709,58 18.621.571,01
4. Sonstige betriebliche Erträge 484.916,36 4.983.613,14
5. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.496.944,05 -8.138.402,27
-11.496.944,05 -8.138.402,27
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.789.479,93 -7.919.568,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.889.700,36 -1.740.554,49
-10.679.180,29 -9.660.122,69
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -244.290,45 -256.677,55
-244.290,45 -256.677,55
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.616.436,58 -3.303.249,28
Ordentliches Betriebsergebnis -1.060.225,43 2.246.732,36
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -293.351,46 -323.651,58
davon an verbundene Unternehmen: € 140.458,74 (Vorjahr: € 150.133,20)
davon aus der Aufzinsung: € 2.864,00 (Vorjahr: € 1.039,00)
Zinsergebnis -293.351,46 -323.651,58
10. Ergebnis vor Steuern -1.353.576,89 1.923.080,78
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -65.628,48 -68.297,00
12. Ergebnis nach Steuern -1.419.205,37 1.854.783,78
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.419.205,37 1.854.783,78

Anhang zum 31. Dezember 2024

SMART Railway Technology GmbH, Kassel

Amtsgericht Kassel, HRB 14556

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der SMART Railway Technology GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zu Restlaufzeiten und zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz gemäß § 265 Abs. 3 Satz 1 HGB ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB im Anhang teilweise in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde in Euro aufgestellt; im Sinne von § 243 Abs. 2 HGB wurden die Beträge zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit auf volle TEUR gerundet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer erfasst. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht seit dem 01.01.2020 in Anspruch genommen. Die Herstellungskosten der selbst geschaffenen Vermögensgegenstände umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände entsprechen im Wesentlichen denen der amtlichen Afa-Tabellen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 250 Euro werden im Jahr des Zugangs sofort aufwandswirksam erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten über 250 und unter 800 Euro werden einzeln aktiviert und im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Selbstgeschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände 10 Jahre
Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 15 Jahre
Grundstücksgleiche Rechte 10 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 1 - 20 Jahre
Andere Anlagen / Betriebs- / Geschäftsausstattung 5 - 10 Jahre

Die Vorräte sind, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren liegen der Ermittlung der Anschaffungskosten im Allgemeinen gleitende Durchschnittspreise zu Grunde. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen werden auf der Grundlage einer detaillierten Kostenrechnung ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch die aktivierungspflichtigen Bestandteile der Gemeinkosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos pauschale Wertberichtigungen vorgenommen. Soweit Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben verbundenen Unternehmen bestanden, werden diese unsaldiert ausgewiesen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr sind, soweit vorhanden, abgezinst.

Die Kassenbestände und Bankguthaben wurden zum Nominalwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Zum Bilanzstichtag bestehen aktive Steuerlatenzen die auf steuerliche Ansätze in dem Sachanlagevermögen (im Wesentlichen Mietereinbauten) und steuerliche Verlustvorträge entfallen sowie passive Steuerlatenzen, die auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens entfallen. Der sich ergebende Passivüberhang von 66 TEUR, was auch der Veränderung zum Vorjahr entspricht, wurde bilanziert. Der zugrunde gelegte kombinierte Steuersatz beläuft sich auf 30,0 %.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sind berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags werden soweit notwendig Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Bei den Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden neben Einzelsachverhalten auch Rückstellungen für pauschale Gewährleistungsrisiken berücksichtigt. Bei Gewährleistungsrisiken wird in der Regel eine dreijährige Verpflichtung zugrunde gelegt. Die erwarteten Gewährleistungsaufwendungen basieren auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Anhand eines ermittelten gewichteten Prozentsatzes, der sich aus der Gegenüberstellung der effektiven Gewährleistungsaufwendungen der letzten drei Jahre zum Vorjahresumsatz ergibt, werden die erwarteten Gewährleistungsaufwendungen errechnet, indem die Prozentsätze auf die gewährleistungspflichtigen Umsätze angewendet werden. Für die Gewährleistungsrückstellungen wird angenommen, dass diese gleichmäßig über den dreijährigen Gewährleistungszeitraum verbraucht werden.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden ist. Im Fall einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellung unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

C. Angaben zur Bilanz

Seit dem Geschäftsjahr 2020 wird das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Anspruch genommen. Es handelt sich dabei um Personal- und Sachkosten, die als Herstellungskosten von sieben selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (Entwicklungsprojekte) des Anlagevermögens nach § 255 Abs. 2a HGB erfasst wurden.

Im Geschäftsjahr beliefen sich die gesamten Entwicklungskosten auf TEUR 3.057 (Vorjahr TEUR 2.746). Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten betrugen TEUR 730 (Vorjahr TEUR 448).

