H + E Logistik GmbH
Bochum
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
Grundlagen des Unternehmens
Rechtliche Unternehmensstruktur
Die H+E Logistik GmbH (im Folgenden: H+E Logistik)
mit Hauptsitz in Bochum wurde am 11. November 1999
gegründet. Größter Anteilseigner der H+E
Logistik ist mit 87,5 % die Herrenknecht AG, weltweite
Marktführerin in der maschinellen
Tunnelvortriebstechnik.
Geschäftsfelder und
Organisationsstruktur
Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der H+E
Logistik ist die Entwicklung, Herstellung sowie Vermarktung
von industriellen Förderbandanlagen. Diese kommen in
den Nischenmärkten Tunnelbau, Bergbau sowie bei der
Baustoffgewinnung zur Anwendung. H+E Logistik ist
insbesondere im Marktsegment des maschinellen Tunnelbaus
durch speziell an Projekte angepasste
Förderbandsysteme als einer der Markt- und
Technologieführer tätig.
Das operative Geschäft der H+E Logistik
führt seit 2022 der alleinige
Geschäftsführer Herr Dr. Eugen Offermann. Die
strategische Unternehmensausrichtung erfolgt in gemeinsamer
Abstimmung mit der Konzernmutter Herrenknecht AG. Der
Hauptstandort der H+E Logistik GmbH befindet sich in
Bochum, an dem alle Unternehmenseinheiten operativ
geführt, gesteuert und überwacht werden. Am
Standort Aschersleben unterhält die H+E seit 2009 eine
eigene Produktions- und Lagerstätte.
Um die Marktposition der H+E in den USA zu festigen
und weiter auszubauen, wurde im Jahr 2011 am Standort
Seattle die H+E Logistics Inc. USA gegründet. Die
Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der H+E
Logistik.
Die H+E Logistik Technology, ebenfalls eine 100%ige
Tochtergesellschaft, wurde im Jahr 2012 in Novokuznetsk,
Russland, gegründet. Ende 2022 wurde per
Gesellschafterbeschluss entschieden, die Niederlassung zu
liquidieren. Dieser Prozess konnte im Mai 2023
abgeschlossen werden.
Produktportfolio, Service und
Geschäftsprozesse
Die H+E Logistik liefert die gesamte Produktpalette
zur Bandförderung von Abbaumaterialien im Tunnelbau
sowie dem Transport von Mineralstoffen beziehungsweise
Baustoffen. Das Produktportfolio umfasst folgende
Anlagentechnik zur industriellen Beförderung von
Abraum, Mineralien und Baustoffen:
| ― |
Förderbandanlagen für
den Bergbau,
|
| ― |
Tunnelbandanlagen,
|
| ― |
Bänder für
Tunnelbohrmaschinen (TBM),
|
| ― |
Absetzer und
|
| ― |
Vertikalförderer.
|
Das Unternehmen besitzt eine gute Reputation beim
Engineering von Spezialbandanlagen sowie bei der
Entwicklung und Umsetzung kundenspezifischer Lösungen.
H+E Logistik ist dafür bekannt, dass sie die
Entwicklung innovativer Anlagentechnik und
Zusatzkomponenten für sehr schwierige
Förderketten im Sinne der Technologieführerschaft
mit entsprechend anspruchsvollem Projekthintergrund
vorantreibt. Die Kunden von H+E Logistik greifen auf die
Erfahrung und Kompetenz des Unternehmens bereits in deren
Projektplanung beziehungsweise Projektierungsphase
zurück. H+E Logistik bietet dabei eine hohe
Leistungsdichte in der gesamten Servicekette rund um die
ausgelieferten und im Betrieb befindlichen Anlagen. Eigene
Field-Service-Einheiten und ein internationales
Ersatzteilversorgungssystem stellen sicher, dass die Kunden
und deren Projekte zeitnah und verlässlich mit
technischem Service betreut werden.
Wesentliche Absatzmärkte,
Wettbewerbsposition
Die H+E Logistik bedient und unterhält
insbesondere im Bereich des Tunnelbaus internationale
Projekte. Im vierundzwanzigsten Jahr nach
Unternehmensgründung kann H+E Logistik auf rd. 580
Referenzen weltweit verweisen. Der Markteintritt erfolgte
vorwiegend im Umfeld des maschinellen Tunnelvortriebs und
auf der Grundlage von Projekten der Konzernmutter
Herrenknecht AG.
Heute bedient H+E Logistik in eigener Regie den
kompletten Markt unabhängig vom Lieferanten der
Kerntechnologie, das heißt auch
Tunnelvortriebsprojekte, bei denen Tunnelvortriebsmaschinen
von Wettbewerbern der Mehrheitsgesellschafterin zum Einsatz
kommen. Zudem werden Projekte mit Förderbandtechnik
von H+E Logistik ausgestattet, in denen konventionelle
Vortriebsverfahren angewendet werden.
Generell hat sich der Markt für
Förderbandanlagen in den vergangenen Jahren mit der
Nachfrage nach maschineller Tunnelvortriebstechnik
entwickelt. Dabei ist die Entwicklung der Tunnelbaubranche
stark geprägt von öffentlichen
Infrastrukturmaßnahmen und Investitionspaketen.
Gründe für den massiven Vormarsch von
Tunnelvortriebstechnik liegen u.a. auch in der
Einführung der Bandförderanlagen und der dadurch
gesteigerten Leistungsfähigkeit der
Tunnelvortriebstechnologie. Im Vergleich zu konventionellen
Tunnelbauverfahren kann diese Technik nicht nur sehr hohe
und schnelle Tunnelproduktionen erreichen, sondern ist auch
in Hinsicht auf Sicherheitsstandards für Personal und
die oberirdische Bebauung sowie im Umweltschutz dem
konventionellen Bau von Tunneln überlegen.
Darüber hinaus treibt die Urbanisierung das
Geschäft des unterirdischen Tunnelbaus an. Da
insbesondere in den Städten chronischer Platzmangel
herrscht, werden im Zuge wachsender Verstädterung
immer mehr Ver- und Entsorgungs- sowie
Verkehrsinfrastrukturen in den Untergrund verlegt. Die
maschinelle Tunnelvortriebstechnik ist hierbei eine
Schlüsseltechnologie, da mit Hilfe dieser Technik
Tunnel aller Art präzise, sicher, umweltschonend,
termin- und budgetgerecht und vor allem ohne wesentliche
Einschränkungen für das Stadtleben unterirdisch
hergestellt werden können.
Ohne leistungsfähige und speziell an die
Baustellenlogistik angepasste Förderbandanlagen sind
schnelle Tunnelvortriebe nicht denkbar. Entsprechend bieten
innovative Förderbandanlagen, wie sie die H+E Logistik
entwickelt und vertreibt, gute Absatzchancen. Im
Geschäftsjahr 2023 konnte die H+E Logistik
Auftragseingänge in einer Gesamthöhe von 70 Mio.
Euro (Vorjahr: 78 Mio. Euro) erzielen. Die H+E Logistik ist
in der Spezialnische industrieller Förderanlagen
für maschinelle Vortriebe einer der internationalen
Marktführer.
In den letzten Jahren kann eine Verschärfung des
Wettbewerbs beobachtet werden. Neue Wettbewerber sind in
den Markt eingetreten und haben den Druck auf die
etablierten Anbieter erhöht. Damit ist ein intensiver
Preiswettbewerb einhergegangen. Trotz dieser
ungünstigeren Voraussetzungen strebt die H+E Logistik
nach wie vor an, ihre Marktposition bei der Ausstattung mit
Förderbandanlagen im maschinellen Vortrieb zu festigen
und wieder auszubauen. So konnten in den Jahren 2022 und
2023 Auftragseingänge von insgesamt 148 Mio. Euro
erzielt werden und auch die Prognose für 2024 ist
ähnlich positiv.
Eine gezielte Diversifikation und das konsequente
Ausnutzen von Marktnischen sichern H+E Logistik nicht nur
eine ausgewogene Produktstruktur, sie erweitern auch das
generelle Wachstumspotenzial. Das Unternehmen besitzt
zahlreiche Kontakte in die internationale
Bergbau-Industrie.
Mittelfristig bestehen im Bereich Bergbau neue
Erlös- und Ertragschancen für den
Bandanlagen-Spezialisten. Zumal die Konzernmutter
Herrenknecht AG zunehmend von Auftraggebern im Bergbau
angesprochen wird, Speziallösungen für die
Erschließung von mineralisierten Rohstoffvorkommen zu
entwickeln. Diese Nachfrage ist in den Ländern von
Nord- und Südamerika und Osteuropa nach wie vor
festzustellen. Sie zielt durchweg auf neue und bekannte
Anwendungen bzw. Lösungen ab und basiert auf
Gesamtpaketen, die in der Konzeption und technischen
Umsetzung aus einer Hand erfolgen.
