Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 210609
Vorher
STG Dreihundertfünfundvierzigste Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
13.10.2011
Branche
Großhandel mit SanitärkeramikGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und HeizungGroßhandel mit Holz, Baustoffen, Anstrichmitteln und Sanitärkeramik, ohne Spezialisierung auf eine der Produktgruppen
Gegenstand
Der Handel mit Sanitärarmaturen und Zubehör, wie Mischbatterien, Thermostaten, Ventilen, elektronischen Steuerungen, Duschbrausen und Sets und sämtlichen Zubehörprodukten für die Aussattung von Bädern, Toilettenanlagen, Küchen und allen sanitären Einrichtungen einschl. des Handels mit Baustoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rüdiger Wierz
seit 7.7.2016
Geschäftsführer
Björn Schütte
seit 7.7.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
99.02%
0.98%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schütte Group GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SEE Holding GmbH

Wallenhorst

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 435.875,00 559.843,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
435.875,00 559.843,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 268.035,00 356.045,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.127.661,66 2.428.445,82
2.395.696,66 2.784.490,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 11.841,12
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 33.288,25 32.461,08
33.289,25 44.302,20
2.864.860,91 3.388.636,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 33.307.688,56 25.293.933,06
2. Geleistete Anzahlungen 4.122.996,21 951.763,42
37.430.684,77 26.245.696,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.566.356,25 23.485.016,87
2. Forderungen gegen Gesellschafter 3.631.837,02 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.149.815,80 687.816,28
26.348.009,07 24.172.833,15
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 33.409,46 0,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.336.389,21 14.731.437,81
73.148.492,51 65.149.967,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.368,22 25.263,66
76.031.721,64 68.563.867,12

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 5.601.037,44 5.601.037,44
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 87.818,24 -217.790,79
IV. Konzerngewinnvortrag 25.449.899,27 19.307.007,05
V. Konzernjahresüberschuss 11.456.363,99 6.142.892,22
42.695.118,94 30.933.145,92
B. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 493.932,88
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 286.265,00 170.447,00
2. Steuerrückstellungen 1.725.014,64 1.221.971,49
3. Sonstige Rückstellungen 6.268.253,07 7.699.700,92
8.279.532,71 9.092.119,41
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 22,68
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 0,00, Vorjahr € 22,68)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.984.152,93 22.822.138,69
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 23.984.152,93, Vorjahr € 22.822.138,69)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 675.815,75
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 0,00, Vorjahr € 675.815,75)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.072.917,06 4.546.691,79
(davon aus Steuern € 747.062,14, Vorjahr € 284.519,03
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 11.145,95, Vorjahr € 10.839,27;
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.072.917,06, Vorjahr € 4.546.691,79)
25.057.069,99 28.044.668,91
76.031.721,64 68.563.867,12
Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen 1.581.600,00 2.212.800,00

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
1. Umsatzerlöse 104.053.239,21 102.169.813,55
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.233.324,42 3.547.298,16
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 65.125.295,67 67.130.208,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.630.750,49 7.056.979,12
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.428.989,77 8.668.652,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.809.341,21 1.568.391,00
(davon für Altersversorgung € 173.425,26, Vorjahr € 140.420,11)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.058.915,68 838.422,75
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.452.722,62 11.704.950,58
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 34.928,45
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 827,17 1.073,35
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.144,59 15.209,88
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 6.386,99; Vorjahr € 8.441,91)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens 11.840,12 0,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 11.840,12; Vorjahr € 0,00)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 156.596,55 209.726,94
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 30.650,28, Vorjahr € 20.882,32;
davon an Gesellschafter € 16.397,50, Vorjahr € 171.515,37)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.169.018,64 2.429.627,30
13. Ergebnis nach Steuern 11.469.064,64 6.161.364,81
14. Sonstige Steuern 12.700,65 18.472,59
15. Konzernjahresüberschuss 11.456.363,99 6.142.892,22

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Erstkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 2 S. 3 HGB zum 01. Januar 2015.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens angewendet.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten folgende Grundsätze:

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden grundsätzlich nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum von 1 bis 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Für ab dem Jahr 2020 zugegangene bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde die degressive Abschreibungsmethode gewählt, wenn diese zu einem höheren Abschreibungsbetrag führte.

Bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 800,00 werden grundsätzlich im Zugangsjahr voll abgeschrieben; solche mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden mit der Anschaffung als Aufwand verbucht.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten unter der Anwendung der Einfrierungsmethode zusammengefasst (Bewertungseinheiten). Soweit die Voraussetzungen für Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gem. § 256a S. 1 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, werden die §§ 253 Abs. 1 S. 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB).

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ein nach der Saldierung mit passiven latenten Steuern verbleibender Überhang von aktiven latenten Steuern wird unter Inanspruchnahme des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Projected Unit Credit Methode) unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,87 % gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB und einer Gehalts- und Rentendynamik von 0 % sowie den biometrischen Annahmen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit Wahlrechte zum Ausweis von Aufwendungen und Erträgen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes von Rückstellungen und aus laufenden Erträgen sowie aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens im Finanzergebnis bestehen, werden diese entsprechend ausgeübt.

