Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 7780
Vorher
BA-StaTS GmbHOne Logic GmbHONE LOGIC GmbH
Eingetragen
4.12.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist Unternehmensberatung, Software- und Lizenzgeschäft im Bereich der Informationstechnik und Statistik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Stefan Dr. Roskos
seit 3.2.2016
Geschäftsführer
Andreas Dr. Böhm
seit 4.12.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

NameAnteil
20.80%
5.14%
5.07%

Ungelöste Beteiligungen (5)

Gesellschafter
Beta

5 von 14 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Böhm Familienholding GmbH
Germany
21.45%
ONE Salvia GmbH & Co. KG
Germany
21.22%
Vsquared Ventures II GmbH & Co. KG
Germany
11.76%
HV Capital Fund IX Ventures GmbH & Co. geschlossene Investment KG
Germany
11.76%
Opti Invest green GmbH
Germany
8.74%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

One Data GmbH

Passau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die One Data GmbH (vormals: ONE LOGIC GmbH), welche 2013 gegründet wurde, ist ein Softwareunternehmen mit Sitz in Deutschland. Mit uns erstellen Datenexperten in Unternehmen passende Datenprodukte für die verschiedenen Fachbereiche.

Mit der Kombination aus unserer Software und einem hocherfahrenen Team können Datenexperten schnell, automatisiert und qualitätsgesichert über verschiedene Datensilos hinweg zusammenarbeiten.

In der Folge finden Unternehmen neue Wege, ihre Daten zu operationalisieren, zu monetarisieren und so zuverlässige und zukunftsorientierte Entscheidungen anhand bewährter Verfahren zu treffen. One Data ermöglicht Datenteams moderne Managementkonzepte wie Data Mesh oder Data Fabric umzusetzen . die unternehmensweite Skalierbarkeit der Daten ist somit jederzeit möglich.

Kernelement unserer Lösung ist eine interaktive Karte, die für eine vollständige Transparenz der Daten über alle relevanten Quellen hinweg sorgt. Dabei kommen unsere Verknüpfungsalgorithmen und automatisierten Workflows zum Einsatz. Sie zeigen die Eigentumsverhältnisse, die Qualität und die Konnektivität der Datenquellen auf. Am Ende stehen vertrauenswürdige, verständliche und leicht zugängliche Datenprodukte mit einem Mehrwert für das Unternehmen.

Neben der Zentrale in Passau verfügt das Unternehmen außerdem über Standorte in München, Frankfurt am Main und Berlin.