Im Nachfolgenden wird die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen, In der Entwicklung befindliche Schutzrechte Insgesamt
TEUR TEUR TEUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2024 1.203 2.119 3.322
Zugänge 0 730 730
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen (Forschungsförderung) 0 0 0
31.12.2024 1.203 2.849 4.052
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2024 997 0 997
Zugänge 53 2 55
Abgänge 0 0 0
31.12.2024 1.050 2 1.052
Nettobuchwert 31.12.2024 153 2.847 3.000
Nettobuchwert 31.12.2023 206 2.119 2.325

(2) Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte Technische Anlagen / Maschinen Andere Anlagen / Betriebs- / Geschäfts- Ausstattung Anlagen im Bau Insgesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
01.01.2024 1.751 2.915 2.191 0 6.857
Zugänge 0 65 53 2 120
Abgänge 0 0 32 1 33
Umbuchungen 0 0 0 0 0
31.12.2024 1.751 2.980 2.212 1 6.944
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2024 1.751 2.478 1.880 0 6.109
Zugänge 0 87 102 0 189
Abgänge 0 0 28 0 28
Umbuchungen 0 0 0 0 0
31.12.2024 1.751 2.565 1.954 0 6.270
Nettobuchwert 31.12.2024 0 415 258 1 674
Nettobuchwert 31.12.2023 0 437 310 0 747

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 491 TEUR (Vorjahr TEUR 395). Diese betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten einen Wert von TEUR 355 (Vorjahr TEUR 183), der einen Kaufpreiseinbehalt aus Factoring betrifft. Die zum Bilanzstichtag an den Factoring-Dienstleister veräußerten und abgetretenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen machen insgesamt TEUR 2.546 aus (Vorjahr TEUR 762).

(4) Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel enthalten Guthaben bei Kreditinstituten, die zum Nennwert ausgewiesen bzw. zum Devisenkassamittelkurs bewertet wurden.

(5) Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag 200 TEUR und ist voll eingezahlt. Die Geschäftsanteile an der SMART Railway Technology GmbH befinden sich vollständig im Eigentum der Hong Kong Dinghan Holdings Group Co. Ltd, Hongkong, China.

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt 20,6 Mio. Euro.

Die anderen Gewinnrücklagen von insgesamt 26 TEUR basieren auf der Erfassung der Abzinsung im Zuge der BilMoG-Umstellung der handelsrechtlichen Vorschriften für Gewährleistungsrückstellungen.

Es besteht aufgrund der Aktivierung selbsterstellter Vermögensgegenstände des Anlagevermögens eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 2.849 (Vorjahr TEUR 2.119).

(6) Steuerrückstellungen

31.12.2024
TEUR
Körperschaftsteuerrückstellung 2023 28
Rückstellung für Solidaritätszuschlag 2023 1
Gewerbesteuerrückstellung 2023 39
68

(7) Rückstellungen

31.12.2024 31.12.2023
TEUR TEUR
Sonstige Rückstellungen 2.863 1.622
- davon Personalbereich (1.321) (448)
- davon Produktions- und Absatzbereich (1.258) (975)
- davon übrige sonstige Rückstellungen (284) (199)
2.863 1.622

Die Rückstellungen für den Produktions- und Absatzbereich enthalten langfristige Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, die mit einem Abzinsungszinssatz für 1 Jahr von 1,48% und für 2 Jahre mit einem Zins von 1,50% abgezinst wurden.

(8) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeiten-Spiegel dargestellt:

davon Restlaufzeit
2024 Gesamt unter 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.102 836 2.266 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 3.026 3.026 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.194 2.214 3.980 0
Sonstige Verbindlichkeiten 93 93 0 0
davon aus Steuern 87 87 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6 6 0 0
12.415 6.169 6.246 0
davon Restlaufzeit
2023 Gesamt unter 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 758 758 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 1.499 1.499 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.993 2.013 3.980 0
Sonstige Verbindlichkeiten 190 190 0 0
davon aus Steuern 102 102 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 13 13 0 0
8.440 4.460 3.980 0

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 5.068 TEUR (Vorjahr 4.928 TEUR) gegenüber anderen verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.126 TEUR (Vorjahr 1.065 TEUR), die wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten aus Eigentumsvorbehalten. Die restlichen Verbindlichkeiten sind unbesichert.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Absatzmärkte 2024 2023
TEUR TEUR
Inland 7.352 3.151
Europa 13.312 11.132
Drittländer 2.881 2.197
./. Erlösschmälerungen -924 -94
22.621 16.386

Bei den Erlösschmälerungen handelt es sich im Wesentlichen um Skonti.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Vorjahr mit 4.363 TEUR außergewöhnliche Erträge enthalten, die aus dem Verkauf der Knowhow-Rechte an einem Produkt resultierten, das auf dem chinesischen Markt ein wesentlich höheres Wachstumspotenzial hat als auf dem europäischen Markt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 181 TEUR (Vorjahr 281 TEUR).

(11) Materialaufwand

In dem Materialaufwand sind Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer in Höhe von 588 TEUR enthalten (Vorjahr 0 TEUR).

(12) Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Zuschüsse zur betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 53 TEUR (Vorjahr 57 TEUR).

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 3.616 TEUR sind um 313 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Vorjahr 3.303 TEUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Inanspruchnahme externer Dienstleister zurückzuführen.

Unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) ausgewiesen.

(14) Finanzergebnis

2024 2023
TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -153 -174
Zinsaufwand an verbundene Unternehmen -140 -150
-293 -324

In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ist ein Zinsaufwand für Factoring in Höhe von 101 TEUR (Vorjahr 78 TEUR) enthalten. Der Zinsaufwand an verbundene Unternehmen beträgt im laufenden Geschäftsjahr 140 TEUR (Vorjahr 150 TEUR).