3. Konsolidierungsangaben

Nachfolgende Unternehmen sind grundsätzlich in den Konzernabschluss einzubeziehen, wobei sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse einheitlich auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt wurden:

Name des Unternehmens: Franz Joseph Schütte GmbH
Sitz des Unternehmens: 49134 Wallenhorst
Höhe des Anteils: 100 %
Name des Unternehmens: HOGA International Ltd.
Sitz des Unternehmens: Hong Kong
Höhe des Anteils: 100 % (über Franz Joseph Schütte GmbH)
Name des Unternehmens: Interport GmbH
Sitz des Unternehmens: 49134 Wallenhorst
Höhe des Anteils: 100 %
Name des Unternehmens: W. Kirchhoff GmbH
Sitz des Unternehmens: 49134 Wallenhorst
Höhe des Anteils: 100 %
Name des Unternehmens: Eisl-Sanitär-Gesellschaft m.b.H.
Sitz des Unternehmens: 5120 Salzburg
Höhe des Anteils: 100 %
Name des Unternehmens: W. Kirchhoff Inc.
Sitz des Unternehmens: Tucker/USA
Höhe des Anteils: 100 % (über Eisl-Sanitär-Gesellschaft m.b.H.)
Name des Unternehmens: Eisl UK Ltd.
Sitz des Unternehmens: Bromsgrove
Höhe des Anteils: 100 % (über Eisl-Sanitär-Gesellschaft m.b.H.)
Name des Unternehmens: MB Bad & Küche GmbH
Sitz des Unternehmens: 49134 Wallenhorst
Höhe des Anteils: 100 %

Bei der nach § 301 HGB vorzunehmenden Kapitalkonsolidierung ist die Neubewertungsmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens angewendet worden. Die Verrechnung wird auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt der Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss durchgeführt (§ 301 Abs. 2 Satz 3 HGB). Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert vollständig aus dieser Kapitalkonsolidierung. Soweit sich passivische Unterschiedsbeträge ergeben haben wurden diese aufgrund ihres überwiegenden Eigenkapitalcharakters in der Gewinnrücklage erfasst.

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist für alle zu diesem Zeitpunkt im Konzern befindlichen Tochterunternehmen der 01. Januar 2015, da zu diesem Zeitpunkt der Konzern durch Umwandlung entstanden ist und die Größenkriterien nach § 293 HGB zum 31. Dezember 2015 überschritten waren.

Im Jahr 2017 wurden die MB Bad & Küche GmbH, Wallenhorst, sowie die WB Logistik GmbH, Wallenhorst zu je 100% von der SEE Holding GmbH erworben. Die WB Logistik GmbH wurde daraufhin rückwirkend zum 01. Januar 2017 auf die MB Bad & Küche GmbH verschmolzen. Diese wiederum wurde zum 01. Januar 2017 erstmals in den Konzern einbezogen.

Bei der Ermittlung des neubewerteten Eigenkapitals wurden die Vorschriften des deutschen HGB angewendet. Der sich aus der Kapitalkonsolidierung der MB Bad & Küche GmbH ergebende passive Unterschiedsbetrag wurde aufgrund des überwiegenden Fremdkapitalcharakters - bedingt durch die erwarteten Verluste aus Ergebnisbereinigungen - als passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung erfasst. Da diese Verluste aus Ergebnisbereinigungen Ende 2021 realisiert waren, wurde der passive Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2021 ergebniswirksam aufgelöst.

Da die Eisl UK Ltd., Bromsgrove, für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung ist, wurde auf den Einbezug dieses Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die Eisl-Sanitär-Gesellschaft m.b.H. hat in 2021 zudem als alleinige Gesellschafterin die W. Kirchhoff Inc., Tucker/USA, gegründet, sodass diese als Tochterunternehmen auf den Gründungstag in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Aus der Kapitalkonsolidierung ergab sich kein aktiver oder passiver Unterschiedsbetrag.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten sind, soweit erforderlich, konsolidiert worden.

Eine Zwischengewinneliminierung gemäß § 304 Abs. 1 HGB erfolgt nicht, da die Eliminierung aufgrund des geringen Leistungsaustauschs zwischen den Konzerngesellschaften, der zu marktüblichen Konditionen erfolgt, für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist.

Gemäß § 305 Abs. 1 HGB sind Innenumsatzerlöse und andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenen Konzernunternehmen verrechnet worden (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 298 Abs. 1, 244 HGB einheitlich in Euro aufgestellt. Hierzu werden die auf Fremdwährung lautenden Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften in Euro umgerechnet. Für die Umrechnung der Beteiligungsbuchwerte und des Eigenkapitals werden historische Kurse, für die übrigen Bilanzposten Stichtagskurse zu Grunde gelegt. Alle Aufwendungen und Erträge des Berichtsjahres werden entsprechend dem Charakter der Erfolgsrechnung als Zeitraumbetrachtung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

4. Angaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021 ist in der Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Forderungen

Es bestehen keine Forderungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Mit Beschluss vom 07. September 2018 hat die SEE Holding GmbH die bis dato von der Eisl Holding GmbH an ihr gehaltenen Geschäftsanteile (20%; nominell EUR 20.000), entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen eingezogen. Der aus diesem Einzug bereits in 2018 fällige Teil des Abfindungsanspruchs wurde von ihr gezahlt und mit der Kapitalrücklage und, soweit diese nicht ausreichte, mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Der Rechtsstreit wurde durch Vergleich am 27. September 2019 einvernehmlich beendet. Der aus diesem Vergleich fällige Rest des Abfindungsanspruchs wurde ebenfalls gezahlt und mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

Am 10. Dezember 2019 erklärte die Eisl Holding GmbH die Eventualanfechtung des Vergleichs, da der Vergleich von den Beteiligten nicht vollständig durchgeführt worden sei. Daraufhin wurde am 04. bzw. 07. September 2020 ein neuer Vergleich geschlossen, der auch ein Angebot an den ausgeschiedenen Gesellschafter beinhaltete, das dieser bis zum 31. März 2021 annehmen konnte.

