Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 620506
Vorher
G L W - Elektrotechnische Bauteile Kunststoffverarbeitung GmbH
Eingetragen
1.8.1989
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Herstellung und der Vertrieb von Werkzeugen, Kunststoffteilen und Sondermaschinen, sowie elektrischer Bauelemente und Steuerungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Weiland
seit 4.1.2021
Geschäftsführer
Leonie Schelling
seit 4.1.2021
Geschäftsführer
Florian Geier
seit 5.3.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
25.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

88353 Kißlegg
50.000 €
50.00%
88239 Wangen
27.500 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GLW GmbH

Kißlegg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die GLW GmbH ist ein international tätiges, mittelständisches Unternehmen. Es ist eines der führenden Hersteller für Aderendhülsen (Elektrokontakte) und Hersteller für Konfektionsmaschinen zur Kabelbearbeitung. Die Produkte werden in den Bereichen Elektro- und Anlagentechnik, erneuerbare Energien, Luftfahrt sowie Medizintechnik verwendet.

Das Unternehmen ist inhabergeführt. Es legt seine Schwerpunkte auf den weltweiten Vertrieb von qualitativ hochwertigen Produkten. Die Firma beschäftigt ca. 100 Mitarbeiter und ist in über 40 Ländern weltweit über Vertriebspartner vertreten. Im Geschäftsjahr wurde aus Vertriebszwecken zusammen mit einer natürlichen Person eine Gesellschaft in Thailand gegründet. Sämtliche Produkte werden in Deutschland entwickelt und produziert.

1. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 hat GLW das Ziel verfolgt, den Kundennutzen durch Effizienzvorteile zu maximieren und die Produkte zu einer hohen Qualität und Leistungsfähigkeit sowie zu einem wettbewerbsfähigen Preis anzubieten. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken, investiert das Unternehmen erheblich in Forschung und Entwicklung. Durch diese strategische Ausrichtung werden innovative Ansätze und Technologien gefördert, die eine starke Basis für langfristiges Wachstum und Marktkonformität schaffen. Die kontinuierlichen Investitionen in F&E unterstützen GLW darin, den technologischen Fortschritt voranzutreiben und die Produkte an die sich wandelnden Marktanforderungen anzupassen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 zeigt sich die weltwirtschaftliche Lage von geopolitischen Spannungen, einer hohen Inflation und steigenden Zinsen geprägt, die zu Unsicherheiten in der globalen Nachfrage und Investitionstätigkeit geführt haben. In vielen Ländern stehen Unternehmen vor der Herausforderung, steigende Kosten, insbesondere für Energie und Rohstoffe, zu kompensieren, was die Margen in nahezu allen Branchen belastet. Die Elektrotechnik- und Anlagenbaubranche ist hierbei besonders betroffen, da sie auf eine stabile Versorgung mit Rohstoffen und Vorprodukten angewiesen ist.

Trotz dieser Herausforderungen erholt sich die Wirtschaft in einigen wichtigen Märkten allmählich, und es gibt Anzeichen für eine leichte Stabilisierung der Lieferketten. Diese Erholung und die zunehmende Investitionstätigkeit im Bereich erneuerbarer Energien bieten neue Wachstumschancen für Unternehmen der Elektrotechnik und des Anlagenbaus. Auch die Digitalisierung und der Trend zu intelligenten Technologien werden von staatlichen Förderungen und Förderprogrammen begleitet, die das Wachstum der Branche zusätzlich unterstützen können.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen für Elektrotechnik und Anlagenbau

Die Elektrotechnik- und Anlagenbaubranche befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel, der durch Megatrends wie die Digitalisierung, Elektrifizierung und den Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz geprägt ist. Der Übergang zu klimaneutralen Technologien und der steigende Bedarf an effizienteren Energielösungen führen zu einer wachsenden Nachfrage nach innovativen elektrotechnischen Produkten und Anlagen. Diese Trends eröffnen erhebliche Chancen, erfordern jedoch auch eine kontinuierliche Anpassung und Modernisierung bestehender Lösungen.

Gleichzeitig hat der Wettbewerb im globalen Markt zugenommen, vor allem aufgrund von technologischen Fortschritten und der stetigen Entwicklung neuer Player, insbesondere aus Asien. Dies setzt Unternehmen wie GLW unter Druck, um technologisch und preislich wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Branche profitiert jedoch von staatlichen Initiativen zur Förderung nachhaltiger Technologien, die Anreize für Investitionen in emissionsarme und energieeffiziente Systeme schaffen.

