Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 37716
Eingetragen
15.7.2022
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere die Gründung von Personenund Kapitalgesellschaften, Erwerb, Veräußerung und Halten von Beteiligungen an Gesellschaften jeder Rechtsform, insbesondere an Gesellschaften, die im Bereich der Vermögensverwaltung oder im Immobiliensektor tätig sind, sowie die Verwaltung dieser Gesellschaften und Beteiligungen; dies umfasst auch Erbringung von Dienstleistungen gegenüber Konzernunternehmen und Dritten, einschließlich erlaubnispflichtiger Dienstleistungen nach § 34c Gewerbeordnung (GewO).

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Fabian Zeitler
seit 2.10.2025
Prokura
Beatrix Eckardt
seit 2.10.2025
Prokura
Stefan Dietchen
seit 12.6.2025
Prokura
Christoph Dr. Fuchs
seit 12.6.2025
Prokura
Amos Schelling
seit 11.2.2025
Prokura
Gertrud Bengler-Bedi
seit 11.2.2025
Prokura
Prokura
Tim Schmidt
seit 8.1.2025
Prokura
Geschäftsführer
Martin Praum
seit 12.8.2024
Geschäftsführer
James Muir
seit 12.8.2024
Geschäftsführer
Stefan Huber
seit 6.3.2024
Prokura
Trond Conrad
seit 6.3.2024
Prokura
Klaus Weber
seit 6.3.2024
Prokura
Carolin Förster
seit 7.2.2024
Prokura
Prokura
Prokura
Asoka Dr. Wöhrmann
seit 8.5.2023
Geschäftsführer
Jaroslaw Michal Szal
seit 23.1.2023
Prokura
Sebastian Kiermair
seit 6.9.2022
Prokura
Graham Matthews
seit 15.7.2022
Prokura
Philipp Kolk
seit 15.7.2022
Prokura
Jochen Reith
seit 15.7.2022
Prokura
Bernhard Dr. Magg
seit 15.7.2022
Prokura
Wolfgang Egger
seit 15.7.2022
Geschäftsführer
Normen Lügge
seit 15.7.2022
Prokura
Thomas Keinath
seit 15.7.2022
Prokura
Daniel Arnold Dreyer
seit 15.7.2022
Prokura
Heiko Karl Süß
seit 15.7.2022
Prokura
Benutze den API-Playground, um alle Ergebnisse zu sehen

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PATRIZIA SE

Augsburg

Jahresabschluss 2024

Finanzkennzahlen im Überblick

Finanzielle Leistungsindikatoren

2024 2023 1 Veränderung
Assets under Management (AUM) 56,4 Mrd. EUR 57,3 Mrd. EUR -1,5%
EBITDA 46,5 Mio. EUR 42,1 Mio. EUR 10,5%
EBITDA Marge 17,5% 13,2% 4,3 PP

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

PP = Prozentpunkte

Umsatzerlöse und Ertragslage

Tsd. EUR 2024 2023 1 Veränderung
Umsatzerlöse 255.667 292.434 -12,6%
Gesamtleistung 292.255 309.795 -5,7%
EBITDA 46.544 42.131 10,5%
EBIT 11.174 -6.866 -262,7%
EBT 3.411 -11.251 -130,3%
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 2.379 -15.637 -115,2%
Davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 12.867 -5.809 -321,5%
Davon entfallen auf nicht-beherrschende Gesellschafter -10.488 -9.828 6,7%

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Vermögens- und Kapitalstruktur

Tsd. EUR 31.12.2024 31.12.2023 1 Veränderung
Langfristiges Vermögen 1.397.416 1.369.115 2,1%
Kurzfristiges Vermögen 332.128 517.626 -35,8%
Eigenkapital (ohne nicht-beherrschende Gesellschafter) 1.084.232 1.121.088 -3,3%
Eigenkapitalquote (ohne nicht-beherrschende Gesellschafter) 62,7% 59,4% 3,3 PP
Netto-Eigenkapitalquote 68,6% 71,7% -3,1 PP
Langfristige Verbindlichkeiten 430.777 478.203 -9,9%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 180.021 247.897 -27,4%
Bilanzsumme 1.729.543 1.886.740 -8,3%

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur PP = Prozentpunkte

PATRIZIA Aktie

ISIN DE000PAT1AG3
WKN PAT1AG
Kürzel PAT
Ausstehende Aktien zum 31.12.2024 1 86.228.868 Stück
Eigene Aktien zum 31.12.2024 6.122.608 Stück
Höchstkurs 2024 2 9,09 EUR
Tiefstkurs 2024 2 6,89 EUR
Schlusskurs vom 31.12.2024 2 7,90 EUR
Kursentwicklung 2024 2 -3,7%
Marktkapitalisierung zum 31.12.2024 0,7 Mrd. EUR
Durchschnittlicher Tagesumsatz 2024 3 62.694 Stück
Indizes SDAX, MSCI World Small Cap, CDAX, Classic All Share, DAXsector Financial Services, DAX Subsector Real Estate, Solactive DIMAX Deutschland, Prime All Share, DAXPlus Family, DAXsector All Financial Services, CBOE Germany Small Cap 50, STOXX Europe Total Market

1 Im Vergleich zu den ausgegebenen Aktien reduzierte Aktienanzahl aufgrund erfolgter Rückkäufe

2 Xetra Schlusskurse

3 Alle deutschen Börsenplätze

Vorwort der geschäftsführenden Direktoren

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

liebe Leserinnen und Leser,

PATRIZIA hat sich im Geschäftsjahr 2024 (GJ 2024) in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld behauptet. Die Nachfrage nach Investitionen in Real Assets war auf den Immobilien- und Infrastrukturmärkten - mit wenigen Ausnahmen - nach wie vor vergleichsweise gering. Wenn sich jedoch die richtigen Gelegenheiten boten, haben wir sie ergriffen und im Laufe des Jahres mehr als 1,8 Mrd. EUR im Namen unserer Kunden investiert. In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 hat die Investitionsbereitschaft der Kunden langsam angezogen, und es wurde mehr Kapital in die Anlageklasse der Real Assets verlagert. Wir erwarten, dass sich dies mittelfristig positiv auf unser Geschäft auswirken wird.

Wir sehen weiterhin eine Welt im Umbruch mit grundlegenden geopolitischen Veränderungen, die sich auf unsere Gesellschaften und Volkswirtschaften auswirken. Wir sehen aber auch, dass der wirtschaftliche und soziale Wandel von vier starken Megatrends angetrieben wird. Wir nennen sie die DUEL-Megatrends: Digital, Urban, Energy und Living Transition. Auf der Grundlage der DUEL-Megatrends haben wir im vergangenen Jahr unsere neue mittelfristige Strategie entwickelt, um uns bis 2030 als führenden smart Real Asset Player mit Assets under Management (AUM) von mehr als 100 Mrd. EUR zu positionieren. Wir konzentrieren uns auf fünf zentrale Wachstumsbereiche, die das Wachstum in diesem neuen Zyklus vorantreiben werden: Living, Value Add, European Infrastructure, RE-Infra und unsere unabhängige Multi-Manager-Plattform Advantage Investment Partners (AIP).

Technologie ist die Grundlage für die DUEL-Megatrends und unsere Wachstumsbereiche. Technologie ist der Haupttreiber für die Konvergenz der beiden wichtigsten Anlageklassen: Immobilien und Infrastruktur. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Expertise bei technologiegetriebenen Investitionen und unsere Fähigkeit, Immobilien und Infrastruktur integriert zu betrachten, uns als Partner der Wahl für zukunftsorientierte Portfolios auszeichnen wird. Wir sehen uns an der Spitze dieser Konvergenz, die wir "RE-Infra" nennen, und nutzen dies im Zusammenspiel mit Technologie als Haupttreiber für zukünftige Werte.

Unsere neue Strategie ist von demselben unternehmerischen Ehrgeiz inspiriert, der seit der Unternehmensgründung im Jahr 1984 das Herzstück von PATRIZIA bildet. Sie basiert auf dem Angebot attraktiver Anlagelösungen für unsere Kunden in ausgewählten Wachstumsbereichen bei gleichzeitiger Berücksichtigung gesellschaftlicher Bedürfnisse und wird durch unsere Widerstandsfähigkeit, unsere vielfältige internationale Präsenz und unsere gut etablierten langfristigen Kundenbeziehungen untermauert.

Operative und finanzielle Leistung

Das Geschäft von PATRIZIA wurde im Geschäftsjahr 2024 nach wie vor durch die insgesamt geringe Bereitschaft zu Investitionen in Real Assets aufgrund des anhaltend starken Gegenwinds am Markt beeinträchtigt. Die Verwaltungsgebühren und leistungsabhängigen Gebühren gingen im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der gesunkenen AUM-Basis und geringeren Realisierungen für unsere Kunden zurück. Die Transaktionsgebühren blieben im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert, was die Anzeichen für eine Stabilisierung des Marktes bestätigt. Ermutigend ist, dass sich das für zukünftige Investitionen im Auftrag unserer Kunden eingeworbene Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelte. Das Unternehmen schloss das Geschäftsjahr 2024 mit einem konsolidierten EBITDA von 46,5 Mio. EUR ab, was einer Steigerung von 4,4 Mio. EUR gegenüber dem angepassten Vorjahresergebnis entspricht. Diese Entwicklung wurde durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst, auf die wir im Folgenden eingehen.

Während die Gebühreneinnahmen insgesamt - die Verwaltungs-, Transaktions- und leistungsabhängige Gebühren umfassen -im Jahresvergleich um EUR 48,3 Mio. EUR zurückgingen und die Netto-Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands und aus Co-Investments um 4,1 Mio. EUR sanken, stiegen die sonstigen Erträge (exkl. Reorganisationseffekte) im Jahresvergleich um 20,3 Mio. EUR und trugen auch im Geschäftsjahr 2024 erheblich zum EBITDA bei. Als Reaktion auf die geringeren Umsatzerlöse haben wir die Kosteneffizienzmaßnahmen intensiviert und die Aufwandsposten (exkl. Reorganisationseffekte) um 31,6 Mio. EUR gesenkt. Sowohl die sonstigen Erträge als auch die betrieblichen Aufwendungen wurden im Geschäftsjahr 2024 durch einmalige Posten beeinträchtigt. Reorganisationseffekte in Höhe von 10,9 Mio. EUR hatten erneut einen wesentlichen Einfluss auf das EBITDA, fielen jedoch im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger aus.

Die Differenz zwischen dem EBITDA und dem den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbaren Konzernjahresüberschuss ist hauptsächlich auf Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von -28,3 Mio. EUR (Rückgang um 22,2 Mio. EUR ggü. Vorjahr von -50,5 Mio. EUR) zurückzuführen. Darin ist die nicht zahlungswirksame lineare Amortisierung erworbener Fondsverwalterverträge enthalten. Der den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Konzernjahresüberschuss lag wieder im positiven Bereich und belief sich auf 12,9 Mio. EUR (GJ 2023: -5,8 Mio. EUR).