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird die Zuführung des passiven latenten Steuerpostens in Höhe von 66 TEUR ausgewiesen.

E. Sonstige Angaben

(16) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat Bankbürgschaften in Summe in Höhe von 1.935 TEUR gegenüber Dritten gegeben (Vorjahr 1.892 TEUR). Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage der Begünstigten nicht gerechnet.

(17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden im Wesentlichen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen. Die künftigen Zahlungen bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge haben folgende Fälligkeiten:

31.12.2024 31.12.2023
TEUR TEUR
Fälligkeit unter 1 Jahr 1.412 1.379
Fälligkeit 1 bis 5 Jahre 2.378 3.563
Fälligkeit über 5 Jahre 0 0
3.790 4.942

Die Verminderung ist im Wesentlichen auf kürzere verbleibende Restlaufzeiten der im Jahr 2023 neu abgeschlossenen Leasingverträge sowie der im Jahr 2023 vereinbarten Verlängerung des Mietverhältnisses bis zum 31. Dezember 2028 zurückzuführen.

(19) Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug:

Bereich 2024 2023
Entwicklung 34 34
Produktion und Service 93 99
Vertrieb und Verwaltung 25 22
152 155
Praktikanten 3 3
Zeitarbeitnehmer 12 1
15 4
167 159

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl wurde zur verbesserten Darstellung unterjähriger Schwankungen nach § 1 Abs. 2 Satz 5 PubIG ermittelt.

(20) Geschäftsführung

Geschäftsführer der SMART Railway Technology GmbH waren bis 22. Februar 2024 Dirk Wimmer, Kassel, und Alexander Schmidt, Kassel.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Februar 2024 wurden die beiden bisherigen Geschäftsführer als Geschäftsführer abberufen. Neuer Geschäftsführer ist Herr WAN Qing, Peking, China.

Die ausgeübten Berufe der Geschäftsführer entsprachen ihrer Organstellung im Geschäftsjahr 2024.

Die in § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB verlangten Angaben werden durch Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 unterlassen.

(21) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den sich nach Verrechnung des Jahresüberschusses ergebenden Bilanzverlust in Höhe von 14.290 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

(22) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten gewesen wäre.

(23) Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird für den kleinsten Konzernkreis in den Konzernabschluss der Hong Kong Dinghan Holdings Group Co. Ltd., Hongkong, China, einbezogen. Der Teilkonzernabschluss der Hong Kong Dinghan Holdings Group Co. Ltd. kann am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden.

Der Jahresabschluss für den größten Konzernkreis wird in den Konzernabschluss der Beijing Dinghan Technology Co. Ltd., Peking, China, einbezogen. Der Konzernabschluss kann ebenfalls am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden.

 

Kassel, 15. April 2025

Die Geschäftsführung

WAN Qing, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1 Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftstätigkeit und Organisation

Die SMART Railway Technology GmbH (weiter genannt SMART) mit Sitz in Kassel / Deutschland ist eine Tochtergesellschaft der Hong Kong DINGHAN Holdings Group Co., Ltd mit Sitz in Hong Kong, China.

Die Geschäftsführung berichtet entsprechend der Geschäftsordnung der Gesellschafterin. Die Unternehmensstrategie wird jährlich im Rahmen der Gesellschafterversammlungen abgestimmt.

Produkte und Dienstleistungen

SMART entwickelt und liefert im Wesentlichen Bordnetzumrichter auf Basis von mittelfrequenter Potentialtrennung für Anwendungen in bzw. auf Schienenfahrzeugen. Das Produktspektrum von SMART reicht von Einzelgeräten wie Batterieladegeräten und Klimaumrichtern bis hin zu kompletten Energieversorgungssystemen für Reisezugwagen und Triebzüge.

Aktuell liefert SMART Bordnetzumrichter der dritten Generation unter dem Produktnamen SMARTconverter3 sowie Umrichter kleinerer Leistung, den SMARTconverter LIGHT. Ergänzt wird das Portfolio durch vielfältige Dienstleistungen im Bereich von Wartung, Betrieb und Reparatur. Neu entwickelte Produkte (z.B. PV2Rail) auch außerhalb des bestehenden Produktportfolios für Schienenfahrzeuge versprechen zusätzliches Wachstum.

Mit mehr als 35 Jahren Erfahrung und einer weltweiten Flotte von mehreren tausend Bordnetzumrichtern zählt SMART zu den führenden internationalen Herstellern in diesem Segment. Alle Produkte können weltweit sowohl bei der Erstausrüstung als auch beim Nachrüsten älterer Fahrzeuge eingesetzt werden.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbssituation

SMART stattet den schienengebundenen Nah- und Fernverkehr mit leistungselektronischen Komponenten und Systemen für Fahrzeughersteller und Bahnbetreiber aus. SMART bedient weltweit die Märkte für Erstausrüstung und für Nachrüstung. Der Schwerpunkt dieses Projektgeschäftes liegt in Europa, jedoch werden auch Projekte in Süd- und Nordamerika und in Asien bedient.

