Mondi Wellpappe Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und Pappe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Schumacher seit 11.2.2025 | Geschäftsführer |
Jochen Drösel seit 21.8.2023 | Prokura |
Christof Schnell seit 21.8.2023 | Prokura |
Martin Wedel seit 21.8.2023 | Prokura |
Norbert Hager seit 13.9.2010 | Prokura |
Björn Schumacher seit 13.9.2010 | Geschäftsführer |
Uwe Kihm seit 13.9.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Björn SchumacherSchumacher Holding GmbH | 36.20% |
Hendrik SchumacherSchumacher Holding GmbH | 36.18% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.33% | |
| 2.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schumacher Packaging GmbHEbersdorf b. CoburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SCHUMACHER PACKAGING GMBH, EBERSDORFI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Firma Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf besteht aus drei selbständigen Werken in Ebersdorf (Hauptwerk), Bielefeld und Greven. Die Werke Ebersdorf und Greven sind Wellpappenwerke, die Verpackungen aus ein- und zweiwelliger Wellpappe produzieren, welche wiederum zum überwiegenden Teil aus altpapierbasierten Recyclingpapieren hergestellt wird. Eingesetzte Druckverfahren sind der Flexodruck und Digitaldruck. Verarbeitungsstufen neben dem Drucken sind alle in der Branche gängigen Verfahren (z.B. Stanzen, Falten und Kleben). Die Abnehmer sind sehr breit gestreut und über alle Branchen verteilt, Schwerpunktbranche ist gerade in den letzten Jahren - auch getrieben durch die Covid-Pandemie - der eCommerce. Das Werk Bielefeld ist ein Offsetwerk, hier werden meist innerhalb der Gruppe zugekaufte Wellpappenbögen im Offsetverfahren bedruckt und analog zu den Werken Ebersdorf und Greven gestanzt, gefaltet und geklebt. Die Abnehmer des Werks Bielefeld trennen sich in Industrie mit Schwerpunkt Fleischverarbeitung und den Bereich der Präsentverpackungen. 2. Forschung und Entwicklung Die Schumacher-Gruppe ist in der Forschung und Entwicklung regelmäßig sehr aktiv im Bereich von neuen Technologien und Produktinnovationen. Dies ist ein permanenter Prozess, der sich über alle Werke erstreckt und auch öffentlich gefördert wird. Das Werk Greven hat in den letzten Jahren Zuschüsse aus dem Umweltinnovationsprogramm in Höhe von 3,3 Mio Euro erhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Folgen der globalen Krise belasteten im Jahr 2023 die deutsche Wirtschaft. Die Wirtschaftsleistung ist um 0,3 Prozent geschrumpft und die Wirtschaft ist damit in die Rezession gerutscht. 2022 betrug das Wirtschaftswachstum noch 1,9 Prozent nach 2,6 Prozent im Jahr 2021 (preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt BIP). Bedingt durch Energiekrise und geopolitische Spannungen verlor der Welthandel an Dynamik, was sich negativ auf die deutsche Exportwirtschaft auswirkte. Die nach wie vor hohen Energiepreise belasteten insbesondere die Industrieproduktion, die um 2,0 Prozent zurückgegangen ist. Steigende Zinsen verschlechterten die Finanzierungsbedingungen, was insbesondere die Bauwirtschaft bremste. Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichneten einen Rückgang um 1,0 Prozent nach einem Wachstum von 4,6 Prozent im Vorjahr. Das lag vor allem an dem für uns wichtigen Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben. Das Baugewerbe verharrte auf dem niedrigeren Niveau des Vorjahres. Lediglich die Bereiche Information und Kommunikation sowie öffentliche Dienstleister erreichten Zuwächse. Bei der Verwendung sanken die Konsumausgaben der privaten Haushalte preisbereinigt um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem sie mit 4,6 Prozent noch kräftig gestiegen waren. Das lag vor allem an den hohen Verbraucherpreisen. Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,9 Prozent und damit nur knapp unter dem historischen Höchststand von 6,9 Prozent des Vorjahres, was trotz Lohnerhöhungen zur Konsumzurückhaltung führte. Der Staat reduzierte erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben um 1,7 Prozent. Die Bauinvestitionen sanken um 2,1 Prozent, was auf hohe Baupreise und gestiegene Zinsen zurückzuführen ist. Dagegen wurde in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge 3,0 Prozent mehr investiert als im Vorjahr, zurückzuführen vor allem auf den Anstieg der gewerblichen PKW-Neuzulassungen aufgrund öffentlicher Förderung. Der Handel mit dem Ausland ging ebenfalls zurück. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt - 3,0 Prozent) stärker als die Exporte mit - 1,8 Prozent. Das führte zu einem positiven Außenbeitrag. Zuwanderung und steigende Erwerbsbeteiligung führten zu einem neuen Höchststand auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich im Berichtsjahr um 0,7 Prozent auf 45,9 Millionen erhöht. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 Prozent. (Quellen: Statistisches Bundesamt) Der Umsatz der Verpackungsindustrie in Deutschland ist im Jahr 2023 von 35,0 Mrd. Euro auf 32,5 Mrd. Euro zurückgegangen, davon entfallen 13,1 Mrd. Euro auf Papierverpackungen, das entspricht einem Rückgang von 9,7% gegenüber 2022. Nachstehend die für die Schumacher Packaging-Gruppe relevanten Segmente: Wellpappe: Umsatz € 5,16 Mrd. Veränderung gegenüber 2022: -13,8% (Quelle: Verband der Wellpappen-Industrie e.V., die Zahlen beziehen sich nur auf die im Verband angeschlossenen Mitglieder) Vollpappe: Umsatz € 0,70 Mrd. Veränderung gegenüber 2022: -4,1% (Quelle: Verband Vollpappe-Kartonagen (VVK) e.V.) Faltschachteln: Umsatz € 2,2 Mrd. Veränderung gegenüber 2022: -1,5% (Quelle: Verband Papierverarbeitung e.V. WPV) Wellpappenpapiere: Umsatz € 4,3 Mrd. Veränderung gegenüber 2022: -31,6% (Quelle: Die Papierindustrie e.V.) Bedingt durch die negative Gesamtlage bewegten sich Absatz, Auftragseingang und Produktion auf deutlich niedrigerem Niveau. Somit musste die Branche gegenüber 2022 erhebliche Einbußen hinnehmen. Papierbasierte Verpackungen entwickelten sich ähnlich rückläufig wie der gesamte Verpackungsmarkt. Als Absatzbranche ist nach wie vor der Versandhandel herauszustellen, in dem mehr als 50 Prozent der Waren mit Wellpappe verpackt werden. Das EU-Parlament (EP) hat zur Verpackungsverordnung (PPWR) entschieden, dass das etablierte System des Wertstoffkreislaufs von Papier, Pappe und Karton aufgrund seiner ökologischen Vorteile als gleichwertig zu Mehrwegverpackungen anzusehen ist. Somit wird auch in Zukunft die papierbasierte Verpackung ihre Stellung im Verpackungsmarkt behaupten können. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Schumacher Packaging GmbH mit den Werken Ebersdorf, Bielefeld und Greven war im Jahr 2023 analog der Marktentwicklung rückläufig. Der Umsatz fiel um 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem noch ein starkes Wachstum zu verzeichnen war. Die rückläufige Entwicklung wurde durch eine geringere Beschäftigung und sinkende Preise verursacht. Die drei Werke Ebersdorf, Greven und Bielefeld verzeichneten alle einen prozentualen Umsatzrückgang - das Hauptwerk Ebersdorf -20,2 Prozent, Bielefeld -20,0 Prozent und Greven -17,1 Prozent (vor Innenkonsolidierung). Ein differenziertes Bild zeigt sich bei der Ertragslage. Während die Werke Ebersdorf und Greven ihr Ergebnis aufgrund der günstigeren Einkaufspreise beim Rohstoff deutlich steigern konnten (auf EBTDA-Basis +32,4 bzw. 53,4 Prozent), war die Entwicklung beim Werk Bielefeld stark negativ. Gründe dafür waren Umsatzrückgang bei zunehmendem Preisdruck am Markt und Abwertungen bei der Inventur. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage Wie bereits erwähnt sind im Berichtsjahr bei der Schumacher Packaging GmbH in allen drei Werken aufgrund schwächerer Nachfrage am Markt deutliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Die langfristig angelegte Strategie, sich als starker Partner für Markenartikler zu etablieren, wurde dennoch weiter konsequent fortgesetzt. Durch die Größe der Werke Ebersdorf mit einer jährlichen Kapazität von 300 Millionen qm Wellpappe und Greven mit einer nach dem nahezu vollständig realisierten Ausbau Kapazität von bis zu 600 Mio qm Wellpappe ist das Unternehmen in der Lage, ein sehr breit angelegtes Produktportfolio anzubieten, was insbesondere von Konzernen als Abnehmer gefordert und geschätzt wird. Außerdem ermöglicht die vorhandene Lagerkapazität weiterhin eine jederzeitige just-in-time-Belieferung. Diese Faktoren und Produkte, die auch höchsten Qualitätsansprüchen genügen, haben dazu beigetragen, dass die starke Marktstellung gehalten werden konnte. Nach wie vor liegt der Fokus primär auf Unternehmen der Lebensmittelindustrie, Healthcare und eCommerce. Der Umsatz wurde unverändert im Wesentlichen im Inland erzielt. Exportaktivitäten beschränken sich größtenteils auf das benachbarte Ausland, die Exportquote war mit 14,6 Prozent leicht rückläufig (Vorjahr 15,2 Prozent). Mit den Werken in Wroclaw, Bydgoszcz, Grudziadz und Myszkow ist die Gruppe am polnischen Markt flächendeckend vertreten und hat sich zu einem der drei Marktführer entwickelt. Mit dem Standort Greven kann der west- und norddeutsche Raum kostengünstiger abgedeckt werden und zudem ergeben sich Exportchancen vor allem in die BeNeLux-Länder. Der englische Markt wird durch die Tochtergesellschaft in Birmingham abgedeckt, in den Niederlanden sind wir mit der Schumacher Packaging & Display vertreten. Die eingeschlagene Europastrategie der Gruppe wurde unverändert weiterentwickelt. Der Auftragsbestand ist branchenüblich, ohne größeren Vorlauf. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Gesamtunternehmen zeigt folgendes Bild mit Vorjahresvergleich:
Die Umsatzerlöse des Gesamtunternehmens sind im Berichtsjahr um TEUT 60.891 bzw. 19,1 Prozent zurückgegangen. Im Vorjahr lag der Umsatzzuwachs noch bei 19,8 Prozent und in 2021 bei 15,5 Prozent. Somit wurde die expansive Entwicklung vorerst gestoppt. Preisbereinigt war der Umsatzrückgang allerdings mit 11,7 Prozent deutlich geringer.
