Wallstreet Online Corporate Finance AG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jeannette, geb. Bansmer Kolbinger seit 27.1.2025 | Prokura |
André Pahl seit 27.3.2024 | Prokura |
Oliver Haugk seit 27.3.2024 | Prokura |
Matthias Hinze seit 27.3.2024 | Prokura |
Jana Pudack-Nothnick seit 13.10.2022 | Prokura |
Philipp Schemel seit 13.10.2022 | Prokura |
Michael Rüffer seit 13.10.2022 | Prokura |
Dietmar Gabor seit 23.12.2021 | Prokura |
Caterina Naatz seit 31.3.2015 | Prokura |
Thomas Soltau seit 27.1.2014 | Vorsitzender des Vorstands |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Smartbroker AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023der Smartbroker AG, BerlinAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1.1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss ist in Euro nach den Vorschriften der zum Stichtag geltenden aktuellen Fassung des dritten Buches des HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 288 des HGB sowie 340 ff. HGB, des AktG und des KWG aufgestellt. Als Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne von § 1 Abs. 1a KWG bzw. seit Inkrafttreten des WpIG als Wertpapierinstitut im Sinne von § 2 WpIG hat die Gesellschaft für ihren Jahresabschluss die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden (§ 340 HGB). Zudem wurde die Verordnung über die Rechnungslegung für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) beachtet. Die Bilanzgliederung bestimmt sich nach den Formblättern für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute. Für die Gliederung der Bilanz haben wir das Formblatt 1 und für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV verwendet. 1.2. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen BilanzpostenDie Bewertung der Vermögensgegenstände richtet sich im Einzelnen nach § 340e HGB und nach den §§ 252 ff. HGB. Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind zu Nennwerten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden für latente Kreditrisiken werden aktivisch abgesetzt und pauschal auf Basis von Vergangenheitswerten mit 1% der Nennwerte abzüglich der bereits einzelwertberichtigten Posten angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Beteiligungen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Das Treuhandvermögen, das mit dem Erwerb des Kundenstamms an Wertpapierkunden der VW Bank entstand, wird auf 15 Jahre abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer i.d.R. zwischen 3 bis 13 Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der unter den Sonstigen Vermögensgegenständen bilanzierten Ansprüche erfolgt unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zu Nennwerten. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Transitorische Posten sind ordnungsgemäß in die aktive und passive Rechnungsabgrenzung eingestellt. Andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zum 31. Dezember 2023 lauten TEUR 19 (Vorjahr TEUR 37) Forderungen an Kreditinstitute (USD) und TEUR 20 (Vorjahr TEUR 164) Forderungen an Kunden (USD) auf fremde Währung und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Währungsumrechnung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 48) ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 4) ausgewiesen. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht. 2. Erläuterungen zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung2.1. Erläuterungen zur BilanzDie Forderungen an Kreditinstitute betragen insgesamt 7.402 TEUR (Vorjahr 5.904 TEUR). Die anderen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden haben die folgenden Restlaufzeiten:
Grundpfandrechtliche Sicherungen bestanden bei den Aktivposten der Bilanz nicht. Die Beteiligung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 20) betrifft einen Anteilserwerb in Höhe von 33,3 % an der GF Global Funds SICAV, Schaan, Liechtenstein im Jahr 2019. Dabei handelt es sich um eine nicht börsennotierte Fonds-Verwaltungsgesellschaft, die im Jahre 2023 einen Verlust von 33 TEUR erzielt hat (Vorjahr Verlust TEUR -14). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 TEUR 68 (Vorjahr TEUR 101). Der in der Position Treuhandvermögen enthaltene Betrag von TEUR 4.015 (Vorjahr TEUR 4.250) resultiert aus der Übernahme des VW-Kundenstamms auf eigenen Namen aber auf Rechnung der Smartbroker Holding AG. Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Die immateriellen Anlagewerte betragen TEUR 5.468 (Vorjahr TEUR 1.633). Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden Anschaffungskosten für das Projektes Smartbroker+ ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um einen erworbenen Vermögensgegenstand, welcher über 3 Jahre abgeschrieben wird beginnend ab September 2023. Die Sachanlagen sind von TEUR 1.383 im Vorjahr auf insgesamt TEUR 1.170 gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 833 (Vorjahr TEUR 1.037) und betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern sowie Mietkautionen und Umsatzsteuer. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 508). Im Vorjahr wurden die Forderungen an verbundene Unternehmen unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 138 auf TEUR 390 erhöht. Aufgrund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie Verlustvorträgen ergeben sich aktive latente Steuern. Auf die Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird verzichtet. Grundpfandrechtliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestanden nicht. Verbindlichkeiten, für die sonstige Sicherungen bestellt wurden, waren nicht zu verzeichnen. Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsunternehmen bestanden nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 1.115 (Vorjahr TEUR 942). Im Vorjahr wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als täglich fällig ausgewiesen. Das wurde in 2023 korrigiert. Der in der Position Treuhandverbindlichkeiten enthaltene Betrag (TEUR 4.015; Vorjahr TEUR 4.250) resultiert aus der Übernahme des VW-Kundenstamms auf eigenen Namen aber auf Rechnung der Smartbroker Holding AG. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 1.999 (Vorjahr TEUR 1.034) und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 796 (Vorjahr TEUR 364), Verbindlichkeiten gegenüber Dritten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.023 (Vorjahr TEUR 486), aus Lohn- und Kirchensteuer von TEUR 140 (Vorjahr TEUR 121) und Kreditkartenabrechnungen von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 36). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 6). Die anderen Rückstellungen von TEUR 1.568 (Vorjahr TEUR 1.455) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten TEUR 444 (Vorjahr TEUR 339), ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 289 (Vorjahr TEUR 773), Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 472 (Vorjahr TEUR 184), Resturlaub TEUR 166 (Vorjahr TEUR 134), sowie Rückstellungen für die Berufsgenossenschaft TEUR 1 (Vorjahr TEUR 24). Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 stellt sich wie folgt dar:
In 2023 hat die Smartbroker Holding AG mehrere Einzahlungen in die Kapitalrücklage vorgenommen. Insgesamt wurden EUR 6.100.000,00 eingezahlt. Zum Bilanzstichtag setzte sich das Kapital der Gesellschaft wie folgt zusammen:
Es handelt sich um auf den Inhaber lautende Stückaktien (rechnerischer Wert je Aktie EUR 1,00) sowie um Stammaktien mit jeweils einer Stimme pro Aktie. Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in gesetzliche Rücklagen sowie in andere Gewinnrücklagen und haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Darstellung der Ergebnisverwendung:
2.2. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Haupteinnahmequellen erwachsen aus Transaktions-, Abschluss-, Bestands- und Innenprovisionen sowie Rückvergütungen von Bankpartnern, Market Makern und Emittenten. Die Provisionserträge in Höhe von TEUR 18.139 (Vorjahr TEUR 18.376) entfallen insgesamt auf Vermittlungsdienstleistungen im Inland. Die Vermittlungsdienstleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf Vermittlungen von Leer-Depots, Vermittlungen von geschlossenen Fonds sowie Wertpapieren sowie seit 2023 erstmals auf Abschlussvermittlung. Es werden keine Vermittlungsleistungen im Ausland durchgeführt. Die Provisionsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Gebühren für Dienstleistungen von Partnerbanken und betragen TEUR 6.673 (Vorjahr TEUR 8.159). Ebenfalls unter den Provisionsaufwendungen sind die Kosten ausgewiesen, die aus dem Kooperationsvertrag zwischen der Smartbroker AG und der Smartbroker Holding AG für Marketingleistungen des Projektes Smartbroker entstehen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 3.583 (Vorjahr TEUR 3.031). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1.418 (Vorjahr TEUR 1.160), Erträge aus durchgeführten Mailing- und Werbeaktionen TEUR 283 (Vorjahr TEUR 339), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 377 (Vorjahr TEUR 54), Erträge aus verrechneten Sachbezügen TEUR 29 (Vorjahr TEUR 26) sowie konzerninterne Weiterbelastungen für Untermiete (und Überlassung von Personal im Vorjahr) in Höhe von TEUR 1.395 (Vorjahr TEUR 1.315). Unter den anderen aktivierten Eigenleistungen wurden Personalkosten aktiviert, welche die Weiterentwicklung des Smartbrokers+ betreffen. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 48) ausgewiesen. Die Aufwendungen für allgemeine Verwaltungsaufwendungen setzen sich aus Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 7.607 (Vorjahr TEUR 7.776) und anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 9.226 (Vorjahr (TEUR 5.952) zusammen. Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen ist vor allem bedingt durch Migration der Kunden des Smartbrokers von der DAB zur Baader Bank AG Ende Oktober 2023 sowie durch die Inbetriebnahme des Smartbroker+ im November 2023. Die anderen Verwaltungsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus nicht abziehbaren Vorsteuern, Fremdleistungen und Fremdarbeiten, Mieten, Beratungs- und Prüfungskosten und Recruiting sowie Kosten für Vertrieb und Marketing, Serverkosten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 168 für Prüfungsaufwendungen aus dem Vorjahr. 3. NachtragsberichtNach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die mit Sicherheit eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben. Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Entwicklung der hiesigen und weltweiten Wirtschaft haben maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Werbe- und Finanztechnologie-Branche. Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine haben zahlreiche Lieferketten, insbesondere im Bereich der Rohstoffe negativ beeinflusst. Infolge darauf ist eine weltweit gestiegene Inflation zu beobachten. Eine Ausweitung des Konflikts auf weitere Länder könnte jedoch zu stärkeren negativen Einflüssen in der globalen Wirtschaft führen und damit auch das Anlage- und Investitionsverhalten stark beeinflussen. Wenngleich derartige Krisen zum Anstieg der Volatilität und damit kurzfristig zur Zunahme in der Anzahl der Wertpapiertransaktion führen können, besteht die Gefahr eines längerfristigen negativen Marktumfelds, was abträgliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben könnte. 4. Sonstige Angaben4.1. Haftungsverpflichtungen und sonstige nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle VerpflichtungenEs bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen, Leasingverträgen sowie Dienstleistungsverträgen für das Jahr 2024 in Höhe von TEUR 2.318 und für die Jahre 2025 bis 2028 von insgesamt TEUR 7.326. Für die Jahre nach 2028 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Die Muttergesellschaft Smartbroker Holding AG hat Bankkredite aufgenommen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Muttergesellschaft Smartbroker Holding AG sind insgesamt TEUR 8.300 durch gesamtschuldnerische Bürgschaften und Mithaftung der Tochtergesellschaften Smartbroker AG, Markets Inside Media GmbH, ABC New Media AG und ARIVA.DE AG abgesichert. Diese Haftungsverpflichtungen gliedern sich wie folgt auf:
Die Smartbroker Holding AG ist liquide und kann ihren finanziellen Verpflichtungen aus dem Kredit zurückzahlen. Eine Inanspruchnahme der Smartbroker AG scheint aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. 4.2. Organe der GesellschaftDer Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
Mit Beschluss des Aufsichtsrates der Smartbroker AG vom 25. Oktober 2023 und mit Wirkung zum 1. November 2023 wurde zum weiteren Vorstandsmitglied bestellt:
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 764 (Vorjahr TEUR 320). Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Jahr 2023 nachfolgende Personen an:
Frau Silvia Gromoll wurde von der Hauptversammlung am 25. Oktober 2023 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft berufen. Herr Krüger hat sein Amt als Aufsichtsrat der Gesellschaft zum 25. Oktober 2023 niedergelegt und ist in den Vorstand gewechselt. Die Aufsichtsratsvergütungen im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich auf insgesamt TEUR 31 (Vorjahr TEUR 31). 4.3. Firma, Sitz und RegistergerichtDie Smartbroker AG hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 99126 B eingetragen. 4.4. Angabe der Zahl der beschäftigten ArbeitnehmerIm Geschäftsjahr 2023 wurden neben dem Vorstand durchschnittlich 95 Angestellte (Vorjahr: 113 Angestellte) beschäftigt. Hiervon entfallen 86 Angestellte auf Vollzeitbeschäftigung (Vorjahr: 93) und 9 Angestellte (Vorjahr: 20) auf Teilzeitbeschäftigung (inkl. Werkstudenten). 4.5. Honorar des AbschlussprüfersDie Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers der Smartbroker AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 111, davon TEUR 66 für die Jahresabschlussprüfung. Im Weiteren entfallen TEUR 45 auf andere gesetzliche Prüfungsleistungen. 4.6. Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG bezüglich Mitteilungen gemäß § 20 AktGDer Gesellschaft haben im Geschäftsjahr 2023 keine Mitteilungen nach § 20 AktG vorgelegen. 4.7. KonsolidierungskreisDie Smartbroker AG ist ein Konzernunternehmen der Smartbroker Holding AG, Berlin. Die Smartbroker Holding AG ist oberstes Mutterunternehmen. Die Smartbroker AG wird in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Smartbroker AG wird in den Konzernabschluss als kleinster sowie größter Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Unternehmensregister einsehbar. 4.8. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 weist einen Bilanzverlust in Höhe von EUR -9.744.903,75 Euro aus. Der Vorstand wird im Zuge der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 vorschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 29. Mai 2024 Thomas Soltau, Vorstand Uwe Lüders, Vorstand Rene Krüger, Vorstand Anlagenspiegel zum 31.12.2023Smartbroker AG, Berlin
LAGEBERICHTA. Grundlagen des UnternehmensA1. EigentümerstrukturAlleinaktionärin der Smartbroker AG ist die Smartbroker Holding AG, Berlin.A2. Geschäftsmodell und GeschäftsbereicheDie Geschäftstätigkeit der Smartbroker AG umfasst die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Vermittlung von Anlagekonten und Depots ohne Wertpapierdienstleistung (Leerkonten/-depots-Vermittlung). Die Haupteinnahmequellen erwachsen aus Transaktions-, Abschluss-, Bestands- und Innenprovisionen sowie Rückvergütungen von Bankpartnern und Handelsplätzen. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft besteht darin, selbst entscheidenden Privatanlegern ein umfassendes Produktangebot und persönlichen Kundenservice zu bieten und dabei weitestgehend auf Gebühren und Ausgabeaufschläge zu verzichten. Den wichtigsten Bestandteil und gleichzeitig größten Umsatz- und Wachstumstreiber stellt der Geschäftsbereich Smartbroker dar - ein digitaler Neo-Broker für Privatanleger, der im Dezember 2019 gestartet wurde und der die umfangreiche Produktpalette traditioneller Broker mit den günstigen Konditionen von Neobrokern verbindet. Die Gesellschaft hat im 2. Halbjahr 2023 zum weiteren Ausbau des Retail Brokerage die neue Plattform Smartbroker+ eingeführt und einen großen Teil der Bestandskunden von der DAB BNP Paribas zur Baader Bank migriert. Die 2004 gestartete Vermittlungs-Plattform fondsdiscount.de ist auf die Vermittlung von Investmentfonds und Sachwertbeteiligungen spezialisiert. Die Gesellschaft betreut außerdem ein Portfolio von Brokerage-Kunden, das 2020 von der Volkswagen Bank AG übernommen wurde. Die Volkswagen Bank hat das Geschäft zum Jahresende 2020 eingestellt. Die Smartbroker AG hat den Kundenstamm im Rahmen einer Erwerbstreuhand für Rechnung der Smartbroker Holding AG erworben. B. WirtschaftsberichtB1. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Ausgangslage war geprägt von Nachwirkungen vorangegangener und noch anhaltender Krisen und stellte sich insgesamt schwach dar. Kaufkraftverluste als Folge von nachhaltigen Preissteigerungen und Inflation in vielen Bereichen, insbesondere Energie und Nahrungsmittel, eine schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, geopolitischen Krisen sowie geldpolitische Straffungen kennzeichneten das abgelaufene Jahr 2023. Das Bruttoinlandsprodukt ging infolge dieser Entwicklungen preisbereinigt um rund 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dabei ist insbesondere der private Konsum um 0,8% gesunken, und lag damit weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Aber auch der staatliche Konsum und die Bruttoanlageinvestitionen nahmen ab, und sowohl Exporte als auch Importe verzeichneten negative Wachstumsraten von minus 1,8 % bzw. minus 3,0 %. Die oben genannten Faktoren trübten die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend ein, so dass sich die Wachstumsraten im Verlaufe des Jahres von einer schwarzen Null in den ersten beiden Quartalen in den negativen Bereich bewegten, und das vierte Quartal mit minus 0,3% im Vergleich zum Vorquartal abschlossen. 1 Die Inflationsrate - gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindexes - entfernte sich über den Lauf des Jahres kontinuierlich von ihren Höchstständen, die mit jeweils 8,7 % im Januar und Februar 2023 erreicht wurden, und lag im 4. Quartal durchgängig unter 4%. Im Jahresdurchschnitt belief sich die Teuerungsrate 2023 auf 5,9 %, im Vergleich zu den durchschnittlichen 6,9 % im Jahr 2022. Nach dem historisch starken Preisanstieg des Jahres 2022, der hauptsächlich auf die hohen Preissteigerungen für Energie und Nahrungsmittel seit dem Ausbruch des Ukrainekrieges zurückzuführen war, hat sich die Lage also zunehmend entspannt, bleibt aber auf einem historisch hohen Stand. Der Jahresverlauf der Inflationsraten auf Verbraucherebene war u.a. auch getrieben von Sondereffekten in Abhängigkeit von Entlastungsmaßnahmen, die z.B. die Teuerung von Energie abmilderten. 2 Obwohl die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht spurlos am deutschen Arbeitsmarkt vorbeigegangen ist, behauptete sich dieser im Jahr 2023 relativ gut. Sowohl Arbeitslosigkeit als auch Unterbeschäftigung stiegen im Vergleich zum Vorjahr zwar an, allerdings nur vergleichsweise leicht. Mit 2,6 Mio. Menschen waren 0,2 Mio. mehr Arbeitslose zu verzeichnen als in 2022, die Zahl der Unterbeschäftigten nahm um 0,3 Mio. auf 3,5 Mio. zu. Der Arbeitsmarkt wurde weiterhin durch Kurzarbeitsmaßnahmen gestützt, wobei diese im dritten Jahr in Folge rückläufig waren und im Jahresdurchschnitt lediglich ca. 0,2 Mio. Menschen betrafen, nach 0,4 Mio. im Vorjahr. Die Erwerbslosenquote stieg im Jahresdurschnitt im Vergleich zu 2022 um 0,4 % auf 5,7 %, wobei in sämtlichen Bundesländern ein Zuwachs zu verzeichnen war. Auch die Quote der Unterbeschäftigung war rückläufig. Die Erwerbstätigkeit stieg um 0,7 % auf einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Menschen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist ebenfalls (per Juni 2023) um 0,8 % auf 34,7 Mio. Menschen gestiegen. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 761.000 offene Stellen gemeldet, etwa 10 % weniger als im Vorjahr, aber ein im historischen Kontext weiterhin hohes Niveau. 3 Die Ausgaben des öffentlichen Gesamthaushalts (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen) stiegen während der ersten drei Quartale 2023 um 7,7 %. Demgegenüber stand eine Zunahme der Einnahmen der öffentlichen Hand um 6,1 %, was zu einer Erhöhung des Finanzierungsdefizites um knapp € 26 Mrd. im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2022 auf ca. € 91 Mrd. führte, wobei mehr als 75 % der Erhöhung zu Lasten des Bundes ging. Beim Bund schlugen vor allem die erhöhte Zinslast aufgrund des höheren Zinsniveaus sowie andere Bereiche wie die Strom- und Gaspreisbremse für private Haushalte und Unternehmen zu Buche. 4 Auch die globale Wirtschaft war 2023 geprägt von weiter zunehmenden Risiken in Verbindung mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, Lieferengpässen und Anstiegen in den Preisniveaus. Hinzu kamen weitere Faktoren wie das nachhaltig schwache Wachstum in China nach der Lockerung der strikten und zuletzt willkürlichen Corona-Politik, den Entwicklungen im dortigen Immobiliensektor und der schwelende geopolitische Konflikt um Taiwan. Die im Oktober 2023 begonnenen und weiter andauernden militärischen Handlungen Israels im Gazastreifen haben noch keine wesentlich relevanten Auswirkungen auf weltwirtschaftlicher Ebene nach sich gezogen. Sie führen allerdings zu Verzögerungen und Kostenerhöhungen in vielen Lieferketten, und könnten schnell weiter eskalieren. Insgesamt konnte sich der Welthandel nach dem starken Rückgang im Vorjahr im abgelaufenen Jahr 2023 nach vorläufigen Schätzungen leicht um 0,5 % erholen, lag damit aber weiterhin unter dem historischen Durchschnitt. Auch das Welt-BIP expandierte mit ca. 3 % im historischen Vergleich schwach. Dies wird etwa auch im Status des S&P Global Index (EMI, Einkaufsmanagerindex) sichtbar, der im Dezember 2023 gegenüber Vorjahr zwar leicht höher, aber mit 51 Punkten weiter lediglich um die Wachstumsschwelle von 50 Punkten notierte. 5 Der deutsche Aktienindex DAX erzielte eine sehr starke Jahresperformance und schloss mit plus 20 % knapp unter der 17.000-Marke. Damit wurde ein neuer historischer Höchststand markiert und die Verluste des Vorjahres überkompensiert. Der TecDAX stieg im Jahresvergleich um 11 %, der SDAX um rund 14 %. Auch internationale Indizes schlossen das Jahr deutlich positiv ab, etwa der S&P 500 Index mit einer Jahresperformance von plus 25 % oder der NASDAQ 100 Index mit historischen Plus von 54 %. 6 Allerdings gingen die Handelsvolumina in Deutschland stark zurück. So verzeichnete z.B. der Kassamarkt der Frankfurter Börsen einen Rückgang der Handelsumsätze von ca. 21 % von € 1,57 Billionen auf € 1,23 Billionen. 7 Ausblick 2024Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ging in seinem im November 2023 veröffentlichten Jahresbericht 2023/24 von einer leichten Schrumpfung der deutschen Wirtschaft in 2023 i.H.v. 0,4 % aus, wobei sich im Folgejahr ein leichtes Wachstum von 0,7 % ergeben soll. Diese im Vergleich zu früheren Prognosen verspätete und schwächere Erholung ist u.a. auf die Straffung der Geldpolitik und die anhaltend hohe Inflation zurückzuführen. Der Rat geht allerdings davon aus, dass die nachlassende Inflation in Kombination mit hohen Lohnabschlüssen die verfügbaren Realeinkommen der deutschen Konsumenten im Laufe des Jahres 2024 steigern wird. Dies wiederum wird den Konsum beflügeln. Insgesamt sollen nachlassender Preisdruck, sinkende Inflation, höherer Konsum und steigende Auslandsnachfrage erneut zu wachsendem Wirtschaftsvolumen in 2024 und in den Folgejahren führen. 8
1 Statistisches Bundesamt (Destatis), Januar
2024
B2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen - TransaktionenNach dem Erreichen eines neuen historischen Höchststandes im Jahr 2022 nahm die Anzahl an Privatanlegern laut dem Deutschen Aktieninstitut ("DAI") im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 leicht um knapp 600.000 Personen ab. 2023 haben demnach 12,3 Mio. Menschen in Aktien, Fonds und ETFs investiert, was annähernd 18 % der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland entspricht. Die Zahl der Aktionäre in Deutschland verharrte damit im vierten Jahr in Folge über der 12-Millionen-Marke, und jede fünfte Person in Deutschland nutzte trotz hoher Inflation und wieder steigenden Zinsen die Kapitalmärkte für die eigene Vermögensbildung. 9 Anzahl der Wertpapierdepots deutscher Privatanlegerin Mio., zum Jahresende