Die Wettbewerbssituation unterlag in den vergangenen Jahren starken Veränderungen. Der Preisdruck in der Bahnindustrie hat zu einer Konsolidierungswelle auf den Wertschöpfungsstufen der Fahrzeughersteller, der Systemlieferanten und der Hersteller von Bordnetzumrichtern geführt. Innerhalb der letzten Jahre wurden alle wesentlichen Wettbewerber der SMART verkauft. Im Jahr 2022 wurde der letzte deutsche Wettbewerber von einem europäischen Konzern übernommen, während andere Konzerne das Geschäft mit Bordnetzumrichtern eingestellt haben.

Strategie und Ziele

Die Strategie von SMART ist es, weltweit eine führende Marktposition bei Bordnetzumrichtern für Schienenfahrzeuge innezuhaben und die bestehende Position bei Technologie, Qualität und Service weiter auszubauen.

Die Erstausrüstung und die Modernisierung von Fahrzeugen werden weiterhin in gleichem Maße bedient, so dass keine Konzentration auf nur eines der beiden Marktsegmente erfolgt.

Das Produktportfolio für die Segmente Metro- und Regionalzüge sowie Intercity- und Hochgeschwindigkeitszüge wird kontinuierlich erweitert und insbesondere mit den Zielen "Erhöhung des Kundennutzens" und "sinkende Herstellkosten" weiterentwickelt. Das Produktportfolio wurde so ausgeweitet, dass auch Projekte aus dem Bereich leichter Schienenfahrzeuge/Straßenbahnen bedient werden können. Mit diesem Produkt wird insbesondere der Modernisierungsmarkt angesprochen. Durch neue, innovative Produkte in den Bereichen Reisezugwagen und Bahninfrastruktur (PV2Rail) wird das Portfolio stetig weiterentwickelt.

Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen im FuE-Bereich für die Weiterentwicklung der Technologie beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf rund 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro). Damit hat die Gesellschaft 13,5 Prozent ihrer Umsatzerlöse in die Fortentwicklung ihrer Kerntechnologie investiert (Vorjahr: 16,8 Prozent).

Die beschlossene Entwicklung eines standardisierten Produktportfolios wurde im Geschäftsjahr 2024 fortgeführt.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft verfügte im Geschäftsjahr 2024 im Jahresdurchschnitt über 167 Mitarbeiter (Vorjahr: 159). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der Belegschaft im Detail:

Bereich 2024 2023
Entwicklung 34 34
Produktion und Service 93 99
Vertrieb und Verwaltung 25 22
152 155
Praktikanten 3 3
Zeitarbeitnehmer 12 1
167 159

Unternehmenssteuerung

2024 verwendete SMART die im Folgenden erläuterten und im Wesentlichen finanzbezogenen Steuerungsgrößen für das operative Geschäft. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Änderungen in der Berechnung der Kennzahlen oder im Steuerungssystem. Um die betriebliche Leistung sachgerechter darzustellen und um einen Vergleich mit internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen zu verbessern, haben wir beginnend im Geschäftsjahr 2020 eigene Entwicklungsleistungen aktiviert.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten alle in der Berichtsperiode an Dritte fakturierten Leistungen.

Operatives Ergebnis (EBIT) / Operative Ergebnismarge

Das operative Ergebnis enthält neben dem Umsatz die Bestandsveränderungen, die aktivierten Eigenleistungen, den Material- und Personalaufwand, die sonstigen betriebsbezogenen und operativen Erträge und Aufwendungen und die Abschreibungen. Mit dieser Kennzahl misst SMART die Ertragskraft des Unternehmens. Um die operative Ergebnismarge zu ermitteln, wird das operative Ergebnis ins Verhältnis zu den gesamten Umsatzerlösen gesetzt.

Nettoumlaufvermögen/Nettoumlaufvermögensquote

Das Management des Nettoumlaufvermögens (Net Working Capital Management) spielt eine wichtige Rolle. Das Nettoumlaufvermögen enthält neben den Vorräten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen innerhalb des Konzernverbundes sind hiervon ausgenommen. Die Außenstände bei Kunden und Lieferanten sowie die Vorräte zur Herstellung der Produkte werden regelmäßig über das Verhältnis zum Umsatz der vergangenen zwölf Monate gemessen.

Investitionen

Investitionen sind ein weiterer wesentlicher Treiber der Unternehmensplanung. Um die Investitionen zu steuern, werden im Rahmen der Jahresplanung Budgets erarbeitet, die die Geschäftsführung in Abstimmung mit dem Gesellschafter im Verlauf des Geschäftsjahres freigibt. Dies gilt insbesondere für größere Investitionsprojekte, die zusätzlich mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung bewertet werden.

Wesentliche Elemente des gesellschaftsinternen Steuerungssystems waren im Berichtszeitraum die wöchentlich stattfindenden Geschäftsführungssitzungen und die monatlichen Ergebnisdurchsprachen.

2 Das Geschäftsjahr 2024

Gesamtwirtschaftliche und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet im Konjunkturbericht Winter 2024 mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - von 3,2 Prozent. Die Weltwirtschaft expandierte in moderatem Tempo. Die im Frühjahr etwas schnellere Gangart hatte sich im Sommer wieder verlangsamt. Insbesondere in Europa blieb die konjunkturelle Dynamik gering und eine nachhaltige Belebung der Konjunktur in China ist nicht eingetreten. Angesichts der wieder geringeren Expansion der globalen Produktion im verarbeitenden Gewerbe kamen von dieser Seite nur schwache Impulse.

