Outlast Technologies GmbH
In den Seewiesen 26/1, 89520 Heidenheim an der Brenz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yaomin Wang seit 13.8.2025 | Geschäftsführer |
Volker Schuster seit 12.12.2008 | Prokura |
Martin Bentz seit 17.11.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Outlast Technologies GmbHHeidenheim an der BrenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtOutlast Technologies GmbH1. Grundlagen des Unternehmens, Tätigkeitsschwerpunkte Die Gesellschaft beschäftigt sich seit ihrer Gründung 2002 mit der Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von Phase-Change-Materialien, die eine aktive Temperaturregulierung bewirken. Im Schwerpunkt sind dies Textilien, die an Konfektionäre zur Weiterverarbeitung geliefert werden. Ursprünglich war die Gesellschaft von der Muttergesellschaft in den USA damit beauftragt, den europäischen Markt zu betreuen. Jedoch ist die Gesellschaft seit Anfang 2014 damit beauftragt, den weltweiten Markt zu betreuen. Dabei geht es nicht nur um den weltweiten Verkauf, sondern auch um die Betreuung der weltweiten Produktionspartner sowie die Überwachung der gesamten Fertigungskette. Der Großteil der Kunden sind im Bereich Bettwaren, Bekleidung, Schuhe sowie Accessoires beheimatet. Zum 2. Mai 2019 wurde ein Management Buyout zum Abschluss gebracht. Die ursprüngliche Inhaberfamilie aus den USA hatte dem Management ein Buyout angeboten. Demnach wurde vom Management, gemeinsam mit Investoren, die Mehrheit der Firmenanteile übernommen. Der Stammsitz der gesamten Firmengruppe wurde in diesem Zuge nach Deutschland verlegt. Im Geschäftsjahr 2020 kam es mit dem Handel hygienischer bzw. medizinischer Schutzmasken zu einer kurzfristigen Erweiterung des Geschäftsmodells. Diese Erweiterung ist im Jahr 2021 ausgelaufen. Die Gesellschaft hat an ihrem Stammsitz Labors, in denen Grundsatzentwicklungen als auch Qualitätsprüfungen durchgeführt werden. Daneben wird auch in Zusammenarbeit mit Instituten sowie mit wichtigen Lieferanten F&E betrieben. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach erster Meldung des Statistischen Bundesamts ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Dabei bremsten vor allem die Kaufkraftverluste infolge des kräftigen Verbraucherpreisanstiegs den privaten Konsum. Die wenig dynamische Weltkonjunktur machte sich deutlich in den Exporten bemerkbar. Der Arbeitsmarkt blieb trotz der konjunkturellen Schwäche robust, mit Zuwächsen der Erwerbstätigkeit, allerdings auch leicht steigender Arbeitslosigkeit. Dass das BIP im vergangenen Jahr trotz der aufwärtsgerichteten Beschäftigung zurückging, könnte auf Basis aktueller Studien auch daran gelegen haben, dass sich der Krankenstand auf historisch stark erhöhtem Niveau befand, was das Arbeitsvolumen für sich genommen gedämpft haben dürfte. Die Industrieproduktion setzte ihren seit dem Frühjahr anhaltenden Abwärtstrend fort und die Bauproduktion erfuhr einen deutlichen Rücksetzer. Daneben sanken auch die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel. Ein Lichtblick kam dagegen vom Außenhandel, der deutlich zulegen konnte. Die deutschen Warenexporte stiegen dabei noch etwas stärker als die Importe. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. 3. Branchenentwicklung Bedingt durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Outlast-Technologie, lässt sich die Firma nicht unmittelbar einer Branche zuordnen. Aufgrund der starken internationalen Präsenz, vornehmlich in Europa, Nordamerika und Asien sowie aufgrund der Verkäufe in unterschiedlichste Branchen, können Nachfrageschwankungen einzelner Bereiche leichter ausgeglichen werden. 