Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 450657
Vorher
Atlantic Zeiser GmbH
Eingetragen
15.4.1991
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Systemlösungen für die Bereiche Sicherheitsdruck, Kartenpersonalisierung sowie Dokumenten- und Produktidentität sowie der Handel mit Gegenständen dieser Art aus eigener oder fremder Produktion, insbesondere für die graphische Industrie.Weiterer Gegenstand des Unternehmens ist die Vornahme von Finanzierungen und Handel mit Dienstleistungen und Gütern aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon Krause
seit 12.2.2026
Prokura
Jürgen Keller
seit 30.10.2018
Prokura
Christopher Klöck
seit 30.10.2018
Prokura
Thorsten Tritschler
seit 24.9.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Orell Füssli Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Orell Füssli Holding AG
Switzerland
869.300 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZEISER GmbH

Emmingen-Liptingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

nach HGB

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
in EURO in EURO
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
AV Anlagevermögen
AV 1 Immaterielle Vermögensgegenstände
AV 1.1. Software,Konzessionen, gew.Schutzrechte u.ä.Rechte 99.525,67 106.672,67
AV 1.2. Geschäfts- und Firmenwert 1,00 1,00
AV 1 Immaterielle Vermögensgegenstände
AV 2 Sachanlagen
99.526,67 106.673,67
II. Sachanlagen
AV 2.1. Grundstücke und Bauten 7.559.220,37 7.752.005,37
AV 2.2. Technische Anlagen und Maschinen 1.584.789,00 1.496.748,00
AV 2.3. Anderer Anlagen, Betriebs- u.Geschäftsausstattung 1.621.815,00 1.467.815,69
AV 2 Sachanlagen
10.765.824,37 10.716.569,06
III. Finanzanlagen
AV 3.1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.662.761,33 14.904.261,33
15.662.761,33 14.904.261,33
I. Vorräte
UV 1.1. Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe, bezogene Teile 3.301.610,00 2.626.117,00
UV 1.2. Unfertige Erzeugnisse 3.844.542,00 2.340.817,00
UV 1.3. Geleistete Anzahlungen 15.420,00 990.894,25
7.161.572,00 5.957.828,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegestände
UV 2.1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.862.434,35 3.715.947,60
UV 2.2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.163.924,74 109.409,44
UV 2.3. Sonstige Vermögensgegenstände 469.706,15 3.395.710,66
7.496.065,24 7.221.067,70
III. Flüssige Mittel
UV 3 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.055.291,15 6.915.455,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 201.968,96 243.977,37
44.443.009,72 46.065.832,90

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
in EURO in EURO
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 869.300,00 869.300,00
II. Kapitalrücklage 15.918.885,29 15.918.885,29
III. Gewinnrücklage 10.336,00 10.336,00
IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 1.585.569,59 -2.900.130,88
V. Jahresüberschuss 823.201,22 4.485.700,47
19.207.292,10 18.384.090,88
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 3.094.574,37 2.782.347,58
3.094.574,37 2.782.347,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten Kreditinstituten 0,00 1.800.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 874.537,89 952.604,89
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 518.657,89 742.686,15
4. Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 20.003.171,04 20.808.054,17
5. sonstige Verbindlichkeiten 664.266,82 573.209,35
22.060.633,64 24.876.554,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 80.509,61 22.839,88
44.443.009,72 46.065.832,90

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2023 nach HGB

31.12.2023 31.12.2022
1. Rohergebnis 13.205.536,46 12.258.463,96
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.727.798,62 7.158.921,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altervorsorgung und für 1.311.727,62 1.281.583,13
Unterstützuung 8.039.526,24 8.440.504,94
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des 3. Anlagevermögens und Sachanlagen 799.278,14 735.941,02
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.893.227,69 5.217.708,54
5. Erträge aus Beteiligungen 580.105,00 7.234.450,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.062,18 18.279,27
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 703.216,99
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 325.602,72 264.161,14
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17.500,04 -353.100,69
10. Ergebnis nach Steuern 831.568,89 4.502.761,29
11. Sonstige Steuern 8.367,67 17.060,82
12. Jahresüberschuss 823.201,22 4.485.700,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Gesellschafter ist mit einem 100-prozentigen Geschäftsanteil, im Nennbetrag von EUR 869.300,00 die Orell Füssli AG, Zürich.

Die Zeiser GmbH hat Ihren Sitz in 78576 Emmingen-Liptingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 450657). Seit 1. Oktober 2018 fokussiert sich die Zeiser GmbH auf das Geschäftsfeld Serialisierung von Sicherheitsdokumenten.

