Stammdaten

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Amtsgericht Iserlohn HRB 2029
Vorher
Drugis GmbHMedico GmbH
Eingetragen
23.1.1997
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Der Vertrieb, die Vermarktung und Pflege von eigenen Zulassungs-, Marken sowie Vertriebs- und Lizenzrechten im Inland. Dies beinhaltet den Vertrieb und die Vermarktung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen jeglicher Art einschließlich der dazugehörigen Umhüllungen und Verpackungen. Der Leistungsumfang umfasst auch die Vergabe von Rechten an Vertriebspartner, die eigenverantwortlich als pharmazeutischer Unternehmer die Erzeugnisse mit entsprechenden Marketing- und Vertriebsmaßnahmen in Verkehr bringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG

Iserlohn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Amtsgericht Iserlohn, HRA 1037

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Wirtschaftsbericht

1.1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1.1. Entwicklung der Weltwirtschaft

Nach einem starken Weltwirtschaftswachstum von 6,2% im Jahr 2021 in Folge von größtenteils überwundenen negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie konnte der globale Handel im Berichtsjahr 2022 erneut um 5,6% zulegen. In der Bundesrepublik Deutschland kann das Wirtschaftswachstum mit 1,9% trotz der verfehlten ursprünglich gesetzten Prognose von 2,6% als solide bezeichnet werden.

Wesentlicher Faktor für die nach unten abweichende Entwicklung stellt der russische Angriffskrieg in der Ukraine dar. Die damit einhergehenden geopolitischen Unsicherheiten trübten den eingeschlagenen, starken Wachstumspfad und strahlen bis in das Jahr 2023 hinein. Die noch anfangs 2022 bestehende hohe Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern aus Russland befeuerte die Energiekosten und sorgte für eine durchschnittliche Inflationsrate von 7,9% gegenüber dem Vorjahr. Infolgedessen stellte die Bundesregierung drei Entlastungspakete in Höhe von 95 Milliarden Euro und einen Abwehrschirm für die Wirtschaft in Höhe von 200 Milliarden Euro zu Verfügung.

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich auch deshalb so robust, da der private Konsum die Konjunktur stützte. Die Wachstumsrate von 4,6% gegenüber dem Vorjahr wurde dabei von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen erbracht.

Wichtigster Handelspartner war mit einem Volumen von 298,6 Milliarden Euro erneut die Volksrepublik China. Auf den Rängen zwei und drei folgten die Vereinigten Staaten mit einem Handelsvolumen von 248,2 Milliarden Euro und die Niederlande mit einem Volumen von 230,7 Milliarden Euro. Wichtigstes Abnehmerland bleiben die USA mit exportierten Gütern im Wert von 156,2 Milliarden Euro gefolgt von Frankreich (116 Milliarden Euro) und den Niederlanden (110,7 Milliarden Euro). Nach Deutschland wurden die meisten Waren aus China (191,8 Milliarden Euro), den Niederlanden (120,0 Milliarden Euro) und den USA (92,0 Milliarden Euro) importiert.

(Quellen: Statista, Statistisches Bundesamt, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, IMF)

1.1.2. Entwicklung des Pharmamarktes

Der Umsatz im gesamten Arzneimittelmarkt (Klinik und Apotheke) stieg im Kalenderjahr 2022 um 5,4% auf insgesamt 56,5 Milliarden Euro. Der Absatz stieg um 2,3% auf insgesamt 102 Milliarden abgegebene Zähleinheiten (Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.). Während das Absatzwachstum etwa gleichstark im Klinik- und Apothekenmarkt verteilt ist, konnte im Apothekenmarkt ein vergleichsweise höheres Umsatzwachstum verzeichnet werden.

Nach Rückgängen der Umsatzentwicklung des Apothekensegmentes in den ersten drei Monaten konnte im zweiten Quartal zwischenzeitlich das höchste Umsatzwachstum erzielt werden, ehe es im gleichen Zeitraum wieder abfällt und unter das Niveau des ersten Quartals fällt. Das stetige Auf und Ab setzt sich in den folgenden Monaten fort. Gleiches gilt mit noch stärker ausgeprägten Hochs und Tiefs für den Klinikmarkt. Dieser erreicht nach schwachem Umsatzwachstum in den ersten Monaten des Jahres im August seinen Höhepunkt mit einem Plus von 13%. Das restliche Jahr ist jedoch durch kaum vorhandenes Umsatz- Absatzwachstum gekennzeichnet. Der Tiefpunkt wird im Oktober erreicht. Hier wird ein Absatzwachstum von -5,6% verzeichnet. Der Apothekenmarkt verzeichnet im Berichtsjahr 2022 ein Umsatzwachstum von 5,5%. Abgesetzt wurden knapp 1,8 Milliarden Packungen (+8,1%) im Wert von 46,6 Milliarden Euro. Mit einem Volumen von 40,3 Milliarden Euro (+5%) stellten die rezeptpflichtigen Arzneimittel den Großteil des gesamten erwirtschafteten Umsatzes dar. Die übrigen 6,3 Milliarden Euro (+7%) entfielen auf die rezeptfreien Arzneimittel. Erneut hohe Wachstumsraten konnten zudem im Bereich des Versandhandelsmarktes erzielt werden. Dieser legte gegenüber dem Vorjahr um 9,5% im Umsatz (rund 3,1 Milliarden Euro) und 12% im Absatz (272 Millionen Packungen) zu.

Die Arzneimittelausgaben abzüglich Abschlägen und Rabatten im GKV-Markt beliefen sich 2022 auf rund 50 Milliarden Euro. Die von den Herstellern zu gewährenden Zwangsabschläge und Rabatte belaufen sich dabei auf 7,6 Milliarden Euro (+17%).

1.2. Überblick über den Geschäftsverlauf

Die Entwicklung des MEDICE-Konzerns war auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr erneut erfolgreich. Die erzielten Umsatzerlöse lagen national auf Plan und leicht über Vorjahr, international sowohl über Plan als auch über Vorjahr. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz im zweistelligen Prozentbereich (15,4%) gegenüber dem Vorjahr. Die Überschreitung der Vorjahresplanung hat ihre Ursachen besonders in der stärker als antizipierten Erholung der Märkte sowohl im Inland als auch im Ausland.