Unternehmenssteuerung
Das Unternehmen wird anhand einer Reihe von
finanziellen Kenngrößen gesteuert. Dazu
gehören Umsatz, Gesamtleistung, Auftragseingang und
EBT, deren Zielgrößen durch die
Geschäftsführung vorgegeben werden. Grundlage
für die Steuerung ist die Jahresplanung. Sie
beinhaltet Vorgaben für Investitionen,
Innovationsvorhaben, Working Capital, Umsatz- und
Ergebnisentwicklung sowie die Personalplanung.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche
Rahmenbedingungen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) ging
für das Jahr 2023 weltweit von einem langsamen und
ungleichmäßigen Wachstum der Wirtschaftsleistung
aus. Die Folgen der Covid-Pandemie, der russischen Invasion
in der Ukraine und der damit einhergehenden Inflation sind
noch nicht überwunden. Das Wachstum der Weltwirtschaft
ging von 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,0 % im Jahr 2023
zurück. Dieser Trend zeigte sich bei der
Wirtschaftskraft der Industriestaaten in stärkerer
Form. Die Wirtschaft wuchs hier nach den Angaben des IWF im
Jahr 2023 mit 1,5 % deutlich schwächer als im Vorjahr
(2022: 2,6 %). Die Schwellenländer und sich
entwickelnde Volkswirtschaften zeigten ein stagnierendes
Wachstum. Ihre Wirtschaftsleistung wuchs im Berichtsjahr
2023 um 4,0 %, während 2022 4,1 % erreicht wurden.
Die Eurozone verzeichnete nach Berechnungen des IWF
2023 ein minimales Wachstum von 0,7 % nach 3,3 % im Vorjahr
(2022). Deutschland rutscht nach Sicht des IWF mit einem
negativen Wachstum von -0,5% in eine Rezession,
während im Vorjahr (2022) 1,8% erreicht wurden.
Frankreich und Italien lagen mit Wachstumsraten von 1,0%
respektive 0,7% etwas besser, aber ebenfalls deutlich unter
den Vorjahreswerten (Frankreich 2022: 2,5%; Italien 2022:
3,7%). In den USA, der größten Volkswirtschaft
der Welt, war das Wachstum stabil. Die Wirtschaft wuchs
dort im Jahr 2023 wie im Vorjahr (2022) um 2,1 % und lag
damit über dem Wert der Eurozone. In der Volksrepublik
China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der
Welt, verbesserte sich die wirtschaftliche Dynamik. Mit 5,0
% wurde 2023 gemäß IWF die im mehrjährigen
Vergleich ungewöhnlich schwache Wachstumsrate des
Vorjahres (2022) von 3,0 % übertroffen. Deutlich
besser entwickelt sich die Wirtschaft in Indien. Nach einem
Wirtschaftswachstum von 7,2 % im Vorjahr (2022) erreicht
das bevölkerungsreichste Land der Erde 2023 einen
Zuwachs von 6,3 %. Die Länder im Mittleren Osten und
Zentralasien stehen 2023 mit 2,0 % Wirtschaftswachstum
deutlich schlechter als im Vorjahr (2022: 5,6%). (Angaben
nach: World Economic Outlook, International Monetary Fund,
October 2023)
Geschäftliche Entwicklung der H+E
Logistik GmbH
Ertragslage
Umsatzentwicklung
Die H+E Logistik verzeichnet im Geschäftsjahr
2023 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzanstieg von 42,1
%. Der Umsatz stieg um 24,6 Mio. Euro auf insgesamt 83,1
Mio. Euro (Vorjahr: 58,5 Mio. Euro). Das für 2023
geplante Umsatzziel von 75,7 Mio. Euro wurde um 7,4 Mio.
Euro überschritten, was im Wesentlichen an
Verschiebungen von Auftragseingängen aus dem Jahr 2022
lag.
26,7 Mio. Euro Umsätze, das sind 32,1 %
(Vorjahr: 35,6 Mio. Euro bzw. 60,9 %) des Gesamtumsatzes,
entfielen im Geschäftsjahr 2023 auf Geschäfte mit
Unternehmen der Herrenknecht-Gruppe. Rund 56,4 Mio. Euro
Umsätze erzielte die H+E Logistik im Geschäft mit
eigenen Kunden. Der Umsatz betrug im Inland 11,4 Mio. Euro
(Vorjahr: 10,7 Mio. Euro) und im Ausland 71,8 Mio. Euro
(Vorjahr: 47,8 Mio. Euro). Der Auslandsumsatz stieg im
Vergleich zum Vorjahr um 50,2 %.
Auf die Branchensektoren verteilt sich der Umsatz
folgendermaßen:
| ― |
Tunnelbau: 74,4 Mio. Euro
(Vorjahr: 56,7 Mio. EUR),
|
| ― |
Industrial: 1,0 Mio. Euro
(Vorjahr: 1,6 Mio. EUR),
|
| ― |
Bergbau: 7,7 Mio. Euro (Vorjahr:
0,2 Mio. EUR)
|
Auftragseingang
Der Auftragseingang erreichte im abgelaufenen
Geschäftsjahr 70,1 Mio. Euro und lag damit um 8,3 Mio.
Euro (10,6 %) unter dem Vorjahreswert von 78,4 Mio. Euro.
Gegenüber dem Plan (68,6 Mio. Euro) betrug die
Abweichung 1,5 Mio. Euro (2,2 %). Die wesentlichen
Gründe für die Steigerung des Auftragseingangs
gegenüber Plan sind Vertriebsbemühungen um aus
Vorjahren verschobene Projekte sowie um neue Projekte auf
dem Markt akquirieren zu können.
Der Auftragsbestand sank im gleichen Zeitraum um 13,5
Mio. Euro (23,9 %) von 56,4 Mio. Euro auf 42,9 Mio. Euro.
Gesamtleistung
Die Gesamtleistung lag im Jahr 2023 mit 85,9 Mio.
Euro um 22,9 Mio. Euro (36,4 %) über dem
Vorjahresniveau von 63,0 Mio. Euro.
Die geplante Gesamtleistung von 76,0 Mio. Euro wurde
um 9,9 Mio. Euro (13,0 %) übertroffen. Die Entwicklung
der Gesamtleistung korrespondiert mit den über Plan
liegenden Umsatzerlösen. Beides hat seine Ursache in
der Abarbeitung des Auftragsbestands und den erzielten
Auftragseingängen im Jahr 2023.
Entwicklung der
Materialaufwendungen
Die Materialintensität (inkl. u.a.
Fremdkonstruktion) sank gegenüber 2022 von 77,3% auf
72,0% im Jahr 2023. Der Rückgang der
Materialintensität im Berichtsjahr ist im Wesentlichen
auf die Weitergabe der gestiegenen Materialpreise an die
Endkunden, sowie ein verstärktes Nachtragsmanagement
zurückzuführen.
Entwicklungen der
Personalaufwendungen
Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr von
9,4 Mio. Euro um 2,5 Mio. Euro (26,6 %) auf 11,9 Mio. Euro
gestiegen. Haupttreiber ist die Erhöhung der
Mitarbeiterzahl und ein erhöhtes Gehaltsgefüge.
So stieg die durchschnittliche Beschäftigtenzahl von
174 Mitarbeitern im Jahr 2023 um 32 Mitarbeiter
gegenüber dem Vorjahr. Trotz der gestiegenen
Mitarbeiterzahl führte die deutlich gestiegene
Gesamtleistung zu einem Rückgang der
Personalintensität um 1,0%-Punkte auf 13,9 %.
Abschreibungen
Die Abschreibungen beliefen sich im Jahr 2023 auf 0,5
Mio. Euro und damit auf vergleichbaren Niveau zum Vorjahr
(0,4 Mio. Euro).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im
Jahr 2023 um 0,6 Mio. Euro von 12,1 Mio. Euro auf 11,5 Mio.
Euro. Den größten Anteil an den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen stellen mit 4,1 Mio. EUR die
Transportkosten dar (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR).
Ergebnisentwicklung
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) der H+E Logistik
betrug im Geschäftsjahr 2023 +1,1 Mio. Euro (Vorjahr:
-6,9 Mio. Euro). Das entspricht 1,3 % von der
Gesamtleistung (Vorjahr: -10,9 %).
Das geplante EBT (1,8 Mio. Euro) wurde damit um 0,7
Mio. Euro verfehlt. Erhöhte Finanzierungskosten auf
Grund der gestiegenen Zinslast sind die Hauptursache
für die Abweichung.
Vermögens- und Finanzlage
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der H+E Logistik GmbH belief sich zum
Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf 57,9 Mio. Euro. Sie
hat sich gegenüber dem Vorjahr (37,6 Mio. Euro) um
54,0 % erhöht. Das Anlagevermögen ist mit 6,6
Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (6,3 Mio. Euro) um 0,3
Mio. Euro (4,8 %) gestiegen. Die Vorräte erhöhten
sich von 6,7 Mio. Euro um 10,2 Mio. Euro (152,2 %) auf 16,9
Mio. Euro. Im Wesentlichen bedingt durch das hohe
Beschaffungsvolumen für Projekte mit Fertigstellung
Anfang 2024 erhöhten sich die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe um 2,0 Mio. Euro (26,0 %) von 7,7 Mio. Euro
auf 9,7 Mio. Euro. Darüber hinaus sind die erhaltenen
Anzahlungen um 3,8 Mio. Euro (32,2 %) von 11,8 Mio. Euro
auf 8,0 Mio. Euro gesunken.
Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen gegen Drittunternehmen stieg um 17,3 Mio. Euro
(233,8 %) von 7,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022 auf 24,7
Mio. Euro zum 31. Dezember 2023. Diese Steigerung ist
stichtagsbezogen zu betrachten und auf eine erhöhte
Projektaktivität im letzten Quartal
zurückzuführen. Demgegenüber reduzieren sich
die Forderungen gegen verbundene Unternehmen jedoch um 10,0
Mio. Euro (66,7 %) auf 5,0 Mio. Euro nach 15,0 Mio. Euro
zum 31. Dezember 2022.
Die Eigenkapitalquote ist trotz des
Jahresüberschusses aufgrund der gestiegenen
Bilanzsumme von 5,4 % auf 5,3 % zum Bilanzstichtag im
abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken.
Die Rückstellungen haben sich von 12,4 Mio. Euro
auf 18,3 Mio. Euro erhöht. Die Steigerung
gegenüber dem Vorjahr resultiert mit 4,3 Mio. EUR im
Wesentlichen aus der Erhöhung der Rückstellungen
für nicht erhaltene Rechnungen sowie mit 2,3 Mio. EUR
aus der Erhöhung der Rückstellungen für
nachlaufende (Projekt-)Kosten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Drittunternehmen sind um 3,2 Mio. Euro von
5,5 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro gesunken. Demgegenüber
erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen um 16,9 Mio. Euro von 16,4 Mio.
Euro auf 33,3 Mio. Euro. Die Erhöhung der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Drittunternehmen im Vergleich zum Vorjahr
ist stichtagsbedingt. Die Erhöhung der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
ist im Wesentlichen auf die Aufnahme eines kurzfristigen
Darlehens von der Herrenknecht AG zurückzuführen.
Finanzlage
Die Liquiditätslage des Unternehmens war im
Verlauf des gesamten Berichtsjahres ausreichend, um den
finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die liquiden
Mittel liegen zum Bilanzstichtag mit 3,9 Mio. Euro aufgrund
einer signifikanten Drittkundenzahlung kurz vor dem
Bilanzstichtag deutlich über dem Niveau des Vorjahres
(0,5 Mio. EUR).
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit war im abgelaufenen
Geschäftsjahr positiv. Dies ist im Wesentlichen auf
den zeitnahen Erhalt ausstehender Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie der Aufnahme eines
IC-Darlehens mit der Herrenknecht AG
zurückzuführen.
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt bei Bedarf
über kurzfristige Darlehen der Herrenknecht AG,
Schwanau. Zum Bilanzstichtag wurden von der Herrenknecht AG
kurzfristig 22,0 Mio. Euro ausgeliehen.
Gegenwärtig und auch in Zukunft ist die
Gesellschaft auf die Finanzierung durch die
Gesellschafterin angewiesen. Mit dieser Unterstützung
sieht die Geschäftsleitung der H+E Logistik eine
wesentliche Voraussetzung erfüllt, um künftig
erfolgreich arbeiten zu können.
Mitarbeiter
Die H+E Logistik verfügt über gut
ausgebildete, leistungsfähige und motivierte
Mitarbeiter. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl
betrug mit 174 Mitarbeitern 32 Mitarbeiter mehr als im
Vorjahr. Im Jahr 2023 beschäftigte die H+E Logistik
zehn Auszubildende. Davon wurden zwei im gewerblichen und
acht im kaufmännisch/technischen Bereich ausgebildet.
Die Berufsausbildung ist eine wichtige Säule für
die zukünftige Personalpolitik des Unternehmens, denn
die Rekrutierung qualifizierten Personals gestaltet sich
immer schwieriger. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen,
unterhält die H+E Logistik auch gute Kontakte zu
einschlägigen Hochschulen und bietet interessierten
Studenten die Möglichkeit, bei der H+E Logistik ein
Betriebspraktikum zu absolvieren oder über
Aushilfstätigkeiten das Unternehmen kennenzulernen und
sie so als festangestellte MA gewinnen zu können.
Kundenbeziehungen und
Kundenzufriedenheit
Die Meinung unserer Kunden zu unserem Unternehmen und
zu unseren Produkten ist uns sehr wichtig und wird
fallweise nach Bauübergabe durch Kundenbefragungen
ermittelt. Die Kundenzufriedenheit wird anhand von
verschiedenen Indikatoren wie Anzahl der
Kundenreklamationen, Reklamationskosten zu Umsatz etc.
ermittelt und ist eine wichtige Messgröße
für die stetige Verbesserung der Qualität unserer
Produkte und des Service.
Lieferantenbeziehungen
Unser Beschaffungsvolumen im abgelaufenen
Geschäftsjahr beträgt ca. 60 % der
Gesamtleistung. Somit sind unsere Lieferanten zentraler
Bestandteil unseres Wertschöpfungsprozesses und tragen
maßgeblich zu unserem Unternehmenserfolg bei. Ein
wesentliches Element der Lieferantenentwicklung sind die
Lieferanten- und Produktaudits, die bei unseren Lieferanten
durchgeführt werden. Unsere Hauptlieferanten werden im
2-3 Jahresrhythmus auditiert, sofern keine
größeren Reklamationen auftreten. Neue
Lieferanten werden vor einer größeren
Auftragsvergabe durch den Einkauf und das
Qualitätsmanagement auditiert. Des Weiteren wird mit
diesen Lieferanten eine
Qualitätssicherungsvereinbarung abgeschlossen.
Forschung und Entwicklung
H+E Logistik arbeitet kontinuierlich daran, neue
Produkte zu entwickeln bzw. bestehende Produkte
weiterzuentwickeln und zu standardisieren.
Durch schrittweise Standardisierung einzelner
Komponenten unserer Bandanlagen wollen wir eine
Erhöhung der Wiedereinsatzquote unserer
Gebrauchtkomponenten erreichen und die Anzahl der
Neukonstruktionen so gering wie möglich halten. Wir
erwarten durch diese Maßnahme eine Verkürzung
der Projektdurchlaufzeiten und damit eine Erhöhung der
Wettbewerbsfähigkeit.
Prognose-, Risiko- und
Chancenbericht
Prognosebericht
Allgemeine Rahmenbedingungen
Der IWF geht für das Jahr 2024 von einer weiter
unterdurchschnittlich wachsenden Leistung der
Weltwirtschaft aus. Demnach wird sie im angelaufenen
Geschäftsjahr auf ein Wachstum von 2,9 % kommen und
leicht unter dem Vorjahr liegen (2023: 3,0 %). Bremsend
wirken weiter die finanzpolitischen Maßnahmen zur
Einschränkung der Inflation, Russlands Invasion in die
Ukraine, die ökonomischen Folgen der Covid-19-Pandemie
sowie die Krise im chinesischen Immobiliensektor.
Die Volkswirtschaften der Industriestaaten werden
gemäß IWF 2024 mit 1,4 % leicht wachsen (2023:
1,5 %). Die Entwicklungs- und Schwellenländer sollen
gegenüber dem Vorjahr unverändert um 4,0 %
wachsen (2023: 4,0 %). Für die Länder der
Eurozone weist der IWF mit 1,2 % eine geringe Zunahme des
Wirtschaftswachstums für das Jahr 2024 aus (2023: 0,7
%). Deutschland sieht das Institut für das Jahr 2024
mit 0,9 % wieder im Wachstumsbereich, nachdem 2023 ein
Rückgang von -0,5% verzeichnet wurde. Frankreich wird
im Jahr 2023 nach Einschätzung des IWF ebenfalls
verbesserte Wachstumsraten aufweisen, Italien wird
stagnieren. Die prognostizierten Werte betragen für
Frankreich 1,3 % (2023: 1,0 %) und Italien 0,7 % (2023: 0,7
%).
Für die USA rechnet der Internationale
Währungsfonds mit einem schwächeren
Leistungszuwachs von nur 1,4 % (2023: 2,1 %). Der weltweit
zweitgrößten Volkswirtschaft China sagt der IWF
einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 4.2 % voraus,
nachdem China 2023 5,0 % Wirtschaftswachstum aufwies.
Indien wird 2024 seinen Wachstumskurs unverändert mit
6,3% fortsetzen, der Wert von 6,3% wurde auch bereits 2023
erreicht. Die Gruppe der Länder im Mittleren Osten und
Zentralasien wird sich 2024 laut IWF gegenüber dem
Vorjahr (2023: 2,0 %) verbessern und einen Zuwachs von 3,4
% erreichen.
Das weltweite Projektgeschäft von Herrenknecht
profitiert von einer Reihe intakter Megatrends. Nach
Einschätzung des Vorstands werden sich diese
künftig positiv auf die Geschäfte des Konzerns
auswirken. So nimmt die Urbanisierung weltweit weiter zu,
wirtschaftlich aufstrebende Regionen bauen ihre
Infrastruktur aus. Auch viele westliche Metropolen erneuern
oder vergrößern ihre unterirdischen
Infrastrukturen für Straßen- und
Schienenverkehre sowie Ver- und Entsorgung. Ebenso
eröffnen die Energiepolitik einiger Staaten mit dem
Ausbau des Anteils an Wasserkraft und der notwendige Ausbau
von Energienetzen Herrenknecht neues Marktpotenzial. Bei
der Modernisierung und dem Ausbau von unterirdischen
Infrastrukturen kommt immer häufiger maschinelle
Vortriebstechnik zum Einsatz. Sie bietet eine hohe
Verlässlichkeit hinsichtlich Sicherheit für
Menschen, Bauzeiten und Budget. Zudem ist das Verfahren
wesentlich umweltverträglicher als die konventionelle
Technik.
