Herstellung von Krafträdern
Schobertechnologies GmbH
Industriestraße 2, 71735 Eberdingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf-Hendrik Born seit 8.11.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schobertechnologies GmbHEberdingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
AnhangI. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlagen der Währungsumrechnung Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. IV. Angaben zur Bilanz Aktiva 1. Anlagevermögen Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 HGB). Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Werte werden auf zwei bis fünf Jahre, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grundstücken werden auf zehn Jahre, technische Anlagen und Maschinen werden auf fünf bis fünfzehn Jahre sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden auf ein bis einundzwanzig Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear. Im Zugangsjahr wird der Abschreibungssatz pro rata temporis ermittelt. Für maschinengebundene Werkzeuge, die regelmäßig wegen Verschleiß ersetzt werden und für den Gesamtwert des Unternehmens von geringer Bedeutung sind, wird ein gem. § 240 Abs. 3 HGB aufgrund der zum 31.12.2022 durchgeführten Inventur angepasster Festwert angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Anlagenspiegel
2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten im Sinne des § 255 Abs. 2 S. 2 HGB bewertet. Soweit der beizulegende Wert zum Abschlusstag niedriger war, wurde dieser Wert zugrunde gelegt. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Pauschal- und Einzelwertwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und enthalten in Höhe von EUR 9.666,87 (Vj. EUR 9.422,50) Forderungen gegen Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen gegen Gesellschafter. 4. Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Währungsrisiken bei Fremdwährungsforderungen wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften mit einem Gesamtvolumen von TEUR 178.839,47 eingesetzt. Die Zeitwerte der Termingeschäfte zum 31. 12. 2023 wurden nach der Barwertmethode bewertet und betragen insgesamt saldiert TEUR - 176.721,11. Die Devisentermingeschäfte und die Fremdwährungsforderungen wurden jeweils zu einer Bewertungseinheit in Form von micro hedges zusammengefasst. Ihre jeweilige Effektivität wurde anhand der Critical Term Match Methode ermittelt. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolgedessen waren zum Bilanzstichtag hierfür keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. 5. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). 6. Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. (§ 250 Abs. 1 HGB). Passiva 1. Gewinnrücklagen Die Entwicklung der anderen Gewinnrücklagen stellt sich wie folgt dar:
Die anderen Gewinnrücklagen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
2. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Kalenderjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ungewisse Verbindlichkeiten für Gewährleistungen (TEUR 917), Provisionen (TEUR 114), Gewinnbeteiligungen (TEUR 35), Resturlaub und Überstunden (TEUR 381), Archivierungskosten (TEUR 20) und Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses und Steuererklärungen sowie dessen Prüfung (TEUR 35). Die sonstigen Rückstellungen decken alle zu erwartenden Verpflichtungen ab. 3. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 47.474,50 (Vj. EUR 46.646,75) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Außerdem sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhaltene Anzahlungen einer Schwestergesellschaft in Höhe von EUR 27.908,00 (Vj. EUR 27.908,00) ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt: Bilanzielle Verbindlichkeiten
Bilanzielle Verbindlichkeiten
4. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,9 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Rechtsformbedingt sind hierbei die Steuerarten Körperschaftsteuer (15,0 %), Solidaritätszuschlag auf Körperschaftsteuer (0,825 %) sowie Gewerbesteuer (12,075 %) berücksichtigt. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 345 % (Vj.: 345 %). Die passiven latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr EUR 51.981,19 (Vj. EUR 0,00). Im Geschäftsjahr wurden passive latente Steuern aufgrund eines höheren Wertansatzes der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Handelsbilanz bilanziert. Die Differenz zwischen handels- und steuerbilanziellen Ansatz beträgt TEUR 186. Die aktiven latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr EUR 8.540,75. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Abzinsungssätzen für die Gewährleistungsrückstellung. Der Unterschied zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz beträgt TEUR 30. Aktive und passive latente Steuern werden im Geschäftsjahr saldiert ausgewiesen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 52 Aufwendungen aus der Passivierung der latenten Steuern enthalten und TEUR 9 Erträge aus der Bildung von aktiven latenten Steuern. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse wird unter Bezugnahme auf § 288 Abs. 2 HGB unterlassen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Folgewirkung einer steuerlichen Außenprüfung in Höhe von TEUR 141 enthalten und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Aufwand in Höhe von TEUR 31. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind insgesamt TEUR 44 Steuernachzahlungen für Vorjahre aufgrund der Ergebnisse der steuerlichen Außenprüfung enthalten. VI. Sonstige Pflichtangaben Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB (§ 268 Abs. 7 HGB) in Form von Avalbürgschaften wie folgt: Bürgschaftsverpflichtungen i.S.d. § 251 HGB
Bürgschaftsverpflichtungen i.S.d. § 251 HGB
Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). Zum Abschlussstichtag bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB): Miet- und Leasingverpflichtungen
Miet- und Leasingverpflichtungen
Im Geschäftsjahr waren, ermittelt nach § 267 Abs. 5 HGB, 40 (Vj.: 37) Angestellte und 67 (Vj.: 61) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr dem einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer, Herrn Ralf-Hendrik Born. Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. Von den Erleichterungen der §§ 274a, 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 11. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 656.564,88 den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen.