Aufgrund des Bestandsabbaus zum Bilanzstichtag war der Rückgang bei der Betriebsleistung mit 20,1 Prozent noch etwas höher. Positiv hat sich die Materialeinsatzquote gemessen an der Betriebsleistung entwickelt. Sie ist von 59,2 Prozent auf 46,6 Prozent zurückgegangen. Davon entfallen 43,5 Prozent auf den Einsatz von Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen und 3,1 Prozent auf Fremdleistungen. Im Vorjahr lagen diese Werte bei 55,9 Prozent und 3,3 Prozent. Der deutliche Rückgang der Materialeinsatzquote hat sich positiv auf den Rohertrag ausgewirkt. Deshalb konnte dieser trotz der rückläufigen Betriebsleistung um 4,6 Prozent auf TEUR 136.223 gesteigert werden. Die Gründe für die Verbesserung beim Rohertrag liegen in gesunkenen Einkaufspreisen bei den Rohstoffen und verzögerten Anpassungen bei den Verkaufspreisen, insbesondere bei Kontraktgeschäften, den so genannten "windfall profits". Die Personalkosten sind um TEUR 1.532 bzw. 2,4 Prozent zwar nur moderat gestiegen, konnten jedoch dem rückläufigen Trend bei der Beschäftigung nicht folgen. Hier hat sich die Fixkostenbelastung negativ ausgewirkt. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren leicht rückläufig (- TEUR 704). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich der sonstigen Steuern reduzierten sich um TEUR 2.471 bzw. um 4,9 Prozent auf TEUR 47.737. Hier haben sich insbesondere niedrigere Frachtkosten ausgewirkt. Die Abschreibungen betrugen TEUR 16.907 und waren somit um TEUR 3.897 höher als im Vorjahr. Die Steigerung ist hauptsächlich auf die zuletzt hohen Investitionen in Greven zurückzuführen. Das Betriebsergebnis stieg im Berichtsjahr um TEUR 2.349 auf TEUR 16.433. Prozentual im Verhältnis zur Betriebsleistung lag der Wert bei 6,4 Prozent gegenüber 4,4 Prozent im Vorjahr. Hauptgrund für diese positive Entwicklung war die Rohertragsteigerung, welche die negativen Effekte des Umsatzrückganges überkompensiert hat. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis war mit TEUR 1.486 positiv nach -TEUR 1.842 im Vorjahr. Dabei sind die Zinsaufwendungen von TEUR 4.499 auf TEUR 11.211 stark angestiegen. Gründe hierfür sind die höhere Bankverschuldung und die gestiegenen Zinssätze. Den höheren Zinsaufwendungen stehen jedoch auch höhere Zinserträge, hauptsächlich aus Ausleihungen innerhalb der Gruppe gegenüber. Diese sind im Berichtsjahr von TEUR 2.561 auf TEUR 10.062 gestiegen. Die Erträge aus Beteiligungen resultieren im Wesentlichen aus einer Gewinnausschüttung des Werkes Wroclaw in Höhe von TEUR 8.360. Demgegenüber stehen Abschreibungen auf die Beteiligungen und Intercompany-Darlehen an Schumacher Pack Solution GmbH, Ebersdorf und Schumacher Packaging Services GmbH, Lehrte in Höhe von TEUR 5.751 gegenüber, die aufgrund anhaltender Verlustsituation beider Tochtergesellschaften vorgenommen wurden. Der Jahresüberschuss lag mit TEUR 17.788 deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR 12.242. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wurde das Ergebnis an die Konzernobergesellschaft Schumacher Holding GmbH abgeführt. Die Ergebnisstruktur stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar (Zahlen in TEUR):
Einzelbetrachtung der Werke (vor Innenkonsolidierung) Das Hauptwerk Ebersdorf selbst hatte in 2023 einen Umsatzrückgang von 20,2 Prozent zu verzeichnen, die Betriebsleistung sank um 20,7 Prozent. Der Rohertrag stieg um 3,3 Prozent auf TEUR 88.959, das EBITDA um 32,4 Prozent auf TEUR 20.644. Das Zweigwerk Greven konnte sich nach dem investitionsbedingt starken Wachstum der Vorjahre dem Negativtrend beim Umsatz nicht entziehen. Die Betriebsleistung fiel um 15,6 Prozent auf TEUR 85.961. Aufgrund des deutlich günstigeren Materialeinsatzes stieg der Rohertrag um 17,9 Prozent auf TEUR 41.848, das EBITDA um 53,4 Prozent auf TEUR 13.405. Die Zweigniederlassung Bielefeld hat im Berichtsjahr nach positiven Vorjahren eine erheblich schlechtere Entwicklung hinnehmen müssen. Die Betriebsleistung reduzierte sich - verbunden mit einem starken Bestandsabbau - um 35,6 Prozent auf TEUR 13.661. Die Materialeinsatzquote belief sich auf 59,9 Prozent nach 59,0 Prozent im Vorjahr und war somit fast unverändert. Bedingt dadurch ermäßigte sich der Rohertrag um 37,0 Prozent auf TEUR 5.479. Es wurde ein negatives EBITDA-Ergebnis von -TEUR 709 nach +TEUR 2.758 im Vorjahr erwirtschaftet. Beschaffung Der im 4. Quartal 2022 begonnene Preisrückgang am Markt für Wellpappenrohpapiere hat sich im 1. Halbjahr 2023 stark und im 2. Halbjahr 2023 in schwächerem Umfang fortgesetzt. Dies führte bei den Werken Ebersdorf und Greven auf das Gesamtjahr gesehen zu einem um etwa 30 Prozent niedrigerem Durchschnittspreis auf der Beschaffungsseite, was sich positiv auf die Materialeinsatzquote ausgewirkt hat. Konträr dazu verhielt sich die Rohstoffeinsatzquote beim Werk Bielefeld, die aufgrund des starken Preisdrucks am Markt sogar noch leicht angestiegen ist. Die Beschaffung von Wellpappenrohpapieren durch die konzerneigenen Papierfabriken in Grudziadz und Myszkow (Polen) wurde in 2023 weiter gesteigert. Durch den Ausbau des Werkes Myszkow sowie die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an Cartiere Modesto Cardella S.p.A., Lucca durch die Schumacher Holding GmbH wurde der Anteil der Eigenversorgung mit Wellpappenrohpapieren stark erhöht, wodurch die Gruppe insgesamt unabhängiger von Preisschwankungen am Markt geworden ist. Die Versorgung mit Rohstoffen war im Berichtsjahr trotz der schwierigen Versorgungslage gesichert. Die Fremdleistungen haben sich um 24,6 Prozent auf TEUR 8.002 ermäßigt, die Quote ist - gemessen an der Betriebsleistung - von 3,3 Prozent auf 3,1 Prozent gesunken. b) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage Kapitalstruktur und Liquidität Die Bilanzsumme per 31.12.2023 beträgt TEUR 583.713, das entspricht einer Steigerung um 12,5 Prozent. Das bilanzierte Eigenkapital wie im Vorjahr TEUR 146.918, unverändert aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Schumacher Holding GmbH. Die Eigenkapitalquote ist auf 25,2 Prozent gesunken, bedingt durch die Steigerung der Bilanzsumme bei gleichbleibendem Eigenkapital.
