DocCheck Agency AG
Selbe AdresseVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jessica Berger seit 14.1.2026 | Geschäftsführer |
Lena Mayer seit 14.1.2026 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 4.35% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DocCheck Shop GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Die DocCheck Shop GmbH hat ihren Sitz in der Vogelsanger Str. 66, 50823 Köln und ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 95920 eingetragen. A. Rechnungslegungsgrundsätze Die DocCheck Shop GmbH erfüllt zum 31. Dezember 2023 die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB und § 42 GmbHG aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Von der Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der Bilanz angesetzt. Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Immaterielle Vermögensgegenstände werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über einen Zeitraum zwischen 1 und 14 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 800 Euro werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Beteiligungen werden grundsätzlich mit den historischen Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden sind. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bewertet. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,5 % des Nettoforderungsbetrages berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Liquide Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsguthaben bei Kreditinstituten werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - Steuerentlastung in Höhe von 71 TEuro (im Vorjahr: 100 TEuro). Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die als Anlage zur Bilanz dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist Bestandteil des Anhangs. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen zugekaufte Software. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 51 TEuro (im Vorjahr: 51 TEuro) ausgewiesen. 2. Vorräte Die Vorräte teilen sich auf in einen Warenbestand in Höhe von 3.057 TEuro (im Vorjahr: 3.186 TEuro), in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 98 TEuro (im Vorjahr: 90 TEuro) und in geleistete Anzahlungen in Höhe von 57 TEuro (im Vorjahr: 72 TEuro). Im Vorratsbestand sind wertberichtigte Waren (Bruttobestände) in Höhe von 286 TEuro (im Vorjahr: 129 TEuro) enthalten. Die Wertberichtigung in Höhe von 215 TEuro (im Vorjahr: 74 TEuro) wurde aufgrund von Reichweiteanalysen vorgenommen. 3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 232 TEuro (im Vorjahr: 261 TEuro), diese haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 7 TEuro (im Vorjahr: 1 TEuro) und betreffen in vollem Umfang Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
4. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 6 TEuro (im Vorjahr: 11 TEuro) enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Ausgaben des folgenden Geschäftsjahres. Der Ansatz erfolgte zu Nennwerten. 5. Eigenkapital a.) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 54.700 Euro (im Vorjahr: 54.700 Euro). b.) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB betrug zum 31. Dezember 2023 1.293 TEuro (im Vorjahr: 1.293 TEuro). 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen wie folgt zusammen:
7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 858 TEuro (im Vorjahr: 658 TEuro) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 552 TEuro (im Vorjahr: 758 TEuro) und haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Diese Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin DocCheck AG, Köln, in Höhe von 511 TEuro (im Vorjahr: 583 TEuro). Von den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen zudem 511 TEuro (im Vorjahr: 583 TEuro) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der medichem Vertriebs GmbH, Rendsburg, und der Co-med GmbH & Co. KG, Heusweiler, in Höhe von 31 TEuro (im Vorjahr: 30 TEuro). Diese Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden zum Abschlussstichtag nicht. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2023 stellt sich das Ergebnis aus Kursdifferenzen im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
E. Angaben zu anderen Sachverhalten 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 48 (im Vorjahr: 43) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe ohne Auszubildende und Geschäftsführer). Diese verteilen sich auf folgende Gruppen:
