Herstellung von Prüfmaschinen
DEVELCO Pharma GmbH
Grienmatt 27, 79650 Schopfheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Annette Christiane Steiner-Kienzler seit 16.1.2025 | Geschäftsführer |
Nikolai Daniel Friesen seit 10.7.2024 | Prokura |
Peter Dr. Konkel seit 10.7.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DEVELCO Pharma GmbHSchopfheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Develco Pharma GmbH, Grienmatt 27, 79650 SchopfheimInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell 2. Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage 3. Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Zweigniederlassungsbericht IV. Prognosebericht V. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Als GMP-zertifiziertes Pharma-Unternehmen beschäftigen wir uns mit der Herstellung/Produktion von Generika-Arzneimitteln für den Pharmamarkt im In- als auch Ausland, sowie deren Prüfung, Freigabe und Versand im Auftrag unserer Muttergesellschaft. Rechtliche Struktur Die Develco Pharma GmbH mit Sitz in Schopfheim (Deutschland) ist 100%-ige Tochtergesellschaft der Develco Pharma Schweiz AG mit Sitz in Pratteln. Diese ist wiederum 100%ige Tochtergesellschaft der Helmadis AG in Stansstad (Schweiz), welche auch einen Konzernabschluss für die Unternehmensgruppe erstellt. Die Gruppe verfolgt das Ziel, pharmazeutische Generikaarzneimittel zu entwickeln, auszulizenzieren und nach Produktion an Geschäftskunden (b2b), d.h. Generika-Firmen zu verkaufen. Im Jahr 2014 wurde entschieden, dass eine eigene Produktion von Generikaarzneimitteln aufgenommen werden soll, um die sehr hohen Anforderungen an die Verarbeitung von Betäubungsmitteln zu erfüllen. Deshalb wurde durch unsere Gesellschaft ein neuer Produktionsstandort erstellt, um diese anspruchsvolle Lohnfertigung für die Develco Pharma Schweiz AG zu übernehmen. Deutschland ist hierbei als Referenzland anzusehen; das Gütesiegel "Made in Germany" und die Vorteile einer lokalen Produktion (EU ist Hauptmarkt) unterstützt hier die Strategie. Den Umsatz der Develco Pharma GmbH erzielen wir direkt oder indirekt durch Aufträge unseres Mutterunternehmens, der Develco Pharma Schweiz AG. 2. Entwicklung Es werden immer wieder neue Produkte entwickelt und in die Produktion überführt. Die Entwicklung der Produkte wird seit je her durch die Muttergesellschaft getrieben, organisiert und verantwortet. Wenn eine Entwicklung dort abgeschlossen wird, wird beschlossen, wo das Produkt produziert wird. Erste Wahl für die kommerzielle Produktion neu entwickelter Produkte ist der Produktionsstandort in Schopfheim. Im Jahr 2023 wurde v.a. ein wichtiges neues Produkt gelauncht: Tabletten mit dem Wirkstoff Tapentadol-Phosphat. Dieses Produkt wurde im April 2023 zum ersten Mal kommerziell ausgeliefert und hat sich seither sehr positiv entwickelt. Für 2024 ist die Zulassung eines weiteren Produktes aus der eigenen Entwicklung vorgesehen, was dann voraussichtlich Anfang 2025 kommerziell gelauncht wird. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland geriet im Jahr 2023 durch das krisengeprägte Umfeld ins Stocken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und ein geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 damit geschrumpft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die globale Pharma- und Biopharmaindustrie stellt laut Statista eine große Bandbreite an pharmazeutischen Produkten im Bereich der Human- und der Veterinärmedizin her. Der gesellschaftliche Effekt der Pharmabranche und ihrer Produkte schlägt sich in einer steigenden Lebenserwartung, weniger Neuerkrankungen sowie geringeren Arbeitsausfällen nieder. Dabei bescheren globale Treiber wie etwa eine wachsende und generell älter werdende Weltbevölkerung oder Krankheitsausbrüche wie zuletzt die globale Corona-Pandemie Pharmaunternehmen auf der ganzen Welt ein vergleichsweise konjunkturunabhängiges Wachstum. Gleichzeitig revolutionieren Biotechnologie und Digitalisierung die Wirkstoffentwicklung und stellen die Hersteller vor große