Im Bereich der Bankfinanzierung wurde die bestehende Konsortialfinanzierung im Rahmen eines Amendments im Oktober 2022 auf TEUR 377.250 erhöht. Parallel wurde die Laufzeit wieder auf 5 Jahre vereinbart plus 2 Jahre Verlängerungsoption. Neben der Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf fungiert nunmehr auch die Schumacher Holding GmbH als Kreditnehmer, die Finanzierung aller Gruppenunternehmen ist durch Abzweiglinien oder Intercompany-Darlehen gesichert. Die Finanzierung der gesamten Unternehmensgruppe ist damit mittelfristig gesichert. Die Verbindlichkeiten veränderten sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr um weitere TEUR 52.755 erhöht. Dies resultiert zu nahezu gleichen Teilen aus den Investitionen in der hier betrachteten GmbH insbesondere im Werk Greven als auch in der weiteren Gruppe, deren Finanzierung hauptsächlich über Intercompany-Darlehen gewährt durch den Kreditnehmer Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf erfolgt. Demgegenüber stehen planmäßige Tilgungen der langfristigen Darlehen, die jedoch im Berichtsjahr wie im Vorjahr deutlich unter den Neuaufnahmen lagen. Von einem Bankenkonsortium wird im Rahmen der vorerwähnten Konsortialfinanzierung der Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf ein Teilbetrag 145 Mio EUR für die allgemeine Unternehmensfinanzierung der gesamten Gruppe zur Verfügung gestellt. Die Inanspruchnahme dieses Teilbetrages betrug per 31.12.2023 EUR 60 Mio. Ein Teilbetrag von EUR 17 Mio stellt Abzweiglinien für Konzerngesellschaften insbesondere in Polen dar. Die Tilgungen für die noch weiter bestehenden langfristigen Darlehen inklusive Mietkäufe betrugen EUR 19,7 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 5.752 reduziert, so wie insgesamt das Working Capital sich dem gesunkenen Geschäftsvolumen angepasst hat. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind dagegen leicht angestiegen. Die Mietkauffinanzierungen sind durch Tilgungen um TEUR 566 auf TEUR 4.121 zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere durch Aufnahme eines Intercompany-Darlehens um TEUR 17.696 angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind um TEUR 959 höher als im Vorjahr, diese Position umfasst im Wesentlichen die dort verbuchte Gewinnabführung an die Muttergesellschaft. Zum Jahresende bestanden Guthaben bei Banken und Kassenbestände in Höhe von insgesamt TEUR 26.196 (Vorjahr TEUR 14.686). Vereinfachter Cash flow:
Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit gegeben und es konnten alle finanziellen Verpflichtungen fristgerecht erfüllt werden. Durch die Konsortialfinanzierung besteht ein ausreichender Kreditspielraum. Aufgrund des mit Wirkung zum 1.1.2021 zwischen der Schumacher Holding GmbH und der Schumacher Packaging GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss von TEUR 17.788 an die Schumacher Holding GmbH abgeführt. Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 28,9 Mio EUR (ohne Finanzanlagen) getätigt nach 44,1 Mio EUR im Vorjahr. Die Investitionen entfielen im Schwerpunkt auf den Ausbau des Werkes Greven. Zur Finanzierung der Investitionen standen im Rahmen der im Vorjahr abgeschlossenen Konsortialfinanzierung Bankkredite in ausreichendem Umfang zur Verfügung. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 518.749 auf TEUR 583.713. Angestiegen sind vorwiegend die Ausleihungen an verbundene Unternehmen, vor allem zur Finanzierung der umfangreichen Investitionen im Werk Myszkow. Das Sachanlagevermögen liegt leicht unter dem Vorjahreswert. Vorräte und Forderungen haben sich rückläufig entwickelt, was mit den gesunkenen Umsätzen und dem niedrigeren Preisniveau zusammenhängt. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich kaum verändert. Nachstehend die einzelnen Werte zur Struktur der Aktiva:
4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Ausgewählte finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung unseres Unternehmens sind die nachstehend dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren wichtige Kennzahlen bzw. Werte. Die entscheidende Größe stellt das EBITDA dar, da hierdurch die operative Ertragskraft aus unserer Sicht am besten wiedergegeben wird. Im Berichtsjahr ist das EBITDA um 23,1 Prozent auf TEUR 33.340 gestiegen. Die zweite wichtige Größe sind die Investitionen in das Sachanlagevermögen. Als wachstumsorientiertes Unternehmen mit klarer Europastrategie im Rahmen unserer Gruppe sind Investitionen ein elementarer Bestandteil. Nach den hohen Investitionen der Vorjahre sind die Investitionen in 2023 gesunken auf TEUR 28.941, waren aber damit noch immer erheblich über dem Niveau der Abschreibungen. Ebenfalls wichtig - gerade im Wachstum - ist die Kontrolle des Working Capitals als wichtiger Aspekt der Kapitalbindung und damit auch Unternehmenssteuerung. Im Berichtsjahr ist das Working Capital deutlich um 47,5 Prozent zurückgegangen - mengen- und preisbedingt.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen wir neben dem Energieverbrauch in Relation zur Betriebsleistung auch den prozentualen Anteil unseres FSC (Forest Stewardship Council) Umsatzes dar. Der FSC ist eine nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation, die sich für eine umweltgerechte, sozialverträgliche und ökonomisch tragfähige Nutzung der Wälder unserer Erde und damit auch unseres Rohstoffes Papier einsetzt.
