MIBO 2 Projektgesellschaft mbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Bartikowsky seit 17.2.2025 | Prokura |
Julia Schönebeck seit 2.10.2024 | Prokura |
Marco Müller seit 9.9.2020 | Geschäftsführer |
Detlef Sager seit 14.1.2019 | Prokura |
Yildiray Eyidogan seit 13.8.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 35.00% | |
| 25.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GEwerk GmbHBielefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die GEwerk GmbH ist ein 2018 gegründetes, inhabergeführtes und mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Bielefeld (Ostwestfalen). Sie ist Teil des Netzwerkes der Beteiligungsgesellschaft MIBO GmbH, zu der eine Reihe von Gesellschaften aus der Immobilienwirtschaft gehören. Die GEwerk GmbH ist ausschließlich im Bundesgebiet als Generalunternehmer tätig. Generalunternehmer ist die Bezeichnung für ein Unternehmen der Bauwirtschaft, das vom Auftraggeber mit der Durchführung (z.B. schlüsselfertige Erstellung) eines Projektes beauftragt wird. Als solcher nimmt er eine zentrale Rolle ein und erbringt im Wesentlichen die Koordination und Optimierung dieser Leistungen. Als Generalunternehmen verbinden wir die Leistungsabläufe auf der Baustelle zu einem einheitlichen Produktionsprozess und sorgen für die fachliche und terminliche Integration von Planungsergebnissen und Kundenwünschen. Entsprechend unserem Verständnis von Qualität und Zuverlässigkeit legen wir großen Wert auf die Auswahl unserer Nachunternehmer und Lieferanten. Zur Gewährleistung dieser Standards überwachen unsere Projekt-, Bau- und Baustellenmanager die Prozesse vor Ort. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im gewerblichen Hochbau. Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus Planungsaufträgen für vorbereitende Tätigkeiten zur Platzierung des Generalunternehmervertrages, Projektsteuerungsfunktionen, schlüsselfertigen Projekten der Pflege-/ Wohnwirtschaft und der Logistikwirtschaft zusammen. Hierdurch ist eine branchenunabhängige Vielfalt gewährleistet. Derzeit gibt es keine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr 2022 um 0,3 % gesunken. 1 2. Branchenentwicklung Die konjunkturelle Entwicklung im Bauhauptgewerbe verzeichnete 2023 einen nominalen Umsatzanstieg von 1,3 % auf etwa 162,6 Mrd. €, jedoch einen realen Verlust von ca. 5 %. Diese Tendenz setzt sich voraussichtlich 2024 fort, mit einem prognostizierten realen Umsatzrückgang von 3 % und einem erwarteten Beschäftigungsrückgang von bis zu 30.000 auf etwa 900.000 Beschäftigte. Die Umsatzentwicklung war in verschiedenen Unternehmensgrößen und Bausparten uneinheitlich. Während Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten einen Umsatzzuwachs von 3,5 % verzeichneten, erlitten kleinere Unternehmen einen Verlust von 3,2 %. Der Hochbau verzeichnete einen nominalen Umsatzrückgang von 2,2 %, während die Umsätze im Tiefbau um 7,5 % stiegen, angetrieben durch Projekte der Energie- und Mobilitätswende. 1https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html Die Preissteigerung für Bauleistungen betrug 2023 7 %, zeigte jedoch im Jahresverlauf eine abnehmende Tendenz. Für 2024 wird ein Preisrückgang um 2 % erwartet, insbesondere aufgrund der schwachen Nachfrage im Hochbau. Die Beschäftigung im Bauhauptgewerbe stieg 2023 nur leicht an, während für 2024 ein Rückgang um bis zu 30.000 Beschäftigte prognostiziert wird. Dieser Rückgang wird insbesondere durch altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter bedingt sein. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklung sind beträchtlich, insbesondere im Wohnungsbau, wo ein deutlicher Rückgang der Baugenehmigungen und des Umsatzes zu verzeichnen ist. Im Wirtschaftsbau hingegen zeigt sich eine differenzierte Entwicklung zwischen Hoch- und Tiefbau, wobei der Tiefbau aufgrund von Infrastrukturprojekten an Bedeutung gewinnt. Im öffentlichen Bau bleibt die Lage ambivalent, mit einem Zuwachs im Hochbau, jedoch einem Rückgang im Tiefbau. Die Investitionslinien für die Infrastruktur bleiben eng, während der Investitionsrückstau bei den Kommunen weiterhin zunimmt. Für 2024 wird insgesamt ein moderates Umsatzwachstum im öffentlichen Bau erwartet, vor allem aufgrund eines erwarteten Preisrückgangs. 2 3. Geschäftsverlauf Die Betriebsleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 45,6 Mio. €. Im Ergebnis wurde ein Fehlbetrag i. H. v. -0,57 Mio. € erwirtschaftet. Insgesamt wurden 7 Projekte realisiert. Darüber hinaus wurde ein Projekt erfolgreich für die Gewerk GmbH akquiriert, das im Geschäftsjahr 2024 fertiggestellt wird. Die verhaltene Auftragsvergabe war auch bei der GEwerk GmbH spürbar. Es wurde Auftragsangebote im Wert von 440 Mio. € abgegeben, wovon bei 284 Mio. € Angebotsvolumen bis Geschäftsjahresende weiterhin eine Antwort ausstand. Die geplante Betriebsleistung für 2023 i. H. v. 52 Mio. € konnte somit nicht erreicht werden, ebenso das zuletzt prognostizierte Ergebnis (Stand 04-2023) i.H.v. 1,0 Mio. € wurde verfehlt. Als Sicherungsmaßnahmen wurden im zweiten Halbjahr die Kurzarbeit für diejenigen Mitarbeiter eingeführt, die von der Unterauslastung betroffen sind. Dennoch konnten zwei Drittel der Belegschaft bis zum Jahresende weiterhin mit Abwicklung von Bestandsaufträgen voll ausgelastet werden. Im letzten Monat des Jahres 2023 konnte eine Trendwende verzeichnet werden: Die Vergabezögerlichkeit seitens der Investoren erholte sich und es erfolgten erste Zusagen für das kommende Geschäftsjahr. Durch die Stagnation der Auftragseingänge wurden auch vertriebliche Schwerpunkte hinterfragt und neue Märkte angegangen: Es erfolgten Bewerbungen für öffentliche Ausschreibungen, wie städtische oder infrastrukturelle Projekte. 2https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023 Neben den bekannten Synergieeffekten im administrativen Bereich wie Rechnungswesen, IT, Marketing und Fuhrparkmanagement über die WISTEC GmbH, sollen auch weitere Synergieeffekte im Bereich des schlüsselfertigen Bauens des Beteiligungsnetzwerkes MIBO GmbH optimal genutzt werden. Mit den Partnern aus den Zweigen Projektentwicklung, Architektur, Makler und Immobilienverwaltung wurde im Rahmen eines gemeinsamen Workshops die "Kompetenzkooperative" ins Leben gerufen. Über gemeinsame Werte und Ziele sollen Schnitt stellen von der Projektinitiierung bis zum Einzug der Immobiliennutzer optimal verbunden und genutzt werden. Als ältestes Mitglied der Kooperative hat die GEwerk GmbH mit ihren Erfahrungen einen wesentlichen Beitrag leisten können. Der Umzug in das neue Bürogebäude verlief erfolgreich und steigerte die Arbeitszufriedenheit und Arbeitgeberidentifikation der Mitarbeiter deutlich. Die modernen Büros und die unterschiedlichen Arbeitsplatzmöglichkeiten bieten allen Mitarbeitern die Möglichkeit, auf effektivste Weise ihren Tätigkeiten nachzugehen. Dazu gibt es loungeartige Sitzgruppen, Besprechungsräumlichkeiten, die stehend genutzt werden können, aber auch klassische Konferenzräume. Neben den operativen Tätigkeiten als GU konnte auf strategischer Ebene die Marke "GEwerk" erweitert werden: So wurde die Schwester "GEwerk.süd GmbH" sowohl in der Akquise-, als auch in der Abwicklungstätigkeit aus Bielefeld unterstützt. Dazu zählte das Durchreichen eines Projektes und der Einsatz von eigenen Mitarbeiterkapazitäten im Bereich Bauprozessmanagement und Einkauf. Außerdem wurde eine Niederlassung in Kaarst eröffnet. In den ebenfalls neuen Büroräumlichkeiten haben Mitarbeiter aus dem Raum Düsseldorf ihren Arbeitsplatz gefunden. 