Med Beauty Swiss GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Danielle Dr. Borowski seit 12.3.2026 | Prokura |
Anja Repenning seit 12.3.2026 | Prokura |
Markus Behrens seit 13.10.2025 | Prokura |
Tobias Bathe seit 13.10.2025 | Prokura |
Julia Mayer seit 13.10.2025 | Prokura |
Frank Merry seit 14.11.2024 | Geschäftsführer |
Anna Messina seit 14.11.2024 | Prokura |
Tobias Dietrich seit 5.5.2023 | Prokura |
Harald Meyenburg seit 5.5.2023 | Prokura |
Florian Eisenmagen seit 31.1.2023 | Geschäftsführer |
Lars Schittko seit 2.12.2022 | Prokura |
Alexander Horst Koser seit 2.12.2022 | Prokura |
Klaus Scharfenstein seit 13.4.2022 | Prokura |
Dennis Caris seit 11.11.2021 | Geschäftsführer |
Markus Cremer seit 9.3.2021 | Prokura |
Anja Mainka seit 9.3.2021 | Prokura |
Hanne Provstgaard Lassen seit 9.3.2021 | Prokura |
Mohammad Farahmand-Maheni seit 9.3.2021 | Prokura |
Horst Grünbacher seit 4.2.2021 | Prokura |
Markus Rosezin seit 19.5.2020 | Prokura |
Niklas Blang seit 13.9.2019 | Prokura |
Karl-Heinz Kündgen seit 13.9.2019 | Prokura |
Ines Wilke seit 13.9.2019 | Prokura |
Markus Rosellen seit 13.9.2019 | Prokura |
Martin Reinhold Wrede seit 12.9.2018 | Prokura |
Olaf Hoepfner seit 14.11.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ISS Facility Services Holding GmbHDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022ISS Facility Services Holding GmbH, DüsseldorfA . GrundlagenGeschäftsmodell Die deutsche ISS Gruppe ist eine im Bereich Facility Management tätige Unternehmensgruppe, deren Muttergesellschaft die ISS Facility Services Holding GmbH, Düsseldorf, ist. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Integrierten Facility Management (IFM). Hier werden dem Kunden Komplettdienstleistungen im Rahmen des Facility Managements (FM) angeboten. Darüber hinaus werden auch Einzelleistungen bzw. "Single Services" (insbesondere Gebäudereinigung, Technik, Catering) erbracht. Die ISS Gruppe ist weltweit in mehr als 30 Ländern tätig. Hierdurch sind wir in der Lage, auch länderübergreifend für international agierende Großunternehmen tätig zu werden. Die ISS Automotive Services GmbH, ISS Communication Services GmbH und ISS Energy Services GmbH als Tochtergesellschaften der ISS Facility Services Holding GmbH sind auf strategische Industriezweige spezialisiert, um dort spezifische Branchenlösungen anzubieten, insbesondere in den Bereichen Automotive, Telekommunikation und Energiewirtschaft. Hier werden sowohl Einzeldienstleistungen ("Single Services") als auch Mehrfachdienstleistungen ("Multiservices") bzw. integrierte Dienstleistungen unter unserer einheitlichen Steuerung ("Integrated Facility Services (IFS)") angeboten. Die ISS Pluralis GmbH ist im Bereich der Durchführung von Untersuchungen, Studien, Beratungen, Planungs- und Ingenieurleistungen für die Modernisierung, Sanierung, Instandsetzung und den kontrollierten Rückbau von Gebäuden tätig. Die ISS Integrated Facility Services GmbH erbringt Leistungen gegenüber Großkunden (Key Accounts), die keiner der oben genannten Sparten zugeordnet sind. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die ISS Pharma Services GmbH auf die ISS Integrated Facility Services GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2022 verschmolzen. Die ISS Engineering Services GmbH bündelt im Rahmen der globalen Key Account-Strategie die technischen Spezialkenntnisse und mandatsunabhängigen technischen Serviceleistungen der deutschen ISS Gruppe. Sie erbringt projektbezogene Dienstleistungen an die Key Account-Gesellschaften. Die ISS Facility Services Holding GmbH erbringt als Beteiligungsholding für ihre Tochtergesellschaften Managementleistungen, u.a. in den Bereichen Finanzen, Rechnungslegung, IT, Einkauf und Personal. Darüber hinaus werden das Business Development sowie Operations Performance von der ISS Facility Services Holding GmbH gesteuert. Die Geschäftsführung der ISS Facility Services Holding GmbH ist darüber hinaus sehr eingehend in das Key Account Management für unsere industriellen Großkunden eingebunden. Die rechtliche Struktur soll die kundenfokussierte Ausrichtung der ISS Gruppe in Deutschland abbilden. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Pandemie hat sich durch den Krieg in der Ukraine und die dadurch gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise deutlich abgeschwächt. Die Verbraucherpreisinflation ist in vielen Ländern auf ein jahrzehntelanges Hoch angestiegen und hat zu einer raschen Straffung der Geldpolitik durch die Notenbanken geführt. Auch die deutsche Wirtschaft leidet unter Engpässen bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften, welche zu einer Inflationsrate von 7,8 % im Jahr 2022 geführt haben.[1] Für das Jahr 2022 rechnet die OECD mit einem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 3,1 %.[2] Laut dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung wuchs das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland preisbereinigt um 1,9 %.[3] Der Markt für Facility Services unterliegt im allgemeinen vergleichsweise geringen konjunkturellen Schwankungen. Auswirkungen werden auf Grund von mehrjährigen Verträgen oftmals abgeschwächt und erst zeitverzögert sichtbar. Im Jahr 2020 verzeichnete der deutsche Facility Service-Markt erstmals seit Beginn der Lünendonk-Marktbeobachtungen einen Rückgang im Marktvolumen. Mit der Abschwächung der Corona-Pandemie traten jedoch Zukunftsthemen wie Veränderungen in der Arbeitswelt und neue Kundenanforderungen in den Vordergrund. Das externe Marktvolumen für Facility Services ist gegenüber 2020 inzwischen wieder deutlich gestiegen, wobei das Vor-Corona-Niveau noch nicht ganz wieder erreicht werden konnte. Gründe hierfür sind Pandemieauswirkungen wie Homeoffice und ein geringerer Bedarf an Cateringleistungen.[4] Die Prognosen der Facility-Service-Branche für die kommenden Jahre sind überwiegend positiv und gehen von einem deutlichen Marktwachstum in den kommenden Jahren aus. Gleichzeitig leiden viele Unternehmen unter hohem Personal- und Fachkräftemangel, welche zukünftiges Wachstum begrenzen. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern ist ein wesentlicher Faktor für zukünftiges Wachstum. Durch den demografischen Wandel steigen in der FM-Branche die Herausforderungen, qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.[5] 2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2022 stand ganz wesentlich im Zeichen einer weiteren Stabilisierung des Geschäftsbereichs Communication sowie in der Erzielung eines positiven operativen Ergebnisses für die deutsche ISS Gruppe. Diese beiden Ziele konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht werden und der Konzernjahresfehlbetrag konnte gegenüber dem Vorjahr erheblich gesenkt werden. Dies wurde durch Steigerung der operativen Effizienz auf bestehenden Verträgen, dem erfolgreichen Anlaufen neuer Verträge sowie der Umsetzung zahlreicher Projekte quer über alle Geschäftsbereiche erzielt. Leider konnten die geplanten Ergebnisverbesserungen im Bereich Automotive trotz eines umfangreichen Turnaround Programms nicht erreicht werden. Diese negative Ergebnisabweichung konnte aber durch die Geschäftsbereiche Integrated und Energy kompensiert werden. So profitierte die ISS Integrated Facility Services GmbH von einem sich wieder erholenden Messegeschäft nach Wegfall der Corona Maßnahmen sowie steigenden Umsätzen mit Bauprojekten. Die ISS Energy Services GmbH konnte nach erfolgreichen Vertragsverlängerungen an die guten Ergebnisse der Vorjahre anschließen. a. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die Steuerung unseres Unternehmens werden in erster Linie Auswertungen aus unserem internen Controlling sowie unsere Monatsabschlüsse herangezogen, die nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt werden, die den International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anwendbar sind, entsprechen. Übertragen auf den handelsrechtlichen Konzernabschluss sind dies im Wesentlichen die Entwicklung der Umsatzerlöse, organisches Wachstum (Veränderung der Umsatzerlöse im Verhältnis zu vergleichbaren Umsatzerlösen des Vorjahres) und der Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Mitarbeiterfluktuation, die Kundenbindung und die Anzahl der Arbeitsunfälle (LTIF). b. Ertragslage Der Gesamtumsatz des ISS Konzerns in Deutschland betrug im Jahr 2022 TEUR 777.007 (i. Vj. TEUR 733.768). Der prognostizierte Anstieg der Umsatzerlöse des ISS Konzerns konnte auch unter den anhaltenden negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie realisiert werden. Das organische Wachstum betrug im Jahr 2022 2,4 % gegenüber -0,9 % im Vorjahr und lag somit über dem prognostizierten Wert von 1,1 %, im Wesentlichen bedingt durch Zusatzgeschäft sowie Bauprojekte im Geschäftsbereich Telekommunikation. Die erzielten Umsätze lassen sich entsprechend der gesellschaftsrechtlichen Struktur der operativen Tochtergesellschaften, die der branchen- und serviceorientierten Ausrichtung aller Gruppengesellschaften entspricht, wie folgt aufgliedern. Die Umsatzerlöse der ISS Integrated Facility Services GmbH sind in der Sparte "Integrated Services" enthalten, die auch die mit Wirkung zum 1. Januar 2022 verschmolzene ISS Pharma Services GmbH enthält. Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 777.007 wurden TEUR 774.068 im Inland erzielt.
