4Jet Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Najim Al-furcate seit 9.9.2024 | Prokura |
Robert Hillmann seit 23.4.2019 | Geschäftsführer |
Dirk Teppe seit 16.5.2014 | Prokura |
Armin Dr. Kraus seit 4.8.2011 | Geschäftsführer |
Johann Georg - genannt Jörg - Jetter seit 28.5.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 41.91% |
| Name | Anteil |
|---|---|
JOLT CAPITAL III FPCI | 44.84% |
| 10.76% | |
Troismer BV | 2.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
4JET Technologies GmbHAlsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der GesellschaftDie 4JET Technologies GmbH hat ihren Sitz in Alsdorf und ist an den deutschen Standorten Alsdorf, Aachen, Eschweiler und Prutting tätig. Über unsere nordamerikanische Tochtergesellschaft sowie unsere in Shanghai ansässige Schwestergesellschaft erbringen wir Leistungen in den entsprechenden geographischen Märkten. Darüber hinaus bestehen enge Leistungsbeziehungen mit unserer deutschen Schwestergesellschaft 4JET microtech GmbH, die ebenfalls am Standort in Alsdorf ansässig ist. Alle Gesellschaften sind als unmittelbare oder mittelbare 100%-ige Beteiligungen unter der 4Jet Holding GmbH, Alsdorf, als Konzernobergesellschaft angesiedelt. Die 4JET-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2023 auf konsolidierter Basis Umsatzerlöse in Höhe von € 33,5 Mio (2022: € 30,4 Mio) und beschäftigte zum 31. Dezember 2023 mehr als 186 Mitarbeiter/innen (2022: 166). Der Auftragseingang in der Gruppe stieg im Jahr 2023 um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf € 41,0 Mio. (2022: € 38,5 Mio). 4JET entwickelt innovative Lasersysteme zum Reinigen, Strukturieren, Markieren, Schneiden und Modifizieren von Materialien, um hochwertige Bauteiloberflächen zu erzielen, die beste Produktqualität ermöglichen. Durch die Kombination von Laserprozesstechnik, Optik, Bildverarbeitung, Automatisierung und Software schaffen wir leistungsfähige integrierte Maschinenlösungen für die industrielle Produktion. 4JET Lösungen werden weltweit in anspruchsvollen Industrien eingesetzt, unter anderem in der Reifen- und Automobilindustrie sowie über die 4JET microtech GmbH in der Glas- und Photovoltaik-Fertigung. Die 4JET Technologies GmbH bietet für die Reifenindustrie im Wesentlichen High-End-Lösungen in den Bereichen Laser-Reifenmarkierung, Laser-Reifenformenreinigung, laserbasierte Reifenrundlaufkorrektur, Reifen-Innerliner-Reinigung mit Laser, Reifen-Rückverfolgbarkeit und Connected Tires sowie Inspektion von Rädern und Reifen an. Weitere technologische Lösungen werden in der Laserreinigung und Laser-Oberflächenvorbereitung sowie Entlackung und Entschichtung angeboten. Neben dem Maschinen- und Anlagenbau und dem entsprechenden Serviceportfolio bietet die Gesellschaft die Lohnbearbeitung von Kundensubstraten auf 4JET-Anlagen an. II. Forschung und EntwicklungDie Entwicklung und Optimierung von Laserprozessen und deren Integration zu produktionstauglichen und innovativen Gesamtlösungen ist eine Kernkompetenz der 4JET Technologies GmbH. In unseren eigenen Applikations- und Analyselabors stehen umfangreiche Testaufbauten für die Laser-Materialbearbeitung zur Verfügung. Dazu zählen:
Wir investieren in erheblichem Umfang in konkrete Produktentwicklungen (T€ 967 Entwicklungseigenleistungen im Geschäftsjahr 2023 (2022: T€ 1.042)). Die Gesellschaft schützt ihre Produktentwicklungen umfassend vor Nachahmung und verfolgt eine dedizierte Patentstrategie. Wesentliche Schwerpunkte im Forschungs- und Entwicklungsbereich liegen in der Fokussierung auf Automatisierungs- und Robotiklösungen und der Entwicklung einer übergreifenden Softwareplattform. III. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Belastung durch den fortdauernden Krieg in der Ukraine, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die gestiegenen Lebenshaltungskosten haben zu einer nur schwachen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 beigetragen. Trotz der vorherrschenden negativen Einflüsse verzeichnete das reale Bruttoinlandsprodukt gemäß der Einschätzung des Internationalen Währungsfonds eine bessere Entwicklung als in der im Oktober 2023 veröffentlichten Prognose erwartet. Dies wurde insbesondere durch das stärker als erwartete Wirtschaftswachstum in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 sowie durch staatliche Konjunkturmaßnahmen in China vorangetrieben. Zusätzlich wirkte sich der stärkere Rückgang der Inflation positiv aus. Dennoch war die zunehmende Wirtschaftsdynamik nicht überall spürbar. Insbesondere im Euroraum war das Wachstum aufgrund der schwachen Verbraucherstimmung, den anhaltenden Auswirkungen hoher Energiepreise und einer Schwächephase im zinssensiblen verarbeitenden Gewerbe sowie bei allgemeinen Unternehmensinvestitionen besonders gedämpft. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2023 um 3,1 Prozent zu. Die Weltbank geht für das Jahr 2024 von einem globalen Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent aus (Quelle: BMWK). Die entwickelten Volkswirtschaften zeigten in 2023 unterschiedliche Wachstumsraten auf. So stieg das reale Bruttoinlandsprodukt im Euroraum in 2023 im Vergleich zu 2022 um 0,4 Prozent. Deutschland weist für das Jahr 2023 hingegen eine reale Veränderung des Bruttoinlandsproduktes von -0,3 % aus (Quelle: eurostat). Der deutsche Maschinenbau zeigte in 2023 mit einem Umsatzwachstum von 8,0 % weitere Erholungstendenzen auf. Für das laufende Jahr 2024 prognostiziert der VDMA allerdings einen Rückgang der preisbereinigten Umsätze um 4,0 % im Vergleich zum Vorjahreswert (Quelle: VDMA). 2. Geschäftsentwicklung der 4JET Technologies GmbH Die 4JET Technologies GmbH liefert Produktionslösungen für die Bearbeitung von technischen Oberflächen mit Lasertechnik. Einen Schwerpunkt bilden dabei folgende Produktgruppen und Märkte: Reifenherstellung Für Reifenhersteller entwickelt und vertreibt das Unternehmen Lasermaschinen für die Reinigung von Formen (Produktlinie STMCS), der Klebevorbereitung von Reifen-Innenflächen (TCS), zur Rundlaufkorrektur von Reifen (Produktlinie LUC) sowie zur Kennzeichnung von Reifen-Seitenwänden (T-Mark und T-Mark Compact sowie SCANNECT). 4JET ist der Lösungsanbieter für die Rückverfolgbarkeit von Reifen durch die Kennzeichnung, sowie das Auslesen von laserbeschrifteten 2D Codes. Für diesen Bereich liefert das Unternehmen neben den T-Mark Beschriftungssystemen auch Lesebrücken für den Einsatz in der Räderlogistik, Grading-Systeme zur Qualifizierung von 2D-Codes sowie eine Whitelabel App (SCANNECT - erhältlich in Google Play und Apple Store). Automotive-Zulieferer Daneben liefert das Unternehmen auch Lasersysteme zum Reinigen und Vorbehandeln von Werkzeugen und Bauteilen an Automobilhersteller und deren Zulieferer. Neben vollautomatischen Systemen bietet das Unternehmen mit der JETLASER Baureihe auch flexible Laserreinigungssysteme an, die handgeführt oder durch Integration mit Industrierobotern betrieben werden können. Diese neue Entwicklung liefert auch außerhalb der aktuellen Fokusmärkte Umsatzbeiträge. After Sales Service Ein weiterer Geschäftsbereich ist der Verkauf von Ersatzteilen und Services an die Bestandskunden. Maschinenbaudienstleistungen Darüber hinaus bietet das Unternehmen den Schwesterunternehmen der Firmengruppe Dienstleistungen und Services zur Montage und Inbetriebnahme von Lasersystemen an. Geschäftsentwicklung Reifenindustrie 4JET erlebt auch im Jahr 2023 eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Systemen für die Klebevorbereitung von Reifen für die Veredelung mit schalldämmenden Schäumen und Versiegelungsschichten und Punktionen. Diese Marktentwicklung wird wesentlich getrieben durch die Elektrifizierung von Automobilen. Der Bereich 'Tire Treatment' hatte im Geschäftsjahr 2023 einen Anteil am Gesamtumsatz von 47 % (31 % im Geschäftsjahr 2022). Die Nachfrage nach Systemen zur Kennzeichnung von Reifenseitenwänden mit 2D Codes (QR Codes) ist tendenziell niedriger. Der Bereich 'Tire Marking' hatte im Geschäftsjahr 2023 einen Anteil am Gesamtumsatz von 17 % (33 % im Geschäftsjahr 2022). Die Systeme zur laserbasierten Reinigung von Reifenformen des Bereichs 'Tire Mold Cleaning' zeichneten für einen Anteil am Gesamtumsatz von 6 % (6 % im Geschäftsjahr 2022) verantwortlich. Geschäftsentwicklung sonstige Zielmärkte Die Lasertechnik findet weiterhin zunehmende Akzeptanz bei der Vorbehandlung von Fügeflächen von Automobilbauteilen. Die berührungslose, präzise und trockene Bearbeitung von Bauteilen erhöht die Prozess-Sicherheit von Verbindungen und reduziert oder eliminiert den Einsatz umweltbelastender Chemikalien. Wachstumstreiber in diesem Bereich sind unter anderem die Klebevorbereitung von Batteriezellen für Elektrofahrzeuge oder das Entlacken von Batteriewannen. Die JETLASER Baureihe findet zunehmend Einsatz im Bereich der Formenreinigung in der Gummiartikel-Herstellung und in der allgemeinen Industriewartung. Der Geschäftsbereich "Parts Cleaning' hatte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzanteil von 9 % (6 % im Geschäftsjahr 2022). Ertragslage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, die Gesamtleistung, der Auftragseingang, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), auf welche im Rahmen der Erläuterung der Ertragslage eingegangen wird. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von T€ 27.550. Dies entspricht einer Steigerung von 16,9 % bzw. T€ 3.974 im Vergleich zum Vorjahr. Die höchsten Anteile am Umsatz wiesen im Geschäftsjahr 2023 die Produktreihen T-MARK, TCS und JETLASER auf. In den aktivierten Eigenleistungen wurden T€ 967 (2022: T€ 1.042) für Produktentwicklungen erfasst. Des Weiteren entfielen insgesamt T€ 1.334 an aktivierten Eigenleistungen im Wesentlichen auf das 4JET-Software-Framework sowie drei maschinelle Anlagen, die von der 4JET Technologies GmbH selbst genutzt werden. Die Gesamtleistung sank leicht durch die Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 1,5 % auf T€ 28.050 (2022: T€ 28.480). Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 43,4 % nach 46,6 % im Vorjahr. Hierbei spielen der Produktmix sowie die fortlaufenden Maßnahmen zur Kostenreduktion eine wesentliche Rolle. Der Personalaufwand stieg um 9,2 % auf T€ 7.357 (2022: T€ 6.736) an. Die Personalaufwandsquote als Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen und Bestandsveränderung erhöhte sich von 26,7 % in 2022 auf 28,6 % in 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um T€ 16 bzw. 0,3 % auf T€ 5.821. Die Abschreibungen stiegen um 5,9 % auf T€ 2.631. Auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfielen im Berichtsjahr Abschreibungen von T€ 1.035 (2022: T€ 1.068). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich auf T€ 5.418 und liegt damit um T€ 1.851 über dem Vorjahresvergleichswert. Hierin enthalten sind erfolgswirksam erfasst (steuerliche) Forschungszulagen in Höhe von T€ 335. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von T€1.083 im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 2.787 im Geschäftsjahr 2023. Die EBIT-Marge (EBIT im Verhältnis zu Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) beläuft sich auf 10,8 % (2022: 4,3 %). Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 einen Steueraufwand von T€ 721 (2022: Steueraufwand von T€ 81) inklusive latenter Steuern (T€ 332; Vorjahr T€ 81) aus. Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 1.702 (2022: Jahresüberschuss von T€ 732). Finanzlage Als externe Finanzierungsquellen stehen der Gesellschaft die Aufnahme von Bankkrediten zur Verfügung. Diesbezüglich bestehen gemeinschaftliche Kontokorrentkreditlinien der deutschen 4JET-Gesellschaften. Innerhalb des Konzernverbunds erfolgt zudem die Bereitstellung von Darlehenslinien durch die Muttergesellschaft 4Jet Holding GmbH. Die Finanzlage des Unternehmens war und ist gesichert. Das Unternehmen verfügt über angemessene Kreditlinien sowie einen angemessenen Rahmen für Avale und Bürgschaften. Der Deckungsgrad des Anlagevermögens (Eigenkapital im Verhältnis zum Anlagevermögen) liegt zum 31. Dezember 2023 bei 76,2 % (31. Dezember 2022: 60,6 %). Vermögenslage Die Investitionen in das Anlagevermögen im Umfang von T€ 2.688 (2022: T€ 3.728) liegen insgesamt knapp oberhalb der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 (T€ 2.631). Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 58 bzw. 0,5 % auf T€ 10.728. Wesentliche Investitionen nahm die Gesellschaft im Bereich der Produktentwicklungen (T€ 967), des Software-Framework als technologischem Zukunftsbaustein aller 4JET-Maschinen (T€ 1.103) und für maschinelle Anlagen (T€ 323) vor. Die Vorräte - ohne Berücksichtigung der offen abgesetzten erhaltenen Kundenanzahlungen auf Maschinenbestellungen - verringerten sich um T€ 1.049 auf T€ 4.237 zum 31. Dezember 2023. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 belaufen sich die erhaltenen Anzahlungen von Kunden auf T€ 2.361 (31. Dezember 2022: T€ 5.456). Durch die offene Absetzung der erhaltenen Anzahlungen ist ein Betrag von T€ 2.361 mit dem Vorratsvermögen saldiert und der Restbetrag von T€ 1.876 auf der Aktivseite als Summe des Vorratsvermögens ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um T€ 271 auf T€ 2.164. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um T€ 776 verringert werden und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich ebenfalls um T€ 205. Die Nettoverbindlichkeiten bei Kreditinstituten belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 4.151 (31. Dezember 2022: T€ 4.926). Die Bilanzsumme erhöhte sich um T€ 1.441 und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 20.908. Entsprechend ergibt sich eine Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 39,1 % nach 33,2 % im Vorjahr. Vergleich des Ausblicks aus dem letzten Jahr mit den tatsächlich erreichten Kennzahlen im Geschäftsjahr 2023 Für das Gesamtjahr 2023 erwartete die Gesellschaft einen leichten Rückgang des Auftragseingangs. Der tatsächliche Auftragseingang im Berichtsjahr lag um 6,5 % über dem Vorjahr und damit oberhalb der erwarteten Bandbreite. Bezüglich des Umsatzniveaus wurde ein ähnliches Niveau wie in 2022 prognostiziert. Der realisierte Umsatzzuwachs im Berichtsjahr lag mit annähernd 17 % deutlich über der Ursprungsprognose, was in erster Linie auf die positive Auftragslage zurückzuführen war. Trotz der Umsatzsteigerung hat sich die Gesamtleistung mit -1,5% leicht verringert. Dies ist im Wesentlichen auf die im Jahr 2022 begonnenen und im Jahr 2023 fertiggestellten Projekte zurückzuführen. Gegenläufig positiv wirkte sich die Verringerung des Materialaufwandes und die im Rahmen einer Vereinbarung zur Beendigung eines Rechtsstreites erzielte Einigung aus. Diese Entwicklungen zogen sich bis auf die Linie des EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) durch, welches sich um T€ 1.851 auf T€ 5.418 erhöhte. Hieraus ergab sich entsprechend ein deutlich über der Prognose liegendes positives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von T€ 2.787. 3. Personal Im Berichtsjahr hat das Unternehmen die eigenen Kapazitäten trotz der Krisenfolgen und der entsprechenden Ertragsbelastung und planerischen Unsicherheiten nicht reduziert. Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 120 Mitarbeiter/innen (2022: 110 Mitarbeiter/innen). 4. Bedeutsame Vorgänge des Berichtsjahres Im Berichtsjahr wurde eine Ausgleichszahlung in Höhe von T€ 2.000 im Rahmen einer Vereinbarung zur Beendigung eines Rechtsstreits über die Kennzeichnung von Reifen mit QR-Codes erfolgswirksam erfasst. IV. Chancen- und Risikobericht1. Risikobericht Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung ist ein wesentliches Element der Unternehmensführung. Übergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen bei jederzeit kontrollierten Risiken umfassend zu nutzen und so den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Unsere Gesellschaft betreibt ein aktives Risikomanagement. Das Berichtswesen basiert auf einer detaillierten Unternehmensplanung und monatlichen Analysen im Vergleich zur Ist-Entwicklung. In verschiedenen, regelmäßig abgehaltenen Besprechungen werden die Geschäftsentwicklung sowie alle Risiken des Geschäftes besprochen, Gegensteuerungsmaßnahmen festgehalten und die Abarbeitung durch den betreffenden Bereich rückgemeldet. An diesen Besprechungen nehmen alle wesentlichen Entscheidungsträger des Unternehmens teil. Darüber hinaus berichtet die Gesellschaft monatlich alle wesentlichen Kennzahlen an die Muttergesellschaft 4Jet Holding GmbH, welche ihrerseits die Berichterstattung für die 4JET-Gruppe an die Gesellschafter und den Beirat der 4Jet Holding GmbH erstellt. Gesamtrisiko Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Viele Faktoren, die teilweise außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft aus und derer Ergebnisse aus. Auf die erhöhte Prognose- und Risikoabschätzungsunsicherheit im Zusammenhang mit den Auswirkungen und der weiteren Entwicklung des Kriegszustandes in der Ukraine, der Energiekrise, der Inflation und die damit verbundene straffere Geldpolitik der Zentralbanken wird allerdings ausdrücklich hingewiesen. Aufgrund der weiterhin bemerkbaren Störungen globaler Lieferketten als Nachwirkung der Corona-Pandemie sowie der unsicheren makroökonomischen und geopolitischen Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die Risikobeurteilung und der Ausblick mit hohen Unsicherheiten behaftet. Risikobericht Nachfolgend werden die Risiken für die Gesellschaft in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgelistet. Markt- und Wettbewerbsrisiken Marktrisiken resultieren daraus, dass die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung ungünstiger verlaufen kann als im Prognosebericht dargestellt. Dieser reflektiert die erwarteten Auswirkungen der anhaltenden Lieferkettenproblematik und der entsprechenden Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der 4JET Technologies GmbH. Investitionsentscheidungen von Kunden hängen in hohem Maß von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie der Situation in der jeweiligen Kundenbranche ab. Bei einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit, weltweiten Pandemien oder deutlichen Konjunkturabschwüngen neigen