Prognose der
Geschäftsentwicklung
Die Geschäftsführung der H+E Logistik
plant, abgestimmt mit den Unternehmen der
Herrenknecht-Gruppe, jährlich wesentliche Erfolgs- und
Bilanzpositionen. Die Planung wird dann im
Geschäftsjahresverlauf um rollierende Prognosen
ergänzt. Unabhängig davon können sich aber,
z.B. aufgrund der im Projektgeschäft üblichen
Auftragsverschiebungen in das nächste
Geschäftsjahr oder kurzfristigen Auftragsvergaben,
Abweichungen zu den Prognosen ergeben.
Die weiteren Auswirkungen der sich seit Jahresbeginn
2022 verschärfenden Ukrainekrise auf die
Geschäftsentwicklung der Gesellschaft, beispielsweise
in Form von weiteren Lieferkettenstörungen und
Erhöhung der Energiekosten, sind weiterhin schwer
vorauszusagen.
Basierend auf der aktuellen Prognose geht die
Geschäftsleitung der H+E Logistik davon aus, dass der
Umsatz im Jahr 2024 mit rund 60,0 Mio. Euro unter dem des
Jahres 2023 liegen wird. Die Gesamtleistung ist mit rund
57,2 Mio. Euro geplant und das Ergebnis vor Steuern (EBT)
soll bei rund 1,0 Mio. Euro liegen. Als Auftragseingang
wird ein Wert von 65,6 Mio. Euro geplant.
Erwartete Finanz- und
Vermögenslage
Für das Jahr 2024 erwartet die
Geschäftsleitung der H+E Logistik eine Bilanzsumme
unter dem Niveau des Vorjahres. Die bereits initiierten
Maßnahmen zur Reduzierung des Working Capitals, wie
aktives Debitorenmanagement und Reduzierung der
Gebrauchtbestände, werden fortgeführt.
Vor dem Hintergrund der Unterstützung der
Herrenknecht AG werden die finanziellen Mittel auch im Jahr
2024 ausreichend sein, um das operative Geschäft sowie
die notwendigen Investitionen zu finanzieren. Eventuell
auftretende kurzfristige Finanzierungslücken werden
über kurzfristige Darlehen der Muttergesellschaft
geschlossen.
Investitionen
Die Investitionen werden im Jahr 2024 im Wesentlichen
den Ersatz von Anlagen am Standort Aschersleben betreffen.
Risikobericht
Die H+E Logistik ist aufgrund der Produkte und
Märkte, in denen sie tätig ist,
regelmäßig Risiken ausgesetzt, die sich negativ
wie positiv auf das Unternehmen auswirken können. Die
zeitnahe Identifikation und Beurteilung solcher Risiken ist
ein wichtiges Anliegen der Geschäftsführung.
Dabei stützen wir uns zunehmend auf die Fachkompetenz
von Mitarbeitern der Herrenknecht AG und dokumentieren und
verfolgen die Entwicklung der Risiken im
Risikomanagementsystem des Herrenknecht-Konzerns.
Risikomanagementsystem
Ein wichtiges Anliegen der Unternehmensführung
bei H+E Logistik ist es, Risiken möglichst früh
zu identifizieren, zu erfassen, zu analysieren und steuern
zu können. Eine verantwortungsvolle Risikopolitik
eröffnet neue Chancen, das Geschäft erfolgreich
weiterzuentwickeln. Den Kern des Risikomanagements von H+E
Logistik bilden drei Elemente, die sich kontinuierlich im
Aufbau beziehungsweise in der Weiterentwicklung befinden:
| ― |
ein zeitnahes Berichtswesen,
|
| ― |
ein zertifiziertes
Qualitätsmanagementsystem und
|
| ― |
ein gutes
Vertragsmanagement.
|
Das wichtigste Instrument des Risikomanagementsystems
ist das zeitnahe Berichtswesen, welches kontinuierlich
weiterentwickelt wird.
Flankiert wird es von einem zertifizierten
Qualitätsmanagementsystem. Das Controlling, nimmt
dabei eine wichtige Rolle ein. Es soll sicherstellen, dass
die Standards des Risikomanagements umgesetzt werden und
der Risikomanagementprozess weiterentwickelt wird.
Um Risiken im Sonderanlagengeschäft zu
minimieren, hat H+E Logistik ein kompetentes Engineering
und ein Schnittstellenmanagement in der Überwachung
der vor- und nachgelagerten Technik an der Baustelle
installiert sowie eine zeitnahe und zuverlässige
Projektsteuerung und -überwachung. Weitere
Maßnahmen der Risikominimierung sind
aussagefähige Projektvorkalkulationen flankiert durch
ein detailliertes Projektcontrolling. Eine enge
Kundenbindung und langjährige Erfahrung in der
Produktion anspruchsvoller und qualitativ hochwertiger
Förderbandanlagen sichern dem Unternehmen eine
führende Wettbewerbsposition auf nationaler und
internationaler Ebene.
Gesamtwirtschaftliche Risiken und
Branchenrisiken
Von den im Jahr 2022 aufgetretenen, deutlichen
Preissteigerungen und dem auch in 2023 anhaltenden
inflationären Trend - insbesondere bei Stahl, Energie,
Transporten und elektronischen Komponenten - war auch der
Herrenknecht Konzern betroffen. Lieferketten sind weltweit
tendenziell anfälliger geworden, jedoch ist
Herrenknecht weiterhin in der Lage, den vertraglich
vereinbarten Lieferpflichten nachzukommen. Dafür
antizipiert und analysiert das Management fortlaufend, wie
auch künftig sichergestellt werden kann, dass die
Beschaffung und Verfügbarkeit erfolgskritischer
Rohstoffe, Komponenten und Bauteile redundant und
strategisch abgesichert bleibt.
Umsatzrisiken bestehen für die H+E Logistik im
Bergbaugeschäft. Die Umsatzerlöse der H+E
Logistik im Steinkohlebergbau hängen entscheidend vom
Weltmarktpreis für Steinkohle ab, d.h. bei niedrigem
Weltmarktpreis halten die Bergbaugesellschaften
Ausrüstungsinvestitionen zurück, der Umsatz der
H+E Logistik ist entsprechend niedrig. Zudem ist aufgrund
des Russland-Ukraine Kriegs mit Russland der
größte Absatzmarkt für Mining-Projekte
zumindest mittelfristig weggebrochen. Vertriebsseitig
laufen intensive Bemühungen neue Märkte und
Kunden in den GUS-Staaten wie bspw. Kasachstan zu gewinnen.
Beim gegenwärtigen Weltmarktpreis ist mittelfristig
auch mit einer Wiederbelebung des Bergbaugeschäftes zu
rechnen.
Die Aufträge im maschinellen Tunnelbau
bedürfen einer langfristigen Vorbereitung und Planung
und sind relativ unabhängig von konjunkturellen
Schwankungen. Dies vorausgesetzt, gehen wir davon aus, dass
sich der Markt für das periphere Equipment robust
gegen konjunkturelle Störungen zeigt und unsere
Auftragslage, abgesehen von branchentypischen Schwankungen,
stabil bleibt.
Die langfristigen globalen Auswirkungen des in 2022
ausgebrochenen Ukrainekriegs auf die Weltwirtschaft mit dem
Einmarsch russischer Truppen sind weiterhin schwer
einschätzbar.
Unternehmensstrategische und
leistungswirtschaftliche Risiken
In den letzten Jahren kann eine Verschärfung des
Wettbewerbs beobachtet werden. Neue Wettbewerber sind in
den Markt eingetreten und haben den Druck auf die
etablierten Anbieter erhöht. Damit ist ein intensiver
Preiswettbewerb einhergegangen. Unternehmensstrategisch
versucht H + E Logistik die Märkte Mining und
Industrial für sich weiterzuentwickeln, um sich
unempfindlicher gegen den Wettbewerbsdruck im angestammten
Markt zu machen.
Anlagentechnische Risiken können sich negativ
auf den Bauablauf und den Erfolg des Projektes auswirken.
Ein Ausfall von Förderbandanlagen kann zu
Sekundärschäden wie Produktionsausfall oder
Stillstand des Projektes führen. H+E Logistik begegnet
diesen Risiken, indem die Planung der
Förderbandanlagen durch eine eigene Konstruktion
erfolgt und die Montage durch eigenes geschultes und
erfahrenes Personal überwacht wird. Die im Vorfeld von
Lieferanten produzierten Anlagenteile werden probeweise
vormontiert, um im Bedarfsfall sofort nachgebessert werden
zu können.
Gebrauchtanlagen
Die Geschäftsführung der Gesellschaft
versucht, Risiken aus Rückkäufen auf einem
niedrigen Niveau zu halten und zudem Gebrauchtanlagen und
-komponenten einer geeigneten Wiederverwendung
zuzuführen. Die Wiederverwendung von gebrauchten
Anlagen wird in die Produktionsstrategie integriert. Eine
mögliche Liquiditätsbelastung wird bereits in der
Liquiditätsplanung berücksichtigt.
