Hübner Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Dabelstein seit 27.6.2025 | Prokura |
Jasmin, geb. Wörle Dr. Wagner seit 27.6.2025 | Prokura |
Farouk Dr. Zabel seit 9.3.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 22.62% | |
| 2.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VIA optronics GmbHSchwarzenbruckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VIA optronics GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VIA optronics GmbH, Schwarzenbruck - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VIA optronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt "A. Allgemeine Hinweise" im Anhang und die Angaben in Abschnitt "C. 2.2.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft durch aufgelaufene Verluste zum Bilanzstichtag ein negatives Eigenkapital aufweist. Aufgrund der im Prognosezeitraum weiterhin erwarteten Liquiditätsengpässe ist das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Es besteht damit eine wesentliche Unsicherheit und die Aufrechterhaltung der Liquidität sowie die Fortführung der operativen Tätigkeit des Unternehmens hängen von der finanziellen Unterstützung durch die Konzernmutter VIA optronics AG, Nürnberg, ab. Die VIA optronics AG hat sich gegenüber der VIA optronics GmbH durch eine harte Patronatserklärung verpflichtet, den zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung nach § 19 Abs. 2 S. 1 InsO oder den zur Vermeidung einer Zahlungsunfähigkeit § 17 InsO notwendigen Finanzmittel- und Kapitalbedarf der Gesellschaft über Gesellschafterdarlehen zu decken. Diese sind mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Die Patronatserklärung ist in der Höhe nicht limitiert und nur durch schriftliche Kündigung mit Frist von 18 Monaten zum Bilanzstichtag zu beendigen. Die Kündigung ist ausgeschlossen, solange die Unternehmenskrise anhält oder zu einer erneuten Krisensituation führen würde. Eine Kündigung liegt nicht vor. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 5. Mai 2023 Ernst
& Young GmbH
Tropschug, Wirtschaftsprüferin Thies, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019Die Gesellschaft mit Sitz in Schwarzenbruck ist unter der Firma VIA optronics GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HRB 22650 eingetragen. A. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der VIA optronics GmbH, Schwarzenbruck, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Werte werden in TEUR dargestellt, Vorjahreswerte sind in Klammern angegeben. Die Berichtsperiode der VIA optronics GmbH umfasst im vorliegenden Abschluss die Periode vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019. Das Unternehmen weist durch aufgelaufene Verluste zum Bilanzstichtag ein negatives Eigenkapital auf. Aufgrund der im Prognosezeitraum weiterhin erwarteten Liquiditätsengpässe ist das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Es besteht damit eine wesentliche Unsicherheit und die Aufrechterhaltung der Liquidität sowie die Fortführung der operativen Tätigkeit des Unternehmens hängen von der finanziellen Unterstützung durch die Konzernmutter VIA optronics AG, Nürnberg, ab. Die VIA optronics AG hat sich gegenüber der VIA optronics GmbH durch eine harte Patronatserklärung verpflichtet, den zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung nach § 19 Abs. 2 S. 1 InsO oder den zur Vermeidung einer Zahlungsunfähigkeit § 17 InsO notwendigen Finanzmittel- und Kapitalbedarf der Gesellschaft über Gesellschafterdarlehen zu decken. Diese sind mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt daher unter der Annahme der Unternehmensfortführung. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren mit Ausnahme der Ausweisänderung bei den Finanzanlagen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen unverändert maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Beachtung von branchenbezogenen Abschreibungstabellen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2a EStG). Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden die Anteile an der VTS-Touchsensor Co. Ltd. in Höhe von TEUR 938 von den Beteiligungen in die Anteile an verbundenen Unternehmen umgegliedert. Im Zuge dessen wurden auch die Vorjahresbeträge entsprechend angepasst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten und produktionsbezogene Gemeinkosten. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr nach dem Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und dem Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB). Unrealisierte Kursgewinne und unrealisierte Kursverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die sich bei der Umrechnung mit dem Stichtagskurs ergeben, werden erfolgswirksam erfasst. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die passiven latenten Steuern basieren auf Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz für Urlaubs- und Drohverlustrückstellungen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30% in Ansatz gebracht. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Aufstellung des Anteilsbesitzes Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren aus der Gründung der Gesellschaft VIA optronics (Taiwan) Ltd. am 02. Januar 2019. Diese neugegründete Gesellschaft ist für die Vertriebsaktivitäten des VIA Konzerns im asiatischen Raum verantwortlich.