Kunden dazu, Investitionen hinauszuschieben. Die Nachfrage nach Serviceleistungen reagiert weniger zyklisch als das Neugeschäft (Maschinenverkäufe), doch sie korreliert mit dem Nutzungsgrad der Anlagen, der in wirtschaftlichen Schwächephasen üblicherweise abnimmt. Da die Gesellschaft die Fixkosten nur teilweise an Nachfrageschwankungen anpassen kann, wirken sich Umsatz- und Auftragseingangsrückgänge ergebnisbelastend aus. Bedingt durch die Unsicherheiten in Bezug auf die makroökonomische und geopolitische Lage und die entsprechenden möglichen negativen Auswirkungen auf Investitionen sowie die Produktionsaktivitäten von Unternehmen schätzen wir das Marktrisiko derzeit unverändert als hoch ein. Beschaffungsrisiken Auf Beschaffungsseite stellen die generelle Verfügbarkeit von Teilen und Komponenten sowie die Einkaufspreisentwicklung potenzielle Risiken dar. Lieferrückstände können sich grundsätzlich vorübergehend umsatz- und liquiditätsmindernd auswirken und Produktionsineffizienzen zur Folge haben. Für Schlüsselkomponenten arbeitet die Gesellschaft mit einer begrenzten Anzahl an Kernlieferanten zusammen. Die Gesellschaft hat ein kontinuierliches Lieferantenbewertungssystem aufgebaut und begrenzt Risiken durch Diversifikation der Lieferanten. Grundsätzlich sind wir bestrebt, Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben, doch gelingt dies unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation ggf. nicht vollständig. Die Beschaffungsrisiken haben sich auch im weiteren Verlauf der globalen Geschehnisse deutlich erhöht; Störungen und Unterbrechungen globaler und lokaler Lieferketten lagen und liegen vor. Die Gesellschaft sieht in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Supply-Chain-Problematik ein erhöhtes Risiko, auch im Laufe des Geschäftsjahres 2024 mit Kapazitätsbeschränkungen auf Lieferantenseite und daraus resultierenden Lieferrückständen oder -ausfällen bei einzelnen Komponenten sowie deutlichen Preiserhöhungen konfrontiert zu werden. Insgesamt haben sich die Beschaffungsrisiken in 2020 erhöht und werden seitdem unverändert als hoch eingeschätzt. Dem Risiko wird mit einer fortlaufenden Überwachung der Lieferketten, der Materialverfügbarkeit und der Lieferfähigkeit von Lieferanten begegnet. Für kritische Materialien werden zudem Sicherheitsbestände aufgebaut bzw. vorgehalten. Absatz- und Kundenrisiken Aufgrund der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation besteht ein erhöhtes Risiko, dass Kunden Aufträge stornieren oder verschieben. Auch wenn aktuell keine wesentlichen Belastungen aus Auftragsstornierungen erkennbar sind, bleibt die Gesellschaft weiterhin eng mit ihren Kunden im Dialog und beobachtet die Situation genau. Im Kundenprojektgeschäft können sich Risiken aus zeitlichen Abweichungen gegenüber einem ursprünglich mit dem Kunden vereinbarten Zeitplan ergeben, die zu Verschiebungen von Umsatz- und Gewinnrealisierungen in Folgejahre führen können. Die bestehenden Engpässe in den Bereichen Transport und Logistik treten als Umsatzrisiko hinzu. Ebenso können Risiken aufgrund von technischen Abweichungen gegenüber zugesicherten Spezifikationen eintreten, aus denen Mehrkosten für die Fertigung resultieren können. Um diese Risiken zu begrenzen, wird ein engmaschiges Projektmanagement durchgeführt. Es besteht das Risiko, dass Kunden aufgrund von Liquiditätsengpässen ihren Zahlungsverpflichtungen nur mit zeitlicher Verzögerung oder gar nicht nachkommen können. Es besteht generell ein höheres branchenbezogenes Abhängigkeitsrisiko aufgrund der Ausrichtung auf die Reifenindustrie. Gleichwohl sind Konzentrationsrisiken für die 4JET Technologies GmbH aufgrund der breiten Kundenbasis weiterhin als moderat zu betrachten. Unter regionalen Gesichtspunkten ist das Geschäft stark diversifiziert. Das für die Gesellschaft, aufgrund der Kundenbeziehung zu regelmäßig finanzstarken Großkonzernen, erfahrungsgemäß geringe Risiko möglicher Zahlungsausfälle kann durch die Verwertung von Sicherheiten weiter reduziert werden. Personelle Risiken Die Abwanderung von hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitern stellt ein grundsätzliches Risiko dar, dem sich alle Unternehmen ausgesetzt sehen. Die Gesellschaft wirkt dem durch ein offenes Arbeitsklima, regelmäßige und systematische Mitarbeitergespräche, Feedbackrunden für Führungskräfte und 360-Grad-Feebacks, Flexibilisierung der Arbeitsgestaltung in räumlicher und zeitlicher Hinsicht, Sonderleistungen und dem innovativen Charakter entgegen. Hierdurch soll der Gefahr von möglichem Know-how-Verlust