Die AUM gingen im Vergleich zum Vorjahr um 1,5% auf 56,4 Mrd. EUR zurück, was hauptsächlich auf Bewertungseffekte zurückzuführen ist, die teilweise durch ein organisches Wachstum der AUM von 0,7 Mrd. EUR ausgeglichen wurde. Eigenkapitalinvestitionen in Infrastruktur standen besonders im Fokus und leisteten einen großen positiven Beitrag zum gesamten Transaktionsvolumen, während einige der Immobilien-Teilsektoren weiterhin durch das Marktumfeld und in einigen Fällen durch strukturelle makroökonomische Veränderungen negativ beeinflusst wurden. PATRIZIA blieb ein aktiver Investment Manager für seine Kunden und verzeichnete ein Transaktionsvolumen ("closed") von 2,9 Mrd. EUR, davon 1,8 Mrd. EUR für Ankäufe und 1,1 Mrd. EUR für Verkäufe. Die starke Bilanz des Unternehmens unterstützte das Geschäft weiterhin durch strategische Co-Investitionen, vorübergehendes Warehousing und Seed-Investments.

Unsere AUM profitieren von deren hohen Qualität, der breiten Diversifizierung in Bezug auf Sektoren und Regionen und insbesondere von den zukunftsorientierten Anlagestrategien unserer internen Research- und Data Intelligence Abteilung sowie lokalen Teams vor Ort. Diese spiegeln unsere Wettbewerbsfähigkeit und die Stärke unserer Anlagestrategien für unsere Kunden wider, die weiterhin verantwortungsvoll mit Fremdkapital umgehen. Die Verschuldung in den verwalteten Fonds blieb mit einem durchschnittlichen Beleihungsauslauf (LTV) von 31,2% zum 31. Dezember 2024 gering.

In den letzten 40 Jahren hat das Unternehmen umfassende Erfahrung und ein fundiertes Wissen im erfolgreichen Umgang mit Marktzyklen aufgebaut. Wir sind davon überzeugt, dass wir dank unserer vertrauenswürdigen, langfristigen Kundenbeziehungen, unseres breiten Produktangebots, der Kombination aus lokaler Expertise und globaler Reichweite sowie unserer soliden Bilanz mit einer Nettoeigenkapitalquote von 68,6% und einer verfügbaren Liquidität von 118,2 Mio. EUR zum Jahresende 2024 in der Lage sein werden, die einzigartige PATRIZIA-Plattform zum Nutzen unserer Kunden und Aktionäre erfolgreich weiterzuentwickeln.

Die starke Bilanz von PATRIZIA ermöglicht es dem Unternehmen auch, seinen Aktionären eine verlässliche Dividendenpolitik mit steigenden Dividenden über Marktzyklen hinweg anzubieten. Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat schlagen wir den Aktionären daher eine Dividende je Aktie von 0,35 EUR für das Geschäftsjahr 2024 vor, was einem Wachstum von 2,9% ggü. dem Vorjahr und der siebten Erhöhung der Dividende je Aktie in Folge entspricht.

Ziel und Vision

Seit Jahrzehnten folgen wir den goldenen Regeln des Investmentmanagements: Kunden aufmerksam zuhören, Markttrends verfolgen und prognostizieren sowie einen wertsteigernden Einsatz von Mitarbeitern, Prozessen und Ressourcen. Gemeinsam mit unseren Kunden verwirklichen wir unseren Unternehmenszweck: "Building smarter communities and sustainable futures".

Wir verwalten Vermögenswerte in allen Immobiliensektoren und im Infrastruktursektor, wobei unsere DNA in den Immobilienteilsektoren "Living" und "Value Add" entstanden ist. Städte bestehen jedoch nicht nur aus Immobilien wie Häusern, Geschäften und Büros. Sie sind durch intelligente Infrastrukturen für Mobilität, Verkehr, Konnektivität, Energie, Wasser und soziale Angebote miteinander verbunden. Um eine ausgesprochen nachhaltige Zukunft zu schaffen, ist daher ein integrierter Ansatz erforderlich, der Immobilien und Infrastruktur miteinander verbindet.

Auf diese Weise wollen wir Lebensräume ganzheitlich effizienter, technologisch fortschrittlicher, nachhaltiger und sozial integrativer gestalten. Darüber hinaus sind sowohl Immobilien- als auch Infrastrukturinvestitionen langfristige Investitionen, die einen Inflationsschutz bieten. Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden gut positioniert sind, um in dem veränderten Marktumfeld erfolgreich zu sein, da wir uns auf strukturelle Wachstumsmärkte konzentrieren, die es uns ermöglichen, nachhaltige und attraktive Werte für unsere Kunden und Aktionäre zu schaffen.

Wir können auf eine über 40-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken, wenn es darum geht passende und smarte Lösungen im Bereich Real Assets für unsere Kunden zu finden und unsere Plattform weiterzuentwickeln, um unser Angebot zukunftssicher zu machen. Wir verfügen über eine breite Palette diversifizierter Flaggschiff-Fonds, bieten aber auch Möglichkeiten für sektorspezifische Anlagestrategien, um Werte für unsere Kunden zu maximieren. Unser Ziel ist es, die Gemeinschaften, in denen wir tätig sind, zu stärken, mit Nachhaltigkeit als Schlüsselelement bei der Schaffung und Verwaltung von Investitionen für künftige Generationen.

Im Jahr 2024 haben wir einen großen Schritt in Richtung eines unserer vier Nachhaltigkeitsziele gemacht. Zum ersten Mal haben wir in allen bewerteten Modulen eine Fünf-Sterne-Bewertung der Principles for Responsible Investment (PRI) erhalten. Das Ziel wurde ein Jahr früher erreicht, als wir angestrebt hatten. Auch im Jahr 2025 werden wir uns bemühen, diese Einstufung erneut zu erhalten. Wir werden diesen Erfolg als Ansporn nutzen, um die drei anderen Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie weiter zu verwirklichen.

Ausblick

Was wir jetzt tun, um PATRIZIA in einer Welt im Wandel zukunftssicher zu machen, ist von entscheidender Bedeutung. Die globale geopolitische Lage wird wahrscheinlich ein Thema bleiben, das genau beobachtet werden muss und sich auch in 2025 auf die Märkte für Real Assets auswirken könnte. Das Konjunkturpaket der deutschen Regierung, das umfangreiche Infrastrukturinvestitionen vorsieht, könnte Chancen bieten, sich aber gleichzeitig auch auf die langfristigen Renditen von Anleihen auswirken, die von unseren Kunden als Alternative zu Investitionen in Real Assets aufmerksam verfolgt werden. Wir werden uns auf die Dinge konzentrieren, die wir kontrollieren können. Das beginnt bei unseren Kundenlösungen und unserer Einstellung zu neuen Marktopportunitäten. 2025 wird entscheidend sein, um die Basis für unseren Wachstumspfad auf mehr als 100 Mrd. EUR an AUM bis 2030 zu legen. Es wird für uns wegweisend sein, mit der richtigen Einstellung in diesen neuen Zyklus einzutreten.

Wir haben die richtige Strategie, die richtigen Produkte und qualifizierte Mitarbeiter, die unseren Unternehmenszweck "Building smarter communities and sustainable futures" verwirklichen. Jetzt ist es an der Zeit, unsere Fundraising-Aktivitäten wieder zu verstärken. Wir werden unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, neue attraktive und skalierbare Investitionsmöglichkeiten für unsere Kunden zu schaffen. Kritischer Erfolgsfaktor wird sein, einen ersten Beweis für unsere Fähigkeit zu erbringen, unseren ehrgeizigen Wachstumsplan umzusetzen, insbesondere angesichts der sich aufhellenden Marktbedingungen. Wir werden uns auf die fünf Wachstumsbereiche konzentrieren, die im Mittelpunkt unseres Wachstumsziels für die AUM bis 2030 stehen und freuen uns darauf, die Umsetzung unseres Wachstumsziels im neuen Investitionszyklus voranzutreiben. Indem wir in jedem unserer Wachstumsbereiche Ergebnisse liefern, können wir stärkere Synergien über unser gesamtes Produktportfolio erzielen und so attraktivere Investitionsmöglichkeiten mit ansprechenden Risiko-Rendite-Profilen für unsere Kunden schaffen.

Wir gehen davon aus, dass sich die Wachstumsdynamik fortsetzen wird und sich der Wunsch der Kunden nach Investitionen in Real Assets in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 wieder verstärken wird. Der Bewertungsdruck auf Real Assets dürfte sich verlangsamen. Insgesamt rechnen wir für 2025 mit einer weiteren Stabilisierung, bei der Immobilienwerte wieder stärker von der Mietentwicklung als von steigenden Zinssätzen getrieben werden. Der Eintritt in ein günstigeres Zinsumfeld wird das Risiko-Ertrags-Verhältnis erhöhen - insbesondere bei Real Assets. Wir erwarten daher, dass die AUM unter den genannten Rahmenbedingungen am Ende des Jahres 2025 in einer Bandbreite zwischen 58,0 - 62,0 Mrd. EUR liegen werden.

Im Jahr 2025 werden wir unsere Produktivität weiter steigern, um die Leistung des Unternehmens zu verbessern. Dies erfordert ein moderates Wachstum der Umsatzerlöse und einen verstärkten Fokus auf Kosteneffizienz. Daher konzentrieren wir unsere Bemühungen auf die weitere Verbesserung der internen Prozesseffizienz, der Kostenquoten und der wiederkehrenden Profitabilität. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2025 ein EBITDA in einer Bandbreite zwischen 40,0 - 60,0 Mio. EUR, was einer EBITDA Marge in der Bandbreite zwischen 15,2 - 20,8% entspricht.

Wir möchten uns bei Ihnen, unseren hart arbeitenden und leidenschaftlichen Mitarbeitern, unseren Aktionären, unseren Kunden und Geschäftspartnern, für Ihr Vertrauen, Ihre Loyalität und Ihre Freundschaft bedanken. Wir freuen uns darauf, gemeinsam Chancen zu ergreifen und dabei unsere 40-jährige Erfahrung und unsere starken Überzeugungen zu nutzen.

 

Augsburg, den 7. April 2025

Die geschäftsführenden Direktoren der PATRIZIA SE

Dr. Asoka Wöhrmann, CEO

Martin Praum, CFO

James Muir, Head of Investment Division

Dr. Konrad Finkenzeller, Head of Client Division

Wolfgang Egger, Founder

Bericht des Verwaltungsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Damen und Herren,

Das Geschäftsjahr 2024 war erneut von einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld und geopolitischen Spannungen geprägt. In makroökonomischer Hinsicht behielten die Zentralbanken in der ersten Jahreshälfte eine restriktive Geldpolitik bei, die das Wirtschaftswachstum bremste, wobei der Schwerpunkt stark auf der Eindämmung der Inflation lag, bevor in der zweiten Jahreshälfte mit der Lockerung der Zinssätze begonnen wurde. Die geopolitischen Spannungen verschärften sich, was die wirtschaftliche Unsicherheit und Volatilität weiter erhöhte. Der Klimawandel und die Energiewende spielten für unsere Kunden weiterhin eine Schlüsselrolle, verloren jedoch an den internationalen Kapitalmärkten an Aufmerksamkeit. Für PATRIZIA hatten das Zinsumfeld sowie die allgemeine Marktunsicherheit weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die operative Leistung der Gesellschaft. Dennoch nimmt die Investitionstätigkeit der Kunden langsam zu und die Marktaktivität gegen Ende des Jahres deutet darauf hin, dass Kapital in den Sektor der Real Assets umgeschichtet wird. Dies dürfte sich positiv auf die Fähigkeit von PATRIZIA auswirken, das Geschäft in Zukunft auszubauen.