Insgesamt besteht eine hohe Nachfrage nach Lösungen, die nicht nur effizienz- und leistungsorientiert, sondern auch nachhaltig und ressourcenschonend sind. Die Investitionen von GLW in Forschung und Entwicklung sind daher eine zentrale Voraussetzung, um in diesem dynamischen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und langfristiges Wachstum zu sichern.

3. Geschäftsverlauf

Wir sind mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden. Das Unternehmen konnte im vergangenen Geschäftsjahr erneut einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnen und somit das Wachstum weiter vorantreiben. Die geplanten Umsatzerlöse sowie der geplante Jahresüberschuss konnten übertroffen werden. Der bestehende Auftragsrückstand, der in den letzten Jahren durch Materialengpässe entstanden war, konnte schrittweise abgebaut werden, was zu einer Verbesserung der Lieferfähigkeit führte.

Die gestiegenen Materialkosten führten jedoch zu einer angespannten Margensituation. Aufgrund des intensiven Wettbewerbsdrucks war es nur begrenzt möglich, diese Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Gleichzeitig belasteten hohe Lohnabschlüsse die Kostenstruktur zusätzlich und erhöhten den finanziellen Druck auf das Unternehmen.

Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, haben wir gezielt in moderne Anlagentechnik investiert. Diese Investitionen verschaffen uns Effizienzvorteile und verringern nicht nur unsere Produktionskosten, sondern auch die Energiekosten, was wiederum einen positiven Beitrag zu den Klimaschutzzielen des Unternehmens leistet. Zudem wurden im Bereich des Personals Arbeitsabläufe optimiert, um Kosteneinsparungen zu realisieren und die Produktivität zu steigern.

Dank dieser Maßnahmen konnten wir ein positives Jahresergebnis erzielen und sind zuversichtlich, dass wir damit unsere langfristigen Unternehmensziele weiterhin erfolgreich verfolgen können.

4. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut.

b) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis 3.846,1 3.302,9 543,2 16,4
Finanzergebnis -29,8 -141,3 111,4 78,9
Steuerergebnis 1.075,2 914,7 160,5 17,5
Jahresergebnis 2.741,1 2.247,0 494,1 22,0

Nach den stark gestiegenen Materialpreisen im Vorjahr hat sich die Lage an den Märkten weitestgehend stabilisiert. Die Rohstoff- und Bauteileversorgung ist gesichert. Um die Lieferfähigkeit auszubauen, wurden die Lagerkapazitäten stetig erhöht. Die Materialeinsatzquote lag bezogen auf die Gesamtleistung bei 40,51 % und damit nur ca. 0,36 %-Punkte über dem Vorjahr, was auf die genannte Stabilisierung der Materialpreise hindeutet. Daraus lässt sich jedoch auch ableiten, dass Preissteigerungen wie beschrieben nur schwer umsetzbar waren und der Anstieg der Umsatzerlöse insbesondere durch eine höhere Ausbringungsmenge begründet werden kann. Absolut betrachtet hat sich die Gesamtleistung um T€ 1.543 auf T€ 20.999 erhöht.

Die Personalaufwendungen enthalten Einmalzahlungen an die Mitarbeiter, um die Auswirkungen der hohen Inflationsrate abzufedern. Ohne Berücksichtigung dieser Einmalzahlungen sowie der weiteren Veränderungen aus den Personalrückstellungen beläuft sich der Personalaufwand auf T€ 5.681 und bewegt sich damit auf Vorjahresniveau.

Raumkosten veränderten sich aufgrund gefallener Energiekosten um T€ -107,3 (-13,1 %), Reparaturen und Instandhaltungen veränderten sich um T€ 45,2 (10,1 %). Aufgrund der Steigerung unserer Vertriebsaktivitäten haben sich die Fahrzeugkosten um T€ 62,2 (69,8 %) und Werbe- und Reisekosten um T€ 87,3 (331,1 %) erhöht.

Getrieben durch den starken Anstieg der Umsatzerlöse konnten wir den Jahresüberschuss um T€ 494 auf T€ 2.741 steigern.