Die One Data GmbH konnte in ihrer kurzen Unternehmensgeschichte bereits einige Auszeichnungen entgegennehmen. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Nennung als einer von weltweit fünf .Cool Vendors for AI Core Technologies 2021. durch das USForschungs- und Beratungsunternehmen Gartner. Der Report identifiziert innovative und leistungsfähige Anbieter inklusive deren Produkte und Dienstleistungen auf den Gebieten künstliche Intelligenz und Data Science.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklungstätigkeiten sind für One Data sehr wichtig und unterstreichen die Zielsetzung, manuelle Datenverwaltungsaufgaben durch Einsatz von maschinellem Lernen und automatisierten Managementsystemen mittels One Data und der Bereitstellung von einsatzbereiten Datenprodukten voranzutreiben. Entwicklungskosten fallen hierbei insbesondere für die selbst entwickelte Data Product-Plattform und deren Applikationen an. Im Jahr 2023 wurde besonders in die Anwendung von Large Language Modellen bei der Datenexploration, Datenanfrage und Datenbearbeitung investiert. Im Jahr 2023 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.185 nach TEUR 4.219 im Jahr 2022 aktiviert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2023 geprägt von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten.1 Der Konsum wurde durch die massiven Kaufkraftverluste im Zuge der hohen Energiepreise geschwächt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um 0,3 %2 niedriger als im Jahr 2022. Die Inflationsrate für den Jahresschnitt 2023 beträgt rund 5,9 %.3 Wie auch im vorangegangenen Jahr haben die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die aktuelle Krisensituation zu einem Preisanstieg in allen Wirtschaftsbereichen geführt. Ein ähnliches Bild zeichnet der ifo Geschäftsklimaindex ab. Anfang des Jahres lag der ifo Geschäftsklimaindex bei 90,1 Punkten. Durch die genannten Einflüsse sank der Index im Dezember auf 86,4 Punkte.4 Die Stimmung hat sich im Dezember eingetrübt und die Unternehmen blicken verhalten auf das erste Halbjahr 2024.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach zwei starken Wachstumsjahren in 2021 und 2022 mit 6,6 % und 6,8 % ist die digitale Wirtschaft in Deutschland auf 2 % Wachstum zurückgefallen.5 Für das Jahr 2024 wird mit einer etwas besseren Wachstumsprognose von 4,4 % auf einen Gesamtumsatz von 224,3 Milliarden Euro gerechnet. Die Digitalbranche schafft im Jahr 2023 28.000 neue Arbeitsplätze. Im Jahresverlauf soll die ITK-Branche um weitere 36.000 Arbeitsplätze wachsen. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sagt aus .Digitalisierung ist die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat..6 Ein Hindernis könnte der Fachkräftemangel in Deutschland dazu sein. Hier müssen die Unternehmen mehr Entschlossenheit aufweisen, dann kann dieses Hindernis auch überwunden werden.

3. Lage des Unternehmens

In 2023 wurde durch das Rebranding zur One Data GmbH der Wandel zum Softwareunternehmen vollzogen und eine Neuaufstellung vorgenommen. Im Fokus der Neupositionierung steht die Software One Data (.AI-Powered Data Product Builder.) und ein Service-Angebot rund um den Bau und Betrieb von Datenprodukten. Davon abgeleitet steht hier insbesondere der wiederkehrende Lizenz- und Service-Umsatz im Fokus, der sich aus dem Bau und Betrieb von Datenprodukten zusammensetzt. In 2023 hatte die One Data GmbH einen geringen Umsatzrückgang von TEUR 10.116 (nach TEUR 10.990 in 2022) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Neben der Neuaufstellung auf das Produktgeschäft geht der Rückgang einher mit der ökonomischen Lage im Kernmarkt Deutschland. Unter Berücksichtigung der aktivierten Eigenleistungen von TEUR 2.185 (Vorjahr TEUR 4.219) ergibt sich eine Gesamtleistung von TEUR 12.301, was einem Rückgang gegenüber 2022 von 19,1 % entspricht. Im Jahr 2023 wurden hohe Arbeitsaufwände für die Verbesserung der Plattform aufgewendet, die nicht aktivierbar waren. Es wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR 16.990 nach einem Jahresfehlbetrag von TEUR 14.250 in 2022 erzielt.

3.1 Ertragslage

Die Ertragslage der One Data GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: Die Umsatzerlöse waren im Geschäftsjahr 2023 rückläufig um rund 8 % auf TEUR 10.116. Maßgeblich hierfür waren die ökonomische Lage im Kernmarkt Deutschland und die Neuausrichtung des Unternehmens. Der Umsatz aus dem Lizenz- und Supportgeschäft hat sich von TEUR 3.143 in 2022 auf TEUR 3.461 erhöht. Im Dienstleistungsgeschäft lag ein Umsatzrückgang von TEUR 7.847 auf TEUR 6.655 vor.

