ALS AutoLeasing-Service GmbH

Wiesenstraße 15, 37170 Uslar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 130188
Eingetragen
20.9.1988
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Durchführung von Leasinggeschäften sowie solcher Geschäfte, die diesem Zweck dienlich sein könnten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolai Specht
seit 2.1.2024
Geschäftsführer
Stefan Freiboth
seit 28.8.2018
Prokura
Maik Siebrecht
seit 14.8.2007
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALS AutoLeasing-Service GmbH

Uslar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ALS AutoLeasing-Service GmbH, Uslar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ALS AutoLeasing-Service GmbH, Uslar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALS AutoLeasing-Service GmbH, Uslar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 30. Mai 2024

Greis & Brosent GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Brosent, Wirtschaftsprüfer

BILANZ zum 31. Dezember 2023

ALS AutoLeasing-Service GmbH, Uslar

AKTIVA

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 12.381,12 5.474,72
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.462.095,58 493.695,37
4. Forderungen an Kunden 845.819,63 732.531,93
10a. Leasingvermögen 66.096.416,61 55.269.641,57
11. Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.075,00 89.435,00
12. Sachanlagen 3.614,00 10.685,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 526.621,25 777.479,30
15. Rechnungsabgrenzungsposten 194.274,99 240.425,37
69.223.298,18 57.619.368,26

PASSIVA

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 53.500.000,00 43.564.526,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 426.015,43 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.380.210,74 3.040.148,66
6. Rechnungsabgrenzungsposten 2.974.276,97 2.864.866,93
7. Rückstellungen
b) Steuerrückstellungen 99.091,15 0,00
c) andere Rückstellungen 49.147,00 42.877,00
148.238,15 42.877,00
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
b) Kapitalrücklage 3.072,86 3.072,86
c) Gewinnrücklagen
cd) andere Gewinnrücklagen 5.103.876,09 4.651.380,26
d) Bilanzgewinn 687.607,94 452.495,83
8.794.556,89 8.106.948,95
69.223.298,18 57.619.368,26

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

ALS AutoLeasing-Service GmbH, Uslar

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Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
01. Leasingerträge 32.797.455,21 27.729.399,05
02. Leasingaufwendungen -15.647.380,10 17.150.075,11 -13.095.058,23
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 238,00 0,00
2. Zinsaufwendungen -2.320.171,00 -2.319.933,00 -885.706,58
6. Provisionsaufwendungen -229.564,53 0,00
8. Sonstige betriebliche Erträge 57.471,02 69.482,37
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -204.704,72 -246.945,58
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -41.141,49 -245.846,21 -50.074,14
b) andere Verwaltungsaufwendungen -189.763,60 -435.609,81 -176.371,43
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen -13.234.221,09 -12.433.446,39
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -13.323,98 -13.247.545,07 -20.512,37
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 -185.325,05
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Leasinggeschäft 0,00 -62.246,23
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Leasinggeschäft 2.603,98 0,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 977.497,70 643.195,42
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -289.799,61 -190.709,02
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -90,15 -289.889,76 9,43
27. Jahresüberschuss 687.607,94 452.495,83
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 452.495,83 589.385,53
32. Einstellung in Gewinnrücklagen d) in andere Gewinnrücklagen 452.495,83 589.385,53
452.495,83 589.385,53
34. Bilanzgewinn 687.607,94 452.495,83

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

ALS AutoLeasing-Service GmbH, Uslar

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der vorliegende Jahresabschluss der ALS AutoLeasing-Service GmbH (ALS GmbH), Sitz: Uslar, beim Amtsgericht Göttingen unter HRB 130188 geführt, ist nach den gesetzlichen Bestimmungen unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Mit dem am 25. Dezember 2008 in Kraft getretenen Jahressteuergesetz 2009 (JStG 2009) wurde gemäß Artikel 27 JStG der Katalog der Finanzdienstleistungen gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG unter anderem um den Abschluss von Finanzleasingverträgen als Leasinggeber erweitert und steht demnach unter dem Erlaubnisvorbehalt der BaFin nach § 32 Abs. 1 KWG.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für alle Kaufleute geltenden Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB (§§ 238ff.) und den maßgebenden für Kapitalgesellschaften des HGB (§§ 264ff.) aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute in Verbindung mit den Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft hat jedoch unabhängig von ihrer Größe und Rechtsform nach § 340a Abs. 1 HGB die für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften anzuwenden. Gemäß § 340a Abs. 2 HGB sind bestimmte allgemeine Vorschriften nicht anwendbar, an ihre Stelle treten besondere Vorschriften der RechKredV.