Der Bereich Communication ist weiterhin durch den zum 1. Juli 2019 gestarteten Vertrag mit einem Großkunden aus dem Bereich Telekommunikation geprägt. Der Anstieg der Umsatzerlöse in diesem Bereich ist durch eine höhere Umsatzrealisierung im Projektgeschäft bedingt. Positiv haben zudem erhöhte optionale Leistungen zu dem Anstieg der Umsatzerlöse in diesem Bereich beigetragen. Die Sparten Energy und Automotive sind geprägt durch Verträge mit langfristigen Laufzeiten und Verlängerungsoptionen. Ende des Geschäftsjahres 2021 bzw. Anfang des Geschäftsjahres 2022 wurden im Geschäftsbereich Energy die Verträge mit den beiden Hauptkunden langfristig verlängert. Der Geschäftsbereich Automotive war in 2022 weiterhin stark von reduzierten Services aufgrund von New Work Konzepten sowie höherem Homeoffice Anteil als Nachwirkung der Corona-Pandemie betroffen. In diesem Geschäftsbereich haben temporäre Produktionsunterbrechungen und Werksschließungen bedingt durch die globalen Lieferkettenprobleme, fehlende Sonderprojekte und gesunkenes Catering Geschäft in 2022 zu einem Umsatz unterhalb des Vorjahres und des Budgets geführt. Im Geschäftsbereich Integrated Services konnten fehlende Umsätze mit Neukunden durch das gegenüber dem Vorjahr gestiegene Messegeschäft sowie höheres Zusatzgeschäft im Bereich Banking kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.800 auf TEUR 29.244 (i. Vj. TEUR 37.044) vermindert. Ursächlich für die Verminderung waren im Wesentlichen gesunkene Erträge auf der Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand umfasst neben dem Materialeinsatz auch Aufwendungen von Subunternehmern und beträgt im Geschäftsjahr TEUR 239.632 (i. Vj. TEUR 246.552). Die Materialaufwandsquote liegt mit 30,8 % unter der des Vorjahres von 33,6 %. Die hohe Materialaufwandsquote des Vorjahres war wesentlich beeinflusst durch die hohen IT- und Migrationskosten im Rahmen des Großauftrags im Bereich Telekommunikation. Der Personalaufwand beträgt im Berichtsjahr TEUR 444.137 (i. Vj. TEUR 452.904). Die Personalaufwandsquote beläuft sich somit auf 57,2 % (i. Vj. 61,7 %). Der absolute Rückgang des Personalaufwands ist begründet in der Umsetzung der bereits in 2020 eingeleiteten und in 2022 weiter fortgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. Ein gegenläufiger Effekt ergab sich aus tariflichen Anpassungen. Bezogen auf den ISS Konzern waren zum Stichtag 31. Dezember 2022 1.085 (i. Vj. 1.071) angestellte und 9.878 (i. Vj. 10.293) gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt, durchschnittlich waren im Konzern in 2022 1.081 (i. Vj. 1.063) angestellte und 9.850 (i. Vj. 10.581) gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 100.179 (i. Vj. TEUR 131.656). Diese setzen sich zusammen aus Kraftfahrzeugkosten TEUR 26.109 (i. Vj. TEUR 22.813), Lizenzgebühren TEUR 15.339 (i. Vj. TEUR 14.602), IT-Kosten TEUR 15.231 (i. Vj. TEUR 14.192), Fremdarbeiten TEUR 12.198 (i. Vj. TEUR 10.854), Raumkosten TEUR 11.826 (i. Vj. TEUR 11.646), Rechts- und Beratungskosten TEUR 6.248 (i. Vj. TEUR 26.756), Berufskleidung TEUR 1.194 (i. Vj. TEUR 1.239), Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 16.167) sowie sonstigen Aufwendungen von TEUR 12.035 (i. Vj. TEUR 13.388). Auch im Geschäftsjahr 2022 sind weiterhin hohe IT- und Migrationskosten angefallen. Die Migrationskosten umfassen insbesondere die Kosten für den Aufbau und die Implementierung einer IT-Plattform zur Bearbeitung von Aufträgen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 176 enthalten, die ein Fünfzehntel des Unterschiedsbetrages zum 1. Januar 2010 betreffen, der sich im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des BilMoG für die Bewertung der Pensionsrückstellungen ergibt. Unter Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wird dieser innerhalb von 15 Jahren zugeführt. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 351. Das Zinsergebnis als Saldo aus den Zinserträgen und Zinsaufwendungen beträgt TEUR -913 (i. Vj. TEUR -1.245). Das Zinsergebnis resultiert aus der Verzinsung des Cash Pools bzw. des Verrechnungskontos mit der Gesellschafterin, der Forfaitierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Der Steueraufwand im Geschäftsjahr 2022 betrifft laufenden Steueraufwand von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 103) und Steuerertrag für Vorjahre von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 88). Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt TEUR 10.402 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 60.421 deutlich reduziert. Der Konzernjahresfehlbetrag ist zum einen durch das weiterhin negative Ergebnis im Geschäftsbereich Communication bedingt, wo kundenseitige Volumenreduktionen im Basisgeschäft nicht vollständig durch Kostenreduktionen über die Steigerung von operativen Effizienzen kompensiert werden konnten. Zum anderen hat sich vor allem der Geschäftsbereich Automotive bedingt durch temporäre Produktionsunterbrechungen aufgrund von Lieferkettenschwierigkeiten, reduziertem Geschäft in Betriebsrestaurants aufgrund von Home Office Regelungen bei unseren Kunden sowie einem Ausbleiben an Zusatzgeschäft negativ auf den Konzernjahresfehlbetrag ausgewirkt. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren der ISS Gruppe sind die Kennzahlen Mitarbeiterfluktuation, Kundenbindung und die Anzahl der Arbeitsunfälle (LTIF). Die Mitarbeiterfluktuation hat sich inklusive der Tochtergesellschaften gegenüber dem Vorjahr von 12,3 % auf 13,3 % leicht erhöht und lag somit oberhalb des geplanten Wertes von 12,3 %. Die Kundenbindung, welche angibt, in welchem Verhältnis Bestandskunden am Jahresende bereits zu Jahresbeginn unter Vertrag standen, betrug in 2022 98,0 % (Vorjahr 99,0 %) und ist somit nahezu wie budgetiert (98,5 %). Die Anzahl der Arbeitsunfälle wird pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden gemessen. Der Wert lag in 2022 bei 3,8 und somit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 4,6) sowie unterhalb des geplanten Wertes von 4,6. c. Finanzlage Die Kapitalstruktur stellt sich zum Stichtag wie folgt dar: Bei einer Bilanzsumme von TEUR 301.654 (i. Vj. TEUR 326.519) beträgt das Eigenkapital TEUR 13.848 (4,6 %) (i. Vj. TEUR 24.211; 7,4 %) und das Fremdkapital TEUR 287.807 (95,4 %) (i. Vj. TEUR 302.308; 92,6 %). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2022 beträgt 4,6 % (i. Vj. 7,4 %) und ist im Vergleich zum Vorjahr bei gesunkener Bilanzsumme auf Grund des Konzernjahresfehlbetrags leicht gesunken. Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 181.778 (i. Vj. TEUR 211.796). Auf die Pensionsrückstellungen entfallen dabei TEUR 48.475 (i. Vj. TEUR 43.036), auf die Steuerrückstellungen TEUR 51 (i. Vj. TEUR 107) und auf die sonstigen Rückstellungen TEUR 133.251 (i. Vj. TEUR 168.652). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 41.669 (i. Vj. TEUR 47.222), Rückstellungen für sonstige operative Risiken aus bereits erbrachten Leistungen von TEUR 37.148 (i. Vj. TEUR 50.797), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 36.964 (i. Vj. TEUR 53.793) sowie Rückstellungen für ausstehende Lizenzzahlungen in Höhe von TEUR 14.134 (i. Vj. TEUR 13.007). Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 0 (i. Vj. TEUR 10.357). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 44.983 (i. Vj. TEUR 28.354). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 7.123 (i. Vj. TEUR 247) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 53.678 (i. Vj. TEUR 50.912) setzen sich im Wesentlichen aus Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 30.393 (i. Vj. TEUR 23.594), Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.322 (i. Vj. TEUR 7.475) und erteilten Gutschriften in Höhe von TEUR 4.250 (i. Vj. TEUR 6.375) zusammen. Währungs- und Zinseffekte sind in der deutschen ISS Gruppe aufgrund der geschäftlichen Tätigkeit und der Art unserer Leistung von nachrangiger Bedeutung. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einige Kunden werden zu Finanzierungszwecken zweimal monatlich im Rahmen einer Forfaitierung an einen Finanzdienstleister veräußert. Der Verkauf der Forderungen dient der laufenden Finanzierung der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2022 wurden Forderungen in Höhe von TEUR 62.201 (i. Vj. TEUR 40.729) verkauft. Die gesamte deutsche ISS Gruppe ist über die ISS Facility Services Holding GmbH in das Cash-Pooling mit der ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, eingebunden. Wesentliche Cash-Management Entscheidungen werden von der dänischen Muttergesellschaft auf globaler Ebene festgelegt und gesteuert. Zum 31. Dezember 2022 zeigt das Cash Pool-Konto mit der Muttergesellschaft eine Forderung gegen diese i.H.v. TEUR 94.875 (i. Vj. TEUR 111.287). Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.217 auf TEUR 910 vermindert. Es bestehen keine nicht ausgenutzten Kreditlinien bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds ist definiert als Summe aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Cash Pool-Forderungen gegen die Gesellschafterin. Der Finanzmittelfonds zum 1. Januar 2022 betrug TEUR 113.414 (i. Vj. TEUR 120.775) und bestand mit TEUR 111.287 (i. Vj. TEUR 120.194) aus Cashpool-Forderungen, mit TEUR 2.127 (i. Vj. TEUR 581) aus Barmitteln und Bankguthaben. Aus dem operativen Cashflow ergibt sich ein Saldo von TEUR 3.201 (i. Vj. TEUR -68.032). Dem verbesserten Konzernjahresergebnis steht ein gegenläufiger Effekt aus der Abnahme der Rückstellungen in Höhe von TEUR -30.210 (i. Vj. TEUR -20.695) gegenüber. Der Rückgang der sonstigen Aktiva (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) hat sich mit TEUR 18.290 (i. Vj. TEUR -2.242) und die Zunahme der Verbindlichkeiten mit TEUR 15.894 (i. Vj. TEUR 15.898) positiv auf den operativen Cashflow ausgewirkt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -20.539 (i. Vj. TEUR -3.589) und beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von TEUR -17.227 (i. Vj. TEUR -439) sowie in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR -3.598 (i. Vj. TEUR -3.328). Dem gegenüber stehen Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens von TEUR 286 (i. Vj. TEUR 178). Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 95.785 (i. Vj. TEUR 113.414) und besteht mit TEUR 94.875 (i. Vj. TEUR 111.287) aus Cash Pool-Forderungen und mit TEUR 910 (i. Vj. TEUR 2.127) aus Bankguthaben und Barmitteln. d. Vermögenslage Das Anlagevermögen beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 42.545 (i. Vj. TEUR 31.490). Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände beliefen sich auf TEUR 17.227 (i. Vj. TEUR 439) und betreffen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen auf in Entwicklung befindliche Software. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf TEUR 3.598 (i. Vj. TEUR 3.328) und betrafen im Wesentlichen Mietereinbauten, Hardware und Büroeinrichtungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen belaufen sich insgesamt auf TEUR 9.093 (i. Vj. TEUR 10.739). Auf die planmäßigen Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte entfällt eine Abschreibung i.H.v. TEUR 1.842 (i. Vj. TEUR 1.842). Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 22.645 von TEUR 50.022 auf TEUR 27.737 gesunken und enthalten im Wesentlichen noch nicht abgeschlossene Projekte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 110.264 (i. Vj. TEUR 109.294). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 95.660 (i. Vj. TEUR 111.903) und bestehen im Wesentlichen aus Cash Pool- Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 301.654 (i. Vj. TEUR 326.519) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 24.865 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der unfertigen Leistungen sowie dem Rückgang der Cash Pool-Forderungen. e. Gesamtaussage Die prognostizierten Umsatzerlöse des ISS Konzerns konnten auch unter den anhaltenden negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie leicht übertroffen werden. Das organische Wachstum betrug im Jahr 2022 2,4 % gegenüber -0,9 % im Vorjahr und lag somit über dem prognostizierten Wert von 1,1 %, im Wesentlichen bedingt durch Zusatzgeschäft sowie Bauprojekte im Geschäftsbereich Telekommunikation. Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt TEUR -10.402 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 60.421 deutlich verbessert. Dazu beigetragen hat im Wesentlichen der Geschäftsbereich Communication, dessen Ergebnis vor Steuern sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert hat. Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung in allen relevanten finanziellen Leistungsindikatoren im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb ihrer Erwartungen, aber immer noch unverändert als nicht zufriedenstellend an, da kein Jahresüberschuss erzielt wurde. Die Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling mit der ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, als stabil anzusehen. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht1. Prognoseberichterstattung In der Prognose der OECD für das Jahr 2023 wird mit einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 2,2 % gerechnet.[6] Für Deutschland erwartet die Bundesregierung in ihrer Prognose nur ein geringes Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,2 %. Gleichzeitig wird mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet.[7] Laut dem Ausblick der Deutschen Bundesbank sind die Risiken für das Wirtschaftswachstum vor allem wegen möglicher Engpässe bei der Energieversorgung eher abwärtsgerichtet. Demgegenüber dominieren die Aufwärtsrisiken hinsichtlich der Inflation.[8] Wie schon in 2022 ist davon auszugehen, dass die Unternehmen der FM-Branche je nach Kundenstruktur auch in 2023 unterschiedlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sein werden. Für die ISS Gruppe gehen wir davon aus, dass sich das wirtschaftliche Umfeld und die Geschäftslage mit fortschreitendem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 auch aufgrund von erwartetem profitablen Neukundengeschäft weiter verbessern wird. Im Geschäftsjahr 2023 werden für die deutsche ISS Gruppe im niedrigen einstelligen prozentualen Bereich sinkende Umsatzerlöse gegenüber dem Niveau der Umsatzerlöse des Jahres 2022 bedingt durch kundenseitige Volumenreduktionen vor allem im Basisgeschäft prognostiziert. So wird für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Wachstum von -1,2 % erwartet. Es besteht unverändert aktuell weiterhin eine erhöhte Prognoseunsicherheit, wie sich die steigenden Inflationsraten getrieben durch den Anstieg der Energiepreise auf den weiteren Geschäftsverlauf auswirken werden. Positive Umsatz- und Ergebnisbeiträge werden in 2023 durch Neuverträge mit globalen Kunden in den Geschäftsbereichen Integrated Services und Energy erwartet. Die Entwicklung der Umsatzerlöse in den ersten 2 Monaten des neuen Geschäftsjahres ist leicht über unseren Planungen. Die Erzielung der geplanten Kosteneinsparungen und die Effizienzsteigerung durch die Reorganisation des Geschäftsbereichs Communication mit einer vereinfachten und kundenorientierten Struktur sollen zusammen mit den geplanten Kosteneinsparungen über alle Geschäftsbereiche dazu beitragen, dass in 2023 ein leicht positives Ergebnis vor Steuern für den Konzern erzielt wird. Das geplante Budget für die Erreichung eines leicht positiven Jahresergebnisses wurde in den ersten 2 Monaten des neuen Geschäftsjahres 2023 bislang erreicht. Auf Ebene der ISS Communication Services GmbH erwarten wir für 2023 einen Umsatzrückgang gegenüber 2022 durch Grundleistungsanpassungen sowie sinkendes Projektgeschäft. Trotz der damit einhergehenden deutlichen Ergebnisbelastung erwarten wir für das Jahr 2023 eine weitere signifikante Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern auf einen positiven einstelligen Millionenbetrag. Für den Geschäftsbereich Energy gehen wir für 2023 bei gegenüber 2022 nahezu gleichbleibenden Umsatzerlösen von einem nahezu gleichbleibenden Ergebnis vor Steuern aus. Für den Bereich Automotive erwarten wir weiterhin wesentliche Auswirkungen durch weltweite Lieferkettenschwierigkeiten. Wir gehen für das Jahr 2023 von einer Senkung der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich durch die Abwicklung von Altverträgen sowie weniger Zusatzgeschäft aus. Es wird ein gegenüber dem Vorjahr leicht verbessertes, nahezu ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern prognostiziert. Der Bereich Integrated Services wird in 2023 durch die erwarteten Abschlüsse von neuen Verträgen mit Globalen Kunden (sog. "Global Key Accounts") profitieren. Daher erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzanstieg im niedrigeren zweistelligen Prozentbereich bei einem nahezu ausgeglichenen bis leicht positivem Ergebnis vor Steuern. Die ISS Pluralis GmbH erbringt Leistungen im Bereich der Planungs- und Ingenieurleistungen für die Modernisierung, Sanierung, Instandsetzung und den kontrollierten Rückbau von Gebäuden. Sie ist sowohl projektunterstützend für andere ISS Gesellschaften tätig und bedient darüber hinaus den externen Markt. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023 Umsätze auf Vorjahresniveau bei einem nahezu ausgeglichenem Ergebnis vor Steuern. Die weitere Entwicklung in 2023 wird laufend überwacht und ist im Wesentlichen abhängig von der Geschäftsentwicklung unserer größten Tochtergesellschaft ISS Communication Services GmbH. Wesentliche Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage werden aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling mit der ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, nicht erwartet. Die ISS Facility Services Holding GmbH befindet sich aber weiterhin mit ihren Tochtergesellschaften seit mehreren Jahren in einem herausfordernden Marktumfeld, welches unverändert durch einen marktseitigen Preisdruck gekennzeichnet ist. Obwohl im abgelaufenen Geschäftsjahr die beschriebenen Auswirkungen von kundenseitigen Volumenreduktionen im Basisgeschäft im Geschäftsbereich Telekommunikation sowie die Produktionsunterbrechungen aufgrund von Lieferkettenschwierigkeiten, reduziertem Geschäft in Betriebsrestaurants sowie dem Ausbleiben von Zusatzgeschäft im Geschäftsbereich Automotive das Ergebnis negativ beeinflusst haben, konnte der Konzernjahresfehlbetrag gegenüber dem Vorjahr signifikant verringert werden. Um die geplante weitere Verbesserung des Konzernjahresergebnisses in 2023 auf einen positiven einstelligen Millionenbetrag zu erreichen, ist es zwingend notwendig, dass durch die Reorganisation des Geschäftsbereichs Communication mit einer vereinfachten und kundenorientierten Struktur sowohl die geplanten Kosteneinsparungen als auch die Effizienzsteigerung erzielt werden. Durch die Auflösung der bestehenden regionalen Struktur sowie die Schaffung von 5 Geschäftsbereichen sollen die Ansprechpartnerstrukturen unseres größten Kunden gespiegelt werden und dabei die operativen Verwaltungsebenen reduziert werden. Auch die Neuausrichtung sowie Zentralisierung in der Holding des Bereichs Operations Performance als zentrale Unterstützungsfunktion wird die geplante Ergebnisverbesserung unterstützen. Der Geschäftsbereich Communication ist in das Jahr 2023 mit einem Ergebnis entsprechend unserer Planung gestartet, welches über die verbleibende Laufzeit des Vertrages mit unserem Großkunden Jahr für Jahr weiter verbessert werden soll. Dafür sind die Fertigstellung der Systementwicklungen notwendig. Für den Geschäftsbereich Automotive haben wir mehrere Maßnahmen ergriffen, um die Rentabilität im Jahr 2023 nachhaltig zu erhöhen. Diese beziehen sich hauptsächlich auf Kosteneinsparungen durch die Steigerung der operativen Effizienz sowie der konsequenten Durchsetzung von Preiserhöhungen. Dies beinhaltet aber auch die strategische Entscheidung sich nicht an bestimmten Neuausschreibungen bestehender Kundenverträge zu beteiligen, wenn Preisanpassungsmechanismen vertraglich ausgeschlossen werden und damit nicht die erforderlichen positiven Ergebnisbeiträge erzielt werden können. Durch die Einbindung des Konzerns in das Cash-Pooling mit der ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, wird der Konzern auf Basis der bestehenden Planung auch weiterhin in der Lage sein, auf die notwendige Liquidität zur Umsetzung dieser Maßnahmen zurückgreifen zu können und dieser dem Konzernunternehmen ISS Communication Services GmbH zur Verfügung zu stellen. Sollte es aufgrund von Verzögerungen oder sonstigen Unwägbarkeiten zu Abweichungen in der Umsetzung der geplanten Maßnahmen kommen, hat die Muttergesellschaft ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, als zusätzliches Finanzierungsinstrument ein Langfristdarlehen gegenüber der ISS Facility Services Holding GmbH mit einem Kreditrahmen von EUR 30 Mio. und mit einer unkündbaren Grundlaufzeit bis zum 31. Dezember 2024 ausgestattet. Entsprechende Risiken aus dem laufenden Vertrag mit dem Großkunden der ISS Communication Services GmbH sind zudem über eine bestehende laufzeitäquivalente harte Patronatserklärung aus dem Oktober 2017 für diesen Vertrag in Höhe von TEUR 400.000 der Muttergesellschaft ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, abzüglich der bisherigen übernommenen Verluste, abgesichert. Die oben beschriebenen Sachverhalte und Gegebenheiten, insbesondere die anhaltende Verlustsituation welche im Wesentlichen aus der Verlustübernahme der ISS Communication Services GmbH resultiert, sowie die Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft bei Abweichung der Planannahmen im Zusammenhang mit dem Liquiditätsbedarf aus der Reorganisation und bezüglich den Risiken aus dem laufenden Vertrag mit dem Großkunden der ISS Communication Services GmbH, deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Auf Basis der dargestellten Maßnahmen erfolgte die Aufstellung des Konzernabschlusses unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Für 2023 planen wir für unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren mit einer Krankheitsquote zwischen 4,8 % und 5,2 %, einer Kundenbindung von 99,5 % sowie einer Anzahl der Arbeitsunfälle (LTIF) von unter 4,5. 2. Risikoberichterstattung Risiken Neben den im Prognosebericht dargestellten Liquiditätsrisiken, die sich aus der Notwendigkeit der Bereitstellung der benötigten Liquidität durch die Muttergesellschaft ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, ergeben, sind die folgenden weiteren Risiken vorhanden: - Weiterhin zunehmende Wettbewerbsintensität - Mangel an qualifiziertem Personal - Operative Risiken - Vertragsrisiken - Technische Risiken - Gesamtwirtschaftliche Risiken In der Branche herrscht weiterhin ein Preisdruck, da der Wettbewerb - speziell im Bereich der Single Services - nach wie vor überwiegend über den Preis stattfindet. Bei Neuaufträgen müssen insbesondere im infrastrukturellen Facility Management niedrigere Deckungsbeiträge in Kauf genommen werden. Die ISS Gruppe ist derzeit an bestimmten Streitigkeiten und Gerichtsverfahren beteiligt, unter anderem im Zusammenhang mit dem Vertrag mit einem Kunden im Telekommunikationsbereich. Nach einem vertraglich vereinbarten Streitbeilegungsmechanismus sind bestimmte vertragliche Meinungsverschiedenheiten Gegenstand eines von uns eingeleiteten Schlichtungsverfahrens. Mit zunehmender Komplexität der Abläufe im integrierten Facility Management steigen auch die Anforderungen an das Personal. Ein wesentlicher Faktor für die Geschäftsentwicklung ist die Fähigkeit, qualifiziertes und engagiertes Personal zu verpflichten, zu entwickeln und zu binden. Im Zuge des demografischen Wandels erweist es sich jedoch als zunehmend problematisch, geeignetes, gut ausgebildetes Personal zu finden. Besonders der Bereich Technik steht hier im Fokus, da ISS diese Sparte im Zuge der weiteren Ausrichtung zum Integrierten Facility Services Dienstleister verstärkt ausbaut. Hier werden Facility Manager benötigt, die neben technischem Know-how über grundlegende Führungsqualifikation verfügen und in der Lage sind, in komplexen Zusammenhängen und Prozessen zu denken. Auf Grund der zunehmenden Komplexität der integrierten Dienstleistungen, die zu einer stärkeren Durchdringung unseres Kundengeschäfts führt, die wir erbringen, steigt die Bedeutung dieser Dienstleistungen für die Wertschöpfungskette unserer Kunden. Daraus ergibt sich eine erhöhte Verantwortung für die Einhaltung der festgelegten operativen Prozesse und vertraglichen Vereinbarungen, da ansonsten die Geschäftsabläufe unserer Kunden beeinträchtigt werden könnten. Im Zusammenhang mit dem Abschluss des IFS Dienstleistungsvertrages zwischen der Tochtergesellschaft ISS Communication Services GmbH und dem Großkunden bestehende Risiken werden bereits seit Vertragsunterzeichnung überwacht. Dazu wurden Risikoregister und Eskalationsmechanismen implementiert, mit denen die Risiken aktiv gesteuert und mitigiert werden. Der Konzern hat in Zusammenhang mit dem Auftrag bereits im Oktober 2017 eine harte Patronatserklärung über einen Betrag von insgesamt TEUR 400.000 für die Tochtergesellschaft abgegeben. Technische Risiken resultieren aus dem Erfordernis einer intakten und zuverlässig funktionierenden IT-Infrastruktur, welche in zunehmendem Maße die wesentlichen Geschäftsprozesse bestimmt und deren zuverlässige Abwicklung stets gewährleistet sein muss. Bei der ISS wird dies durch permanentes Monitoring und die kontinuierliche Wartung und Optimierung der gesamten IT-Systeme sichergestellt. Regelmäßige Schulungen zur Prävention und die Absicherung durch Versicherungen mindern zudem potentielle Auswirkungen. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sowie Unwägbarkeiten durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen staatlichen Eindämmungsmaßnahmen stellen weiterhin ein Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar. Kurzfristig wird die Geschäftsentwicklung insbesondere von der Dauer und dem Umfang der Eindämmungsmaßnahmen beeinflusst, die sich zum Beispiel auf die Kundennachfrage nach Sonderprojekten auswirken. Mittel- und langfristige Auswirkungen auf die Nachfrage und die Wettbewerbsintensität sind derzeit schwer zu prognostizieren. Risikomanagementsystem Die Behandlung von Kredit- und Zinsrisiken ist im Rahmen des Risikomanagements des Konzerntreasury der ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, geregelt. Das Risikomanagement auf Ebene des Konzerns wird mit Hilfe eines CRAM-Systems (Contract Risk Assessment Management) zur Beurteilung der Risikostruktur von Neuaufträgen wie auch bestehender Aufträge, einer GRA (Global Risk Analysis) sowie einem sehr transparenten und auf Echtzeitdaten beruhenden Reklamations-Management-System gewährleistet. Da alle Forderungen und Verbindlichkeiten in EURO abgerechnet werden, bestehen zurzeit keine Währungsrisiken. Den Risiken aus dem Debitorenbereich wird durch ein Debitorenmanagement und -monitoring und mit der Bildung von Einzelwertberichtigungen für gefährdete Forderungen speziell Rechnung getragen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für die genannten Risiken schätzen wir als gering ein. Über die zuvor genannten Risiken, welche im Wesentlichen aus der Verlustsituation resultieren, sowie die Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft bei Abweichung der Planannahmen im Zusammenhang mit dem Liquiditätsbedarf aus der Reorganisation und bezüglich den Risiken aus dem laufenden Vertrag mit dem Großkunden der ISS Communication Services GmbH, für die angemessene Mittel zur Reaktion zur Verfügung stehen, sieht die Geschäftsführung momentan keine weiteren Risiken, die über die einem Geschäftsbetrieb grundsätzlich innewohnenden Risiken hinausgehen. Dies ist insbesondere darin begründet, dass die Finanzierung durch die Einbeziehung der ISS Facility Services Holding GmbH als Cash Pool Führerin aller deutschen ISS Gesellschaften in das Cash Pooling der ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, besteht und entsprechende Risiken aus dem laufenden Vertrag mit dem Großkunden der ISS Communication Services GmbH über eine bestehende harte laufzeitäquivalente Patronatserklärung aus dem Oktober 2017 für diesen Vertrag in Höhe von TEUR 400.000, abzüglich der bisherigen übernommenen Verluste, der Muttergesellschaft ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, abgedeckt sind. Des Weiteren wurde von der Muttergesellschaft ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, das bestehende Langfristdarlehen mit einem Kreditrahmen von EUR 30 Mio. mit einer unkündbaren Grundlaufzeit bis zum 31. Dezember 2024 ausgestattet. Die Entwicklung der Ergebnisse in den ersten 2 Monaten des neuen Geschäftsjahres ist wie geplant. Die Liquiditätsentwicklung ist in den ersten beiden Monaten aufgrund von Verschiebungen von Zahlungen sowie Verzögerungen von Projektabrechnungen hinter Plan. Diese negative Abweichung wird sich aber planmäßig im Laufe des Jahres immer weiter abbauen, sodass nur mit einem leichten Liquiditätsabfluss zum Ende des Geschäftsjahres 2023 fest gerechnet wird. Der Fortbestand des Konzerns hängt davon ab, dass dem Konzern weiterhin ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir verweisen hier auf unsere Ausführungen im Prognosebericht zu der wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. 3. Chancenberichterstattung Mit der Einführung der Konzernstrategie "OneISS" soll die ISS-Organisation gestärkt und die globale Key-Account-Strategie konsequent vorangetrieben werden. Zielsetzung ist es einen besonderen Fokus auf Marktsegmente und Dienstleistungen zu legen, die auch in Zukunft ein qualitatives Wachstum ermöglichen. Insbesondere durch Projekte im Bereich der Digitalisierung sollen einerseits unsere Dienstleistungen durch den Einsatz von Sensorik und Robotik unterstützt und vorangetrieben werden und andererseits sollen auch interne Prozesse mittels Digitalisierung und erhöhter Automatisierung vereinfacht und effizienter gestaltet werden. Im Rahmen von "OneISS" wird außerdem ein Schwerpunkt auf Operations Performance gelegt. Durch die Gewährleistung eines hohen Qualitätsniveaus und einheitlicher Standards entwickeln wir neue Dienstleistungen, die näher an die Produktionsprozesse unserer Kunden angebunden sind. Die in der Holding zentralisierten Operations Performance Center unterstützen diese Entwicklung. Die Operations Performance Center arbeiten in den Bereichen Cleaning, Catering, Technik, Security, Projektsteuerung sowie Transition, Lean/Business Process-Management (BPM) und Digital Excellence. Sie sorgen für die Sicherstellung eines einheitlichen ISS Service-Standards. Deshalb haben die Operations Performance Center sowohl direktive und übergeordnete als auch lenkende und unterstützende Aufgaben. Eine wichtige direktive Aufgabe ist die Einführung und ständige Verbesserung von Standard-Prozessen (Methoden, Verfahren und Systeme), den sogenannten SOPs (Standard Operating Procedures - Standardisierte Verfahrensanweisungen), auch im Hinblick auf bestehende oder sich verändernde Standards innerhalb des weltweiten ISS Konzerns. Hinzu kommen in der Konsequenz die Auditierung der Prozesse und Abläufe zur Einhaltung der vorgegebenen Regularien (z. B. Dokumentation unserer Leistung). Zusätzlich werden diese Prozesse in Trainings geschult. Zu den unterstützenden Aufgaben zählen u.a. die Identifizierung zusätzlicher Geschäftsmöglichkeiten durch die Analyse der Kundenbedürfnisse bzw. -anforderungen in enger Zusammenarbeit mit den Account Managern sowie die Unterstützung der operativen Kolleginnen und Kollegen bei Projekten und kundenspezifischen Trainings. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeiten, die Big Data Analysen bieten. Mit Hilfe von Sensorik und anderen Quellen generieren wir Big Data, welche dann identifiziert und analysiert werden, um hieraus Muster zu erkennen und daraus wiederum Anwendungen für unser Geschäft zu generieren, wie beispielsweise dynamische anstelle von statischen Leistungsverzeichnissen. Da die internen Qualitätsstandards nur durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern gewährleistet werden können, werden wir unsere Ausbildungsoffensive weiter vorantreiben, den Anteil an Auszubildenden und Trainees stetig erhöhen sowie unser Schulungsangebot erweitern. D. SonstigesDie Beschäftigung von mehr Frauen in Führungspositionen ist ein Wesentlichen Ziel von ISS und wird als wichtiger Faktor für mehr Innovation, eine stärkere Organisation und einen besseren Kundenservice angesehen. In Kooperation mit dem dänischen Mutterkonzern wurden dazu im Jahr 2022 verschiedene Maßnahmen und Aktivitäten durchgeführt. Für den dänischen Mutterkonzern wurde eine Zielgröße von 40 % Frauenanteil über alle Führungspositionen festgelegt, die bis Ende des Jahres 2025 erreicht werden soll. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der deutschen Muttergesellschaft von 41,5 % wurde im Jahr 2022 mit 37,5 % nicht erreicht. Auf der obersten Geschäftsführerebene der ISS Holding wurde das Ziel von 30 % Frauenanteil wie im Vorjahr erreicht. Die nächste organisatorische Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der ISS Holding stellen die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften dar. Auf dieser Führungsebene liegt der Frauenanteil zum 31. Dezember 2022 mit 16,7 % noch unter der Zielgröße von 30 %. Die Gründe für die Nichterreichung der gesetzten Zielgrößen sind vielfältig. Offene Stellen wurden unabhängig vom Geschlecht sowie unabhängig von den gesetzten Zielgrößen mit den fachlich und persönlich geeignetsten Kandidaten besetzt. Wechsel in Führungspositionen allein auf Grund des Geschlechts wurden nicht herbeigeführt. Die Zielgrößen sollen bis spätestens 31. Dezember 2025 erreicht werden.
