Säge- und Hobelwerke
Dachdecker-Einkauf Ost eG
BraunschweigStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffi Wolf seit 3.3.2025 | Prokura |
Wibke Berger seit 2.5.2024 | Vorstandsmitglied |
Heiko Walther seit 27.3.2013 | Prokura |
Dirk Magerkord seit 1.12.2009 | Prokura |
Christian Kurth seit 23.2.2009 | Vorstandsmitglied |
Maik Schniete seit 9.11.2005 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dachdecker-Einkauf Ost eGBraunschweigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhalt Auf ein Wort Lagebericht Bericht des Aufsichtsrates Jahresabschluss Vorschlag für die Ergebnisverwendung auf ein Wort "Es ist ein verbreiteter Fehler, bei gutem Wetter nicht mit Stürmen zu rechnen." NICCOLÒ MACHIAVELLI, DIPLOMAT, PHILOSOPH, POLITIKER (1469 - 1527) Sehr geehrtes Mitglied, dieses Zitat spiegelt eine Weisheit wider, die im vergangenen Jahr nicht nur für unser Unternehmen, sondern auch für alle unsere Geschäftspartner von besonderer Bedeutung war. Es erinnert uns daran, dass wahre Führungsstärke und unternehmerische Weitsicht gerade in Zeiten der Herausforderung und des Wandels zum Vorschein kommen. Das Jahr 2023 war für uns alle alles andere als ruhiges Wetter. Es war ein Jahr, das von uns verlangte, das Steuer fest in die Hand zu nehmen und durch unerwartete Stürme zu navigieren. So haben wir uns den Herausforderungen gestellt und diese als Chance begriffen, um zu wachsen und uns weiterzuentwickeln. Trotz vieler Turbulenzen konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Entscheidungen, die wir getroffen haben, und die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, waren notwendig, um unser Unternehmen langfristig erfolgreich zu machen. Wir haben in innovative Technologien und zusätzliche Geschäftsfelder investiert, um damit die Grundlage für weiteres Wachstum und die Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen zu schaffen. Für das kommende Jahr blicken wir mit Zuversicht und dem Wissen um unsere Stärken aber auch unsere Schwächen nach vorne. Unser Ziel ist es, nachhaltiges Wachstum zu sichern und unseren Mitgliedern und Kunden weiterhin Produkte und Dienstleistungen von höchster Qualität anzubieten. Wir danken all unseren Geschäftspartnern, Mitgliedern und Kunden für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Gemeinsam werden wir zukünftige Stürme nicht nur überstehen, sondern als stärkeres, weiseres und erfolgreicheres Unternehmen aus ihnen hervorgehen. Auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt unser Dank, denn sie haben mit außergewöhnlichem Engagement und Flexibilität dazu beigetragen, dass wir in schwierigen Zeiten unseren Kurs halten konnten. Wir alle wissen, nur GEMEINSAM sind wir oben!
Dachdecker-Einkauf Ost eG Der Vorstand STEFAN KLUSMANN CHRISTIAN KURTH AXEL MARING Lagebericht1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die Dachdecker-Einkauf Ost eG, ein von Handwerkern gegründetes Unternehmen, übernimmt eine zentrale Rolle in der Einkaufsfunktion für ihre Mitglieder. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt auf dem Service- und Dienstleistungsgedanken, mit dem primären Ziel, das Wohl der Mitgliedsbetriebe zu fördern. Dieser Ansatz spiegelt sich in der Überzeugung wider, dass der Erfolg der Genossenschaft eng mit dem Wohlergehen ihrer Mitglieder verknüpft ist. Der Bausektor, ein wesentlicher Pfeiler der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, bietet auch künftig eine stabile Auftragslage für das Dachdeckerhandwerk. Die Branche steht jedoch vor ständig wechselnden Anforderungen, die auch Bereiche wie Wärmedämmung, Fassadenbau und Photovoltaik umfassen. Die Dachdecker-Einkauf Ost eG begegnet diesen Herausforderungen, indem sie ein breites Spektrum an Dienstleistungen für ihre Mitglieder und Kunden anbietet. Um sich für die Zukunft zu rüsten, ist das Unternehmen bestrebt, sich modern und zeitgemäß aufzustellen. Dies umfasst die Erschließung neuer Geschäftsfelder, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Als starker Partner des Handwerks zielt die Dachdecker-Einkauf Ost eG darauf ab, die Entwicklungen am Markt aktiv zu begleiten und voranzutreiben. Diese strategische Ausrichtung gewährleistet, dass die Genossenschaft auch weiterhin als zuverlässiger und innovativer Partner in der dynamischen Landschaft des Bausektors agieren kann. 1.1. MARKTSTELLUNG UND WETTBEWERBSSITUATION Die ZEDACH-Gruppe hat ihre Position gegenüber Lieferanten durch die Zusammenarbeit der einzelnen Genossenschaften kontinuierlich gestärkt. Mit einem Umsatz von 1,82 Milliarden Euro belegt sie weiterhin die Marktführerschaft im Bereich des Bedachungsfachhandels. Die Dachdecker-Einkauf Ost eG trug mit einem Anteil von 12,3 Prozent am Gesamtumsatz der ZEDACH-Gruppe dazu bei. In Zusammenarbeit mit anderen Einkaufsgenossenschaften der CC Cooperations Centrale GmbH führt die Dachdecker-Einkauf Ost eG fortlaufend intensive Verhandlungen mit Herstellern und Lieferanten. Durch das Bündeln von Bestellmengen und erfolgreiche Preisverhandlungen ergeben sich zusätzliche Preisvorteile für die Mitglieder. Die Dachdecker-Einkauf Ost eG ist durch ihren Fokus auf die Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden, eine klare Unternehmensstrategie sowie eine hervorragende Belegschaft für die Zukunft gut aufgestellt und hat ihre Ziele erreicht. 1.2. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT Die Geschäftstätigkeit der Dachdecker-Einkauf Ost eG umfasst im Wesentlichen den Handel und den Verkauf von Bedachungsmaterialien. Die operative Handelstätigkeit erfolgt an 23 Standorten. Das Verkaufsgebiet erstreckt sich auf die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Sachsen. Standorte der Dachdecker-Einkauf Ost eG Berlin-Biesdorf Berlin-Lichterfelde Berlin-Spandau Borna Boxdorf Braunschweig Braunschweig - Technik Dessau Dresden Fehrbellin Finowfurt Fürstenwalde Gifhorn Goslar Hannover Hildesheim Isernhagen Lauenau Leipzig Magdeburg Massen Wittichenau Zorbau 2. Wirtschaftsbericht 2.1. ALLGEMEINE KONJUNKTURELLE LAGE Im Jahr 2023 erlebte die deutsche Wirtschaft mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 Prozent im Jahresdurchschnitt eine technische Rezession. Diese Entwicklung war hauptsächlich auf eine schwache Binnennachfrage zurückzuführen, die durch hohe Inflation und steigende Zinsen, die den privaten Konsum dämpften, beeinträchtigt wurde. Zudem litt der Exportsektor unter der globalen Wirtschaftsabschwächung. Der Staatshaushalt schloss mit einem Defizit von voraussichtlich ca. 2,1 Prozent des BIP. Interessanterweise verzeichnete Deutschland im ersten Halbjahr 2023 noch ein Exportwachstum von 3,3 Prozent, während die Importe zurückgingen. Mit einem Rekordhandelsüberschuss von 98,7 Milliarden Euro glänzte Deutschlands Außenhandel, wobei Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile die wichtigsten Exportgüter blieben. Die starke Nachfrage aus den USA und China trug maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Langfristig könnten jedoch die globalen Wirtschaftsabkühlungen auch den deutschen Exportsektor beeinträchtigen. Trotz der konjunkturellen Abkühlung zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt im Jahr 2023 erstaunlich robust. Mit über 46 Millionen Erwerbstätigen, angetrieben durch ausländische Fachkräfte, wurde ein neuer Rekord erreicht. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt bei 5,7 Prozent, was einen Anstieg um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2022 bedeutet. Der Fachkräftemangel blieb weiterhin eine große Herausforderung. Ab Herbst war zudem ein deutlicher Anstieg der Kurzarbeit zu verzeichnen, mit 179.000 Beschäftigten im Oktober. Die Inflationsrate in Deutschland betrug 2023 im Durchschnitt 5,9 Prozent, nachdem sie im Vorjahr bei 6,9 Prozent lag. Haupttreiber der Teuerung waren stark steigende Preise für Energie und Lebensmittel. Zum Jahresende sank die Inflationsrate wieder auf 3,7 Prozent. Für Verbraucher und Unternehmen blieb die hohe Inflation eine erhebliche Belastung, die die Kaufkraft verringerte und Investitionen bremste. Insgesamt war die konjunkturelle Lage Deutschlands im Jahr 2023 schwierig. Hohe Inflation, steigende Zinsen und die abschwächende Weltwirtschaft führten zu einem rezessiven Jahresverlauf. Während der Arbeitsmarkt sich noch als robust erwies, litt vor allem der private Konsum unter den Inflationsverlusten bei den Realeinkommen. Die Aussichten für 2024 sind stark abhängig von der weiteren Entwicklung der Inflation und Zinsen sowie der globalen Konjunktur. Eine schnelle Erholung scheint unter diesen Umständen unwahrscheinlich. Konjunkturlage im Bauhauptgewerbe Im Jahr 2023 verzeichnete das Bauhauptgewerbe in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr bei einem nominalen Umsatzanstieg von etwa 1,4 % einen realen Rückgang um 5,3 %. Der Hauptgrund für diese Entwicklung war der deutliche Rückgang im Wohnungsbau um 11 % im Jahr 2023 und die prognostizierte Abnahme um 13 % für das Jahr 2024. Der öffentliche Bau erlebte 2023 ein leichtes Minus von 2 %, soll aber im Jahr 2024 wieder um 3 % ansteigen. Der Wirtschaftsbau zeigte 2023 ein Wachstum von 1 % und erwartet für 2024 ein Wachstum von 3 %. