Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 2110
Vorher
CC Dr. Schutz GmbH
Eingetragen
9.9.1977
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
Gegenstand
die Anschaffung, die Herstellung und der Vertrieb von chemisch-technischen Erzeugnissen und einschlägigen Spezialprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura
Lutz Lauterlein
seit 10.10.2017
Prokura
Jelena Jonscher
seit 10.10.2017
Prokura
David Dr. Reindl
seit 10.10.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FINANCIERE SYNTILOR SASFRA
100.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Bonn-Bad Godesberg
150000
50.00%
Bonn-Bad Godesberg
97500
32.50%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dr. Schutz GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

Unsere Gesellschaft produziert und vertreibt weltweit chemische Erzeugnisse und Handelswaren zur Werterhaltung von Bodenbelägen in den Marken Dr. Schutz, eukula und scratchnomore. Das Unternehmen wurde 1955 in Bad Pyrmont gegründet und hat seit 1968 seinen Hauptsitz in Bonn. Seit 2000 befinden sich Produktion und Entwicklung in Hessisch Oldendorf.

Seit vielen Jahrzehnten beliefern wir den Bodenbelagsfachhandel mit Produkten, die von den führenden Bodenbelagsherstellern in deren Pflegeanleitungen empfohlen werden und vom Handel an den Endverbraucher verkauft werden. Dieses Basisgeschäft, welches seit Jahren schrumpft, haben wir erweitert um spezielle und hochwertige Produktsysteme zur langfristigen Schutzausrüstung von neuverlegten Hartböden und zur Sanierung von alten Hartböden in gewerblichen Bereichen. Mit diesen speziellen Lösungen bewegen wir uns in einer Nische. Diese Produktsysteme werden von geschulten Handwerksbetrieben angewendet. Die für gewerbliche Endkunden zahlreichen funktionalen, ökonomischen und ökologischen Vorteile dieser Produktlösungen sind für spezialisierte Handwerksbetriebe ein attraktives Geschäftsmodell.

Unsere technologische Spezialisierung erfordert von unseren Mitarbeitern in Entwicklung, Anwendungstechnik und Vertrieb ein hohes und spezielles Know-how.

Um die in den letzten 15 Jahren erzielten technologischen Vorsprünge zu sichern und auszubauen sind Innovationen in der firmeneigenen Entwicklung für den Firmenerfolg entscheidend. Wir haben auch im letzten Geschäftsjahr für ein innovatives Entwicklungsprojekt eine Forschungsförderung erhalten.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im letzten Geschäftsjahr stark beeinflusst von einem deutlichen Auftragseingangsrückgang in der Baubranche und damit auch in unserer Bodenbelagsbranche als Folge gestiegener Zinsen und einem starken Anstieg der Baupreise. Letztere sind die Folgen von stark gestiegenen Preisen für Vorprodukte, Energie- und Transporte. Auch die Löhne sind deutlich gestiegen. Diese Kostensteigerungen konnten wir nicht vollständig weitergeben, so dass die Material- und Personalkosten sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stärker gestiegen sind als die Umsatzerlöse.

Diese herausfordernden Rahmenbedingungen führten zu einem Rückgang der Umsatzrendite. Trotz des drastischen Rückgangs der Auftragseingänge unserer Kunden im bodenlegenden Handwerk und im Bodenbelagsfachhandel konnten wir einen Anstieg der Umsatzerlöse von knapp 4 % erreichen. Dieses Wachstum blieb jedoch aufgrund des unerwartet starken Konjunktureinbruchs in der Baubranche hinter unseren prognostizierten Umsatzsteigerungen zurück.

Die Entwicklung des Umsatzwachstums zeigte einen gegenläufigen Trend zwischen Auslands- und Inlandsumsatz. Der Inlandsumsatz verzeichnete eine Steigerung von 5,0 %, während das Auslandsgeschäft lediglich um 2,5 % zulegte.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass trotz widriger Marktbedingungen der Umsatz im Berichtszeitraum gesteigert werden konnte. Die Tatsache, dass das prognostizierte Umsatzwachstum nicht erreicht wurde, ist vor allem auf die anhaltenden Herausforderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld zurückzuführen. Wir werden weiterhin proaktiv auf diese Entwicklungen reagieren und unsere Geschäftsstrategie entsprechend anpassen, um den langfristigen Erfolg zu sichern.