Düsseldorf, den 31. März 2023 ISS Facility Services Holding GmbH Gudrun Degenhart Florian Eisenmagen Anna Hellweg [1] ifo Schnelldienst, Sonderausgabe Dezember 2022 [2] OECD Economic Outlook, "Confronting the Crisis", 22. November 2022 [3] Jahreswirtschaftsbericht 2023, "Wohlstand erneuern", Januar 2023 [4] Lünendonk-Studie 2022; Facility-Service-Unternehmen in Deutschland [5] Lünendonk-Studie 2022; Facility-Service-Unternehmen in Deutschland [6] OECD Interim Economic Outlook; "Confronting the Crisis"; 22. November 2022 [7] Jahreswirtschaftsbericht 2023, "Wohlstand erneuern", Januar 2023 [8] Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2022 KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022ISS Facility Services Holding GmbH, DüsseldorfA. AllgemeinesDer vorliegende Konzernabschluss der ISS Facility Services Holding GmbH (im Folgenden kurz: "ISS Holding") wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gewählt. Zwecks Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden "Davon"-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Das Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Der Sitz der ISS Facility Services Holding GmbH ist Düsseldorf. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 54127 im Register des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses durch die Geschäftsführung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Bezüglich der Ereignisse und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auf den Konzernlagebericht (Abschnitt C.1. Prognoseberichterstattung und C.2. Risikoberichterstattung) verwiesen. B. KonsolidierungskreisDie ISS Holding ist die Konzernobergesellschaft. Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte die Konsolidierung nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung. Der Konzernabschluss umfasst die ISS Holding und sämtliche Tochterunternehmen. In der nachstehenden Anteilsbesitzliste ist vermerkt, welche Gesellschaften die Befreiung von der Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses sowie von der Pflicht zur Aufstellung von Anhang und Lagebericht nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen haben.
1) Der Befreiung von der Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses der Gesellschaften sowie von der Pflicht zur Aufstellung von Anhang und Lagebericht nach § 264 Abs. 3 HGB wurde zugestimmt und die Gesellschaften beabsichtigen, die Befreiung in Anspruch zu nehmen. 2) Tochtergesellschaft der ISS Energy Services GmbH Im Geschäftsjahr 2022 wurde die ISS Pharma Services GmbH, Düsseldorf, auf die ISS Integrated Facility Services GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2022 verschmolzen. C. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Ausnahme des erstmaligen Ansatzes von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen unverändert zum Vorjahr maßgebend. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Muttergesellschaft ISS Holding gelten auch für den Konzernabschluss. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen von durchgeführten Verschmelzungen oder der erstmaligen Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses angesetzt wurden. Sie werden über Zeiträume von 5 bis 20 Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte mit Nutzungsdauern von größer als 5 Jahren spiegeln die mittel- und langfristige Ausrichtung der Geschäftsbeziehungen wider. Kundenstämme werden über 13 Jahre abgeschrieben und beruhen auf langfristigen Kundenbeziehungen und spiegeln auch die bereits historisch lange bestehenden Vertragsbeziehungen wider. Zudem enthalten die immateriellen Vermögensgegenstände Software, die über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben wird. Im Geschäftsjahr wurde erstmalig vom Bilanzierungswahlrecht gem. § 248 Abs 2 HGB für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Gebrauch gemacht. Die Abgrenzung von Forschung und Entwicklung erfolgt durch ein detailliertes Controlling. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn ein neu entwickelter immaterieller Vermögensgegenstand eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und eine Nutzung vorgesehen ist. Der Einbezug von Entwicklungskosten in die Herstellungskosten von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt ab dem 1. Januar 2022. Zinsen für Fremdkapital, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 16.132 aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 18.832 an. Mietereinbauten sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und werden über die Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben. Die übrigen Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 - 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag. Die Bestände der unfertigen Leistungen wurden mit den Herstellungskosten beziehungsweise mit den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus den Materialeinzelkosten, den Fertigungseinzelkosten, den Sonderkosten der Fertigung sowie angemessenen Teilen der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. In den Forderungen enthaltene Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Ansprüche aus Pensionsrückdeckungsversicherungen werden, wie auch im Vorjahr, mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Dieser ergibt sich aus dem Marktpreis an einem öffentlichen Handelsplatz zum Bilanzstichtag. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen für Leistungen in zukünftigen Perioden ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,8 % (Vorjahr 1,9 %) und eines Gehalts- und Rententrends in Höhe von 2,9 % (Vorjahr 2,3 %) ermittelt. Dabei wurde der von der Bundesbank ermittelte und veröffentlichte Durchschnittszinssatz über 10 Jahre verwendet. Den Berechnungen liegen die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2.573. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen. Die ISS Facility Services Holding GmbH verfügt über ausreichend frei verfügbare Rücklagen. Auf Grund der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen war zum 1. Januar 2010 eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erforderlich. Diese betrug insgesamt TEUR 2.635. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB erlaubt, diese Zuführung entweder sofort in vollem Umfang oder zu mindestens einem Fünfzehntel bis zum 31. Dezember 2024 zuzuführen. Die ISS Holding hat entschieden, den Betrag entsprechend Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Im Geschäftsjahr wird ein Betrag in Höhe von TEUR 176 zugeführt. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 351. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zuschüsse und Erlöse für spätere Perioden ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt entsprechend ratierlich über die Vertragslaufzeit. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden zum Bilanzstichtag berücksichtigt, Gewinne nur insoweit als die zugrunde liegenden Restlaufzeiten der Forderungen oder Verbindlichkeiten kürzer als ein Jahr sind. D. KonsolidierungsgrundsätzeDie in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember eines Jahres als Abschlussstichtag. Bei der Konsolidierung (§ 300 HGB) der Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Unternehmen wurden folgende Grundsätze angewendet: 1. Kapitalkonsolidierung Bei der Kapitalkonsolidierung wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. 2. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) sind die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen des Konsolidierungskreises gegeneinander aufgerechnet worden. 3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Zwischenergebniseliminierung Die in den Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen ausgewiesenen Innenumsätze und die diesen entsprechenden Aufwendungen sowie die übrigen gegenseitigen Aufwendungen und Erträge wurden gegeneinander aufgerechnet. Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenständen Zwischenergebnisse vorhanden waren, wurden diese gemäß des § 304 Abs. 1 HGB erfolgswirksam eliminiert. 4. Latente Steuern Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz angesetzt, soweit diese zu einer zukünftigen Steuerbe- bzw. -entlastung führen. Sie werden wie die laufenden Steuern mit dem Steuersatz des Organkreises von 30,3 % berechnet, da alle inländischen konsolidierten Gesellschaften in den ertragsteuerlichen Organkreis einbezogen sind. Die temporären Bilanzunterschiede in den Konzerngesellschaften resultieren aus immateriellen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf zeitlichen Differenzen bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus solchen bei immateriellen Vermögensgegenständen. Insgesamt ergibt sich in den Einzelabschlüssen ein Aktivüberhang, der unter Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in diesem Konzernabschluss nicht angesetzt wird. Im Konzernabschluss wurden die zukünftigen Steuerbe- bzw. -entlastungen ermittelt und latente Steuern auf temporäre Differenzen aus den Einzelabschlüssen, ergebniswirksame Konsolidierungsbuchungen sowie auf den Verlustvortrag angesetzt. Aktuell gehen wir von einer zeitlich nicht begrenzten Nutzungsdauer der steuerlichen Verlustvorträge aus. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert. E. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage (Bestandteil des Konzernanhangs) zum Anhang dargestellt. Der Zugang zur Position "I.4. Geleistete Anzahlungen" beinhaltet in Höhe von TEUR 16.132 in Entwicklung befindliche, selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sofern in der Bilanz nicht anders angegeben, haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten eine Cash Pool-Forderung gegen die Gesellschafterin ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, in Höhe von TEUR 94.875 (Vorjahr TEUR 111.287). Latente Steuern Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 7.204 (Vorjahr TEUR 11.936) entfallen auf temporäre Differenzen in den Einzelabschlüssen, insbesondere aus immateriellen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Damit verrechnet wurden passive latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen von TEUR 1.040 (Vorjahr TEUR 1.362). Aktive latente Steuern wurden nur bis zur Höhe vorhandener passiver latenter Steuern angesetzt. Eigenkapital Alleinige Gesellschafterin ist die ISS Global A/S, Kopenhagen/Dänemark, mit einer Einlage in das Stammkapital von TEUR 2.559. Pensionsrückstellungen Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen werden mit dem Zeitwert in Höhe von TEUR 3.434 (Vorjahr TEUR 3.100) angesetzt. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 1.610 (Vorjahr TEUR 1.610). In Höhe von TEUR 3.312 (Vorjahr TEUR 2.978) sind diese verpfändet, so dass sie in dieser Höhe mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 51.788 (Vorjahr TEUR 46.014) saldiert wurden. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 133.251 (Vorjahr TEUR 168.652) umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 41.669 (Vorjahr TEUR 47.222), Rückstellungen für sonstige operative Risiken aus bereits erbrachten Leistungen von TEUR 37.148 (Vorjahr TEUR 50.797), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 36.964 (Vorjahr TEUR 53.793) sowie Rückstellungen für ausstehende Lizenzzahlungen in Höhe von TEUR 14.134 (TEUR 13.007). Abweichend zum Vorjahr wurden im laufenden Jahr Rückstellungen für Altersteilzeit und Langzeitkonten teilweise über Bürgschaften von Dritten rückgedeckt. Mit dem Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitrückstellungen und Rückstellungen für Langzeitkonten wird der verpfändete, den Anschaffungskosten entsprechende Zeitwert des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 1.143 (Vorjahr TEUR 8.176) saldiert. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 1.143 (Vorjahr TEUR 8.176). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahr):
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen bei den Mietverpflichtungen angemietete Büro- und Lagerflächen sowie Grundstücke und bei den Leasingverpflichtungen im Wesentlichen Geräte wie Reinigungsmaschinen und sonstige Maschinen. Aus diesen Geschäften bestehen keine wesentlichen Risken.
F. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die erzielten Umsätze lassen sich entsprechend der gesellschaftsrechtlichen Struktur der operativen Tochtergesellschaften, die der branchen- und serviceorientierten Ausrichtung aller Gruppengesellschaften entspricht, wie folgt aufgliedern. Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 777.007 wurden TEUR 774.068 im Inland erzielt.
Personalaufwand Der Personalaufwand im Konzern ist im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.767 auf TEUR 444.137 gesunken. Erstattungen für Sozialversicherungsbeiträge zum Kurzarbeitergeld wurden als Kürzung der bezuschussten Aufwendungen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Zuwendungen der öffentlichen Hand auf insgesamt TEUR 495. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 29.244 (Vorjahr TEUR 37.044) sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 15.000 (Vorjahr TEUR 24.435) enthalten. Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 13.807 (Vorjahr TEUR 23.788). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 170) enthalten. Ebenso sind im Geschäfts- und Vorjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 176 nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in dieser Position ausgewiesen. Diese betreffen ein Fünfzehntel des Unterschiedsbetrages zum 1. Januar 2010, der sich im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes nach § 253 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 HGB für die Bewertung der Pensionsrückstellungen ergibt. Unter Ausübung des Wahlrechtes nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wird dieser innerhalb von 15 Jahren zugeführt. Zinsertrag und Zinsaufwand Von dem ausgewiesenen Zinsertrag von TEUR 688 (Vorjahr TEUR 542) hat die ISS Holding bis zum Stichtag TEUR 273 (Vorjahr TEUR 210) erhalten. Von dem ausgewiesenen Zinsaufwand von TEUR 1.600 (Vorjahr TEUR 1.787) sind bis zum Stichtag TEUR 650 (Vorjahr TEUR 758) gezahlt worden. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Aufwand von insgesamt TEUR 49 (Vorjahr TEUR 15) teilt sich in einen laufenden Steueraufwand von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 103) sowie einen Steuerertrag aus Vorjahren von TEUR 1 (im Vorjahr Steuerertrag von TEUR 88) auf. Insgesamt wurden in 2022 TEUR 70 (Vorjahr TEUR 144) Ertragsteuern erstattet und TEUR 102 (Vorjahr TEUR 1.459) Ertragsteuern gezahlt. G. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung des ISS Konzerns zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der flüssigen Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß DRS 21 werden die Zahlungsströme getrennt ausgewiesen nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt. Aus der Entwicklung der einzelnen Cashflows ergibt sich die Veränderung des Finanzmittelfonds im Konzern. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Er enthält neben den Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten auch die Guthaben auf den Geldtransferkonten bei der ISS Global A/S, welche in der Bilanz in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen sind. Der Finanzmittelfonds zum 1. Januar 2022 betrug TEUR 113.414 (Vorjahr TEUR 120.775) und bestand mit TEUR 111.287 (Vorjahr TEUR 120.194) aus Cashpoolforderungen, mit TEUR 2.127 (Vorjahr TEUR 581) aus Barmitteln und Bankguthaben. Aus dem operativen Cashflow ergibt sich ein Saldo von TEUR 3.201 (Vorjahr TEUR - 68.032). Die Verbesserung des operativen Cashflows basiert im Wesentlichen auf der Reduzierung des Konzernjahresfehlbetrags sowie einer Abnahme der unfertigen Leistungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -20.539 (Vorjahr TEUR -3.589) und beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von TEUR -17.227 (Vorjahr TEUR -439) sowie in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR -3.598 (Vorjahr TEUR -3.328). Dem gegenüber stehen Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens von TEUR 286 (Vorjahr TEUR 178). Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 95.785 (Vorjahr TEUR 113.414) und besteht mit TEUR 94.875 (Vorjahr TEUR 111.287) aus Cash Pool-Forderungen und mit TEUR 910 (Vorjahr TEUR 2.127) aus Bankguthaben und Barmitteln. Der Gesamtbetrag der während des Geschäftsjahres gezahlten und der erhaltenen Zinsen sowie Steuern ist den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen. H. Sonstige AngabenVerkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einige Kunden werden zu Finanzierungszwecken zweimal monatlich im Rahmen einer Forfaitierung an einen Finanzdienstleister veräußert. Der Verkauf der Forderungen dient der Finanzierung der Gesellschaft, ohne die eine höhere Finanzierung über den Cash-Pool erfolgen müsste. Zum 31. Dezember 2022 waren Forderungen in Höhe von TEUR 62.201 (Vorjahr TEUR 40.729) verkauft. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 9.850 (Vorjahr 10.581) gewerbliche und 1.081 (Vorjahr 1.063) angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEUR 413. Dabei entfallen TEUR 325 auf die Abschlussprüfung und TEUR 88 auf andere Bestätigungsleistungen. Zusammensetzung der Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung der Muttergesellschaft sind: Gudrun Degenhart, CEO, Essen (ab 1. September 2022) Florian Eisenmagen, CFO, Wien/Österreich Anna Hellweg, Director People & Culture, Düsseldorf Die Geschäftsführerbezüge im Geschäftsjahr betrugen TEUR 1.949. Sämtliche Geschäftsführer führen ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Zusammensetzung des Aufsichtsrates Mitglieder des Aufsichtsrates sind: Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Noerr Partnerschaftsgesellschaft mbH (Vorsitzender des Aufsichtsrates) Zeynep Bicici, Gewerkschaftsfunktionärin (Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrates) Angelika Bernschein, Assistentin der Niederlassungsleitung, ISS Integrated Facility Services GmbH Hans Jürgen Betz, Haustechniker, ISS Automotive Services GmbH Katrien Beuls, CEO Strategic Transformation & Group M&A, ISS World Services A/S Troels Bjerg, Group COO, ISS World Services A/S (ab 1. Januar 2023) Thomas Hainke-Hentschel, Personalberater, Boyden Executive Search Olaf Hoepfner, Senior Commercial Legal Counsel, ISS Facility Services Holding GmbH Ingo Klötzer, Ressortleiter beim Vorstand der IG Metall Marion Klotzsch, Betriebsratsvorsitzende ISS Facility Services Holding GmbH Dr. Jan Tibor Lelley, Rechtsanwalt, Buse Partnerschaftsgesellschaft mbH Corinna Refsgard, Chief People & Culture Officer, ISS World Services A/S Ingrid Sivakova, Head of ISS Hub (Warsaw), ISS World Services A/S Markus Sontheimer, Chief Information and Digital Officer, ISS World Services A/S (ab 1. Januar 2023) Dunja Stapel, Gesamtbetriebsratsvorsitzende ISS Communication Services GmbH (ab 3. November 2022) Roland Winkler, Betriebsratsvorsitzender ISS Energy Services GmbH Robert Fuchs, CFO, ISS Schweiz (bis 31.12.2022) Dirk Schug, Gesamtbetriebsratsvorsitzender ISS Communication Services GmbH (bis 30. September 2022) Erich Steinreiber, CEO, ISS Austria Holding GmbH (bis 31. Dezember 2022) Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr betrugen TEUR 92 (Vorjahr TEUR 74). Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss Die ISS Facility Services Holding GmbH, Düsseldorf, ist nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Dieser Konzernabschluss wird für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt und wird im Unternehmensregister unter der Nummer HRB 54127 offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 wird in den Konzernabschluss der ISS A/S, Kopenhagen/Dänemark, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust 2022 der ISS Facility Services Holding GmbH auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 nicht eingetreten.
