Die Fleischmänner GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BROCHIER Holding GmbH + Co. KGNürnbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022A. Geschäft und Rahmenbedingungen 1. Allgemeines Die BROCHIER Holding GmbH + Co. KG mit Sitz in Nürnberg fungiert als Holdinggesellschaft mit verwaltender Zentralfunktion als alleinige Gesellschafterin der unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der BROCHIER Gruppe, die ausnahmslos in Deutschland ansässig sind. Dies bedeutet, dass in der BROCHIER Holding GmbH + Co. KG die Zentralbereiche organisiert sind, welche gruppenweit Dienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften erbringen. Der traditionsreiche Name der familiengeführten BROCHIER Gruppe steht für Komplettdienstleistungen rund um die moderne Gebäudetechnik. Das breite Leistungsspektrum umfasst Sanitärtechnik, Heizungs-, Kälte-/Klima-/Lüftungs- und Elektrotechnik genauso wie Rohr-/Kanalsanierung, Abscheideanlagen, maschinentechnische Ausrüstung und Anlagenbau für Klärwerke, MSR (Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik), Beregnungstechnik bis hin zur Nutzung alternativer Energien, der Wohnungskomplettsanierung und dem technischen Gebäudemanagement. Die Tochterunternehmen bzw. Niederlassungen des BROCHIER-Konzerns haben ihren Sitz im Raum Nürnberg, im Großraum München sowie im Raum Aschaffenburg. In diesen Regionen sowie in weiteren interessanten Metropolregionen in Bayern beobachten wir sehr genau die Marktsituation und auch potenzielle Unternehmen. Sollte sich hier die Chance ergeben, unser Wachstum durch weitere Zukäufe voranzutreiben, werden wir dies sorgfältig prüfen. Mit Kaufvertrag vom 25. März 2022 verkaufte Herr Alexander Brochier seine gesamten Kommanditanteile an der BROCHIER Holding GmbH + Co. KG rückwirkend zum 1. Januar 2022 an die im November 2021 neu gegründete BROCHIER Beteiligungs-GmbH. Auf Grund der Beherrschungsverhältnisse innerhalb der BROCHIER Gruppe wird der Konzernabschluss weiterhin von der BROCHIER Holding GmbH + Co. KG aufgestellt. Hauptanteilseigner der BROCHIER Beteiligungs-GmbH ist der Sohn von Herrn Alexander Brochier, Herr Pascal Brochier. Somit fand auch auf Ebene der Gesellschafter ein Generationenwechsel statt. Wir freuen uns sehr, dass die BROCHIER Gruppe damit weiterhin ein familiengeführter Konzern bleibt. Zur Erzielung von Synergieeffekten wurde das Tochterunternehmen Huber Sanitär- und Haustechnik GmbH mit Verschmelzungsvertrag vom 25. August 2022 rückwirkend zum 1. Januar 2022 auf die Huber Sanitär-Technik GmbH und Co. Sanitäre Installation verschmolzen. Die gruppenweite Einführung von weiteren digitalen Prozessen in den Beteiligungs- Gesellschaften innerhalb unserer ERP-Software haben wir auch 2022 sehr erfolgreich umsetzen können - dies aber nicht nur für die operativen Tätigkeiten, viel mehr noch für die verwaltenden Prozesse. Bereits im Berichtsjahr zeigte sich der Erfolg dieser Maßnahmen in vielen Bereichen als große Entlastung. Unsere Mitarbeiter können nun sowohl im Büro als auch im Mobil-Office fast uneingeschränkt ihrer Tätigkeit nachgehen. Das Berichtswesen in der Gruppe ist dadurch noch besser und schneller geworden. 2. Konjunktur, Markt und Branche Die Niedrigzinsphase aus den Vorjahren wurde im Jahr 2022 beendet. Die stark steigende Zinsentwicklung nach oben und die hohe Inflation im Jahr 2022 haben innerhalb kürzester Zeit einige Veränderungen im Bausektor und des ganzen Marktes herbeigeführt. Bei den Privathaushalten gilt es zu beobachten, wie diese sich durch die steigende Zinsentwicklung bei Baufinanzierungen und die hohe Inflationsrate bei der Realisierung ihrer Neu- und Umbauvorhaben künftig verhalten. Unternehmen - und hier speziell die der produzierenden Gewerbe - werden die Energiepreis- und Wohnpreisentwicklung genau beobachten. Die Pandemie hat hierzu auch beigetragen, die wirtschaftlichen Folgen haben vereinzelt noch mehr zugenommen und werden immer spürbarer. In Produktionsstätten sowie an Industriestandorten wird auch in die Modernisierung und Sanierung der Bestandsimmobilien investiert. Die neuen technischen Entwicklungen, die teilweise erhebliche Energieeinsparungen mit sich bringen, überzeugen die Entscheider, nachhaltig zu investieren. Dies trägt auch bei den Industriekunden weiter dazu bei, ihre Produktionskosten weiterhin marktgerecht zu halten. Die Entwicklung im Bereich der Bürogebäude gilt es genau zu beobachten. Hier ist ein Umdenken hinsichtlich Größe, Nutzbarkeit und neuer Arbeitsformen wie Home-Office ersichtlich. Es ist jedoch auch spürbar, dass das "vor Ort"-Sein wieder zunehmend gewünscht wird, wenn auch unter anderen Vorgaben. Fördermittel der öffentlichen Hand stehen weiterhin zur Verfügung. Wir erwarten, dass Bund und Länder für die großen Herausforderungen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit weitere Unterstützungen für Privatwirtschaft und Industrie bereitstellen werden. Nur so wird die Bereitschaft, auch künftig in die neuen technischen Entwicklungen zu investieren, bestehen bleiben. Im Bereich Wohnungsneubau sind weiterhin sehr viele Investoren und Bauträger tätig. Die Bautätigkeiten bleiben stabil, um den weiterhin wachsenden Wohnungsbedarf zu decken. Es wird sich aber in 2023 und den Folgejahren zeigen, ob die gestiegenen Baukosten und die höheren Finanzierungskosten durch die stark gestiegenen Zinsbelastungen für Immobilien noch vom Markt bezahlt werden können. Es gibt erste Anzeichen, dass dies nicht mehr so einfach möglich ist. Die Umsatzprognosen der Bauwirtschaft sind durch den vorhandenen Auftragsbestand gleichbleibend, aber nicht steigend. Für 2024 gilt es dies abzuwarten, da hier die Aufträge durch die Marktveränderungen begehrter sind. Zwar erwarten wir einen leichten Rückgang der Baupreise, der aber bei weitem nicht die Finanzierungskosten ausgleicht. So ist auch eine leichte Veränderung der Auftraggeberstruktur zu erkennen. Die öffentliche Hand und auch teilweise die Wohnungsbaugesellschaften sind immer mehr bereit, in die Modernisierung ihrer Liegenschaften sowie in den Neubau zu investieren. Insbesondere wird sehr stark in die technische Umsetzung von Lüftungsanlagen, meist in Schulen, Kliniken und Altenheimen investiert. Die allgemeine wirtschaftliche Lage und die Veränderungen sowohl in der Zinspolitik als auch bei der steigenden Inflation hatten auch in 2022 keine wesentlichen Auswirkungen auf den BROCHIER-Konzern. Die starken Veränderungen im täglichen Umgang, die die Corona- Pandemie in 2020 im Allgemeinen hervorgerufen hatte, werden schrittweise wieder zurückgenommen und führen zu einer Normalisierung auch im Arbeitsalltag. In 2023 sind dadurch keine großen Veränderungen zu erwarten, sondern eher in der Folge durch ein verändertes Konsumverhalten. Die anhaltenden Lieferschwierigkeiten in Teilbereichen unserer Geschäftsbereiche haben sich weiter fortgesetzt. 