Railway Approvals Germany GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hiie-Mai Ida Dr. Unger seit 25.6.2024 | Geschäftsführer |
Nils Dube seit 7.3.2023 | Prokura |
Stefan Schneider seit 22.1.2019 | Geschäftsführer |
Christoph Kirschinger seit 12.11.2015 | Geschäftsführer |
Bernd Dr. Zirkler seit 23.7.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland (Bundeseisenbahnvermögen) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DB Systemtechnik GmbHMindenJahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und Lagebericht 2011Lagebericht
Überblick
Wirtschaftliches UmfeldDie wirtschaftliche Entwicklung der DB Systemtechnik GmbH ist derzeit stark abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in ihrem Heimatmarkt Deutschland. Die gute konjunkturelle Lage in Deutschland und somit das positive Umfeld für die Deutsche Bahn AG wirkten sich positiv auf die Entwicklung DB-interner Dienstleistungen aus. Gleichzeitig profitiert der gesamte Sektor von der positiven Entwicklung, so dass auch die Dienstleistungen für externe Kunden, hier insb. für Hersteller von Eisenbahn-Produktionsmitteln gesteigert werden konnten. Entwicklung auf den relevanten MärktenDie DB Systemtechnik GmbH generiert in ihrem angestammten Markt den größten Teil ihres Umsatzes mit Gesellschaften des DB-Konzerns und ist daher im Wesentlichen von deren Entwicklung abhängig. Die von unseren Kunden im Schienenpersonen- und -güterverkehr erbrachte Betriebsleistung bestimmt deren Bedarf an entsprechenden Ingenieur- und Prüfdienstleistungen und damit die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen. Mit Blick auf die Verkehrsleistung, die unsere Kunden in ihren Märkten erbringen, sind wir dabei indirekt dem hohen Marktdruck unserer Kunden ausgesetzt. Dies liegt begründet in der hohen inter- und intramodalen Wettbewerbsintensität der Verkehrsmärkte beziehungsweise der darüber hinausgehenden Mobilitäts- und Logistikmärkte. ErtragslageUmsatzentwicklung Der Umsatz im Berichtsjahr übertraf die Planwerte deutlich und konnte auf ca. 87,4 Mio € gesteigert werden. Ursächlich hierfür waren in erster Linie große Redesign-Projekte im Konzern sowie steigende Nachfrage nach Prüfdienstleistungen der Fahrzeughersteller. Ergebnisentwicklung
Finanz- und VermögenslageFinanzmanagement Durch die Einbindung in den DB-Konzern kann die DB Systemtechnik GmbH die Refinanzierungsmöglichkeiten des DB-Konzerns nutzen. Das Finanzmanagement-System des DB-Konzerns ist im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich beschrieben. Das Treasury-Zentrum für den DB-Konzern ist in der DB AG angesiedelt. Hierdurch wird sichergestellt, dass alle DB-Konzerngesellschaften zu optimalen Bedingungen Finanzmittel aufnehmen und anlegen können. Vor der DB-konzernexternen Beschaffung von Finanzmitteln wird ein Finanzmittelausgleich innerhalb des DB-Konzerns vorgenommen. Finanzmittel werden den Konzerngesellschaften der DB ML AG im Rahmen eines zweistufigen Treasury-Konzepts über die DB ML AG als Termingelder beziehungsweise Darlehen weitergereicht. Die Infrastrukturgesellschaften des DB-Konzerns sind direkt an das Treasury-Zentrum der DB AG angebunden. Mit diesem Konzept sichert der DB-Konzern einen bereichsübergreifenden Risiko- und Ressourcenverbund. Für den DB-Konzern sowie die DB Systemtechnik GmbHliegen die Vorteile in der Bündelung von Know-how, der Realisierung von Synergieeffekten sowie in der Minimierung der Refinanzierungskosten. Die Kreditwürdigkeit des DB-Konzerns wird von den Rating-Agenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch laufend überprüft. Im Berichtsjahr haben die Rating-Agenturen im Rahmen ihrer jährlichen Rating-Reviews die