PRISMA BÜRORING Service GmbH
Selbe AdresseBereitstellung von Datenverarbeitungsdiensten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingo Walter Dewitz seit 22.8.2025 | Vorstandsmitglied |
Björn Michael Unfug seit 6.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Ulrich Paulus seit 12.12.2024 | Prokura |
Ute Borgard seit 16.2.2024 | Prokura |
Kai-Uwe Heuer seit 15.7.2022 | Vorstandsmitglied |
Kai Ricken seit 14.3.2013 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
BÜRORING Marketing-Center GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
OfficeStar GmbHAufgelöst | 100.00% |
Büroring Logistik GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BÜRORING eGHaanJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen der Geschäftstätigkeit1. BÜRORING-Mitglieder Der Zweck der BÜRORING eG ist "die wirtschaftliche Förderung und Betreuung" der uns angeschlossenen Mitglieder. Zur Verwirklichung dieses genossenschaftlichen " Förderauftrages" bedienen wir uns unterschiedlichster Arten der Unterstützung unserer Mitgliedsunternehmen: Neben dem Abschluss von Vermittlungsgeschäften aus der ZentralREGULIERUNG und dem Warenhandel aus dem ZentralLAGER stehen Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen, Schulungen, fachspezifische Beratung und ergänzende Maßnahmen, die wir in dem Leistungsbereich der ZentralDIENSTE zusammenfassen. Die BÜRORING eG hatte zum Bilanzstichtag insgesamt 274 Mitglieder. 2. Marketinggruppen Das von Spezialisierung und Individualisierung geprägte Profil des Bürofachhandels wird immer wichtiger bei der Behauptung der eigenen Marktposition. Daher tragen wir fachspezifischen Bedarfen unserer Mitglieder im Rahmen unserer "Marketinggruppen" besonders Rechnung und unterstützen individuelle Wünsche, beispielsweise im Bereiche der Marketing-Werkzeuge oder der Logistik-Dienstleistungen. Mit 25 Händlern (Vj.: 27) beschäftigt sich die büroprint-Gruppe mit den Schwerpunkten Druck- und Kopiertechnik, Software und IT-Lösungen. 2020 ist die Idee aufgegriffen worden, den Bereich audiovisuelle Hardware mit dessen Vermarktungschancen hinzuzunehmen. Diese Idee folgte der - zunächst pandemiebedingt - hohen Nachfrage nach Produkten, die jede Form der digitalen Arbeit unterstützen. Gerade im Bereich Bildung herrscht eine anhaltend hohe Nachfrage nach unterstützenden Lösungen. Mit einer in 2023 initiierten Kooperation mit der winwin Office Network AG (winwin), Waiblingen, sowie der LKS-Gruppe, Reichertshofen, verbindet sich das Ziel eines Relaunches der Gruppe Die 15 OfficeStar-Händler (Vj.: 16) engagieren sich in der Weiterentwicklung der Prozesse für ein effizientes PBS-Streckengeschäft. Hierzu wurde nach der Gründung auf einen Logistikpartner abgestellt, welchem die Funktionen der Warenbevorratung und die Versandtätigkeit übertragen wurden. Diese Aufgaben übernahm später das BÜRORING ZentralLager. Nachdem die großen Projekte mit der Einführung einer gruppeneinheitlichen ERP-Software und der Gründung sowie dem Betrieb eines gruppeneigenen Callcenters abgeschlossen sind, werden die gemeinschaftliche Stammdatenpflege und die Positionierung der jeweiligen Teilnehmer in den regionalen Märkten heute in den Fokus gestellt. Mit der Red Office-Gruppe bieten wir zurzeit 10 (Vj.: 13) Mitgliedern mit Schwerpunkt im PBS-Segment eine Plattform für die Entwicklung und Nutzung individueller regionaler wie auch gemeinschaftlicher überregionaler Konzepte sowie für den partnerschaftlichen Austausch untereinander. In 2023 neu gegründet wurde die Marketinggruppe JobStuhl. Ihr sind bislang 14 Mitgliedsunternehmen beigetreten. Die Gruppe bietet ihren Mitgliedern Zugang zu dem selbstentwickelten Vermarktungskonzept JobStuhl für Bürodrehstühle und andere Möbel, zu diesen Produkten und zu Dienstleistungen (Ergonomie-Beratung, Werbeleistungen). 3. Tochtergesellschaften und Finanzanlagen Die BÜRORING eG ist alleinige Gesellschafterin der BÜRORING Marketing Center GmbH ("BMC"). In diese Gesellschaft hat die Genossenschaft ihre Marketingaktivitäten ausgelagert. Die Gesellschaft ist mit der Genossenschaft durch einen Ergebnisabführungsvertrag verbunden und hat 2023 einen Überschuss in Höhe von T€ 141 (Vj.: T€ 184) an die BÜRORING eG abgeführt. Die BÜRORING eG hält alle Aktien der Büro Forum 2000 AG ("BüroForum"), deren operatives Geschäft im Wesentlichen die Erbringung der ZentralREGULIERUNG sowie die Erbringung von Dienstleistungen zur Stärkung der "Fachhandelspartner" ist. Die BüroForum ist operativ in die BÜRORING eG integriert, so dass nahezu alle Prozesskosten bei der BÜRORING eG entstehen. Auf der Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages zwischen beiden Gesellschaften hat die BüroForum für das Jahr 2023 einen Überschuss in Höhe von T€ 189 (Vj.: T€ 218) an die BÜRORING eG abgeführt. Die BÜRORING eG ist alleinige Gesellschafterin