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen. Es ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich nach bedarfsgesteuerten und zeitlich relativ kurzen Bestellungsvorläufen. Diese sind daher keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßige Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße.

b. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Es stehen ausreichende finanzielle Mittel und Kontokorrentrahmen zur Verfügung. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Dieser Prozess wird durch ein systemgesteuertes Mahnwesen unterstützt.

c. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.313,9 erhöht. Das Anlagevermögen ist von T€ 4.526,6 auf T€ 5.109,2 gestiegen und das Umlaufvermögen von T€ 11.515,8 auf T€ 12.179,4.

Die Erhöhung des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen. Diesen stehen Abschreibungen im Anlagevermögen in Höhe von insgesamt T€ 735,0 gegenüber.

Der Aufbau der Lagerkapazitäten führte zu einem starken Anstieg der Vorräte T€ 1.456,8 (27,9 %). Die Lieferzeiten in vielen Produktgruppen konnten reduziert werden, was zu einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit führte.

Die Eigenkapitalquote beträgt 67,6 % und ist gegenüber dem Vorjahr mit 56,1 % gestiegen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten halten wir stabil.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

- Umsatzentwicklung,

- Betriebsergebnis und

- Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsatzrendite und die Entwicklung des Betriebsergebnises heran.

III. Prognosebericht

Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den heutigen Erwartungen und Einschätzungen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten und Ergebnisse aus.

Für 2024 geht die Europäische Kommission von einem sehr geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur noch 0,3 % aus. Damit würde Deutschland das langsamste Wachstum unter den Euro-Ländern verzeichnen. Für den Euroraum prognostizierte die EU-Kommission ein BIP-Wachstum von 0,8 %. Diese Prognose wurde nach unten korrigiert, was auf eine allgemeine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik in der Region hindeutet.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartete für 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,0 %. Diese Prognose lag unter dem langfristigen Durchschnitt von 3,8 % pro Jahr, der von 2000 bis kurz vor der Corona-Pandemie verzeichnet wurde.

Im Bereich der Verbrauchsgüter rechnen wir aufgrund der negativen wirtschaftlichen Einschätzungen und der verhaltenen Wachstumsprognosen für Deutschland, Europa und weltweit mit einem Rückgang der Absatzzahlen. Die Händler werden voraussichtlich ihre Lagerbestände so gering wie möglich halten, um ihre Kapitalbindung zu reduzieren. Dieses vorsichtige Einkaufsverhalten wird sich auf die Verkaufszahlen unserer Verbrauchsgüter auswirken und zu einer verringerten Nachfrage führen.

Im Bereich der Investitionsgüter hingegen rechnen wir mit stabilen Absatzzahlen. Die anhaltende Derisking-Strategie vieler internationaler Unternehmen führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Anlagen und Investitionsgütern, die eine risikofreie und stabile Wertschöpfung unterstützen. Zudem bleibt der Fachkräftemangel ein entscheidender Faktor, der dazu führt, dass Unternehmen vermehrt in Automatisierung und effiziente Anlagenlösungen investieren, um ihre Produktivität langfristig zu sichern. Diese Trends stützen unsere Erwartungen an eine stabile Nachfrage und bieten Chancen für ein solides Wachstum in diesem Segment.

Diese Entwicklung führt zu einer differenzierten Marktausrichtung unserer Vertriebsstrategien, um den spezifischen Anforderungen und Potenzialen in beiden Bereichen gerecht zu werden.

Insgesamt gehen wir in unserer Planung für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einem deutlichen Umsatzrückgang und einem deutlich verminderten Jahresüberschuss aus. Die vorläufigen Zahlen des Jahres 2024 bestätigen unsere Einschätzung.

Da auch in 2025 das Ende des wirtschaftlichen Abschwungs nicht absehbar ist, gehen wir von leicht rückläufigen Umsatzerlösen und einem entsprechend niedrigeren Jahresüberschuss im Vergleich zu dem Jahr 2024 aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

5. Risikobericht

Auch im Jahr 2024 bleibt die hohe Inflation eine Herausforderung in vielen großen Volkswirtschaften. Steigende Finanzierungskosten durch Zinserhöhungen belasten Investitionen und dämpfen die Konsumnachfrage, was insbesondere Unternehmen in investitionsintensiven Branchen betrifft.

Schwankungen der Energie- und Rohstoffpreise setzen Produktionskosten unter Druck und erschweren die Planungssicherheit. Energieintensive Branchen sind besonders betroffen, da volatile Preise die Gewinnmargen belasten und Risiken in der Produktion erhöhen.