PATRIZIAs operative Performance in 2024

Im Jahr 2024 wurde das Geschäft von PATRIZIA aufgrund des anhaltenden Gegenwinds am Markt immer noch durch die insgesamt geringe Bereitschaft zu Investitionen in Real Assets beeinträchtigt. Dennoch bot PATRIZIA seinen Kunden Zugang zu neuen Investitionsmöglichkeiten und zeigte in unsicheren Zeiten insgesamt eine gute Widerstandsfähigkeit der Plattform, was durch die gut diversifizierten Assets under Management (AUM) in den Bereichen Immobilien und Infrastruktur, die internationale Präsenz und die gut etablierten langfristigen Kundenbeziehungen unterstützt wurde. Obwohl der Verwaltungsrat feststellte, dass die Produktivität und die Kostenstrukturen gestärkt wurden, war er mit der Gesamtleistung im Jahr 2024 nicht zufrieden. Er wies die Geschäftsführung an, die Leistung der Gesellschaft durch die Konzentration auf zusätzliche Verbesserungen der Effizienz interner Kontrollprozesse, der Kostenquoten und der wiederkehrenden Profitabilität weiter zu verbessern.

PATRIZIAs Strategie 2030

Im Juli 2024 kündigte PATRIZIA eine angepasste Strategie und das Ziel an, bis 2030 ein smart Real Asset Player mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 100 Mrd. EUR zu werden. PATRIZIA hat sich vorgenommen, der bevorzugte Investment Manager für ihre Kunden zu werden, indem sie sich auf fünf wichtige Wachstumsbereiche konzentriert: Wohnen, Value-add-Strategien, Re-Infra & Smart City Solutions, europäische Infrastrukturinvestitionen und seine unabhängige Plattform Advantage Investment Partners. PATRIZIA plant, ihre starke Position in Deutschland mit attraktiven Investitionsangeboten für Real Assets zu nutzen und international zu wachsen. Insbesondere durch das Angebot großer, skalierbarer und diskretionärer Flaggschiff-Fonds für Immobilien und Infrastruktur. Darüber hinaus strebt PATRIZIA die Entwicklung von "Re-Infra" als neue Anlageklasse an, die Investitionen in Infrastruktur und Immobilien kombiniert. Der Verwaltungsrat hat diese Strategie geprüft und ihr zugestimmt.

PATRIZIA hat zum 1. August 2024 eine neue Organisationsstruktur eingeführt, um die aktualisierte mittelfristige Strategie effektiv umzusetzen. Anstelle des früheren Executive Committees (ExCo), das aus den geschäftsführenden Direktoren und den Leitern der wichtigsten Geschäftsfunktionen bestand, hat PATRIZIA nun seine Führungsgruppe neu organisiert, wobei die geschäftsführenden Direktoren das Group Executive Committee (GEC) bilden. Basierend auf dem neuen Ziel, der führende Anbieter für smarte Real-Asset-Lösungen zu werden, hat die Gesellschaft die Geschäftsverantwortung für alle Anlageklassen in der Investment- und Client Division integriert. Diese Divisionen sind nun im GEC jeweils durch geschäftsführende Direktoren vertreten. Die Investment Division ist für das Fondsmanagement, das Investmentmanagement und die Investmentstrategie und -research verantwortlich, während die Client Division für das globale Fundraising, das Kundenbeziehungsmanagement und das Produktportfolio von PATRIZIA zuständig ist. Der Verwaltungsrat hat die neue Struktur intensiv diskutiert und ihr zugestimmt, da sie mit der angepassten Strategie, den Anforderungen an die Kosteneffizienz und nicht zuletzt der Produktivität im Einklang steht.

Zusammensetzung von Verwaltungsrat und seinen Ausschüssen

Bis zur Hauptversammlung am 12. Juni 2024 bestand der Verwaltungsrat aus sieben Mitgliedern, nämlich Uwe H. Reuter, Wolfgang Egger, Jonathan Feuer, Axel Hefer, Marie Lalleman, Saba Nazar und Philippe Vimard. Ab dem 12. Juni 2024 bestand der Verwaltungsrat aus fünf Mitgliedern, nämlich Uwe H. Reuter, Wolfgang Egger, Jonathan Feuer, Saba Nazar und Dr. Asoka Wöhrmann. Wolfgang Egger und Dr. Asoka Wöhrmann fungieren auch als geschäftsführende Direktoren.

Der Verwaltungsrat hat einen Prüfungsausschuss sowie einen Nominierungs- und Vergütungsausschuss eingerichtet.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses im Berichtsjahr waren:

Jonathan Feuer (Vorsitzender)

Axel Hefer (bis 12. Juni 2024)

Uwe H. Reuter

Die Mitglieder des Nominierungs- und Vergütungsausschusses im Berichtsjahr waren:

Marie Lalleman (bis 12. Juni 2024 und während dieses Zeitraums auch als Vorsitzende)

Wolfgang Egger (ab 12. Juni 2024 in der Rolle als Vorsitzender, zuvor als reguläres Mitglied)

Dr. Asoka Wöhrmann (ab 12. Juni 2024)

Uwe H. Reuter

Philippe Vimard (bis 12. Juni 2024)

Zusammenarbeit mit den geschäftsführenden Direktoren

In dem monistischen Führungssystem der PATRIZIA SE bestimmt der Verwaltungsrat die Grundlinien der Tätigkeit der Gesellschaft. Der Verwaltungsrat machte von der gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch, die täglichen Geschäfte an die geschäftsführenden Direktoren zu delegieren, wobei zum 12. Juni 2024 ein zweiter geschäftsführender Direktor zum Mitglied des Verwaltungsrats bestellt wurde. Dem Verwaltungsrat wurden regelmäßig Berichte über den Geschäftsverlauf vorgelegt. Alle zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfälle wurden mit den geschäftsführenden Direktoren intensiv erörtert und - soweit erforderlich - die Zustimmung zugesagt. Die Mitglieder des Verwaltungsrats forderten die geschäftsführenden Direktoren auf, den Verwaltungsrat über alle wichtigen Punkte und Entwicklungen der Gesellschaft und des Konzerns zu informieren, und forderten darüber hinaus detaillierte Informationen zu spezifischen Themen an. Diese Anfragen wurden durch mündliche und schriftliche Berichte der geschäftsführenden Direktoren und leitenden Angestellten während der Sitzungen des Verwaltungsrats oder durch direkte Informationen an das betreffende Mitglied des Verwaltungsrats bei spezifischen Anfragen durchgeführt. Der Verwaltungsrat erörterte diese Berichte und diskutierte während der Sitzungen intensiv Fragen der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs und der weiteren Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Verwaltungsrats auch außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem persönlichem, virtuellem und schriftlichem Kontakt mit dem CEO, um aktuelle Informationen über die Geschäftsentwicklung zu erhalten. Der Verwaltungsrat hat sich auf der Grundlage der von den geschäftsführenden Direktoren vorgelegten Berichten und den erhaltenen weiteren Informationen über die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung informiert. Der Verwaltungsrat hat die Angemessenheit des eingerichteten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems geprüft und deren Wirksamkeit bewertet. Als Ergebnis seiner Prüfung und der Bewertung des Abschlussprüfers hat der Verwaltungsrat die geschäftsführenden Direktoren angewiesen, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem einschließlich des risikoorientierten Liquiditätsmanagements mit Priorität zu verbessern.

Sitzungen

Im Berichtsjahr fanden insgesamt acht Sitzungen des Verwaltungsrats statt. Fünf Sitzungen fanden in Präsenzform und drei Sitzungen in virtueller Form statt.

Darüber hinaus fanden im Berichtsjahr insgesamt vier Sitzungen des Prüfungsausschusses und vier Sitzungen des Nominierungs- und Vergütungsausschusses statt. Der Prüfungsausschuss und der Nominierungs- und Vergütungsausschuss hielten alle Sitzungen in virtueller Form ab. Darüber hinaus kamen die Ausschüsse im Laufe des Jahres zu mehreren informellen Arbeitssitzungen zusammen.

Einzelheiten zu den abgehaltenen Sitzungen und zur Teilnahme an den einzelnen Sitzungen können folgender Übersicht entnommen werden:

Individuelle Sitzungsteilnahmen der Mitglieder des Verwaltungsrats in 2024

Verwaltungsrat Prüfungsausschuss Nominierungs- und Vergütungsausschuss
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
Uwe H. Reuter 8/8 100% 4/4 100% 3/4 75%
Jonathan Feuer 8/8 100% 4/4 100% n/a n/a
Wolfgang Egger 8/8 100% n/a n/a 4/4 100%
Axel Hefer 1 4/4 100% 2/2 100% n/a n/a
Marie Lalleman 1 4/4 100% n/a n/a 2/2 100%
Saba Nazar 8/8 100% n/a n/a n/a n/a
Philippe Vimard 1 4/4 100% n/a n/a 2/2 100%
Dr. Asoka Wöhrmann 2 4/4 100% n/a n/a 2/2 100%

1 Axel Hefer, Marie Lalleman und Philippe Vimard waren Mitglieder bis 12. Juni 2024

2 Dr. Asoka Wöhrmann ist Mitglied ab 12. Juni 2024

Schwerpunkte der Tätigkeiten

Die Sitzungen des Verwaltungsrats konzentrierten sich insbesondere auf wichtige Grundsatz- und Einzelfragen, die Strategie des Konzerns und die wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund eines stark veränderten Marktumfelds.

In einer ersten Sitzung des Verwaltungsrats am 5. März 2024 befasste sich der Verwaltungsrat nach einem Bericht des Nominierungs- und Vergütungsausschusses mit Personalthemen, insbesondere mit ESG-Zielen für die geschäftsführenden Direktoren, eine Definition von Vergleichsgruppen als Benchmark für die Vergütung der geschäftsführenden Direktoren sowie eine Entscheidung über die langfristigen Anreize und die Aufschiebung von Boni für die ehemaligen Mitglieder des Vorstands und der geschäftsführenden Direktoren für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 sowie über Änderungen des Vergütungssystems für die geschäftsführenden Direktoren. Weitere Themen dieser Sitzung waren ein Bericht des Prüfungsausschusses, Berichte des CEO und des CFO einschließlich eines Updates zum Dawonia-Mandat, ein aktueller Bericht zur Geschäftsentwicklung von den Mitgliedern des Executive Committees, ein Bericht über das Risikomanagement, eine Präsentation des CEO über die Sichtweise des Managements zur zukünftigen Strategie der Gesellschaft, einschließlich der internen Initiative "Fit-for-Future", eine Entscheidung über die Genehmigung des Abschlusses von Beherrschungsverträgen zwischen der Gesellschaft als beherrschendem Unternehmen und bestimmten Tochtergesellschaften, die Genehmigung der Tagesordnung für die bevorstehende Hauptversammlung sowie die Genehmigung der Erklärung zur Unternehmensführung. Darüber hinaus führte ein externer Berater einer internationalen Anwaltskanzlei eine Schulung zur Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) und zu den Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung durch.

