Beteiligungsgesellschaften
Schwerter Profile GmbH
Eisenindustriestraße 11, 58239 Schwerte, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Wiedemeier seit 16.4.2026 | Geschäftsführer |
Erik Janthur seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Sebastian Splitt seit 2.10.2025 | Prokura |
Guido Winkler seit 29.11.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
KION GROUP AGEigenbeteiligung | 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schwerter Profile GmbHSchwerteJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schwerter Profile GmbH, Schwerte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schwerter Profile GmbH, Schwerte, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schwerter Profile GmbH, Schwerte, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, 15. Mai 2024 NAUST
HUNECKE und Partner GmbH
Michael Orban, Wirtschaftsprüfer Benjamin Schwalvenberg, Wirtschaftsprüfer Datum der Feststellung: 30.08.2024 Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss der Schwerter Profile GmbH, Schwerte, Amtsgericht Hagen, HRB 12181, ist unter Beachtung der Vorschriften der §§ 238 bis 256 a HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt worden. Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2023 gemäß § 264 Abs. 1 Nr. 2 HGB i. V. m. § 267 Abs. 3 und 4 HGB die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft wurde in 2020 gegründet und hat im Geschäftsjahr 2021 einen Teilbetrieb im Rahmen eines Asset Deals erworben. Die Gesellschaft wurde durch die Gesellschafter in Form von Gesellschaftskapital aber auch Gesellschafterdarlehen mit Liquidität versorgt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Den Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von 3 Jahren zugrunde. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf abschreibungsfähige Vermögensgegenstände. Die Abschreibungssätze entsprechen den voraussichtlichen Nutzungsdauern. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Als wesentliche werthaltige Gegenstände wurde im Geschäftsjahr 2021 eine Walzstraße und das Verwaltungsgebäude im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags erworben. Die Walzstraße wird aufgrund ihres Alters über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben, während das Erbbaurecht über 10 Jahre abgeschrieben wird. Im Zusammenhang mit dem Erwerb übernommene Personalverpflichtungen haben den Kaufpreis erhöht. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Der Abschreibung von Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde eine Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren zugrunde gelegt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt (Beachtung des strengen Niederstwertprinzips). Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwendbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die erkennbaren Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfassen entsprechend IDW RS HFA 3 die künftigen Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen sowie die Aufstockungsbeiträge für die Altersteilzeitvereinbarungen, die bis zum Bilanzstichtag abgeschlossen worden sind. Dass aus der Rückdeckungsversicherung ausgewiesene Deckungsvermögen wird mit den Altersteilzeitverpflichtungen saldiert. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Sofern Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. III. Angaben zu den Posten der Bilanz Der nicht in Anspruch genommene Teil einer in der Vergangenheit gebildeten Restrukturierungsrückstellung, i.H.v. T€ 2.097, wurde per 31.12.2023 gegen die bilanzierten Anschaffungskosten aus dem Firmenerwerb aufgelöst. Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Das Wahlrecht, die sich aufgrund von zeitlichen Differenzen zwischen dem Ansatz in Steuerbilanz und Handelsbilanz bei den Rückstellungen für Jubiläumsgratifikationen und ähnlichen Verpflichtungen sowie der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen ergebenden aktiven latenten Steuern anzusetzen, wurde nicht wahrgenommen. Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt. Der Gewinnvortrag entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