Durch partielle Preisanpassungen auf der Verkaufs- und Kostendisziplin auf der Einkaufsseite lag der Rohertrag relativ und absolut deutlich über der Vorperiode. Der mit der zunehmenden Komplexität des Geschäftes einhergehende Personalaufbau im In- und Ausland konnte im planerischen Rahmen gehalten werden.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich insbesondere aus Vermarktungs- und Anlaufkosten in Schweden und Großbritannien sowie höherer Marketing- und Vertriebskosten.

Das EBIT konnte dadurch um 27,6 Mio. € ggü. Vorjahr auf 61,9 Mio. € wachsen.

Der Aufbau des Working Capital folgt im Wesentlichen dem Umsatzanstieg. Investitionen in das Sach- (8,7 Mio. €) und Finanzanlagevermögen (16,5 Mio. €) wurden durch Fremd- und Eigenfinanzierung dargestellt.

1.3. Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 liegt der Umsatz, den wir als wesentlichen finanziellen Leistungsindikator zur Messung des Unternehmenserfolgs nutzen, in Höhe von 312,4 Mio. € um 41,6 Mio. € über Vorjahresniveau.

Unser PCC (Primary and Consumer Care inkl. OTC) -

Bereich konnte sowohl Plan als auch Vorjahr deutlich übertreffen. Trotz der im Vorjahr hohen erlösten Umsätze durch die Medicovid-Tests, die in diesem Jahr eine eher untergeordnete Rolle spielten, performte der nationale Bereich auf Planniveau und über Vorjahr. Auch die Produkte der Schaper & Brümmer GmbH & Co. KG, deren Integration, insbesondere in den Bereichen Vertrieb und Marketing, erfolgreich abgeschlossen ist, zeigten ebenfalls eine verbesserte Performance. Trotz des schwachen Erkältungsmarktes im Frühjahr konnte das Segment im vierten Quartal deutlich über dem coronabedingten schlechten Vorjahr abschließen. Im internationalen Bereich ist unser Erkältungssegment, insbesondere in Osteuropa, erfolgreich gewesen.

Der Nephrologie-Bereich konnte den ambitionierten Plan nicht ganz erreichen und schloss auf Vorjahresniveau ab. In Deutschland konnten wir unseren Plan erreichen und das Vorjahresniveau leicht übertreffen. International konnten wir durch die wirtschaftliche Lage in der Türkei nicht den geplanten Absatz erzielen.

Der Umsatz im Bereich ADHS konnte ggü. dem Vorjahr ein solides Wachstum aufweisen. In Deutschland konnten wir das Vorjahresniveau halten und waren auf Planniveau.

Im internationalen Geschäft konnte der Umsatz erneut deutlich gesteigert werden, unter anderem dank der Neugründung unserer Tochtergesellschaft in Schweden. Wir verfolgen konsequent die strategische Ausrichtung dort, wo erfolgsversprechend, eigene Vertriebs- und Marketingstrukturen aufzubauen.

Das Rohergebnis in Höhe von 244,5 Mio. € liegt um 58,1 Mio. € (+31,2%) über Vorjahresniveau.

Die Expansion des Unternehmens spiegelt sich auch in der Mitarbeiterentwicklung nieder, so dass der Personalaufwand erwartungsgemäß gestiegen ist (+19,0%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 87,1 Mio. € deutlich über Vorjahr (+19,9%).

Diese Entwicklungen führen dazu, dass wir in 2022 ein Betriebsergebnis in Höhe von 61,9 Mio. € ausweisen können. Dieses liegt um 27,6 Mio. € über Vorjahresniveau.

Die Zunahme der Finanzanlagen um 9,4 Mio. € dient der Erschließung neuer Produkte und neuartiger Dienstleistungen im Wege der Beteiligungsinvestition über Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Titel. Während diese Zahlungen aus Eigenmitteln dargestellt wurden, sind die bestehenden Kreditverpflichtungen per Saldo planmäßig getilgt worden.

Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Jahresanfang um 4,9 Mio. € gestiegen und befindet sich im geplanten Bereich. Dies ist insbesondere auf eine strategische Bevorratung zurückzuführen, um auch bei angeschlagenen Lieferketten produktionsfähig zu bleiben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen proportional zu der Entwicklung der Umsatzerlöse um 5,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr.

Die Zunahme des Finanzmittelbestandes (16,7 Mio. €) ist im Wesentlichen aus laufendem Geschäft generiert worden.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2022 betrug 267,6 Mio. €. Davon entfallen auf Eigenkapital 142,6 Mio. € und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6,3 Mio. €. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 53,3 %.

II. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

2.1. Prognosebericht

MEDICE folgt weiterhin dem eingeschlagenen Wachstumspfad auf Basis einer voranschreitenden Internationalisierung sowie dem Ausbau des eigenen Produkt-Portfolios. Dieser Strategie folgt sowohl der Erwerb der Mehrheitsanteile der Schaper & Brümmer GmbH & Co. KG in Salzgitter im Jahr 2021, um das Portfolio um den Bereich der Phytotherapeutika zu erweitern, als auch die Erhöhung unserer Beteiligung an der Theralution GmbH auf 51% Anfang 2023. Um der steigenden Komplexität unserer Produkte und Dienstleistungen fortlaufend Rechnung zu tragen, gründeten wir Anfang 2023 mit unserer Tochter Medigital GmbH eine eigene Einheit zur Steuerung unserer digitalen Initiativen im Gesundheitsbereich.

International werden wir weiter unser Geschäft durch den Aufbau von Repräsentationsbüros und Tochtergesellschaften ausbauen und neue Märkte in Zusammenarbeit mit neuen Partnern erschließen.

