Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 711222
Eingetragen
3.1.2014
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfEinzelhandel mit sonstigen medizinischen und orthopädischen ArtikelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Der Handel mit Medizinprodukten sowie die Beratung von Ärzten und Pflegeeinrichtungen in Fragen der Behandlung und Pflege chronischer Wunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fabian Dr. Gaus
seit 14.1.2026
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rodday Wundmanagement GmbH

Eichstetten am Kaiserstuhl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Rodday Wundmanagement GmbH ist ein Unternehmen, das sich auf die Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden spezialisiert hat. Die Gesellschaft handelt mit Produkten für die moderne Wundversorgung und rechnet diese Produkte mit Kostenträgern (Krankenkassen) und Privatpatienten ab. Neben dem Handel mit innovativen Verbandsmaterialien beraten zertifizierte Wundmanager Ärzte, Pflegedienste, Pflegeheime, Kassen und Patienten zum Thema chronische Wunden im Bundesgebiet. Diese Beratung ist eine Serviceleistung der Rodday Wundmanagement GmbH.

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Eichstetten am Kaiserstuhl unverändert über eine inländische Niederlassung in Coswig, Sachsen-Anhalt.

Wir von Rodday verstehen uns als Spezialisten im Thema "chronische Wunden" und stehen unseren Partnern uneingeschränkt mit unserer gesamten Fachkompetenz zur Seite. Durch die effektive Wundversorgung verkürzt Rodday die Heilungsdauer, steigert dadurch die Lebensqualität der Patienten und spart den Netzwerkpartnern Zeit und Geld.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft:

Die weltweite Pandemie lässt das BIP um 5,0 % (preisbereinigt) sinken, wie das statistische Bundesamt verzeichnet. Damit fällt der Rückgang geringer aus als erwartet, was sich auch auf die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die eingeleiteten Maßnahmen zurückführen lässt.

Weltweit brach das BIP um rund 4 % ein und einzig China ging mit einem Plus von 2,3 % aus der Krise im Jahr 2020 hervor.

Die Gesundheitswirtschaft war im Jahr 2020 von allen Seiten gefordert und hatte großen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft. Aufgrund der Belastungen und Einschränkungen durch SARS-COV-19, die für die Wirtschaft vor allem im Dienstleistungssektor aber auch in der Produktion und dem internationalen Absatz für große Einschnitte sorgte, wurden die Schuldenbremse ausgesetzt und viele Maßnahmen unternommen, die sich natürlich auch auf die Gesundheitsbranche auswirken.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen:

Das Jahr 2020 hatte für die Gesundheitsbranche drastische Auswirkungen - es wird mit einem weltweiten Umsatzrückgang von ca. 4,7 % gerechnet. Für den Sektor der Gesundheit in Deutschland geht der Bundesverband Medizintechnik von einem Umsatzverlust von 2,1 % aus. Vor allem die Zurückhaltung von Patienten in Bezug auf Behandlungen oder Inanspruchnahme von Hilfen aufgrund von Ängsten in Bezug auf die Corona-Pandemie haben zu diesen Umsatzeinbußen geführt. Durch Infektionsvermeidungsmaßnahmen bei mehr als 4 Mio. pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wurden vor allem die Pflegeheime und ambulanten Dienste vor große personelle und Produktbeschaffungsmaßnahmen gestellt. Im Gegensatz dazu wurden Telemedizin und Innovative Ansätze gepusht und vorangetrieben.

Der weltweite Umsatz bei moderner & traditioneller Wundversorgung ist nach Berechnungen der Global Data im Jahr 2020 um knapp 2 % zurückgegangen und liegt bei ca. 12,1 Mrd. EUR. Vor allem in Europa ist der Markt für moderne Wundversorgung gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % zurückgegangen1. Der Preisdruck in Europa auf Wundbehandlungen hat für Schwankungen gesorgt - so werden vermehrt in Ausschreibungen lediglich billige Verbandsstoffalternativen angeboten oder es müssen minimale Mindestanforderungen erfüllt werden.

In Deutschland sind ca. 2,7 Millionen Menschen auf eine Versorgung mit erstattungsfähigen Verbandmitteln angewiesen, ca. 900.000 Patienten leiden an chronischen Wunden, die hochmoderne Verbandmittel benötigen. In Deutschland ist ein Rückgang der Wundversorgung vor allem auf abgesagte Operationen und damit fehlender Wundversorgung und auf größere Abstände bei Verbandswechseln und Patientenbesuchen zurückzuführen.