Die Gesellschaft Zeiser Italia S.R.L. wurde im Geschäftsjahr 2022 liquidiert.

Die per 1. Juli 2021 von Zeiser übernommene Inspectron Inc. wurde in den USA zum 1. April 2022 mit Zeiser Inc. fusioniert.

Mit der Akquisition von Inspectron in 2021 baute Zeiser ihre Führungsposition als Anbieter von Serialisierungslösungen und Servicedienstleistungen für die Sicherheitsdruckindustrie weiter aus. Erste Projekte für Track & Trace Lösungen für Sicherheitsdokumente konnten in 2022 bereits akquiriert werden.

2. Ansatz, Bewertung und Gliederung

Die Bewertung erfolgte nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 (1) Nr. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Jahresabschlusses die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 HGB in Anspruch.

Bei der Bewertung der einzelnen Posten wurden die folgenden Grundsätze angewandt:

Der Ansatz der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf abnutzbare Vermögensgegenstände. Ab dem Jahr 2010 erfolgt die Abschreibung linear auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die selbsterstellten Anlagen sind zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Gemeinkosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden im Falle dauernder Wertminderungen vorgenommen. Neuzugänge des beweglichen Anlagevermögens werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Nutzungsdauer je Anlagekategorie:

Maschinen und Anlagen 8 - 15 Jahre
Gebäude und Einbauten 30 - 40 Jahre
Mobiliar und Fahrzeuge 3 - 15 Jahre
IT und Systeme 3 - 5 Jahre

Die Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert des Bilanzstichtages bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden im Rahmen des Niederstwerttests sowie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, sofern dies erforderlich war, vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bewertet.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte zu Nennbeträgen. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen wurden wertberichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von rund 0,5 % gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung angemessener Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennbetrag bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten bzw. -forderungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Wechselkurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.

3. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Anteilsbesitz am Bilanzstichtag

Name, Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 31.12.2023
Zeiser Inc., Fairfield, USA 100 % 6.936 TUSD 2.356 TUSD
Zeiser Ltd., Andover, Großbritannien 100 % 751 TGBP 397 TGBP

Die Gesellschaft Zeiser Italia S.R.L. wurde im Geschäftsjahr 2022 liquidiert. Im Rahmen der Liquidation wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 703 vorgenommen.

Die Gesellschaft Inspectron Inc. wurde im Geschäftsjahr 2022 mit Zeiser Inc. fusioniert.

Der Anstieg der Finanzanlagen um TEUR 759 steht im Zusammenhang mit dem Earn-out der ehemaligen Inspectron Inc.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 109), sowie aus Forderungen aus einem Kontokorrentvertrag mit der Gesellschafterin, der Orell Füssli AG, in Höhe von TEUR 3.134.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt aus zu viel gezahlten Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 664). Des Weiteren waren in den sonstigen Vermögensgegenständen im Vorjahr: TEUR 2.200 verpfändetes Guthaben an ein Kreditinstitut enthalten (Sicherheit für das Darlehen in Höhe von TEUR 4.000).

Die Gewinnrücklagen über TEUR 10 resultieren aus der Umstellung der Bilanzierung nach BilMoG.

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der zum Bilanzstichtag bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich in Höhe von TEUR 744 (Vorjahr: TEUR 568), einen Drohverlust aus einer vertraglichen Verpflichtung mit einem Kreditor in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 499), sowie den zu erwartenden Earn-Out aus der Akquirierung der Firma Inspectron in Höhe von TEUR 1.716 (Vorjahr: TEUR 1.420). Des weiteren sind in den sonstigen Rückstellungen Garantieverpflichtungen in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 89) enthalten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar (Vorjahr in Klammern):

Gesamt Unter 1 Jahr Über 1 Jahr Davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(1.800) (1.800) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 875 875 0 0
(953) (953) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 519 519 0 0
(743) (743) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.003 3 20.000 0
(20.808) (808) (20.000) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 664 664 0 0
(573) (573) (0) (0)
TOTAL 22.061 2.061 20.000 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 20.000 (Vorjahr: TEUR 20.693), gegenüber der Gesellschafterin, der Orell Füssli AG, enthalten. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 besteht ein Darlehensvertrag über TEUR 20.000 mit der Orell Füssli AG. Das Darlehen läuft unbefristet und kann frühestens zum 31. März 2025 gekündigt werden. Des weiteren besteht seit 21. Januar 2022 ein Cash Agreement mit der Orell Füssli AG mit einem Kreditrahmen bis TCHF 10.000.