guten Bonitätsbeurteilungen der DB AG bestätigt: Moody’s „Aa1/stabil“, S&P „AA/stabil“, Fitch „AA/stabil“. Die Ratings von S&P, Moody’s und Fitch sind damit seit ihrer ersten Erteilung unverändert. Die mit diesen Rating-Einstufungen der DB AG erzielbaren Vorteile in der DB-konzernexternen Finanzierung kommen der DB Systemtechnik GmbH im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung zugute. Am 8. Dezember 2011 hat S&P als Folge der angekündigten Überprüfung des Ratings des Bundes eine Überprüfung des Langfristratings der DB AG angekündigt. Der Ausblick des Ratings der DB AG wurde als Konsequenz wie beim Bund auf Credit Watch negativ gesetzt. Dies resultierte aus der Unterstützung des Ratings der DB AG durch das Rating des Bundes, die aus der Sicht von S&P durch die mögliche Herabstufung des Bundes schwächer wird. S&P hat am 17. Januar 2012 die Überprüfung beendet und den Credit Watch beim Rating des Bundes und der DB AG aufgelöst. Das Langfristrating der DB AG bleibt damit unverändert „AA“ bei stabilem Ausblick. Das Kurzfrist-Rating der DB AG von S&P bleibt unverändert in der höchsten Kategorie („A-1+“). Investitionen Das Anlagevermögen der DB Systemtechnik GmbH (Buchwert 13,857 Mio €) wurde im Zuge der Ausgliederung von der DB AG übertragen. Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel (Anlage im Anhang). Finanzierung des Investitionsprogramms Die Investitionstätigkeit wurde zu zwei Drittel aus dem Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der DB ST finanziert und zu einem Drittel durch DB Konzernfinanzierung abgedeckt. Bilanzstruktur Die Bilanzsumme ist per 31. Dezember 2011 im Vergleich zum Übertragungsstichtag um 76 % auf 24.414 T€ angewachsen (per 1. Januar 2011: 13.882 T€). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist im Berichtsjahr von 99,8 % auf 57,9 % gesunken. Das Umlaufvermögen nahm im gleichen Zeitraum von 25 T€ auf 10.286 T€ zu und nimmt nun einen Anteil von 42,1 % der Bilanzsumme ein (per 1. Januar 2011: 0,2 %) Die Höhe des Eigenkapitals beträgt 5.062 T€. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 20,8 % der Bilanzsumme per 31. Dezember 2011 (zum Übertragungsstichtag: 1.140 T€ entsprechend 8,2 % der Bilanzsumme). Die Rückstellungen bewegen sich mit 17.620 T€ deutlich über dem Niveau des Übertragungsstichtages (12.742 T€). Dies entspricht einem Anteil von 72,1 % an der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Übertragungsstichtag von 0 T€ auf 1.732 T€. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt per 31. Dezember 2011 7,1 %. scroll
MitarbeiterDie Zahl der Mitarbeiter wird innerhalb des DB-Konzerns auf Basis von Vollzeitpersonen (VZP) berechnet, um eine bessere Vergleichbarkeit im Zeitablauf zu gewährleisten. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden dabei entsprechend ihrem Anteil an der üblichen Jahresarbeitszeit in Vollzeitkräfte umgerechnet. Im Berichtsjahr resultierte ein statistischer Effekt aus der im Rahmen der Tarifabschlüsse getroffenen Festlegung zur Arbeitszeit. Danach wurde die Sollarbeitszeit um eine Stunde auf 39 Wochenstunden gesenkt und entspricht damit wieder der tatsächlich geleisteten Wochenarbeitszeit. Dies führt dazu, dass ab dem 1. März 2011 in den betroffenen Bereichen die Mitarbeiterzahl rechnerisch um rund 2,5 % steigt und sich gleichzeitig das Arbeitsentgelt um 2,5 % erhöht. Dieser Effekt gilt so auch für die DB Systemtechnik GmbH. Zur Realisierung der gestiegenen Umsatzlinie wurden im Berichtsjahr 2011 ca. 40 Mitarbeiter eingestellt. Gleichzeitig waren im Durchschnitt ca. 40 Leiharbeitskräfte von verschiedenen Personaldienstleistungsgesellschaften für die DB Systemtechnik GmbH eingesetzt.