4. Investitionen Im Berichtsjahr 2023 wurden insgesamt Investitionen i. H. v. 62 t € getätigt, die überwiegend in die Ergänzung der Betriebs- und Geschäftsausstattung der neuen Räumlichkeiten in Kaarst (+55,5 t €) und die Anschaffung neuer Arbeitsmittel (+5,1 t €) geflossen sind. 5. Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt in der Regel über Kundenanzahlungen. Zum Abschlussstichtag bestanden Bankverbindlichkeiten im Rahmen einer kurzfristigen Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie in Höhe von 228 t €. Die GEwerk GmbH hat zum Abschlussstichtag Finanzmittel i.H.v. 1,5 Mio. € an Gesellschaften des Netzwerkes oder ihr nahestehende Personen verliehen. Die Forderungen haben i.d.R. einen kurz- bzw. mittelfristigen Charakter. Prolongationen von Mitteln waren erforderlich, um das Wachstum der Kompetenzkooperative zu unterstützen. 6. Personal Der Personalbestand setzte sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus erfahrenen Festangestellten, Nachwuchskräften, einem dualen Studenten und Werkstudenten zusammen. Es wurden im Durchschnitt 27 Vollzeit- und 5 Teilzeitmitarbeitende beschäftigt. Aufgrund der zunächst aussichtsreichen Projektaussichten wurden zu Beginn des Jahres Kapazitäten im Bereich des Bauprozess- und Projektmanagements aufgebaut, ehe Maßnahmen zur Kapazitätsreduktion im zweiten Halbjahr ergriffen werden mussten. Dazu zählte neben der Einrichtung von Kurzarbeit in den Abwicklungsbereichen auch die Nichtbesetzung von freiwerdenden Arbeitsstellen. Aufgrund von arbeitsvertraglichen Vereinbarungen wurden die Gehälter jedoch inflationsbereinigt, sodass der Personalaufwand in Summe anstieg. Trotz der herausfordernden Umstände startete die GEwerk GmbH im Jahr 2023 ihr Studierendenprogramm, in dem junge Talente berufsgeleitend das Studium des Bauingenieurwesens absolvieren werden. Der erste Student startete im Juli 2023. III. Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage
Die Bilanzsumme wird auf der Aktivseite von den Forderungen aus Lieferung und Leistung (21,52 %) und die, um erhaltene Anzahlungen gekürzten Vorräte (34,53%), bestimmt. Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen um die Erweiterung des Möbelbestands für die neuen Räumlichkeiten und den Standort Kaarst erhöht. Es wurde vollständig durch Eigenmittel finanziert. Als nennenswerte Anlageabgänge ist an dieser Stelle das Dokumentenmanagementsystem zu nennen. Dieses wurde in das Anlagevermögen der Verwaltungsgesellschaft WISTEC GmbH übernommen. Die GEwerk GmbH hält 15,3% der GmbH-Anteile an der WISTEC GmbH. Die WISTEC GmbH ist für die regulären Verwaltungstätigkeiten zuständig, wie z.B. das Personalmanagement, die Buchhaltung, die IT-Betreuung und das Marketing. Das Umlaufvermögen wird im Wesentlichen von Forderungen und Vorräten dominiert. Zu den nicht fertiggestellten Bauvorhaben gehört in diesem Wirtschaftsjahr ausschließlich eine Logistikhalle. Die Fertigstellung dieser Baustellen erfolgt im ersten Quartal 2024. Das Vorratsvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Dies liegt an der Fertigstellung nahezu aller Bauvorhaben und einem verhältnismäßig geringen Überhang in das Folgejahr. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind stichtagsbedingt deutlich gesunken. Sie enthalten ausschließlich Forderungen für bereits abgenommene Leistungen, die im Dezember 2023 schlussgerechnet worden sind. Weitere Forderungen bestehen gegenüber Gesellschaften, die ebenfalls Teil des Netzwerkes der Beteiligungsgesellschaft MIBO sind. Zu diesen Gesellschaften besteht kein direktes Beteiligungsverhältnis. 2 . Finanzlage