Die Sitzung des Verwaltungsrats am 19. März 2024 war auch die Sitzung zur Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023, bei der die Wirtschaftsprüfer der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über ihre Prüfungstätigkeiten für das Geschäftsjahr 2023 berichteten. Nach Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und des Konzernabschlusses sowie des kombinierten Geschäftsberichts 2023 der Gesellschaft und des Konzerns hat der Verwaltungsrat den Jahresabschluss festgestellt und den konsolidierten Jahresabschluss 2023 genehmigt. Der Verwaltungsrat billigte außerdem den Abhängigkeitsbericht sowie den Vergütungsbericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023. Der Verwaltungsrat beschloss, dem Vorschlag der geschäftsführenden Direktoren zu folgen und den Aktionären der Gesellschaft die Ausschüttung einer Dividende von 0,34 EUR pro Aktie für das Geschäftsjahr 2023 vorzuschlagen. Darüber hinaus beschloss der Verwaltungsrat die Verlängerung des Mandats von Wolfgang Egger als geschäftsführender Direktor und seines entsprechenden Dienstvertrags.

Am 5. April 2024 fand eine außerordentliche Sitzung statt, in der die Mitglieder des Verwaltungsrats die Wahlvorschläge für die Bestellung von Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie die Veränderungen der Vergütung der Mitglieder des Verwaltungsrats und die Wahlempfehlung des Verwaltungsrats an die Hauptversammlung diskutierten und beschlossen. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses schlug der Verwaltungsrat der Hauptversammlung vor, die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Prüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen.

Am 11. Juni 2024 fand eine weitere ordentliche Sitzung statt, in der die Mitglieder des Verwaltungsrats über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft informiert wurden, einen Bericht des CEO sowie einen Managementbericht zu aktuellen Themen aus dem Bereich des CFO einschließlich Risikomanagement, IT, Fondsbewertungen, Fondsverwaltung sowie die jüngsten Finanzzahlen aus dem ersten Quartal 2024 und eine Nachbesprechung des Prüfungsprozesses für das Geschäftsjahr 2023 erhielten. Nach einem Bericht des Nominierungs- und Vergütungsausschusses beschlossen die Mitglieder des Verwaltungsrats die individuellen Ziele sowie die Unternehmensziele für den Short Term Incentive Plan 2024 der geschäftsführenden Direktoren und auch die KPI-Ziele für den Long Term Incentive Plan 2024 für die geschäftsführenden Direktoren (mit Ausnahme der Ziele für die EBITDA Marge, die zum 11. Juni 2024 noch von der Festlegung der Mittelfristplanung abhing) und die geänderte Bonusauszahlung und vorzeitige Auszahlung von Phantom Shares für das Geschäftsjahr 2023 für das ehemalige Mitglied des Vorstands Karim Bohn. Schließlich analysierten die Mitglieder des Verwaltungsrats in dieser Sitzung das Ergebnis der Selbstbeurteilung für das Geschäftsjahr 2023.

Im Anschluss an die Hauptversammlung und die Wahl der Mitglieder des Verwaltungsrats fand am 12. Juni 2024 eine zusätzliche Sitzung statt, in der der Verwaltungsrat über die Wahl des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats, die Zusammensetzung des Prüfungsausschusses und des Nominierungs- und Vergütungsausschusses, die Bestimmung des Prüfungsexperten und des Rechnungslegungsexperten sowie über entsprechende Veränderungen in der Geschäftsordnung des Verwaltungsrats beschloss. Schwerpunkt dieser Sitzung war eine ausführliche Diskussion über die zukünftige Strategie der Gesellschaft und den mittelfristigen Plan. Darüber hinaus informierte der General Counsel in dieser Sitzung über aktuelle regulatorische Themen.

Am 9. Juli 2024 fand eine virtuelle Sitzung statt, in der der Verwaltungsrat die Strategie 2030 der Gesellschaft sowie die Mittelfristplanung verabschiedete. Teil der zukünftigen Strategie ist ein überarbeitetes operatives Zielmodell, das die Ernennung zusätzlicher geschäftsführender Direktoren beinhaltet. In diesem Zusammenhang diskutierten die Mitglieder des Verwaltungsrats über die Ernennung interner Kandidaten für diese neuen Positionen sowie über deren Vergütung. Der Verwaltungsrat ernannte Dr. Konrad Finkenzeller (Head of Client Division), James Muir (Head of Investment Division) und Martin Praum (CFO) mit Wirkung zum 1. August 2024 zu geschäftsführenden Direktoren.

Am 24. September 2024 hielt der Verwaltungsrat eine weitere ordentliche Sitzung ab. Erster Tagesordnungspunkt war ein Bericht von James Muir (Head of Investment Division & geschäftsführender Direktor) sowie Dr. Konrad Finkenzeller (Head of Client Division & geschäftsführender Direktor) über die aktuelle Geschäftsentwicklung mit besonderem Schwerpunkt auf Fundraising und Fondsmanagement. Es folgten ein Bericht des Prüfungsausschusses, eine Diskussion über die Konsequenzen der Prüfungsfeststellungen und ein Bericht über eine mögliche Steuerforderung. Martin Praum (CFO) informierte über die aktuellen Finanzdaten und Christoph Glaser (COO) berichtete über die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Immobilienverwaltung sowie über den aktuellen Stand des Dawonia-Mandats. Nach einem Bericht des Nominierungs- und Vergütungsausschusses beschloss der Verwaltungsrat aktualisierte Ziele für den LTIP 2024 für die geschäftsführenden Direktoren unter Berücksichtigung der EBITDA-Ziele, die sich aus dem kürzlich genehmigten Mittelfristplan ergeben, sowie die Zuteilung entsprechender LTIP-Prämien für das Geschäftsjahr 2024. Nach der kürzlichen Ernennung von Dr. Konrad Finkenzeller, James Muir und Martin Praum wurden die STI-Ziele für diese neuen geschäftsführenden Direktoren festgelegt. Da die Ernennung dieser neuen Positionen auch zu Veränderungen im Aufgabenbereich von Dr. Asoka Wöhrmann und Christoph Glaser führte, wurden auch die STI-Ziele für diese geschäftsführenden Direktoren angepasst. Darüber hinaus beschloss der Verwaltungsrat in der Sitzung einen geänderten Earn-out-Mechanismus, der den Verkäufern des kürzlich erworbenen Infrastrukturbereichs angeboten werden soll. Der Verwaltungsrat erörterte den Status eines Prozessfehlers in einem komplexen Steuerverfahren auf Fondsebene und dessen mögliche Auswirkungen auf PATRIZIA.

In der letzten Sitzung des Berichtsjahres am 12. Dezember 2024 legte der Verwaltungsrat den Schwerpunkt auf die aktuelle Finanzlage der Gesellschaft und das Budget für das Geschäftsjahr 2025, das im Anschluss an einen Bericht des CFO erörtert wurde. Der CFO berichtete darüber hinaus über eine routinemäßige Prüfung der BaFin über den Jahresabschluss 2023 und den erhaltenen Fragenkatalog, der auch Fragen zur Bilanzierung der Whitehelm Akquisition enthält. Es folgten ein Managementbericht des CEO sowie Berichte über die Geschäftsentwicklung von James Muir und Dr. Konrad Finkenzeller über ihre Verantwortungsbereiche sowie ein Bericht über die Fondsperformance und das Lebenszyklusmanagement von Fonds. Weitere Themen der Sitzung waren Berichte zu den Themen Risikomanagement, Compliance, interne Revision und anhängige Rechtsstreitigkeiten sowie ein Bericht des Prüfungsausschusses. Darüber hinaus befasste sich der Verwaltungsrat mit Personal- und Vergütungsthemen, darunter die Nachfolgeplanung für den Verwaltungsrat, die Zielsetzung für den Frauenanteil im Verwaltungsrat, bei den geschäftsführenden Direktoren und in den beiden Führungsebenen unterhalb der geschäftsführenden Direktoren. Das Vergütungssystem, das im Geschäftsjahr 2025 für die geschäftsführenden Direktoren gelten soll, wurde aktualisiert, um die Gewichtung zwischen Unternehmens- und individuellen Zielen für die kurzfristige Incentivierung zu verändern, ESG-Ziele für kurzfristige und langfristige Incentivierung aufzunehmen und eine neue Richtlinie zum Aktienbesitz für die geschäftsführenden Direktoren einzuführen. Auf Wunsch der Mitglieder des Verwaltungsrats teilte ein externer Investment-Spezialist seine Sicht auf PATRIZIA aus der Perspektive eines Aktionärs mit. Während dieser Sitzung genehmigte der Verwaltungsrat auch den Rücktritt von Christoph Glaser von seiner Funktion als geschäftsführender Direktor.

Der Prüfungsausschuss befasste sich regelmäßig mit der vierteljährlichen finanziellen Leistung der Gesellschaft, der Überprüfung der Jahres- und Quartalsabschlüsse, der Überprüfung der regelmäßigen Aktualisierungen der Prognose für das Geschäftsjahr, der Prognose der Liquidität, dem Themengebiet der Trendanalyse, den Erträgen und der Umsetzung der CSRD-Berichterstattung. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Wahlvorschlag und der Beauftragung des Abschlussprüfers sowie der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Festlegung der Schwerpunkte für die Prüfung der Finanzberichte, der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse und der Prüfung des Jahresabschlusses und des Vergütungsberichts. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Compliance-Management der Gesellschaft, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie mit der Qualität der Abschlussprüfung und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses stand in regelmäßigem Kontakt mit dem Abschlussprüfer.

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss befasste sich mit dem Vergütungsbericht, den personellen Veränderungen im Bereich der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats, der Vergütung der Mitglieder des ehemaligen Vorstands und der geschäftsführenden Direktoren, einschließlich des Vergütungssystems und der Festlegung der variablen Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie der Festlegung der Unternehmens- und individuellen Leistungsziele für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2024. Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit lag in der Vorbereitung der Nachfolgeplanung für die geschäftsführenden Direktoren sowie der Vorbereitung von Beschlüssen über Dienstverträge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und derzeitiger geschäftsführender Direktoren.

Weitere Beschlüsse, Interessenskonflikte & Fortbildungen

Soweit erforderlich, hat der Verwaltungsrat auch Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Diese betrafen unter anderem Entscheidungen über die Ernennung von geschäftsführenden Direktoren und deren Dienstverträge, Vergütungsbestandteile, den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2023 und das Budget für das Geschäftsjahr 2025.

Die Doppelfunktion von Wolfgang Egger und Dr. Asoka Wöhrmann als Mitglied des Verwaltungsrats und gleichzeitig als geschäftsführender Direktor könnte möglicherweise zu einem Interessenkonflikt führen, der sich jedoch im Berichtsjahr nicht konkret manifestiert hat. Dennoch haben Wolfgang Egger und Dr. Asoka Wöhrmann nicht an den Diskussionen und Beschlüssen des Verwaltungsrats teilgenommen und werden dies auch in Zukunft nicht tun, wenn aufgrund ihrer Rolle als geschäftsführende Direktoren ein persönlicher Interessenkonflikt besteht. Darüber hinaus sind dem Verwaltungsrat im Geschäftsjahr 2024 keine potenziellen Interessenkonflikte bekannt.

