Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 200372
Eingetragen
16.8.2012
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Werkzeugmaschinen sowie Auftragsfertigung von Komponenten insbesondere im Microbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefano Milani
seit 2.7.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EMA Corp.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AMETEK Material Analysis Holdings GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KERN Microtechnik GmbH

Murnau a. Staffelsee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.738,70 63.210,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 861.111,10 927.777,77
931.849,80 990.988,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.277.520,43 1.854.753,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.883.639,40 1.212.783,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.655.174,38 1.367.768,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.403,00 739.620,64
7.821.737,21 5.174.925,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 312.854,85 312.854,85
312.854,85 312.854,85
9.066.441,86 6.478.768,72
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.519.226,56 3.417.755,46
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.492.262,58 5.648.712,27
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.255.562,93 1.122.937,29
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -2.219.740,12 -4.184.550,63
9.047.311,95 6.004.854,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.852.712,91 5.229.673,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.075.840,01 3.664.703,03
3. Sonstige Vermögensgegenstände 536.083,90 2.120.200,86
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 1.657.673,18)
9.464.636,82 11.014.577,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.652.227,65 4.682.941,78
23.164.176,42 21.702.374,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 67.514,93 70.001,22
32.298.133,21 28.251.143,98

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 6.000.000,00
III. Gewinnrücklagen 6.734.342,85 6.275.568,90
IV. Jahresüberschuss 6.050.517,08 6.708.773,95
23.284.859,93 19.484.342,85
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.583.501,91 1.932.065,49
2. Sonstige Rückstellungen 3.508.344,36 3.352.628,56
5.091.8.46,27 5.284.694,05
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.047.871,85 1.657.255,12
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.063.347,37 839.369,35
3. Sonstige Verbindlichkeiten 807.120,85 973.134,79
- davon aus Steuern: € 259.450,75 (Vorjahr: € 120.314,40)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 42.305,55 (Vorjahr: € 31.774,26)
3.918.340,07 3.469.759,26
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.086,94 12.347,82
32.298.133,21 28.251.143,98

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 51.182.748,72 50.115.770,88
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 976.175,95 1.537.402,21
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.009.560,00 338.780,00
4. Gesamtleistung 53.168.484,67 51.991.953,09
5. Sonstige betriebliche Erträge 1.636.498,80 1.128.648,23
- davon Ertrage aus der Währungsumrechnung: € 152.799,58 (Vorjahr: € 289.084,77)
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -20.549.430,90 -18.728.526,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.506.023,20 -1.876.044,58
-22.055.454,10 -20.604.571,28
7. Rohergebnis 32.749.529,37 32.516.030,04
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.032.347,44 -12.201.361,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.390.853,00 -2.275.077,66
- davon für Altersversorgung: € 44.544,21 (Vorjahr: € 41.289,50)
-15.423.200,44 -14.476.439,17
9. Abschreibungen -1.076.949,40 -965.094,07
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.869.124,51 -7.509.701,88
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 311.836,52 (Vorjahr: € 123.863,46)
11. Betriebsergebnis 8.380.255,02 9.564.794,92
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102.979,90 112.137,92
- davon Zinserträge aus der Abzinsung: € 22.337,44 (Vorjahr: € 76.068,63)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -144.750,32 -96.855.30
14. Finanzergebnis -41.770,42 15.282,62
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.222.233,78 -2.801.220,42
16. Ergebnis nach Steuern 6.116.250,82 6.778.857,12
17. Sonstige Steuern -65.733,74 -70.083,17
18. Jahresüberschuss 6.050.517,08 6.708.773,95

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Kern Microtechnik GmbH, mit Sitz in Murnau a. Staffelsee, wurde am 01.01.2012 gegründet. Sie ging aus der Kern Micro- und Feinwerktechnik GmbH & Co. KG, Murnau, hervor und wird im Handelsregister (HRB 200372, Amtsgericht München) geführt.

Wesentliche Aufgaben des Unternehmens sind die Entwicklung, die Produktion und der weltweite Vertrieb von hochpräzisen Werkzeugmaschinen und die Dienstleistung als Auftragsfertiger für Teile mit höchsten Genauigkeitsansprüchen.

Der Jahresabschluss der KERN Microtechnik GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften sowie des GmbH-Gesetzes erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die im Berichtsjahr zugegangenen beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden voll abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die nachstehend beim Beteiligungsbesitz erläutert sind, wurden jeweils mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Für die Fortschreibung der Buchwerte wird die Methode der gleitenden Durchschnittspreise verwendet. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Abschreibungen auf diese Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenstände berücksichtigt. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der bereinigten Nettoforderungen gebildet.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Gewerbe- sowie Körperschaftsteuern und die Solidaritätszuschläge des Berichtsjahres.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem nachstehend abgedruckten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang ausgewiesen. Der Betrag der in den Abschreibungsbeträgen des Zugangsjahres enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf 61,3 TEUR.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der von der Geschäftsführung zugrunde gelegten durchschnittlichen Laufzeit von Kundenbeziehungen zum Zeitpunkt des Erwerbs über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGEN STÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 697.559,17 35.245,06 0,00 0,00 732.804,23
Geschäfts- oder Firmenwert 1.400.861,74 0,00 0,00 0,00 1.400.861,74
2.098.420,91 35.245,06 0,00 0,00 2.133.665,97
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.268.628,99 1.872.916,82 689.249,86 0,00 5.830.795,67
Technische Anlagen und Maschinen 6.953.849,26 1.168.404,29 0,00 235.770,00 7.886.483,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.874.379,63 694.456,09 136.575,78 221.747,24 3.483.664,26
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 739.620,64 91.608,00 -825.825,64 0,00 5.403,00
13.836.478,52 3.827.385,20 0,00 457.517,24 17.206.346,48
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 312.854,85 0,00 0,00 0,00 312.854,85
312.854,85 0,00 0,00 0,00 312.854,85
16.247.754,28 3.862.630,26 0,00 457.517,24 19.652.867,30
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31. Dez. 2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGEN STÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 634.348,69 27.716,84 0,00 0,00 662.065,53
Geschäfts- oder Firmenwert 473.083,97 66.666,67 0,00 0,00 539.750,64
1.107.432,66 94.383,51 0,00 0,00 1.201.816,17
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.413.875,57 139.399,67 0,00 0,00 1.553.275,24
Technische Anlagen und Maschinen 5.741.065,92 497.548,23 235.770,00 0,00 6.002.844,15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.506.611,41 345.617,99 23.739,52 0,00 1.828.489,88
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.661.552,90 982.565,89 259.509,52 0,00 9.384.609,27
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0.00 0.00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.768.985,56 1.076.949,40 259.509,52 0,00 10.586.425,44
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGEN STÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.738,70 63.210,48
Geschäfts- oder Firmenwert 861.111,10 927.777,77
931.849,80 990.988,25
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.277.520,43 1.854.753,42
Technische Anlagen und Maschinen 1.883.639,40 1.212.783,34
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.655.174,38 1.367.768,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.403,00 739.620,64
7.821.737,21 5.174.925,62
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 312.854,85 312.854,85
312.854,85 312.854,85
9.066.441,86 6.478.768,72