Der Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) berichtete im Konjunkturbarometer vom Dezember 2024 für die Monate Januar bis Oktober 2024 von im Vergleich zum Vorjahr mit -9,1 Prozent deutlich rückläufigen in- und ausländischen Auftragseingängen. Auch die reale, also preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland fiel im Gesamtzeitraum von Januar bis einschließlich Oktober um 9,3 Prozent geringer aus als 2023 und der aggregierte Branchenumsatz lag bei 185,3 Mrd. Euro, womit er um 6,3 Prozent niedriger ausfiel als noch im Vorjahr. Die Erzeugerpreise für Elektroprodukte waren im gleichen Zeitraum um 1,6 Prozent höher als vor einem Jahr.

Auch der Verband der Bahnindustrie (VDB) berichtet in einer Presseerklärung vom 15. November 2024 von deutlich rückläufigen Umsätzen von - 17 Prozent im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Auftragseingänge gingen im gleichen Zeitraum mit -32 Prozent noch deutlich stärker zurück. Nach Einschätzung des Präsidenten des VDB Andre Rodenbeck pendeln sich Umsätze und Aufträge nach einem absoluten Rekordhalbjahr 2023 wieder auf ein reguläres Niveau ein. Die Bahnindustrie in Deutschland ist weiterhin auf einem stabilen Kurs.

Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2024 war anfangs geprägt von weiterhin andauernden Störungen in den Lieferketten. Das hat sich im zweiten Halbjahr entspannt, ist aber noch nicht für alle Waren gelöst. Das hat für verspätete Lieferungen von Produkten an unsere Kunden gesorgt.

Zudem wurden auch im Jahr 2024, wie im Jahr 2023, kundenseitige für dieses Jahr vereinbarte Lieferungen in erheblichem Umfang in das Folgejahr verschoben. Besonders betroffen waren Projekte mit europäischen Kunden.

Zwar sind die Preise im Jahr 2024, anders als im Vorjahr nicht mehr oder nur für spezielle Waren gestiegen, aber die anhaltend hohen Preise sorgten für geringere Margen, da die erhöhten Kosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten.

Positiv entwickelt hat sich der Auftragsbestand, zum einen durch seitens der Kunden verschobenen Projekte in Folgejahre, aber auch durch den Verkauf neu entwickelter Produkte.

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Die Ziele für das Geschäftsjahr 2024 konnten erreicht werden.

Der Umsatz lag mit 22,6 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 16,4 Mio. Euro) und lag innerhalb des geplanten Budgets.

Das operative Ergebnis lag mit einem Wert von -1,1 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die außerordentlichen Erträge im Vorjahr aus dem Verkauf von Know-How Rechten zurückzuführen ist.

Das Nettoumlaufvermögen belief sich auf 8,6 Mio. Euro und liegt unter Vorjahresniveau.

Die Investitionen lagen, einschließlich der in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, bei 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro).

Ertragslage

Im Jahr 2024 stiegen die Umsatzerlöse deutlich auf 22,6 Mio. Euro an (Vorjahr: 16,4 Mio. Euro).

Die Umsätze im Inland stiegen um ca. 133 Prozent auf 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro). Die Exportquote lag mit einem Auslandsumsatz von 16,2 Mio. Euro (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro) bei 69 Prozent (Vorjahr: 84,2 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie unfertigen Leistungen um 1,1 Mio. Euro erhöht (Vorjahr +1,8 Mio. Euro). Die aktivierten Eigenleistungen lagen mit 0,7 Mio. Euro ca. 0,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (0,4 Mio.). Dies entspricht 22,6 Prozent der Entwicklungskosten (Vorjahr: 14,8 Prozent).

Somit ist die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2024 mit 24,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr spürbar höher.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert ausschließlich aus dem Verkauf der Know-How Rechte an einem Produkt, das auf dem chinesischen Markt ein wesentlich höheres Wachstumspotenzial hat als auf dem europäischen Markt.

Der Materialaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Mio. Euro auf 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 8,1 Mio. Euro). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr hängt im Wesentlichen mit der höheren Gesamtleistung im Geschäftsjahr und den weiterhin erhöhten Preisen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zusammen. Die Materialaufwandsquote in Relation zur Gesamtleistung lag mit 46,9 Prozent über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 43,7 Prozent).

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2024 bei 10,7 Mio. Euro und damit über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote, gemessen an der Gesamtleistung, sank von 51,9 Prozent im Vorjahr auf 43,6 Prozent im Geschäftsjahr 2024.

Die Abschreibungen betrugen 0,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 3,6 Mio. Euro lagen über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro). Wesentliche Positionen waren neben der Miete, Reisekosten, die Kosten für externe Dienstleistungen für ausgelagerte Funktionen und die Bildung von Rückstellungen für noch zu erwartende Verpflichtungen aus Kundenverträgen.

Das Zinsergebnis lag bei - 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: - 0,3 Mio. Euro).

Das Ergebnis nach Steuern der SMART lag bei -1,4 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (1,9 Mio. Euro), aufgrund des Rückgangs der sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr.

Finanzlage

SMART verfügte zum Stichtag über flüssige Mittel von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro).