Eberdingen, den 22. April 2024 gez. Ralf-Hendrik Born, Geschäftsführer Lagebericht 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Schobertechnologies GmbH, als operative Tochter der Schober GmbH Holding, versteht sich, seit ihrer Gründung, als ein weltweit agierendes und hochspezialisiertes Unternehmen, bekannt für die Herstellung und den Vertrieb von anspruchsvollen rotativen Stanz-, Schneid- und Nutwerkzeugen, Aggregaten und Sondermaschinen. Basierend auf einem in zurückliegenden Jahrzehnten gebildeten Erfahrungsschatz werden maßgeschneiderte technische Lösungen in unterschiedlichste Industriebereiche, wie z. B. die Verpackungs-, die Etiketten- und die Hygieneindustrie geliefert. Das Unternehmen hat dabei den Anspruch, seinen Kunden Produkte auf qualitativ höchstem Niveau zu liefern. Hersteller von Markenartikeln im Pharma- und Hygienesektor zählen ebenso zu den Kunden der Schobertechnologies GmbH, wie Produzenten von Medizintechnikprodukten, von Verpackungen für Getränke oder für Tabakprodukte. Zum Kundenkreis gehören sowohl Maschinenhersteller als auch namhafte Zulieferer aus dem Automobilbereich. Werkzeuge, Aggregate und Maschinen werden weltweit geliefert. In den USA werden Kunden von einer Schwestergesellschaft der Schobertechnologies GmbH betreut. In allen anderen Regionen der Welt werden die Produkte entweder über teilweise langjährige Vertretungen oder direkt vertrieben. Die Steuerung des Vertriebs erfolgt vom Hauptsitz des Unternehmens in Eberdingen-Hochdorf aus. Die Entwicklung, sowie die Fertigung und Montage von Werkzeugen und Anlagen erfolgen in der Mehrheit am Hauptsitz des Unternehmens. Bei den Produkten der Schobertechnologies GmbH handelt es sich typischerweise um kunden- und anwendungsspezifische Sonderlösungen. Für spezialisierte Prozesse, wie Wärmebehandlungen und Oberflächenveredelungen, werden qualifizierte Lieferanten eingesetzt. Um den eigenen hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, ist ein Qualitätsmanagement gemäß ISO 9001:2015 implementiert. Ein Grundelement zur Erreichung der unternehmerischen Ziele sind motivierte Mitarbeiter. Unabhängig von den einzelnen Einsatzbereichen, wie z. B. im Vertrieb, der Konstruktion oder Fertigung, sind Fertigkeiten und Fähigkeiten mit jeweils hoher fachlicher Kompetenz unabdingbar. Um diese Fähigkeiten zu erhalten und auszubauen, gibt es ein betriebliches System zur Weiterbildung von Mitarbeitern. Die Schobertechnologies GmbH ist ein Ausbildungsbetrieb. Ein Ziel ist es, das Unternehmen als modernen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und dies auch gezielt zu bewerben. Dazu tragen Investitionen in einen modernen Maschinenpark sowie in neue Technologien ebenso bei, wie Einführung einer Reihe von freiwilligen arbeitgeberseitigen Zusatzleistungen, wie z.B. die Einführung eines Firmenfitnessprogrammes. Die Unternehmensleitung sieht sich in der Pflicht, Maßnahmen im Umgang mit Chancen und Risiken zielgerichtet zu planen. Dazu dient ein Management-System, dessen Anwendung sicherstellt, alle rechtlichen und sonstigen Forderungen, zu denen sich die Schobertechnologies GmbH verpflichtet hat, zu erfüllen. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Schobertechnologies GmbH ist mit allen ihren Geschäftsfeldern weltweit aktiv und bietet ihren Kunden ein vielfältiges Produktspektrum. Der Exportanteil der hergestellten Werkzeuge und Anlagen liegt durchschnittlich bei mehr als 80%. Daher haben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den verschiedenen Regionen der Welt einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftslage des Unternehmens. Um den Geschäftsverlauf der Schobertechnologies GmbH entsprechend einordnen zu können, wird