Unsere Gesamtenergiekennzahl hat sich im Berichtsjahr zum Vorjahr verschlechtert, was mit der gesunkenen Betriebsleistung und dem niedrigeren Preisniveau erklärbar ist. Der Anteil unseres FSC-Umsatzes ist im Jahr 2023 von 26,6 auf 30,2 Prozent gestiegen. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Geschäftsverlauf und Lage Die wirtschaftliche Situation des Unternehmens hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr differenziert entwickelt. Während der Umsatz deutlich zurückgegangen ist, hat sich das Ergebnis verbessert. Zurückzuführen ist dies auf die rückläufige Preisentwicklung am Rohstoffmarkt. Infolgedessen hat sich die Rohertragsmarge deutlich von 40,8 Prozent auf 53,4 Prozent massiv verbessert - erkennbar an dem deutlichen gestiegenen Jahresergebnis. Negativen Einfluss auf das Ergebnis hatte die Entwicklung der Betriebskosten aufgrund des Fixkostenanteils bei gesunkener Betriebsleistung. Zudem wirkten sich die höheren Abschreibungen belastend aus. Das EBIT konnte von 4,4 Prozent auf 6,4 Prozent der Betriebsleistung verbessert werden. Die bilanziellen Verhältnisse sind nach wie vor geordnet, die Eigenkapitalquote liegt jetzt bei 25,2 Prozent der Bilanzsumme nach 28,3 Prozent im Vorjahr. Jedoch ist diese Kennzahl nur eingeschränkt aussagekräftig, da aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die Schumacher Holding GmbH das Eigenkapital unverändert bleibt, während die Bilanzsumme gestiegen ist. Insofern ist hier eine Konzernbetrachtung aussagefähiger. Prognosevergleich mit tatsächlicher Entwicklung - finanzielle Leistungsindikatoren In der Betrachtung "Follow up" - Vergleich zwischen Plan und Ist für das Berichtsjahr stellen sich die Leistungsindikatoren wie folgt dar:
Unser Plan-EBITDA haben wir trotz der im Vergleich zur Planung niedrigeren Betriebsleistung leicht überschritten. Die Investitionen lagen geringfügig über Plan. Im Working Capital liegen wir im Ist unter dem Planwert, was auf die geringere Beschäftigung und die Preisentwicklung zurückzuführen ist. Prognosevergleich mit tatsächlicher Entwicklung - nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im Prognosevergleich des Energieverbrauchs liegen wir leicht über dem Planwert. Den FSC-Planwert konnten wir erfreulicherweise übertreffen. III. Zweigniederlassungsbericht Die Schumacher Packaging GmbH besteht aus drei Werken - dem Haupt- bzw. Stammwerk Ebersdorf und den unselbständigen Zweigniederlassungen Greven und Bielefeld. Über die Entwicklung der einzelnen Unternehmensteile wurde unter Punkt 3 a) berichtet. IV. Nachtragsbericht Vor dem Hintergrund der dramatisch schnell voranschreitenden Konzentration in der Verpackungsindustrie und der Verschärfung der Rahmenbedingungen seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich die Unternehmerfamilie Schumacher dazu entschieden, für eine sichere Zukunft aller Werke der Gruppe geänderte Weichenstellungen zu treffen. Wir sehen in einer Fortführung des Unternehmens als unabhängiges Familienunternehmen deutlich höhere Risiken als in einem Unternehmensverbund mit einem oder mehreren starken und größeren Partnern. Eine solche zukunftssichernde Lösung wurde zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits für unsere polnischen Werke realisiert mit der Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit der spanischen Gruppe SAICA. Die polnischen Werke haben 2023 einen Umsatz von € 327 Mio realisiert mit insgesamt 1.540 Mitarbeitern. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die polnischen Kartellbehörden sowie der endgültigen behördlichen Genehmigung für die Kapazitätserweiterung des Werkes Myszkow. Ziel der Gespräche mit den Investoren ist es, auch die verbleibenden Werke der Gruppe mittelfristig in größere, internationale Unternehmen einzubringen, um damit Planungssicherheit für Mitarbeiter und Kunden zu schaffen. V. Prognosebericht Zukünftige Entwicklung zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die nachfolgenden Ausführungen über die künftige Entwicklung erfolgen auf der Basis der unterjährigen Auswertungen und sind deswegen mit Unsicherheitsfaktoren behaftet. In 2024 zeichnet sich ein gegenüber dem Vorjahr für die gesamte Branche eine weitere Verschlechterung der Lage ab. Nach den starken Preisrückgängen für Wellpappenrohpapiere haben die Papierhersteller die Preise im Verlauf des ersten Halbjahres schrittweise erhöht und es wird derzeit mit weiteren Preiserhöhungen gerechnet. Das vom VDW berechnete gewichtete Gesamtpreisniveau für braune altpapierbasierte Sorten ist von Januar bis Mai 2024 um 14,9 Prozent gestiegen. Die Verteuerung des Rohstoffeinkaufs trifft auf eine schwache Nachfrage auf der Verkaufsseite, so dass die gestiegenen Einkaufspreise nur unzureichend auf die Verkaufspreise umgelegt werden können. Zudem ist die Branche mit höheren Personal- und Sachkosten konfrontiert. Diese Entwicklung führt auch bei uns dazu, dass wir bei Umsatz und Ergebnis hinter dem Vorjahr zurückliegen. Wir werden nur bei einer Verbesserung der Situation im 2. Halbjahr die gesteckten Ziele für 2024 erreichen. Prognose der finanziellen Leistungsindikatoren
Die schwache Entwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen. Wir rechnen mit einem EBITDA in 2024 von TEUR 26.300 gegenüber TEUR 33.340 in 2023. Investitionen in Sachanlagen werden auf das Notwendigste beschränkt und die ursprünglich geplanten Maßnahmen werden vorerst zurückgestellt. Das Working Capital planen wir leicht steigend aufgrund des höheren Preisniveaus für den Rohstoff Papier als auch folgend in unseren Endprodukten. Prognose der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