Das Eigenkapital und das Ergebnis des Geschäftsjahres entstammen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften zum 31. Dezember 2019. Die angegebenen Währungskurse beziehen sich ebenfalls auf den 31. Dezember 2019. 2. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.313 (Vj. TEUR 2.007 haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von TEUR 181 (Vj. TEUR 1.068) aus Umsatzsteuerforderungen aus dem Vorjahr und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11.122 (Vj. TEUR 6.593) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatten TEUR 44 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Im Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungsbeträge für Mieteinnahmen für ein Büro in Altdorf in Höhe von TEUR 2 (Vj. 0) enthalten. 5. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital mit 73.327 EUR und die Kapitalrücklage mit 6.996.516 EUR blieben zum Vorjahr unverändert. Aufgrund des Verlustvortrags in Höhe von 6.198.973 EUR sowie des Jahresfehlbetrags in Höhe von 4.271.071 EUR weist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 ein negatives Eigenkapital auf. 6. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 255 (Vj. 486) betreffen wie im Vorjahr die Quellensteuer aus Lizenzen. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 3.153 (Vj. 4.566) und beinhalten sowohl Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, noch zu leistende Bonuszahlungen, Gewährleistungen und Resturlaub. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Die Vorjahreswerte sind in Klammern angegeben:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem Kreditrahmenvertrag mit der Bayern LB in Höhe von TEUR 2.000 sowie um einen weiteren Kreditrahmenvertrag mit der Bayern LB in Höhe von TEUR 2.500. Zudem besteht eine Betriebsmittellinie mit der Deutschen Bank in Höhe von TEUR 2.500. Ein Finanzierungsdarlehen mit der Bayern LB bestand in Höhe von TEUR 4.600 für den Teilerwerb der Gesellschaft VTS Touchsensor in Japan. Zum 31.12.2019 erfolgte eine Tilgung in Höhe von TEUR 2.000. Mit der Bayern LB sowie der Deutschen Bank wurde ein gesonderter Globalzessionsvertrag für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Absicherung des Kreditrisikos vereinbart. Es handelt sich hierbei um eine revolvierende Barkreditlinie. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Ebenfalls enthalten ist ein Gesellschafterdarlehen von der VIA optronics AG über TEUR 2.000 (Vj. 0). Die sonstigen Verbindlichkeiten, die eine Laufzeit von über einem Jahr haben, enthalten ein Darlehen seitens eines Kunden. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten: Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§285 Satz 1 Nr. 3a HGB) Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 bestehen laufende Zahlungsverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften im Sinne dieser Vorschrift in Form branchenüblicher Leasingverträge für Pkws. Nach den vertraglichen Bedingungen sind die Leasingobjekte der VIA optronics GmbH nicht als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen. Verpflichtungen aus den geschlossenen Verträgen bestehen in den nachfolgenden Geschäftsjahren in folgender Höhe:
Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht bilanziert sind, liegen in Form von Mietverträgen vor. Zum Bilanzstichtag bestanden Mietverträge für die Büroräume und Parkplätze an den Standorten in Nürnberg und Altdorf.
C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betreffen hauptsächlich Erlöse aus dem Verkauf, der Veredelung und dem Bonding von Displays. Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen in Europa und Asien getätigt. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen Aufwendungen für Vertriebskosten, Fahrzeug- und Reisekosten, Mieten, Gewährleistungen sowie Rechts- und Beratungskosten. Die Umsatzerlöse unterteilen sich auf die Regionen wie folgt:
Die Umsatzerlöse unterteilen sich auf die Produktbereiche wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung der Kosten TEUR 3.975 (Vj. 292) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 902 (Vj. 1.110). Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 8.951 (Vj. TEUR 9.167). Die wichtigsten Einzelposten im Geschäftsjahr 2019 waren die Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 1.088 (Vj. TEUR 741), Rechts- und Beratungskosten TEUR 1.312 (Vj. TEUR 1.249), Kosten für die IPO Vorbereitung TEUR 220 (Vj. TEUR 934), Fremdleistungen TEUR 677 (Vj. TEUR 538) sowie die Einstellungen in die Einzelwertberichtigungen der Forderungen TEUR 204 (Vj. TEUR 190). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betrugen TEUR 851 (Vj. TEUR 1.533). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Darlehen von Kreditinstituten. D. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Im Berichtsjahr waren
zu Geschäftsführern bestellt. Zum 09. März 2021 wurden die beiden Geschäftsführer Herr Jürgen Eichner und Herr Daniel Jürgens abberufen. Als neue Geschäftsführer sind ab dem 09. März 2021 Herr Dr. Farouk Zabel und Herr Yannick Moyles-Johnson bestellt. Herr Yannick Moyles-Johnson wurde mit Wirkung zum 31. August 2022 als Geschäftsführer abberufen, die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 23. Dezember 2022. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Beirat Mitglieder des Beirats der Gesellschaft waren im Berichtsjahr