Es bestehen zum Bilanzstichtag Avalkredite und Bürgschaften mit verschiedenen Banken in Summe von TEUR 1.284. Es wird mit keiner Inanspruchnahme gerechnet.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 109) enthalten.

3.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresüberschuß beläuft sich auf TEUR 823 (im Vorjahr: TEUR 4.486).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 117), Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1.062), Zuwendungen für Zukunftsinvestitionsvorhaben in Höhe von 47 (Vorjahr: TEUR 46) sowie Forschungszulagen in Höhe von TEUR 608.

Des Weiteren sind periodenfremde Erträge für Zahlungen einer bereits abgeschriebenen Forderung in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120), für die Ausbuchung von Provisionsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: Ausbuchung von Kundenüberzahlungen in Höhe von TEUR 34), sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 80) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 659), sowie Aufwendungen für Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 841 (Vorjahr: TEUR 1.220) und Aufwendungen für Drohverluste aus einer vertraglichen Verpflichtung mit einem Kreditor in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 499).

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 580 resultieren aus einer Dividendenzahlung von Zeiser Ltd. (Dividendenzahlungen im Vorjahr: Zeiser Ltd. in Höhe von TEUR 691 sowie von Zeiser Inc. in Höhe von TEUR 6.543)

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 33 für verbundene Unternehmen enthalten (Vorjahr: TEUR 3) sowie TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 15) für Guthabenzinsen aus Bankguthaben, sowie TEUR 22 für Verzugszinsen auf eine Kundenforderung.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen aus verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 235).

4. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen gliedern sich zum Stichtag wie folgt (Vorjahr in Klammern):

2024 bis 2026 TEUR 314
(2023 bis 2025) (332)
ab 2027 TEUR 4
(27)
TOTAL TEUR 318
(359)

Bei allen Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

In den Leasingverbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Das Bestellobligo aus Aufträgen für Investitionen in das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 301). Dies resultiert im Wesentlichen aus Investitionen für ein neues ERP-System.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.500 und TEUR 7.500 aus aufschiebend bedingten Verbindlichkeiten aus den am 30. Dezember 2011 und 29. Dezember 2012 geschlossenen Forderungsverzichtvereinbarungen mit Besserungsschein gegenüber der Gesellschafterin Orell Füssli AG, Zürich, Schweiz.

Diese Darlehensverbindlichkeiten sind nur bei einem allfälligen Verkauf, Umstrukturierung oder sonstigen wesentlichen Veränderungen zurückzubezahlen.

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 34) und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen sind daneben nicht angefallen.

Während des Geschäftsjahres waren ohne Auszubildende im Durchschnitt 100 (Vorjahr 105) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren die Mitarbeiter in folgenden Bereichen tätig:

Dezember 2023 Dezember 2022
Produktion 56 62
Entwicklung, Engineering und Projektierung 14 14
Administration 10 11
Verkauf /Marketing 17 19
Auszubildende 8 6
TOTAL 105 112

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Die der Zeiser GmbH bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr 2024 sind im Prognosebericht berücksichtigt und beschrieben. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar.

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss der Zeiser GmbH, Emmingen-Liptingen, zum 31. Dezember 2023 schließt ab mit einem Jahresüberschuss von

TEUR 823

Zusammen mit dem Bilanzgewinn aus dem Vorjahr von TEUR 1.586 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 2.409. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernabschluss

Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Orell Füssli AG, Zürich/Schweiz. Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Orell Füssli AG, der nach den Rechnungslegungsvorschriften der Swiss GAAP FER aufgestellt wird, einbezogen. Das Mutterunternehmen erstellt diesen Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Konsolidierungskreis. Die Orell Füssli AG ist an der Züricher Börse notiert, legt nach den Normen der Schweizer Börse offen und veröffentlicht ihren Konzernabschluss im Internet unter www.orellfuessli.ch.

Die Zeiser GmbH, Emmingen-Liptingen, hat von der Befreiungsmöglichkeit des § 293 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet.