Die Eigenkapitalquote beträgt 12,6% (Vorjahr: 12,32%) der Bilanzsumme. Nach Feststellung des Jahresabschlusses 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung für das abgeschlossene Geschäftsjahr eine Ausschüttung in Höhe von 200.000 EUR beschlossen. Der übrige Betrag ist den Gewinnrücklagen zugeführt worden. Die Summe aller Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 wird im Wesentlichen durch die Rückstellungen für bereits erhaltene, noch nicht abgerechnete Nachunternehmerleistungen, bestimmt. Diese lagen bei 4.267 t €. Das entspricht einer Reduzierung von 34,8 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Effekt ist durch die geringere Bauleistung im Geschäftsjahr 2023 zu erklären. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung enthalten insbesondere Verpflichtungen gegenüber Nachunternehmern. Die Geschäftsführung zieht als einen wichtigen Leistungsindikator zur Unternehmenssteuerung die Deckungsbeiträge der Bauvorhaben heran. Diese resultieren aus den einzelnen Projektkalkulationen und nehmen direkt Einfluss auf das EBIT. Darüber hinaus werden Zahlungspläne auf Absatz- und Beschaffungsseite als relevantes Steuerungsinstrument der Unternehmensliquidität bei Vertragsabschluss vereinbart. Zur Projektbesicherung im Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbereich sind Avalrahmen mit namhaften Kreditversicherern vereinbart worden. Dieses Vorgehen ist auch auf der Nachunternehmerseite vertraglich vereinbart, um mögliche Garantieforderungen während der vereinbarten Gewährleistungszeit direkt an den Nachunternehmer weitergeben zu können. Das eigene Risiko ist als gering einzustufen, da die Leistungen von einem Dritten eingekauft und abgesichert werden. Im Ganzen ist das Unternehmen stabil finanziert. In Anspruch genommene Fremdmittel konnten stets durch zeitnahe Vereinnahmung von Projektanzahlungen kurzfristig zurückgezahlt werden. 3 . Ertragslage
Im Jahr 2023 konnte eine Gesamtleistung in Höhe von 45,6 Mio € (2022: 60 Mio. €) erzielt werden, davon 49,4 Mio. € Umsatzerlöse. Dies entspricht einem Leistungsrückgang gegenüber dem Vorjahr von 24 %. Ein höherer Fertigstellungsgrad und die verhaltene Auftragserteilung sind hier als Hauptursachen zu nennen. Das EBIT betrug im Geschäftsjahr -704 t €. Zurückzuführen ist der Rückgang hauptsächlich auf gestiegene Kosten in der Material- und Subdienstleisterbeschaffung und einzelne Forderungskorrekturen. Die Materialaufwandsquote 3 ist auf 93 % gestiegen (2022: 91 %). Der erwirtschaftete Rohertrag hat sich infolgedessen um 2 % reduziert und lag in 2023 bei 3,27 Mio. € (Vorjahr 5,54 Mio. €). 3Hier: Materialaufwandsquote= Materialaufwand/Gesamtleistung Die erhöhten weiteren betriebsnotwendigen Aufwendungen resultieren primär aus der Korrektur von Forderungen (+328 t €) und der Steigerung einzelner Kosten. Hier sind beispielhaft die Kosten für Übernachtungen im Bereich der Reisekosten (+20 t €), die Personalaufwendungen (+155 t€) und die Abschreibungsaufwendungen (+24 t €) zu nennen. Die Entwicklung der Ertragslage ist analog der Branchenentwicklung des Wirtschaftsjahres 2023 verlaufen. Aufgrund der verhaltenen Auftragserteilung seitens der Investoren, konnten nahezu keine neuen Projekte akquiriert werden. Die Leistung wurde nahezu vollständig aus Bestandsprojekten erzielt, die jedoch aufgrund einzelner Preisentwicklungen nicht die geplanten Deckungsbeiträge erzielen konnten. IV. Prognosebericht Für das Jahr 2024 wird für das Baugewerbe insgesamt weiterhin mit einem Umsatzrückgang (-3%) und weiterem Beschäftigungsabbau (-30.000) gerechnet. 