Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 211360
Eingetragen
22.7.2014
Branche
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörEinzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Akku-, Elektro-Fahrrädern und Zubehör

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Leon Cycle B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Leon Cycle B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leon Cycle GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31.12.2020

Leon Cycle GmbH Handel mit Akku-, Elektrofahrrädern und Zubehör, Hannover

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 803,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 265.710,00 260.413,00
Summe Anlagevermögen 265.712,00 261.216,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 5.039.654,05 8.107.305,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 230.888,19 259.779,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.331.940,56 67.898,97
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.614.714,39 1.375.804,15
4.177.543,14 1.703.483,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 396.555,48 1.194.424,15
Summe Umlaufvermögen 9.613.752,67 11.005.213,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53,29 1.435,95
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 701.118,19 1.106.698,26
10.580.636,15 12.374.563,25

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 1.131.698,26 53.410,41-
III. Jahresüberschuss 405.580,07 1.185.108,67-
nicht gedeckter Fehlbetrag 701.118,19 1.106.698,26
Summe Eigenkapital 0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 39.679,18
2. sonstige Rückstellungen 81.065,47 11.500,00
81.065,47 51.179,18
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.079.076,37 8.224.828,13
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.079.076,37 (EUR 8.224.828,13)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.956.959,36 3.706.820,72
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 6.956.959,36 (EUR 3.706.820,72)
3. sonstige Verbindlichkeiten 463.534,95 391.735,22
- davon aus Steuern EUR 73.251,02 (EUR 57.474,50)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.487,10 (EUR 1.126,41)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 219.219,20 (EUR 111.735,22)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 244.315,75 (EUR 280.000,00)
10.499.570,68 12.323.384,07
10.580.636,15 12.374.563,25

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

Leon Cycle GmbH Handel mit Akku-, Elektrofahrrädern und Zubehör, Hannover

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.421.694,44 16.509.572,16
2. Gesamtleistung 24.421.694,44 16.509.572,16
3. sonstige betriebliche Erträge
a) übrige sonstige betriebliche Erträge 89.890,71 61.956,30
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 21.589,77 (EUR 2.085,14)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.793.739,69 13.408.107,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 18,91
18.793.739,69 13.408.126,10
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 945.040,99 847.520,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 251.012,07 206.374,90
- davon für Altersversorgung EUR 9.710,58 (EUR 7.198,92)
1.196.053,06 1.053.894,94
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 66.644,94 66.391,49
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 318.042,09 293.592,47
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 24.795,83 31.877,13
c) Reparaturen und Instandhaltungen 33.676,69 32.383,95
d) Fahrzeugkosten 26.828,47 26.402,72
e) Werbe- und Reisekosten 255.268,52 273.197,70
f) Kosten der Warenabgabe 2.611.031,52 2.167.475,57
g) verschiedene betriebliche Kosten 709.352,40 325.124,94
h) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 70.869,41 76.987,42
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 68.439,57 (EUR 4.220,08)
4.049.864,93 3.227.041,90
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,57 257,29
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.552,96 577,99
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.921,93- 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 406.652,07 1.184.246,67-
12. sonstige Steuern 1.072,00 862,00
13. Jahresüberschuss 405.580,07 1.185.108,67-

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben

Die Leon Cycle GmbH hat ihren Sitz in Hannover und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hannover (HRB Reg.Nr. 211360).

Die Leon Cycle GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge im Anhang werden in TEUR ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Es sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 406 zu verzeichnen. Aufgrund eines Bilanzverlustes im Vorjahr ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 701. Die Gesellschaft ist somit bilanziell überschuldet.

Zur Vermeidung einer Überschuldung im Rechtssinne wurde zwischen der Leisger Holding Limited und der Gesellschaft sowie zwischen der Suzhou Leisger Vehicle Cos., Ltd. und der Gesellschaft am 13. Juni 2022 eine Patronats- und Rangrücktrittsvereinbarung getroffen. Die Leisger Holding Limited und die Suzhou Leisger Vehicle Cos., Ltd. verzichten auf die Rückzahlung von Beträgen der Gesellschaft und gewähren weitere Beträge an die Gesellschaft, wenn die diese benötigt werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Verbindlichkeiten mit Fälligkeit bis zum 31. Juli 2024 zu begleichen. Eine Kündigung ist bis zum 31. Juli 2024 ausgeschlossen.

II. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800, diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiben, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Aller erkennbaren Risiken im Vorratsvermögens, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

III. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

IV. Erläuterung zu Bilanzposten - AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 1.332 (Vorjahr TEUR 68) resultieren in Höhe von TEUR 947 aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von TEUR 385 aus einer Darlehensgewährung und haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.

V. Erläuterung zu Bilanzposten - PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 37 Vorjahr TEUR 7), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 7 Vorjahr TEUR 5) sowie Abfindungen (TEUR 22 Vorjahr TEUR 0) und Urlaubsrückstellungen (TEUR 15 Vorjahr TEUR 0).

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten
Gesamt Bis zu 1 Jahr 1 -5 Jahre Mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.079 3.079 0 0
(Vorjahr) (8.225) (8.225) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.957 6.957 0 0
(Vorjahr) (3.707) (3.707) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 464 220 244 0
(Vorjahr) (392) (112) (280) (0)
10.500 10.256 244 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.957 resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten realisierte und unrealisierte Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 2)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Raumkosten, Vertriebskosten, Ausgangsfrachten, Werbe- und Reisekosten, Fahrzeugkosten, Versicherungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen enthalten in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr TEUR 4) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 3).

VII. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Es waren im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich 29 Mitarbeiter (Vorjahr 28) beschäftigt.

2020 2019
Vollzeit Mitarbeiter 27 26
Teilzeit Mitarbeiter 1 1
geringfügig Beschäftigte 1 1
Summe 29 28

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2020:

 

Herr Lijun Ding, operativer Geschäftsführer für Einkauf, Verkauf, Finanzen und Controlling

Der Geschäftsführer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus.

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Unsere Gesellschaft hat Operating Leasingvereinbarungen für Gebäude und Fahrzeuge abgeschlossen. Dies trägt zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingvereinbarungen haben noch eine Restlaufzeit von bis zu vier Jahren (Laufzeitrisiko) und führen zu einem jährlichen Leasingaufwand in Höhe von TEUR 257 netto.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt (netto) bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
-aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 1.028 257 771 0
Summe 1.028 257 771 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V. mit § 285 Nr. 17 HGB unterblieben.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die Leon Cycle GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Leon Cycle B.V. mit Sitz in Amsterdam. Die Gesellschaft wird zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 nicht in einen Konzernabschluss einbezogen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2020 sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind:

Am 24. Februar 2022 begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Der Krieg wird nach unserer aktuellen Einschätzung den Geschäftsverlauf der Leon Cycle GmbH im Jahr 2022 nicht wesentlich beeinflussen. Welche Folgen der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine auf längere Sicht beispielsweise für die Bereiche Energiewirtschaft oder Lieferketten haben wird, ist derzeit schwer einzuschätzen. Insgesamt betrachtet erwarten wir nach aktuellem Kenntnisstand keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage. Die Geschäftsführung wird diese Risiken im Fokus behalten und sofern notwendig im Rahmen ihrer Möglichkeiten Maßnahmen ergreifen.

Für weitere Informationen verweisen wir auf den Risikobericht im Lagebericht.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Hannover, den 15. September 2022

Leon Cycle GmbH

Lijun Ding

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Leon Cycle GmbH hat ihren Sitz in Hannover. Alleinige Gesellschafterin der Leon Cycle GmbH ist die Leon Cycle B.V. mit Sitz in Amsterdam. Die Gesellschaft gehört zu einer Unternehmensgruppe in der alle Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar zu 100 % im Anteilsbesitz der Elewave Investment Co. Ltd. (BVI) als Konzernobergesellschaft stehen. Mehrheitseigner der Elewave Investment Co. Ltd. (BVI) ist Lijun Ding.