Mit Schreiben vom 30. März 2021 ist dieses Angebot angenommen worden mit der Rechtsfolge, dass die Einziehung und damit das Ausscheiden nunmehr rechtskräftig sind. Die alternative Call-Option der LeTo GmbH ist damit obsolet. Die Verpflichtungen aus dem neuerlichen Vergleich mit dem ausgeschiedenen Gesellschafter wurden im Konzernabschluss auf den 31.12.2020 unter den Sonstigen Verbindlichkeiten passiviert und im laufenden Geschäftsjahr abgelöst. Weitere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.

Pensionsrückstellungen

Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 Halbsatz 1 HGB wurden die Pensionsverpflichtungen mit dem vorhandenen Deckungsvermögen saldiert. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt € 1.133.719,00. Dieser Betrag wurde nach der Projected Unit Credit Methode unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,87 % gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB und einer Gehalts- und Rentendynamik von 0% sowie den biometrischen Annahmen der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck berechnet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt € 184.125,00.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zu Aktivwerten, die von den Versicherern in gesonderten Mitteilungen gemeldet werden (IDW RS HFA 30 Tz. 68). Zum 31. Dezember 2021 beträgt der von der Versicherung mitgeteilte Wertansatz € 847.453,51 (= beizulegender Zeitwert) bei Anschaffungskosten von € 815.431,88.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

01.01.2021 Verbrauch Auflösung Zuführung Abzinsung/ Aufzinsung 31.12.2021
Rechts-, Steuerberatung 185.350,00 163.292,50 8.357,50 144.550,00 0,00 158.250,00
Archivierungskosten 217.100,00 0,00 500,00 0,00 3.400,00 220.000,00
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 951.501,00 821.627,00 117.047,00 813.590,00 0,00 826.417,00
Berufsgenossenschaft 36.950,00 39.637,08 112,92 39.750,00 0,00 36.950,00
Gewährleistung 3.553.950,62 0,00 1.172.494,71 1.348.636,76 7.489,89 3.737.582,56
Erlösschmälerungen 931.383,64 931.383,64 0,00 743.912,89 0,00 743.912,89
sonstige Rückstellungen 1.823.465,66 530.053,98 1.044.072,16 295.801,10 0,00 545.140,62
7.699.700,92 2.485.994,20 2.342.584,29 3.386.240,75 10.889,89 6.268.253,07

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Klarheit wurden die Angaben über Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage 2 zum Anhang zusammengefasst dargestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen in Höhe von € 6.585.301,38 (Vorjahr € 8.261.793,88), davon gegenüber verbundenen Unternehmen (ultimatives Mutterunternehmen) in Höhe von € 6.321.698,48 (Vorjahr € 7.822.383,92).

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen

Der Konzern bzw. deutsche Tochtergesellschaften haben sich vertraglich zur Mithaft gegenüber Banken verpflichtet. Die Haftungsverpflichtungen bestehen in voller Höhe gegenüber dem ultimativen Mutterunternehmen (31.12.2021: T€ 1.582; 31.12.2020: T€ 2.213). Das Risiko für eine Inanspruchnahme des Konzerns bzw. seiner einbezogenen Tochtergesellschaften wird aufgrund der Bonität und des Zahlungsverhaltens der Schuldnerin als unwesentlich eingestuft.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich geographisch wie folgt auf:

2021 2020
T€ T€
Inland 78.565 78.275
EU 22.822 21.876
Drittland 2.666 2.019
Summe 104.053 102.170

Währungsumrechnung

Aus der Währungsumrechnung ergeben sich Kursverluste von € 8.312,63, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind, sowie Kursgewinne in Höhe von € 8.690,97, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind.

Einzelne Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten einmalige und damit Erträge außergewöhnlicher Bedeutung für die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von € 493.932,88.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 2.342.584,29 sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Einzahlungen aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von € 568.507,56. Es bestehen darüber hinaus periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von € 45.760,54.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abschreibung von Forderungen und aus der Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von € 444.683,32 und Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von € 63.185,84 enthalten.

Zinsaufwand bzw. -ertrag

Der Zinsaufwand enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 22.566,00 sowie damit saldierte laufende Erträge des zugehörigen Deckungsvermögens in Höhe von € 6.020,35.

6. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 9.336) (Vorjahr T€ 14.731) abzüglich jederzeit fälliger Bankverbindlichkeiten T€ 0 (Vorjahr T€ 0).

Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge enthalten Auf- bzw. Abzinsungen von Rückstellungen (./. T€ 25), Zuführungen zu bzw. Auflösungen von Rückstellungen (T€ 293), Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung (./. T€ 494) sowie Zuführungen zu bzw. Auflösungen von Wertberichtigungen von Forderungen und Verbindlichkeiten (./. T€ 375).

7. Angaben zum Eigenkapitalspiegel

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital enthält ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt € 184.125,00. Damit stehen zum Stichtag € 42.323.175,70 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung.

8. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2021 wurden 224 Mitarbeiter (Angestellte, ohne Geschäftsführer) beschäftigt.

Das Honorar für Abschlussprüferleistungen betrug 2021 T€ 64.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Wallenhorst. Sie ist eingetragen beim Amtsgericht Osnabrück unter der Nummer HRB 208466. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Geschäftsführung der SEE Holding GmbH durch die Geschäftsführer Herrn Björn Schütte (Dipl.-Kfm.), Wallenhorst, sowie durch Herrn Kolja Sahm (Dipl.-Informatiker, Dipl.-Kfm.), Kappeln.

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. Herr Björn Schütte ist zudem von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird in analoger Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Franz Joseph Schütte GmbH, die Interport GmbH, die W. Kirchhoff GmbH und die MB Bad & Küche GmbH machen von der Befreiungsoption des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

Die SEE Holding GmbH wird in den Konzernabschluss der LeTo GmbH, Wallenhorst, einbezogen. Dieser wird auf der Internet-Plattform des Bundesanzeigers veröffentlicht.

 

Wallenhorst, den 31. Mai 2021

SEE Holding GmbH

Björn Schütte

Kolja Sahm

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.021.103,32 151.468,51 732.645,50 0,00 1.439.926,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 756.052,60 0,00 0,00 0,00 756.052,60
2.777.155,92 151.468,51 732.645,50 0,00 2.195.978,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 416.188,30 0,00 0,00 0,00 416.188,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.800.657,17 518.369,39 772.616,20 0,00 4.546.410,36
5.216.845,47 518.369,39 772.616,20 0,00 4.962.598,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.841,12 10.013,70 0,00 0,00 21.854,82
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 36.452,06 0,00 0,00 0,00 36.452,06
48.293,18 10.013,70 0,00 0,00 58.306,88
8.042.294,57 679.851,60 1.505.261,70 0,00 7.216.884,47
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Währungsumrechnung Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.461.260,32 275.429,51 0,00 732.638,50 1.004.051,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 756.052,60 0,00 0,00 0,00 756.052,60
2.217.312,92 275.429,51 0,00 732.638,50 1.760.103,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 60.143,30 88.010,00 0,00 0,00 148.153,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.372.211,35 685.462,47 -691,92 638.233,20 2.418.748,70
2.432.354,65 773.472,47 -691,92 638.233,20 2.566.902,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 21.853,82 0,00 0,00 21.853,82
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.990,98 0,00 0,00 827,17 3.163,81
3.990,98 21.853,82 0,00 827,17 25.017,63
4.653.658,55 1.070.755,80 -691,92 1.371.698,87 4.352.023,56
Restbuchwerte
31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 435.875,00 559.843,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
435.875,00 559.843,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 268.035,00 356.045,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.127.661,66 2.428.445,82
2.395.696,66 2.784.490,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 11.841,12
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 33.288,25 32.461,08
33.289,25 44.302,20
2.864.860,91 3.388.636,02

Konzern-Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2021 davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren von mehr als 5 Jahren
(Vorjahr €) (Vorjahr €) (Vorjahr €) (Vorjahr €)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(22,68) (22,68) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen 23.984.152,93 23.984.152,93 0,00 0,00
(22.822.138,69) (22.822.138,69) (0,00) (0,00)
gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(675.815,75) (675.815,75) (0,00) (0,00)
Sonstige 1.072.917,06 1.072.917,06 0,00 0,00
(4.546.691,79) (4.546.691,79) (0,00) (0,00)
25.057.069,99 25.057.069,99 0,00 0,00
(28.044.668,91) (28.044.668,91) (0,00) (0,00)
Art der Sicherheit
davon gesichert
(Vorjahr €)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen 0,00
(0,00)
gegenüber Gesellschaftern 0,00
(0,00)
Sonstige 0,00
(0,00)
0,00
(0,00)

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
T € T€
1. Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 11.456 6.143
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.059 838
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.536 1.505
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -601 4.699
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -13.149 -6.726
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.418 -2.556
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
-15 -81
Zinsaufwendungen/Zinserträge 132 195
Ertragsteueraufwand/-ertrag 4.169 2.430
Ertragsteuerzahlungen -3.528 -1.663
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -595 4.784
2. Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 149 201
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -151 -413
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -518 -819
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -73 -70
Erhaltene Zinsen 19 6
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -574 -1.095
3. Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen an andere Gesellschafter -4.100 0
Gezahlte Zinsen -126 -191
Gezahlte Dividenden an (Minderheits)gesellschafter 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.226 -191
4. Entwicklung der Liquidität
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5.395 3.498
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 14.731 11.233
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.336 14.731

Der Finanzmittelbestand stellt sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
T € T €
Liquide Mittel 9.336 14.731