Abweichend vom allgemeinen Gliederungsschema des HGB sind Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV nach den diesbezüglichen Formblättern 1 bis 3 der RechKredV zu gliedern unter Beachtung der besonderen Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Ansatz und die Bewertung erfolgen nach den handelsrechtlichen Bestimmungen und unter besonderer Beachtung der Bewertungsvorschriften für Finanzinstitute.

Die Forderungen werden zum Nennbetrag ausgewiesen. Die den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen - berechnet mit 1% des Forderungsbestandes zum Jahresende unter Außerachtlassung der Forderungen an nahestehende Unternehmen - ausreichend Rechnung getragen.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über 2 bis 15 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen und das Leasingvermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und im Anschaffungsjahr pro rata temporis um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Bei der Bemessung der Abschreibungen werden die voraussichtlichen Nutzungsdauern über 3 bis 20 Jahre zugrunde gelegt. Die Abschreibungen erfolgen monatsgenau. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Im Übrigen werden Vermögensgegenstände mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für gezahlte Garantieleistungen und Provisionen gebildet. Diese werden linear über die Laufzeit der Leasingverträge aufgelöst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erfolgt im Geschäftsjahr 2023 erstmals unter dem Bilanzposten 2. des Formblattes 1 der RechKredV. Im Vorjahresabschluss wurden diese Verbindlichkeiten gegenüber Kunden noch unter dem Bilanz Posten Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält den Nennbetrag der erhaltenen Mietsonderzahlungen sowie die Erlösabgrenzung der Bike-Leasing-Verträge. Mietsonderzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrages aufgelöst.

Kurzfristige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie werden zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenverhältnisse bilanziert. Sie haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Gesellschaftsvertrag bestimmten Stammkapital in Höhe von 3.000.000,00 € und ist voll eingezahlt.

Der Ausweis der Vermittlungsprovisionen erfolgt im Geschäftsjahr 2023 erstmals unter dem Gewinn- und Verlustrechnung-Posten „Provisionsaufwendungen“ des Formblatt 3 der RechKredV. Im Vorjahresabschluss wurden diese Provisionsaufwendungen noch unter dem Gewinn- und Verlustrechnung-Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.

Der Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen erfolgt im Geschäftsjahr 2023 erstmals unter dem Gewinn- und Verlustrechnung-Posten „Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen“ des Formblatt 3 der RechKredV. Im Vorjahresabschluss wurden diese Erträge noch unter dem Gewinn- und Verlustrechnung-Posten Sonstige betriebliche Erträge gezeigt. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

III. Erläuterung der Bilanz (Vorjahreswerte in Klammern)

1. Aktiva

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 1.462 (Vorjahr TEUR 494) betreffen Kontokorrentkonten bei regionalen Banken und haben eine Laufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 846 (Vorjahr TEUR 733) haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 252 und zum Verkauf bestimmte Fahrzeuge in Höhe von TEUR 274 und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Leasingvermögen, Sachanlagevermögen und immaterielle Anlagewerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzung zur Periodenabgrenzung waren insgesamt TEUR 194 (Vorjahr TEUR 240) auszuweisen. Im Wesentlichen betrifft dies die Abgrenzung der Kfz-Provisionen sowie die Garantieleistung Opel FlexCare.

2. Passiva

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

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1. Restlaufzeit bis drei Monate TEUR 0 (TEUR 914)
2. Restlaufzeit mehr als drei Monate bis ein Jahr TEUR 0 (TEUR 248)
3. Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre TEUR 0 (TEUR 0)
4. Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 0 (TEUR 0)
5. Unbestimmte Restlaufzeit TEUR 53.500 (TEUR 42.403)
TEUR 53.500 (TEUR 43.565)

Der Gesamtbetrag der zur Absicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übereigneten Vermögensgegenstände betrug TEUR 53.500 und entfällt auf die Sicherungsübereignung der finanzierten Leasinggegenstände mit Abtretung der Leasing-, Versicherungs- und Verkaufsforderungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

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1. Restlaufzeit bis drei Monate TEUR 426 (TEUR 0)
2. Restlaufzeit mehr als drei Monate bis ein Jahr TEUR 0 (TEUR 0)
3. Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre TEUR 0 (TEUR 0)
4. Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 0 (TEUR 0)
TEUR 426 (TEUR 0)

