Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 205022
Vorher
Mainsee 1052. V V GmbH
Eingetragen
19.12.2016
Branche
Herstellung von MatratzenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Vertrieb von Systemschäumen und von Schaumstoffen in Blöcken und Platten, insbesondere von Kaltschaummatrazen unter Bezeichnung "matrazzo", sowie ähnlichen Artikeln und die Unterhaltung artverwandter Betriebe

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Dyllick
seit 27.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Näder Ventures GmbH & Co. KG

Duderstadt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Näder Ventures GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Näder Ventures GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 10. Juli 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Breh, Wirtschaftsprüfer

Eggert, Wirtschaftsprüferin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

TEUR TEUR 31.12.2020
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.753 3.272
2. Geschäfts- oder Firmenwert 55.413 13.965
58.166 17.237
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.108 11.598
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.873 2.997
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.101 1.686
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 982 845
18.064 17.126
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 25
2. Beteiligungen 307 307
3. sonstige Ausleihungen 1 45
333 377
76.563 34.740
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.474 3.609
2. Unfertige Erzeugnisse 7.867 36.588
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.326 1.449
4. Geleistete Anzahlungen 57 7.355
15.724 49.001
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.184 3.528
2. Sonstige Vermögensgegenstände 12.975 8.409
31.159 11.937
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.462 9.564
56.345 70.502
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.629 321
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 213 206
135.750 105.769

PASSIVA

TEUR TEUR 31.12.2020
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 5 5
II. Konzernrücklagen 41.874 17.773
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 732 -85
IV. Verlustvortrag -5.715 -2.992
V. Konzernjahresfehlbetrag -16.838 -2.723
20.058 11.978
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN 1.054 1.252
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.022 0
2. Steuerrückstellungen 1.325 1.265
3. Sonstige Rückstellungen 26.778 14.189
29.125 15.454
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.669 11.742
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.747 57.505
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.144 2.425
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 85 6
5. Sonstige Verbindlichkeiten 37.851 3.633
82.496 75.311
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.397 16
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.620 1.758
135.750 105.769

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

TEUR TEUR 2020
TEUR
1. Umsatzerlöse 188.448 31.978
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -28.630 22.559
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.105 803
163.923 55.340
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 60.703 23.784
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.624 0
81.327 23.784
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 52.010 16.801
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.512 2.958
60.522 19.759
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.599 4.023
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.019 9.761
8. Betriebsergebnis -14.544 -1.987
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26 89
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.595 -188
-1.569 -99
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -487 -570
12. Ergebnis nach Steuern -16.600 -2.656
13. Sonstige Steuern -238 -67
14. Konzernjahresfehlbetrag -16.838 -2.723

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021

TEUR 2020
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis -16.838 -2.723
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.599 4.023
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 4.090 -751
Abnahme (-) des Sonderpostens für Investitionszuschüsse/-zulagen -198 -440
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 30.664 -19.319
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -23.295 27.774
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 43 0
Zinsaufwendungen 1.569 0
Ertragssteueraufwand 487 742
Ertragssteuerzahlungen -1.040 130
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.081 9.436
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen des Anlagevermögens 840 336
Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis -23.500 0
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.069 -1.347
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -307 -125
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -45
Erhaltene Zinsen 26 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -26.010 -1.181
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Kapitalerhöhungen 24.346 0
Auszahlungen (-) aus Kapitalherabsetzung 0 -1.274
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -2.073 -1.407
Gezahlte Zinsen -1.595 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 20.678 -2.681
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) -2.151 5.574
Wechselkursbedingte Wertänderungen 560 -80
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen 1.489 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.564 4.070
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.462 9.564
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 9.462 9.564
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.462 9.564

Konzerneigenkapitalspiegel für 2021

der Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt

Angaben in TEUR

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Rücklagen
Kommanditisten Summe Kapitalrücklage gemäß Gesellschaftsvertrag Summe
Stand am 31.12.2019 5 5 19.047 19.047
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Einstellung/Entnahme aus den Rücklagen 0 0 -1.274 -1.274
Ergebnisvortrag 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand am 31.12.2020 5 5 17.773 17.773
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Einstellung/Entnahme aus den Rücklagen 0 0 24.346 24.346
Sonstige Veränderungen 0 0 -245 -245
Ergebnisvortrag 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 5 5 41.874 41.874
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 31.12.2019 -1 -1.507 -1.485 16.059
Währungsumrechnung -84 0 0 -84
Einstellung/Entnahme aus den Rücklagen 0 0 0 -1.274
Ergebnisvortrag 0 -1.485 1.485 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 -2.723 -2.723
Stand am 31.12.2020 -85 -2.992 -2.723 11.978
Währungsumrechnung 817 0 0 817
Einstellung/Entnahme aus den Rücklagen 0 0 0 24.346
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -245
Ergebnisvortrag 0 -2.723 2.723 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 -16.838 - 16.838
Stand am 31.12.2021 732 -5.715 -16.838 20.058

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Konzerns und Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der Konzern der Näder Ventures GmbH & Co. KG umfasst nach dem Erwerb der Sycor Gruppe zum 1. Januar 2021 nunmehr drei Geschäftsbereiche.

Im Geschäftsbereich Kunststoff existieren Produktions- und Vertriebsstätten in Deutschland, Italien und den USA. In diesen Standorten werden technische Gele produziert und ihre Einsatzmöglichkeiten erforscht. Zum Produktportfolio gehören insbesondere Komfort- und Dichtelemente aus Gel, Kissen, Gel-Topper sowie Gel-Polster, die ihre Anwendung unter anderem im industriellen, medizinischen sowie im Schlaf- und Sportbereich finden.

Der Geschäftsbereich Schiffsbau hat einen Produktionsstandort in Finnland sowie einen weiteren Standort in Spanien auf Mallorca, in dem hauptsächlich Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Hauptprodukt der Baltic Gruppe sind große, aus leichten Materialien wie Carbon und Fiberglas gefertigte Segelyachten.

Die neu erworbene Sycor Gruppe stellt den Geschäftsbereich IT dar. Dieser Geschäftsbereich agiert als internationaler Digitalisierungsanbieter mit Standorten in Deutschland, Österreich, Nordamerika und Asien. Im Fokus stehen Beratungen in Bezug auf ERP-Lösungen und sonstige IT-Dienstleistungen.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Lage 1

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2021 nur stockend und ungleichmäßig von dem coronabedingten Einbruch des Jahres 2020 erholt. In nahezu allen großen Volkswirtschaften bremsten vereinzelte Corona-Ausbrüche und Lieferengpässe die wirtschaftliche Aktivität aus und behinderten in der Folge den aufkommenden Aufschwung vieler Industrienationen. Selbst die Expansion der chinesischen Wirtschaft kam durch eine Krise der Energieversorgung, produktionsbeschränkende Maßnahmen aufgrund der strikten chinesischen No-Covid-Politik und globaler Lieferkettenprobleme, ins Stottern. Trotz abflauender Konjunkturerholung verzeichnet das globale Bruttoinlandsprodukt einen Anstieg von 5,6%.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 von der anhaltenden Corona-Pandemie geprägt. Hinzukamen Liefer- und Materialengpässe. Dennoch erholte sich die deutsche Wirtschaft im zweiten Corona-Jahr von dem Einbruch des Vorjahres. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete einen preisbereinigten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7%. Damit lag das Bruttoinlandsprodukt jedoch immer noch 2,0% unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019.