Unterschiede zwischen den Rechnungslegungsgrundsätzen der Swiss GAAP FER und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Fertigungsaufträge, der Leasingverpflichtungen sowie der latenten Ertragsteuern.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bzw. bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses bestellt:

Herr Thorsten Tritschler, Geschäftsführer, Emmingen

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Emmingen-Liptingen, 14. Juni 2024

Thorsten Tritschler, Geschäftsführer

Anlagespiegel der ZEISER GmbH zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
Immat.Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.183.796 21.900 0 2.205.696
Geschäfts- und Firmenwert 962.731 0 0 962.731
3.146.527 21.900 0 0 3.168.427
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.880.794 42.043 7.922.837
Technsche Anlagen und Maschinen 3.437.580 389.996 2.403 3.825.174
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 1.776.477 257.889 1.475 2.032.891
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.883 129.558 178.441
13.143.734 819.486 0 3.878 13.959.342
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.707.837 758.500 19.466.337
18.707.837 758.500 0 0 19.466.337
SUMME 34.998.098 1.599.886 0 3.878 36.594.107
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immat.Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.077.123 29.047 2.106.170
Geschäfts- und Firmenwert 962.730 962.730
3.039.854 29.047 0 3.068.901
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.788 234.828 363.616
Technsche Anlagen und Maschinen 1.940.832 301.955 2.403 2.240.385
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 357.544 233.448 1.475 589.517
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
2.427.165 770.231 3.878 3.193.518
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.803.576 0 0 3.803.576
3.803.576 0 0 3.803.576
SUMME 9.270.594 799.278,14 3.878 10.065.995
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Immat.Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.526 106.673
Geschäfts- und Firmenwert 1 1
99.527 106.674
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.559.220 7.752.005
Technsche Anlagen und Maschinen 1.584.789 1.496.748
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 1.443.374 1.418.933
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 178.441 48.883
10.765.824 10.716.569
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.662.761 14.904.261
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SUMME 26.528.112 25.727.504

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Zeiser GmbH entwickelt, realisiert und liefert Technologien, die Sicherheitsdokumenten einzigartige, eindeutige und nachverfolgbare Identität verleihen.

Gesellschafter ist mit einem 100-prozentigen Geschäftsanteil, im Nennbetrag von EUR 869.300,00 die Orell Füssli AG, Zürich.

Die Zeiser GmbH hat Ihren Sitz in 78576 Emmingen-Liptingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 450657). Seit 1. Oktober 2018 fokussiert sich die Zeiser GmbH auf das Geschäftsfeld Serialisierung von Sicherheitsdokumenten.

Zeiser Technologien kreieren Identitäten von Sicherheitsdokumenten, welche für den Austausch oder die Einnahme und den Transport von Werten sowie zur Sicherung des Personenverkehrs dienen und dadurch helfen, deren Produkte zu individualisieren und über ihren gesamten Lebenszyklus zu verfolgen. Zeiser fertigt, integriert und wartet mechanische Nummerier- und digitale Ink-Jet- Serialisierungssysteme. Die Vermarktung und der Vertrieb erfolgen mehrspurig über langjährige OEM-Partner, regional starke Distributions-Partner sowie durch Direktvertrieb an staatliche und private Sicherheitsdruckereien weltweit.

2. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen ca. 1,36 Mio. EUR und wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies entspricht einer Quote von 7,3% zum Umsatz.

Die Integration des "Inspectron Track & Trace" Geschäftes in bestehende Zeiser-System-Lösungen wurde erfolgreich umgesetzt.

Im Laufe des Jahres konnten neue Track & Trace Produkte fertiggestellt und bereits erste Systeme an Kunden veräußert werden.

Für das Thema Digitalisierung im Bereich Sicherheitsdruck werden weitere Systemkomponenten entwickelt.

Durch die Umstellung auf agile Entwicklungsmethodik ist Zeiser enorm flexibel und kann sich sehr schnell geänderten Kunden- und Marktbedürfnissen anpassen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Verlauf des gesamten Jahres 2023 kennzeichnete sich die deutsche Wirtschaft durch eine wirtschaftliche Stagnation, begleitet von hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten. Die Ursachen für diese Entwicklung, die im Vergleich zu den allgemeinen Erwartungen zu Jahresbeginn schwächer ausfiel, liegen hauptsächlich in den anhaltenden Auswirkungen der massiven Kaufkraftverluste infolge der Energiepreiskrise. Diese Verluste haben den privaten Konsum beeinträchtigt. Zudem trugen die verminderte Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte geopolitischer Spannungen und Krisen zu dieser Situation bei. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % tiefer als im Vorjahr.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Jahresteuerungsrate lag somit etwas unter dem Vorjahr, jedoch deutlich höher gegenüber dem langjährigen Mittel. Haupttreiber hierfür war die sehr starke Verteuerung von Nahrungsmitteln.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 210 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland.