der OfficeStar GmbH, die operative Tätigkeiten ausschließlich im Auftrag und auf Rechnung der Mitglieder innerhalb der Marketinggruppe OfficeStar erbringt. Personengebundene Leistungen werden aus der BÜRORING eG erbracht. Der Wert der Beteiligung wurde bereits im Jahr 2022 aufgrund zukünftig mangelnder Werthaltigkeit auf € 0,00 abgeschrieben. Der Jahresüberschuss beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 0,9 (Vj.: - T€ 0,7). Die BÜRORING eG ist zu 60% an dem Stammkapital der PRISMA BÜRORING Service GmbH ("PBS GmbH") beteiligt. In diese Gesellschaft sind die gemeinsamen Kernprozesse der Muttergesellschaften ausgelagert, die sich mit der Abrechnung und der Verbuchung beschäftigen, sowie weitere zentrale Dienste. 2022 betrug der Jahresüberschuss der Gesellschaft T€ 129,8 (Vj.: T€ 23,9). Mit der Prisma Fachhandels AG verbindet uns eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zur Festigung dieser Zusammenarbeit besteht seit Jahren eine wechselseitige Beteiligung. Die Egropa Marketing GmbH ist seit 2018 Teil der Unternehmensgruppe und diente zur Abrechnung von Marketingaktivitäten der EGROPA-Händlergruppe. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr liquidiert. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung.Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent aus. Die Ausgangslage zum Jahreswechselstellt sich ungünstiger dar als in der Herbstprojektion angenommen. Das BIP ging im 4. Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zurück, was den Einstieg in das laufende Jahr belastet (statistischer Unterhang). Aktuelle Stimmungsindikatoren deuten noch nicht auf eine spürbare Belebung zu Jahresbeginn hin. Wachstumsimpulse dürften vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen: Die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte werden schrittweise überwunden und führen in Verbindung mit einer insgesamt robusten Beschäftigungssituation zu einer Belebung des privaten Konsums. Die Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen dürften auch vor dem Hintergrund des hohen Investitionsbedarfs im Zuge der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft trotz relativ hoher Nominalzinsen weiter zulegen, wohingegen die Bauinvestitionen im Jahresdurchschnitt weiter zurückgehen dürften. Bei den Verbraucherpreisen erwartet die Bundesregierung einen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringeren Anstieg um nur noch 2,8 Prozent. Nach zwei Jahren mit für deutsche Verhältnisse sehr hohen Inflationsraten rückt eine Rückkehr zum Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent (in der mittleren Frist, bezogen auf den Euroraum und den harmonisierten Verbraucherpreisindex) somit bereits deutlich näher. Im kommenden Jahr dürfte sich der Anstieg der Verbraucherpreise weiter abschwächen, so dass das Ziel der Preisniveaustabilität nach Definition der Europäischen Zentralbank erreicht werden dürfte. Bei der Erwerbstätigkeit geht die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt von einem Anstieg um 110 Tsd. Personen aus. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Jahresdurchschnitt leicht um 85 Tsd. auf rund 2,7 Millionen Personen steigen, was auch auf den statistischen Überhang aus dem Vorjahr zurückzuführen ist. Trotz der kurzfristigen konjunkturellen Schwäche bleibt der Arbeitsmarkt robust. Die Arbeitsnachfrage ist nach wie vor auf hohem Niveau. Aufgrund der schwachen Konjunktur hat die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen zuletzt zwar etwas abgenommen. Dies dürfte sich mit der konjunkturellen Belebung jedoch wiederumkehren. Quelle: Bundeswirtschaftsbericht 2024, TZ 16.-19. 2. Lage der Branche im deutschen Umfeld Der Markt für PBS-Artikel hat 2023 ein nominales Umsatzplus in Höhe von 1,6 Prozent erzielen können. Dadurch ist das Umsatzvolumen auf 13,3 Milliarden Euro gewachsen - so hoch wie zuletzt 2014. Dieses Plus ist allerdings größtenteils auf die Preissteigerungen der letzten Jahre zurückzuführen. Vor allem sind Waren aus Papier von Preissteigerungen betroffen. Hohe Energie- und Rohstoffkosten haben die energieintensive Produktion von Papier drastisch verteuert. Die gestiegenen Herstellungskosten wurden auch an die Verbraucher weitergegeben. So verteuerte sich laut IFH Köln im Jahr 2022 beispielsweise das Druckerpapier um 22,5 Prozent, 2023 folgte eine weitere Preissteigerung um 13,3 Prozent. Das gesamte Produktsegment der PBS-Artikel verteuerte sich im Jahr 2023 um 11,2 Prozent. Des Weiteren hat sich im Jahr 2023 die Inflation als äußerst hartnäckig und ausdauernd erwiesen. Sie trug zur Begrenzung der realen Konsummöglichkeiten bei und erschwerte ein weiteres wirtschaftliches Wachstum immens. Hieraus resultieren generell höhere Preise, die sich hemmend auf die Nachfrage auswirken. Hinzu kommt, dass die Konsumstimmung in der Bevölkerung relativ defensiv ist und sich nur langsam erholt. Einkäufe werden eher besonnen und überlegt getätigt. Doch genau an dieser Stelle liegt für den stationären Fachhandel die große Chance, sich mit seinen Service- und Beratungsleistungen beim Kunden zu profilieren, Mehrwerte zu schaffen und sich von der reinen Onlinekonkurrenz abzusetzen. Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet voran. Immer mehr Arbeitsschritte finden zunehmend digital statt. Der traditionelle PBS-Verbrauch geht dadurch zurück und die Digitalisierung der Büros und der Arbeit nimmt weiter Fahrt auf. Nachhaltigkeit bleibt weiterhin ein Kernthema mit enormer Reichweite und Bedeutung. Immer mehr Menschen werden achtsamer und kritischer beim Einkauf, sind meist gut informiert und fragen nach Herkunft, Herstellungsbedingungen sowie Materialien und Hintergründe der angebotenen Produkte. Die Vertriebskanäle der PBS-Branche konzentrieren sich nun wieder stärker auf den stationären Fachhandel. So konnten diese Vertriebskanäle 2022 und 2023 merklich Marktanteile zurückgewinnen. Der Marktanteil des Fachhandels liegt inzwischen wieder bei 33,7 Prozent und hat damit das Vorkrisenniveau von 2019 fast wieder eingeholt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass unmittelbar nach der Pandemie wieder viele Konsumenten die lokalen Geschäfte für ihren PBS-Bedarf besucht hatten. Der Distanzhandel verlor 2022 und 2023 hingegen die Marktanteile, die er während der Pandemie hinzugewinnen konnteQuelle: Handelsverband Wohnen und Büro e.V. (HWB) 3. Geschäftsverlauf a) Warenumschlag aus dem ZentralLAGER Mit einem Umsatz in Höhe von 29,6 Mio. Euro (Vj.: 31,9) lag der Handelsumsatz 2023 des ZentralLAGERs um rund 7,2% unter dem Vorjahresniveau und hat damit auch das angestrebte Planniveau um gut 10,3% verfehlt. Der Ukraine-Krieg sowie die damit in Verbindung stehenden wirtschaftlichen Krisen, wie der Anstieg von Energie- und Verbraucherpreisen und weltweite Lieferengpässe, hatten neben dem Ausscheiden von Mitgliedsunternehmen einen negativen Einfluss auf die Umsatzentwicklung. b) Warenumschlag aus der ZentralREGULIERUNG In der ZentralREGULIERUNG wurde 2023 ein Umsatz in Höhe von 91,8 Mio. Euro abgerechnet. Das entspricht einem Rückgang um 17,3% gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt der Umsatz 12,6% unter den Planerwartungen. 4. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Nach endgültiger Überwindung der "Corona-Maßnahmen" und der damit verbundenen Entspannung der Situation setzt sich der Anstieg des Digitalitäts- wie des Mobilitätsgrades der Arbeit fort und verändert nachhaltig Nachfragestrukturen und -volumina. Diese Veränderungen stellen für die Mitgliedsbetriebe erhebliche Herausforderungen dar und verlangen die Begleitung der Mitglieder durch die Genossenschaft, die den Mitgliedern mit ihrer Sortiments- und Lieferantenstrategie im ZentralLAGER und in der ZentralREGULIERUNG optimale Beschaffungswege und -Konditionen verschafft. Trotz der Unterstützung dieser Geschäfte mit anknüpfenden Dienstleistungen ging der Umsatz in der ZentralREGULIERUNG um 17,3 % und im ZentralLAGER um 7,3% zurück. In der ZentralREGULIERUNG rechnen wir den Warenverkehr zwischen unseren Vertragslieferanten und unseren Mitgliedern ab. Hier spiegelt sich in den Umsätzen wesentlich die Branchenentwicklung und die Veränderung der Mitgliederzahl und -struktur. Im Bereich Lager verloren wir leicht an Marge im Zusammenhang mit der Preisentwicklung. Im Bereich der ZentralREGULIERUNG erwies sich die Marge als leicht steigend. 5. Ertragslage Trotz rückläufiger Umsätzen stieg das Rohergebnis mit 10,9 Mio. Euro um 8,1% gegenüber dem Vorjahr an. Enthalten im Rohergebnis sind die sonstigen betrieblichen Erträge, die ao. Erträge aus dem Verkauf zweier Immobilien in Höhe von 982,5 T€ beinhalten. Der gemessen am Umsatz nur unterproportionale Rückgang des um die sonstigen betrieblichen Erträge bereinigten Rohergebnisses geht insbesondere auf den Wechsel vom Bonussystem auf ein Rückvergütungssystem zur Jahresmitte zurück. Während der Bonus noch für die erste Jahreshälfte garantiert worden war, galt ab 01.07.2023 die Absicht von Vorstand und Aufsichtsrat, für die zweite Jahreshälfte 2023 eine genossenschaftliche Rückvergütung zu gewähren. Den Mitgliedern war hierzu im Juni mitgeteilt worden, dass einer Ausschüttung eine endgültige Genehmigung durch Vorstand und Aufsichtsrat ebenso vorausgesetzt ist wie die Erwirtschaftung der Rückvergütung im Mitgliedergeschäft. Mit Blick darauf, dass das Jahresergebnis 2023 im Wesentlichen dem Ertrag aus dem Verkauf zweier Immobilien entspricht und nicht dem Mitgliedergeschäft zugeordnet werden kann, kommt die Ausschüttung einer Rückvergütung für die zweite Jahreshälfte 2023 nicht in Betracht. Die Summe der Personalkosten liegt mit rund 3,7 Mio. Euro rund 