Die Wirtschaft im Euroraum ist im Pandemiejahr 2021 wieder substanziell gewachsen. Das Wirtschaftswachstum lag im dritten Quartal nur noch 0,3% unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Dennoch belasten Eindämmungsmaßnahmen in kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen sowie Lieferengpässe im industriellen Bereich die gesamtwirtschaftliche Erholung, sodass sich der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum auf 5,0% belief.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt zum Bruttoinlandsprodukt für Deutschland in der Pressekonferenz vom 14. Januar 2022 sowie Institut für Weltwirtschaft Nr. 85 (2021 | Q4) vom 15. Dezember 2021.

Das konjunkturelle Bild in den Schwellenländern war auch im Jahr 2021 äußerst heterogen. Das Ausmaß des wirtschaftlichen Einbruchs und deren Erholung war in den einzelnen Ländern, insbesondere in Lateinamerika, sehr differenziert. Während die Wirtschaft in einzelnen Andenländern zunehmend florierte, ging die Produktion in den großen Agrarnationen Brasilien und Argentinien dürrebedingt deutlich zurück. Dies hatte zur Folge, dass der private Konsum sowie stark steigende Preise die Kaufkraft reduzierten. In der Gesamtheit kam es in Lateinamerika jedoch zu einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 6,6%.

Auch der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum stellt sich komplett unterschiedlich dar. Besonders stark betroffen war im Frühjahr zum einen die Wirtschaft in Indien, welche sich vom pandemiebedingten Einbruch jedoch im Rest des Jahres zunehmend erholen konnte. In anderen asiatischen Schwellenländern kam es hingegen aufgrund stark erhöhter Infektionszahlen der Delta-Variante wiederum zu deutlichen Rückgängen der wirtschaftlichen Aktivität. Insbesondere in China bremsten lokale Eindämmungsmaßnahmen zwecks Durchsetzung der Null-Covid-Politik das dortige Wirtschaftswachstum. In Summe wuchs die chinesische Wirtschaft dennoch um 7,8%.

In den USA erholte sich die Wirtschaft im Jahr 2021 von der historischen Talfahrt des Vorjahres. Nach einem deutlichen Produktionsanstieg zu Beginn des Jahres, verlangsamte das Wirtschaftswachstum der USA jedoch zunehmend. Gründe hierfür waren unter anderem Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten sowie Beeinträchtigungen der Ölförderung aufgrund eines Hurrikans. Insgesamt wuchs die US-Wirtschaft dennoch um 5,6%.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die Weltwirtschaft auch im Jahr 2021 regional unterschiedlich schnell von den Beeinträchtigungen der Corona-Pandemie erholte. Immer wieder bremsten lokale Corona-Ausbrüche vorübergehend der Erholungsprozess einzelner Volkswirtschaften. Für 2022 bleibt zu hoffen, dass sich der weltwirtschaftlich eingeschlagene Erholungsprozess kontinuierlich durchsetzt und die Auswirkungen von Corona-Pandemie und Lieferengpässen weiter an Einfluss verlieren.

Trotz der bekannten weltwirtschaftlichen Herausforderungen schaffte es die deutsche Wirtschaft sich von Pandemie und Lieferengpässen zu erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg nach ersten Berechnungen um 2,7%. Die Veränderungen stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

Nachdem die Produktion im Krisenjahr 2020 massiv eingeschränkt war, hat sich die Wirtschaftsleistung in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Sowohl im verarbeitenden Gewerbe (+4,4%) als auch in den meisten Dienstleistungsbereichen stieg die preisbereinigte Wertschöpfung an. In den Bereichen Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen nahm die Wirtschaftsleistung um 5,4% zu. Im zusammengefassten Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, die zusammen einen Zuwachs von 3,0% verzeichneten, waren es vor allem der Verkehr und das Gastgewerbe die zulegten. Lediglich im Baugewerbe, in dem das erste Corona-Jahr kaum Spuren hinterließ, war die Wirtschaftsleistung mit 0,4% leicht rückläufig.

Von den Maßnahmen der Eindämmung der Corona-Pandemie waren auf der Verwendungsseite auch im zweiten Jahr erneut die privaten Haushalte besonders betroffen. Die preisbereinigten Konsumausgaben stabilisierten sich auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Bei den langlebigen Konsumgütern gab es in 2021 eine starke Gegenbewegung, nachdem diese im zweiten Halbjahr 2020, durch die zeitweise gesenkten Mehrwertsteuersätze, besonders nachgefragt wurden. Dagegen wurden kurzlebige Konsumgüter wieder etwas mehr nachgefragt und auch für Reisen wurde wieder mehr Geld ausgegeben. Eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft waren auch im Jahr 2021 die staatlichen Konsumausgaben. Diese stiegen preisbereinigt um weitere 3,4%. Vor allem für die eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests, die Beschaffung der Corona-Impfstoffe sowie das Betreiben von Test- und Impfzentren gab der Staat mehr Geld aus.

Nach fünf Jahren in Folge stagnierten die Zuwächse in der Bauindustrie und legten lediglich um 0,5% zu. Voll ausgelastete Kapazitäten am Bau, bedingt durch fehlende Arbeitskräfte und Materialmangel sind die Gründe hierfür. Entsprechend steigen auch die Baupreise stark an. In Ausrüstungen wurde 2021 3,2% mehr investiert als in 2020. Nach dem starken Rückgang im Vorjahr wurde zumindest ein Teil der Investitionen nachgeholt.

Der Außenhandel erholte sich nach den massiven Rückgängen im Vorjahr wieder etwas. Preisbereinigt exportierte Deutschland 9,4% mehr Waren und Dienstleistungen als in 2020. Die Importe legten gleichzeitig um 8,6% zu, so dass der Außenbeitrag insgesamt mit 0,9% zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes beitrug.

1.3 Wechselkursentwicklung

Zu den für die Näder Ventures GmbH & Co. KG wesentlichen Währungen zählt neben dem Euro auch der US-Dollar. Im Berichtsjahr 2021 gewann der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter an Wert. Der Stichtagskurs lag zum 31. Dezember 2021 bei 1,13 gegenüber 1,23 zum Vorjahr. Der Jahresdurchschnittskurs lag bei 1,18 gegenüber 1,14 im Vorjahr.

1.4 Zinsentwicklung

Den Leitzins beließ die Europäische Zentralbank auch im Geschäftsjahr 2021 weiter bei 0,0%, so dass der durchschnittliche Zins weiterhin auf dem niedrigen Niveau verbleibt.

Der 3-Monats-EURIBOR sank auch im Berichtsjahr 2021 weiter leicht im Vergleich zu den Vorjahren. Zum 31. Dezember 2021 belief sich der Zinssatz auf - 0,57% nach - 0,55% im Vorjahr.

1.5 Entwicklung der Abnehmerbranchen

Die Abnehmerbranchen der Näder Ventures Gruppe waren auch im Berichtsjahr 2021 nur teilweise von der Corona-Pandemie betroffen.

Kunststoff

Das Produktportfolio im Bereich Kunststoff der Näder Ventures Gruppe zeigt sich auch im Jahr 2021 weiter rückläufig. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Während die allgemeinen Preissteigerungen zu einem zurückhaltenden Einkaufsverhalten im Markt führten, kam es in einzelnen Bereichen zu Versorgungsengpässen und Qualitätsproblemen, welche wiederum einen entsprechenden Auftrags- und Umsatzrückgang bewirkten. Der Umsatz im Markt mit anderen Anwendungsfeldern, der sich durch erweiterte Materialeigenschaften und Neuentwicklungen ergibt, stellte sich im Berichtsjahr grundsätzlich positiv dar, konnte die vorstehend genannten Rückgänge jedoch nicht kompensieren.

