Plasmidsaurus GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sarah Eckenrode seit 14.2.2025 | Geschäftsführer |
Benedikt Christian Dr. Bürfent seit 3.12.2024 | Geschäftsführer |
Leon Krischok seit 7.8.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Admera Health, LLC. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BioEcho Life Sciences GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Geschäftsmodell Die BioEcho Life Sciences GmbH mit Sitz in Köln wurde 2016 von führenden Industrieexperten auf dem Gebiet der Life Sciences gegründet. Das Unternehmen entwickelt nachhaltige, abfallreduzierende und innovativ-schnelle Produkte und Arbeitsabläufe, welche die Extraktion und Analyse von Nukleinsäuren aus unterschiedlichen Probearten (Blut, Gewebe, Zellkulturen etc.) deutlich vereinfach und beschleunigt, wodurch der Probendurchsatz in den Kundenunternehmen signifikant erhöht und zuverlässige Ergebnisse geliefert werden können. Hiermit adressiert die BioEcho den Kundenbedarf für schnellere und beschleunigte molekular Arbeitsabläufe sowie für deutlich umweltfreundlichere und ressourcenschonende Verfahren. Das Unternehmen ist seit 2016 (operativer Start Juli 2017) mit seinem Hauptsitz in Köln firmiert Die BioEcho Life Sciences GmbH ist sowohl nach ISO 9001 wie auch ISO 13485 zertifiziert. Der Schwerpunkt des Geschäfts lag im Geschäftsjahr 2023 in der EU, in welcher knapp 69% des Umsatzes erzielt wurden (davon 33% in Deutschland). Dieses Geschäft erfolgte sowohl im Direktvertrieb wie auch über ein Netzwerk an Distributoren. Nachdem der Schwerpunkt des Unternehmens auf Virus-DNA/RNA-Extraktions-Kits lag, welche, während der COVID-19-Pandemie für den PCR-Nachweis verwendet wurden, erweitert das Unternehmen derzeit seine Kompetenzen und sein Produktportfolio in den Bereichen für die Pflanzen- und Tierzüchtung, Pharma-Forschung, Onkologie und akademische sowie Genom-Forschung. Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Konjunkturelle Entwicklung und Marktsituation in den für das Unternehmen relevanten Marktbereichen der Diagnostik und Applied Life Sciences Der Diagnostiksektor hat ein erhebliches Wachstum und einen Wandel erlebt, welcher durch technologische Fortschritte und die steigende Nachfrage nach frühzeitiger und genauer Krankheitserkennung angetrieben wird. Als Pionier in der Bereitstellung zeiteffizienter und nachhaltiger Lösungen für die Diagnostika-Industrie hat die BioEcho Life Sciences GmbH die einmalige Chance, sich in den sich entwickelnden Markttrends zu positionieren und in diesem Wettbewerbsumfeld mit der Zeit eine führende Position einzunehmen. Auch in den Life Sciences ist der Bedarf an schnelleren und nachhaltigeren Extraktionsverfahren aufgrund steigender Probenzahlen und zunehmendem Umweltbewusstsein ähnlich prominent wie in der molekularen Diagnostik, was auch in diesem Markt große Chancen für die Geschäftsentwicklung bietet. Wirtschaftliche Entwicklung und Markttrends Der globale Diagnostikmarkt hat in den letzten fünf Jahren ein beständiges Wachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von etwa 6,5 % verzeichnet (siehe Anlage 1). Faktoren wie die steigende Prävalenz chronischer Krankheiten, die alternde Bevölkerung und der Fokus auf präventive Gesundheitsversorgung haben, angetrieben durch ständig wachsende molekulare Analyse-Technologien, zu einer erhöhten Nachfrage nach fortschrittlichen diagnostischen Lösungen beigetragen. Als weiteres großes Marktsegment bieten die Life Sciences in den Bereichen der Pharmaforschung, Onkologie, Züchtungsforschung wie auch die akademische und Genomforschung viele Einsatzmöglichkeiten und Wachstumspotential für die von der BioEcho Life Sciences GmbH bereits entwickelten und zukünftigen Produkte, da auch hier die gleichen Kundenanforderungen wie in der molekularen Diagnostik angesprochen werden. Zudem bietet der Life-Sciences-Markt den Vorteil deutlich geringerer regulatorischer Hürden, verglichen mit dem IVD-Markt, in welchem zwingend die IVD-R-Regularien angewendet werden müssen, was u.a. auch zu längeren Produktentwicklungszeiten führt. Der Fokus der BioEcho Life Sciences ist es, auf Zeiteffizienz und Nachhaltigkeit zu setzen, womit zwei große Kundenbedürfnisse angesprochen werden. Da Einrichtungen des Gesundheitswesens wie auch Firmen und Institute nach kosteneffizienten und umweltfreundlichen Optionen, auch im Bereich der Nukleinsäure-Extraktion suchen, werden sich die Produkte der BioEcho in Zukunft am Markt von der Konkurrenz abheben und erheblich an Bedeutung gewinnen. Der Diagnostikmarkt ist hart umkämpft, wobei sowohl etablierte Unternehmen als auch neue