Die schwer planbare Entwicklung der Märkte im Bereich PCC (z. B. Ausprägung von saisonalen Bedingungen, Kaufkraftentwicklung bzw. Kaufbereitschaft von Konsumenten) führt zu möglichweise schwankenden Umsatzentwicklungen. Im Bereich RX kann die Entwicklung im gesundheitspolitischen Umfeld ebenfalls die Absatzentwicklung treffen.

Der Ukraine-Konflikt und die daraus resultierenden Auswirkungen werden systematisch gemonitort. Dies nicht nur auf Nachfrageseite, sondern auch im Hinblick auf alle anderen relevanten Bereiche wie z. B. Beschaffung, Produktion und Auslieferung/Logistik. Mit besonderem Augenmerk verfolgen wir die Preisentwicklungen auf den Beschaffungsmärkten und schätzen die Auswirkungen auf die Kostenstruktur des Unternehmens ab. Dies gilt im Besonderen auch bei der Beschaffung von Strom und Gas. Hier konnten wir mit unseren Zulieferern frühzeitig Kontingente für das gesamte Jahr 2023 sichern. Ziel ist es, mögliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Neben der organisatorischen Weiterentwicklung der Gruppe investieren wir konzernweit in die Werksinfrastruktur, insbesondere in die Erweiterung und Modernisierung unserer Fertigung, um die Basis für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu bilden.

Hinzu kommen Standards für Qualitätssysteme, Umweltschutz und Arbeitssicherheit, die bei MEDICE in einem integrierten Managementsystem kontrolliert werden. Neue oder geänderte gesetzliche Anforderungen und Standards werden im Rahmen bereichsübergreifender Projekte umgesetzt und in das System integriert.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023 bei einem Anstieg der Umsatzerlöse im oberen einstelligen Prozentbereich eine Verringerung des EBIT im unteren einstelligen Prozentbereich. Diese Entwicklung ist insbesondere auf Markterschließungskosten zurückzuführen.

2.2. Chancen- und Risikobericht

2.2.1. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung

Die MEDICE-Gruppe geht weiterhin den Weg der konsequenten Erweiterung und Optimierung des Produktportfolios (Arzneimittel und digitale Produkte), Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, der Erweiterung der Produktion sowie den Ausbau bestehender Marken im In- und insbesondere im Ausland.

MEDICE unterliegt den branchenspezifischen Geschäftsrisiken der Pharmaindustrie. Die Marktsegmente, in denen MEDICE tätig ist, sind geprägt durch intensiven Wettbewerb, hohe Preissensibilität, durch staatliche Erstattungssysteme induzierten Preisdruck sowie sich verändernde regulatorische Rahmenbedingungen. Änderungen in diesem Umfeld können sich auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken. Dies gilt sowohl für das Inland als auch das Ausland. Darüber hinaus ist der Erfolg von Teilen des Portfolios von MEDICE abhängig von Saisonverläufen wie z. B. der Intensität der Erkältungswelle im Winter.

MEDICE verfolgt konsequent die Ausweitung der internationalen Präsenz, u. a. durch Gründung von Tochtergesellschaften im Ausland sowie durch Kooperationen mit etablierten lokalen Partnern. Dies birgt die Chance, in noch nicht erschlossenen Märkten zusätzliche Wachstumspotentiale zu realisieren, bringt jedoch auch inhärente Risiken mit sich, die wir durch flankierende Maßnahmen adressieren.

Ausgehend von den oben dargestellten Prognosen überwachen wir im Wesentlichen folgende Chancen und Risiken, die einen Einfluss auf unsere Prognosen nehmen können.

Durch die Hygienemaßnahmen während der Coronapandemie mussten wir einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen der Erkältungs- und Hustenmedikamente verzeichnen. Zwar kehrte sich dieser Effekt mit dem Ende der Maßnahmen deutlich um, jedoch hängt der Absatz der Produkte erkennbar vom saisonalen Verlauf der Erkrankungen ab. Ein Ausbleiben oder milder Verlauf weiterer Infektionswellen würde sich negativ auf die Prognose auswirken.

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren ist zudem stark vom Produktmix abhängig. Der verkaufte Produktmix wird wiederum durch die Beratungsgespräche bei Apothekern und Ärzten beeinflusst. Je nach strategischer Ausrichtung wird die Intensität der Beratung sowie die Zielgruppe verändert. Hierin besteht ein Risiko, dass umsatz- und margenstarke Produkte zugunsten meist neuer, beratungsintensiver Produkte in den Hintergrund geraten und sich weniger stark im abverkauften Produktmix niederschlagen.

Nach Ablauf des Patentschutzes unserer Arzneimittel treten regelmäßig Generika anderer Hersteller in Konkurrenz zu unseren Produkten. Für das Jahr 2023 gehen wir derzeit davon aus, dass eines unserer Produkte in einem lokalen Markt hiervon betroffen sein wird. Die Auswirkung auf die prognostizierten Werte liegt bei deutlich unter einem Prozent.

Letztlich unterliegen unsere Produkte strengen Regulierungen und müssen mit ihren Gehaltsangaben diverse Akzeptanzkriterien einhalten. Gerade im pflanzlichen Arzneimittelbereich der Phytopharmaka ist die Einhaltung der Spezifikationen von natürlichen Prozessen abhängig, die von der Qualität und Stabilität der zugekauften Inhaltsstoffe abhängt. Liegen die Messergebnisse außerhalb des Akzeptanzbereiches (Out-of-specification-Ergebnisse, OOS), dürfen die konkreten Produkte nicht mehr vertrieben werden und gegebenenfalls muss die Rezeptur angepasst werden. Wir sind derzeit mit einer Charge eines Produktes von einem solchen Ergebnis betroffen. Die Analysen zur Messung laufen noch. Die betroffenen Produkte wurden im Jahresabschluss abgewertet und im Jahr 2023 vernichtet. Eine Änderung der Rezeptur könnte sich ebenfalls mit unter einem Prozent auf die Prognose auswirken.

Demgegenüber sind diverse Effekte, die sich für uns positiv auswirken können, nicht in der Prognose enthalten.