Sonstige Verbindlichkeiten

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1. Restlaufzeit bis drei Monate TEUR 3.374 (TEUR 3.040)
2. Restlaufzeit mehr als drei Monate bis ein Jahr TEUR 0 (TEUR 0)
3. Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre TEUR 6 (TEUR 0)
4. Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 0 (TEUR 0)
TEUR 3.380 (TEUR 3.040)

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 3.001. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als ein bis fünf Jahre betreffen eine Kaution.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Position enthält im Wesentlichen auf die Restleasingdauer abgegrenzte Leasingsonderzahlungen in Höhe von TEUR 2.943 (Vorjahr TEUR 2.797).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

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Sonstige Rückstellungen TEUR 7 (TEUR 8)
Personalkosten TEUR 9 (TEUR 5)
Abschluss und Prüfung TEUR 33 (TEUR 30)
Insgesamt TEUR 49 (TEUR 43)

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 3.000.

Entwicklung der Gewinnrücklagen

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Stand 1. Januar 2023 TEUR 4.651
Einstellung Jahresüberschuss 2022 TEUR 453
Ausschüttung für 2022 TEUR 0
Stand 31. Dezember 2023 TEUR 5.104

IV. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Auf das Leasinggeschäft entfallen folgende in der Bilanz enthaltenen Beträge:

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Forderungen an Kunden nach Wertberichtigungen TEUR 846
Leasingvermögen TEUR 66.096
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten täglich fällig TEUR 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit TEUR 53.500
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 2.974

In der Gewinn- und Verlustrechnung entfallen auf das Leasinggeschäft:

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Leasingerträge TEUR 32.797
Leasingaufwendungen TEUR 15.647
Abschreibungen auf Leasingvermögen TEUR 13.234
Abschreibungen auf Forderungen TEUR 5
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen TEUR 8

1. Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 230. Im Vorjahr wurden diese unter dem Gewinn- und Verlustrechnung- Posten „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen und betrugen im Vorjahr TEUR 131.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge betragen insgesamt TEUR 57 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung von Überzahlungen sowie Erträge aus den zum Verkauf bestimmten Fahrzeugen.

3. Abschreibungen

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 13.248 entfallen in Höhe von TEUR 13.234 auf das Leasingvermögen.

4. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapiere sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Erträge aus der Zuschreibung zu Forderungen betragen TEUR 8. Im Vorjahr wurden diese Erträge in Höhe von TEUR 38 unter dem Posten „sonstige betriebliche Erträge“ ausgewiesen.

V. Sonstige Pflichtangaben

1. Sicherheiten

Im Rahmen einer Sicherheitenpoolvereinbarung besteht eine Sicherungsübereignung mit Abtretung der Leasing-, Versicherungs- und Verkaufsforderungen. Diese valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 53.500.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag bestehenden Mietverträgen betragen TEUR 4.

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

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Angestellte 4,0

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 4.

4. Geschäftsführung

Während des Berichtszeitraumes wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

 

Herrn Kfz-Betriebswirt, BFC, Maik Siebrecht, Uslar.

 

Herrn Bankkaufmann, B.A., Nicolai Specht, Bad Lauterberg im Harz (seit dem 1.1.2024).

Die Angaben nach § 285 Abs. 1 Nr. 9 a und b HGB werden gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses beträgt TEUR 26. Neben der Prüfung werden keine weiteren Beratungstätigkeiten durch den Abschlussprüfer erbracht.

VI. Nachtragsbericht

Im Zuge der bisherigen Inflationsentwicklung verharren die Verbraucherpreise und die Zinsen auf einem hohen Niveau und stellen uns, flankiert von den politischen Auswirkungen des Ukrainekriegs auf europäischer und globaler Ebene, auch im Jahr 2024 vor besondere Herausforderungen. Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor. Zu den entsprechenden Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

VII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen.

 