Zum 31. Dezember 2023 werden die Rückstellungen für Pensionen anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit-Methode) unter folgenden Annahmen berechnet:
Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angesetzt. Des Weiteren werden Rentensteigerungen berücksichtigt. Gehaltssteigerungstrends sind nicht zu berücksichtigen, da die Pensionszusagen auf festen Ausgangsgehältern basieren. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 362. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen wie Arbeitszeitguthaben, ausstehende Urlaubsansprüche der Belegschaft und Rückstellungen aufgrund ausstehender Eingangsrechnungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen für Gewährleistung, Garantie und Kulanz werden in Höhe von 0,25 % des Umsatzes des Geschäftsjahres gebildet. Sonstige Rückstellungen nicht unerheblichen Umfanges sind:
Bei der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde der Zeitwert des Deckungsvermögens mit der Altersteilzeitrückstellung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Anschaffungskosten bzw. der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens betragen laut versicherungsmathematischer Bewertungsverfahren zum Bilanzstichtag TEUR 124. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Altersteilzeitverpflichtungen beträgt TEUR 199. Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 2.827) enthalten. IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betreffen Erlöse aus Warenlieferungen und Schrotterlöse. Nach geographisch bestimmten Märkten können die Umsatzerlöse wie folgt aufgeteilt werden: Umsatzerlöse
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge enthalten:
V. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Verträgen, die sich wie folgt aufteilen:
2. Arbeitnehmer Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) betrug:
3. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 betrugen:
4. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern sind im Berichtsjahr folgende Herren bestellt:
Auf die Nennung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5. Beirat Der Beirat der Schwerter Profile GmbH, Schwerte, setzte sich im Geschäftsjahr 2023 aus folgenden Damen und Herren zusammen:
6. GewinnverwendungsvorschlagDas Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Schwerte, den 15. Mai 2024 Schwerter Profile GmbH Reinhold Klein, Geschäftsführer Dr. Hauke Tiedemann, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
Lagebericht 20231. Präambel/Grundlagen des Unternehmens Im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Hoesch Schwerter Profile GmbH im Jahr 2020/ 2021, haben die Jungheinrich AG und KION GROUP AG sich entschieden als paritätische Gesellschafter das Walzwerk des insolventen Unternehmens zu übernehmen. Der Kauf wurde nach Erfüllung aller Vollzugsvoraussetzungen am 01. Juli 2021 vollzogen. Der neue Firmenname ist Schwerter Profile GmbH. Schwerter Profile ist fokussiert auf kundenindividuelle, stahlspezifische Spezialprofillösungen und bedient die jeweiligen Märkte mit warmgewalzten Profilen. Hauptabsatzbranchen sind die Flurförderfahrzeugbranche, die Automobilindustrie, die Bahnindustrie, die Bauindustrie sowie der Anlagen- und Maschinenbau. Die Aktivität in den verschiedensten Branchen und Märkten gibt Schwerter Profile grundsätzlich die Möglichkeit, die Weiterentwicklung durch externes Wachstum zu sichern. Es besteht eine langjährige Rahmen-Liefervereinbarung in Kombination mit einer strategischen Partnerschaft mit einem renommierten Stahlproduzenten, welche auch eine Zusammenarbeit in der Werkstoffentwicklung beinhaltet. Auch wird Vormaterial bei anderen deutschen Stahlherstellern bezogen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft, Branchenentwicklung Die Weltwirtschaft