B. Lage der Gesellschaft

Unsere wichtigsten Kennzahlen haben sich wie folgt verändert: Der Jahresüberschuss nach Steuern lag bei 386 T€ (VJ: 444 T€). Die Eigenkapitalquote stieg auf 51,0 % (VJ: 48,6 %), die Eigenkapitalrendite sank auf 12,1 % (VJ: 15,9 %).

1. Ertragslage

Die Umsätze des Geschäftsjahres stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht an, was zu einem Anstieg des Rohertrags um 2,7 % auf 10.064 T€ (VJ: 9.797 T€) führte. Für den Personalaufwand ergab sich ein Anstieg um 3,0 %. Da die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 13,0 % und die Personalaufwendungen um 3,0 % gestiegen sind, sank das Betriebsergebnis auf 447 T€ (VJ: 734 T€). Nach Abzug der Ertragsteuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 386 T€ (VJ: 444 T€).

Unsere Umsatz- und Ertragsziele konnten wir in diesem Geschäftsjahr nicht erreichen.

2. Finanzlage

Jährlich wird eine Liquiditätsplanung für das Folgejahr erstellt und unterjährig fortgeführt. Diese Planung umfasst alle bereits feststehenden und die geplanten Einnahmen und Ausgaben. Hierdurch ist eine termingerechte Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen gewährleistet und die Möglichkeit gegeben, auf eventuell auftretende Liquiditätsengpässe möglichst früh reagieren zu können.

Die Lieferantenverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in Euro und sind zwischen sofort und 60 Tagen nach Rechnungserstellung fällig. Die Möglichkeit des Skontoabzugs wird regelmäßig ausgenutzt.

Der Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres betrug bei verminderten sonstigen Vermögensgegenständen und erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 937 T€ (VJ: 402 T€). Aus der Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres resultierte ein Cash-Flow von -137 T€ (VJ: -61 T€), während der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -293 T€ (VJ: -656 T€) betrug. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 508 T€ auf 781 T€ (VJ: 273 T€).

3. Vermögenslage

Das Vermögen zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 6.243 T€ (VJ: 5.759 T€) setzt sich aus dem Anlagevermögen in Höhe von 829 T€ (VJ: 911 T€) und dem Umlaufvermögen inklusive des Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von 5.414 T€ (VJ.: 4.848 T€) zusammen.

Die Vorräte sanken um 36 T€ auf 2.276 T€ (VJ: 2.312 T€). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 1.618 T€ (VJ: 1.261 T€). Die Debitorenlaufzeit erhöhte sich auf 42,2 Tage.

Gesamtaussage der Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir insgesamt als gut ein.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Geschäfts verwenden wir keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren.

C. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1 Prognosebericht

Für das neue Geschäftsjahr sind wir trotz der Konjunkturrückgänge optimistisch. Die letzten Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres zeigen einen zunehmenden Umsatzanstieg dank unserer erfolgreich eingeführten Produktinnovationen. Diese Entwicklung wird sich nach unserer Einschätzung fortsetzen. Gleichzeitig erwarten wir einen Rückgang der Kosten für Vorprodukte, Energie und Transporte im Laufe des Geschäftsjahres. Allerdings rechnen wir mit weiter steigenden Personal- und Vertriebskosten. Letzteres vor allem, weil wir in die Vermarktung unserer innovativen Systeme verstärkt investieren werden. So werden wir im neuen Geschäftsjahr zusätzliche Mitarbeiter zur Gewinnung und Betreuung von gewerblichen Endkunden beschäftigen. Wir werden verstärkt auf Messen in diesem Bereich ausstellen und zusätzliche Schulungen anbieten. All das sind Maßnahmen, die im laufenden Geschäftsjahr die Kosten erhöhen, sich umsatzmäßig überwiegend in der Zukunft auswirken, da die Entscheidungsprozesse und Aufträge im gewerblichen Endkundenbereich oft langwierig sind.