Die Leon Cycle GmbH ist hauptsächlich auf dem deutschen E-Bike Markt tätig. Die Produktpalette besteht aus verschiedenen Modellen aus den Bereichen E-Mountainbikes, E-Fatbikes, E-Trekkingbikes, E-Foldingbikes, E-Citybikes sowie Akkus und Zubehör & Ersatzteile von den Herstellern NCM und ET.CYCLE. Die Modelle liegen in einem Preissegment zwischen 1.000 € und 2.000 €. Die Produkte werden größtenteils von asiatischen Herstellern innerhalb der Unternehmensgruppe importiert. Die restlichen Bestandteile stammen von deutschen Fahrradherstellern. Die Montage erfolgt bei Zulieferern aus Europa. Die Leon Cycle GmbH ist überwiegend im B2C Bereich tätig. Sie vertreibt überregional sowohl im Onlinehandel wie auch im Groß- und Einzelhandel ihre Produkte. Der Großteil des Umsatzes erfolgt durch den Onlinehandel. Außerdem betreibt die Gesellschaft zwei Einzelhandelsgeschäfte in Hannover und in München. Hier werden neben den verschiedenen Produkten auch Fachberatungen angeboten.

2. Forschung und Entwicklung

Die Leon Cycle GmbH betreibt keine eigene Forschung und ist eine reine Vertriebsgesellschaft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Situation der Fahrradbranche ist für die Leon Cycle GmbH insgesamt als sehr positiv zu bewerten. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Geschäftsjahr weltweit gut entwickelt. Der Absatzmarkt für den Verkauf von E-Bikes steigt beständig. In Deutschland ist die Anzahl verkaufter E-Bikes im Jahr 2020 um 43,3 % auf insgesamt 1,95 Mio (VJ 1,36 Mio. Stück) verkaufte Fahrräder gestiegen. Die Tendenz ist weiterhin steigend.

Allgemein sind ca. 43 % aller bundesweit verkauften Fahrräder E-Bikes. Dabei wird der Großteil aller Elektrofahrräder importiert.

Die Leon Cycle GmbH muss sich in Europa gegen viele Marktteilnehmer behaupten. Durch das gute Preis-Leistungsverhältnis überzeugen die Modelle der Leon Cycle GmbH. Die Gesellschaft setzt auf geringere Grundpreise und setzt sich so von der Konkurrenz im Luxus Segment ab. Im Jahr 2018 schaffte es die Eigenmarke NCM in die Top 10 der E-Bike-Verkäufe in Deutschland auf der Verkaufsplattform idealo.de.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft zeigen seit ihrer Gründung im Jahr 2014 durchgängig eine positive Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2020 sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 47,9 % gestiegen.

Bedingt durch politische Maßnahmen gegenüber chinesischen Lieferanten wurden im Vorjahr die Zölle deutlich erhöht. Infolgedessen hat die Gesellschaft versucht, ihre Waren über Lieferanten in Frankreich und Sachsen-Anhalt zu beziehen. Dieser innereuropäische Einkauf hat allerdingst dazu geführt, dass im vergangenen Geschäftsjahr ein erheblicher Verlust entstanden ist.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde der europäische Einkauf prozentual zum Gesamteinkauf vermindert. Die Importe aus Asien haben sich wieder deutlich erhöht, so dass sich im laufenden Geschäftsjahr wieder ein angemessener Gewinn ergibt.

Der hohe Inventurbestand des Vorjahres hat sich wieder deutlich vermindert.

Die Leon Cycle GmbH ist weiterhin mit dem Ausbau von Lieferketten und internen Strukturen beschäftigt. Die Geschäftsführung bewertet das Geschäftsjahr positiv.

3. Ertragslage im Geschäftsjahr 2020

Die Ertragslage im Jahr 2020 entspricht der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Fahrradmarktes. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 24.422 (VJ TEUR 16.510), was einem Zuwachs von 47,9 % entspricht. Das Ergebnis nach Steuern ist positiv. Die Umsatzrendite im Geschäftsjahr beträgt 1,66 % (VJ -7,18 %).

Die Umsatzerlöse aus dem Shop Geschäft konnten erheblich gesteigert werden und betrugen im Jahr 2020 TEUR 1.366 (VJ TEUR 676).

