ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH

Rheinstraße 149, 56564 Neuwied, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 13755
Vorher
SAR Stahlservice GmbHArcelor Auto Processing Deutschland GmbH
Eingetragen
15.1.1999
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugErzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen
Gegenstand
die Erbringung von Serviceleistungen im Stahlbereich, die Bearbeitung von und der Handel mit Metallprodukten, insbesondere im Bereich der Erbringung von Leistungen einschließlich Veredelungsleistungen- im Zusammenhang mit der Kraftfahrzeugproduktion.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Kerk
seit 19.9.2025
Geschäftsführer
Prokura
Sven Dulisch
seit 28.3.2024
Prokura
Michael Nonn
seit 25.2.2022
Geschäftsführer
Rainer Billmaier
seit 12.8.2019
Prokura
Dirk Hessenkemper
seit 6.1.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Quadra International Services B.V.NLD
67.50%
ArcelorMittal S.A.LUX
22.50%
ArcelorMittal Downstream Solutions HoldingLUX
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
4.680.000 €
90.00%
Germany
520.000 €
10.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH

Neuwied

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH, Neuwied, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 29. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Burg, Wirtschaftsprüfer

Judt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 360.275,19 470
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.991.453,99 5.567
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.507.294,61 8.287
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.076.297,03 1.034
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.893.581,61 283
17.468.627,24 15.171
17.828.902,43 15.641
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.684.288,94 29.772
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 416.527,53 252 *
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.028.659,42 8.989 **
26.129.475,89 39.013
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 445.717,84 324
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.517.161,93 20.413
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.820.765,13 5.743
28.783.644,90 26.480
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.868,27 5
54.919.989,06 65.498
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.951,43 48
72.789.842,92 81.187

Passiva

31.12.2022
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.200.000,00 5.200
II. Kapitalrücklage 17.934.323,03 17.934
23.134.323,03 23.134
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.613.654,00 7.890
2. Sonstige Rückstellungen 3.391.646,49 6.337
12.005.300,49 14.227
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.146,85 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 399.918,44 949
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.140.541,42 42.264
4. Sonstige Verbindlichkeiten 89.612,69 613
davon aus Steuern EUR 766,55 (Vj. TEUR 2)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 66.540,50 (Vj. TEUR 159)
37.650.219,40 43.826
72.789.842,92 81.187

* Vorjahreswert laut Prüfungsbericht: EUR 0,00; wurde angepasst.
** Vorjahreswert laut Prüfungsbericht: EUR 9.241; wurde angepasst.

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2022
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 352.539.660,59 247.093
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.203.625,22 -3.627
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.117.463,40 278
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 3.121,10 (Vj. TEUR 1)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 323.982.128,05 214.801
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 67.743,90 112
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.606.933,76 4.764
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.555.437,75 1.181
davon für Altersversorgung EUR 801.004,24 (Vj. TEUR 381)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.417.101,23 2.232
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.135.382,41 13.863
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 304,89 (Vj. TEUR 1)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.374,46 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 289.106,86 643
davon an verbundene Unternehmen EUR 48.276,72 (Vj. TEUR 0)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 240.747,00 (Vj. TEUR 626)
10. Ergebnis nach Steuern 9.809.289,71 6.148
11. Sonstige Steuern 98.290,11 80
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 9.710.999,60 6.068
13. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH, Neuwied
(Amtsgericht Montabaur; HRB 13755)

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Folgenden aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden entgeltlich erworben und sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen.

Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:

Jahre
Gebäude 25
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten einen Betrag von EUR 250,00 nicht übersteigen, werden direkt aufwandswirksam verrechnet. Geringwertige bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 werden als Zugang erfasst und zugleich vollständig abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

3. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten (Einzelfeststellung zu Einstandspreisen) unter Beachtung des Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag angesetzt.

Darüber hinaus werden Alterswertabschläge in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu ihren Nennwerten aktiviert. Erkennbare Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Rückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages erfolgte nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens. Dabei wurden unverändert zum Vorjahr Gehaltssteigerungen mit 2 % p.a. und eine jährliche Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze mit 2 % berücksichtigt. Einzelfallabhängig wird eine jährliche Rentenanpassung von 1,00% - 2,20 % berücksichtigt. Es wurden zudem die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Der Rechnungszinssatz basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %), der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,45 %, Vorjahr: 1,35 %) beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 424 (Vorjahr: TEUR 613).

Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Jubiläen werden ebenfalls nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung einer jährlichen Gehaltssteigerung von unverändert 2 % sowie einer jährlichen Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze mit 2 % und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gebildet. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %).

Effekte aus der Änderung von Abzinsungssätzen werden im Zinsergebnis unter den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Übrigen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

9. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Laufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungserstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten Sonstige betriebliche Erträge bzw. Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

10. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens haben wir in dem Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Vorräte

Das Vorratsvermögen ist signifikant um TEUR 12.884 auf TEUR 26.129 um 33,0 % gesunken, wobei der Rückgang im Wesentlichen mengenbedingt ist.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 23.979 (Vorjahr: TEUR 19.437) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 2.538 (Vorjahr: TEUR 976) aus Guthaben bei der konzerneigenen Finanzierungsgesellschaft ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 778; Vorjahr: TEUR 982), Bonusverpflichtungen und noch zu erstellende Gutschriften aufgrund von Preiskorrekturen (TEUR 668; Vorjahr: TEUR 610) sowie ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 1.946; Vorjahr: TEUR 4.771).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 27.430 (Vorjahr: TEUR 36.196) Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 6.068) die Verpflichtung zur Gewinnabführung.

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 6.068) auf die Gesellschafterin. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

7. Haftungsverhältnisse

Es bestehen derzeit keine Haftungsverhältnisse.

8. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen keine Geschäfte, die in der Bilanz nicht enthalten sind.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 854 davon sind TEUR 272 in 2024 und TEUR 582 in Folgejahren fällig.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich wie folgt:

2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Inland 321.310 228.443
Ausland 31.230 18.650
352.540 247.093

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen mit Spaltbändern erzielt. Die Belieferung von Automobilherstellern und Automobilzulieferern erfolgt dabei überwiegend über die ArcelorMittal Flat Carbon Europe S.A., Luxemburg/Luxemburg.

Die Umsatzerlöse im Vorjahr enthielten Erträge aus erbrachten Personal- und sonstigen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 2.276. Im Berichtsjahr sind dieselben Erträge unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Wertaufholung von in Vorjahren abgeschriebenem Sachanlagevermögen (TEUR 2.319; Vorjahr: TEUR 0), Erträge aus Weiterbelastungen (TEUR 2.471; Vorjahr: TEUR 2.314), geldwertem Vorteil (TEUR 146; Vorjahr: TEUR 126) sowie periodenfremde Erträge (TEUR 110; Vorjahr: TEUR 93). Die Erträge aus Weiterbelastungen werden anders als im Vorjahr unter sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese in Höhe von TEUR 2.314 noch unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Ausgangsfrachten (TEUR 9.558; Vorjahr: TEUR 6.998), Aufwendungen für Distribution und Logistik (TEUR 2.488; Vorjahr: TEUR 2.088) sowie KonzernLeistungsverrechnung (TEUR 1.188; Vorjahr: TEUR 1.545).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 59).

V. Sonstige Angaben

1. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 74 (Vorjahr: 83) Mitarbeiter.

Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:

2022 Vorjahr
Angestellte 47 50
Gewerbliche Arbeitnehmer 27 33
74 83
Auszubildende 5 1
79 84

2. Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 22 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

3. Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern sind bzw. waren bestellt:

Herr Michael Nonn, Dernau, (COO Cluster Germany) seit 17.01.2022

Herr Nicolas Rodriguez, Rollingen, Luxemburg, (CEO Cluster Industry Germany/Flanders) bis 18.01.2024

Herr Jean Marc Philippe Butin, Marly, Frankreich, (CEO SSC Europe) seit 18.01.2024

Herr Rodriguez bezieht von der Gesellschaft kein Gehalt. Auf die Angabe des Gehalts von Herrn Nonn wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Gewinn in Höhe von TEUR 9.711 an die ArcelorMittal Berlin Holding GmbH, Berlin, abgeführt.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Herr Nicolas Rodriguez ist zum 18.01.2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Herr Jean Marc Phillipe Butin ist mit Wirkung ab dem 18.01.2024 zum neuen Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt worden.