Die Gesellschaft verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2024 über ein Eigenkapital von 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote sank und beträgt 29,9 Prozent (Vorjahr: 44,1 Prozent).

Darüber hinaus verfügt SMART über ein festverzinsliches Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 4,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4,0 Mio. Euro).

Der Anteil der Lieferantenkredite am Gesamtkapital beträgt 13,8 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent). Zusätzlich werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen bilanziert.

Der überwiegende Anteil der Rückstellungen in Höhe von 2,9 Mio. Euro der SMART bestand aus Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen sowie Personalrückstellungen.

Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2024 gesichert.

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die bereits genannten Angaben dieses Lageberichts.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen, wesentlich bestehend aus in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenständen, Mietereinbauten, Geschäfts- und Betriebsausstattung und technischen Anlagen, erhöhte sich um 0,6 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro.

Insgesamt lag das Vorratsvermögen mit 12,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2024 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro). Innerhalb des Vorratsvermögens entwickelten sich die Bereiche unterschiedlich. So stiegen die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in der Berichtsperiode von 5,3 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro. Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen stiegen um 0,8 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro). Die Bestände an fertigen Erzeugnissen und Waren lagen mit 1,1 Mio. Euro um 0,3 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Stichtag 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3,1 Mio. Euro). SMART nutzt Factoring, um weiterhin den Kunden die in der Bahntechnikbranche üblichen langen Zahlungsziele von bis zu 90 Tagen zu gewähren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 1,9 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 4,0 Mio. Euro im Jahr 2024 gestiegen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr auf 0,5 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 0,4 TEuro).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, einschließlich der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, stiegen um 3,8 Mio. Euro und beliefen sich zum Stichtag auf 6,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro).

Das Nettoumlaufvermögen belief sich auf 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro) und entsprach damit 38 Prozent vom Umsatz der vergangenen 12 Monate (Vorjahr: 64 Prozent).

Die Bilanzsumme der SMART stieg zum 31. Dezember 2024 in Folge der beschriebenen Effekte auf 22,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,1 Mio. Euro).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt von erheblichen Umsatzverschiebungen seitens unserer Kunden. Dabei wurden keine Aufträge storniert, sondern in Folgejahre verschoben. Der budgetierte Umsatz wurde dennoch erreicht.

Besonders hervorzuheben ist die vollständige Abwicklung eines Großauftrags mit einem Neukunden. Die verkaufte Anzahl an Geräten innerhalb eines Geschäftsjahres war in der bisherigen Geschichte von SMART einmalig und stellt einen wichtigen Meilenstein dar. Die benötigte Kapazität wurde teilweise über Zeitarbeit kompensiert.

Die erhöhten Kosten aus dem Materialeinkauf konnten zu einem Teil an die Kunden weitergegeben werden. Diese Preiserhöhungen konnten die Mehrausgaben für den Einkauf von Materialien nicht kompensieren.

Zur Vermeidung eines negativeren Ergebnisses wurde Ausgaben und Investitionen auf das Notwendigste beschränkt und Einstellungen und Nachbesetzungen verschoben.

Darüber hinaus konnten im Jahr 2024 wieder verschiedene Lieferverträge mit Schienenfahrzeugherstellern geschlossen werden. Die Bestandsprodukte waren gefragt, besonders aber der neu entwickelte SMARTconverter LIGHT und das Batterieladegerät SMARTcharger. Der Auftragsbestand ist auf konstant hohem Niveau (ca. 50,0 Mio. Euro) nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Factoring wurde zur Finanzierung der langlaufenden Kundenzahlungsziele fortgeführt.

Gemeinsam mit der Gesellschafterin wurde im Jahr 2024 aktiv an der Erweiterung des Produktportfolios und der Herstellkosten weitergearbeitet. Während sich der Auftragsbestand dadurch erheblich verbessert hat, konnten die Auswirkungen der Umsatzverschiebungen auf das Jahresergebnis nicht aufgefangen werden. Die Auswirkungen auf die Liquidität wurden durch externe Unterstützung der Gesellschafterin abgefangen. Die Preiserhöhungen bei den Zukaufteilen konnten aufgrund bestehender Lieferverträge nicht umfänglich an die Kunden weitergegeben werden.

Die gesteckten Ziele konnten im Geschäftsjahr erreicht werden. Aufgrund des negativen Jahresergebnisses ist das Geschäftsjahr dennoch nicht zufriedenstellend verlaufen.

3 Risikobericht

Risiko- und Chancenmanagement

Risiko- und Chancenmanagementsystem

Die SMART verfügt über ein eigenständiges Risiko- und Chancenmanagementsystem. Hierin werden quartalsweise alle Risiken und Chancen von den Führungskräften und der Geschäftsführung diskutiert und bewertet. Identifizierte Risiken und Chancen oder eine eventuelle Änderung in der Risikolandschaft werden innerhalb der Geschäftsführung und gegebenenfalls in Abstimmung mit der Gesellschafterin diskutiert und Maßnahmen eingeleitet. Im Nachfolgenden werden die wesentlichen Einzelrisiken und Chancen dargestellt.