3. Geschäftsentwicklung Der Konzernumsatz inklusive Bestandsveränderung ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 % auf 99.847 TEUR gestiegen. Somit wurde die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Umsatzentwicklung etwas übertroffen. Die Umsatzrendite (Ergebnis nach Steuern/Umsatzerlöse) verringerte sich nur geringfügig im Vergleich zum Vorjahr (5,2 %) auf 4,9 %. Aufgrund der Verluste von drei operativen Konzerntöchtern konnten die Vorjahreserwartungen für die BROCHIER Gruppe hinsichtlich der gesamten Ergebnisentwicklung marginal nicht erreicht werden. Dafür konnte der Konzernjahresumsatz 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % gesteigert werden. Der Konzernjahresüberschuss vor Ertragsteuern verminderte sich auf 5.007 TEUR (Vorjahr 5.603 TEUR). Bis auf drei operativ tätige konsolidierte Tochterunternehmen des Konzerns hatten alle Töchter teilweise sehr gute Ergebnisse, so dass die Verluste in Summe nur geringfügig das Konzernergebnis 2022 belasteten. Somit konnten auch die zusätzlichen Abschreibungen auf die aufgedeckten stillen Reserven und auf die Geschäfts- oder Firmenwerte der letzten sieben neu erworbenen Gesellschaften in Höhe von insgesamt 411 TEUR noch gut kompensiert werden. Trotzdem verringerte sich das Konzernjahresergebnis insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 281 TEUR. Die Mitarbeiterzahl (ohne Auszubildende) ist im Jahresdurchschnitt von 542 im Vorjahr auf insgesamt 575 gestiegen. Insbesondere im Bereich eigener Arbeitskräfte, welche wir unter anderem auch durch Firmenzukäufe und ein eigenes Bewerbermanagement erhalten, sind wir für die Zukunft gut aufgestellt. Dies bedeutet aber nicht, dass wir nicht weiterhin auf der Suche vor allem nach Facharbeitern und Ingenieuren sind, um den zukünftigen Aufgaben mit hohem technischem Anspruch gewachsen zu sein. B. Darstellung der Lage des Konzerns 1. Ertragslage Die Betriebsleistung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10.720 TEUR auf 101.443 TEUR. Der Betriebsaufwand mit 96.901 TEUR ist im Vergleich zum Vorjahr (85.619 TEUR) um 11.282 TEUR gestiegen. Hauptursache ist der im Vergleich zum Vorjahr (40.243 TEUR) um 7.854 TEUR stark gestiegene Materialaufwand. Die Materialintensität hat sich um 3,3 % im Vergleich zum Vorjahr auf 48,2 % erhöht, während bei der Personalintensität eine Abnahme von 38,7 % auf 37,3 % zu verzeichnen ist. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist um 10,6 % gesunken, beträgt aber immer noch sehr erfreuliche 5.007 TEUR. Insgesamt wurden im Vergleich zum Vorjahr bei fast allen Tochtergesellschaften weniger Projekte schlussgerechnet. Dies führt zu einer geringeren Gewinnrealisierung und letztendlich zu einem um 281 TEUR verminderten Jahresergebnis in Höhe von 4.211 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Das EBITDA der BROCHIER Gruppe in Höhe von 7.358 TEUR (Vorjahr 7.690 TEUR) verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 332 TEUR. Die zusätzlichen Abschreibungen auf die aufgedeckten stillen Reserven und auf die Geschäfts- oder Firmenwerte der letzten sieben neu erworbenen Gesellschaften in den Jahren 2015 bis 2021 in Höhe von insgesamt 411 TEUR beeinflussten das EBIT 2022 zusätzlich negativ, so dass dieses von 5.862 TEUR im Vorjahr auf 5.248 TEUR zurückging. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme in Höhe von 38.784 TEUR hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % erhöht. Das Anlagevermögen ist um 1.086 TEUR von 8.608 TEUR im Vergleich zum Vorjahr auf 9.694 TEUR gestiegen. Hauptursachen sind zum einen der Asset Deal der HEFFNER BROCHIER Daten- und Kommunikationstechnik GmbH, welcher u.a. zu einem Zugang bei den immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt 942 TEUR führte, zum anderen aber auch der Asset Deal bei der friedrich GmbH, der zu einem Zugang der immateriellen Vermögensgegenständen von insgesamt 182 TEUR führte. Im Umlaufvermögen stiegen die Vorräte, vorwiegend verursacht durch die Bestandserhöhung der Bauleistungen, um 1.362 TEUR (30,9 %) auf 5.763 TEUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um 1.606 TEUR (12,0%) auf 11.751 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Dies lag vor allem an dem im Vorjahr ausgewiesen Kaufpreis in Höhe von 1.000 TEUR bei den sonstigen Vermögensgegenständen für die Assets der neu gegründeten Firma HEFFNER BROCHIER Daten- und Kommunikationstechnik GmbH, Nürnberg, welche nun zum aktuellen Bilanzstichtag auf die gekauften Vermögensgegenstände aufgeteilt und entsprechend abgeschrieben wurden. Die liquiden Mittel (11.472 TEUR) nahmen im Vergleich zum Vorjahr (11.339 TEUR) um 133 TEUR zu. Das wirtschaftliche Eigenkapital (entspricht dem bilanziellen Eigenkapital zuzüglich Ausgleichposten für aktivierte eigene Anteile und Gesellschafterverbindlichkeiten laut Bilanz) verringerte sich marginal im Vergleich zum Vorjahr um 446 TEUR auf 10.426 TEUR. Dies ist größtenteils auf die im Vergleich zum Vorjahr um 253 TEUR verminderten Gesellschafterverbindlichkeiten zurückzuführen. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (Eigenkapitalquote bezogen auf das wirtschaftliche Eigenkapital) ist aufgrund des geringeren wirtschaftlichen Eigenkapitals im Vergleich zum Vorjahr (28,8 %) auf 26,9 % gesunken. Das restliche Fremdkapital (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) beträgt somit 73,1 % (Vorjahr 71,2 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um 855 TEUR (5,4 %) auf 16.669 TEUR erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (360 TEUR), der sonstigen Verbindlichkeiten (919 TEUR) sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (183 TEUR). Dadurch konnte die Verringerung bei den erhaltenen Anzahlungen auf nicht abgerechnete Bauleistungen (355 TEUR) als auch bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (253 TEUR) kompensiert werden. Die Rückstellungen nahmen insgesamt um 335 TEUR (2,8 %) zu, vorwiegend durch die Erhöhung der Steuerrückstellungen (410 TEUR). 3. Finanzlage Das Finanzmanagement des Konzerns zielt auf die Steuerung der Liquidität sowie der Kapitalstruktur der BROCHIER Gruppe. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 7.040 TEUR ist neben dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss vor allem positiv geprägt durch die hohen Abschreibungen (2.119 TEUR) sowie durch die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (1.134 TEUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird dagegen negativ beeinflusst durch die Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (649 TEUR) sowie durch die Ertragsteuerzahlungen (473 TEUR). Hauptsächlich infolge der Zahlungsmittelabflüsse durch hohe Investitionen in das Sachanlagevermögen (1.967 TEUR) und Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis und für den Erwerb von Geschäftsbetrieben (579 TEUR) ergibt sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -2.416 TEUR. Die wesentlichen Investitionen in die Sachanlagen betreffen dabei die Betriebs- und Geschäftsausstattung bei mehreren Konzernunternehmen. Im Wesentlichen bedingt durch die Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens (4.663 TEUR) ergibt sich ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -4.491 TEUR. Der Konzern ist mit liquiden Mitteln (11.472 TEUR), die die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (5.101 TEUR) wie auch bereits in den Vorjahren deutlich überwiegen, gut ausgestattet. Nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2023 und darüber hinaus sind keine Liquiditätsengpässe absehbar. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BROCHIER Gruppe wird weiterhin als gut beurteilt. C. Nachtragsbericht Konzerninterne Maßnahmen zur Erzielung von Synergieeffekten wurden auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt. Maßgeblichen Anteil daran hatte die hervorragende Zusammenarbeit mit den einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Seit Beginn des Jahres 2020 und anhaltend im Jahr 2022 hat die Corona Pandemie die allgemeine wirtschaftliche Lage in unseren Bereichen nicht wesentlich beeinflusst und 2023 wurden alle Einschränkungen aufgehoben. Die bekannten Veränderungen bei den Zinsen und der steigenden Inflation haben bisher auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BROCHIER-Konzerns nur sehr geringe Auswirkungen. Effekte durch die lange anhaltende Pandemie zeigen sich jedoch nun allmählich. Hauptsächlich sind dies Lieferverzögerungen und starke Preisanstiege. Die Energiekrise, die durch den Ukraine-Krieg verursacht wurde, zwingt die Regierung im Bereich von Förderungen für alternative Heizungssysteme aktiver zu werden und die Hersteller dieser Anlagen die neuen Produkte auch produzieren zu können. Die sich hieraus ergebenden neuen Märkte sind für den BROCHIER-Konzern und unsere Kunden jedoch noch nicht vollständig abschätzbar, da eine hohe Inflation und die damit sinkende Kaufkraft ebenfalls eine Folge der Krise sind. Für die Entwicklung und Implementierung neuer Geschäftsmodelle im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung wurde eine weitere Tochterfirma, die BROCHIER Innovations GmbH, im Februar 2023 gegründet. Des Weiteren liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor, die wesentliche Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BROCHIER Gruppe haben könnten. D. Chancen- und Risikobericht Das ins Managementsystem integrierte Risikomanagement gilt bei der BROCHIER Gruppe für sämtliche organisatorischen Prozesse und ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Vor diesem Hintergrund ist eine bestandsgefährdende Beeinträchtigung der zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns derzeit nicht erkennbar und auch nicht in Aussicht. Vorausschauend wurde hier nun aber eine Stabsstelle geschaffen und auch besetzt. Neue Erkenntnisse, die eine Überarbeitung der Managementsysteme erfordern, werden erst einer detaillierten Prüfung unterzogen und bei Bedarf angepasst. Die Herausforderung des Risikomanagements besteht darin, eine frühzeitige Erkennung, angemessene Bewertung sowie kontinuierliche Steuerung und Überwachung von Risiken zu gewährleisten. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele - insbesondere auf das Ergebnis - auswirken könnten. Die Hauptrisiken des Unternehmens liegen im Ausfall von Kundenzahlungen und Führungspersonen sowie unvorhersehbaren Störungen im Bereich der IT. Unser Integrationsleitfaden hat sich als Begleitinstrument zur möglichst reibungslosen Eingliederung neu erworbener Unternehmen in die Gruppe bewährt. Diese Maßnahme wird im Konsens mit der einheitlichen ERP-Software zum Erfolgsgaranten. Ein latentes Risiko besteht in der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie, sowie im Ukraine-Krieg wobei sich die Effekte weithin in Form von Lieferschwierigkeiten und durch teilweise massive Preiserhöhungen zeigen. Die Hauptursachen dafür liegen in der weltweit gestiegenen Nachfrage während der Pandemie sowie in den Engpässen auf den Energie- und Rohstoffmärkten. Der auch bei vielen Unternehmen unserer Lieferketten zu verzeichnende Personalmangel trägt zudem zu einer Verschärfung der Liefer- und Preisproblematik bei. Die Risiken von