NachhaltigkeitDurch nachhaltiges Handeln stellen wir die Zukunftsfähigkeit und damit den erfolgreichen Fortbestand unseres Unternehmens sicher. Dazu gehört immer die gesamthafte Betrachtung der Ansprüche des DB-Konzerns profitabler Marktführer, Top-Arbeitgeber und Umwelt-Vorreiter zu sein. Mit Nachhaltigkeit lässt sich Zukunft sichern. Dies gilt nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Unternehmen des DB-Konzerns, denn gerade im Verkehrssektor ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Das Klimaschutzziel schließt daher den gesamten DB-Konzern und alle Verkehrsmittel auf der Schiene, der Straße, zu Wasser und in der Luft ein. Der DB-Konzern hat Dienstleistungsangebote entwickelt, mit denen sich der kontinuierlich wachsende Bedarf an Mobilität und Transport umweltfreundlich und ressourcenschonend decken lässt. Mit seinem Personalmanagement gestaltet der DB-Konzern attraktive und familienfreundliche Arbeitsplätze, fördert die Vielfalt der Belegschaft und stellt die Weichen, damit er trotz demografischen Wandels immer hervorragend motivierte und qualifizierte Mitarbeiter hat. Mit seinem Nachhaltigkeitsmanagement bekennt sich der DB-Konzern zu den Prinzipien nachhaltigen, zukunftsfähigen Wirtschaftens. Ergänzende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie auch im Internetauftritt des DB-Konzerns unter www.db.de/umwelt. Dort wird umfassend dargestellt, welche Beiträge zu einer nachhaltigen Gesellschaft der DB-Konzern als wichtiger Anbieter von Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen sowie als einer der größten Arbeitgeber, Ausbilder und Auftraggeber Deutschlands leistet. Zum Thema Nachhaltigkeit wird zudem im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich Stellung genommen. Von den Erläuterungen zu § 289 Abs. 3 HGB (Nachhaltigkeitsbericht) wird in diesem Bericht daher abgesehen. Die DB Systemtechnik GmbH unterstützt mit ihren Dienstleistungen die Bemühungen ihrer Kunden zu erhöhter Nachhaltigkeit und beim Umweltschutz. Dies bezieht sich sowohl auf die Unterstützung bei der Entwicklung von Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsstrategien und –innovationen sowie die Erbringung ganz konkreter Auftragsleistungen in diesen Gebieten. StrategieDie DB Systemtechnik GmbH versteht sich als Ingenieur- und Prüfdienstleister, insbesondere im Bahnsektor. Unser Ziel ist die Marktführerschaft auf diesem Gebiet in Europa. Die Marktführerschaft soll durch Sicherstellen eines marktkonformen Leistungsniveaus mit folgenden strategischen Stoßrichtungen realisiert werden:
Das langjährig erworbene eisenbahntechnische Spezial-Know-how wird durch gezielte Investitionen in Methodenkompetenz und Prozessoptimierung sowie in spezifische Anlagenkapazitäten weiter ausgebaut. Weitere InformationenIm Jahr 2011 erfolgte die Ausgliederung der DB Systemechnik GmbH aus der DB AG, im selben Jahr der Beitritt zum Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv MoVe). Vor dem Hintergrund der Wachstumsausrichtung der GmbH erfolgte die Durchführung einer umfassenden Markt- und Umfeldanalyse mit Hinterlegung von Produkt-/Leistungsportfolio und Zielmärkten. Zur Komplettierung des Angebotes und zur Unterstützung des Markteintrittes hat die DB Systemtechnik GmbH im Berichtsjahr die operative Geschäftsverantwortung für ESG Ltd. und RAL Ltd. übernommen. Die Integration und Zusammenarbeit verläuft sehr positiv und vielversprechend, insb. begrüßen sowohl Management als auch Belegschaft von ESG und RAL dieses unternehmerische Engagement der DB Systemtechnik GmbH. DB Systemtechnik beabsichtigt, die Anteile von ESG Ltd. und RAL Ltd. zu übernehmen, um zusammen mit diesen Gesellschaften das Portfolio zu ergänzen und gemeinsame Vertriebsstrukturen zu nutzen. Insbesondere für das Auftreten auf dem französischen und dem britischen Markt sind hier die Erfahrungen von ESG und RAL sehr hilfreich. Wesentliche eingeleitete Maßnahmen im Berichtsjahr Im Zuge der Ausgliederung der DB Systemtechnik GmbH wurden zur Absicherung einer funktionsfähigen und wirksamen Organisation auch verschiedene Funktionen, die in übergreifender Weise im Konzern sichergestellt sind und bisher von dort in Anspruch genommen wurden, nun eigenständig in der DB Systemtechnik GmbH gebildet. Hierunter fallen insb. die Berufung von Datenschutzbeauftragtem, Strahlenschutzbeauftragtem, Chief Information Officer (CIO), Risikobeauftragtem, Compliance-Beauftragtem etc. Weiterhin wurde eine Notified Body-Repräsentanz der RAL Ltd. in Minden installiert. Die weiteren Möglichkeiten zur Erschließung des französischen und britischen Marktes in Kooperation mit der ESG und RAL werden intensiv analysiert. Ein unternehmensweites Projekt zur Optimierung der Business Excellence wurde insb. im Hinblick auf die weitere Ausrichtung der DB Systemtechnik GmbH an die geschäftlichen, strukturellen und organisatorischen Erfordernisse der Märkte aufgesetzt. Zur weiteren qualifizierten Besetzung des zusätzlichen