IKEA Purchasing Services (Germany) GmbH

Ellinghauser Straße 213, 44359 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 17599
Vorher
IKEA Trading Services GmbH
Eingetragen
19.10.1989
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Erbringung von Logistikleistungen, die Marktbeobachtung im Inland und Ausland, die Marktforschung, insbesondere die Feststellung und Prüfung von Bezugsquellen für Möbel, sonstige Einrichtungsgegenstände und sonstige Produkte, die Teil des IKEA-Sortiments sind, insbesondere auch im Bereich Lebensmittel, ferner die Unterstützung von Logistik- und Einkaufstätigkeiten im Inland und Ausland und alle dazugehörigen Serviceleistungen, insbesondere die wirtschaftliche Beratung bei der Abwicklung aller Logistik- und Einkaufsgeschäfte für Möbel, sonstige Einrichtungsgegenstände und sonstige Produkte, die Teil des IKEA-Sortiments sind, insbesondere im Bereich Lebensmittel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sascha Honkomp
seit 12.12.2023
Geschäftsführer
Linus Björkman
seit 12.12.2023
Prokura
Martina Gudmundsson
seit 28.9.2018
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IKEA Purchasing Services (Germany) GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024

Bilanz zum 31. August 2024

Aktiva

31.08.2024 31.08.2023
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 936.721 930.129
936.721 930.129
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.272.600 648.119
2. Sonstige Vermögensgegenstände 388.016 18.516.550
11.660.616 19.164.669
C. Rechnungsabgrenzungsposten 158.571 135.611
12.755.908 20.230.409

Passiva

31.08.2024 31.08.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000 50.000
II. Kapitalrücklage 1.045.091 1.045.091
III. Gewinnvortrag 4.426.197 10.211.028
IV. Jahresüberschuss 2.259.350 2.215.169
7.780.638 13.521.288
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 161.094 60.410
2. Sonstige Rückstellungen 4.042.483 5.933.890
4.203.577 5.994.300
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 199.584 327.645
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 72.530 29.423
3. Sonstige Verbindlichkeiten 499.579 357.753
(davon aus Steuern € 466.912 ; Vorjahr € 337.010) 771.693 714.821
12.755.908 20.230.409

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. August 2024

2023/24 2022/23
1. Umsatzerlöse 33.809.769 35.496.151
2. Sonstige betriebliche Erträge 588.691 487.381
34.398.460 35.983.532
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -23.058.034 -24.380.716
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.340.903 -4.116.553
(davon für Altersversorgung T€ 1.348; Vorjahr T€ 798)
-27.398.937 -28.497.269
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -446.614 -416.133
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.768.328 -4.180.821
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 574.971 326.909
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20.228 -12.685
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.059.274 -974.783
9. Ergebnis nach Steuern 2.280.050 2.228.750
10. Sonstige Steuern -20.700 -13.581
11. Jahresüberschuss 2.259.350 2.215.169

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.09.2023 Zugänge Abgänge 31.08.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.100.000 0 0 2.100.000
II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.159.215 487.987 639.842 2.007.360
III GWG 0 56.113 56.113 0
2.159.215 544.100 695.955 2.007.360
4.259.215 544.100 695.955 4.107.360
Abschreibungen
01.09.2023 Zugänge Abgänge 31.08.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.100.000 0 0 2.100.000
II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.229.086 390.501 548.948 1.070.639
III GWG 0 56.113 56.113 0
1.229.086 446.614 605.061 1.070.639
3.329.086 446.614 605.061 3.170.639
Restbuchwerte
31.08.2024 31.08.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0
0 0
II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 936.721 930.129
III GWG 0 0
936.721 930.129
936.721 930.129

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Allgemeine Angaben

Die IKEA Purchasing Services (Germany) GmbH hat ihren Sitz in Dortmund und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dortmund unter HR B 17599.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr 2023/2024 die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Im Vorjahr erfüllte die Gesellschaft erstmalig die Kriterien einer großen Kapitalgesellschaft. Die Rechtsfolgen treten gemäß § 267 Abs. 4 HGB allerdings nur ein, wenn sie an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten werden. Es finden daher weiter die Regeln für mittelgroße Kapitalgesellschafen Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und wurden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Änderungen der voraussichtlichen Nutzungsdauer werden durch Abschreibungsanpassungen berücksichtigt. Die Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-5

Geringwertige Anlagegüter bis zu € 800, die ab dem 01. Januar 2018 angeschafft wurden, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag sind, beziehungsweise Einnahmen, die Ertrag nach dem Stichtag sind, werden als Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert und zum Nominalwert bewertet.