13,6% unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 6,0 Mio. Euro (Vj.: 6,2 Mio. Euro) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Nach Berücksichtigung des positiven Finanzergebnisses und der sonstigen Steuern weist die BÜRORING eG einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 861,2 (Vorjahr Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 930,7) aus. Dieses Ergebnis enthält, wie bereits beim Rohergebnis erläutert, ao. Erträge aus dem Verkauf zweier Immobilien in Höhe von 982,5 T€ sowie ao. Aufwendungen aus der Dotierung einer Rückstellung für Regressforderungen aus der Kündigung eines Vertrages in Höhe von 450 TEUR, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind, und übertrifft weit die Erwartungen. Damit ist die Ertragslage als zufriedenstellend anzusehen. 6. Finanz- und Liquiditätslage Die Investitionen summierten sich 2023 auf rund T€ 16 und bezogen sich hauptsächlich auf EDV-Ersatzbeschaffungen. Zur Finanzierung des Betriebsvermögens dient der Genossenschaft bereits seit 2020 eine Betriebsmittelkreditzusage, die teilweise in Anspruch genommen wurde. Am Bilanzstichtag wurde die Betriebsmittellinie mit einem Betrag von 762 TEUR gegenüber 304 TEUR im Vorjahr in Anspruch genommen. Außerdem bestanden Darlehen aus der Finanzierung von Investitionen in das Sachanlagevermögen, die Anfang 2024 aus dem Erlös des oben erwähnten Verkaufs zweier Immobilien vollständig zurückgeführt wurden. Der Anstieg der Inanspruchnahme geht auch auf sinkende Umsatzerlöse zurück. Vor allem aber belastet die Kündigung von Mitgliedschaften bzw. Geschäftsanteilen durch die Auszahlung der Auseinandersetzungsguthaben die Liquidität. Die Finanz- und Liquiditätslage ist zum Bilanzstichtag noch zufriedenstellend. Zum Ausgleich der Liquiditätsabflüsse und zur Vermeidung einer Liquiditätsunterdeckung hat der Vorstand die Mitglieder im April 2023 aufgefordert, auf die Auszahlung von Bonusansprüchen aus dem Jahr 2022 wenigstens teilweise zu verzichten, freiwillige Geschäftsanteile zu zeichnen und einer Anrechnung einbehaltener Boni auf Geschäftsguthaben zuzustimmen. Mit dem sich hieraus ergebenden Einbehalt von Boni konnte die Finanzierung des Unternehmens deutlich verbessert werden. Darüber hinaus wurden kurzfristig operative Maßnahmen eingeleitet. Diese reichten von Warenbestandsabbau über Margenverbesserungen bis zu Kostenreduzierungen im Wesentlichen im Zentrallager (z.B. Fremdarbeitskräfte, Versandkosten). 7. Vermögenslage Das Anlagevermögen umfasst das immaterielle Anlagevermögen, das Sachanlagevermögen und Finanzanlagen und erreicht nach planmäßigen Abschreibungen 5,3 Mio. EUR. Die Warenbestände in unserem ZentralLAGER summierten sich zum Bilanzstichtag auf 2,9 Mio. Euro (Vj.: 3,2 Mio. Euro). Die Kundenforderungen der Genossenschaft setzen sich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus ZentralREGULIERUNG zusammen und summieren sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 4,4 Mio. Euro (Vj.: 7,2 Mio. Euro). Stichtags- und umsatzbedingt liegen die Positionen in Summe deutlich unter dem Vorjahr. Dieser Effekt zeigt sich auch in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus ZentralREGULIERUNG, die mit nunmehr 3,9 Mio. Euro (Vj.: 6,6 Mio. Euro) ebenfalls unter dem Vorjahresniveau zum Ausweis kommen. Die BÜRORING-Mitglieder werden bereits bei Aufnahme in die Genossenschaft einer Bonitätsanalyse unterzogen. Diese wird anhand von Jahresabschlüssen, unterjährigen Auswertungen und externen Informationen erstellt. Die Erkenntnisse fließen zu unseren Mitgliedern zurück, um ggf. weitere Möglichkeiten zur Händlerunterstützung vorzuschlagen. Außerdem nutzen wir diese Erkenntnisse, um das Debitorenmanagement auf eine standardisierte Basis zu stellen. Derzeit befindet sich das Risiko unseres Forderungsportfolios auf einem Niveau, auf dem wesentliche Einzelrisiken nicht zu erkennen sind; oder die Risiken sind durch entsprechende Einzelwertberichtigungen unterlegt. Die BÜRORING eG verfügt über Eigenkapital in Höhe von 7,5 Mio. Euro (Vj.: 6,9 Mio. Euro). Die Auflösung der gesetzlichen Rücklage zur Deckung des Bilanzverlustes 2022 in Höhe von 899 TEUR, der Jahresüberschuss aus dem Jahr 2023 in Höhe von insgesamt T€ 861,2, die Rückzahlung von Geschäfts- bzw. Auseinandersetzungsguthaben in Höhe von 857,0 TEUR sowie die gesetz- und satzungsmäßige Einstellung in die Rücklagen sind im Jahresabschluss bereits berücksichtigt. Die Bilanzsumme in Höhe von 15,5 Mio. Euro (Vj.: 18,5 Mio. Euro) nahm hauptsächlich durch die Tilgung der Darlehen und die negative Umsatzentwicklung zum Jahresende ab. Vor diesem Hintergrund ist die Eigenkapitalquote von 37,2% im Vorjahr auf nun 48,4% gestiegen. Die Vermögenslage kann zum Bilanzstichtag als zufriedenstellend beurteilt werden. 8. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren spielen in unserer Genossenschaft auch die Beziehungen zu unseren Mitgliedern und Mitarbeitern eine wesentliche Rolle. Die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder sind in unserer Satzung verankert. 9. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren unserer Genossenschaft, die wir als Kennzahlen unserer Unternehmensplanung und -steuerung zugrunde legen, sind der Warenumschlag in der ZentralREGULIERUNG, der Umsatz aus dem ZentralLAGER und der Jahresüberschuss. 10. Personal- und Sozialbereich Durchschnittlich arbeiten 75 (Vj.: 79) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für das BÜRORING-Team. Zu etwa der Hälfte handelt es sich hierbei um Mitarbeiter des ZentralLAGERs. Mit 3,7 Mio. Euro liegen die Personalkosten 2023 um 13,6 % unter dem Vorjahresniveau. Die BÜRORING eG ist tarifgebunden. Zur Wahrung der Arbeitnehmerinteressen besteht ein Betriebsrat. III. Chancen- und Risikobericht1. Risikomanagementsystem und Risikobericht a) Allgemeines Wir verfügen über ein engmaschiges System zur Erfassung, Bewertung und Reduzierung von Risiken sowie die Berichterstattung hierüber. Zu den zentralen Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken zählt das generell in allen Geschäftsbereichen geltende Vier-Augen-Prinzip. Dieses äußert sich insbesondere darin, dass Vereinbarungen generell von zwei Personen unterschrieben werden müssen. b) Informationstechnologie Wir forcieren eine zunehmende Automatisierung und Digitalisierung unserer Prozesse und fördern Projekte, die eine beleglose Verarbeitung aller Geschäftsvorfälle ermöglichen. In diesem Zusammenhang ist eine regelmäßige Überprüfung unserer IT-Infrastruktur unverzichtbar. Dabei kommt der Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit höchste Priorität zu. c) Debitorenrisiken Die absolute Höhe unserer Forderungen und deren relativ hoher Anteil an der Bilanzsumme erzwingt es, dem Zahlungsverhalten und der Bonität unserer Mitglieder höchste Aufmerksamkeit zu schenken. Dem Ausfallrisiko begegnen wir durch eine engmaschige Bonitätsprüfung bereits im Prozess der Aufnahme. Wir verstehen dieses Vorgehen auch als Mechanismus zum Schutz der Gesamtheit aller Mitglieder. Außerdem nutzen wir die Erkenntnisse der Bonitätsanalyse in Form der daraus ableitbaren Benchmark-Werte. Ergänzend haben wir zur Risikoreduzierung eine Forderungsausfallversicherung abgeschlossen. d) Liquiditätsausstattung Der kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung kommt eine hohe Priorität zu; dies insbesondere mit Blick auf volatile Tagessalden innerhalb der ZentralREGULIERUNG, wie auch vor dem Hintergrund derzeit laufender Investitionsprojekte und der Auszahlung von Auseinandersetzungsguthaben an ausscheidende Mitglieder. e) Lieferantenpartnerschaften und Kooperationen Seit vielen Jahren verbindet uns zu einer großen Anzahl unserer Lieferanten eine auf die gemeinsame Förderung unserer Mitglieder gerichtete Geschäftsbeziehung. Eine wesentliche Aufgabe sehen wir darin, durch Gestaltung neuer Ansätze das partnerschaftliche Verhältnis zwischen unseren Mitgliedern und unseren Lieferanten zu fördern. Auch die Gewinnung neuer Lieferanten im Rahmen strategischer Planungen und die Hebung teils enormer Potentiale zwischen Händler und Lieferant verstehen wir in diesem Kontext. Insofern sehen wir unser Geschäftsmodell der ZentralREGULIERUNG nicht auf die reine Abwicklung des Zahlungsverkehrs beschränkt, sondern als Marketing- und Entwicklungsplattform für eine gewinnbringende Zusammenarbeit. Diese Leistungen verstehen wir als ZentralDIENSTE. f) Wettbewerb Als Gemeinschaftsunternehmen inhabergeführter bürowirtschaftlicher Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Funktionen im Bereich der Warenbeschaffung, Datenversorgung und Lösungsbereitstellung verstehen wir uns als der vorgelagerte Teil einer Wertschöpfungskette mit den uns angeschlossenen Unternehmen. Die strategische Ausrichtung der BÜRORING eG ist bislang wesentlich getragen von dem Gedanken der mit unseren Mitgliedern arbeitsteiligen Endkundenbetreuung. Dieses Modell gilt es weiterzuentwickeln, was die stärkere Übernahme endkundenbezogener Vertriebsaktivitäten durch den BÜRORING einschließt.g) Zinsänderungs-, Preisänderungs- und WechselkursrisikenLangfristige Kredite bestehen nicht, so dass hieraus Zinsänderungsrisiken nicht existieren. Wechselkurrisiken sind für uns nicht relevant. Preisänderungsrisiken sehen wir insbesondere im Bereich der Energie- und Logistikaufwendungen. g) Zusammenfassung Wir verstehen uns als Gemeinschaftsunternehmen inhabergeführter Handels- und Dienstleistungsunternehmen aus dem Bereich der Bürowirtschaft. Diese Branche unterliegt gerade seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 einem deutlichen Umbruch, wobei die schon zuvor beobachteten Trends durch die Pandemie an Geschwindigkeit zugenommen haben. Insofern