Personalbedarfes wurde ein umfassendes Recruiting-Konzept aufgesetzt. Abschluss der Tarifrunden mit EVG und GDL Die Tarifrunde mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) konnte am 25. Januar 2011 abgeschlossen werden. Nach Einmalzahlungen von 500 € im Dezember 2010 wurden die Entgelte zum 1. März 2011 um 1,8 % angehoben und werden zum 1. Januar 2012 um weitere 2 % erhöht. Bei der Altersvorsorge und bei Strukturfragen wurden weitere Verbesserungen vereinbart. Die Vereinbarung mit der EVG hat eine Laufzeit von 29 Monaten. In der Tarifrunde mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wurde am 15. April 2011 ein Abschluss mit einer Laufzeit von 23 Monaten erzielt. Danach wurden im Dezember 2010 Einmalzahlungen von insgesamt 500 € gezahlt und die Entgelte ab 1. Januar 2011 um 2 % angehoben. Zudem wurden die Konditionen für die betriebliche Altersvorsorge verbessert und einzelne Zulagen erhöht. Sowohl mit der EVG als auch mit der GDL wurde vereinbart, das bestehende Beschäftigungsbündnis über 2011 hinaus fortzusetzen. Betriebsbedingte Kündigungen sind damit auch weiterhin ausgeschlossen. Die Tarifparteien haben sich darauf geeinigt, dies in einem Zukunft-Tarifvertrag festzuschreiben, der darüber hinaus eine stärkere Berücksichtigung der demografischen Entwicklung in der Personalpolitik festschreiben soll. Kunden- und Qualitätsi nitiative fortgesetzt Im Vorjahr wurde DB-Konzernweit eine Kunden- und Qualitätsinitiative gestartet, die wir auch im Berichtsjahr fortgeführt haben. In zehn Projekten wurden Maßnahmen für den Fern- und Nahverkehr sowie den Güterverkehr und die Infrastruktur entwickelt, um gerade in schwierigen betrieblichen Situationen, die zum Beispiel aus außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen resultieren können, eine möglichst hohe Betriebsqualität sicherstellen zu können. In Hinblick auf den Winter 2011/12 sowie Folgewinter wurden auf Basis umfassender Ursachenanalysen die Maßnahmen aus dem Vorjahr weiterentwickelt und weitere gezielte Vorbereitungsmaßnahmen getroffen. Diese gehen von der betrieblichen Qualitätssteigerung (zum Beispiel Fahrzeug- und Fahrwegverfügbarkeit) bis hin zur Verbesserung von Kundeninformation und Kundenservice. RisikoberichtMit den Geschäftsaktivitäten der DB Systemtechnik GmbH sind neben Chancen auch Risiken verbunden. Dabei zielt die Geschäftspolitik des DB-Konzerns sowohl auf die Wahrnehmung von Chancen als auch im Rahmen des Risikomanagements auf eine aktive Steuerung identifizierter Risiken. Die hierfür notwendige Informationsaufbereitung erfolgt bei der DB Systemtechnik GmbHim integrierten Risikomanagementsystem, das an den gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet ist. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt. Chancen aus eigenen Maßnahmen oder verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt darin, bei dem geplanten starken Wachstum die Leistungs- und Servicequalität für unsere Kunden aufrecht zu erhalten bzw. zu verbessern. Wir passen unsere Produkte an zukünftige Kundenanforderungen und Markterfordernisse an. Weitere Chancen erkennen wir durch Kooperationen im europäischen Ausland. Die Strategie der DB Systemtechnik GmbH richtet sich an den wichtigen Trends im Eisenbahnverkehrssektor aus. Die Schienenverkehrsmärkte in Europa werden weiter geöffnet, Systemlieferanten und Betreiber konzentrieren sich zunehmend auf ihre Kernprozesse, das Vorgehen der Behörden wird formaler und europaweit ist eine Marktbereinigung bei den Anbietern von Dienstleistungen im Eisenbahnsektor zu verzeichnen. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld könnte sich insgesamt besser entwickeln als bisher erwartet. Daraus resultierende Abweichungen würden sich positiv auf den DB-Konzern und seine Geschäftsfelder auswirken. Unsere strategische Ausrichtung und unsere Marktposition eröffnen uns hier Chancen, von einer positiveren konjunkturellen Entwicklung zusätzlich zu profitieren. Marktbezogene Chancen sehen wir trotz einer anhaltend hohen Wettbewerbsintensität auf unseren Märkten darin, uns als führender Anbieter auch in schwierigen Zeiten im Wettbewerb behaupten zu können und Marktkonsolidierungen aktiv gestalten zu können. Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung Zu den Risiken für die Gewinn- und Verlustrechnung der DB Systemtechnik GmbH zählen: Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Nachfrage nach unseren Leistungen ist auch abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wirtschaftliches Wachstum fördert die unserer Strategie zugrunde liegenden Megatrends in den für uns relevanten Märkten. Gesamtwirtschaftliche Schocks wie zum Beispiel Wirtschafts- und Finanzkrisen können sich insofern negativ auf unser Geschäft auswirken. Unsicherheiten bestehen zudem durch die möglichen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise in Europa auf die konjunkturelle Entwicklung in den nächsten Jahren. Finanzwirtschaftliche Risiken