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten der Rückstellungen sind in nicht unerheblichen Umfang Rückstellungen für Gewährleistungen mit 19 % (2023 950,2 TEUR; 2022 992,4 TEUR) und Rückstellungen für Urlaub, Überstunden, Abfindungen und gewinnabhängige Vergütungen mit 34 % (2023 1.735,9 TEUR; 2022 1.881,5 TEUR) enthalten. Die übrigen Rückstellungen in Höhe von 822,2 TEUR (2022 478,7 TEUR) beinhalten insbesondere die zu erwartende Aufwendungen für Jahresabschluss, Berufsgenossenschaft, Provisionen, Archivierung und ausstehende Rechnungen.

Für Körperschaft- und Gewerbesteuer wurden Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Steuernachzahlungen gebildet.

Angaben zu Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 zeigt der Verbindlichkeitenspiegel folgendes Bild:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahre von mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag 31.12.2022
TE TE T€ TE T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.048 590 1.457 0 1.657
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.063 1.063 0 0 839
Sonstige Verbindlichkeiten 807 557 250 0 973
3.918 2.210 1.707 0 3.469

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind regelmäßig mit einem Eigentumsvorbehalt zugunsten des Lieferanten besichert. Bankverbindlichkeiten i. H. v. 855 TEUR sind mit einer nicht bezifferten Raumsicherungsübereignung betreffend Rohstoffe und Waren abgesichert.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Der wesentliche Umsatz wurde mit dem Verkauf unserer Maschinen 31.932 TEUR, Service und Dienstleistungen 7.213 TEUR und Teilefertigung 11.907 TEUR erzielt. Weiterhin wurden Mieterträge, Erträge aus Sach- und Dienstleistungen und aus Essensgeldzahlung der Mitarbeiter in Höhe von 131 TEUR realisiert.

Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten

Deutschland macht mit knapp 44% des Gesamtumsatzes den Hauptmarkt des Unternehmens aus, gefolgt von Ländern der Europäischen Union mit 21%. Die Vereinigten Staaten von Amerika bilden 17% des Umsatzes aufgrund ihrer Größe und ihres wirtschaftlichen Potentials. Der Rest der Welt trägt mit 18% zum Umsatz bei, wobei das Unternehmen in verschiedenen Ländern oder Regionen außerhalb der Hauptmärkte aktiv ist.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen Erträge beinhalten insbesondere Versicherungsentschädigungen, die Erstattung von Aufwendungen der firmeneigenen PKW und Fahrräder durch unsere Mitarbeiter, Investitionszuschüsse, Erträge aus Forschungsprojekten (543 TEUR) sowie Währungsgewinne.

V. SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter

Für die Angabe der durchschnittlichen Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer werden diese nach Arbeitnehmergruppen nachfolgend zusammengefasst:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 225
Geschäftsführer 2
leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 228

Auszubildende

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Auszubildenden beträgt 28.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr beläuft sich auf 36 TEUR. Für sonstige Leistungen wurden rund 2 TEUR berechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit bestehen Leasingverträge über Kraftfahrzeuge und Maschinen, die zum Stichtag Gesamtverpflichtungen für die Restlaufzeit von 1.095 TEUR begründen.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Die zum Bilanzstichtag gewährten Avalkredite (Garantien, Bürgschaften) betragen 446 TEUR.

Verbindlichkeiten Dritter sind auf dem Grundstück in Eschenlohe mit einem Grundpfandrecht in Höhe von 2.000 TEUR besichert.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung des Jahresüberschusses von 6.050.517,08 Euro vor:

Nachdem in der Gesellschafterversammlung vom 10.01.2024 eine Ausschüttung in Höhe von 2.250.000,00 Euro aus dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 6.050.517,08 Euro beschlossen wurde, wird vorgeschlagen, den verbleibenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen und in die offenen Gewinnrücklagen einzustellen.

Namen der Geschäftsführer

Erster Geschäftsführer: Simon Eickholt ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weiterer Geschäftsführer: Sebastian Guggenmos ausgeübter Beruf: Ingenieur

Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wird in Anbetracht der geringen Mitgliederzahl der Geschäftsführung von der Schutzklausel Gebrauch gemacht.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Ergebnis EK
Euro Euro
KLM Microlaser GmbH, Eschenlohe 51% -83.544 (2022) 700.112 (2022)
US$ US$
Kern Precision, Inc. Chicago, Illinois, USA 100% 1.380.046 (2022) 2.475.327 (2022)
Kern Property Holding, LLC, Wilmington, Illinois, USA 100% -4.659 (2022) 124.790 (2022)

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Eschenlohe im März 2024

Simon Eickholt, Geschäftsführer

Sebastian Guggenmos, Geschäftsführer

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Kern Microtechnik GmbH

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Kern Microtechnik GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen aus dem bayerischen Oberland, das sich auf drei Geschäftsfelder spezialisiert hat: Lohnfertigung, Maschinenbau und Service für die selbst hergestellten Maschinen.

Im Bereich Auftragsfertigung werden hochpräzise Teile und Schlüsselkomponenten für namhafte Unternehmen in Lohnarbeit gefertigt. Im Bereich Maschinenbau werden hochdifferenzierte CNC-Bearbeitungszentren für ein breites Anwendungsspektrum hergestellt. Kern-Maschinen ermöglichen höchste Präzision, Stabilität und Produktivität in anspruchsvollen Fertigungsprozessen, die von den Experten der Anwendungstechnik für die Kunden entwickelt werden. Das derzeit erfolgreichste Produkt ist die Kern Micro HD, die auf einem patentierten, innovativen Achssystem mit Mikrospalthydrostatik und integrierten Linearmotoren basiert. Das System ermöglicht höchste Dynamik und Präzision bei gleichzeitiger Verschleißfreiheit. Seit 2022 gehört auch eine hochpräzise Lasermaschine, die Kern Femto E3, zum Produktportfolio und rundet das Angebot ab.