Ein stärkerer Verlauf der Infektionswellen sowie ein Anstieg des Marktanteils unserer Produkte hätte einen unmittelbaren, positiven Effekt. Derzeit ist unklar, wie lange die derzeitige Grippewelle anhalten wird. Aufgrund der durch die Hygienemaßnahmen geschwächten Immunsysteme zeigt sich derzeit eine untypisch langanhaltende Grippewelle, die unsere Absatzzahlen stärkt.

So wie unsere Produkte sind auch die Produkte der Wettbewerber von OOS-Ergebnissen und sonstigen Verstößen gegen Regularien betroffen. Etwaige Maßnahmen gegen die Produkte der Wettbewerber können den Marktanteil unserer Produkte erhöhen.

Zudem erweitern wir die Produktpaletten in den internationalen Märkten stetig und konzentrieren unsere Vertriebstätigkeiten zumeist auf gezielte Markteinführungen. Die Umsatz- und EBIT-Effekte dieser Markteinführungen planen wir in der Regel konservativ. Bei positiv verlaufenden Markteinführungen entstehen gewisse Chancen, die Prognosewerte zu überschreiten. Dieser Effekt erhöht sich, wenn die mit unseren Produkten behandelten Krankheiten in einzelnen Märkten erst neu in die lokalen Klassifikationssysteme anerkannter Krankheiten aufgenommen werden.

Wir sehen uns den Risiken eines sehr volatilen und aktuell schwer vorhersehbaren Marktes gut gegenübergestellt und sind für die Risiken sensibilisiert, um die Chancen nutzen zu können.

2.2.2. Risikomanagement

Durch den Aufbau einer internen Konzernrevision werden Prozesse systematisch kontrolliert und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Dabei werden Abläufe, Dokumentationen, Systeme und resultierende Ergebnisse mit internen und gesetzlichen Anforderungen auf Konformität verglichen und Soll-/Ist-Abweichungen erstellt.

Die Einführung eines Compliance-Boards sorgt für weitere Überprüfung der Einhaltung von Normen und Gesetzen.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko:

Aufgrund der getroffenen risikominimierenden Maßnahmen (tägliche zentrale Steuerung des Cash Managements) schätzen wir daher die Eintrittswahrscheinlichkeit von Beeinträchtigungen durch Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken als gering.

Kreditrisiken:

Wir minimieren Delkredererisiken durch regelmäßige Bonitätsprüfungen, angepasste Zahlungsbedingungen, Vorauskasse, Kreditausfallversicherungen oder Akkreditiven.

Fremdwährungsrisiken:

Dem Fremdwährungsrisiko, wird mit einer FX-Strategie begegnet. Zur Absicherung werden klassische Devisentermingeschäfte eingesetzt.

Sanktionsrisiko:

Über eine Datenbank werden die Geschäftspartner regelmäßig gegen Sanktionslisten abgeglichen, um Sanktionsverstöße zu verhindern.

Branchenrisiken:

MEDICE unterliegt den branchenspezifischen Geschäftsrisiken der Pharmaindustrie und ist in Marktsegmenten tätig, die u. a. durch intensiven Wettbewerb, hohe Preissensibilität, durch staatliche Erstattungssysteme induzierten Preisdruck sowie sich verändernde nationale und internationale regulatorische Rahmenbedingungen geprägt sind. Mit Hilfe eines Teams von Spezialisten versucht MEDICE, jeweilige staatliche Regulierungen zu antizipieren und somit möglichst die Auswirkungen von Preissenkungen, Festbetragsanpassungen oder Rabattverträgen bereits in den Planungen zu berücksichtigen. Durch die intensive Vernetzung mit Branchenverbänden stellen wir sicher, frühzeitig über zukünftige Entwicklungen der Pharmabranche informiert zu sein und diese mitgestalten zu können.

Beschaffungsrisiken:

Risiken ergeben sich grundsätzlich aus Rohstoffpreisentwicklungen und Versorgungsengpässen an den Beschaffungsmärkten. Durch die Energiepreisentwicklung angetrieben, konnten wir uns in 2022 mit Energieeinkäufen für 2023 eindecken und damit eine Versorgungs- und Preissicherheit erreichen. Es wurde ein Risikomanagement im Pharmaeinkauf etabliert, um geeignete Maßnahmen zur Absicherung der Versorgungssicherheit für API und Hilfsstoffe einzuleiten. Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit unserer Produkte wurden für strategisch wichtige Artikel Sicherheitsbestände aufgebaut bzw. temporär erhöht. Unabhängig davon wird für wichtige Artikelgruppen eine second source Strategie bei der Beschaffung weiterhin verfolgt.

Produktrisiken:

MEDICE hat ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem (QMS) etabliert, das alle gesetzlichen und behördlichen Anforderungen sowie die international erforderlichen Vorgaben in Bezug auf Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit erfüllt. Das QMS der MEDICE orientiert sich an den Normen der ISO 9001-Reihe sowie der ISO 13485 bezüglich unserer Medizinprodukte.

Die erforderlichen GxP Standards (Good Clinical Practice (GCP), Good Pharmacovigilance Practice (GVP), Good Distribution Practice (GDP) und Good Manufacturing Practice (GMP)) werden eingehalten.

Somit wird eine gleichbleibend hohe Qualität unserer Produkte und eine lückenlose Dokumentation aller Aktivitäten vom Wareneingang des Ausgangsstoffes bis zur Endkontrolle des Fertigproduktes gewährleistet.