4. Geschäftsentwicklung und Analyse Geschäftsverlauf Geschäftsentwicklung Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 2.973 T€ zurückgegangen. Der rückläufige Absatz war geprägt von einer zurückhaltenden Konsumlaune der Konsumenten, die durch den anhaltenden Kaufkraftverlust noch verstärkt wurde. Der deutliche Umsatzrückgang hat zu einem um 1.454 T€ niedrigeren Rohertrag geführt. Der Auftragsbestand befindet sich derzeit mit 3.502 T€ (Vj. 4.607 T€) auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Vermögens- und Finanzlage Die immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen die im Jahr 2019 erworbenen Marken- und Patentrechte sowie Kundenlisten. Durch planmäßige Abschreibungen sind diese im Berichtsjahr um 1.716 T€ gesunken. Das Vorratsvermögen ist, bedingt durch niedrigere Inventurbestände, um 479 T€ gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch die Auslieferung von größeren Abnahmemengen im Dezember um 376 T€ angestiegen. Das Eigenkapital ist auf Grund einer gesunkenen Bilanzsumme auf 67,4 % (Vj. 61,4 %) der Bilanzsumme angestiegen. Das kurzfristige Fremdkapital bewegt sich auf Vorjahresniveau. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag 1.676 T€. Die flüssigen Mittel sind um 24 T€ gesunken. Der operative Cashflow beträgt, bereinigt um die Abschreibungen und Veränderungen des Working Capitals, 762 T€. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt -51 T€. Durch planmäßige Tilgung der langfristigen Kredite und Verrechnungen innerhalb der Gruppe beträgt der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -782 T€. Die Gesellschaft konnte zu jedem Zeitpunkt ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen seit dem Jahr 2019/2020 für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl EBITDA heran. Ertragslage Das EBITDA ist von 3.500 T€ auf 856 T€ gesunken. Der deutliche Umsatzrückgang hat zu einem um 1.454 T€ niedrigeren Rohertrag geführt. Die Rohertragsquote hat sich von 47,2 % auf 48,6 % verbessert. Auf Grund eines außergerichtlich durchgesetzten Schadensersatzanspruches in Höhe von 1.199 T€ im Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 1.245 T€ gesunken. Der Personalaufwand ist auf Vorjahresniveau. Der Rückgang der personalbedingten Rückstellungen wurde durch allgemeine Lohn- und Gehaltssteigerungen und dem Aufbau eines Mitarbeiters kompensiert. Die sonstigen Aufwendungen sind durch erhöhte Vertriebskosten durch eigene Mitarbeiter in Italien angestiegen. Dadurch konnten die Aufwendungen für Vertreterprovisionen gesenkt werden. Des Weiteren haben sich die Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten durch Patentverlängerungen erhöht. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf Grund des planmäßigen Rückgangs der zinstragenden Verbindlichkeiten. Die Vorjahresplanung (moderater Umsatzanstieg und ein EBITDA auf Vorjahresniveau) wurde auf Grund der anhaltend hohen Inflationsrate, die zu einer deutlich zurückhaltenden Konsumlaune führte, deutlich verfehlt. Gesamtaussage Unsere wirtschaftliche Lage ist, bezogen auf das operative Geschäft, nach wie vor als sehr gut zu bezeichnen. 5. Chancen- und Risikobericht Die weitere Entwicklung der Wirtschaft ist nicht abschätzbar und mit hoher Unsicherheit behaftet. Ein wesentliches Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft ist die Entwicklung der Inflationsrate und die damit verbundene Konsumlaune. Für die Outlast Technologies GmbH können sich die Risiken zum einen nachteilig auf die Absatzentwicklung und die Vertriebsprozesse auswirken, und zum anderen zu einem deutlichen Preisanstieg der Rohstoffkosten führen, die möglicherweise nicht in gleichem Maße an die Kunden weitergegen werden können. Zum 30. April 2024 endet die Kreditbeziehung mit einer finanzierenden Bank, womit 2.700 T€ Darlehen zur Zahlung fällig werden. Die Gesellschaft steht gerade in der Verhandlung mit selbigem Kreditinstitut über die Revolvierung des Kredits. Die Geschäftsleitung geht derzeit von einer Finanzierungszusage des Kreditinstituts aus. Unsere Gesellschaft ist weltweit tätig und ist daher bedingt von Wechselkursänderungen betroffen. In mehreren Bereichen werden mögliche Risiken über