beinhaltet ab 2021 eine relativ optimistische Prognose nach dem Einbruch wegen Corona von -3,1 % in 2020. Es wurde ein Wachstum von 5,9 % realisiert. Die Entwicklung in 2022 war mit +1,9 % auch positiv. Ursprünglich ist man für 2023 von einem geringen Wachstum ausgegangen. Man hielt zu Jahresbeginn 2022 ein Wachstum von +0,2 % für realistisch. Aufgrund der Fortsetzung der Ukraine-Krise wie auch die Krise in Nahost hat sich die Situation Europa- wie auch weltweit erheblich eingetrübt. In Summe gab das Bruttosozialprodukt in 2023 um 0,3 % nach. Die deutsche Wirtschaft wurde durch die Tendenzen der Weltwirtschaft massiv geprägt. Die Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft wesentlich. Auch in 2024 geht man nur von einem sehr geringen Wachstum aus. Das ursprünglich geplante Wachstum von 0,7 % wurde bereits im März 2023 auf 0,2 % reduziert. Der Markt für Spezialprofile ist unverändert geprägt von einem sehr starken Verdrängungswettbewerb verbunden mit einem entsprechenden Preisdruck. Aufgrund der Insolvenz der Vorgängergesellschaft Hoesch Schwerter Profile GmbH am 01.03.2020 hatte man div. Profile auch aus dem Kerngeschäft der Flurförderfahrzeugindustrie verloren. Dies ist kein unüblicher Vorgang. Aufgrund der Übernahme zum 01.07.2021 durch die besten Hauptkunden KION und Jungheinrich konnte die neue Schwerter Profile GmbH auf einer guten Basis aufsetzen. Die Nachfrage durch die Hauptkunden (Gesellschafter) ist nach wie vor ein wesentlicher Faktor, um die Grundauslastung des Walzwerkes sicherzustellen. Die Herausforderung des dauerhaften Preisdruckes sind dennoch immanent vorhanden. Mengenmäßig konnten die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 in voller Höhe erfüllt werden. Strukturelle Verschiebungen aber auch generelle Nachfragerückgänge innerhalb einzelner Produkt- und Kundengruppen konnten in anderen Bereichen mit Zuwächsen kompensiert werden. Die Reduzierung des Umsatzvolumens in 2023 gegenüber 2022 ist im Wesentlichen den erheblichen Preisreduzierungen im Bereich Vormaterial und Energiekosten geschuldet. Diese Kostenpositionen stellen ca. 60 % der Gesamtkosten dar. 2.2 Geschäftsentwicklung der Gesellschaft a) Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurde der geplante Nettoumsatz (preisbereinigt um die Energiezuschläge) gem. Budget nahezu erreicht. Geplant war ein Umsatz von 105 Mio. €. Der Außenumsatz, ohne nicht operative Weiterbelastungen an fremde Dritte, beträgt rd. € 100,1 Mio. €. Es ist festzuhalten, dass die Schwerter Profile GmbH im originären Walzwerksbereich den Kundenstamm aufrechterhalten konnte. b) Beschaffung Im Rumpfgeschäftsjahr liegen die beschafften Mengen bei 71.584,03 t. Die Einkaufspreise verhielten sich dem weiterhin volatilen Markt folgend. c) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.204 auf 34.238 TEUR verringert. Das langfristige Vermögen beträgt TEUR 3.076 (Vorjahr TEUR 6.302). Als wesentliches Anlagevermögen wird insbesondere die im Rahmen des Betriebsübergangs erworbene Walzstraße ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden im Zuge des Asset Deals passivierte und nicht mehr benötigte Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.097 mit den Anschaffungskosten der Walzstraße verrechnet. Das kurz- und mittelfristige Vermögen beträgt TEUR 31.161. Das Vorratsvermögen beträgt TEUR 18.411, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände TEUR 10.660 und liquide Mittel 2.075. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch eine Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 5.000. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein bilanzielles Eigenkapital von TEUR 7.982 (Vorjahr TEUR 7.713) aus. Unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern von TEUR 13.500 beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital TEUR 21.482 (Vorjahr TEUR 26.213). Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital beträgt TEUR 12.556 (Vorjahr TEUR 16.229).
Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 100.062 realisiert. Unter Berücksichtigung einer Bestandsminderung von TEUR 3.798 ergibt sich eine Gesamtleistung von TEUR 96.268. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind einmalige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.495 aus dem Energiekostendämpfungsprogramm und aus CO 2 -Preis Erstattungen enthalten. Der Materialaufwand macht mit TEUR 66.619 einen Anteil von 69,2 % aus; der Personalaufwand liegt bei 16,2 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit TEUR 5.473 Betriebskosten, mit TEUR 3.802 Verwaltungskosten, mit TEUR 2.396 Vertriebskosten, sowie mit TEUR 961 übrige Kosten. Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 1.717. Das Finanzergebnis besteht im Wesentlichen aus Gesellschafterzinsen. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 572 ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 269. Die Gesellschaft finanziert sich grundsätzlich über den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie über Darlehen der beiden Gesellschafter. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.075, die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf TEUR 13.500. Die Cashflow Berechnung erfolgt in Anlehnung an DRS 21. Hiernach beträgt der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit + TEUR 1.636. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (TEUR -604) und des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -5.000) ergibt sich eine Veränderung des Finanzmittelfonds von TEUR -3.968. d) Auftragslage Der wertmäßige Auftragsbestand lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bei ca. 79,215 Mio. € für die Geschäftsjahre 2024 und folgende. Damit sind bereits rd. 53 % der erwarteten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2024 durch konkrete Aufträge abgedeckt. e) Investitionen Die Investitionstätigkeit liegt in 2023 bei TEUR 604. Für 2024 sind weitere Investitionen in einem erheblichen Rahmen von TEUR 3.490 geplant. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Transportanlagen (Krane), Brandmeldetechnik und Maschinentechnik. f) Prozess- und Produktentwicklung Im Zuge von Audits durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS GmbH), ist die Umstellung der Zertifikate auf die Schwerter Profile GmbH im Rahmen der ISO 9001, ISO 14001 als auch ISO 50.001 erfolgt. Die Wirksamkeit des integrierten Managementsystems (Qualität, Umwelt und Energie) konnte im Jahre 2023 nachgewiesen werden. Eine eigenverantwortliche Weiterentwicklung der zuständigen Prozesse mit Bezug auf gängige Normen ist Voraussetzung für eine ganzheitliche Organisationsentwicklung. g) Personal Zum Bilanzstichtag beschäftigte Schwerter Profile GmbH 192 eigene Mitarbeiter, davon 144 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 48 Angestellte. h) Steuerungsrelevante finanzielle Leistungsindikatoren Zur wertorientierten Unternehmensteuerung bedient sich die Gesellschaft bedeutender Bilanz-, Liquiditäts- und GuV-Kennzahlen. Wir ziehen für Zwecke der erfolgsorientierten Steuerung den Umsatz, sowie das Jahresergebnis vor Steuern als finanzielle Leistungsindikatoren heran. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Umsatz TEUR 100.062 und der Jahresergebnis vor Steuern TEUR 841. Damit liegt der Umsatz in 2023 leicht unter unserer Prognose im Rahmen der Lageberichterstattung des Vorjahres. In Bezug auf die Prognose für die von uns zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren für das laufende Geschäftsjahr 2024 verweisen wir auf unsere Ausführungen im anschließenden Prognosebericht. i) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht in die Analyse des Geschäftsverlaufs einbezogen, da sie für das Verständnis des Geschäftsverlaufs nicht von Bedeutung sind. 3. Prognosebericht Eine Prognose für die deutsche Wirtschaft fällt aufgrund der Ukraine- und der Nahostkrise für 2024 und 2025 sehr schwer. Ob in 2024 überhaupt ein Wirtschaftswachstum realistisch ist, hängt von vielen Faktoren ab, welche alle außerhalb des Einflusses der Schwerter Profile GmbH liegen. Alle Frühindikatoren sprachen für eine leicht positive Konjunkturentwicklung für 2024 im Inland. Bedingt durch die Exportsituation wird jedoch nunmehr eher von einer Stagnation mit einem kleinen Wachstum von 0,2 % ausgegangen. Voraussetzung für ein Wachstum sind sicherlich klare außenpolitische Verhältnisse einschliesslich einer Behebung der Krisensituation in der Ukraine bzw. Nahost. Basierend auf der aktuellen Situation wird sich auch das Absatz- und