Zins-, Währungs- und Energiepreisrisiken aus dem operativen Geschäft werden im DB-Konzern unter anderem durch originäre und derivative Finanzinstrumente abgesichert. Im Zusammenhang mit der strikt am operativen Geschäft ausgerichteten Konzernfinanzierung obliegt die Limitierung und Überwachung der hieraus resultierenden Kreditrisiken, Marktpreisrisiken und Liquiditätsrisiken dem Konzerntreasury der DB AG. Durch den zentralen Abschluss entsprechender Geschäfte (Geldmarktgeschäfte, Wertpapiergeschäfte, Geschäfte mit Derivaten) durch die DB AG werden die entsprechenden Risiken gesteuert und begrenzt. Rechtliche und vertragliche Risiken Rechtliche Risiken bestehen unter anderem in Form von Schadensersatzansprüchen sowie aus Rechtsstreitigkeiten. Diese können insb. Schäden an den uns von den Kunden zu Prüfleistungen überlassenen Fahrzeugen/Komponenten sein. Weiterhin können Risiken entstehen aus einer Nachbesserungsforderung oder aus vertraglichen Pönalen wegen Terminüberschreitungen. Durch vertragliche Einschränkung der Haftung wird das Risiko im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten möglichst eingeschränkt. Regulatorische und politische Risiken Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler oder europäischer Ebene können Risiken für unser Geschäft zur Folge haben. Politische Risiken betreffen insbesondere die Verschärfung geltender Normen und Vorschriften des Eisenbahnwesens. Finanzkrise führt zu einer Nationalisierungstendenz und damit zu rückläufiger Liberalisierung der Märkte. Hier besteht das Risiko einer Überregulierung für den gesamten Sektor. Personalrisiken Unsere Mitarbeiter und ihre Fähigkeiten sind für den zukünftigen Erfolg der DB Systemtechnik GmbH von zentraler Bedeutung. Damit sich die DB Systemtechnik GmbH im Wettbewerb behaupten kann, ist die Personalkostenstruktur in Relation zu der der Wettbewerber von entscheidender Bedeutung. Zusätzliche einseitige Belastungen zum Beispiel in Form von höheren Tarifabschlüssen als bei unseren Wettbewerbern verschlechtern hier unsere Wettbewerbsposition. Angesichts des Fachkräftemangels kann ein Risiko entstehen, dass die für das Wachstumsziel notwendigen Mitarbeiter nicht in ausreichender Zahl oder Qualifikation gehalten, rekrutiert oder entwickelt werden können. IT-Risiken Unzureichendes IT-Management kann zu schwerwiegenden Geschäftsunterbrechungen führen. Wir setzen eine Vielzahl von Methoden und Mitteln ein, um diese Risiken zu minimieren. Compliance-Risiken Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und anerkannten regulatorischen Standards ist Aufgabe und Verpflichtung jedes Mitarbeiters des DB-Konzerns. Die Sicherstellung regelkonformen Verhaltens unterstützt der Compliance-Bereich des DB-Konzerns unter anderem durch präventive Maßnahmen wie Schulungen. Das Risikomanagement ist umfassend in unseren betrieblichen Prozessen implementiert. Es wird regelmäßig überprüft und, soweit erforderlich, zielführend weiterentwickelt. Umfassendes Risikomanagementsystem Die Grundsätze der Risikopolitik werden von der Konzernleitung des DB-Konzerns vorgegeben und durch die DB Systemtechnik GmbH umgesetzt. Im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems wird dem Aufsichtsrat der DB Systemtechnik GmbH berichtet. Für außerhalb des Berichtsturnus auftretende Risiken und Fehlentwicklungen besteht eine unmittelbare Berichtspflicht, Akquisitionsvorhaben unterliegen zusätzlich einer besonderen Überwachung. Im Risikomanagementsystem des DB-Konzerns wird die Gesamtheit der Risiken unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsgrenzen in einem Risikoportfolio sowie einer detaillierten Einzelaufstellung abgebildet. Die im Risikobericht erfassten Risiken sind kategorisiert und nach Eintrittswahrscheinlichkeiten klassifiziert. Die Analyse umfasst neben den möglichen Auswirkungen zugleich die Ansatzpunkte und die Kosten von Gegenmaßnahmen. Bewertung der derzeitigen Risikoposition Als Ergebnis unserer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden. NachtragsberichtAm 9. Februar 2012 führte der Aufsichtsrat der DB Systemtechnik GmbH seine konstituierende Sitzung durch. Zum 17. Februar 2012 erfolgte die Berufung der Geschäftsführer der DB Systemtechnik GmbH zu Direktoren der ESG Ltd. und RAL Ltd. AusblickKonjunkturelle Aussichten Die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum belastet zunehmend die deutsche Konjunktur. Die Dynamik der konjunkturellen Expansion wird voraussichtlich auch in Deutschland deutlich an Schwung verlieren und das BIP im Jahr 2012 nur noch moderat zulegen. Infolge der Konjunkturabschwächung in wichtigen Handelspartnerländern sollten die außenwirtschaftlichen Impulse nachlassen. Der Export dürfte sogar etwas schwächer zulegen als die Importe. Der Außenhandel trägt damit voraussichtlich nicht mehr zum Wachstum des BIP bei. Die inländische Verwendung dürfte damit die Konjunktur tragen. Dabei wird der Staatsverbrauch infolge der Konsolidierungsmaßnahmen