Der Materialaufwand betrug im Jahr 2020 TEUR 18.794 (VJ TEUR 13.408), was zu einer Rohgewinnmarge von 23,04 % (VJ 18,79 %) geführt hat. Das EBIT beträgt TEUR 406 (VJ TEUR -1.184) und das EBITDA beträgt TEUR 493 (VJ TEUR -1.118). Insgesamt hat sich das Jahresergebnis aufgrund gestiegener Auftragslage und damit verbundenen höheren Umsatzerlösen positiv entwickelt.

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist trotz des Jahresüberschusses negativ, da sich der Warenbestand vermindert hat. Da die Umsatzerlöse weiter ansteigen und die Schwierigkeiten mit den europäischen Lieferanten weitestgehend behoben sind, wird eine zukünftig positive Ertragslage erwartet.

4. Vermögenslage zum 31.12.2020

Die Vermögenslage ist im Geschäftsjahr 2020 durch eine im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 1.794 verminderte Bilanzsumme gekennzeichnet.

Im Bereich des Anlagevermögens ist eine Erhöhung in Höhe von TEUR 4 zu verzeichnen.

Die Verminderung des Vorratsvermögens um TEUR 3.068 ergibt sich aus dem planmäßigen Abbau der Bestände im Bereich der fertigen Erzeugnisse und Waren zum Jahresende.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 91. Ebenso erhöhten sich die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.119. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 1.264 angestiegen.

Der Kassenbestand und die Bankguthaben zeigten sich um TEUR 798 vermindert.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 70 erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich zum Vorjahr um TEUR 5.146. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich hingegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.250. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 72 gestiegen.

5. Finanzlage zum 31.12.2020

Aufgrund des erheblichen Bilanzverlustes im vorherigen Geschäftsjahr ergibt sich trotz des Jahresüberschusses im Jahr 2020 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 701 (VJ 1.107). Die Eigenkapitalquote ist negativ. Das Unternehmen wird überwiegend durch Lieferantenkredite von Konzerngesellschaften der Muttergesellschaft finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen in diesem Zusammenhang TEUR 6.957 (VJ 3.707). Die Finanzierung über diese Konzerngesellschaften ist langfristig orientiert und gesichert. Bankverbindlichkeiten, langfristige vertragliche Vereinbarungen und wesentliche außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

III. Darstellung der Risiken-, Chancen und der künftigen Entwicklung

1. Risikomanagementsystem

Die Leon Cycle GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Vermeidung von Planungsabweichungen und zur Sicherstellung einer nachhaltig positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie ist in das zentrale Risikomanagement des Konzerns eingebunden.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen neben Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten noch Darlehen zu nahestehenden und verbundenen Unternehmen.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. So stellt die Gesellschaft größere Zahlungsausfälle und ausreichend Liquidität sicher.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

2. Risikobericht

Nachfolgend werden die Risiken für die Gesellschaft in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgelistet.

Grundsätzlich besteht aufgrund der Einbindung in die Unternehmensgruppe eine hohe Abhängigkeit, die sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Ein daraus resultierendes Risiko ist die Abhängigkeit von den asiatischen Konzernunternehmen, da sich aufgrund von europäischen Zollvorschriften die Bezugskosten jederzeit ändert können.

Die Leon Cycle GmbH ist diversen weiteren Risiken ausgesetzt, die die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten. Die nachfolgend dargestellten Risiken werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger negativer) finanzieller Auswirkungen aufgeführt. Zu den wesentlichen Risiken gehören:

Verluste von Kunden bzw. Absatzplattformen

Einkaufspreisveränderungen (z.B. infolge von Energiepreisschwankungen, globalen Marktveränderungen, Importverboten)

wirtschaftliche Auswirkungen von Epidemien, Pandemien und kriegerischen Ereignissen in Europa

Verfehlung der Profitabilitätsziele durch z.B. falsche Strategie, gesellschaftliche Marktveränderungen, unrealistische Ziele sowie Mängel in betrieblichen Prozessen

Kundeninsolvenzen, in deren Folge neben dem Vertrags- und Forderungsverlust auch Folgekosten drohen

Haftpflichtfälle aus betrieblicher Leistungserbringung durch sicherheitsrelevante Vorfälle

Bei den oben genannten Einzelrisiken wird aufgrund der bestehenden Maßnahmen bzw. der Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems von einer eher geringen Eintrittswahrscheinlichkeit bei ohnehin jeweils geringem Risikograd ausgegangen. Dennoch können gewisse negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vollends ausgeschlossen werden.