Die politischen Spannungen zwischen den globalen Großmächten wie den USA, der EU, China und Russland fragmentieren den internationalen Markt weiter. Wirtschaftssanktionen, Zölle und Exportrestriktionen belasten die globalen Lieferketten und erschweren langfristige Planungen, besonders in strategisch wichtigen Branchen wie der Technologie- und Automobilindustrie.

Konflikte wie in der Ukraine, in Nahost oder potenzielle Spannungen in Ostasien (z. B. um Taiwan) erhöhen die Unsicherheiten für international tätige Unternehmen, da diese Konflikte Versorgungsketten unterbrechen und Investitionen belasten können.

Die Wirtschaftspolitik in Deutschland stellt 2024 eine wachsende Herausforderung dar. Ein hohes Maß an Bürokratieanforderungen, eine mangelhafte Digitalisierung und der Investitionsstau der öffentlichen Hand belasten zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Die hohen bürokratischen Hürden behindern besonders kleine und mittelständische Unternehmen in ihrer Flexibilität und Innovationskraft. Darüber hinaus fehlen Investitionen in digitale Infrastrukturen und moderne Verwaltungsprozesse, was zu Effizienzverlusten und Verzögerungen in der Geschäftstätigkeit führt.

Eine klare, zukunftsorientierte Strategie zur Überwindung dieser Hindernisse ist aus der Politik derzeit nicht erkennbar. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie zunehmend auf Eigeninitiative angewiesen sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben und bürokratische Auflagen eigenständig zu managen. Diese Rahmenbedingungen verlangsamen notwendige Modernisierungsprozesse und stellen langfristig ein Risiko für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen dar.

Der anhaltende Fachkräftemangel stellt für unser Unternehmen ein erhebliches Wachstumshindernis dar. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben wir eine umfassende Ausbildungsoffensive gestartet und setzen auf eine gezielte Anwerbung qualifizierter Bewerber über verschiedene Kanäle. Dabei legen wir großen Wert darauf junge Talente frühzeitig zu fördern und weiterzuentwickeln, um den Bedarf an Fachkräften langfristig aus unseren eigenen Reihen zu decken. Zusätzlich nutzen wir innovative Rekrutierungsstrategien und eine breit gefächerte Ansprache über Online-Plattformen, soziale Netzwerke und direkte Kontakte, um motivierte Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen.

6. Chancenbericht

Im Jahr 2024 eröffnen sich für unser Unternehmen Wachstumschancen, insbesondere im Bereich Investitionsgüter, die durch strategische Veränderungen bei internationalen Unternehmen zunehmend nachgefragt werden. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Derisking-Strategie, die viele globale Unternehmen aufgrund zunehmender geopolitischer Unsicherheiten und Marktvolatilität verfolgen. Um die Risiken in den Lieferketten möglichst gering zu halten, werden die Produktionskapazitäten dezentralisiert und Fertigungsstätten in verschiedenen geografischen Regionen aufgebaut. In diesem Zuge steigt die Nachfrage nach Investitionsgütern wie Produktionsanlagen und Automatisierungslösungen. Unsere Produktpalette deckt diese Bereiche ab und kann somit wesentlich zur Risikominimierung und Stabilisierung der Produktion unserer Kunden beitragen.

Der anhaltende Fachkräftemangel bietet unserem Unternehmen im Bereich der Investitionsgüter Wachstumschancen. Unternehmen aller Branchen sehen sich zunehmend gezwungen, durch Automatisierung und optimierte Anlagenlösungen die Produktivität zu steigern und Abhängigkeiten von knappen Fachkräften zu verringern. In dieser Situation wird die Nachfrage nach hochwertigen und effizienzsteigernden Investitionsgütern weiter steigen.

7. Gesamtaussage

Es sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens substanziell gefährden. Das praktizierte Risikomanagement ermöglicht es, Risiken zeitnah zu erfassen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf dem Management von finanziellen Risiken und Marktrisiken sowie auf der Identifikation von unternehmerischen und technologischen Chancen.

Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-hows und unserer Innovationskraft sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen realisieren und den Herausforderungen, die sich aus den vorgenannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.

Aus dem für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Cashflow werden sowohl die zu leistenden Tilgungen auf Verbindlichkeiten als auch die Investitionen finanziert werden können, sodass die Inanspruchnahme eingeräumter Kreditlinien nicht erforderlich sein wird.