Aktive latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 32,8 % (Vorjahr 32,8 %), der zur Berechnung der latenten Steuern herangezogen wurde. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

31.08.2024 31.08.2023
T € T €
Differenzen bilanzieller Wertansätze zur Ermittlung der latenten Steuerschulden/-ansprüche:
Immaterielle Vermögensgegenstände 945 1.085
Altersteilzeit-Rückstellungen 549 442
Jubiläumsrückstellungen 220 265
Sachanlagen 103 125
Sonstige Rückstellungen 88 91
Sterbegeld Rückstellung 40 41
1.945 2.049
Latente Steueransprüche 638 672
Latente Steuerschulden O 0
Latente Steueransprüche netto 638 672

Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a Satz 2 HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalten im Wesentlichen Fahrzeuge des Fuhrparks, EDV-Hardware sowie übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Zusammenfassung des Anlagevermögens und die Entwicklung während des Berichtszeitraums sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es bestehen Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 11.273 (Vorjahr T€ 648). Daraus T€ 10.280 (Vorjahr T€ 0) an den Cashpoolführer Inter IKEA Treasury B.V. Delft, Niederlande, und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Gesellschafterin IKEA Supply AG Pratteln, Schweiz, in Höhe von T€ 993 (Vorjahr T€ 648).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen für Weihnachtsgeld, Jubiläumsverpflichtungen, Altersteilzeit, nicht genommenen Urlaub, Restrukturierung und sonstige Lohn- und Gehaltsverpflichtungen.

Für die Berechnung der Altersteilzeitleistungen nach dem Projected Unit Credit (PUC) Bewertungsverfahren wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Rechnungszinssatz von 1,35% und ein Gehaltstrend von 3,0% verwendet. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden Vermögensgegenstände im Gesamtwert von T€ 1.678 (Vorjahr T€ 1.648), die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, mit Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von T€ 2.254 (Vorjahr T€ 1.924) verrechnet. Die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten und damit der beizulegende Wert i. S. d. § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB der verrechneten Vermögensgegenstände betragen T€ 1.678 (Vorjahr T€ 1.648) für die Altersteilzeitverpflichtungen. Der Aufwand aus Abzinsung beträgt T€ 14 (Vorjahr T€ 8) und wir im Zinsaufwand ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen, davon im Wesentlichen T€ 65 (Vorjahr T€ 29) gegenüber der Inter IKEA Systems B.V. Delft, Niederlande und T€ 7 (Vorjahr T€ 0) gegenüber der IKEA Supply Services (Sweden) AB Älmhult, Schweden. Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr war zudem eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin IKEA Supply AG/Pratteln, Schweiz, in Höhe von T€ 1 enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 33.810 (Vorjahr T€ 35.496) resultieren in voller Höhe aus der Erbringung von Service- und Logistikdienstleistungen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 589 (Vorjahr T€ 487) sind periodenfremde Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 166 (Vorjahr T€ 82), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 89 (Vorjahr T€ 23) und sonstigen periodenfremden Erträge T€ 28 (Vorjahr T€ 13) enthalten. Es sind keine Erträge aus Währungsumrechnung enthalten (Vorjahr T€ 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (Vorjahr T€ 0).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge bestehen aus Zinserträgen aus dem Cashpool in Höhe von T€ 562 (Vorjahr T€ 314) und Kapitalerträgen in Höhe von T€ 13 (Vorjahr T€ 13). Zinsen von verbundenen Unternehmen sind in Höhe von T€ 82 (Vorjahr T€ 0) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 20 (Vorjahr T€ 10) und sonstigen Gebühren in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 3).

V. Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Es haben keine Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres stattgefunden, die für die Bewertung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss (EUR 2.259.350) und dem Gewinnvortrag (EUR 4.426.197) einen Betrag in Höhe von EUR 5.000.000 an die Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Betrag von EUR 1.685.547 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. August 2023 bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Serviceverträgen mit der IKEA Distribution Services GmbH & Co. KG, München, in Höhe von T€ 986, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Ansonsten bestehen keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind.

Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres betrug im Jahresdurchschnitt 280 (Vorjahr 293), wobei die Gesellschaft nur Angestellte beschäftigt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge und die Angabe der Bezüge für frühere Organmitglieder wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitglieder der Geschäftsführung

Sandra Siepelt, Business Navigation Finance Administration Manager (abberufen mit Gesellschafterbeschluss vom 25. Oktober 2023 und Eintragung im Handelsregister am 12. Dezember 2023)

Sascha Honkomp, Quality Compliance Manager, (bestellt mit Gesellschafterbeschluss vom 25. Oktober 2023 und Eintragung im Handelsregister am 12. Dezember 2023)

Kapitalverhältnisse der Gesellschafter

Das Stammkapital in Höhe von € 50.000 wird zum Bilanzstichtag von der IKEA Supply AG, Pratteln/Schweiz, gehalten.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Inter IKEA Holding B.V. Delft Niederlande, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Abschluss kann im Handelsregister in Delft eingesehen werden.

 

Dortmund, den 22. Januar 2025

Die Geschäftsführung

Sascha Honkomp

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft erbringt die nachfolgend genannten Logistiktätigkeiten und Serviceleistungen im Wesentlichen für die IKEA Supply AG, Pratteln, Schweiz: Quality deviation management Services, Supply Chain Development Services, Transport & Logistics Services sowie Dienstleistungen im Bereich der Warenbeschaffung. Die Abrechnung der Dienstleistungen erfolgt auf Cost Plus Basis.

IKEA Supply Strategy

In der langfristigen Supply Strategie verfolgt IKEA 3 Hauptziele:

Ein stärkeres IKEA Angebot, das sich viel mehr Menschen leisten können.

Ein IKEA Angebot, das für viele weitere Menschen erreichbar ist.

Eine vertrauenswürdige Supply Chain.

Die Abteilungen der Gesellschaft haben folgende Hauptaufgaben:

Einkaufsentwicklung: Materialien und Produktionskapazitäten für den IKEA Bedarf an Heimeinrichtungsprodukten zu finden.

Transport & Logistik Services: Wir bieten Transport- und Logistik-Services für Wachstum an, die IKEA ermöglichen, der Marktführer für Heimeinrichtung zu werden.

Quality deviation management: Wir organisieren und managen alle Produkt- und Lieferqualitätsabweichungen und Reklamationen. Fehler passieren, wir stellen sicher, dass wir aus ihnen lernen und uns verbessern.

Supply Chain Development: Diese Abteilung bietet Logistikentwicklungen und Innovationen an, die IKEA ermöglichen, noch mehr der vielen Menschen zu erreichen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. (Quelle: de.statista.com - vom 27. September 2024). Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im September 2024 auf den niedrigsten Stand seit etwa dreieinhalb Jahren gefallen - die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem August des Vorjahres um 1,6 Prozent. Niedriger lag die Teuerungsrate zuletzt im Februar 2021. Seit der zweiten Jahreshälfte 2023 ist die Inflationsrate wieder deutlich zurückgegangen, auch wenn die Inflationsrate im Oktober 2024 wieder auf 2,0 Prozent angestiegen ist. Laut Destatis hat sich insbesondere die Situation bei den Energiepreisen entspannt, der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln hat sich ebenfalls verlangsamt. Der Vergleich von Inflationsrate und Kerninflation zeigt, dass die Gesamtteuerung von Anfang 2022 bis Mitte 2023 von den Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Energie angetrieben wurde, in den letzten Monaten wirkte die Preisentwicklung in diesen Bereichen hingegen preisdämpfend. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung von Nahrungsmitteln und Energie lag die Teuerungsrate bei 2,8 Prozent. (Quelle: de.statista.com - vom 30. September 2024).

