Sechsundzwanzigste K.G.R. Real Estate GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bastian Dr. Schweiger seit 12.12.2022 | Geschäftsführer |
Pascal Koos seit 2.2.2022 | Geschäftsführer |
Michel Etienne Wink seit 26.1.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.77% | |
B******* K***** | 0.77% |
J***** K**** | 0.77% |
| Name | Anteil |
|---|---|
FAZIT-STIFTUNG Gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbHEigenbeteiligung | 45.92% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Boxit GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens A. 1. Geschäftsmodell Die Boxit GmbH, Frankfurt am Main, wurde mit Vertrag vom 29.11.2021 aus der Abspaltung des Geschäftsbereiches Zeitschriften der Medienservice GmbH & Co. KG in eine eigene Gesellschaft umgewandelt. Gegenstand des Unternehmens ist die Organisation und Steuerung der Zustellung von adressierten Zeitschriften (beispielsweise Abonnement-Zeitschriften), adressierten Kundenzeitschriften (beispielsweise Corporate Publishing-Produkten) und Marketingkommunikationen im Segment der Dialogpost (beispielsweise Kataloge) sowie die Zustellung von Brief- und Warensendungen an private Haushalte und gewerbliche Adressaten, einschließlich der Warenwirtschaft und des Frachtmanagements und einschließlich Beschaffungslogistik, Umschlag und Distributionslogistik. Als "adressiert" gelten Zeitschriften bzw. Kundenzeitschriften, wenn die Adresse des Empfängers auf dem Produkt aufgebracht ist (beispielsweise durch Etikett oder Aufdruck). Organisation oder Durchführung von Beförderung oder Zustellung von nicht adressierten Zeitungen gehören nicht zum Unternehmensgegenstand. B. Wirtschaftsbericht B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 weiterhin von den Herausforderungen der letzten Jahre geprägt und erholt sich nur langsam von den Folgen der Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der hohen Inflation. Trotz der kriegsbedingten Störungen auf den Energie- und Lebensmittelmärkten und der Verschärfung der weltweiten monetären Bedingungen zur Bekämpfung der hohen Inflation hat sich die Weltwirtschaft zwar verlangsamt, ist aber nicht zum Stillstand gekommen. Die globale Wirtschaftstätigkeit hat die letzten Jahre ihren Tiefpunkt erreicht. Die Volkswirtschaften sind mit steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe konfrontiert gewesen, was den Inflationsdruck weiter erhöht hat.[1] Im Verlauf des Jahres 2023 haben sich die negativen Einflüsse abgeschwächt, was zu einer Stabilisierung der globalen Wirtschaft geführt hat. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, sind deutlich gesunken, was zu einer Senkung der Inflation geführt hat. Dies wiederum hat zu einem Anstieg der Reallöhne und zu einer Reduzierung von Lieferengpässen geführt, die zuvor die wirtschaftliche Aktivität beeinträchtigt hatten.[2] Die Zentralbanken der Industrieländer haben die Zinssätze im Jahr 2022 und 2023 zunächst stark erhöht, zum letzten Quartal des Jahres 2023 wurden keine weiteren Erhöhungen vorgenommen. Eine vollständige Erholung in Richtung der vor Pandemie Zeit, scheint insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern noch weiter entfernt zu sein. Zentralbanken der Industrieländer sind bemüht, eine ausgewogene Geldpolitik zu schaffen, um sowohl die Preisstabilität als auch das Wirtschaftswachstum sicherzustellen.[3] Die Inflation hat sich hartnäckig gehalten, geht aber allmählich deutlich zurück. Die Inflationsrate weltweit liegt 2023 bei 6,88%.[4] Im ersten Quartal des Jahres hatte die Weltwirtschaft deutlich an Fahrt aufgenommen, die globale Produktion war mit einer Erhöhung von 0,8 % auf dem höchsten Stand seit 2021. Im zweiten Quartal verlor sie wieder etwas an Schwung. Sowohl die Produktion in den Industrieländern als auch in den Schwellenländern nahm leicht ab.[5] Wie auch in den letzten Jahren sind insbesondere das verarbeitende Gewerbe, der internationale Warenhandel und die Rohstoffpreise erheblichen negativen Einflüssen ausgesetzt. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die Dienstleistungsbranche leiden unter der schwachen Nachfrage.[6] Die weltweite Produktion zeichnet zu Jahresbeginn 2023 einen Anstieg ab, verliert aber im Laufe des Jahres an Schwung. Das Wachstum liegt bei 3,1 % und mit 0,1 Prozentpunkten knapp unter dem Wert des Jahres 2022, jedoch über dem in Frühjahr prognostizierten Wert.[7] Trotz dieser positiven Entwicklung, ergeben sich weiterhin globale Unsicherheiten in Bezug auf Handelskonflikte und geopolitische Spannungen. Zudem belasten die angespannten globalen Finanzbedingungen und die niedrige Nachfrage das Wachstum sowohl in den Schwellen- als auch in den Entwicklungsländern.[8] Insgesamt zeigt die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 eine umsichtige Politik, die auf die Bewältigung von Herausforderungen der letzten Jahre und gleichzeitig auf ein nachhaltiges und ausgewogenes Wirtschaftswachstum abzielte.[9] Im Euroraum spiegelt sich die globale wirtschaftliche Situation wider, die von einer allmählichen Erholung und einer gewissen Stabilisierung geprägt ist. Wie in anderen Teilen der Welt hatte der Euroraum mit den Herausforderungen der Pandemie, geopolitischen Spannungen und einer anhaltenden Inflationsdynamik zu kämpfen. Im zweiten Halbjahr 2023 verzeichnete die Wirtschaft des Euroraums einen Rückgang. Diese Entwicklung wurde durch eine verringerte Nachfrage aus dem Ausland und verschärfte Finanzierungsbedingungen verstärkt. Zwar gibt es Anzeichen für eine moderate Erholung, die jedoch von einer Reihe von Faktoren gedämpft wird. Die Rückkehr zu Wachstumsniveaus vor der Pandemie verläuft langsam, da die Region weiterhin mit den Auswirkungen von Preisvolatilität, einer gedämpften Nachfrage und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert ist. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat eine wichtige Rolle gespielt, um die Stabilität zu gewährleisten und das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Die Zinserhöhungen haben dazu beigetragen, die Inflation einzudämmen, aber haben auch die wirtschaftliche Aktivität vorübergehend gedämpft.[10] Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind ein wichtiger Bezugspunkt für die mittelfristigen Wachstumspotenziale der Kernmärkte von FIEGE, da die Kontraktlogistik stark mit dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum verbunden ist.[11] Dem globalen Kontraktlogistikmarkt wird in den nächsten 5 Jahren (2022-2027) ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,1 % prognostiziert. Für das Jahr 2023 wird ein Wachstum von 3,8 % erwartet. Starker Treiber der Entwicklung ist der asiatisch-pazifische Markt, der sich in den letzten Jahren erholen konnte. Im Jahr 2023 erreicht der asiatisch-pazifische Kontraktlogistikmarkt ein Wachstum von 7,8 %, die Prognose für die nächsten 5 Jahre liegt bei durchschnittlich 6,9 %. Die Dynamik Asiens wird in erster Linie von der Erholung in China getragen. Der europäische Kontraktlogistikmarkt wird sich voraussichtlich leicht abschwächen und liegt laut Prognosen im Jahr 2023 bei 0,6 %. Für den Zeitraum 2022-2027 wird ein durchschnittliches Wachstum von 1,9 % erwartet.[12] Die Verlagsbranche transformiert sich zunehmend von klassischen Print Produkten, hin zu digitalen Angeboten. Trotz dieser Entwicklung muss betont werden, dass für die Verlage die Printausgaben weiterhin und auch in der mittelfristigen Zukunft der Umsatz- und Gewinntreiber sein werden. Der Trend bei den Print-Auflagen ist im Jahr 2023 rückläufig. Die Kosten im Papier- und Energiebereich sind unverändert hoch und eine allgemein sinkende gesellschaftliche Nachfrage nach Printangeboten setzt sich fort. Gemäß der IVW-Auflagenstatistik lagen die abonnierten Stücke der Zeitschriften (Publikums- und Fachzeitschriften) im Jahr 2023 rund 4% unter dem Vorjahreswert.