Marktteilnehmer um Marktanteile kämpfen. Etablierte Unternehmen profitieren oft von der Bekanntheit ihrer Marke und einem breiten Kundenstamm, während Start-Ups mit Innovationen und Nischenangeboten Markt-Segmente gewinnen können. Marktsegmentierung und Nischenmöglichkeiten Eine Analyse der Marktsegmentierung zeigt vielversprechende Nischenmöglichkeiten für Markteintritt und -positionierung für die BioEcho Life Sciences GmbH (2) auf. Durch die gezielte Identifizierung der jeweiligen Kundenbedürfnisse spezifischer Branchensegmente, wie z. B. Point-of-Care-Tests, Liquid-Biopsy, FFPE, Genotyping im Züchtungsmarkt, Kit-Markt/Reagenzien-Markt und vielen weiteren Applikationen, kann das Unternehmen Kunden mit speziellen Bedürfnissen ansprechen und die Produkte so anpassen, dass sie die Anforderungen effektiv erfüllen und einen entsprechenden Mehrwert liefern. Technologischer Fortschritt Für den anhaltenden Erfolg des Unternehmens ist es von entscheidender Bedeutung, technische Innovationen zu entwickeln. Nur wenn die Produkte der BioEcho einen Mehrwert, über den der etablierten Anbieter liefern, wird das Unternehmen langfristig erfolgreich sein. Daher wird in Forschung neuer Verfahrensansätze, wie z.B. beschleunigte Aufschluss- und Reinigungsverfahren, Automatisierungsverfahren und -fähigkeiten, Anpassung der Produkte an die speziellen Kundenbedürfnisse investiert. Hierdurch kann die BioEcho Life Sciences GmbH Ihren Wettbewerbsvorteil ausspielen und Ihren Kunden die fortschrittlichsten, teilweise auch maßgeschneiderte, Lösungen anbieten. Ermöglicht wird dies durch die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, welche sich nicht nur mit der Entwicklung (von der Idee bis zur Marktreife) neuer Produkte und Verfahren beschäftigt, sondern auch bestehende BioEcho Produkte auf einzelne Kundenbedürfnisse anpasst sowie das bestehende Produktportfolio ständig verbessert. Markterweiterung Auch wenn die BioEcho Life Sciences GmbH bereits eine Präsenz in der DACH-Region aufgebaut hat, ist es für ein zufriedenstellendes Wachstum des Unternehmens unerlässlich, Möglichkeiten zur Markterweiterung zu erkunden. Daher wurde schon früh eine geographische Expansion nach Übersee in Betracht gezogen. Erste Schritte erfolgten 2022 mit der Ausgründung einer Tochtergesellschaft in Woburn, MA. Im Zuge des Kaufs durch die Admera Health LLC ist jedoch die Weiterführung der Tochtergesellschaft obsolet geworden. Die, durch unseren neuen Mutterkonzern, vorhandenen Strukturen in den USA erlauben nun, zusammen mit der Expertise und dem Businessteam von Admera, die geplante und angestrebte Expansion in den US-amerikanischen Markt zu erreichen. Infolgedessen wurde das exklusive Distributionsabkommen mit der Tochterfirma BioEcho Inc. aufgekündigt und die Distributoreneigenschaft auf Admera übertragen. Weiterhin befindet sich die BioEcho Inc. derzeit in Abwicklung. Hierbei wurde auf eine Unversehrtheit von Namen und Marke "BioEcho Life Sciences" und der "EchoLution" geachtet. Dies (die Technologie und Marke sowie die begonnene Expansion in die USA) war auch integraler Bestandteil bei den Kaufverhandlungen mit Admera. Wir, ebenso wie die neuen Gesellschafter der BioEcho, sind immer noch der festen Überzeugung, dass die Expansion in die USA richtig und wichtig ist. Wie aus den beigefügten Marktberichten ersichtlich bietet sich dort ein substanzielles Wachstumsumfeld, womit die Umsätze der BioEcho weiter und stärker wachsen können. Hinzu kommt, dass durch die sich ergebenden strategische Kooperationen, vor allem im Betätigungsfeld der und gemeinsam mit Admera Health, neue Kunden und Absatzmärkte generieren. Produktentwicklungen aus diesen Kooperationen zeigen bereits erste, durchweg positive Resultate. Im Zuge der Neustrukturierung wurde jedoch auf eine Erneuerung der FDA-Markierung und eine weitergehende FDA-Zertifizierung der Produkte der BioEcho verzichtet. Die Konzentration auf den Research Use Only Bereich senkt die Eintrittsschwellen und erhöht signifikant die Absatzchancen. Marketing- und Branding-Strategien Die BioEcho Life Sciences GmbH investiert in gezielte Marketing- und Brandingstrategien, um das Werteversprechen des Unternehmens effektiv zu kommunizieren. Hier werden nicht nur die Vorteile der zeit- und kostensparenden Produkte, sondern auch deren Nachhaltigkeit aufgezeigt, welche zu einem effizienteren und umweltfreundlicheren Gesundheits- und Forschungssystem beitragen können. Als Unternehmen, welches den Fokus auf Zeiteffizienz und Nachhaltigkeit, bei gleichzeitiger Einhaltung höchster Qualitätsstandards, setzt und damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen aufweist, strebt BioEcho an, Markttrends zu nutzen, diese Alleinstellungsmerkmale auszuspielen und in Innovation und Marktexpansion zu investieren, um die Position als führender Anbieter fortschrittlicher und nachhaltiger molekular-biologischer Produkte zu festigen. Geschäftsverlauf Die BioEcho Life Sciences GmbH erlebte, während der Covid-Pandemie eine Periode außergewöhnlicher Geschäftsentwicklung und verzeichnete aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach seiner Produkttechnologie inmitten der Pandemie sehr hohe Umsätze. Seit dem Ende der Covid-Situation sieht sich das Unternehmen mit der Herausforderung konfrontiert, sich in anderen Marktsegmenten neu zu etablieren bzw. sich in bereits betretenen Marktsegmenten weiter zu bewähren. Kernbaustein dieser Neuorientierung sind die patentierten Basistechnologien ("Einschritt-Reinigung" und "Enzym-freie Lyse"), welche nicht nur 2022 zum Einstieg eines Private Equity Partners führte, sondern auch den Ende 2023 gestarteten Investment-/ Verkaufsprozess im September 2024 zum Erfolg führte. Obwohl der Markt derzeit von großen Herstellern wie ThermoFisher, QIAGEN, Macherey-Nagel und Zymo (1) beherrscht wird, bietet das erwähnte Marktpotenzial auch anderen Mitbewerbern erhebliche Chancen. Mit ihrem komplett neuen Ansatz der Nukleinsäureextraktion und den damit einhergehenden Vorteilen für den Kunden hebt sich die BioEcho von diesen etablierten Konkurrenten deutlich ab. Daher hat sich die BioEcho in diesem Wettbewerbsumfeld bereits, zumindest regional in der DACH-Region, einen gewissen Namen erarbeitet, insbesondere mit dem Virus DNA/RNA-Extraktionskit während der COVID-19-Pandemie. Die größte Herausforderung für BioEcho war im Jahr 2023 der Markteintritt in neue Marktsegmente mit vorhandenen und fertig entwickelten Produkten und somit der Phasenwechsel von der "Ein-Produkt"-Vermarktung zu einem diversifizierten Portfolio. Für die in 2023 neu eingeführten Produkte gibt es bereits, wie erwähnt, positive Marktsignale, aber aufgrund von langen Verkaufszyklen spiegelt sich dies noch nicht in den Umsatzzahlen wider. Dieser positive Trend setzte sich in 2024 fort und gipfelte hier in verschiedenen größeren Lieferverträgen. Darüber hinaus haben die Basistechnologien im Jahr 2023 zu ersten, in 2024 dann erfolgreich abgeschlossenen, längerfristigen Lieferverträgen mit Industriekunden geführt, welche hier ganz klar den Vorteil der Technologie für sich erkannt haben. Trotz dieser Tatsache war bereits Ende 2022 die angestrengte Finanzlage deutlich erkennbar. Die bereits in 2022 begonnene negative Ertragslage setzte sich 2023, wenn auch mit zeitweisen Abschwächungen, fort. Aus diesem Grund wurde Ende 2023 unter Federführung einer bekannten internationalen M&A-Boutique ein Investment-/ Verkaufsprozess initiiert, damit die BioEcho und ihre patentierten Technologien auch weiterhin bestehen bleiben. Die Re-Fokussierung auf die Vermarktung des übrigen Produktportfolios sowie die Etablierung neuer, noch in der Entwicklung befindlicher Produkte, sollen die Umsatzerlöse auf eine breitere Basis in unterschiedlichen Märkten stellen und, bei konservativer Umsatzprojektion, spätestens im Laufe des Jahres 2025 zu einer ertragspositiven Geschäftssituation führen. Bis zur Wiedererreichung einer stabilen und profitablen Ertragssituation wurden starke Budgetkürzungen, Ressourcenreduktionen durch Kurzarbeit und Nichtbesetzung vakanter Stellen (ausgenommen Vertrieb) umgesetzt, um mit der zur Verfügung stehenden Liquidität eine maximal lange Laufzeit zu erreichen. Weiterhin wurde in Q3/2023 mit der aktiven Suche nach einer Lösung des drohenden finanziellen Engpasses begonnen, welcher in der Einschaltung einer M&A Beratungsgesellschaft im Q4/2023 und Einleitung des Investmentprozesses. Dies endete im erfolgreichen Kauf der BioEcho durch die Admera Health LLC, South Plainfield, NJ, USA, im September 2024. Hier ist klar ersichtlich, dass mit der Admera Health LLC als strategischem Investor und inzwischen alleinigem Anteilseigner des Unternehmens dieses finanziell abgesichert ist. Im Zuge der Konsolidierungs- und Wachstumsstrategie ergeben sich nun für das Unternehmen die Möglichkeit, aktiv sowie passiv von den Ressourcen des Investors zu profitieren. Auf der einen Seite stehen die Ressourcen des Investors in seinem Heimatmarkt, den USA, dem Unternehmen vollumfänglich zur Verfügung, auf der anderen Seite kann der Investor, welcher im Servicebereich der Genomsequenzierung aktiv ist, Kunden aktiver und einfacher in Europa akquirieren und das Geschäft dann durch die BioEcho hier vor Ort durchführen lassen. Dieser synergetische Effekt trägt mit dazu bei, dass seitens der Geschäftsführung einer Ertragspositive Geschäftsposition bereits in 2025 erwartet wird. B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Umsatzerlöse der BioEcho Life Sciences GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 um 92% von TEUR 13.651 auf TEUR 1.064 gesunken, darin enthalten sind Umsätze von TEUR 260 an verbundene Unternehmen (Vorjahr: TEUR 15,6). Damit einhergehend lag der Materialaufwand bei TEUR 681 (Vorjahr: TEUR 2.241). Neben der Veränderung der Pandemie-Regularien hat auch die damit verringerte Anwendung der PCR-Testungen dazu geführt, dass die Umsatzerlöse deutlich gesunken sind. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsätzen) stieg gegenüber der des Vorjahres aufgrund eines hohen Anteils gewährter Rabatte und einer erhöhten Materialgemeinkostenquote um 47,6% auf 64% an. Die Personalaufwendungen lagen mit TEUR 3.071 (Vorjahr: TEUR 3.724) 17,5% unter denen des Vorjahres. Der Rückgang der Personalkosten ist Ausdruck der Kosteneinsparungen aufgrund der im Jahr 2023 anhaltend schwachen Auftragslage. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.393 lagen im Jahr 2023 um TEUR 2.276 (62%) unter denen des Vorjahres (TEUR 3.669). Darin enthaltene Verkaufsprovisionen sind um 100% gesunken (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 970), Raumkosten (TEUR 277; Vorjahr: TEUR 283) konnten nur leicht eingespart werden, Werbekosten (TEUR 50; Vorjahr: TEUR 202) im Zusammenhang mit Marketing und dem Verkauf der Produkte wurden um 75% gesenkt, Beratungskosten (TEUR 220; Vorjahr: TEUR 744) sind unter anderem aufgrund verringerter Finanzierungsaktivitäten und Kosteneinsparungen um 70% gesunken; Fremdleistungen (TEUR 92; Vorjahr: TEUR 203) bestehen größtenteils aus fixen Lagerhaltungskosten sowie in Anspruch genommenen Forschungsdienstleistungen und sind gegenüber dem Vorjahr um 54% gesunken. Finanzlage Die liquiden Mittel am Ende des Geschäftsjahres (TEUR 2.762) sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 7.440) um 63% gesunken. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag einen Eigenkapitalbestand in Höhe von TEUR 10.621 (Vorjahr: TEUR 17.340). Dadurch ergibt sich eine negative Eigenkapitalrentabilität von -48% Die Reduktion der liquiden Mittel im Jahr 2023 reflektiert in erster Linie den Umsatzrückgang, doch die Liquidität bleibt ausreichend, um operative Verpflichtungen zu erfüllen. Ein besonders positiver Aspekt für die zukünftige Finanzentwicklung ist der erfolgreiche Abschluss der Investorensuche im Jahr 2024. Dieser Schritt stärkt nicht nur die Finanzbasis des Unternehmens, sondern eröffnet auch neue Chancen für BioEcho Life Sciences, die für das Unternehmen entscheidenden Marktsegmente weiter auszubauen. Vermögenlage Die Verringerung des Anlagevermögens von TEUR 3.917 auf TEUR 2.400 resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung der sich im Bau befindenden größeren Produktionsstätte auf den derzeitig noch durch Verkauf an Dritte erzielbaren Veräußerungserlös sowie der Abschreibung der ausgegebenen Darlehen an die 100-prozentige US-Tochtergesellschaft BioEcho Life Sciences, Inc. Boston, Massachusetts, welche sich als wertlos erwiesen haben. Dagegenstehend wurde zu Beginn des Jahres eine größere Produktionsmaschine angeschafft. Die Vorräte haben sich zum Stichtag mit 4.706 TEUR im Vergleich zu denen des Vorjahres (5.284 TEUR) um 11% verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 455 auf TEUR 341 gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen (BioEcho Life Sciences Inc. Boston, Massachusetts) sind im Jahr 2023 von TEUR 13 auf TEUR 161 gestiegen. Bei den restlichen Forderungen handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von weniger als 1 Jahr vom Stichtag. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist mit 96,5% (TEUR 10.621/TEUR 17.340) weiterhin hoch und ist im Vergleich zu der des Vorjahres (92,44%) leicht gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 474 auf TEUR 119 gesunken. Dies liegt im Wesentlichen am diesjährigen Entfall der Bonuszahlungen an ArbeitnehmerInnen. Die Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft (TEUR 129) sind im Vergleich zu denen des Vorjahres (TEUR 839) deutlich gesunken, was generell auf den verringerten Eingang und entsprechend geringeren Durchlauf von neuen Rechnungen für Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Zusammenfassende Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die BioEcho Life Sciences GmbH hat im Jahr 2023 ein herausforderndes Geschäftsjahr durchlaufen, in dem sich die wirtschaftliche Lage im Vergleich zu 2022 verschlechtert hat. Der drastische Rückgang der Umsätze und die schwache Auftragslage spiegeln die veränderten Marktbedingungen wider, insbesondere durch das Nachlassen der pandemiebedingten Nachfrage im Biotechnologiesektor. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen hat das Unternehmen mit entschiedenen Maßnahmen auf die Situation reagiert. Kosteneinsparungen, eine klare Fokussierung auf Effizienzsteigerungen und die Anpassung der operativen Struktur waren wichtige Schritte, um die Grundlage für eine langfristige Stabilität zu schaffen. Trotz der Verschlechterung der Ertragslage und des damit einhergehenden Rückgangs der liquiden Mittel konnte das Unternehmen durch seine hohe Eigenkapitalquote und gezielte Investitionen in Produktionskapazitäten und internationale Strukturen ein Zeichen für zukunftsorientiertes Handeln setzen. Die finanzielle Basis blieb stabil genug, um flexibel auf die Herausforderungen zu reagieren, und es wurde eine klare Ausrichtung auf strategisches Wachstum beibehalten. Ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft setzt der erfolgreiche Abschluss der Investorensuche im Jahr 2024. Dieser Schritt ermöglicht es BioEcho Life Sciences, die geschaffenen Grundlagen zu nutzen und mit zusätzlichem Kapital und Expertise neue Wachstumschancen zu erschließen. Die Weichen sind gestellt, um auf das herausfordernde Jahr 2023 mit einem kraftvollen Aufbruch in eine neue Phase der Entwicklung zu antworten. Mit einem starken Partner an der Seite und den getätigten Investitionen blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Zeichen hierfür ist unter anderem der erwirtschaftete Umsatz, welcher sich, zwar auf einem niedrigen Niveau, aber frei von Umsätzen aus dem Covidgeschäft befindet. Wurden in 2023 noch 24% des Umsatzes mit Covidprodukten erzielt, so sank dieser Wert 2024 auf annährend 5%. C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement Risikomanagement Ziel des Risikomanagements ist es, potenzielle Gefahren wie auch Chancen vorausschauend zu erkennen und proaktiv durch angebrachte Maßnahmen zu adressieren. Dieses geschieht Des Weiteren im Rahmen der durch ISO implementierten Prozesse. Chancen Im Bereich der DNA-/RNA-Aufreinigung hat die Wettbewerbslandschaft in den letzten 20-25 Jahren, im Gegensatz zu anderen Technologiebereichen der Molekularbiologie (z.B. NGS und PCR), keine nennenswerten Innovationen hervorgebracht. Die meisten Wettbewerber kompetieren über Preisstrategien und versuchen Gewinnmaximierung durch die Auslagerung von Produktions- und Marketingbereichen. Entwicklungen von innovativen Ansätzen zur Isolierung von Nukleinsäuren finden sich nicht oder kaum im kompetitiven Umfeld. Dieser die letzten Dekaden fehlende innovative Impuls im Bereich der Nukleinsäure-Extraktion wird nun von der BioEcho als Chance genutzt und wurde eindrucksvoll bereits in ihren ersten Unternehmensjahren rückblickend gewinnbringend mit den ersten Produkt-Innovationen umgesetzt. BioEcho positioniert sich hier als Vorreiter, der mit seinen innovativen Entwicklungen genau die Kundenbedürfnisse von beschleunigten Verfahren und Nachhaltigkeit bedient. Durch die Rationalisierung von Arbeitsabläufen und die Nutzung der Vorteile des revolutionären schnellen Systems bietet BioEcho den einzigartigen Vorteil, den Personalbedarf erheblich zu reduzieren und gleichzeitig schnellere Bearbeitungszeiten zu ermöglichen. Diese Effizienz- und Produktivitätssteigerung stellt einen erheblichen Vorteil, und somit einen Kaufgrund, für die Kunden der BioEcho dar. Im Zuge des Kaufs durch Admera Health und die damit einhergehende, nun verstärkt gemeinsam stattfindende Forschung und Produktentwicklung (besonders von Produkten zur Nukleinsäureaufreinigung als Vorbereitung zur Durchführung von NGS-Untersuchungen) zeigte erste, unerwartet äußerst positive, Ergebnisse. Diese werden nun sukzessive zu einem Alleinstellungsmerkmal der BioEcho Produktfamilie als Teil einer ganzheitlichen NGS-Untersuchungsstrategie zusammen mit Admera ausgebaut werden, um so ein einzigartiges Portfolio den Kunden anbieten zu können. Wesentliche Einzelrisiken Die größten Einzelrisiken der BioEcho sind Rohstoffrisiken. Trotz der Bemühungen auf der Suche nach alternativen Lieferanten sind zwei Hauptkomponenten bisher nur von jeweils einem Hersteller zu beziehen. Preisschwankungen können und konnten hier nur durch Großbestellungen sowie feste Einkaufsprognosen seitens BioEcho abgefedert werden. Aufgrund des aktuellen Rohstofflagerbestands kann einem Lieferantenausfall mittelfristig entgegengewirkt werden. Studien zur Lieferantendiversifizierung laufen aktuell, sind aber