Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 151666
Eingetragen
23.5.2018
Branche
Wärme- und KältehandelHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb und die Wartung von Wärme- und Warmwassermessgeräten und anderer technischer Produkte für Wohnungs- und Energiewirtschaft sowie alle damit im Zusammenhang stehenden technischen und kaufmännischen Dienstleistungen, insbesondere auf dem Gebiet der Datenverarbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Schwalbe
seit 29.1.2026
Prokura
Prokura
Melanie Döring
seit 12.1.2021
Prokura
Geschäftsführer
Regina Viro
seit 12.1.2021
Prokura
Dirk Norbert Dr. Then
seit 17.7.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Ungelöste Beteiligungen (5)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
noventic GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

noventic GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2021 bis zum 31.08.2022

Konzernbilanz

Aktiva

Stand am 31.08.2022 Stand am 31.08.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.843.380,74 12.496.518,84
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 14.562.477,87 6.977.635,40
3. Geschäfts- oder Firmenwert 326.993.971,95 410.783.101,85
4. Geleistete Anzahlungen 6.653.441,42 5.103.720,78
365.053.271,98 435.360.976,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 4.934.026,41 5.082.543,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.956.972,00 5.002.890,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.116.532,90 88.772.568,46
4. Anlagen im Bau 1.785.780,16 3.346.878,81
102.793.311,47 102.204.880,68
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 31.569.811,93 31.569.811,93
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 4.480,00
31.569.811,93 31.574.291,93
B. Umlaufvermögen 499.416.395,38 569.140.149,48
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.498.222,48 11.523.555,51
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.639.250,37 1.021.802,20
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.567.304,16 8.849.512,46
4. Erhaltene/Geleistete Anzahlungen -1.391.716,24 43.808,44
28.313.060,77 21.438.678,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.681.650,50 30.214.254,81
2. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 187,07
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.138.344,62 3.683.951,21
34.819.995,12 33.898.393,09
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 706.468,96 849.559,33
63.839.524,85 56.186.631,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.433.527,92 8.848.464,82
571.689.448,15 634.175.245,33

Passiva

Stand am 31.08.2022 Stand am 31.08.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 103.433.000,00 103.433.000,00
II. Rücklagen 454.950.497,74 454.950.497,74
III. Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung 58.108,10 -11.309,99
IV. Bilanzverlust
1. Verlustvortrag -288.552.267,41 -221.145.945,57
2. Konzernjahresfehlbetrag -40.250.664,52 -59.406.321,84
3. Ausschüttungen 0,00 -8.000.000,00
-328.802.931,93 -288.552.267,41
229.638.673,91 269.819.920,34
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 24.120,00 71.295,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.538.010,00 1.491.201,00
2. Steuerrückstellungen 7.137.555,93 19.218.427,92
3. Sonstige Rückstellungen 49.621.559,31 54.067.443,24
58.297.125,24 74.777.072,16
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 206.239.117,43 208.534.580,41
2. Erhaltene Anzahlungen 705.986,85 908.118,48
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.517.608,77 11.419.231,52
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.900.000,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.953.037,67 6.643.994,32
229.315.750,72 227.505.924,73
E. Rechnungsabgrenzungsposten 17.532.211,92 16.774.176,08
F. Passive latente Steuern 36.881.566,36 45.226.857,02
571.689.448,15 634.175.245,33

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. September 2021 bis 31. August 2022

2021/2022 2020/2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 246.574.116,70 256.091.945,02
2. Verminderung/Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 562.344,81 -1.038.795,78
3. andere aktivierte Eigenleistungen 5.864.350,54 4.428.378,05
4. Gesamtleistung 253.000.812,05 259.481.527,29
5. Sonstige betriebliche Erträge 18.228.817,98 4.475.689,84
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -50.099.850,56 -57.482.790,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.419.553,09 -20.884.762,66
-69.519.403,65 -78.367.553,17
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -59.271.703,25 -56.029.601,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -12.064.649,03 -10.788.383,83
- davon für Altersversorgung: EUR 266.526,08 (Vorjahr: EUR 230.343,81) - -71.336.352,28 -66.817.985,36
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -108.200.659,38 -108.146.664,12
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -55.950.173,56 -59.905.116,30
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 223.631,32 31.720,30
- davon aus Abzinsung: EUR 201.120,11 (Vorjahr: EUR 0,00) -
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.150.600,78 -4.084.844,27
- davon aus Aufzinsung: EUR 78.839,51 (Vorjahr: EUR 152.724,70) -
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.488.731,28 -6.022.891,93
- davon aus latenten Steuern: EUR 8.341.124,60 (Vorjahr: EUR 747.208,75) -
13. Ergebnis nach Steuern -40.192.659,58 -59.356.117,72
14. Sonstige Steuern -58.004,94 -50.204,12
15. Konzernjahresfehlbetrag -40.250.664,52 -59.406.321,84
16. Verlustvortrag -288.552.267,41 -221.145.945,57
17. Ausschüttungen 0,00 -8.000.000,00
18. Bilanzverlust -328.802.931,93 -288.552.267,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

1. Allgemeine Angaben

Die noventic GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 142372 geführt.

Der Konzernabschluss für das am 31. August 2022 endende Geschäftsjahr ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.

Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit auftreten.

2. Konsolidierungskreis

Die noventic-group steht unter der einheitlichen Leitung der noventic GmbH, Hamburg (kleinster und größter Konsolidierungskreis). In den Konzernabschluss zum 31. August 2022 wurde neben der Muttergesellschaft noch die folgenden Gesellschaften vollkonsolidiert einbezogen:

Stammkapital Ergebnis GJ 21/22 Anteil am Kapital
TEUR TEUR %
KALORIMETA GmbH, Hamburg 1) 25.050 42.127 100
UET Beteiligungs GmbH, Hamburg 1) 5.025 2.319 100
UBT Beteiligungs GmbH, Hamburg 1) 512 350 100
KaloVentureSuccess GmbH, Hamburg 1) 500 -151 100
ARIS Stellantriebe GmbH, Troisdorf 1) 500 353 100
beyonnex.io GmbH, Hamburg 1) 500 -2.171 100
ikw Service GmbH, Hamburg 1) 130 557 100
KeepFocus A/S, Silkeborg, Dänemark 83 -2.403 100
UIS Beteiligungs GmbH, Hamburg 1) 81 3.683 100
KF Europa Beteiligungs GmbH & Co. KG, Hamburg 1) 50 -3.470 100
Memo-Royal Ch. Mittendorf GmbH, Bergisch Gladbach 1) 27 656 100
KALORIMETA International GmbH, Hamburg 1) 25 -150 100
KFQ Beteiligungs GmbH, Hamburg 1) 25 -13.905 100
Qundis GmbH, Erfurt 1) 25 -5.116 100
smarvis GmbH, Erfurt 1) 25 412 100
KF Kom. Beteiligungs GmbH, Hamburg 1) 25 3 100
imovis GmbH, Hamburg 1) 25 -369 100
KALO Gebietsleitung Leipzig GmbH, Leipzig 1) 25 -405 100
KALO vor Ort GmbH, Hamburg 1) 25 -2.683 100
Neotech S.r.l., Mailand, Italien 25 197 100
Diener & Tobler Energietechnik GmbH, Herisau, Schweiz 22 3 100
Weconis d.o.o., Maribor, Slovenien 8 35 100

1) Verzicht auf Veröffentlichung Rechnungslegungsunterlagen gem. § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB

Nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 11. März 2022 wurde das Vermögen der KALO-Gebietsleitung Stuttgart GmbH, Stuttgart, als Ganzes im Wege der Verschmelzung zu Buchwerten rückwirkend zum 01. September 2021 durch Aufnahme auf die KALO vor Ort GmbH, Hamburg, übertragen.

Im Geschäftsjahr wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. September 2021 das Segment Trinkwasser auf die neu gegründete Tochtergesellschaft TW Service GmbH, Hamburg, abgespalten. Die übertragenen Vermögensgegenstände wurden mit dem Buchwert fortgeführt. Per 01.02.2022 wurden die Anteile der KALORIMETA GmbH, Hamburg an der TW Service GmbH, Hamburg, veräußert.

Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden die Minderheitsbeteiligungen an der PPC AG, Mannheim und der tado° GmbH, München.