Uslar, den 4. März 2024

gez. Maik Siebrecht, Geschäftsführer

gez. Nicolai Specht, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2023 Zugänge Abgänge 31. Dezember 2023
1. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.882,97 2.579,00 2.137,00 173.324,97
2. Leasingvermögen 75.998.909,30 42.405.190,36 29.890.016,87 88.514.082,79
3. Sachanlagen
a) Betriebs- und Geschäftsausststattung 60.585,68 0,00 40.808,37 19.777,31
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 8.617,50 616,98 0,00 9.234,48
69.203,18 616,98 40.808,37 29.011,79
76.240.995,45 42.408.386,34 29.932.962,24 88.716.419,55
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Abschreibungen
1. Januar 2023 Zugänge Abgänge 31. Dezember 2023
1. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.447,97 9.934,00 2.132,00 91.249,97
2. Leasingvermögen 20.729.267,73 13.234.221,09 11.545.822,64 22.417.666,18
3. Sachanlagen
a) Betriebs- und Geschäftsausststattung 49.900,68 2.773,00 36.510,37 16.163,31
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 8.617,50 616,98 0,00 9.234,48
58.518,18 3.389,98 36.510,37 25.397,79
20.871.233,88 13.247.545,07 11.584.465,01 22.534.313,94
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Restbuchwerte
31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
1. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.075,00 89.435,00
2. Leasingvermögen 66.096.416,61 55.269.641,57
3. Sachanlagen
a) Betriebs- und Geschäftsausststattung 3.614,00 10.685,00
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
3.614,00 10.685,00
66.182.105,61 55.369.761,57

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

ALS AutoService-Leasing GmbH, Uslar

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ALS AutoLeasing-Service GmbH am Standort Uslar bietet im Kerngeschäft Finanzleasing für Kraftfahrzeuge, teilweise ergänzt um Full-Service-Komponenten, an. In geringem Umfang wird das Leistungsportfolio durch Anlagen- sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung erweitert. Neben dem Leasingangebot können auch weitere Dienstleistungen wie Schadenmanagement, Fuhrparkmanagement, Mietwagen-service sowie eine bundesweite Auslieferung über Partnerunternehmen angeboten bzw. vermittelt werden. Hauptvertriebskanal der Leasinggesellschaft sind Geschäftsbesorgungsvereinbarungen mit deutschlandweit ansässigen autorisierten Vertragspartnern sowie markenunabhängigen Fahrzeughändlern. Ein bedeutender Erfolgsfaktor für die Gesellschaft ist das Know-Your-Customer-Prinzip (KYC) und die damit verbundene Qualität der Kundenbeziehung, die sich auf eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit gründet. Hierzu gehören von Seiten der Gesellschaft der gute Ruf und ein erstklassiges Image sowie die Möglichkeit, alles aus einer Hand anbieten zu können. Von der Auswahl des Fahrzeugs über das Leasing-Angebot bis hin zur Abwicklung des Vertrags und Nutzung von diversen Serviceangeboten. Unser Unternehmen ist deutschlandweit aktiv mit Schwerpunkt in der Region „Drei-Länder-Eck“ (Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen). In Einzelfällen werden auch Kunden aus anderen europäischen Ländern betreut.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen und Entwicklungen

Nach den von unterschiedlichen Krisen geprägten Vorjahren stellten sich im Jahr 2023 neue wirtschaftliche Herausforderungen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine dauert an, in der Folge stellten sich Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen ein. Insbesondere die damit verbundene Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB), in mehreren Schritten, stellte die Leasingbranche vor neue Herausforderungen, insbesondere steigende Kosten in der Refinanzierung.

In 2023 finanzierte die Leasingbranche für die deutsche Wirtschaft Zukunftsinvestitionen in Höhe von 85,6 Milliarden Euro und verzeichnete damit einen Zuwachs von 22,4%. Investiert wurde in Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment, Immobilien und andere Wirtschaftsgüter.

In seiner Pressemitteilung vom 14.03.2024, zeigt sich der Bundesverband Deutscher Leasing- Unternehmen für 2024 und Folgejahre weniger zuversichtlich als noch im Vorjahr. Der Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus Nachholeffekten durch Lieferverzögerungen sowie gestiegenen Preisen. Grundsätzlich seien die Deutschen Investitionen angesichts des Transformationsprozessen jedoch zu gering.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex erhöhte sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,0% gegenüber 2022, damit lag die Teuerungsrate niedriger als im Vorjahr (8,7%). Entlastungsmaßnahmen wirkten sich mildernd auf den Anstieg der Energiepreise aus, diese stiegen um 5,3% an (Vorjahr 29,7%).

Die Zahl der inländisch Beschäftigten ist im Jahresdurchschnitt von etwa 44,9 auf 45,9 Millionen Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

In 2023 wurden die EZB-Leitzinsen in mehreren Schritten angehoben. Die Einlagefazilität wurde im September letztmalig um 0,25% erhöht und betrug somit am Jahresende 4,0%.