noch nicht abgeschlossen und werden u.U. noch in das Jahr 2024 hinein andauern. Allerdings gibt es bereits vielversprechende Ansätze die Lieferantenabhängigkeit mittelfristig zu beseitigen welche sich zurzeit in ausgedehnten Testungen befinden. Umfeld- und Branchenrisiken Die Life Sciences Branche zeichnet sich, vor allem in Deutschland, durch eine gewisse Inflexibilität bei der Akzeptanz und Einführung von neuen Technologien Anbietern aus. Hier ist der Markt konservativ. Dies gilt besonders für den Bereich der Hoch-Durchsatz-Anwendungen, für welchen allerdings die Vorteile der BioEcho-Technologie auch am meisten zum Vorschein kommen, da der Wechsel der Arbeitsabläufe in diesen Kundensegmenten auch einen großen Aufwand bedeutet. Neue Verfahrensweisen müssen im Hoch-Durchsatz-Markt aufs Äußerste getestet und validiert, sowie neue Arbeitsanweisungen etabliert und Roboterprogrammierungen durchgeführt werden. Der daraus entstehende lange Verkaufszyklus ist das größte Branchenrisiko, dem besonders im Kontext der notwendigen Liquidität Rechnung getragen werden muss. Liquiditätsrisiken Das Unternehmen verzeichnete bis Anfang 2022 ein erhebliches Wachstum durch den Verkauf von Produkten im Zusammenhang mit der COVID-Pandemie. Mit dem Wegfall der Testpflicht sind die Umsätze in diesem Bereich daher drastisch zurückgegangen, was im Geschäftsjahr 2022 zu einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse und Nicht-Erreichung der Umsatzziele führte. Zum 31. Dezember 2023 verfügt das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 2.761 TEUR. Das Unternehmen hat neue Produkte auf den Markt gebracht und Großkunden gewonnen, jedoch spiegeln sich diese positiven Entwicklungen aufgrund der langen Verkaufszyklen noch nicht signifikant in den Finanzzahlen wider. Wegen der Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist, hält die Unternehmensleitung die erfolgreiche Erschließung neuer Märkte mit neuen Produkten zusätzlich zu den bestehenden Märkten für die nun angezeigt beste Strategie. Des Weiteren wurden durch Re-Strukturierungsmaßnahmen (effektiv seit Januar 2023), die noch 2022 erfolgte Einstellung eines Chief Commercial Officers, die Vertriebs- und Marketingaktivitäten drastisch aus- und umgebaut sowie professionalisiert. Aufgrund besagter Verkaufszyklen wird sich die nun eingeleitete neue Strategie mit dem Fokus auf Vertriebsaktivitäten erst mit einer gewissen Verzögerung einstellen. Auch 2024 wurde weiterhin auf quartärlicher Basis an den, im Rahmen der Kapitalerhöhung implementierten Beirat, bestehend aus fünf nominierten Mitgliedern inkl. des Private Equity Investors, welcher auch Weisungs- und Genehmigungsbefugnisse erhalten hat, berichtet und die finanzielle, strategische und kommerzielle Geschäftsentwicklungen und Vorgehensweisen in Absprache mit der Geschäftsleitung abgestimmt. Das Netzwerk dieses Investors wird seitdem bei der positiven Entwicklung der BioEcho durch Kontakt-Herstellung etc. ausgiebig genutzt. Das schon Ende 2023 für 2024 absehbare Liquiditätsrisiko konnte im September/Oktober 2024 durch den Kauf der BioEcho und eine harte Patronatserklärung seitens des Käufers final ausgeschlossen werden. Mit diesem finanzstarken Mutterkonzern an der Seite kann die BioEcho Life Sciences sich nicht nur restrukturieren und repositionieren, eine Insolvenz im Rahmen dieses Prozesses konnte so ebenfalls vollends ausgeschlossen werden. Forderungsrisiken Durch eine sorgfältige Überwachung der Außenstände und eine kontinuierliche Analyse des Fälligkeitsplans mindert BioEcho das Risiko uneinbringlicher Forderungen wirksam im Rahmen seines Geschäftsbetriebs. Infolge dieser Maßnahmen schätzt das Unternehmen das Risiko von Forderungsausfällen mit moderaten oder signifikanten Auswirkungen als gering ein. Rechtliche Risiken Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist BioEcho einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit juristischen Auseinandersetzungen ausgesetzt. Derzeit ist das Unternehmen in keine Rechtsstreitigkeiten involviert. Versicherbare Risiken werden, soweit angemessen, durch branchenübliche Versicherungspolicen abgedeckt. Für Rechtsstreitigkeiten, die nicht oder nur teilweise durch Versicherungen abgedeckt sind, wurden Rückstellungen gebildet. Ein besonderes Augenmerk gilt der Frage des Patentschutzes aufgrund laufender Patenterteilungsverfahren. Diese Unwägbarkeiten sind in finanzieller Hinsicht in den Budgets für die kommenden Jahre mit eingeplant. IT-Risiken IT-Risiken können sich aus Störungen des Netzes durch die ständig zunehmenden Vernetzungen oder externen Einflüssen durch unbefugtes Eindringen in unsere