Von den mehr als 12 Mio. Aktionären sind rund 7,6 Mio. in Fonds und ETFs, 2,0 Mio. in Aktien und 2,6 Mio. in beiden Kategorien investiert. 10 Der Anteil der weiblichen Sparerinnen stieg im zweiten Jahr in Folge und erreichte annähernd 40 %. Anleger ab 40 Jahren Alter blieben der Anlageform im abgelaufenen Jahr treu. Der Rückgang der Gesamtzahl der Aktionäre ist im ganz wesentlichen Umfang auf die Reduktion der Anzahl der jüngeren Sparer von unter 40 Jahren (um mehr als 500.000) zurückzuführen. Laut Bundesbank lag die Anzahl an Wertpapierdepots privater Haushalte in Deutschland Ende 2022 bei knapp 30 Mio. 11 , so dass ein Aktiensparer bzw. -investor im Durchschnitt über 2,4 Depots verfügte. Das Geldvermögen der deutschen Haushalte stieg zum dritten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahreswert um 4,7 % auf etwas unter € 7.500 Milliarden. Die Sparquote verharrte im ersten Halbjahr 2023 bei etwas über 11 %, was in etwa dem langjährigen Mittel der Vor-Coronazeit entspricht. Die Kategorien "Aktien und sonstige Anteilsrechte" sowie "Anteile an Investmentfonds" stiegen dabei besonders stark, und zwar um 11,3 % und 9,9 %. Nichtsdestotrotz stellen sie zusammen weiterhin lediglich knapp ein Viertel des Bruttohaushaltsvermögens dar. Die Aufteilung des Geldvermögens blieb weitestgehend stabil im Vergleich zum Vorjahr. Basierend auf den Daten für das dritte Quartal 2023 legten die deutschen Haushalte € 3.150 Mrd. in Bargeld, Einlagen und Schuldverschreibungen an, € 2.261 Mrd. entfielen auf Versicherungs-, Alterssicherungs- und Standardgarantie-Systeme und sonstige Forderungen sowie € 1.864 Mrd. auf Aktien, sonstige Anteilsrechte und Anteile an Investmentfonds (darin enthalten sind etwa € 424 Mrd. auf nicht-börsennotierte Aktien und sonstige Anteilsrechte). Den größten Anteil am Haushaltsvermögen hat damit weiterhin die Kategorie "Bargeld und Einlagen", obwohl diese nach Darstellung der Bundesbank seit Anfang 2015 durchgängig negative reale Renditen erwirtschaftet hat. Im Gegensatz dazu wird die Gesamtrendite über weiter Zeiträume durch den positiven Beitrag der Aktien gestützt. Die Verschuldungsquote blieb weitestgehend stabil, so dass sich die Nettovermögensposition der Haushalte um etwas mehr als 6 % verbesserte. 12
9 DAI, Aktionärszahlen des Deutschen
Aktieninstituts 2023, Januar 2024
Geldvermögen deutscher Haushalte Q3 2023, in %
C. GeschäftsverlaufC1. Zusammenfassung und LeistungsindikatorenNach dem erfolglosen Abschluss des Projekts "Winning" im Dezember 2022 wurde das Projekt Phoenix (Relaunch des Smartbroker+ in Zusammenarbeit mit der Baader Bank) gestartet. Der Relaunch erfolgte Ende August 2023, gefolgt von einem weiteren großen Projekt, das bereits parallel bearbeitet wurde: die Migration der Bestandskunden von der DAB zur Baader Bank, die im Oktober 2023 durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Migration konnten 77% der Kundenaktivität, gemessen an den aufgegebenen Orders sowie der übertragenen Kunden, die einen Depotbestand aufweisen, auf den SB+ migriert werden. Technisch verlief die Migration erfolgreich, jedoch führten die unerwartet hohen Kundenanfragen zu einer schlechten Erreichbarkeit des Kundenservice. Die operativen Tätigkeiten der Gesellschaft wurden im Jahr 2023 durch das Projekt Phoenix dominiert. Im bestehenden Setup des Smartbrokers, der unabhängig von den Entwicklungsarbeiten am Smartbroker+ parallel betrieben wurde, verzeichnete die Gesellschaft ein kleines Wachstum in der Anzahl der Wertpapierdepots und betreuten Kunden-Vermögenswerten. In den Bereichen FondsDISCOUNT.de sowie wo-capital (Volkswagen Kooperation) blieben die Anzahl der Depots nahezu unverändert, während die betreuten Kunden-Vermögenswerte leicht stiegen. Das Wachstum und die Umsatzentwicklung der Gesellschaft über alle Bereiche hinweg blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück, da die Handelsaktivität aufgrund des historisch schwierigen Börsenumfelds weiterhin gering war und das Produkt Smartbroker in der alten Ausprägung zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit verlor. Zudem hatte die Gesellschaft im Vorjahr entschieden, die Marketingmaßnahmen in Vorbereitung auf die Markteinführung von Smartbroker+ maßgeblich zu reduzieren. Darüber hinaus wurde nach dem Relaunch des Smartbroker+ die Neukundengewinnung nicht, wie ursprünglich geplant, aktiviert. Ursächlich dafür war die nicht voll ausgeprägte Produktreife sowie vorrangig die schlechte Erreichbarkeit des Kundenservice. Die für die Gesellschaft im operativen Betrieb bedeutsamen Leistungsindikatoren entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
13 Anzahl der insgesamt an die Partnerbank
vermittelten Depots
Über das gesamte Brokerage-Segment hinweg betreute die Gesellschaft Ende 2023 somit mehr als 266.000 Wertpapierdepots mit Assets under Custody (branchenüblich als verwaltetes bzw. verwahrtes Vermögen bezeichnet) von über 9,2 Mrd. EUR. Beide Größen konnten gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Mit einem Wert von EUR 18,10 Mio. lag der Umsatz deutlich unter dem Planwert und konnte auch den Vorjahreswert nicht erreichen. Auf die Festlegung bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikatoren hat die Gesellschaft bislang verzichtet. C2. UmsatzentwicklungIm Unternehmensbereich der Vermittlung des Depotgeschäfts lag der Umsatz zum Jahresende für das Gesamtjahr 2023 bei TEUR 18.138 und ist somit um TEUR 237 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 18.376) gesunken. Trotz leichtem Neukundenwachstum und dem Ausbau des Geschäfts, vor allem im Hinblick auf den Geschäftsbereich Smartbroker, hat die Gesellschaft die geplanten Umsatzerlöse verfehlt. Die Verwerfungen an den internationalen Aktienmärkten sorgten für eine deutlich gesunkene Handelsaktivität der Endkunden, was zu maßgeblichen Umsatzrückgängen führte. Im Unternehmensbereich der Vermittlung von Anleihen und Direkt-Investments sank der Umsatz der Gesellschaft um TEUR 84 auf TEUR 1.476 (Vorjahr TEUR 1.560). Die Gesellschaft führt diesen Umsatzrückgang einerseits auf die in Folge des Krieges in der Ukraine starke Zurückhaltung der Endkunden, langfristige Investitionen zu tätigen, und andererseits auf einen Produktmangel in Folge der geänderten zinspolitischen Lage zurück. Für Produktanbieter wurde es zunehmend schwerer, attraktive Produktangebote aufzulegen, da einerseits Assets wie Immobilien weiterhin sehr hochpreisig waren und zeitgleich die Finanzierungszinsen stark gestiegen sind. C3. Produkt- und SortimentsentwicklungDie Gesellschaft agierte im Jahr 2023 unverändert im Wesentlichen in den folgenden Bereichen:
Im Rahmen des Relaunches und der Zusammenarbeit mit der Baader Bank rund um das Produkt Smartbroker+ wurde das Produktsortiment der Gesellschaft weiterentwickelt. Neben den bereits beschriebenen Bereichen erbringt die Gesellschaft seit Mitte 2023 auch die Abschlussvermittlung, also die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung, über die Baader Bank AG. C4. Wichtige geschäftspolitische EreignisseDie Smartbroker Holding AG zahlte im Jahr 2023 in verschiedenen Tranchen einen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 6.100 in die Kapitalrücklage der Smartbroker AG ein. Durch das zusätzliche Kapital flossen der Smartbroker AG die nötigen Finanzmittel zu, um die Vorbereitungen zum Relaunch des Smartbrokers+ sowie das damit einhergehende Personalwachstum tragen zu können. Zum 1. November 2023 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Rene Krüger als weiteren Vorstand. Herr Krüger ist für die Marktunterstützung zuständig und verantwortet die Bereiche IT, Product Development, Customer Care, Operations und Complaint Management. C5. PersonalIm Geschäftsjahr 2023 wurden neben dem Vorstand durchschnittlich 95 Angestellte (Vorjahr: 113 Angestellte) beschäftigt. Hiervon entfallen 86 Angestellte auf Vollzeitbeschäftigung (Vorjahr: 93) und 9 Angestellte (Vorjahr: 20) auf Teilzeitbeschäftigung (inkl. Werkstudenten). C6. NachtragsberichtIm April 2024 hat die Smartbroker Holding AG TEUR 400 zur weiteren Stärkung der Eigenmittel und Risikotragfähigkeit in die Kapitalrücklage der Smartbroker AG eingezahlt. D. FinanzberichtNeben den folgenden Ausführungen verweisen wir auf die Darstellung im Jahresabschluss. D1. ErtragslageIm Vergleich zum Vorjahr hat sich das Provisionsergebnis von TEUR 10.217 um TEUR 1.248 (+12,2%) auf TEUR 11.465 verbessert. Dabei war ein Rückgang der Provisionserträge im Vergleich zum Vorjahr, um TEUR 237 zu verzeichnen. Gleichzeitig haben sich die Provisionsaufwendungen um TEUR 1.486 im Vergleich zum Vorjahr verringert. Der Grund für die Verringerung liegt im Wesentlichen in niedrigeren Aufwendungen aus dem Einnahme-Share basierend auf dem Kooperationsvertrag mit der Smartbroker Holding AG sowie in niedrigeren Tradingkosten im alten Smartbroker-Setup bedingt durch den Rückgang der Trade-Einnahmen in diesem Modell. Mit der Inbetriebnahme des Smartbroker+ haben sich Abrechnungsmodalität und Konditionsmodell der zur Baader Bank AG migrierten Konten/Depots verändert. Ursache für den Rückgang der Provisionserträge war der marktbedingte Rückgang der Trades in allen Geschäftsbereichen, vor allem im Geschäftsbereich Smartbroker, der im Wesentlichen transaktionsbasierte Umsätze generiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.031 auf TEUR 3.583 erhöht. Ursache hierfür waren im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen und höhere aktivierte Eigenleistungen für Personalkosten in Zusammenhang mit der Entwicklung des Smartbroker+. Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind von TEUR 13.728 im Vorjahr um TEUR 3.082 auf TEUR 16.833 gestiegen. Die Personalaufwendungen sind leicht um TEUR 174 auf TEUR 7.607 zurückgegangen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.274 auf TEUR 9.226 gestiegen. Der Grund für den Anstieg liegt im Wesentlichen in den zusätzlichen Aufwendungen zur Inbetriebnahme des Smartbroker+. Diese zusätzlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die mit der Inbetriebnahme in Zusammenhang stehenden Kosten für Legitimation der migrierten Kunden, Kosten für Depotwechsel, zusätzliche externe Callcenter-Mitarbeiter sowie zusätzliche Serverkosten. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.455 auf TEUR 1.081 zurückgegangen. Der deutliche Rückgang resultiert aus den in 2022 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen im Kontext des Projektes Winning. Die Smartbroker AG schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 2.817 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 7.041) ab. D2. VermögenslageIm Vergleich zum Vorjahresabschluss ist die Bilanzsumme der Gesellschaft um TEUR 4.366 (+28,5%) auf TEUR 19.706 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Muttergesellschaft i.H.v. TEUR 6.100 in Kombination mit dem Jahresverlust i.H.v. TEUR 2.817. D3. Finanzlage - Refinanzierung, Liquidität und KapitalDie Investitionen im Kontext des Projektes Smartbroker+ sind durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Muttergesellschaft Smartbroker Holding AG finanziert worden. Im Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Liquiditätsengpässe sind nicht eingetreten. Bei einem Eigenkapital von TEUR 10.937 beträgt die bilanzielle Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 55,5 % (im Vorjahr 49,9%). Die Anforderung an das permanente Mindestkapital gemäß Artikel 9 IFR zum 31.12.2023 lag bei TEUR 4.886 und wurde durch das aufsichtsrechtliche Eigenkapital in Höhe von TEUR 5.468 erfüllt. D4. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie infolge der Entwicklungen an den Finanzmärkten gesunkenen Einnahmen im Brokerage-Geschäft haben in Verbindung mit höheren Einmalkosten in Zusammenhang mit der Migration der Smartbroker-Kunden von der DAB BNP Paribas zur Baader Bank zu einem negativen Jahresergebnis in 2023 geführt. Der durch den Jahresfehlbetrag bedingte Eigenkapitalverzehr wurde durch mehrere Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Muttergesellschaft Smartbroker Holding AG weitgehend ausgeglichen. Die Vermögens- und Finanzlage zum Bilanzstichtag ist stabil. E. RisikoberichtE1. Rahmenbedingungen des RisikomanagementsDie Pflicht, relevante Risiken für die Organisation oder deren Mitarbeiter zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern, basiert auf einem allgemeinen Rechtsgrundsatz, der auch international Anerkennung findet. So gehört es zur Pflicht eines ordentlichen Kaufmanns zumutbare und mögliche Maßnahmen im eigenen Pflichtenkreis zu ergreifen, die es ermöglichen, Schäden von der Organisation und den Mitarbeitern abzuhalten. Diese Sorgfaltspflicht sowie die Verantwortlichkeit der Vorstandsmitglieder spezifiziert das für die Smartbroker AG maßgebliche Aktiengesetz. Für die Smartbroker AG als Wertpapierinstitut ist zudem das Wertpapierinstitutsgesetz maßgeblich. Das WpIG fordert solide Regelungen für die Unternehmensführung, die zweckdienlich, sowie der Art, dem Umfang und der Komplexität der dem Geschäftsmodell innewohnenden Risiken und den Geschäften des Wertpapierinstituts angemessen sind. Zudem werden die Gesamtverantwortung des Vorstands für die Risikostrategie und die internen Grundsätze zum Umgang mit Risiken wie auch die Überwachungsfunktion des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans beschrieben. Das Rundschreiben 05/2023 der BaFin zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement -MaRisk ist grundsätzlich auch von kleinen Wertpapierfirmen - die Smartbroker AG ist derzeit als solches qualifiziert - zu beachten. Die BaFin merkt hierzu an, dass mit Blick auf Kleine und Mittlere Wertpapierinstitute die betreffenden Anforderungen lediglich insoweit zu beachten haben, wie dies vor dem Hintergrund der Institutsgröße sowie von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten geboten erscheint. E2. Organisation des Risikomanagements in der Smartbroker AGFür die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und insbesondere für ein angemessenes und wirksames Risikomanagement ist der Gesamtvorstand verantwortlich. Grundsätzliche Entscheidungen zum Risikomanagementsystem werden durch Vorstandsbeschlüsse getroffen. Ein Risikokomitee besteht derzeit nicht. Zudem wird die aktuelle Risikosituation der Gesellschaft als Standardtagesordnungspunkt in der monatlichen Vorstandssitzung behandelt. Ungeachtet der Gesamtverantwortung ist jeder Geschäftsleiter für die Einrichtung angemessener Kontroll- und Überwachungsprozesse in seinem Zuständigkeitsbereich verantwortlich. Gemäß Geschäftsverteilungsplan ist der Vorstand Marktfolge für das Risikocontrolling zuständig. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion gemäß MaRisk, AT 4.4.1 hat seit Dezember 2022 der Vorstand Marktfolge inne. Die Vertretung erfolgt durch den Leiter Controlling. Bei der konzeptionellen Weitentwicklung des Risikomanagements wird der Vorstand Marktfolge durch einen externen Berater unterstützt. E3. RisikopolitikDie Risikopolitik unterstützt und ergänzt die Unternehmensstrategie der Smartbroker AG. In der Risikopolitik werden grundsätzliche Aussagen zum Umgang mit Risiken definiert. Diese Aussagen bilden einen Rahmen für den Risikomanagementprozess. Die Formulierung dieser risikopolitischen Grundsätze liegt in der Verantwortung des Vorstands. Die Risikopolitik der Smartbroker AG basiert auf einer wertorientierten Unternehmensführung. Die Smartbroker AG ist bereit, unternehmerische Risiken einzugehen. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden unternehmerische Risiken identifiziert und durch ein Gegenüberstellen von Chancen und Gefahren miteinander abgewogen. Die Risikopolitik des Instituts geht von der Grundposition aus, dass der Risikoappetit, also der akzeptierte, aggregierte Risikoumfang nach Risikominderungsmaßnahmen nicht das zur Verfügung stehende Risikodeckungspotential - im Wesentlichen die Eigenmittel sowie aufgelaufene Gewinne bzw. Verluste - überschreitet, und somit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Der Risikoappetit wird auf einzelne Risikoarten verteilt. Diese Vorgehensweise limitiert folglich die einzelnen Risikoarten. Der Risikoappetit wird jährlich überprüft und an die Geschäftsstrategie sowie die Geschäfts- und Marktentwicklung angepasst. E4. RisikokulturDie Smartbroker AG hat die nachfolgend aufgeführten fünf Indikatoren für eine angemessene Risikokultur definiert und umgesetzt: LeitungskulturDer Vorstand der Smartbroker AG ist sich seiner Vorbildfunktion bewusst und lebt diese aktiv. Sein Verhalten orientiert sich nicht nur an gesetzlichen Vorgaben, sondern wird in erheblichem Maße auch durch eine sich wandelnde gesellschaftliche Erwartungshaltung geprägt. Das Institut hat die Begriffe Integrität und Aufrichtigkeit, Rechenschaftspflicht, Respekt sowie Diversität als Eckpunkte seines Wertesystem festgelegt. Verantwortlichkeiten der MitarbeiterSowohl Vorstand als auch Mitarbeiter richten ihre Tätigkeit am Wertesystem, am festgelegten Risikoappetit und den definierten Risikolimits aus. Dafür sind sie jeweils selbst verantwortlich. Offene Kommunikation und kritischer DialogUm die gewünschte Risikokultur innerhalb der Smartbroker AG zu fördern, deren Beachtung sicherzustellen und unerwünschte Verhaltensweisen zu vermeiden, ist zu jedem Zeitpunkt Transparenz und ein möglichst offener Dialog sowohl zwischen Vorstand und Aufsichtsorgan als auch zwischen Vorstand und den Mitarbeitern notwendig. Die Smartbroker AG fördert eine offene und kollegiale Führungskultur und hat zudem ein Whistleblower System eingeführt. Angemessene AnreizstrukturenWesentlich für eine angemessene Risikokultur ist es, die Mitarbeiter dazu zu motivieren, sich entsprechend dem Wertesystem zu verhalten und innerhalb der festgelegten Risikopolitik zu agieren. Die Smartbroker AG fördert und fordert ein solches Verhalten und wird dies perspektivisch durch eine Integration in das Anreizsystem unterstützen. Positive FehlerkulturDie Smartbroker AG legt großen Wert auf eine positive Fehlerkultur. Dieser Begriff beschreibt den konstruktiven, offenen und gleichermaßen lösungsorientierten Umgang mit Fehlern und Misserfolgen des Instituts. Fehlerrisiken werden akzeptiert, um Experimente und mutige Entscheidungen, die der Weiterentwicklung dienen, zu fördern. Durch den offenen Umgang mit Fehlern erreicht die Smartbroker AG zudem, dass alle von den Erfahrungen ihrer Kollegen profitieren können. E5. Risikomanagementprozess der Smartbroker AGDas Institut definiert Risiken als aus der Unvorhersehbarkeit der Zukunft heraus resultierende, durch zufällige Störungen verursachte Möglichkeiten, von geplanten Zielwerten abzuweichen. Risiken sind folglich in direktem Zusammenhang mit der Planung des Instituts zu interpretieren. Mögliche Abweichungen von den geplanten Zielen werden im negativen Fall als Gefahren, im positiven Fall als Chancen gesehen. Unter Risikomanagementprozess versteht das Institut den nachfolgend skizzierten dauerhaften Kreislauf in Bezug auf Risiken:
E6. Identifikation der Risiken - RisikoinventurDas Risikoinventar wird mindestens jährlich sowie anlassbezogen im Rahmen einer Risikoinventur ermittelt, überprüft und bei Bedarf angepasst. Die Risikoinventur selbst, also die Identifikation und Einordnung der Risiken, von denen das Institut betroffen sein kann, erfolgt durch den Vorstand, die Risikocontrolling-Funktion und ggf. weitere Mitarbeiter des Instituts. Die Smartbroker AG untergliedert die Risiken, von denen sie betroffen sein könnte, grundsätzlich in folgende Risikoarten:
ESG- (Environmental-/ Social/ Governance-) Risiken werden nicht als eigene Risikoart aufgefasst. Das Verständnis des Instituts zu ESG-Risiken umfasst Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Klima/Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation des Instituts haben können. Für die Smartbroker AG stellen die ESG-Risiken keine eigenständige Risikoart dar, sondern werden als Risikotreiber betrachtet. Als solche finden sie Eingang in den Risikomanagementprozess über die im Rahmen der Risikoinventur identifizierten Risikoarten. Ein weiterer Aspekt der Risikoinventur ist die Identifikation von Risikokonzentrationen. Hierunter versteht man ein Portfolio von Risiken, deren Eintrittsvoraussetzungen auf der gleichen Basis fußen und die groß genug sind, um die Risikotragfähigkeit bzw. die allgemeine Finanzlage zu gefährden. E7. Beurteilung der Risiken - RisikomessungDas Institut klassifiziert die Risiken, von denen es betroffen sein könnte, in die vier Bewertungskategorien bestandsgefährdende Risiken, wesentliche Risiken, relevante Risiken und nicht relevante Risiken. Auf Basis von Expertenschätzungen (best-, realistic- und worst-case Szenarien) werden unter Anwendung mathematsch fundierter Methoden, wie beispielsweise der Monte-Carlo-Simulation, mögliche zukünftige Szenarien gerechnet und ein Value-at-Risk zu einem festgelegten Konfidenzniveau ermittelt. Die aufsichtlich geforderten Stressszenarien (einschließlich inverser Stressszenarien) finden durch die worst-case-Betrachtung Einzug in die quantitative Bemessung der Risiken. Zusätzlich betrachtet das Institut ergänzende Stress- und inverse Stress-Szenarien. Diese Szenario-Modellierung der Risiken erlaubt eine fundierte - sowohl quantitative als auch qualitative - Risikomessung beziehungsweise -bewertung für die einzelnen Risiken und Risikoarten. E8. RisikoaggregationSowohl Konzentrationen innerhalb einer Risikoart (Intrakonzentrationen) als auch zwischen den Risikoarten (Interkonzentrationen) werden analysiert und sind in die Berichts- und Entscheidungsprozesse des Risikomanagements integriert. Zwischen den Risikoarten werden im Rahmen der Risikoaggregation keine risikomindernden Diversifikationseffekte angesetzt. Die Summe der aggregierten Risiken wird in Verhältnis zum Risikoappetit und zu den zur Verfügung stehenden Eigenmitteln gesetzt (Risikotragfähigkeitsrechnung). E9. Umgang mit Risiken - Risikosteuerung und RisikotragfähigkeitGrundsätzlich versucht die Smartbroker AG, identifizierte Risiken, die nicht mit der direkten Geschäftstätigkeit im Zusammenhang stehen, zu vermeiden. Für alle anderen identifizierten Risiken werden individuelle Mitigationsmöglichkeiten eruiert und geschäftspolitisch bewertet. Auf dieser Basis erfolgt eine Entscheidung zwischen Umsetzung von Risikominderungsmöglichkeiten oder dem Selbsttragen der Risiken. Über die Verfahren zur Quantifizierung und Steuerung der Risiken wird sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken jederzeit durch das Risikodeckungspotential abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Dies gilt sowohl für die normative wie auch für die ökonomische Perspektive der Risikotragfähigkeit. Risikoseitig fließen in die Betrachtung der ökonomischen Perspektive Risikopotenziale wesentlicher Risiken aus den Risikoarten Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, operationelle Risiken und sonstige Risiken zu einem festgelegten Konfidenzniveau ein. Hierdurch erfolgt der Nachweis, dass das ökonomische Risikodeckungspotential auch bei schlagend werdenden, seltenen und schweren Verlustausprägungen ausreicht, um den Fortbestand des Instituts aus eigenen Mitteln, das heißt ohne Rückgriff auf externe Mittel, zu gewährleisten und somit die Gläubiger vor Verlusten zu schützen. Die normative Perspektive soll im Kern sicherstellen, dass die Institute alle regulatorischen und externen Beschränkungen sowie darauf basierende interne Anforderungen laufend erfüllen. Ziel beider Betrachtungen ist es, die fortlaufende Einhaltung der regulatorischen Anforderungen wie auch der internen Ziele, also der ökonomischen Sicht, sicherzustellen und somit den Going-Concern-Ansatz zu bestätigen. Die Risikotragfähigkeit war per 31.12.2023 sowohl in der normativen als auch der ökonomischen Perspektive gegeben.
Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit im Jahr 2024 unter Berücksichtigung von aus Jahresabschlussbuchungen entstehenden Kapitalveränderungen hat die Smartbroker Holding AG im April 2024 eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage der Smartbroker AG in Höhe von EUR 0,4 Mio. vorgenommen. E10. RisikoüberwachungDie Zuständigkeiten der Risikoüberwachung folgen einem 3-Lines of Defence (LoD)-Prinzip. Dieses regelt im Sinne einer Governance die Rollen und Verantwortlichkeiten und stellt dadurch eine unabhängige Überwachung und interne Prüfung der Wirksamkeit der implementierten Steuerungs- und Überwachungsfunktionen sicher. Die erste Verteidigungslinie geht durch ihre (Geschäfts-)Tätigkeiten grundsätzlich Risiken ein, trägt diese Risiken und die Ergebnisverantwortung. Sie ist insbesondere für die Steuerung ihrer Risiken und die Ausgestaltung von Kontrollen unter Beachtung der Methodenvorgaben durch die 2nd LoD verantwortlich. Die zweite Verteidigungslinie wurde zur unabhängigen Überwachung der 1st LoD etabliert. Hauptaufgabe ist eine holistische Gesamtbetrachtung aller Risiken auf Einzelbasis und Portfolioebene. Hierzu gehören die Funktionen Compliance, Information-Security-Management, Datenschutz und Risikocontrolling. Diese Funktionen sind direkt dem Vorstand für die Marktfolge unterstellt und diesem berichts- und rechenschaftspflichtig. Compliance ist für die Einhaltung normativer Vorgaben zuständig. Hierzu gehören insbesondere die Überwachung auf Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder Fraud. Information-Security-Management verantwortet die adäquate Steuerung, Koordination und Weiterentwicklung des Informationssicherheitsmanagements in Abstimmung mit der Geschäftsstrategie, der Risikostrategie sowie der IT-Strategie. Der Datenschutzbeauftragte unterrichtet und berät den Vorstand sowie alle Organisationseinheiten und Mitarbeitenden hinsichtlich der Datenschutzpflichten. Der zugeordneten Funktion obliegt die Überwachung der Umsetzung und Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen. Dem Risikocontrolling obliegt die zentrale unabhängige Risikoüberwachung der Risiken. Die Interne Revision führt als 3rd LoD risikobasierte Prüfungen insbesondere der Angemessenheit und Wirksamkeit der Tätigkeiten der ersten beiden Verteidigungslinien durch. Sie ist direkt dem Vorstand für die Marktfolge unterstellt und diesem berichtspflichtig. Sie nimmt ihre Aufgaben selbstständig und weisungsunabhängig wahr. Die interne Revision prüft und beurteilt risikoorientiert alle Aktivitäten und Prozesse der Smartbroker AG. E11. RisikokommunikationEine regelmäßige wie auch anlassbezogene Risikoberichterstattung über wesentliche Risiken sowie über die Risikotragfähigkeit an den Vorstand erfolgt durch das Risikocontrolling. Der Vorstand selbst unterrichtet den Aufsichtsrat. F. Wesentliche Chancen und RisikenDie Smartbroker AG geht aufgrund der Differenzierung ihrer Angebote gegenüber Wettbewerbern und der zunehmenden Digitalisierung der Produktangebote und Vermittlungswege davon aus, die in 2020 und 2021 erzielten Erfolge nach dem Relaunch in 2023, also der Einführung von Smartbroker+, fortschreiben zu können. Mit dem Geschäftsmodell Smartbroker hat die Gesellschaft ein skalierbares Produkt entwickelt und sich im Markt deutlich abgegrenzt positioniert. Der Smartbroker+ bietet das Produktspektrum der klassischen (Online-) Broker/Banken, jedoch zu den Konditionen der sogenannten Neobroker. Mit dem Relaunch und der anschließenden Weiterentwicklung haben wir zum einen unser Produktspektrum ausgeweitet; zum anderen bieten wir nun die Möglichkeit, unser Angebot auch auf mobilen Endgeräten zu nutzen. Für die Zukunft erwarten wir, mit diesem Geschäftsmodell unseren Marktanteil im Retail Brokerage sukzessive ausbauen zu können. Für die Smartbroker AG, wie für alle regulierten Unternehmen, bestehen grundsätzlich Risiken aus Veränderungen der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen ihrer Geschäftsmodelle. So haben das auf europäischer Ebene im Januar 2024 beschlossene Verbot der Payments for Order Flow zur Notwendigkeit der Überprüfung des Geschäftsmodells und der Positionierung im Wettbewerbsumfeld geführt. Diese Veränderung ist grundlegend und kann die strategischen Perspektiven des Unternehmens weitreichend beeinflussen. Das Verbot tritt für Wertpapieraufträge von in Deutschland ansässigen oder niedergelassenen Kunden am 1. Juli 2026 in Kraft 14. Die Gesellschaft analysiert die Auswirkungen des Verbots auf den Markt und die Gesellschaft und prüft Optionen zur Anpassung des Geschäftsmodells. Seit einigen Jahren zeichnet sich ein nachhaltiges Wachstum des Retail Brokerage-Marktes in Deutschland ab. Trotz gestiegener Zinsen und anhaltender Inflation, großer geopolitischer Spannungen und schwacher wirtschaftlicher Wachstumsaussichten überstieg in 2023 die Zahl der Deutschen, die in Aktien, Aktienfonds und ETFs investiert haben, im vierten Jahr in Folge die 12 Millionen-Marke. 15 Nach unseren Beobachtungen besteht durch die Vielzahl an öffentlich zugänglichen Informationsquellen zunehmender Bedarf an einer eigenständigen, beratungsunabhängigen Umsetzung der Anlagewünsche. Von dieser Entwicklung wird nach unserer Einschätzung auch unser Angebot Smartbroker+ profitieren. Die Smartbroker AG kooperiert mit anderen Unternehmen bei der Erbringung der Dienstleistungen für ihre Kunden. Mit dem Übergang zur Abschlussvermittlung und dem Wechsel der Partnerbank im Geschäftsbereich Smartbroker hat die Gesellschaft mehr Kontrolle über die Wertschöpfungskette gewonnen. Mit der Bereitstellung eines eigenes Frontends sowie der Middleware bietet sie ein Produkt an, das stärker von den Angeboten der Wettbewerber differenziert ist und zudem in enger Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern weiterentwickelt werden kann. Die Entwicklung der einheimischen und weltweiten Wirtschaft haben maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Finanzmärkte und der Finanzdienstleistungsbranche. So führen internationale Krisen wie die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine zum Anstieg der Volatilität der Märkte. Kurzfristig bewirken Krisen eine Zunahme der Anzahl der Wertpapiertransaktionen. Gleichzeitig besteht die Gefahr eines längerfristig negativen Marktumfelds. Bei einer andauernden Baisse besteht die Möglichkeit, dass sich die Anzahl der Kunden, die für das Brokerage-Modell neu gewonnen werden können, rückläufig entwickelt oder bestehende Kunden inaktiver werden. Zudem können sich Anlegergruppen ganz von den Finanzmärkten abwenden, deren Risikoappetit mit der Volatilität nicht im Einklang steht. Es besteht die Möglichkeit, dass der Smartbroker+ bei Bestandskunden und Interessenten auf eine geringere Resonanz stößt, als die Smartbroker AG erwartet. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Neben dem Produktspektrum, den Preisen, dem Design der Benutzeroberflächen und den Funktionalitäten können sie auch in der Erreichbarkeit und Qualität des Kundenservice sowie den daraus resultierenden Feedbacks in den sozialen Medien liegen. Die Gesellschaft beobachtet laufend die Veränderungen am Markt und wertet die Feedbacks der Kunden aus. Darauf auftauend entwickelt sie den Smartbroker+ weiter und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung des Kundenservice. Die in der Geschäftsplanung angesetzten zinsähnlichen Erträge basieren auf Annahmen zur Entwicklung der EZB-Leitzinsen und des Volumens der Kundeneinlagen im Jahresverlauf. Negative Abweichungen von den angenommenen Werten können zu im Vergleich zur Planung niedrigeren Erträgen führen. Die Gesellschaft überwacht diese Parameter laufend, um durch geeignete Maßnahmen schnell auf adverse Entwicklungen reagieren zu können. Als Abschluss- und Anlagevermittler deckt die Smartbroker AG nur Teile der Wertschöpfungskette-Kette der angebotenen Geschäftsarten ab. Daraus resultieren Abhängigkeiten bezüglich der Quantität und Qualität der genutzten Services von Kooperationspartnern, die die die Reputation und den Geschäftserfolg der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen. Die Smartbroker AG arbeitet eng und vertrauensvoll mit den Kooperationspartnern zusammen und gibt zielgerichtet Feedback und Impulse zur Weiterentwicklung von deren Services. Die wesentlichen operativen Prozesse der Smartbroker AG sind abhängig von einer funktionierenden IT-Unterstützung. Das setzt das Unternehmen der Möglichkeit von IT-Sicherheitsvorfällen aus, die die Sicherheit von Informationsverarbeitungssystemen sowie Geschäfts-, Kunden- und