 

Iserlohn, den 14.04.2023

gez. Dr. Katja Pütter-Ammer

gez. Dr. Dr. Richard Ammer

gez. Dr. Uwe Baumann

gez. Eric Neyret

Konzernbilanz zum 31.12.2022

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.418.630,76 48.776.658,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.046.406,63 1.171.975,43
3. Geleistete Anzahlungen 2.802.210,00 3.368.017,38
  46.267.247,39 53.316.651,02
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.223.315,65 45.888.690,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.703.279,82 8.406.288,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.953.097,57 3.588.025,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.335.847,58 3.123.535,42
  63.215.540,62 61.006.540,72
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110.000,00 110.000,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.064.308,10 3.922.284,84
3. Beteiligungen 5.435.494,32 373.801,58
4. sonstige Ausleihungen 22.451.491,08 15.243.201,96
  29.061.293,50 19.649.288,38
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.790.905,36 8.951.185,04
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.294.518,06 8.451.998,80
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 27.282.348,00 28.209.575,68
4. Anzahlungen auf Vorräte 134.036,23 0,00
  50.501.807,65 45.612.759,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.967.734,51 26.089.904,73
2. Sonstige Vermögensgegenstände 6.213.229,52 6.267.699,42
  38.180.964,03 32.357.604,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 39.291.316,74 22.519.419,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.041.736,01 1.174.077,86
  267.559.905,94 235.636.341,79

PASSIVA

   
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital    
I. Komplementärkapital 7.467.958,23 5.994.121,32
II. Kommanditkapital 101.099.343,10 72.242.973,72
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.983.301,39 -72.949,89
IV. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 32.026.643,03 33.022.720,42
davon für Gesellschafter des Mutterunternehmens: EUR 10.959.380,31 (VJ.: EUR 10.499.033,33)    
  142.577.245,75 111.186.865,57
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 5.462.952,86 6.023.280,70
2. Steuerrückstellungen 4.162.614,85 2.048.255,76
3. Sonstige Rückstellungen 18.717.626,06 23.840.224,11
  28.343.193,77 31.911.760,57
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 65.689.971,35 66.940.004,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 5.204.895,94 (VJ.: EUR 8.711.166,57)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.878.256,74 16.654.765,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.906,94 65.996,98
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.351.650,88 2.469.153,12
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.128.525,70 3.270.226,44
davon aus Steuern: EUR 1.711.964,83 (VJ.: EUR 1.611.801,16) 94.117.311,61 89.400.146,44
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 17.235,81 (VJ.: EUR 23.072,53)    
D. Rechnungsabgrenzungsposten 103.116,21 21.306,39
E. Passive latente Steuern 2.419.038,60 3.116.262,82
  267.559.905,94 235.636.341,79

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 312.438.539,05 270.848.494,70
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -334.960,51 -5.432.583,63
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 9.473,36 9.219,12
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.494.928,45 2.681.691,12
davon aus Währungsumrechnung: TEUR 1.481 (Vj. TEUR 1.105)    
  318.607.980,35 268.106.821,32
5. Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -74.133.058,05 -81.745.207,65
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -67.613.728,53 -56.189.332,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -11.688.372,65 -10.474.734,46
davon für Altersversorgung: TEUR -799 (Vj. TEUR -1.293)    
  -79.302.101,18 -66.664.067,06
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.947.129,58 -12.645.935,85
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -87.091.631,92 -72.613.902,55
davon aus Währungsumrechnung: TEUR -1.778 (Vj. TEUR -608)    
9. Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen -906.966,28 1.177.850,71
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 722.922,82 391.724,54
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -4.170.672,63 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.365.543,08 -2.323.113,24
davon an Gesellschafter: TEUR -1.122 (Vj. TEUR -1.039)    
davon aus Aufzinsung: TEUR -161 (Vj. TEUR -364)    
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11.147.510,54 -6.533.329,62
davon latente Steuern: TEUR 696 (Vj. TEUR 748)    
14. Ergebnis nach Steuern 44.266.289,91 27.150.840,60
15. Sonstige Steuern -205.388,30 -124.293,75
16. Konzern-Jahresüberschuss 44.060.901,61 27.026.546,85
17. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 996.077,39 1.847.510,97
18. Dem Mutterunternehmen zustehender Anteil 45.056.979,00 28.874.057,82
19. Gutschrift auf den Darlehenskonten der Gesellschafter -34.250.068,48 -23.747.435,49
20. Zuweisung zum Komplementärkapital -15.000,00 -15.000,00
21. Zuweisung zum Kommanditkapital -10.791.910,52 -5.111.622,33
22. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31.12.2022

2022
TEUR
2021
TEUR
Periodenergebnis 44.060,9 27.026,5
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 20.117,8 12.645,9
+/- Zunahme/Abnahme der Pensionsrückstellungen -560,3 202,5
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge aus der Equity-Bewertung 943,0 2.184,6
= Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit 64.561,4 42.059,5
+/- Zunahme/Abnahme der übrigen Rückstellungen -5.122,6 1.919,0
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 412,0 1.423,0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) -10.580,1 7.781,9
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 2.166,5 565,7
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.642,6 1.931,4
+/- Ertragsteueraufwand/Ertragsteuerertrag 11.147,5 6.533,3
-/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen -9.730,4 -7.722,2
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 54.497,0 54.491,7
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 18,2 636,6
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.723,4 -9.006,5
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.561,1 -3.147,0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -14.879,0 -16.683,6
- Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0,0 -37.638,2
+ Erhaltene Zinsen 0,2 0,0
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -26.145,1 -65.838,7
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0,0 0,0
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -9.288,5 -21.442,2
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 7.500,0 83.500,0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -6.839,5 -39.200,2
+ Einzahlung aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 39,3 0,0
- Gezahlte Zinsen -1.081,6 -1.340,1
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -9.670,3 21.517,5
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 18.681,6 10.170,4
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 0,0 7.171,3
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,0 0,0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.608,5 3.266,8
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 39.290,1 20.608,5
+ Zahlungsmittel 39.291,3 22.519,4
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -1,2 -1.910,9
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode 39.290,1 20.608,5