(Quellen: bundesregierung.de / Statistisches Bundesamt / Destatis)

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Markt

Laut Prognosen der Zentralbanken wird die Zahl der weltweit in Umlauf gesetzten Banknoten auch in den nächsten Jahren steigen. Mit ein Grund dafür ist neben dem Bevölkerungswachstum in den Schwellenländern die Clean Note Policy, die Praxis, wonach alte Noten laufend durch neue ersetzt werden.

Durch den Anstieg in der Tourismusbranche, aber auch durch vermehrte Geschäftsreisen steigt der Bedarf an Ausweisdokumenten in den nächsten Jahren.

Hybride Banknote

Die 2021 von der Schwesterfirma Orell Füssli AG Sicherheitsdruck gestartete Konzeptstudie zur Banknote, welche in der Fachwelt auf großes Interesse stieß, hat sich bislang noch nicht durchgesetzt. Vielmehr setzten viele Zentralbanken auf die Erneuerung bestehender Banknoten. Neben neuen Designs wurden auch innovative Sicherheitsmerkmale, welche das Fälschen von Banknoten erschweren, eingeführt.

III. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Geschäftsverlauf

Zu Jahresbeginn entschieden sich viele Unternehmen aufgrund der anhaltenden weltweiten politischen Unsicherheiten dazu, zuvor geplante Investitionen zurückzuhalten. Diese Zurückhaltung hatte direkte Auswirkungen auf die Produktionsauslastung, die sich aufgrund der verschobenen Investitionen in den Herstellungsbereichen signifikant verringerte. Um diesem Umstand zu begegnen, implementierten wir ein aus Sicht der Geschäftsführung erfolgreich ein flexibles Kurzarbeitsmodell in den betroffenen Abteilungen und Bereichen. Diese Maßnahme ermöglichte es, Ressourcen effektiv zu verwalten und die Auswirkungen der tiefen Auslastung zu mildern.

Gleichzeitig wurden umfassende Überprüfungen und Anpassungen in den Produktionsabläufen durchgeführt, um sich den neuen Herausforderungen anzupassen. Dieser proaktive Ansatz stellte sicher, dass die betrieblichen Strukturen den veränderten Bedingungen gerecht wurden und die Effizienz in der Produktion aufrechterhalten wurde. Somit haben wir nicht nur auf die unmittelbaren Herausforderungen reagiert, sondern auch strategische Anpassungen vorgenommen, um langfristig auf eine sich wandelnde Geschäftsumgebung vorbereitet zu sein.

Durch eine sukzessive Verbesserung der Auftragssituation im Verlauf des Geschäftsjahres war es uns möglich, die zuvor eingeführte Kurzarbeit im Juni 2023 erfolgreich zu beenden. Die schrittweise Aufhebung der Kurzarbeit trug maßgeblich dazu bei, die negativen Auswirkungen der anfänglichen Unterauslastung zu minimieren und ermöglichte es uns, die Produktionskapazitäten wieder optimal auszuschöpfen.

Die gezielten Optimierungsmaßnahmen erwiesen sich als entscheidend, um nicht nur auf die sich ändernde Auftragslage zu reagieren, sondern auch die betriebliche Flexibilität zu steigern.

Die strategische Anpassung der Personalressourcen erwies sich aus Sicht der Geschäftsleitung als essenzieller Baustein, um den sich wandelnden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und gleichzeitig eine solide Grundlage für zukünftiges Wachstum zu legen. Die erfolgreiche Beendigung der Kurzarbeit markiert somit nicht nur einen Meilenstein in der Bewältigung kurzfristiger Herausforderungen, sondern auch einen Schritt in Richtung langfristiger Stabilität und Anpassungsfähigkeit des Unternehmens.

Im ersten Halbjahr stagnierten die Geschäftsaktivitäten im Bereich der Banknoten-Nummerierung und der Individualisierung von Reisedokumenten, gewannen jedoch im zweiten Halbjahr deutlich an Fahrt. Bei den Vertriebsaktivitäten gab es kaum Einschränkungen, wenngleich Kunden in Asien zu Jahresbeginn noch zurückhaltend in Bezug auf persönliche Kontakte waren. Diese Zurückhaltung hat sich jedoch im Laufe des Jahres normalisiert.

Das After Sales Geschäft entwickelte sich aus Sicht der Geschäftsleitung sehr stabil.