Die Gesellschaft unterstützt die Mitglieder des Verwaltungsrats bei der notwendigen Aus- und Weiterbildung für ihre Aufgaben, z.B. bei Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen oder der kapitalmarktspezifischen Governance-Anforderungen. Während der Sitzung am 5. März 2024 erhielt der Verwaltungsrat eine Schulung zur neuen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und zu den Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung, die von einem externen Rechtsberater durchgeführt wurde. Der Verwaltungsrat wurde regelmäßig über relevante Kapitalmarktentwicklungen informiert, außerdem berichtet der General Counsel der Gesellschaft über neue Regulierungsthemen im Rahmen von Sitzungen des Verwaltungsrats. Für neue Mitglieder des Verwaltungsrats gibt es einen Einarbeitungsprozess.

Corporate Governance

Der Verwaltungsrat hat die Erklärung zur Unternehmensführung am 9. April 2025 auf der Website der PATRIZIA unter https://ir.patrizia.ag/de/corporate-governance veröffentlicht.

Am 5. März 2025 verabschiedete der Verwaltungsrat die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG (DCGK 2022). Den Empfehlungen wurde im Berichtsjahr bis auf wenige Ausnahmen entsprochen. Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auch auf der PATRIZIA Website im Bereich Corporate Governance dauerhaft zugänglich.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2024

Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der PATRIZIA SE, der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss (jeweils unter Einbeziehung der Buchführung), der zusammengefasste Lagebericht (einschließlich der Nichtfinanziellen Konzernerklärung, die mit begrenzter Sicherheit geprüft wurde) sowie der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 wurden von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk (zunächst ohne ESEF-Prüfungsurteil) versehen. Die Mitglieder des Verwaltungsrats der PATRIZIA SE haben die genannten Unterlagen und die Prüfungsberichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Vorfeld der Bilanzsitzung erhalten. Die geschäftsführenden Direktoren und die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer haben dem Verwaltungsrat in der Bilanzsitzung am 9. April 2025 die Ergebnisse der Prüfung erläutert und ergänzende Auskünfte erteilt. Darüber hinaus haben die geschäftsführenden Direktoren in dieser Sitzung die Abschlüsse der PATRIZIA SE und des Konzerns erläutert. Im Rahmen des Jahresabschlusses erörterte der Verwaltungsrat mit der Geschäftsführung und dem Abschlussprüfer die erfolgten Anpassungen in der Rechnungslegung für die Vorjahre. Der Konzern hat zusammen mit dem Wirtschaftsprüfer die bedingte Kaufpreiszahlung ("earn-out") der Whitehelm Akquisition im Geschäftsjahr 2024 neu gewürdigt. PATRIZIA kommt nach Neueinschätzung des IFRS 3.B55 zur Schlussfolgerung, dass es sich bei diesem Kaufpreisbestandteil nicht um eine bedingte Gegenleistung, sondern um eine bedingte Entgeltvereinbarung handelt. Die sich daraus ergebenden Anpassungen hat der Konzern für die Vorjahre entsprechend vorgenommen.

Im Rahmen des Prüfungsprozesses überprüft der Abschlussprüfer die internen Kontrollsysteme und berichtet dem Verwaltungsrat über seine Einschätzung. Der Verwaltungsrat hat sich der Beurteilung des Abschlussprüfers hinsichtlich des konzernweiten rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems angeschlossen. Als Ergebnis der Beurteilung des Abschlussprüfers und seiner eigenen Prüfung hat der Verwaltungsrat die Geschäftsleitung beauftragt, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem, einschließlich des risikoorientierten Liquiditätsmanagements, mit Priorität zu verbessern.

Der Verwaltungsrat und seine Ausschüsse haben auch den Jahresabschluss der PATRIZIA SE, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern einschließlich der Nichtfinanziellen Konzernerklärung für das Geschäftsjahr 2024, den Vergütungsbericht und den Vorschlag der geschäftsführenden Direktoren für die Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Verwaltungsrat keine Einwendungen gegen den Jahres- und Konzernabschluss. Der Verwaltungsrat hat das Ergebnis des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen und den Jahres- und Konzernabschluss entsprechend gebilligt. Der Jahresabschluss der PATRIZIA SE für das Geschäftsjahr 2024 ist damit festgestellt. Der Verwaltungsrat wird den Aktionären auf Basis des Vorschlags der geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende je Aktie von 0,35 EUR vorschlagen. Dies ist die siebte Dividendenerhöhung in Folge, was einem Wachstum von 2,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Vorschlag berücksichtig die anhaltend starken Bilanzkennzahlen der Gesellschaft. Der Restbetrag des Bilanzgewinns nach HGB wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Prüfung des Abhängigkeitsberichts

Der Abhängigkeitsbericht der PATRIZIA SE, der über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen für das Geschäftsjahr 2024 berichtet, wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft. Danach entsprechen alle darin aufgeführten rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen den marktüblichen Bedingungen, wie sie auch zwischen dem PATRIZIA Konzern und Dritten üblich sind. Ebenso wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen im Sinne der §§ 107 und 111a bis 111c AktG, die nach Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Verwaltungsrats bedurft hätten, festgestellt. Der Abschlussprüfer hat zum Abhängigkeitsbericht den folgenden Vermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der von den geschäftsführenden Direktoren erstellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Abhängigkeitsbericht sowie der dazugehörige Prüfungsbericht wurden allen Mitgliedern des Verwaltungsrats zur Verfügung gestellt und dem Verwaltungsrat vorgelegt und erläutert. Der Verwaltungsrat hat gegen den Abhängigkeitsbericht und die darin enthaltene Schlusserklärung der geschäftsführenden Direktoren keine Einwände erhoben.

Unser herzlicher Dank gilt den geschäftsführenden Direktoren und allen Mitarbeitern der PATRIZIA für das Erreichte. Sie haben mit ihrer Kompetenz und ihrem Einsatz maßgeblich zur Entwicklung der Gesellschaft in einem schwierigen Umfeld beigetragen.

 

Augsburg, 9. April 2025

Für den Verwaltungsrat der PATRIZIA SE

Uwe H. Reuter, Vorsitzender

Die PATRIZIA Aktie

Kennzahlen der PATRIZIA Aktie

2024 2023 2022
Börsenkurse
Höchst EUR 9,09 12,38 20,95
Tiefst EUR 6,89 7,03 6,99
Jahresschlusskurs EUR 7,90 8,20 10,36
Kursentwicklung % -3,66 -20,85 -49,46
Marktkapitalisierung zum 31.12. Mrd. EUR 0,7 0,8 1,0
Durchschnittlicher Aktienumsatz pro Tag 1 EUR 469.716 718.745 895.747
Durchschnittlicher Aktienumsatz pro Tag 1 Stück 62.694 78.430 74.997
Jährlicher Aktienumschlag 2 0,17 0,22 0,21
Ausgegebene Aktien zum 31.12. Stück 92.351.476 92.351.476 92.351.476
Ausstehende Aktien zum 31.12. Stück 86.228.868 85.844.433 86.175.357
Eigene Aktien zum 31.12. Stück 6.122.608 6.507.043 6.176.119
Ergebnis je Aktie unverwässert (IFRS) EUR 0,15 -0,07 0,08
Ergebnis je Aktie verwässert (IFRS) EUR 0,15 -0,07 0,08
Dividende je Aktie EUR 0,35 0,34 0,33

1 Alle deutschen Börsenplätze

2 Quotient aus Aktienumsatz/Aktienbestand bezogen auf die durchschnittlich ausgegebenen Aktien (2024: 92.351.476 Stück; 2023: 92.351.476 Stück; 2022: 92.351.476 Stück)

Das Jahr 2024 war von einem starken Aufschwung in weiten Teilen des Aktienmarktes gekennzeichnet, der vor allem durch geldpolitische Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Federal Reserve Systems (FED) ausgelöst wurde, die durch die Stabilisierung der Inflationsraten seit dem Sommer 2023 bedingt waren. Der deutsche Leitindex DAX überschritt erstmals die Marke von 20.000 Punkten und beendete das Jahr 2024 mit einem Plus von 18,8%, nachdem er in 2023 bereits um 20,3% gestiegen war. Im Gegensatz dazu konnten die deutschen Small- und Mid-Cap-Aktienindizes diesem starken Aufwärtstrend nicht folgen. Nach einer erheblichen Volatilität im zweiten und vierten Quartal beendeten der SDAX das Jahr mit einem Rückgang von 1,8% und der MDAX mit einem Rückgang von 5,7%. Auch PATRIZIAs Benchmark-Indizes zeigten eine sehr gemischte Performance. Der STOXX 600 Financial Services Price Index legte um 15,4% zu, während der FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe Index im Laufe des Jahres um 6,5% zurückging.

Die PATRIZIA Aktie startete 2024 mit einem Kurs von 7,85 EUR, erreichte im August ihr Tief bei 6,89 EUR und im Oktober ihren Höchststand bei 9,09 EUR. Der Schlusskurs am 31. Dezember 2024 lag bei 7,90 EUR, bei 92.351.476 ausgegebenen Aktien und einer Marktkapitalisierung von 730 Mio. EUR. Durchschnittlich wurden an allen deutschen Börsenplätzen täglich 62.694 PATRIZIA Aktien gehandelt. Dies entspricht einem Rückgang des Volumens um 20,1% (2023: 78.430 Aktien/Tag) im Vergleich zum Vorjahr und einem jährlichen Aktienumschlag von 17,2% (2023: 21,7%).

Entwicklung der PATRIZIA Aktie im Vergleich zu verschiedenen Indizes

Dividendenausschüttung

Im Jahr 2024 wurde für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in Höhe von 0,34 EUR pro Aktie in bar ausgezahlt, was einer Steigerung von 3,0% zum Vorjahr entspricht. Der Bilanzgewinn nach HGB in Höhe von 261,6 Mio. EUR wurde teilweise zur Auszahlung der Dividende genutzt und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen. Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2024 kam es zu einer Barauszahlung von Dividenden in Höhe von 29,3 Mio. EUR an die dividendenberechtigten Aktien. Basierend auf der Dividende pro Aktie überstieg die Gesamtsumme der Dividende den angepassten IFRS-Konzernjahresüberschuss 2023 in Höhe von -5,8 Mio. EUR, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zusteht. Die Dividende wurde am 17. Juni 2024 ausbezahlt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 wird der Verwaltungsrat der PATRIZIA SE den Aktionären auf Basis des Vorschlags der geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft vorschlagen, den Bilanzgewinn nach HGB in Höhe von 168,9 Mio. EUR zur Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,35 EUR je Aktie zu nutzen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Dies ist die siebte Dividendenerhöhung in Folge, was einem Wachstum der Dividende je Aktie um 2,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Aktionärsstruktur der Gesellschaft

Die Aktionärsstruktur der PATRIZIA SE hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nur geringfügig verändert. Der Founder und geschäftsführende Direktor der Gesellschaft, Wolfgang Egger, fungiert auch weiterhin als Hauptaktionär mit einem Anteil von 54,47% zum Jahresende 2024. Davon wird die große Mehrheit durch First Capital Partner GmbH gehalten. Gemäß der Stimmrechtsmitteilungen haben sowohl die Union Investment Privatfonds GmbH als auch die Allianz SE ihren Anteil im Jahr 2024 unverändert beibehalten. PATRIZIA SE hielt zum 31. Dezember 2024 einen eigenen Bestand von 6,63%. Die restlichen Aktien wurden zu 21,13% von institutionellen Investoren und 7,79% von privaten Aktionären gehalten.