Wesentliche Einzelrisiken

Die Marktkonsolidierung ist weitestgehend abgeschlossen. Der letzte deutsche Hersteller von Bordnetzumrichtern wurde 2022 an einen europäischen Konzern verkauft. Damit sind fast alle Hersteller von Bordnetzumrichtern übernommen worden oder sind zumindest dauerhafte Partnerschaften mit großen Systemlieferanten eingegangen. Damit können vollständige Systemlösungen inklusive Bordnetzumrichtern angeboten werden. Das erlaubt eine aggressive Preispolitik für einzelne Komponenten der angebotenen Systemlösungen. Dadurch besteht eine erhebliche Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensplanung, die durch die anhaltenden Lieferkettenprobleme verstärkt wird.

Darüber hinaus verfügen die Systemlieferanten über lokale Niederlassungen und/oder Partnerschaften mit Zugängen zu allen bedeutenden Märkten. Dies gilt auch und insbesondere für Märkte mit gesetzlichen Zugangsbeschränkungen oder Finanzierungsmodellen, die eine lokale Wertschöpfung erforderlich machen. Dies kann bei der SMART zu einem Umsatzverlust und auch zu einem Ertragsausfall durch erforderliche Preisnachlässe führen.

Die Projekte der SMART Kunden sind aufgrund ihrer Größe und Komplexität vielen Risiken ausgesetzt, die diese auch nur zum Teil selbst beeinflussen können. Diese Risiken sind neben oft politisch beeinflussten Finanzierungsfragen insbesondere Verzögerungen bei der Bereitstellung der Infrastruktur oder Änderungen der gesetzlichen Anforderungen. Diese Risiken können einen erheblichen Einfluss auf die Projektlaufzeit nehmen. Kunden der SMART reagieren bei Laufzeitverlängerungen mit Verschiebungen innerhalb der Wertschöpfungskette. Dies kann zum Teil zu erheblichen Umsatzverschiebungen führen, die wiederum Ertragsverschiebungen bewirken.

Als wesentliches Risiko sehen wir die in den letzten Jahren verstärkt auftretenden Projektverschiebungen seitens der Kunden, speziell der Zughersteller. Projekte werden nicht storniert, aber in erheblichem Umfang aus dem Planjahr in das Folgejahr und zum Teil darüber hinaus verschoben.

Für kurzfristige Verschiebungen haben wir im Jahr 2024 mit ersten Kunden deutlich verlängerte "Frozen Zones" vereinbart, also Zeitperioden vor dem geplanten Liefertermin, in der solche Verschiebungen seitens des Kunden nicht gestattet sind. Weitere Vereinbarungen werden im Jahr 2025 angestrebt.

Langfristige Projektverschiebungen sind dem Kunden vertraglich zugesichert. Diese Regelungen können wir im Wesentlichen nicht in fixe Abnahmeverpflichtungen umwandeln.

Als Konsequenz erhöhen wir den Anteil von Projekten, die von solchen Verschiebungen weniger oder nicht betroffen sind. Der Ausbau des Modernisierungsgeschäftes mit Betreibern sowie der Verkauf von Produkten für andere Märkte stützen diesen Kurs.

Wesentliche Chancen

Die durch die Konsolidierung deutlich reduzierte Anzahl von Wettbewerbern bietet neben den Risiken auch Chancen. Die Kunden bauen weiterhin auf Multisourcing-Strategien und bevorzugen Lieferanten, die in keiner Wettbewerbssituation zu ihnen stehen.

Die aktuellen Bordnetzumrichter der SMARTconverter3-Produktpalette sowie die neue SMARTconverter LIGHT-Plattform sind am Markt sehr gut nachgefragt. Die Chance für die Zukunft liegt im weiteren Ausbau der Produktpalette, in der Reduzierung der Herstellkosten und dem Ausbau des Servicegeschäfts, um den breiten Marktanforderungen gerecht zu werden. Für das merklich anziehende Modernisierungsgeschäft ist der SMART Converter LIGHT die geeignete Lösung.

Neue Produktentwicklungen, wie u.a. der PV2Rail bieten zusätzliche Chancen auf neuen Märkten. Vorentwicklungen für Produkte aus weiteren Bahnsegmenten als auch anderen Industrien sind erfolgt und stoßen auf positive Kundenresonanz. Mittel- und langfristig sind daraus steigende Umsätze zu erwarten.

In den letzten Jahren sind durch Corona-Pandemie, Ukraine-Krise und inflationsbedingter genereller Kostenerhöhung die Preise für Zukaufteile massiv gestiegen. Die gestiegenen Kosten wirken sich margenmindernd aus.

Preiserhöhungen bei bestehenden Kunden-Aufträgen konnten umgesetzt werden, kompensieren aber die gestiegenen Kosten nicht vollständig. Preise zukünftiger Projekte wurde deutlich erhöht.

Als wesentliche Chance sehen wir den Einsatz chinesischer Lieferanten, einerseits zur Reduzierung von Einkaufspreisen, andererseits zur Streuung des Risikos regionaler Lieferengpässe. Zusätzliche Einkaufsynergien mit unserer Schwesterfirma in China können dabei genutzt werden.