Versicherungen abgedeckt. Insbesondere werden Kundenlieferungen durch Warenkreditversicherungen oder Akkreditiv-Vereinbarungen abgesichert. Unsere Gesellschaft weist eine zentrale IT-Struktur auf, die einer permanenten Überwachung unterliegt. Neue Chancen ergeben sich durch eine weitere Internationalisierung, durch zusätzliche Marktsegmente, in denen unsere Technologie Anwendung finden kann, sowie durch die Entwicklung neuer Technologien und Verfahren. Durch die Erweiterung unserer Vertriebspartner in Nordamerika sowie eine Neuausrichtung des Vertriebs in den Regionen Italien und Frankreich können sich positive Entwicklungen im Absatzbereich ergeben. Des Weiteren gibt es einen steigenden Bedarf an Zusatzfunktionen in unseren angestammten Märkten. Wir planen daher unsere Verkaufsaktivitäten in neuen Märkten weltweit auszuweiten sowie unsere angestammten Märkte konsequenter zu bedienen. Wir beschäftigen gut ausgebildetes und erfahrenes Fachpersonal. Darüber hinaus investieren wir laufend in Fortbildungen. Unsere gute Liquiditätslage ermöglicht es uns, Investitionsentscheidungen unabhängig von Banken oder Gesellschaftern schnell zu treffen. 6. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Prognose Auf eine anziehende Dynamik im 1. Quartal 2024 deuten die Frühindikatoren bisher nicht hin. So hat sich gemäß ifo Geschäftsklima die Stimmung unter den Unternehmen zu Jahresbeginn weiter verschlechtert. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Lage schlechter und auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen erneut pessimistischer aus. Dazu stieg die Unsicherheit über die zukünftige Geschäftsentwicklung spürbar an. Die Inflationsrate fiel im Januar spürbar und lag erstmals seit Juni 2021 unter 3 %. Einer Fortsetzung des Abwärtstrends könnten in den nächsten Monaten einige Faktoren temporär entgegenwirken. So dürfte beim Strompreis die Erhöhung der Netzentgelte sukzessive an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden und die temporäre Umsatzsteuersatzsenkung bei Gas und Fernwärme läuft aus. Dazu fällt der inflationssenkende Basiseffekt aus der Einführung des 49-Euro-Tickets ab Mai 2024 weg. Gleichwohl dürfte sich die Inflationsrate im Jahresverlauf aber der 2 %-Marke weiter nähern. Aus den wieder deutlich niedrigeren Inflationsraten ergeben sich in Kombination mit den immer noch merklichen nominalen Lohn- und Gehaltszuwächsen steigende Realeinkommen. Zusammen mit der robusten Lage am Arbeitsmarkt dürfte dies die Basis dafür bilden, dass der private Konsum im Jahresverlauf wieder an Dynamik gewinnt, was die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stützen wird. Daher geht die Bundesregierung trotz der derzeit noch eingetrübten Indikatoren in ihrer Jahresprojektion davon aus, dass das preisbereinigte BIP in diesem Jahr leicht um +0,2 % gegenüber dem Vorjahr ansteigt. Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate wird gemäß Projektion bei +2,8 % erwartet. Auch wenn die allgemeinen Konjunkturprognosen nicht allzu positiv sind, plant die Gesellschaft einen Umsatzanstieg. Basis dafür sind neben den engen und langjährigen Kundenbeziehungen vor allem zwei neue Technologien, die über mehrere Jahre entwickelt wurden und die im Laufe von 2023 am Markt vorgestellt wurden. Die ersten Reaktionen und Prüfungen sind äußerst vielversprechend. Verschiedene Kunden haben bereits zugesagt, die neuen Technologien fresh2SKIN und Aersulate in ihr Sortiment aufnehmen zu wollen. Nebst diesen Neuerungen steht die Gesellschaft in engen Gesprächen mit einem langjährigen guten Kunden über eine Intensivierung der Geschäftsverbindung, Ausbau des Sortiments, bis hin zum Verkauf von Anteilen. Dies soll im Laufe von 2024 umgesetzt werden. Unternehmensbezogene Prognose Die Geschäftsleitung plant für 2024 mit einem moderaten Umsatzanstieg auf Niveau des Jahres 2022. Die Planung sieht ein EBITDA in Höhe von rund 2.500 T€ vor.