Wir gehen deswegen auch bei einer guten Umsatzsteigerung nur von einer geringen Steigerung des Gewinns im neuen Geschäftsjahr aus. Diese Steigerung wird sich voraussichtlich im unteren einstelligen Prozentbereich bewegen. Diese Investitionen werden nach unserer Einschätzung aber die Gewinne in den Geschäftsjahren ab 2024/25 deutlich steigern.

Immer deutlicher spürbar wird der Mangel an Arbeitskräften. Dies gilt nicht nur für hochqualifizierte Arbeitskräfte, sondern auch für Facharbeiter und ungelernte Arbeitskräfte. Die Bindung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter sind für uns von zentraler Bedeutung.

2 Risikobericht einschließlich Angaben zum Risikomanagement

2.1 Umfeld- und Branchenrisiken

Die Gesellschaft weist derzeit trotz Konzentrationstendenzen in Bodenbelagsgroßhandel und im Bodenbelagseinzelhandel keine hohe Abhängigkeit von einem einzelnen Kunden oder Kundengruppen auf. Trotz dieser Unabhängigkeit werden, die sich aus dem Umfeld und der Branchen ergebenden Entwicklungen und Risiken beobachtet, um eine frühzeitige Reaktion zu ermöglichen. Die sich aus dem Umfeld und der Branche ergebenden Risiken können jedoch nie vollständig ausgeschlossen werden.

Unsere Umsätze sind nicht sehr konjunkturabhängig. Wir rechnen deswegen trotz der starken Umsatzrückgänge in unserer Branche mit einem Umsatzanstieg.

Unsere Anfälligkeit gegenüber Versorgungsengpässen konnten wir bereits in den letzten Jahren durch einige Maßnahmen minimieren. So können wir bei vielen Rohstoffen und anderen Vorprodukten auf Alternativen zurückgreifen, bei einigen strategischen Vorprodukten konnten wir langfristige Kontrakte mit festen Mengen abschließen.

2.2 Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Kreditausfallrisiko einzelner Kunden kann grundsätzlich nie ausgeschlossen werden. Mit unserer gut organisierten Debitorenbuchhaltung und einer Zusammenarbeit mit einem marktführenden Kreditversicherer verfolgen wir das Ziel, das Zahlungsverhalten unserer Kunden genau zu beobachten und Zahlungsausfälle zu vermeiden.

2.3 Sonstige Risiken

Materialversorgung

Auf die besonderen Risiken im Bereich der Materialversorgung wurde bereits in Kapitel 2.1. intensiv eingegangen.

Ausfallrisiko

Wir haben im letzten Geschäftsjahr unseren Notfallplan (z.B. Brandfall) erstellt. Dabei haben wir wechselseitige Beistandsverträge abgeschlossen, wonach im Falle einer Zerstörung von Produktionsstätten Kooperationspartner die notwendigen Produkte herstellen und liefern.

Gesamtaussage zur Risikoanlage

Die Gesellschaft ist in der Lage, die aufgeführten Risiken durch die zur Abwendung des Eintritts vorhandenen Maßnahmen zu bewältigen. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir insgesamt derzeit nicht.

3 Chancenbericht

Die weiter zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit, die geforderte Schonung und Erhaltung wertvoller Ressourcen in allen wichtigen Absatzmärkten fördert den Verkauf unserer wichtigsten Produktsysteme, die auf Nachhaltigkeit ausgelegt sind. Dies gilt für die Schutzversiegelung bei neuen Böden und in noch stärkerem Maße für unsere Sanierungssysteme alter Böden. Letztere ermöglichen im Vergleich zum Bodenbelagsersatz eine massive Einsparung von CO 2 , Energie und Abfall. Neutrale anerkannte Institute haben beispielweise die Einsparung durch unsere Bodenrenovierungssysteme im CO 2 Bereich gemessen und mit 98 % angegeben. Die ökologischen Beiträge unserer Systeme sowie Investitionen in nachhaltige Energie, geschlossene Kreisläufe in der Produktion und der Einsatz nachhaltiger Rohstoffe sind der Grund für eine sehr niedrige CO 2 -Belastung unseres Unternehmens, die wir mit der Unterstützung von Aufforstungsprogrammen in Deutschland auch noch kompensieren. Unser Unternehmen arbeitet seit 2022 klimaneutral.