Forderungsausfällen werden latent bestehen bleiben, haben uns aber bisher trotz der Veränderungen im Zins- und Inflationsbereich nicht getroffen. Die erhöhten Risiken bestehen aber weiterhin und die weitere Entwicklung ist derzeit noch nicht vollständig abschätzbar. Wir wenden konsequent externe Bonitätsprüfungen, die Bürgschaftsmöglichkeit nach § 648a BGB sowie Vorauszahlungen zur Vermeidung finanzieller Ausfälle an. Währungsrisiken bestehen für den Konzern nicht. Zinsrisiken haben aktuell im Konzern eine untergeordnete Bedeutung. Die Einzelfirmen sind nun fast alle nicht mehr nur auf eine Führungspersönlichkeit ausgerichtet, da wir auch nachrückenden Mitarbeitern Führungsverantwortung übertragen haben. Mit der Doppelbesetzung der Geschäftsführungen steuern wir dem latenten Risiko eines Führungskräfteausfalls entgegen. Nachfolgepläne existieren für alle Unternehmen und sind bereits in der Umsetzung. Um genügend junges und qualifiziertes Personal an die kommenden Aufgaben heranzuführen, heißt dies aber auch, dass wir der Personalfindung und -schulung in den nächsten Jahren noch mehr Aufmerksamkeit widmen werden. Mit unserem eigenen Konzept "Arbeitgebermarke BROCHIER", welches die Prozesse der Mitarbeiteransprache, -gewinnung, -entwicklung und -bindung definiert, steuern wir gegen das Risiko des drohenden Fachpersonalmangels und einer möglichen Personalfluktuation. Diese Entwicklung einer Gesamtstrategie der Unternehmensgruppe im Bereich Personal ist gerade im Hinblick auf die demographischen Entwicklungen (Altersstruktur der Gesellschaft, Mobilität der Mitarbeiter, Wunsch nach häufigen beruflichen Veränderungen) sehr bedeutsam. Zum anstehenden 150. Firmenjubiläum wird der weitere Aufbau der Arbeitgebermarke mit diversen Personalmarketingkampagenen und -maßnahmen im Vordergrund stehen. Um unsere Arbeitgeberattraktivität weiterhin zu erhöhen, werden Mitarbeiter-Benefits wie Bike-Leasing, Sodexo, Prämien für Mitarbeitergewinnung und den vom Staat ermöglichten Inflationsausgleich angeboten bzw. ausbezahlt. Für den Bereich Nachwuchs (Auszubildende) waren aktive Besuche in Schulen, Sportstätten und bei öffentlichen Veranstaltungen unseres "Team Zukunft" wieder mit leichten Einschränkungen möglich und sicher wieder sehr erfolgreich. Das Team macht ansonsten im Rahmen des Unterrichts in Mittelschulen sowie bei diversen Veranstaltungen auf unsere Ausbildungsberufe mit gutem Erfolg aufmerksam. Bei diesen Einsätzen zeigen Ausbilder und Lehrlinge aus allen Ausbildungsbereichen und Jahrgängen in kleinen Gruppen, welche handwerklichen Berufe bei uns erlernt werden können. Als Onlineplattform rund um die Ausbildung in der BROCHIER Gruppe dient zudem die Website traumjob-handwerk.de, die ausführlich und mit aussagekräftigen Bildern, Videos und einem Azubiblog das Thema Ausbildung bei uns beleuchtet. Auch mit der im Rahmen der von 2019 bis 2022 mit dem Post SV Nürnberg e.V. eingegangenen Sportsponsoring-Kooperation zielen wir darauf ab, jugendliche Vereinsmitglieder auf unsere insgesamt mittlerweile zehn Ausbildungsberufe aufmerksam zu machen und sie für eine handwerkliche Ausbildung zu begeistern. Das im Rahmen unseres Unternehmensleitbildes einheitliche entwickelte "Wertesystem" ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit in der Gruppe und fest implementiert. Darüber hinaus ist das Thema Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil in der Gruppe. Eine immer größere Zukunftsaufgabe besteht im Erhalt des Firmen-Know-hows, d. h. unser Personal zu halten und zu ergänzen, Fachwissen an den Nachwuchs weiterzugeben und den Mitarbeiter/-innen die Möglichkeit zu Weiterbildungen einzuräumen. Eine gute Ausbildung ist hierfür unabdingbar. Das dazu gegründete BROCHIER Ausbildungszentrum zeigt schon erste Erfolge. In diesem bringen unsere erfahrenen Mitarbeiter ihr Wissen mit noch stärkerem Praxisbezug an den Nachwuchs weiter. In diesem Zusammenhang haben wir mit unserem "Team Digitalisierung" die ersten Projekte erfolgreich umgesetzt. Dieses Team beschäftigt sich intensiv mit internen und externen Möglichkeiten für eine noch digitaler agierende BROCHIER-Gruppe. Möglichen latenten Risiken durch Störungen im Bereich der IT-Landschaft treten wir entgegen, indem wir auch weiterhin in Sicherungsmaßnahmen investieren. Um unseren Sicherungsstand zu prüfen und zu bewerten, beauftragten wir externe Berater. Der Gefahr, durch die gestiegene Anzahl von Mobil-Office Arbeitsplätzen vermehrt Virusangriffen ausgesetzt zu sein, treten wir bestmöglich durch zusätzliche Sicherungssysteme entgegen. Zusätzlich werden unsere Systeme durch externe Firmen regelmäßig überwacht und getestet. Durch die zeitnahe und stetige Anpassung unserer Datenverarbeitung an die aktuelle Datenschutzgrundverordnung und neue Vorschriften sind wir bestens auf mögliche Überprüfungen der Behörden vorbereitet und sind für unsere Kunden, Lieferanten und Partner ein verlässlicher Verarbeiter ihrer personenbezogenen Daten. Mit großem Interesse beobachten wir weiterhin die Entwicklungen der Energiewende. Die aktuellen Diskussionen (E-Mobilität, Abkehr von fossilen Brennstoffen etc.) bieten uns die Möglichkeit, durch unser breites Leistungsspektrum die Energiewende zukünftig gemeinsam mit den Herstellern zu meistern. Die dadurch resultierende eventuelle Marktveränderung wird der Gruppe weiterhin eine stabile Umsatzentwicklung ermöglichen. Neue Geschäftsfelder können nun erschlossen werden und sind bereits in der Umsetzung aber auch in der Prüfung. Die dezentrale Energieversorgung sowie das Einführen von Energiemanagementsystemen werden wichtige Kernkompetenzen unseres Hauses sein, um die Kunden dann vollumfänglich als Dienstleister betreuen zu können. Die neuen Systeme und Techniken erfordern aber auch eine intensive Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Wir streben eine noch intensivere Zusammenarbeit mit Herstellern an, um relevante Themen aus der Handwerkspraxis mit den Entwicklungsmöglichkeiten der Hersteller abzugleichen und gemeinsam