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe waren 2023 in den ersten neun Monaten mit einem Minus von 5,6 % durchgängig rückläufig, wobei der Wohnungsbau besonders stark betroffen war. Eine auffällige Zweiteilung zeigte sich zwischen Hochbau und Tiefbau: Während der Hochbau meist rückläufige Tendenzen aufwies, konnte der Tiefbau phasenweise starke Zuwächse verzeichnen, oft getrieben durch Großaufträge. In allen Sparten hatte sich die Auftragsreichweite verringert, eine Trendwende ist bislang nicht in Sicht. Vor allem der Wohnungsbau zeigt weiterhin Schwächen. Nach einem Beschäftigungszuwachs im Jahr 2022 um 220.000 auf 926.700 wird für 2023 mit einer Stagnation bei 920.000 Beschäftigten gerechnet. Für 2024 droht aufgrund der Unterauslastung ein weiterer deutlicher Abbau von bis zu 30.000 Stellen. Die Baukonjunktur erhielt im Jahr 2023 insgesamt einen deutlichen Dämpfer, vor allem bedingt durch die Krise am Wohnungsmarkt. Mit einer Erholung der Branche wird nicht vor 2025 gerechnet. Als entscheidende Faktoren für die Zukunft der Bauwirtschaft gelten die Entwicklung der Materialpreise und Energiekosten sowie verlässliche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur. Angesichts dieser Herausforderungen bleibt die Lage im Bauhauptgewerbe volatil und erfordert eine sorgfältige Beobachtung und Anpassung der Strategien der beteiligten Akteure. Wohnungsbau ist deutlich rückläufig Im Jahr 2023 erlebte der Wohnungsbau in Deutschland eine deutliche Abschwächung. Prognosen des ifo Instituts zufolge wurden im Jahr 2023 lediglich rund 245.000 und im Jahr 2024 werden etwa 210.000 Wohnungen fertiggestellt. Diese Zahlen verfehlen das Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen, erheblich. Als primäre Ursachen für den Einbruch im Wohnungsbau werden die stark gestiegenen Bauzinsen und Baukosten identifiziert. Viele Projekte werden aufgrund der verschlechterten Finanzierungsbedingungen gestoppt oder verschoben. Gleichzeitig nimmt der Bedarf an neuem Wohnraum, getrieben durch Zuwanderung und den demografischen Wandel, weiter zu. Diese Entwicklung führt zu einer zunehmenden Verschärfung der Wohnraumknappheit. Laut Statistischem Bundesamt ist der Rückgang bei den Baugenehmigungen besonders drastisch: für Einfamilienhäuser um 35,4 % und für Zweifamilienhäuser um 53,4 % im ersten Halbjahr 2023. Auch bei Mehrfamilienhäusern sanken die Baugenehmigungen um über 25 %. Damit setzte sich der Abwärtstrend aus dem Jahr 2022 fort und dürfte sich in dem Jahr 2024 sogar noch intensivieren. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, schlagen Branchenverbände und Institute verschiedene Maßnahmen vor. Dazu gehören die Ausweitung der Zinsverbilligungen, verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, die Senkung der Grunderwerbsteuer oder höhere Investitionszulagen. Ohne solche wirtschaftspolitischen Impulse droht ein noch stärkerer Einbruch im Wohnungsbau, was entsprechend gravierende Folgen für den Wohnungsmarkt nach sich ziehen würde. Angesichts dieser Herausforderungen bleibt es entscheidend, zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen, um die Wohnraumversorgung zu verbessern und den Wohnungsbau wieder anzukurbeln. Uneinheitliche Entwicklung im Wirtschaftsbau Der Wirtschaftsbau in Deutschland zeigte sich in seiner Entwicklung uneinheitlich. Nach Prognosen des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) verzeichnete der Wirtschaftsbau insgesamt einen nominalen Umsatzrückgang von etwa 2 % und einen realen Rückgang von 6 %. Insbesondere der Wirtschaftshochbau war durch die gestiegenen Zinsen und Energiepreise stark gebremst. Die Nachfrage in diesem Bereich blieb insgesamt schwach und der Auftragsbestand hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Im Gegensatz dazu erfuhr der Wirtschaftstiefbau eine Belebung, getrieben durch Projekte im Rahmen der Mobilitäts- und Energiewende sowie durch Investitionen der Deutschen Bahn. Per September 2022 lagen die Aufträge im Wirtschaftstiefbau nominal fast 30 % über dem Wert des Vorjahres. Für das Jahr 2024 wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung prognostiziert: Ein starkes Wachstum im Tiefbau bei gleichzeitigem Rückgang im Hochbau wird erwartet. Der Gesamtumsatz soll nominal stagnieren oder leicht ansteigen. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen des Wirtschaftsbaus spiegeln die unterschiedlichen Einflussfaktoren und Marktbedingungen wider, die die Branche derzeit prägen. Vor allem im Hinblick auf die anhaltenden Herausforderungen durch die Energiepreise und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bleibt die Zukunft des Wirtschaftsbaus in Deutschland in gewissem Maße ungewiss. QUELLEN --https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-wirtschaftspolitischeherausforderungen-2023-45977.htm -- https://www.diw.de/de/diw_01.c.863526.de/publikationen/wochenberichte/2023_03_5/die_fuenf_ risiken_fuer_die_wirtschaftsentwicklung_2023__kommentar.html --https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/weltwirtschaft-im-herbst-2023-moderate-expansion-trotz-erheblicher-gegenwinde-31941/ -- https://www.ifo.de/fakten/2023-12-14/ifo-konjunkturprognose-winter-2023-konjunkturerholung-verzoegert-sich --https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/ weltwirtschaft-im-winter-2023-konjunkturelle-dynamik-bleibt-vorerst-gering-32318/ -- https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/10/PD23_420_811.html -- https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231114-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-november-2023.html --https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/ -- https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html --https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/arbeit-und-soziales/ arbeitsmarkt-oktober-2023-2234196 2.2. BRANCHENENTWICKLUNG Konjunkturlage bei Dachdeckern und Zimmerern Für das Jahr 2023 wird die Konjunkturlage im Dachdecker- und Zimmereihandwerk trotz der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen als verhalten positiv eingeschätzt. Die Auftragsbücher sind derzeit noch gut gefüllt, wenngleich eine abnehmende Dynamik bei den Auftragseingängen zu verzeichnen ist. Es wird erwartet, dass die Umsätze im Jahr 2023 nominal um 78 % stiegen, jedoch aufgrund der hohen Preissteigerungsraten real sinken werden. Als potenzielle Wachstumsfelder für das Dachdecker- und Zimmereihandwerk zeichnen sich die energetische Gebäudesanierung, einschließlich der Installation von Photovoltaikanlagen, sowie der Holzbau ab. Gleichzeitig sind die Betriebe von den Rückgängen im Wohnungsneubau betroffen, die durch steigende Zinsen und hohe Baukosten verursacht wurden. Eine der größten Herausforderungen stellt, bedingt durch das altersbedingte Ausscheiden vieler Mitarbeiter:innen, der Fachkräftemangel dar. Zudem belasten hohe Energie- und Materialkosten die Betriebe. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es unabdingbar, dass Betriebe in Know-How für Zukunftsfelder wie den Klimaschutz investieren und die Ausbildung verstärken. Trotz dieser Herausforderungen herrschte für das Jahr 2023 Optimismus, dass Dachdecker- und Zimmereibetriebe aufgrund ihrer soliden Auftragslage und Anpassungsfähigkeit besser durch die konjunkturellen Schwierigkeiten kommen werden als andere Segmente der Bauwirtschaft. Für das Jahr 2024 wird eine leichte Entspannung der Lage erwartet. Viele Betriebe investieren bereits jetzt in digitale Lösungen und moderne Technologien, um zukunftsfähig zu bleiben. Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich der Gebäudesanierung und im Holzbau sind die Aussichten für die Zukunft positiv. Ausbildungszahlen leicht rückläufig Im Jahr 2023 verzeichnet das Dachdeckerhandwerk einen leichten Rückgang in den Ausbildungszahlen. Nach einem vorherigen Anstieg sind die Zahlen der Auszubildenden auf 8.427 gesunken, was einem Rückgang von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr 2022 entspricht. Besonders auffällig ist der Rückgang von 3,7 % bei den Neuabschlüssen im 1. Lehrjahr, mit nunmehr 1.260 Auszubildenden. Ein positives Signal ist die deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen für Dachdecker-Auszubildende zum 1. Oktober 2023. Diese Maßnahme könnte mittelfristig die Attraktivität des Berufs steigern und somit mehr Jugendliche für eine Ausbildung im Dachdeckerhandwerk gewinnen. Weiterhin wird die Einführung einer Prämie für die Weiterbeschäftigung nach Abschluss der Ausbildung als Gegenmaßnahme zum Fachkräftemangel gesehen. Im Zimmererhandwerk konnte 2022 ein Anstieg der Auszubildenden auf 9.900 verzeichnet werden. Für das Jahr 2023 liegen noch keine aktuellen Daten vor. Auch hier wurden die Ausbildungsvergütungen angehoben, im Westen Deutschlands liegt sie nun im 1. Lehrjahr bei 935 Euro pro Monat. Die Nachwuchsgewinnung bleibt aufgrund des demografischen Wandels und der gestiegenen Studierneigung eine zentrale Herausforderung für die Bauberufe. Um im Wettbewerb bestehen zu können, ist es für Betriebe unerlässlich, attraktive Angebote zu schaffen und in die eigene Ausbildung zu investieren. Die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und die Einführung von Anreizen zur Weiterbeschäftigung sind Schritte in die richtige Richtung, um diesen Herausforderungen zu begegnen und langfristig qualifizierte Fachkräfte im Handwerk zu sichern. QUELLEN -- https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023 --https://www.bauindustrie.de/pm/wir-brauchen-einen-40-milliarden-schub-fuer-wohnungen-und-verkehr --https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2023/heft/6/beitrag/bausektor-vor-schwierigen-herausforderungen.html -- https://www.baustoffmarkt-online.de/auftraege-im-bauhauptgewerbe-schwinden-weiter-25082023 -- https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/ fachkraeftesituation-im-bauhauptgewerbe --https://www.nevaris.com/blog/wie-geht-es-der-baubranche/ --https://www.baulinks.de/baubranche/baukonjunktur2023.php --https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73178/umfrage/umsatzentwicklung-im-bauhauptgewerbe/ -- https://www.ihk.de/stuttgart/serviceleiste/konjunktur/branchen/bauwirtschaft-4667816 --https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Bauen/_inhalt.html -- https://www.bundesbaublatt.de/news/ostdeutschland-baukonjunktur-weiter-auf-talfahrt-3997873.html --https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Bauen/_inhalt.html --https://allgemeinebauzeitung.de/abz/der-boom-ist-vorerst-vorbei-48313 --https://mep.trimble.com/de/resources/mep-blogs/baubranche-2023-zwischen-krisenmanagement-und-aufbruch --https://www.haufe.de/immobilien/entwicklung-vermarktung/marktanalysen/studie-ende-des-booms-imwohnungsbau-in-sicht_84324_487942.html -- https://www.boeckler.de/pdf/pm_imk_2023_07_17.pdf --https://www.haustec.de/management/markt/trends-am-bau-2023-24-modernisierungsmarkt-wird-zum-rettungsanker --https://dachdecker.org/download/aruhgsct7ka8ls673dvabk6skhc/ZVDH-Konjunkturbericht_2022_Ausblick_2023.pdf --https://www.zdh.de/ueber-uns/fachbereich-wirtschaft-energie-umwelt/konjunkturberichte/zdh-konjunkturbericht-1/2023/ --https://www.baulinks.de/baubranche/baukonjunktur2023.php --https://www.zedach.eu/download?catid=12&id=329&m=o&task=download.send -- https://www.bauenmitholz.de/messegesicht-dach-plus-holz-2024-interview-mit-stephan-poeschl-12102023 -- https://www.dach-holzbau.de/artikel/wachstum-birgt-herausforderungen-4012248.html --https://www.dach-holzbau.de/artikel/rueckblick-auf-den-kongress-bauen-im-bestand-und-ausblick-aufdie-dachkrone-2024-4037433.html -- https://www.holzbau-deutschland.de 2.3. GESCHÄFTSVERLAUF 2023 Quartal 1 -- Nach einem beeindruckenden Geschäftsjahr 2022 stellte das erste Quartal 2023 für uns eine Herausforderung dar, insbesondere bei der korrekten Einordnung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Die Konjunkturdaten für Deutschland deuten im Vergleich zum Vorjahr auf eine Stagnation. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist geprägt von einem Wechselspiel zwischen Rekordergebnissen und Sorgen um Zinserhöhungen, Fachkräftemangel sowie Inflation. Obwohl prinzipiell eine leichte Verbesserung der Wirtschaftslage erwartet wird, bleibt die Situation vorerst ungewiss. Das Baugewerbe, ein wichtiger Pfeiler der deutschen Konjunktur, erlebt derzeit eine leichte Rezession. Ein Rückgang der Auftragseingänge und Baugenehmigungen, gepaart mit steigenden Baupreisen und Zinsen, macht diesen Abschwung spürbar. Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für dieses Jahr einen Rückgang der Bauinvestitionen um bis zu 4,3 %. Im Dachdeckerhandwerk, das sich stark auf Gebäudesanierungen konzentriert, ist die Stimmung noch positiv. Viele Betriebe arbeiten den Auftragsüberhang der Vorjahre ab, wobei oftmals Materialien verwendet werden, die aufgrund der Befürchtungen um Materialknappheit und angekündigten Preissteigerungen bereits im Vorjahr beschafft wurden. Aus Handelssicht hat die ungünstige Witterung zu Beginn des Jahres 2023 unser Geschäft merklich gebremst, jedoch führt die aktuell stabile Liefersituation auf dem Beschaffungsmarkt zu einer gedämpften Entwicklung, teilweise sogar leicht rückläufigen Preisen in einigen Produktbereichen. Trotz der aktuellen Herausforderungen können wir als Dachdecker-Einkauf Ost eG umsatztechnisch ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis vorweisen. Das erste Quartal 2023 markiert das zweitbeste in unserer Firmengeschichte. Jedoch beeinträchtigt die unerwartete Ertrags- und Kostenlage den Gesamteindruck. Derzeit investieren wir in die Nachhaltigkeit unseres Unternehmens. Die energetische Sanierung unserer Zentrale in Braunschweig ist in vollem Gange, und nach den Neubauten in Lauenau, Hannover und Gifhorn wird nun eine weitere Immobilie weitestgehend energieneutral umgestaltet. Ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept für die gesamte Genossenschaft ist in Arbeit, erstellt in Zusammenarbeit mit einem renommierten Beratungsunternehmen. Zudem steht die Erweiterung der Lagerhalle in Lauenau kurz vor dem Abschluss. Wir bereiten uns auf unsere Generalversammlung Ende April vor und freuen uns, unseren Mitgliedern in Magdeburg das Rekordergebnis des Geschäftsjahres 2022 präsentieren zu dürfen. Wir gehen davon aus, dass das Jahr 2023 herausfordernd wird. Unsere Prioritäten liegen weiterhin in der vertrieblichen Aufstellung, der Erschließung von Vertriebsnischen, der Investition in die Ausbildung unserer Mitarbeiter:innen und der Entwicklung unserer Standorte. Wir blicken den möglichen Turbulenzen fokussiert entgegen und vertrauen auf unsere breite und treue Mitgliedschaft sowie unsere hochmotivierten Mitarbeiter:innen. Quartal 2 -- Die aktuelle wirtschaftliche Situation in Deutschland präsentiert sich als ein Mosaik unterschiedlichster Entwicklungen. Während einige Branchen eine starke Erholung zeigen, befindet sich das Land insgesamt in einer technischen Rezession. Die Bauindustrie, einschließlich des gesamten Dachhandels und unserer Genossenschaft, spüren die Auswirkungen stark. Die kürzliche Erhöhung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf 4,0 % deutet auf weitere bevorstehende Zinssteigerungen hin, da die Kerninflation weiterhin weit vom Zielwert von 2,0 % entfernt ist. Zudem werden erste Veränderungen im Konsumverhalten der Bevölkerung sichtbar. Die Bundesregierung hat kürzlich die Verhandlungen über das Gebäudeenergiegesetz abgeschlossen. Ab dem 1. Januar 2024 treten neue energetische Standards in Kraft, insbesondere für Heizsysteme, die zukünftig mindestens zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Sofern Hausbesitzer die finanziellen Mittel für energetische Sanierungen aufbringen können, erwarten wir eine Belebung unserer Geschäftstätigkeit, insbesondere im Immobiliensektor. Trotz eines Nachfragerückgangs bei größeren Bauprojekten bleibt die Stimmung im Dachdeckerhandwerk positiv. Handwerker profitieren weiterhin von ihrem bisherigen Auftragsvolumen und die Preissituation im Bausektor zeigt eine zunehmende Entspannung. Viele Dachdecker verarbeiten aktuell noch ihre Lagerbestände und die Lieferzeiten für Baumaterialien haben weitgehend das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht. Für uns als