[13] Für 2024 wird eine weitere Abnahme in diesem Segment prognostiziert. In den kommenden Jahren ist von einer rückläufigen Auflagenentwicklung in allen Printbereichen (auch Corporate Publishing und Dialogpost) auszugehen, so dass die Branche sich transformieren wird bzw. muss. Neben der Reduktion von allgemeinen Kosten sowie Einstellung von wenig rentablen Titeln bzw. Marketingaussendungen, wird insbesondere die Erweiterung im Bereich digitaler Kundenangebote, Paid Content oder zielgruppenspezifischer Angebote in den Vordergrund rücken. B.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 der Boxit GmbH wurde vornehmlich durch zwei entgegenlaufende Effekte geprägt. Einerseits gab es aufgrund von Geschäftsaufgaben von Zustellpartnern, temporäre Mengenverluste, welche durch eine zeitlich versetzte (Wieder-)Aufschaltung in der Frühzustellung der regionalen Verlagslogistikunternehmen kompensiert werden konnten. Zudem sank das Bestandsgeschäft unserer Bestandskunden um durchschnittlich 7% im Bereich der Abo-Zustellung. Dem entgegen stehen Neukundengewinne sowie Bestandskundenerweiterungen in 2023. Es konnte eine große Versicherungsgesellschaft als Neukunde gewonnen werden (ca. 2,8 Mio. Sendungen p.a.). Es wurden erfolgreiche Tests mit einem Dialogpost Kunden absolviert, welcher sich dazu entschlossen hat aufgrund der guten Testergebnisse eine Kooperation mit signifikanter Menge (min. 10 Sendungen) im Jahr 2024 mit Boxit einzugehen. Im Bestandskundensegment wurden zusätzliche Mengen bei Kunden aufgeschaltet und die Zusammenarbeit mit einem Großkunden konnte um ein weiteres Jahr verlängert werden. Letzteres ist gleichbedeutend mit einer zusätzlichen Aussendung in 2023 (ca. 6 Mio. Sendungen). Die Entscheidung der Bundesregierung den Mindestlohn moderat auf 12,41 € im Jahr 2024 und auf 12,82 € im Jahr 2025 zu erhöhen, bedeutete im Sommer 2023 für viele Zustellpartnerbetriebe Geschäftssicherheit und wird in der Branche als positiv bewertet. Auf Seiten der Transportlogistik (Belieferung der Zustellorganisationen) wurde die Maut zum 01.12.2023 erhöht, was insbesondere die folgenden Geschäftsjahre kostenseitig betreffen wird. Das operative Geschäft verlief ohne besondere Vorkommnisse oder Störungen. Insbesondere in der IT wurden Optimierungsprojekte, u.a. Entwicklung einer neuen Datenbank, Einführung Transportreklamationstool, gestartet bzw. live genommen. Diese Neuerungen führen zu einer Verbesserung der prozessualen Abwicklung. Weitere Investitionen in den Bereich Tech & Data sind geplant. In Anbetracht der beschriebenen Effekte und deren Wirkungen auf das Geschäftsergebnis kann der Geschäftsverlauf als insgesamt mehr als zufriedenstellend beschrieben werden. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 26.063 und liegen 5,4 % unter dem für 2023 prognostizierten Betrag über TEUR 27.464 €. Das Ergebnis vor Steuern über TEUR 673 liegt hingegen 9,3 % über dem prognostizierten Betrag über TEUR 616. B. 3. Lage B. 3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Es ergeben sich folgende finanziellen Leistungsindikatoren: Eigenkapitalrendite: 41,0 % (Vorjahr 82,1 %) (Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital) Gesamtkapitalrendite: 8,5 % (Vorjahr 14,5 %) ((Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen) / durchschnittliche Bilanzsumme) Umsatzrendite: 1,8 % (Vorjahr 2,9 %) (Jahresüberschuss / Umsatzerlöse) EBIT: 684 T€ (Vorjahr 1.153 T€) EBITDA: 696 T€ (Vorjahr 1.154 T€) Im Folgenden sollen die Finanzströme besser durch die nachstehende Kapitalflussrechnung dargestellt werden:
B. 3.2. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren B.3.2.1. Personal Im Jahr 2023 waren im Mittel 15 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Aushilfen) im Unternehmen beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine Steigerung um drei Beschäftigte. C. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 26.064 TEUR. Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 23.589TEUR gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Speditionserlösen. Dies ist auf die Gewinnung von Neukunden sowie auf Preissteigerungen zurückzuführen. Dem stehen Materialaufwendungen in Höhe von 23.589 TEUR gegenüber. Dies ist ein Anstieg in Höhe von TEUR 1.679 gegenüber dem Jahr 2022 Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Speditionsleistungen. Dies ist auf Mengen- und allgemeine Preissteigerungen zurückzuführen. Insbesondere haben sich die Personal- und Energiekosten bei Speditionspartnern erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 146 auf TEUR 44 gesunken. Der Personalaufwand erhöhte sich um TEUR 258 auf TEUR 1.115. Dies ist auf drei Personalzugänge zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 707 und sind damit um TEUR 32 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Betriebsergebnis verringerte sich um TEUR 470 auf TEUR 685. Die Umsatzrentabilität des Betriebsergebnisses sank von 4,7 % im Jahr 2022 auf 2,6 % im Berichtsjahr. Aufgrund der im Jahr 2023 gestiegenen Zinsen und entsprechenden Zinserträgen aus Bankguthaben ergab sich ein um TEUR 63 verbessertes Finanzergebnis auf TEUR -11. Demnach hat die Berichtgesellschaft ein Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 673 erzielt. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 214 verbleibt somit ein Jahresüberschuss von TEUR 459. D. Finanzlage D.1 Finanzmanagement Die Gesellschaft wurde von ihren Gesellschaftern im Januar 2022 mit Darlehen über zusammen 2 Mio. EUR ausgestattet, um die stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs weiter sicherzustellen. Zum 31.12.2023 valutierten die Darlehen bei 1,25 Mio. EUR. Die Liquiditätsbewegungen werden täglich überwacht. Bei Bedarf, insbesondere vor Monaten mit großen Liquiditätsschwankungen, werden Forecasts erstellt. D.2 Kapitalstruktur Das Eigenkapitalquote der Boxit GmbH ist im Berichtsjahr mit 20,8 % gegenüber dem Vorjahr mit 14,1 % um 6,7 %-Punkte gestiegen. Absolut hat sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschuss für das Jahr 2023 auf TEUR 1.348 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen haben sich marginal um TEUR 12 auf TEUR 200 erhöht. Die Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um TEUR 314 auf TEUR 4.920 gesunken. Hauptursächlich sind hierfür die um TEUR 750 gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bei ansonsten gegenläufig gestiegenen Verbindlichkeiten Im Ergebnis ergibt sich eine Fremdkapitalquote von 79,2 % gegenüber 85,9 % im Vorjahr. D. 3 Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 125 getätigt. In immaterielle Vermögenswerte wurden TEUR 67 investiert (Vorjahr TEUR 0). Die Investition betrifft eine Anlage im Bau. Es wird eine neue Datenbank implementiert, die aber zum Stichtag noch nicht betriebsbereit war. Im Bereich der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Anlagen im Wert von TEUR 58 angeschafft (Vorjahr TEUR 1). Hierbei handelt es sich um Büroausstattung und eine Küche, da die Gesellschaft im Berichtsjahr an einen neuen Standort umgezogen ist. D. 4 Liquidität Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Vermögenswerten und den kurzfristig fälligen Schuldposten. Er ermittelt sich wie folgt:
Aufgrund des Anstiegs der kurzfristig fälligen Schuldposten ist die Liquidität 1. Grades im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 404 gestiegen. Da die Gesellschafterdarlehen über TEUR 2.000 aus dem Vorjahr im Berichtsjahr mit TEUR 750 getilgt wurden, hat sich die Liquidität 2. Grades um einen Betrag von insgesamt TEUR 346 verbessert. E. Vermögenslage Die Aktivseite der Bilanz (TEUR 6.468) besteht aus Anlagevermögen (TEUR 115) sowie Umlaufvermögen (TEUR 6.353, davon Forderungen von TEUR 3.662, sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 607 und liquide Mittel von TEUR 2.084). Dem stehen auf der Passivseite das Eigenkapital (TEUR 1.348), Rückstellungen (TEUR 200) und Verbindlichkeiten (TEUR 4.920) gegenüber. Die Bilanzsumme beträgt TEUR 6.468 und hat sich gegenüber dem Vorjahr marginal um TEUR 157 erhöht. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beläuft sich auf 20,8 % gegenüber 14,1 % im Vorjahr. Die Deckung des Anlagevermögens durch das Eigenkapital beträgt 1.172,2 %. F. Prognose-, Chancen- und Risikobericht F.1. Risikomanagementsystem Die Berichtsgesellschaft ist an das Fiege Group Risikomanagement System angebunden. Die Meldung der Risiken erfolgt quartalsweise durch die Niederlassungen/Standorte und wird vom zentralen Risikomanagement analysiert und zu einem Gruppenbericht für den Vorstand zusammengefasst. Der Vorstand bezieht die Berichte in die geschäftsführenden Tätigkeiten ein, zudem überwacht die interne Revision durch regelmäßige Kontrollen die vorhandenen Abläufe. Die verantwortlichen Niederlassungs-/Standortleiter identifizieren etwaige Risiken und klassifizieren diese hinsichtlich der Relevanz für die FIEGE Gruppe. Dem schließen sich eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeit und eine Einschätzung der Ergebnisauswirkung an. Ferner sind Vorschläge für geeignete Gegenmaßnahmen zu unterbreiten. Die Risiken werden dabei in fünf Relevanzklassen auf Basis des jeweiligen Jahresbudgets qualifiziert und unterteilen sich in unbedeutende, mittlere, bedeutende, schwerwiegende und bestandgefährdende Risiken. Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Meldung an das zentrale Risikomanagement. Wesentliche Risiken sind per ad hoc-Meldung direkt an den Vorstand und an das zentrale Risikomanagement zu melden F.2. Chancen -und Risikobericht Die weiteren Erhöhungen des Mindestlohns für 2024 und 2025 sind durch die Bundesregierung per Verordnung umgesetzt worden Die Bundesregierung ist dabei dem Beschluss der Mindestlohnkommission vom Juni 2023 gefolgt, wodurch sich die Lage auf Seite der Zustellkosten etwas entspannt. Im Bereich des Transports werden sich die Kosten aufgrund der Mauterhöhungen und der für Sommer 2024 avisierten Mauteinführung für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen auf allen Bundesstraßen und Autobahnen weiter erhöhen. Etwaige Kostensteigerung im Transport würden, falls diese nicht an die Kunden weitergegeben werden können, das Ergebnis schmälern, sind aber nicht geschäftsbedrohlich. Auch im Jahr 2024 gehen wir von einer Mengenreduktionen der Bestandskunden aus und haben diese mit 5% im Budget 2024 aufgenommen. Gespräche über Up-Selling bzw. Mengenaufschaltungen bei Bestandskunden laufen fortwährend und sind schnell operativ realisierbar, falls die Kunden sich dazu entscheiden. Das potenziell höchste Risiko besteht im Bereich des Zustellnetzwerkes. Mit einer derzeitigen von ca. 70% der deutschen Haushalte liegen wir unter unserer Idealabdeckung. Insbesondere in Bayern haben wir weiße Flecken im Zustellnetzwerk. Eine weitere Verkleinerung der Netzabdeckung hat negative Auswirkungen auf die Erlöse und die Neukundengewinnungswahrscheinlichkeit der Boxit GmbH. Jedoch sind mit Karlsruhe, Regensburg, Passau, Kassel, Freiburg, Rosenheim und München Stadt Gespräche mit einigen Zustellorganisationen über die Aufschaltung auf unser Netzwerk angelaufen. Über die vorstehend genannten Risiken hinaus sind keine weiteren konkreten Risiken ersichtlich, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben. Das Jahr 2024 bietet große Chancen im Bereich der Neukunden. Zahlreiche Krankenkassen schreiben Ihre Versende aus. Zudem haben wir einen Neukunden mit großen Umsatz- und Entwicklungspotential für 2024 gewinnen können. F.3. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft insbesondere vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Einflüsse ein wichtiges Jahr, welches durch Neukundenakquise positiv gestaltet werden kann. Die Investitionen in Tech & Data sowie personelle Kompetenzen sind geplant und werden sukzessive umgesetzt. Eine weitere Verschärfung der Situation für die Zustellbetriebe als auch am Transportmarkt kann sich hingegen negativ auf die Ergebnisse auswirken. Insgesamt ist die Gesellschaft solide und robust aufgestellt für die Aufgaben im Jahr 2024. Die Geschäftsführung rechnet für das Jahr 2024 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse auf 32,3 Mio. EUR und einem positivem Jahresergebnis von ca. 737 TEUR vor Steuern, sodass die Umsatzrendite vor Steuern bei 2,3 % erwartet wird. Ausgehend von einem zu erwartendem Jahresüberschuss von TEUR 510 wird mit einer Eigenkapitalrendite von 31,8 % gerechnet.