Die hohe Innovation unserer Produktsysteme sowie deren ökologische und ökonomischen Vorteile verschaffen uns eine sehr gute Perspektive für eine dauerhaft positive Entwicklung unseres Unternehmens.

D. Sonstige Angaben

Seit Jahren leisten wir erhebliche Anstrengungen in der Neuentwicklung von innovativen Systemlösungen und in der Weiterentwicklung unserer bestehenden Produkte in enger Kooperation mit Bodenbelagsherstellern und Rohstofflieferanten. Dabei ist es uns gelungen, an zwei öffentlich geförderten Forschungsprojekten teilzunehmen. Auch im neuen Geschäftsjahr werden wir unsere Aufwendungen für Entwicklung und Anwendungstechnik verstärken, um in den nächsten Jahren unseren Kompetenzvorsprung bei der Werterhaltung und Sanierung von Bodenbelägen aller Art weiter auszubauen.

Des Weiteren werden wir die Chancen der Erweiterung unserer Produktionsstätte mit größerer Fläche und neuen Produktions- und Abfüllanlagen zur Sicherstellung einer hohen gleichbleibenden Produktqualität und einer kundengerechten Lieferzeit nutzen.

Besonders am Herzen liegt uns seit vielen Jahren die Unterstützung von sozialen Projekten in unserem Umfeld. Als Hauptsponsor der Bonn Capitals sowie als Förderer der Telekom Baskets unterstützen wir die Jugendarbeit im Sport. Regelmäßig spenden wird zugunsten der Bürgerstiftung Rheinviertel in Bad Godesberg. Sie ist Trägerin von 3 Kitas, finanziert Jugendarbeit und Jugendprojekte, beschäftigt mehrere Mitarbeiter im Bereich der Demenzhilfe und finanziert mehrere Hospiz- und Palliativschwestern. Im Kulturbereich haben wir als Sponsor das Bonner Jazzfest unterstützt.

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 829.445,32 911.240,94
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 76.013,80 91.745,25
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 76.013,80 91.745,25
II. Sachanlagen 729.115,54 795.179,71
1. technische Anlagen und Maschinen 489.426,93 586.327,14
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.688,61 208.852,57
III. Finanzanlagen 24.315,98 24.315,98
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.315,98 24.315,98
B. Umlaufvermögen 5.317.843,51 4.728.479,43
I. Vorräte 2.276.011,96 2.312.072,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.260.589,20 2.143.369,06
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 389.145,73 384.857,90
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.871.443,47 1.758.511,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 781.242,35 273.037,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.094,89 119.648,38
Bilanzsumme, Summe Aktiva 6.243.383,72 5.759.368,75

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.184.051,62 2.797.162,94
I. gezeichnetes Kapital 154.200,00 154.200,00
II. Gewinnvortrag 2.642.962,94 2.199.195,02
III. Jahresüberschuss 386.888,68 443.767,92
B. Rückstellungen 2.557.645,96 2.463.590,58
C. Verbindlichkeiten 501.686,14 498.615,23
1. sonstige Verbindlichkeiten 501.686,14 498.615,23
Bilanzsumme, Summe Passiva 6.243.383,72 5.759.368,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.063.294,08 9.797.221,58
2. Personalaufwand 5.904.156,19 5.730.555,16
a) Löhne und Gehälter 4.938.483,03 4.690.346,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 965.673,16 1.040.208,72
davon für Altersversorgung 157.758,04 306.396,71
3. Abschreibungen 216.522,35 240.244,92
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 216.522,35 240.244,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.488.075,16 3.085.999,55
5. Erträge aus Beteiligungen 92.391,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 92.391,00 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.170,13 12.699,47
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.084,70 13.913,10
davon aus Abzinsung 10.084,70 13.807,60
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 151.524,13 288.959,40
9. Ergebnis nach Steuern 394.492,68 450.248,92
10. sonstige Steuern 7.604,00 6.481,00
Jahresüberschuss 386.888,68 443.767,92

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) der Dr. Schutz GmbH, Bonn, (Amtsgericht Bonn, HRB 2110) wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB und der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände berechnet. Bei der Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen zu Grunde gelegt.

Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungskosten von 250,01 € bis einschließlich 800 €) werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis einschließlich 250,00 € werden nicht im Anlagevermögen, sondern direkt in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet (Material-, Materialgemeinkosten sowie Fertigungs- und Fertigungsgemeinkosten). Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten dienen einer periodengerechten Erfolgsermittlung. Sie werden gemäß § 250 HGB gebildet und bestimmt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,8 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 1,6 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Verpflichtungen, Risiken und rückständigen Aufwendungen, soweit sie das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Ihr Ansatz erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erschien. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinsfuß abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Darstellung der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres entsprechen den Zugängen bei den Wertberichtigungen.

2. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 35.000,00 € (Vorjahr: 55.000,00 €) enthalten. Die übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Gesellschafter, ausgewiesen unter den sonstigen Vermögensgegenständen, betragen 3.295,70 € (Vorjahr: 3.255,65 €). Die Restlaufzeiten der Forderungen gegen Gesellschafter sind wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr.

Weiterhin sind in den sonstigen Vermögensgegenständen antizipative Posten aus noch nicht abziehbaren Vorsteuern in Höhe von 16.304,93 € (Vorjahr: 13.058,84 €) enthalten.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 154.200,00 €.

5. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB

Vermögens-Gegenstände Zeitwert
Schulden Erfüllungsbetrag
Verrechneter Aufwand
Verrechneter Ertrag
Rückdeckungsversicherung 1.081.611,89 0,00 0,00 31.517,30
Pensionsrückstellung 0,00 2.466.166,00 -41.602,00 0,00

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellung vom Durchschnittszinssatz für 7 Jahre auf den Durchschnittszinssatz für 10 Jahre nach BilRUG ergibt sich die nachfolgende Ausschüttungssperre:

Erfüllungsbetrag bei einem 7-jährigen
Durchschnittszinssatz von 1,57 % 2.571.764,00 €
Erfüllungsbetrag bei einem 10-jährigen
Durchschnittszinssatz von 1,80 % 2.466.166,00 €
Differenzbetrag 105.598,00 €
Ausschüttungssperre 105.598,00 €

Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre wird durch den Gewinnvortrag in Höhe von 2.642.962,94 € entsperrt.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen 157.456,85 € (Vorjahr: 198.311,18 €), übrige Personalrückstellungen 292.500,00 € (Vorjahr: 280.751,25 €) sowie Rückstellungen für Kundenboni 142.000,00 € (Vorjahr: 121.050,00 €).

7. Verbindlichkeiten

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, ausgewiesen unter den sonstigen Verbindlichkeiten, betragen 0,00 € (Vorjahr: 97,00 €).

D. Sonstige Angaben

1. Angabe der durchschnittlichen Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)

Bonn Hessisch Oldendorf Gesamt
2022/2023 2021/2022 2022/2023 2021/2022 2022/2023 2021/2022
Angestellte 24 26 37 35 61 61
Gewerbliche Arbeitnehmer 0 0 16 13 16 13
Aushilfen 2 2 11 14 13 16
26 28 64 62 90 90

2. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Herr Dr. Karl-Michael Schutz, Kaufmann verantwortlich für den Vertrieb Inland, Personal und Organisation

Herr Dr. Lothar Schutz, Kaufmann verantwortlich für den Vertrieb Ausland, Marketing und PR

Für die Angabe der Bezüge von aktiven und früheren Organmitgliedern und ihren Hinterbliebenen wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

3. Angaben zum Anteilsbesitz (§ 285 Nr. 11 HGB)

a) Dr. Schutz UK Limited

Firma: Dr. Schutz UK Limited
Sitz: London, Großbritannien

Anteile am Kapital: Anteile mit Stimmrecht (A-Shares) 500 £ (= 60 %)

Anteile mit Gewinnbezugsrecht (B-Shares) 500 £ (= 50 %)

Jahresergebnis: Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 01.07.2022 - 30.06.2023 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 17.363,00 £ / 20.195,10 € ab.

