antoni Sechste Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Moritz Kiechle seit 29.9.2025 | Prokura |
Thorben Weide seit 29.9.2025 | Prokura |
Jochen Dr. Spöhrer seit 29.9.2025 | Geschäftsführer |
Nina Uhlig seit 29.9.2025 | Prokura |
Kristjan Vilhelmsson seit 29.9.2025 | Prokura |
Kai Schubert seit 29.9.2025 | Prokura |
Oliver Dahmann seit 29.12.2022 | Geschäftsführer |
Katharina Sobieraj seit 16.9.2022 | Prokura |
Christian Unsinn seit 4.5.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DDB Holding Europe S.A.S. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lemon Group Services GmbHBerlinJahresabschluss/Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021Der Jahresabschluss der Lemon Group Services GmbH, Berlin, ist in EUR und nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Für die Lemon Group Services GmbH, Berlin, gelten die Vorschriften für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB und § 276 Satz 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden dabei entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:
Für geringwertige Wirtschaftsgüter wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs erfolgswirksam erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorzunehmender außerplanmäßiger Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die Forderungen aus Leistungen sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind zum Nominalwert ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen werden für sämtliche ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von mehr als einem Jahr bestehen, werden diese gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als verbundene Unternehmen gelten alle Gesellschaften, die in den Konzernabschluss der Omnicom Group Inc., New York/USA, einbezogen werden. Sofern auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten vorliegen, werden diese nach § 256a Satz 1 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt die Bewertung nach Maßgabe des § 256a Satz 2 HGB unter Abkehr des Realisations- und des Anschaffungskostenhöchstprinzips in vollem Umfang erfolgswirksam. Nach Saldierung der passiven latenten Steuern mit den aktiven latenten Steuern ergibt sich insgesamt ein Aktivüberhang, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Organschaft mit der TRACK GmbH und Bewertungsunterschieden die Rückstellungen in der TRACK GmbH betreffend. Der Steuersatz, der für die Bewertung der latenten Steuern verwendet wurde, beträgt 30,95 %. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen/Anteile an verbundenen Unternehmen Für eine Übersicht über die Finanzanlagen wird auf den Abschnitt "Beziehungen zu verbundenen Unternehmen" verwiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben ebenso wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 39.405 (i. Vj. TEUR 32.621) betreffen hauptsächlich Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 23.905 (i. Vj. TEUR 10.850), Forderungen aus den Ergebnisabführungsverträgen mit TEUR 12.996 (i. Vj. TEUR 18.900) und Forderungen aus Leistungen mit TEUR 737 (i. Vj. TEUR 1.164). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital betrug am Bilanzstichtag EUR 234.500,00 (i. Vj. EUR 234.500,00) und wurde zum Nennwert angesetzt. Der Gewinnvortrag setzt sich aus den Jahresergebnissen der Vorjahre inklusive dem Jahresüberschuss aus dem Jahr 2020 (TEUR 7.724) zusammen. Die Kapitalanteile der Gesellschafter setzten sich zum 31. Dezember 2021 unverändert wie folgt zusammen:
Steuerrückstellungen Die Rückstellungen für Ertragsteuern liegen im Geschäftsjahr 2021 bei TEUR 495 und somit um TEUR 982 unter dem Vorjahreswert. Diese erhebliche Minderung ist begründet in den bereits geleisteten Vorauszahlungen an das Finanzamt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.298; i. Vj. TEUR 1.523) betreffen ausstehende Rechnungen (TEUR 654; i. Vj. TEUR 566) und Personalrückstellungen (TEUR 644; i. Vj. TEUR 957). Der geringeren Rückstellungen im Bereich Personal sind im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen für Abfindungen und Gehälter 2021 zurückzuführen. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hatten zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.011 (i. Vj. TEUR 773) eine Restlaufzeit von über einem Jahr und weniger als fünf Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten hatten im Geschäftsjahr wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 368 (i. Vj. TEUR 504) betreffen mit TEUR 332 (i. Vj. TEUR 99) Verbindlichkeiten aus Leistungen. Die restlichen TEUR 35 beinhalten Verbindlichkeiten aufgrund der Übernahme von Verlusten von Tochterunternehmen und Verbindlichkeiten aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft. Darin enthalten sind TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Rohergebnis Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 i. V. m. § 285 Nr. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 83 (i. Vj. TEUR 809) umfassen im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 60 (i. Vj. TEUR 92) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 3 (i. Vj. TEUR 10). Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren sind im aktuellen Geschäftsjahr mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 700) enthalten. Personalaufwand Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 130 auf TEUR 4.871. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Neueinstellungen in 2021 im Bereich der Geschäftsführung zurückzuführen. Abschreibungen Die Abschreibungen sind um insgesamt TEUR 55 von TEUR 697 auf TEUR 752 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert vorwiegend aus Neuanschaffungen Hewlett Packard Enterprise Financial Services Leasingverträge betreffend, welche über längere Zeit im Capital Lease-Verfahren von unserem Leasingpartner geleast werden. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in diesem Jahr TEUR 317 (i. Vj. TEUR 329). Darin enthalten sind Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 25) und Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 14). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Gesellschaft ist gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organträgerin der folgenden Gesellschaften:
Die Gesellschaft ist mittelbar gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organträgerin der folgenden Gesellschaften:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Berichtsjahr belaufen sich auf TEUR 1.611 (i. Vj. TEUR 1.475). Darin enthalten sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 8). Ergebnisabführungsverträge Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit:
V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden mehrjährige Verpflichtungen, die sich wie folgt zusammensetzen:
VI. Sonstige Pflichtangaben Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehören folgende Personen an:
Die Geschäftsführer üben ihr Amt hauptberuflich aus. Herr Folkert van Dijk, Herr Christian Unsinn, Herr Alexander Schlaubitz, Herr Tobias Pschorr, Frau Diana Sukopp und Frau Christina Isabel Antes sind bei der Lemon Group Services GmbH, Berlin, angestellt. Herr Pietro Tramontin ist bei der DDB Europe Holding, S.A.S., Paris/Frankreich, angestellt und wird über selbige vergütet. Die Gesamtbezüge der über die Lemon Group Services GmbH, Berlin vergüteten Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich im Jahr 2021 auf TEUR 1.406. Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr 2021 wurden durchschnittlich 46 Angestellte und 5 leitende Angestellte (ohne Geschäftsführer, ohne Auszubildende und Praktikanten) beschäftigt (i. Vj. 53 und 7). Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Oberstes Mutterunternehmen der Lemon Group Services GmbH am Bilanzstichtag ist die Omnicom Group Inc., New York/USA. Die Omnicom Group Inc., New York/USA, stellt unter Einbeziehung der Gesellschaft einen Konzernabschluss gemäß den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen und den einschlägigen Vorschriften der SEC für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss ist bei der Omnicom Group Inc., New York/USA, erhältlich und bei der SEC veröffentlicht. Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 292 i. V. m. § 291 HGB nicht in Anspruch und stellt einen Teilkonzernabschluss auf welcher den kleinsten Kreis der Unternehmen darstellt. Dieser Abschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die in den US-Konzernabschluss der Omnicom Group Inc., New York/USA, einbezogen werden. Die Gesellschaft nahm im Geschäftsjahr bestimmte Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Anspruch. Die entsprechenden Kostenumlagen in Höhe von TEUR 244 (i. Vj. TEUR 93) von verbundenen Unternehmen sind unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Ferner wurden für verbundene Unternehmen bestimmte Dienstleistungen erbracht. Der Ausweis der Vergütung in Höhe von TEUR 7.171 (i. Vj. TEUR 6.098) erfolgt unter dem Posten "Rohergebnis". Zum Bilanzstichtag wurden Anteile an folgenden Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB gehalten:
1 Nach Gewinnabführung bzw.
Verlustübernahme
VII. Nachtragsbericht Zwischen dem Stichtag des Jahresabschlusses und dem Zeitpunkt der Erstellung dieses Anhangs haben sich keine wirtschaftlichen Themen ergeben oder sind sonstige bedeutsame Vorgänge eingetreten, die zu erläutern wären oder Einfluss auf den Jahresabschluss haben könnten. VIII. Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2021 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 11. Juli 2022 Folkert van Dijk Pietro Tramontin Christian Unsinn Tobias Pschorr Diana Sukopp Chistina Isabel Antes Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der DDB Holding Europe S.A.S., Paris/Frank- reich, und erbringt Serviceleistungen für ihre Tochterunternehmen, welche im Bereich der werblichen Kommunikation und der Planung, Entwicklung und Durchführung von Werbemaßnahmen tätig sind. In ihrer Funktion als Holding hält sie Beteiligungen an mehreren Tochtergesellschaften und erzielt entsprechende Beteiligungsergebnisse über Ergebnisabführungsverträge und Ausschüttungen. Sie erbringt Dienstleistungen im Bereich der strategischen Beratung, im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens, des Controllings, der EDV und der Haus- und Fuhrparkverwaltung, der Zurverfügungstellung von IT- und Telekommunikationsequipment sowie der Rechtsberatung für eine Vielzahl von Verbundunternehmen. Neben den dafür anfallenden Aufwendungen und Erträgen hängt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum größten Teil von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die Anteile am Stammkapital werden zu 99,0 % von der DDB Holding Europe S.A.S., Paris/ Frankreich, und zu 1,0 % von der Omnicom Group Inc., New York/USA, gehalten. Die Lemon Group Services GmbH hat eine Zweigniederlassung in der Blumenstraße 28, 80331 München. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Auch im Jahr 2021 hinterließ die Coronapandemie deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Der Anstieg in Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+3,9 %) wurde vor allem durch deutliche Zuwächse in den Bereichen Verkehr und Gastgewerbe getragen. Mit einem Minus von 10,0 % war erneut der Bereich Sonstige Dienstleister, zu dem unter anderem die Bereiche Unterhaltung und Erholung zählen, am stärksten von den Auswirkungen der vierten Welle und^den Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende betroffen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland betrug im Jahr 2021 rund 3,57 Billionen Euro. Somit wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent. Grund für den Rückgang im Jahr 2020 waren die Auswirkungen der Coronakrise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft. Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Coronapandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,9 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Coronapandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück. Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren besonders stark von der anhaltenden Coronapandemie beeinträchtigt. Hier lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9 % unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu Beschäftigungsverlusten (-1,8 %). Die Zahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger nahm 2021 weiter ab, während mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren (Quelle: Statistisches Bundesamt). Im Jahr 2021 lebten in Deutschland nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 83,2 Millionen Menschen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die GWA-Agenturen verzeichneten insgesamt einen Umsatzzuwachs von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Jedoch gibt es starke Unterschiede zwischen den Agenturen. Beim genauen Blick auf die Umsatzentwicklung zeigt sich, dass Zuwächse von knapp 68 % der Agenturen realisiert wurden, während 28 % rückläufige Umsätze verzeichneten (Quelle: GWA Frühjahrsmonitor 2022). Für das Jahr 2021 nannten 49,4 % der Werbeagenturen den Wirtschaftszweig Nahrungs- und Genussmittel als wichtigste Branche, gefolgt von der Banken-, Finanz- und Versicherungsbranche mit 46,8 %. Der Anteil der Branche Pharma und Health Care beträgt 42,9 % und bleibt somit auf Rang 3. Auf Rang 4 folgen Automotive mit 41,6 %, gefolgt auf Platz 5 von Sonstige Verbrauchsgüter mit 28,6 % (Quelle: GWA Frühjahrsmonitor 2022). 