voranzutreiben. Hier sind die Schlagworte mittlerweile "Digitalisierung" und "künstliche Intelligenz". Auch die Kooperation mit Startups und Unternehmen, die in den neuen Märkten mit neuen Technologien tätig sind, wird nötig sein, um frühzeitig über die zahlreichen Marktentwicklungen informiert zu sein und die daraus resultierenden neuen Marktchancen für uns zu nutzen oder durch Kooperationen aufzubauen. Als ausführende Gesellschaft ist es wichtig, hier stets auf dem aktuellen Wissensstand zu sein und dadurch unseren Kunden auch weiterhin als Fachunternehmen in der Beratung und Ausführung zur Seite zu stehen. Unsere Kernaufgabe wird sein, Strategien und Konzepte gezielt für den Kunden zu entwickeln und diese fachgerecht umzusetzen, um die zentralen Themen und Bedürfnisse unserer Kunden sichtbar besser als der Wettbewerb zu lösen. Hier wird das Thema "alles aus einer Hand" eine wesentliche Rolle einnehmen. E. Prognosebericht Weiterhin beobachten wir in den Zielregionen Großraum Frankfurt, München und in Nürnberg den Markt, um mögliche Unternehmen zu identifizieren, die wir durch einen möglichen Zukauf in die Gruppe integrieren können, und somit einen Zuwachs zu erzielen. Zudem sind wir daran interessiert, auch neue Geschäftsfelder zu erschließen. Auch Neugründungen und Ausgliederungen von Niederlassungen in eigenständige Gesellschaften sind möglich. Eigenes Wachstum wird immer mehr durch die Demographie erschwert. Auch der immer öfter aufkommende Wunsch einiger Mitarbeiter, nicht mehr in Vollzeit und an fünf Werktagen tätig zu sein, verändert die Arbeitsgewohnheiten. Trotzdem gelingt es uns immer noch, gruppenweit im Schnitt einhundert Auszubildende zu beschäftigen und Fachpersonal für uns zu gewinnen. Das Bündeln von Synergien um die Kernbereiche Wohnen, Gewerbe und Industrie wird weiter umgesetzt sowie die klassische Gebäudetechnik um die Felder Elektro, SmartHome und Datennetze ergänzt. Hierdurch können wir noch besser als Fachunternehmen vollumfänglicher auf Wünsche und Bedürfnisse der Kunden eingehen. Die neuen Techniken und Verfahren, die hauptsächlich zum Einsatz kommen, werden nun stetig um Nischenprodukte erweitert. Diesen Markt der Nischenprodukte beobachten wir sehr genau, um die teilweise komplexen Anlagen besser am Markt zu platzieren. Diese Nischenprodukte stehen immer mit den in der Gruppe vorhandenen Techniken und Verfahren der Gebäudetechnik, grabenlosen Rohrsanierungen, Wasser- und Abwassertechnik und Energiestrategien in Verbindung. Auch die Themen Nachhaltigkeitsmanagement und Betriebs- und Organisationsoptimierung etc. sind dabei einige Schlagworte. Der Konzernumsatz für 2023 wird auf Grund der bisherigen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 leicht unter dem des Vorjahres prognostiziert, während wir beim Konzernergebnis 2023 davon ausgehen, dass dieses dem Vorjahr in etwa entsprechen wird. F. Ausblick Die sich immer zum Schutze der Umwelt verändernden schärferen gesetzlichen Regelungen tragen zu einer erheblichen Potentialsteigerung bei. Aufgrund der fortschreitenden technologischen Diversifizierung wird die TGA-Branche im Vergleich zur Hochbaubranche weiterhin an Bedeutung zunehmen. Der Anteil der technischen Gewerke bei der Errichtung von Gebäuden nimmt weiterhin in ihrer Komplexität zu. Diese neuen Technologien stehen meist in Verbindung mit Elektroenergie. Die Speicherung von Elektroenergie wird in der nahen Zukunft noch mehr zum Erfolgsfaktor um durchgehend ausreichend Strom zur Verfügung zu haben. Sie wird diesen Markt noch stärker prägen. Die Energieversorgung wird, wenn die Speichermöglichkeiten weiter verbessert werden, unabhängiger von den Gegebenheiten der Natur. Nicht zuletzt setzt die Regierung neu verstärkt auf eine Veränderung im Bereich von Heizungsanlagen, weg von den fossilen Energieträgern hin zur Wärmepumpe. Dies bedeutet wiederum einen erhöhten Strombedarf. Nun wird noch stärker die Solaranlage als Lieferant für den benötigten Strombedarf in den Fokus geraten. Die Veränderungen bei den Heizungen und bei der Mobilität hin zu Elektro wird den Markt weiterhin stark beeinflussen. Nach der Errichtung und dem Betrieb aller Technischen Gewerke ist eine stetige Wartung ein wichtiger Bestandteil, um einen laufenden sicheren Betrieb der komplexen Anlagen zu gewährleisten. Künftig müssen und werden die Hersteller von Energie-, Wasser-, Wärme-, Luft- und Kälteversorgungstechnik noch mehr den ökonomischen und ökologischen Forderungen der Bundesregierung und der Europäischen Union Sorge tragen -auch hinsichtlich der nun stark veränderten Energieverfügbarkeit. Wir als TGA-Fachunternehmung können hier mit unserem Know-how gemeinsam mit den Herstellern an den neuen Produkten und den Lösungen arbeiten. Hierzu zählt auch, dass wir uns noch stärker mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Dazu wurde in der BROCHIER Holding bereits eine Stabstelle geschaffen, die sich ausschließlich dieses Themas in Zusammenarbeit mit den Gruppenunternehmen widmet und bereits erste Erfolge in der Nachhaltigkeitsanalyse und -bewertung aufweisen kann. Wir werden weiterhin alle Maßnahmen zur Bindung und Entwicklung unseres qualifizierten Personals treffen, um unsere Arbeitgebermarke und unsere Marktposition weiter zu festigen und auszubauen. Deshalb haben wir auch die Coronaprämie ausgezahlt und warten ab, in welcher Form wir den Inflationsausgleich an unsere Mitarbeiter auszahlen können/dürfen.