Die Vergütung des Beirats hat im Geschäftsjahr 2019 TEUR 5 (Vj. 5) betragen. Der Beirat wurde mit Gültigkeit zum 03. Juli 2019 abgeschafft. 3. Mitarbeiter Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 88 (Vj. 66) Mitarbeiter beschäftigt. Von den Mitarbeitern sind insgesamt 55 (Vj. 46) Personen dem kaufmännischen Bereich zuzuordnen, 33 (Vj. 20) Personen sind im gewerblichen Bereich tätig. 4. Prüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers wird, gem. § 285 Nr. 17 HGB, im Konzernanhang beim Gesamt-Honorar des Abschlussprüfers, angegeben. 5. Forschungs- und Entwicklungskosten Im Laufe des Jahres erfolgte keine Aktivierung nach § 248 Abs. 2 HGB der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. 6. Konzernverhältnisse Die VIA optronics AG ist zum Stichtag für den deutschen Konzernbereich Mutterunternehmen nach § 290 Abs. 1 HGB und stellt einen Konzernabschluss nach §315e HGB auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die VIA optronics GmbH wird in den Konzernabschluss der VIA optronics AG einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der größte Konzernkreis ist die Mermac Inc. mit Sitz auf den Philippinen. 7. Nachtragsberichterstattung Die Gesellschaft ist als Mutterunternehmen grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Durch die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens VIA optronics AG, dessen Prüfung und Offenlegung wird die Gesellschaft von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen (§ 291 HGB). Die VIA optronics AG hat sich gegenüber der VIA optronics GmbH durch eine Patronatserklärung vom 17. August 2021 verpflichtet, den notwendigen Finanzmittel- und Kapitalbedarf der Gesellschaft über Gesellschafterdarlehen zu decken. Im Januar 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch des neuartigen Coronavirus (COVID-19) zu einem öffentlichen Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite. Im März 2020 stufte die WHO den Ausbruch von COVID-19 aufgrund der raschen Zunahme der weltweiten Exposition als globale Pandemie ein. Die COVID-19-Pandemie hat zur Umsetzung bedeutender staatlicher Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus geführt, darunter Quarantäne, Reisebeschränkungen, Geschäftsschließungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Menschen in vielen Ländern weltweit. Darüber hinaus war die Weltwirtschaft einer erheblichen Volatilität ausgesetzt, einschließlich der Auswirkungen der weltweiten Finanzmärkte. Die Gesellschaft hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die auf den Schutz der Mitarbeiter und Geschäftspartner in Deutschland abzielen, einschließlich einer Richtlinie zum Homeoffice für Mitarbeiter, mit Ausnahme derer, die in der Fertigung tätig sind. Die Gesellschaft hat keine nennenswerten Unterbrechungen der Lieferkette oder wesentliche Auftragsstornierungen verzeichnet; die rasche Entwicklung und der Verlauf der Situation stellen jedoch eine Unsicherheit und ein Risiko in Bezug auf die Gesellschaft, ihre Leistung und ihre finanziellen Ergebnisse dar. Die jüngsten globalen Sanktionen, die von Ländern gegen Russland nach der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine im Jahre 2022 verhängt wurden, könnten zu einer Vielzahl von Risiken für unser Geschäft führen, einschließlich einer geschwächten Nachfrage nach unseren Produktkandidaten oder der Unfähigkeit, notwendige Lieferungen zu akzeptablen Bedingungen zu kaufen, wenn überhaupt. Die Energiekosten haben sich in 2022 erheblich erhöht. Hinsichtlich weiterer Auswirkungen auf die Gesellschaft wird auf die Ausführungen im Lagebericht in Abschnitt D. Risikobericht verwiesen.
Schwarzenbruck, 28.04.2023 VIA optronics GmbH Dr. Farouk Zabel , Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019A. Geschäftstätigkeit Am 4. Januar 2019 gründeten die Gesellschafter der VIA optronics GmbH die VIA optronics AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Am 18. April 2019 brachten die Gesellschafter der VIA optronics GmbH die von ihnen gehaltenen Anteile an der VIA optronics GmbH in die VIA optronics AG ein. Am 25. Juni 2019 wurde die Einbringung der Anteile der VIA optronics GmbH mit der Eintragung der Kapitalerhöhung der VIA optronics AG in das Handelsregister rechtswirksam. Zu diesem Zeitpunkt wurde die VIA optronics AG die Muttergesellschaft der VIA optronics Group, die VIA optronics GmbH nimmt nunmehr operative Aufgaben wahr und ist im Bereich der Veredelung und dem Einbinden bzw. Verkleben ("Bonding") von Displays und Touchscreens sowie der Entwicklung und Produktion von Monitorsystemen tätig. Die Kundenbasis ist durch eine Diversifikation in zahlreiche Branchen und Unternehmensgrößen gekennzeichnet. VIA optronics GmbH unterteilte ihre Kundenbasis im Geschäftsjahr in die Bereiche Consumer Electronics, Industrial und Automotive. Dabei werden mit den Kunden überwiegend Produktumsätze erzielt, jedoch in geringerem Umfang auch Lizenzerlöse. Die VIA optronics GmbH hat vier Tochtergesellschaften: die VIA optronics LLC, Orlando, USA, die im Bereich Vertrieb von gebondeten Displays tätig ist, die VIA optronics Suzhou Co. Ltd., Suzhou, China, die im Bereich Bonding und Veredelung von Displays aller Art tätig ist, die VTS-Touchsensor Co., Ltd., Higashiomi, Japan, die im Bereich Entwicklung und Herstellung von Metallgitter-Berührungssensortechnologien und Elektrodenbasisfolien tätig ist und die VIA optronics (Taiwan) Ltd., Taipei, Taiwan, die am 02. Januar 2019 gegründet wurde und als Vertriebsgesellschaft für die Akquise von Projekten für die VIA optronics GmbH zuständig ist. B. Forschung und Entwicklung Die VIA optronics GmbH konzentriert sich im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie insbesondere auf die Entwicklungen zur Erweiterung der Einsatzbereiche der Produkte und vor allem der Anpassung an spezifische Kundenanforderungen in den Bereichen Consumer Electronics, Industrial und Automotive. Durch den Erwerb und die Integration der VTS-Touchsensor Co., Ltd., Higashiomi, Japan, im Geschäftsjahr 2018 - eines Herstellers von Metal Mesh Sensoren, also berührungsempfindlichen Sensoren zur Steuerung von Funktionen, steht nunmehr eine eigene Touch Sensorik zur Verfügung, die entsprechend den Kundenanforderungen in die von VIA hergestellten Produkte integriert wird. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind auf den Standort in Deutschland sowie in China und Japan (für die Kundenspezifikationen) verteilt und umfassen ingenieur- und elektrotechnische Entwicklungsleistungen im Bereich der Fertigungsprozesse und Fertigungslinien des Bondings als auch chemische Entwicklungsleistungen im Bereich der verwendeten Komponenten. C. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchensituation Die Weltwirtschaft erlebte 2019 eine Wachstumsverlangsamung. Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) hat sich das Wachstum auf breiter Basis gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt, so dass global nur noch ein Plus von 2,9 % (Vj. 3,6 %) steht. Dabei haben sich die Rahmenbedingungen zunehmend verschlechtert, so dass der IWF seine Prognose für 2019 im Jahresverlauf sukzessive nach unten geschraubt hat. Als Hauptgrund für die Abschwächung nennt der Währungsfonds die zunehmenden Handelsbarrieren sowie geopolitische und strukturelle Faktoren. Dazu gehören ein geringeres Produktivitätswachstum und die demographischen Trends einer alternden Bevölkerung in den Industrieländern. Bemerkenswert sei vor allem die schwächere Dynamik im verarbeitenden Gewerbe und beim Welthandel, der 2019 nur noch um 1,0 % (Vj. 3,7 %) zugelegt hat, während sich der Dienstleistungssektor gut gehalten habe. Zunehmender Protektionismus und höhere Zölle haben demzufolge die Investitionstätigkeit beeinträchtigt. Wegen der besonderen Bedeutung der Automobilbranche in Deutschland ist das Wachstum hier 2019 gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 0,5 % gesunken. Da der Rückgang in anderen großen Euroländern moderater ausgefallen ist, gehen die Projektionen des IWF für die Eurozone insgesamt von einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik auf plus 1,2 % (Vj. 1,9 %) aus. Unverkennbar ist auch die Verlangsamung in den USA, wo die Wirtschaftsleistung nur noch um 2,3 % (Vj. 2,9 %) zugelegt hat. Der IWF bescheinigt den USA schwächere Investitionen und eine Flaute im produzierenden Gewerbe, Beschäftigung und Konsum zeigten sich aber weiterhin robust. Das Land zehre von wachstumsfördernden Reformen wie den Steuersenkungen von 2017 sowie von den Zinssenkungen der US-Zentralbank. Auch im Segment der Schwellen- und Entwicklungsländer ist die Abschwächung offenkundig. Das Wachstum ist dort auf 3,7 % (Vj. 4,5 %) gesunken. Die langsamere Gangart in China (6,1 % nach 6,6 % im Vorjahr) ist dem IWF zufolge nicht nur auf die eskalierenden Strafzölle zurückzuführen, sondern auch auf eine sinkende Nachfrage im Land. Insgesamt ist für die VIA optronics GmbH jedoch nicht das absolute Wachstum des Automobilmarktes entscheidend, denn das Unternehmen ist mit seinen Displaylösungen in einem Bereich tätig, der in modernen Fahrzeugen zunehmend an Bedeutung gewinnt und daher stärker als der Automotive Markt insgesamt wächst (höhere Nachfrage nach innovativen Displaylösungen, die in immer mehr Fahrzeuge Einzug halten). Innerhalb dieses Teilmarktes bietet VIA innovative Lösungen an und lebt daher ein Stück weit auch von einer Verdrängung konventioneller Wettbewerber. Diese Entwicklung ist sowohl im oberen wie auch im mittleren Marktsegment weiter zu beobachten. 2. Wirtschaftliche Entwicklung Im Jahr 2019 konnte die VIA optronics GmbH nicht an die positive Entwicklung des Vorjahres anschließen. Hauptgrund dieser Entwicklung war die temporär rückläufige Kundennachfrage aus dem Consumer Electronics Bereich, aufgrund eines weltweiten Lieferengpasses von Mikroprozessoren, welche als Schlüsselkomponente in den Produkten unserer Kunden des Consumer Electronics Bereiches verwendet werden. Da sich dieser Engpass auf die gesamte Lieferkette der Branche auswirkte, war die VIA optronics GmbH von diesem Engpass direkt betroffen. Das Geschäftsjahr war geprägt durch einen Anstieg der Aufwendungen in Bezug auf die geplante Umstrukturierung und Börsennotierung der Gesellschaft und der gesamten VIA-Gruppe. Die Finanzlage konnte durch die Beibehaltung der Finanzierungen bei zwei großen deutschen Geschäftsbanken stabil gehalten werden. 2.1 Ertragslage 2.1.1 Geschäftsentwicklung Aufgrund der oben beschriebenen rückläufigen Entwicklung der Auftragslage bei Bestandskunden und der anfänglichen Produktionsschwierigkeiten, hat sich die Gesellschaft umsatzseitig negativ entwickelt. Die Gesamtleistung aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen ist dabei von TEUR 59.073 auf TEUR 52.750 und damit um 10,7% gesunken. Der Umsatzrückgang von TEUR 9.011 konnte durch einen Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Erträgen teilweise kompensiert werden. Da die Materialeinsatzquote von 82,7% auf 76,5% gesunken ist, hat sich der Jahresfehlbetrag mit TEUR -4.270 im Vergleich zum Vorjahr (Vj. TEUR -5.797) leicht verringert. Die Organisation und Verwaltung wurden entsprechend den gestiegenen Anforderungen an Produkt- und Prozessqualität weiter angepasst, beispielsweise durch den personellen Ausbau der Verwaltung. Ebenso hat die Verlagerung der Produktion nach Nürnberg und die Schließung des Standortes Mörsdorf zu einem deutlichen Anstieg der Aufwendungen geführt, insbesondere zu einem deutlichen Anstieg der Personalkosten wie auch der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. 