Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 47409
Eingetragen
5.3.2004
Branche
Geld- und WertdiensteVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Bereitstellung und Unterstützung von elektronischen Zahlungstransaktionen, insbesondere das Aufstellen und der Betrieb von Geldautomaten, Aufladestationen für Mobiltelefone und anderen Kassenterminals an öffentlichen Plätzen, die von Dritten angemietet werden, sowie weitere Dienstleistungen in diesem Zusammenhang, soweit dafür keine besondere Genehmigung erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Jungnickel
seit 22.4.2025
Geschäftsführer
Thomas Hertrich
seit 22.4.2025
Geschäftsführer
Thomas Gerotzke
seit 22.4.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cardtronics UK LimitedGBR
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cardpoint GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Cardpoint GmbH ("Cardpoint") ist seit dem 16. Oktober 2023 ein verbundenes Unternehmen der an der NYSE gelisteten Konzernmuttergesellschaft NCR Atleos Corporation, USA, die aus der Abspaltung der Geschäftsbereiche "Self-Service-Banking", "Netzwerk" sowie "Telekommunikation und Technologie" der früheren NCR Corporation (nun: NCR Voyix Corporation "Voyix") hervorging.

Cardpoint betreibt Geldausgabeautomaten und Geldeinzahlautomaten an sogenannten Drittplatzstandorten. Die Kundenbetreuung und vor allem die qualifizierte Standortauswahl und Standortentwicklung übernimmt Cardpoint mit eigenem Personal.

Für den Betrieb der Geldausgabeautomaten bedient sich Cardpoint eines Partnernetzwerks und der Schwestergesellschaft NCR GmbH mit dem Firmensitz in Augsburg.

Aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen bezüglich Banktransaktionen nach dem Zahlungsaufsichtsgesetz (ZAG) und der Kontrolle und Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist das Betreiben der Bankautomaten an strikte Voraussetzungen geknüpft. Diesbezüglich arbeitet Cardpoint hier mit einer Tochtergesellschaft der DEUTSCHE BANK AKTIENGESELLSCHAFT, Frankfurt am Main, zusammen.

Cardpoint betreibt ihre Geschäfte in gemieteten Räumen in Trier.

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind der Umsatz sowie das Ergebnis nach Steuern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession (Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland von 1991 bis 2023 | Statista).

Das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) und der Euro-Zone stieg im Jahr 2023 auf rund 16,97 Billionen Euro (EU-27) und rund 14,38 Billionen Euro (Euro-Zone). Der Binnenmarkt der Europäischen Union ist auch nach dem Austritt Großbritanniens (Brexit) der größte Wirtschaftsraum der Welt. Er weist aber auch bedeutende Unterschiede hinsichtlich der nationalen und regionalen Wirtschaftsleistung auf (Weltweites Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2029 | Statista).

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,1 Billionen US-Dollar auf insgesamt rund 104,8 Billionen US-Dollar erhöht. Allein die vier größten Volkswirtschaften der Welt, die USA, China, Deutschland und Japan vereinen mit ihrem Bruttoinlandsprodukt mehr als die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung auf sich (Weltweites Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2029 | Statista).

Nicht nur in den Industriestaaten, sondern auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern, schreitet der Wandel von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft immer weiter voran. Im Jahr 2016 trug der Dienstleistungssektor bereits rund zwei Drittel zum globalen BIP bei. Im Vergleich der Weltregionen zeigt sich insbesondere für die EU und Nordamerika die hohe Bedeutung des Dienstleistungssektors (Weltweites Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2029 | Statista).

2.2 Markt- und Branchenentwicklung

Der Konzern der NCR Atleos Corporation agiert im äußerst intensiven Wettbewerbsumfeld der IT-Branche, das charakterisiert ist durch rapide Veränderung der Technologie, sich ständig entwickelnden Industriestandards, häufigen neuen Produktentwicklungen sowie ständige Preis- und Kostenreduzierung und zunehmender Kommodifizierung von Produkten, die eine Differenzierung schwierig machen. Zu unseren Wettbewerbern gehören verschiedene große Unternehmen in der IT-Branche, die ebenfalls über eine hohe Marktdurchdringung für ihre Plattformen und Service-Angebote verfügen.