In den weiteren Bereichen zeigte sich der Umsatz stabil. Teilweise wurden durch regionale Nachholeffekte aus dem Vorjahr deutliche Zuwächse verzeichnet. Auch in 2021 war das Wachstum lokal unterschiedlich ausgeprägt. Während in Nordamerika konstante Zuwächse verzeichnet wurden, büßte die Region Asia/Pazifik aufgrund einzelner Corona-Eindämmungsmaßnahmen teils deutlich an Umsatz ein.

Schiffsbau

Baltic Yachts ist in einer eindeutig abgegrenzten Branche tätig. Dabei handelt es sich um die Konzeption, Konstruktion, Fertigung und den Service von Segelyachten mit einer Länge ab 24 Meter. Der Rumpf dieser Segelyachten wird aus Carbon gefertigt. Dabei handelt es sich um Einzelanfertigungen nach Maßgabe der Kunden. Die Entwicklung dieser Branche ist insofern nicht an die allgemeine Geschäftsentwicklung, sondern nur an die Zyklen, die sich aus dem Fertigungszeitplan ergeben, geknüpft.

IT

Die Sycor Gruppe konnte als Digitalisierungsdienstleister im Berichtsjahr 2021, mit ihren bedarfsgerechten IT-Lösungen in den Geschäftsbereichen Microsoft Dynamics 365, SAP sowie Cloud and Technology Services grundsätzlich vom allgemeinen Aufwärtstrend der digitalen Wirtschaft profitieren. Dennoch verfehlte sie auch in diesem Jahr die ambitionierten Wachstumsziele deutlich. Der im Jahr 2019 eingeläuteten Transformationsprozess, mit dem Ziel die Sycor Gruppe wirtschaftlicher und schlagkräftiger auszurichten, wurde auch im Jahr 2021 kontinuierlich vorangetrieben und dauert über das Berichtsjahr hinaus weiter an.

2. Ertragslage

2.1 Umsatz und Ertrag

Der Umsatz liegt im Berichtsjahr bei TEUR 188.448 und steigt um TEUR 156.470 (489%). Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung des Umsatzes hatte der Erwerb der Sycor Gruppe. Um diese Transaktion bereinigt steigt der Umsatz um TEUR 72.727 (227%). Ursächlich hierfür ist der Bereich Schiffsbau, der aber durch den normalen Fertigungszyklus bei den Segelyachten, bis zu 2 Jahre, geprägt ist.

Das budgetierte Umsatzvolumen konnte aufgrund von Nachholeffekten aus dem Vorjahr übertroffen werden.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde wie im Vorjahr prognostiziert ein deutlich negatives EBITDA in Höhe von TEUR -6.945 erwirtschaftet. Damit liegt das EBITDA mit einer Abweichung von - 441% unter dem Vorjahr und ist maßgeblich durch das negative EBITDA der Sycor Gruppe gekennzeichnet.

Während die Technogel Gruppe (4,3 Mio. €) und die Baltic Gruppe (1,9 Mio. €) positive EBITDA beisteuern, liegt das EBITDA der Sycor Gruppe bei etwa - 7,8 Mio. €. Der verbleibende negative Ergebnisbeitrag resultiert aus den Holdinggesellschaften sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen.

Es ergibt sich eine EBITDA - Marge (EBITDA/Umsatz) von - 3,7% (Vorjahr 6,4%).

2.2 Umsatz nach Bereichen

Der Umsatz teilt sich im Berichtszeitraum folgendermaßen auf:

Umsatzentwicklung nach Bereichen

2021 2020
Schiffsbau 79.442 8.214
Kunststoff 25.263 23.764
IT 83.743 0
gesamt 188.448 31.978

2.3. Umsatzentwicklung nach Regionen

Die Verteilung des Umsatzes nach Regionen stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Umsatz nach Regionen

2021 2020
Western Europe 133.842 14.615
EEMEA 1.732 999
North America 11.585 5.657
Latin America 34.271 1.642
Asia/Pacific 7.018 9.065
188.448 31.978

2.4 Entwicklung wesentlicher Aufwendungen

Die Aufwandsstruktur des Konzerns ist analog zur Erlösstruktur nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Auf die neu erworbene Sycor Gruppe entfallen rund 40 Mio. € Materialaufwand, 40 Mio. € Personalaufwand sowie rund 16 Mio. € sonstige betriebliche Aufwendungen. Im Personalaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den Transformationsmaßnahmen in der Sycor Gruppe in Höhe von rund 8 Mio. € enthalten.

3. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur ist im Berichtsjahr im Wesentlichen durch den Erwerb der Sycor Gruppe sowie durch die Veränderung der Kennzahlen der Baltic Gruppe geprägt, die sich direkt aus der Bilanzierung aufgrund des aktuellen Fertigungsgrades ergeben.

Die Bilanzsumme steigt im Berichtszeitraum um TEUR 29.981 auf TEUR 135.750.

Die Summe des Anlagevermögens ist im Berichtszeitraum um TEUR 41.823 auf TEUR 76.563 gestiegen. Den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 7.599 standen Neuinvestitionen in Höhe von TEUR 50.263 gegenüber. Von diesen Neuinvestitionen entfallen rund TEUR 46.887 auf den Erwerb der Sycor Gruppe und die daraus resultierende Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung.

Das Umlaufvermögen sinkt im Berichtsjahr um TEUR 14.157 auf TEUR 56.345.

Kennzahlen zur Vermögensstruktur

2021 2020
Anlagenintensität 56,4% 32,8%
Anlagevermögen/Gesamtvermögen
Umschlagshäufigkeit der Vorräte 12,0 0,7
Umsatz/Vorräte
Umschlagshäufigkeit der Forderungen 10,4 9,1
Umsatz/Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Kennzahlen zur Kapitalstruktur

2021 2020
Eigenkapitalquote 15,4% 12,2%
(Eigenkapital + 73 % SoPo u. InvZul)/Gesamtkapital
Anlagendeckung 27,3% 37,1%
(Eigenkapital + 73 % SoPo u. InvZul)/Anlagevermögen

Die Finanzierungsstruktur der Näder Ventures Gruppe setzt sich aus kurz- und mittelfristigen Kreditverträgen bei verschiedenen Banken zusammen. Tägliche Schwankungen im Finanzierungsbedarf sind durch kurzfristige Kreditlinien abgedeckt.

4. Investitionen

Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 50.263 in das Anlagevermögen investiert. Von diesen Neuinvestitionen entfallen rund TEUR 46.887 auf den Erwerb der Sycor Gruppe und der daraus resultierenden Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung. Die Transaktion hat zum Erstkonsolidierungszeitpunkt folgende Auswirkungen auf die Positionen des Konzernabschlusses:

Erworbene Vermögensgegenstände und Schulden TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 45.670
Sonstiges Anlagevermögen 1.217
Vorräte 418
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.998
Liquide Mittel 1.489
Sonstige Aktiva 6.175
Rückstellungen -9.771
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -7.564
Sonstige Verbindlichkeiten -26.132
Gesamtkaufpreis 23.500
Abzüglich erworbener Zahlungsmittel -1.489
Nettoabfluss aus Akquisition 22.011

5. Finanzlage

Zur ausführlichen Darstellung der Finanzlage verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2021 TEUR 3.081 und wird größtenteils durch das negative Konzernjahresergebnis beeinflusst, während sich die Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Aktiva sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva insgesamt gegenläufig auswirkt.