2.1.2 Umsatzentwicklung Der Umsatz der VIA optronics GmbH betrug im Geschäftsjahr 2019 insgesamt TEUR 51.158 (Vj. TEUR 60.169) und ist damit wie prognostiziert um TEUR 9.011 gesunken. 2.1.3 Wesentliche Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 3.974 (Vj. TEUR 292) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 902 (Vj. TEUR 1.110). Der Materialaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 40.338 (Vj. TEUR 48.878). Dies führte zu einer Materialkostenquote (Materialaufwand in Bezug zur Gesamtleistung) von 76,5% (Vj. 82,7%). Damit hat sich die Materialkostenquote im Vergleich zum Vorjahr reduziert, was im Wesentlichen auf einen geänderten Produktmix, sowie einem verringerten Aufwand für den Bezug von Vorprodukten zurückzuführen ist. Die Personalaufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2019 bei TEUR 6.436 (Vj. TEUR 5.530). Die Personalkostenquote (Personalaufwand in Bezug zur Gesamtleistung) betrug 12,2% (Vj. 9,4%). Die höheren Personalaufwendungen sind im Wesentlichen auf einen Anstieg in den Mitarbeiterzahlen insbesondere aufgrund der Produktionsverlagerung und des Ausbaus der Verwaltung zurückzuführen. Die Bruttomarge beläuft sich auf 10,0 %. Im Vorjahr prognostiziert war eine Marge im oberen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 8.951 (Vj. TEUR 9.167). Die wichtigsten Einzelposten im Geschäftsjahr 2019 waren die Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 1.088 (Vj. TEUR 741), Rechts- und Beratungskosten TEUR 1.312 (Vj. TEUR 1.249), Kosten für die IPO Vorbereitung TEUR 220 (Vj. TEUR 934), Fremdleistungen TEUR 677 (Vj. TEUR 538) sowie die Einstellungen in die Einzelwertberichtigungen der Forderungen TEUR 204 (Vj. TEUR 190). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betrugen TEUR 851 (Vj. TEUR 1.533). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich im Berichtszeitraum um TEUR 1.299 auf TEUR -3.564 im Vergleich zum Vorjahr (Vj. TEUR -4.863) verbessert. Die geringere Gesamtleistung konnte somit durch eine geringere Materialeinsatzquote mit 76,5% (Vj. 82,7%) überkompensiert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich auf TEUR -2.975 nach TEUR -4.501 und ist wie im Vorjahr prognostiziert negativ. Das Finanzergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR -506 (Vj. TEUR -477). Dabei waren Zinsaufwendungen aus Darlehen in Höhe von TEUR 595 (Vj. TEUR 600) enthalten. Die Zinserträge beinhalten im Wesentlichen Zinserträge aus ausgereichten Darlehen an die Tochtergesellschaften. Diese belaufen sich auf TEUR 89 (Vj. TEUR 123). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich für das Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 195 (Vj. TEUR 444). Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR -4.270. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Jahresfehlbetrag um TEUR 1.527 verringert (Vj. TEUR -5.797). 2.2 Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 11.250 auf TEUR 42.781 (Vj. TEUR 31.531). 2.2.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur Das Anlagevermögen ist mit TEUR 15.806 um TEUR 2.575 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der Anstieg ist zum einen auf eine Erhöhung im Bereich der Finanzanlagen zurückzuführen. Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.185 auf TEUR 12.869 an (Vj. TEUR 11.684). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf einen Anstieg bei den Ausleihungen an das verbundene Unternehmen VTS-Touchsensor Co., Ltd. zurückzuführen. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund von Lizenzverträgen um TEUR 758 auf TEUR 1.090 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Das Sachanlagevermögen hat sich um TEUR 631 auf TEUR 1.847 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Das Umlaufvermögen verzeichnet einen Anstieg in Höhe von TEUR 5.293 auf TEUR 23.570 (Vj. TEUR 18.277). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 7.904 auf TEUR 17.616 (Vj. TEUR 9.712). Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt. Die Forderungen an verbundene Unternehmen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund verlängerter Zahlungsziele. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich auf TEUR 1.714 (Vj. 441). Die Rechnungsabgrenzungsposten verzeichneten einen Rückgang um TEUR 18 auf TEUR 5 (Vj. 23). Der Vorratsbestand ist von TEUR 8.123 auf TEUR 4.241 gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf das Abrufverhalten von Fertigprodukten der Kunden zum Jahresende zurückzuführen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine Verringerung bei den Fertigprodukten, um TEUR 3.573 zurückzuführen. Das Eigenkapital zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 beläuft sich auf TEURO (Vj. TEUR 870). Auf der Aktivseite wird zum Stichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.400 ausgewiesen. Dies ist im Wesentlichen auf den Verlustvortrag aus dem Geschäftsjahr 2018 in Höhe von TEUR -6.200 (Vj. TEUR -403) sowie den Jahresfehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von TEUR -4.270 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote betrug somit -7,9% (Vj. 2,8%). Das Unternehmen weist durch aufgelaufene Verluste zum Bilanzstichtag ein negatives Eigenkapital auf. Aufgrund der im Prognosezeitraum weiterhin erwarteten Liquiditätsengpässe ist das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Es