Die Hauptabnehmer kommen aus dem Werkzeug- und Formenbau, der Halbleiterindustrie, der Uhren- und Schmuckindustrie, der Automobilindustrie, der Elektronikindustrie, der Forschung, insbesondere der Fusionstechnologie, der Hochfrequenztechnik, der Luft- und Raumfahrt, insbesondere der Satellitentechnik sowie der Dental- und Medizintechnik. Auch Universitäten und Institute gehören zum Kundenkreis.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland ein deutliches Wachstumsdefizit, das durch eine Kombination aus globalen Handelsherausforderungen, geopolitischen Spannungen und internen strukturellen Herausforderungen verursacht wurde. Trotz dieser Schwierigkeiten blieb der Maschinenbau als einer der Schlüsselsektoren der deutschen Wirtschaft ein wichtiger Stabilitätsfaktor. Die Branche stand jedoch vor großen Herausforderungen, da die Nachfrage nach deutschen Maschinen und Anlagen aufgrund der unsicheren Weltwirtschaftslage im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Die Unternehmen waren gezwungen, ihre Strategien anzupassen und verstärkt auf Effizienzsteigerung und Diversifizierung zu setzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Die wirtschaftliche Situation in Europa im Jahr 2023 war uneinheitlich, wobei einige Länder ein solides Wachstum verzeichneten, während andere mit Herausforderungen zu kämpfen hatten. Dennoch bleibt der Maschinenbau in vielen europäischen Ländern ein wichtiger Wachstumsmotor. Innovationen und Investitionen in neue Technologien wie Automatisierung und Digitalisierung trugen dazu bei, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken. Insgesamt blieb die Nachfrage nach europäischen Maschinen und Anlagen robust, auch wenn sie durch globale Unsicherheiten beeinträchtigt wurde.

Die wirtschaftliche Lage in den USA war 2023 durch gemischte Signale gekennzeichnet, wobei einige Sektoren ein solides Wachstum verzeichneten, während andere stagnierten oder schrumpften. Trotz dieser Herausforderungen verzeichnete der Maschinenbau in den USA ein moderates Wachstum, das durch Investitionen in die Infrastruktur und die Modernisierung der Industrie gestützt wurde. Die Förderung der Inlandsproduktion und die Stärkung der Lieferketten trugen ebenfalls zum Erfolg des Sektors bei. Besonders bemerkenswert ist, dass sich die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen in den USA in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich verdoppeln wird, was dem Sektor zusätzlichen Auftrieb verleihen könnte.

Asien bleibt auch 2023 ein wichtiger Treiber des globalen Wirtschaftswachstums, wobei sich Länder wie China, Japan und Südkorea, im Vergleich zu Europa, weiterhin dynamisch entwickeln. Insbesondere China verzeichnete im vergangenen Jahr ein enttäuschendes Wirtschaftswachstum von 5,2 Prozent - eine der schwächsten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts seit mehr als 30 Jahren. Der Maschinenbau in der Region profitierte von Investitionen in die Modernisierung der Industrie und den Fokus auf differenzierte Produkte. Auch die steigende Nachfrage nach Automatisierungslösungen und umweltfreundlichen Technologien trug zum Erfolg der Branche bei. Regionale Integration und Kooperation spielten eine wichtige Rolle für den Erfolg des Maschinenbaus in Asien.

Wichtige Zahlen der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie

Jahr 2023 (vorläufig)

Mio. Euro
2019 2020 2021 2022 2023
Produktion Gesamt 16.951 12.111 12.805 14.116 15.240
Maschinen 12.552 8.738 8.918 9.745 10.505
Spanend und abtragend * 9.598 6.603 6.576 7.432 8.240
Umformend 2.954 2.136 2.341 2.313 2.265
Teile, Zubehör 2.881 2.220 2.610 2.986 3.190
Installation, Reparatur, Instandhaltung 1.518 1.153 1.277 1.386 1.545
Auftragseingang ** 12.280 8.565 13.580 15.800 14.140
Inland 4.110 2.615 3.940 4.640 3.980
Ausland 8.170 5.950 9.640 11.160 10.160
(ohne Installation, Reparatur, Instandh.) ***
Produktion 15.433 10.958 11.528 12.730 13.695
- Export 9.966 7.303 8.013 8.738 9.508
= Inlandsabsatz 5.467 3.655 3.515 3.993 4.187
+ Import 3.762 2.479 2.959 3.657 3.578
= Inlandsverbrauch 9.229 6.134 6.474 7.649 7.765
Exportquote (%) 64.6 66.6 69.5 68,6 69,4
Importquote (%) 40.8 40,4 45,7 47.8 46,1
Beschäftigte **** Jahresdurchschnitt 73.353 69.558 64.871 64.264 65.258
Stand Dezember 65.010 66.385
% zum Vorjahr
2021 2022 2023
Produktion Gesamt +6 +10 +8
Maschinen +2 +9 +8
Spanend und abtragend * -0 +13 +11
Umformend +10 -1 -2
Teile, Zubehör +18 +14 +7
Installation, Reparatur, Instandhaltung +11 +9 +11
Auftragseingang ** +59 +16 -11
Inland +51 +18 -14
Ausland +62 +16 -9
(ohne Installation, Reparatur, Instandh.) ***
Produktion +5 +10 +8
- Export +10 +9 +9
= Inlandsabsatz -4 +14 +5
+ Import +19 +24 -2
= Inlandsverbrauch +6 +18 +2
Exportquote (%) +4 -1 +1
Importquote (%) +13 +5 -4
Beschäftigte **** Jahresdurchschnitt -6,7 -0.9 +1,5
Stand Dezember +2,1
Kapazitätsauslastung (%) Jahresdurchschnitt 88.4 70,9 80.8 87,7 89.6
Stand Oktober 90.1 88,5
%-Punkte zu Vorjahr
Kapazitätsauslastung (%) +9.9 +6.9 +1,9
-1,6

Hinweis: Produktion 4Q 2023 geschätzt, Export, Import 2023 vorläufig

* inkl. Erodier und Lasermaschinen, ab 2019 inkl. 3D-Drucker für die additive Fertigung von Waren aus Metall, im Außenhandel 3D-Druck ab 2022 enthalten

** Hochrechnung auf Basis der Verbandsstatistik

*** Zur besseren Vergleichbarkeit der Produktions- mit den Außenhandelsdaten

**** Betriebe ab 50 Beschäftigte

Quellen: Statistisches Bundesamt, Ifo-Institut, VDMA, VDW

VDW, Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V., 27.02.2024

Quelle: VDW 2022 mit Daten aus dem Statistisches Bundesamt, Ifo-Institut, VDMA, VDW

Im Jahr 2023 war die Lage der Auftragsfertiger in Deutschland uneinheitlich. Während ein Teil der Unternehmen ein Auftragsplus verzeichnen konnte, sahen sich andere Unternehmen mit Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere im generischen Bereich sowie der Automobilindustrie setzte sich die Konsolidierung fort. Die anhaltende globale Unsicherheit, insbesondere in Bezug auf Handelskonflikte und geopolitische Spannungen, führte zu einer gewissen Zurückhaltung bei Investitionen in die Produktion. Darüber hinaus wirkten sich Engpässe in der Lieferkette, insbesondere im Halbleiterbereich, auf die Produktion aus und führten zu Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung.