Mitarbeiter-Daten gefährden. Aus derartigen Vorfällen können erhebliche Risiken für die Reputation und den Geschäftserfolg des Unternehmens entstehen. Naturgemäß sind diese Risiken im Geschäftsbereich Smartbroker durch den Übergang zur Abschlussvermittlung gestiegen. Die Gesellschaft hat die Bereiche IT und IT-Sicherheit in den letzten Jahren deutlich ausgebaut und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Sicherheitsvorkehrungen. Wie für alle Unternehmen der Finanzbranche in Deutschland ist für die Smartbroker AG der zunehmende Fachkräftemangel 16 mit Risiken für die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells verbunden. Insbesondere benötigt die Gesellschaft nachhaltig ausreichend geeignetes Personal für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Wenn dieses Personal nicht für das Unternehmen gewonnen und an das Unternehmen gebunden werden kann, wird es sich nicht dauerhaft als erfolgreicher Anbieter positionieren können. Die Gesellschaft hat ihr Employer Branding im letzten Jahr weiterentwickelt und verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber umgesetzt. Die Gesellschaft hat nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung bilanzielle Vorsorge für mögliche Forderungen gebildet, die aus der vorzeitigen Beendigung von Projekten in der Vergangenheit entstehen können. Im gleichen Kontext hat die Gesellschaft Vorkehrungen getroffen, um Rechtsrisiken weitgehend zu minimieren. Trotzdem können spätere die Finanzlage des Unternehmens belastende Zahlungsverpflichtungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Mit der Einführung des Smartbroker+ und der Migration eines großen Teils der Bestandskunden zur neuen Partnerbank sind die im Vorjahr bestehenden Projektrisiken weggefallen. Insgesamt betrachten wir die Gesellschaft für weiteres Wachstum und nachhaltige Profitabilität gut aufgestellt. Wir haben mit dem Smartbroker+ ein sehr wettbewerbsfähiges Produkt eingeführt, das über Alleinstellungsmerkmale verfügt und das wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern laufend weiterentwickeln. Durch die neu geschaffene Möglichkeit, unser Angebot auch auf mobilen Endgeräten zu nutzen, sowie das für die 2. Jahreshälfte 2024 geplante Angebot des Kryptohandels sprechen wir zudem weitere Kundengruppen an. Wir haben die internen Prozesse im Rahmen des Projektes weiterentwickelt und setzen die Optimierung der Prozesse auf Basis der seit der Markteinführung gemachten Erfahrungen kontinuierlich fort.
14 BaFin, PFOF: BaFin verfolgt zunächst
keine Verstöße bei Aufträgen aus
Deutschland, März 2024
G. PrognoseberichtIm Jahr 2024 wird der Smartbroker+ zum ersten Mal ganzjährig zum Ergebnis der Gesellschaft beitragen. Der Produkt- und Funktionsumfang werden weiter vervollständigt werden bis hin zur vollständigen Fertigstellung. Das Marketing und die Neukundenakquise werden ab dem 3. Quartal 2024 intensiviert werden. Aufgrund des Fokus auf die Akquise von Neukunden gehen wir unter Zugrundelegung eines günstigen Zins- und Marktumfeldes davon aus, dass wir in 2024 gegenüber 2023 die Provisionserträge deutlich steigern werden, gleichzeitig auch die Assets under Custody. Auf Basis der geplanten erhöhten Provisionserträge erwarten wir für 2024 ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes, aber aufgrund der hohen planmäßigen Abschreibungen des Smartbroker+ erneut negatives Jahresergebnis. Auf EBITDA-Basis rechnen wir mit einem annähernd ausgeglichenen Ergebnis. Die Gesellschaft geht davon aus, die positiven Markttrends, vor allem die verstärkte Nachfrage nach Wertpapierdienstleistungen, für weiteres Ertragswachstum und verbesserte Profitabilität in den folgenden Jahren nutzen zu können. Abschließend ist festzuhalten, dass die Auswirkungen internationaler Krisen auf die Wirtschaft in Europa, die Entwicklung der Zinsen und Wertpapiermärkte und damit auch die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft schwer abzuschätzen sind. Obwohl die Jahresplanung die vielfältigen Unsicherheiten bestmöglich abzudecken versucht, können wir die Notwendigkeit einer Anpassung bei zunehmender Dynamisierung der Lage nicht ausschließen. H. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktGGemäß § 312 AktG haben wir einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit der folgenden Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG abschließt: "Wir erklären, dass über die vorstehend genannten Rechtsgeschäfte hinaus keine Rechtsgeschäfte durchgeführt worden sind oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder damit verbundenen Unternehmens im Sinne des § 312 AktG vorgenommen oder unterlassen worden sind. Die Smartbroker AG hat nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden."
Berlin, 29.05.2024 Thomas Soltau, Vorstand Uwe Lüders, Vorstand René Krüger, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Smartbroker AG, BerlinPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Smartbroker AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Smartbroker AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 29. Mai 2024 Dohm
■ Schmidt ■ Janka
Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer Jana Simon, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats 2023Der Aufsichtsrat ist den ihm gemäß der Satzung sowie nach Recht und Gesetz zukommenden Aufsichts- und Kontrollverpflichtungen nachgekommen. Das Gremium traf sich in vier ordentlichen und zwei außerordentliche Sitzungen, um gemeinsam über die Lage des Unternehmens, die strategische Entwicklung, die aktuelle Wettbewerbs-, Organisations- und Personalsituation sowie die kurz- bis mittelfristige Investitionsplanung zu beraten. Daneben wurden zehn Beschlüsse des Aufsichtsrats im Wege des Umlaufverfahrens gefasst. Thematisch hervorzuheben sind insbesondere:
Darüber hinaus fand zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand eine Vielzahl weiterer informeller Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, bei denen in regelmäßigen Abständen neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen - insbesondere auch die oben genannten - der Gesellschaft diskutiert wurden. Alle Geschäftsvorgänge, die einer Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden frühzeitig vorgelegt und fanden nach ausführlicher Erörterung die notwendige Zustimmung des Kontrollorgans. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in allen ordentlichen Sitzungen und in den weiteren informellen Sitzungen, jeweils anhand quartalsweise geführter Statusberichte, eingehend über den Geschäftsverlauf der AG sowie über Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik informiert. Der Aufsichtsrat kam zur ausführlichen Behandlung des Jahresabschlusses 2023 zusammen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Smartbroker AG für das Geschäftsjahr 2023 sowie der Lagebericht für den gleichen Zeitraum sind unter Einbeziehung der Buchführung von der, durch die außerordentliche Hauptversammlung am 30. August 2023 als Abschlussprüfer gewählten, Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Wilhelm-Kabus-Str. 9, 10829 Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss, der Lagebericht für die Smartbroker AG sowie der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zugeleitet worden. Gemeinsam mit dem Vorstand haben die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Bilanzsitzung am 04. Juni 2024 alle im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht aufgetretenen Fragen erörtert. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen, über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss sowie den Lagebericht auch seinerseits geprüft. Nach dem abgeschlossenen Ergebnis seiner eigenen Prüfung wurden keine Beanstandungen erhoben; der Aufsichtsrat hat daher dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt, der damit festgestellt worden ist. Der vom Vorstand vorgelegte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde vom Abschlussprüfer ebenfalls geprüft und mit folgendem Vermerk versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind." Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht und den entsprechenden Prüfbericht des Abschlussprüfers selbst geprüft, erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die ausgezeichnete, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie für ihren großen Einsatz zur überaus erfolgreichen Weiterentwicklung der Smartbroker AG.
Berlin, den 04. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Daniel Berger, Vorsitzender |
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