besteht damit eine wesentliche Unsicherheit und die Aufrechterhaltung der Liquidität sowie die Fortführung der operativen Tätigkeit des Unternehmens hängen von der finanziellen Unterstützung durch die Konzernmutter VIA optronics AG, Nürnberg, ab. Die VIA optronics AG hat sich gegenüber der VIA optronics GmbH durch eine harte Patronatserklärung verpflichtet, den zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung nach § 19 Abs. 2 S. 1 InsO oder den zur Vermeidung einer Zahlungsunfähigkeit § 17 InsO notwendigen Finanzmittel- und Kapitalbedarf der Gesellschaft über Gesellschafterdarlehen zu decken. Diese sind mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Die Patronatserklärung ist in der Höhe nicht limitiert und nur durch schriftliche Kündigung mit Frist von 18 Monaten zum Bilanzstichtag zu beendigen. Die Kündigung ist ausgeschlossen, solange die Unternehmenskrise anhält oder zu einer erneuten Krisensituation führen würde. Eine Kündigung liegt nicht vor. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.644 auf TEUR 3.408 verringert. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen im Bereich der Sonstigen Rückstellungen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten um TEUR 13.762 auf TEUR 39.372 (Vj. TEUR 25.610) ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 14.321 zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 2.472 auf TEUR 9.626 verringert. Dies ist im Wesentlichen auf eine Tilgung eines Finanzierungsdarlehens bei der Bayern LB für den Teilerwerb der VTS Touchsensor in Japan um TEUR 2.000 zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzten sich für das Geschäftsjahr 2019 aus einem Darlehen von der Bayern LB in Höhe von TEUR 4.500 sowie einem Darlehen bei der Deutschen Bank in Höhe von TEUR 2.500 und dem noch bestehenden Teil eines Finanzierungsdarlehens bei der Bayern LB für den Teilerwerb der VTS Touchsensor in Japan in Höhe von TEUR 2.600 zusammen. Die beiden erst genannten Darlehen werden zur Working Capital Finanzierung verwendet. Die kurzfristigen Kreditlinien, insbesondere bei den zwei großen deutschen Geschäftsbanken verlängern sich, bis auf weiteres, jeweils um bis zu 6 Monate. 2.2.2 Investitionen Im Geschäftsjahr 2019 wurden TEUR 3.185 (Vj. TEUR 7.985) in das Anlagevermögen investiert. Davon entfiel der Großteil auf die Finanzanlagen (TEUR 1.185). Weiterhin betrugen die Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungsinvestitionen TEUR 916. In die immateriellen Vermögensgegenstände wurde in Höhe von TEUR 1.084 investiert. Im Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 589 (Vj. TEUR 362) vorgenommen. Die Anlagenintensität zum Bilanzstichtag betrug 36,9 % (Vj. 42,0 %). 2.2.3 Liquidität Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 betrugen die liquiden Mittel der VIA optronics GmbH TEUR 1.714 (Vj. 441). Die Nettoliquidität beläuft sich zum Stichtag auf TEUR -7.912 (Vj. TEUR -11.658). Prognostiziert war eine stabile bis leicht negative Entwicklung. Der rechnerisch positiven Entwicklung der Nettoliquidität stehen höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Finanzierung der Geschäftstätigkeit gegenüber. 2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der VIA optronics GmbH sind Umsatzerlöse, Bruttomarge (definiert als Umsatz abzgl. Materialkosten und Aufwand für Produktionsmitarbeiter im Verhältnis zu den Umsatzerlösen), sowie das EBITDA. Das EBITDA ermittelt sich aus dem Jahresergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen. Die Liquidität wird über den Indikator Nettoliquidität (definiert als Liquide Mittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) gesteuert. Ebenfalls wichtig für die Steuerung der VIA Gruppe ist die Einhaltung verschiedener Qualitätsnormen wie DIN EN ISO 9001:2015 und der DIN EN ISO 14001:2015. Der Produktionsstandort in China ist mit der Norm IATF16949 zertifiziert und der Standort in den USA befindet sich derzeit im Umstellungsprozess auf die Norm DIN ISO 9001:2015. Der neue Standort in Deutschland wird einer Neu-Zertifizierung unterzogen. Kunden Die VIA optronics Gruppe führt einmal jährlich eine globale Kundenzufriedenheitsumfrage durch. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2019 waren im Durchschnitt 88 Mitarbeiter (Vj. 66) beschäftigt. D. Risikobericht Die VIA optronics GmbH ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Gesamtwirtschaftliche Risiken: Der weitere Verlauf der Marktentwicklung ist aufgrund der unsicheren Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der konjunkturellen Entwicklung in China, nicht vorhersehbar und stellt ein Risiko auf der Absatzseite dar. Veränderungen der Rohstoffpreise, Komponentenpreise sowie mögliche Kapazitätsengpässe von Zulieferern stellen weitere potenzielle Risiken dar. Wir begegnen diesem Risiko durch ein effektives Einkaufs-, Vorrats- und Forderungsmanagement. Das sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2020 ausbreitende Coronavirus mit der raschen Entwicklung und dem Verlauf der Pandemie stellen eine Unsicherheit und ein Risiko in Bezug auf die Gesellschaft, ihre Leistung und ihre finanziellen Ergebnisse dar. Aus heutiger Sicht hat die Gesellschaft jedoch keine nennenswerten Unterbrechungen der Lieferkette oder wesentliche Auftragsstornierungen verzeichnet. Die jüngsten globalen Sanktionen, die von Ländern gegen Russland nach der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine im Jahre 2022 verhängt wurden, könnten zu einer Vielzahl von Risiken für unser Geschäft führen, einschließlich einer geschwächten Nachfrage