und daraus resultierenden Wettbewerbsnachteilen frühzeitig entgegengewirkt werden. Aufgrund der anhaltend hohen Kern- und Gesamtinflationsraten in Deutschland und jüngsten Tarifabschlüssen, entstehen Gehaltssteigerungserwartungen auf Arbeitnehmerseite, die im Zusammenspiel mit dem bestehenden Fachkräftemangel zu zunehmenden personellen Risiken führen. Entsprechend werden personelle Risiken im nach wie vor als hoch eingeschätzt. Produktionsrisiken Produktionsrisiken resultieren im Wesentlichen aus Qualitätsproblemen, möglichen Störungen der Betriebsabläufe oder Produktionsausfällen. Ferner können sie als Sekundärrisiken von Beschaffungsrisiken auftreten. Um dieses Risiko zu mindern, setzt die Gesellschaft auf vorbeugende Instandhaltung, Mitarbeiterschulungen und intensiven Lieferantenkontakt. Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang begrenzen das Risiko möglicher Schadensfälle. Die Qualitätssicherung nimmt einen hohen Stellenwert ein und reduziert Qualitätsrisiken im Rahmen der Leistungserstellung. Technologierisiken Die Marktposition und wirtschaftliche Entwicklung der 4JET Technologies GmbH hängen wesentlich von der Fähigkeit ab, die Position als einer der Technologieführer bei Einzelprodukten zu festigen und zu stärken. Dazu sind fortlaufend Produktentwicklungen erforderlich, die Kundenerwartungen erfüllen und sich ändernde technologische Rahmenbedingungen berücksichtigen. Dafür muss die Gesellschaft Innovationserfordernisse, einschließlich der Digitalisierung von Wertschöpfungsketten, antizipieren, Produkte neu bzw. weiterentwickeln und in kurzer Zeit zur Marktreife bringen. Sollte dies nicht gelingen, kann die Technologie- und Wettbewerbsposition beeinträchtigt werden. Entwicklungsrisiken begrenzt die Gesellschaft durch eine konsequent am Kundennutzen ausgerichtete Entwicklung von Produkten und Lösungen. Patentrisiken Die Innovationen der Gesellschaft werden umfassend über Schutzrechte, insbesondere Patente, geschützt. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Produkte ganz oder teilweise imitiert werden. Die 4JET Technologies hat intensive Betrachtungen zur Sicherstellung der "Freedom to Operate" in allen Schlüsselprodukten angestellt und überwacht relevante Entwicklungen kontinuierlich. Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft überwacht systematisch die eigene Zahlungsfähigkeit und hat ein entsprechendes Berichts- und Prognosewesen eingerichtet. Die im Projektgeschäft teilweise auftretenden Verzögerungen bei Kundenzahlungen werden bei der Prognose der Liquiditätsreichweite angemessen berücksichtigt. Das Unternehmen arbeitet offen und partnerschaftlich mit mehreren Kreditinstituten zusammen; die Bereitstellung von Kreditlinien zur Finanzierung des branchentypischen Kapitalbedarfs erfolgt in jederzeit ausreichendem Maße. Cyberrisiken Wir überwachen unsere zentralen IT-Systeme permanent und passen unsere Cyber Security Roadmap jährlich und bei Bedarf an die Bedrohungslage und gesetzliche Rahmenbedingungen an. Durch die eingeführte regelmäßige Phishing-Simulation und die Umstellung auf ein verpflichtendes E-Learning zum Thema Cyber Security für die gesamte 4JETGruppe werden alle Mitarbeiter zum sicherheitsbewussten Handeln geschult. Cyber-Security-Risiken, die zu einer schweren Betriebsunterbrechung führen könnten, werden durch das BCM aufgenommen und Notfallpläne werden gemeinsam mit den Bereichen sowie der IT geprüft. Fremdwährungsrisiken Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in geringem Umfang Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Chancenbericht Die mittel- und langfristigen Perspektiven für die Gesellschaft werden von der Geschäftsführung als positiv eingeschätzt. Die 4JET Technologies GmbH ist in seinen Nischen in der Reifenindustrie jeweils führender Hersteller. Hier profitiert die Gesellschaft von der engen Zusammenarbeit mit den weltweiten Marktführern. Vierzehn der internationalen Top 15 Hersteller setzen 4JET Lösungen zur Reifenkennzeichnung oder Formenreinigung ein, wobei trotz der mittlerweile breiten installierten Basis bis dato nur Bruchteile des gesamten Produktionsvolumens der Reifenindustrie mit Lasertechnik bearbeitet werden. 