4 Dennoch wird auch in 2024 eine zweigeteilte Entwicklung zu erwarten sein: Im Wohnungsbau rechnete die BAUINDUSTRIE mit einem starken Umsatzminus (-12%), im Bereich des Wirtschaftsbaus jedoch mit einer leicht positiven Entwicklung (+2%). 5 Die GEwerk GmbH blickt trotz der nach wie vor herausfordernden Marktlage optimistisch auf ihre Marktposition, da sich die Nachfrage nach Bauleistungen Anfang 2024 nach der Zurückhaltung im Vorjahr erholt hat und sieben Projekte für den Gewerk-Verbund akquiriert werden konnten. Im zweiten Quartal 2024 wurde zunächst eine Betriebsleistung von rund 46,9 Mio EUR mit einem Betriebsergebnis von -75 t € erwartet, jedoch ist die Prognose aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten und der daraus resultierenden anhaltenden Vorsicht hinsichtlich der Auftragsvergaben seitens der Auftraggeber im dritten Quartal deutlich reduziert worden, sodass die Geschäftsleitung lediglich von einer Bauleistung von rund 23,5 Mio EUR ausgeht. Das derzeit prognostizierte Betriebsergebnis von -797 t € ist insbesondere durch weiterhin verzögerte Entscheidungen der Kunden zu erklären. Die Angebotsliste ist weiterhin umfangreich mit wenig Projektabsagen im andauernden Geschäftsjahr. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2025 mit erheblich höheren Gesamtleistungen und einem stark verbesserten Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Als strategische Maßnahme hinsichtlich des Tätigkeitsfeldes hat die GEwerk GmbH neben der bereits im Jahr 2023 eingeführten Ausweitung auf Planungsaufträge als Vorstufe zum Hauptprojekt den Fokus im Jahr 2024 auch auf andere Projekte neben "Logistik" gelegt. So wird seit Mitte 2024 vermehrt an Wettbewerben im öffentlichen Sektor teilgenommen. Einen ersten Erfolg konnte die GEwerk GmbH hier bereits verzeichnen. Das Vertriebsteam arbeitet aktuell an einer Präqualifizierung, um zukünftig häufiger und ressourcenschonender an diesen Wettbewerben teilzunehmen. Die GEwerk GmbH beschäftigt aktuell sechs Projektteams. Weitere Teams sollen im Jahr 2024 nicht aufgebaut werden. Der Managementfokus liegt im Jahr 2024 weiterhin auf der Verbesserung der internen Prozessabläufe, deren Schnittstellen und der Stärkung der Marke "GEwerk". 4https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023 5https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Zahlen_Fakten/Auf_den_Punkt_gebracht/240126_Bi_auf_den_Punkt_gebracht_-_Baukonjunkturelle_Lage_Januar_2024_III.pdf Interne Prozesse, die zurzeit im Fokus stehen sind die nachhaltige Forcierung der Digitalisierung von Arbeitsprozessen wie beispielsweise die Implementierung eines ERP-System für den Abwicklungsbereich und die Nutzung von KI im Bausektor sowie die Intensivierung von nachhaltigen Bauweisen (GEwerk-Nachhaltigkeitslabel). Hier wird schwerpunktmäßig sowohl in der Herstellung auf ressourcenschonende Materialien und Prozesse geachtet wie auch der Einsatz von nachhaltigen Betriebsanlagen empfohlen. Durch intelligent gewählte Schnittstellen sollen wichtige Faktoren wie Flexibilität und Agilität so wohl im Beschaffungs- als auch im Absatzbereich bei Kunden und Lieferanten Wertschätzung finden. Wesentliche Risiken werden derzeit in der schwer vorhersehbaren gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklung gesehen. Bei einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmendaten, wie z.B. wegfallende Förderungen, Zinsveränderungen oder weitere Preissteigerungen, kann dies zu einer geringeren oder anhaltend zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Kunden führen. Der Wettbewerbsdruck kann sich dadurch erhöhen. Vor dem Hintergrund der strategisch gelegten Rahmenbedingungen, der organisatorischen Veränderungen im Projektcontrolling und der Einführung eines ERP-Systems mit Frühwarnsystemen, wird das Risiko der überraschenden Deckungsbeitragsreduzierung als gering eingeschätzt. Risiken wie Materialknappheit oder Kapazitätsausfälle können durch zeitnahe Bekenntnisse zu Partnern sowie alternative Produkte und Beschaffungskanäle kompensiert werden. Das derzeitige Preisniveau kann bei einer Entspannung der Marktsituation zum Vorteil werden, wenn bei Bestandsprojekten ein größeres Spektrum an alternativen Produkten und Ausführungsvariationen in Frage kommt und das Preisniveau auf der ausführenden Seite sinkt. Auf negative Veränderungen der Preisstruktur im übrigen Beschaffungsbereich kann aufgrund monatlicher Projektcontrolling-Gespräche frühzeitig reagiert werden. Durch die Zusammenarbeit mit entsprechenden Wirtschaftsauskunfteien wird die Bonität des Vertragspartners sowohl im Absatz- als auch Beschaffungsbereich vorzeitig geprüft. Ein weiterer Fokus im neuen Geschäftsjahr 2024 liegt auf dem Ausbau der Marke "GEwerk". Da zu gehört neben der fortlaufenden Unterstützung im Aufbau der GEwerk.süd GmbH auch die Gründung einer neuen Schwester im Juli 2024, der GEwerk.paderborn GmbH, die sich als GU vorrangig auf die Abwicklung von Bestandssanierungen fokussieren wird. Die neue Gesellschaft wird dabei wie die GE werk.süd GmbH auf die Unterstützung im Vertriebsmanagement und in den zuarbeiten den Abwicklungsbereichen wie Bauprozessmanagement und Einkauf zählen können. Erstmals werden im Jahr 2024 die unterstützenden Leistungen an die Schwestergesellschaften verrechnet, um die wirtschaftliche Leistung der Einheiten adäquat darzustellen. Grundlage bilden hier projektbezogene Kooperationsvereinbarungen für die jeweiligen Teilbereiche. Im Jahr 2025 werden zwei weitere Gesellschaften das Portfolio der GEwerk-Marke ergänzen: Die derzeit als Niederlassung geführte Einheit in Kaarst soll ausgegründet und sich auf die Abwicklung von Logistik-Aufträgen im nord-westlichen Teil Deutschlands fokussieren. Außerdem wird ab Oktober 2024 die GEwerk.bielefeld GmbH, hervorgegangen aus der AUFBAU GmbH als lokaler Partner für kleinere Bauvorhaben bis 5 Mio. EUR Auftragssumme im ostwestfälischen Raum den Verbund stärken. Die Gesellschaft ist bereits seit 2020 am Markt aktiv und ist nun im Kontext der Portfolio-Ergänzung und mit entsprechenden Synergie-Effekten Teil der GEwerk-Marke. Die Vision der GEwerk GmbH ist, alle Einheiten perspektivisch über eine Zentralisierung der Arbeitsbereiche Vertriebs-, Bauprozess-, Gewährleistungsmanagement und Einkauf zu begleiten. Den lokalen Gesellschaften bleibt so mehr Zeit, den Fokus auf die Abwicklung zu legen und ein einheitlicher Qualitätsstandard über die Marke "GEwerk" kann gewährleistet werden. Erste Erfolge durch Kooperationsverträge sind hier bereits zu verzeichnen. Die Rolle des Taktgebers, die die GEwerk GmbH bereits vor Beginn an eingenommen hat, soll so weiter Bestand halten. Der Blick über das Bekannte hinaus wird als wesentliche Chance gesehen: Die Entwicklung neuer Prozesse, die nachhaltige Stabilisierung der Ergebnisse und der Ausbau des Partnernetzwerkes werden auch in den kommenden Geschäftsjahren die Geschäftsleitung begleiten.