Auf Ebene der Sycor Gruppe existieren Kreditlinien in Höhe von insgesamt 2,2 Mio. €, welche zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommen waren. Des Weiteren besteht eine ungenutzte Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mio.€ im Kunststoffbereich des Konzerns.

Zur abschließenden Beurteilung der Finanzlage verweisen wir auf die Erläuterungen zum bestandsgefährdenden Risiko einer Tochtergesellschaft aus der Sycor Gruppe.

6. Forschung und Entwicklung

Es wird schwerpunktmäßig eine marktnahe Produktentwicklung betrieben. Umfangreiche Grundlagenforschung findet nicht statt.

Der Geschäftsbereich Schiffsbau verfügt über keine abgrenzbare Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die Entwicklungen neuer Yachten werden vielmehr in Absprache mit den Kunden durchgeführt.

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 13 Mitarbeiter beschäftigt, die Aufwendungen für diesen Bereich betrugen TEUR 1.425.

7. Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter lag im Berichtsjahr bei durchschnittlich 894 Mitarbeitern.

2021 2020
Geschäftsführung 15 6
Operations 658 292
Verwaltung 159 26
Sonstige 62 62
Insgesamt 894 386

Die Personalkosten lagen im Näder Ventures Konzern im Berichtsjahr bei TEUR 60.522. Um die Sycor Gruppe bereinigt liegt der Personalaufwand bei rund TEUR 20.590 und damit wie prognostiziert leicht über dem Vorjahresniveau.

8. Beschaffung

Im Geschäftsjahr gab es keine signifikante Preisveränderung hinsichtlich der Hauptrohstoffe. Um Synergien zu nutzen, wurde in Teilbereichen des Näder Ventures Konzern bei einzelnen Rohstoffen die Beschaffung im Konzern gebündelt. Die Beschaffung der Rohstoffe verlief ohne Reklamationen und Lieferengpässe.

9. Gesamtaussage

Das Berichtsjahr 2021 verlief in der Näder Ventures Gruppe in den verschiedenen Teilbereichen uneins. Während der Bereich Kunststoff durch die Coronapandemie vor ganz besondere Herausforderungen gestellt wurde, war der Bereich Schiffsbau nur am Rand davon betroffen.

Die Belastungen im Bereich Kunststoff prägten den Verlauf der gesamten Geschäftsentwicklung. Durch den zu Beginn der Pandemie entworfenen Maßnahmenkatalog konnten die negativen Auswirkungen zwar reduziert, aber die Erwartungen an das abgelaufene Geschäftsjahr nicht erfüllt werden.

Die Entwicklung des Geschäftsbereichs IT verlief insgesamt nicht zufriedenstellend. Der eingeleitete Transformationsprozess soll dieser Entwicklung entgegenwirken, führte jedoch auch zu einer Belastung des Ergebnisses des Geschäftsbereichs.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes beurteilt die Geschäftsleitung der Näder Ventures Gruppe die Geschäftsaussichten weiterhin positiv, setzt dabei aber auf die Eindämmung der Pandemie und keine weiteren Rückschläge für die wirtschaftliche Entwicklung.

10. Chancen und Risiken

Das Risikomanagementsystem der Näder Ventures Gruppe ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung und ist in alle Geschäftsprozesse integriert. Es ist darauf ausgerichtet, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um durch Gegenmaßnahmen drohende Schäden abzuwenden und Chancen gezielt umzusetzen. Das Risikomanagement ist ein dynamischer und iterativer Prozess, der einen proaktiven und systematischen Ansatz zur Identifizierung, Analyse und Kontrolle von Risiken bietet.

Als international tätiger Konzern ist die Näder Ventures Gruppe makroökonomischen, branchenspezifischen, finanziellen und unternehmensspezifischen Risiken und Chancen ausgesetzt, die allgegenwärtige Elemente unserer Geschäftsaktivitäten sind. Um den nachhaltigen Erfolg des Konzerns und die konsequente Umsetzung seiner Strategie sicherzustellen, ist es entscheidend, dass wir unsere Risiken und Chancen rechtzeitig erkennen und vorausschauend steuern. Risiko ist definiert als die Möglichkeit, dass nach einer unternehmerischen Entscheidung aufgrund externer oder interner Ereignisse ein Schaden eintreten kann oder dass ein erwarteter Nutzen nicht realisiert werden kann. Generell gehen wir unternehmerische Risiken nur dann ein, wenn sie überschaubar sind und die damit verbundenen Chancen eine angemessene Wertsteigerung für das Unternehmen erwarten lassen. Unter Chancen werden interne und externe Potentiale verstanden, die zu einer positiven Abweichung von Budgets, Prognosen oder Zielen führen können und somit zu einem echten Nutzen führen und potenzielle Wettbewerbsvorteile generieren.

Bestandsgefährdendes Risiko der SYCOR GmbH

Der mit entsprechenden Zahlungsmittelabflüssen verbundene Jahresfehlbetrag eines wesentlichen Teilbereichs der Näder Ventures Gruppe, der hinzuerworbenen SYCOR GmbH, hat zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2021 zu einer Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags dieser Tochtergesellschaft geführt. Die mangelnde Ertragskraft im Geschäftsjahr 2021 setzt sich auch in dem Jahr 2022 und zum Teil in 2023 fort. Dies ist im Wesentlichen mit den Aufwendungen für den Transformationsprozess verbunden, so dass sich zum Bilanzstichtag ein bestandsgefährdendes Risiko für diese wesentliche Tochtergesellschaft darstellt, welches aufgrund der Wesentlichkeit der Gesellschaft für den Näder Ventures Konzern insofern von Bedeutung ist, dass sich im Geschäftsjahr 2021 sowie in den darauffolgenden zwei Jahren, bis zur erwarteten Erzielung eines ausgeglichenen operativen Ergebnisses ab 2023, negative Auswirkungen auf das Konzern-EBITDA sowie das Konzernergebnis ergeben.

Zur Vermeidung einer möglichen insolvenzrechtlichen Überschuldung sowie zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit hat die konzernunabhängige Näder Holding GmbH & Co. KG der SYCOR GmbH in der Vergangenheit bis zum 31. Dezember 2021 mehrere langfristige, mit Rangrücktrittsvereinbarungen versehene Darlehen von insgesamt 32,2 Mio. € gewährt und ausgezahlt. Insgesamt haben die Näder Holding GmbH & Co. KG sowie deren Tochtergesellschaft, die konzernunabhängige Näder Beteiligungs GmbH, Duderstadt, der SYCOR GmbH somit auf Grundlage mehrerer langfristiger separater Darlehensvereinbarungen bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses 2021 Darlehen in Höhe von 39,2 Mio. € gewährt.

Der Rangrücktritt der bereits seitens der Näder Holding GmbH & Co. KG sowie der Näder Beteiligungs GmbH ausgezahlten Darlehen in Höhe von 39,2 Mio. € erfolgte in der Weise, dass der Nachranggläubiger seine nachrangigen Ansprüche gegenüber der Gesellschaft so lange nicht geltend macht, wie deren Befriedigung zu einer Überschuldung i.S.v. § 19 InsO führen würde.

Darüber hinaus hat sich die Näder Holding GmbH & Co. KG am 1. März 2023 gegenüber der SYCOR GmbH in Gestalt einer bis zum 31. Dezember 2024 befristeten Patronatserklärung verpflichtet, ein weiteres Darlehen in Höhe von 5,0 Mio. € zu gewähren. Durch diese Maßnahmen soll die SYCOR GmbH auch in Zukunft stets in einer Weise finanziell ausgestattet werden, um ihre vertraglichen und sonstigen Pflichten zu erfüllen und die Neuausrichtung und Weiterentwicklung vollständig umzusetzen. Zum Aufstellungszeitpunkt wurde der Darlehensrahmen aus dieser Patronatserklärung mit 2,5 Mio. € in Anspruch genommen.