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Nicht eingeforderte ausstehende Enlagen
T-EUR T-EUR T-EUR
01.01.2020 100 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / - fehlbetrag 0 0 0
Stand am: 31.12.2020 100 0 0
01.01.2021 100 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0
Stand am: 31.12.2021 100 0 0
Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Summe Kapitalrücklage
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR
01.01.2020 100 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / - fehlbetrag 0 0 0 0
Stand am: 31.12.2020 100 0 0 0
01.01.2021 100 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0 0
Stand am: 31.12.2021 100 0 0 0
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklagen andere Gewinnrücklagen Summe
T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR
01.01.2020 0 0 0 5.601 5.601
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / - fehlbetrag 0 0 0 0 0
Stand am: 31.12.2020 0 0 0 5.601 5.601
01.01.2021 0 0 0 5.601 5.601
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0 0 0
Stand am: 31.12.2021 0 0 0 5.601 5.601
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem MU zuzurechnen ist Summe
Summe
T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR
01.01.2020 5.601 117 12.410 6.888 25.116
Währungsumrechnung 0 -266 0 0 -266
Sonstige Veränderungen 0 0 6.888 -6.888 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 -69 9 0 -60
Konzernjahresüberschuss / - fehlbetrag 0 0 0 6.143 6.143
Stand am: 31.12.2020 5.601 -218 19.307 6.143 30.933
01.01.2021 5.601 -218 19.307 6.143 30.933
Währungsumrechnung 0 306 0 0 306
Sonstige Veränderungen 0 0 6.143 -6.143 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0 11.456 11.456
Stand am: 31.12.2021 5.601 88 25.450 11.456 42.695
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor EK-Differenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende EK-Differenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste Summe Summe
T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR
01.01.2020 0 0 0 0 25.116
Währungsumrechnung 0 0 0 0 -266
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 -60
Konzernjahresüberschuss / - fehlbetrag 0 0 0 0 6.143
Stand am: 31.12.2020 0 0 0 0 30.933
01.01.2021 0 0 0 0 30.933
Währungsumrechnung 0 0 0 0 306
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0 0 0 0 11.456
Stand am: 31.12.2021 0 0 0 0 42.695

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die SEE Holding GmbH gehört mit Ihren Vertriebsgesellschaften Franz Joseph Schütte GmbH, W. Kirchhoff GmbH, Eisl-Sanitär-Gesellschaft m.b.H., MB Bad & Küche GmbH und Interport GmbH zu den bedeutenden und führenden Lieferanten von Küchen- und Sanitärarmaturen, Brauseartikeln sowie Fittings- und Installationsartikeln für Handelskunden in Europa.

2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung ist der Konzern nicht tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage

3. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2021 branchenspezifisch sehr stark unterschiedlich. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2021 (preisbereinigt) um 2,7 Prozent höher als im Jahr 2020. ""Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen"," sagte Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei einer Pressekonferenz in Wiesbaden. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe habe sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr aber erholt, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht habe. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, sei das BIP 2021 noch um 2,0 Prozent niedriger gewesen.

Wie die Fachleute mitteilten, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen gegenüber dem vorangegangenen Krisenjahr erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe sei deutlich um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche hätten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse verzeichnet. So habe die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 Prozent zugenommen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sei das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 Prozent etwas verhaltener ausgefallen. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, sei die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 Prozent zurückgegangen.

Nach Angaben der Statistikerinnen und Statistiker hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen trotz der Zuwächse im Jahr 2021 noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So habe die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 Prozent unter dem Niveau von 2019 gelegen. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, seien besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt gewesen. Hier habe die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau gelegen. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit sei der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert worden. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich laut Destatis in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern.

Die Bau- und Heimwerkermarktbranche in der D-A-CH-Region konnte im Geschäftsjahr 2021 nach Angaben des BHB mit einem Gesamtbruttoumsatz von 27,29 Milliarden Euro ein Umsatzminus von 3,1 % (0,90 Milliarden Euro) erzielen. In Deutschland, mit dem größten Anteil von 20,33 Milliarden Euro, sogar ein Umsatzminus von 8,2 %. Auf bereinigter bzw. vergleichbarer Verkaufsfläche bezogen, verzeichnete die Branche in D mit 9,1 % einen noch größeren Einbruch. Die Gesamtverkaufsfläche veränderte sich in den letzten 10 Jahren dabei von 14.228 Mio. qm (2012) auf 13.261 Mio. qm (2021). Die Anzahl der Standorte veränderte sich jedoch im gleichen Zeitraum lt. gemaba von 2.380 auf 2.091 Standorte. Beim Blick auf die Sortimentsentwicklung im Gesamtjahr erzielten die deutschen Bau- und Heimwerkermärte 2021 die höchsten Umsätze laut BHB bzw. GfK-Total-Store-Report mit den Sortimenten Bauchemie/Baumaterial, Sanitär/Heizung, Gartenausstattung, Werkzeuge/Maschinen/Werkstattausstattung, Anstrichmitteln/Malerzubehör, Elektro und Gartengeräte/Be- und Entwässerung. Das Segment in dem die SEE Holding GmbH schwerpunktmäßig vertreten ist, sank dabei im DIY-Markt um 6,3 %. Zusätzlich muss die Inflationsrate die das Statistische Bundesamt für 2021 mit 3,1 % angibt, berücksichtigt werden.

Der Geschäftsverlauf des Konzerns ist geprägt von den vier wesentlichen operativen Tochterunternehmen, der Franz Joseph Schütte GmbH, der W. Kirchhoff GmbH und der Eisl-Sanitär-Gesellschaft m.b.H und der MB Bad & Küche GmbH. Alle bewegen sich im gleichen wirtschaftlichen Umfeld, entwickelten sich im Geschäftsjahr einheitlich positiv, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung.

Die Franz Joseph Schütte GmbH dürfte Marktführer (nach Stückzahl) beim Import von Sanitärarmaturen nach Deutschland geblieben sein. Mit den wesentlichen Lieferanten für Armaturen bestehen zum Teil langfristige, exklusive Lieferverträge.