Die Nachfrage nach maßgeschneiderten Lösungen und kurzen Durchlaufzeiten blieb hoch, insbesondere in Branchen wie Elektronik, Maschinenbau und Medizintechnik.

Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Im Zuge von Effizienzsteigerung und Miniaturisierung fordert die Industrie immer präzisere und komplexere Bauteile bei kurzen Bearbeitungszeiten. Diesem Trend folgt die Firma Kern im Maschinenbau und in der Lohnfertigung durch die Entwicklung und den Einsatz hochproduktiver Werkzeugmaschinen, die prozessstabil höchste Genauigkeit und Oberflächengüte am Bauteil erreichen.

Das Geschäftsjahr 2023 verlief aus Sicht der Firma Kern Microtechnik positiv. Der Gesamtumsatz konnte auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden und betrug 51.183 TEUR, was einer Steigerung von 2,13% entspricht.

Die Gesamtleistung konnte ebenfalls um 2,15% auf 53.168 TEUR gesteigert werden. Trotz ungünstiger Konjunkturprognosen und zunehmender Unsicherheit konnte der Auftragseingang auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Ein deutliches Wachstum wie in den Vorjahren war in der beschriebenen Marktsituation jedoch nicht möglich. Im Berichtsjahr wurden zusätzliche Produktionskapazitäten in der Auftragsfertigung bereitgestellt. Dadurch konnten der Auftragseingang und letztlich auch der Umsatz gesteigert werden. Sowohl im Maschinenbau als auch in der Lohnfertigung lag der Auftragseingang deutlich über der konservativen Jahresplanung.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) beträgt 8.315 TEUR oder etwa 16,3% des Umsatzes. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 6.051 TEUR oder etwa 11,8% des Umsatzes. Die Verringerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist eine direkte Folge gestiegener Material- und Personalkosten. Steigende Rohstoff- und Materialpreise belasten die Produktionskosten und können im vorherrschenden Marktklima nicht vollständig weitergegeben werden. Diese Kostensteigerungen sind auf globale Angebotsschwankungen, geopolitische Unsicherheiten und gestiegene Transportkosten zurückzuführen. Auch die Personalkosten sind gestiegen, hauptsächlich aufgrund von Lohnerhöhungen und zusätzlichen Sozialleistungen. Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte und die Notwendigkeit, talentierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, tragen ebenfalls zu diesem Anstieg bei. Diese Mehraufwendungen erhöhen die Betriebskosten und schmälern das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das sich dennoch auf einem erfreulichen Niveau bewegt und Spielraum für Investitionen und Weiterentwicklungen lässt.

Wichtigster Absatzmarkt war Europa mit Deutschland, gefolgt von den USA. Der Trend zur Internationalisierung des Geschäfts setzt sich fort. Insbesondere der US-amerikanische Maschinenbaumarkt ist stark gewachsen. Die beiden Geschäftsbereiche Maschinenbau (Standort Eschenlohe) und Auftragsfertigung (Standort Murnau) sind gleichermaßen profitabel.

Leistungsverteilung auf den Absatzmärkten im: Inland (Vorjahr) Ausland (Vorjahr)
Auftragsfertigung 69,6% (63,8%) 30,4% (36,2%)
Maschinenbau 32,8% (28,7%) 67,2% (71,3%)

Das Geschäftsjahr 2023 war für die Kern Microtechnik GmbH erfolgreich. Das Unternehmen erzielte stabile Umsatzzahlen und ein überaus positives Ergebnis, obwohl es steigender Unsicherheit und zunehmendem Druck auf den Absatzmärkten ausgesetzt war. Für das kommende Jahr 2024 werden herausfordernde Bedingungen erwartet, die kontinuierliche Anpassungen und hohe Leistungsfähigkeit in allen Bereichen erfordern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und das Wachstum fortzusetzen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Finanzlage des Unternehmens ist sehr solide. Das Eigenkapital hat sich von 19.485 TEUR auf 23.285 TEUR erhöht, was einer Steigerung von ca. 19,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Eigenkapital-Quote bewegt sich trotz der gestiegenen Bilanzsumme, von 28.251 TEUR im Jahr 2022 auf 32.298 TEUR im Jahr 2023, mit nunmehr 72,1% erneut deutlich über dem Vorjahr.

Auch im Jahr 2023 wurden Produktionsanlagen für die Auftragsfertigung, den Maschinenbau und die Anwendungstechnik angeschafft. Es wurde erneut in Messtechnik investiert und weitere Verbesserungen in der Infrastruktur durchgeführt. Besonders die Planung für den Neubau der Auftragsfertigung am Standort Bad Kohlgrub wurde vorangetrieben. Die Firma plant in den nächsten 2 Jahren den Bau einer hochmodernen Fertigungsstätte für die Lohnfertigung. Dadurch soll der Fortschritt und das Wachstum in diesem Geschäftsbereich weiter vorangetrieben werden.

An beiden Standorten befinden sich hochmoderne Produktionsanlagen und ein moderner Maschinenpark. Diese werden kontinuierlich aktualisiert und modernisiert. In den letzten Jahren wurden auch die öffentlichen Bereiche sowie die Büros und Kundenbereiche saniert, um ein ansprechendes und modernes Umfeld für Mitarbeiter und Kunden zu schaffen. Weitere Investitionen in den Ausbildungsbereich machen Kern zu einem attraktiven Ausbildungsbetrieb und helfen dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Die Investition in moderne Automatisierungstechnik ermöglicht eine Effizienzsteigerung und zusätzliche Produktionskapazität, auch für nicht palettierte Rohteile. Durch kontinuierliche Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse sowie Organisations- und Prozessoptimierungen konnte die Fertigung an beiden Standorten effizienter und bedarfsgerechter gestaltet werden.