Daneben ist die Näder Holding GmbH & Co. KG der von externen Banken gewährten Kreditlinie in Höhe von 2,2 Mio. € als Schuldnerin beigetreten.

Die SYCOR GmbH wird von ihrer Gesellschafterin und von externen Beratern organisatorisch bei ihrer Transformation und kurz- bis mittelfristigen Zielerreichung umfassend unterstützt.

Ziel ist es bis zum Jahresende 2023 die Profitabilität so zu verbessern, dass die Gesellschaft wieder positive Jahresüberschüsse erzielt und auf den Wachstumspfad zurückkehrt, der sich der Gesellschaft in dem grundsätzlich prosperierenden Marktumfeld anbietet.

Eine strategische Neuausrichtung der Vertriebsstruktur sowie eine Schärfung des Produktportfolios und Stärkung der Beratungskompetenz, verbunden mit operativen Maßnahmen zur Kostenoptimierung, soll eine wirtschaftlich solide Basis schaffen. Die damit verbundene Steigerung der Ertragskraft ist eine Voraussetzung für die Vermeidung von bestandsgefährdenden Risiken für die SYCOR GmbH. Ab 2023 soll ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt werden.

Durch sämtliche vorstehende Maßnahmen soll der voraussichtliche Liquiditätsbedarf der SYCOR GmbH bis zum 31. Dezember 2024 unter Berücksichtigung eines Sicherheitsaufschlages gedeckt werden. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der SYCOR GmbH ist somit von der finanziellen Unterstützung durch die konzernunabhängige Näder Holding GmbH & Co. KG und die konzernunabhängige Näder Beteiligungs GmbH sowie von dem Eintreten der Prämissen der Planung insbesondere in Bezug auf die oben genannten Transformationsmaßnahmen sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Auf die Zahlungsfähigkeit des Konzerns sowie der weiteren Konzernbereiche hat dieses bestandsgefährdende Risiko der SYCOR Gruppe aufgrund ihrer eindeutigen Abgrenzbarkeit von den anderen Konzernbereichen, den geringfügigen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen innerhalb des Konzerns sowie der konzernexternen Finanzierung der SYCOR Gruppe keine Auswirkung. Zum Abschlussstichtag entfallen Aktiva in Höhe von 18 Mio. € auf die Sycor Gruppe, davon rund 14 Mio. € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zudem sind der Sycor Gruppe Rückstellungen in Höhe von 8,2 Mio. €, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7,9 Mio. € sowie sonstige Passiva in Höhe von 35,1 Mio. €, davon 32,2 Mio. € Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Näder Holding GmbH & Co. KG und der Näder Beteiligungs GmbH, zuzurechnen.

Weitere Chancen und Risiken im Einzelnen

Die wesentlichen Chancen und Risiken, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sehen wir außerdem in den nachfolgenden Risikofeldern.

Vertrieb

Der Näder Ventures Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen Vertriebsrisiken ausgesetzt. Diese ergeben sich vor allem aus dem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck, was zu sinkenden Verkaufserlösen und niedrigeren Gewinnmargen führen kann. Auf Absatzrisiken wird durch die kontinuierliche Optimierung und Weiterentwicklung des Produktportfolios auf der Grundlage der Innovationskraft und neuester Technologien reagiert.

Beschaffung

Beschaffungsrisiken hinsichtlich Liefertreue, Kosten von Rohstoffen und Waren sowie der Inanspruchnahme von Leistungen begegnen wir durch eine kontinuierliche Beobachtung der entsprechenden Märkte, einer proaktiven Steuerung unseres Lieferanten-Portfolios sowie einem entsprechenden Vertragsmanagement. Dem Risiko mangelnder Qualität von fremdbezogenen Rohstoffen und Halbfertigprodukten begegnen wir mit präzisen Qualitätsansprüchen an unsere Lieferanten, welche regelmäßig durch Qualitätskontrollen überprüft werden.

Recht

Näder Ventures ist dem Risiko von Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ausgesetzt. Rechtsstreitigkeiten, die zu Zahlungsverpflichtungen oder anderen Nachteilen führen können, sind möglich, insbesondere mit Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern.

Im Geschäftsbereich Schiffsbau existiert seit dem Geschäftsjahr 2013 ein Rechtsstreit mit einem Kunden, der die finnische Gesellschaft auf Schadensersatz verklagt hat. Das lokale Management ist der Ansicht, dass die Forderungen des Kunden unberechtigt sind. Der Kunde hat eine Entscheidung erwirkt, die besagt, dass Vermögenswerte im Wert von bis zu 22 Mio. € seitens der finnischen Gesellschaft nicht veräußert werden dürfen, sondern im Unternehmen verbleiben müssen. Zum Abschlussstichtag hat der Kunde von diesem Recht für Vermögenswerte im Wert von 2 Mio. € Gebrauch gemacht.

Wir erwarten keine Risiken im Zusammenhang mit laufenden oder unmittelbar anhängigen Rechtsstreitigkeiten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Näder Ventures Gruppe auf folgende Geschäftsjahre haben könnten.

Risiken im Zusammenhang mit Patentverletzungen durch Wettbewerber werden regelmäßig überprüft. Wenn die Verletzung von Patenten oder anderen Eigentumsrechten beobachtet wird, werden rechtliche Schritte eingeleitet.

Externe Risiken

Im Zusammenhang mit der Coronapandemie sowie des Russland-Ukraine-Krieges bestehen weiterhin verschiedene und nicht zu beziffernde Geschäfts- und Liquiditätsrisiken, da der weitere Verlauf nicht vorhersehbar ist. Die Geschäftsleitung der Näder Ventures Gruppe sieht aber weiterhin keine Bestandsgefährdung im Zusammenhang mit den genannten externen Risiken.

Aus heutiger Sicht liegen, unter Beachtung aller derzeit bekannten Gegebenheiten, auch unter Berücksichtigung des geschilderten bestandsgefährdenden Risikos für die SYCOR GmbH, welches keine Ausstrahlungswirkung auf den Konzern oder die anderen Konzernbereiche entfaltet, für die Näder Ventures Gruppe keine bestandsgefährdeten Risiken vor.

11. Strategie und Ausblick

Wie vorstehend dargestellt, ist mit Wirkung zum 1. Januar 2021 die Sycor Gruppe durch eine Konzerngesellschaft erworben worden und stellt fortan den Geschäftsbereich IT dar.

Für 2022 gehen wir von einer weiteren deutlich positiven Entwicklung der Gesamtleistung aus. Bezogen auf das EBITDA rechnen wir insgesamt aufgrund der Restrukturierungssituation des neu erworbenen Geschäftsbereiches nach dem deutlich negativen Wert in 2021 für das Geschäftsjahr 2022 mit einem zwar noch negativen, aber leicht verbesserten EBITDA.

Wir erwarten, dass sich der positive Trend bezogen auf das EBITDA und die Gesamtleistung in 2023 fortsetzt und erwarten im Geschäftsjahr ein positives EBITDA von rund 5 Mio. € sowie eine Gesamtleistung von 170-180 Mio. €.

Der Geschäftsbereich IT wird im Geschäftsjahr 2023 hierzu voraussichtlich einen negativen EBITDA-Beitrag in Höhe von rund - 0,9 Mio. € leisten. Die Geschäftsbereiche Kunststoff (4,4 Mio. €) und Schiffsbau (1,5 Mio. €) sollen jeweils ein positives EBITDA beitragen.