Die Energiekennzahl erwarten wir für 2024 mit einer leichten Verschlechterung aufgrund einer noch geringeren Auslastung. Den FSC-Umsatz hoffen wir weiter zu steigern. VI. Chancen- und Risikobericht Chancen Wir bewegen uns in unserer Branche in einem trotz der aktuellen Wachstumsdelle nach wie vor positiven Marktumfeld mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten in den vorangegangenen Jahren. Bei der erwarteten schrittweisen Erholung der Wirtschaft werden sich auch unsere Umsätze stabilisieren, verbunden mit einer Verbesserung der Ertragslage. Der auch weiter anhaltende Anstieg des Versandhandels begünstigt diese Entwicklung. Unsere Firmengruppe verfügt über einen guten und jedes Jahr steigenden Marktanteil und einen hervorragenden Ruf. Durch das breite Produktspektrum der Firmengruppe erreichen wir Kunden aus vielen Abnehmerbranchen. Wir sind so in der Lage sowohl größere Auftragsvolumen als auch kleinere Losgrößen effizient abzuwickeln, verfügen über eine günstige Verhandlungsposition auf der Einkaufsseite und können Synergieeffekte auch durch die verschiedenen Schwerpunkte der maschinellen Ausstattung der verschiedenen Werke nutzen. Wir haben in den letzten Jahren unsere Marktstellung in "Europa" sowie für unsere Kunden mit europäischer Ausbreitung ausgebaut und gefestigt. Mit dem Ausbau unseres Werkes in Greven verstärken wir unsere Position in Norddeutschland sowie bieten mehr Kapazitäten für den Versandhandel. Flache Hierarchien, eine schlanke Organisation sowie modernste technische Ausstattung und gute ausgebildete und motivierte Mitarbeiter ermöglichen es uns, flexibel auf viele Kundenwünsche zu reagieren und unsere Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können. Um auch künftig unseren Bedarf an qualifizierten Fachkräften decken zu können bilden wir in mehreren Berufsgruppen aus und verfolgen zudem einen positiven und dynamischen Außenauftritt als attraktiver Arbeitgeber. Somit sind wir in einem stabilen Marktumfeld in betriebswirtschaftlicher Sicht bereits gut aufgestellt und verfügen auch über die notwendigen finanziellen Spielräume für weiteres Wachstum und steigende Marktanteile. Mit Abschluss der Veräußerung unserer polnischen Werke (s. Nachtragsbericht) werden eine weitgehende Entschuldung und somit deutlich verbesserte Bilanzrelationen verbunden sein. Risiken Aufgrund der konservativen Geschäftspolitik sind keine wirtschaftlich unvertretbaren Risiken erkennbar. Beteiligungsrisiken: Die Schumacher Packaging GmbH, Sonneberg mit der Besitzgesellschaft LUCE GmbH & Co. KG hat zwar auch eine leicht rückläufige Entwicklung hinnehmen müssen, weist aber nach wie vor solide Bilanzrelationen auf. Die Schumacher Packaging Sp. z o.o. Wroclaw läuft operativ weiter planmäßig. Zusammen mit der Schumacher Packaging Werk Bydgoszcz Sp. z o.o. kann der gesamte polnische Markt bedient werden. Die Papierfabrik Schumacher Packaging Werk Grudziadz Sp. z o.o. deckt einen Teil des Papierbedarfs der Gruppe, womit die Abhängigkeit von Papierlieferanten bereits in 2010 reduziert werden konnte. Das 2019 neu in Betrieb genommene Papierwerk in Myszków (Polen) wird permanent weiter entwickelt. Mit dem 2022 begonnenen und dem in 2023 abgeschlossenen Neubau der Papiermaschine mit Kapazitätsverdoppelung hat sich die Abhängigkeit von externen Papierlieferanten weiter verringert. Bei beiden Werken haben sich im Berichtsjahr die rückläufigen Papierpreise negativ bemerkbar gemacht. Mit der Realisierung der Veräußerung der polnischen Werke (s. Nachtragsbericht) werden die Risiken aus diesen Beteiligungen entfallen. Die Verhältnisse der in 2014 erworbenen Schumacher Packaging & Display B.V. sind ebenfalls geordnet. Das Tochterunternehmen in Birmingham hatte zwar ein schwächeres Jahr, weist aber weiter eine starke Kapitalbasis auf. Die Beteiligungen an der Schumacher Pack Solution GmbH und der Schumacher Packaging Services GmbH wurden im Berichtsjahr abgeschrieben, die Risiken daraus sind daher nicht mehr relevant. Die Mehrheitsbeteiligung an dem Logistikunternehmen GGL GmbH & Co KG verstärkt unsere Logistiksparte und ist profitabel. Alle bedeutenden Beteiligungsunternehmen sind solide finanziert. Währungsrisiken: Da ausschließlich in Euro fakturiert wird, besteht insoweit kein Währungsrisiko. Der Zeitwert der Beteiligungen an den polnischen Tochterunternehmen sowie die aktuell noch bestehenden Darlehen an die Schumacher Packaging Werk Bydgoszcz Sp. z o.o. sind den Währungsschwankungen zwischen Euro und PLN unterworfen, ebenso der Wert der englischen Tochter in Birmingham durch die Schwankungen zwischen GBP und Euro. Für die Forderungen besteht eine Warenkreditversicherung. Diese informiert auch frühzeitig über Bonitätsverschlechterungen der Abnehmer. Die fristgerechte Zahlung sämtlicher Verbindlichkeiten unter Skontoausnutzung war im gesamten Geschäftsjahr gewährleistet und ist auch im laufenden Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Preisrisiken auf der Rohstoffseite beeinflussen in hohem Maße den Rohertrag und damit das Betriebsergebnis. Zinsänderungsrisiken bestehen nur in unwesentlichem Umfang, da der überwiegende Teil der langfristigen Bankdarlehen laufzeitkongruent zinsgesichert ist. Die Zinssteigerungen am Markt haben zu einer deutlichen Erhöhung der Zinsaufwendungen geführt. Demgegenüber stehen aber auch wesentlich höhere Zinserträge aus Intercompany-Darlehen. Die geschäftliche Entwicklung wird durch monatliche Gewinn- und Verlustrechnungen auf der Basis der BWA bzw. Monatsbilanzen, die aus der Summen- und Saldenliste abgeleitet werden, zeitnah überwacht, so dass eventuellen Fehlentwicklungen sofort begegnet werden kann. Die zukünftigen Auswirkungen der geopolitischen Entwicklung auf die Weltwirtschaft und auf unser Unternehmen sind nicht absehbar und die finanziellen Auswirkungen damit auch nicht quantifizierbar. Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir die negativen Einflüsse als für uns beherrschbar an und sehen damit keine existentiellen Risiken. Nachdem das EU-Parlaments (EP) zur Verpackungsverordnung (PPWR) entschieden hat, dass das etablierte System des Wertstoffkreislaufs von Papier, Pappe und Karton ökologische Vorteile biete und als gleichwertig zu Mehrwegverpackungen anzusehen ist, entstehen von dieser Seite keine weiteren Risiken. Die Umsetzung in deutsches Recht steht zwar noch aus, wir erwarten hier jedoch keine Veränderungen.