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

6. Konzernabschluss und Mutterunternehmen

Die Anteile an der ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH, Neuwied, werden zu 90 % von der ArcelorMittal Berlin Holding GmbH, Berlin, gehalten. Die restlichen Geschäftsanteile (10 %) hält die TE Beta Zweite GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der ArcelorMittal S.A., Luxemburg/Luxemburg. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der ArcelorMittal S.A., Luxemburg/Luxemburg, und ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen und wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A., Luxemburg/Luxemburg, einbezogen.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 24-26, Boulevard d'Avranches, 1160 Luxemburg. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der SEC in Washington, USA, unter der Register Nr. CIK 000124349 veröffentlicht. Darüber hinaus wird eine englische Fassung des Konzernabschlusses im Unternehmensregister bekannt gemacht.

 

Neuwied, den 22. Mai 2024

ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Michael Nonn, Geschäftsführer

Jean Marc Philippe Butin, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 802.421,96 0,00 6.283,76 0,00 796.138,20
802.421,96 0,00 6.283,76 0,00 796.138,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.071.763,25 0,00 0,00 -39.416,66 20.032.346,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.399.833,61 246.892,28 0,00 2.542.065,50 28.188.791,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.570.810,46 189.360,90 25.881,08 55.192,69 3.789.482,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.602.009,89 1.849.413,25 0,00 -2.557.841,53 1.893.581,61
51.644.417,21 2.285.666,43 25.881,08 0,00 53.904.202,56
52.446.839,17 2.285.666,43 32.164,84 0,00 54.700.340,76
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 332.008,71 110.138,06 6.283,76 0,00 0,00 435.863,01
332.008,71 110.138,06 6.283,76 0,00 0,00 435.863,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.504.689,91 575.619,35 0,00 0,00 -39.416,66 15.040.892,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.112.668,87 1.531.735,74 0,00 0,00 37.092,17 18.681.496,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.537.134,45 199.608,08 25.881,08 0,00 2.324,49 2.713.185,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.318.998,00 0,00 0,00 -2.318.998,00 0,00 0,00
36.473.491,23 2.306.963,17 25.881,08 -2.318.998,00 0,00 36.435.575,32
36.805.499,94 2.417.101,23 32.164,84 -2.318.998,00 0,00 36.871.438,33
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 360.275,19 470.413,25
360.275,19 470.413,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.991.453,99 5.567.073,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.507.294,61 8.287.164,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.076.297,03 1.033.676,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.893.581,61 283.011,89
17.468.627,24 15.170.925,98
17.828.902,43 15.641.339,23

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1

Die russische Invasion am 24. Februar 2022 in der Ukraine und damit der Beginn des Ukraine-Krieges löste weltweit einen inflationären Schock an den Weltwirtschaftsmärkten aus und beeinflusste auch die Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft im Jahr 2022 massiv. Im Besonderen die damit verbundenen Energiepreiserhöhungen, verschärfte Material- und Lieferengpässe, stark steigende Preise im Nahrungsmittelsektor sowie Fachkräftemangel belasteten die Wirtschaft. Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Schutzmaßnahmen wurden im Frühjahr 2022 weitestgehend aufgehoben. Die daraus resultierenden Entlastungen für den Staatshaushalt wurden jedoch durch neue, in Folge des Ukraine-Krieges entstandene, Belastungen überschattet. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen erholte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt im Jahr 2022 etwas.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt um 0,7 % höher als im Vergleich zum Jahr 2019 vor Beginn der Corona Pandemie.

Preis- und kalenderbereinigt lagen die Wachstumsraten in 2022 bei +1,9 % im Vergleich zu den Wachstumsraten der Vorjahre 2020: -3,7 % (preis- und kalenderbereinigt: -4,1 %) und 2021: +2,6 % (preis- und kalenderbereinigt: +2,6 %).

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes entwickelten sich die Wirtschaftszweige sehr unterschiedlich im Berichtsjahr. Die Wirtschaftsbereiche Verkehr, Gastgewerbe sowie einige Dienstleistungsbereiche profitierten vor allem von Nachholeffekten aus dem Wegfall fast aller Corona-Schutzmaßnahmen mit einem Plus von zusammengefasst 4,0 % (Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe). Besonders die Kreativ- und Unterhaltungsbranche mit einem Wachstum von +6,3 % konnte besonders stark zulegen. Das Baugewerbe dagegen musste mit -2,3 % aufgrund zunehmenden Material- und Fachkräftemangel, hohen Baukosten und schlechter werdenden Finanzierungsbedingungen einen deutlichen Rückgang verzeichnen. Im verarbeitenden Gewerbe stagnierte das Wachstum nahezu mit +0,2 %. Ursächlich hierfür waren anhaltende gestörte Lieferketten und massive Energiepreiserhöhungen in Folge des Ukraine-Krieges.