Entwicklungskosten im Zusammenhang mit One Data wurden in Höhe von TEUR 2.185 aktiviert. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 5 % auf TEUR 20.711. Die Mitarbeiterzahl betrug zum 31. Dezember 2022 283 Mitarbeiter. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage wurden Einsparungen im Personalbereich vorgenommen. Es ergab sich ein Abbau der Mitarbeiter im laufenden Jahr um 16% auf 237 Mitarbeiter. Der Anstieg der Abschreibungen um TEUR 576 auf TEUR 3.310 ist bedingt durch den Anstieg der Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, die sich im Berichtszeitraum um TEUR 583 erhöht haben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 5.590 deutlich über Vorjahresniveau. Wesentliche Aufwendungen liegen in den Bereichen Miete, Marketing und Reisekosten vor. Es wurde auch eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 497 gebildet. Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresergebnis von TEUR . 16.990 (Vorjahr: TEUR . 14.250) abgeschlossen.

3.2 Finanzlage

Die liquiden Mittel waren im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt ausreichend, sodass die Gesellschaft stets in der Lage war, ihre Zahlungsziele zu erfüllen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR . 15.818 nach TEUR . 14.627 in 2022. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen das Periodenergebnis von TEUR . 16.990 (Vorjahr: TEUR . 14.250).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit befindet sich mit TEUR 607 deutlich über Vorjahresniveau (TEUR . 191). Das positive Ergebnis resultiert vor allem aus der Veräußerung der Geschäftsanteile an der 48bytesNorth GmbH, durch die ein Betrag von TEUR 636 erlöst wurde.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit TEUR 16.140 (Vorjahr: TEUR 10.900) positiv. Maßgeblich hierfür ist zum einen die durchgeführte Kapitalerhöhung besonders im Zuge der Serie-B-Finanzierung, die zu einem Mittelzufluss von TEUR 11.984 geführt hat. Darüber hinaus wurde zwischen der One Data GmbH und der Salvia GmbH ein Wandeldarlehensvertrag geschlossen, welcher sich positiv mit einem Betrag von TEUR 5.033 niederschlägt. Im Jahr 2023 wurden für Tilgungen der Darlehen in Höhe von TEUR 846 aufgewendet.

Die liquiden Mittel belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 4.677 (Vorjahr TEUR 3.747).

3.3 Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 9,2 % auf TEUR 8.342 reduziert und beinhalten im Wesentlichen selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Den Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen von TEUR 2.214 stehen Abschreibungen von TEUR 3.310 gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um TEUR 724 reduziert.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR .16.990 von TEUR 19.724 auf TEUR 2.734 gemindert. Mit 18,7 % liegt die Eigenkapitalquote unterVorjahresniveau. In 2023 wurde mit einem Bestandsinvestor ein Wandeldarlehen über TEUR 5.000 abgeschlossen. Das Wandeldarlehen wurde mit einen Rangrücktritt vereinbart. Somit ist das Darlehen als eigenkapitalähnlich zu betrachten, die bereinigte Eigenkapitalquote beträgt 53 %. Neben einem Anstieg der Rückstellungen um TEUR 553 auf TEUR 2.601 haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für bestehende Darlehensverträge stichtagsbedingt auf TEUR 2.354 (Vorjahr TEUR 3.196) vermindert. Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ist auch ein Rückgang um TEUR 514 auf TEUR 6 zu verzeichnen.

3.4 Personal

Elementarer Bestandteil des Erfolgs und Wachstum der One Data GmbH sind die Mitarbeiter. Zum 31. Dezember 2023 lag die Mitarbeiterzahl bei 237 (Vorjahr: 283). Für die Gewinnung qualifizierte Fachkräfte setzt die One Data GmbH ein modernes Vergütungssystem sowie ein hervorragendes und innovatives Arbeitsumfeld ein. Dies zeigt sich auch auf der Internetplattform Kununu, dort ist One Data als .Top Company. gelistet. Dies sind wesentliche Elemente bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter einerseits und bei der langfristigen Bindung bereits bestehender Mitarbeiter andererseits. Die One Data GmbH bietet zudem kontinuierliche Weiterbildung, flache Hierarchien und ein familiäres Betriebsklima.