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB. Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 3. Geschäftsführung Die Gesellschaft wurde vertreten durch:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 130 TEuro (im Vorjahr: 159 TEuro). 4. Konzernzugehörigkeit Zum 31. Dezember 2023 hält die DocCheck AG, Köln, 90 % der Geschäftsanteile an der DocCheck Shop GmbH. Die DocCheck Shop GmbH wird in den Konzernabschluss der Doc- Check AG (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird. F. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.395.745,18 Euro aus. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 6.985.799,92 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 5.590.054,74 Euro. Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Köln, 22. März 2024 DocCheck Shop GmbH Geschäftsführung Christine Irmler Entwicklung des Anlagevermögens der DocCheck Shop GmbH, Köln im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die DocCheck Shop GmbH hat ihren Sitz in der Vogelsanger Str. 66, 50823 Köln und ist im Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 95920 eingetragen. Die DocCheck Shop GmbH wird in den Konzernabschluss der DocCheck AG, Köln, einbezogen. Im DocCheck Shop sind die eCommerce-Aktivitäten der DocCheck-Gruppe gebündelt. Der Fokus liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf sowie kleiner Medizintechnik. Neben einem Sortiment von über 9.000 Artikeln wird unter der Marke "DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit rund 250 Artikeln angeboten. Der Verkauf erfolgt ganz überwiegend über den Onlineshop. Großbesteller haben jedoch die Möglichkeit, individuelle Angebote zu erhalten. Unter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung umsatzstärksten Onlineshops für Medizin- und Praxisbedarf in der Region D/A/CH etabliert. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck-Gruppe gebündelt zum Einsatz gebracht werden, z. B. die Kommunikations -, Innovations- und Kreativkraft des Bereichs antwerpes, der Zielgruppenzugang bei Healthcare-Professionals über die DocCheck Community GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-how der DocCheck Shop GmbH selbst. Der DocCheck Shop betreibt am Logistik-Standort Hürth ein hochmodernes und teilautomatisiertes Lager, aus dem der Versand erfolgt. Zielgruppe des Shops sind primär niedergelassene und angestellte Ärzte. Die Integration mit der DocCheck Community GmbH wird kontinuierlich vertieft. Durch die Integration der beiden Plattformen soll dem Kunden auf beiden Plattformen ein Mehrwert geboten werden, indem Content und Produkte so miteinander kombiniert werden, dass der Nutzer in jedem Fall davon profitiert, unabhängig von der Frage, ob er sich gerade primär für den Content oder für das Produkt interessiert. Die Schwestergesellschaft DocCheck Steam GmbH entwickelt kontinuierlich neue Produkte, die unter der Marke "DocCheck Things" angeboten werden. Der DocCheck Shop erhält so ein weiteres Alleinstellungsmerkmal, da die DocCheck Things-Produkte nur über die Vertriebskanäle des DocCheck Shop bezogen werden können. B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Markt und Wettbewerb 1.1 Kernmarkt Die Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt als andere Bedürfnisse. Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen Branchen. Die Gesundheitsbranche profitiert dabei von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen könnte. Dazu gehören z. B. der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil der frei zugänglichen bzw. nicht verschreibungspflichtigen Medikamente könnte zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind bis heute noch nicht völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und in Institutionen/Facheinrichtungen als auch auf der Patientenseite, schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig verändern. Insbesondere die Online-Sprechstunde, verbunden mit der Aufweichung des Fernbehandlungsverbotes sowie das eRezept, sind derzeit wichtige Treiber für die Weiterentwicklung der digitalen Gesundheitswirtschaft. In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche Impulse. Der Gesundheitsbranche werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert. Die COVID-19-Pandemie, die die Vorjahre medizinisch und wirtschaftlich beherrscht hat, konnte in 2023 keinen identifizierbaren spezifischen Einfluss mehr nehmen. Allerdings ist der Krankenstand in Deutschland unter anderem aufgrund von Atemwegserkrankungen deutlich erhöht, und zwar so stark, dass einzelne Stimmen, wie beispielsweise der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) hierin eine Mitursache für die Rezession sehen. Diese Hypothese unterstreicht die Bedeutung von Gesundheit, Prävention und Medizin für den Wohlstand in Deutschland. 