Heidenheim, 29. Februar 2024 Martin Bentz, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Firma Outlast Technologies GmbH, HeidenheimA. Allgemeine Angaben 1. Die Bilanz wurde nach § 266 HGB gegliedert. Von einer Verkürzung gemäß § 265 Abs. 7 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). 2. Im Berichtsjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach den handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften, insbesondere unter Beachtung des GmbHG, angewandt. Grundsätzlich und wesentliche Abweichungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr liegen nicht vor. Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen. Das GmbHG wurde beachtet. 3. Die Gesellschaft, mit Sitz in Heidenheim, wurde mit der Firma Outlast Technologies GmbH beim Amtsgericht Ulm unter HRB 661689 eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen 1. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Für bewegliche und unbewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens kam sowohl die lineare Abschreibung als auch die degressive Abschreibung in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften zur Anwendung. Die Nutzungsdauer wurde in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelt. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände betragen im Wesentlichen zwischen 3 und 15 Jahren. 2. Der Zugang an geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 800,00 € (§ 6 Abs. 2 EStG) wurde im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. 3. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Umlaufvermögen 4. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, angesetzt werden die Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Gemeinkosten. Auf das Aktivierungswahlrecht für angemessene Verwaltungskosten sowie Kosten für soziale Leistungen nach § 255 Abs. 2 HGB wurde verzichtet. Auf die Aktivierung von Fremdkapitalkosten wurde ebenfalls verzichtet. Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Das Vorratsvermögen ist um angemessene systematische Alters- und Gängigkeitsabschläge nach § 253 Abs. 4 HGB vermindert worden. Auf diese Abschläge wurden Einzelkorrekturen in der Form vorgenommen, dass die Abschläge auf die jeweiligen Artikel trotz der entsprechenden Lagerdauer wieder eliminiert wurden, da diese vollständig marktfähig sind. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert ausgewiesen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Spezielle Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Rechnungsabgrenzungsposten 5. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die im Folgejahr Aufwand wurden. Rückstellungen 6. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Eigenkapital 7. Auf Grund des Bestehens eines Ergebnisabführungsvertrages wird die Bilanz gemäß § 268 (1) HGB unter vollständiger Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Bilanzgewinn betrifft vollständig den Gewinnvortrag aus der Zeit vor Beginn des Ergebnisabführungsvertrages. Verbindlichkeiten 8. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Angaben über den Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten, sowie Art und Form der Sicherheiten, sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Fremdwährungsbewertung 7. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr wurden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden §§ 253 Abs. 1 und 252 (1) Nr. 4 HS 2 HGB beachtet. Latente Steuern 8. Zwischen der Outlast Technologies GmbH (Organgesellschaft) und der Colheim GmbH & Co. KG, Heidenheim (Organträger), besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Während des Bestehens eines ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses sind latente Steuern ausschließlich auf Ebene des Organträgers zu bilanzieren. Auf den Ansatz latenter Steuern wurde demnach zulässigerweise verzichtet. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr im Einzelnen, wie im Anlagenspiegel (Anlage 3, Seite 6) dargestellt, entwickelt. 2. Die Outlast Technologies GmbH (OT) ist an folgenden Gesellschaften mittelbar und unmittelbar beteiligt (Anteilsbesitzliste)
3. Von den unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen haben sämtliche eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Im Vorjahr haben alle ausgewiesenen Forderungen, mit Ausnahme von 40 T€, eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Leistungsbeziehungen. Forderungen gegenüber Gesellschafter betreffen Verrechnungen im Rahmen der ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 4. Der Bilanzgewinn besteht vollständig aus dem Gewinnvortrag. 5. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsansprüche, ausstehende Vertreterprovisionen, Gewährleistungen, Bonuszahlungen Jahresabschlusskosten und ausstehende Rechnungen. 6. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 3, Seite 7) ersichtlich. 7. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt die Absicherung über Patente, Lizenzen- und Markenrechte. 8. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Leistungsbeziehungen. 9. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt die Absicherung über den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt. 10. Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB. 11. Als sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB) bestehen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverpflichtungen in Höhe von 350 T€ (VJ.: 373 T€). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind solche für Währungsgewinne mit 41 T€ enthalten. 2. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betreffen Wertberichtigungen auf Schadensersatzforderungen. 3. In den sonstigen Aufwendungen sind solche für Währungsverluste mit 89 T€ enthalten. E. Sonstige Angaben 1. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
2. Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Herr Martin Bentz. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsjahres wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Mit der Muttergesellschaft Colheim GmbH & Co. KG, Heidenheim, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 4. Die Geschäftsführung schlägt vor, den bis zum Abschluss des Ergebnisabführungsvertrages bestehenden Bilanzgewinn vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.
Heidenheim, den 29. Februar 2024 Martin Bentz, Geschäftsführer Bericht des AufsichtsratsEin Aufsichtsrat besteht nicht. sonstige Berichtsbestandteile
gez. Martin Bentz, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 18.08.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Outlast Technologies GmbH, Heidenheim Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Outlast Technologies GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Outlast Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrecht lichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesent lichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Über einstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidenheim, den 29. Februar 2024 Helmer
und Partner mbB
Dominik Schüller, Wirtschaftsprüfer Dr. Rüdiger Frieß, Wirtschaftsprüfer |
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