nach unseren Produktkandidaten oder der Unfähigkeit, notwendige Lieferungen zu akzeptablen Bedingungen zu kaufen, wenn überhaupt. Die Energiekosten haben sich in 2022 erheblich erhöht. Eine schwache oder rückläufige Wirtschaft könnte unsere Lieferanten belasten, was möglicherweise zu Lieferunterbrechungen führen oder zu Verzögerungen bei der Zahlung unserer Dienstleistungen durch Drittzahler führen kann. Darüber hinaus hat der Konflikt in Osteuropa erhebliche Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte, die sich negativ auf unsere Fähigkeit auswirken können, Kapital zu günstigen Konditionen oder überhaupt zu beschaffen. Die genannten Punkte könnte unserem Geschäft schaden, und wir können nicht alle Möglichkeiten vorhersehen, in denen sich das aktuelle Wirtschaftsklima und die Finanzmarktbedingungen negativ auf unser Geschäft auswirken könnten. Beschaffungsmarktrisiken: Beschaffungsrisiken können sich durch Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie sowie durch Lieferantenausfälle ergeben. Teilweise gestiegene Preise einiger Komponenten konnten teilweise bereits an den Markt in Form von Preiserhöhungen weitergegeben werden, weitere Verhandlungen diesbezüglich sind noch nicht abgeschlossen. Weiterhin wird die Gesellschaft versuchen, über eine Optimierung der globalen Beschaffungsstrukturen möglichen Beschaffungsrisiken entgegenzuwirken. Als weiteres Risiko kann auch die globale Chipkrise angesehen werden. Diese kann zu einem Nachfragerückgang seitens der Automobilindustrie führen. Produktionsrisiken: Die vorhandene Fertigungstiefe sowie die ausschließliche Auftragsfertigung verhindern u.a. den übermäßigen Aufbau von Vorräten. Durch eine permanente Optimierung eines internen Kennzahlen- und Projektmanagementsystems wird versucht, qualitative oder quantitative Produktionsmängel frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Absatzmarktrisiken: Durch permanente Beobachtung der Märkte sollen Absatzrisiken rechtzeitig erkannt werden. Um der Marktentwicklung noch besser folgen zu können und überwiegend global agierende Kunden besser betreuen zu können, verfolgt die VIA optronics GmbH im Berichtsjahr neben einer regionalen Kundenbetrachtung auch eine globale nach Kundengruppen ausgerichtete Strategie. Diese Umstellung wurde sowohl personell als auch organisatorisch im Sinne der Kunden umgesetzt, um die Kundenansprache sowie die Kundenbeziehungen als auch die Abschätzung des Auftrags- und Absatzpotentials zu verbessern. Personalwirtschaftliche Risiken: Falls Führungskräfte oder andere qualifizierte Fachkräfte das Unternehmen verlassen und in angemessener Zeit kein entsprechender Ersatz gefunden wird, könnte dies die Geschäfte der VIA optronics GmbH beeinträchtigen. Daher legen wir besonderen Wert auf eine langfristige Personalpolitik. Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern, außertarifliche Anreizsysteme (Variable Pay Policy) sind ein Teil von Maßnahmen, um hochqualifizierte Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Finanzwirtschaftliche Risiken sowie Risiken aus Finanzinstrumenten: Die VIA optronics GmbH ist im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Durch interne Kontrollmechanismen wird versucht, diesen Risiken bereits im Vorfeld entgegenzuwirken. Ein operativ ausgerichtetes Controlling sowie ein systematisches, kurzfristiges, regelmäßiges Forderungsmanagement bilden dabei den Schwerpunkt. Preisänderungsrisiken können sich aus der Veränderung von Marktpreisen, Zins- und Wechselkursschwankungen ergeben. Im Bereich Beschaffung und Vertrieb beobachten die Abteilungen die Veränderung der Preise. Die Auswirkungen von Änderungen des Zins- und Währungsniveaus werden vom Controlling regelmäßig analysiert. Einem möglichen Ausfallrisiko im Bereich der Forderungen begegnen wir durch ein effektives Forderungsmanagement. Ausfallrisiken, denen sich das Unternehmen ausgesetzt sieht, wurden durch Wertberichtigung der jeweiligen Forderungen berücksichtigt. Dem Liquiditätsrisiko sowie den Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch eine wöchentliche Überwachung und rollierende Planung der flüssigen Mittel unter Berücksichtigung verfügbarer Kreditlinien begegnet. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Kapitel 2.2.1 hinsichtlich der Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung durch die Konzernmutter VIA optronics AG, Nürnberg. Angaben zu Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Darlehensverbindlichkeiten finden sich im Anhang des Jahresabschlusses. IT-Risiken: Aufgrund des notwendigen Einsatzes der EDV-Systeme und Netzwerke sowie durch potenzielle externe Zugriffe auf die IT-Systeme bestehen IT-Risiken. Wir begegnen diesen Risiken durch eine permanente Aktualisierung der im Einsatz befindlichen Systeme und einer regelmäßigen Wartung unserer Hard- und Software sowie einem aktiven Schutz der IT-Systeme vor unberechtigten Zugriffen. Deshalb sind die Risiken aus diesem Bereich beherrschbar. Rechtliche Risiken: Aufgrund ihrer unternehmerischen Tätigkeit ist die VIA optronics GmbH auch rechtlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Die potenziellen Belastungen von rechtlichen Risiken werden regelmäßig beurteilt und in der laufenden Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. Gesamtrisikoposition: Die VIA optronics GmbH hat die oben genannten Risiken erkannt und tritt ihnen mit entsprechenden unternehmerischen Entscheidungen entgegen. Die Auswirkungen der allgemeinen konjunkturellen Entwicklungen, insbesondere in China sowie die Handelsbeziehungen der USA mit deren