Bedachungsfachhandel bedeutet die aktuelle Situation allerdings reduzierte Absatzmengen und entsprechende Preisrückgänge. Die Intensität dieser Entwicklung hat uns überrascht. Trotz des erwarteten Aufschwungs im Photovoltaik-Sektor reicht dies nicht aus, um den Umsatzrückgang auszugleichen. Wir erwarten, dass sich der Umsatzrückgang in der zweiten Jahreshälfte stabilisieren wird. Unsere ursprüngliche Planung können wir allerdings nicht mehr erreichen. Ende Juni konnten wir unseren Neubau in Lauenau in Betrieb nehmen. Eine 2.000 m 2 große offene Holzhalle wird unseren Vertrieb in der Region Schaumburg weiter stärken. Die energetische Sanierung unserer Hauptniederlassung in der Hansestraße ist weit fortgeschritten. Alle Fenster wurden ausgetauscht, das Dach isoliert und Heizkörper sowie Beleuchtung modernisiert. Die Installation der Wärmepumpen und einer Photovoltaikanlage steht kurz bevor. Diese Maßnahmen bringen uns unserem Ziel, ein nachhaltiges Unternehmen zu sein, einen weiteren Schritt näher. Eine zu Beginn des Jahres in Auftrag gegebene Studie hat unseren CO 2 -Ausstoß von Scope 1 bis Scope 3 berechnet und bietet uns nun eine solide Grundlage für zukünftige Investitionen und Gespräche mit unseren Lieferanten. Wir planen, in diesem Geschäftsjahr weitere Photovoltaikanlagen an unseren Standorten zu installieren. Die aktuelle Bonitätsanalyse der Deutschen Bundesbank bestätigt, dass die Dachdecker-Einkauf Ost eG weiterhin als "notenbankfähig" eingestuft wird. Dies stärkt unsere Position für zukünftige geldpolitische Geschäfte. Trotz der aktuellen Herausforderungen sind wir zuversichtlich, gut positioniert zu sein. Unser engagiertes Team ist bestrebt, unseren Kunden hochwertige Lösungen und exzellenten Service zu bieten. Wir passen unsere Geschäftsstrategie kontinuierlich an, um den sich verändernden Marktbedingungen gerecht zu werden. Quartal 3 -- Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer schwierigen Phase, die immer mehr durch eine technische Rezession gekennzeichnet ist. Diese zeigt sich in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit negativem BIP-Wachstum. Das BIP ist im ersten Quartal 2023 bereits um 0,3 % gesunken. Für die BIP-Prognosen 2023 besteht noch große Unsicherheit - einige Experten erwarten einen Rückgang von 0,4 %, andere eine Stagnation oder sogar ein leichtes Wachstum von 0,2 %. Die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) im September 2023 hat weitreichende Folgen für diverse Zinssätze. Die Inflationsrate ist im September 2023 zwar auf 4,5 % gesunken, jedoch bleibt die Verunsicherung groß - insbesondere hinsichtlich der Kaufkraft der Verbraucher und möglicher weiterer Leitzinserhöhungen. Auch bei der Energieversorgung hat sich die Lage vorübergehend entspannt, jedoch bestehen langfristig weiterhin Bedenken. Deutschland steht damit vor komplexen Herausforderungen: eine langsame wirtschaftliche Erholung, anhaltend hohe Inflation und die Auswirkungen der Zinserhöhungen durch die EZB. Die Prognosen für 2024 sind zwar positiver, aber Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung und der globalen Konjunktur bleiben. Sorgfältiges Monitoring der Lage und angemessenes Handeln sind in dieser Zeit entscheidend. Insgesamt bleiben die wirtschaftlichen Perspektiven für Deutschland durchwachsen: langsame Erholung von der Rezession, hohe Inflation und Effekte der Zinserhöhungen setzen sich fort. Die BIP-Prognosen für 2024 sind zwar besser, aber Unsicherheiten vor allem bei Energie und globaler Wirtschaftskraft bleiben bestehen. Aktuell werden bestehende Aufträge noch abgearbeitet, was auf das hohe Auftragsvolumen der letzten Jahre zurückzuführen ist. Dies dürfte sich 2024 ändern. Der Auftragseingang in allen Bereichen geht bereits deutlich zurück. Für Bauherren ergibt sich ein Dilemma zwischen steigenden Baukosten und Zinsen; Finanzierungsmöglichkeiten und Fördermaßnahmen für Sanierungen sind unzureichend. Alternativen für Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden fehlen, auch der Fachkräftemangel verschärft sich. Die Bremsspuren in der einstigen Konjunkturlokomotive Bau werden zunehmend sichtbar. Die Stimmung ist derzeit sehr heterogen. Dachdecker und Zimmerer zeigen ermutigende Resilienz gegenüber den Herausforderungen, insbesondere bei Material- und Energiepreisen. Einige verzeichnen nur geringe Auftragsrückgänge. Die energetische Dachsanierung bleibt ein bedeutendes Wachstumsfeld für 2023 und darüber hinaus. Die Fokussierung auf Energieeffizienz ermöglicht Dachdeckern und Zimmerern nicht nur die Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit, sondern auch einen wesentlichen Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz. Als Händler haben wir hingegen deutliche zweistellige Umsatzrückgänge erlebt. Industrieunternehmen haben teilweise ihre Produktion gestoppt und verzeichnen bereits Umsatzeinbußen von bis zu 50 %. Wie bereits berichtet, stabilisieren sich die Umsatzrückgänge. Auch wenn wir mit der Entwicklung unseres Photovoltaikgeschäfts zufrieden sind, wird sich dieser positive Trend nicht maßgeblich auf den Unternehmenserfolg auswirken. Wir reagieren in der aktuellen Situation mit dem notwendigen Augenmaß und prüfen größere Investitionen auf den Prüfstand. Auch personelle Neubesetzungen werden erneut geprüft und nur da vorgenommen, wo es unbedingt notwendig ist. Die Anforderungen an unsere Genossenschaft sind aktuell so groß wie nie. Doch die Kolleginnen und Kollegen zeigen ihren Willen, diesen erfolgreich zu begegnen. Als Dachdecker-Einkauf Ost eG stellen wir uns den Marktherausforderungen weiterhin positiv, denn wir wissen: Nur gemeinsam sind wir ganz oben. Quartal 4 -- Der Trend der ersten drei Quartale setzte sich auch bis zum Jahresende fort. Im Vorjahresvergleich pendeln sich die Umsatzrückgänge auf etwa -16 % ein. Hier ist allerdings auch zu beachten, dass 2022 für unsere Genossenschaft kein Referenzjahr darstellt. Das Vorjahr war in nahezu allen Bereichen außergewöhnlich. Insofern sehen wir die aktuelle Entwicklung kritisch, sind uns dabei aber bewusst, dass sich die Erfolge des Vorjahres aufgrund der herrschenden Rahmenbedingungen nicht erreichen ließen. Der Brutto-Umsatz des Geschäftsjahres 2023 beläuft sich auf nunmehr 224.251 TEUR und zeigt sich damit um 46.448 TEUR (-17,2 %) deutlich schwächer als noch im Vorjahr. Die kurz- und mittelfristigen Projekte, die wir in den vergangenen Jahren gestartet haben, haben uns im zurückliegenden Jahr leider noch nicht die gewünschten Erfolge gebracht. Die Ergebnisse der bearbeiteten Aufgaben, Projekte und Maßnahmen werden uns aber in unserer Entwicklung in den kommenden Jahren weiter voranbringen. In diesen schwierigen Zeiten sind wir dankbar dafür, dass neben unseren treuen Mitgliedern und Kunden auch unsere Mitarbeiter:innen das Fundament und die Seele unserer Genossenschaft bilden. Wir können unseren Kolleginnen und Kollegen nicht genug für ihre Hingabe und Leistungen danken. Entwicklung des Jahresergebnisses der Dachdecker-Einkauf Ost eG 2021-2023
2.4. GESAMTAUSSAGE ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNG Nach einer durchgängig negativen Umsatzentwicklung zeigt sich folgerichtig auch in der Gesamtbetrachtung des Jahres ein schwächeres Bild als noch im Vorjahr. So endet das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 2.133 TEUR (2022: 7.454 TEUR). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich im Berichtszeitraum auf 2.454 TEUR (2022: 2.431 TEUR). Die Personalaufwendungen liegen mit 23.993 TEUR (2022: 24.060 TEUR) auf dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 492 TEUR auf 5.471 TEUR (2022: 5.963 TEUR). Im Bereich der Sachkosten ist lediglich ein geringer Anstieg um 91 TEUR auf 13.719 TEUR (2022: 13.629 TEUR) zu verzeichnen. Eine differenzierte Betrachtung der Aufwendungen zeigt teils deutliche Kostensteigerungen der Energie- und Raumkosten sowie der Aufwendungen im Bereich der Forderungsbewertung. Die Aufwendungen aus der Forderungsbewertung haben sich im Vorjahresvergleich um ca. 450 TEUR erhöht. Ursächlich sind hier zusätzliche Vorsorgemaßnahmen für zweifelhafte Forderungen. Dem stehen bei den umsatzvariablen externen und internen Logistikkosten trotz teils massiv gestiegener Treibstoffkosten deutliche Einsparungen gegenüber. Bezogen auf die Brutto-Umsatzerlöse ergibt sich für 2023 eine Sachkostenquote von 6,1 % (2022: 5,03 %) 2.5. ERTRAGSLAGE Im Geschäftsjahr 2023 ist ein Rückgang der Brutto-Umsatzerlöse, um ca. 46.448 TEUR zum Vorjahr zu verzeichnen. In relativen Zahlen ausgedrückt bedeutet das einen Rückgang des Bruttoumsatzes um 17,2 %. Das Rohergebnis vor Rückvergütung beläuft sich auf 48.609 TEUR (2022: 58.251 TEUR), die prozentuale Veränderung beträgt damit -16,55 %. Der Personalaufwand ist um 66 TEUR gesunken. Die planmäßigen Abschreibungen des Berichtsjahres belaufen sich auf 2.454TEUR (2022: 2.431 TEUR). Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Anstieg um 91 TEUR auf 13.719 TEUR (2022: 13.682 TEUR) zu verzeichnen. Mit einem Defizit von insgesamt 312 TEUR konnte das Finanzergebnis keinen positiven Beitrag zum Unternehmensergebnis leisten. Die Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben beliefen sich auf 592 TEUR bei (2022: 495 TEUR). Die Zinserträge liegen mit 347 TEUR ca. 127 TEUR über dem Niveau des Vorjahres (2022: 221 TEUR). Der Zinsaufwand beläuft sich mit 1.253 TEUR ca. 843 TEUR über dem Aufwand des Vergleichszeitraumes. Das Jahresergebnis nach Steuern und Warenrückvergütung beträgt 2.133 TEUR. Wir stellen unseren Mitgliedern auch für 2023 eine 3,00 %-tige Warenrückvergütung bereit. Nach der Ausschüttung von insgesamt 5.882 TEUR im Jahr 2022 bedanken wir uns bei unseren Mitgliedern für die erwiesene Treue und ihren Beitrag zum erfolgreichen Jahresabschluss mit einer Rückvergütung in Höhe von 4.915 TEUR. 2.6. FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE Auch im Geschäftsjahr 2023 hat die Dachdecker-Einkauf Ost eG ihre Strategie der "soliden Finanzierung" konsequent fortgeführt. Ein zentraler Aspekt dieser Strategie war die Finanzierung von Ersatzinvestitionen durch den laufenden Cash-Flow, was zu einer weiteren Stärkung der Finanz- und Liquiditätslage des Unternehmens beitrug. Zur Finanzierung des Umlaufvermögens, insbesondere der Lagerbestände und Kundenforderungen, griff die Genossenschaft auf bereitgestellte Betriebsmittellinien zurück. Diese flexible Handhabung erlaubte es, saisonale Schwankungen effektiv zu managen, wobei die Betriebsmittellinien entsprechend angepasst wurden. Im Detail erreichte der unterjährige Finanzierungsbedarf für die Betriebsmittellinien einen Spitzenwert von etwa 25,9 Millionen Euro bei einem Durchschnittswert von rund 18,9 Millionen Euro. Die Rückführung der Betriebsmittellinien zum Jahresende war saisonbedingt und resultierte aus der erfolgreichen Reduzierung des Umlaufvermögens. Während des gesamten Jahres 2023 standen der Dachdecker-Einkauf Ost eG stets ausreichende Betriebsmittellinien zur Verfügung, was eine kontinuierliche Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs gewährleistete. Ein ausgewogener Mix aus Eigen- und Fremdkapital sowie der gezielte Einsatz von lang- und kurzfristigen Finanzierungsmitteln führten zu einer optimal ausbalancierten Finanzierungsstruktur. Diese Struktur ermöglicht es dem Unternehmen, die notwendige Planungssicherheit für zukünftige, liquiditätsschonende Investitionen zu gewährleisten und dabei gleichzeitig eine hohe Flexibilität für kurzfristige, attraktive Anlage- oder Umlaufvermögensinvestitionen sowie für Sondertilgungen bestehender Darlehen zu bewahren. Die Dachdecker-Einkauf Ost eG ist zu jeder Zeit in der Lage gewesen, ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen. 2.7. VERMÖGENSLAGE Vermögens- und Finanzlage der Dachdecker-Einkauf Ost eG 2021-2023
* inkl. immaterielle Anlagengüter
Die Vermögenslage der Genossenschaft konnte weiter stabilisiert werden. Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt vollständig durch Eigenkapital. Waren- und Forderungsbestände sind durch Eigenkapital und kurzfristige Darlehen finanziert. Saisonal bedingte Schwankungen im Volumen des Umlaufvermögens sind durch bereitgestellte Betriebsmittellinien gedeckt. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Jahr 2023 um 3.066 TEUR auf 41.185 TEUR (2022: 38.119 TEUR) und ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Mit 49,1 % liegt die Anlagenquote über dem Niveau des Vorjahres (2022: 44,5 %). Die Investitionstätigkeit belief sich auf dem geplanten Niveau. Für Erweiterungsbauten, die Werterhaltung von Immobilien, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen des Fuhrparks sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden in Summe 5.648 TEUR aufgewendet. Diesem Betrag stehen Abschreibungen in Höhe von 2.454 TEUR gegenüber. Insgesamt wurden durch die Dachdecker-Einkauf Ost eG 3.030 TEUR für Gebäude und Hofbefestigungen sowie 917 TEUR im Bereich Anlagen im Bau investiert. Auf den Fuhrpark entfielen 1.166 TEUR, für Betriebs- und Geschäftsausstattungen und geringwertige Wirtschaftsgüter stehen 493 TEUR bzw. 55 TEUR zu Buche. Der Warenbestand beläuft sich im Jahresdurchschnitt auf ca. 33.402 TEUR (2022: 35.366 TEUR). Der im Vorjahresvergleich um 1.963 TEUR gesunkene Durchschnittsbestand beinhalt bereits den unterjährig aufgebauten zusätzlichen Lagerbestand im Geschäftsfeld PV. Insgesamt spiegelt der Lagerbestand den Geschäftsverlauf wider und zeigt dabei die hervorragende Lieferfähigkeit für unsere Mitglieder und Kunden. Die Warenbestände zum Jahresende haben sich bei 24.404 TEUR (2022: 25.751 TEUR) eingependelt. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sinkt der durchschnittliche Forderungsbestand um 1.646 TEUR auf 13.390 TEUR (2022: 15.036 TEUR). Der Jahresendbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 9.004 TEUR (2022: 13.200 TEUR). Das Geschäftsguthaben der Mitglieder hat sich gegenüber 2022 um 433 TEUR auf 14.137 TEUR (2022: 13.704 TEUR) erhöht. Auch die Rücklagen konnten, basierend auf dem Jahresüberschuss 2023 und der satzungsgemäßen Vorab-Dotierung weiter gestärkt werden. Insgesamt hat sich das Eigenkapital der Genossenschaft um 1.770 TEUR auf 52.187 TEUR (2022: 50.417 TEUR) erhöht. Die resultierende Eigenkapitalquote beläuft sich auf 62,2 % (2022: 58,8 %). Sowohl die Vermögens- als auch die Finanzlage der Genossenschaft sind als überaus solide und geordnet zu bezeichnen. 2.8. PERSONAL- UND SOZIALBEREICH Im Jahr 2023 beläuft sich die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten zum Bilanzstichtag auf 433 Mitarbeiter:innen. Darüber hinaus sind 33 Teilzeitkräfte (2022: 35) beschäftigt. Der gewichtete durchschnittliche Personalbestand beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 468 Mitarbeiter:innen (2022: 457). Die Personalstruktur zeigt dabei 433 VollzeitMitarbeiter:innen (einschließlich Auszubildende) sowie 35 TeilzeitMitarbeiter:innen (2022: 422 Vollzeit und 35 Teilzeit). Die Dachdecker-Einkauf Ost eG ist ständiger Ausbildungsbetrieb für Kaufleute im Groß- und Außenhandel sowie für Fachkräfte in der Lagerwirtschaft. Personalentwicklung der Dachdecker-Einkauf Ost eG 31.12.2022 - 31.12.2023
3. Chancen- und Risikobericht 3.1. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM Die Dachdecker-Einkauf Ost eG hat ein internes Risikomanagementsystem implementiert, um den Risiken, die durch kontinuierliche Veränderungen innerhalb der Genossenschaft und ihres Marktumfelds entstehen, zu begegnen. Dieses System ermöglicht es der Genossenschaft, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu dokumentieren. Unterstützt wird das Informationssystem der Genossenschaft durch interne Rentabilitätsrechnungen und Kennzahlensysteme, die eine effektive Überwachung und Kontrolle ermöglichen. Zukünftige Entwicklungen werden durch umfangreiche Planungs- und Liquiditätsrechnungen abgebildet, die eine frühzeitige Erkennung von Ertragsschwankungen und Planabweichungen ermöglichen. Durch regelmäßige Berichterstattung an Aufsichtsrat und Vorstand bleibt die Führungsebene stets über aktuelle Entwicklungen und notwendige Maßnahmen informiert. 