Auch auf der Verwendungsseite waren die Nachholeffekte aus den auslaufenden Corona-Schutzmaßnahmen deutlich spürbar. Vor allem die privaten Konsumausgaben erreichten nahezu Vorkrisenniveau und stützten die deutsche Wirtschaft hier mit preisbereinigt +4,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Konsumausgaben des Staates stiegen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nur um +1,1 %. Positive Effekte entstanden unter anderem durch gesunkene staatliche Ausgaben für Corona-Schutzmaßnahmen. Gegenläufig stiegen jedoch die Ausgaben des Staates in Folge des Ukraine-Krieges unter anderem durch Unterbringung und Verpflegung der zahlreichenden Schutzsuchenden. Steigende Bauzinsen, hohe Baukosten, Fachkräfte- und Materialmangel führten zu Auftragsstornierungen bei gewerblichen und privaten Bauvorhaben. Die Bauinvestitionen sanken daher im Jahr 2022 preisbereinigt um -1,6 %.

1 Vgl.: Statistisches Bundesamt 2023: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Bruttoinlandsprodukt - Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023 - Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9% gestiegen - "Deutsche Wirtschaft erholt sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen"; Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt für Deutschland 2022 - "Statement zur Pressekonferenz am 13. Januar 2023 in Berlin"; Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 071 vom 24. Februar 2023 - "Staatsfinanzen: 101,3 Milliarden Euro Defizit im Jahr 2022"; Statistisches Bundesamt: Europa in Zahlen - Wirtschaft und Finanzen

Der Mangel and Mikro-Chips für die Automobilindustrie zwang die OEM zu Produktionsdrosselungen, die sich erst im Laufe des Jahres abmilderten.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg in 2022 um +1,3 %. Neben steigender inländischer Erwerbsbeteiligung durch insbesondere weibliche und ältere Erwerbspersonen trug auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu dem Anstieg bei. Der Beschäftigungszuwachs entfällt fast ausschließlich auf den Dienstleistungsbereich und hier insbesondere auf die Bereiche Information und Kommunikation mit +4,9 %, Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +1,8 % und Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +1,6 %.

Nach den Finanzierungsdefiziten von Mrd. EUR 132,5 im Jahr 2021 und Mrd. EUR 145,2 im Jahr 2020 beendete der deutsche Staatshaushalt das Jahr 2022 erneut mit einem Finanzierungsdefizit von Mrd. EUR 101,3. Das ergibt gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 eine im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich niedrigere Defizitquote von 2,6 % für den Staat. Die, zurzeit ausgesetzte, im Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU vereinbarte Marke für Haushaltsdefizite von 3 % wurde damit erstmalig seit drei Jahren wieder erreicht.

Im europäischen Vergleich fällt das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021 voraussichtlich geringer aus als in anderen europäischen Staaten. Betrachtet man alle 27 Länder der Europäischen Union (EU 27 - ohne Vereinigtes Königreich), wird von einem Wirtschaftswachstum für 2022 von + 3,5 % ausgegangen. Deutschland lag damit mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von + 1,8 % deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.

2. Entwicklung des Stahlmarkts 2

Die Rohstahlproduktion in Deutschland sank im Jahr 2022 und lag, mit Ausnahme des Corona Jahres 2020, mit 36,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 40,1 Mio. Tonnen) auf dem niedrigsten Wert seit 2009.

Der Lagerabsatz des deutschen Stahlhandels betrug in diesem Jahr 9,9 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 0,72 Mio. Tonnen bzw. -6,8 %.

Die Absatzrückgänge entfallen auf nahezu alle Produktbereiche. Am deutlichsten waren diese in den Produktbereichen Quartobleche (-13,5 %), Formstahl (-10,5 %), den oberflächlich veredelten Blechen (-9,1 %) und sonstigen (-25,5 %) zu verzeichnen. Lediglich die Produktbereiche Bandstahl mit +10,0 % und Betonstahl mit +3,8 % entwickelten sich positiv.

Die Lagerbestände lagen wie im Vorjahr das gesamte Jahr 2022 über auf einem relativ niedrigen Niveau von durchschnittlich 2,18 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,03 Mio. Tonnen). Die durchschnittliche Lagerreichweite lag im selben Betrachtungszeitraum durchschnittlich bei 2,7 Monaten (Vorjahr: 2,3 Monate).