im Folgenden ein zusammenfassender Überblick über globale konjunkturelle Entwicklungen des Jahres 2023 gegeben. Die Einschätzungen und Zahlen beruhen auf der Auswertung unterschiedlicher Quellen, in der Hauptsache auf Publikationen des Kieler Institutes für Weltwirtschaft IFW, des VDMA, des Konjunkturspiegels der IHK Stuttgart und der LBBW-Mittelstandsampel. Nach Angaben führender Wirtschaftsinstitute wuchs die Weltwirtschaft nach dem coronabedingten Einbruch und unter dem Eindruck des Ukrainekriegs deutlich weniger im Jahr 2022 und für das Jahr 2023 wurde bessere Wachstumsaussichten prognostiziert. Anfang 2023 ging man von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,5% aus. Als bremsende Faktoren wurden die anhaltende Lockdown Politik in China als auch die straffere Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation ausgemacht. Nachdem sich China zu Anfang des Jahres, in gewisser Weise dann doch überraschend, von der "0-Covid- Strategie" verabschiedete, sich Preise für Energie und Rohstoffe und die inflationären Entwicklungen am Geldmarkt reduzierten, erhöhten sich die Wachstumsprognosen im Jahresverlauf auf zuletzt 3% für 2023. Die robuste Konjunktur in den USA wurde, als gewissermaßen ausgleichend zum geringeren chinesischen Wachstumsmomentum angesehen. Im Verlauf des Jahres stabilisierten sich die Lieferketten. Die Erholung der deutschen Wirtschaft von dem coronabedingten Leistungseinbruch endete mit Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022. Nachdem die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2022 ins Negative gerutscht war, gingen die Wachstumsprognosen zu Beginn des Jahres 2023 von bescheidenen + 0,5% für 2023 und + 1,4% für 2024 aus. Die Entwicklungen im Jahresverlauf zeigten ein anderes Bild. Unter dem Eindruck von hohen Energiepreisen und Inflation trübten sich die konjunkturellen Aussichten deutlich ein. Zum Ende des Jahres gingen die Wirtschaftsforscher von einer Schrumpfung des deutschen BIP von 0,5% im Jahr 2023 aus, mit der Aussicht auf ein Wachstum von nur 0,9% für 2024. Es wurden insgesamt wenig Impulse von der Weltwirtschaft erwartet. Die staatliche Konsolidierung wird ebenso als Bremse für eine wirtschaftliche Expansion ausgemacht, sowie die Lohnentwicklung und damit im Zusammenhang stehende Arbeitskämpfe als auch die Knappheit an qualifizierten Arbeitskräften in nahezu allen Branchen. Die Auswirkungen der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigten sich prinzipiell auch in allen Bereichen des deutschen Maschinenbaus. Lt. VDMA als auch anderen Quellen, lebte der dt. Maschinen- und Anlagenbau im ersten Halbjahr des Jahres 2023 von hohen Auftragsbeständen, die sich in Folge von Materialengpässen in den Vorjahren aufgebaut hatten. Die Auftragspolster sorgten auch noch für einen Produktionszuwachs von 1,7% bis Ende Juli 2023. Im September gingen aber Prognosen bereits von einem Minus von ca. 2% für das Gesamtjahr aus. Wegen fehlender weltwirtschaftlicher Impulse, der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China, sowie den Diskussionen um wettbewerbsfähige Standortbedingungen wurden auch die Aussichten für 2024 als äußerst trübe angesehen und eine abermalige Schrumpfung des BIP um weitere 2% prognostiziert. Mit der vorhergehend beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Lage des Jahres 2023 lässt sich eine Reihe von Auswirkungen auf die Investitionsgüterindustrie im Allgemeinen und den Werkzeug-, Maschinen- und Anlagenbau im Speziellen erklären. Auf Grund der Tatsache, dass sich die Mehrheit der sowohl in- als auch ausländischen Kunden der Schobertechnologies GmbH genau in den beschriebenen Spannungsfeldern bewegt, war die Geschäftsentwicklung des Unternehmens durch all diese Faktoren beeinflusst. II. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2023 war gekennzeichnet durch weltweite Messeaktivitäten, Kundenbesuche und damit verbundener Reisetätigkeiten, sowie Projektarbeit, wie man diese in "Nach-Covid-Zeiten", wieder als Normal zu bezeichnen pflegt. Die für die Schobertechnologies GmbH wichtigsten Messen waren dabei die Interpack und die Labelexpo. Auf beiden Messen wurden jeweils Maschinen ausgestellt. Auch wenn große internationale Besucherströme noch ausblieben, konnten die Messen deutliche Impulse für eine erfolgreiche Vertriebstätigkeit setzen. Hinsichtlich der durchschnittlichen monatlichen Auftragseingänge unterschieden sich die beiden Halbjahre des Geschäftsjahres deutlich. Nach zwei auftragseingangsseitig starken ersten Quartalen verschlechterten sich die Zahlen im dritten und vierten Quartal deutlich. Der Eingang eines Auftrags für ein Großprojekt im Oktober war maßgeblich verantwortlich dafür, dass das für 2023 angestrebte Jahresziel hinsichtlich des Auftragseingangs erreicht bzw. deutlich übertroffen werden konnte. Auf das Gesamtjahr gesehen lag die Summe der Auftragseingänge um ca. 65 % höher als im Vorjahr und damit über den Erwartungen. Die Verteilung der Aufträge bestätigte wiederum, dass die breite Aufstellung der Schobertechnologies GmbH sowohl hinsichtlich der unterschiedlichen Produktbereiche als auch über die unterschiedlichen Regionen hinweg von unschätzbarem Wert ist. Wie in den Vorjahren gingen im Jahresverlauf Aufträge für alle Produktbereiche und über alle Regionen der Welt verteilt ein. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 betrug ca. TEUR 24.986 und lag damit über dem Doppelten des Vorjahresniveaus. Der Jahresumsatz lag bei TEUR 17.630, damit deutlich über dem Betrag des Vorjahres, aber unterhalb der Zielsetzung. Der Exportanteil am Gesamtumsatz betrug rd. 87 %. Dieser lag damit noch über dem Vorjahresniveau und ist höher als im Durchschnitt der letzten Jahre, als der Wert jeweils bei rund 80 % lag. Ungeachtet anhaltender hoher Konkurrenz- und damit verbundenen Preisdrucks gelang es, die Marktpositionen in den meisten Produktbereichen zu behaupten. Die Pläne, das Geschäft mit neuen Kunden und neuen Anwendungen, speziell in den Verpackungs- und Hygienebereichen, weiter gezielt zu intensivieren, wurden weiterverfolgt. Vertriebsseitig wurden weiterhin weltweit alle Regionen abgedeckt. Die Länder des Binnenmarktes (ohne Deutschland) und die restlichen Staaten Europas trugen mit rd. 27 % Umsatzanteil einen erheblichen und deutlich höheren Beitrag als im Vorjahr zum Gesamtumsatz bei. Die Umsatzanteile mit Kunden aus dem Mittleren Osten, aus Nord- und Südamerika und Asien stiegen gegenüber den Vorjahreswerten deutlich an. Der Umsatz mit den Ländern des afrikanischen Kontinents fiel auf ein marginales Niveau. Für den Produktbereich Hygiene zeigten sich unterschiedliche Tendenzen. Während das Geschäftsvolumen mit europäischen Kunden konstant blieb, ging es mit Kunden in Asien und Amerika deutlich zurück. In diesem Industriebereich ist der Konkurrenzdruck unvermindert hoch. Auch hohe preisliche Zugeständnisse reichten speziell in den asiatischen Märkten nicht, um Aufträge in durchschnittlichem Umfang zu generieren. Der Produktbereich Rotationswerkzeuge für Kartonverpackungen lief deutlich besser als in den Vorjahren. Kundenspezifische Lösungen machen in diesem Produktbereich den Großteil der Aufträge und Umsätze aus. Eine Reihe von Entwicklungsprojekten sorgten für die Auslastung der verfügbaren Entwicklungs-, Konstruktions- und Versuchskapazitäten. Die Auslastung der Fertigungs- und Montagekapazitäten konnte über das gesamte Geschäftsjahr 2023 