3.2. RISIKOBERICHT 3.2.1. Branchenrisiken Die Geschäftstätigkeit im Handwerk und speziell im Dachbaustoff-Fachhandel wird maßgeblich von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren sowie dem daraus resultierenden Konjunkturverlauf beeinflusst. Die Dachdecker-Einkauf Ost eG bewegt sich in einem Markt, der unter anderem stark von Trends im Bereich der Gebäudesanierungen geprägt ist. Wir sind uns der Risiken bewusst, die aus unvorhersehbaren Entwicklungen im privaten und öffentlichen Bausektor sowie aus der Investitionsbereitschaft der Industrie entstehen können. Zusätzlich können schlechte Wetterbedingungen, Unwetter oder Krisen, wie sie in den letzten Jahren aufgetreten sind, den Geschäftsverlauf negativ beeinflussen. Es ist für uns von entscheidender Bedeutung, rasch auf Änderungen in den allgemeinen Rahmenbedingungen zu reagieren und gleichzeitig die notwendige Flexibilität zu bewahren, ohne die erforderliche Vorsicht außer Acht zu lassen. Wir haben verschiedene Planungsszenarien entwickelt, um auf mögliche Veränderungen schnell reagieren zu können. Besonders in den letzten Jahren haben wir festgestellt, dass Risiken, die aus der strategischen Ausrichtung der Lieferanten resultieren, insbesondere bei international agierenden und in Konzernstrukturen organisierten Herstellern, zunehmend an Bedeutung gewinnen. Diese Situation erfordert eine ständige Überwachung des Marktes und eine Anpassung unserer Geschäftsstrategien, um potenzielle Risiken zu minimieren und Chancen effektiv zu nutzen. Unsere Genossenschaft ist bestrebt, durch proaktives Handeln und durch die Etablierung robuster, flexibler Geschäftsprozesse die Herausforderungen des Marktes erfolgreich zu meistern und die kontinuierliche Entwicklung unseres Unternehmens zu sichern. 3.2.2. Marktrisiken Der Bedachungsmarkt korreliert eng mit der Entwicklung des Bauhauptgewerbes, allerdings mit einem gewissen zeitlichen Nachlauf. Die Verlängerung der Bauzeiten ist vor allem auf gestiegene Anforderungen in der Ausführungsqualität sowie eine Verschiebung des Fokus von Neubauvorhaben zu Sanierungs- und Renovierungsprojekten zurückzuführen. Ein weiterer begrenzender Faktor für das strukturierte Wachstum, insbesondere kleinerer Betriebe, ist der zunehmende Fachkräftemangel im Dachdecker- und Zimmererhandwerk. Zur Abmilderung dieses Problems arbeiten die Genossenschaften der ZEDACH-Gruppe eng mit berufsständischen Organisationen zusammen, um die Attraktivität des Handwerksberufs für Auszubildende zu steigern. Die zunehmende Konzentration bei Lieferanten und Herstellern führt ebenfalls zu Veränderungen im Beschaffungsmarkt. Die daraus resultierenden negativen Effekte können jedoch durch die enge Kooperation innerhalb der ZEDACH-Genossenschaften und deren einheitliches Auftreten am Markt teilweise kompensiert werden. Ein weiteres Problemfeld, das sich sowohl in der Vergangenheit als auch voraussichtlich in der nahen Zukunft zeigt, sind unterbrochene Lieferketten und Materialengpässe. Diese Situation, bei der eine anhaltend hohe Nachfrage auf begrenzte Produktionskapazitäten trifft, führt häufig zu volatilen Preisstrukturen. Dieses komplexe Umfeld erfordert eine flexible und vorausschauende Einkaufs- und Beschaffungsstrategie, um auf Marktschwankungen und -herausforderungen effektiv reagieren zu können. Für die Dachdecker-Einkauf Ost eG und die ZEDACH-Gruppe bleibt es daher essenziell, durch strategische Partnerschaften und innovative Lösungen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und den Herausforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen. 3.2.3. Ausfallrisiken Die Dachdecker-Einkauf Ost eG bietet umfangreiche Unterstützung im Bereich Forderungsmanagement an. Erfahrene Spezialisten sind für die Bearbeitung und Lösung von Problemen bei ausstehenden Forderungen zuständig. Durch den Einsatz der SOPLEX-Software, die nahtlos in das führende SAP-System integriert ist, können potenzielle Ausfallrisiken frühzeitig identifiziert und Entscheidungen präzise getroffen werden. Darüber hinaus reduziert die langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft mit einem Kreditversicherer das Risiko von Zahlungsausfällen. 3.2.4. Zinsänderungsrisiken Die Dynamik im Zinsumfeld stellt für Genossenschaften, die sich überwiegend durch variabel verzinste Kredite finanzieren, eine Herausforderung dar. Die Entwicklungen der letzten Monate haben die Notwendigkeit unterstrichen, auf diese Veränderungen proaktiv zu reagieren, um finanzielle Risiken zu minimieren. Die rapide Inflation und das damit verbundene Risiko weiterer Zinserhöhungen erfordern umsichtige Maßnahmen. In dieser Hinsicht hat unsere Genossenschaft präventive Schritte unternommen, um das Zinsänderungsrisiko effektiv zu steuern. Durch den Abschluss von drei Zins-Swaps mit einem Gesamtvolumen von 12.500 TEUR - 5.000 TEUR bis September 2024, 2.500 TEUR bis September 2025 und 5.000 bis Februar 2028 - konnten wir bereits einen bedeutenden Teil unseres Betriebsmittelbedarfs zusätzlich absichern. Angesichts dieser Maßnahmen und der aktuellen Zinslandschaft evaluieren wir kontinuierlich die Notwendigkeit weiterer Absicherungsstrategien. Es ist unser Ziel, das Zinsänderungsrisiko innerhalb eines kalkulierbaren Rahmens zu halten. Die Entscheidung über zusätzliche Maßnahmen wird unter Berücksichtigung der sich entwickelnden Zinssituation und dem erwarteten Sicherungsbedarf zeitnah getroffen werden. Diese strategischen Schritte sind Teil unseres umfassenden Risikomanagements, das darauf ausgerichtet ist, die finanzielle Stabilität unserer Genossenschaft auch in einem volatilen Zinsumfeld zu gewährleisten. Durch vorausschauende Planung und flexible Anpassung an Marktveränderungen sind wir bestrebt, langfristig die Interessen unserer Mitglieder zu schützen und die Widerstandsfähigkeit unserer Genossenschaft zu stärken. 3.2.5. Finanzierungsrisiken Die Finanzierungsstruktur der Dachdecker-Einkauf Ost eG basiert auf einem soliden Fundament mit fünf Säulen: Eigenkapital, Lieferantenverbindlichkeiten, Betriebsmittellinien, langfristige Darlehen und generiertem Cash-Flow. Diese diversifizierte Struktur hat sich als ausgewogen und zielführend erwiesen. Trotz der robusten Finanzstruktur gibt es - allerdings nur theoretische - Risiken, insbesondere in Bezug auf den Cash-Flow und die Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung der Betriebsmittellinien durch Banken. Jedoch zeigt unsere Bilanz deutlich, dass unsere Covenants im Jahr 2023, wie auch in den Vorjahren, was eine starke finanzielle Position bedeutet. Bei den langfristigen Darlehen sehen wir uns nur sehr geringen Finanzierungsrisiken gegenüber. Diese Darlehen haben Restlaufzeiten von einem bis sieben Jahren, was uns Planungssicherheit bietet. Ähnlich verhält es sich mit den Lieferantenverbindlichkeiten, bei denen keine signifikanten Risiken bestehen. Zahlungsvereinbarungen können nur mit Zustimmung unserer Genossenschaft geändert werden. Ein weiterer Aspekt, der unsere Finanzierungsstrategie stärkt, sind die Delkredere-Vereinbarungen innerhalb der ZEDACH-Verbundgruppe. Diese Vereinbarungen tragen dazu bei, strategische Finanzierungsrisiken zu minimieren, indem sie zusätzliche Sicherheiten und Garantien bieten. Diese Maßnahmen unterstreichen unser Engagement für eine nachhaltige und risikobewusste Finanzierungsstrategie, die darauf abzielt, langfristige Stabilität und Wachstum zu sichern. 3.2.6. Unternehmensstrategische Risiken In unserer Genossenschaft sind wir uns der Bedeutung von Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit und Solidarität vollkommen bewusst und setzen uns kontinuierlich dafür ein, diese Werte in unserem Handeln zu verankern. Ein wesentlicher Aspekt unserer Strategie ist der Aufbau effizienter Logistikkonzepte, die darauf abzielen, unsere Genossenschaft für Kunden und Mitglieder noch attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus ist der Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder ein zentraler Bestandteil unserer Zukunftsplanung. Wir sind uns jedoch auch der Risiken bewusst, die aus möglichen Ineffizienzen in unseren internen Prozessen resultieren können. Solche Reibungsverluste in den Arbeitsabläufen bergen das Risiko von Fehlern, die negative Auswirkungen haben können. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, legen wir großen Wert auf die Identifikation und Beseitigung von Prozessschwächen. Unser Ziel ist es, durch kontinuierliche Verbesserungen und Optimierungen eine höhere Effizienz und Fehlerfreiheit in unseren Prozessen zu erreichen. Dieses Ziel erreichen wir, indem wir strikt die gemeinsam vereinbarten Richtlinien befolgen und die definierten Prozessketten konsequent abarbeiten. Die konsequente Einhaltung dieser Vorgaben ist entscheidend für die Minimierung von Fehlern und die Maximierung der Effizienz. Durch diese Maßnahmen streben wir danach, unsere internen Abläufe stetig zu verbessern und somit unsere Wettbewerbsfähigkeit und unser Engagement für die genannten Kernwerte weiter zu stärken. 