Für 2024 prognostiziert die Bundesregierung ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,2%. Im vergangenen Jahr war ein Rückgang von 0,3% zu verzeichnen, im Vergleich dazu ist die Prognose als Stabilisierung einzuschätzen. Die Gründe dafür, dass eine starke Erholung zunächst ausbleibt, sind unterschiedlicher Natur. Der nunmehr zweijährige Ukrainekrieg wirkt sich besonders durch die hohen Energiepreise wirtschaftlich aus. Diese sind zwar inzwischen wieder gesungen, jedoch liegen sie über dem Vorkrisenniveau. Infolge gestiegener Inflation kam es zu Zinserhöhungen seitens der EZB, die aktuell ebenfalls eine wirtschaftliche Belastung darstellen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex als anerkanntes Stimmungsbarometer der Wirtschaft reflektiert Wachstumserwartungen der deutschen Wirtschaft. Der Geschäftsklimaindex stieg von Januar auf Februar 2024 von 85,2 auf 85,5 Punkte an. Die Erwartung insgesamt zeigt sich damit etwas optimistischer, eine leichte Stabilisierung zeichnet sich ab.

2. Geschäftsverlauf

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Leasingerträge im Geschäftsjahr 2023 um T€ 5.068 (+18,3%) auf T€ 32.797. In 2023 wurden insgesamt 1.757 Neuverträge einschließlich Vertragsverlängerungen (2022: 1.555) abgeschlossen. Dies entspricht einem Zuwachs von 13,0%.

Im Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 5 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 5,5). Zum Jahresende waren insgesamt 2 Geschäftsführer und 4 Angestellte in unserem Unternehmen tätig.

Unser Ziel, den Absatz von Fahrzeugverträgen weiter zu steigern, haben wir in 2023 wegen der Aufholeffekte, aufgrund von Lieferschwierigkeiten im Vorjahr, übererfüllt.

Dies ist auch der Hauptgrund, warum die für das Jahr 2023 prognostizierte Steigerung der Leasingerträge von 5,0% übertroffen worden ist. Zusätzlich wirkten insgesamt gestiegene Preise für steigende Leasingerträge.

Einhergehend mit dem Anstieg der Leasingerträge konnte auch das Ziel, das Ergebnis vor Steuern um 5,0% zu verbessern, erreicht werden.

Gerade wegen der positiven Geschäftsentwicklung und der Erfüllung unserer Ziele, besteht die geschäftspolitische Ausrichtung, die neben dem Privatkundensektor auch die gewerblichen Kunden in den Fokus rückt, unverändert fort. In beiden Geschäftsfeldern konnten unsere Vertriebspartner den Fahrzeugabsatz und somit die Anzahl steigern und uns weiter Neugeschäft, vermitteln. Dies spiegelt sich auch im Jahresüberschuss der Gesellschaft wider.

Wir schätzen den Geschäftsverlauf insgesamt als günstig ein. Wir sind mit dem Geschäftsverlauf insgesamt zufrieden.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Vermögenslage

Im Wesentlichen bedingt durch die Steigerung des Leasingvermögens um T€ 10.827 stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2023 um 20,1% auf T€ 69.223. Demgegenüber stehen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die im Geschäftsjahr ebenfalls um T€ 9.935 angestiegen sind.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 250 von T€ 777 auf T€ 527 gesunken. Im Wesentlichen bestehen diese aus Forderungen an das Finanzamt, resultierend aus Steuerüberzahlungen sowie aus zum Verkauf bestimmter Fahrzeuge.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist aufgrund gesunkener Opel FlexCare Verträge um T€ 46 gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von T€ 426 entfallen vollständig auf kreditorische Debitoren. Diese wurden im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und betrugen in 2022 T€ 264.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 340 gestiegen.

Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 12,7% (Vorjahr: 14,1%).

Finanzlage

Im laufenden Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von T€ 42.405 für die Anschaffung von neuem Leasingvermögen getätigt Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte weitgehend mit aufgenommenen Bankdarlehen. Das Leasingvermögen ist mit 13,3% durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 14,7%).

Der Finanzmittelfonds, bestehend aus den Forderungen an Kreditinstitute und der Barreserve, beträgt zum Bilanzstichtag T€ 1.474. Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag über freie Kreditlinien in Höhe von T€ 5.650.

Die Finanz- und Liquiditätslage ist geordnet. Aufgrund bestehender Kreditzusagen und unserer Liquiditätsplanung war die Zahlungsbereitschaft und -fähigkeit jederzeit gewährleistet.

Ertragslage

Das Leasingergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.516 positiv entwickelt und beträgt T€ 17.150 (Vorjahr T€ 14.634).