Stammkapital Ergebnis GJ 2021 Anteil am Kapital
TEUR TEUR %
Power PLUS Communications AG, Mannheim 1.571 246 14
tado° GmbH, München 145 15

3. Konsolidierungsgrundsätze

Stichtag des Konzernabschlusses ist der 31. August 2022. Ihm liegen die geprüften und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehenen Jahresabschlüsse der folgenden einbezogenen Konzernunternehmen zum 31. August 2022 zugrunde:

 

noventic GmbH, Hamburg

 

QUNDIS GmbH, Erfurt

 

KALORIMETA GmbH, Hamburg

 

KALO vor Ort GmbH, Hamburg

 

KALO Gebietsleitung Leipzig GmbH, Leipzig

 

ikw Service GmbH, Hamburg

 

KeepFocus A/S, Silkeborg, Dänemark

Bei den folgenden einbezogenen Gesellschaften fand lediglich eine prüferische Durchsicht statt:

 

imovis GmbH, Hamburg

 

KFQ Beteiligungs GmbH, Hamburg

 

KaloVenturesSuccess GmbH, Hamburg

 

UET Beteiligungs GmbH, Hamburg

 

UIS Beteiligungs GmbH, Hamburg

 

ARIS Stellantriebe GmbH, Troisdorf

 

beyonnex.io GmbH, Hamburg

 

Memo-Royal Ch. Mittendorf GmbH, Bergisch Gladbach

 

smarvis GmbH, Erfurt

 

Neotech S.r.l, Mailand, Italien

 

Diener & Tobler Energietechnik GmbH, Herisau, Schweiz

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung wurden für die folgenden einbezogenen Unternehmen lediglich Plausibilitätsbeurteilungen auf Konzernebene durchgeführt:

 

KF Kom. Beteiligungs GmbH, Hamburg

 

KALORIMETA International GmbH, Hamburg

 

UBT Beteiligungs GmbH, Hamburg

 

Weconis d.o.o., Maribor, Slowenien

4. Kapitalkonsolidierung

Bei der Erstkonsolidierung erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte der Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden neubewerteten Eigenkapital. Die Verrechnung erfolgte auf der Grundlage der Wertansätze jeweils zum Zeitpunkt, zu dem die in den Konzern einbezogene Gesellschaft Tochtergesellschaft geworden ist.

5. Schuldenkonsolidierung

Zur Schuldenkonsolidierung sind die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander verrechnet worden. Auf eine Aufrechnung der Forderungen und Schulden der einbezogenen Unternehmen an außenstehende Dritte wird verzichtet (keine sog. Drittschuldenkonsolidierung).

6. Erfolgskonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Innenumsätze und die sonstigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse sind eliminiert worden.

7. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung entspricht den Erfordernissen des § 298 HGB in Verbindung mit §§ 265 ff. HGB.

Den Grundsätzen der einheitlichen Bewertung im Konzern wird entsprochen.

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen direkte Kosten (Material, Personal) sowie angemessene Teile der Gemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen und erfolgen nach der linearen Methode gem. der Nutzungsdauer über 3 - 10 Jahre. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter im Wert von EUR 250 bis EUR 1.000 werden in Anlehnung an die steuerliche Regelung in einem Sammelposten zusammengefasst und auf fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis zu EUR 250 werden direkt aufwandswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über 5 bzw. 10 Jahre abgeschrieben. In den Fällen, in denen die betriebliche Nutzungsdauer der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte 10 Jahre beträgt, wurde diese auf Basis des Lebenszyklus der wesentlichen erworbenen Produkte sowie der erwarteten Marktmöglichkeiten bestimmt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag, bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Des Weiteren wird eine Berechnung der Reichweite vorgenommen. Die Abschreibungssätze (0 % bis 60 %) bei Mengenrisiken werden auf zwölf Monate gerechnet und entsprechend abgewertet. Artikel werden aufgrund geringer Umschlagsraten sowie gesunkener Einkaufspreise abgewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Fertigungs- und Materialeinzelkosten zuzüglich Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens bewertet. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips werden Bestandsrisiken aus der Lagerdauer bzw. verminderter Verwertbarkeit durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Die Berechnung der Reichweite (unkurant) erfolgt analog der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe-Berechnung bei Mengenrisiken.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Für bestimmte Werk- und Dienstleistungsverträge wird die Erlösrealisation im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte zueinander vorgenommen. Hierdurch wird eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens- und Ertragslage gewährleistet. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Spezielle Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten bzw. Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro bewertet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Der Ausweis einer sich ergebenden Umrechnungsdifferenz wurde innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen.

Der Sonderposten betrifft abgegrenzte Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen. Unter den Sonderposten werden erhaltene Zuschüsse für den Austausch defekter Rauchmelder ausgewiesen, die über die zu Grunde liegenden Vertragslaufzeiten aufgelöst werden. Die Auflösung erfolgt zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Erfüllungsbetrag abzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer bilanziert.

Die Passive Rechnungsabgrenzung enthält Erlöse aus Miet- und Garantiewartungsverträgen, die im Voraus vereinnahmt wurden.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Das Saldierungswahlrecht wurde in Anspruch genommen. Die geschätzte Ertragsteuerbelastung wurde mit einem Ertragsteuersatz von 32,275 % kalkuliert.

Die Pensionsrückstellungen werden nach dem international geltenden versicherungs-mathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit"-Methode) unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB wird der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,77 % p.a. (Vorjahr: 2,01 % p.a.) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Zukünftige Rentensteigerungen werden mit 2,25 % p.a. (Vorjahr: 1,75 % p.a.) und Gehaltssteigerungen mit 3 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) berücksichtigt.

Mit Inkrafttreten des "Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" am 17.03.2016 wurde u.a. § 253 Abs. 2 HGB geändert. Demnach sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nunmehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 141.365,32 und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden auf Grundlage von Inflationserwartungen berücksichtigt.

Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten werden bei einer Restlaufzeit bis 1 Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

8. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz

8.1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten überwiegend Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Von den Firmenwerten in Höhe von 327 Mio. EUR stammen 17 Mio. EUR aus den Einzelgesellschaften.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Forschungs- und Entwicklungskosten (inklusive der Abschreibungen auf bereits aktivierte Entwicklungskosten) in Höhe von TEUR 18.421 (Vorjahr: TEUR 12.987) für die Erforschung und Entwicklung von Systemen zur Verbrauchsdatenerfassung entstanden. Von diesen Kosten erfüllen TEUR 8.943 (Vorjahr: TEUR 5.598) die Voraussetzung des § 248 Abs. 2 S. 1 HGB und werden daher als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert und unterliegen gem. § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Hieraus ergibt sich im aktuellen Jahr ein ausschüttungsgesperrter Betrag von TEUR 11.888.

8.2.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 53) erst nach dem Bilanzstichtag. Hiervon haben TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 45) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

8.3.Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital und die Rücklagen betragen:

Gezeichnetes Kapital: TEUR 103.433
Kapitalrücklage: TEUR 454.950

8.4.Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen zum Geschäftsjahresende TEUR 7.138 (Vorjahr: TEUR 19.218).

Die Rückstellungen aus dem laufenden Geschäft sind folgende:

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Gewährleistungen / Regresse 17.505 22.767
Personalkosten 6.482 7.277
Vertragliche Vergütung /Außendienst 6.510 6.362
Technischer Kundendienst 5.830 5.783
Übrige 13.295 11.878
49.622 54.067

Die Restlaufzeit der Rückstellungen für Archivierungskosten, 10-Jahresprovisionen, Regresse, Jubiläum und Technischer Kundendienst beträgt mehr als ein Jahr.

8.5.Verbindlichkeiten

Die Laufzeit der Verbindlichkeiten ist im Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich.

8.6.Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus der KALORIMETA GmbH und betrifft abgegrenzte noch zu erbringende Leistungen aus Miet- und Garantiewartungs-verträgen.

8.7.Latente Steuern

Unter dem Posten Passive latente Steuern werden passive Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 36.882 ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern entfallen auf die Vermögensunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz der Technischer Kundendienst-, der Provisions-, Pensions- und der Urlaubsrückstellung. Die passiven latenten Steuern wurden für Buchwertunterschiede im Anlagevermögen in der Handels- und Steuerbilanz gebildet. Aus Konsolidierungsvorgängen ergeben aktive latente Steuern aus der Eliminierung von Zwischengewinnen und passive latente Steuern aus der Eliminierung von Aufwendungen und Erträgen. Die geschätzte Ertragsteuerbelastung wurde mit einem Ertragsteuersatz von 32,275 % kalkuliert.

9. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Deutschland: TEUR 220.757
International: TEUR 25.818
Gesamtumsatz TEUR 246.575

Die Umsatzerlöse werden im Segment Industrie (32%) vor allem in den Tätigkeitsbereichen Wärme (46%) und Wassermessung (27%) erzielt und im Segment Dienstleistungen (68%) vor allem in den Bereichen Abrechnungsservice (51%) und Miete/Garantie (31%) erbracht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Vertriebs- und Verwaltungskosten, Instandhaltungskosten, sonstige Betriebskosten, Fremdpersonal, Versicherungen und die übrigen betrieblichen Aufwendungen.

Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.383 entstanden, welche in Höhe von TEUR 5.459 im Wesentlichen auf Rauchwarnmelder-Produktmängel zurückzuführen sind.

Es wurden Zinsen in Höhe von TEUR 3.072 (Vorjahr: TEUR 3.932) im Geschäftsjahr gezahlt. Weiterhin wurden Ertragsteuern in Höhe von TEUR 23.973 (Vorjahr: TEUR 14.408) entrichtet.

10. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für Mieten und Gewährleistungen in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 338). Es wird derzeit, da die Bonität des Schuldners keine Hinweise auf Zahlungsstockungen aufweisen, nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 81.312 (Vorjahr: TEUR 73.431) resultieren aus Miet- und Leasingverträgen, Dienstleistungsverträgen sowie Rückübertragungsrechten.

11. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelbestand beinhaltet im Geschäftsjahr 2021/22 Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentdarlehen).

12. Sonstige Angaben

12.1. Prüfungshonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021/22 berechnete Gesamthonorar betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 256) und mit TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 22) weitere Beratungsleistungen. Das Gesamthonorar anderer Abschlussprüfer von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen beträgt TEUR 8.

12.2. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern in Summe 1.085 (Vorjahr: 1026) Mitarbeiter beschäftigt. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahl ist nicht gegeben, da nicht alle Gesellschaften dem noventic-Konzern zugehörig waren.

Teilzeit Vollzeit Gesamt
Männlich 51 595 646
Weiblich 127 312 439
178 907 1.085

12.3. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn

Der Jahresüberschuss der noventic GmbH, Hamburg, beträgt EUR 19.290.562,97. Nach Verrechnung des Verlustvortrages ergibt sich ein Bilanzverlust von EUR 52.804.284,22, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

12.4. Gesellschafter

Die folgenden Gesellschaften halten die Anteile an der noventic GmbH, Hamburg: yaska Kalorimeta GmbH, Grünwald (18,1516 %), ALCO KALO Beteiligungs GmbH, Hamburg (39,8908 %), KDH Euinox GmbH & Co. KG, Hamburg (9,087 %), Familiengesellschaft J. Jahr GmbH & Co. KG, Hamburg (12,5246 %), CLU KALO Beteiligungs GmbH, Hamburg (10,6874 %) und der TL Tec Living GmbH & Co. KG, Hamburg (9,6585 %).

12.5. Organe

Die Geschäftsführung der noventic GmbH, Hamburg, waren die Herren:

 

Stephan Bause

 

Dr. Dirk Then

Die Bezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 (a) +(b) HGB werden gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Darüber hinaus sind keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder der Organe gewährt worden.

Der Beirat der noventic GmbH, Hamburg, besteht aus den Herren:

 

Albert Büll, Geschäftsführer der ALCO KALO Beteiligungs GmbH, Hamburg

 

Rudolf Illies, Geschäftsführer der Verwaltung TL Tec Living GmbH, Hamburg

 

Dr. Henning Kreke, Geschäftsführer der yaska Kalorimeta GmbH, München

 

Thorsten Testorp, Geschäftsführer der B&L Real Estate GmbH, Hamburg

 

Tobias Krauss, Geschäftsführer der ABACON CAPITAL GmbH, Hamburg

 

Justin von Simson (bis 21.11. 2021), Managing Partner Hgcapital LLP, Luxemburg

Zum Vorsitzenden des Beirats ist Herr Albert Büll bestimmt. Sein Stellvertreter ist Herr Thorsten Testorp.

 

Hamburg, den 09. November 2022

Stephan Bause

Dr. Dirk Then

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Stand am 31.08.2022 Stand am 31.08.2021 Stand am 31.08.2022 Stand am 31.08.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 206.239 208.535 69.537 58.682
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 706 908 706 908
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.518 11.419 14.518 11.419
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.900 0 1.900 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.953 6.644 5.953 6.644
- davon aus Steuern 1.031 3.341 1.031 3.341
229.316 227.506 92.614 77.653
Restlaufzeit mehr als ein Jahr davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Stand am 31.08.2022 Stand am 31.08.2021 Stand am 31.08.2022 Stand am 31.08.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 136.702 149.853 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
136.702 149.853 0 0
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Stand am 31.08.2022 Stand am 31.08.2021 Art und Form der Besicherung
TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 747 1.059 Grundpfandrechte und ähnliche Sicherungen
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
747 1.059

Kapitalflussrechnung

2021/2022 2020/2021
EUR EUR
Liquide Mittel am 01.09. -4.257.001,96 -5.657.408,87
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 44.391.643,92 57.488.571,86
Konzernjahresfehlbetrag -40.250.664,52 -59.406.321,84
Zuschreibungen/Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 108.200.659,38 108.146.664,12
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.228.443,29 4.231.141,42
sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -1.035.211,25 -4.266.445,70
Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva -7.891.678,92 15.441.649,93
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 4.192.558,34 -3.032.577,23
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 903.617,37 656.302,62
Zinsaufwendungen 2.926.969,46 4.053.123,97
Ertragssteueraufwand 3.546.736,22 6.073.096,05
Ertragssteuerzahlungen -23.972.898,87 -14.408.061,48
Cashflow aus Investitionstätigkeit -39.167.510,04 -69.572.851,14
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 5.216.891,55 0,00
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -21.360.792,78 -10.359.838,32
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 59.417,69 140.172,79
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -23.295.949,94 -33.391.019,37
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 4.480,00 0,00
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 -25.998.128,78
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -15.187,88 0,00
Einzahlungen aus Abgängen zum Konsolidierungskreis 0,00 4.242,24
Erhaltene Zinsen 223.631,32 31.720,30
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -11.645.637,34 13.484.686,19
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0,00 31.011.250,00
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und Aufnahme von (Finanz-) Krediten 64.997.353,41 50.999.089,65
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten -73.571.229,48 -56.593.533,89
Gezahlte Zinsen -3.071.761,27 -3.932.119,57
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,00 -8.000.000,00
Zahlungsmittelbestand am 31.08. -10.678.505,42 -4.257.001,96
davon kurzfristige Verbindlichkeiten Kreditinstitute -11.384.974,38 -5.106.561,29
Liquide Mittel am 31.08. 706.468.96 849.559,33

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzverlust Währungsumrechnung Gesamt
Stand 01.09.2020 97.025 430.347 -221.146 -14 306.212
Kapitalerhöhung 6.408 6.408
Kapitalrücklage 24.603 24.603
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 3 3
Ausschüttungen -8.000 -8.000
Konzernjahresfehlbetrag -59.406 -59.406
Stand 31.08.2021 103.433 454.950 -288.552 -11 269.820
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzverlust Währungsumrechnung Gesamt
Stand 01.09.2021 103.433 454.950 -288.552 -11 269.820
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 70 70
Ausschüttungen 0
Konzernjahresfehlbetrag -40.251 -40.251
Stand 31.08.2022 103.433 454.950 -328.803 59 229.639