Unsere zukünftige Marktposition hängt von einer Reihe von Faktoren ab, darunter unsere Fähigkeit:

•unsere Strategie "ATM as a Service" umzusetzen, um unsere Einnahmen aus Software und Dienstleistungen sowie unsere wiederkehrenden Umsätze zu steigern;

•die Margen zu verbessern und gleichzeitig erfolgreich auf den Wettbewerbsdruck bei Produkten und Preisen zu reagieren;

•Steigerungen der Arbeitskosten, Komponenten, Fracht, Dienstleistungen und Zinssätze durch Preiserhöhungen oder Effizienzverbesserungen abzumildern;

•unsere bestehenden Schlüsselkunden zu halten und neue Kundenbeziehungen aufzubauen;

•weitere Produkte und Dienstleistungen an unseren bestehenden Kundenstamm und Neukunden zu verkaufen;

•schnell und kontinuierlich innovative Lösungen und damit verbundene Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden zu vermarkten;

•zeitnah auf Veränderungen der Marktanforderungen und technologischen Innovationen zu reagieren, einschließlich Veränderungen in Richtung des Wunsches der Banken, ihren Kunden bei Transaktionen und Zahlungen ein digitales Erlebnis zu bieten.

• Kosten senken ohne betriebliche Ineffizienzen zu verursachen oder die Produkt- oder Servicequalität zu beeinträchtigen;

• die Qualität der Produkt- und Servicebereitstellung verbessern; und

• alle unsere Lösungen effektiv vermarkten und verkaufen.

2.3 Geschäftsverlauf

Der Start in das Jahr 2023 war für Cardpoint überdurchschnittlich gut. Dies lag unter anderem an der Übernahme von Teilen des Bestandsgeschäfts eines insolventen Mitbewerbers Ende 2022/Anfang 2023. Da dessen Geldautomaten bereits an ihren Standorten eingeführt waren, entfiel die sonst übliche Anlaufphase.

Das "Zahlungsverhalten in Deutschland 2023" (publiziert durch die Deutsche Bundesbank) belegt, dass über 50% der Bezahltransaktionen Barzahlungen ausmachen, insgesamt die Barzahlungen in Deutschland abnehmend sind. Damit ist Bargeld immer noch das Zahlungsmittel Nummer 1 und auch der Barbestand im Geldbeutel ist leicht auf 103,00€ im Vergleich zu 2021 gestiegen. Die Erhöhung der durchschnittlichen Abhebesumme um 9% gegenüber 2021 hat zu einer reduzierten Anzahl an absoluten Geldautomatenabhebungen geführt.

Im Jahresverlauf gab es vorerst eine Steigerung bei den Abhebungen im Vergleich zu 2022, die aber zum Ende des Jahres abflachend war. Bei den Kundentransaktionen ist der Anteil der internationalen Kunden stabil. Bei den inländischen Kunden sind Transaktionssteigerungen sowohl bei Girokarten als auch Karten der Kreditkartenorganisation wahrnehmbar, allerdings mit einer Tendenz zur steigenden Nutzung von Karten der Kreditkartengesellschaften.

Bei den Kooperationen mit Finanzinstituten gab es eine Reihe von Neuabschlüssen und Erweiterungen bei Bestandskunden. Diese Entwicklungen sind vor allem auf die anhaltenden Filialschließungen der Finanzinstitute und die Verlagerung der Geldautomaten aus den Filialen der Banken und Sparkassen zurückzuführen, was zu Kooperationen mit Cardpoint führte.

Die Geschäftsentwicklung wurde durch den Ablauf der Verträge mit Corporate-Kunden beeinträchtigt, was zu einem Rückgang des Bestands um etwas weniger als 5% der installierten Basis führte. Im 2. Halbjahr konnte diese Reduzierung durch Vertragsabschlüsse im Großkundenbereich kompensiert werden. Der Aufbau bei diesen Kunden erfolgt schwerpunktmäßig im Folgejahr 2024.