Nachdem die Weltmarktpreise zum Jahresende 2021 verbreitet gefallen sind und eine Normalisierung der Angebots- und Nachfragesituation zu Jahresbeginn 2022 zu beobachten war, hat der Angriffskrieg in der Ukraine im Februar 2022 dem Stahlmarkt kurzzeitig einen neuen Preisschock versetzt. Anders als im Vorjahr war dies jedoch nicht auf Güterknappheit zurückzuführen, sondern auf die durch den Kriegsausbruch entstandenen Unsicherheiten und kurzfristigen Versorgungslücken. Diese können durch andere Quellen auf dem Weltmarkt mittelfristig kompensiert werden. Konjunkturbedingt sanken die Auftragseingänge im weiteren Verlauf des Jahres, und die schwindende Nachfrage ließ die Weltmarktpreise zum Jahresende hin wieder fallen.

2 Vgl.: Wirtschaftsvereinigung Stahl - Medieninformation - Rohstahlproduktion in Deutschland - Jahresbilanz 2022 vom 23. Januar 2023; Bundesverband Deutscher Stahlhandel 2022: Stahlhandelsstatistik Dezember 2022 Deutschland

3. Grundlagen der Gesellschaft

Unsere Gesellschaft, die ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH, Neuwied, (AMAP Deutschland) ist im ArcelorMittal-Konzern der Sektion Automobil zugeordnet und fungiert als Stahl-Service-Center. Sie stellt Spaltbänder und Formplatinen für die Automobilindustrie und die Automobilzulieferindustrie her, die sie im Wesentlichen über die ArcelorMittal Flat Carbon Europe S.A., Luxemburg/Luxemburg, beliefert. Die zur Verarbeitung notwendigen Vormaterialien werden ebenfalls über die ArcelorMittal-Gruppe bezogen. Die Gesellschaft fertigt ausschließlich auftragsgebunden. Die Gesellschaft betreibt ihren Geschäftsbetrieb auf eigenem Grund und Boden am Sitz der Gesellschaft in Neuwied.

4. Geschäftsentwicklung

Der Umsatz ist von TEUR 247.093 auf TEUR 352.540 angestiegen. Das EBITDA ist mit TEUR 12.513 um TEUR 3.490 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist um TEUR 8.397 bzw. 10 % gesunken und beträgt TEUR 72.790. Im Wesentlichen haben die folgenden Veränderungen zur Veränderung der Bilanzsumme beigetragen: Die Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 2.188 resultiert aus Investitionen in Höhe von TEUR 2.286 und Zuschreibungen in Höhe von TEUR 2.319, denen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.417 gegenüberstehen. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr erheblich um TEUR 12.884 gesunken. Dies resultiert aus einem Mengeneffekt von TEUR 19.862 (Rückgang der Bestandsgesamttonnage um 50,9 % von 47.284 t auf 23.211 t). Demgegenüber steht ein positiver Preiseffekt von TEUR 6.978 - der durchschnittliche Bestandswert stieg um 36% von 825 EUR/t auf 1.125 EUR/t. In Erwartung des sich Ende 2021 für 2022 abzeichnenden Preisanstiegs sind die Vorräte damals durch vorzeitige Entnahmen aus dem Konsignationslager erhöht worden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 26.517 (Vorjahr: TEUR 20.413) und entfallen mit TEUR 23.979 (Vorjahr: TEUR 19.437) auf Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen preisbedingt. Darüber hinaus bestehen Cash-Pool-Guthaben bei der konzerneigenen Finanzierungsgesellschaft ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, in Höhe von TEUR 2.538 (Vorjahr: TEUR 976). Zu dem Anstieg des Cash-Pool-Saldos als Teil des Finanzmittelfonds verweisen wir auf die Erläuterungen zur Finanzlage im nachfolgenden Abschnitt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 3.922 auf TEUR 1.821 gesunken. Auf der Passivseite der Bilanz sind zugleich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 2.945 auf TEUR 3.392 gesunken. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um TEUR 2.825 von TEUR 4.771 auf TEUR 1.946.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen von TEUR 42.264 um TEUR 5.123 auf TEUR 37.141 ergibt sich zum überwiegenden Teil aus den niedrigeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -8.766). Dahinter steckt, dass sich der Beschaffungsmarkt vor dem Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr wieder normalisiert hat. Darüber hinaus hat der Ausweis der diesjährigen Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 6.068) den Rückgang zum Teil kompensiert.