gewährleistet werden. Eine Anpassung der Kapazitäten erfolgte in erster Linie durch die Leistung von mehr oder weniger Überstunden, welche zur Abarbeitung von Aufträgen notwendig waren. Der Umfang eingekaufter Leistungen sowohl zur Fremdfertigung von Teilen als auch von Dienstleitungen im Bereich von E-Planung und Programmierung erhöhte sich deutlich. Im Verlauf des Jahres zeigte sich eine deutliche Entspannung bei den Kosten für Energie als auch für Rohmaterialien speziell in den Bereichen von Gusseisen und Spezialstählen. Die kurzfristige Verfügbarkeit von Elektrokomponenten erhöhte sich. Die während der Vorjahre aufgebauten Vorräte von Elektronikkomponenten konnten deutlich reduziert werden. Wie schon im Vorjahr gelang es auch 2023 wieder, neue Ausbildungsverträge abzuschließen. Zwei Auszubildende starteten ihren beruflichen Werdegang im September des Jahres. Alle ihre Ausbildung bei der Schobertechnologies GmbH beendenden Auszubildenden wurden als Mitarbeiter übernommen. Die in den Vorjahren gestarteten Investitionen in die Instandhaltung und Modernisierung des vorhandenen Maschinenparks wurden fortgeführt. Die Eigenkapazität wurde geringfügig erhöht, die Qualität nochmals verbessert. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Vorjahresvergleich in etwa gleichgeblieben. Schwerpunktmäßig flossen diesbezügliche Investitionen weiterhin in Antriebs- sowie Steuerungs-/Regelungstechnik für formatvariable Antriebe und Robotik. Investitionen in die Technologie des 3D-Drucks wurden getätigt. Der Großteil der F&E-Investitionen wurde eigenfinanziert. Staatliche Förderungen wurden nicht in Anspruch genommen. Im Jahr 2023 wurde die im Haus vorhandene IT-Server-Hardware komplett erneuert. Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass der Geschäftsverlauf des Berichtszeitraums die im vorjährigen Lagebericht dargelegte Prognose im Hinblick auf die wichtigen Elemente wie Umsatz, Auslastung, Verfügbarkeit von Vormaterialien und letztendlich Ergebnis bestätigt hat. III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a. Vermögenslage Im Vorjahresvergleich erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 236 und damit um rd. 10,0 % auf TEUR 2.594 (Vj. TEUR 2.358). Zusätzlich werden unverändert alternative Finanzierungsformen, insbesondere Leasing, Miete und Pacht in Anspruch genommen. Die Vorräte erhöhten sich deutlich um TEUR 1.046, dies entspricht rd. 38,8 % auf TEUR 3.743 (Vj. TEUR 2.697). Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten betragen TEUR 2.652 (Vj. TEUR 3.232) und verringerten sich somit um TEUR 580, rd. 17,9 %. Die liquiden Mittel betragen TEUR 8.187 und damit TEUR 3.979, rd. 94,6 % mehr als im Vorjahr (Vj. TEUR 4.208). Mit 47,7 % der Bilanzsumme stellen sie weiterhin die wesentlichste aktive Bilanzposition dar. b. Finanzlage Die Bilanzsumme stieg deutlich auf TEUR 17.176 (Vj. TEUR 12.495). Dabei hat sich das Eigenkapital um TEUR 657 auf TEUR 6.830 (Vj. TEUR 6.174) ebenfalls erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 39,8 % reduziert. Die Rückstellungen reduzierten sich um TEUR 91 auf TEUR 1.662 (Vj. TEUR 1.753) um rd. 5,2 %. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich deutlich um rd. 89,1 %, dies entspricht TEUR 4.072 auf TEUR 8.640 (Vj. TEUR 4.568). C. Ertragslage Das Rohergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 14.600 (Vj. TEUR 12.230) und war damit um TEUR 2.370 höher als im Vorjahr, was einem Zuwachs von ca. 19,4 % entspricht. Die Personalkosten haben sich um TEUR 448 auf TEUR 8.011 (Vj. TEUR 7.563) und damit ca. 5,9 % erhöht. Die Abschreibungen haben sich geringfügig um TEUR 33 erhöht, bewegen sich aber weiterhin auf relativ geringem Niveau in Höhe von TEUR 400 (Vj. TEUR 367). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich um TEUR 713 auf TEUR 5.447 (Vj. TEUR 4.734), was einer Zunahme von ca. 15,1 % entspricht. Somit beträgt das operative Betriebsergebnis TEUR 742 (Vj. TEUR -434) und liegt damit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. Das Finanzergebnis ist positiv in der Höhe von TEUR 109 (Vj. TEUR 3) und von untergeordneter Bedeutung. Einen Steueraufwand von TEUR 190 (Vj. Steuerertrag TEUR 68) berücksichtigend, ergibt sich letztendlich ein Jahresüberschuss von TEUR 657 (Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 363), was einer Zunahme von TEUR 1.019 entspricht. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht Gemäß den Einschätzungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft vom Beginn des Jahres 2024 werden nur moderate Wachstumsraten für die Jahre 2024 und 2025 vorausgesagt. Nachdem die Unterschiede zwischen besserer Wirtschaftsleistungen in den USA, Stagnation im Euroraum und deutlicheren Produktionsrückgängen im Vereinigten Königreich und Japan bezeichnend waren, werden für die kommenden Monate deutlich geringere konjunkturelle Unterschiede erwartet. Für die USA wird ein nachlassendes Wachstumstempo prognostiziert, für den Euroraum und Japan eine leichte Belebung aufgrund der nachlassenden Wirkung des Inflationsschocks. Aus China werden wegen struktureller Probleme nur schwache Impulse für die Weltkonjunktur vorausgesagt. In Deutschland wird die Phase der Stagnation zumindest im ersten Halbjahr weiter anhalten, für das Gesamtjahr wird nur ein Miniwachstum von 0,1% gesehen. Aktuellen Prognosen zufolge wird sich der Preisauftrieb von Rohstoffen und somit Vormaterialien verlangsamen. Dies hat vor allem mit deutlich gefallenen Kosten für Energie und geringerem Inflationsdruck zu tun. Lohnkostenseitig wird der Druck bestehen bleiben oder noch zunehmen. Zum Anfang des Jahres 2024 herrschte bei der Schobertechnologies GmbH eine positive Grundstimmung hinsichtlich der Möglichkeiten, in diesem Geschäftsjahr ausreichend Aufträge generieren und die Geschäftsentwicklung erfolgreich gestalten zu können. Messeplanungen für das Gesamtjahr und Reiseplanungen für das erste Halbjahr sind erstellt, allerdings ist die Anzahl sich aktuell im Vorlauf befindender Projekte nicht so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Von den Leitmessen DRUPA, Labelexpo Americas und PackExpo USA werden notwendige Impulse erwartet. Auf allen drei Messen werden RSM-Maschinen zur Verarbeitung von Folien, deren Nachfrage ungebrochen ist, ausgestellt. Der zum Jahresbeginn vorhandene, deutlich über dem Vorjahreswert liegende Auftragsbestand und die vorhandenen Aussichten auf kurzfristig eingehende Aufträge sind Basis für die Einschätzung, dass eine Auslastung der Fertigungs- und Montagekapazitäten bis weit in die zweite Jahreshälfte hinein gegeben sein wird. Das aktuelle Angebotsobligo beinhaltet eine Reihe von potenziellen Aufträgen, welche vom Projektstatus her, kurz vor der Auftragsvergabe stehen. Darunter befinden sich sowohl Projekte, welche dann im vierten Quartal dieses Jahres zur Auslieferung anstehen würden und damit noch in diesem Jahr umsatzwirksam wären, als auch Projekte, bei denen die Auslieferungen erst im Jahr 2025 erfolgen würden. Zur Abarbeitung bestehender Großaufträge wird es erforderlich sein, auf unternehmensfremdes Personal zurückzugreifen. Dies trifft im Besonderen auf die Bereiche Elektromontage und Programmierung zu. Aktuell ist absehbar, dass der Wert des Auftragseingangs des ersten Quartals unterhalb dem des Vorjahreswertes liegen wird. Auf Basis des aktuellen Auftragsbestands wird es aber möglich sein, die betriebliche Leistung auf dem Vorjahresniveau