Herausforderungen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Develco Pharma GmbH nicht wie geplant. Das hat weniger mit den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu tun, als mit Arbeitskräfte-Mangel, der nicht ausreichend gedeckt werden konnte, um den hohen Bedarf und Auftragsbestand zufriedenstellend zu decken. Finanziell erfolgt, aufgrund der mit der Muttergesellschaft im Rahmen des Lohnfertigungsverhältnisses vereinbarten Verrechnungspreismethodik in Form der Kostenaufschlagsmethode auf Ist-Kostenbasis mit einem Gewinnaufschlag, eine vollumfängliche Erstattung der betrieblich veranlassten Kosten. Diese für Lohnfertigungsverhältnisse übliche und entsprechend von der Betriebsprüfung in 2021 bestätigte Verrechnungspreismethode führt zu einer garantierten Rendite auf die betrieblich veranlassten Istkosten für den Lohnfertiger Develco Pharma GmbH. Im Jahr 2023 konnte die Anzahl der produzierten Blister um 4,3 % auf 21,1 Mio. gesteigert werden, während die Anzahl der hergestellten Arzneimittel auf hohem Niveau bei knapp 200 Mio. Tabletten stagnierte. Herausfordernd im vergangenen Jahr war nach wie vor in einigen Bereichen die Liefersituation unserer Rohstoffe (Ausgangsmaterial, Packmittel und Folien). Die Lieferzeiten sind nach wie vor höher als vor ein paar Jahren. Um unseren höheren Bedarfe auch abdecken zu können, wurden höhere Bestände aufgebaut. Dies wurde verstärkt durch den extremen Anstieg an Kundenbedarfen, die nicht in vollem Umfang bedient werden konnten. Dadurch hat sich der Lagerbestand und die Lagerauslastung stark erhöht. Deutliche Kostensteigerungen für Rohstoffe, Dienstleistungen und Personal waren auch in 2023 zu verzeichnen. Die Lieferbereitschaft gegenüber unseren Kunden war im Jahr 2023 nicht optimal. Die Hauptursache war Personalmangel im Bereich Verpackung und auch in der Qualitätskontrolle. In beiden Bereichen wurde im Laufe des Jahres signifikant Personal aufgebaut. Die Verpackung ist nun auf vollen 3-Schicht Betrieb auf beiden Linien ausgelegt. Der Output hat sich deutlich erhöht und wächst auch weiter. Wir erwarten Besserung der Lieferkennzahlen gegenüber den Kunden ab Mitte 2024. Unser durchschnittlicher Personalstand im Geschäftsjahr 2023 lag bei 112 Mitarbeitern (Vorjahr: 93 Mitarbeiter). Ausblick: im Jahr 2024 beabsichtigen wir weitere signifikante Volumensteigerungen und damit verbunden Personalaufbau. Der Einsatz neuer Mitarbeiter soll unsere Kapazitäten weiter stärken, um die Herausforderungen sowie die notwendige, steigende Auslastung meistern zu können. Lage a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung erreicht. Die Gesamtleistung stieg um rd. 28,0 %. Insgesamt konnte die Gesellschaft im Gesamtjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 692 erzielen. Aufgrund des gestiegenen Outputs und gestiegener Rohstoffkosten erhöhte sich der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um TEUR 369. Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.037 bzw. 28,9 %. Der Anstieg resultiert vor allem aufgrund des Personalaufbaus und der Lohnanpassungen. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 183 bzw. 8,5 % erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um rund TEUR 1.640 bzw. 46,7 %. Wesentliche Änderungen ergaben sich bei den Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen (+ TEUR 720), Kosten für Leiharbeit (+ TEUR 743) und Raumkosten (+ TEUR 202) - bei welchen sich vor allem die Energiekostensteigerungen bemerkbar machten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind aufgrund einer Zinsanpassung des Intercompany Darlehens bedingt durch die allgemeine Zinsentwicklung wieder gestiegen. b) Finanzlage Zum Bilanzstichtag hat sich der Darlehensstand (Kreditinstitute und verbundene Unternehmen) mit 24,4 Mio. (Vorjahr 24,2 Mio.) praktisch nicht verändert. In Höhe der Tilgung wurden neue Darlehen zugeführt. Die Darlehen stellen rd. 75 % des Gesamtkapitals dar. Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von rd. TEUR 2.768 standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.325 gegenüber. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem laufenden Cashflow sowie durch Darlehen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war unterjährig jederzeit gegeben. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der gewährten Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 11,2 % auf 32,3 Mio. Die Eigenkapitalquote konnte aufgrund der Einstellung des laufenden Jahresüberschusses in die Gewinnrücklagen von 8,3 % auf 9,6 % verbessert werden. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen aufgrund der gegenüber den Abschreibungen höheren Investitionen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 438 auf TEUR 26.009. Das Anlagevermögen stellt mit gut 80 % der Bilanzsumme den wesentlichen Aktivposten der Gesellschaft dar. Die Vorräte steigen signifikant um TEUR 1.923 gegenüber dem Vorjahr. Das ist auf eine gestiegene Lagerhaltung aufgrund befürchteter Material- und Lieferengpässe wie auch durch den höheren Bedarf im Zusammenhang mit der geplanten Produktionssteigerung zurück zu führen. Auch gestiegene Rohstoffkosten machen einen Teil der Erhöhung aus. Die sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich um TEUR 306 auf TEUR 57. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.312. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch die Einstellung des Jahresüberschusses in die Gewinnrücklage um TEUR 692. Die Erhöhung der Rückstellungen gegenüber Vorjahr um TEUR 556 auf TEUR 1.946 ist im Wesentlichen auf Personalrückstellungen für Prämienzusagen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 684 auf TEUR 1.445. Die Darlehensverbindlichkeiten (Kreditinstitute und verbundene Unternehmen) erhöhten sich um TEUR 273. Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 327 auf TEUR 546. Die Vermögenslage der Gesellschaft erachten wir für geordnet. So ist das langfristig gebundene Vermögen (Anlagevermögen) durch das Eigenkapital sowie die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen gedeckt. 3. Leistungsindikatoren Bei den Leistungsindikatoren richtet sich unser Blick vor allem auf den reibungslosen Ablauf der Produktion und die erzielbaren Produktionsmengen. In diesem Zusammenhang unternehmen wir alle Anstrengungen, um Schwund bzw. Ausfall so gering wie möglich zu halten und Lieferbereitschaft gemäß Kunden-Terminen sicherzustellen. Durch Akquise und Neuentwicklungen sind wir bemüht, die Auslastung zu verbessern und die Produktionsmengen zu steigern. Auf die Sicherung der Qualität der durch uns erstellten Arzneimittel legen wir großen Wert. 4. Gesamtaussage Die Geschäftsführung der Develco Pharma GmbH ist mit der Steigerung gegenüber 2022 zwar zufrieden, nicht jedoch mit dem Output und Lieferkennzahlen vs Plan 2023. Wir sind zuversichtlich uns im Jahr 2024 deutlich zu steigern und wieder zufriedenstellende Kennzahlen berichten zu können. Die Gesellschaft dient als verlängerte Werkbank den Interessen der Muttergesellschaft, weshalb kein eigenständiges Risiko für die GmbH besteht. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. III. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. IV. Prognosebericht Der positive Wachstumstrend der Ausbringung der Fertigprodukte wird sich weiter fortsetzen. Der Mutterkonzern rechnet für das neue Jahr mit einem Wachstum von >30 %. Das Produkt, was im Q2 2023 eingeführt wurde entwickelt sich weiter sehr stark und wird für 2024 das Volumen- und umsatzstärkste Produkt sein. Die Bulkproduktion für ein weiteres Produkt, das bisher nur beigestellt und verpackt wurde, hat im 4. Quartal 2023 gestartet und wird erheblichen Anteil an Steigerungen 2024 haben. Zur Realisierung dieser Volumensteigerungen wurde im Q3 2023 eine neue Anlage (Wirbelschicht-Granulator) in Betrieb genommen, die bis Mitte 2024 auf volle Kapazität hochfahren wird. Eine weitere neue Anlage (Tablettenpresse) wurde in 2023 bestellt und wird im Januar 2024 geliefert. Kommerzielle Produktion auf dieser Anlage ist ab April geplant. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit starkem Wachstum unserer Produktionsmengen und damit einhergehend mit einer stabilen Ertragslage. V. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Branchen- und länderspezifische Risiken Dem DIHK-Report Gesundheitswirtschaft zum Jahresbeginn 2023 zufolge belasten die hohen Energiepreise weiterhin viele Unternehmen. Hinzu kommen langfristige Herausforderungen wie Demografie, digitale Transformation sowie Auswirkungen der finanziell schwierigen Lage der gesetzlichen Krankenversicherung auf die Preis- und Erstattungsregulierung. Dieses Risiko ist in der Gesundheitswirtschaft derzeit sogar stärker ausgeprägt als der Fachkräftemangel. Auch die Arbeitskosten als Geschäftsrisiko steigen weiter. Die Geschäftslage der pharmazeutischen Industrie hat sich zu Beginn des Jahres 2023 gegenüber der Herbstumfrage im 8 % verbessert und damit auf hohem Niveau stabilisiert. Wie bereits bei der Finanz- und Coronakrise hat auch die aktuelle Krise geringe Auswirkungen auf die Geschäftslage der Pharmaunternehmen. Zwar spüren die Unternehmen gemäß einer Umfrage das Kostenrisiko bei den Energie- und Rohstoffpreisen, da die pharmazeutische Industrie hiervon stark betroffen ist. Auch ist die Sorge gestiegen, qualifiziertes Personal zu finden. Der Fachkräftemangel bleibt nach wie vor ein ausgeprägtes Problem. Die insgesamt gute Geschäfts- und Exporterwartung der Pharmabranche wirkt sich hingegen nicht auf deren Investitionspläne aus. Die Geschäftserwartungen in der pharmazeutischen Industrie haben sich Anfang 2023 gegenüber Herbst 2022 deutlich verbessert. Damit ist die Branche deutlich zuversichtlicher als die Industrie insgesamt. Die Inflationsrate in Deutschland ist von 8,1 % in 2022 auf 5,9 % in 2023 zurück gegangen. Die damit verbundenen Risiken in Bezug auf weitere Preiserhöhungen bei Rohstoffen, Dienstleistungen und Energie sind damit wieder etwas zurück gegangen. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsintensität sowie der Kosten- und Konkurrenzdruck, als auch gesundheitspolitische Prozesse, nehmen in den Hauptabsatzmärkten unserer Unternehmensgruppe weiter zu. Gegenwärtig stattet der Gesamtmarkt unseren Mutterkonzern jedoch mit einer sehr stabilen, deutlich steigenden Auslastung aus. Trotz Kostensteigerungen für Rohstoffe, Personal und Energie im Mittel zwischen 15 - 18 % wird sich an der Ertragslage der Develco Pharma GmbH nichts ändern. Schwankungen werden durch den Mutterkonzern abgedeckt, der Margendruck wird vollständig absorbiert. Finanzwirtschaftliche Risiken Angesichts der ausreichenden Liquiditäts- und Kapitalausstattung unserer GmbH sind Liquiditätsrisiken und Engpässe derzeit nicht erkennbar. Wir wickeln unsere Geschäfte überwiegend in der Währung Euro ab, auch unsere Einkäufe werden überwiegend in Euro vorgenommen und somit besteht auch hier kein unkalkulierbares wirtschaftliches Risiko. Allerdings ist unsere Produktionsgesellschaft natürlich abhängig von den Aufträgen, welche unsere Muttergesellschaft an uns weitergeben kann. Für das kommende Geschäftsjahr sind ausreichend Aufträge eingegangen, so dass unsere Kapazitäten bereits für das volle Jahr ausgelastet sind. Chancenbericht Der sehr dynamische Gesundheitsmarkt eröffnet immer neue Chancen für Produkteinführungen und Wachstumsstrategien. Unsere Muttergesellschaft beobachtet genau das unternehmerische Umfeld, europa- und weltweit. Um Risiken zu minimieren und Chancen zu erhöhen, werden auch die Ergebnisse unserer Vertriebspartner mitberücksichtigt. Die Leistungsbereitschaft und die qualitative Fähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen einen weiteren zentralen Treiber des wirtschaftlichen Erfolgs unserer Unternehmensgruppe dar. Da es auf dem Arbeitsmarkt jedoch merklich schwieriger wird, gute und geeignete Fachkräfte zu finden, haben wir uns 2021 entschieden, eine eigene Ausbildung von Lehrlingen im Bereich pharmazeutische Herstellung zu starten. Damit gehen wir nun ins 3. Jahr. Der Trend, Arzneimittel in Europa zu fertigen um unabhängiger zu werden, könnte vor allem auch unserem Produktionsstandort in Schopfheim eine Chance für eine positive Entwicklung bieten. Insgesamt, auch aufgrund des wachsenden Bedarfs unserer Produkte bei unseren Kunden und bei den Patienten, überwiegen die Chancen für unsere Gesellschaft und unser Geschäftsmodell.