PATRIZIA Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2024 | nach Aktionärsgruppen | Angabe in %

1 Davon wird die Mehrheit durch First Capital Partner GmbH gehalten

2 Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 15. Februar 2023

3 Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 14. Dezember 2020

4 Eigene Aktien (Treasury shares) der PATRIZIA SE

5 Quelle: PATRIZIA Aktienregister

Investor Relations - wertvolle Beziehungen und rege Kommunikation

Die PATRIZIA SE pflegt einen kontinuierlichen Dialog mit ihren institutionellen, semiprofessionellen und privaten Aktieninvestoren sowie Analysten. In diesem Zusammenhang werden proaktiv und transparent Informationen über die Geschäftsentwicklung und alle wichtigen Ereignisse der Gesellschaft geliefert. Zusätzlich zu zahlreichen physischen Meetings fanden auch in diesem Jahr wieder einige Meetings als Videokonferenzen statt. Das Team nahm auch an zahlreichen internationalen Finanzkonferenzen teil und führte zahlreiche persönliche Gespräche mit Analysten und Investoren.

Die Aktie der PATRIZIA SE wird regelmäßig von acht Analysten nationaler und internationaler Banken bewertet. Zum Ende des Jahres 2024 empfahlen sechs Analysten die PATRIZIA Aktie zum Kauf, ein Analyst empfahl die Aktie zu halten und ein Analyst sprach eine "Reduce-Empfehlung" aus. Kaufempfehlungen wurden ausgesprochen von Berenberg, Deutsche Bank, DZ Bank, Kepler Cheuvreux, Metzler Capital Markets und Warburg. ODDO BHF empfahl die Aktie zu halten und Baader Helvea empfahl die Aktie zu reduzieren. Die Spanne der Kursziele der Analysten reichte am 31. Dezember 2024 von 7,50 EUR (ODDO BHF) bis 11,00 EUR (Kepler Cheuvreux) pro Aktie und das durchschnittliche Kursziel lag bei 9,58 EUR pro Aktie.

Weiterführende Informationen stehen auf der Internetseite https://ir.patrizia.ag/de/ zur Verfügung. Neben Finanzberichten, Präsentationen und Mitteilungen sind dort auch der aktuelle Finanzkalender, die Roadshow- und Konferenztermine für 2025 sowie der Analystenkonsens zu Leistungskennzahlen der PATRIZIA SE zu finden.

Zusammengefasster Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern

Der Lagebericht wurde gemäß § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB mit dem Lagebericht der PATRIZIA SE zusammengefasst, weil die Lage der PATRIZIA SE als Managementholding maßgeblich von der Lage des Konzerns geprägt wird. Der zusammengefasste Lagebericht enthält alle Darstellungen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns sowie weitere Angaben, die nach Maßgabe des deutschen Handelsgesetzes und den ergänzenden Vorschriften des DRS 20 erforderlich sind. Wird nachfolgend von "Gesellschaft" gesprochen, ist die Muttergesellschaft PATRIZIA SE gemeint, wird über das "Unternehmen" berichtet, ist der gesamte Konzern gemeint.

Die Währungsangaben erfolgen in EUR. Aufgrund kaufmännischer Rundung können bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten. Sämtliche Verweise mit Seitenangaben beziehen sich auf Seiten in diesem Bericht.

Das Unternehmen unterscheidet in seinen Texten nicht zwischen den Geschlechtern, und verwendet immer die maskuline Form von Personenbezeichnungen. Dies soll eine neutrale Sprache sein, die darauf abzielt, alle Menschen gleichermaßen und ohne jegliche Voreingenommenheit anzusprechen.

1 Geschäftsmodell

Unternehmensprofil

Die PATRIZIA ist ein führender unabhängiger europäischer Real Asset Investment Manager 1 mit 887 Mitarbeitern (FTE) zum 31. Dezember 2024 und ist an 26 Standorten (31.12.2023: 28 Standorte) weltweit aktiv. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist das Investmentmanagement von Real Assets. Es bietet mehr als 500 institutionellen und mehr als 6.500 semiprofessionellen oder privaten Anlegern ein umfassendes Produktportfolio aus privaten und börsennotierten Eigenkapitalfonds, Private-Debt-Fonds und Dachfondsprodukten, die den individuellen Renditeerwartungen, Diversifizierungszielen und Risikostilen entsprechen.

Organisation

PATRIZIA wird von einem internationalen und erfahrenen Führungsteam geleitet. Das Unternehmen ist seit August 2024 in fünf verschiedene Geschäftsbereiche unterteilt, die alle Geschäftsbereiche von PATRIZIA verwalten. Jeder Geschäftsbereich hat eine vergleichbare Struktur mit dedizierten Funktionen für den jeweiligen Geschäftsbereich auf globaler Ebene und in allen Regionen. Um die globale Geschäftsstrategie besser auf die Besonderheiten und regulatorischen Anforderungen regionaler Märkte abzustimmen, hat das Unternehmen die Verantwortung für die regionale Steuerung an einzelne geschäftsführende Direktoren übertragen.

1 Der Ausschuss hat in seiner derzeitigen Struktur nur beratende Funktion , da die Mehrheit seiner Mitglieder abhängige Direktoren sind. Weitere Einzelheiten finden Sie in der Geschäftsordnung des Verwaltungsrats unter https: ir.patrizia.ag de corporategovernance.PATRIZIA 2024

1 Quelle: IREI Global Investment Managers, veröffentlicht im Mai 2024 (letzter verfügbarer Stand). Die Rangliste basiert auf den Assets under Management.

Produkte und Dienstleistungen

Das Angebot von PATRIZIA reicht von Real Assets Fonds, maßgeschneiderten Kundenlösungen, Global Partner-Lösungen (Multi-Manager), Multi Strategie Lösungen bis hin zu wegweisenden Single Asset & Portfolio Deal Möglichkeiten, um Wünsche und Anforderungen der Kunden umfassend und zielgerichtet zu erfüllen. Das Unternehmen bietet eine breite Produktpalette von Dienstleistungen, vom Asset- und Portfolio-Management über die Durchführung von Ankäufen und Verkäufen für nahezu alle Immobilien- und Infrastrukturbereiche bis hin zu alternativen Investments und Projektentwicklungen für ihre Kunden an. Investoren erhalten eine "Rundum-Lösung", die Dienstleistungen aus der gesamten Wertschöpfungskette von Real Asset-Investments abdeckt. Aus diesem Angebot können auch einzelne Bausteine ausgewählt werden.

Die Beschreibung soll die Offenlegungspflicht gemäß ESRS 2 40 a) ii), iii) erfüllen und die Beschreibung in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung in Abschnitt 4 des Geschäftsberichts 2024 ergänzen.

Die Fonds von PATRIZIA basieren auf einer besonderen Expertise in verschiedenen Anlagestrategien und Risikoklassen von Immobilien- und Infrastrukturinvestments. In den letzten Jahren hat das Unternehmen sein bestehendes nicht börsennotiertes Eigenkapital-Produktportfolio um börsennotierte Eigenkapitalprodukte, nicht börsennotierte Fremdkapitalprodukte und zusätzliche Multi-Manager-Strategien erweitert, um Investoren umfassende Diversifikationsmöglichkeiten zu bieten.

Das Produktangebot umfasst ein breites Portfolio von Immobilien- und Infrastrukturanlagen. Die Bandbreite der Anlageklassen im Immobilienbereich reicht von Wohn-, Büro-, Einzelhandels- und Logistikimmobilien bis hin zu Hotels und Pflegeheimen. Das Angebot für Infrastruktur deckt nahezu alle Bereiche von Energie, einschließlich erneuerbarer Energien, Verteilungsnetze für Strom, Kommunikation, Gas und Wärme, Wasser- und Abfallwirtschaft sowie unterirdischer Energiespeicher, sogenannte Kavernen, Verkehr bis hin zu sozialer Infrastruktur, beispielweise Schulen und Kindergärten ab. Als Bestandteil des Produktangebots verwaltet das Unternehmen Eigenkapital- und Fremdkapital-Investitionen in Infrastrukturanlagen.

Darüber hinaus bietet PATRIZIA ihren Kunden einen breiten Zugang zu Multi-Manager-Produkten, um in von Dritten verwaltete Immobilien, globale Infrastruktur- und Private-Equity-Fonds in Europa, Asien und Amerika investieren zu können. PATRIZIA führt dieses Geschäft unter den Marken PATRIZIA Global Partners (PGP) und Advantage Investment Partners (AIP).

Die von den Fonds gehaltenen Vermögenswerte haben typischerweise eine geplante anfängliche Haltedauer zwischen fünf und zehn Jahren mit einer Tendenz zu zehn Jahren.

PATRIZIAs regionale Plattformen decken 26 Standorte weltweit ab, um Kunden zu betreuen und Real Assets vor Ort zu verwalten

Kunden und regionale Plattformen

Zu den Kunden der PATRIZIA zählen institutionelle und semiprofessionelle Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen und Staatsfonds aus Deutschland, Europa, Nordamerika, Australien und Asien, vermögende Privatpersonen und Privatanleger.

PATRIZIA strebt eine vertrauensvolle und verlässliche Partnerschaft mit Geschäftspartnern und erfolgreiche Investitionen für Investoren an und sieht die Basis dafür in einer nachhaltigen, umsichtigen und erfolgreichen Geschäftstätigkeit. Die Marke und das damit verbundene Vertrauen werden als wesentlich für die Gewinnung neuer Kunden und den Ausbau bestehender Geschäftsbeziehungen angesehen. Deshalb legt das Unternehmen großen Wert darauf, die Marke PATRIZIA zu pflegen und mit jedem Investment das Vertrauen der Anleger zu gewinnen.

Insgesamt belief sich das von Kunden eingeworbene Eigenkapital im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,0 Mrd. EUR (2023: 0,5 Mrd. EUR). Die offenen Eigenkapitalzusagen, die für Kundeninvestitionen zur Verfügung stehen beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf 1,3 Mrd. EUR.

Die regionalen Plattformen von PATRIZIA sind in ganz Europa etabliert und expandieren global sowohl in den asiatischpazifischen Raum, wo im Jahr 2022 ein weiterer regionaler Hub in Singapur gegründet wurde als auch in die Region Nordamerika, wo das Unternehmen derzeit zwei Büros unterhält. Insgesamt umfassen die regionalen Plattformen zum 31. Dezember 2024 26 PATRIZIA Büros, um Kunden vor Ort zu betreuen und Real Assets zu verwalten. Die gesamte Anzahl der Mitarbeiter (Kopfzahl in Personen) belief sich am 31. Dezember 2024 auf 921. In den weiter unten aufgeführten Übersichten und Statistiken sind 12 Mitarbeiter (10,6 FTE) von Advantage Investment Partners aufgrund der begrenzten Datenverfügbarkeit nicht enthalten, sodass sich die Angaben auf eine gesamte Mitarbeiterzahl von 909 (Kopfzahl in Personen) beziehen. Die geografische Verteilung der Mitarbeiter (Kopfzahl) nach Ländern zum 31. Dezember 2024 war wie folgt: 539 in Deutschland, 173 im Vereinigten Königreich, 53 in Luxemburg und 144 an anderen Standorten.