Beschaffungsrisiken
H+E Logistik ist als produzierendes Unternehmen dem
Risiko ausgesetzt, dass die Preise und die
Verfügbarkeit von Rohstoffen, Komponenten, Materialien
und Vorprodukten Schwankungen unterliegen. Mit einem
Bündel verschiedener Maßnahmen versuchen wir,
den Risiken im Bereich Beschaffung entgegenzuwirken.
Für die Beschaffung von Komponenten und Vorprodukten
hat H+E Logistik alternative Lieferanten, um die
Abhängigkeit von nur einem Lieferanten zu verringern.
Die Beschaffung von wichtigen Anlagenelementen basiert auf
langjährigen und bewährten
Lieferantenbeziehungen. Neue Lieferanten durchlaufen eine
Qualitätsprüfung. So stellt H+E Logistik sicher,
dass die Komponenten die hoch gestellten Ansprüche
eines Premium-Anbieters erfüllen.
Dem Risiko von Lieferverzögerungen oder
Lieferantenausfällen ist die H+E Logistik durch den
Aufbau einer eigenen Produktions- und Lagerstätte in
Aschersleben entgegengetreten. Dort werden
Schlüsselkomponenten von Bandförderanlagen
zentral gelagert, gefertigt und montiert. Die Fertigung
erfolgt durch Mitarbeiter, die über langjährige
Erfahrung verfügen. Dadurch kann eine gleichbleibend
hohe Qualität der dort gefertigten Komponenten
gewährleistet werden. Ein weiterer Vorteil liegt in
der räumlichen Zentralisierung der verschiedenen
Gebrauchtwarenlager am Standort Aschersleben, wodurch die
Wiederverwendung gebrauchter Komponenten optimiert wird.
Deutlichere Preissteigerungen und anhaltende
inflationäre Trends im Beschaffungskreislauf, die sich
mit dem Ukraine-Krieg weiter verschärft haben, stellen
für die H+E Logistik ein zunehmendes Risiko dar.
Anhaltende Teuerungsraten - beispielsweise bei Stahl,
Energie oder Transporten - bedeuten, dass die H+E Logistik
stark ansteigende Aufwendungen in der Beschaffungskette
über erhöhte Verkaufspreise auf der Absatzseite
ausgleichen muss. Dies könnte Auswirkungen auf den
Verkaufserfolg der H+E Logistik haben, sofern asiatische
Wettbewerber derartige Entwicklungen nicht über
erhöhte Verkaufspreise kompensieren müssen.
Selbst wenn weltweit Lieferketten tendenziell
anfälliger geworden sind, was beispielsweise die
Versorgung mit Bauteilen rechnergesteuerter Hochtechnologie
angeht, sieht sich die H+E Logistik im Großen und
Ganzen weiterhin in der Lage, vertraglich vereinbarten
Lieferpflichten nachzukommen. Hier antizipiert und
analysiert das Management fortlaufend, wie auch
künftig sichergestellt werden kann, dass die
Beschaffung und Verfügbarkeit erfolgskritischer
Rohstoffe, Komponenten und Bauteile redundant und
strategisch abgesichert bleibt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich in erster
Linie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem
Forderungsausfallrisiko begegnet die H+E Logistik durch ein
konsequentes Forderungsmanagement sowie dem Einsatz von
Sicherungsinstrumenten wie Akkreditiven, Bankgarantien und
Kundenanzahlungen.
Währungsrisiken
Durch das internationale Geschäft ist die H+E
Logistik Währungsrisiken ausgesetzt, die jedoch bei
großen Aufträgen grundsätzlich über
die Muttergesellschaft abgesichert werden.
Aufträge auf Fremdwährungsbasis, die den
üblichen Wechselkursschwankungen unterliegen, sichert
das Unternehmen über Devisentermingeschäfte ab.
Derivative Finanzinstrumente werden als
Hedge-Instrumente eingesetzt, um Risiken aus
Währungskursschwankungen und Zinsänderungsrisiken
zu eliminieren. Es handelt sich ausschließlich um
außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte
OTC-)Instrumente. Oberster Grundsatz jeglichen
Derivate-Einsatzes ist die Absicherung von Risiken aus
Grundgeschäften. Derivative Finanzinstrumente
dürfen daher nur zum Schließen von Positionen
eingesetzt werden, nicht jedoch zum Eingehen neuer Risiken
aus spekulativen Gründen. Der Abschluss von
derivativen Finanzinstrumenten unterliegt einem
standardisierten Berechtigungsprozess. Der mehrstufige
Ablaufprozess lässt sich unterteilen in die Schritte
Vertragsverhandlung, Kontrolle, Genehmigung durch die
Geschäftsführung und schließlich die
Buchung.
Devisentermingeschäfte werden zur
Devisenkurssicherung im Leistungsbereich eingesetzt.
Entstandene Kaufpreisverpflichtungen oder
Verkaufspreisforderungen werden mit dem entsprechenden
Sicherungskurs des Termingeschäfts angesetzt. Die
Absicherung von Währungsrisiken aus
Fremdwährungen erfolgt mittels Mikro-Hedges, d.h. das
Risiko eines Grundgeschäfts wird mit einem
Sicherungsinstrument abgedeckt. Ziel der Kurssicherung mit
Derivaten ist es, Marktpreisrisiken im Auftragsbestand
auszuschließen und in der Offertphase zu minimieren.
Hierzu werden Bewertungseinheiten aus Sicherungs- und
Grundgeschäft gebildet und als Mikro-Hedge
dargestellt.
Detailinformationen zu den derivativen
Finanzinstrumenten sind im Anhang enthalten.
IT-Risiken
Ein Ausfall der IT-Systeme oder ein wesentlicher
Datenverlust könnte den Geschäftsbetrieb von H+E
Logistik beeinträchtigen. Um dieses Risiko zu
vermeiden, setzt H+E Logistik moderne Hard- und Software
ein. H+E Logistik ist in das IT-System der Herrenknecht AG
eingebunden, das regelmäßig geprüft wird.
Schwerpunkte sind die Informationsverarbeitung und die
Informationssicherheit. Besonderer Wert wurde daraufgelegt,
das Schnittstellenmanagement zwischen Anwendungssystemen zu
begutachten und zu prüfen, ob die Sicherheit von Daten
und Anwendungen vor Zerstörung, Verlust und Missbrauch
ausreicht. Wichtige Teilbereiche des IT-Systems werden
laufend kontrolliert, um so die Sicherheit der IT-Systeme
zu gewährleisten.
Einen wirksamen Schutz gegen Systemausfälle
bieten die Datensicherungskonzepte auf Basis der modernen
und leistungsfähigen IT-Infrastruktur des Unternehmens
und seiner Partner. Ihren Kern bilden moderne
Rechenzentren. Back-ups in der Cloud erhöhen die
Sicherheit zusätzlich und verbessern die
Verfügbarkeit. Hinzu kommen unternehmensweite
Sicherungsmaßnahmen, die Daten vor Fremdzugriff und
schädlicher Software schützen. Kontinuierliche
Awareness Schulungen aller Mitarbeiter sind ebenfalls
Bestandteil des ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes. Es
sind bei H+E Logistik daher keine wesentlichen Risiken
erkennbar, die zu einem längerfristigen Ausfall
führen könnten.
Rechtliche Risiken
Das operative Geschäft der H+E Logistik bringt
rechtliche Risiken mit sich. Als Hersteller von
Förderbandanlagen können durch Fehler oder
Ausfälle der Anlagentechnik oder von
Schlüsselkomponenten Gewährleistungs- und
Haftungsansprüche durch Kunden geltend gemacht werden.
Mit Hilfe eines internen Qualitätsmanagements und der
engen Abstimmung mit der konzerneigenen Rechtsabteilung
versucht H+E Logistik, diese Risiken zu minimieren. Dazu
gehört, dass Verträge mit Kunden auf spezielle
Risiken hin analysiert und sensible Bereiche deutlich
geprüft und Lösungen zu deren Vermeidung
kommuniziert werden. Risiken, die aus Rechtsstreitigkeiten
entstehen können, gibt es bei H+E Logistik derzeit
nicht. Insbesondere aufgrund der stetig weiterreichenden
multinationalen Einsätze der Förderbandanlagen
können derartige Risiken für die Zukunft auch
weiterhin nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Im Rahmen der Lieferantenentwicklung werden neue
sowie bestehende Lieferanten durch das
Qualitätsmanagement auditiert und bewertet.
C-Lieferanten werden grundsätzlich als Lieferanten
gesperrt.
Die Mitarbeiter der H+E Logistik in den
Fachabteilungen sind im Umgang mit den Risiken des
täglichen Geschäftes vertraut, bei
außergewöhnlichen Fragestellungen greift die H+E
Logistik auf externe Berater oder Mitarbeiter der
Herrenknecht AG zurück.
Personalrisiken
Die H+E Logistik ist insbesondere im Bereich der
Technik auf hoch qualifizierte Mitarbeiter angewiesen.
Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland und
einem zunehmenden Wettbewerb der Unternehmen um
qualifiziertes Fachpersonal ist das Risiko gestiegen, freie
Stellen nicht mit geeigneten Bewerbern besetzen zu
können. H+E Logistik begegnet diesem Risiko durch eine
frühzeitige Kontaktaufnahme zu Nachwuchsingenieuren an
einschlägigen Hochschulen. Zudem bietet H+E Logistik
Nachwuchskräften attraktive Karrierewege im
Unternehmen und zukunftssichere Arbeitsplätze.
Gesamtaussage zur Risikosituation
Die Risikolage der H+E Logistik hat sich in 2023 vor
dem Hintergrund des anhaltenden russischen Kriegs gegen die
Ukraine nicht wesentlich verändert. Neben den
tiefergreifenden globalen Effekten kann dies auch weiterhin
signifikante Auswirkungen auf das Projektgeschäft der
H+E in den GUS-Staaten haben.
Wesentliche Risikofaktoren sind neue Wettbewerber,
verstärkter Preisdruck und reduzierte Margen. Zu den
potenziellen Risiken gehören zudem nicht oder nur
mittelbar beeinflussbare Faktoren wie die weitere
Entwicklung der Weltwirtschaft. Bei den von H+E Logistik zu
beeinflussenden Faktoren im operativen Geschäft wird
versucht, diese durch Berichtssysteme,
Qualitätsmanagement und Projektmanagement so gering
wie möglich zu halten und wenn notwendig,
entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die
Geschäftsführung der Gesellschaft kann zurzeit
keine Risiken erkennen, die die Existenz des Unternehmens
gefährden können. Das bezieht sich sowohl auf die
Ergebnisse der abgeschlossenen wirtschaftlichen
Tätigkeit als auch auf die Vorgänge, die geplant
oder eingeleitet wurden.
Chancenbericht
Auf Basis der globalen Marktentwicklungen und der
Unternehmensstrategie ergeben sich für die H+E
Logistik verschiedene Chancen.
Großes Potenzial geht von den
Wachstumsmärkten aus. In den aufstrebenden
Ländern und Regionen der Welt macht der zunehmende
Trend zur Verstädterung den Ausbau und die
Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur notwendig. Auch in
den Metropolen der entwickelten westlichen Staaten besteht
ein enormer Modernisierungsbedarf. Megaveranstaltungen von
globalem Interesse, wie Olympische Spiele oder
Fußballweltmeisterschaften, und die damit verbundenen
Infrastrukturinvestitionen dürften der H+E Logistik
auch weiterhin großes Wachstumspotenzial bieten. Hier
sehen wir für die Zukunft gute Chancen, unsere
Marktposition weiter auszubauen.
Ein wesentliches Chancenpotenzial ergibt sich aus der
Innovationskraft des Unternehmens. H+E Logistik arbeitet
kontinuierlich daran, neue Produkte zu entwickeln, bzw.
bestehende Produkte weiterzuentwickeln und zu
standardisieren. Durch Standardisierung wollen wir eine
Erhöhung der Wiedereinsatzquote unserer
Gebrauchtkomponenten erreichen.
Das Management der H+E Logistik ist ständig
bemüht, die Arbeitseffizienz seiner Mitarbeiter durch
die Ausstattung der Arbeitsplätze mit modernster
Technik zu verbessern. Besondere Bedeutung kommt der
Datenverarbeitung zu. So erfolgte auch im Jahr 2023 eine
weitere Stabilisierung der Systeme.
| Jens Fliege |
Wolfgang Eitel |
|
Geschäftsführer |
Geschäftsführer |
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
88.824,23 |
|
47 |
|
|
88.824,23 |
47 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
4.900.726,50 |
|
5.108 |
| 2. technische Anlagen
und Maschinen |
298.813,35 |
|
58 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
556.573,30 |
|
566 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
707.937,33 |
|
479 |
|
|
6.464.050,48 |
6.211 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
|
35.728,00 |
36 |
|
|
6.588.602,71 |
6.295 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
| I. Vorräte |
|
|
|
| 1. Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
9.753.743,26 |
|
7.710 |
| 2. Unfertige
Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
11.612.457,47 |
|
9.415 |
| 3. Geleistete
Anzahlungen |
3.531.903,87 |
|
1.316 |
| 4. Erhaltene
Anzahlungen |
-7.990.212,52 |
|
-11.789 |
|
|
16.907.892,08 |
6.652 |
| II. Forderungen und
sonstige |
|
|
|
|
Vermögensgegenstände |
|
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
24.656.506,66 |
|
7.448 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
4.972.287,10 |
|
15.027 |
| 3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
868.171,80 |
|
1.495 |
|
|
30.496.965,56 |
23.971 |
| III. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten |
|
3.881.933,44 |
548 |
|
|
51.286.791,08 |
31.171 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
53.430,61 |
156 |
|
|
57.928.824,40 |
37.621 |
PASSIVA
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
TEUR |
| A. Eigenkapital |
|
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
100.000,00 |
|
100 |
| II.
Gewinnrücklagen |
16.500.000,00 |
|
16.500 |
| III. Verlustvortrag |
-14.570.090,38 |
|
-7.714 |
| IV.
Jahresüberschuss (Vj.: Jahresfehlbetrag) |
1.058.611,68 |
|
-6.856 |
|
|
3.088.521,30 |
2.030 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
|
| Sonstige
Rückstellungen |
18.342.436,94 |
|
12.446 |
|
|
18.342.436,94 |
12.446 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
2.321.531,76 |
|
5.527 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
33.272.187,39 |
|
16.377 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
904.147,01 |
|
1.241 |
| davon aus Steuern: EUR
682.076,08 (Vj.: TEUR 1.228) |
|
|
|
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit:
EUR 14.680,25 (Vj.: TEUR 11) |
|
|
|
|
|
36.497.866,16 |
23.145 |
|
|
57.928.824,40 |
37.621 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
|
2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
83.145.772,99 |
|
58.512 |
| 2. Erhöhung des
Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
|
2.197.071,95 |
|
4.057 |
| 3. Andere aktivierte
Eigenleistungen |
|
548.102,15 |
|
416 |
| 4. Sonstige betriebliche
Erträge |
|
1.298.410,94 |
|
613 |
|
|
|
87.189.358,03 |
63.598 |
| 5. Materialaufwand |
|
|
|
|
| a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
56.453.606,21 |
|
|
42.152 |
| b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
5.395.599,96 |
|
|
6.546 |
|
|
61.849.206,17 |
|
48.698 |
| 6. Personalaufwand |
|
|
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
9.956.028,83 |
|
|
7.802 |
| b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
1.970.837,37 |
|
|
1.597 |
davon für
Altersversorgung:
EUR 44.825,00 (Vj.: TEUR 46,5) |
|
|
|
|
|
|
11.926.866,20 |
|
9.399 |
| 7. Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
470.420,01 |
|
383 |
| 8. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
11.467.743,57 |
|
12.060 |
|
|
|
85.714.235,95 |
70.539 |
|
|
|
1.475.122,08 |
-6.941 |
| 9. Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
|
264.673,67 |
295 |
davon aus verbundenen
Unternehmen:
EUR 264.000,00 (Vj.: TEUR 294) |
|
|
|
|
| 10. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
|
|
674.938,47 |
190 |
davon an verbundene
Unternehmen:
EUR 670.684,41 (Vj.: TEUR 86,3) |
|
|
|
|
| 11. Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
|
|
-12.131,79 |
16 |
| 12. Ergebnis nach
Steuern |
|
|
1.076.989,07 |
-6.853 |
| 13. Sonstige
Steuern |
|
|
18.377,39 |
3 |
| 14.
Jahresüberschuss (Vj.: Jahresfehlbetrag) |
|
|
1.058.611,68 |
-6.856 |
Anhang zum Jahresabschluss 2023
1. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der H+E Logistik GmbH (HEL) mit
Sitz in Bochum, eingetragen im Registergericht Bochum
(Handelsregisternummer 6618), wurde auf der Grundlage der
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs
aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die
Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet worden.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
2. Angaben zur Bilanzierung und
Bewertung
2.1 Fortführung der Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde nach den für
große Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsvorschriften sowie den ergänzenden
Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.
2.2 Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze
Die immateriellen Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt
und planmäßig über die Nutzungsdauer
abgeschrieben. Soweit erforderlich, werden Abwertungen auf
den niedrigeren beizulegenden Stichtagswert vorgenommen.
Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener
immaterieller Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens wird nicht in Anspruch genommen.
Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort in voller
Höhe als Aufwand erfasst.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar,
nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um
planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Die Abschreibungen auf Zugänge des
Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich
zeitanteilig.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten
bis zu 250 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe
als Aufwand erfasst, geringwertige Anlagengüter mit
Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR über
fünf Jahre in einem Sammelposten linear abgeschrieben.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung des
Niederstwertprinzips. Die Bewertung der Gebrauchtteile
erfolgt zum Rücknahmepreis abzüglich
individueller Abwertungen unter dem Gesichtspunkt der
Wiederverwendbarkeit. Gebrauchtkomponenten werden ab dem
zweiten Lagerjahr mit progressiv steigenden
Prozentsätzen über sechs Jahre bis auf 5 %
abgeschrieben.