Im Verlauf des Jahres 2023 konnte die im Jahr 2021 übernommene Firma Inspectron aus Sicht der Geschäftsleitung erfolgreich und umfassend in die Strukturen der Zeiser Gruppe integriert werden. Die erworbene Track & Trace Technologie wurde dabei nicht nur auf eine innovative Benutzeroberfläche überführt, sondern es wurden auch zusätzliche Module identifiziert und teilweise nahtlos eingegliedert. Die gesamte Lösung wurde unter dem neuen Produktnamen "HARMONY" positioniert und wird nun erfolgreich weltweit vermarktet. Die ersten Erfolge dieses Integrationsprozesses lassen sich bereits verzeichnen, was die Wettbewerbsfähigkeit und den Mehrwert unserer Produktreihe stärkt.

Die Zeiser GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen höheren Umsatz als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf den Jahresendspurt zurückzuführen.

Aufgrund langfristiger Projekte sowie einem sehr hohen Auftragseingang zum Ende des Berichtsjahres, geht die Zeiser GmbH insgesamt mit einem erhöhten Auftragsbestand von TEUR 12.978 zum Jahresende 2023 in das neue Geschäftsjahr (VJ TEUR 10.147).

Das Ergebnis nach Steuern betrug TEUR 823 und liegt somit TEUR 3.663 unter dem Vorjahresergebnis (TEUR 4.486).

Aus Sicht der Geschäftsleitung konnte Zeiser im Jahr 2023 seine Stellung als weltweit führende Anbieterin von Serialisierungslösungen in der Sicherheitsdruckindustrie unterstreichen.

Investitionen

Aufgrund der in den Vorjahren durchgeführten Investitionen für die Zusammenführung der bisherigen Standorte an den neuen Standort in der Friedrich-Wöhler-Straße ist sowohl das Gebäude als auch die komplette Einrichtung auf dem neuesten Stand der Technik.

Investitionen beschränkten sich somit in 2023 hauptsächlich auf Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen zur Steigerung der Produktivität und zur Flexibilisierung im Produktionsbereich. Der Maschinenpark konnte dementsprechend in der neuen Betriebsstätte weiter modernisiert und automatisiert werden.

Die Investitionshöhe in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2023 lag bei 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR).

Bei der Energieversorgung hat Nachhaltigkeit höchste Priorität. Ein Großteil des benötigten Stroms wird aus der eigenen Photovoltaik-Anlage erzeugt. Zudem ist das Gebäude an das örtliche Nahwärmenetz angebunden, welches zu 100% mit erneuerbaren Energien betrieben wird.

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens werden das Rohergebnis und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen herangezogen.

Die Zeiser GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Rohergebnis in Höhe von 13,2 Mio. EUR (Vorjahr 12,3 Mio. EUR) und lag damit 2,0 Mio. EUR unter dem prognostizierten Ergebnis in Höhe von 15,2 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf die schwache Auftragslage im ersten Halbjahr zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen beträgt 1,1 Mio. EUR und liegt 1,7 Mio. EUR unter dem prognostizierten Ergebnis von 2,8 Mio. EUR.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2. Finanzlage

Die Geschäftsführung bewertet unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv. Unsere finanzielle Ausrichtung ist strategisch darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten konsequent innerhalb der klar definierten Zahlungsfristen auszugleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele effizient zu realisieren. In diesem Bestreben haben wir gezielt wirksame Maßnahmen implementiert, die es uns ermöglichen, potenzielle Entwicklungen, welche die Stabilität und Kontinuität unseres Unternehmens beeinträchtigen könnten, frühzeitig zu erkennen und proaktiv zu adressieren. Dies schafft nicht nur eine solide finanzielle Grundlage, sondern gewährleistet auch eine nachhaltige und langfristige finanzielle Gesundheit unseres Unternehmens.

Der Zahlungsmittelbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Mio. EUR zurückgegangen. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,9 Mio. EUR) liquide Mittel. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die laufenden Investitionen sowie der Darlehenstilgung im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Die Liquidität des Unternehmens ist durch Konzerndarlehen und durch Bankenfinanzierungen gesichert. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über eine nicht in Anspruch genommene Kreditlinie bei Banken in Höhe von 3,7 Mio. EUR.

3. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr um 0,049 Mio. EUR.

Die Finanzanlagen erhöhen sich um 0,8 Mio. EUR auf 15,66 Mio. EUR. Die Erhöhung resultiert aus einem Earn-out aus dem Kaufvertrag aus der Akquisition Inspectron.