 

Duderstadt, 20. Juni 2023

Geschäftsführung

Prof. Hans Georg Näder

Andreas Spielmann

Konzernanhang für 2021

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist unter der Firma Näder Ventures GmbH & Co. KG mit Sitz in Duderstadt im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Nummer HRA 201715 eingetragen.

Die Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, hat für das Geschäftsjahr 2021 einen Konzernabschluss gemäß §§ 290 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erstellt.

Aufgrund des mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrags eines wesentlichen Teilbereichs des Konzerns, der SYCOR GmbH, im Geschäftsjahr 2021 ist dieser Teilbereich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bilanziell überschuldet und befindet sich weiterhin in einer angespannten Liquiditätssituation. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum ist der Teilbereich auf die finanzielle Unterstützung der konzernunabhängigen Näder Holding GmbH & Co. KG, Duderstadt, angewiesen, die die Liquidität zukünftig über langfristige Darlehen bereitstellt. Die Näder Holding GmbH & Co. KG sowie die konzernunabhängige Näder Beteiligungs GmbH haben bis zum 31. Dezember 2021 langfristige, mit Rangrücktrittsvereinbarungen versehene Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 32.217 ausgezahlt. Darüber hinaus hat sich die Näder Holding GmbH & Co. KG am 1. März 2023 gegenüber der SYCOR GmbH in Gestalt einer bis zum 31. Dezember 2024 befristeten Patronatserklärung verpflichtet, ein weiteres Darlehen in Höhe von EUR 5,0 Mio. zu gewähren. Durch diese Maßnahmen soll die SYCOR GmbH auch in Zukunft stets in einer Weise finanziell ausgestattet bleiben, um ihre vertraglichen und sonstigen Pflichten erfüllen zu können. Daneben ist die Näder Holding GmbH & Co. KG der von externen Banken gewährten Kreditlinie in Höhe von TEUR 2.200 als Schuldnerin beigetreten. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des wesentlichen Teilbereichs ist insofern von der finanziellen Unterstützung durch die konzernunabhängige Näder Holding GmbH & Co. KG und die konzernunabhängige Näder Beteiligungs GmbH sowie von dem Eintreten der Prämissen der Planung insbesondere in Bezug auf die Restrukturierungsmaßnahmen abhängig. Die Abhängigkeit der SYCOR GmbH als wesentlicher Teilbereich des Konzerns von der finanziellen Unterstützung durch die Näder Holding GmbH & Co. KG und die Näder Beteiligungs GmbH sowie von dem Eintreten der Prämissen der Planung stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dieses Teilbereiches dar. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht. Für den Konzern stellt die SYCOR GmbH einen wesentlichen Teilbereich dar, welcher weitestgehend unabhängig von den übrigen Teilbereichen des Konzerns ist. Die Bereiche Schiffsbau und Kunststoff sind weiterhin profitabel und leisten im Geschäftsjahr 2021 positive EBITDA-Beiträge in Höhe von 1,9 Mio. € (Schiffsbau) bzw. 4,3 Mio. € (Kunststoff). Auf die Zahlungsfähigkeit des Konzerns sowie der weiteren Teilbereiche hat das bestandsgefährdende Risiko der Sycor Gruppe aufgrund ihrer eindeutigen Abgrenzbarkeit, den geringfügigen Lieferungs- und Leistungsverflechtungen innerhalb des Konzerns sowie der konzernexternen Finanzierung keine Auswirkung. Der Konzernabschluss wird unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Soweit die Vergleichbarkeit zu den Vorjahresansätzen bei einzelnen Positionen der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht gegeben ist, wurde bei den Erläuterungen entsprechend darauf hingewiesen.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro angegeben.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Mitzugehörigkeitsvermerke werden ebenso wie davon-Angaben zu Posten des Konzernabschlusses aus Gründen der Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

II. Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss der Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, einbezogenen verbundenen Unternehmen wurden hinsichtlich des Anteils am Festkapital der jeweiligen Gesellschaft in Abschnitt V vollständig aufgezeigt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurde die Sycor Gruppe von einer ebenfalls von der Familie Näder gehaltenen Holding erworben. Soweit sich hieraus eine nur eingeschränkte Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ergibt, wurde bei den Erläuterungen zu den Abschlussposten darauf hingewiesen.

III. Konsolidierungsmethoden

Die Konsolidierung wurde entsprechend der handelsrechtlichen Vorschriften über die Vollkonsolidierung und die Bewertungsvorschriften (§§ 300 bis 309 HGB) vorgenommen.

Die einheitliche Bilanzierung und Bewertung im Konzern wird durch eine von allen Gesellschaften der Unternehmensgruppe Näder Ventures anzuwendende Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie gewährleistet.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft mit dem Konzernanteil am vollständig neu bewerteten Eigenkapital der Tochtergesellschaft verrechnet. Im Rahmen der Neubewertung werden sämtliche erworbene Vermögensgegenstände, Schulden, Eventualschulden und zusätzlich zu aktivierende identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein sich nach der Kaufpreisallokation ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 1. September 2018 vorgenommen. Technisch bedingte Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung des Jahres 2018 wurden mit dem Ergebnisvortrag verrechnet.

Die Erstkonsolidierung der Sycor Gruppe wurde auf den 1. Januar 2021 vorgenommen. Da die Sycor Gruppe einen Teilkonzern bildet, wurde für die Erstkonsolidierung deren historischer Teilkonzernabschluss zugrunde gelegt.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) wurden alle zwischen den einbezogenen Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten untereinander verrechnet.

Eine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 Abs. 1 HGB berücksichtigt die zum 31. Dezember 2021 aus Konzernsicht zu berücksichtigenden Bestandsveränderungen. Die Zwischenergebnisse wurden aus den konzerninternen Beständen unter Anwendung von Zwischengewinnfaktoren, die von den jeweiligen lokalen Geschäftsleitungen für 2021 nachkalkuliert wurden, errechnet und ergebniswirksam in Höhe der Bestandsveränderungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021 ausgewiesen. In 2021 wurden TEUR 48 erfolgswirksam verrechnet. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 HGB wurden die Umsatzerlöse aus Lieferungen zwischen einbezogenen Unternehmen eliminiert und gegen den Materialaufwand verrechnet.

Andere Erträge aus konzerninternen Leistungsbeziehungen wurden gegen die auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Latente Steuern aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen wurden gemäß § 306 HGB im Konzernabschluss aufgrund der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns berücksichtigt, sofern sich die Differenzen in späteren Jahren voraussichtlich wieder abbauen.

Die Währungsumrechnung im Konzernabschluss wurde für die Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtagskurs und für Erträge und Aufwendungen zum Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden in einem separaten Posten im Eigenkapital ausgewiesen. Grundlage der Währungsumrechnung waren die von der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, offiziell gegenüber der Näder Ventures Gruppe mitgeteilten Stichtagskurse bzw. Jahresdurchschnittskurse für das Geschäftsjahr 2021.

Kurse relevanter Währungen:

Stichtagskurs 1 EUR am Jahresdurchschnittskurs 1 EUR
31.12.2021 31.12.2020 1.1. - 31.12.2021 1.1. - 31.12.2020
USD 1,13 1,23 1,18 1,14

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die einheitliche Bilanzierung und Bewertung innerhalb des Konzerns wurde durch eine für alle Gesellschaften verbindliche Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie sichergestellt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die erwartete Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibung wurde linear über folgende Nutzungsdauern vorgenommen:

Konzessionen, Lizenzen 3-5 Jahre
Software 4 Jahre
Firmenwert 15 Jahre

2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungsdauer beträgt:

Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 10-40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5-15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-15 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden als sofortiger Aufwand erfasst; für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter ist bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 ein Sammelposten zu bilden, der im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel abzuschreiben (§ 6 Abs. 2a EStG) ist. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

3. Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt wurden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Für bekannte Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Bonitätsrisikos für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe gebildet.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für die Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ausgewiesen. Disagien auf erhaltene Darlehen sind nicht in dieser Bilanzposition enthalten.