Unsere Gesellschaft nimmt am Cash-Management der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, teil, wodurch ihr jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung steht. Daneben besteht eine nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinie bei einem Kreditinstitut in Höhe von TEUR 255. Der aus liquiden Mitteln und Cash-Pool-Forderungen bestehende Finanzmittelfonds ist von TEUR 981 im Vorjahr auf 2.545 TEUR gestiegen.

2. Ertragslage

Der Gewinn vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 9.711. Die Ergebnisverbesserung um TEUR 3.643 ist insbesondere auf die folgenden Veränderungen zurückzuführen: Die Umsatzerlöse aus dem Stahlhandel sind um TEUR 105.447 bzw. 42,6 % auf TEUR 352.540 gestiegen. Die preisbedingte Umsatzsteigerung beträgt TEUR 119.311. Die Absatzmenge liegt mit 278.951 t um 5,6 % bzw. 16.464 t unter dem Vorjahreswert. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Tonne lag um rd. EUR 431/t bzw. 51,2 % über dem Vorjahreswert. Die mit den Kunden im Regelfall abgeschlossenen Jahresverträge wurden im Januar bzw. im April 2022 an das schon im 2. Halbjahr 2021 deutlich gestiegene Stahlpreisniveau angepasst. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung - Materialaufwand) ist um TEUR 3.140 auf TEUR 31.693 gestiegen. Die Rohertragsmarge (Anteil des Rohertrags an der Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) hat sich von 11,6 % auf 9,0 % vermindert. Trotz einer von durchschnittlich 83 auf 74 Personen gesunkenen Mitarbeiterzahl ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 5.945 auf TEUR 6.162 gestiegen, was im Wesentlichen auf die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen zurückzuführen ist. Ursächlich für die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 4.272 bzw. 30,8 % sind hauptsächlich die infolge höherer Frachtraten um TEUR 2.560 gestiegenen Ausgangsfrachten, die höheren Verpackungskosten (TEUR 650; Vorjahr: TEUR 234) und die um TEUR 368 gestiegenen Aufwendungen für Distribution und Logistik (TEUR 2.456; Vorjahr: TEUR 2.088). Des Weiteren gibt es nennenswerte Anstiege bei den Beratungskosten (um TEUR 272 von Vorjahr TEUR 102 auf TEUR 374) sowie den Kosten für Leiharbeitern (um TEUR 268 von Vorjahr TEUR 30 auf TEUR 298).

Das EBITDA beträgt TEUR 12.414 und liegt damit aufgrund der vorstehend erläuterten Entwicklung deutlich über dem Vorjahreswert (TEUR 9.023).

3. Investitionen

Im Berichtsjahr betrugen die Investitionen in das Anlagevermögen TEUR 2.286 (Vorjahr: TEUR 552), die im Wesentlichen auf Anlagen im Bau entfielen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung unseres Unternehmens werden insbesondere die im Folgenden genannten finanziellen Leistungsindikatoren verwendet.

Vergleich Plan-Ist

2022 Abweichung Plan-Ist
Plan Ist Absolut %
Umsatz (Mio. EUR) 435,0 352,5 -82,4 -19,0 %
EBITDA (Mio. EUR) 19,6 12,5 -7,1 -36,6 %

EBITDA = Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (Jahresergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern, Anlagen- und Goodwill-Abschreibungen)

Der tatsächliche Umsatz lag unter dem Planwert, da sowohl das tatsächliche Absatzvolumen als auch die durchschnittlichen Absatzpreise, die in der Planung zugrunde gelegten Werte nicht ganz erreichten.

Die gegenüber der Planung negative EBITDA-Entwicklung basiert hauptsächlich auf der oben genannten Umsatzabweichung. Die mit den Kunden im Regelfall abgeschlossenen Jahresverträge wurden im Januar bzw. im April 2022 an das seit Mitte des Jahres 2021 steigende Stahlpreisniveau angepasst, wobei diese Anpassungen insgesamt etwas ungünstiger ausfielen als in der Unternehmensplanung prognostiziert.

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Gesellschaft bzw. der finanziellen Leistungsindikatoren insgesamt als zufriedenstellend.

Zu ausführlicheren Erläuterungen der Entwicklung der Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr verweisen wir auf die Ausführungen in den Abschnitten und B.2 Ertragslage.