zu halten. Damit einhergehend sollte das Jahresergebnis ausgeglichen bzw. leicht positiv gestaltet werden können. Die vorhandene Liquidität wird es dem Unternehmen ermöglichen, seinen aktuellen und im Prognosezeitraum fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. II. Chancenbericht Chancen sind in Bewertung der aktuellen Lage in mehreren Richtungen auszumachen. Wie schon im Vorjahresbericht erwähnt, verändert sich der Fokus wichtiger Kunden der Schobertechnologies GmbH weg vom weiteren Ausbau von Produktionskapazitäten in China hin zu Investitionen sowohl in Nordamerika als auch in verschiedene Länder des indopazifischen Raums. Außerdem scheint von der Wirtschaft des indischen Subkontinents eine zunehmend größere Dynamik auszugehen. Damit wird der indische Markt als solcher interessanter für direkte Aktivitäten der Schobertechnologies GmbH. Hinzu kommt die Tatsache, dass große finanzstarke indische Konglomerate verstärkt Direktinvestitionen im mittleren Osten und auf dem afrikanischen Kontinent zum Aufbau von Fertigungsinfrastruktur vornehmen. Verbunden mit dem Aufbau neuer Fertigungsstätten sind Investitionen in neue Werkzeuge, Aggregate und Maschinen. Diesen Entwicklungen Rechnung tragend wurden die Messe- und Reiseaktivitäten der Schober- Vertriebsorganisation aufgestellt. Da die Messe DRUPA als größte Industriemesse im Bereich Druck und Papier in der Vergangenheit immer Maßstäbe hinsichtlich neuer Technologien und der Interaktion vielfältigster Markteilnehmer gesetzt hat, ist davon auszugehen, dass die diesjährige Messe deutlich größere Chancen als jede andere Industriemesse bieten wird. Der Höhepunkt der inflationären Phase der vergangenen zwei Jahre ist wohl überschritten. Der Rückgang der Preisanstiege ist unzweifelhaft eine Auswirkung der strafferen Geldpolitik der Notenbanken. Wirtschaftsexperten sind sich einig in der Vorhersage von sinkenden Zinssätzen, was einer gesteigerten Investitionstätigkeit zugutekommen wird. Da die Schobertechnologies GmbH zuallererst von Kundenaufträgen im Investitionsgüterbereich abhängig ist, sollte sich dieser Aspekt günstig auf die Geschäftstätigkeiten auswirken. Die weltweiten Bestrebungen hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft verstärken sich weiterhin. Es fließen immens hohe Summen in die Entwicklung von Technologien zur Erzeugung von Wasserstoff mittels grüner Energien. Schon in den vergangenen Jahren gab es Entwicklungsprojekte bei deren technischer Umsetzung auf rotative Lösungen der Schobertechnologies GmbH zurückgegriffen wurde. Der Trend hin zur Entwicklung alternativer Antriebskonzepte ist unumkehrbar. Viele Zulieferer aus dem Bereich Automotive investieren in neue Geschäftsfelder. Somit stehen auch in diesem Industriesektor entsprechend große Budgets zur Verfügung und mit dem erworbenen Know-how aus einer Reihe von Projekten der letzten Jahre ist die Schobertechnologies GmbH in der Lage, diesen Unternehmen Lösungen für aktuelle Aufgabenstellungen zu offerieren bzw. als Entwicklungspartner zur Seite zu stehen. Auch in diesem Bereich ist davon auszugehen, dass sich die Erfahrungen der letzten Jahre in auftrags- und umsatzwirksame Entwicklungsprojekte ummünzen lassen. III. Risikobericht Die größten Risiken für eine ausreichend gute Geschäftsentwicklung gehen aktuell von den geopolitischen Entwicklungen aus. Dauer und Ausgang des Ukrainekriegs sind vollkommen offen. Es zeichnen sich keine Lösungsansätze für den Palästinakonflikt und somit für den Kampf zwischen Israel und der Hamas ab. Diese beiden Konflikte haben große Potenziale sich über die aktuelle regionale Begrenztheit hinaus auszuweiten. Gelder, die in die Unterstützung der heimischen Wirtschaft fließen