1.2 Wettbewerb Der DocCheck Shop konkurriert mit anderen Versandhändlern für Medizinbedarf sowie stationären Händlern. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht und das Nutzererlebnis deutlich über den reinen "Beschaffungsvorgang" hinaus erweitern kann. 2. Geschäftsverlauf Der Umsatz im DocCheck Shop ging stark um 29 Prozent von im Vorjahr 21,3 Millionen Euro auf 15,1 Millionen Euro in 2023 zurück. Maßgeblich ist der Wegfall des Sondereffekts aus dem Verkauf von Medizinbedarf für den Schutz vor und für die Diagnose von Covid19-Erkrankungen. Die Umsatzsituation hat sich insofern nun normalisiert. Der Rohertrag sank im Vergleich zum Umsatz weniger stark um 23 Prozent von 5,2 Millionen Euro auf 4,0 Millionen Euro, da der Anteil an verkauften Produkten, die unter einem hohen Margendruck stehen zurückgegangen ist. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstiger Aufwand) stiegen in 2023 um 4 Prozent von 5,5 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro. Überwiegende Kostentreiber waren Kosten für weitere Mitarbeiter, die noch im ersten Halbjahr 2023 eingestellt worden waren. Der DocCheck Shop erzielte in 2023 ein operatives Ergebnis (EBIT) von -1,7 Millionen Euro (im Vorjahr: -0,3 Millionen Euro). 2.1 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten Erwartungen Der DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 19,0 Millionen Euro mit einem erzielten Umsatz von 15,1 Millionen Euro deutlich verfehlt. In der Konsequenz liegt auch der EBIT nicht im prognostizierten Korridor von -0,5 bis -0,8 Millionen Euro, sondern fällt mit -1,7 Millionen Euro sehr viel geringer aus. Der Abbau von Kosten ließ sich in 2023 nicht so schnell vollziehen, wie die Umsätze zurückgingen. 3. Finanzlage Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei 2,7 Millionen Euro (im Vorjahr: 3,2 Millionen Euro). Die Liquidität der DocCheck Shop GmbH ist bereits durch die vorhandenen liquiden Mittel mindestens mittelfristig gesichert. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme der DocCheck Shop GmbH ist im Vergleich zu 2022 von 10,3 Millionen Euro auf 9,1 Millionen Euro gesunken. Der Bestand an Vorräten ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen in Höhe von 57 TEuro (im Vorjahr: 72 TEuro) - von 3,3 Millionen Euro auf 3,2 Millionen Euro zurückgegangen. Diese Veränderung liegt im Rahmen der üblichen Schwankungen der Bestände. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist von 0,3 Millionen Euro auf 0,2 Millionen Euro gesunken. Auf der Passivseite sind die kurzfristigen Schulden um 8,7 Prozent von 2,0 Millionen Euro auf jetzt 2,2 Millionen Euro angestiegen. Das Eigenkapital der DocCheck Shop GmbH ist von 8,3 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro zum Jahresende 2023 gesunken. Die Eigenkapitalquote der DocCheck Shop GmbH beträgt nun 76,2 Prozent (im Vorjahr: 80,7 Prozent). Die DocCheck Shop GmbH ist, abgesehen von den kurzfristigen Verbindlichkeiten, frei von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus erhaltenen Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich. Die Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos. Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2023 nicht erfolgt. C. NACHTRAGSBERICHT Nach Ende des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Ereignisse mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DocCheck Shop GmbH ergeben. D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2024 Die DocCheck-Gruppe ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt ist prinzipiell weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein stark vom Staat regulierter Markt. Dessen Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen. Eine positive oder negative Auswirkung der COVID-19-Pandemie auf den Geschäftsverlauf wird zum Berichtszeitpunkt nicht erwartet. Die Handelsumsätze im DocCheck Shop waren im Vergleich zu den Vorjahren im Geschäftsjahr 2023 stark rückläufig. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein organisches Wachstum erwartet mit leicht steigenden Umsätzen auf dann 15,5 bis 16,0 Millionen Euro. Dies bei einem EBIT von -0,5 bis -1,1 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Fixkostenbasis würden sich niedrigere Umsätze unmittelbar und deutlich negativ auf das EBIT auswirken. Insgesamt verfügt die DocCheck Shop GmbH über eine ausreichende Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die Doc- Check Shop GmbH weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 76,2 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren Mitteln auf. Die Gesellschaft ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr 2024 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden Veränderungen. 1.2 Risiken und Chancen Grundlagen für die Identifizierung von Risiken und Chancen in bei der DocCheck Shop GmbH werden maßgeblich von der DocCheck-Gruppe gelegt. Ausgangspunkt sind die Analysen in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen, Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Konzerngesellschaften sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft situativ Marktbeobachtungen und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst vollständig erfasst werden:
Allgemeine Risiken, wie innere Unruhen, Naturgewalten finden in dieser Darstellung als unspezifische externe Risiken keine Berücksichtigung. 1.2.1 Markt | Kunden Die DocCheck Shop GmbH bewegt sich mit ihrem Angebot im Gesundheitsmarkt. Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme bei der Gesundheitsvorsorge. Die DocCheck-Gruppe fokussiert ihre Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen. Risiken Die besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage erzeugt wird. Die Anforderungen an den Datenschutz steigen kontinuierlich. Es obliegt der DocCheck- Gruppe, die notwendigen Verträge mit Dienstleistern und Kunden zu schließen und im operativen Geschäft die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Dies führt zu erheblichem administrativem Aufwand sowie Risiken aus der Inanspruchnahme wegen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen. Auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche ist ein Kostenfaktor. Künstliche Intelligenz wird in vielen Geschäftsfeldern zu einem relevanten Faktor in der Leistungserbringung. Dies betrifft die Generierung von Texten, Programmcode, Designs und Übersetzungen, um nur einige Beispiele zu nennen. Die exakten Konsequenzen sind noch nicht absehbar. Es ist jedoch denkbar, dass wesentliche Teile des Leistungsportfolios der DocCheck- Gruppe in Zukunft durch künstliche Intelligenzen erbracht werden. Dieser Herausforderung muss sich die Gruppe stellen, um nicht marginalisiert und aus dem Wettbewerb gedrängt zu werden. Strategisch bedeutet dies vor allem, künstliche Intelligenzen sinnvoll für Kunden nutzbar zu machen und schnellstmöglich immer tiefer in die Leistungsprozesse zu integrieren. Zur Erreichung dieses Ziels bietet die DocCheck-Gruppe ihren Mitarbeitern niedrigschwellige Zugänge zu den Systemen und die dazugehörigen Fort- und Weiterbildungen an. Diese Angebote erfahren regen Zuspruch durch die Mitarbeitenden. Der Wareneinkauf des DocCheck Shop kann unmittelbar nachteilig durch Währungsschwankungen betroffen werden, da hier Waren auch in größerem Umfang in Asien beschafft werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, staatliche Eingriffe sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft im Blick zu halten. Ferner bestehen Rest-Risiken für die Geschäftstätigkeit aus den Einflüssen der Covid-19-Pandemie oder anderen noch unbekannten leicht übertragbaren Krankheiten. Risiken auf der Beschaffungsseite betreffen die DocCheck-Gruppe sowohl direkt als auch indirekt. Unmittelbar ist der DocCheck Shop auf kontinuierlichen Nachschub an Waren angewiesen. Dieser Nachschub kann aus vielfältigen Gründen stocken, einige Beispiele sind staatliche Stellen, die Produkte aufkaufen, stockende Produktionen beim Hersteller aufgrund von Infektionen, nicht