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Kapitalanteile
Komplemen- tärkapital
EUR
Kommanditkapital
EUR
Summe
EUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Summe
EUR
Stand 01.01.2021 5.531.672,17 65.677.401,79 71.209.073,96 -65.674,18 71.143.399,78
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 447.449,15 1.453.949,60 1.901.398,75 0,00 1.901.398,75
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten im Fremdkapital 0,00 -23.747.435,49 -23.747.435,49 0,00 -23.747.435,49
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -7.275,71 -7.275,71
Umbuchung der auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Vorjahresergebnisse 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 15.000,00 28.859.057,82 28.874.057,82 0,00 28.874.057,82
Stand 31.12.2021 5.994.121,32 72.242.973,72 78.237.095,04 -72.949,89 78.164.145,15
Stand 01.01.2022 5.994.121,32 72.242.973,72 78.237.095,04 -72.949,89 78.164.145,15
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 1.458.836,91 19.446.917,16 20.905.754,07 0,00 20.905.754,07
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten im Fremdkapital 0,00 -34.250.068,48 -34.250.068,48 0,00 -34.250.068,48
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 2.056.251,28 2.056.251,28
Umbuchung der auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Vorjahresergebnisse 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 -1.382.458,30 -1.382.458,30 0,00 -1.382.458,30
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 15.000,00 45.041.979,00 45.056.979,00 0,00 45.056.979,00
Stand 31.12.2022 7.467.958,23 101.099.343,10 108.567.301,33 1.983.301,39 110.550.602,72
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste
EUR
Summe
EUR
EUR
Stand 01.01.2021 10.018.881,27 169.315,84 10.188.197,11 81.331.596,89
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 24.682.034,28 0,00 24.682.034,28 26.583.433,03
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 -23.747.435,49
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -7.275,71
Umbuchung der auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Vorjahresergebnisse 169.315,84 -169.315,84 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 -1.847.510,97 -1.847.510,97 27.026.546,85
Stand 31.12.2021 34.870.231,39 -1.847.510,97 33.022.720,42 111.186.865,57
Stand 01.01.2022 34.870.231,39 -1.847.510,97 33.022.720,42 111.186.865,57
Erhöhung/Herabsetzung der Kapitalanteile 0,00 0,00 0,00 20.905.754,07
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 -34.250.068,48
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 2.056.251,28
Umbuchung der auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Vorjahresergebnisse -1.847.510,97 1.847.510,97 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 -1.382.458,30
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 -996.077,39 -996.077,39 44.060.901,61
Stand 31.12.2022 33.022.720,42 -996.077,39 32.026.643,03 142.577.245,75

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Das Mutterunternehmen des Konzerns, die MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, hat seinen Sitz in Iserlohn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Iserlohn HRA 1037.

Der Konzernabschluss der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wurden im Geschäftsjahr grundsätzlich unverändert angewendet.

II. Konsolidierungskreis und befreiender Konzernabschluss

Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Unternehmen, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden kann:

Name Sitz Anteil am Kapital
- MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG Iserlohn Mutterunternehmen
- Schaper & Brümmer GmbH & Co. KG Salzgitter 60 %
- Medice Pharma GmbH & Co. KG Iserlohn 100 %
- Salmon Pharma GmbH Basel, Schweiz 100 %
- Humantis GmbH Iserlohn 100 %
- Dentosafe Dentalforschungs- und Vertriebsgesellschaft mbH Iserlohn 100 %
- Medice Arzneimittel GmbH Hallein, Österreich 100 %
- Medice B.V. Leiderdorp, Niederlande 100 %
- Medice Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Iserlohn 100 %
- 2. Medice Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Iserlohn 100 %
- Medice Nordic Denmark ApS Storgade, Dänemark 100 %
- Medice Nordic Norway AS Fredrikstad, Norwegen 100 %
- Medice Nordic Sweden AB Solna, Schweden 100 %
- OOO Medice Moskau, Russland 100 %
- Medice UK, Ltd. London, Großbritannien 100 %
- Pejo Iserlohn Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG Iserlohn 0 %

Die Salmon Pharma GmbH hält 11,3 % der Anteile an der Vallon Pharmaceuticals Inc., Philadelphia, USA. Als assoziiertes Unternehmen wird somit die Vallon Pharmaceuticals Inc., Philadelphia, USA, nach der Equity Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der in den Vorjahren enthaltene Firmenwert wurde im Geschäftsjahr aufgrund des gesunkenen Börsenkurses der Beteiligungsgesellschaft vollständig abgeschrieben.

Als Zweckgesellschaft wird die Pejo Iserlohn Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG konsolidiert.

Es handelt sich dabei um die Grundstücksgesellschaft einer steuerlichen Betriebsaufspaltung mit der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG.

Die Medice Hellas A. E. wurde zum 01.01.2020 in entsprechender Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB i. V. m. DRS 23.178 entkonsolidiert. Die Gesellschaft befindet sich in der Auflösung.

Die Schaper Verwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter, wurde unter Anwendung der Erleichterungs- möglichkeit des § 296 Abs. 2 HGB zum 31.12.2022 nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss hat für die Offenlegungspflichten der Humantis GmbH, der Dentosafe GmbH, Medice Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung und der 2. Medice Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung befreiende Wirkung gem. § 264 Abs. 3 HGB und gem. § 264b HGB für die Medice Pharma GmbH & Co. KG sowie für die MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, die Pejo Iserlohn Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG und die Schaper & Brümmer GmbH & Co. KG als Personenhandelsgesellschaften i. S. v. § 264a HGB.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt als Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F.) zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Ab dem 01.01.2010 wird die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HGB) angewandt.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen erfolgsneutral gegeneinander aufgerechnet.

Entsprechend § 304 Abs. 1 HGB wurden in den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens, die auf Lieferungen zwischen dem Mutterunternehmen und Tochtergesellschaften beruhen, mit den Beträgen angesetzt, zu denen sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden.

Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet (§ 305 HGB).

Sofern die Konsolidierungsmaßnahmen zu Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten führen und diese Differenzen sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden, wurden latente Steuern berücksichtigt (§ 306 HGB).

Für die nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen wurde ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile anderer Gesellschafter gebildet, welcher innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen wird (§ 307 HGB). Soweit sich diese Anteile im Eigentum der Gesellschafter des Mutterunternehmens befinden, wird dies in der Bilanz gesondert vermerkt.