3.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der Geschäfts- und sonstigen Rahmenbedingungen schätzt die Geschäftsführung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als positiv ein. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde weiter in das Wachstum der Gesellschaft investiert, was sich im Ergebnis niederschlägt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die Investitionen in den nächsten Jahren amortisieren und in einem profitablen Umsatzwachstum münden werden.

III. Risiken- und Chancenbericht

1. Risikomanagementsystem

Die One Data GmbH ist als Technologieunternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement erfolgt derzeit auf Ebene der Geschäftsführung durch Beobachtung von risikorelevanten Parametern aus den einzelnen Bereichen und durch Abgleich mit den vorliegenden Planungen auf monatlicher Basis. Um die Geschäftsführung hierbei insbesondere vor dem Hintergrund des stetigen Wachstums zu unterstützen, wird eine systematische Risiko- und Chancenbewertung durchgeführt. Die Neubewertung der Chancen und Risiken erfolgt im Rahmen einer langfristigen Planung mindestens einmal jährlich. Die Ableitung von Maßnahmen erfolgt durch die Geschäftsführung und dient als Grundlage für strategische Zielsetzung. Das Qualitätsmanagement verfolgt regelmäßig die Umsetzung der Maßnahmen und erstattet einmal jährlich Bericht darüber.

2. Qualitätsmanagementsystem

Das eingeführte Qualitätsmanagementsystem wird in folgenden Bereichen angewendet: Entwicklung, Beratung und Vertrieb der KI-Datenproduktplattform One Data, einzelner Datenprodukte sowie Dienstleistungen und Kundenprojekte. Im aktuellen Jahr 2023 fand das zweite Überwachungsaudit für der ISO-Zertifizierung 9001:2015 statt. Dieses wurde erfolgreich bestanden. Des weiteren fand das erste Überwachungsaudit für die ISOZertifizierung 27001:2017 statt. Auch dieses wurde ohne Abweichungen bestanden. Das integrierte Managementsystem trägt zum Aufbau einer sicheren Umgebung und Aufrechterhaltung der Prozess- sowie Produktqualität bei. Darüber hinaus befähigt es die One Data GmbH, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, Risiken zu minimieren, Know-how zu sichern und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter einfacher sowie effizienter zu gestalten.

3. Risiken

Markt- und Absatzrisiken

Markt- und Absatzrisiken nehmen eine bedeutende Rolle ein. Ein schwaches Konjunkturumfeld sowie eine zurückhaltende Entwicklung in den Kernmärkten der One Data GmbH können die wirtschaftliche Situation der Kunden und deren Investitionsbereitschaft negativ beeinflussen. Es besteht die Gefahr, dass Kundenprojekte aufgrund wirtschaftlicher Engpässe verschoben werden, nicht starten oder nur in eingeschränktem Umfang weiterführen. Vor diesem Hintergrund werden die Kernmärkte intensiv beobachtet. Zudem wird durch die Zusammenarbeit mit Kunden aus unterschiedlichen Branchen die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und damit von speziellen Branchen reduziert. Darüber hinaus werden durch die belastbare und langjährige Zusammenarbeit mit vielen Kunden die Geschäftsbeziehungen mit diesen vertieft und ausgebaut.

Technische Risiken

Der schnelle und kontinuierliche technologische Wandel auf dem Markt der Enterprise Software unumgänglich zu branchenspezifischen Risiken. So besteht die Gefahr, dass bestimmte technische Entwicklungen zu spät erkannt werden und somit die eigene Position im Vergleich zur direkten Konkurrenz geschwächt wird. Die Entwicklung eigener Produkte ist grundsätzlich mit dem Risiko verbunden, dass diese nicht in dem gewünschten Umfang vom Markt bzw. von potentiellen Kunden auf- oder in Anspruch genommen werden. Ein Grund hierfür kann sein, dass die Funktionalität der Produkte nicht oder nicht ausreichend mit den Anwendungsbedürfnissen und -ansprüchen der jeweiligen Kunden im Einklang steht. Um dieses Risiko zu minimieren, wurden entsprechende Prozesse implementiert, um die Innovationskraft zu stärken, den fortlaufenden Wissensaustausch innerhalb des Unternehmens zu fördern und die Zusammenarbeit mit den Kunden zu stärken. Die Entwicklung der Produkte erfolgt dabei immer in enger Kooperation mit einem oder mehreren Kunden und wird regelmäßig überprüft. Nur so können die Bedürfnisse der Kunden transparent dargestellt und berücksichtigt werden.