Ein wichtiges Thema in der Branche und bei den Finanzinstituten sind Geldautomatensprengungen. Laut dem Bundeskriminalamt wurden 2023 in Deutschland 461 versuchte und vollendete Geldautomatensprengungen registriert. Der Anteil dieser Angriffe, die auf die Cardpoint entfallen, war weniger als 2,5%. In Konjunktion mit der Anzahl der installierten Geldautomaten stellt die Cardpoint ein geringes Angriffspotential dar.

Auf der Kostenseite wirkt sich insbesondere die Zinsentwicklung stark aus. Während bis Q3 2022 (1-Monat Euribor 0,228%) ein Euribor um die 0% gegeben war, hat sich der Euribor von Januar 2023 (1-Monat Euribor 1,883%) bis Dezember 2023 (1-Monat Euribor 3,869%) mehr als verdoppelt, was zu einer Steigerung bei den Zinskosten für den Bargeldbestand in den Geldautomaten geführt hat. Auch der zwischenzeitlich überproportionale Anstieg der Energiekosten, insbesondere bei den Stromkosten, führt zu einer Kostensteigerung.

In unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2023 sind wir von Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis nach Steuern im Vergleich zu 2022 ausgegangen. Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 32,6 Mio. € (Vorjahr: 31,6 Mio. €) und das Ergebnis nach Steuern auf 1,8 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €).

Die Anzahl an Geldausgabeautomaten ist im Jahr 2023, im Vergleich zum Vorjahr, nur moderat gestiegen (von 1.900 auf über 1.950). Die Anzahl an Deinstallationen war bedingt durch den Ablauf von Verträgen mit Corporate-Kunden höher als prognostiziert. Durch die Neuinstallationen konnte dieser Rückgang kompensiert werden, sodass am Ende des Jahres ein moderates Wachstum erzielt wurde.

2.4 Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich von 31,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2022 um 1,0 Mio. € bzw. 3 % auf 32,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 gesteigert, was im Wesentlichen auf die Steigerungen beim Transaktionsvolumen und den Mix an Transaktionen im eigenen Geldautomatennetzwerk in Deutschland zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit 1,4 Mio. € höher ausgefallen als im Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 0,7 Mio. €). Grund hierfür sind die Projekte Commerzbank & Postbank sowie die Auflösung der Mitarbeiterbonusrückstellung 2022.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen im Geschäftsjahr 22,7 Mio. € (Vorjahr: 19,1 Mio. €). Die Erhöhung korreliert dabei mit der Erhöhung der Umsatzerlöse. Die Materialaufwandsquote ist von 61,8% im Vorjahr auf 70,9% gestiegen, was auf die stark gestiegenen Geldbereitstellungskosten und vermehrte Werttransporte zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand ist von 1,8 Mio. € im Vorjahr auf 2,1 Mio. € gestiegen. Dies erklärt sich mit Bonuszahlungen an die Mitarbeiter sowie die Einstellung von Führungskräften im Top-Management.

Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens sind unverändert auf 3,6 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) geblieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 3,5 Mio. € auf 2,2 Mio. € stark gesunken, dies begründet sich mit dem Wegfall der Konzernkosten (IT & Personal) sowie einer Reduktion der Rückbauverpflichtung.

Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €).

2.5 Finanzlage

2.5.1 Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 7,4 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) hat sich von 25,93 % per 31. Dezember 2022 auf 46,99 % zum 31. Dezember 2023 durch den Jahresüberschuss erhöht.

Die Rückstellungen sind mit 6,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (Vorjahr: 4,8 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie für Rückbauverpflichtungen.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten in Höhe von 2,4 Mio. € (Vorjahr: 10,8 Mio. €). Dies entspricht 15,00% (Vorjahr: 50,36%) des Gesamtkapitals. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich sind gegenüber dem Vorjahr um 8,2 Mio. € reduziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt minimal von 1,3 Mio. € auf 1,2 Mio. € gesunken.