Das Zinsergebnis ist von T€ 886 im Vorjahr auf T€ 2.320 angestiegen. Der gestiegene Zinsaufwand ist auf das Neugeschäft in 2023 und den damit verbundenen erhöhten Refinanzierungsbedarf zurückzuführen. Zusätzlich sind die Refinanzierungskosten durch das allgemein gestiegene Zinsniveau ebenfalls angestiegen.

Die Provisionsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 230. Diese wurden im Vorjahr unter dem Gewinn- und Verlustrechnung- Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen und betrugen in 2022 T€ 131.

Die Personalaufwendungen sind um T€ 51 von T€ 297 auf T€ 246 aufgrund von Optimierungen in der Personalstruktur gesunken.

Äquivalent zum Anstieg des Leasingvermögens sind auch die Abschreibungen auf das Leasingvermögen mit T€ 13.234 um T€ 801 gestiegen.

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapiere sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft betragen im Geschäftsjahr T€ 8. Im Vorjahr betrugen die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen T€ 38 und wurden unter dem Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Das Betriebsergebnis vor Steuern betrug im Geschäftsjahr T€ 977 (Vorjahr T€ 643).

4. Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung ziehen wir als Kennzahl das Ergebnis vor Ertragsteuern heran, welches mit T€ 977 höher ausfiel als in den Jahren 2022 (T€ 643) und 2021 (T€ 850).

Der Anstieg unseres Jahresergebnisses vor Steuern um T€ 334 spiegelt bereits die gestiegenen Refinanzierungskosten wieder. Die Ertragslage kann daher als sehr zufriedenstellend und unsere Vermögenslage als geordnet bezeichnet werden.

Mitarbeitermotivation ist für uns ein bedeutender Indikator, da durch motiviertes Personal mehr Ideen, Wissen und Kompetenzen gesichert werden können.

III. Nachtragsbericht

Im Zuge der bisherigen Inflationsentwicklung verharren die Verbraucherpreise und die Zinsen auf einem hohen Niveau und stellen uns, flankiert von den politischen Auswirkungen des Ukrainekriegs auf europäischer und globaler Ebene, auch im Jahr 2024 vor besondere Herausforderungen. Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.

IV. Prognosebericht

Die ALS Auto-Leasing-Service GmbH rechnet damit, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen in der Leasingbranche 2024 insgesamt weiter stabilisieren werden und stützt sich hierbei auf den Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland erscheint trotz des anhaltenden Angriffskrieges Russland auf die Ukraine und seinen wirtschaftlichen Folgen vergleichsweise stabil. Auch die zu erwartenden Investitionsbedarfe und Nachholeffekte, insbesondere durch Energiewende und Digitalisierung, lassen grundsätzlich eine positive Entwicklung in der Leasingbranche erwarten. Aufgrund der derzeitigen Krisensituation in der Ukraine und den damit verbundenen Risiken für die Wirtschaft, bleibt es jedoch abzuwarten, inwieweit diese sich auf die Investitionsbereitschaft niederschlagen. Auch die derzeitigen Lieferschwierigkeiten bei den Fahrzeugherstellern werden die tatsächlichen Investitionen im Jahresverlauf beeinflussen. Für das kommende Jahr wird daher nur ein moderates Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen prognostiziert.

Nach einer Pressemitteilung des KBA sind die Neuzulassungen von Personenkraftwagen im Januar 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 19,1% gestiegen. Die Entwicklung des Jahres 2024 bleibt abzuwarten. Ferner ist im Bereich der Elektrofahrzeuge die Förderung seit Dezember 2023 eingestellt worden. Die Anschaffung von Elektrofahrzeugen wird demnach teurer.

Das Geschäftsmodell wie es die ALS AutoLeasing-Service GmbH betreibt, d.h. die Geschäftsbesorgung über verschiedene Vertragspartner zu betreiben und Kraftfahrzeuge zu verleasen, ist auch weiterhin das Modell für das Jahr 2024.

Die 2017 neu eingeführte Vertragsverwaltungssoftware hatte nicht den prognostizierten Effekt einer Effizienz- und Effektivitätssteigerung. Hier wurde in 2020 über eine Veränderung nachgedacht, dies wurde jedoch im Jahresverlauf 2021 verworfen. Es wird stattdessen laufend an der Optimierung der aktuellen Software gearbeitet. Ferner erwarten wir, aufgrund von Optimierungen in der Personalstruktur, dass die Mitarbeitermotiviation weiterhin auf einem guten Niveau bleibt.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir aufgrund der aktuellen Lage in Deutschland eine Entwicklung der Leasingerträge auf Vorjahresniveau, eine leicht rückläufige Entwicklung ist derzeit aber auch nicht auszuschließen. Ziel ist es bei fortlaufender Kostenoptimierung und konsequenter Steuerung der Margen das Ergebnis vor Ertragssteuern auch auf Vorjahresniveau zu halten.