IV. Bilanzierung und Bewertung

Die Jahresabschlüsse sämtlicher einbezogener Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Sofern die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von diesen Grundsätzen abweichen, werden bei wesentlichen Abweichungen Anpassungen vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Für Firmenwerte aus Zugängen vor 2010 wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren unterstellt. Diese ist abgeleitet aus den erwarteten Produktlebenszyklen der enthaltenen Produktgruppen. Firmenwerte aus späteren Zugängen werden gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 HGB über zehn Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Vorräte sind zu den handelsrechtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Erkennbaren Ausfallrisiken im Forderungsbestand wird durch Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Durch die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde das Konzernergebnis um die aus Konzernsicht nicht realisierten Erfolgsbeiträge korrigiert, die in der Einzel-Gewinn- und Verlustrechnung des Mutterunternehmens enthalten sind.

Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung künftiger Lohn-, Gehalts- und Rentenentwicklungen sowie der Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen 10 Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren bewertet. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelten Bilanzwerten liegt unter Verwendung der Sterbetafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck ein Rechnungszins von 1,78 % p. a. zugrunde. Der Zinssatz wird gemäß § 253 Abs. 6 HGB für Bilanzstichtage nach dem 31.12.2015 aus dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre berechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Zinssatzänderung beträgt zum 31.12.2022 TEUR 181,2.

Die Zuführung zum 01.01.2010 aufgrund der geänderten Bewertung durch das BilMoG beträgt für die Gesellschaft insgesamt TEUR 18,6, davon wurde im Berichtsjahr 1/15 (TEUR 1,2) zugeführt. Aufgrund der geänderten Bewertung durch das BilMoG verbleibt zum Bilanzstichtag ein Betrag in Höhe von TEUR 2,5, welcher in den Folgejahren weiter ratierlich angesammelt wird.

Die Pensionsrückstellungen, deren Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag TEUR 5.523,3 beträgt, wurden mit dem Planvermögen verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 40,8. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 60,4.

Der im Zeitwert enthaltene Ertrag in Höhe von TEUR 2,4 wurde mit den Aufwendungen aus der Auf- und Abzinsung der Verpflichtungen saldiert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweist, wurden die Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

V. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse der schweizerischen, dänischen, norwegischen, schwedischen und russischen Tochtergesellschaften wurden nach der Regelung des § 308a HGB zum Bilanzstichtag umgerechnet.

In russischen Rubeln valutierende Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit inoffiziellen Kursen umgerechnet.

Die Aktiv- und Passivposten wurden mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet worden.

VI. Angaben zur Bilanz

1. Konzern-Anlagenspiegel 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.551.457,87 226.863,38 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.568.280,64 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 3.368.017,38 2.334.210,00 0,00
Summe 1. - 3. 117.487.755,89 2.561.073,38 0,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 77.640.355,40 371.225,41 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.277.456,89 651.983,74 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.650.282,25 1.371.244,46 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.123.536,42 6.328.941,02 0,00
Summe 1. - 4. 124.691.630,96 8.723.394,63 0,00
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110.000,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 4.805.504,55 2.109.010,85 0,00
3. Beteiligungen 373.801,58 3.021.056,74 0,00
4. sonstige Ausleihungen 15.243.201,96 9.748.925,12 0,00
Summe 1. - 4. 20.532.508,09 14.878.992,71 0,00
Summe I. - III. 262.711.894,94 26.163.460,72 0,00
Abgänge
EUR
Währungsumrechnung
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -238.697,51 -170,94 65.651,44
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen -2.900.017,38 0,00 0,00
Summe 1. - 3. -3.138.714,89 -170,94 65.651,44
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 912.118,47
2. Technische Anlagen und Maschinen -244.866,05 0,00 13.055,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -359.527,24 -7.628,31 125.803,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 -1.116.628,86
Summe 1. - 4. -604.393,29 -7.628,31 -65.651,44
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen -943.027,09 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 2.040.636,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 -2.040.636,00
Summe 1. - 4. -943.027,09 0,00 0,00
Summe I. - III. -4.686.135,27 -7.799,25 0,00
Aufgelaufene Abschreibungen
31.12.2022
EUR
01.01.2022
EUR
Zuführungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.605.104,24 45.774.799,66 6.650.384,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.568.280,64 18.396.305,21 125.568,80
3. Geleistete Anzahlungen 2.802.210,00 0,00 2.500.000,00
Summe 1. - 3. 116.975.594,88 64.171.104,87 9.275.953,40
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 78.923.699,28 31.751.664,69 2.948.718,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.697.629,58 16.871.167,93 2.368.000,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.780.175,11 15.062.256,62 1.108.637,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.335.848,58 1,00 0,00
Summe 1. - 4. 132.737.352,55 63.685.090,24 6.425.356,98
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110.000,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 5.971.488,31 883.219,71 3.916.491,83
3. Beteiligungen 5.435.494,32 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 22.951.491,08 0,00 500.000,00
Summe 1. - 4. 34.468.473,71 883.219,71 4.416.491,83
Summe I. - III. 284.181.421,14 128.739.414,82 20.117.802,21
Währungsumrechnung
EUR
Auflösungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -57,27 -238.653,51 52.186.473,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 18.521.874,01
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 -2.500.000,00 0,00
Summe 1. - 3. -57,27 -2.738.653,51 70.708.347,49
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 34.700.383,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 -244.819,05 18.994.349,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.791,40 -347.607,64 15.827.077,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 1,00
Summe 1. - 4. 3.791,40 -592.426,69 69.521.811,93
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 107.468,67 0,00 4.907.180,21
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 500.000,00
Summe 1. - 4. 107.468,67 0,00 5.407.180,21
Summe I. - III. 111.202,80 -3.331.080,20 145.637.339,63
Buchwert 31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.418.630,76 48.776.658,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.046.406,63 1.171.975,43
3. Geleistete Anzahlungen 2.802.210,00 3.368.017,38
Summe 1. - 3. 46.267.247,39 53.316.651,02
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.223.315,65 45.888.690,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.703.279,82 8.406.288,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.953.097,57 3.588.025,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.335.847,58 3.123.535,42
Summe 1. - 4. 63.215.540,62 61.006.540,72
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110.000,00 110.000,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.064.308,10 3.922.284,84
3. Beteiligungen 5.435.494,32 373.801,58
4. sonstige Ausleihungen 22.451.491,08 15.243.201,96
Summe 1. - 4. 29.061.293,50 19.649.288,38
Summe I. - III. 138.544.081,51 133.972.480,12

2. Eigenkapital

Die im Handelsregister eingetragene Kommanditeinlage und das Komplementärkapital betragen 10.156.410,00 EUR

3. Steuerabgrenzungsposten

Die latenten Steuern werden gem. § 274 Abs. 1 i. V. m. § 306 HGB saldiert ausgewiesen.