2.5.2 Investitionen

Die zahlungswirksamen Zugänge zum Anlagevermögen lagen im Geschäftsjahr bei 3,2 Mio. €. (Vorjahr 2,9 Mio. €.) Hierbei handelt es sich überwiegend um Installationen neuer Geldausgabeautomaten.

2.5.3 Liquidität

Die Cardpoint hat zum Stichtag 31.12.2023 liquide Mittel in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €). Die Reduktion im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem eine Folge der Rückzahlung des Darlehens an die Cardtronics UK über 8,5 Mio. €. Die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft wird durch eine Cash-Flow-Planung überwacht. Ziel ist es, alle laufenden Ausgaben aus dem erwirtschafteten Cash-Flow zu bestreiten.

Die Finanzlage des Geschäftsjahres 2023 zeigt sich weiterhin robust.

2.6 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 15,8 Mio. € (Vorjahr: 21,5 Mio. €).

Das Sachanlagevermögen, welches 63,44 % (Vorjahr: 48,24 %) der Bilanzsumme beträgt, hat sich von 10,4 Mio. € auf 10,0 Mio. € reduziert. Die Reduktion resultiert dabei im Wesentlichen durch den höheren Zuwachs an Geldautomaten im Vergleich zu Vorjahren und der gestiegenen Abschreibung.

Das Umlaufvermögen mit einem Anteil von 33,40 % (Vorjahr: 48,11 %) an der Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 5,3 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 1,6 Mio. € wegen des gesunkenen operativen Volumens zum Jahresende etwas tiefer als im Vorjahr (um 0,2 Mio. €). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf 0,7 Mio. € gesunken, was auf Wegfall der Steuerforderungen aus Vorsteuerkorrekturen zurückzuführen ist. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 1,5 Mio. € gestiegen. Dies resultiert aus einer Intercompany Forderung gegenüber der Cardtronics Inc.

3. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 über den Erwartungen verlaufen.

4. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft lässt die Rezession hinter sich. Ausweislich der Frühindikatoren wird das Bruttoinlandsprodukt nach dem Anstieg im ersten Quartal weiter aufwärtsgerichtet bleiben. Im Verlauf des Jahres werden die steigenden real verfügbaren Einkommen und das anziehende Auslandsgeschäft die wirtschaftliche Aktivität stimulieren. Zudem wird die Wirkung der strafferen Geldpolitik auf die Expansionskräfte allmählich nachlassen. Eine hohe konjunkturelle Dynamik zeichnet sich indes nicht ab. So befinden sich das Geschäfts- und Konsumklima trotz Aufwärtstendenz weiterhin auf niedrigem Niveau. Zudem wird der Expansionsspielraum zusehends durch strukturelle Hemmnisse - darunter nicht zuletzt den demografischen Wandel - begrenzt. Alles in allem dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 0,2 Prozent (Frühjahrsprognose: 0,1 Prozent) und im Jahr 2025 um 1,1 Prozent (Frühjahrsprognose: 1,2 Prozent) steigen. Die Inflation hat sich zwar merklich abgeflacht und wird voraussichtlich im laufenden Jahr 2,2 Prozent und im kommenden Jahr 1,9 Prozent betragen, die Kernrate bleibt aber vorerst erhöht Kieler Konjunkturberichte Nr. 115 (2024 | Q2) | Kiel Institute (ifw-kiel.de)).

Im Euroraum dürfte sich die Konjunktur im Sommerhalbjahr merklich beschleunigen. Dazu trägt einerseits bei, dass die Realeinkommen weiter zunehmen. Die Lockerung der Geldpolitik und das Anziehen des Welthandels wird aber ebenso die Nachfrage stützen, wenngleich die Dynamik der Export- und Investitionsnachfrage wohl erst gegen Jahresende an Schwung gewinnt. Alles in allem wird die gesamtwirtschaftliche Produktion im Euroraum im Jahr 2024 nur um knapp 1% zulegen. Im Jahr 2025 dürfte sich die anziehende Konjunkturdynamik dann in einem Zuwachs von knapp 2% niederschlagen. Die Inflation wird im Prognosezeitraum im Euroraum weiter zurückgehen. Es ist zu erwarten, dass die Inflation bereits zu Jahresende 2024 unter 2% sinkt. Im Durchschnitt des laufenden Jahres dürfte sie dann bei 2,3% liegen und im Jahresdurchschnitt 2025 weiter auf 1,6% zurückgehen (ifo Konjunkturprognose Sommer 2024: Neue Hoffnung, aber (noch) kein Sommermärchen: Deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise).