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich nach Angaben der GfK zuletzt leicht verbessert, für Oktober 2024 wird ein Anstieg des GfK-Konsumklima-Index auf -21,2 und im November 2024 auf -18,3 prognostiziert, im September lag der Indexwert bei -21,9 Punkten. Laut der GfK-Konsumklimastudie stiegen die Indikatoren für die Anschaffungsneigung und die Einkommenserwartung im September. Die Konjunkturerwartung sinkt laut GfK leicht ab. (Quelle: de.statista.com - vom 27. September 2024).

Geschäftsverlauf

Um weiter steigenden Kosten entgegenzuwirken, fanden im Geschäftsjahr weiterhin globale Umstrukturierungen statt. Durch Zentralisierung und Umstellung der Arbeitsweisen wird die Effizienz langfristig gesteigert und dadurch auch langfristig Kosten gesenkt. Die Mitarbeiter werden weiterhin dazu angehalten, Reisetätigkeiten zu hinterfragen und Meetings wenn möglich remote zu gestalten, um die damit verbundenen Kosten möglichst niedrig zu halten.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Umsatz aus der Erbringung von Service- und Logistikdienstleistungen ist im laufenden Geschäftsjahr von T€ 35.496 auf T€ 33.810 gesunken. Dies resultiert hauptsächlich aus im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Gesamtkosten der Gesellschaft, die vertragsgemäß mit einem Aufschlag an die IKEA Supply AG weiterbelastet werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von T€ 487 auf T€ 589 gestiegen, im Wesentlichen aufgrund höherer Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen (+T€ 84).

Trotz des allgemein gestiegenem Gehaltsniveaus im Geschäftsjahr 2023/24, ist der Personalaufwand um T€ 1.098 auf T€ 27.399 gesunken. Dies liegt zum Großteil an den bereits im Vorjahr begonnen Umstrukturierungsmaßnahmen und der damit verbundenen gesunkenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 293 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2022/23 auf 280 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023/24, als auch den im Geschäftsjahr 2023/24 geringeren zurückgestellten Aufwendungen für erwartete Abfindungen.

Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2023/24 minimal um T€ 30 auf T€ 447 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023/24 um T€ 412 auf T€ 3.768 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Nebenkosten zu Transportleistungen in Höhe von T€ 318 und gesunkenen Kosten für Reisen, Bewirtungen und Aufmerksamkeiten an Mitarbeiter in Höhe von T€ 216. Lediglich die Aufwendungen für Dienstleistungen, Beratungen und ähnliche Services sind in Höhe von T€ 51 gestiegen, und Aufwendungen für Raumkosten, Ausstattungen, Versicherungen und sonstiges sind in Höhe von T€ 70 gestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit T€ 3.339 leicht über Vorjahresniveau.

Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen in Höhe von T€ 544 und Abgänge in Höhe von T€ 90 betrafen Dienstfahrzeuge und EDV-Hardware.

Die Bilanzsumme in Höhe von T€ 12.756 ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 7.475 gesunken. Hauptgrund für diese Entwicklung ist die im Geschäftsjahr 2023/24 getätigte Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 8.000, die aus einer Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 2.215 und der Auflösung des Gewinnvortrages in Höhe von T€ 5.785 bestand. Dadurch ist die Cashpool Forderung gesunken, die im Geschäftsjahr 2023/24 mit T€ 10.280 den wesentlichen Posten in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen darstellt. Im Geschäftsjahr 2022/23 war dieser mit T€ 17.886 im den sonstigen Vermögensgegenständen der wesentliche Bestandteil. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde der CashPool von der Interogo Holding AG auf die Inter IKEA Treasury B.V. Delft, Niederlande, übertragen, was einen geänderten Ausweis in der Bilanz zur Folge hatte.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital aufgrund der Gewinnausschüttung ebenfalls gesunken. Das Eigenkapital stellt mit 61% dennoch die wesentliche Position der Passivseite dar.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus Personalrückstellungen für Weihnachtsgeld, Jubiläumsverpflichtungen, nicht genommenen Urlaub, Altersteilzeit, Abfindungsrückstellungen aus den Umstrukturierungsmaßnahmen und sonstige Lohn- und Gehaltsverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 771 sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 57 gestiegen.