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen
werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese enthalten
neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch
notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste
Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die
Herstellungskosten mit einbezogen. Bei der Bewertung wurden
noch anfallende Kosten sowie drohende Verluste
berücksichtigt.
Die von den Kunden erhaltenen Anzahlungen werden von
den Vorräten abgesetzt.
Bei der Bewertung der grundsätzlich zum Nennwert
angesetzten Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände ist den erkennbaren Risiken
angemessen Rechnung getragen. Darüber hinaus wird zur
Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos eine pauschale
Wertberichtigung von 1 % auf die Forderungen von
Drittkunden vorgenommen.
Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert bewertet.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese
einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag
darstellen.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe
des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und
berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren
Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten.
Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum
Erfüllungsbetrag.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung werden kursgesichert. Im Jahresabschluss
werden diese Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem
gesicherten Kurs bewertet.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für
Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit diese
einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem
Stichtag darstellen.
2.3 Grundlagen für die Umrechnung
von Fremdwährungsposten in Euro
Auf fremde Währung lautende nicht gesicherte
kurzfristige Vermögensgegenstände und
Verbindlichkeiten wurden unter Beachtung von § 256a
HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag
umgerechnet.
2.4 Angabe zu latenten Steuern
Latente Steuern werden für zeitliche
Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und
steuerrechtlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der
latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten
Ertragssteuersatzes der H+E Logistik GmbH von 30 %. Der
kombinierte Ertragssteuersatz umfasst
Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und
Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht
nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten
Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende
Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive
latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer
Steuerentlastung wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB von
dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch
gemacht.
3. Angaben und Erläuterungen zur
Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
3.1 Bruttoanlagenspiegel
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte
ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu
entnehmen.
3.2
Geschäftsjahresabschreibung
Für unbewegliche Gegenstände des
Sachanlagevermögens, die einer beschränkten
Nutzungsdauer unterliegen, werden folgende
Abschreibungssätze angewendet:
Bauten 2 % bis 3 % linear
Bei der Abschreibung der beweglichen Gegenstände
des Sachanlagevermögens werden ausschließlich
folgende Methoden angewendet:
Andere Anlagen, Betriebs und
Geschäftsausstattung 7 % bis 33 % linear
3.3 Anteile an verbundenen
Unternehmen
Im Geschäftsjahr 2011 wurde die H+E Logistics
USA, Inc., Sumner/USA, gegründet. Die H+E Logistik
GmbH, Bochum, hält 100 % der Anteile. Zum
Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital TUSD 970 (TEUR
873) und der Jahresüberschuss TUSD 434 (TEUR 400).
3.4 Vorräte
Von den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen entfallen
EUR 2.380.440,27 (Vorjahr: EUR 2.888.588,83) auf
Rücknahmeanlagen und Rücknahmeteile. Diese werden
zum Rücknahmepreis abzüglich individueller
Abwertungen unter Wiederverwertungsaspekten angesetzt.
Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen betragen
EUR 11.612.457,47 (Vorjahr: EUR 9.415.385,52) und sind zu
Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener
Materialgemeinkostenzuschläge aktiviert.
Finanzierungskosten werden nicht in die Herstellungskosten
einbezogen.
3.5 Forderungen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
resultieren mit EUR 4.968.027,09 (Vorjahr: EUR
15.027.337,23) aus Lieferungen und Leistungen und sind
kurzfristig.
3.6 Sonstige
Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind
im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche in
Höhe von EUR 816.531,52 (Vorjahr: EUR 1.454.437,61)
enthalten.
3.7 Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe
von EUR 100.000,00 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht
verändert.
3.8 Angaben und Erläuterungen zu
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR
18.342.436,94 (Vorjahr: EUR 12.446.130,95). Es handelt sich
im Wesentlichen um Rückstellungen für
nachlaufende Kosten in Höhe von EUR 11.078.761,57
(Vorjahr: EUR 8.816.382,87), ausstehende Rechnungen von EUR
4.880.298,04 (Vorjahr: EUR 631.784,08), für
Rücktransporte von EUR 1.015.206,48 (Vorjahr: EUR
1.265.339,47), für Personal von EUR 785.219,60
(Vorjahr: EUR 394.146,00) und für Gewährleistung
von EUR 421.355,55 (Vorjahr: EUR 962.357,36).
Die Rückstellungen enthalten keine Positionen
mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten, die
abzuzinsen wären.
3.9 Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betragen EUR 33.272.187,39 (Vorjahr: EUR
16.376.596,59). Die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen
bestehen zu EUR 7.953.645,03 gegenüber dem
Mutterunternehmen (Vorjahr: EUR 2.507.193,92) und zu EUR
3.289.285,77 gegenüber anderen verbundenen Unternehmen
(Vorjahr: EUR 851.202,67).
3.10 Restlaufzeiten der
Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
3.11 Ergebnisverwendung
Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.
3.12 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie
folgt:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Inland |
11.385 |
10.727 |
| Ausland |
71.761 |
47.785 |
| Region Europa (ohne
Inland) |
27.117 |
14.723 |
| Region Amerika |
2.052 |
16.616 |
| Region Mittlerer Osten
und Afrika |
0 |
0 |
| Region Asien
Pazifik |
42.526 |
16.303 |
| Übrige
Länder |
66 |
143 |
|
83.146 |
58.512 |
Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse durch
Lieferungen der gesamten Produktpalette vorwiegend zur
Bandförderung von Abbaumaterialien im Tunnelbau sowie
dem Transport von Mineralstoffen beziehungsweise
Baustoffen:
3.13 Haftungsverhältnisse
Die HEL geht Haftungsverhältnisse nur nach
sorgfältiger Risikoabwägung und
grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen
oder der Geschäftstätigkeit verbundener
Unternehmen ein.
Im Rahmen der Finanzierung der Herrenknecht-Gruppe
haftet die H+E Logistik GmbH als Garant unter einem
Konsortialkreditvertrag. Die H+E ist nicht selbst
Kreditnehmer, sie haftet den Finanzparteien
gesamtschuldnerisch unwiderruflich und unbedingt für
die ordnungsgemäße und pünktliche
Erfüllung aller Verpflichtungen der Kreditnehmer aus
oder im Zusammenhang mit den Finanzierungsdokumenten. Zum
Bilanzstichtag hat die Herrenknecht AG eine Kreditlinie von
TEUR 332.815 in Anspruch genommen. Das Risiko einer
Inanspruchnahme wird aufgrund der guten wirtschaftlichen
Situation der Herrenknecht AG als nicht wahrscheinlich
eingeschätzt.
Im Zusammenhang mit einem Projekt hat sich die HEL
innerhalb eines "Groupement Moman-tanée d'Entreprise
Solidaire" zur gesamtschuldnerischen Haftung gegenüber
anderen beteiligten Konzerngesellschaften verpflichtet. Die
Haftungssumme beläuft sich auf Mio. EUR 2,2.
Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der
Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse
und unter Berücksichtigung der bis zum
Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die
Gesellschaft derzeit davon aus, dass die den
Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden
Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern
erfüllt werden können.
Die HEL schätzt daher bei allen
aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko
einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
3.14 Rückkaufoptionen
Es bestehen Verpflichtungen aus vertraglichen
Rückkaufoptionen zum Bilanzstichtag:
| Jahr |
Optionen |
Wert in EUR |
| 2024 |
7 |
5.385.035,00 |
| 2025 |
3 |
3.035.783,00 |
| 2026 und
später |
3 |
3.962.810,00 |
| Gesamt |
13 |
12.383.628,00 |
Von den Verpflichtungen aus Rückkaufoptionen
entfallen EUR 4.506.603,00 auf verbundene Unternehmen
(Vorjahr: EUR 4.931.424,00).
Im Vorjahresabschluss bestanden Rückkaufoptionen
im Wert von EUR 11.302.168,00.
3.15 Leasing- und
Mietverträge
Die Zahlungsverpflichtungen aus Leasing- und
Mietverträgen ergeben sich wie nachstehend:
|
2023 |
| Jahr |
EUR |
| 2024 |
224.608,00 |
| 2025 |
177.821,00 |
| 2026 |
136.151,00 |
| 2027 |
96.213,00 |
| 2028 und
später |
95.834,00 |
|
730.627,00 |
Darin enthalten sind Zahlungsverpflichtungen aus
Leasing- und Mietverträgen gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von 65.227,45 EUR (Vorjahr EUR
65.227,45).
Darüber hinaus besteht zum 31. Dezember 2023 ein
Bestellobligo von TEUR 10.129.
Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen in den
nächsten fünf Jahren und darüber hinaus
bestehen nicht.
3.16 Derivative Finanzinstrumente
Das Volumen der zum Bilanzstichtag ausstehenden
Transaktionen stellt sich wie folgt dar:
|
Nominalbetrag |
Stille Reserven /Lasten
(+/-) |
|
in TEUR |
in T EUR |
| Devisenbezogene
Instrumente: |
|
|
|
Devisentermingeschäfte |
-8.768 |
-155 |
Derivative Finanzinstrumente werden zur Begrenzung
des Zahlungsstromrisikos, insbesondere für
Währungs- und Zinsänderungsrisiken eingesetzt. Es
handelt sich ausschließlich um außerhalb der
Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente.