Düsseldorf, den 31. März 2023 ISS Facility Services Holding GmbH Gudrun Degenhart Florian Eisenmagen Anna Hellweg Konzernanlagespiegel
Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022der ISS Facility Services Holding GmbHDer Aufsichtsrat der ISS Facility Services Holding GmbH (nachfolgend die " Gesellschaft ") trat im Berichtsjahr zu vier ordentlichen Sitzungen am 31.03.2022, 29.06.2022, 12.10.2022 und 15.12.2022 zusammen. ZusammenfassungIm Berichtsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben umfassend und pflichtgemäß wahrgenommen, die ihm nach Gesetz bzw. Gesellschaftsvertrag obliegen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit der Geschäftsführung regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte der Geschäftsführung. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus im regelmäßigen Informa- tions- und Gedankenaustausch mit der Geschäftsführung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hat- ten Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen der Geschäftsführung auseinanderzusetzen sowie eigene Anregungen einzubringen, und haben diese Gelegenheit durchgängig genutzt. 1. Schwerpunkt der BeratungIn allen Sitzungen erörterte der Aufsichtsrat mit der Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte. Einen Schwerpunkt jeder Sitzung bildete die Zusammenarbeit mit dem Kunden Deutschen Telekom AG. In der Sitzung am 29.06.2022 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 mit der Geschäftsführung und den Vertretern des Abschlussprüfers erörtert. In den Sitzungen am 31.03.2022, 29.06.2022 und 12.10.2022 hat der Aufsichtsrat in Personalangelegenheiten beraten. In den Sitzungen am 12.10.2022 und 15.12.2022 hat der Aufsichtsrat den Stand des vertraglich vorgesehenen Eskalationsverfahrens und die Vorbereitung eines möglichen Schiedsverfahrens mit einem Kunden aus dem Bereich Telekommunikation erörtert. 2. Behandlung von Interessenkonflikten im AufsichtsratAlle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ISS auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkon- flikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsrats- mitglied hat sich nicht an der Diskussion beteiligt und sich bei der Beschlussfassung jeweils seiner Stimme enthalten. Die Erteilung von Beratungsmandaten an Unternehmen, an denen Mitglieder des Aufsichtsrates beteiligt sind, wurde vom Compliance Ausschuss behandelt. 3. Jahres- und Konzernabschluss des Jahres 2022Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 zur Prüfung vorgelegt. Dem Aufsichtsrat lagen zudem die Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprü- fungsgesellschaft über den Jahresabschluss sowie über den Konzernabschluss vor, die jeweils Bestätigungsvermerke ohne Einschränkungen enthielten. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über die Abschlussunterlagen und Berichte teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Der Aufsichtsrat hat - auf der Grundlage vorbereitender Prüfungen und Beratungen seines Prüfungsausschusses - den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht in seiner Sitzung am 05.07.2023 mit der Geschäftsführung und dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat ist mit dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer einverstanden. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung und entsprechend der Empfehlung seines Prüfungsausschusses erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Abschlussunterlagen, die damit gebilligt sind. 4. AusschüsseDer Vermittlungsausschuss ist im Berichtsjahr nicht zusammengetreten. Der Prüfungsausschuss und der Compliance Ausschuss berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig über ihre Arbeit. Insbesondere hat der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 29.06.2022 zur Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2021 Stellung genommen und dem Aufsichtsrat jeweils deren Billigung empfohlen. 5. Änderungen im Aufsichtsrat im BerichtsjahrIm Berichtsjahr ist Herr Schug als Arbeitnehmervertreter aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden; an seiner Stelle ist Frau Stapel in den Aufsichtsrat eingetreten. 6. Änderungen in der Geschäftsführung im BerichtsjahrZum 01.09.2022 ist Frau Gudrun Degenhart aufgrund eines Aufsichtsratsbeschlusses vom 29.06.2022 als Country Manager (CEO) in die Geschäftsführung eingetreten; sie ist für 3 Jahre bis zum 31.08.2025 bestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ISS und ihrer Tochtergesellschaften für ihren großen Einsatz und die im Jahr 2022 geleistete Arbeit.
Düsseldorf, den 05.07.2023 Dr. Thorsten Reinhard, Vorsitzender des Aufsichtsrats BerichtsprüfungBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ISS Facility Services Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ISS Facility Services Holding GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ISS Facility Services Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in Abschnitt "D. Sonstiges" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmens¬führung nach § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungs¬nachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungs¬urteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Abschnitte "A. Allgemeines" des Konzernanhangs und "C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" Unterabschnitte "1. Prognoseberichterstattung" sowie "2. Risikoberichterstattung" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich der Konzern seit mehreren Jahren in einem herausfordernden Marktumfeld befindet, welches unverändert durch einen marktseitigen Preisdruck gekennzeichnet ist. Obwohl im abgelaufenen Geschäftsjahr die beschriebenen Auswirkungen von kundenseitigen Volumenreduktionen im Basisgeschäft im Geschäftsbereich Telekommunikation sowie die Produktionsunterbrechungen aufgrund von Lieferkettenschwierigkeiten, reduziertem Geschäft in Betriebsrestaurants sowie dem Ausbleiben von Zusatzgeschäft im Geschäftsbereich Automotive das Ergebnis negativ beeinflusst haben, konnte der Konzernjahresfehlbetrag gegenüber dem Vorjahr signifikant verringert werden. Dennoch befindet sich der Konzern unverändert in einer Verlustsituation. Nach einem Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 70.823 im Vorjahr wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von TEUR 10.402 erwirtschaftet. Um die geplante weitere Verbesserung des Konzernjahresergebnisses im Jahr 2023 auf einen positiven einstelligen Millionenbetrag zu erreichen, ist es zwingend notwendig, dass durch die Reorganisation des Geschäftsbereichs Communication mit einer vereinfachten und kundenorientierten Struktur sowohl die geplanten Kosteneinsparungen als auch die Effizienzsteigerung erzielt werden. Durch die Einbindung der ISS Facility Services Holding GmbH als Cash Pool Führerin aller deutschen ISS Gesellschaften in das Cash-Pooling mit der ISS Global A/S, Kopenhagen/ Dänemark, wird die Konzernobergesellschaft auf Basis der bestehenden Planung auch weiterhin in der Lage sein, auf die notwendige Liquidität zur Umsetzung dieser Maßnahmen zurückgreifen zu können und diese den eigenen Tochtergesellschaften zur Verfügung zu stellen. Sollte es aufgrund von Verzögerungen oder sonstigen Unwägbarkeiten zu Abweichungen in der Umsetzung der geplanten Maßnahmen kommen, hat die Muttergesellschaft ISS Global A/S, Kopenhagen/ Dänemark, als zusätzliches Finanzierungsinstrument ein Langfristdarlehen mit einem bestehenden Kreditrahmen von EUR 30 Mio. und mit einer unkündbaren Grundlaufzeit bis zum 31. Dezember 2024 ausgestattet. Entsprechende Risiken aus dem laufenden Vertrag mit dem Großkunden der ISS Communication Services GmbH sind zudem über eine bestehende laufzeitäquivalente harte Patronatserklärung aus dem Oktober 2017 für diesen Vertrag in Höhe von TEUR 400.000 der Muttergesellschaft ISS Global A/S, Kopenhagen/ Dänemark, abzüglich der bisherigen übernommenen Verluste, abgedeckt. Insofern ist der Konzern von der Unterstützung der ISS Global A/S, Kopenhagen/ Dänemark, abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Der Aufsichtsrat ist für die sonstigen Informationen in Bezug auf den Aufsichtsrat verantwortlich, im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; • holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 21. Juni 2023 Ernst
& Young GmbH
Galden, Wirtschaftsprüfer Plaßmann, Wirtschaftsprüferin |
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