Handelspartnern sowie aus der Ukraine Krise sind konkret nicht vorhersehbar. Die Gesellschaft versucht, durch eine intensive Marktbeobachtung und verschiedenste Maßnahmen dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Wir verweisen auf die in Kapitel 2.2.1 gemachten Angaben, wonach die Absicherung der Liquidität sowie die Fortführung der operativen Tätigkeit des Unternehmens von der finanziellen Unterstützung durch die Konzernmutter VIA optronics AG abhängt. Die Gesamtrisikoposition wird als beherrschbar angesehen. E. Chancen Chancen bieten sich sowohl durch die gute Aufstellung in einer Vielzahl von regionalen Märkten und Endkundengruppen, die meist unterschiedliche Investitions- und Innovationszyklen aufweisen, als auch durch die Entwicklung neuer Produkte und innovativer Verbesserungen bestehender Produkte. Ein permanentes Kostenmanagement trägt ebenfalls dazu bei, sich bietende Marktchancen nutzen zu können. Die Automobilbranche, der Fokusmarkt der VIA optronics, bietet große Chancen unsere Produkte zu platzieren. Die vermehrte Verwendung von Displays, Sensoren und Kameras in Fahrzeugen und die damit einhergehende Verdrängung von analogen Instrumenten, vor allem im Fahrgastraum, rufen eine starke Nachfrage der Schlüsselkomponenten unserer Produkte hervor. Da insbesondere Elektro-Automobil-Hersteller vermehrt auf neue Technologien in Fahrzeugen setzen, ergibt sich für VIA optronics die Chance ihre Produkte in einem Wachstumssegment der Automobilindustrie zu etablieren. Der Ausbau der Produktionskapazitäten in der Nähe des Nürnberger Standorts birgt die Chance höherer Ausbringungsmengen und / oder auch neuer Kunden. F. Prognosebericht Für das Jahr 2020 hat die Geschäftsführung aufgrund der starken Nachfrage unserer Kunden und der damit verbundenen Erweiterung unserer Produktionskapazitäten in Nürnberg, eine Prognose über eine Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich (ca. 30%) abgegeben, und konnte dieses Wachstum, trotz der aufgetretenen und anhaltenden Unsicherheiten, lt. vorläufiger Zahlen übertreffen. Die vorläufige Bruttomarge liegt leicht unter den Erwartungen bei 5,4%, wobei dies jedoch durch die gesunkene Marge aufgrund von Produktmixverschiebungen und mit der Corona-Pandemie einhergehenden Materialkostensteigerungen gekennzeichnet ist. Das vorläufige EBITDA entwickelte sich positiv und liegt bei TEUR -114. Die vorläufige Nettoliquidität liegt bei TEUR 927. Für das Folgejahr 2021 hat die Geschäftsführung eine Prognose über eine Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich abgegeben, und konnte trotz der aktuellen Situation und Unsicherheiten, Wachstum vorweisen und nach vorläufigen Zahlen die Prognose erreichen. Die vorläufige Bruttomarge liegt entgegen der Erwartung nicht im niedrigen zweistelligen, sondern im mittleren einstelligen Prozentbereich, wobei deren Entwicklung durch gesunkene Margen aufgrund von Anlaufphasen neuer Projekte und den Auswirkungen der Corona-Pandemie, welche einherging mit Materialkostensteigerungen, gekennzeichnet ist. Das vorläufige EBITDA entwickelte sich aufgrund der gestiegenen Materialkosten sowie verzögerten Umsätzen aufgrund von Anlaufphasen stark negativ im Vergleich zu 2020. Die vorläufige Nettoliquidität liegt bei TEUR 162. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2021 übersteigen das Niveau der Vorjahre. Ein wesentlicher Investitionsschwerpunkt war dabei die Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort, welche durch Neukundengewinnung im Automobilbereich nötig wurde. Für das Jahr 2022 rechnen wir aufgrund vorläufiger Istzahlen erneut mit einem hohen zweistelligen prozentualen Wachstum der Umsatzerlöse durch volle Produktionskapazitäten an unserem Nürnberger Standort. Wir gehen von einer Bruttomarge im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Darüber hinaus rechnen wir mit einem verbesserten EBITDA im niedrigen negativen einstelligen Millionenbereich. Zielsetzung ist dabei nach wie vor auch die Nettoliquidität zu erhöhen, wenngleich Ergebnis und Liquidität durch einen veränderten Produktmix beeinflusst werden können. Im Jahr 2022 erwarten wir eine deutliche Reduzierung der Investitionen gegenüber 2021. Für das Jahr 2023 rechnen wir aufgrund einer Reallokation von Umsätzen zur produzierenden Gesellschaft mit einem niedrigen zweistelligen prozentualen Rückgang der Umsatzerlöse an unserem Nürnberger Standort. Wir gehen von einer Bruttomarge im unteren zweistelligen Prozentbereich aus. Darüber hinaus rechnen wir mit einem stark verbesserten EBITDA im hohen positiven einstelligen Millionenbereich. Die Verbesserung von Bruttomarge und EBITDA ist auf die Optimierung von Fertigungsprozessen und Materialkosten zurückzuführen. Weiterhin soll die Nettoliquidität erhöhen werden, wenngleich Ergebnis und Liquidität durch einen veränderten Produktmix beeinflusst werden können. Im Jahr 2023 erwarten wir Investitionen auf dem gleichen Niveau gegenüber 2022. Die VIA optronics GmbH kann weiterhin von ihrer Diversifikation in verschiedenen Branchen und Regionen profitieren. Im Segment Display Solutions, in dem die Gesellschaft tätig ist, erwartet die Gesellschaft für Produkte, die im Industrie- und Automotive Bereich Anwendung finden, eine steigende Entwicklung der Nachfrage. Speziell im Automobil Bereich ist in Zukunft mit steigender Nachfrage zu rechnen, aber auch in der Industrie finden die Produkte von VIA optronics immer mehr Anwendung.
Schwarzenbruck, den 28.04.2023 VIA optronics GmbH vertreten durch den Geschäftsführer |
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