Angaben in TEUR

Entwicklung des Anlagevermögens

ANLAGENSPIEGEL

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.09.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am 31.08.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 17.435.657,38 4.960.712,84 389.667,17 3.601.143,23 25.607.846,28
2. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.083.975,28 11.694.972,04 563.185,94 -804.590,75 46.411.170,63
3. Geschäfts- oder Firmenwert 831.298.945,92 358.898,00 9.336.000,00 0,00 822.321.843,92
4. geleistete Anzahlungen 5.103.720,78 4.346.273,12 0,00 -2.796.552,48 6.653.441,42
889.922.299,36 21.360.856,00 10.288.853,11 0,00 900.994.302,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 6.423.232,20 25.098,96 0,00 0,00 6.448.331,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.476.971,21 1.229.753,56 297.569,41 76.564,15 18.485.719,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- und Geschäftsausstattung
a) Technische Messgeräte in der Vermietung 138.504.016,73 21.044.712,56 15.030.571,35 -917.774,77 143.600.383,17
b) Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.739.751,70 2.025.935,27 1.878.285,49 1.511.310,30 25.398.711,78
162.243.768,43 23.070.647,83 16.908.856,84 593.535,53 168.999.094,95
4. Anlagen im Bau 3.347.371,41 -1.029.538,53 -138.539,56 -670.099,68 1.786.272,76
189.491.343,25 23.295.961,82 17.067.886,69 0,00 195.719.418,38
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 31.569.811,93 0,00 0,00 0,00 31.569.811,93
2. Sonstige Ausleihungen 4.480,00 0,00 4.480,00 0,00 0,00
31.574.291,93 0,00 4.480,00 0,00 31.569.811,93
Summe Anlagevermögen 1.110.987.934,54 44.656.817,82 27.361.219,80 0,00 1.128.283.532,56
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.09.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am 31.08.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.939.138,54 3.825.327,95 0,95 0,00 8.764.465,54
2. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.106.339,88 3.188.414,27 446.061,39 0,00 31.848.692,76
3. Geschäfts- oder Firmenwert 420.515.844,07 78.935.027,90 4.123.000,00 0,00 495.327.871,97
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
454.561.322,49 85.948.770,12 4.569.062,34 0,00 535.941.030,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 1.340.688,79 173.615,96 0,00 0,00 1.514.304,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.474.081,21 1.317.231,60 274.469,41 11.904,11 13.528.747,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- und Geschäftsausstattung
a) Technische Messgeräte in der Vermietung 55.049.238,97 18.847.493,21 14.533.514,75 -1.334.317,55 58.028.899,88
b) Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.421.961,00 1.938.855,05 1.829.567,32 1.322.413,44 19.853.662,17
73.471.199,97 20.786.348,26 16.363.082,07 -11.904,11 77.882.562,05
4. Anlagen im Bau 492,60 -25.306,56 -25.306,56 0,00 492,60
87.286.462,57 22.251.889,26 16.612.244,92 0,00 92.926.106,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 541.847.785,06 108.200.659,38 21.181.307,26 0,00 628.867.137,18
Restbuchwerte
Stand am 31.08.2022 Stand am
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.843.380,74 12.496.518,84
2. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.562.477,87 6.977.635,40
3. Geschäfts- oder Firmenwert 326.993.971,95 410.783.101,85
4. geleistete Anzahlungen 6.653.441,42 5.103.720,78
365.053.271,98 435.360.976,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 4.934.026,41 5.082.543,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.956.972,00 5.002.890,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- und Geschäftsausstattung
a) Technische Messgeräte in der Vermietung 85.571.483,29 83.454.777,76
b) Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.545.049,61 5.317.790,70
91.116.532,90 88.772.568,46
4. Anlagen im Bau 1.785.780,16 3.346.878,81
102.793.311,47 102.204.880,68
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 31.569.811,93 31.569.811,93
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 4.480,00
31.569.811,93 31.574.291,93
Summe Anlagevermögen 499.416.395,38 569.140.149,48

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. September 2021 bis 31. August 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Die noventic group schafft mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Grundlage für die klimaintelligente Steuerung von Immobilien. Unter ihrer Marke bündeln sich jeweils für ihre spezifischen Kundengruppen führende Hersteller und Dienstleister, die durch die noventic GmbH als Holding-Gesellschaft geführt werden. Die Unternehmen agieren dabei in eigener Verantwortung und mit eigenen, auf ihre jeweiligen Kunden zugeschnittenen Angeboten.

QUNDIS GmbH (QUNDIS) als internationaler Hersteller von Ende-zu-Ende-Lösungen für die Verbrauchserfassung von Wärme und Wasser; Die Kunden sind Messdienstleister und OEM-Kunden (Siemens, Honeywell).

Power Plus Communications AG (PPC) als strategische Beteiligung mit Smart Meter Gateways für die Digitalisierung der Energiewende; Die Kunden sind deutsche Energieversorger, viele davon Stadtwerke.

tado° GmbH (tado) als strategische Beteiligung mit im europäischen Markt führenden Lösungen für das intelligente Raumklima-Management sowie SaaS-Produkte; Die Kunden sind sowohl Endverbraucher als auch Energieversorger und Heizungsdienstleister.

imovis GmbH (imovis) als Lösungsanbieter für den wettbewerblichen Messstellenbetrieb mit intelligenten Messsystemen sowie von immobilienwirtschaftlichen Geschäftsmodellen unter Nutzung des Smart Meter Gateways.

KALORIMETA GmbH (KALO) mit ihrem Full Service-Dienstleistungsangebot der Verbrauchserfassung und -abrechnung von Energie und Wasser sowie energienaher wohnungswirtschaftlicher Dienstleistungen; die Kunden sind vorrangig Wohnungsunternehmen und Verwalter.

KALORIMETA International GmbH (KAI) mit ihrem Full Service-Dienstleistungsangebot für das Submetering und Metering im internationalen Markt.

smarvis GmbH (smarvis) als führender Anbieter von digitalen Ende-zu-Ende-Lösungen für die Selbstabrechnung im wohnungswirtschaftlichen Submetering; die Kunden kommen aus der Wohnungs- und der kommunalen Versorgungswirtschaft.

ikw Service GmbH (ikw) als Anbieter von White Label-Messdienstleistungen sowie des Vertrags- und Forderungsmanagements für Kunden der Energiewirtschaft.

beyonnex.io GmbH (beyonnex.io) als Lösungsanbieter für das Management von IoT-Infrastrukturen zum Betrieb von Sensoren und Aktoren in der Wohnungswirtschaft sowie als Applikations- und Plattform-Anbieter für die noventic group und die Immobilienwirtschaft.

Mit der Bündelung dieses breiten Know-hows gestaltet die noventic group aktiv den Wandel der Verbrauchsmessung und -abrechnung hin zur klimaintelligenten Steuerung von Immobilien.

Die Wertschöpfung der noventic group wird im Wesentlichen von drei Faktoren bestimmt

(1) Klima.

Die Klimaziele der Bundesregierung sehen bis 2045 in Deutschland einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand vor. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen vor allem die Bestandsgebäude energetisch saniert, deren Energietechnik modernisiert und dem Gebäudesektor der Zugang zu den Erneuerbaren Energien erschlossen werden. Der geringinvestive Bereich der Digitalisierung bietet für diese Bereiche einen großen Hebel: Zur Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner in den wohnungswirtschaftlichen Klimaschutz über Verbrauchstransparenz und -steuerung sowie zur optimalen Versorgung und Betriebsführung dezentraler Energieversorgungsanlagen. Die Relevanz dieser Hebel hat auch die Gesetzgebung erkannt. Drei Beispiele hierfür: (I) die EU Richtlinie 2012/27/EG zur Energieeffizienz (Energy Efficiency Directive, kurz EED), (II) die Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive, kurz EPBD) - beide wurden vorrangig über die Heizkostenverordnung (HKVO) und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) für Deutschland in nationales Recht umgesetzt, sowie (III) das Messstellenbetriebsgesetz als zentraler Teil der Umsetzung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende.

(2) Intelligent.

Über die Vernetzung von Sensoren oder Aktoren über eine moderne Funkinfrastruktur mit digitalen Plattformen, eröffnet die Digitalisierung von Gebäuden diesen den Zugang zum 'Internet der Dinge' (IoT). Mehrwerte und Mehrfachnutzen, die durch die Digitalisierung ermöglicht werden, schaffen die zentrale Voraussetzung, um die heute drängenden Herausforderungen im Betrieb von Gebäuden wirtschaftlich zu lösen: beispielsweise im wohnungswirtschaftlichen Klimaschutz oder für die Bezahlbarkeit von Wohnraum. Die Digitalisierung hilft zudem, aktuelle und zukünftige Markt- und Kundenanforderungen wirtschaftlicher zu erreichen.

(3) Leben.

Digitalisierung und Innovationen machen das Spektrum der technischen Lösungen auch im Bewohnen und Nutzen von Gebäuden heterogener und komplexer. Es steigen, wie in allen Lebensbereichen, einerseits die technischen Anforderungen an den Menschen, andererseits die Erwartungshaltung der Menschen an die Individualisierbarkeit und intuitive Bedienbarkeit der Technik. Daher binden nur assistierende und anpassungsfähige digitale Lösungen langfristig Nutzerinnen und Nutzer. Für den energieeffizienzsteigernden technischen Betrieb von Gebäuden ist diese Einbindung des Nutzenden die Voraussetzung zum ganzheitlichen Erfolg.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage und politische Rahmenbedingungen

Das Corona-Virus SARS-CoV-2 verlor zwar im aktuellen Berichtszeitraum im öffentlichen Leben Europas an Relevanz, die Wirtschaft steht jedoch weiterhin unter Druck aufgrund bleibender Herausforderungen in der internationalen Logistik und Beschaffungsprozessen, beispielsweise von Elektrobauteilen und einem sich zuspitzendem Fachkräftemangel.

Einen signifikanten Einschnitt im Hinblick auf die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und für die gesamtwirtschaftliche Lage stellt der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine dar. Der Krieg und die damit in Zusammenhang stehenden Sanktionen der Europäischen Union (EU) gegen die Russische Föderation führen zu drastischen Verwerfungen bei Bezug und Preisbildung im europäischen Energiemarkt.