Im Jahr 2023 konnte die Kern Microtechnik GmbH ihre Ziele trotz gestiegener Herausforderungen erfolgreich weiterverfolgen und Ergebnisse festigen. Das Unternehmen blieb konsequent in seiner strategischen Ausrichtung und konnte seine Position am Markt stärken. Eine stabile Gesamtleistung, hohe liquide Mittel und ein komfortabler Auftragsbestand trugen dazu bei, ebenso wie ein positives Ergebnis vor Steuern. Die Produktion war optimal ausgelastet. Es wurde eine schlagkräftige Organisation in den Geschäftsbereichen etabliert und eine zweite Managementebene aufgebaut.

Die Erfolge der Vorjahre haben es dem Unternehmen ermöglicht, wichtige Investitionen zu tätigen und Entwicklungen voranzutreiben. Dadurch wurde die Schlagkraft erhöht und die Zukunftssicherheit gewährleistet. Obwohl die Absatzmärkte für das Jahr 2024 unter steigender Unsicherheit und Druck stehen, ist die Kern Microtechnik GmbH gut positioniert, um diesen Herausforderungen mit Zuversicht und Entschlossenheit zu begegnen.

Weiter ist zur Finanzlage unter Bezugnahme auf die finanziellen Leistungsindikatoren festzustellen:

Die Bilanzsumme stieg erfolgsbedingt um 14,33% auf etwa 32.298 TEUR.

Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe erhöhten sich um knapp 3% von 3.418 TEUR auf 3.519 TEUR

Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund von Investitionen von 6.479 TEUR auf 9.066 TEUR, die Abschreibungen stiegen von 965 TEUR auf 1.077 TEUR.

Das Umlaufvermögen stieg im Jahre 2023 um ca. 6,7% auf 23.164 TEUR

Der Personalaufwand stieg aufgrund von Lohn- und Gehaltserhöhungen und gestiegener Mitarbeiterzahl auf 15.423 TEUR (Vorjahr 14.476 TEUR).

Die Aufwendungen für Material belaufen sich auf 22.056 TEUR (Vorjahr 20.605 TEUR).

Der sonstige betriebliche Aufwand stieg erwartungsgemäß von TEUR 7.510 TEUR auf 7.869 TEUR.

Materialaufwandsquote Materialaufwand / (Umsatz + Bestandsveränderung + Eigenaktivierte Leistung) (2023: 41,48%; 2022: 39,6%; 2021: 38,48%; 2020: 40,36%; 2019: 34,52%)

Personalaufwandsquote Personalaufwand / (Umsatz + Bestandsveränderung + Eigenaktivierte Leistung) (2023: 29,01%; 2022: 27,8%; 2021: 31,01%; 2020: 31,6%; 2019: 32,26%)

Sonstige Aufwandsquote Sonstige Kosten / (Umsatz + Bestandsveränderung + Eigenaktivierte Leistung) (2023: 14,80%; 2022: 14,44%; 2021: 14,52%; 2020: 14,48%; 2019: 17,48%)

Auftragsbestand (2023: 24.570 TEUR; 2022: 26.788 TEUR; 2021: 26.092 TEUR; 2020: 16.198 TEUR; 2019: 17.454 TEUR)

Vorräte (2023: 9.047 TEUR; 2022: 6.005 TEUR; 2021: 3.826 TEUR; 2020: 5.374 TEUR; 2019: 5.005 TEUR)

Verbindlichkeiten (2023: 3.918 TEUR; 2022: 3.470 TEUR; 2021: 4.487 TEUR; 2020: 3.833 TEUR; 2019: 4.406 TEUR)

4. Marketing und Vertrieb

Um unsere Stellung in den verschiedenen Marktsegmenten zu festigen und weiter auszubauen, arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unseres markt- und kundenspezifischen Vertriebsnetzes und des Kundendialogs. Ein verdichtetes Vertriebsnetz durch direkte Vertriebsmitarbeiter und intensive Kundenbindung sind Zentrum unserer Vertriebsstrategie.

Für unseren langfristigen Erfolg ist eine hohe Kundenzufriedenheit die Grundvoraussetzung. Daher analysieren wir in den einzelnen Segmenten systematisch sowohl die vielfältigen Bedürfnisse als auch die Zufriedenheit unserer Kunden. Mithilfe verschiedenartiger Vertriebsinstrumente sowie Marketingformate pflegen wir Partnerschaft und Dialog mit unseren Kunden. Gerade der Bereich Social-Media hat für das Unternehmen Kern in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Mit 79.200 Followern auf dem internationalen Kern Instagram Kanal und 10.600 Followern auf dem deutschen Account können relevante Inhalte schnell und effizient mit einer großen Zielgruppe geteilt werden. Hier entsteht wichtige Interaktion mit potenziellen Kunden, Bedienern und Fachleuten.

Der Auftragseingang für Maschinen im Jahr 2023 war aus Sicht des Unternehmens positiv und lag insgesamt für das Berichtsjahr leicht über dem Niveau des Vorjahres. Trotz schwieriger Marktbedingungen, die von Investitionszurückhaltung und Nachfragerückgang geprägt waren, konnte das Unternehmen einen soliden Auftragsbestand verzeichnen. Der Auftragseingang ist auf die anhaltend hohe Nachfrage nach dem Maschinentyp Kern Micro HD und die effektive Differenzierung gegenüber den Mitbewerbern zurückzuführen. Durch organisches Wachstum in einigen Geschäftsfeldern und Märkten konnten Rückgänge in anderen Bereichen kompensiert werden. Der Auftragsbestand lag zum Jahreswechsel knapp unter dem Niveau des Vorjahrs, wobei auch eine leichte Umsatzsteigerung erreicht werden konnte. Die Reichweite des Auftragsbestands zum Jahreswechsel entspricht etwa 6 Monaten.

In der Lohnfertigung lag der Auftragseingang leicht unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf die Marktsituation, aber auch auf den Fachkräftemangel und die damit verbundene Reduzierung der Produktionskapazitäten im Werk Murnau-Westried zurückzuführen ist. Aufgrund des hohen Auftragsbestands zu Jahresbeginn und der teilweise langen Lieferzeiten konnte der Umsatz jedoch auch in der Lohnfertigung leicht gesteigert werden.

Der Bereich Service konnte nach einem sehr guten Jahr 2022 auch 2023 den Umsatz um weitere 10% signifikant steigern. Der Maschinenservice hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner Dienstleistungen. Getrieben durch ständige Innovationen und Investitionen in den Maschinenbau soll auch der Servicebereich noch kundennäher und leistungsfähiger werden.