2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hatte für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rohergebnis von TEUR 5.047 und mit einem Ergebnis vor Steuern mit TEUR -1.465 gerechnet. Mit TEUR 5.744 lag das Rohergebnis um TEUR 697 deutlich höher als der angenommen Wert. Im Vergleich zum Vorjahr blieb das Rohergebnis mit TEUR 52 nahezu unverändert. Das Ergebnis vor Steuern stieg aufgrund der höheren Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften von TEUR 9.199 im Geschäftsjahr 2020 auf TEUR 11.925 an. Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 wurde mit einem Ergebnis vor Steuern von TEUR -1.465 gerechnet. In diesem Ergebnis waren die zu erwartenden Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften (TEUR 12.163) nicht einbezogen. Ohne diesen Effekt liegt das Ergebnis vor Steuern bei TEUR -238 und somit um TEUR 1.227 über dem im Lagebericht 2020 prognostiziertem Ergebnis. Das Betriebsergebnis der Lemon Group Services GmbH, Berlin, lag mit TEUR -195 um TEUR 120 unter dem Jahresergebnis des Vorjahres. Begründet ist diese Entwicklung hauptsächlich in gestiegenen Personalkosten und in gestiegenen Abschreibungen auf Sachanlagen. Der im Jahr 2020 eingeleitete Wandel der Gesellschaft von einer reinen Shared-Servicegesellschaft hin zu einem Kompetenzzentrum in den Bereichen Beratung, Kundenakquise und Kreation, welches die Agenturen der deutschen DDB-Gruppe bei der Gewinnung von Neukundengeschäft unterstützt, wurde im Jahr 2021 weiter vorangetrieben. Dadurch entstanden im abgelaufenen Geschäftsjahr zusätzliche Personalkosten, welche nicht komplett an unsere Kunden abgerechnet werden konnten. Es ist auch für die Zukunft das Ziel der Lemon Group Services GmbH, Berlin kostendeckend zu arbeiten. 3. Lage 3.1 Ertragslage Das Rohergebnis lag im vergangenen Geschäftsjahr bei TEUR 5.744 und blieb bei einer leichten Steigerung um TEUR 52 insgesamt stabil. Bei einer moderaten Steigerung der Materialaufwendungen um TEUR 286 auf TEUR 1.513 konnten die Umsatzerlöse deutlich um TEUR 1.063 auf TEUR 7.174 gesteigert werden. Dieser positiven Entwicklung stehen die um TEUR 726 niedrigeren sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber. Die Steigerung der Umsatzerlöse erklärt sich durch gestiegene Intercompany-Erlöse für weiterberechnete Personal- (TEUR 577) und Sachkosten (TEUR 568). Mit den Sachkostenumlagen werden unter anderem die anteiligen Mietkosten und die anteiligen Abschreibungen an unsere Kunden berechnet. Die Erträge aus der Weiterberechnung der Leasingkosten gingen leicht um TEUR 71 zurück. Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein Ertrag aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von TEUR 700 erzielt. Durch diesen Ertrag lagen die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2020 deutlich über dem Wert in einem gewöhnlichen Geschäftsjahr. Der erhebliche Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen im abgelaufenen Geschäftsjahr ist somit begründet in dem Verkauf der Wertpapiere im Vorjahr. Ohne diesen Sondereffekt sind die sonstigen betrieblichen Erträge nur um TEUR 26 niedriger und ursächlich für diese Veränderung sind die geringeren periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 54; i. Vj. TEUR 90). Entgegen dem im Lagebericht 2020 für das Geschäftsjahr prognostiziertem Rohergebnis von TEUR 5.047 liegt das tatsächliche Ergebnis um TEUR 697 über den Erwartungen. Trotz der im Durchschnitt geringeren Mitarbeiterzahl, liegt der Personalaufwand um TEUR 130 über dem des Vorjahres. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zwei weitere Geschäftsführerinnen für die Bereiche New Business / Beratung und Kreation eingestellt und das Gehalt für den im Mai 2020 angestellten CEO fiel im Jahr 2021 für zwölf Monate anstatt nur acht Monate an. Das hat zur Folge, dass der positive Effekt, der durch die im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Entlassungen in den Bereichen IT und Buchhaltung eingetreten ist, durch die zusätzlichen Personalkosten im Managementbereich mehr als ausgeglichen wurde. Die Abschreibungen sind um insgesamt TEUR 55 von TEUR 697 auf TEUR 752 leicht gestiegen. Dieser Anstieg resultiert vorwiegend aus Neuanschaffungen, welche über längere Zeit im Capital Lease-Verfahren von unserem Leasingpartner geleast werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in Summe deutlich mehr Vermögensgegenstände angeschafft als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben bei einem leichten Rückgang um TEUR 12 mit TEUR 317 annähernd unverändert. Das Betriebsergebnis ging im Vergleich zum Vorjahr nochmals um TEUR 120 von TEUR -75 auf TEUR -195 zurück. Die Erträge aus Beteiligungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr auch TEUR 0. Die aus Ergebnisabführungsverträgen erhaltenen Gewinne sowie übernommenen Verluste stiegen von TEUR 9.312 auf TEUR 12.163. Insbesondere die Ergebnisse der kapacht GmbH, Berlin und der Heye GmbH, München lagen deutlich über den Ergebnissen des Vorjahres, wohingegen die Ergebnisse der DDB Group GmbH, Berlin und der DDB München GmbH, München klar hinter dem Vorjahr zurückgeblieben sind. Das Zinsergebnis war mit TEUR -43 insgesamt negativ (i. Vj. TEUR -38). Die Zinserträge gingen um TEUR 7 und die Zinsaufwendungen um TEUR 2 zurück. Der Steueraufwand stieg von TEUR 1.475 auf TEUR 1.611. Das ist zurückzuführen auf die gestiegenen Erträge aus Gewinnabführungen 2021. Das Ergebnis nach Steuern lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 mit TEUR 10.314 (i. Vj. TEUR 7.724) um TEUR 2.590 über dem Ergebnis nach Steuern des vorangegangenen Geschäftsjahres. 3.2 Finanzlage Die Geldbestände werden bei der Omnicom Financial Services Ltd. in Dublin/Irland, der europäischen Omnicom Cash-Pooling-Gesellschaft, angelegt. Sofern liquide Mittel benötigt werden, erfolgt dies somit direkt über die Omnicom Financial Services Ltd. in Dublin. Hiermit ist eine Unabhängigkeit gegenüber Banken gegeben und die Liquidität jederzeit gesichert. Zum Stichtag ergeben sich Forderungen aus Cash-Pooling gegen die Omnicom Financial Services Ltd. in Dublin in Höhe von TEUR 23.905 (i. Vj. TEUR 10.850). Die Veränderung von TEUR 13.055 ist größtenteils den im Jahr 2021 durch die Tochtergesellschaften abgeführten Ergebnissen aus den Vorjahren geschuldet. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um TEUR 8.458 auf TEUR 78.008 angestiegen. Zur Erklärung sind folgende Posten erwähnenswert: Das Anlagevermögen lag mit TEUR 36.829 um TEUR 198 leicht über dem Wert des Vorjahres. Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich um TEUR 18 auf TEUR 30. Die Sachanlagen inklusive dem Bereich Capital Leasing für EDV- und Telekommunikationsequipment stiegen um TEUR 216 auf TEUR 1.710. Die Finanzanlagen blieben unverändert bei TEUR 35.090. Die Forderungen aus Leistungen lagen bei TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 21 % bzw. TEUR 6.785 auf TEUR 39.405. Die Gründe dafür sind hauptsächlich einerseits die gestiegene Forderung aus Cash-Pooling (TEUR 23.905; i. Vj. TEUR 10.850) und andererseits die um TEUR 5.843 gesunkenen Forderungen gegen die Tochterunternehmen. Die Forderungen gegen Tochterunternehmen bestehen größtenteils aus noch nicht an die Lemon Group Services GmbH, Berlin, vorgenommenen Gewinnabführungen. Der Bestand an sonstigen Vermögensgegenständen ist von TEUR 201 im Vorjahr auf TEUR 1.674 im abgelaufenen Geschäftsjahr angestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind gestiegene Forderungen gegenüber dem Finanzamt. Das Eigenkapital konnte um TEUR 10.313 auf TEUR 71.148 gesteigert werden. Die positive Veränderung ist auf die erhaltenen Gewinnabführungen zurückzuführen. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2020 von der durch die Finanzverwaltung, aufgrund der Coronapandemie, eingeräumten Möglichkeit zur Stundung der Steuervorauszahlungen für das abgelaufene Geschäftsjahr Gebrauch gemacht. Somit sind die Steuerrückstellungen, trotz der um TEUR 136 höheren Steueraufwendungen, um TEUR 982 auf TEUR 495 gesunken. Die sonstigen Rückstellungen gingen um TEUR 226 von TEUR 1.523 auf insgesamt TEUR 1.298 zurück. Dieser Rückgang ist begründet in gesunkenen Rückstellungen für Abfindungen (TEUR 104; i. Vj. TEUR 368),) und in niedrigeren Rückstellungen für sonstige Personalkosten (TEUR 8; i. Vj. TEUR 85). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit TEUR 1.798 um TEUR 272 über dem Vorjahreswert von TEUR 1.526. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit TEUR 1.011 (i. Vj. TEUR 773) aus dem Capital-Lease-Programm. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen um TEUR 136 auf TEUR 368 zurück. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 784 auf TEUR 2.901 gesunken. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Steuerverbindlichkeiten. 3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Steuerungsgrößen zur Messung des Erfolgs in der Lemon Group Services GmbH, Berlin, sind das Rohergebnis und das Ergebnis vor Steuern, sowohl im Vergleich zu Planwerten als auch zu Vorjahreswerten. Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsatz- und Ertragszahlen im Jahresvergleich sind im Abschnitt II. 3.1 Ertragslage erläutert. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des internen Steuerungssystems ist das systematische Risikomanagement zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von externen und internen Risiken, die im Abschnitt III. 3. Risiken näher erläutert werden. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognose Die Agenturbranche blickt auf das Geschäftsjahr 2022 eher optimistisch. Nach leicht rückläufigen Umsätzen im ersten Pandemiejahr 2020 zeigten sich bei der Geschäftsentwicklung 2021 deutliche Nachholeffekte, die sich 2022 fortsetzen werden. Durch die Covid-19 Pandemie und etwaig weiterhin oder künftig erneut notwendigen Einschränkungen im privaten und öffentlichen Leben ist die wirtschaftliche Lage weiterhin sehr volatil und lässt eine verlässliche Prognose kaum zu. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in der Ukraine auf die Gesamtwirtschaft und die Agenturbranche auswirkt. Wir sind aber dennoch optimistisch, dass mit der Rückkehr zur Vor-Corona-Normalität auch die Ausgaben in Bezug auf Werbung anziehen werden. Diese Annahme wird gestützt durch die Tatsache, dass 65,4 % der Agenturen für das laufende Jahr mit Umsatzsteigerungen rechnen. Somit sind die Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 optimistischer als noch im vergangenen Jahr 2021. Dennoch erwarten 21,8 % der befragten Agenturen eine rückläufige Geschäftsentwicklung (Quelle: GWA Frühjahrsmonitor 2022). Vor allem der Fachkräftemangel bremst die Geschäftsentwicklung der Branche: Mehr als 80 % der Agenturen sehen in der Personalknappheit das größte Wachstumshemmnis. In der Unbekanntheit und dem Image der Branche sehen die Agenturen die Hauptursachen für den Fachkräftemangel. Zudem sind die Attraktivität von Wettbewerbern und niedrige Einstiegsgehälter Gründe. Während mehr als die Hälfte der befragten Agenturen bereits Pitches und Neugeschäftsanfragen mangels Personal ablehnten, verzeichnete ein Drittel der Agenturen deswegen sogar Umsatzausfälle. Gleichzeitig investieren Agenturen verstärkt in Personal und Weiterbildung und setzen auf eine Intensivierung des Hochschulmarketings, der Ansprache von Beschäftigten anderer Branchen und mobile, flexible Arbeitsmodelle. (Quelle: GWA Frühjahrsmonitor 2022). Diese Problematik verspüren auch wir. Während die Automobil-Branche deutlich seltener zu den Top-5 Auftraggebern der Agenturbranche gehörte, gewann der Nahrungs- und Genussmittel-Sektor stark an Bedeutung. Online-Kommunikation bliebt weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber, es werden aber auch umfassende Kommunikationskonzepte sowohl für Unternehmen als auch Einzelmarken stärker nachgefragt werden (Quelle: GWA Frühjahrsmonitor 2022). Im Angebotsportfolio der Agenturen werden daher Beratungsleistungen immer wichtiger. Fast alle Agenturen gehen