In Folge dessen, hat sich auch in Deutschland das energiepolitische Gefüge tiefgreifend verändert: die Bundesregierung schaffte im Sommer und dem ersten Monat nach dem Berichtszeitraum sehr kurzfristig neue Gesetzesentwürfe und Verordnungen, um die gesamtwirtschaftliche Lage zu beruhigen - darunter die Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen (Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung - EnSikuMaV) und die Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen (Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung - EnSimiMaV). Durch die dort geregelten Energiesparmaßnahmen soll sichergestellt werden, dass die Versorgungssicherheit in Deutschland - auch im Falle einer weiteren Einschränkung der Gaslieferungen - gewährleistet bleibt.

Geregelt werden hier auch weitere Anstrengungen im Bereich der Energieeffizienz bei Gebäuden. Insofern sind die politischen Rahmenbedingungen für die Unternehmen der noventic group in Teilaspekten auch positiv zu bewerten: das Thema Energieeffizienz erfährt durch die Gasverknappung und steigende Primärenergiepreise eine neue Relevanz im politischen Berlin und der öffentlichen Wahrnehmung.

Beispielhaft ist die kurzfristige, bereits für 2022 angedachte politische Initiative, mit Hilfe eines breit angelegten Rollouts von Smarten Thermostaten im Gebäudebereich die Gasverbräuche zu senken, zu nennen. Die Initiative wurde zwar für 2022 als unrealistisch umzusetzen bewertet - es laufen allerdings die Bewertungen für eine Umsetzung im folgenden Kalenderjahr. Eine solche Umsetzung sollte insbesondere den Absatz der noventic Beteiligung tado° positiv beeinflussen.

Die Baukonjunktur befindet sich durch die veränderte Zinspolitik in den USA und im Euro-Raum auf einem stagnierenden Niveau - zusätzlich eingeschränkt durch stark steigende Preise, eine anhaltende Verknappung von Baumaterialien sowie einem sich zuspitzenden Fachkräftemangel in den lokalen Dienstleistungsmärkten.

Neben diesen auch für die noventic group großen Herausforderungen können für die Unternehmensgruppe jedoch auch positive Geschäftschancen durch die Diskussionen zum Energiesparen, Klimaschutz sowie zur Bezahlbarkeit von Wohnraum in Ballungsräumen identifiziert werden. Eine wirtschaftliche Trendwende kann durch die vorherrschende weltpolitische Unsicherheit jedoch nicht prognostiziert werden.

2.2 Markt

Aus Sicht der noventic group prägt die Überführung der EU-Richtlinie 2012/27/EG (EED) in nationales Recht maßgeblich die Marktentwicklung im Kernmarkt Deutschland. Die Umsetzung der EU-Richtlinie ist mittlerweile durch eine Novellierung der Heizkostenverordnung (HKVO), seit dem 01.12.2021 in Kraft getreten, abgeschlossen. Damit herrscht zunehmend Klarheit für zwei zentrale strategische Dimensionen der noventic group:

(1)

Bis zum Ende des Berichtsjahres verweist das seitens der Bundesregierung vorgeschlagene Stufenmodell der Kostenverteilung der CO 2 -Besteuerung zwischen Mietern und Vermietern im Wohnungsbau nicht nur auf Bedarfsberechnungen, sondern auch auf die HKVO. Lediglich die konkrete Ausprägung der CO 2 -Besteuerung für den Gebäudesektor bleibt formal unklar. Die Umsetzung europäischer und nationaler Klimaziele im Gebäudesektor wird sich zunehmend an der Einsparung von Treibhausgasen, an sogenannten 'CO 2 -Äquivalenten', orientieren, um damit weitere Anreize zum Energiesparen zu setzen. Zum einen sollen so die energieeffizienzsteigernden Effekte der verbrauchsabhängigen Kostenumlage auf das alltägliche Verbrauchsverhalten jedes Einzelnen durch die Erhöhung der Verbrauchstransparenz - durch die unterjährige Verbrauchsinformation (UVI) - weiter verstärkt werden. Dafür schreibt die HKVO die Umrüstung auf eine fernauslesbare Messinfrastruktur bis Ende 2026 vor. Zum anderen soll damit auch der Bedarf an gering-investiven und digitalen Lösungen für mehr Verbrauchstransparenz und Energieeffizienz gestärkt werden - dies ist insbesondere relevant für das große Segment der Bestandsgebäude.

(2)

Zudem wird das Smart Meter Gateway (SMGW) erstmals auch in der novellierten HKVO benannt. Auch damit sollen Wettbewerbsmechanismen durch Interoperabilitätsforderung und die strukturelle Förderung der spartenübergreifenden Bündelung von Metering-Prozessen hin zum Multi-Metering gestärkt werden. Diese Ziele sind nur mit dem Einsatz kommunikationsfähiger, vernetzter und interoperabler Geräteinfrastrukturen erreichbar. Der durch das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) verpflichtende Smart-Meter-Rollout schafft mit der erforderlichen Installation des SMGW dafür eine zentrale infrastrukturelle Voraussetzung - und ist seit 2019 in der Umsetzung. Zwischenzeitlich aufgetretene Unstimmigkeiten aufgrund verwaltungsgerichtlicher Urteile hat die Bundesregierung durch Änderung des MsbG aufgegriffen und sieht darin eine nunmehr rechtssichere Lösung.

Damit prägen Gesetzgebung und Digitalisierung maßgeblich den Markt der noventic group und stellen die Branche der Messdienstleister in der Immobilien- und Energiewirtschaft vor eine große Transformationsherausforderung. In Summe verheißt die Entwicklung des regulatorischen Rahmens für die strategische Positionierung und weitere strategische Entwicklung der noventic group ein positives Marktumfeld.

Einschränkend wirken jedoch die noch nicht ausreichend geführte gesellschaftliche bzw. politische Diskussion zur datenschutzrechtlichen Güterabwägung zwischen Individual- und Gemeinschaftsinteressen. Vor allem aufgrund der rapiden Innovationszyklen und sich rasch verändernden technischen (digitalen) Handlungsoptionen muss die datenschutzrechtliche Diskussion kontinuierlich geführt werden, um adäquate Lösungsszenarien den Raum zu geben. Am Beispiel der monatlichen unterjährigen Verbrauchsinformation zeigt sich diese Notwendigkeit u.a. in der Abwägung zwischen notwendiger Privatsphäre und gemeinschaftlichen Emissionseinsparungszielen. Erste politische Diskussionsansätze hierzu sind in der Ampel-Koalition erkennbar.

2.2.1 Digitalisierung und Technologie-Innovationen

Der 2021 durch die strategische Beteiligung der noventic an tado° beschrittene Innovationspfad bietet als Produkt eine konkrete, minimal-investive digitale Lösung für die effizienzsteigernde Steuerung der Wärme- oder Kälteverbräuche im Segment der Mehrparteienhäuser. In einem ersten Entwicklungsprojekt wird die im europäischen Smart-Home-Konsumentenmarkt führende, komfort- und energieeffizienzsteigernde tado°-Heizungssteuerung für den Einsatz im wohnungswirtschaftlichen Kontext weiterentwickelt. Sie umfasst Smarte Thermostate welche vorschauend durch cloud- und datenbasierte Steuerungslogiken sowie eine App für Bewohner gesteuert werden. So sollen die Energieeinsparungen aller tado°-Kunden - 22 Prozent im europäischen Mittel - auch der Wohnungswirtschaft erschlossen werden.

Damit entwickeln die Unternehmen der noventic group im laufenden und kommenden Geschäftsjahr ein Lösungsangebot für die zentralen Marktanforderungen sowie die deutsche und europäische politische Agenda: Wohnungsunternehmen können mit Hilfe der minimal-investiven und schnell zu montierenden Technik die Primärenergieverbräuche im Gebäudesektor - und damit CO 2 - und Verbrauchskosten - unmittelbar reduzieren. Vor allem für die energetisch schlechtere Hälfte der Bestandsgebäude ist dies eine situationsadäquate Lösung, die sofort nach Installation die dringend notwendigen Energieeinsparungen schafft.

2.2.2 Daten- und Plattform-Ökonomie

Der Technologiewandel und die damit steigende Verfügbarkeit von Gebäudedaten ist einer der zentralen Treiber der aktuellen Marktbewegung. Der klassische Markt für Messdienstleistung öffnet sich weiter, neue Anbieter nutzen den Weg in die angestammten Geschäftsfelder des Messwesens, des Messstellenbetriebs wie auch in die Energieabrechnung. Zusätzlich werden rein digitale Geschäftsmodelle durch Cloud-Computing und Datenplattformen einfacher am Markt möglich.