Die Rodday Wundmanagement GmbH hat sich auf den Bereich Wundversorgung spezialisiert. Eigens dafür ausgebildete Wundexperten beraten Ärzte, Pflegedienste, Pflegeheime, Kassen und Patienten bei allen Fragen rund um die chronische Wunde. Durch eine individuelle Beratung und Behandlung mit den modernsten Methoden in der Wundversorgung können Wunden optimal versorgt und schnell zur Abheilung gebracht werden.

Durch die Vernetzung der verschiedenen Bereiche (Patienten - Pflegedienste - Ärzte etc.) können Kosten eingespart werden und eine schnelle Abheilung der Wunde gefördert werden.

Über unser Zentrallager können wir sämtliche Produkte herstellerneutral direkt, schnell und zuverlässig zu den Patienten liefern.

Durch die einzigartige Spezialisierung kann sich die Rodday Wundmanagement GmbH auf dem starken Markt als Leistungserbringer von Mitbewerbern wie Apotheken und Sanitätshäusern absetzen.

Ziel der Rodday Wundmanagement GmbH ist es, deutschlandweit Patienten qualitativ hochwertig zu versorgen und trotz Fachkräftemangel qualifiziertes Personal weiterzuentwickeln.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 30,5 % gesteigert werden. Ursache hierfür war insbesondere der weiterhin verstärkte Ausbau der bundesweiten Versorgung und die Spezialisierung auf die Wundversorgung. Während andere Sanitätshäuser und Pflegeheime aufgrund der Pandemie in Personalnot kamen oder Patientenbesuche im Ladenstandort nicht möglich waren, wurden die Mitarbeiter von Rodday stärker angefordert. Durch die Mobilität und die Flexibilität und ein vorausschauendes Handeln waren zu keiner Zeit Schließungen nötig oder kam es zu Versorgungsengpässen.

Die Verstärkung unserer Vertriebsaktivitäten durch zusätzliche Einstellung von qualifizierten Mitarbeitern wird unsere Marktpräsenz positiv beeinflussen. Wir erwarten hierdurch weitere Umsatzsteigerungen trotz einer großen Herausforderung durch die Pandemie, die auch im Jahr 2021 die Wirtschaftslage beeinflussen wird.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderungen
TEUR TEUR TEUR %
Betriebsergebnis (EBIT) 7.481 4.756 2.725 57,3%
Finanzergebnis 467 -35 502 1434,3%
Steuerergebnis -2.102 -1.338 -764 57,1%
Jahresergebnis 5.846 3.383 2.463 72,8%

Das Betriebsergebnis hat sich auf Grund des Umsatzzuwachses bei gering steigenden Fixkosten um TEUR 2.725 verbessert.

Erträge aus Beteiligungen haben zu einer Verbesserung des Finanzergebnisses geführt.

Das Steuerergebnis hat sich im Einklang mit dem gestiegenem Betriebsergebnis erhöht.

Die um TEUR 818 höheren Ausgaben im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen unter anderem die durch höhere Vertriebsaktivität bedingten Fremdleistungen (TEUR 157), Fortbildungskosten für neu eingestellte Mitarbeiter (TEUR 95) sowie gestiegene Verkaufsprovisionen (TEUR 79). Die Umstellung auf eine neue ERP-Software hat aufgrund Schulungs- und Anpassungsbedarf die Wartungskosten für Hard- und Software erhöht (TEUR 303). Die höheren Umsatzerlöse führten zudem zu höheren Versandkosten (TEUR 32).

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist auf 37,1 % (Vorjahr 53,7 %) gesunken, da der Zufluss des Jahresergebnisses geringer war als die Dividendenausschüttungen des Jahres.

Die Finanzschulden sind durch kontinuierliche Tilgung gesunken (TEUR -122).

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderungen
Aktiva TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 4.964 4.149 815 19,6%
kurzfristige Vermögenswerte 10.452 11.776 -1.324 -11,2%
liquide Mittel 3.026 2.868 158 5,5%
Rechnungsabgrenzungsposten 54 109 -55 -50,5%
Bilanzsumme 18.496 18.902 -406 -2,1%
Passiva TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital 6.855 10.159 -3.304 -32,5%
langfristige Verbindlichkeiten 1.154 1.264 -110 -8,7%
kurzfristige Verbindlichkeiten 10.487 7.479 3.008 40,2%
Bilanzsumme 18.496 18.902 -406 -2,1%

Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen durch die Implementierung eines neuen Betriebssystems gestiegen.

Die kurzfristigen Vermögensgegenstände haben sich durch gegenläufige Effekte gegenüber dem Vorjahr um 11,2 % verringert. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.248), der Forderungen im Verbundbereich (TEUR 689) und des Vorratsvermögen (TEUR 171) wurde überkompensiert durch den Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR -3.433).