angesichts der Komplexität von Markenkommunikation zudem von einer steigenden Bedeutung von Kooperationen und dem damit einhergehenden Schnittstellenmanagement aus. Kreativität wird nach Ansicht fast aller Befragten aber auch in Zukunft ein zentrales Nutzenversprechen von Agenturen sein. Nachdem die Umsatzerlöse der einzelnen Tochtergesellschaften in den Jahren 2020 und 2021, infolge der Coronapandemie teils deutlich zurückgingen, rechnen unsere Tochtergesellschaften für das Jahr 2022 mit stabilen Umsätzen, welche sich annähernd auf dem Vorjahresniveau bewegen. Die Agenturen der deutschen DDB-Gruppe hatten keine Kunden in der Ukraine oder Russland, sodass der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland und der Entschluss des Mutterkonzerns Omnicom Group Inc., New York/USA, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen, bisher keine direkten Auswirkungen auf die Umsätze der Agenturen der deutschen DDB-Gruppe haben. Seit dem Jahr 2020 arbeitet die Lemön Group Services GmbH, Berlin, mit dem zweiten Shared-Service-Center der Omnicom in Deutschland enger zusammen. Die Zusammenarbeit ist derzeit auf die Bereiche IT und Finance begrenzt. Die bereits im letzten Jahr eingeleitete Transformation der Lemon Group Services GmbH, Berlin, von einer Shared-Service-Gesellschaft hin zu einem Kompetenzzentrum in den Bereichen Beratung, Kundenakquise und Kreation für die deutschen DDB Gesellschaften, mit der Einstellung einer Chief Marketing & Growth Officer und einer Chief Creative Officer, unterstützt die Pläne, die beiden Shared-Service-Center in einem zusammenzufassen. Die finale Zusammenlegung der beiden deutschen Shared-Service-Gesellschaften wird bis 31. August 2022 vollzogen werden. Entsprechend den bisher für das Geschäftsjahr 2022 vorliegenden vorläufigen Ergebnissen und Budgets rechnet die Gesellschaft mit einem Rohergebnis von ca. TEUR 7.400 und einem Ergebnis vor Steuern ohne die zu erwartenden Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften von ca. TEUR -500. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. 2. Chancen Die zentrale Koordination und Strukturierung von Pitches und eine einheitliche Kommunikation mit den Kunden bietet den Vorteil, dass den Kunden das gesamte Angebotsportfolio der deutschen DDB Gruppe strukturiert und abgestimmt zur Verfügung gestellt bzw. angeboten werden kann. Dadurch lassen sich attraktive Kunden gewinnen und halten. Die Attraktivität unserer (Bestands-) Kunden hat positiven Einfluss auf die Strahlkraft der Marke DDB in Deutschland und wirkt sich positiv auf die Gewinnung von Talenten in der Werbebranche aus. Die Coronapandemie hat neben vielen negativen Begleiterscheinungen auch positive Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Auch 2021 hat gezeigt, dass die Lemon Group Services GmbH, Berlin, mit ihren Tochtergesellschaften flexibel auf äußere Einflüsse reagieren kann. Es hat sich gezeigt, dass, allen Bedenken zum Trotz, viele Aufgaben Mobil erledigt werden können. Durch die strukturelle Veränderung rücken die Zusammenlegung und Bündelung der Kompetenzen in einem deutschlandweiten Shared-Service-Center noch mehr in den Fokus. Durch die Konsolidierung werden Schnittmengen beseitigt und Prozesse angeglichen bzw. optimiert, was schlussendlich zu Effizienzgewinnen und optimalerweise auch zu Kostenvorteilen führen soll. 3. Risiken Die Risiken sind nachfolgend nach ihrer Bedeutung in absteigender Reihenfolge genannt. Risiken, die ein positives Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung verhindern könnten, ergeben sich vor allem aus den Unwägbarkeiten der Covid-19-Pandemie und potenziell drohender weiterer Pandemien durch Zoonosen, ökologischen Herausforderungen sowie Turbulenzen an den Finanz- und insbesondere Rohstoffmärkten, Versorgungsengpässen im Zusammenhang mit Lieferketten, die Situation in der Ukraine sowie weitere geopolitische Spannungen und Konflikte (und sich daraus ergebende Migrationsbewegungen), Cyber-Attacken sowie Anzeichen einer Fragmentierung der Weltwirtschaft. Aufgrund der vorgenannten Risikofaktoren sowie von zyklischen und strukturellen Aspekten ist ein weiterer Einbruch der Wirtschaft oder eine Phase mit unterdurchschnittlichen Zuwachsraten möglich. Dieses Risiko schätzen wir als hoch ein. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Die Auswirkungen lassen sich nur erahnen, aber bereits jetzt werden große Summen Geld in die Rüstung bewegt, weitreichende Sanktionen verhängt und Europa sucht dringend nach Alternativen zu russischen Rohstoffen. Fluchtbewegungen, steigende Preise und ein gedämpftes Wirtschaftswachstum zeichnen sich ab. Dies kann sich auf die Auftragslage unserer Agenturen durchschlagen. Dieses Risiko sehen wir als sehr hoch an. Die Lemon Group Services GmbH, Berlin, und ihre verbundenen Unternehmen haben auf die Gefahr von Forderungsausfällen mit der Versicherung der Kundenforderungen durch die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG reagiert. Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden im Verbund, die für einen erheblichen Teil der Umsätze der Tochtergesellschaften verantwortlich sind, stellt ebenfalls ein Risiko im Bereich der Beteiligungsergebnisse dar. Die langjährige Geschäftsbeziehung zu diesen Kunden und die Einbettung in das internationale DDB-Netzwerk mindern dieses Risiko jedoch ab. Zur Abschwächung dieser Abhängigkeit wurden und müssen auch zukünftig weiterhin Neukunden gewonnen werden, um das Kundenportfolio noch breiter auszurichten. Neben dem Risiko von Budgetkürzungen erschwert auch die zunehmende Umwandlung der Vergütungsmodelle das Aufstellen von verlässlichen Umsatzprognosen der Tochterunternehmen. Pauschale Vergütungsmodelle sind inzwischen die Ausnahme und wesentlich volatilere projektbasierte Bezahlung macht einen erheblichen Anteil an der Gesamtvergütung der Leistung erbringenden Gesellschaft aus. Dies erhöht die Volatilität der Geschäftsentwicklung insgesamt und erschwert die Planungssicherheit und damit auch die Ressourcenplanung. Auch der starke Wettbewerb um geeignete Mitarbeiter:innen stellt weiterhin ein Risiko für die Gesellschaft dar. Dieser Wettbewerb betrifft sowohl Spezialist:innen, Führungskräfte als auch Berufseinsteiger:innen. Er erhöht die Fluktuation und erschwert eine Kontinuität in der Mitarbeiterschaft. Diesem Risiko hat sich das Unternehmen auch in Zukunft aktiv zu stellen. IV. Risikoberichterstattung und Internes Kontrollsystem Ein kontinuierlicher Risikomanagementprozess ist Bestandteil des Controllings. Es wird eine jährliche Planung für das Geschäftsjahr erstellt, die monatlich an die tatsächliche Entwicklung angepasst wird. Im Rahmen dieser Planung werden Abweichungen zur tatsächlichen Entwicklung festgestellt und analysiert, sodass zeitnah Steuerungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden können. Die Berichterstattung über festgestellte Abweichungen und eingeleitete Maßnahmen findet ebenfalls monatlich über die DDB-Organisation an das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt, die Omnicom Group Inc., New York/USA, statt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in den konzernweiten Risikomanagementprozess einbezogen und berichtet hierüber regelmäßig an das genannte Mutterunternehmen.
Berlin, den 11. Juli 2022 Christina Isabel Antes Folkert van Dijk Diana Sukopp Tobias Pschorr Pietro Tramontin Christian Unsinn Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lemon Group Services GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lemon Group Services GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lemon Group Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 15. Juli 2022 KPMG
AG
Milan Bora Lucas, Wirtschaftsprüfer Alexander Thorsten Heinrich Hutzler, Wirtschaftsprüfer
Berlin, 18.07.2021 DDB Holding Europe SAS vertreten durch ihre Präsidentin DDB Europe Limited / represented by its president DDB Europe Limited diese wiederum vertreten durch Herrn Dominic Nagy / itself acting by Mr Dominic Nagy, als vertretungsberechtigter Geschäftsführer / a director, duly authorized Omnicom Group Inc. vertreten durch / represented by Michael J. O'Brien |
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