6. Steuerabgrenzungsposten

Latente Steuern werden unter Anwendung des bilanzorientierten Konzepts erstellt. Die latente Steuerabgrenzung orientiert sich an den Unterschiedsbeträgen zwischen dem Buchwert der Vermögensgegenstände und Schulden im HGB-Abschluss und dem bei der Berechnung des zu versteuernden Ergebnisses verwendeten entsprechenden Steuerwert. Dabei werden latente Steuern sowohl auf Ebene der Einzelgesellschaften, aus Konsolidierungsvorgängen als auch für Verlustvorträge berücksichtigt.

Grundsätzlich werden latente Steuerschulden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst und gesondert als passive latente Steuern ausgewiesen. Aktive latente Steuern werden auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge insoweit aktiviert, als der damit verbundene Steuervorteil mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisiert werden kann. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern aufgrund von Steuersatzänderungen werden ergebniswirksam ausgewiesen.

Der Berechnung der Steuerabgrenzungsposten liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Für latente Steuern von Gesellschaften, die in Deutschland der Steuerpflicht unterliegen, wurde ein Steuersatz von 29,1% angenommen.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.

7. Eigenkapital

Die im Rahmen des Konsolidierungsprozesses entstandenen Differenzen aus der Währungsumrechnung sowie aus anderen Konsolidierungsunterschieden wurden in einer gesonderten Position im Eigenkapital, Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung, ausgewiesen. Zur Erläuterung wird auf Abschnitt III "Konsolidierungsmethoden" verwiesen.

8. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen

Von den Sonderposten resultieren TEUR 223 aus Investitionszulagen nach § 2 InvZulG 1999 und InvZulG 2010. Sie werden entsprechend dem planmäßigen Abschreibungsverlauf der betroffenen Vermögensgegenstände aufgelöst.

9. Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und der Ausweis der Erträge (Verluste) aus der Abzinsung erfolgt nach den Vorschriften des § 253 (1) bis (3) i. V. m. § 277 (5) HGB. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "projected unit credit method" angewandt. Grundsätzlich werden zu erwartende Rentensteigerungen mit 2 % (Vj. 2 %) und Gehaltssteigerungen sowie eventuelle Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) in Höhe von 1,90 % (Vj. 2,30 %). Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es besteht ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 195.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem entsprechenden Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach dem PUC-Verfahren (Anwartschaftsbarwertverfahren), unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn der Jubiläumsarbeitszeit und des Rechnungszinses (1,35 %, Vj. 1,60 %), der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren und einem Gehaltstrend von 1,5 % (Vj. 1,5 %) ergibt. Für die Bewertung dienten als biometrische Rechnungsgrundlagen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurde eine Fluktuationsrate von 1,0 % (Vj. 1,0 %) zugrunde gelegt. Die auf die zu zahlenden Geldbeträge entfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung wurden ebenfalls mit einbezogen.

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Die Bildung der Rückstellungen erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

11. Rechnungsabgrenzungsposten

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für die Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ausgewiesen.

12. Bewertungseinheiten

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

13. Fremdwährungen

Die Fremdwährungen wurden mit den Kursen zum Einbuchungsdatum bzw. mit den niedrigeren oder höheren mittleren Bilanzstichtagskursen gemäß dem Niederstwertprinzip bzw. Höchstwertprinzip bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens

I. Immaterielle Vermögensgegenstände (in TEUR)

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert Summe
Anschaffungskosten
Saldo zum 01.01.2021 9.204 15.898 25.102
Zugang 307 0 307
Abgang -1.356 0 -1.356
Umbuchung -4 0 -4
Kursdifferenzen 12 0 12
Zugang aus Konsolidierungskreis 4.502 45.670 50.172
Saldo zum 31.12.2021 12.665 61.568 74.233
Kumulierte Abschreibungen
Saldo zum 01.01.2021 5.932 1.933 7.865
Zugang 1.267 4.222 5.489
Abgang -1.232 0 -1.232
Umbuchung 6 0 6
Kursdifferenzen 11 0 11
Zugang aus Konsolidierungskreis 3.928 0 3.928
Saldo zum 31.12.2021 9.912 6.155 16.067
Bilanzwert zum
31.12.2021 2.753 55.413 58.166
01.01.2021 3.272 13.965 17.237

II. Sachanlagen (in TEUR)

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungskosten
Saldo zum 01.01.2021 16.343 14.105 10.075 845 41.368
Zugang 5 719 1.272 1.073 3.069
Abgang 0 -19 -2.158 0 -2.177
Umbuchung -28 919 49 -936 4
Kursdifferenzen 1 1 35 0 37
Zugang aus Konsolidierungskreis 0 0 3.825 0 3.825
Saldo zum 31.12.2021 16.321 15.725 13.098 982 46.126
Kumulierte Abschreibungen
Saldo zum 01.01.2021 4.745 11.108 8.389 0 24.242
Zugang 467 778 865 0 2.110
Abgang 0 -19 -1.473 0 -1.492
Umbuchung 0 -15 0 0 -15
Kursdifferenzen 1 0 34 0 35
Zugang aus Konsolidierungskreis 0 0 3.182 0 3.182
Saldo zum 31.12.2021 5.213 11.852 10.997 0 28.062
Bilanzwert zum
31.12.2021 11.108 3.873 2.101 982 18.064
01.01.2021 11.598 2.997 1.686 845 17.126

III. Finanzanlagen (in TEUR)

Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Summe
Anschaffungskosten
Saldo zum 01.01.2021 25 307 45 377
Zugang 0 0 0 0
Abgang 0 0 -44 -44
Umbuchung 0 0 0 0
Kursdifferenzen 0 0 0 0
Zugang aus Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Saldo zum 31.12.2021 25 307 1 333
Kumulierte Abschreibungen
Saldo zum 01.01.2021 0 0 0 0
Zugang 0 0 0 0
Abgang 0 0 0 0
Umbuchung 0 0 0 0
Kursdifferenzen 0 0 0 0
Zugang aus Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Saldo zum 31.12.2021 0 0 0 0
Bilanzwert zum
31.12.2021 25 307 1 333
01.01.2021 25 307 45 377

Anteile an verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2021

Name x) Sitz Land Anteil am Kapital
Näder Ventures
Näder Ventures Beteiligungs GmbH 1 Duderstadt Deutschland 100%
Näder Ventures Verwaltungs GmbH 2 Duderstadt Deutschland 100%
matrazzo GmbH 1 Duderstadt Deutschland 100%
Technogel Holding GmbH 1 Duderstadt Deutschland 100%
Technogel Germany GmbH 1 Berlingerode Deutschland 100%
Technogel Italia S.R.L. 1 Pozzoleone Italien 100%
Technogel US Inc. 1 Delaware USA 100%
Baltic Yachts OY AB LTD 1 Jakobstad Finnland 100%
Baltic Yachts Service and Refit Mallorca S.L. 1 Palma de Mallorca Spanien 100%
Baltic Boat Yard 2 Jakobstad Finnland 37,5%
SYCOR GmbH 1 Göttingen Deutschland 100%
SYCOR IQ Solutions GmbH 1 München Deutschland 100%
SYCOR Austria GmbH 1 Wals Österreich 100%
SYCOR AMERICAS Inc. 1 Pittsburgh USA 100%
SYCOR Canada Inc. 1 Burlington Kanada 100%
SYCOR SHANGHAI Co. Ltd. 1 Shanghai China 100%
x) 1 konsolidierte verbundene Unternehmen
2 Gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierte verbundene Unternehmen

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.184 3.528
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 12.975 8.409
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
31.159 11.937

Der auf die Sycor Gruppe entfallende Saldo der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 13.882. Die Sonstigen Vermögensgegenstände der Sycor Gruppe betragen zu diesem Stichtag TEUR 182.