Die Finanzlage der Gesellschaft wird auch in den kommenden Geschäftsjahren über das Cashpooling im Konzern geprägt und gesichert sein. Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unverändert gut.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Umsatz aus Durchführung von Serviceleistungen auf Cost Plus Basis ist der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2022/23 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von T€ 35.496. Die Umsatzerlöse von T€ 33.810 für das Geschäftsjahr 2023/24 entsprechen aufgrund der gesunkenen Gesamtkosten den Erwartungen von moderat gesunkenen Umsätzen für das Geschäftsjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die geringeren Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/23 zurückzuführen.

Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren betreffen Arbeitnehmerbelange. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter ist auf 280 (Vorjahr 293) gesunken. Fortbildungsmaßnahmen wurden den Mitarbeitern von der Gesellschaft unverändert angeboten und von diesen auch genutzt. Auch künftig werden Fortbildungsmaßnahmen zur Qualifizierung der Mitarbeiter angeboten. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden allerdings nicht zur Steuerung des Unternehmens herangezogen.

Prognosebericht

Die IKEA Purchasing Services (Germany) GmbH wird unter dem aktuellen Geschäftsmodell der Durchführung von Serviceleistungen auf Cost Plus Basis und auf Grund der von Inter IKEA umzusetzenden Umstrukturierung langfristig die Kosten möglichst gering halten. Die Gesellschaft geht allerdings aufgrund der zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 gestiegenen Gehälter angebunden an Tarifverhandlungen für das nächste Geschäftsjahr von einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr aus.

Risiko- und Chancenbericht

Das Risikomanagement von Inter IKEA beruht auf einem umfassenden Informations-, Planungs- und Berichtswesen. Geschäftsrisiken und Chancen werden laufend erfasst und beurteilt.

Die Gesellschaft realisiert ihren Umsatz im Wesentlichen mit der IKEA Supply AG, Schweiz, für die Logistikdienstleistungen und andere Serviceleistungen erbracht werden. Die Entwicklung der Gesellschaft ist daher von der Entwicklung der IKEA Supply AG abhängig (wesentlichstes Risiko). Deren Entwicklung ist mittel- oder unmittelbar vom Endkundengeschäft tangiert. Die IKEA-Einrichtungshäuser der verschiedenen Franchisenehmer als Abnehmer der IKEA Supply AG verfügen über eine sehr breite Kundenbasis und sind deshalb nicht in bedeutsamer Art und Weise existentiell von einzelnen Endkunden abhängig. Ein wesentliches Kunden- oder Kreditausfallrisiko besteht daher aus heutiger Sicht nicht.

Grundsätzlich wird erwartet, dass IKEA durch die Vision und die Geschäftsidee auch weiterhin gestärkt hervorgeht und seinen Marktanteil ausbauen kann.

Weitere Risiken

Branchenrisiken werden insbesondere in einer nachhaltigen Schwächung der Nachfrage nach Konsumgütern gesehen, die sich aus einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen ergeben.

Auf Grund des Geschäftsmodells der Gesellschaft und des Cashpooling besteht kein wesentliches finanzielles Risiko.

Geschäftschancen ergeben sich aus der Expansion der INGKA-Gruppe und der anderen IKEA Franchisenehmer.

Bestehende und künftige bestandsgefährdende Risiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

 

Dortmund, den 22. Januar 2025

Die Geschäftsführung

Sascha Honkomp

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IKEA Purchasing Services (Germany) GmbH, Dortmund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IKEA Purchasing Services (Germany) GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IKEA Purchasing Services (Germany) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 22. Januar 2025

KPMG AG
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