Mit der Gründung der beyonnex.io im Geschäftsjahr 2019/20 wurden in der Unternehmensgruppe die Grundlagen geschaffen, digitale Innovationen, digitale Services und Intellectual Properties beteiligungsübergreifend zu bündeln. Das Ziel der neuen Gesellschaft: Integration neuer Sensoren auf einer eigenen Enterprise-IoT-Suite, um so das Internet der Dinge (kurz IoT) für die Immobilienwirtschaft zu erschließen. Mithilfe der damit geschaffenen Datenbasis werden neue skalierbare Anwendungen sowie datenbasierte Mehrwerte und Geschäftsmodelle entwickelt - auch mit oder über Kooperationspartner. Im aktuellen Berichtszeitraum wurden wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer Enterprise IoT Suite erreicht und eine wohnungswirtschaftliche Lösung zum digitalen Betrieb Smarter Thermostate erreicht.

2.2.3 Investitionen und Kooperationen

Die noventic group begegnet diesen Entwicklungen durch eine klare Investitionsstrategie.

Einerseits durch die Investition in neue Produkt- und Dienstleistungslösungen - vorrangig in den jeweiligen, dafür führenden Beteiligungsgesellschaften. Im Wesentlichen ist hier die durch die novellierte HKVO gefordert Fernauslesbarkeit von Messgeräten zu benennen. Alle vorhandenen Messgeräte, die bislang nicht fernauslesbar sind, müssen bis Ende 2026 durch fernauslesbare Geräte ersetzt werden um die geforderte Unterjährige Verbrauchsinformation (UVI) zu ermöglichen. Zudem muss - der novellierten HKVO folgend - die Messtechnik interoperabel aufgebaut sein sowie - dem Stand der Technik gemäß dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) folgend - an ein SMGW anbindbar sein.

Andererseits aber auch über die Investition in neue strategische Beteiligungen, wie die tado°, oder die Gründung von Spin-Offs wie die imovis oder beyonnex.io für neue Produkt- und Dienstleistungslösungen oder digitale Anwendungen. Unter der Marke imovis summiert die Unternehmensgruppe hierfür beispielsweise neue B-to-B-Dienstleistungsangebote, die, mithilfe des SMGW, Multi-Metering- als auch neue immobilienwirtschaftliche Geschäftsmodelle technologieoffen mit der Immobilie verknüpfen. Das Unternehmen beyonnex.io treibt, wie im Abschnitt "Daten- und Plattform-Ökonomie" beschrieben, die technische Umrüstung auf fernauslesbare Messgeräte und die jeweiligen volldigitalen Prozesse.

Nach innen wirken prozessuale Effizienzsteigerungen durch Automatisierung sowie organisatorische Flexibilität. Nach außen wirken im aktuellen Marktumfeld die entscheidenden Erfolgsfaktoren erhöhter Innovationsfähigkeit, Geschwindigkeit und Agilität.

Durch eigene Entwicklungen und prozessuale Verbesserungen sowie durch weitere Akquisitionen, Kooperationen und neue Partnerschaften gilt es auch zukünftig, kontinuierlich die stetigen Veränderungen und Entwicklungen der Märkte für die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe zu nutzen.

2.2.4 Position im Markt

Die klare Markenpositionierung der noventic group als 'Wegbereiter der klimaintelligenten Steuerung von Immobilien macht zweierlei deutlich:

(1)

Der Anspruch der Unternehmensgruppe, relevante und nachhaltige Lösungsangebote für die Immobilienwirtschaft anzubieten

(2)

Die Wachstums- und technologische Entwicklungsperspektiven der Unternehmensgruppe sowie den darin verankerten Leistungsangeboten der Tochterunternehmen.

Die konsequente Stärkung des noventic-Profils durch die strategische Besetzung bzw. Entwicklung neuer Themenfelder wie der 'Smarten Zentralheizungssteuerung' ist ein dafür erforderlicher Schritt.

Mit der Veränderung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeldes wird die Positionierung der Unternehmensgruppe kontinuierlich weiterentwickelt, ohne jedoch dabei den Kern zu verändern. Diese Positionierung reüssiert dabei auf zwei zentralen Säulen:

(1)

Die Werkzeuge der Digitalisierung zu nutzen für eine energieeffizienz- und komfortsteigernde sowie von jedem Nutzer leicht bedienbare Gebäudeversorgung und

(2)

den jeweiligen Kernzielgruppen konkrete Angebote und Lösungen zu bieten, sowie neue zu antizipieren, zu entwickeln und zu finanzieren sowie in den Markt zu bringen.

2.2.5 Marktentwicklung

Um Marktveränderungen jederzeit vollumfänglich im Blick zu haben, frühzeitig zu erkennen und zu verarbeiten, engagiert sich noventic verstärkt in diversen nationalen und europäischen Gremien. Die aktive Gestaltung des Marktumfelds bietet uns die besten Voraussetzungen, die für die aktuellen und künftigen Kundenbedarfe richtigen Produkte am Markt zu platzieren.

Die Unternehmensgruppe engagiert sich daher

für datengetriebene Energieeffizienz-Lösungen im minimal-investiven Bereich zur Sicherung und Ergänzung der Ziele der bauphysikalischen und energietechnischen Modernisierungen.

für interoperable Gerätestandards, für die Verknüpfung der Energiesparten sowie der Welten "Smart Home", "Smart Building" und "Mobility" - beispielsweise in der Ausgestaltung des europäischen Smart Readiness Factors (SRI) auf nationaler Ebene im Rahmen eines Forschungsprojektes des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

für eine Re-Fokussierung aller staatlichen Förder- und Forder-Strukturen zur Wärmewende und zum Klimaschutz im Gebäudesektor, um, über die bauphysikalischen und energietechnischen Faktoren hinaus, ergänzend und technologieoffen auch die Rolle des Gebäude-Nutzenden in eine holistische Betrachtung zu integrieren.

2.3 Geschäftsentwicklung 2021/22

Mit dem Know-how ihrer starken, eigenständig agierenden Tochterunternehmen QUNDIS, KALO, KALO International, smarvis, imovis, ikw und beyonnex.io sowie seiner strategischen Beteiligungen an der Power Plus Communications und an der tado° erwirtschaftete die noventic group 2021/22 europaweit mit 1.053 (VJ 1028) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 246,0 (VJ 255,3) Mio. Euro. Die Finanzkennzahl 'konsolidierter Umsatz' wird abweichend von der handelsrechtlichen Darstellung anhand interner Kriterien aus dem betriebswirtschaftliche Management-Reporting ermittelt.

Die Geschäftsmodelle der noventic group haben sich erneut als resilient gegenüber den COVID 19 Einschränkungen bewiesen. Es haben sich neue Arbeitsweisen wie z.B. Homeoffice-Modelle eingespielt und die Produktion konnte, trotz einem höheren Krankheitsstand und eines sich verstärkenden Fachkräftemangels, durch konsequenten Schichtbetrieb fortgesetzt werden. Jedoch hat die schwierige Versorgungssituation, vor allem bei Elektrobauteilen in Folge der globalen Lieferkettenstörungen, die Unternehmensgruppe stark belastet.

Die dargestellte Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des noventic Konzernabschlusses bildet die gesamte Unternehmensgruppe ab und zeigt eine gute Entwicklung zum Vorjahr insbesondere im EBITDA. Der Umsatz mit 246,0 Mio. Euro ist jedoch gegenüber dem Vorjahr um 3,6% gesunken, da fehlenden Bauteile zu Produktionsausfällen der Qundis und damit zu ausbleibenden Montagen bei der KALO führten. Aktuell laufen Entwicklungsprojekte, die die Abhängigkeit von einzelnen Bauteilen reduzieren sollen. Die wiederholt auftretenden Produktmängel, insbesondere bei den Rauchwarnmelden, haben auch in der abgelaufenen Berichtsperiode zu erheblichen Sonderausgaben geführt. Die Qundis hat zur Durchsetzung Ihrer Schadensersatzansprüche Klage gegen den Hersteller dieser Handelswareprodukte eingereicht. Im Geschäftsjahr 2021/22 wurde der Geschäftsbereich Trinkwasser durch eine Ausgliederung in die TW Service GmbH separiert und zum 01.02.2022 verkauft. Der Buchgewinn hat das Ergebnis EUR deutlich positiv beeinflusst.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Um den mittel- und langfristigen finanziellen Erfolg zu messen, verwendet die noventic GmbH das EBITDA als zentrale Steuerungsgröße. Dieses beläuft sich im Berichtsjahr auf 74,4 Mio. EUR (VJ 58,9 Mio. EUR).