 

Kißlegg, den 18. März 2025

Florian Geier

Leonie Schelling

Felix Weiland

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.109.167,57 4.526.550,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 18.005,00 29.767,00
II. Sachanlagen 4.179.634,19 3.619.705,44
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.448.262,81 1.927.451,81
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.567.064,77 1.404.820,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 164.305,61 287.432,63
III. Finanzanlagen 911.528,38 877.077,58
1. Beteiligungen 13.218,57
2. Sonstige Finanzanlagen 898.309,81 877.077,58
B. Umlaufvermögen 12.179.446,91 11.515.753,93
I. Vorräte 6.673.450,29 5.216.635,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.124.078,15 3.079.643,46
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.120,42
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.086.957,73 3.079.643,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.381.918,47 3.219.475,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103.084,06 35.516,56
Summe Aktiva 17.391.698,54 16.077.820,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.758.005,51 9.016.889,75
I. Gezeichnetes Kapital 110.000,00 110.000,00
II. Kapitalrücklage 120.831,86 120.831,86
III. Gewinnrücklagen 400.000,00 400.000,00
IV. Gewinnvortrag 8.386.057,89
V. Jahresüberschuss 2.741.115,76
VI. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 8.386.057,89
davon Gewinn-/Verlustvortrag 6.193.582,23
B. Rückstellungen 3.652.224,77 4.120.760,15
C. Verbindlichkeiten 1.981.468,26 2.940.170,61
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.467,87 60.025,58
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.948.000,39 2.880.145,03
Summe Passiva 17.391.698,54 16.077.820,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.691.959,55 11.761.503,41
2. Personalaufwand 5.790.266,10 5.686.208,75
a) Löhne und Gehälter 5.052.731,49 4.948.653,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 737.534,61 737.554,83
davon für Altersversorgung -106.537,01 -73.372,23
3. Abschreibungen 735.041,18 698.322,84
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 735.041,18 698.322,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.318.503,69 2.072.344,16
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.370,25 0,06
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 27.472,56 13.201,05
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.635,24 9.272,34
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 19.216,42 32.399,11
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 74.720,59 131.341,63
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.075.162,87 914.694,65
10. Ergebnis nach Steuern 2.743.156,50 2.248.665,66
11. sonstige Steuern 2.040,74 1.690,00
12. Jahresüberschuss 2.741.115,76 2.246.975,66
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.193.582,23
14. Ausschüttung 54.500,00
15. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 8.386.057,89

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: GLW GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kißlegg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ulm
Register-Nr.: 620506

Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Im Geschäftsjahr wurde der Ausweis eines wesentlichen Vorratsartikels (Aderendhülsen) aufgrund einer abweichenden Zuordnungsauffassung im Vergleich zum Vorjahr geändert. Bei unveränderter Zuordnungsauffassung hätte sich im Geschäftsjahr eine Erhöhung der fertigen Erzeugnisse und Waren in Höhe von Euro 845.411,64 zu Lasten der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe (Euro 143,18) und unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen (Euro 845.268,46) ergeben