Umsatzvolumen im laufenden Jahr - speziell im Kerngeschäft der Transportindustrie - kaum ausbauen lassen. Innerhalb des Walzprofilbereichs sind keine Mehrmengen aus der Transportindustrie zu erwarten. Das Projektgeschäft im Bereich der Spundwandschlossprofile hängt unmittelbar von politischen Rahmenbedingungen, die zur Auftragserteilung an einen unserer Großkunden führen, ab. Neuprojekte in neuen Branchen, neuen Märkten und mit neuen Profilen werden verstärkt durch eine strategische Neuausrichtung/Verstärkung des Vertriebs sowie begleitende Mitgliedschaften in Vereinigungen und dem Zusammenspiel von Hochschulen/Universitäten, potentiellen Neukunden, mit Schwerter Profile generiert. Insgesamt erwarten wir für 2024 die Einhaltung des Budgets mit 62.000 t und einem Umsatz von ca. 100 Mio. €. Das Jahresergebnis vor Steuern dürfte im Geschäftsjahr 2024 bei ca. 0,7 Mio. € liegen. 4. Chancen-/Risikobericht 4.1 Chancen der künftigen Entwicklung Die Schwerter Profile sind weiterhin bemüht, Entwicklungen voranzutreiben und andere Märkte zu erschließen. Vornehmlich sehen wir hier Möglichkeiten im amerikanischen aber auch den asiatischen Markt. 4.2 Risiken der künftigen Entwicklung Weiter angespannt bleibt das Wettbewerbsumfeld; der Preisdruck bleibt hoch. Dieser Entwicklung wird massiv weiter durch das Herausstreichen von Produktalleinstellungsmerkmalen entgegengewirkt. Dies umfasst die direkte Zusammenarbeit mit dem Kunden von der Forschung/Entwicklung über die Konstruktion, der Produktion bis zur Just- in-Time Lieferung des unter Umständen auch angearbeiteten Einzelprofils. Forderungsrisiken begrenzen wir grundsätzlich durch ein konsequentes Debitorenmanagement. Die Liquiditätslage unserer Kunden erfordert weiterhin eine erhöhte Aufmerksamkeit, damit Forderungsausfälle vermieden werden. Außerdem bedienen wir uns Überprüfungen der Kundenbonität durch Creditreform. Die produktionstechnischen und logistischen Risiken werden laufend beurteilt, Produktionsleitung und Geschäftsführung überwachen die Maßnahmen kontinuierlich. Trotz ausreichender liquider Mittel, ist die Vormaterialbeschaffung/-disposition weiterhin im Fokus und besitzt einen sehr hohen Stellenwert. Ein eventuelles Mengenwachstum muss aufgrund der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel eng begleitet werden. Die Risiken aus dem Geschäftsvolumen in Fremdwährung werden fallweise durch geeignete Instrumente begrenzt. Aufgrund des relativ hohen Exportanteiles können auch Handelsbeschränkungen die Geschäftsentwicklung der Schwerter Profile GmbH beeinträchtigen. Die Schwerter Profile GmbH sieht sich aufgrund der solventen Gesellschafterstruktur gut aufgestellt. Man ist über Gesellschafterdarlehen nicht auf Bankfinanzierungen angewiesen. Zusätzlich bestehen seit Mai 2022 Kontokorrentlinien. in Höhe von 3 Mio. €, welche als Liquiditätssicherung dienen sollen. Diese wurden jedoch im Geschäftsjahr 2023 nicht in Anspruch genommen. 5. Internes Kontroll- und Risikomanagement Die Fähigkeit, Risiken frühzeitig erkennen und effizient steuern zu können, entspricht unserem Verständnis von wertorientierter Unternehmensführung. Unser Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil der Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme. Risiken im Produktionsbereich werden durch klar definierte Sicherheitsstandards, hohe Mitarbeiterqualifikation und regelmäßige Wartung der Anlagen minimiert. Nachteilige Auswirkungen möglicher Produktionsausfälle sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert. Investitionen werden detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert. Sorgfältige Prüfungen im Vorfeld sowie begleitende Prüfungen zur Durchführbarkeit solcher Projekte bilden die Basis für eine erfolgreiche Projektsteuerung und wirksame Risikoreduzierung. Wir legen Wert darauf, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu sein, um die benötigten Güter und Dienstleistungen jederzeit verfügbar zu haben. Des Weiteren bevorzugen wir die Lieferanten, die nach ISO-Normen zertifiziert sind. Ein proaktives Forderungsmanagement sowie eine laufende Überwachung der Kundenbeziehungen minimieren den Ausfall von Forderungen. Forderungsrisiken werden, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, durch besondere Zahlungsvereinbarungen abgesichert und darüber hinaus über Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen bilanziell berücksichtigt.
Schwerte, den 15.05.2024 Schwerter Profile GmbH Die Geschäftsführung Reinhold Klein Dr. Hauke Tiedemann |
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