Daneben wird die Finanzkennzahl 'Gesamtleistung' (Umsatzerlöse zzgl. der Bestandsveränderung) mit einem Wert von 251,0 Mio. EUR (VJ 256,8 Mio. EUR) als Steuerungsgröße verwendet. Die Finanzkennzahl Gesamtleistung wird abweichend von der handelsrechtlichen Darstellung, die die Gesamtleistung mit 253 Mio. EUR (VJ 259 Mio. EUR) ausweist, anhand interner Kriterien aus dem betriebswirtschaftlichen Management-Reporting ermittelt.

In Ergänzung hierzu nutzt der Konzern zur Führung des operativen Dienstleistungsgeschäfts den Abrechnungsbestand mit entsprechend unterschiedlichem Ausstattungsgrad der im GJ bei 1,7 Mio. Wohnungen zum Plan 1,8 Mio. Wohnungen gesunken ist aufgrund des Verkaufs des Geschäftsbereiches Trinkwasser als weiteren finanziellen Leistungsindikator. Darüber hinaus sind die finanziellen Leistungsindikatoren für die herstellenden Unternehmen auf die verkauften Geräte in GJ 4,4 Mio. Geräte (Plan 4,9) heruntergebrochen. Diese sind die wesentlichen Indikatoren der zukünftigen Geschäftsentwicklung.

2.5 Nichtfinanzielle Erfolgsindikatoren

Die Etablierung eines gruppenweiten Nachhaltigkeits-Managements ist eine aus dem Anspruch und der Positionierung der Unternehmensgruppe folgende Notwendigkeit. Im aktuellen Berichtszeitraum wurde hierfür ein Handlungsrahmen etabliert, um alle Anstrengungen im Bereich ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit gruppenweit zu harmonisieren. Dabei orientiert sich die noventic an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). So sollen Ziele und Zielerreichung mess- und vergleichbar gemacht und im Rahmen einer gemeinsamen Nachhaltigkeitsstrategie vorangetrieben werden. Zur weiteren Schärfung und Gewichtung unserer Ziele haben wir im letzten und aktuellen Berichtszeitraum diese mit allen relevanten internen und externen Stakeholder-Gruppen diskutiert und in einer Materialitätsanalyse zusammengeführt.

Auf EU-Ebene hat bereits eine inhaltliche Reform der bestehenden EU-Richtlinie zum Corporate Sustainability Reporting (CSRD) stattgefunden, die neuen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt. Nach ihrer Verabschiedung auf EU-Ebene soll die Richtlinie bislang bis zum 01. Dezember 2022 in nationales Recht umgesetzt werden, damit sie für die Unternehmen wirksam wird. Die Regelungen sollen nach dem ursprünglichen Zeitplan des Kommissionsentwurfs aus dem Jahr 2021 ab dem 01.01.2024 für das Geschäftsjahr 2023 gelten. Ob diese Reglungen auch vollumfänglich für die noventic group gelten, war bis zum Ende des Berichtszeitraumes noch nicht final durch die europäischen Institutionen beschlossen. Dennoch sind mit den im aktuellen Berichtszeitraum etablierten gruppenweiten Strukturen im Nachhaltigkeits-Management und der daraus resultierenden ersten Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts inklusive einer ersten CO 2 -Bilanzierung nach den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) dafür die Voraussetzungen geschaffen worden. Zudem wurde im aktuellen Berichtszeitraum ein für alle Beteiligungen der noventic geltender Verhaltenskodex verbindlich veröffentlicht.

Im Berichtszeitraum wurden parallel Einzelmaßnahmen an diversen Standorten entwickelt und umgesetzt, die über das Nachhaltigkeits-Management gruppenweit harmonisiert wurden.

Um schnell einen konkreten Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten, wurden den Mitarbeitenden diverse neue Mobilitäts-Angebote geschnürt, z. B. über die Kooperation mit dem bundesweiten Anbieter 'JobRad' für Fahrrad-Leasingangebote für alle Mitarbeitenden oder mit der überarbeiteten Gruppen-Dienstwagenrichtlinie zur Förderung von Elektromobilität - sowohl für den Fuhrpark als auch die Ladeinfrastruktur.

Für den Standort Hamburg hat die noventic group im Berichtszeitraum ein Energie Audit durchführen lassen. Die Umsetzungswege für verschiedene Maßnahmen werden aktuell geprüft - unter anderem die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf der Dachfläche und der Austausch energieintensiver Leuchtmittel gegen moderne, sparsame LED-Technologie.

Zudem ist weiterhin die Umweltbilanz der Produktionsstandorte der QUNDIS nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert - dem weltweit anspruchsvollsten System für nachhaltiges Umweltmanagement und das sogenannte Gütesiegel der Europäischen Union. Die externe Überwachung geltender Qualitätsrichtlinien dokumentieren die Zertifikate nach ISO 9001:2015 und ISO 14001:2015.

2.6 Ertragslage

Die noventic GmbH hat das Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 40,3 Mio. EUR (VJ 59,4 Mio. EUR) abgeschlossen, was im Wesentlichen auf die Abschreibungen auf die Firmenwerte zurückzuführen ist. Vor Amortisation erzielt die noventic ein EAT von 45,7 Mio. EUR (VJ 27,7 Mio. EUR). Die Gesamtleistung liegt bei 251,0 Mio. EUR (VJ 256,8 Mio. EUR) und ist damit um 2,3 % zum Vorjahr gesunken aufgrund der bei Qundis durch fehlende Bauteile belasteten Umsatz. Die Finanzkennzahl Gesamtleistung sowie die im Folgenden erläuterten Kennzahlen werden abweichend von der handelsrechtlichen Darstellung anhand interner Kriterien aus dem betriebswirtschaftliche Management-Reporting ermittelt.

Der Rohertrag von 201,4 Mio. EUR (VJ 185,2 Mio. EUR) wird für die Personalaufwendungen von 75,4 Mio. EUR (VJ 69,9 Mio. EUR) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 51,5 Mio. EUR (VJ 56,4 Mio. EUR) verwendet, so dass ein EBITDA von 74,4 Mio. EUR (VJ 58,9 Mio. EUR) ausgewiesen wird.

Anstieg des EBITDA um 26 % durch die deutliche Steigerung im Rohertrag und aufgrund der in den Sonstigen Erlösen enthaltene Buchgewinn aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches Trinkwasser.

Die Prognose für EBITDA konnte deutlich um 14 Mio. EUR übertroffen werden. Im Wesentlichen wird der Zuwachs aufgrund des zuvor genannten Mittelzuflusses durch den Verkauf des Geschäftsbereiches Trinkwasser und durch geringere Personalaufwendungen begründet. Die Gesamtleistung liegt mit 251,0 Mio. EUR hinter den Erwartungen für die noventic group zurück. Die im Vorjahr gemachten Prognosen für den geplanten Wohnungsbestand der Gruppe und für die produzierten Geräte blieben leicht hinter den Erwartungen zurück.

2.7 Finanzlage

Die liquiden Mittel der noventic GmbH betragen zum 31.08.2022 0,7 Mio. EUR (VJ 0,8 Mio. EUR). Die leichte Veränderung resultiert aus den zum Stichtag getilgten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Finanzlage war im Geschäftsjahr geprägt durch die Investitionen in Höhe von 23,3 Mio. EUR in das Sachanlagevermögen (davon 21,0 Mio. EUR in den Gerätebestand der KALORIMETA) sowie die Investition in Höhe von 21,0 Mio. EUR in immaterielle Vermögensgegenstände. Ein deutlicher Beitrag für die Finanzlage war der Verkauf des Trinkwasser Bereiches. Im Geschäftsjahr war die Liquidität jederzeit ausreichend gesichert und konnten jederzeit die Verbindlichkeiten fristgerecht bedienen.

Die Investitionen im Zusammenhang mit der Anpassung der HKVO realisieren zu können, ist von zentraler Bedeutung für die Liquidität. Der Gerätebestand der KALORIMETA muss bis zum Ende des KJ 2026 auf AMR fähige Geräte umgerüstet sein. Dies ist mit hohen Investitionen in den Gerätebestand und auch in Produktionsanlagen sowie in die Digitalisierung der Funkgeräte basierten Prozesse verbunden. Die erforderlichen Investitionen wurden in einer Mehrjahresplanung simuliert und werden durch den bestehenden, im November 2022 angepassten, Kreditvertrag abgedeckt.

2.8 Vermögenslage

Die Vermögenslage der noventic GmbH ist maßgeblich durch immaterielle Vermögensgegenstände (365,1 Mio. EUR, VJ 435,4 Mio. EUR) geprägt. Ursächlich sind die im Rahmen der Akquisitionen und der Einbringung entstandenen Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 327,0 Mio. EUR (VJ 410,8 Mio. EUR).