Nürnberg, 30. November 2023 BROCHIER Holding Verwaltungs-GmbH Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022A. ALLGEMEINE ANGABEN Generalnorm Das Mutterunternehmen ist unter der Firma BROCHIER Holding GmbH + Co. KG im Handelsregister des Registergerichts (Amtsgericht) Nürnberg in Abteilung A unter der Registernummer HRA 10926 eingetragen. Der Firmensitz laut Registergericht ist Nürnberg. Dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, die besonderen Bestimmungen für Kommanditgesellschaften (§ 264a - § 264c HGB) sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zu Grunde. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Dem Konzern liegt die in § 297 Abs. 3 HGB vorgeschriebene Einheitstheorie zu Grunde. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember des Kalenderjahres. Der Konzernabschluss wurde in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Bilanzierungsmethoden Der Konzernabschluss wurde gemäß § 298 HGB unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB, den besonderen Bestimmungen für Kommanditgesellschaften gemäß § 264 a-c HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 - 274a, 276 - 277 HGB, erstellt. Gliederung Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Erweiterungen werden vorgenommen, soweit branchenbedingt abweichende bzw. ergänzende Postenbezeichnungen notwendig sind. 2. Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wurde gem. § 298 HGB unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB erstellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Währungsumrechnung Alle auf fremde Währung lautenden Bilanz- und GuV-Posten der Einzelabschlüsse wurden zum Devisenkurs des Buchungstages bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs unter Beachtung von § 256a S. 2 HGB. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bezogen auf eine Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwert ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stammen, werden über Nutzungsdauern von 4 bzw. 15 Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus Konsolidierungsmaßnahmen wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zu Grunde gelegt. Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bzw. mit den Herstellungskosten, soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, vermindert um Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden zum Teil linear, zum Teil degressiv abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden zum Teil linear, zum Teil degressiv abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich 800,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang erfasst. Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten aktiviert. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder wegen nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den Listenpreisen abzüglich Abschlägen zur Berücksichtigung der Rabatte und sonstigen Minderungen sowie zur Abdeckung einer eingeschränkten Verwertbarkeit angesetzt. Nicht abgerechnete Bauleistungen werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten oder unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Fertige Erzeugnisse, Waren werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Zahlungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf nicht abgerechnete Bauleistungen sind mit ihrem Erfüllungswert angesetzt. Soweit diese die nicht abgerechneten Bauleistungen betreffen, wurden sie von diesen aktivisch abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Bei den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind mit ihren Nominalwerten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN wurden auf der Aktivseite für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, gebildet. AUSGLEICHSPOSTEN FÜR AKTIVIERTE EIGENE ANTEILE ist entsprechend § 264c Abs. 4 S. 2 HGB in Höhe des aktivierten Betrages gebildet. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) und den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Die Bewertungen erfolgen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,78 % p.a. und eines Rententrends von 1,50 % p.a. Für die Abzinsung wurde der laufzeitadäquate, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Für den Unterschiedsbetrag zur Abzinsung mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz vergangenen sieben Jahre (1,44 %) besteht bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Kapitalgesellschaften gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine gesetzliche Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 161. Steuerrückstellungen sind anhand überschlägiger Berechnungen in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des zu versteuernden Einkommens bzw. der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlage dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf nicht abgerechnete Bauleistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. C. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND -GRUNDSÄTZE 1. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst die Muttergesellschaft BROCHIER Holding GmbH + KG, Nürnberg, sowie folgende Gesellschaften, die nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB auf Grund einer Stimmrechtsmehrheit vollkonsolidiert wurden:
Ausgenommen von der Konsolidierung wurden die folgenden Unternehmen. Ihr Ansatz erfolgt zum jeweiligen Buchwert der Beteiligung gemäß Einzelabschluss:
Die Tochterunternehmen wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie nach § 296 Abs. 2 HGB sowohl einzeln als auch zusammen von untergeordneter Bedeutung sind. Die Umsatzerlöse der nicht einbezogenen Tochterunternehmen betragen insgesamt weniger als 1% der Konzernumsatzerlöse und die Bilanzsummen der Unternehmen betragen zusammen weniger als 1% der Konzernbilanzsumme. Die nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurden aus denselben Gründen auch nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis ergeben: Die Huber Sanitär- und Haustechnik GmbH, Nürnberg, wurde durch notariell beurkundeten Verschmelzungsvertrag vom 25. August 2022 mit Wirkung zum 1. Januar 2022 auf die Huber Sanitär-Technik GmbH & Co. Sanitäre Installation, Nürnberg, verschmolzen und ist infolgedessen aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Auf Grund der Eintragung im Handelsregister der übernehmenden Gesellschaft am 22. November 2022 ist die Huber Sanitär- und Haustechnik GmbH, Nürnberg, erloschen. Auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hat die Verschmelzung keine Auswirkungen. 2. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die Konsolidierung erfolgte auf der Grundlage der Einzelabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden gemäß §§ 300 und 308 HGB an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Bei der Kapitalkonsolidierung von Anteilserwerben vor dem 1. Januar 2010 wurde die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. angewendet. Dabei wurden die Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss verrechnet. Eventuell sich ergebende (technische) Unterschiedsbeträge im Eigenkapital wurden als Konzerngewinnvortrag ausgewiesen. Bei Anteilserwerben nach dem 31. Dezember 2009 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der auf Grund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes verpflichtend anzuwendenden Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Aus der Erstkonsolidierung der Bohner Installation Franz Bohner GmbH & Co. KG, Nürnberg, entstand ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.435 aktiviert wurde und über die voraussichtliche tatsächliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Im Geschäftsjahr 2022 betrug die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts TEUR 96. Die Nutzungsdauer des Firmenwertes ist durch die Firma und den Kundenstamm der erworbenen Gesellschaft begründet. Es handelt sich um ein traditionsreiches und namhaftes Unternehmen in Nürnberg, welches rechtlich selbstständig unter eigenen Namen weitere Jahre laufen soll. Aus der Erstkonsolidierung der Röder & Hünerkopf Nachf. GmbH & Co. Heiztechnische Anlagen, Nürnberg, entstand ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 687 aktiviert wurde und über die voraussichtliche tatsächliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Im Geschäftsjahr 2022 betrug die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts TEUR 46. Die Nutzungsdauer des Firmenwertes ist durch das übernommene Personal, die Firma und den Kundenstamm der erworbenen Gesellschaft begründet. Aus der Erstkonsolidierung der Herrmann Haustechnik GmbH, Nürnberg, entstand ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 7, welcher erfolgsneutral in den Gewinnvortrag eingestellt wurde. Die Erstkonsolidierung der friedrich GmbH, Aschaffenburg, führte zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 545. Der Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die voraussichtlich tatsächliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung im Geschäftsjahr 2022 betrug TEUR 36. Die Nutzungsdauer des Firmenwertes ist durch die Firma, den Kundenstamm und das übernommene Personal der erworbenen Gesellschaft begründet. Die Erstkonsolidierung der etech Elektroservice Nürnberg GmbH, Nürnberg, führte zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.170. Der Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die voraussichtlich tatsächliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung im Geschäftsjahr 2022 betrug TEUR 145. Die Nutzungsdauer des Firmenwertes ist durch die Firma, den Kundenstamm und das übernommene Personal der erworbenen Gesellschaft begründet. Die Erstkonsolidierungen der Huber Sanitär-Technik GmbH & Co. Sanitäre Installation, Nürnberg, und der Huber Sanitär- und Haustechnik GmbH, Nürnberg (zwischenzeitlich verschmolzen auf die Huber Sanitär-Technik GmbH & Co. Sanitäre Installation), führte zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 890. Der Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die voraussichtlich tatsächliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung im Geschäftsjahr 2022 betrug TEUR 60. Die Nutzungsdauer des Firmenwertes ist durch die Firma, den Kundenstamm und das übernommene Personal der erworbenen Gesellschaft begründet. Alle zwischengesellschaftlichen Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge im Konsolidierungskreis wurden bei der Erstellung des konsolidierten Jahresabschlusses eliminiert. Zwischenergebnisse im Anlagevermögen infolge konzerninterner Umstrukturierungsmaßnahmen wurden eliminiert. Im Übrigen waren Zwischenergebnisse im Berichtsjahr nicht zu eliminieren, da
D. ERLÄUTERUNG DER BILANZ 1. Anlagevermögen 1.1 Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Gliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts betrifft in Höhe von TEUR 3.690 Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und in Höhe von TEUR 676 Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Der Buchwert der Beteiligungen beinhaltet in Höhe von TEUR 8 die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen, welches nach § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht im Wege der Equity-Methode gem. §§ 311 f. HGB in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 148 wurde das Wahlrecht zur außerplanmäßigen Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs, 3 S. 6 HGB nicht in Anspruch genommen, da die Wertminderung auf Grund erwarteten Entwicklung der Wertpapiere voraussichtlich nicht von Dauer ist. Der beizulegende Zeitwert der betreffenden Wertpapiere des Anlagevermögens beträgt TEUR 141. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
1.2. Angabe von Name und Sitz anderer Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt, sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt
1) Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Restlaufzeiten Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 2) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Eigenkapital Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis in Höhe von TEUR 2.270 beinhaltet einen Vortragswert in Höhe von TEUR 647. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