Oberster Grundsatz jeglichen Derivate-Einsatzes ist die
Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften.
Derivative Finanzinstrumente dürfen daher nur zum
Schließen von offenen Risikopositionen, niemals zum
Eingehen von neuen Risiken aus spekulativen Gründen
eingesetzt werden. Der Abschluss der derivativen
Finanzinstrumente unterliegen einem standardisierten
Berechtigungsprozess. Sie werden als Hedge-Instrumente
eingesetzt, um Risiken aus Währungsschwankungen und
Zinsänderungsrisiken zu eliminieren. Diese
Hedge-Instrumente werden zusammen mit den ihnen
zugeordneten Bilanzpositionen unter Anwendung der
Einfrierungsmethode bilanziert. Grund- und
Sicherungsinstrumente werden im Rahmen von
Bewertungseinheiten designiert.
Der mehrstufige Ablaufprozess lässt sich
unterteilen in die Schritte Vertragsverhandlung, Kontrolle,
Genehmigung durch die Geschäftsleitung und
schließlich die Buchung.
Devisentermingeschäfte werden zur
Devisenkurssicherung im Leistungsbereich eingesetzt.
Entstandene Kaufpreisverpflichtungen oder
Verkaufspreisforderungen werden mit dem entsprechenden
Sicherungskurs des Termingeschäfts angesetzt. Die
Absicherung von Währungsrisiken aus
Fremdwährungen erfolgt mittels Mikrohedges, d. h. das
Risiko eines Grundgeschäfts wird mit einem
Sicherungsinstrument abgedeckt.
Die Effektivität der Sicherungsstrategien wird
mit der Critical-Term-Match-Method sichergestellt. Grund-
und Sicherungsgeschäft stimmen hinsichtlich
Nominalbetrag, zugrundeliegendem Risiko und Fristigkeit
überein und reagieren jeweils gegensätzlich auf
Marktpreisänderungen. Verschiebungen aus dem
Grundgeschäft werden über Prolongationen der
Sicherungsgeschäfte auf alter Kursbasis ausgeglichen.
Hierbei werden sämtliche auf Fremdwährung
lautende Forderungen aus dem Projektgeschäft
kursgesichert.
Identifizierte Ineffektivitäten werden bei
negativen Marktwerten der Derivate imparitätisch als
Drohverlustrückstellung erfasst.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen
Finanzinstrumente werden mit marktüblichen
Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am
Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt.
Hierbei gilt folgender Grundsatz:
Devisenkontrakte werden einzeln mit ihrem Terminkurs
am Abschlussstichtag bewertet. Die Terminkurse richten sich
nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von
Terminauf- und abschlägen.
Folgende Vermögensgegenstände, Schulden,
schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit
erwartete Transaktionen werden zur Absicherung von Risiken
in eine Bewertungseinheit einbezogen. Bei schwebenden
Geschäften handelt es sich per Definition um nicht in
Rechnung gestellte, jedoch zum Bewertungsstichtag im
Auftragsbestand befindliche Transaktionen. Antizipative
Geschäfte sind mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete
Transaktionen.
|
Vermögen |
Schulden |
Schwebende
Geschäfte |
| in TEUR |
|
|
|
| Devisenbezogene
Instrumente: |
|
|
|
|
Devisentermingeschäfte |
762 |
-3.203 |
-6.326 |
Per saldo können in den Bewertungseinheiten
Risiken in Höhe von -171 TEUR ausgeschlossen werden.
3.17 Erläuterungen zu
periodenfremden Aufwendungen und Erträgen
Im Geschäftsjahr 2023 sind periodenfremde
Aufwendungen in Höhe von EUR 570.072,64 angefallen,
die im Wesentlichen die nachträgliche Berechnung von
Schadensersatzansprüchen aus einem Projekt betreffen.
Die periodenfremden Erträge in Höhe von EUR
13.584,55 entfallen mit EUR 12.305,78 im Wesentlichen auf
Erstattungen für Rechnungen aus Vorjahren.
3.18 Erläuterungen zu Aufwendungen
und Erträgen aus der Währungsumrechnung
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von EUR
93.717,70 (Vorjahr: EUR 403.860,35) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
Erträge aus der Währungsumrechnung von EUR
119.560,21 (Vorjahr: EUR 300.266,69).
4. Sonstige Pflichtangaben
4.1 Namen der
Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Geschäftsführer:
| ― |
Dr. Eugen Offermann, PhDr. MBA
Dipl.-Ing. (FH) (bis zum 31. Marz 2024)
|
| ― |
Jens Fliege, M. Eng. (seit dem
27. März 2024)
|
| ― |
Wolfgang Eitel, Dipl. Ing. (seit
dem 27. März 2024)
|
Von der Angabe der Bezüge der
Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286
Abs. 4 HGB abgesehen.
4.2 Angaben nach § 42 Abs. 3
GmbHG
Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die
nachfolgenden Rechte und Pflichten:
| Sachverhalte |
2023 |
2022 |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
EUR 2.374.841,66 |
EUR 2.346.838,37 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
EUR 7.953.645,03 |
EUR 2.507.193,92 |
| aus Finanzierung |
EUR 22.040.168,11 |
EUR 13.018.200,00 |
4.3 Konzernzugehörigkeit
Mutterunternehmen der Gesellschaft im Sinne des
§ 290 HGB ist die Herrenknecht Aktiengesellschaft,
Schwanau.
Der Konzernabschluss für den einzigen
Konsolidierungskreis, in den der Abschluss der Gesellschaft
einbezogen ist, wird von der Herrenknecht
Aktiengesellschaft, Schwanau, aufgestellt und im
Bundesanzeiger unter der Registernummer HRB 390485
veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Herrenknecht
AG wird nach deutschen, handelsrechtlichen Grundsätzen
aufgestellt. Die H+E Logistik GmbH ist nach § 291 Abs.
2 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und
einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.
Im Konzernabschluss der Herrenknecht AG wird das
Gesamthonorar des Abschlussprüfers genannt. Die H+E
Logistik GmbH nimmt die Befreiung hinsichtlich der
Offenlegungspflicht der Abschlussprüferhonorare in
Anspruch.
4.4 Durchschnittliche Zahl der
während des Geschäftsjahrs beschäftigten
Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahrs im Unternehmen
beschäftigt:
| Arbeitnehmergruppen |
2023 |
2022 |
| Administration |
20 |
16 |
| Konstruktion |
41 |
35 |
| Techniker/Monteure |
101 |
80 |
| Vertrieb |
12 |
11 |
|
174 |
142 |
Die Gesamtzahl der durchschnittlich
beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 174
Mitarbeiter (Vorjahr: 142).
4.5 Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung
nach Schluss des Geschäftsjahres
Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine
Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung
für Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der H+E
Logistik GmbH hatten.
| Jens Fliege |
Wolfgang Eitel |
|
Geschäftsführer |
Geschäftsführer |
Entwicklung des Anlagevermögens
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023
|
Bruttowerte |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umgliederungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
1.293.582,27 |
84.520,95 |
706.318,51 |
0,00 |
671.784,71 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
7.827.584,81 |
14.505,78 |
0,00 |
|
7.842.090,59 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
|
|
|
|
|
|
66.604,74 |
1.985,74 |
0,00 |
311.815,21 |
380.405,69 |
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
2.552.127,58 |
150.674,36 |
257.522,20 |
0,00 |
2.445.279,74 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
479.074,39 |
540.678,15 |
0,00 |
-311.815,21 |
707.937,33 |
|
10.925.391,52 |
707.844,03 |
257.522,20 |
0,00 |
11.375.713,35 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
35.985,00 |
0,00 |
257,00 |
0,00 |
35.728,00 |
|
12.254.958,79 |
792.364,98 |
964.097,71 |
0,00 |
12.083.226,06 |
|
Kumulierte
Wertberichtigungen |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umgliederungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
1.246.230,19 |
21.567,34 |
684.837,05 |
0,00 |
582.960,48 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.719.252,30 |
222.111,79 |
0,00 |
0,00 |
2.941.364,09 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
|
|
|
|
|
|
8.798,88 |
72.793,46 |
0,00 |
|
81.592,34 |
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.985.992,56 |
153.947,42 |
251.233,54 |
0,00 |
1.888.706,44 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
4.714.043,74 |
448.852,67 |
251.233,54 |
0,00 |
4.911.662,87 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
5.960.273,93 |
470.420,01 |
936.070,59 |
0,00 |
5.494.623,35 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
88.824,23 |
47.352,08 |
| II. Sachanlagen |
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
4.900.726,50 |
5.108.332,51 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
|
|
|
298.813,35 |
57.805,86 |
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
556.573,30 |
566.135,02 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
707.937,33 |
479.074,39 |
|
6.464.050,48 |
6.211.347,78 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
35.728,00 |
35.985,00 |
|
6.588.602,71 |
6.294.684,86 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die H + E Logistik GmbH, Bochum
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der H + E Logistik
GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der H + E
Logistik GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
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Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 23. April
2024
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Thomas Traub |
Wilhelm
Röscheisen |
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Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüfer |
Mit Gesellschafterbeschluss vom 12.06.2024 wurde der
Abschluss zum 31.12.2023 festgestellt.
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