Generelle Risiken bergen die Vielzahl von Gesetzen sowie Umweltschutz-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die im Falle einer Nichteinhaltung die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen könnten.

Zu den generellen Risiken zählt auch die Möglichkeit eines Versagens der IT-Systeme, das ggf. geschäftsschädigend sein könnte.

Rechtliche Risiken bestehen nicht: die Leon Cycle GmbH ist nicht in wesentliche Gerichtsverfahren verwickelt, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten und die im Abschluss hätten berücksichtigt werden müssen.

Die Leon Cycle GmbH ist zum 31.12.2020 bilanziell überschuldet und ist daher einem Überschuldungsrisiko ausgesetzt. Um diesem entgegenzuwirken hat die Gesellschaft eine Patronats- und Rangrücktrittsvereinbarung mit der Leisger Holding Limited und der Suzhou Leisger Vehicle Cos., Ltd. abgeschlossen. Die Leisger Holding Limited und die Suzhou Leisger Vehicle Cos., Ltd. verzichten auf die Rückzahlung von Beträgen der Leon Cycle GmbH und gewähren weitere Beträge an die Gesellschaft, wenn die diese benötigt werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Verbindlichkeiten mit Fälligkeit bis zum 31. Juli 2024 zu begleichen. Eine Kündigung ist bis zum 31. Juli 2024 ausgeschlossen.

Ende Februar begann der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Daraus resultierende Risiken für die Entwicklung der Leon Cycle GmbH sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht abschätzbar. Sie werden jedoch von der Geschäftsführung fortlaufend sowie ad hoc bei relevanten Lageänderungen neu bewertet.

Die voraussichtlichen Energiekosten für 2022 werden aufgrund gesicherter Verträge nach derzeitigem Stand auf dem Niveau der Unternehmensplanung 2022 bleiben. Das Risikoniveau schätzen wir daher für 2022 gering ein. Welche Folgen der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine für die Energiewirtschaft auf längere Sicht haben wird, ist derzeit schwer einzuschätzen. Sollten künftig insbesondere Erdgas-Lieferungen ausbleiben, hätte dies Kosten-Auswirkungen auf den gesamten deutschen Energiemarkt. Dies wird insbesondere die Folgejahre 2023 ff. beeinflussen.

Der Krieg hat keinen mittelbaren Einfluss auf Lieferketten und Preisgefüge in der Beschaffung. Die Mehrzahl der Beschaffungsverträge sichert die Leon Cycle GmbH aktuell weitestgehend gegen kriegsinduzierte Preissteigerungen ab. Wesentliche Auswirkungen auf die Umsatzerlöse werden nicht von der Leon Cycle GmbH erwartet. Jedoch werden Preissteigerungen in Höhe von mindestens der prognostizierten Inflationsrate von +7,9 % für das Jahr 2022 erwartet.

Die Risikolandschaft der Gesellschaft hat sich im Berichtzeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken, auch in Verbindung mit anderen Risiken, ab.

3. Chancenbericht

Die mittel- und langfristigen Perspektiven für die Gesellschaft werden von der Geschäftsführung als positiv eingeschätzt.

Die zunehmende Bedeutung des Klimaschutzes und die damit verbundene Nachfrage nach klimaneutralen alternativen Fortbewegungsmitteln hat die weltweite Nachfrage nach Fahrrädern und E-Bikes angekurbelt. Vor allem die Ankündigung des "European Green Deals" der europäischen Kommission im Dezember 2019 kann langfristig eine Chance nach noch höherer Nachfrage darstellen. Schon von 2017 bis 2019 ist ein starker Zuwachs der Nachfrage am deutschen Fahrradmarkt zu erkennen. Insbesondere die Nachfrage nach E-Bikes aller Art hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Die Leon Cycle GmbH hat somit mittel- und langfristig die Chance von dem Marktwachstum zu partizipieren.