Die Beschreibung soll die Offenlegungspflicht gemäß ESRS 2 40 a) i.) erfüllen und die Beschreibung in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung in Abschnitt 4 des Geschäftsberichts 2024 ergänzen.

PATRIZIA ist in allen ihren Märkten mit eigenen Niederlassungen oder Partnern vertreten, die über langjährige und vor allem lokale Expertise verfügen. Das regional und überregional etablierte Netzwerk des Unternehmens ermöglicht einen direkten Zugang zum aktuellen Marktgeschehen und verfolgt für die Kunden relevanten Transaktionen. Dadurch ist PATRIZIA in der Lage, attraktive Investitionsmöglichkeiten in nahezu allen Anlageklassen sowie Risikoprofilen im Immobilien- und Infrastrukturbereich zu identifizieren und zu verfolgen.

PATRIZIA verfügt über verschiedene Einheiten zur Verwaltung von Investmentvermögen, darunter deutsche Kapitalverwaltungsgesellschaften und regulierte Plattformen (AIFM) in Luxemburg, Frankreich, Dänemark, Großbritannien und Australien. Sie tätigen im Auftrag ihrer Kunden über die aufgelegten Fonds weltweite Investitionen in verschiedenen Immobilien- und Infrastruktursektoren. Die Fonds fungieren als Holding-Agenten und halten die Investments, die in den Fonds enthalten sind.

Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um Investitionen innerhalb des von den jeweiligen Kunden bevorzugten rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmens gemäß ihren lokalen Vorschriften anzubieten. Die Beziehungen zu den Kunden wurden und werden weltweit ausgebaut. Lokale Kontakte wurden im Mittleren Osten, Australien, Singapur, Hongkong, Japan, Südkorea, den USA und Kanada geknüpft. Der bestehende Kundenstamm in Deutschland und im übrigen Europa wird ebenfalls weiter ausgebaut. Ziel ist es, mit den internationalen Kunden eine ähnlich langfristige und stabile Beziehung aufzubauen, wie sie die PATRIZIA bereits mit ihren bestehenden, überwiegend deutschen Investoren pflegt.

Transitorische Megatrends, die das Geschäft der PATRIZIA beeinflussen

Im aktuellen Branchenumfeld befindet sich PATRIZIA am Scheideweg tiefgreifender Veränderungen und agiert in einer Welt im Wandel, die die Art und Weise, wie Real Assets genutzt werden, maßgeblich beeinflusst - durch veränderte Lebensstile, Arbeitsweisen und technologischen Fortschritt. In diesem sich entwickelnden Kontext erkennt und berücksichtigt PATRIZIA vier große transitorische Megatrends, die mittel- und langfristig die Investitionsstrategien für Immobilien und Infrastruktur prägen: Digital Transition, Urban Transition, Energy Transition und Living Transition, die sogenannten "DUEL"-Megatrends:

Die Digital Transition steht an vorderster Front der Revolutionierung des Immobilien- und Infrastruktursektors und zielt darauf ab, die Effizienz, Entscheidungsprozesse und die gesamte Leistungsfähigkeit zu verbessern. Der Einzug neuer Technologien hat traditionelle Paradigmen durchbrochen und neue Möglichkeiten für die Entwicklung künftiger Geschäftsmodelle geschaffen. Ein gutes Beispiel dafür ist die weit verbreitete Einführung von Technologien wie Glasfasertechnik, die eine nahtlose Kommunikation und Konnektivität ermöglicht. Darüber hinaus verdeutlichen Initiativen wie die gemeinsame Nutzung des Echtzeit-Internetzugangs durch öffentliche und private Nutzer oder die Entwicklung der künstlichen Intelligenz die transformative Kraft digitaler Innovationen bei der Schaffung vernetzter und intelligenter Umgebungen.

Die Urban Transition kennzeichnet den transformativen Wandel hin zu nachhaltigeren, vernetzten und effizienteren Städten. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht die Bedeutung von Städten als dynamische Innovationszentren für intelligente Technologien, moderne Lebens- und Arbeitskonzepte sowie Dekarbonisierungsmaßnahmen. Die Zunahme von gemeinsam genutzten Büros und die Einführung flexibler Lebensbedingungen mit Schwerpunkt auf Teilzeitwohnmodellen zeigen diesen Wandel ebenfalls auf. Mit diesen innovativen Ansätzen spiegelt Urban Transition das Engagement für eine Neudefinition städtischer Räume wider, die sowohl technologisch innovativ als auch auf die sich ändernden Bedürfnisse einer dynamischen und vernetzten Gesellschaft anpassen sollen. Dieser Paradigmenwechsel unterstreicht die Vision, Städte zu schaffen, die als Vorreiter des Fortschritts und der Verbesserung der Lebensqualität für ihre Bewohner dienen.

Die Energy Transition stellt den grundlegenden Wandel der Energiesysteme in Richtung Nachhaltigkeit und Effizienz dar. Durch die Nutzung von Spitzentechnologien und innovativen Strategien für die Energieerzeugung und -speicherung im Rahmen von Investitionen im Auftrag von Kunden will PATRIZIA diesen Transformationsprozess unterstützen und vorantreiben. Ein Musterbeispiel für diesen Wandel ist die weit verbreitete Einführung von Elektroautos und die Entwicklung von Infrastruktur für das Laden von Elektrofahrzeugen. Die Nutzung solcher Fortschritte reduziert nicht nur den CO 2 -Fußabdruck, sondern ist auch ein Bekenntnis zu einer sauberen und nachhaltigen Energiezukunft.

Die Living Transition verkörpert die dynamische Entwicklung des Immobiliensektors, der sich an die demografische Entwicklung und die sich verändernden Lebensstile, Vorlieben und technologischen Fortschritte anpasst. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Schaffung moderner, vernetzter und nutzerorientierter Lebensräume, die den vielfältigen Bedürfnissen der heutigen Bewohner gerecht werden. Ein anschauliches Beispiel ist das intelligente Wohnen oder die gestiegene Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum, die die Dringlichkeit widerspiegelt, auf die sich verändernde sozioökonomische Dynamik einzugehen.

Generierung von Umsatzerlösen

Die Haupteinnahmequelle des Unternehmens sind Verwaltungsgebühren, die durch Investment Management Dienstleistungen generiert werden, sowie leistungsabhängige Gebühren und Transaktionsgebühren, die durch den Erwerb und Verkauf von Vermögenswerten im Auftrag von Kunden generiert werden. Umsatzerlöse aus Co-Investments und gelegentliche Mieterlöse aus Vermietung von auf der Bilanz gehaltenen Assets tragen zu den Umsatzerlösen bei, wenn auch in einem geringeren Umfang.

PATRIZIA strukturiert, platziert und verwaltet Fondsvehikel für Kunden. Der überwiegende Teil dieser Fonds wird ohne Eigenkapitalbeteiligung der PATRIZIA aufgelegt. Das Unternehmen erzielt stabile und wiederkehrende Einnahmen in Form von Verwaltungsgebühren für die Verwaltung von Assets und Projektentwicklungen im Kundenauftrag. Die Höhe des verwalteten Immobilien- und Infrastrukturvermögens (Assets under Management, AUM) hat somit Einfluss auf die Höhe der wiederkehrenden Gebühreneinnahmen. Die AUM betrugen zum 31. Dezember 2024 56,4 Mrd. EUR (2023: 57,3 Mrd. EUR). Umsatzerlöse in Form von Transaktionsgebühren werden durch Bewegungen bei den Assets under Management generiert, die durch den Erwerb und den Verkauf von Vermögenswerten im Auftrag von Kunden verursacht werden. Zudem erhält PATRIZIA leistungsabhängige Gebühren, wenn definierte individuelle Renditeziele von Fonds oder Assets überschritten werden.

PATRIZIA investiert zudem selektiv das verfügbare eigene Kapital in Partnerschaft mit ihren institutionellen Kunden in Form von langfristigen Co-Investments. Auf diese Weise generiert PATRIZIA Gebühren und zusätzliche Beteiligungsergebnisse und ermöglicht es den Aktionären von PATRIZIA, direkt an der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Portfolios von Real Assets zu partizipieren, wenn auch nur zu einem begrenzten Teil. Darüber hinaus nutzt das Management die vorhandene Liquidität selektiv für Seed-Investments oder das Warehousing von Assets, die auf Unternehmensebene konsolidiert werden. Insgesamt hat PATRIZIA rund 0,5 Mrd. EUR ihres eigenen Kapitals (zu Anschaffungskosten) in moderat dimensionierte und gut diversifizierte Co-Investments, Seed-Investments oder das Warehousing von Assets mit einer beabsichtigten kurzen Haltedauer investiert, die in die verwalteten Fonds des Unternehmens eingebracht werden sollen. Weitere Details zu diesen Co-Investments finden sich in der Kapitalallokation in Kapitel 5.4.3.

Wertschöpfungskette

Die vorgelagerte Wertschöpfungskette von PATRIZIA umfasst Aktivitäten und Inputs, die für den Erwerb von Immobilien- und Infrastrukturanlagen erforderlich sind und es PATRIZIA ermöglichen, als Investmentmanager tätig zu sein. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette stellt die notwendigen Ressourcen und Informationen für das Management potenzieller Investitionen bereit.

Zu den Hauptakteuren der vorgelagerten Wertschöpfungskette gehört eine umfangreiche Bandbreite von Investoren, die ihr Kapital zur Verfügung zu stellen, das von PATRIZIA für die Investition in Vermögenswerte genutzt wird und anschließend von ihr verwaltet werden. Marktforschung und -analyse spielen eine entscheidende Rolle, indem sie Daten über Markttrends, Immobilienwerte und Wirtschaftsindikatoren sammeln und analysieren, um potenzielle Investitionsmöglichkeiten zu ermitteln. Die Standortauswahl und der Erwerb umfassen die Identifizierung und den Erwerb geeigneter Immobilien, ein Prozess, der eine gründliche Due Diligence, rechtliche Verhandlungen, behördliche Genehmigungen und die Sicherstellung der Finanzierung umfasst.

Die nachgelagerte Wertschöpfungskette umfasst die Einbindung und Verwaltung der erworbenen Vermögenswerte, um Werte für die Kunden der PATRIZIA und somit auch für PATRIZIA zu schaffen. Dazu gehören die Leistungsüberwachung, die Entwicklung von Vermögenswerten und die Umsetzung von Strategien zur Maximierung der Rendite. Die Akteure der nachgelagerten Wertschöpfungskette sollen sicherstellen, dass PATRIZIA alle verwalteten Vermögenswerte effektiv verwalten, die Kundenzufriedenheit aufrechterhalten und die regulatorischen Anforderungen erfüllen kann.