Die Weltwirtschaft expandierte auch im bisherigen Verlauf des Jahres in moderatem Tempo. Dabei haben sich vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften die zuvor ausgeprägten Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik verringert. Während die kräftige Konjunktur in den Vereinigten Staaten an Fahrt verlor, belebte sich die Wirtschaft in Europa nach einer Phase der Stagnation spürbar. Gleichzeitig zog auch die Produktion in China merklich an, wenngleich viele Indikatoren daraufhin deuten, dass die private Nachfrage im Inland weiterhin wenig Schwung entfaltet. Bei alledem legte der Welthandel wieder leicht zu. Im Prognosezeitraum dürfte sich die weltwirtschaftliche Expansion in moderatem Tempo fortsetzen, wobei vor allem in Europa ein angesichts wieder steigender Reallöhne anziehender privater Konsum Impulse gibt. Im kommenden Jahr dürfte sich zunehmend bemerkbar machen, dass die Geldpolitik allmählich gelockert wird. Alles in allem wird ein Anstieg der Weltproduktion erwartet - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - von 3,2% in diesem ebenso wie im nächsten Jahr. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften steigt in diesem Jahr zwar leicht an, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Die Inflation ist zuletzt vor allem aufgrund eines hartnäckigen Anstiegs der Preise für Dienstleistungen kaum noch gesunken. Der erwartete weitere Rückgang in Richtung der Zielmarke von 2% dürfte sich nur langsam vollziehen, und das Risiko ist gestiegen, dass die Geldpolitik länger restriktiv bleiben muss als bislang erwartet. Weitere Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. So würde eine Zuspitzung von Handelskonflikten die weltwirtschaftliche Aktivität belasten (Weltwirtschaft im Sommer 2024: Konjunkturgefälle nimmt ab | Kiel Institute (ifw-kiel.de))

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse auf 33,4 Mio. € bis zu 35,1 Mio. € und demnach ein leicht gestiegenes positives operatives Ergebnis (EBIT).

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Chancen

5.1.1 Banken und Sparkassen

Aufgrund der Konsolidierung im Banken- und Sparkassen-Umfeld und einer damit einhergehenden Schließung von Filialen, kommt es, trotz steigender Kartenzahlungen im Einzelhandel, zu Engpässen bei der Bargeldversorgung.

Cardpoint ist in der Lage, Banken und Sparkassen mit verschiedenen Dienstleistungen zu unterstützen. Das Dienstleistungsangebot für diese Kunden umfasst hierbei die Installation und den Betrieb einzelner Geldautomaten exklusiv für die Banken und/oder Sparkassen oder die Aufschaltung der Banken und/oder Sparkassen auf bestehende Geldautomaten der Cardpoint GmbH bis hin zur Übernahme von Geldautomaten der Banken und/oder Sparkassen. Die Banken und Sparkassen können ihren Endkunden somit auch weiterhin gebührenfreie Bargeld-Ein- und -Auszahlungen an exklusiven, aufgeschalteten oder übernommenen Standorten anbieten.

5.1.2 Handel

Durch die Schließung von Filialen bei Banken und Sparkassen wird die Einzahlung der Tageseinnahmen für den Handel eine Herausforderung. Dazu kommen Haftungsrisiken und Liquiditätsnachteile. Cardpoint sieht in der Verkürzung des Kreislaufs der Ver- und Entsorgung von Bargeld eine Chance und kann durch die Nutzung eines multifunktionellen Geldautomaten mit Aus- und Einzahlfunktionalität (Recycler) im öffentlichen, aber auch nichtöffentlichen (Back-Office) Bereich Synergien nutzen. Für 2024 sehen wir ein Wachstum in diesem Segment.