Frankfurt am Main, den 10.04.2024 Gez. Dr. Bastian Schweiger, Geschäftsführer Gez. Pascal Koos, Geschäftsführer [1] Vgl. Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.8. [2] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [3] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.12; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.3. [4] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/ [5] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr.105, S.2-3. [6] Vgl. Ifo (2023): Schnelldienst Sonderausgabe Dezember, S.8, 22&23. [7] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [8] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6; Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 103, S. 3; Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3. [9] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, ,Nr. 109, S. 6. [10] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.10-12, 20-21; IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 106, S.3-4; EZB (2023): Eurosystem staff macroeconmoic projections for the euro area, S.3-4. [11] Vgl. Ifo München (2023): ifo Konjunkturperspektiven, Nr. 12, S. 36. [12] Vgl. Transport Intelligence (2023): Global Contract Logistics 2023, S. 105ff. [13] Vgl. https://ausweisung-gesamtzahl.ivw.de/dashboard/ Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Boxit GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 125668 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft stellt ihren Jahresabschluss unter Beachtung der §§ 238 bis 256 a HGB und §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes auf. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB in Verbindung mit § 42 GmbHG, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Angaben im Anhang sind in der Reihenfolge der einzelnen Posten der Bilanz dargestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gegenstände der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet und werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die neu angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände mit einem Betrag bis zu EUR 800 wurden handelsrechtlich voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang gezeigt. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Bildung einer angemessenen pauschalen Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nominalwert angesetzt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Weitere Erläuterungen finden sich in Kapitel III.2. Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Sämtliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zu Nominalwerten ausgewiesen. III. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für:
3. Verbindlichkeitenspiegel
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 Nr. 3a HGB Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Mietverträgen in einem Gesamtbetrag von TEUR 383. IV. Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Es gab Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 7 (i.Vj.: TEUR 84). V. Sonstige Angaben 1. Zahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden Mitarbeiter in folgenden Gruppen beschäftigt:
2. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung oblag im Berichtsjahr: Herrn Pascal Koos, Kaufmann, Frankfurt am Main und Herrn Dr. Bastian Schweiger, Kaufmann, Windeck. 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, haben sich nicht ergeben. 4. Konzernverhältnisse Die Boxit GmbH, Frankfurt am Main, wird zum 31. Dezember 2023 in die Konzernabschlüsse der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, (größter Konsolidierungskreis) und der Fiege SE, Greven, (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.
Frankfurt am Main, 10.04.2024 Gez. Pascal Koos, Geschäftsführer Gez. Bastian Schweiger, Geschäftsführer Wir weisen darauf hin, dass für die Offenlegung von zulässigen größenabhängigen Erleichterungsvorschriften und Ausweiswahlrechten Gebrauch gemacht wurde. Der vorstehende Jahresabschluss ist am 16.07.2024 festgestellt worden. Anlagenspiegel zum 31.12.2023
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Boxit GmbH, Frankfurt am Main 1. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Boxit GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Boxit GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. 2. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 3. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. 4. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Emsdetten, den 10.04.2024 Stolze
- Dr. Diers - Beermann GmbH
durch Dr. Fritz-Ulrich Diers, Wirtschaftsprüfer Dr. Philipp Diers, Wirtschaftsprüfer |
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