3. Latente Steuern

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
aktive latente Steuern
TEUR
passive latente Steuern
TEUR
aktive latente Steuern
TEUR
passive latente Steuern
TEUR
aktive latente Steuern
TEUR
passive latente Steuern
TEUR
Anlagevermögen 0 1.620 0 1.758 0 -138
Umlaufvermögen 183 0 179 0 4 0
Rückstellungen 30 0 27 0 3 0
213 1.620 206 1.758 7 -138

4. Eigenkapital

Auf die Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie auf Anlage 4 wird verwiesen.

Die Kapitalanteile der Konzernmuttergesellschaft betragen TEUR 5.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Personalbereich 5.877 726
Vertriebsbereich 13.986 8.230
Sonstige Bereiche 6.915 5.233
26.778 14.189

Auf die Sycor Gruppe entfallen zum 31. Dezember 2021 aus dem Personalbereich Rückstellungen in Höhe von rund TEUR 5.078 sowie aus den sonstigen Bereichen in Höhe von rund TEUR 1.637.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich gemäß ihrer Restlaufzeit wie folgt auf (in TEUR):

gesamt
bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre größer als 5 Jahre 31.12.2021 31.12.2020
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.610 6.068 1.991 9.669 11.742
(Vorjahr) (1.445) (6.906) (3.391)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.747 0 0 24.747 57.505
(Vorjahr) (36.392) (21.113) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.144 0 0 10.144 2.425
(Vorjahr) (2.425) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 85 0 0 85 6
(Vorjahr) (6) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.634 32.217 0 37.851 3.633
(Vorjahr) (3.633) (0) (0)
- davon aus Steuern 1.222 0 0 1.222 (379)
(Vorjahr) (379) (0) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.075 0 0 1.075 (873)
(Vorjahr) (873) (0) (0)
42.055 38.450 1.991 82.496 75.311

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sofern es sich um langfristige Darlehen handelt, sind mit Grundschulden besichert.

Zum 31. Dezember 2021 entfallen wesentliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 7.926) sowie Sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 33.789) auf die Sycor Gruppe. Von den Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 32.217 auf die von der Näder Holding GmbH & Co. KG und der Näder Beteiligungs GmbH gewährten langfristigen Darlehen.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Geschäftsbereichen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Schiffsbau 79.442 8.214
Kunststoff 25.263 23.764
Informationstechnologie 83.743 0
188.448 31.978

Aufgliederung nach geographischen Gesichtspunkten:

2021
TEUR
2020
TEUR
Western Europe 133.842 14.615
EEMEA 1.732 999
North America 11.585 5.657
Latin America 34.271 1.642
Asia/Pacific 7.018 9.065
188.448 31.978

Der unkonsolidierte Umsatz im Konzern betrug in 2021 TEUR 194.341. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 HGB wurden Innenumsätze in Höhe von TEUR 5.894 eliminiert.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 295 (Auflösungen von Rückstellungen) enthalten. Des Weiteren sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen in Höhe von TEUR 198 sowie Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 5 enthalten. Zudem umfassen die sonstigen betrieblichen Erträge außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 151 aus dem coronabedingten Erlass eines gewährten Darlehens im Rahmen des Paycheck Protection Program sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 101.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 38 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und im Personalaufwand sind außerdem Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung und Größenordnung in Höhe von insgesamt rund 8,0 Mio. € enthalten. Sie betreffen den laufenden Transformationsprozess der SYCOR Gruppe.

4. Finanzergebnis

Im Finanzergebnis sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 32 enthalten.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern (TEUR 145), Steueraufwendungen für Vorjahre (TEUR 107) sowie Steueraufwendungen für das Geschäftsjahr 2021 (TEUR 543) enthalten.

VII. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, aufgegliedert nach Gruppen, stellt sich wie folgt dar:

2021 2020
Geschäftsführung 15 6
Operations 658 292
Verwaltung 159 26
Sonstige 62 62
894 386

2. Gesellschaftsorgane

Die Geschäftsführung der Näder Ventures GmbH & Co. KG oblag:

 

Prof. Hans Georg Näder

 

Stefan Hirsch, bis zum 20. April 2022

 

Andreas Spielmann, seit dem 20. April 2022

Über die Gesamtbezüge werden keine Angaben gemacht, da keiner der Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte bestanden zum 31. Dezember 2021 im Wesentlichen aus Bestellobligo, langfristigen Miet- und Leasingverträgen sowie aus kurzfristigen Dienstleistungsverträgen.

Außerbilanzielle Geschäfte im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB werden in Form von Operating Leasing Geschäften getätigt. Diese Aktivitäten dienen der Verbesserung der Liquidität. Nach unserer Einschätzung entstehen aus diesen Verträgen keine zusätzlichen Risiken.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte.

TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
- Zahlungsverpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen 342
- Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 10.564
- Bestellobligo 1.528

4. Haftungsverhältnisse

Es bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften bzw. Garantien zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 2.032. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

5. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 1.425 (Vj. TEUR 1.379) für Forschung und Entwicklung aufgewendet.

6. Konzern-Kapitalflussrechnung

In dem Finanzmittelfonds werden der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einbezogen.

7. Honorare der Abschlussprüfer

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers betrug TEUR 182. Hinzu kommt ein Honorar für Steuerberatung in Höhe von TEUR 332.

8. Nachtragsbericht

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine stellt mit Beginn 24. Februar 2022 ein einschneidendes Ereignis dar. Infolgedessen sind neben den tiefgreifenden und andauernden kriegerischen Handlungen in der Ukraine umfassende internationale Sanktionen gegen Russland wirksam geworden. Wir erwarten potenzielle humanitäre und wirtschaftliche Auswirkungen, die kontinuierlich analysiert und in verschiedenen Szenarien bewertet werden.

Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Näder Ventures Gruppe haben. Ebenso lagen keine weiteren Preisänderungs-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken nach Abschluss des Geschäftsjahres vor.

9. Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis des Mutterunternehmens wird gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen auf den Verrechnungskonten der Gesellschafter verbucht.

10. Konzernverhältnisse

Die Näder Ventures GmbH & Co. KG, Duderstadt, stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Dieser wird im Bundesanzeiger verfügbar sein.

11. Befreiung von der Aufstellung eines Lageberichts sowie von der Offenlegung

Die Näder Ventures Beteiligungs GmbH, Duderstadt, die matrazzo GmbH, Duderstadt, die Technogel Holding GmbH, Duderstadt, die Technogel Germany GmbH, Berlingerode, nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch und werden den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 nicht offenlegen, und die Technogel Germany GmbH, Duderstadt, stellt für das Geschäftsjahr 2021 zusätzlich keinen Lagebericht auf.

 

Duderstadt, 20. Juni 2023

Geschäftsführung

Prof. Hans Georg Näder

Andreas Spielmann

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