Finanzielle Risiken

Im Bereich Finanzen muss einerseits ein mögliches Liquiditätsrisiko berücksichtigt werden. Dieses Risiko wird durch eine kontinuierliche Cash-Planung sowie durch Kennzahlenanalysen minimiert. Mit dem beabsichtigten weiteren Geschäftsaufbau geht auch ein erhöhter Finanzierungsbedarf einher, welcher durch die Gewinnung neuer Investoren gedeckt werden soll. Dem Forderungsausfallrisiko andererseits wird durch ein aktives Mahnwesen sowie eine regelmäßige Prüfung der Forderungsstruktur entgegengewirkt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird eine entsprechende Wertberichtigung vorgenommen. Es wird damit gerechnet, dass die finanziellen Verpflichtungen auch künftig jederzeit erfüllt werden können. Als wesentliches Instrument dient hierzu die Planung der liquiden Mittel auf Basis der zu erwartenden Zahlungseingänge sowie der zu erfüllenden Zahlungsverpflichtungen.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken ergeben sich im operativen Geschäft aus den Verträgen mit Kunden. Zu nennen sind hier beispielsweise Haftungs- und Gewährleistungsrisiken aus Datenschutzverletzungen oder Datenverlusten. Wesentliche Rechtsgeschäfte unterliegen der Prüfung durch die Geschäftsführung. Solche Rechtsgeschäfte werden in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten gewürdigt und Risiken reduziert.

4. Chancen

Durch ein fest verankertes Innovationsmanagement sowie ergänzend dazu die stetige Weiterbildung der Mitarbeiter wird One Data dem eigenen Anspruch als innovatives Unternehmen gerecht. Durch die One Data Academy soll sichergestellt werden, dass sowohl interne als auch externe Anwender im Umgang mit One Data geschult werden.

Das frühzeitige Erkennen und Nutzen von Trends ist ein wichtiger Faktor, um eine führende Rolle bei der technischen Entwicklung zu erlangen, sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen und frühzeitig die daraus resultierenden Chancen zu ergreifen.

Ein wesentlicher Teil der Entwicklungsarbeit wurde im Jahr 2023 in das Thema Ai-Powered Data Product Builder investiert, welches in die Datenplattform One Data integriert wurde. Durch Data Products können Kunden ihre eigenen Daten besser verwalten, Business Anwender mit einbeziehen und damit den Wert aus Daten deutlich steigern. Investitionen in Large Language Modelle unterstützen dabei, manuelle Prozesse zu automatisieren und bei der Nutzung durch technisch wenig affine Endanwender.

Somit lassen sie sich als hochwertige, qualitätsgeprüfte Datenprodukte im Rahmen des Data-Mesh-Konzepts behandeln und nutzen. Dadurch sind sie besser auffindbar, unmittelbar verständlich, sicher und interoperabel. Zugleich entstehen keine Silos, weil One Data eine übergreifende und replikationsfreie Quelldatenanbindung sicherstellt. Die Vernetzung der beteiligten Teams über Abteilungsgrenzen hinweg senkt zudem den Aufwand bei den ITTeams. Und nicht zuletzt sorgt eine föderale Verantwortungsstruktur für Autonomie und Agilität der Fachbereiche.