5.2 Risiken

Insgesamt sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die zu einer Bestandsgefährdung der Cardpoint im Geschäftsjahr 2024 führen könnten. Auf Basis der Geschäftsaussichten ergibt sich keine Veränderung des Gesamtrisikos.

Im Falle einer nicht vorhersehbaren Änderung der gesamtwirtschaftlichen Parameter sowie der ungewissen Auswirkungen von Pandemien und Kriegen kann grundsätzlich das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass Cardpoint seine Umsatz- und Ergebnisziele nicht in jedem Fall voll erreichen kann.

5.2.1 Kriege und Krisen

Die weltweit anhaltenden Krisen und Kriege haben Einfluss auf Preise, Lieferketten und Absatzmöglichkeiten. Preissteigerungen verringern die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und dämpfen damit den privaten Konsum. Der Rückgang des privaten Konsums kann sich auf die Nutzung unserer Geldautomaten auswirken und damit auf unseren Umsatz und unser Ergebnis. Lieferengpässe bei Geldautomaten und Ersatzteilen sowie Personalmangel bei Dienstleistern haben einen direkten Einfluss auf die Betriebsbereitschaft bzw. Verfügbarkeit unserer Geldautomaten und diese wiederum auf unsere Umsätze und unser Ergebnis.

5.2.2 Vermehrte bargeldlose Zahlungen

Die Erhebungen der Deutschen Bundesbank1 zeigen, dass obwohl der Anteil der Barzahlungen in Deutschland 2023 noch etwa die Hälfte aller Transaktionen ausmacht, die Verbreitung von bargeldlosen Bezahlverfahren immer weiter ansteigt.

Auch wenn der Rückgang der Bargeldnutzung nicht mehr so ausgeprägt ist wie während der Corona-Pandemie, so sank der Anteil an Barzahlungen gegenüber der Erhebung aus 2021 von 58% auf 51%.

Das am zweithäufigsten genutzte Zahlungsmittel ist mit 27% aller Bezahlvorgänge die Debitkarte. Hierbei wurde seit 2021 eine deutliche Steigerung von 5% gegenüber der Erhebung aus 2021 festgestellt.

Cardpoint beobachtet die Entwicklung und ist im engen Austausch mit dem Einzelhandel und Finanzinstituten.

1 https://www.bundesbank.de/de/presse/pressenotizen/zahlungsverhalten-in-deutschland-2023-934828

5.2.3 Änderung der Kartenstruktur im Markt

Die Entgelte aus Bargeldabhebungen unterscheiden sich je nach verwendetem Kartentyp. Bargeldabhebungen mit einer deutschen Bankkarte führen zu höheren Erträgen als solche mit einer Kreditkarte. Sollten deutsche Kreditinstitute verstärkt VISA oder Mastercard statt einer deutschen Bankkarte ausgeben, so würde dies für Cardpoint und den Wettbewerb einen Rückgang der Umsätze und des Ergebnisses bedeuten.

5.2.4 Geldautomatensprengungen

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland insgesamt 461 versuchte oder vollendete Sprengungen von Geldautomaten polizeilich erfasst.

Damit sank die Zahl der gesprengten Geldautomaten gegenüber dem Vorjahr, verbleibt jedoch immer noch auf einem hohen Niveau.

Aufgrund dieser Entwicklung ist das Mieten von Standorten zum Betrieb eines Geldautomaten in bestimmten Regionen fast unmöglich und in anderen nur mit großen Investitionen in Sicherheits-Technologien und unter bestimmten Rahmenbedingungen möglich.

Cardpoint beobachtet die Entwicklung und ist im engen Austausch mit dem BKA.