Eine Erweiterung der Refinanzierungslinie mit unseren Refinanzierungspartnern wurde in 2023 abgeschlossen. Diese wird mittelfristig die Liquidität der Gesellschaft gewährleisten. Um auch langfristig das Neugeschäft mit ausreichend Liquidität zu sichern, ist für 2024 eine Anpassung der Kreditlinien geplant. Auch die Zinsentwicklungen am Refinanzierungsmarkt sollen mit einbezogen werden.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 am 25. Dezember 2008 gilt unsere Gesellschaft als Finanzdienstleistungsinstitut. Wir unterliegen (eingeschränkt) der Finanzaufsicht und benötigen für unsere Tätigkeit eine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG). Damit sind wir u.a. verpflichtet, unsere organisatorischen Prozesse an die KWG-Vorschriften anzupassen und die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einzuhalten. Zu den organisatorischen Pflichten aus dem Bankaufsichtsrecht gehört im Rahmen einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation auch die Einrichtung eines angemessenen und wirksamen Risikomanagements. Grundsätzlich ist die Risikoneigung der Gesellschaft eher gering und daher stark an Sicherheitskriterien orientiert. Ziel ist der langfristige Fortbestand des Unternehmens. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft sieht eine Beschränkung der Aktivitäten auf ausgewählte Vertragspartner zur Geschäftsbesorgung vor; Geschäfte mit weiteren Autohäusern und Herstellern werden nur in Ausnahmefällen realisiert; für die Steuerung der Geschäftsaktivitäten und damit einhergehender Risiken steht somit ein definiertes Erfahrungsumfeld mit bekannten Abwicklungsmodalitäten zur Verfügung.

Das Risikomanagement ist Bestandteil der Sorgfaltspflichten und Leitungsaufgaben der Geschäftsführung. Im Risikomanagement unterscheiden wir zwischen Adressenausfall-, Marktpreis-, Restwert-, Liquiditäts- und Betriebsrisiken. Hierbei bilden die Adressenausfallrisiken den Schwerpunkt.

Dem Adressenausfallrisiko begegnen wir dadurch, dass wir grundsätzlich nur Verträge mit Kunden guter Bonität abschließen. Während der Vertragslaufzeit werden die Zahlungseingänge zeitnah überwacht und ausstehende Zahlungen unverzüglich gemahnt. In Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Situation und politischen Situation wird das Adressenausfallrisiko besonders beobachtet, wobei signifikante Komplettausfälle von Verträgen in Zusammenhang mit der Pandemie bisher ausblieben. Das Adressenausfallrisiko stufen wir daher zwar als wesentlich ein, die Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch als unwahrscheinlich.

Marktpreisrisiken unterliegen einer intensiven Beobachtung. Dagegen sind Restwertrisiken aus Leasingrückläufern durch vertragliche Gestaltungen weitestgehend abgesichert. Das Produktportfolio der Gesellschaft besteht nahezu ausschließlich aus Leasingverträgen mit Restwertgarantie. Bereits 2019 wurde dieses Modell um eine Kaufoption für den Leasingnehmer erweitert um das Produkt attraktiver zu gestalten. Wir bewerten die Marktpreisrisiken und deren Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich.

Die Kreditverbindlichkeiten stellen derzeit im Hinblick auf Zinsänderungsrisiken für das Unternehmen ein überschaubares Risiko dar. Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft ist überschaubar, da für die Abwicklung der Geschäfte ausreichende Kreditlinien vorhanden sind. Wir schätzen die Risiken als wesentlich, die Eintrittswahrscheinlichkeit für diese Risiken aber als unwahrscheinlich ein.

Die operationellen Risiken sind aufgrund der Betriebsgröße ebenfalls überschaubar. Die Mitarbeiter verfügen über eine ausreichende Qualifikation und sind durch das interne Kontrollsystem gehalten, Geschäfte aufgrund festgelegter Ablaufstrukturen und nur unter Zuhilfenahme von standardisierten Verträgen abzuschließen. Die operationellen Risiken und dessen möglicher Eintritt schätzen wir als unwahrscheinlich ein.