Die stetig wachsenden Anforderungen der Kunden erfordern eine kontinuierliche Anpassung und Optimierung des Dienstleistungsangebots. Zudem ist der Wettbewerb in der Branche intensiv, was den Bereich Maschinenservice dazu anspornt, stets am Puls der Zeit zu bleiben und sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auf maßgeschneiderte Lösungen und eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. Mit dieser Strategie will Kern Microtechnik seine Position als zuverlässiger Partner für hochwertigen Maschinenservice weiter stärken und sich erfolgreich am Markt behaupten.

Die hundertprozentige Tochtergesellschaft Kern Precision Inc. mit Sitz in Chicago verfehlte ein ausgeglichenes Ergebnis nur knapp. Die neu gegründete Tochtergesellschaft Kern Property Holding LLC ist Eigentümerin des neuen Hauptsitzes von Kern Precision Inc. in Glendale Heights, Chicago. Das Gebäude wurde 2023 den Bedürfnissen von Kern in den USA angepasst und als Kunden-, Applikations- und Servicezentrum ausgebaut. Die sehr erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre und eine positive Gesamtprognose für die nächsten Jahre erlauben es, die umfangreichen Investitionen und den Ausbau des Standortes in den USA aus den liquiden Mitteln zu finanzieren. Die Aufwendungen für den Um- und Ausbau werden von der Kern Precision Inc. getragen, was die Ursache für das leicht negative Ergebnis in 2023 ist.

Die Investitionen in die lokale Anwendungstechnik und Serviceorganisation werden fortgesetzt. Die Aussichten für 2024 sind gut und für das kommende Geschäftsjahr wird ein deutlich positives Ergebnis erwartet.

Die Niederlassung in der Schweiz, mit Sitz in Dietikon, konnte ebenfalls ein positives Ergebnis erzielen und hat Ihr vornehmliches Ziel, Sicherstellung von hoher Servicequalität, Erreichbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit bei unseren Schweizer Kunden, erreicht.

5. Forschung und Entwicklung

Als Technologieführer im Bereich der Hochpräzisionszerspanung betrachtet Kern Differenzierung und technischen Fortschritt als Eckpfeiler seiner Strategie und als Schlüssel für den langfristigen Markterfolg des Unternehmens und seiner Kunden. Innovationen und das ständige Überwinden des Status quo stehen im Mittelpunkt der Unternehmensaktivitäten, sei es durch Kundenprojekte oder durch eigene Ideen. Dabei sind generelle technologische Innovationen von grundlegender Bedeutung.

Zur Förderung der Innovationskraft ist der Bereich Forschung und Entwicklung der Kern Microtechnik GmbH in zwei Hauptaufgabenbereiche gegliedert. Die strategische Entwicklung konzentriert sich auf die Innovation und Optimierung bestehender Produktlinien sowie die Erschließung neuer Marktsegmente. Die operative Entwicklung hingegen realisiert Kundenprojekte und Sonderentwicklungen, insbesondere im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung.

Durch die Entwicklung einer hydrostatischen Schwenkeinheit ist es gelungen, die Kern Micro HD noch prozessstabiler und präziser zu machen sowie die Verschleißfreiheit auf das gesamte Achssystem auszuweiten. Diese Technologie bildet gleichzeitig die Basis für wesentliche Weiterentwicklungen im Bereich der Prozess- und Maschinentechnologie. Weitere Entwicklungsfelder im Fokus der Kern Entwicklung sind:

Steigerung der Unabhängigkeit von Prozessvariablen

Innovative Bearbeitungsmethoden

Erzeugung bester Oberflächen

Neben der kontinuierlichen Verbesserung der Werkzeugmaschinen - insbesondere im Bereich der Total Cost of Ownership - steht der breite Einsatz der Maschinen in unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen sowie zusätzliche Funktionalitäten im Fokus. Dazu zählen beispielsweise die Weiterentwicklung der maschineninternen Automatisierung, Anwendungen im Bereich Industrie 4.0 und generell der Maschinenintelligenz sowie Mechanismen zur Qualitätskontrolle in der Maschine.

Die konsequente Verfolgung der modularen Struktur im Maschinenbau ermöglicht kundenspezifische Lösungen und kurze Lieferzeiten. Neben Sonderfunktionen sind individuelle Automatisierungs- und Turnkey-Lösungen weiterhin stark gefragt. Die Plattformstrategie verspricht eine effiziente Weiterentwicklung, hohe Qualität in der Produktion und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle Maschinenplattformen werden kontinuierlich weiterentwickelt und den Marktbedürfnissen angepasst. Darüber hinaus bildet diese Strategie die Basis für zuverlässige Lieferketten und maximale Preisstabilität.

Um die globalen Trends im Bereich der Bearbeitung ultraharter Materialien und der funktionalen Texturierung von Oberflächen mitgestalten zu können, wurde in den vergangenen Jahren stark in die Entwicklung der Lasertechnologie investiert und unter anderem auf der EMO 2023 in Hannover die Kern Femto E3 ausgestellt.

Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Universitäten ist für Kern ein wichtiger Bestandteil der Entwicklungsarbeit. Die Kenntnis neuester Methoden und Entwicklungen ermöglicht eine ausgewogene Strategie und hilft, die Weichen im Sinne der Unternehmensziele zu stellen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Forschungspartnern stärkt auch den Vertrieb in diesem Bereich.

Die Absicherung der Erfindungen in lokalen und globalen Schutzrechten im Rahmen einer ausgewogenen Patentstrategie wird ebenfalls berücksichtigt.

6. Mitarbeiter und Organisation - nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Um den großen Herausforderungen des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der Digitalisierung in den nächsten Jahren begegnen zu können, werden auch der Personalbereich und die Unternehmenskultur sowohl operativ als auch strategisch betrachtet und weiterentwickelt. Kennzahlen wie Fluktuationsquote, Employee Net Promoter Score und Zufriedenheitsbewertungen werden dabei als Indikatoren ausgewertet und konnten in den vergangenen Jahren bereits deutlich verbessert werden. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet der starke Fokus auf ein soziales Miteinander, flankiert von attraktiven und modernen Sozialleistungen wie zum Beispiel einem Lebensarbeitszeitkonto oder Möglichkeiten des mobilen Arbeitens.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg im vergangenen Jahr erneut auf 236 FTE inklusive Lehrlinge. Das Unternehmen verfolgt eine klar strukturierte und nachhaltige Personalpolitik und legt großen Wert auf Aus- und Weiterbildung. Der Austausch zwischen den Geschäftsbereichen und den Auslandsgesellschaften wird stark gefördert.

Schwerpunkte der Personalarbeit sind die zielorientierte Führung, die Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung der Organisation. So verändert sich Kern laufend und kundenorientiert.