5.2.5 Operative Risiken

5.2.5.1 Abhängigkeit von Partnern

Für die bankfachlichen Leistungen ist die Geschäftsgrundlage der Cardpoint der seit Oktober 2010 bestehende Dienstleistungsvertrag mit einer Tochtergesellschaft der DEUTSCHE BANK AKTIENGESELLSCHAFT. Gegenwärtig sind das Geschäft der Cardpoint und deren Geschäftsfelder hochgradig kongruent. Ein Risiko liegt aus Sicht der Cardpoint jedoch darin, dass sich die Ziele des Dienstleisters ändern könnten. Für den weiteren Geschäftsverlauf wird mit keinen Veränderungen gerechnet, so dass das Risiko als gering bewertet wird. Für die bankfachlichen Leistungen bieten sich weitere Banken auf dem deutschen Markt an. Diese könnten alternativ die bankfachlichen Leistungen für den Betrieb der Geldausgabeautomaten der Cardpoint übernehmen.

5.2.5.2 Risiken aus Standortmieten

Die Gesellschaft betreibt ihre Geldausgabeautomaten an gemieteten Standorten. Vertragsverlängerungen von bestehenden Mietverträgen aber auch Neuverträge können aufgrund der Konkurrenzsituation am Markt teilweise nur mit deutlich höheren Mietzinsen abgeschlossen werden, was zu einer Verschlechterung der operativen Marge führen kann. Da insbesondere die Konkurrenz den Preiskampf mit den Kunden vorantreibt, geht Cardpoint, nach Abwägung von Erfolgsfaktoren, mit Augenmaß vor.

5.2.5.3 Zinsänderungsrisiko

Da die Bargeldkosten unmittelbar an die Entwicklung des EURIBOR gekoppelt sind, führt ein Zinsanstieg zu höheren Aufwendungen bzw. sinkende Zinsen zu einem Rückgang der Aufwendungen. In Anbetracht der aktuellen Zinssätze sowie der kurzfristigen Zinskurve hält Cardpoint das Risiko signifikant höherer Bargeldkosten derzeit für sehr hoch. Cardpoint prüft bei jedem Vertragsabschluss, inwieweit das o.g. Zinsrisiko bei den Mieten an Standortgeber berücksichtigt werden kann, und hat Maßnahmen im Bargeldmanagement etabliert, um die Betriebskosten zu optimieren.

 

Frankfurt am Main, den 12. Dezember 2024

gez. Thomas Hertrich, Geschäftsführer

gez. Peter Jungnickel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.022.867,84 10.395.095,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 24.192,00
II. Sachanlagen 10.022.867,84 10.370.903,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.612.332,00 8.460.340,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.410.535,84 1.910.563,50
B. Umlaufvermögen 5.277.155,42 10.342.794,46
I. Vorräte 0,00 15.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.893.614,20 2.840.047,30
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.383.541,22 7.487.747,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 499.381,14 762.407,85
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.799.407,40 21.500.297,81

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.424.654,94 5.575.979,33
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.550.979,33 3.369.338,04
III. Jahresüberschuss 1.848.675,61 2.181.641,29
B. Rückstellungen 5.972.475,43 4.781.481,35
C. Verbindlichkeiten 2.370.187,70 10.826.787,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.069.138,72 9.285.223,54
2. Übrige Verbindlichkeiten 1.301.048,98 1.541.564,30
D. Rechnungsabgrenzungsposten 32.089,33 316.049,29
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.799.407,40 21.500.297,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023-31.12.2023
EUR
1.1.2022-31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.832.966,06 12.760.185,24
2. Personalaufwand -2.143.076,92 -1.835.940,42
a) Löhne und Gehälter -1.830.607,73 -1.543.453,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -312.469,19 -292.487,07
3. Abschreibungen -3.552.799,87 -3.635.722,40
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.552.799,87 -3.635.722,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.169.614,02 -3.455.238,62
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.536,80 29.730,99
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -158.249,44 -466.791,67
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.003.265,00 -1.214.249,83
8. Ergebnis nach Steuern 1.848.497,61 2.181.973,29
9. sonstige Steuern 178,00 -332,00
10. Jahresüberschuss 1.848.675,61 2.181.641,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend sind die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet worden. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Abschluss wurde in Euro aufgestellt, alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 58508 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über den Zeitraum der Nutzung, längstens über 7 Jahre, abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Geldautomaten beträgt 5 Jahre für neu angeschaffte Geldautomaten. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 250 und EUR 1.000,00 werden nicht sofort, sondern analog zu der steuerlichen Vorschrift des § 6 Abs. 2a EStG ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet; sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt die Bewertung entsprechend dem Realisations- bzw. Imparitätsprinzip mit den niedrigeren/höheren Kursen am Bilanzstichtag.