Schopfheim, 22. Mai 2024 Develco Pharma GmbH Geschäftsführung Dr. Marc Fischer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Develco Pharma GmbH hat ihren Sitz in Schopfheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB Nr. 700223 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 5 Jahren betragen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für die Abschreibungen von Gebäuden werden Nutzungsdauern von 33 Jahren zugrunde gelegt; Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen 3 und 14 Jahren abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 wurde bis 2021 ein Sammelposten gebildet, der linear über 5 Jahre aufgelöst wird. Seit 2022 werden alle beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 250 und 800 Euro sofort abgeschrieben. Ihr Abgang im laufenden Jahr wird unterstellt. Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Allgemeine Verwaltungskosten werden mit einem Zuschlagssatz aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger (bei Aktivposten) oder höher waren (bei Passivposten). IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Gegen Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 588 (Vj. TEUR 597). 3. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 4.065 (Vj. TEUR 2.684) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 23.214 (Vj. TEUR 22.583) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Davon haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 16.207 eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 1.848 (Vj. TEUR 1.600) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 10.400 (Vj. TEUR 12.000) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Davon haben Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4 eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 12.248 (Vj. TEUR 13.600) durch Grundschulden gesichert. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 207 (Vj. TEUR 225) enthalten. 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 3) solche aus der Währungsumrechnung. 3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 316 (Vj. TEUR 219) verbundene Unternehmen. VI. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Angabe zu den Organmitgliedern Geschäftsführung Zur Geschäftsführung sind die folgenden Personen bestellt: Herr Dr. Thomas Alexander Koy, Diplom-Chemiker (bis 27. April 2023) Herr Dr. Marc Fischer, Diplom-Chemiker Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Konzernzugehörigkeit 100 % des Stammkapitals werden von der Develco Pharma Schweiz AG, Pratteln/Schweiz gehalten. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zu der Develco Pharma Schweiz AG, Pratteln/Schweiz und ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Das Stammkapital der Develco Pharma Schweiz AG, Pratteln/Schweiz wird wiederum von der Helmadis AG, Stansstad/Schweiz zu 100% gehalten. Die Helmadis AG, Stansstad/Schweiz stellt zum Geschäftsjahresende einen Konzernabschluss auf, in dem die Gesellschaften einbezogen werden. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 5. Ergebnisverwendung Im Vorfeld der Bilanzerstellung wurde durch die Gesellschafterin folgende Ergebnisverwendung beschlossen: Der komplette Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 wird den Gewinnrücklagen zugeführt.
Schopfheim, 22. Mai 2024 Develco Pharma GmbH Geschäftsführung Dr. Marc Fischer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Develco Pharma GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Develco Pharma GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Develco Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, 22. Mai 2024 Wirtschaftsrevision
Süd GmbH
Busser, Wirtschaftsprüfer Pfeifer, Wirtschaftsprüfer |
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