nur noch gering ausgeweitet. Die privaten Konsumausgaben dürften infolge der anhaltend hohen Verunsicherung bei den Konsumenten ebenfalls geringer zulegen als im Berichtsjahr. Im Jahr 2012 wird die deutsche Wirtschaft vor allem von den erwarteten niedrigen Zinsen im Euro-Raum profitieren. Durch niedrige Finanzierungskosten gestützt, dürften die Investitionen gegenüber dem Vorjahresniveau leicht zulegen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt voraussichtlich weiterhin stabil. Wir gehen davon aus, dass die Erwerbstätigkeit im kommenden Jahr aufgrund der schwachen Konjunktur nur noch marginal zunimmt. Entwicklung wesentlicher Rahmenbedingungen Aus den Rahmenbedingungen erwarten wir für das Jahr 2012 keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft. Voraussichtliche Entwicklung der DB Systemtechnik GmbH im Geschäftsjahr 2012
E rwartungen bezüglich der E ntwicklung im G eschäftsjahr 201 3 In Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 15 geben wir auch eine Einschätzung für das dem laufenden Geschäftsjahr folgende Jahr ab. Diese basieren auf den in unserer Mittelfristplanung hinterlegten Annahmen zu den von uns erwarteten Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldentwicklungen sowie dem Umsetzungserfolg von geplanten Maßnahmen. Diese Annahmen und Einschätzungen unterliegen mit zunehmendem Zeithorizont größeren Prognoseunsicherheiten. Auf Basis der Annahme, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung wie in unseren Annahmen unterstellt darstellt, rechnen wir auch für das Geschäftsjahr 2013 mit weiteren Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten. Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der DB Systemtechnik GmbHbeziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die DB Systemtechnik GmbH übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Minden, den 07.03.2012 DB Systemtechnik GmbH Die Geschäftsführung Hans Peter Lang Bärbel Aissen BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
AnhangDer Jahresabschluss der DB Systemtechnik GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes in der aktuell gültigen Fassung sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgesehene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben und Erläuterungen. (1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die DB Systemtechnik GmbH wurde 2011 mit der Deutsche Bahn Aktiengesellschaft (DB AG) als alleinige Gesellschafterin gegründet (Stammkapital 25.000 €; Eintragung in das Handelsregister am 8. Juli 2011). Mit Vertrag vom 27.Juli 2011 übertrug die Deutsche Bahn AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2011 die Geschäftseinheit Systemtechnik als Gesamtheit im Wege der Ausgliederung auf die DB Systemtechnik GmbH. Zur Gegenüberstellung sind in den Erläuterungen zur Bilanz die Werte der Ausgliederung in der Spalte Übertrag dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr, angewandt in der Deutsche Bahn AG, unverändert. Erworbene, im Einzelfall geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände wird im DB Konzern nicht ausgeübt. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis der bei normaler Beschäftigung und unter wirtschaftlichen Bedingungen anfallenden Kosten ermittelt. Zinsen auf Fremdkapital und Verwaltungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear. Die Abschreibungen werden grundsätzlich entsprechend den steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelt und erfolgen „pro rata temporis“. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen: scroll
Geringwertige Anlagegegenstände im Einzelwert bis 2.000 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang ausgewiesen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Risiken in den Beständen, die sich aus eingeschränkter Verwendbarkeit oder sonstigen Wertminderungen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- bzw. pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1 % des Nettoforderungsbetrages gebildet. Aufwendungen für Wertberichtigungen aufgrund von reklamationsbedingten Risiken (Preisstellung, Leistungserbringung u.ä.) werden im Regelfall als Erlösschmälerungen von den Umsatzerlösen berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden zu verrechnen. Das Saldierungsgebot gilt auch für korrespondierende Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Schulden und aus der Bewertung dieser Vermögensgegenstände. Die zur Saldierung herangezogenen Vermögensgegenstände werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB vollständig zum beizulegenden Zeitwert auf der Basis von Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Für die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Verpflichtungen ist § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB einschlägig. Bei der DB Systemtechnik GmbHwird das Planvermögen, das der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (sog. Contractual-Trust-Arrangements, ‚CTA’) dient, mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung verrechnet. Saldiert werden auch die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Pensionsverpflichtungen und aus der Bewertung des Deckungsvermögens. Die Pensionsverpflichtungen werden zum Wert des garantierten Mindestverpflichtungsumfangs angesetzt. Die Erträge aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum Zeitwert sind grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Durch das Bestehen frei verfügbarer Rücklagen gemäß § 268 Abs. 8 HGB in ausreichender Höhe ist jedoch keine Ausschüttungssperre entstanden. Die DB Systemtechnik GmbH hat langfristig fällige Verpflichtungen aus Wertguthaben für Langzeitkonten. Diese werden gem. § 246 Abs 2 Satz 2 HGB mit den durch den beauftragten Treuhänder verwalteten Kapitalanlagen verrechnet. Aufgrund der stets korrespondierenden Wertentwicklung von Rückstellungen und Deckungsansprüchen sind keine ausschüttungsgesperrten Erträge entstanden. Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/ PUC- Methode) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der zum Bilanzstichtag angewendete Zinssatz beträgt 5,13 %. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Die wesentlichen zum 31. Dezember 2011 angewendeten versicherungsmathematischen Parameter sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen: scroll
Die Rückstellungen für Altersteilzeit-, Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (PUC-Methode) sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei werden fristenkongruente durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 4,0 % (Altersteilzeit) und 4,50 % (Jubiläum und Sterbegeld) angewendet. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Soweit Aufwendungen wahrscheinliche aber ihrem Eintrittszeitpunkt nach unbestimmte Verpflichtungen gegenüber Dritten darstellen, werden sie bei den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Risiken für nicht abgeschlossene Schadensfälle und Prozesse werden grundsätzlich erst ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die DB Systemtechnik GmbH hat in Ausübung des Wahlrechts des § 274 HGB keine latenten Steuern bilanziert. Fremdwährungsforderungen bzw. –verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen Beteiligungsunternehmen der DB AG. Die Tätigkeit der zugewiesenen Beamten im DB Konzern beruht auf einer gesetzlichen Zuweisung im Rahmen des Eisenbahnneuordnungsgesetzes (ENeuOG), Art. 2 § 12. Für die Arbeitsleistung der zugewiesenen Beamten erstattet die DB Systemtechnik GmbH dem Bundeseisenbahnvermögen (BEV) die Kosten, die anfallen würden, wenn anstelle des zugewiesenen Beamten eine Tarifkraft als Arbeitnehmer beschäftigt werden würde (Als-ob-Abrechnung). Deshalb werden die dem BEV erstatteten Personalkosten der zugewiesenen Beamten aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtungsweise unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Abweichend von der in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern nicht unter dem hierfür vorgesehenen Posten Nr. 19 erfasst, da es sich hierbei um Kostensteuern handelt. Diese werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz(2) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagegitter zu entnehmen. (3) Vorräte scroll
Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich auf 363 T€. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 385 T€ und aus Umsatzsteuer in Höhe von 30 T€. Sie enthalten Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 390 T€, im Wesentlichen Lieferungs- und Leistungsforderungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis betreffen Leistungsforderungen. (5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Vorauszahlungen zukünftiger Nutzungsentgelte ausgewiesen. (6) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der DB Systemtechnik GmbH beträgt 1.000.000 €, dieses ergibt sich aus der Einzahlung von 25.000 € bei der Gründung und 975.000 € aus der Kapitalerhöhung im Rahmen der Ausgründung. Die Anteile werden vollständig von der Deutsche Bahn AGgehalten. (7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage weist per 31. Dezember 2011 einen Betrag in Höhe von 140.366,66 € aus. In die Kapitalrücklage wurde der Betrag eingestellt, um den der in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2011 anzusetzende Wert der Sacheinlage, die im Rahmen der Ausgründung von der DB AG erbracht wurde, die Kapitalerhöhung in Höhe von 975.000 € überstiegen hat. (8) Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss betrifft das Geschäftsjahr 2011 und beträgt 3.921.500,16 €. (9) Rückstellungen scroll
Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden saldiert mit Einzahlungen in das Deckungsvermögen im abgelaufenen Geschäftsjahr 631 T€ zugeführt. Die ähnlichen Verpflichtungen enthalten zum 31. Dezember 2011 Rückstellungen für Deferred Compensation in Höhe von 665 T€. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Verpflichtungen im Personalbereich betreffen vor allem Urlaubsansprüche, Tantieme, sowie Altersteilzeitverpflichtungen. Bei der DB AG ist zentral eine Rückstellung für Archivierungskosten gebildet. Das im Rahmen von Pensionsrückstellungen bestehende Deckungsvermögen (56 T€) wird mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen (437 T€) verrechnet. Dabei betragen der beizulegende Zeitwert 56 T€ und die Anschaffungskosten des Deckungsvermögen 54 T€. Gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB sind 0 € zur Abführung gesperrt. scroll
Das im Rahmen der Wertguthaben für Langzeitkonten bestehende Treuhandvermögen (654 T€) wird mit der korrespondierenden Rückstellung (654 T€) verrechnet. (10 ) Verbindlichkeiten scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling in Höhe von 776 T€ und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 414 T€. Sie enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 1.031T€, überwiegend aus dem Cash-Pooling mit der DB AG. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissenwerden wie folgt fällig: scroll
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(14 ) Umsatzerlöse scroll
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt. (15 ) Sonstige betriebliche Erträge scroll
(16 ) Materialaufwand scroll
( 1 7 ) Personalaufwand scroll
* Enthält auch Zahlungen für Unterstützung, z.B. an ehemalige Betriebsangehörige oder Hinterbliebene (18) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
( 19) Zinsergebnis scroll
Sonstige Angaben(20) Konzernzugehörigkeit Die DB Systemtechnik GmbH ist Tochterunternehmen der Deutsche Bahn AG und wird in den Konzernabschluss der Deutschen Bahn AG, Berlin, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den dazu nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt wird . Der Konzernabschluss der DB AG wird beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist unter www.ebundesanzeiger.de erhältlich. (21) Beschäftigte scroll
Die Zahl der Mitarbeiter wird innerhalb des DB-Konzerns zur besseren Vergleichbarkeit in Vollzeit-Personen ausgewiesen. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden demnach entsprechend ihrem Anteil an der tariflichen Jahresarbeitszeit in Vollzeitkräfte umgerechnet. Beamte sind in der Regel mit Eintragung der DB Systemtechnik GmbH dieser kraft Art. 2 § 12 Eisenbahnneuordnungsgesetz zugewiesen worden (‚zugewiesene Beamte’). Sie arbeiten für die DB Systemtechnik GmbH, ihr Dienstherr ist das Bundeseisenbahnvermögen (BEV). (22) Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2011 an: Hans Peter Lang Vorsitzender der Geschäftsführung, Minden Bärbel Aissen Geschäftsführerin Finanzen, Controlling und Personal, Wiesbaden Die Bezüge der Geschäftsführer werden mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Ein Aufsichtsrat war im Geschäftsjahr 2011 noch nicht vollständig konstituiert. Die Mitglieder (einschl. Angabe der weiteren Mandate) sind: Dr. Volker Kefer Vorsitzender des Aufsichtsrats Ressort Technik, Systemverbund und Dienstleistungen, Ressort Infrastruktur, Mitglied des Vorstands der DB AG Mitglied des Vorstands der DB Mobility Logistics AG Erlangen - seit 24. November 2011 - scroll
Andreas Busemann Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstandes der DB Fernverkehr AG Leiter Produktion des Geschäftsfeldes DB Bahn Fernverkehr der DB Mobility Logistics AG Kissenbrück - seit 24. November 2011 - scroll
Dr. Katharina Klemt -Albert Geschäftsführerin Deutschland, Technik und Produktion der DB International GmbH Frankfurt am Main - seit 24. November 2011 - Nicole Friedrich Leiterin Produktion im Regionalbereich Mitte der DB Netz AG Liederbach - seit 24. November 2011 - scroll
Ludwig Winklbauer * Vorsitzender des Betriebsrates der DB Systemtechnik GmbH München - seit 11. Januar 2012 - Karin Simon * stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrates der DB Systemtechnik GmbH Minden - seit 11. Januar 2012 - * Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer + Konzerninternes Mandat a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Angabe der Mandate jeweils bezogen auf den 31.12.2011 beziehungsweise auf den Zeitpunkt des Ausscheidens im Jahr 2011. Bei einem Eintritt nach dem 31.12.2011 wird auf den Zeitpunkt des Eintritts abgestellt. (2 3 ) Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der DB AG enthalten sind. (24 ) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Lagebericht erläutert.
Minden, den 07.03.2012 DB Systemtechnik GmbH Die Geschäftsführung Hans Peter Lang Bärbel Aissen Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DB Systemtechnik GmbH, Minden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführersowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 7. März 2012 PricewaterhouseCoopers Rainer Kroker, Wirtschaftsprüfer ppa. Steffen Heilmann, Wirtschaftsprüfer Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 31.08.2012 |
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