4. Verbindlichkeiten 4.1 Restlaufzeiten und Besicherung Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.927 (Vorjahr: TEUR 3.376) eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 100), von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 306) und von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Im Übrigen haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 45 durch die Sicherungsübereignung von Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert. 4.2 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 689). Diese enthalten das Verrechnungskonto der Komplementärin in Höhe von 35 TEUR (Vorjahr: TEUR 34), die Verrechnungskonten der Kommanditisten in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 569), das Verrechnungskonto gegenüber der nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Komplementärin der Bohner Installation Franz Bohner GmbH & Co. KG, Nürnberg, der Franz Bohner Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Nürnberg, in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 52) und das Verrechnungskonto gegenüber der nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Komplementärin der Röder & Hünerkopf Nachf. GmbH & Co. Heiztechnische Anlagen, Nürnberg, der Wehl und Haas Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Nürnberg, in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 35). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 120) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 5. Latente Steuern Es ergeben sich aktive latente Steuern aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz hinsichtlich der immateriellen Vermögensgegenstände, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 16,345% zu Grunde gelegt. Das Wahlrecht zum Ansatz der aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird nicht ausgeübt. Aus der Kapitalkonsolidierung ergeben sich gemäß § 306 HGB passive latente Steuern aus Sachanlagen und unfertigen Erzeugnissen. Der Berechnung der latenten Steuern liegen Steuersätze von 16,345% bis 32,170% zu Grunde. Der Passivüberhang an latenten Steuern gemäß § 306 HGB wird mit den aktiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB verrechnet. Danach ergibt sich ein Aktivüberhang, welcher in der Konzernbilanz nicht angesetzt wird. E. ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten Der BROCHIER Holding GmbH + Co. KG Konzern ist nahezu ausschließlich auf dem deutschen Markt tätig. 2. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 421), aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 14), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 365 (Vorjahr: TEUR 347) und Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 0). 3. Abschreibungen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte aus den Einzelgesellschaften erfolgt planmäßig über die voraussichtlichen Nutzungsdauern von 4 bzw. 15 Jahren. Die Abschreibung über die Nutzungsdauer von 15 Jahren erfolgt, weil der Geschäfts- und Firmenwert aus zum Erwerbszeitpunkt seit Jahrzehnten am Markt aktiven Unternehmen stammt und einer dauerhaften Ergänzung und Stärkung der eigenen Geschäftsbereiche dient. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren. 4. sonstige betriebliche Aufwendungen Es sind periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten. 5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Position beinhaltet ausschließlich außerplanmäßige Abschreibungen von Finanzanlagen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert. F. ERLÄUTERUNG DER KAPITALFLUSSRECHNUNG Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus der Bilanzposition Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 11.472 (Vj.: TEUR 11.339) abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 0). G. ERLÄUTERUNG DES EIGENKAPITALSPIEGELS Zum Bilanzstichtag stehen aus den Bilanzgewinnen der einbezogenen Tochterunternehmen insgesamt TEUR 9.786 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Der Betrag, der gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 161. H. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen für Verbindlichkeiten von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 12.700. Es wurden für die Haftungsverhältnisse keine Rückstellungen angesetzt, da mit einer Inanspruchnahme auf Grund der wirtschaftlichen Lage der Kreditnehmerin nicht zu rechnen ist. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen:
Per 31. Dezember 2022 valutierte der Avalkreditrahmen in Höhe von insgesamt TEUR 26.674. 3. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich (ohne Auszubildende):
4. Persönlich haftende Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin war im Geschäftsjahr die BROCHIER Holding Verwaltungs-GmbH, Nürnberg. Das Stammkapital der BROCHIER Holding Verwaltungs-GmbH, Nürnberg, beträgt 26.000,00 EUR. 5. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses setzt sich wie folgt zusammen:
6. Organmitglieder Geschäftsführung Die Geschäftsführung obliegt der Komplementärin, BROCHIER Holding Verwaltungs-GmbH, Nürnberg, vertreten durch die Geschäftsführer:
Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Bezüglich der Gesamtbezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird von den Befreiungsvorschriften nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB analog Gebrauch gemacht. 7. Befreiung nach §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Folgende Unternehmen nehmen die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse nach §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB in Anspruch:
8. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss 2022 des Mutterunternehmens entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen, vollumfänglich den Gesellschafterkonten zuzuweisen. I. UNTERSCHRIFT NACH § 245 HGB
Nürnberg, 30. November 2023 BROCHIER Holding GmbH + Co. KG, Nürnberg BROCHIER Holding Verwaltungs-GmbH Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
SONSTIGE BESTANDTEILE Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 18. Dezember 2023 gebilligt. Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BROCHIER Holding GmbH + Co. KG, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BROCHIER Holding GmbH + Co. KG, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BROCHIER Holding GmbH + Co. KG, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 30. November 2023 Rödl
& Partner GmbH
Grillenberger, Wirtschaftsprüfer Kastl, Wirtschaftsprüfer |
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