Für die Ermittlung latenter Steuern auf Grund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerentlastung mit dem erwarteten Steuersatz in Höhe von 30 % zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Sich ergebende aktive und passive Steuerlatenzen werden miteinander saldiert. Bei einem Aktiv-Überhang der Steuerlatenzen wird das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in Anspruch genommen.

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 744 (i. Vj. TEUR 486) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 25.000,00. Der Jahresüberschuss des Vorjahres (TEUR 2.182) wurde gemäß dem Gewinnverwendungsbeschluss der Gesellschafterin auf neue Rechnung vorgetragen.

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgend dargestellten Verbindlichkeitenspiegel:

Abschlussposten Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.069 0 0 1.069
(Vorjahr) (785) (8.500) (0) (9.285)
2. Übrige Verbindlichkeiten 1.301 0 0 1.301
(Vorjahr) (1.542) (0) (0) (1.542)
Gesamtsumme 2.370 0 0 2.370
(Vorjahr) (2.327) (8.500) (0) (10.827)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 8.501). Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem laufenden Verrechnungsverkehr und Verbindlichkeiten gegenüber NCR GmbH.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von insgesamt TEUR5.892. Davon sind TEUR 2.288 innerhalb eines Jahres fällig.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 64). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 27) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Werte aus der Abzinsung im Zusammenhang mit der Rückbauverpflichtung in Höhe von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 30).

E. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 28 (Vorjahr: 30), davon 12 weiblich und 16 männlich.

2. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten folgende Personen an:

- Thomas Hertrich, Europe Statutory/Indirect Tax der NCR GmbH, Augsburg

- Peter Jungnickel, hauptberuflich Geschäftsführer

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin der Cardpoint GmbH ist die Cardtronics UK Ltd, London, Großbritannien. Oberstes Mutterunternehmen ist die NCR Atleos Corporation, Atlanta/Georgia, USA. Diese stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Er ist nach US-GAAP aufgestellt und am Sitz der NCR Atleos Corporation erhältlich.

4. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.849 auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.

 

Frankfurt am Main, den 12. Dezember 2024

gez. Peter Jungnickel, Geschäftsführer

gez. Thomas Hertrich, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 223.841,04 - - - 223.841,04
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 223.841,04 - - - 223.841,04
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.278.474,65 3.236.229,87 2.141.137,10 - 28.373.567,42
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.910.563,50 - - 499.973,34 2.410.536,84
Summe Sachanlagen 29.189.038,15 3.236.229,87 2.141.137,10 499.973,34 30.784.104,26
Summe Anlagevermögen 29.412.879,19 3.236.229,87 2.141.137,10 499.973,34 31.007.945,30
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.649,04 24.189,00 - - 223.838,04
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 199.649,04 24.189,00 - - 223.838,04
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.818.134,65 3.533.610,87 1.590.509,10 - 20.761.236,42
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe Sachanlagen 18.818.134,65 3.533.610,87 1.590.509,10 - 20.761.236,42
Summe Anlagevermögen 19.017.783,69 3.557.799,87 1.590.509,10 - 20.985.074,46
Buchwerte
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 24.192,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 24.192,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.612.331,00 8.460.340,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.410.536,84 1.910.563,50
Summe Sachanlagen 10.022.867,84 10.370.903,50
Summe Anlagevermögen 10.022.870,84 10.395.095,50

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cardpoint GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cardpoint GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cardpoint GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 12. Dezember 2024

SONNTAG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Mairock, Wirtschaftsprüfer

gez. Wörlein, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Der Jahresabschluss wurde am 24.12.2024 festgestellt.

Die Gesellschaft beschließt, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 in Höhe von € 1.848.675,61 auf neue Rechnung vorzutragen.

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