5. Personal

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist von 83 im Vorjahr auf 74 im Jahr 2022 gesunken.

6. Umweltschutz

Es bestehen keine besonderen Umweltschutzauflagen. Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten.

C. Risikomanagement

Die AMAP Deutschland verfügt über eine Reihe von Überwachungs- und Kontrollinstrumenten. Hierzu gehören neben dem revolvierenden Planungsprozess und dem konzernweiten monatlichen Reporting-System die konzernweit geltenden Richtlinien der ArcelorMittal-Gruppe (z.B. BFR). Anhand allgemeiner und geschäftsspezifischer Kennzahlen werden die kritischen Erfolgsfaktoren im Zeitablauf beobachtet, um so frühzeitig Fehlentwicklungen zu begegnen und zeitnah Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Der Geschäftsführung sind keine Sachverhalte bekannt, aus denen sich bestandsgefährdende Risiken ergeben könnten.

Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass sich durch eine hohe Abhängigkeit im Bereich der Rohstoff-Zulieferungen (Erz, Kohle, Öl) Kapazitätsrisiken in der Beschaffung sowie branchenweite Risiken aus Volatilitäten der Rohstoffpreise ergeben können. Erschwerend für die Rohstoffversorgung der Stahlindustrie ist auch die zunehmende Anzahl von Handelshemmnissen, insbesondere Exportbeschränkungen von beherrschenden Marktakteuren. Durch die strategische Rohstoffsicherungspolitik einzelner Länder entstehen somit weitreichende Wettbewerbsverzerrungen auf dem internationalen Stahlmarkt. Derzeit sind Handelshemmnisse, etwa im Bereich Stahlschrott, in mehr als 20 Ländern in Kraft. Dies hat zur Folge, dass der freie Zugang zu Rohstoffen spürbar eingeschränkt ist und die Verzerrungen im Wettbewerb deutlich zunehmen.

Preisänderungsrisiken bestehen für die Gesellschaft in einem im Vergleich zu sonstigen Marktteilnehmern reduzierten Umfang, was auf die Einbindung in die Ein- und Verkaufsorganisation des ArcelorMittal-Konzerns zurückzuführen ist.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken bestehen für die Gesellschaft nicht, da diese durch die Einbindung in das Konzern-Cash-Pooling abgedeckt werden. Weiteren Risiken begegnen wir durch permanente Überwachung im Rahmen unseres Risikomanagements.

Im Absatz- und Beschaffungsbereich ergeben sich gegenwärtig keine wesentlichen Beeinträchtigungen infolge der Covid-19-Pandemie, wobei abzuwarten bleibt, wie sich die Pandemie in China entwickelt. Die Risiken sind die mögliche Beeinträchtigung der Solvenz unserer Kunden sowie Beeinträchtigungen der bestehenden Lieferketten infolge von Lockdownmaßnahmen.

D. Ausblick 3 sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Nach den durch die Coronakrise stark belasteten Jahren 2020 und 2021 folgte in 2022 die Energiekrise in Folge des Ausbruch des Ukrainekrieges im Februar 2022. Drastisch steigende Rohstoffpreise sowie auch stark steigende Preise für Nahrungsmittel und vor allem Energie belasteten die Realeinkommen der Verbraucher. Als Reaktion auf die Energiekrise versuchte Deutschland sich unabhängig von russischem Erdgas aufzustellen sowie die Kaufkraft der privaten Haushalte zu schützen und schnürte dazu mehrere Maßnahmenpakete. Hierzu zählten neben der Energiepreispauschale (EPP) und Appellen an private Haushalte zur Reduzierung der Energiemengen auf der Verwendungsseite auch der Ausbau der Infrastruktur zu Gasbeförderung aus dem Nordwesten Europas zur Energiemengenstabilisierung auf der Beschaffungsseite. Tariflohnanhebungen sowie Auszahlungen von Kinderboni und Inflationsprämien erhöhten zwar die Reallohneinkommen und stärken die Konsumausgaben der privaten Haushalte, werden jedoch real fast vollständig von der Inflation kompensiert.

Im Zuge der Nachwirkungen der erheblichen Kaufkraftverluste als Folge der vorgenannten massiven Energie-und Nahrungsmittelpreisanstiege, der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, der Inflation und anhaltenden geopolitischen Krisen in Nahost stellte sich die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage auch zum Jahreswechsel 2023/24 weiterhin sehr schwach dar. Vorangegangene Prognosen bestätigten sich und die Wirtschaftsleistung sank im Jahr 2023 erwartungsgemäß um - 0,3 %.