Die Vorräte belaufen sich auf 7,2 Mio. EUR und sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg ist sowohl auf einen Anstieg der Volumina als auch einen generellen Preisanstieg zurückzuführen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf Grund höher Umsätze im Q4 im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. EUR erhöht.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind stichtagsbedingt um 3,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR gestiegen. Diese betreffen Forderungen aus einem Kontokorrentforderungen mit der Gesellschafterin in Höhe von 3,1 Mio. EUR.

Sonstige Vermögensgegenstände sind um 2,9 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR gesunken. Ursächlich hierfür ist die Freigabe des verpfändeten Guthabens an ein Kreditinstitut, nach der vollständigen Rückzahlung des Darlehens. Sowie 0,7 Mio. EUR Reduktion der Forderungen gegenüber dem Finanzamt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich damit von 18,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 19,2 Mio. EUR per Ende 2023. Die Eigenkapitalquote beträgt 43,2% (Vorjahr: 39,9%). Die Veränderung ergibt sich dabei im Wesentlichen aus dem in 2023 erzielten Jahresüberschuss von 0,8 Mio. EUR und der gleichzeitig um 1,6 Mio. EUR gesunkenen Bilanzsumme.

Die sonstigen Rückstellungen sind um 0,3 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Rückstellung für drohende Verluste aus Earn-out Verpflichtungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf Grund von laufenden Zahlungen um 1,8 Mio. EUR zurückgegangen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 0,8 Mio. EUR auf 20,0 Mio. EUR zurückgegangen. 0,8 Mio. EUR wurden im Geschäftsjahr getilgt.

4. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Zeiser GmbH ein Rohergebnis von 13,2 Mio. EUR, was einem Rückgang von 2,0 Mio. EUR im Vergleich zum prognostizierten Ergebnis von 15,2 Mio. EUR entspricht. Dies ist hauptsächlich auf niedrige Auftragseingänge gegen Ende 2022 und eine äußerst verhaltene Marktsituation im ersten Halbjahr 2023 zurückzuführen. Diese Entwicklung ist sowohl auf die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland als auch auf die weltweite politische Situation zurückzuführen.

Der Personalaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 8,0 Mio. EUR und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. EUR gesunken. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf die Kurzarbeit im ersten Halbjahr zurückzuführen.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 0,8 Mio. EUR und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg ist auf vorgenommene Investitionen im Anlagevermögen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 3,9 Mio. EUR und sind damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 1,3 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: im Wesentlichen durch Wertberichtigungen auf Forderungen gestiegen).

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen beträgt 1,1 Mio. EUR und liegt 1,7 Mio. EUR unter dem prognostizierten Ergebnis von 2,8 Mio. EUR.

Erträge aus Beteiligungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 0,6 Mio. EUR und sind im Vergleich zum Vorjahr (7,2 Mio. EUR) auf Grund von geringeren Dividenden der verbundenen Unternehmen deutlich gesunken.

Der Steuerertrag beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 0,02 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR aufgrund Verlustrücktrag der Körperschaftsteuer).

Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 0,8 Mio. EUR und liegt somit deutlich unter dem Vorjahresergebnis (4,5 Mio. EUR).

5. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung bewertet unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv.

IV. Personalentwicklung und Struktur

Die Begleitung unserer Mitarbeiter von der Auswahl und Einstellung über die Einarbeitung, Qualifizierung und Weiterbildung sowie die laufende persönliche Betreuung wird systematisch erfasst und verfolgt. Die Förderung der Potentiale zur Erreichung eines hohen Maßes an Eigenverantwortung wird in der HR-Abteilung strukturiert und durch das Personalentwicklungsprogramm der Muttergesellschaft Orell Füssli AG unterstützt. Die Fluktuation ist aus Sicht der Geschäftsführung seit vielen Jahren sehr gering und bestätigt unsere Personalpolitik. Im Durchschnitt waren 100 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 106 Mitarbeiter). Die Veränderung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
Anzahl Mitarbeiter Anzahl Mitarbeiter
Produktion 58 62 -6,5%
Entwicklung, Engineering und Projektierung 14 14 0,0%
Administration 11 12 -8,3%
Verkauf/Marketing 17 19 -10,5%
Total 100 106 -5,7%

V. Risikomanagement

Das Risikomanagement zielt auf eine systematische Kontrolle der Risiken ab, indem es Risiken identifiziert, Maßnahmen evaluiert und empfiehlt, um mögliche Risiken zu vermindern oder zu verhindern.