Eigenkapital: Die Gesellschaft weist ein Eigenkapital in Höhe 15.536,00 £ / 18.070,10 € aus.

b) Schutz NA LLC

Firma: Schutz NA LLC
Sitz: Lewes, Delaware (USA)

Anteile am Kapital: 725,00 USD (= 50,0 %)

Jahresergebnis: Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 199.438,82 USD / 183.202,00 € aus.

Eigenkapital: Zum 31. Dezember 2022 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von ./. 152.663,31 USD / 140.234,00 € aus.

c) Curasol Services GmbH

Firma: Curasol Services GmbH
Sitz: Detmold

Anteile am Kapital: 22.500,00 € (= 90 %)

Jahresergebnis: Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 113.494,08 € aus.

Eigenkapital: Zum 31. Dezember 2022 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von 396.100,20 € aus.

d) Dr. Schutz Polska Sp. z.o.o.

Firma: Dr. Schutz Polska Sp. z.o.o.
Sitz: Warschau, Polen

Anteile am Kapital: 3.100,00 Zloty (= 52 %)

Jahresergebnis: Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 170.163,98 PLN / 38.293,50 € aus.

Eigenkapital: Zum 31. Dezember 2022 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von 371.460,53 PLN / 83.593,10 € aus.

4. Angaben zu Haftungsverhältnissen

Die Gesellschaft bürgt für ein Darlehen eines verbundenen Unternehmens in Höhe von 900.000,00 €. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Vermögenslage des Unternehmens nicht zu rechnen.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Die künftigen Zahlungen bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge haben folgenden Fälligkeiten:

T€
Fällig innerhalb eines Jahres 848
Fällig innerhalb ein bis fünf Jahren 1.367
2.215

6. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB verzichtet.

7. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 / 2023 in Höhe von 386.888,68 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.07.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 623.664,37 3.478,75 0,00 627.143,12
623.664,37 3.478,75 0,00 627.143,12
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.810.995,34 7.744,80 2.523,58 1.816.216,56
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
2. Geschäftsausstattung 933.666,81 124.630,83 24.130,77 1.034.166,87
2.744.662,15 132.375,63 26.654,35 2.850.383,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.315,98 0,00 0,00 24.315,98
3.392.642,50 135.854,38 26.654,35 3.501.842,53
Wertberichtigungen
Stand 01.07.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 531.919,12 19.210,20 0,00 551.129,32
531.919,12 19.210,20 0,00 551.129,32
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.224.668,20 104.641,01 2.519,58 1.326.789,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
2. Geschäftsausstattung 724.814,24 92.671,14 23.007,12 794.478,26
1.949.482,44 197.312,15 25.526,70 2.121.267,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.481.401,56 216.522,35 25.526,70 2.672.397,21
Buchwerte
Stand 30.06.2023
Stand 30.06.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 76.013,80 91.745,25
76.013,80 91.745,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 489.426,93 586.327,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
2. Geschäftsausstattung 239.688,61 208.852,57
729.115,54 795.179,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.315,98 24.315,98
829.445,32 911.240,94

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bonn, den 17.11.2023

gez. Dr. Karl-Michael Schutz, Kaufmann, Geschäftsführer

gez. Dr. Lothar Schutz, Kaufmann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Dr. Schutz GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dr. Schutz GmbH, Bonn, bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dr. Schutz GmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung (GoA) unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 12. Dezember 2023

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
• Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Matthias Klein, Wirtschaftsprüfer

DIPL.-KFM. HANS M. KLEIN + PARTNER mbB

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