4JET profitiert auch von technologischen Trends zur trockenen, präzisen und schonenden Reinigung und Vorbehandlung von Bauteilen, der Forderung nach besserer Rückverfolgbarkeit von Reifen sowie der kontinuierlichen Kostendegression der mittleren Laserleistung. Die Diversifizierung über mehrere Produktlinien, eine breite Technologie- und Kundenbasis und eine internationale Vertriebsorganisation sichern das Unternehmen gut gegen Verwerfungen oder Technologiewechseln in einzelnen Nischen ab. Mittelfristig ergeben sich leistungswirtschaftliche Chancen aus den laufenden Modernisierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Die intensiv betriebenen Maßnahmen zum Aufbau einer auf Umsatzwachstum und stärkere Internationalisierung ausgerichteten Organisation, gepaart mit unseren Anstrengungen zur weiteren Standardisierung von Produkten und innerbetrieblichen Abläufen, eröffnen die Chancen zur Erhöhung der Kundenattraktivität und Marktdurchdringung. Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Exzellenz und zur Kostensenkung können dazu beitragen, dass künftige Wachstum mit einem unterproportionalen Kostenanstieg zu bewältigen. Die Einbindung in die Firmengruppe unter dem Dach der 4Jet Holding GmbH und die enge Kooperation mit der 4JET microtech GmbH liefern wichtige technologische Impulse und Skaleneffekte. Planmäßig wird in 2024 die Zusammenführung der Standorte Aachen, Eschweiler und Alsdorf an einem neuen Standort in Alsdorf abgeschlossen, woraus sich entsprechende Synergieeffekte sowie deutliche Ausdehnungen der Produktions- und Verwaltungsflächen zur Realisierung des Wachstums der Gruppe ergeben. Das wichtigste Potenzial des Unternehmens bleiben unsere hervorragenden Mitarbeiter, deren Kompetenz, Engagement und Kreativität die Basis für die weitere Entwicklung der 4JET Technologies GmbH bilden. V. PrognoseberichtNach einem weitgehenden Stillstand im Jahr 2023 wird das Welthandelsvolumen laut Einschätzung des IWF im Jahr 2024 voraussichtlich um 3,1 Prozent zunehmen. Der IWF warnt jedoch vor erheblichen Risiken für die makroökonomische Prognose. Die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, fortgesetzte Angriffe im Roten Meer und der Krieg in der Ukraine könnten zu Angebotsschocks führen, die zu erneuten starken Anstiegen bei Lebensmittel-, Energie- und Transportkosten führen könnten. Eine dadurch bedingte erneute Inflationssteigerung würde gleichzeitig eine Festigung der restriktiven Geldpolitik bedeuten. Darüber hinaus wird die verstärkte Umsetzung von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufgrund notwendiger Haushaltskonsolidierungen in vielen Volkswirtschaften als Risiko für das Wirtschaftswachstum betrachtet. Der anhaltend schwache Immobiliensektor in China könnte sich weiterhin negativ auf das Binnenwachstum und die Handelspartner auswirken. Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und den Einschätzungen der Gesellschaft unter den derzeit besonders unsicheren Rahmenbedingungen. Sie bergen daher vergleichsweise hohe Risiken und Unsicherheiten. Das Eintreten eines sich verschärfenden konjunkturellen Negativszenarios würde dazu führen, dass die Leistungen und Ergebnisse der Gesellschaft wesentlich von den Prognoseaussagen abweichen. Die sich abschwächenden aber weiterhin bestehenden Störungen in den Lieferketten und die auf einem hohen Niveau befindlichen Material-, Energie- und Logistikkosten werden sich auch für das Geschäftsjahr 2024 auf das wirtschaftliche Ergebnis der Gesellschaft auswirken. Für das Gesamtjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen leichten Anstieg des Auftragseingangs im Vergleich zum Jahr 2023. Bezüglich des Umsatzniveaus werden aufgrund des bestehenden Auftragsbestands leicht höhere Umsätze erwartet. Für die Gesamtleistung geht die Geschäftsführung ebenfalls von einem leichten Anstieg aus. Für das EBITDA wird ein positives Ergebnis in einer Bandbreite zwischen € 5 und € 7 Mio. erwartet. Für das EBIT geht die Geschäftsführung aufgrund der skizzierten erwarteten Ertragsentwicklung für 2024 von einem leicht positiven Ergebnis aus. Gesamtaussage zur Lage und voraussichtlichen Entwicklung Die 4JET Technologies GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 in Bezug auf die wesentlichen steuerungsrelevanten Kennzahlen oberhalb der Plan-Erwartungen abgeschlossen und sieht sich insgesamt für die Zukunft gut aufgestellt. Aufgrund der genannten marktseitigen und geopolitischen Risiken bestehen allerdings weiterhin Unsicherheiten - insbesondere aufgrund makroökonomischer exogener Faktoren - für die Entwicklungen des Unternehmens. Der Dank der Geschäftsführung gilt insbesondere unseren Mitarbeitern, deren Flexibilität, umsichtiges und verantwortungsvolles Handeln und deren Einsatzbereitschaft der größte Beitrag zu unserem Erfolg sind. Unseren Kunden danken wir für das fortgesetzte Vertrauen und unseren Partnern und Lieferanten für die gute Zusammenarbeit.