Die Chancen für das Geschäftsjahr 2024 sind aufgrund der andauernden Inflation schwer abschätzbar. Grundsätzlich bieten sich für One Data aufgrund der stärkeren Digitalisierungsbestrebungen von Unternehmen neue Chancen im Vertrieb . zudem wird in der Internationalisierung weiteres Wachstumspotential gesehen. Eine zeitnahe deutliche wirtschaftliche Erholung könnte sich zusätzlich positiv auf die Auftragslage auswirken.

Insgesamt bestehen keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. Von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird ausgegangen.

IV. Prognosebericht

Im Jahr 2024 befindet sich die IT-Branche laut Bitkom weiter auf Wachstumskurs. Für den deutschen Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik wird für dieses Jahr ein Wachstum um 4,4 % auf 224,3 Mrd. Euro prognostiziert, wovon der IT ein Plus von 6,1 % auf 151,5 Mrd. Euro zugesprochen wird. Innerhalb dieses Bereichs wird für das Geschäft mit IT-Software ein Plus von 9,4 % auf 45,5 Mrd. Euro erwartet. Die Plattformen mit Künstliche Intelligenz haben ein Wachstum von 38,3 % auf 1,4 Mrd. Euro.7

Die One Data GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse von ~10 Mio. EUR, sowie einem Jahresfehlbetrag von ~12 Mio. EUR. Maßgeblich für den Jahresfehlbetrag sind die weiteren Investitionen in die Weiterentwicklung und Optimierung der eigenen Plattform One Data sowie der damit verbundenen Datenprodukte und der Ausbau von Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Für das Geschäftsjahr 2025 wird mit Umsatzerlösen von ~12 Mio. EUR bei einem Jahresfehlbetrag von ~5 Mio. EUR geplant.

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html

4 https://www.ifo.de/fakten/2023-12-18/ifo-geschaeftsklimaindex-gefallen-dezember-2023

5 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt2023 / One Data GmbH

6 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt#_2023 / One Data GmbH

7 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt

 

Passau, 20.11.2024

One Data GmbH

gez. Dr. Andreas Böhm

gez. Dr. Stefan Roskos

gez. Dr. Gregor Wiest

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.783.752,19 9.886.140,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.342.294,00 9.191.457,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.342.294,00 9.191.372,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 85,00
II. Sachanlagen 415.684,50 662.907,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.684,50 662.907,50
III. Finanzanlagen 25.773,69 31.775,69
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.169,94 19.169,94
2. Beteiligungen 0,00 5.502,00
3. Sonstige Finanzanlagen 6.603,75 7.103,75
B. Umlaufvermögen 5.617.577,48 17.613.575,06
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 940.971,36 13.866.133,57
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 12.112.502,02
2. sonstige Vermögensgegenstände 940.971,36 1.753.631,55
davon gegen Gesellschafter 590,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.676.606,12 3.747.441,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 198.893,43 187.895,90
Summe Aktiva 14.600.223,10 27.687.611,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.734.324,63 19.724.126,70
I. Gezeichnetes Kapital 62.641,00 62.641,00
II. Kapitalrücklage 41.837.083,84 41.837.083,84
III. Bilanzverlust 39.165.400,21 22.175.598,14
davon Verlustvortrag 22.175.598,14 7.925.359,60
B. Rückstellungen 2.601.168,29 2.048.112,90
C. Verbindlichkeiten 8.419.476,18 5.316.723,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.354.303,36 3.196.240,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.033.421,64
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.031.751,18 2.120.483,53
D. Rechnungsabgrenzungsposten 845.254,00 598.648,02
Summe Passiva 14.600.223,10 27.687.611,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.676.339,06 13.326.661,74
2. Personalaufwand 20.711.084,66 19.702.839,75
a) Löhne und Gehälter 17.559.130,39 16.889.687,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.151.954,27 2.813.151,97
davon für Altersversorgung 25.244,13 19.805,96
3. Abschreibungen 3.309.978,76 2.734.132,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.309.978,76 2.734.132,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.590.077,84 5.057.195,25
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.133,66 1.635,55
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.806,48 12.744,07
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.198,23 94.294,17
7. Ergebnis nach Steuern -16.988.193,95 -14.249.055,54
8. sonstige Steuern 1.608,12 1.183,00
9. Jahresfehlbetrag 16.989.802,07 14.250.238,54
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 22.175.598,14 7.925.359,60
11. Bilanzverlust 39.165.400,21 22.175.598,14