Bei den Sachanlagen von 102,8 Mio. EUR (VJ 102,2 Mio. EUR) handelt es sich v.a. um die Gerätebestände der KALORIMETA GmbH, die langfristig an Kunden vermietet werden.

Die Finanzanlagen betragen 31,6 Mio. EUR (VJ 31,6 Mio. EUR) für die Beteiligung der KaloVentureSuccess GmbH an dem Unternehmen PPC AG in Mannheim sowie der Beteiligung der noventic GmbH an der der tado° GmbH.

Das Umlaufvermögen in Höhe von 63,8 Mio. EUR (VJ 56,2 Mio. EUR) besteht neben den Vorräten (28,3 Mio. EUR) im Wesentlichen aus den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit 34,8 Mio. EUR (VJ 33,9 Mio. EUR).

2.9 Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Insgesamt verläuft die Geschäftsentwicklung geprägt durch die Lieferengpässe und der Energiekrise sowie der fortschreitenden Transformation bestehender Beteiligungen im Ergebnis immer noch im Plan. Die finanzwirtschaftlichen Kennzahlen liegen aufgrund der allgemeinen Marktentwicklungen weitestgehend im Plan, nur die Gesamtleistung ist knapp unter dem Plan und konnte die Erwartungen aufgrund der Materialverfügbarkeit nicht ganz erfüllen. Die Herausforderung ist es, den steigenden Kundenwünschen und Marktentwicklungen auch in Zukunft gerecht zu werden. Gleichzeitig gilt es im sich verändernden Wettbewerbsumfeld (Preiskampf, neue Anbieter, Insourcing-Trend, Digitalisierung, Energiekrise) sowohl innovative Leistungen anzubieten als auch parallel dazu die Prozesse zu digitalisieren und die Transformation gezielt voranzutreiben.

Die Vermögenslage und der hohe Eigenkapitalanteil zeigen, dass der noventic Konzern stabil aufgestellt ist.

3 Prognosebericht - Planung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022/23

Die noventic GmbH erstellt ein Budget 2022/23 auf der Grundlage der Budgetplanungen der einzelnen Tochtergesellschaften. Die noventic übernimmt die Steuerung und Koordination dieses Budgetprozesses und führt die einzelnen Budgetplanungen zu einem konsolidierten noventic group Budget zusammen.

Die noventic plant im Konzern für das Geschäftsjahr 2022/23 aufgrund der voranschreitenden Transformation ein EBITDA von 50 bis 52 Mio. EUR und eine Gesamtleistung zwischen von 275 und 290 Mio. EUR, die durch die Novellierung der HKVO mit einer Steigerung geplant ist. Im Bereich Dienstleistungen planen wir einen Abrechnungsbestand von 1,8 Mio. Wohnungen und im Konzern werden über 6 Mio. Geräte produziert, die auch aufgrund gestiegener Nachfrage zu erwarten sind.

4 Forschung und Entwicklung

Für die Unternehmensgruppe ist der Bereich Forschung und Entwicklung jeweils in verschiedenen Tochtergesellschaften vorhanden. Darüber hinaus verfügt die noventic GmbH über zentrale Ressourcen in den Bereichen Group IT & Digitization, um Transparenz und Koordination für gruppenübergreifenden Technologie- und Produktenwicklungen zu schaffen. Die Unternehmensgruppe hat im GJ 18,4 Mio. EUR insgesamt für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Im Konzern wurden 9,3 Mio. EUR in aktivierte und in Entwicklung befindliche selbstgeschaffene Software investiert und damit weitere Schritte zur Digitalisierung realisiert. Die im Posten andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 5,9 Mio. EUR ausgewiesenen Entwicklungsarbeiten sind mit eigenen Mitarbeitern umgesetzt worden.

5 Chancen- und Risikobericht

5.1 Chancen des organischen Wachstums

Die noventic group verfolgt über die Ausweitung ihrer Produkt- und Dienstleistungsangebote das Ziel eines Ausbaus von Marktanteilen in Deutschland und im europäischen Ausland.

Die noventic group erwartet einen Zuwachs der verkauften und vermieteten Geräte und einen Zuwachs der Dienstleistungsverträge durch den steigenden Fokus auf die Energiekosten und damit auf unsere Produkte ein Wachstum zu erwarten ist. Zudem soll der Anteil unserer Produkt- und Dienstleistungsangebote auch bei den bestehenden Kunden erhöht werden durch unseren Full-Service-Ansatz. Durch die aktuelle Lage am Energiemarkt sind auch in der Wohnungswirtschaft neue Herausforderungen zu meistern, dabei können wir mit neuen Angeboten und der unterjährigen Verbrauchabrechnung und weiteren innovativen Produkten zur Energieeffizienz im Gebäudesektor beitragen. Wir sehen durch die neuen Anforderungen aus der HKVO und damit im Zusammenhang mit der digitalen Ausstattung Chancen für neue Dienstleistungen u.a. zur Steuerung der Immobilie.

5.2 Chancen des anorganischen Wachstums

Im Bereich 'Mergers and Acquisitions' (M&A) wird konsequent nach potenziellen Unternehmen gesucht, um unsere Produkt- und Dienstleistungsangebote und auch unsere regionale Präsenz zu erweitern. Hierbei muss aber immer das Preisniveau betrachtet werden.

5.3 Risikobericht

Die noventic GmbH hat ein zentrales Risikomanagement implementiert und verfolgt die von den Beteiligungsfirmen gemeldeten Risiken über ein regelmäßiges Controlling. Das Risikomanagement von noventic umfasst die Gesamtheit aller organisatorischen Prozesse durch die Risiken frühzeitig erkannt, geeignete Maßnahmen entwickelt und zur rechtzeitigen Gegensteuerung initiiert werden.

Die Risikoeinschätzung ist durch die COVID-19 Pandemie seit Anfang 2020 deutlich und der aktuellen Situation in der Ukraine erschwert. In Deutschland hat die Pandemie seit Februar 2020 zu deutlichen Einschnitten sowohl im sozialen als auch im Wirtschaftsleben geführt, gerät jedoch zunehmen in den Hintergrund und wird durch die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine abgelöst. Zu nennen sind des Weiteren Risiken in Bezug auf die Versorgungssituation bei Elektronikbauteilen zu nennen und werden nach Einschätzung des Unternehmens auch im derzeit laufenden Geschäftsjahr 2022/23 weiter den Geschäftsverlauf begleiten. Da diese Elektronikbauteile integraler Bestandteil einer Vielzahl unterschiedlicher Produkte des Unternehmens sind, besteht das Risiko, diese Bauteile trotz bestehender Bestellungen bei den Lieferanten nicht in ausreichender Menge beziehen zu können, um bestehende Kundenaufträge im vorgesehenen Umfang zu bedienen. Darüber hinaus bestehen weiterhin Risiken aus behördlich auferlegten Kontaktbeschränkungen, Verzögerungen bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Damit ergibt sich auch für den Konzern das Risiko eines verzögerten Wachstums. Zusätzlich ergibt sich durch die zunehmende Digitalisierung und der Professionalisierung von Cyberkriminalität ein steigendes Risiko von Cyberangriffen. Diesem Risiko begegnen wir mit zusätzlichen Maßnahmen im Bereich IT Sicherheit.

Zum 31.08.2022 bestanden keine bestandsgefährdenden Risiken. Die folgenden Risiken wurden von den Tochterunternehmen und der noventic Geschäftsführung mit hoch bewertet:

Risiken aus der eingeschränkten Versorgungssituation bei Elektronikbauteilen

Risiken aus der Abrechnung und Bereitstellung von Zählern im Zusammenhang mit Eichfristen und anzuwendender Gesetze und Verordnungen.

Neue gesetzliche Anforderungen, die sich beispielsweise aus der Novellierung der HKVO sowie dem Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz) ergeben.

Risiken aus den zugesagten technischen Eigenschaften verkaufter und im Bestand befindlicher Geräte.

Insgesamt sehen wir uns gut positioniert, um die sich verändernden regulatorischen Anforderungen umzusetzen und von den Chancen der Energiewende zu partizipieren.

 

Hamburg, 09. November 2022

Die Geschäftsführung

Stephan Bause

Dr. Dirk Then

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem als Anlagen 6.1.2 bis 61117 beigefügten Konzernabschluss der noventic GmbH, Hamburg, zum 31. August 2022 und dem als Anlage 6.1.1 beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis 31. August 2022 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die noventic GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der noventic GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. August 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der noventic GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. August 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, den 09. November 2022

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