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und im Nutzungszeitraum von drei Jahren linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer und geometrisch degressiver Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen Euro 250,00 und Euro 800,00 wurden im Erwerbsjahr aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände bis zu einem Wert von Euro 250,00 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern der beizulegende Wert am Abschlussstichtag unter den Anschaffungskosten lag wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Zahlungsmittel sind grundsätzlich mit dem Nennwert, unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken, bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde außerdem durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristig fällige Forderungen und Verbindlichkeiten (< 1 Jahr) sowie Zahlungsmittel in Fremdwährung werden zu den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel - gesonderte Anlage - ersichtlich; ebenso wie die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 318.468,03 7.688,89 9.770,68
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 318.468,03 7.688,89 9.770,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.638,33 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.357.769,81 194.087,65 109.069,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.799.522,79 355.395,36 120.282,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 287.432,63 742.953,26 0,00
Summe Sachanlagen 9.447.363,56 1.292.436,27 229.351,27
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 13.218,57 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 911.552,49 245.748,59 210.825,37
Summe Finanzanlagen 911.552,49 258.967,16 210.825,37
Summe Anlagevermögen 10.677.384,08 1.559.092,32 449.947,32
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 316.386,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 316.386,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.638,33
2. technische Anlagen und Maschinen 816.100,28 6.258.888,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.980,00 4.084.616,04
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -866.080,28 164.305,61
Summe Sachanlagen 0,00 10.510.448,56
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 13.218,57
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 946.475,71
Summe Finanzanlagen 0,00 959.694,28
Summe Anlagevermögen 0,00 11.786.529,08
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 288.701,03 19.448,89 9.768,68 0,00 298.381,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 288.701,03 19.448,89 9.768,68 0,00 298.381,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.637,33 0,00 0,00 0,00 2.637,33
2. technische Anlagen und Maschinen 3.430.318,00 489.375,93 109.068,16 0,00 3.810.625,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.394.702,79 226.216,36 103.367,88 0,00 2.517.551,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.827.658,12 715.592,29 212.436,04 0,00 6.330.814,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 34.474,91 19.216,42 0,00 0,00 53.691,33
Summe Finanzanlagen 34.474,91 19.216,42 0,00 0,00 53.691,33
Summe Anlagevermögen 6.150.834,06 754.257,60 222.204,72 0,00 6.682.886,94
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 18.005,00 29.767,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 18.005,00 29.767,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1,00 1,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.448.262,81 1.927.451,81
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.567.064,77 1.404.820,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 164.305,61 287.432,63
Summe Sachanlagen 0,00 4.179.634,19 3.619.705,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 13.218,57 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.525,43 898.309,81 877.077,58
Summe Finanzanlagen 5.525,43 911.528,38 877.077,58
Summe Anlagevermögen 5.525,43 5.109.167,57 4.526.550,02

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 2.200,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Pensionsrückstellungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 19.816,00 EUR (VJ 92.331,00 EUR). Dieser Betrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Zur Absicherung der Verpflichtungen aus den Pensionszusagen wurden Wertpapierdepots und Girokonten verpfändet. Diese Vermögensgegenstände sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich zur Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens wurde aus den Börsenkursen am Abschlussstichtag abgeleitet.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 2.182.686,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 262.492,98
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 277.290,23
verrechnete Zinsaufwendungen 39.127,00
verrechnete Zinserträge -16.135,25

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere gebildet für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Archivierungskosten, Rechts-, Abschluss- und Prüfungskosten sowie sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Damit ist allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 978.929,84 EUR (Vorjahr: 949.956,10 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 33.467,87 EUR. Es handelt sich in voller Höhe um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Sicherungsübereignung einer Maschine.

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 33,5 26,9 6,6 0,0
gegenüber Kreditinstituten Vorjahr 60,0 26,2 33,8 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 642,9 642,9 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen Vorjahr 664,1 664,1 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.305,1 326,2 0,0 978,9
sonstige Verbindlichkeiten Vorjahr 2.216,0 1.266,1 0,0 949,9
Summe 1.981,5 996,0 6,6 978,9
Summe Vorjahr 2.940,2 1.956,4 33,8 949,9

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Miet- und Leasingverträge abgeschlossen, diese haben eine Laufzeit zwischen 1 und 3 Jahren. Der jährliche Aufwand beträgt insgesamt 533.241,68 EUR, hochgerechnet auf die Laufzeit 663.576,30 EUR.

Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 39.127,00 EUR (Vorjahr 41.876,00).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 84,00
Angestellte 18,00
leitende Angestellte 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 105,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 79,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 26,00

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Florian Geier Kißlegg Geschäftsführer der Gesellschaft für den Bereich Vertrieb
Leonie Schelling Wangen im Allgäu Geschäftsführerin der Gesellschaft für den Bereich Finanzen
Felix Weiland Wangen im Allgäu Geschäftsführer der Gesellschaft für den Bereich Technik

Unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführer verzichtet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
GLW Asia Ltd., Bangkok/Thailand 48,95% -29.956,70 -3.649,16

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn in Höhe von 11.127.173,65 EUR, bestehend aus Jahresüberschuss in Höhe von 2.741.115,76 EUR. und Gewinnvortrag in Höhe von 8.386.057,89 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Kißlegg, 18. März 2025

Florian Geier

Leonie Schelling

Felix Weiland

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.04.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GLW GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GLW GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GLW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Pforzheim, 18. März 2025

H+W Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Patrick König, Wirtschaftsprüfer

Andreas Riethmaier, Wirtschaftsprüfer

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