Der Umsatz und Rohertrag übertrifft die im Rahmen der Planung gebildeten Erwartungen und liegt damit bereinigt um die internen Umsätze über dem Vorjahresniveau.

Bei der W. Kirchhoff GmbH konnten der geplante Umsatzziele nicht erreicht werden. Grund war, dass anders als im Vorjahr, die Baumärkte pandemiebedingt ihr Geschäfte für Endkunden schließen mussten. Die geplanten Rohertragsziele konnten somit ebenfalls nicht erreicht werden. Zusätzlich wurden die Aufwendungen für bezogene Leistungen, insbesondere Neueinrichtungs- bzw. Umbaukosten reduziert. Ebenfalls konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen noch reduziert werden.

Die Eisl-Sanitär-Gesellschaft m.b.H. konnte die geplanten Ziele übertreffen, lag im Vergleich zum Vorjahr aber bei Umsatz und Rohertrag hinter denen des guten Vorjahres aber über den Planwerten.

Die MB Bad & Küche GmbH ist nach der Verschmelzung mit der LeTo Service GmbH ebenfalls ein wesentliches Unternehmen der Gruppe geworden. Umsatzziele und Rohertragsziele konnten bei der Gesellschaft übertroffen werden.

Die Umsätze des Konzerns in Höhe von T€ 104.053 (Vorjahr T€ 102.170) übertreffen leicht die Planung.

Firmenübergreifend können wir festhalten, das die Umsatzverluste im stationären Bereich durch Steigerungen im Ausland und im Onlinegeschäft überkompensiert wurden. Das Gruppenergebnis verbesserte sich in Summe.

Der Wareneinkauf des Konzerns wurde im Laufe des Geschäftsjahres zum größten Teil in US- Dollar getätigt. Der durch den Einkauf in Fremdwährung entstehende Risikofaktor wird durch Devisentermingeschäfte reduziert.

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 insgesamt T€ 680 investiert. Wesentliche Posten waren erneut die Betriebsausstattung aber auch Software.

Die allgemeine Produktpolitik des Konzerns hat sich nicht geändert, da keine wesentlichen Innovationen bei Armaturen und Brausen im Baumarktbereich zu verzeichnen sind. Die Mitarbeiterstruktur hat sich nicht wesentlich verändert. Die wichtigsten Entscheidungen werden im Kreis der GL gemeinsam abgestimmt und festgelegt. Zum Stichtag beschäftigt der Konzern insgesamt 215 Mitarbeiter.

2. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2021 entspricht den im Rahmen der Planung gebildeten Erwartungen und spiegelt die Geschäftstätigkeit wider: Die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilden ca. 77,6 % des Vermögens des Konzerns ab.

Das Anlagevermögen verringerte sich um T€ 524 bei planmäßigen Abschreibungen von T€ 1.071.

Aufgrund der Corona Pandemie und den damit verbundenen Unsicherheiten bezüglich der Planbarkeit von Lieferungen wurde die Disposition der Warenvorräte umgestellt. Damit erhöhte sich der Warenbestand in der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um T€ 11.185. Die Finanzierung erfolgte im Wesentlichen durch eigene liquide Mittel und nur zu einem geringen Teil durch die Inanspruchnahme von Lieferanten-Zielen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um T€ 1.162.

Die Erhöhung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände resultiert aus der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 3.632 bei rückläufigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.919.

Der erhöhte Kapitalbedarf für Vorräte und Forderungen und die Rückführung der Verbindlichkeiten insgesamt um T€ 2.988 konnten aus den liquiden Mitteln finanziert werden. Diese verringerten sich zum Jahresende um insgesamt T€ 5.395.

Durch die oben genannten Faktoren hat sich die Bilanzsumme von T€ 68.564 auf T€ 76.032 erhöht.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme) beträgt nunmehr rund 56,2 % nach 45,1 % zu Geschäftsjahresbeginn.

Die Rückstellungen haben sich im Wesentlichen aufgrund von zu erwartenden Steuerzahlungen (T€ 1.725; + T€ 503) und die sonstigen Rückstellungen (T€ 6.268; ./. T€ 1.431) auf insgesamt T€ 8.280 reduziert.

Insbesondere durch Abwicklung des finalen Vergleichs mit dem ausgeschiedenen Gesellschafter reduzierten sich die Sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 3.474 auf T€ 1.073.

Die restliche Vermögensstruktur ist weitestgehend unverändert geblieben bzw. hat sich der Umsatz- und Ergebnisentwicklung angepasst.

Ertragslage

Nach dem Umsatzwachstum im letzten Jahr konnte erneut ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnet werden. Konsequente Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Lieferanten führte zu einzelnen größeren Projektaufträgen. Die konsequente Weiterentwicklung der Designelemente und zuverlässige Belieferung im Installationsbereich stabilisierten die Umsätze in allen Gesellschaften des Konzerns. Corona-Pandemie bedingte Umsatzausfälle bei durch Schließung betroffene Kunden konnten durch Umsatzsteigerungen bei anderen Kunden kompensiert werden. Der Deckungsbeitrag konnte in Summe verbessert werden.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus Einmaleffekten durch die Auflösung von Wertberichtigungen des Vorjahres sowie die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter stiegen aufgrund allgemeiner Lohnerhöhungen und verstärkter Übernahme von Mitarbeitern von Personaldienstleistern.