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

One Data GmbH

I. Allgemeine Angaben

Die One Data GmbH hat ihren Sitz in Passau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Passau (HRB 7780).

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über einen typisierten Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und belaufen sich für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 € werden sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 250 € werden aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt.

Die Gesellschaft ist zudem an der ONE DATA GmbH (Schweiz) mit 100% zum Stichtag beteiligt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.325.000,00 2.185.000,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.708,67 0,00 70.708,67
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.395.708,67 2.185.000,00 70.708,67
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.643.342,12 28.623,76 0,00
Summe Sachanlagen 1.643.342,12 28.623,76 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.169,94 0,00 0,00
2. Beteiligungen 5.502,00 0,00 5.502,00
3. Genossenschaftsanteile 500,00 0,00 500,00
4. übrige sonstige Finanzanlagen 6.603,75 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 31.775,69 0,00 6.002,00
Summe Anlagevermögen 17.070.826,48 2.213.623,76 76.710,67
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 17.510.000,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 17.510.000,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.671.965,88
Summe Sachanlagen 0,00 1.671.965,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 19.169,94
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
4. übrige sonstige Finanzanlagen 0,00 6.603,75
Summe Finanzanlagen 0,00 25.773,69
Summe Anlagevermögen 0,00 19.207.739,57
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.133.628,00 3.034.078,00 0,00 0,00 9.167.706,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.623,67 54,00 70.677,67 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.204.251,67 3.034.132,00 70.677,67 0,00 9.167.706,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 980.434,62 275.846,76 0,00 0,00 1.256.281,38
Summe Sachanlagen 980.434,62 275.846,76 0,00 0,00 1.256.281,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. übrige sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.184.686,29 3.309.978,76 70.677,67 0,00 10.423.987,38
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 8.342.294,00 9.191.372,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 85,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 8.342.294,00 9.191.457,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 415.684,50 662.907,50
Summe Sachanlagen 0,00 415.684,50 662.907,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 19.169,94 19.169,94
2. Beteiligungen 0,00 0,00 5.502,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 500,00
4. übrige sonstige Finanzanlagen 0,00 6.603,75 6.603,75
Summe Finanzanlagen 0,00 25.773,69 31.775,69
Summe Anlagevermögen 0,00 8.783.752,19 9.886.140,19

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 128.442,02. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, waren im Vorjahr Forderungen an Gesellschafter in Höhe von EUR 11.984.060,00 enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vermögensgegenstände mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 13.028,68 (Vorjahr EUR 13.028,68) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsentgelt und Überstunden (TEUR 641, Vorjahr TEUR 589), erfolgsabhängige Mitarbeitervergütungen (TEUR 1.079, Vorjahr TEUR 1.212), Abfindungen (TEUR 324, Vorjahr TEUR 47) sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 384, Vorjahr TEUR 0).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 EUR kleiner 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
größer 5 Jahre
EUR
gegenüber Kreditinstituten 2.354.303,36 797.235,36 1.557.068,00 0,00
erhaltene Anzahlungen 6.003,67 6.003,67 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 257.675,40 257.675,40 0,00 0,00
ggü. verbundenen Unternehmen 5.033.421,64 5.033.421,64 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 768.072,11 716.923,43 1.148,68 50.000,00
Summe 8.419.476,18 6.811.259,50 1.558.216,68 50.000,00

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um ein Wandeldarlehen. Wird bei der One Data GmbH eine qualifizierte Finanzierungsrunde durchgeführt, sind sowohl die One Data GmbH also auch der Darlehensgeber verpflichtet, das Darlehen in Geschäftsanteile gemäß den im Wandeldarlehensvertrag festgelegten Bedingungen zu wandeln.