Alsdorf, den 24. Mai 2024 4JET Technologies GmbH Robert Hillmann Jörg Jetter Dr. Armin Kraus Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023I. Allgemeine AngabenDie 4JET Technologies GmbH hat ihren Sitz in Alsdorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Aachen (HR B Reg.Nr. 15490). Die 4JET Technologies GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierung und Bewertung der AktivpostenSelbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben; diese beläuft sich regelmäßig auf sechs Jahre. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten bis zu € 800; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: Bauten auf fremden Grundstücken 33 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre, andere Anlagen 5 bis 8 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. Bilanzierung und Bewertung der PassivpostenDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Gewährleistungen wurden entsprechende Rückstellungen auf Grundlage der gewährleistungsbehafteten Umsätze des abgelaufenen Geschäftsjahres gebildet. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken wurden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. IV. Erläuterung zu Bilanzposten - AKTIVAAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 229; Vorjahr: T€ 131) sowie aus Darlehensforderungen (T€ 1.465; Vorjahr T€ 1.535). Des Weiteren sind Forderungen aus der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Alleingesellschafterin 4Jet Holding GmbH, Alsdorf, als umsatzsteuerliche Organträgerin von T€ 0 Vorjahr T€ 131) enthalten. V. Erläuterung zu Bilanzposten - PASSIVASonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 1.032; Vorjahr T€ 1.493), Urlaubsentgelte und Überstunden (T€ 223; Vorjahr T€ 189), Gewährleistungen (T€ 199; Vorjahr T€ 169), Rückstellungen für Fremdwährungsrisiken (T€ 32; Vorjahr T€ 98) sowie sonstige personalbezogene Rückstellungen (T€ 226; Vorjahr T€ 291). Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht (Kontokorrentkredite in Summe von T€ 4.151 zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr T€ 4.898) eine gesamtschuldnerische Haftung der deutschen Gesellschaften der 4JET-Gruppe (4Jet Holding GmbH, 4JET microtech GmbH und 4JET Technologies GmbH). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Darlehensgewährung der Alleingesellschafterin von T€ 291 (Vorjahr T€ 500). Passive latente Steuern Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Passivüberhang der latenten Steuern von T€ 1.138 (2022: T€ 806). Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Wertansätzen personalbezogener Rückstellungen sowie steuerlichen Ansatzverboten. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren aus steuerlichen Ansatzverboten (Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens). Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt:
1) Erfassung in dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag". VI. Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenDie Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in geringem Umfang Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität wird anhand der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt.
In die Bewertungseinheiten sind zum Abschlussstichtag drei Kundenforderungen in USD in Summe von USD 1.498.803,65 einbezogen. Für jede Kundenforderung wurde ein Devisenterminkontrakt abgeschlossen, dessen Laufzeit der erwarteten Fälligkeit des Grundgeschäfts entspricht. Der Buchwert der zum Sicherungskurs umgerechneten Kundenforderungen liegt bei T€ 1.349. Die Wert- und Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts (Forderung in USD) und die gegenläufige Wert- und Zahlungsstromänderung des Devisenterminkontrakts (Verkauf von USD gegen Euro) gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko (hier: Wechselkurs USD/EUR) ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Forderungen in USD zum Fälligkeitszeitpunkt Verbindlichkeiten in USD zu einem festen Euro-Kurs gegenüberstehen. Die am Abschlussstichtag bestehenden Forderungen in USD werden in 2024 fällig; dies gilt ebenso für das jeweilige Devisentermingeschäft. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Kundenforderung kommt, wird die Laufzeit des entsprechenden Devisenterminkontrakts angepasst. Zum 31. Dezember 2023 liegt ein negativer Barwert (T€ -32) der Sicherungsgeschäfte vor (mark-to-market Bewertung), für den eine entsprechende Rückstellung erfasst wurde. VII. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Raumkosten, Vertriebskosten Miet-/Leasingkosten für technische Anlagen und Maschinen, Ausgangsfrachten, Werbe- und Reisekosten, Fahrzeugkosten, Versicherungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Rechts- und Beratungskosten. VIII. Sonstige AngabenForschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2023 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten entfällt ausschließlich auf Produktentwicklungen, welche als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert wurden, und beläuft sich auf T€ 967 (2022: T€ 1.042). Die Entwicklungsprojekte beziehen sich im Wesentlichen auf: LUC: Entwicklung des Systems zur Reifenrundlaufkorrektur (Laser Uniformity Correction). TCS: Weiterentwicklung des Systems zur Innerline Laser-Reinigung von Reifen. Arbeitnehmer Es waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 120 Mitarbeiter (Vorjahr 110) beschäftigt.
Im Jahresdurchschnitt wurde 1 Auszubildender beschäftigt. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023: Dipl.-Ing. (FH) Robert Hillmann, Aachen, CTO Johann Georg, gen. Jörg, Jetter, Aachen, CEO Dr. Armin Kraus, Aldenhoven, COO Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Haftungsverhältnisse Für von Kreditinstituten eingeräumte Kontokorrentkreditlinien besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der deutschen Gesellschaften der 4JET-Gruppe (4Jet Holding GmbH, 4JET microtech GmbH und 4JET Technologies GmbH). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Die abgeschlossenen Miet-, Pacht- und Leasingverträge tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben. Ausschüttungsgesperrte Beträge
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags sowie des Jahresergebnisses des Geschäftsjahres 2023 den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die 4JET Technologies GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Alleingesellschafterin 4Jet Holding GmbH, Alsdorf. Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts besteht gemäß § 293 HGB nicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 5.164, der sich aus dem Jahresergebnis von T€ 1.702 und dem Gewinnvortrag von T€ 3.462 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Alsdorf, den 24. Mai 2024 4JET Technologies GmbH Robert Hillmann Jörg Jetter Dr. Armin Kraus Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die 4JET Technologies GmbH, Alsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 4JET Technologies GmbH, Alsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 4JET Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer ppa. Robin Thiele, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.06.2024 festgestellt. |
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