Aus Einzelbilanzen (unter Berücksichtigung der konzerneinheitlichen Bewertung) sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen fielen latente Steuern in folgender Höhe an:

01.01.2022
TEUR
Zugang
TEUR
Verbrauch
TEUR
31.12.2022
TEUR
§ 274 HGB        
Aktive Steuerlatenzen 177,8 266,7 0,0 444,4
Passive Steuerlatenzen 0,0 0,2 0,0 0,2
Überhang aktive latente Steuern (+) 177,8 266,4 0,0 444,2
§ 306 HGB        
Aktive Steuerlatenzen 418,4 84,6 0,0 503,0
Passive Steuerlatenzen 3.712,4 0,0 346,2 3.366,2
Überhang passive latente Steuern (-) -3.294,0 84,6 -346,2 -2.863,2
Summen -3.116,3 351,0 -346,2 -2.419,0

Die Steuerabgrenzung erfolgt im Wesentlichen auf zusätzliche steuerliche Abschreibungen,

aus der Zwischenergebniseliminierung und der Aufdeckung stiller Reserven.

Als Steuersatz wurde derjenige verwendet, zu dem sich die Differenzen in Zukunft voraussichtlich abbauen werden.

Je nach Rechtsform wurde im Inland bzw. Ausland ein Satz von 15 % bzw. 30 % verwendet.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Positionen (Posten ab TEUR 1.000):

31.12.2022
TEUR
Prämien 3.915
Ausstehende Rechnungen 3.150
Ausstehende Gutschriften 2.991
Personalrückstellungen 2.190
Krankenkassenrabatte 1.996
Gewährleistungen 1.840
5. Verbindlichkeiten Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 65.689.971,35 5.204.895,94 60.485.075,41 33.767.817,97
(Vorjahr) 66.940.004,02 8.711.975,90 58.228.028,12 35.334.992,45
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.878.256,74 18.878.256,74 0,00 0,00
(Vorjahr) 16.654.765,88 16.654.765,88 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.906,94 68.906,94 0,00 0,00
(Vorjahr) 65.966,98 65.996,98 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.351.650,88 6.351.650,88 0,00 0,00
(Vorjahr) 2.469.153,12 2.469.143,12 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 3.128.525,70 3.128.525,70 0,00 0,00
(Vorjahr) 3.270.226,44 3.270.226,44 0,00 0,00
  94.117.311,61 33.632.236,20 60.485.075,41 33.767.817,97
Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten:     65.689.971,35 EUR  

Die Verbindlichkeiten sind gesichert durch Verpfändung von Lizenzen/Zulassungen, Grundschulden und Verpfändung von Geschäftsanteilen von verbundenen Unternehmen.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverpflichtungen ohne feste Laufzeit (TEUR 134,4 p. a.), aus übrigen Verträgen ohne feste Laufzeit (TEUR 1.570,6 p. a.), aus übrigen Verträgen mit fester Laufzeit (TEUR 5.010,2 p. a.), aus Zinsverpflichtungen aus abgeschlossenen Darlehensverbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten (TEUR 2.913,4) sowie aus Leasing insgesamt in Höhe von TEUR 4.818,6 und aus Bestelloblio von TEUR 3.865,0. Besondere Risiken und Vorteile aus diesen Verträgen sind nicht ersichtlich.

VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr in folgenden geographischen Märkten erzielt (TEUR):

Inland 164.475 53 %
Ausland 147.964 47 %
  312.439 100 %

2. Abschreibungen auf Finanzanlagen

In den Abschreibungen auf Finanzanlagen ist mit 2.578 TEUR im Wesentlichen die außerplanmäßige Abschreibung der Anteile an der Vallon Pharmaceuticals Inc. enthalten, die aufgrund des deutlich gesunkenen Börsenkurses zum Stichtag geboten war.

VIII. Sonstige Angaben

1. Persönlich haftender Gesellschafter

Die Medice-Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Iserlohn ist persönlich haftende Gesellschafterin.

Ihr Gezeichnetes Kapital beträgt EUR 26.250,00.

2. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2022 waren im Durchschnitt 859 Angestellte und Arbeiter beschäftigt.

Zusammensetzung 2022
Angestellte 668
Gewerbliche Arbeitnehmer 191
  859

3. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft ist die Komplementärin Medice-Verwaltungsgesellschaft mbH,

vertreten durch ihre Geschäftsführer Frau Dr. Katja Pütter-Ammer und Herrn Dr. Dr. Richard Ammer,

beide Iserlohn, Herrn Eric Neyret, Wiesloch, und Herrn Dr. Uwe Baumann, Herzogenaurach.

Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Frau Dr. Pütter-Ammer und Herr Dr. Dr. Ammer sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Neyret und Herr Dr. Baumann vertreten die Gesellschaft zusammen mit einem anderen Geschäftsführer.

4. Gesamtbezüge an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

5. Abschlussprüferhonorar

Die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses haben für Abschlussprüfungsleistungen im Berichtsjahr TEUR 162, für Steuerberatungsleistungen TEUR 77 sowie für sonstige Beratungsleistungen TEUR 93 berechnet.

 

Iserlohn, den 14. April 2023

gez. Dr. Katja Pütter-Ammer

gez. Dr. Dr. Richard Ammer

gez. Eric Neyret

gez. Dr. Uwe Baumann

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10.05.2023 gebilligt.

Bestätigungsvermerk der unabhängigen Abschlussprüfer

An die MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Eigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung der Abschlussprüfer für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lüdenscheid, den 17. April 2023

gez. Dr. Friebe, Wirtschaftsprüfer

gez. Berthold, Wirtschaftsprüfer

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