Systeme entstehen. Sowohl die BioEcho Life Sciences GmbH als auch ihre Tochtergesellschaft BioEcho Life Sciences Inc. sind in das gleiche interne Unternehmensnetzwerk eingebunden. Verschiedene Sicherheits-, Zugangskontroll- und Verschlüsselungsmaßnahmen sowie kontinuierliche Backups werden sowohl vor Ort und auf den einzelnen Endgeräten implementiert. Laufende Verbesserungen, Investitionen und Mitarbeiterschulungen tragen zur Aufrechterhaltung eines hohen Standards der Sicherheit bei. Zur Abfederung von Risiken durch Cybercrime und etwaige Umsatzeinbußen wurden entsprechende, branchenübliche Versicherungsverträge eingegangen. Gesamtaussagen zum Risikomanagement Die Geschäftsführung der BioEcho Life Sciences GmbH sah sich bis zum Zeitpunkt des Kaufs durch die Admera Health einem signifikanten Liquiditätsrisiken ausgesetzt, welche die Existenz des Unternehmens in Zukunft hätte gefährden können. Aufgrund des erfolgten Kaufs, der Abgabe einer harten Patronatserklärung seitens des Käufers und der durch die Restrukturierung massiv veränderten Kostenstruktur ist das Risiko für das Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts als nicht mehr gegeben anzusehen. Auch in der Rückschau betrachtet hat die Adressierung und Akquise von Neukunden in 2023 ausgesprochen zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Die Neu-In-Markt-Bringung von Produkten in den verschiedenen Bereichen konnte erfolgreich durchgeführt werden. Allerdings zeigte das Jahr 2023 ebenfalls, dass die adressierten Hochdurchsatzkunden bei der Konvertierung und dem Wechsel auf ein neues Produkt ausführlicher Testen und Validieren. Weitaus ausführlicher als bisher von der Geschäftsleitung angenommen. Wurde noch im vergangenen Jahr von einer Test- und Validierungsphase von 3-6 Monaten ausgegangen, so sehen wir heute eher einen Zeitraum von 6-18 Monaten, bis ein Hochdurchsatzkunde ein neues Produkt bei sich im Arbeitsablauf etabliert. Hervorzuheben ist jedoch auch, dass, ist die Testung und Validierung abgeschlossen und ein neues Produkt beim Kunden etabliert, er sich als sehr loyal gegenüber dem Lieferanten erweist. Widerbestellungen laufen auf fast automatischer Basis, was besonders im Ende 2023 und am Beginn 2024 festgestellt werden konnte. Es ist weiterhin wichtig hervorzuheben, dass das Unternehmen inmitten dieser Herausforderungen (Inverkehrbringung der Corona-Testkits, Hochskalierung der Produktion, Anpassung an Kundenwünsche) eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und Adaptionsfähigkeit an die neue Marktsituation gezeigt hat. Durch eine komplette Neu-Fokussierung auf andere Marktsegmente und die Umstrukturierung der Bereiche M&S zusammen mit F&E auf Sales-Aktivitäten ab Januar 2023 hat sich die Kunden-Akquise bis zum Schreiben dieses Berichtes massiv und positiv entwickelt. Die bereits im Bericht 2022 festgestellten positiven Feedbacks haben sich in 2023 verfestigt. Derart, dass in 2023 ein zweites OEM-Agreement mit einem Downstream-Anbieter (Anbieter von Kits, welche mit der extrahierten Nukleinsäure arbeiten) geschlossen werden konnte. Die angestrebte Produktdiversifizierung kann in 2023 als abgeschlossen betrachtet werden. Hauptaugenmerk für 2023-2025 ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Produkte, Aufbau von Wissensdatenbanken und Anpassung der Produkte an spezifische Kundenanforderungen. Nach aktueller Finanzplanung und unter Berücksichtigung der, bereits zuvor Erwähnten Patronatserklärung und des Kaufs der BioEcho, kann von einer Planungssicherheit für die Geschäftsjahre 2024-2026 ausgegangen werden. Legt man ein moderates Wachstum von 5-10% per anno zu Grunde, erreicht die BioEcho unter den aktuellen Bedingungen in 2026 den Break-Even-Point. D. Prognosebericht In den Jahren 2020-2022 waren >90% der Umsätze durch Produktverkauf im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie generiert worden. Dies zeigt das Potential und den Markt-Bedarf der BioEcho-Technologie an einem konkreten, wenn auch extremen, Fall. Durch den Wegfall der Marktsituation hat sich BioEcho neu aufgestellt und konzentriert sich nun auf die Vermarktung der anderen Produkte in unterschiedlichen Biotechmärkten. Wie erwartet, hat sich, nach dem vollständigen Wegfall von Umsätzen mit Covid-Produkten, die Umsatzsituation auf niedrigem, aber stabilem Niveau in 2024 eingepegelt. Das angestrebte organische Wachstum ist eingetreten, wenn auch nicht auf dem hohen Niveau wie antizipiert. Das gesamte Marktpotential der Nukleinsäurereinigung wird, basierend auf unterschiedlichen kommerziellen Surveys, auf etwa 5 Milliarden Euro jährlich geschätzt, mit einer prognostizierten