liegen Risiken in der entsprechenden Wandlungsfähigkeit unserer Lieferanten und unserer Mitglieder, aber auch in unserer eigenen strategischen Ausrichtung. Die Erfahrung aus dem Jahr 2020, in welchem sich unsere Mitglieder Dank erheblichen Einsatzes der Inhaber als äußerst stabil und ohne erkennbare Liquiditätsengpässe darstellen konnten, lassen ein solides Geschäftsmodell erkennen. Die kritischsten Risiken liegen aus unserer Sicht in der Zahlungsfähigkeit unserer Mitglieder und der Liquiditäts-Ausstattung der Genossenschaft. Letzteres steht insbesondere in Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Mitgliedsunternehmen und dem sich hieraus ergebenden Anspruch auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens. 2. Chancenbericht Besondere Chancen sehen wir im systematischen Ausbau der Kooperation mit anderen Verbundgruppen. Dabei erlauben Unterschiede im Leistungsportfolio der kooperierenden Verbundgruppen die gegenseitige Nutzbarmachung der Leistungen auch den Mitgliedern der jeweils anderen Gruppe. Ein hoher Deckungsgrad der Kooperationspartner hinsichtlich ihrer Leistungen hingegen ermöglicht die gemeinsame Leistungserstellung zur Realisierung von Effizienzsteigerungen. Beide Ansätze verfolgen wir in der Absicht, ein Netzwerk zu schaffen und weiterzuentwickeln, von dem alle Teilnehmer gleichermaßen profitieren. Dieses Zielbild nennen wir seit 2023 NETWORK FOR WINNERS. IV. PrognoseberichtDas Unternehmen befindet sich in einer kritischen Liquiditäts- und Ertragsentwicklung, die eine Gefährdung des Bestandes des Unternehmens für die Zukunft nicht ausschließt. Das Unternehmen wirkt dem durch liquiditätssichernde, ertragssteigernde und kostensenkende Maßnahmen entgegen. Im Mittelpunkt der Prognose bzw. unserer Handlungen steht unsere quantitative Planung von Erfolg und Liquidität für das Geschäftsjahr 2024. Grundlage der Planung ist die "Zukunftsstrategie 24/27 für den neuen BÜRORING", die Aufsichtsrat und Vorstand im Frühjahr 2024 beschlossen haben. Wesentliche Elemente der Strategie sind: 1. Die Öffnung des BÜRORING gegenüber dem Markt; im Lager- wie im Ausschreibungsgeschäft. 2. Der Ausbau des Distributions-Geschäftes im Bereich der Technik. 3. Der forcierte Vertrieb unseres Online-Shops. 4. Die selektive Nutzung des Zentralfakturierungssystems der winwin. 5. Die Beschleunigung der Digitalisierung aller Prozesse. 6. Ein Relaunch von Marketing und Werbung. Die Umsetzung der Strategie erfolgt im Rahmen einer Ende 2023 vereinbarten Kooperation mit der winwin Office Network AG. Dies betrifft insbesondere die oben genannte selektive Nutzung des Zentralfakturierungssystems der winwin. Diese macht BÜRORING-Lieferanten im Zentralregulierungs- wie im Lagergeschäft bedarfsgerechte Kreditversicherungs-Deckungen zugänglich. Direkte Deckungen wurden im Jahr 2023 teilweise reduziert. Flankierend wird eine Umstrukturierung der Finanzierung mit Zielsetzung einer Erweiterung des Finanzierungsspielraums, einer Erhöhung der Fristenkongruenz der Finanzierung, einer Vertiefung der Kooperation von BÜRORING und winwin durch Nutzung auch der Finanzierungsangebote der winwin-Gruppe und einer Verringerung der Abhängigkeit von Einzelfinanzierern angestrebt. Zu diesem Zweck wurden mit Wirkung zum 01.08.2024 Sale and lease back-Transaktionen mit einer Laufzeit von 24 Monaten für Teile des immateriellen Anlagevermögens und des mobilen Sachanlagevermögens vereinbart. Aus den hieraus zugehenden liquiden Mitteln soll u.a. die bestehende Betriebsmittellinie unserer Hausbank vollständig abgelöst werden. Damit bestehen nach Umsetzung der Vereinbarungen Bankverbindlichkeiten nicht mehr. Die erfolgreiche Realisierung der von uns geplanten Maßnahmen erlaubt eine positive Fortführungsprognose. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Warenumschlag in der ZentralREGULIERUNG in Höhe von netto 58,7 Mio. Euro erwartet. Der Warenumschlag in der ZentralREGULIERUNG in 2023 lag bei netto 91,8 Mio. Euro (Plan: 105 Mio.). Aus dem ZentralLAGER erwarten wir einen Umsatz 2024 in Höhe von 25,2 Mio. Euro. Der Warenumschlag im Zen-tralLAGER in 2023 lag bei 29,6 Mio. Euro (Plan: 33 Mio. Euro). Die von uns aufgestellte Planung zeigt für das Geschäftsjahr 2024 trotz eines insgesamt rückläufigen Geschäftsvolumens eine nahezu ausgeglichene Ergebnissituation, was mit dem in 2024 erstmals ganzjährig wirksamen Übergang vom Bonus- zu einem Rückvergütungssystem in Zusammenhang steht. Nach der Planung 2024 wird der zur Verfügung stehende Finanzierungsrahmen temporär weitgehend ausgeschöpft. Das Jahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss von T€ 861,2 abgeschlossen (Plan: Jahresfehlbetrag T€ 459). Die positive Abweichung vom Plan ist insbesondere Ergebnis des Verkaufs zweier Immobilien sowie der Umstellung des Bonus- auf ein Rückvergütungssystem zur Jahresmitte.