Ebersdorf, den 07.08.2024 gez. Björn Schumacher BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023SCHUMACHER PACKAGING GMBH, EBERSDORFAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SCHUMACHER PACKAGING GMBH, EBERSDORFI. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Coburg, HRB 4864 unter der Firma "Schumacher Packaging GmbH" mit Sitz in Ebersdorf eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf Grund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB und wurde um die Positionen B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen sowie D. 2. Verbindlichkeiten Mietkauf erweitert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Die Gliederungen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Der Bestandsnachweis für das Anlagevermögen erfolgte durch eine Anlagenbuchhaltung, aus der neben Anschaffungsdatum und den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auch die Abschreibungen und die jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge ersichtlich sind. Die immateriellen Wirtschaftsgüter und Sachanlagen wurden mit den ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und unter Zugrundelegung der nutzungsbedingten planmäßigen Abschreibungssätze linear abgeschrieben. Maschinen, die die Voraussetzungen erfüllen, werden linear mit Schichtzuschlag für zwei- bzw. dreischichtige Auslastung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Analog Vorjahren wurden auch die im Berichtsjahr gewährte Zuschüsse erfolgsneutral behandelt und die Anschaffungskosten der bezuschussten Wirtschaftsgüter um diese Zuschüsse vermindert angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis EUR 250,00 werden aus Vereinfachungsgründen sofort abgeschrieben, im Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 als Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Für das Vorratsvermögen wird von einer planmäßigen Verwertung ausgegangen. Wertmindernden Sachverhalten bei den Vorräten wird durch den Ansatz niedrigerer beizulegender Werte Rechnung getragen. Bei den Vorräten wird der Rohstoff Papier nach der Lifo-Methode unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die restlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden aufgrund der kurzen Durchlaufzeiten mit dem letzten Einkaufspreis bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte mit den Herstellungskosten unter Einbeziehung von Verwaltungsgemeinkosten. Altbestände und nicht mehr verkäufliche Waren werden abgewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Zins- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt worden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Rahmen einer Asset-Backed Commercial Paper Transaktion verkauft. Der Nominalwert der verkauften Forderungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 16.800.961,65. Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Die Umrechnung von Kassenbeständen sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Im Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden Investitionszuschüsse aus 2019, vermindert um die anteilige Auflösung, ausgewiesen. Die Auflösung erfolgte in Höhe der anteiligen Abschreibungen für die bezuschussten Wirtschaftsgüter. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind mit dem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Zu den Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von insgesamt TEUR 35.450 liegt eine Patronatserklärung der Gesellschaft zu Gunsten der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 36.000 vor. Zu den wertberichtigten Ausleihungen an verbundene Unternehmen liegt in Höhe von TEUR 2.519 eine Patronatserklärung und in Höhe von maximal TEUR 1.500 eine Rangrücktrittserklärung der Gesellschaft zu Gunsten zweier Unternehmen der Schumacher-Gruppe vor. Die erhaltenen Anzahlungen wurden im Berichtsjahr gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. In den sonstigen Rückstellungen werden Resturlaub und Überstunden, Kosten für Jubiläen, die Prüfung des Jahresabschlusses, interne Kosten zur Erstellung des Jahresabschlusses, Gewährleistungen, Kundenboni, Sonderzahlungen/Prämien, Abfindungen und Tantieme, unterlassene Instandhaltungen, Archivierungskosten, IHK-Beiträge, Kosten für ausstehende Rechnungen, Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten sowie für die Betriebsprüfung ausgewiesen. Die Restlaufzeiten und der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten sowie deren Sicherheiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsätze im Berichtsjahr setzen sich auf Grund der unterschiedlichen Kundenstruktur (geografische Märkte) aus Erlösen Inland in Höhe von TEUR 219.686 (Vorjahr: TEUR 269.704), aus Erlösen EU in Höhe von TEUR 36.936 (Vorjahr: TEUR 47.345) und aus Erlösen Drittland in Höhe von TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 1.102) zusammen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen in Höhe von TEUR 1.592 außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und in Höhe von TEUR 4.158 außerplanmäßige Abschreibungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen. V. SONSTIGE ANGABEN Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Garantien
Von einer Inanspruchnahme ist nicht auszugehen. Es werden gezielt auf beste Kundenbonität geprüfte Forderungen verkauft.
Stellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten:
Abtretung der Forderungen gegen Tochterunternehmen sowie Mutter- und Schwesterunternehmen (Unternehmen der Schumacher-"Junior"-Gruppe)
Die Jahresabschlüsse der verbundenen Unternehmen liegen vor. Aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage bei den Gesellschaften geht die Geschäftsführung davon aus, dass eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung unwahrscheinlich ist. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag besteht folgendes derivative Finanzinstrument: Zinssicherung Die Gesellschaft hat zur Absicherung des Zinssatzes für Bankdarlehen in Höhe von TEUR 161.000 Zinsderivate abgeschlossen. Der Marktwert (ohne Stückzinsen) beträgt nach Angaben der Kreditinstitute am Bilanzstichtag TEUR 2.431. Höhe und Laufzeit der Zinsderivate sind auf die Darlehen abgestimmt. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB Im Rahmen einer Asset-Backed Commercial Paper Transaktion wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nominalwert zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt EUR 16.800.961,65 verkauft. Das Geschäft dient der Erweiterung der Finanzierungsmöglichkeiten und der Verbesserung von Bilanzrelationen. Sämtliche Forderungsausfallrisiken gehen auf den Käufer über. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Erbbaupacht-, Miet- und Leasingverträgen sowie Kundenvereinbarungen:
Zum Bilanzstichtag beträgt das Bestellobligo für Investitionsvorhaben in Gegenstände des Anlagevermögens EUR 2 Mio. Die Investitionen betreffen Maschinen in Greven. Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB
Die Angaben entsprechen, bis auf Schumacher Packaging GmbH, Sonneberg, Luce Besitz GmbH & Co. KG und Luce Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2023 der jeweiligen Gesellschaft. Bei der Schumacher Packaging GmbH, Sonneberg, Luce Besitz GmbH & Co. KG und Luce Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH entsprechen die Angaben dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022. Angaben zur Mindestbesteuerung gem. § 285 Nr. 30a HGB Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes sind keine Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erwarten. Organe Die laufenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr von dem Geschäftsführer, Herrn Björn Schumacher, getätigt. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 931 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 957) und 205 Angestellte (Vorjahr 192), also insgesamt 1.136 Mitarbeiter (Vorjahr 1.149), beschäftigt. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 57 Auszubildende (Vorjahr 56) sowie 18 Schüler und Aushilfen (Vorjahr 26) beschäftigt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen: a) Abschlussprüfungsleistungen TEUR 82 b) andere Bestätigungsleistungen TEUR 0 c) Steuerberatungsleistungen TEUR 42 d) sonstige Leistungen TEUR 15. Angaben gem. § 285 Nr. 14 HGB Mutterunternehmen ist die Schumacher Holding GmbH mit Sitz in Ebersdorf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Befreiender Konzernabschluss (Angabe gem. § 291 Abs. 2 Nr. 4 HGB) Die Schumacher Holding GmbH mit Sitz in Ebersdorf stellt als Mutterunternehmen den befreienden Konzernabschluss und -lagebericht auf. Die Schumacher Packaging GmbH, Ebersdorf, ist deshalb von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. In dem befreienden Konzernabschluss werden keine vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden angewandt. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 17.788.472,98 wird gemäß Gewinnabführungsvertrag an die Schumacher Holding GmbH abgeführt und zum Bilanzstichtag abzüglich der im Berichtsjahr geleisteten Vorauszahlung als Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin ausgewiesen.
Ebersdorf, 7. August 2024 gez. Björn Schumacher Der vorstehende Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 19. August 2024 festgestellt. Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Die in Klammern angegebenen Werte betreffen Vorjahreszahlen. zu 1. gesicherter Betrag EUR 259.223.202,22 Sicherheiten zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:
zu 2. gesicherter Betrag EUR 4.121.303,60 Sicherheiten zu den Verbindlichkeiten Mietkauf:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSSCHUMACHER PACKAGING GMBH, EBERSDORFAn die Schumacher Packaging GmbH, Ebersdorf Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Schumacher Packaging GmbH, Ebersdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Schumacher Packaging GmbH, Ebersdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Coburg, 14. August 2024 gez. Dipl.-Kfm. Michael Härer, Wirtschaftsprüfer Entgeltbericht für das Geschäftsjahr 2023 der Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf Die Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf wird von dem Entgelttransparenzgesetz erfasst und muss daher einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit von Frauen und Männern (Entgeltbericht) verfassen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Für einen Top-Arbeitgeber ist ein wertschätzender Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein entscheidender Hebel. Kernthema sind hierbei die Gleichbehandlung sowie gleichen Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen und Männer. 1. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung und deren Wirkung Grundsätzlich wollen wir mit flexiblen Beschäftigungsbedingungen, individueller Karriereförderung und gezielter Ansprache von weiblichen Bewerbern die Frauen zielgerichtet fördern. Bei der Auswahl von Bewerbungen für eine freie Stelle sind die entscheidenden Kriterien alleine die fachlichen und sozialen Qualifikationen. Die gilt ebenso bei den Themen Beförderung, innerbetriebliche Versetzungen sowie bei der Personalentwicklung. Das Geschlecht ist hierbei kein Entscheidungskriterium. Zusätzlich ist die Schumacher Packaging GmbH Mitglied im Netzwerk Beruf&Familie des Bundesfamilienministeriums bzw. des DIHK. Weiterhin finden alle Regelungen des Sozialstandards SA8000 der ILO bzw. der UN Anwendung. 2. Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern Die Vergütung bei der Schumacher Packaging GmbH erfolgt strikt nach dem für die Position festgelegtem Gehaltsrahmen. Diesem liegt der Leitsatz "Eignung, Leistung und Befähigung" zugrunde. Konkret richtet sich das Entgelt nach der Beschreibung und Bewertung einer Position. Das heißt die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber erhält das Entgelt für eben jene Position, sofern die Bewertungskriterien erfüllt sind. Kriterien sind bspw. fachliche Qualifikation, Verantwortlichkeiten und Handlungsspielraum. Das Geschlecht ist dabei absolut irrelevant. Darüber hinaus beachtet die Schumacher Packaging GmbH alle Vorschriften des AGG hinsichtlich der Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 3. Statistische Angaben Während des Geschäftsjahres ergab sich folgende durchschnittliche Beschäftigtenstatistik
Im Vergleich zu dem für das letzte Berichtsjahr 2020 aufgestellten Entgeltbericht haben sich keine Veränderungen ergeben.
Ebersdorf, den 7.8.2024 gez. Björn Schumacher |
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