Bielefeld, im November 2024 Gez. Dipl.-Kfm. (FH) Yildiray Eyidogan Gez. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Marco Müller BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nach den deutschen rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des dritten Buches des HGB § 238 - § 288 sowie den rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Er schließt an den Jahresabschluss des Vorjahres an. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bielefeld und ist unter oben angeführter Firma registriert im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter der Nummer B 42888. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden keine Zinsen für Fremdkapital einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu 1.000,00 € werden in einem Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten
Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Als Herstellungskosten wurden die zur Entwicklung der Bauvorhaben angefallenen Einzelkosten sowie angemessene Gemeinkosten aktiviert. Im Bedarfsfall erfolgte die Bewertung zum beizulegenden Wert gem. § 255 Abs. 4 HGB. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit den gezahlten Beträgen abzüglich abzuführender Umsatzsteuer ausgewiesen. Sie wurden gem. § 268 (5) HGB von den Vorräten offen abgesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Für alle erkennbaren Risiken wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bis 944 TEUR waren alle Forderungen kurzfristig. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für geleistete Auszahlungen, die Aufwendungen für das folgende Wirtschaftsjahr darstellen, gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten angesetzt und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestanden mittelfristige Forderungen i. H. v. 944 TEuro. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden vor allem kurzfristige Darlehensforderungen sowie Steuererstattungsansprüche erfasst. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz wurde der per 01.01.2023 bestehende Gewinnvortrag von 1.609.989,89 Euro einbezogen. Hieraus wurden in 2023 200.000,00 Euro ausgeschüttet. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Rückstellungen für Aufwendungen von Nachunternehmern in Höhe von TEuro 4.267 (Vorjahr TEuro 6.542). Die Ermittlung der Rückstellungen für Gewährleistungen erfolgt pauschal mit 0,5 % des risikobehafteten Umsatzes. Der risikobehaftete Umsatz entspricht den Umsatzerlösen gemäß Jahresabschluss abzüglich des nicht-risikobehafteten Umsatzes und erhaltener Sicherheitsleistungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.769.548,81 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen Leasingkosten für Kraftfahrzeuge und Büroeinrichtung sowie Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen. Haftungsverhältnisse Branchenüblich werden von Dritten (z.B. Banken und Versicherungen) Bürgschaften zu unseren Gunsten herausgegeben. Im Fall einer möglichen Inanspruchnahme würde grundsätzlich ein Haftungsfall eintreten. Insgesamt wurden Bürgschaften in Höhe von 9.086 TEuro herausgegeben. Hierzu gibt es eine Globalzession gegenüber der Sparkasse für den Gesamtrahmen (inklusive Avalrahmen). Erläuterung der außerordentlichen Erträge Beim ausgewiesenen Betrag der Zinserträge handelte es sich im Einzelnen um Zinserträge aus gewährten Darlehen (TEuro 49; Vorjahr TEuro 64). Erläuterung der außerordentlichen Aufwendungen Es wurden Wertkorrekturen im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 328 TEuro vorgenommen. Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 22.500,00 Euro enthalten. Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge (Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen) erfasst. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023 32 (Vj. 30) Arbeitnehmer.
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Der negative Entwicklungstrend setzte sich in 2024 fort. Aufgrund der geringeren Gesamtleistung und nicht im gleichen Volumen reduzierten Aufwendungen wird ein Betriebsergebnis für 2024 von ca. minus 797 TEuro erwartet. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt 569.924,64 Euro. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags in Höhe von 1.609.989,89 Euro und der Ausschüttung in Höhe von 200.000,00 Euro ergibt sich ein Betrag von 840.065,25 Euro, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden 840.065,25 Euro vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Bielefeld, den 18. November 2024 Yildiray Eyidogan und Marco Müller sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GEwerk GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEwerk GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 18.11.2024 Arcotas
GmbH
Welge, Wirtschaftsprüfer Nisser, Wirtschaftsprüferin Frank Welge Zertifikatsinhaber: CN=Frank Welge C=DE O=Arcotas GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Zertifikatsaussteller: CN=D-TRUST CA 2-21-1 2021 C=DE O=D-Trust GmbH Datum: Do 28.11.2024 13:36 MEZ Christine Nisser Zertifikatsinhaber: CN=Christine Nisser C=DE O=Arcotas GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Zertifikatsaussteller: CN=D-TRUST CA 2-21-1 2021 C=DE O=D-Trust GmbH Datum: Do 28.11.2024 13:37 MEZ |
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