Kern arbeitet regelmäßig mit Werkstudentinnen und -studenten zusammen und bietet ein breites und attraktives Spektrum für Diplomarbeiten. Daraus entstehen wertvolle Beiträge und eine Bindung an das Unternehmen. Durch Praxiserfahrung und Firmenkenntnis werden so vielversprechende Kandidatinnen und Kandidaten für zukünftige Neubesetzungen entwickelt. Die Ausbildung in verschiedenen Berufen ist für das Unternehmen und die Region von strategischer Bedeutung. So kann dem Fachkräftemangel wirksam begegnet und jungen Menschen ein attraktiver Arbeitsplatz in einem international agierenden Unternehmen geboten werden. In den Berufen Mechatroniker, Industriemechaniker und seit kurzem auch Industriekaufmann/-frau und Fachinformatiker/-in betreuen sechs Ausbildungsbeauftragte mittlerweile 28 Auszubildende. Durch den weiteren Ausbau der Ausbildungsstrukturen wird ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Ausbildungsprogramm angeboten. Umfangreiche Investitionen in die Räumlichkeiten und den Maschinenpark runden das Programm weiter ab.

Im kommenden Jahr werden die Schwerpunkte in den Bereichen Employer Branding, New Work und vor allem auch in der Digitalisierung des HR-Bereichs liegen und damit einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen, sozial geprägten Unternehmen leisten.

7. Chancen- und Risikobericht

Durch technischen Fortschritt, Globalisierung und moderne Marketingstrategien bleibt das Agieren und Differenzieren im Wettbewerb hochpräziser Werkzeugmaschinen anspruchsvoll. Strategien für ein attraktives Produkt- und Dienstleistungsangebot und ein ausgewogenes Chancen-Risiken-Management sind notwendig.

Chancen

Kern setzt auf Innovation und differenzierte Produkte und Dienstleistungen, um den Absatz am Markt nachhaltig zu steigern. Mit der Micro-Plattform, insbesondere mit der Micro HD, ist es gelungen, dem Nachfragerückgang im Maschinenbau der letzten Jahre entgegenzuwirken und den Auftragseingang kontinuierlich zu steigern und abzusichern. Durch ein optimiertes Portfolio- und Preismanagement konnte die Profitabilität gesteigert werden, ohne an Attraktivität zu verlieren. Der Ausbau der Marke und die strategische Erweiterung des Produktportfolios ermöglichen die Ansprache größerer Kundengruppen und angrenzender Kundensegmente. Die Fokussierung auf Effizienz in der Produktion (Core Micro Platform) hat zu einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität und der Attraktivität für potenzielle Käufer geführt. Die verbesserte Chancenausnutzung in der Anbahnung und die kontinuierliche Verbesserung der Vertriebs- und Verkaufsprozesse ermöglichen höhere Absatzzahlen bei gleichbleibenden Vertriebskosten. Die weitere Fokussierung auf den Direktvertrieb durch eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigert mittelfristig den Umsatz und führt zu einer weitgehenden Unabhängigkeit von Vertriebspartnern. Der Ausbau der Niederlassungen erhöht die Marktrelevanz und trägt zur Verbesserung von Vertrieb und Service bei. Die auftragsunabhängige Auslastung der Produktion ermöglicht kurze Lieferzeiten und erhöht die Chancenausnutzung. Key- Account-Projekte helfen, den Absatz langfristig zu sichern und Vertriebskosten zu senken.

Technisches Risiko

Kern hat viel Erfahrung im Grenzbereich des technisch Machbaren sowie bei der Entwicklung von Sonderlösungen. Bei der Entwicklung anspruchsvoller Technologien setzten wir zur Risikominimierung auf:

Einheitliche Maschinenplattform, um Kosteneffizienz zu gewährleisten und Komplexität zu reduzieren

Vermeidung von harten "Phase in/ Phase out"- Veränderungen im Portfolio, um Absatzschwankungen zu minimieren und die Auslastung der Produktion zu gewährleisten

Pilotphasen und Werkserprobung in der eigenen Auftragsfertigung vor offiziellem Marktstart mit Verbesserungsschleifen und Qualitätssicherungsgates

Kooperationen und Partnerschaften, um Entwicklungsaufwände zu optimieren

Bei Sonderlösungen setzt Kern auf geordnete Prozesse zur Entscheidungsfindung und zur Erreichung eines ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnisses:

Workshops in der Anwendungstechnik und Versuchsbearbeitungen

Machbarkeitsprüfung und Kalkulation von Sonderentwicklungen

Kaufmännisches Risiko

Die Marktforderung nach hoher Qualität, Maschinenstabilität und kurzfristiger Verfügbarkeit stellt das Unternehmen vor große Herausforderungen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen kaufmännische Risiken eingegangen werden. Diese sind unter anderem:

Vorhaltung fertiger Maschinen (Lagermaschinen)

Verlängerung der Garantie/Gewährleistungszeiten

Alternative Finanzierungsmodelle für Kunden (Miete, Finanzierung von Teilzahlungen)

Abweichen vom ursprünglichen Zahlungsmodell (Vorfinanzierung durch Anzahlung)

Höhere Schlussraten und Abnahmeraten, sowie längere Zahlungsziele

Preisdruck und Erwartung hoher Nachlässe durch Kostentransparenz und Vergleichbarkeit

Diesen Risiken begegnet Kern durch:

Umfassende Maschinenplanung und kontinuierliche Liquiditäts- und Profitabilitätsrechnung

Angebotserweiterung durch Finanzierungspartner (Miete, Leasing, Mietkauf) im In- und Ausland

Kostenoptimierung und Fokussierung (Kern Micro Plattform)

Modell zur Nachrüstung von Standardmaschinen

Verbesserung der Margensituation durch profitable Maschinenoptionen

Die Finanzstrategie des Unternehmens basiert auf der Eigenfinanzierung durch ausreichende Gewinne und Überschüsse, Risiko-Minimierung im operativen Geschäft und Offenheit gegenüber unseren Finanzpartnern. Die Eigenkapitalquote hat sich in den vergangenen Jahren ausgesprochen gut entwickelt. Das Management der Finanzpositionen verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt Kern über ein effektives Debitorenmanagement.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind äußerst selten. Aus der Verwendung von Finanzinstrumenten ergeben sich keine Risiken, da solche nicht zur Anwendung kommen. Währungsrisiken werden größtenteils durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Sicherheitsrisiken

Sicherheitsrisiken bei Produktion, Gebrauch von Maschinen, etc. werden über entsprechende Vorschriften und Dokumente umfassend abgedeckt.