Des Weiteren konnte durch gezielte Finanz- und Wertpapieranlagen, die die pandemische und wirtschaftliche Entwicklung richtig antizipiert haben, signifikante zusätzliche Erträge erzielt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen auf T€ 7.453. Im Vorjahr waren es noch T€ 11.705. Berücksichtigung fand dabei im Vorjahr eine Einmalzahlung von T€ 4.100 für den ausgeschiedenen Gesellschafter. Bedingt durch die weitere Rückführung der Verbindlichkeiten und der verbesserten Eigenkapitalstruktur sanken die Zinsen und ähnliche Aufwendungen nochmals um T€ 53 (Vorjahr T€ 210).

Der Konzernjahresüberschuss stieg von T€ 6.143 auf T€ 11.456.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gruppe ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen unter Skontoausnutzung zu begleichen und die Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Dies gelingt bis auf wenige Ausnahmen.

Die SEE Holding GmbH strebt an, keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufzubauen. Zum Bilanzstichtag werden keine Bankverbindlichkeiten geführt. Dem gegenüber verfügt die Gruppe über liquide Mittel in Höhe von T€ 9.336 (Vorjahr: T€ 14.731).

Die Umsätze werden in EURO-Währung erwirtschaftet.

Die wesentlichen Faktoren der Kapitalflussrechnung stellen sich wie folgt dar:

2021 2020
T€ T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -595 4.784
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -574 -1.095
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.226 -191
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5.395 3.498
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 14.731 11.233
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.336 14.731

Dabei ist ersichtlich, dass der Aufbau des Vorratsbestands im Wesentlichen durch die Zahlungseingänge aus dem operativen Geschäft finanziert wurde. Zusammen mit der Rückführung der Rückstellungen führte dies zu einem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von ./. T€ 595.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von ./. T€ 4.100 resultiert aus der Auszahlung an den ehemaligen Minderheitsgesellschafter.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung neben der Eigenkapitalquote die Kennzahlen pro Mitarbeiter für Umsatzrendite und Cashflow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT und den Cashflow im vereinfachten Verfahren aus dem Jahresergebnis.

Die Indikatoren haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

2021 2020 Veränderung
T€ T€ T€/% %
EBITDA 16.828 9.605 7.223 75,20%
EBITDA/MA 75 45 30 66,67%
EK-Quote 56,15% 45,12% 11,03% 24,45%
Cashflow -595 3.498 -4.093 -117,01%

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gruppe konnte sich zeitnah auf die Einflüsse der Corona-Pandemie einstellen und auf Basis von Mitarbeiterkennzahlen wie Krankenstand, Anwesenheit und räumlicher Arbeitsaufteilung Schutzkonzepte entwickeln. Ohne diese Konzepte und eine Integration der Kennzahlen in die Unternehmenssteuerung wurden wesentliche Ausfälle und ein entsprechender Einfluss in den Geschäftsverlauf befürchtet. Anhand dieser Ergebnisse wurde mit den Kunden und Lieferanten Strategien entwickelt und umgesetzt. Das erarbeitete Schutzkonzept hat gegriffen, wesentliche pandemiebedingte Veränderungen des Krankenstandes und Fluktuationen im Mitarbeiterbestand konnten vermieden werden.

3. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die Geschäfts- und Finanzlage kann in Anbetracht der allgemeinen Markt- und Wettbewerbssituation als positiv dargestellt werden.

Die Franz Joseph Schütte GmbH rechnet für 2022 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau bei leicht sinkenden Rohertragsmargen. Für das Geschäftsjahr 2022 hat die Bindung der bestehenden Kunden in Deutschland und die Sicherstellung der Warenverfügbarkeit sowie die Expansion ins benachbarte Ausland weiterhin Priorität. Steigende Rohstoffeinkaufspreise und Erhöhungen der Frachtraten führen zu Margenverlust. Dem stehen Effizienz Verbesserungen und Kostenkonsolidierungen entgegen. Im April 2022 ist in Teilbereichen ein neues digitales Archivierungssystem eingeführt worden. Insbesondere die administrativen Aufwendungen können in der Unternehmensgruppe damit langfristig besser und effizienter abgebildet werden. Kurzfristig erhöhen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die W. Kirchhoff GmbH rechnet für 2022 mit einem steigenden Umsatz und leicht sinkenden Rohertragsmargen, da für 2022 aktuell nicht mehr mit pandemiebedingten Marktschließungen gerechnet wird und Einkaufspreissteigerungen nur verzögert bzw. nicht im vollem Umfang weitergegeben werden können.

Die Eisl Sanitär Gesellschaft m.b.H. rechnet mit einem leicht erhöhten Umsatz. Die prozentuale Rohertragsmarge dürfte leicht fallen. Der absolute Rohertrag und auch das Gesamtergebnis dürften sich auf Vorjahresniveau bewegen.

Die MB Bad & Küche GmbH rechnet für 2022 mit einem leicht erhöhten Umsatz. Die prozentuale Rohertragsmarge dürfte auch hier leicht fallen. Der absolute Rohertrag und auch das Gesamtergebnis dürften sich auf Vorjahresniveau bewegen.