Durch die Stellung im Wettbewerb, insbesondere durch die Preisführerschaft, besitzt die Leon Cycle GmbH einen großen potenziellen Absatzmarkt. Durch das gute Preis-Leistungsverhältnis eignen sich die Produkte der Gesellschaft als Einstiegsmodelle. Durch das Produktportfolio, das alle Typen an E-Bikes abdeckt, adressiert die Gesellschaft verschiedene Abnehmer in verschiedenen Bereichen und verschiedenen Anforderungen.

Durch die Einbindung in die Unternehmensgruppe sind sichere Lieferketten und kontinuierliche Verfügbarkeit der Ware sichergestellt. Insbesondere die hohe Nachfrage setzt ein funktionierendes Lieferkettensystem voraus.

Des Weiteren besteht durch den Aufbau eines Stationären Handels in ganz Deutschland die Chance, weitere Services wie Reparaturen anzubieten. Außerdem wollen viele Kunden ein E-Bike vor ihrer Kaufentscheidung Probe fahren, da die Investition oft eine Entscheidung für mehrere Jahre ist und E-Bikes ab einem Grundpreis von ca. 1.000 € beginnen. Mit dem Ausbau von Stores könnte die Gesellschaft insofern noch mehr potenzielle Kunden erreichen. Zudem könnte so die Reaktionsfähigkeit auf Kundenanforderungen durch spezialisierte Anwendungsberatung verbessert werden.

4. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft hat bedingt durch die SARS-COV-2-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 einen historischen Einbruch erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5 % zurückgegangen. Jedoch konnte sich die Wirtschaft mit Beginn des Impfangebotes schnell wieder erholen, so dass für das Jahr 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,0 % erwartet wird.

Die Leon Cycle GmbH konnte trotz des Einbruchs der deutschen Wirtschaft ihren Umsatz im Jahr 2020 um 47,9 % steigern. Dies ist auf das starke Onlinegeschäft und die gestiegene Nachfrage nach E-Bikes zurückzuführen. Der Verkauf von E-Bikes in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 % gestiegen. Fahrräder und E-Bikes sind ein immer wichtigerer Bestandteil der Alltagsmobilität. Insbesondere innovative Weiterentwicklungen in der Antriebs- und Batterietechnologie bspw. die Integration der Batterie in den Fahrradrahmen und deutlich größere Nutzungsmöglichkeiten der E-Bikes führen zu einem rasanten Anstieg der Nachfrage.

Für die Zukunft können außerdem Modelle wie Bike-Leasing und Bike-Sharing weiterhin die Nachfrage ankurbeln. Einzig und allein der Stationäre Handel war im Jahr 2020 von der Pandemie durch Store Schließungen im Lockdown betroffen. Wie bereits zuvor beschrieben bringt der stationäre Handel jedoch auch Chancen mit sich. Aufgrund der vorzeitigen Store Schließung im Jahr 2020 hat die Leon Cycle GmbH ihren Store-Eröffnungsplan für 2020 ausgesetzt und erst im Jahr 2021 erneut aufgenommen. Im Jahr 2021 wurde der zweite Store in München eröffnet. Es ist geplant weitere 6 bis 8 Stores zu eröffnen.

Im ersten Halbjahr 2021 musste die Deutsche Fahrrad- und E-Bike-Industrie mit verschiedenen Problemen kämpfen. Zwar ist die Nachfrage weiterhin groß, jedoch setzten sich die Folgen der Corona-Pandemie fort. Neben Werksschließungen und Produktionsunterbrechungen ist eine Knappheit an Rohstoffen und Brüche in den Lieferketten zu beobachten. Insbesondere der Lieferstau am Suez-Kanal im März 2021 hat zu Lieferkettenproblemen geführt. Daher erwartet die Leon Cycle GmbH für 2021 einen Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020. Durch die grundsätzlich gestiegene Nachfrage und den geschilderten Aussichten rechnet die Leon Cycle GmbH im Jahr 2022 wieder mit einem Umsatzwachstum zwischen 20 - 30 % und einem starken Anstieg des EBIT um 30 - 40 %.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Leon Cycle GmbH, Hannover:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Leon Cycle GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leon Cycle GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

ermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hannover, den 30. September 2022

Gehrke Econ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Olaf Goldmann, Wirtschaftsprüfer

Stephan Hachmeyer, Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

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