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch die Tilgungen um TEUR 122 verringert. Sie betragen 9,6 % der Bilanzsumme.

Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist bedingt durch einen höheren Bedarf an Rückstellungen (TEUR 3.185), gestiegene sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 127), höheren Verbindlichkeiten im Verbundbereich (TEUR 603) sowie geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -894).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Rohergebnis pro EUR 100,00 Personalaufwand

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Rohergebnis pro EUR 100,00 Personalaufwand beziehen wir auf die gesamten Personalkosten einschließlich sozialer Abgaben. Die Kennziffer beläuft sich für das aktuelle Geschäftsjahr auf EUR 181,00 und ist gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % gestiegen.

Das Betriebsergebnis messen wir auf der Ebene des EBIT als Ergebnis vor Steuern und vor dem Finanzergebnis. Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.725 bzw. 57,3 % gestiegen.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist weiterhin sehr erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, das Warenlager und die kurzfristigen Vermögenswerte gedeckt.

III. Prognosebericht

Die Gesundheitsmärkte werden auch weiterhin durch die demographische Entwicklung und die Zunahme chronischer Erkrankungen Wachstumschancen bieten. Aufgeschobene Operationen und eine Anpassung des Patientenverhaltens bei einem abklingenden Pandemiegeschehen sorgen für eine weitere Zunahme der Wundversorgung.

Der Kostendruck auf die Gesundheitssysteme und der Fachkräftemangel lenken den Blick auf einfache und kosteneffiziente Lösungen.

Die Rodday Wundmanagement GmbH bietet im Bereich der Wundversorgung diese Lösungen an. Die Versorgung soll national flächendeckend ausgebaut werden.

Wir erwarten eine weiterhin positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Bei der geplanten Umsatzentwicklung erwarten wir eine Steigerung des Betriebsergebnisses (EBIT) im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

IV. Chancen- und Risikobericht

Durch unsere Beratung im Bereich moderne Wundversorgung und die Behandlung mit Produkten für die phasengerechte Wundversorgung werden die Behandlungszeiten verkürzt und das Gesundheitssystem finanziell entlastet.

Wesentliche Einflussfaktoren für die zukünftige Nachfrage unserer Dienstleistungen sind neben der Konjunkturentwicklung insbesondere der demografische Wandel, politische Entscheidungen über die Finanzierung der Gesundheitssysteme sowie mögliche Verschärfungen der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den Gesundheitssystemen.

Die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie wird sich auf die Nachfrage unserer Produkte und Dienstleistungen positiv auswirken und die Fokussierung auf eine effiziente Wundversorgung verstärken.

Der Trend zur noch stärkeren Regulierung der Gesundheitssysteme und eine Verschärfung bei den Kostendeckungen wird sich im laufenden Jahr fortsetzen. Das birgt für die Rodday Wundmanagement GmbH Risiken und Chancen.

Durch die enge Zusammenarbeit und den offenen Austausch mit unseren Netzwerkpartnern arbeiten wir aktiv an Lösungen, um das Risiko stärker zu streuen und nachhaltig die Kosten zu senken, die Effizienz für uns und das gesamte Gesundheitssystem zu steigern und an innovativen Lösungen zu arbeiten.

 

Eichstetten am Kaiserstuhl, 30. Juni 2021

1 Schätzung von SMART-TRAK

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 4.963.652,02 4.148.753,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.055.341,63 459.976,77
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.055.341,63 459.976,77
II. Sachanlagen 3.908.310,39 3.588.776,46
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.972.515,98 3.021.649,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 840.971,90 527.304,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94.822,51 39.822,51
III. Finanzanlagen 0,00 100.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 100.000,00
B. Umlaufvermögen 13.478.404,04 14.644.852,74
I. Vorräte 1.634.584,65 1.463.178,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.817.437,27 10.313.330,02
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 983.112,80 294.521,77
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.834.324,47 10.018.808,25
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.026.382,12 2.868.344,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.904,90 108.821,65
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.495.960,96 18.902.427,62

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 6.854.723,41 10.158.653,37
I. gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Bilanzgewinn 6.654.723,41 9.958.653,37
B. Rückstellungen 6.688.683,52 3.504.144,64
C. Verbindlichkeiten 4.952.554,03 5.239.629,61
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.744.008,30 1.866.461,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 603.095,00 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.605.450,73 3.373.167,67
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.495.960,96 18.902.427,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 29.019.990,50 22.796.722,88
2. Personalaufwand 16.075.174,79 13.574.869,22
a) Löhne und Gehälter 14.064.713,39 12.016.791,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.010.461,40 1.558.077,43
3. Abschreibungen 440.060,27 258.715,94
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 440.060,27 258.715,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.024.347,95 4.206.649,81
5. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 773,21 4.135,47
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.980,30 39.651,09
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.066.183,07 1.311.214,85
9. Ergebnis nach Steuern 5.882.017,33 3.409.757,44
10. sonstige Steuern 35.947,29 26.786,80
11. Jahresüberschuss 5.846.070,04 3.382.970,64