4 Prognosebericht

Künftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet im Konjunkturbericht Winter 2024 mit einem Anstieg der Weltproduktion im Jahr 2025 von 3,1 Prozent und führt weiter aus, dass die Weltwirtschaft sich in einer Phase mäßiger Dynamik erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit insbesondere durch die neue US-Administration gegenübersieht. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten expandiert, während die konjunkturelle Dynamik in Europa zwar gering bleibt, aber doch allmählich an Fahrt gewinnt. Eine nachhaltige Belebung der Konjunktur in China ist indes angesichts der eingetrübten Perspektiven für die Exporte trotz der inzwischen deutlichen wirtschaftspolitischen Impulse weiter nicht in Sicht. Der Welthandel generell dürfte aber durch die zu erwartenden handelspolitischen Spannungen spürbar gebremst werden.

Der Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) berichtete im Konjunkturbarometer vom Dezember 2024 nach einer ganzen Serie von Rückschlägen von einer leichten Erholung des Geschäftsklimas in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie. Sowohl die aktuelle Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen wurden wieder besser beurteilt als noch im November. Trotzdem verharrt der Klimawert weiterhin im Minus. Für die kommenden sechs Monate gehen 14 Prozent der Mitgliedsunternehmen von anziehenden Geschäften aus. 61 Prozent rechnen mit gleichbleibenden und 25 Prozent mit rückläufigen Aktivitäten.

Der Verband der Bahnindustrie (VDB) sieht in einer Presseerklärung vom 15. November 2024 deutliche Risiken für 2025. Der Präsident des VDB Andre Rodenbeck nennt hier insbesondere die Auswirkungen der Unterfinanzierung des Schienenpersonennahverkehrs und die Unsicherheiten durch die Regierungsbildung hin.

Unabhängig von den Herausforderungen in Deutschland und den teilweise bestehenden politischen Unsicherheiten hat SCI Verkehr mit der im Juni 2024 veröffentlichen Studie "Worldwide Market for Railway Industries" den globalen Bedarf an Gütern und Dienstleistungen für die Bahntechnik bestätigt. Die Studie benennt einen global stabilen Markt für die Bahntechnik von 200 Milliarden EUR jährlich und prognostiziert ein dynamisches Wachstum von 4 Prozent pro Jahr bis zum Ende des Jahrzehnts.

Künftige Ausrichtung der Gesellschaft

SMART Railway Technology GmbH bleibt trotz angespannter finanzieller Lage bei ihrem konsequenten Wachstumskurs, nämlich der Erweiterung der Produktpalette mit dem gleichzeitigen Fokus auf Herstellkostenreduktion. Dabei steht kurzfristig vor allem die Lieferung von Umrichtern für Modernisierungen sowie die Belieferung für den stark zunehmenden Bedarf von Reisezugwagen im Fokus. Mittelfristig wird das Portfolio um andere Märkte innerhalb der Bahnindustrie erweitert.

Die gestiegenen Rohstoffpreise wurden im Jahr 2024, zumindest teilweise, an die Kunden weitergereicht. Dies wird im Jahr 2025 fortgesetzt.

Die Nutzung von Beschaffungssynergien mit dem Mutterkonzern wird im Jahr 2025 erweitert.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft

Als einer der technologisch führenden europäischen Hersteller für Bordnetzumrichter bleibt SMART weiterhin gut am Markt positioniert, was der hohe Auftragsbestand in den letzten Jahren zeigt.

Die kontinuierliche Senkung der Herstellkosten und die Weitergabe von Preiserhöhungen an die Kunden werden zur Wiedererlangung des ursprünglichen Margenniveaus führen.

Der Ausbau der Produktpalette, insbesondere der Abschluss der Entwicklung eines Umrichters kleiner Leistung, den SMARTconverter LIGHT, eines modularen Batterieladegerätes, den SMARTcharger, eines von Kunden vielseitig einsetzbaren Eingangsumrichters stoßen auf breites Interesse bei Bestands- und Neukunden. Bereits abgeschlossene sowie in Arbeit befindliche Kundenverträge für diese Geräte sichern zukünftige Umsätze und Erträge. Weiteres Potenzial bietet der wachsende Einsatz leistungselektronischer Komponenten im Güterverkehr und in der Bahn-Infrastruktur.

Im Jahr 2024 hat SMART eine neue Produktentwicklung zur Marktreife gebracht, die ein erhebliches Umsatzpotential für Folgejahre verspricht.

Auf Basis des Budgets und unter der Annahme, dass die Auswirkungen der Preiserhöhungen von Zukaufteilen keine weiteren negativen Einflüsse, als die bereits eingeplanten haben, geht die Geschäftsführung für 2025 von mehr als 10 Prozent Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr aus. Das prognostizierte Jahresergebnis wird sich dadurch spürbar verbessern und voraussichtlich ausgeglichen sein.

Ein wesentlicher Einflussfaktor auf das Ergebnis, ist in die konsequente Weiterführung der Wachstumsstrategie und die damit verbundenen Investitionen in die Entwicklung und den Vertrieb neuer Produkte. Die Wachstumsstrategie ist mit dem Gesellschafter abgestimmt und wird von diesem gestützt.

Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2025 von steigenden Umsatzerlösen und einem besseren operativen Ergebnis aus.

Das Nettoumlaufvermögen und die Investitionen werden sich absolut auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegen.

 

Kassel, 15. April 2025

Die Geschäftsführung

WAN Qing, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SMART Railway Technology GmbH, Kassel

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der SMART Railway Technology GmbH, Kassel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SMART Railway Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, 16. April 2025

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