Die Risiken durch Datenverlust und Werksspionage sind als überschaubar zu bewerten:

Prozess-, Bediener- und Maschinenbau-Know-How sind beim Bau einer Kern Maschine gleichbedeutend wichtig, die Verfügbarkeit und somit die Möglichkeit der fremden Aneignung der ersten beiden Komponenten in Datensätzen oder Dokumenten ist nicht gegeben.

Kern setzt auf aktuelle IT-Systeme zur Abwehr von Fremdeinwirkung und Datendiebstahl über Internetverbindungen

Schulung und Training der Mitarbeiter

CDAs und Geheimhaltungsvereinbarungen mit Zulieferern und Kunden

Juristisches Risiko

Die zuvor genannten Risiken und die Professionalisierung potenzieller Kunden bergen ein mögliches juristisches Risiko. Kern nimmt professionelle, juristische Hilfe und Beratung in Anspruch, um Konfrontationen vorzubeugen und Risiken zu vermeiden durch:

Umfassende AGBs für den Maschinenbau, den Maschinenservice und die Auftragsfertigung

Eingehende Prüfung von Liefervereinbarungen, Pönalen und vertraglichen Forderungen.

Professionelle juristische Betreuung und Beratung durch externe Partner

Einbeziehen der Geschäftsführung in Kundenbeziehung, Reklamations- und Streitfällen

8. Prognosebericht

Der anhaltende Konflikt in der Ukraine, die zunehmend angespannte politische Dynamik zwischen den USA, China und Russland, die ungelösten politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland sowie die drohenden Auswirkungen des Klimawandels mit seinen globalen Katastrophen schüren Ängste und Unsicherheiten. Steigende Preise und vergleichsweise hohe Zinsen erschweren generell die Anschaffung von Maschinen und Anlagen, während die rückläufige Globalisierung in vielen Regionen den Handel beeinträchtigt. Diese Faktoren werden sich zweifellos auf die Gesamtwirtschaft auswirken und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen beeinflussen.

Trotz dieser Herausforderungen ist es Kern in den letzten Jahren gelungen, wichtige Schlüsselkunden zu gewinnen und sich durch technologische Innovationen in verschiedenen Anwendungsbereichen einen spürbaren Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Neue Kunden im Hochtechnologiesegment versprechen stabile Auftragseingänge in entscheidenden Marktsegmenten, während langfristige Partnerschaften Sicherheit auch in volatilen und unsicheren Zeiten bieten.

Die Supply-Chain-Krise der letzten beiden Jahre ist überwunden und die hohen Risiken im Produktionsbereich sind beseitigt. Das teuerungs- und kostenbedingte hohe Preisniveau drückt jedoch nachhaltig auf die Profitabilität. Zudem hat Kern auf einen großen Preissprung in den Jahren 2022 und 2023 verzichtet und sieht sich mit einem differenzierten und attraktiven Angebot für die verschärfte Wettbewerbssituation gut gerüstet, was allerdings zu Lasten der Gesamtprofitabilität geht.

Der Auftragsbestand im Maschinenbau zu Beginn des Jahres 2024 ist zufriedenstellend und gibt die notwendige Sicherheit für anstehende Entwicklungsprojekte und Investitionen. In der Auftragsfertigung kann die freie Kapazität durch die leichte Marktberuhigung für sinnvolle Weiterentwicklungen, Effizienzsteigerungen und Neukundenprojekte genutzt werden.

Das Unternehmen verfügt über erhebliche liquide Mittel, die zur Sicherung des Geschäftsbetriebes und für sinnvolle Investitionen eingesetzt werden. Die schlagkräftige Vertriebsmannschaft und der kontinuierliche Ausbau der Potenzialgebiete in Europa und den USA sollen den hohen Auftragsbestand für die nächsten Jahre nachhaltig sichern und bei günstigem Marktumfeld weiter steigern. Voraussetzung für weiteres Wachstum ist das Ausbleiben von wesentlichen Handelshemmnissen und globalen Krisen sowie die Beseitigung von Standortnachteilen im globalen Wettbewerb.

Durch die Etablierung der beiden hochdifferenzierten Maschinentypen Micro Vario und Micro HD und deren kontinuierliche Weiterentwicklung wird die Technologieführerschaft von Kern weiter ausgebaut. Die neue Micro HD+ mit vollhydrostatischer Dreh- und Schwenkeinheit, wellengekühlter Hochpräzisionsspindel und neuer TNC7-Steuerung, die im September 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt wird, soll die Marktposition der HD-Baureihe weiter stärken und die Leistungsfähigkeit nochmals deutlich steigern. Die Plattformstrategie hat das Preis-Leistungs-Verhältnis der Maschinen und die Wettbewerbsfähigkeit bei guter Profitabilität deutlich verbessert. Für das Jahr 2025 sind weitere Optimierungen der Maschinenleistung und wichtige Innovationen sowie die Markteinführung eines weiteren Maschinenprojekts geplant.

Im Jahr 2024 strebt insbesondere der Servicebereich weitere Verbesserungen an, die erhebliche Entwicklungen und Investitionen erfordern. Dabei steht der Kunde im Mittelpunkt, um Erreichbarkeit, Reaktionszeiten und Servicequalität weiter zu verbessern. Die laufenden Initiativen in Vertrieb und Marketing werden konsequent weitergeführt und kontinuierlich optimiert. Darüber hinaus sollen Prozessverbesserungen in den Bereichen Produktion, Einkauf und Service zusätzliche Effizienz- und Produktivitätsvorteile bringen. Trotz des schlechten Investitionsklimas und der großen Unsicherheiten geht das Management auch für 2024 von einer positiven Geschäftsentwicklung und einem profitablen Ergebnis aus. Die Kern-Strategie, Abhängigkeiten jeglicher Art zu vermeiden, wird konsequent weiterverfolgt.

 

Murnau, im März 2024

Simon Eickholt, Geschäftsführer

Sebastian Guggenmos, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KERN Microtechnik GmbH, Murnau a. Staffelsee

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KERN Microtechnik GmbH, Murnau a. Staffelsee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KERN Microtechnik GmbH, Murnau a. Staffelsee, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 21. März 2024

RBT Treuhand
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bölke, Wirtschaftsprüfer

Angabe des Datums der Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 14.03.2024 festgestellt worden.

Beschluss über die Ergebnisverwendung:

Am 10.01.2024 hat die Gesellschafterversammlung eine Gewinnausschüttung vorab in Höhe von 2.250.000,00 Euro beschlossen. Weiterhin hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, den Restbetrag in Höhe von 3.800.517,08 Euro auf neue Rechnung vorzutragen und in die offenen Gewinnrücklagen einzustellen.

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