Ergebnisverwendung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
11. Jahresüberschuss 5.846.070,04 3.382.970,64
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.858.653,37 6.575.682,73
13. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 9.050.000,00 0,00
14. Bilanzgewinn 6.654.723,41 9.958.653,37

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Rodday Wundmanagement GmbH hat ihren Sitz in Eichstetten am Kaiserstuhl. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 711222 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Rodday Wundmanagement GmbH ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gesellschaft nimmt größenabhängige Angabenerleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften gelten, in Anspruch.

Zur Verbesserung der Darstellungsklarheit werden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke grundsätzlich im Anhang gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und analog den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbaren Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Bankguthaben und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Passiva

Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB).

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten (§ 284 Abs. 3 HGB) sind dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 8) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

Passiva

Unter den sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgend aufgeführten Rückstellungen mit nicht unerheblichen Umfang enthalten:

EUR
Personalkosten 1.917.502
Retaxierung 220.000
Urlaub 91.200
Abschluss und Prüfung 24.000
Aufbewahrung 13.800
diverse Rückstellungen 5.000
2.271.502

Von den Verbindlichkeiten sind TEUR 3.202 (Vorjahr: TEUR 3.423) innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten zwischen ein und fünf Jahren betragen TEUR 468 (Vorjahr: TEUR 480). Insgesamt haben Verindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.282 (Vorjahr: TEUR 1.337) eine Restlaufzeit größer fünf Jahre. Davon sind TEUR 1.744 (Vorjahr: TEUR 1.866) besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 471 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, resultieren aus Mietverpflichtungen mit einem Jahreswert von TEUR 27 und Leasingverpflichtungen mit einem Jahreswert von TEUR 838 und Laufzeiten bis längstens 2024.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 7) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Angabe der Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr sind durchschnittlich 186 (Vorjahr: 169) kaufmännische Arbeitnehmer beschäftigt.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane:

Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr ist Herr Steffen Rodday. Der Beruf ist mit der Stellung als Geschäftsführer identisch.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder gem. § 285 Nr. 9c HGB:

Zum Stichtag bestehen unverzinsliche Darlehen in Höhe von TEUR 2.202 (Vorjahr: TEUR 6.000).

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht bekannt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.846.070,04 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Eichstetten, 30. Juni 2021

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.002,21 757.699,60 455.150,77 0,00 1.267.852,58
geleistete Anzahlungen 455.150,77 0,00 -455.150,77 0,00 0,00
510.152,98 757.699,60 0,00 0,00 1.267.852,58
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.246.351,85 31.657,22 0,00 0,00 3.278.009,07
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.063.118,19 510.602,24 0,00 11.556,58 1.562.163,85
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 39.822,51 55.000,00 0,00 0,00 94.822,51
4.349.292,55 597.259,46 0,00 11.556,58 4.934.995,43
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00 0,00
100.000,00 0,00 0,00 100.000,00 0,00
4.959.445,53 1.354.959,06 0,00 111.556,58 6.202.848,01
Abschreibungen
01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.176,21 162.334,74 0,00 212.510,95
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
50.176,21 162.334,74 0,00 212.510,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 224.701,90 80.791,19 0,00 305.493,09
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 535.814,19 196.934,34 11.556,58 721.191,95
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
760.516,09 277.725,53 11.556,58 1.026.685,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
810.692,30 440.060,27 11.556,58 1.239.195,99
Buchwerte
31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.055.341,63 4.826,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 455.150,77
1.055.341,63 459.976,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.972.515,98 3.021.649,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 840.971,90 527.304,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94.822,51 39.822,51
3.908.310,39 3.588.776,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 100.000,00
0,00 100.000,00
4.963.652,02 4.148.753,23

sonstige Berichtsbestandteile

 

Eichstetten, 30. Juni 2021

Rodday Wundmanagement GmbH

Herr Steffen Rodday

- Geschäftsführung -

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.01.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Gem. § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB weisen wir darauf hin, dass der von der Euregio Südwest GmbH, Freiburg i. Br., Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte Bestätigungsvermerk sich auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

An die Rodday Wundmanagement GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rodday Wundmanagement GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rodday Wundmanagement GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg im Breisgau, 12.07.2021

Euregio Südwest GmbH, Freiburg i. Br. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hansjörg Winterhalter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Michel, Wirtschaftsprüfer

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