3.2.7. Zusammenfassung Die Baubranche sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, deren Auswirkungen oft schwer vorhersehbar sind. Dabei spielen nicht nur branchenspezifische, sondern auch gesamtwirtschaftliche und soziale Faktoren eine Rolle in der Unternehmensentwicklung. Unsere jüngsten Analysen und Planungsszenarien deuten darauf hin, dass aktuell keine Risiken erkennbar sind, die das langfristige Wohl der Dachdecker-Einkauf Ost eG ernsthaft bedrohen könnten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens steht auf solidem Grund. Diese Stabilität gibt uns das notwendige Vertrauen und die Zuversicht, dass wir den bevorstehenden Herausforderungen erfolgreich begegnen können. Dank einer fundierten Risikomanagementstrategie und der kontinuierlichen Anpassung an Marktveränderungen ist die Dachdecker-Einkauf Ost eG gut positioniert, um auch in einem sich wandelnden Umfeld beständig zu agieren. Es ist wichtig zu betonen, dass diese positive Einschätzung auf einer tiefgehenden und umfassenden Analyse der aktuellen Marktlage und unserer internen Kapazitäten beruht. Wir bleiben wachsam und agil, um auf unvorhergesehene Entwicklungen schnell und effektiv reagieren zu können. Unsere Fähigkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, ist ein Schlüsselelement unserer Strategie, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg unseres Unternehmens sicherzustellen. 3.2.8. Chancenbericht Die fortschreitende Digitalisierung wird die Geschäftsprozesse im Handel mit Baustoffen in den nächsten 3-5 Jahren grundlegend revolutionieren. Durch die Integration digitaler Technologien in den traditionellen Handel können Effizienz, Kundenbindung und Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Die Optimierung der Lieferketten und Logistikprozesse durch digitale Bestellsysteme und E-Commerce-Plattformen wird die Bestell- und Lieferprozesse effizienter gestalten. Die verbesserte Nachverfolgbarkeit von Baustoffen durch digitale Technologien erhöht die Transparenz und Qualitätssicherung. Schließlich ermöglicht die Digitalisierung eine bessere Datenanalyse und Entscheidungsfindung, die zu besseren Geschäftsentscheidungen und einer angepassten Geschäftsstrategie führen. So wird eine Straffung der gesamten Wertschöpfungskette begünstigt, um Freiräume für verstärkte Vertriebsaktivitäten zu schaffen, eine Entwicklung, die in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels besonders wertvoll ist. Im Zuge der Automatisierung von Routineprozessen wird die Rolle unserer Mitarbeiter:innen eine Wandlung erfahren, wobei der Schwerpunkt verstärkt auf individueller, umfassender Kundenberatung liegen wird. Die Digitalisierung ermöglicht uns den Zugriff auf umfangreiche, vernetzte Daten zu Kunden, Produkten und Transaktionen, was eine signifikante Verbesserung der Beratungs- und Verkaufsprozesse zur Folge hat. Der gezielte Ausbau unserer Geschäftsfelder verspricht mittel- bis langfristig erhebliches Wachstumspotenzial, indem wir unsere Marktpräsenz über unsere Kernkompetenzen hinaus erweitern und festigen. Die steigenden Energiepreise und die damit einhergehenden Investitionszwänge werden sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Bauleistungen auswirken, insbesondere im Kontext der Wiederaufnahme öffentlicher Förderungen in Bereichen wie Sanierung, Wärmedämmung, Energieeinsparung und erneuerbare Energien. Wir sind zuversichtlich, bestens aufgestellt zu sein, um sowohl aktuellen als auch zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Unsere Investitionsstrategie in unsere Standorte bleibt dynamisch und marktangepasst, wobei jede Investition sorgfältig auf ihre Machbarkeit und strategische Relevanz hin überprüft wird. Nachhaltigkeit ist und bleibt ein zentrales Element unseres Unternehmensethos. Dies manifestiert sich in der kontinuierlichen energetischen Sanierung unserer Standorte, in Investitionen in regenerative Energien und in der schrittweisen Umstellung unserer Firmenwagenflotte auf Elektromobilität. Intern legen wir großen Wert auf die Weiterbildung unserer Mitarbeiter:innen, insbesondere in den Bereichen Personal- und Führungskräfteentwicklung. Angesichts des demografischen Wandels und der zunehmenden Bedeutung menschlicher Ressourcen setzen wir hier entscheidende Impulse für die Zukunft und bereiten uns proaktiv auf die Herausforderungen von morgen vor. 3.2.9. Environment, Social, Governance (ESG) Die Dachdecker-Einkauf Ost eG orientiert sich schon lange an Nachhaltigkeitskriterien und ESG-Standards (Environmental, Social, Governance). Beispielsweise wird der PKW-Fuhrpark sukzessive auf Elektromobilität umgestellt, ein Klimabeauftragter wurde eingeführt und an neu errichteten Standorten klimaschonende Energiequellen wie Photovoltaikanlagen genutzt. Dies führt mittel- bis langfristig zu einer spürbaren Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks der Genossenschaft. Es wurden auch nicht unerhebliche Investitionsvolumina in nachhaltige Projekte und Maßnahmen an bereits bestehenden Standorten getätigt. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement sowie intensive Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter:innen tragen dazu bei, die Ressource Mensch nachhaltig und verantwortungsbewusst einzusetzen. So wird die Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert, um damit auch dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen. In den Produktsortimenten besteht in fast allen Bereichen Zugang zu nachhaltigen und umweltschonenden Produkten. Der Bezug von PEFC-zertifiziertem Holz ist für die Genossenschaft selbstverständlich. Aktuell erstellt die Dachdecker-Einkauf Ost eG in Zusammenarbeit mit der AGIMUS Umweltgutachter- und Beratungsgesellschaft ihren CO 2 -Fußabdruck. Die AGIMUS wird die Genossenschaft anschließend in Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz unterstützen. Für gute Unternehmensführung (Governance) sorgen ein verständliches Unternehmensleitbild, ein umfangreiches Risikomanagementsystem sowie klar definierte Compliance-Regelungen. 4. Prognosebericht Nach zuletzt drei überaus erfolgreichen Jahren sehen wir für die unmittelbare Zukunft ein den allgemeinen wirtschaftlichen Erwartungen entsprechendes, äußerst moderates Wachstum der Genossenschaft. Es gilt, weiterhin erfolgreich unsere bestehenden Marktanteile abzusichern und weiter auszubauen. So kann auch in wirtschaftlich schwächer ausfallenden Zeiten ein ausreichendes Polster zur Sicherung der Dachdecker-Einkauf Ost eG aufgebaut werden. Zentrales Anliegen ist der konsequente und kontinuierliche Ausbau insbesondere der Ertragsstärke des Unternehmens. Dazu gehört die fortlaufende Optimierung aller Kostenpositionen. Das wird dazu beitragen, den Erfolg der Dachdecker-Einkauf Ost eG auch mittel- bis langfristig abzusichern. Durch den Zugewinn weiterer Marktanteile werden wir das Unternehmen insgesamt noch effizienter aufstellen können. Auch der strategische Ansatz zur nachhaltigen Entwicklung der Genossenschaft erweist sich bis hierher als richtig. Weitere Investitionen und Baumaßnahmen dienen einerseits der Absicherung gegen sich verändernde Marktverhältnisse, andererseits dem Ausbau der eigenen Marktanteile. Die Unternehmensplanung unterliegt naturgemäß Unwägbarkeiten wie beispielsweise der Konjunkturverlauf, die Zinsentwicklung, aber auch äußeren Faktoren in Form von Witterungseinflüssen oder starken Energiepreisveränderungen. Diesen Themen wurde in hinreichendem Maße Rechnung getragen. Wir gehen auch für das kommende Geschäftsjahr von einer weiter angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation aus, verursacht durch aktuelle Entwicklungen wie den anhaltenden Ukraine-Konflikt oder extreme Preisveränderungen im Energiesektor. In Bezug auf unsere Genossenschaft sehen wir derzeit jedoch keine Anzeichen für anhaltend negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Bericht des AufsichtsratesZur Generalversammlung der Dachdecker-Einkauf Ost eG am 21.04.2023 in Magdeburg schieden satzungsgemäß Herr Knut Brüggemann, Herr Andreas Schmidt, Herr Jens Peter Remme und Herr Torsten Rotheudt aus dem Aufsichtsrat aus. Alle ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder stellten sich erneut zur Wahl und wurden wiedergewählt. Am Tag der Generalversammlung wählte die konstituierende Sitzung des Gremiums:
Des Weiteren wurden vier Ausschüsse gebildet:
Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht und beratend begleitet. In fünf gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand wurde die geschäftliche Entwicklung der Dachdecker-Einkauf Ost eG auf der Grundlage der Berichterstattung mit dem Vorstand im konstruktiven Dialog erörtert. Die Ergebnisse des Prüfungsberichtes des DHV Genossenschaftlicher Prüfungsverband für Dienstleistung, Immobilien und Handel e.V. wurden besprochen und diskutiert. Der Prüfungsausschuss tagte einmal, der Debitorenausschuss tagte viermal und der Personalausschuss tagte einmal zu Personal - und Vertragsgesprächen mit den hauptamtlichen Vorständen. In einer gemeinsamen Klausurtagung mit dem Vorstand wurden die Themen: "Fassade", "Photovoltaik" und "Beiräte" ausführlich behandelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende oder sein Stellvertreter nahmen regelmäßig an Vorstandssitzungen teil. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten und vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht der Dachdecker-Einkauf Ost eG für das Jahr 2023 geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht 2023 sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Ergebnisverwendung. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung. Gleichzeitig erteilt er die Genehmigung zur Vorlage des Jahresabschlusses und Lageberichtes 2023 zur Generalversammlung am 12.04.2024. Satzungsgemäß scheiden aus dem Aufsichtsrat aus:
Hierfür sind Wiederwahlen vorzunehmen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiter:innen der Dachdecker-Einkauf Ost eG für ihre herausragenden Leistungen für die Genossenschaft im Geschäftsjahr 2023. Weiterhin gilt der Dank den Mitgliedern und Kunden für das dem Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen.
Braunschweig, den 21. Februar 2024 Für den Aufsichtsrat gez. KNUT BRÜGGEMANN, Vorsitzender des Aufsichtsrates BILANZ IAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Dachdecker-Einkauf Ost eG, GenR Nr. 331, Amtsgericht BraunschweigA. ALLGEMEINE ANGABEN In der Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. B. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände sind ebenfalls zu Anschaffungskosten erfasst und planmäßig linear abgeschrieben worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden seit dem Jahr 2010 bei Werten bis 249 € sofort vollständig abgeschrieben; für Werte von 150 € -1.000 € wurde bis einschl. 2017 jährlich ein Sammelposten gebildet, welcher über fünf Jahre abgeschrieben wird. Ab 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von 250 € - 800 € im laufenden Jahr sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungsnebenkosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für schwergängige Waren wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte zum abgezinsten notwendigen Erfüllungsbetrag. Es wurden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurde ein Rechnungszins von 1,83 % angewandt. Bei den Rententrends wurde eine Steigerung von 2,0 % zugrunde gelegt, zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristigen Anpassungsbedarfs aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die laufenden Leistungen fiktiv um 4 % erhöht. Das Bewertungsverfahren erfolgte nach der Projected Unit Credit Methode. Der Differenzbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag bei Ansatz eines Zinssatzes, der auf Basis eines sieben Jahreszeitraums ermittelt wurde und dem Erfüllungsbetrag bei Ansatz des verwendeten Zinssatzes (10-Jahreszeitraum) beträgt 1.309 €; dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Erfüllungsbeträgen und Risiken. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind in erforderlichem Umfang gebildet worden. C. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Bilanz Die Genossenschaft besitzt folgende Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen:
Die Daten basieren auf dem Jahresabschluss der Gesellschaft. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände enthalten. Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände ist der folgende antizipative Betrag größeren Umfangs enthalten: Bonusansprüche gegenüber Lieferanten 5.345 T€ (Vorjahr: 6.663 T€) Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:
Aufgrund verschiedener Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen, in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie im Rückstellungsbereich ergeben sich per Saldo aktive latente Steuern. Die Genossenschaft verzichtet zulässigerweise nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf die Aktivierung der latenten Steuern. Bei der Ermittlung wurde aufgrund fehlender Informationen über zukünftige Steuersätze alternativ ein Unternehmenssteuersatz in Höhe von 30 % angenommen. Im Geschäftsjahr werden im Eigenkapital 14 Genussrechte ausgewiesen. Sie sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden. Die Auszahlung des Auseinandersetzungsbetrages erfolgt frühestens einen Tag nach dem Beschluss der Generalversammlung über die Ergebnisverwendung des Geschäftsjahres. Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind keine Werte enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen oder Beteilgungsunternehmen sind. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Euro 1.520 T€ durch Grundpfandrechte besichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehälte. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 484.552,44 EUR enthalten. Zum Bilanzstichtag bestehen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 19 HGB derivative Finanzinstrumente, bei denen keine Bilanzierung vorzunehmen ist. Es handelt sich dabei um Zinsswaps mit einer Laufzeit bis zum 30.09.2024, 30.09.2025 und 29.02.2028. Für die Zinsswaps, die zum 31.12.2023 einen negativen Marktwert haben, wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Gewinn- und Verlustrechnung In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende wesentliche periodenfremde und/oder betriebsneutrale Erträge und Aufwendungen enthalten:
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 92,9 T€ (2022: 13,6 T€) enthalten. Im Finanzergebnis sind Aufwendungen in Höhe von 12.306,27 € (Vorjahr: 23.134,83 €) auf die erfolgte Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. E. SONSTIGE ANGABEN Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz oder unter dem Bilanzstrich ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
* Kündigungen jeweils zum Jahresende mit
einer Frist von maximal einem Jahr
Zugunsten einer mittelbaren Tochtergesellschaft wurde eine Patronatserklärung des Inhalts abgegeben, dass während der Laufzeit des der Tochtergesellschaft eingeräumten Kontokorrentkredits von 2.000 T€, diese durch die Genossenschaft in der Weise finanziell ausgestattet wird, dass sie stets in der Lage ist, allen Verbindlichkeiten der Bank gegenüber fristgemäß nachzukommen. Da die Tochtergesellschaft ihren Verpflichtungen gegenüber der Bank nachkommen konnte und voraussichtlich nachkommen wird, war keine Rückstellung zu bilanzieren. Die Genossenschaft hat die Größenmerkmale für die Aufstellung eines Konzernabschlusses aufgrund ihres eigenen Wachstums überschritten. Sie hat von der Aufstellung eines Konzernabschlusses abgesehen, weil die einzubeziehenden Tochterunternehmen für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer:innen betrug:
Zudem wurden durchschnittlich 27 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegungen
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: DHV Genossenschaftlicher Prüfungsverband für Dienstleistung, Immobilien und Handel e.V. -- Kajen 12 -- 20459 Hamburg Vorstand
Prokuristen
Aufsichtsrat
Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an:
Braunschweig, 21. Februar 2024 Dachdecker-Einkauf Ost eG Der Vorstand STEFAN KLUSMANN CHRISTIAN KURTH AXEL MARING Dieser Jahresabschluss wurde gemäß $ 48 GenG in der Generalversammlung am 12.04.2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn aus dem Jahresabschluss 2022 wie folgt zu verwenden:
Braunschweig, 21. Februar 2024 Dachdecker-Einkauf Ost eG Der Vorstand STEFAN KLUSMANN CHRISTIAN KURTH AXEL MARING ZUSTIMMUNG DES AUFSICHTSRATES Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages geprüft, für in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Braunschweig, 21. Februar 2024 KNUT BRÜGGEMANN,Vorsitzender des Aufsichtsrates BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dachdecker-Einkauf Ost eG, Braunschweig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dachdecker-Einkauf Ost eG, Braunschweig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dachdecker-Einkauf Ost eG, Braunschweig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hamburg, den 22. Februar 2024 DHV Genossenschaftlicher Prüfungsverband für Dienstleistung, Immobilien und Handel e.V. gez. A. BUSCH, Wirtschaftsprüferin gez. DR. H. KORTMANN, Wirtschaftsprüferin |
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