Währungsrisiken bestehen nicht, da wir weder im Bereich der Zahlungsmittelbeschaffung noch im Bereich des Absatzes Fremdwährungen nutzen.

Für Risiken, die durch den Geschäftsbetrieb erwachsen (z. B. Beschädigungen des Leasingvermögens), ist ein angemessener Versicherungsschutz vorhanden. Wir schätzen diese Risiken als nicht gegeben und daher unwahrscheinlich ein.

2. Chancenbericht

Das Leasinggeschäft ist schon lange nicht mehr aus dem Wirtschaftsalltag wegzudenken, über die Hälfte aller nicht aus Eigenmitteln finanzierten Investitionen wird mittels Leasing realisiert. Als professioneller Investor verfügt unsere Gesellschaft über eine spezifische Objekt- und Marktkenntnis. Die Arbeit mit den Kunden auf der einen Seite und den Herstellern bzw. Lieferanten auf der anderen Seite verschafft uns ein gutes Gespür für Markttrends, so können wir schnell und flexibel reagieren.

Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte sind die Ausfallrisiken beim Leasing gering und deutlich niedriger als bei vergleichbaren Kreditportfolios, zumal unsere Gesellschaft durch eine breite Streuung der Kunden das Forderungsausfallrisiko niedrig hält.

Chancen sehen wir weiterhin in der Gewinnung neuer gewerblicher Kunden. Die Vertragsgestaltung bleibt weiterhin ein Restwertmodell, wonach das Risiko beim Leasingnehmer verbleibt. Die Kundengruppe Privat bleibt weiterhin unsere Kernzielgruppe, da im Gewerbekundenbereich das Flottengeschäft durch Herstellerbanken und flächendeckend agierende Leasinggesellschaften bedient wird.

Durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnerunternehmen sehen wir eine Chance, den Absatz durch zusätzliche Serviceleistungen, wie insbesondere Flottenmanagement, positiv zu beeinflussen.

3. Gesamtaussage

Nach eingehender Prüfung der derzeitigen Risikosituation, stellen wir fest, dass unser Unternehmen ausreichend vorgesorgt hat. Durch eine konsequente Thesaurierung der Gewinne in den Vorjahren und einer vorausschauenden Preisgestaltung, sehen wir keinen wesentlichen Einfluss der derzeit bestehenden Risiken auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Uslar, 4. März 2024

gez. Maik Siebrecht, Geschäftsführer

gez. Nicolai Specht, Geschäftsführer

Quellenangaben:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/umfrage-oekonomenzunft-dringt-auf-zinswende-der-ezb/28141904.html

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html

https://bdl.leasingverband.de/fileadmin/downloads/broschueren/2024-03-12-Fact-Sheet_Markt2023.pdf

https://bdl.leasingverband.de/newsroom/pressemitteilungen/einzelansicht/leasing-wirtschaftinvestitionsmotor
-fuer-unternehmen-laeuft-zuverlaessig

Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html#:~:text=Januar%202024&text=
WIESBADEN%20%E2%80%93%20Die%20Verbraucherpreise%20in%20Deutschland,%2B6%2C9%20%25%20gelegen.

https://www.bundesbank.de/dynamic/action/de/statistiken/zeitreihen-datenbanken/zeitreihen-datenbank/
723452/723452?tsTab=0&listld=www_szista_iwf&tsld=BBIN1.M.D0.ECB.ECBFAC.EUR.M
E&id=0&startDate=2021&dateSelect=2024

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht2024.pdf?_blob
=publicationFile&v=10

https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_063_13321.html

https://www.bundesbank.de/dynamic/action/de/statistiken/zeitreihen-datenbanken/zeitreihen-datenbank/
723452/723452?listld=www_s510_iwf&treeAnchor=INDIKATOR&tsTab=0&statisticType=BBK_ITS&tsld=
BBK01.SU0200&dateSelect=2023

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht2023.pdf? blob
=publicationFile&v=10

https://www.ifo.de/umfrage/ifo-geschaeftsklima-deutschland

https://bdl.leasingverband.de/newsroom/pressemitteilungen/einzelansicht/wirtschaftsstandort-brauchtinvestitionsschub

Kraftfahrt-Bundesamt - Pressemitteilungen - Fahrzeugzulassungen im Januar 2024 (kba.de)

Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Jahresabschluss der ALS AutoLeasing-Service GmbH, Uslar, zum 31.12.2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 14. Juni 2024 festgestellt worden.

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 687.607,94 wird den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

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