ausreichende Produktionskapazitäten, um die Nachfrage zu befriedigen oder Verzögerungen bei der Verschiffung aus Asien aufgrund zu geringer Transportkapazitäten oder Umfahrungen gefährlicher Seegebiete. Weltpolitische Risiken sind für die DocCheck-Gruppe grundsätzlich ebenfalls relevant, da die Beschaffung zum Teil in Asien erfolgt und Kunden global agieren. Der Krieg in der Ukraine birgt voraussichtlich auch weiterhin keine unmittelbaren Risiken. Er könnte aber auf andere europäische Länder übergreifen. Dann könnten die Risiken erheblich sein. Diesen und vergleichbaren Risiken begegnet die DocCheck-Gruppe überwiegend durch Diversifikation. Die Geschäftstätigkeit der Gruppe beschränkt sich allerdings auf Europa, so dass die DocCheck-Gruppe im Hinblick auf kriegerische und vergleichbare Ereignisse keine regionale Diversifikation entgegensetzen kann. Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen realisieren. Die DocCheck-Gruppe beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit nur wenige Forderungsausfälle zu verzeichnen. Im DocCheck Shop konnten die Forderungsausfälle bereits in der Vergangenheit durch die Implementierung verschiedener Payment-Provider deutlich reduziert werden. Dieser Service kostet jedoch seinerseits erhebliche Beträge, so dass der Problematik letztendlich nur eingeschränkt abgeholfen werden kann. Bei bestehenden Kunden wird im DocCheck Shop teilweise der Kauf auf offene Rechnung angeboten. Diese Option kann durch kriminelle Personen oder Vereinigungen ausgenutzt werden und zu Forderungsausfällen führen. Bonitätsprüfungen können dieses Risiko nur begrenzt reduzieren, wenn mit entsprechend hoher krimineller Energie vorgegangen wird. Für die bestehenden Forderungen gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern sind am Bilanzstichtag Einzelwertberichtigungen in Höhe von 102 TEuro gebildet worden. Die Forderungen werden in der DocCheck-Gruppe nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden, wann immer möglich, durch die Einforderungen von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur. Die DocCheck Shop GmbH ist intensivem Wettbewerb durch andere Online-Anbieter ausgesetzt, insbesondere durch solche, die sich auf den Bereich eCommerce spezialisiert haben. Hinzu kommen neue Unternehmen, darunter auch Start-ups, die mit der Unterstützung von Investoren in den Handel mit Gesundheitsprodukten drängen und zur Differenzierung stark auf Innovationen setzen. Chancen Eine eventuelle Rezession als Folge steigender Inflation und Zinsen, der COVID-19-Pandemie oder dem Russland-Ukraine-Krieg könnte zu einer Marktbereinigung führen, wenn finanzschwache, weniger spezialisierte oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte die DocCheck-Gruppe aufgrund ihrer guten Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zu Wettbewerbern in Zukunft wieder weiter vergrößert werden. 1.2.2 Systeme | Infrastruktur Die DocCheck Shop GmbH ist Teil des DocCheck-Konzerns und weitgehend in die Systeme und Infrastruktur der DocCheck AG eingebunden. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich daher auf den DocCheck-Konzern. Die Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten. In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Knowhow und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe jedoch eine solide Marktstellung. Risiken Für den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die wichtigsten IT-Systeme der DocCheck-Gruppe migrieren Stück für Stück auf externe Server bzw. in die Cloud. Wichtige Daten werden dort einem professionellen Backup unterworfen. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten könnte die Leistungsfähigkeit und Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko hinsichtlich böswilliger Handlungen durch interne oder externe Personen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben. Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe werden immer noch überwiegend durch konzerneigene Mitarbeiter konzipiert und verwaltet. Aufgrund der Komplexität der Systeme und Anforderungen sind bei einzelnen Fragestellungen Abhängigkeiten von einzelnen Personen nicht immer auszuschließen. Die Gesellschaft migriert Systeme zunehmend in die Cloud, standardisiert und schafft, wo immer möglich, Redundanz bei den Know-how-Trägern und etabliert dadurch zugleich Vier-Augen-Überprüfungen. Die IT-Systeme der DocCheck-Gruppe befinden sich zum Stichtag nur zu einem geringen Teil in der Cloud, relevante Umzüge in die Cloud sind für das Geschäftsjahr 2024 jedoch geplant. Das Rechenzentrum der Gruppe verfügt aufgrund der Menge der zur Verfügung zu haltenden Daten über keine vollständige Sicherung an einem zweiten Standort. Wo sinnvoll und möglich, werden Daten über einen externen Colocation-Server gesichert und in Betriebsbereitschaft gehalten. Darüber hinaus werden Backups und Spiegelungen angefertigt, die in separaten Brandabschnitten gelagert bzw. geführt werden. Der Verlust des eigenen Rechenzentrums könnte für die Gruppe trotz dieser umfassenden Sicherheitsmaßnahmen im schlimmsten Fall dennoch zu gravierendsten Konsequenzen führen. Das große Angebot an Online Services und die leichte Verfügbarkeit machen es unmöglich, durch zentrale Maßnahmen die Nutzung solcher Services zu steuern. Dies gelingt in der Regel erst dann, wenn die Nutzung kostenpflichtig wird. Bis dieser Punkt erreicht ist, ist es nicht auszuschließen, dass Online Services genutzt werden, deren Datensicherheit nicht den Anforderungen der DocCheck Gruppe genügt. Mit Richtlinien und Schulungen wird dieses Risiko moderiert. Gänzlich eliminiert werden kann es dadurch jedoch nicht. Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein für den Doc- Check-Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen und werden ständig weiterentwickelt, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, insbesondere nicht für den Fall krimineller Aktivitäten, eines Großbrandes, Erdbebens, Wasserschadens oder vergleichbarer Katastrophen. Solche katastrophalen Ereignisse könnten auch die Gebäude an den Standorten in Köln und Hürth insgesamt vernichten. In diesem Fall wären nicht nur Daten, sondern auch viele andere relevante Infrastrukturteile vernichtet. Dieser Zustand wäre existenzbedrohend. Diese Risiken sind derzeit teilweise nicht versichert und nach unserer Erkenntnis derzeit auch nicht ohne weiteres versicherbar. Chancen Die Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, IT-Lösungen teilweise deutlich schneller und mit weniger Risiko einzuführen und zu betreiben als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert. 1.2.3 Kosten Die wesentlichen Kostenpositionen der DocCheck Shop GmbH konnten im Jahr 2023 weitgehend stabil gehalten werden. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet die DocCheck Shop GmbH durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. Risiken Es besteht das allgemeine Risiko einer dauerhaft hohen Inflation. Dies würde zu Kostensteigerungen insbesondere bei den Personalkosten führen, so dass hier ein Margen- oder sogar Verlustrisiko resultiert. Bei den Personalkosten, Konzernumlagen, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang der Umsätze nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollten die Umsatzerlöse deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste, da beispielsweise Gehälter für eine gewisse Zeit bzw. bis zum Vertragsende vollständig weiterbezahlt werden müssen. In der DocCheck AG wurden und werden für die DocCheck Shop GmbH erhebliche Investitionen getätigt. Diese führen auch hier über die Kostenumlage zu einer erheblichen Fixkostenbasis. Fällt der Umsatz oder die daraus resultierende Marge geringer aus als erwartet, besteht das Risiko erheblicher Verluste. Der DocCheck Shop führt ein Sortiment eigener Produkte. Dieses Eigensortiment verbessert die Möglichkeit des Shops, auf die Art und Gestaltung der Produkte Einfluss zu nehmen und so einen Marktvorteil zu erlangen. Damit verbunden ist jedoch das Bestands- und Absatzrisiko. Produkte könnten also gar nicht oder nur unter Einkaufspreis verkauft werden oder verkaufen sich so langsam, dass sie ihre Verfallsdaten überschreiten. Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses können sich Risiken für die Beschaffung im DocCheck Shop ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen und in Dollar fakturiert wird. Aufgrund des vergleichsweise geringen Volumens und der hohen Kosten für die Bilanzierung solcher Geschäfte werden Dollargeschäfte nicht abgesichert. Chancen Auf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Basic Board sowie die vergleichsweise komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen wie z. B. inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen oder kleinen Werbeagenturen belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil durch die eintretende Fixkostendegression gemindert werden. Ebenso ergeben sich im DocCheck Shop Chancen durch die Fixkostendegression. Logistik und Onlineshop sind so ausgelegt, dass sie auch erhebliches Wachstum ohne weitere Investitionen verarbeiten können. Durch die Teilautomatisierung im Lager kann ein erheblich höheres Bestellaufkommen ohne einen nennenswerten Mehreinsatz von Personal kommissioniert werden. 1.2.4 Human Resources Die DocCheck Shop GmbH ist Teil des DocCheck-Konzerns und weitgehend in die Organisation der DocCheck AG eingebunden. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich daher auf den DocCheck-Konzern. Die Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Risiken Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert der Konzern mit kreativen Wegen bei der Personalakquise, einer intensiven individuellen Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal dar. Es herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen führen. Dem wirkt DocCheck durch die gezielte Aus- und Weiterbildung von Führungspersonal und dem erweiterten Vorstand der DocCheck AG entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Vorstände und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sowie den Unitleitern in den Tochtergesellschaften. Mit einer größeren Anzahl von Beteiligten steigt die Abhängigkeit von der individuellen Performance und die Anforderungen an die Koordination der individuellen Aktivitäten. Darüber hinaus sind im Geschäft der antwerpes ag zahlreiche Kundenkontakte an die Führungskräfte gebunden, da diese die primären Träger der Akquise sind. Dadurch kann der Austritt einer Führungskraft erhebliche Auswirkungen auf die Kundenbeziehung und damit auf die Geschäftstätigkeit haben. Die Projektorientierung im Segment antwerpes und zum Teil auch im Segment DocCheck bringt hohe Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter mit. Ein sorgfältiger Umgang mit den anvertrauten Ressourcen und die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien sind notwendig, um angemessen mit der Risikosituation der Gruppe umgehen zu können. Individuelle Verstöße gegen diese Erfordernisse können zu Beeinträchtigungen der Kundenbeziehung oder auch zu unmittelbaren monetären Verlusten führen. Chancen Der DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt bei ihnen den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert in allen Segmenten eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln. Die schwierige Lage bei der Personalbeschaffung kann ein relativer Wettbewerbsvorteil für die DocCheck-Gruppe sein. Die DocCheck-Gruppe positioniert sich schon seit Jahrzehnten als attraktiver Arbeitgeber, z. B. über herausragend gestaltete Büroräume, modernste Technik, hohe Aufgabenvielfalt, frühe Verantwortungsübergabe und einen formlosen Umgang untereinander sowie monetären Incentives wie Stock Options, persönlichen Fortbildungsbudgets und Sonderzahlungen. So kann sich die DocCheck-Gruppe authentisch als Mitarbeiter-zentriert positionieren, während viele andere Unternehmen erst einen kulturellen Wandel durchlaufen müssen Der Übergang in das Homeoffice konnte nahtlos sichergestellt werden und wird auch in Zukunft ein relevanter Aspekt in der Gestaltung der Arbeitswelt bei DocCheck sein. Die Möglichkeit, mobil oder aus dem Homeoffice zu arbeiten gilt für fast alle Mitarbeiter der Gruppe, was die Wettbewerbsfähigkeit mindestens erhält oder sogar verbessert. In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Zudem vermuten wir, dass DocCheck als Arbeitgeber zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit der Stabilität des Konzerns sowie der konsequenten Personalentwicklung zusammen, durch die weitere attraktive Stellen und Perspektiven entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider. 1.2.5 Finanzen | Recht Die DocCheck Shop GmbH ist Teil des DocCheck-Konzerns und weitgehend in die Organisation der DocCheck AG eingebunden. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich daher auf den DocCheck-Konzern. Die DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen, stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend mit den am Markt erhältlichen Zinsen ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement, sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen. Risiken Aktuell ist am Markt wieder eine positive Verzinsung bei der Geldanlage zu erzielen. Die Erwartung ist allerdings, dass das Zinsniveau im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 wieder sinken wird. Die Notwendigkeit, die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, bleibt also erhalten und geht mit steigenden Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen. Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Steigende Zinsen könnten die Investitionsneigung in der Wirtschaft reduzieren und durch ein Abnehmen der Beschäftigung die Zahlungsströme im Gesundheitswesen verändern. Daraus würden sich negative Folgen für die Geschäftstätigkeit der DocCheck-Gruppe ergeben. Durch den hohen Bestand an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2024 nicht ändern. Die DocCheck Shop GmbH ist zur Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit nicht auf Zinserträge angewiesen. Die DocCheck Shop GmbH hat keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Der Gesundheitsmarkt ist ein stark regulierter Markt. Er ist zugleich der Markt, in dem sich die Unternehmen der DocCheck-Gruppe hauptsächlich bewegen. Die zu beachtenden gesetzlichen Regelungen stellen ein Risiko dar, wenn sie verletzt werden - gleich, aus welchem Grund. Insbesondere zählen zu den relevanten Regelungen das Heilmittelwerbegesetz, das Arzneimittelgesetz, die Arzneimittelhandelsverordnung und das Medizinproduktegesetz. Die Vielfalt der Regelungen einerseits und die Vielfalt der Geschäftsmodelle andererseits stellen erhöhte Compliance Anforderungen an die Führungskräfte. Diese besondere Konstellation in der DocCheck- Gruppe birgt damit besondere Risiken im Hinblick auf Vertragsstrafen sowie zum Beispiel Ordnungs- und Bußgelder, die sich in geringem Maße auch auf die DocCheck Shop GmbH auswirken können. Die Notierung der DocCheck AG im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse führt zu stark erhöhten Berichtspflichten und Auflagen für die Bilanzierung der DocCheck-Gruppe. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, beschäftigt die DocCheck-Gruppe erfahrene Experten. Zudem wurde eine entsprechend qualifizierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Konzernabschlussprüfung beauftragt. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Einzelfall im Hinblick auf die Rechnungslegung oder die Berichtspflichten zu Fehlern kommt, die Sanktionen der Börse, der Finanzaufsicht oder anderer Berechtigter nach sich ziehen. Hinzu kommt das Risiko, von Aktionären oder anderen Dritten in Anspruch genommen zu werden. Chancen Der Handel mit Medizin- und Praxisbedarf unterliegt an einigen Stellen einer erheblichen Regulierung und Genehmigungspflicht, die einen beträchtlichen Schutz vor Wettbewerb bietet. Fazit Wesentliche Veränderungen der Risikolage mit Ausnahme der auslaufenden COVID-19-Pandemie sind im Vergleich zum Vorjahr bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht eingetreten. Hinsichtlich der COVID-19-Pandemie sind derzeit weder besondere Chancen noch besondere Risiken zu erwarten. Auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine könnte indirekte Auswirkungen haben. Es gibt jedoch keine direkten Geschäftsbeziehungen mit den beiden Ländern. Eine Quantifizierung der Risiken wurde im Geschäftsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht vorgenommen. Da der Konzern weiterhin sehr risikoarm finanziert ist, resultieren die wesentlichen Risiken aus dem Absatzmarkt (Auslastungsrisiko) und aus den IT-Systemen. Dem IT-Risiko begegnet die Gruppe durch eine systematische Überwachung und Steuerung der Systeme.
Köln, 22. März 2024 DocCheck Shop GmbH Geschäftsführung Christine Irmler Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DocCheck Shop GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DocCheck Shop GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DocCheck Shop GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 25. März 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer |
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