Das Risikomanagement ist die Basis des gruppenweiten internen Kontrollsystems (IKS), welches in Anlehnung an das international gebräuchliche Kontrollmodell COSO strukturiert wurde.

Mit der internen Kontrolle werden drei Ziele angestrebt:

Effizienz und Effektivität der Tätigkeiten/Prozesse

Zuverlässigkeit und Integrität der finanziellen Berichterstattung

Einhaltung (Compliance) der anwendbaren Normen, d.h. öffentlichen Gesetze und Verordnungen sowie interne Anordnungen, Weisungen und Leitbilder des Unternehmens.

VI. Risiken- und Chancenbericht

1. Chancen

Durch die weiter konsequent verfolgte Modernisierung des Produktionsstandortes und die Optimierung der Produktionsabläufe in Emmingen konnte, nach Aussage der Geschäftsführung, die Qualitätsführerschaft in der Herstellung von Nummerierwerken für die Banknotenindustrie gestärkt werden. Zeiser hat damit gesteigerte Chancen, den zunehmenden Anforderungen hinsichtlich Qualität und kurzfristiger Lieferbereitschaft nachzukommen und kann sich somit die Stellung in diesem Markt für die Zukunft sichern.

2. Risiken

Mögliche Risiken der Gesellschaft werden im Rahmen des oben genannten Risikomanagements identifiziert bzw. verhindert und die gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen entsprechend eingeleitet.

Währungsrisiken ist die Gesellschaft insbesondere im USD und CHF Bereich ausgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden an Zeiser USA insgesamt 1,0 Mio. USD fakturiert.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsgeschäfte.

Preisänderungsrisiken auf den Beschaffungsmärkten werden von uns als normal eingestuft, da sie alle Unternehmen der Branche gleichermaßen treffen.

Forderungsausfallrisiken werden aktiv gesteuert. Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse größtenteils mit Kunden mit langjährigen Geschäftsbeziehungen und einer sehr guten Bonität. Im Übrigen sind im Rahmen des internen Kontrollsystems ausreichende Kontrollmechanismen eingerichtet, die u.a. eine adäquate Bearbeitung von Auftragsanfragen sowie die Überwachung von offenen Forderungen sicherstellen.

Liquiditätsrisiken werden aufgrund der durch die Gesellschafterin ausgereichten Darlehen, sowie der von den Kreditinstituten gewährten Kredite und Kreditlinien als sehr gering eingestuft. Zinsänderungsrisiken kommen hierbei nur eingeschränkt zum Tragen, da die Finanzierung überwiegend mit längerfristig gewährten Darlehen mit fest fixierten Zinssätzen erfolgt.

Finanzierungsrisiken in Bezug auf die Zinswende werden aufgrund der konzerninternen Finanzierung nicht gesehen.

Erklärung der Geschäftsführung zu bestandsgefährdenden Sachverhalten

Bestandsgefährdende Sachverhalte sind aus Sicht der Geschäftsführung nicht zu erkennen.

VII. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 ist Zeiser äußerst zuversichtlich, ein kontinuierliches Umsatzwachstum zu verzeichnen, da die steigende Marktnachfrage nach Produktverfolgungs-Technologien und die hohe Nachfrage nach Nummerierwerken für die Banknoten-Herstellung anhalten.

Ein zentraler Fokus für das Jahr 2024 liegt auf der Umsetzung der Wachstumsstrategie. Hierbei ist die geplante Erweiterung und Stärkung des weltweiten Vertriebsnetzes von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig stehen die Teilnahme an Fachkonferenzen sowie die Beteiligung an der alle vier Jahre stattfindenden Druckfachmesse DRUPA in Düsseldorf (die 2020 aufgrund von COVID-19 ausfiel) auf dem Plan.

Es wird erwartet, dass die Projektpipeline im Jahr 2024, insbesondere im Bereich der Produktverfolgungstechnologien, deutlich ansteigen wird.

Für das Jahr 2024 wird von einem Rohergebnis von 15,4 Mio. EUR und von einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 1,8 Mio. EUR ausgegangen.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Mittelplanung sowie der Nutzung der bestehenden freien Kreditlinien, sind in den kommenden 24 Monaten keine Liquiditätslücken zu erwarten.

 

Emmingen-Liptingen, den 14. Juni 2024

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZEISER GmbH, Emmingen-Liptingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZEISER GmbH, Emmingen-Liptingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZEISER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 14. Juni 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Gez. Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer

gez. Matthias Frye, Wirtschaftsprüfer

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