sollten, sei es zur Stabilisierung der Energiepreise, zur Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur, zur Förderung neuer Technologien oder in bessere Berufsbildung, werden wegen gestiegener Kosten für Rüstung, Militär und Kriegsflüchtlingshilfen, in weit geringerem Maße zur Verfügung stehen. Diese Entwicklungen beeinflussen den Wirtschaftsstandort Deutschland in negativer Hinsicht. Neben den politischen Risiken gibt es auch noch andere, die an dieser Stelle zu nennen wären. Die hohen Zinsen haben zu einem Umdenken im Cash-Flow- Management der Kunden der Schobertechnologies GmbH geführt. Investitionen in neue Ausrüstungen als auch Ersatzinvestitionen werden gegenwärtig deutlich stärker als in den Vorjahren hinterfragt. Daraus ergeben sich Verschiebungen und die Streckung zeitlicher Abläufe Projekte umzusetzen. Für die Schobertechnologies GmbH gibt es wie für viele andere Unternehmen vergleichbarer Größe, das große Risiko Fachkräfte zu finden und selbst ausgebildetes Personal langfristig ans Unternehmen zu binden. Traf dies in der Vergangenheit in großen Maßen auf die Bereiche E-Technik / Elektronik zu, sind gegenwärtig fast alle Unternehmensbereiche, angefangen bei Vertriebspersonal bis hin zu Monteuren für Maschinenaufstellungen und -inbetriebnahmen, betroffen. Der sich hieraus ergebende Zwang auf die Leistungen Dritter zurückzugreifen, ist mit der Gefahr entsprechender Kostensteigerungen, des Abflusses von Know-How und Qualitätseinbußen verbunden. D. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen an Kunden, Bankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Wechselkurssicherungen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos werden Geldaus- und -eingänge tagesaktuell überwacht. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität des Kunden abgefragt. Sollte dies nicht möglich sein, werden entsprechende Zahlungsabsicherungen über Vorauskasse-Zahlungen und Anzahlungen genutzt. Im Bereich des Exports wird auf eine Zahlungsabsicherung über Akkreditive zurückgegriffen. Bei einigen dieser Akkreditive werden zusätzliche Absicherungsmechanismen zu Länderrisiken genutzt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement sowie ein etabliertes Mahnwesen. Zur Minimierung von Wechselkursrisiken werden Geschäfte in ihrer Mehrheit in EURO abgewickelt. Können Aufträge auf kundenseitigen Druck nur in US-Dollar abgeschlossen werden, sind Devisentermingeschäfte das Mittel der Wahl. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Der Unterzeichner als gesetzlicher Vertreter der Schobertechnologies GmbH versichert, dass im vorstehenden Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft nach bestem Wissen so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Sinne des § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB beschrieben sind.
Eberdingen-Hochdorf, den 22. April 2024 Schobertechnologies GmbH gez. Ralf-Hendrik Born, Geschäftsführer Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Schobertechnologies GmbH wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgend aufgeführte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Schobertechnologies GmbH. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schobertechnologies GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schobertechnologies GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schobertechnologies GmbH, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erlangen, 22. April 2024 SMDM
Steinacker Müller Dehner Meichelbeck
Benedikt Ponnath, Wirtschaftsprüfer Dr. Jörg Steinacker, Wirtschaftsprüfer Feststellung 2023 Der Jahresabschluss wurde am 24. April 2024 festgestellt. |
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