Die COVID-19-Pandemie hat bisher keinen nennenswerten Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe. Die GL hat das zum Schutz der Mitarbeiter bereits 2020 eingeführte und 2021 konsequent weiterentwickelte Konzept ständig den Bedürfnissen angepasst und umgesetzt. Für 2022 erwarten wir keinen Einfluss der Pandemie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Insgesamt rechnet der Konzern mit einem ähnlichen Umsatz auf oder leicht über Vorjahresniveau bei einem leicht sinkenden Rohertrag.

Für das Folgejahr gehen wir von einer Fortführung unserer bisherigen Unternehmensstrategie aus. Wir gehen daher auch für das Folgejahr von einem leicht gestiegenen Cashflow und einer leicht höheren EK-Quote aus.

Unter Beibehaltung der weiteren Kostenkonsolidierung und Lagerumschlagsoptimierung bei der Gruppe hängt die künftige Entwicklung des Ertrages insbesondere von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Rohstoffentwicklung, der Wechselkursentwicklung und der Branchenentwicklung im Baumarktbereich und Internethandel sowie vom exklusiven Zugang zu den günstigen Bezugsquellen ab.

Die derzeitige auf der Ertragsplanung basierende Finanzplanung zeigt einen Finanzmittelbedarf, der aus den zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses vorhandenen Eigenmitteln und Gesamtkreditlinien des Konzerns bis zum 30. Juni 2023 jederzeit gedeckt werden kann. Plangemäß werden die zugesagten Kreditlinien nicht vollends ausgenutzt. Der Kreditrahmen ist unbefristet und beinhaltet z.T. Covenants bezüglich der Eigenkapitalausstattung des Unternehmens, die weiteres Wachstum und die mögliche Investition in den Standort berücksichtigen. Unter Risikogesichtspunkten gibt es aus heutiger Sicht keine Anhaltspunkte dafür, dass die vorhandenen Gesamtkreditlinien gekündigt werden.

Die (gesellschafts)rechtlichen Vorgänge bei der SEE Holding GmbH in 2018 und 2019 (Einziehung von 20% der Anteile vom nicht beherrschenden Gesellschafter sowie die in 2019 alternativ ausgeübte Call-Option zum Erwerb von 20% der SEE Holding GmbH-Anteile durch den Mehrheitsgesellschafter LeTo GmbH; vgl. die Ausführungen hierzu im Anhang) hatten in 2020 in Höhe des unter Vorbehalt stehenden Vergleichs einen finanziellen Einfluss auf die Konzernzahlen. Dieser Vergleich ist vom nicht beherrschenden Gesellschafter am 30.03.2021 rechtsverbindlich angenommen worden. Alle sich ergebenden finanziellen Konsequenzen sind bereits im Konzernabschluss 2020 berücksichtigt worden.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns fördert das Risikobewusstsein auf allen Managementebenen. Das System ist Bestandteil der Managementprozesse und hilft, Risiken möglichst zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu erkennen und daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden.

Wesentliche Bestandteile dieses Systems sind eine strategische Geschäftsplanung kombiniert mit einem detaillierten, zeitnahen Berichtswesen sowie einem Frühwarn- und Überwachungssystem. Risikocontrolling erfolgt in Form eines kontinuierlichen, dezentralen Prozesses, der durch zentral gesteuerte Vorgaben der Geschäftsführung strukturiert wird.

Mit dem monatlichen Berichtswesen werden die Geschäftsführer und die Leiter der einzelnen Tochterunternehmen und Geschäftsbereiche über die aktuelle wirtschaftliche Lage zeitnah informiert. Auf der Grundlage dieser Daten wird die Ist-Situation von den einzelnen Geschäftsbereichen analysiert, relevante Risiken erkannt, überwacht und durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt.

Der Wareneinkauf in US-$ stellt einen besonderen Teil des Risikomanagementsystems dar. Zur Reduzierung des Währungsrisikos werden bei Abschluss der Bestellung Dollar-Termingeschäfte getätigt. Im Rahmen des Risikomanagementsystems wird durch den kaufmännischen Leiter das Verpflichtungsgeschäft mit den US-$ Termingeschäften abgeglichen. Ziel des Systems ist, das Währungsrisiko weitestgehend zu neutralisieren, indem das Risiko der Währungsänderung bei Erhalt der Ware mit der gegenläufigen Wertentwicklung des Termingeschäftes ausgeglichen wird. Insgesamt sind zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte über den Kauf von 29.545 TUS-$ abgeschlossen. Die Laufzeit dieser Termingeschäfte variiert und deckt ausgelöste Bestellungen bis zum 30.11.2022 ab. Der Geschäftsleitung wird hierzu wöchentlich, ggf. bei Bedarf, berichtet.

Aufträge, die einen definierten Auftragswert überschreiten, werden von der Geschäftsleitung selbst verhandelt. Solche Projekte werden vom Angebot bis zur Lieferung kritisch begleitet. So ist gewährleistet, dass Risiken aus diesem Bereich frühzeitig erkannt werden und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah eingeleitet werden können. Über Avalkreditlinien, Bürgschaften und wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen entscheidet die Geschäftsführung zentral.

Alle vom Gesetz und der Geschäftsführung vorgegebenen Prozesse und Genehmigungsverfahren sind dokumentiert und unternehmensweit bekannt gegeben.

 

Wallenhorst, den 31. Mai 2022

SEE Holding GmbH

Björn Schütte

Kolja Sahm

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SEE Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der SEE Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SEE Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den

zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 04. August 2022

DR. FRIEDERICH & COLLEGEN GMBH
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Tillar, Wirtschaftsprüfer

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