Wachstumsrate von etwa 10 % bis 2030 ("AMA Global RNA Extraction Kit Market" und "Global Nucleic Acid Isolation & Purification Market 2021-2031"). Ende Q3/2024 konnte zudem mit dem Eintritt der Admera Health LLC als neuer, alleiniger Gesellschafter das drohende Finanzrisiko abgewendet werden. Aufgrund ihrer eingegangenen Verpflichtung, gestützt durch eine harte Patronatserklärung, wird die neue, restrukturierte BioEcho unabhängig von Finanzrisiken ihre Marktdurchdringung in den kommenden Jahren ausbauen können. Hinzu kommt eine eventuelle Etablierung eines zweiten Einkommensstandbeines, indem die BioEcho als Vertreter der Admera Health LLC in Kontinentaleuropa auftreten kann. Pläne diesbezüglich werden zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts auf Geschäftsleitungsebene von Admera Health LLC und der BioEcho Life Sciences GmbH diskutiert. Für die kommenden Jahre 2025 ff. erscheint ein jährliches Wachstum von 5-30 % nicht nur realistisch, sondern auch wahrscheinlich. Dieses Ziel ist selbst mit einem reduzierten Team erreichbar - insbesondere durch die fortgesetzte Neukundengewinnung und die hohe Loyalität bestehender Kunden nach erfolgreicher Konvertierung. Letzteres ist ein charakteristisches Merkmal des Tool-Geschäfts im Bereich Life Sciences: Während der Akquisitionsprozess initial zeitintensiv ist, zeichnen sich konvertierte Kunden durch eine hohe Wiederkaufsrate aus. Nachtragsbericht Vorgänge, die nach dem Bilanzstichtag noch stattgefunden haben, sind im Anhang des Jahresabschlusses beigefügt.
Köln, den 12. Juni 2025 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren rückstellungsfähigen Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermitteltenerwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einer gesonderten Anlage zur Bilanz dargestellt. Die Restlaufzeit aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Geschäftsjahr in Höhe von 161.347,11 EUR (Vorjahr: 13.612,33 EUR). Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält mit 50.936,81 EUR (Vorjahr: 37.299,78 EUR) im Wesentlichen geleistete Zahlungen auf Rechnungen. Die sonstigen Rückstellungen bestehen maßgeblich für Urlaubsrückstellungen 60.090,39 EUR (Vorjahr: 63.887,00 EUR) sowie Bilanzerstellung- und Prüfungskosten 52.750,00 EUR (Vorjahr: 58.000,00 EUR). Alle Verbindlichkeiten haben im Geschäftsjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht gewährt. Es wurden passive latente Steuern aufgrund von unterschiedlichen Abschreibungen von Anlagevermögen im Handels- und Steuerrecht in Höhe von 43.170,00 EUR angesetzt (Vorjahr 14.769,00 EUR). Die Steuerquote für die Berechnung der latenten Steuern beträgt 32,45 %. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 821.043,72 EUR (Vorjahr: 878.325,84 EUR). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 234.205,73 EUR (Vorjahr: 141.658,05 EUR) sind Zuschüsse für Förderprojekte in Höhe von 70.962,00 EUR (Vorjahr: 60.537,10 EUR) und Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 1.850,09 EUR (Vorjahr: 1.131,73 EUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Beträge enthalten (Vorjahr: 22.331,16 EUR). Periodenfremde Erträge sind wie im Vorjahr ebenfalls nicht enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von 91.910,95 EUR enthalten, die im Rahmen der vorgenommenen Darlehensabschreibung belastet wurden. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von 851.662,13 EUR auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie in Höhe von 2.458.794,52 EUR auf Finanzanlage und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens vorgenommen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) Im Geschäftsjahr 2024 wurden sämtliche Stammeinlagen an der Gesellschaft durch die Admera Health, LLC, South Plainfield, USA, übernommen. In diesem Zusammenhang wurde die Liquidation der BioEcho Life Sciences, Inc., an der die Gesellschaft zu 100 % beteiligt ist, beschlossen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.718.981,31 EUR wird zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, den 12.06.2025
sonstige Berichtsbestandteile
Köln, den 27.06.2025 gez. Dr. Benedikt C. Bürfent gez. Sarah E. Eckenrode Ph. D. Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die BioEcho Life Sciences GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BioEcho Life Sciences GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BioEcho Life Sciences GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 12. Juni 2025 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Weissinger, Wirtschaftsprüfer Merget, Wirtschaftsprüferin |
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