Auch weiterhin wird lediglich von einer schwachen Erholung der Wirtschaftsleistung in Deutschland ausgegangen. So rechnet das ifo Institut gemäß aktuellen Prognosen, hauptursächlich aufgrund der Sparpläne der Bundesregierung, für 2024 mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 0,7 %.

3 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Klima: Konjunktur und Wirtschaft - Anhaltende wirtschaftliche Schwächen im Winterhalbjahr 2023/24; ifo Institut: Pressemitteilung vom 24. Januar 2024 - ifo Institut kappt Wachstumsprognose für 2024 auf 0,7 %; statista.de: Konjunktur und Wirtschaft - Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 2014 bis 2023 und Prognose der Bundesregierung bis 2025; HWWI: HWWI Konjunkturprognose Deutschland, Winter 2023; Bundesministerium für Wirtschaft und Klima: Konjunktur und Wirtschaft - Jahresprojektion der Bundesregierung; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Jahresgutachten 2023/2024 - Konjunkturerholung verzögert sich; Europäische Kommission: Pressemitteilung vom 15. Februar 2024 - Winterprognose 2024: Wirtschaft in der EU wächst langsamer als erwartet, Inflation sinkt schneller.

Die deutsche Bundesregierung korrigierte die Wachstumsprognosen für 2024 und 2025 im Vergleich zur Herbstprognose 2023 im Februar 2024 nach unten und rechnet aktuell mit einem Wirtschaftswachstum von +0,2 % für 2024 und +1,0 % für 2025. Das HWWI (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut) geht zurzeit von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von +0,5 % für 2024 und +1,0 % für 2025 aus. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet laut seinem letzten Gutachten mit einem Wachstum von +0,7 % für 2024.

Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum in der EU von + 0,9 % für 2024 und + 1,7 % für 2025 sowie für den Europäischen Währungsraum mit Wachstumsraten in Höhe von + 0,8 % für 2024 und + 1,5 % für 2025.

Die Geschäftsleitung der AMAP Deutschland sieht als wesentliche Chance für eine positive Unternehmensentwicklung die Einbindung in den ArcelorMittal-Konzern, insbesondere in den Bereichen Beschaffung, Konzernfinanzierung und der Nutzung des Namens und des Logos des ArcelorMittal-Konzerns. Im Budget 2024 sind 265.010 Tonnen Absatz bei einem Umsatz von 283 MEUR und einem EBITDA von 1,8 MEUR geplant.

Darüber hinaus sehen wir grundsätzlich Chancen in der Automobilkonjunktur in Deutschland. Insbesondere durch den Druck auf die Automobilindustrie, den CO 2 -Ausstoß merklich zu reduzieren, wird immer stärker auf eine Gewichtsreduzierung im Bereich der Karosserie hingearbeitet. Dies ist nur unter Verwendung von hochfesten Stählen zu erreichen, und in diesem Marktsegment hat ArcelorMittal eine gute Position. Insbesondere mit den Anlagen in Neuwied, die hochfeste Güten verarbeiten können, gibt es gute Chancen, die Marktpositionen mit einer höheren Wertschöpfung wiederum auszubauen.

Die steigende Nachfrage nach CO 2 -armen Stählen begleitet ArcelorMittal mit dem Produkt XCARB, welches eine CO 2 -neutrale Lösung für den Markt in allen Kundensegmenten bietet.

Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass sowohl die Diskussion über Abgasproblematik bei Dieselmotoren, die schwierige Transformation in der Elektromobilität, die Sanktionen gegen Russland als auch die Verhängung von Einfuhrzöllen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu erheblichen Belastungen in den Branchen - wie auch in der volkswirtschaftlichen Gesamtentwicklung - führten bzw. auch noch führen können.

Ebenso führen die stark gestiegenen Energiekosten, die bisher bei der AMAP durch langfristige Verträge abgemildert werden konnten, zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber anderen Staaten.

Hier werden auch politische Entscheidungen auf nationaler und EU-Ebene die möglichen Auswirkungen beeinflussen.

 

Neuwied, den 22. Mai 2024

ArcelorMittal Auto Processing Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Michael Nonn, Geschäftsführer

Jean Marc Philippe Butin, Geschäftsführer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 31.05.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2022 festgestellt

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