Ein Guthaben auf einem Bankkonto in Höhe von EUR 303.238,28 dient als Sicherheit für Verbindlichkeiten in Höhe von 1.280.000,00 Euro.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 856.781,09 dienen als Sicherheit für Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.280.000,00.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 141.076,98 dienen als Sicherheit für Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 72.904,00.

Ein Guthaben auf einem Bankkonto in Höhe von EUR 88.023,96 dient als Sicherheit für Verbindlichkeiten in Höhe von 72.904,00 Euro.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 EUR kleiner 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
größer 5 Jahre
EUR
gegenüber Kreditinstituten 3.196.240,00 723.336,00 2.472.904,00 0,00
erhaltene Anzahlungen 519.972,42 519.972,42 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 664.824,01 664.824,01 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 935.687,10 884.538,42 1.148,68 50.000,00
Summe 5.316.723,53 2.792.670,85 2.474.052,68 50.000,00

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

IV. Sonstige Angaben

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten betrug TEUR 2.224. Davon entfallen TEUR 2.185 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Durchschnitt im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Werkstudenten 30
Angestellte 229
Geschäftsführer 3
Gesamtzahl Arbeitnehmer inklusive Geschäftsführer 262

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr erfolgte der Verkauf einer Beteiligung zu einem Kaufpreis von TEUR 636. Unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten von TEUR 6 ergibt sich ein Veräußerungsgewinn von TEUR 630, der im Posten sonstige betriebliche Erträge enthalten ist.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:

Dr. Andreas Böhm Geschäftsführer (Sprecher der Geschäftsführung, verantwortlich für die Bereiche Produktentwicklung und Kundenprojekte)
Dr. Stefan Roskos Geschäftsführer (verantwortlich für die Bereiche Vertrieb und Marketing)
Dr. Gregor Wiest Geschäftsführer (Chief Financial Officer und Chief Operating Officer)

Die Bezüge der Geschäftsführer beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 643.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund von bereits abgeschlossenen Rechtsgeschäften ergeben sich zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 3.179. Hiervon sind TEUR 688 innerhalb eines Jahres fällig.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 5.715 (Vorjahr TEUR 6.342).

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 8.342 9.191
abzüglich passiv latenter Steuern -2.627 -2.849
Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre 5.715 6.342

Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hatte beschlossen, dass erzielte Jahresüberschüsse bzw. Jahresfehlbeträge vollständig in den Bilanzgewinn bzw. Bilanzverlust einzustellen sind. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust von EUR 39.165.400,21, der sich aus dem Jahresfehlbetrag von EUR 16.989.802,07 und dem Verlustvortrag von EUR 22.175.598,14 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Mit dem beabsichtigten weiteren Geschäftsverlauf geht auch ein erhöhter Finanzierungsbedarf einher. Im Jahr 2024 wurde vor diesem Hintergrund erfolgreich eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der die Zuführung neuer Finanzierungsmittel in Höhe von EUR 12,5 Mio. vereinbart wurde. Wesentliche weitere sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, sind nicht eingetreten.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Passau, 20.11.2024

gez. Dr. Andreas Böhm

gez. Dr. Stefan Roskos

gez. Dr. Gregor Wiest

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Hinweis: Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Außerdem wurde nur für Offenlegungszwecke die Aufstellungserleichterung nach § 276 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die One Data GmbH, Passau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der One Data GmbH, Passau, . bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden . geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der One Data GmbH, Passau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt .Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 20. November 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer

gez. Welsch, Wirtschaftsprüfer

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