Haan, 05.06.2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend hierzu waren die Bestimmungen des Genossenschaftsgesetzes zu beachten. Hierbei wurde die Annahme der Unternehmensfortführung unterstellt und der Jahresabschluss entsprechend aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Fortführungsgesichtspunkten (going concern). Bei der Gliederung der Bilanzposten "B. II. 2 Forderungen aus Zentralregulierung" und "C.3. Verbindlichkeiten aus Zentralregulierung" sowie die in der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Position "4.b) Aufwendungen für Zentralregulierung" wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB den Besonderheiten des Delkrederegeschäftes mit Zentralregulierung bei der Postenbezeichnung Rechnung getragen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
II. Angaben der auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze (§ 284 II Nr. 1 u. Nr. 3 HGB) Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Immaterielle Vermögensgegenstände und bewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Bewegliche Sachanlagen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Zugänge an geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro werden aus Vereinfachungsgründen gemäß § 6 II EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Es bestehen folgende Nutzungsdauern je nach Bilanzposition:
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sind mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Für empfangene Skonti und Boni wurde ein angemessener Abschlag vorgenommen. Ware mit verminderter Erlösfähigkeit wurde entsprechend abgewertet. Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Zentralregulierung enthaltenen latenten Risiken wird durch die Bildung einer angemessen dotierten Pauschalwertberichtigung in Höhe von 41.800,00 Euro (aus Lieferungen und Leistungen 6.000,00 Euro Vorjahr: 10.100,00 Euro und aus Zentralregulierung 35.800,00 Euro Vorjahr: 60.400,00 Euro) Rechnung getragen. Für risikobehaftete bzw. zweifelhafte Forderungen wurden in ausreichendem Maße Einzelwertberichtigungen gebildet. Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sind Forderungen im Wesentlichen aus dem Zentralregulierungs- und Delkrederegeschäft. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind Verbindlichkeiten aus dem Zentralregulierungs- und Delkrederegeschäft. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr betragen 120.048,00 Euro (Vorjahr 126.048 Euro). Diese sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Sicherheitsleistungen an Lieferanten von 120.000,00 Euro (Vorjahr 126.000 Euro). Bei den sonstigen Forderungen sind in Höhe von 209.213,54 Euro (Vorjahr: 170.584,68 Euro) Bonusforderungen enthalten. Des Weiteren sind hier Forderungen aus dem Verkauf von Immobilien enthalten. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben des Geschäftsjahres, die erst im Folgejahr einen Aufwand darstellen, abgegrenzt. Im Wesentlichen handelt es sich um Softwaregebühren, Wartungskosten sowie Versicherungsbeiträge betreffend das Jahr 2024. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet worden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Veränderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. Die Ergebnisrücklagen zeigen im Geschäftsjahr 2023 folgende Entwicklung (§ 337 Abs. 3 HGB):
III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erläuterungen zur Bilanz a) Darstellung des Anlagengitters (§ 268 Abs. 2 HGB) Zur Darstellung des Anlagengitters wird auf den nachfolgenden Anlagenspiegel hingewiesen. b) Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) 1.) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen wurden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Der zugrundeliegende Rententrend beträgt 1 %. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. Hierbei wurde der bei der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz auf Basis des aktuellen Zinsniveaus und des für die Ermittlung des Rechnungszinses vorgeschriebenen Verfahrens zum Bilanzstichtag fortentwickelt. Es wurde ein Rechnungszins von 1,82 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie vom 11. März 2016 wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt bei Anwendung des 7. Jahresdurchschnitts Euro 334,00 (Vorjahr: Euro 1.585,00). 2.) Sonstige Rückstellungen wurden gebildet für:
c) Verbindlichkeitenspiegel (§ 285 Nr. 1 a, 1 b, Nr. 2 HGB)
Zugunsten der Volksbank im Bergischen Land eG sind auf den Immobilien in Haan, Siemensstraße 7 und Dieselstraße 12-14 Grundschulden in Höhe von insgesamt 4.900.325,38 Euro eingetragen, so dass die gesamten Bankverbindlichkeiten in Höhe von Euro 2.073.098,82 Euro durch Grundschulden gesichert sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten 254.298,97 Euro Steuern (Vorjahr: 431.602,14 Euro). Davon sind die enthaltenen Umsatzsteuern 202.833,34 Euro (Vorjahr: 393.114,81 Euro) antizipativ. Es sind außerdem 6.213,10 Euro (Vorjahr: 2.390,92 Euro) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten. Des Weiteren sind hier 634.727,73 Euro (Vorjahr 1.562.260,17 Euro) Bonusverbindlichkeiten enthalten, die ebenfalls antizipativ sind. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf (§ 285 Nr. 4 HGB):
In der Position "Zinsen und ähnliche Erträge" sind Zinserträge ggü. verbundene Unternehmen in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr: 308,00 Euro) sowie ggü. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr: 747,08 Euro) enthalten. In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Zinsaufwendungen ggü. verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.458,34 Euro (Vorjahr: 2.395,83 Euro) enthalten (§ 275 Abs. 2 HGB). Ferner beinhaltet diese Position Zinsaufwendungen aus der Bewertung langfristiger Rückstellungen (Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) in Höhe von 948,00 Euro (Vorjahr: 1.397,00 Euro). In den Personalkosten sind Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von 29.302,37 Euro (Vorjahr: 31.678,42 Euro) enthalten (§ 275 Abs. 2 HGB). In den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" sind Sachbezugswerte in Höhe von 43.815,56 Euro (Vorjahr: 60.464,20 Euro) enthalten. Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung sind in Höhe von 147.917,36 Euro aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und in Höhe von 28.700 Euro aus der Auflösungen einer Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in der Position der sonstigen betrieblichen Erträge enthalten. Außerdem sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit 11.030,55 Euro enthalten. Weiterhin in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten Erträge aus einem Regressanspruch mit 30.000,00 Euro sowie Erträge aus dem Anlagenverkauf und hier insbesondere aus dem Verkauf der Immobilie Dieselstraße 12-14 mit insgesamt 985.291,77 Euro. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuführungen zu den Einzelwertberichtigungen in Höhe von 86.503,12 Euro ausgewiesen. IV. Sonstige Angaben a) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 268 Abs. 7 HGB) Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften, Kundenwechsel etc. b) Finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3, 3a, HGB)
c) Angaben zum zuständigen Prüfungsverband (§ 338 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Der zuständige Prüfungsverband ist: Genoverband e.V. Ludwig-Erhard-Allee 20, 40227 Düsseldorf d) Angaben zur Mitgliederbewegung (§ 338 Abs. 1 HGB)
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitgliedern verringerten sich im Geschäftsjahr um 80.679,00 Euro. Die Höhe eines Geschäftsanteils beträgt 1.000,00 Euro. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. e) Weitere Angaben 1.) Angaben der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres getrennt nach Gruppen (§ 285 Nr. 7 HGB)
2.) Beteiligungen an Gesellschaften (§ 285 Nr. 11 HGB) Die BÜRORING eG ist an folgenden Gesellschaften beteiligt: a.) BÜRORING Marketing-Center GmbH, Sitz der Gesellschaft ist in Haan Stammkapital beträgt 25.600,00 Euro weiteres Eigenkapital nicht vorhanden Beteiligungsquote beträgt 100 % Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt vor Ergebnisabführung 141.524,43 Euro b.) Büro Forum AG, Sitz der Gesellschaft ist in Haan Grundkapital beträgt 100.000,00 Euro Eigenkapital beträgt 131.846,79 Euro Beteiligungsquote beträgt 100 % Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt vor Ergebnisabführung 188.872,26 Euro c.) OfficeStar GmbH, Sitz der Gesellschaft ist in Haan Stammkapital beträgt 50.000,00 Euro Kapitalrücklage beträgt 80.000,00 Euro; Beteiligung wurde auf 0,00 Euro in 2022 abgewertet. Eigenkapital beträgt 93.270,80 Euro Beteiligungsquote beträgt 100% Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 896,42 Euro d.) PRISMA BÜRORING Service GmbH, Sitz der Gesellschaft ist in Haan Stammkapital beträgt 125.000,00 Euro Eigenkapital beträgt 310.570,22 Euro Beteiligungsquote beträgt 60% Ausschüttung in 2023 beträgt 0,00 Euro Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 129.802,19 Euro e.) PRISMA Fachhandels AG, Sitz der Gesellschaft ist in Haan Grundkapital beträgt 386.150,00 Euro Eigenkapital beträgt 2.885.363,10 Euro Beteiligungsquote beträgt 18,5 % Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 beträgt 372.231,39 Euro 3.) sonstige Pflichtangaben sowie Angaben zu Vergütungen a.) Angaben zum Vorstand und zum Aufsichtsrat (§ 338 Abs. 2 Nr. 2 HGB): Zu den Vorständen waren bzw. sind bestellt: Herr Frank Eismann, Kaufmann, 53547 Breitscheid (ab 01.01.2024) Herr Kai-Uwe Heuer, Kaufmann, 58089 Hagen Frau Ute Borgard, Steuerberaterin, 42781 Haan (ab 27.01.2023 bis 31.12.2023) Mitglieder des Aufsichtsrates waren bzw. sind: Herr André Rogge, Kaufmann, 27356 Rotenburg, (bis 12.05.2023) Herr Thomas Grzanna, Kaufmann, 08315 Lauter (Vorsitzender) Herr Carsten Voigt, 99198 Ollendorf (bis 31.12.2023) Frau Christine Hilbert-Wolff, 47805 Krefeld Herr Frank Mecklenbrauck, Kaufmann, 57080 Siegen Herr Bernd Vennewald, Kaufmann, 58239 Schwerte (ab 12.05.2023) Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an: Mitglieder des Vorstandes 0,00 Euro, Mitglieder des Aufsichtsrates 0,00 Euro. b.) Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB): Die Vermögens- und Ertrags-, wie die Finanz- und Liquiditätslage werden für 2023 als zufriedenstellend beurteilt. Das Unternehmen hat hierzu im Geschäftsjahr durch liquiditätssichernde und kostensenkende Maßnahmen beitragen können. U.a. wurden nicht betriebsnotwendige Immobilien veräußert und damit Anfang 2024 die beiden Darlehen bei der Volksbank im bergischen Land eG vollständig abgelöst. Gleichwohl befindet sich das Unternehmen in einer kritischen Liquiditäts- und Ertragsentwicklung, die eine Gefährdung des Bestandes des Unternehmens für die Zukunft nicht ausschließt. Diese Situation wollen wir durch die Umsetzung der im Frühjahr 2024 beschlossenen "Zukunftsstrategie 24/27 für den neuen BÜRORING" im Rahmen einer Ende 2023 vereinbarten Kooperation mit der winwin Office Network AG überwinden. Flankierend wird eine Umstrukturierung der Finanzierung mit Zielsetzung einer Erweiterung des Finanzierungsspielraums, einer Erhöhung der Fristenkongruenz der Finanzierung, einer Vertiefung der Kooperation von BÜRORING und winwin durch Nutzung auch der Finanzierungsangebote der winwin-Gruppe und einer Verringerung der Abhängigkeit von Einzelfinanzierern angestrebt. Zu diesem Zweck wurden mit Wirkung zum 01.08.2024 Sale and lease back-Transaktionen mit einer Laufzeit von 24 Monaten für Teile des immateriellen Anlagevermögens und des mobilen Sachanlagevermögens vereinbart. Aus den hieraus zugehenden liquiden Mitteln soll die bestehende Betriebsmittellinie unserer Hausbank abgelöst werden. Damit bestehen nach Umsetzung der Vereinbarungen Bankverbindlichkeiten nicht mehr. Die erfolgreiche Realisierung der von uns geplanten Maßnahmen erlaubt eine positive Fortführungsprognose. c.) Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB) Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss - nach den im Jahresabschluss mit EUR 173.000 ausgewiesenen Einstellungen in Rücklagen - (Bilanzgewinn) wie folgt zu verwenden: Vortrag auf neue Rechnung: 688.155,92.
Haan, den 05.06.2024 Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft, für in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung der BÜRORING eG.
Haan, den 21.06.2024 sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.06.2024 festgestellt. |
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