Eine Schlüsselphase ist das Immobilienmanagement, bei dem PATRIZIA sicherstellen will, dass umfassende Dienstleistungen für die Vermögenswerte vorhanden sind. Immobilienverwalter überwachen den täglichen Betrieb und sollen sicherstellen, dass die Vermögenswerte gut gepflegt werden, effizient funktionieren und die Anforderungen der Mieter erfüllen. Zu diesen Dienstleistungen gehören auch Initiativen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Zur nachgelagerten Wertschöpfungskette gehört auch die Entwicklung von Marketingstrategien, um Mieter anzuziehen, und die Suche nach Immobilienverwaltern, die Aufgaben wie Instandhaltung und Vermietung überwachen.

Mieter und Endnutzer sind eine weitere wichtige Komponente, da PATRIZIA Marketingstrategien entwickelt, um sie oder potenzielle Käufer zu überzeugen. Dieser Prozess umfasst die Aushandlung von Mietbedingungen, die Verwaltung der Mieterfluktuation und die Optimierung der Belegungsquoten. Die Bandbreite der Mieter reicht von Bewohnern von Wohnungen bis hin zu Nutzern von Gewerbe- und Industrieflächen. Das Asset Management konzentriert sich auf die Steigerung des Vermögenswerts durch strategische Initiativen wie Renovierungen, Nachrüstungen, Neupositionierung von Immobilien zur Anpassung an die Marktanforderungen, Erhalt von Nachhaltigkeitszertifizierungen und Umsetzung von Energieeffizienzprogrammen.

Je nach Vermögensplan können Bau-, Entwicklungs- oder Sanierungsmaßnahmen folgen, die darauf abzielen, das Potenzial des Vermögenswerts zu maximieren. Diese Phase umfasst die Beauftragung von Bauunternehmern, Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern, die Einholung von Genehmigungen bei den örtlichen Behörden, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden und die Bewertung von Materialien oder Nachrüstungsverfahren. Compliance und Nachhaltigkeit sind Schlüsselfaktoren, da PATRIZIA sicherstellen möchte, dass die Vermögenswerte Umweltstandards und -vorschriften erfüllen, während nachhaltige Praktiken in den Entwicklungs- oder Nachrüstungsprozess integriert werden, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.

Kunden und Investoren werden durch detaillierte Leistungsberichte auf dem Laufenden gehalten, mit dem Ziel Transparenz darüber zu schaffen, ob die Vermögenswerte die erwarteten Renditen erzielen und damit die Informationsbedürfnisse der Investoren zu erfüllen. Schließlich umfassen die Verkaufs- und Verkaufsstrategien die Verwaltung des Verkaufs von Vermögenswerten mit dem Ziel, die Rendite zu maximieren. Dazu gehören die strategische Zeitplanung, die Nutzung von Netzwerken zur Suche nach geeigneten Käufern und die Zusammenarbeit mit Immobilienkäufern, Maklern und Juristen. Potenzielle Gewinne aus dem Verkauf von Vermögenswerten können im Investitionszyklus reinvestiert werden und bieten den Investoren weitere mögliche Renditen.

Segmente

Die Segmente "Management Services" und "Investments" gliedert die Geschäftsfelder danach, ob PATRIZIA als Investmentmanager für seine Kunden agiert oder als Investor eigenes verfügbares Kapital investiert. Im Segment Management Services generiert PATRIZIA Gebühreneinnahmen für die vom Unternehmen gegenüber Kunden erbrachten Dienstleistungen. Im Segment Investments erzielt PATRIZIA Erträge aus Principal Investments, Co-Investments (exkl. CoInvestment in Dawonia GmbH), Seed Investments sowie vereinzelt Umsatzerlöse aus Vermietung von Assets im Zusammenhang mit Warehousing.

Das Segment Management Services umfasst ein breites Spektrum von immobilien- und infrastrukturbezogenen Dienstleistungen wie den An- und Verkauf von Immobilien- und Infrastrukturassets oder Portfolios (Transaktionen), die wertorientierte Betreuung von Immobilien- und Infrastrukturbeständen (Asset Management), die strategische Beratung hinsichtlich Investmentstrategie, Portfolioplanung und -allokation (Portfolio Management) sowie die Durchführung komplexer, nicht standardisierter Investments (Alternative Investments).

Über die konzerneigenen Kapitalverwaltungsgesellschaften werden auch Investmentvermögen nach individuellen Kundenwünschen aufgelegt und verwaltet. Die aus Dienstleistungen generierten Gebühreneinnahmen, sowohl aus den Co-Investments als auch aus dem Drittgeschäft werden im Segment Management Services ausgewiesen. Darin enthalten sind auch die in den Erträgen aus Beteiligungen verbuchten Verwaltungsgebühren und leistungsabhängigen Gebühren aufgrund der als Gesellschafterbeitrag erbrachten Leistungen für das Asset Management des Co-Investments Dawonia GmbH.

Das Segment Investments bündelt Co-Investments, Seed-Investments und Warehousing-Assets sowie bestimmte historische Principal Investments, die strategiekonform reduziert werden.

Die Beschreibung soll die Offenlegungspflicht gemäß ESRS 2 40 b) erfüllen und die Beschreibung in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung in Abschnitt 4 des Geschäftsberichts 2024 ergänzen.

Konsolidierungskreis

Der PATRIZIA Konzern mit dem Mutterunternehmen PATRIZIA SE besteht aus 131 Tochterunternehmen, sechs at-equity Unternehmen und 19 Zweigniederlassungen von unwesentlicher Bedeutung. Die Gesellschaften sowie Zweigniederlassungen sind aktuell insbesondere in Europa verortet, wobei die weltweite Präsenz im Einklang mit der Wachstumsstrategie der PATRIZIA stetig ausgebaut wird.

2 Konzernstrategie

PATRIZIA hat im Jahr 2024 eine neue mittelfristige Strategie vorgestellt. Das Unternehmen hat die Vision, der führende Manager für intelligente Real Assets-Lösungen zu werden und hat sich erstmalig ein langfristiges Wachstumsziel für die AUM gesetzt. Bis zum Jahr 2030 sollen die AUM auf mehr als 100 Mrd. EUR wachsen. Um dieses Wachstumsziel zu erreichen, hat das Unternehmen sechs strategische Prioritäten definiert:

1. Fokus auf fünf zentrale Wachstumsbereiche

2. Etablierung von RE-Infra als neue Anlageklasse

3. Förderung eines dynamischen Produktportfolios

4. Kostendisziplin

5. Förderung einer ausgeprägten Leistungskultur

6. Sicherstellung klarer Verantwortlichkeiten und operativer Exzellenz

Das Unternehmen legt seit August 2024 einen besonderen Fokus auf thematische Strategien und Flagship-Fonds. PATRIZIA hat einen klaren Wachstumspfad definiert und strebt an, 30 Mrd. EUR an Eigenkapital bis 2030 in den folgenden fünf Schlüsselwachstumsbereichen einzuwerben: Wohnen, Value-add-Strategien, Re-Infra & Smart City Solutions, europäische Infrastruktur und über die unabhängige Plattform Advantage Investment Partners. PATRIZIA möchte seine starke Position in Deutschland mit attraktiven Angeboten für Real Assets nutzen und international weiter wachsen.

Nach mehr als einer Dekade des Wachstums hat sich die aktuelle Lage der Real Asset-Märkte, insbesondere die Lage des Immobilienmarktes, erheblich verändert. Die Märkte befinden sich in einem grundlegenden Wandel, der von hoher Volatilität und Komplexität, sich ändernder Politik und verändertem Kundenverhalten geprägt ist. Darüber hinaus wird die Entwicklung von Real Assets von erheblichen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft beeinflusst. Die vier transitorischen Megatrends - Digital Transition, Urban Transition, Energy Transition und Living Transition, die sogenannten "DUEL"-Megatrends - bestimmen diese Veränderungen maßgeblich. Infolge dieser Megatrends erwartet das Unternehmen, dass die klare Grenze zwischen Immobilien und Infrastruktur mit der Zeit verschwimmen wird. Die Kombination von Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen wird gebündelt in einem Produktangebot ungenutztes Potenzial bieten, das sich zunächst im Bereich Smart City Solutions entfalten sollte.

Die Merkmale eines smart Real Asset Players

Die Transformation zum smart Real Asset Player basiert auf fünf wesentlichen Faktoren um in einem sich ändernden Geschäfts- und Marktumfeld herausragende Leistungen zu erzielen. Sie baut dabei auf den vier Säulen der bisherigen Unternehmensstrategie auf: Ausbau der globalen Präsenz über regionale Plattformen, Transformation des Real Asset Produktportfolios, Erweiterung der internationalen Kundenbasis und der weiteren Verbesserung der Ertragsqualität. Gleichermaßen ist es von hoher Relevanz, diese Säulen weiterzuentwickeln, um das Unternehmen als smart Real Asset Player zu positionieren. "smart" hat für PATRIZIA folgende Bedeutung:

Die Beschreibung soll die Offenlegungspflicht gemäß ESRS 2 40 e) und f) erfüllen und die Beschreibung in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung in Abschnitt 4 des Geschäftsberichts 2024 ergänzen.

Neben der Absicht, das Geschäft auszubauen, strebt PATRIZIA eine Optimierung der Unternehmensstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten an, um operative Exzellenz sowie eine mitarbeiterorientierte und leistungsorientierte Kultur zu erreichen, die Kostendisziplin fördert.

Weitere Verbesserung der Ertragsqualität

Die Konzernstrategie der PATRIZIA dient dazu ihren wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig zu sichern. Das Unternehmen strebt an, die gesteckten Ziele zu erreichen, um so den Ansprüchen und Renditeerwartungen der Aktionäre gerecht zu werden.

Das primäre mittelfristige Finanzziel der PATRIZIA ist die Erhöhung des Anteils der wiederkehrenden Verwaltungsgebühren aus den Assets under Management an den Gebühreneinnahmen insgesamt. Außerdem gilt es, den Anteil der skalierbaren und margensteigernden Immobilien-, Infrastruktur- und integrierten Flagship-Fonds zu steigern, die auf die Megatrends Digital Transition, Urban Transition, Energy Transition und Living Transition, die sogenannten DUEL-Megatrends, einzahlen und Investoren in Deutschland, Europa und anderen Regionen weltweit zugänglich gemacht werden.

Das Unternehmen strebt an, die Assets under Management und die laufenden Gebühreneinnahmen durch Neugeschäftswachstum weiter zu steigern. Gleichzeitig will das Unternehmen seine Kostendisziplin durch Effizienzverbesserungen weiter steigern, mit dem Ziel, die operativen Kosten durch Marktzyklen hinweg durch wiederkehrende Verwaltungsgebühren zu decken. Dadurch möchte das Unternehmen die Profitabilität nachhaltig steigern und die finanzielle Stabilität und Flexibilität weiter verbessern.

Um diese grundlegenden Veränderungen in einer Welt im Wandel bestmöglich zu bewältigen und eine starke Grundlage für ein wiederbelebendes Wachstum zu schaffen, war das Jahr 2024 ein wichtiger Meilenstein bei der Anpassung der Strategie und Arbeitsweise des Unternehmens.

3 Konzernsteuerung und Leistungsindikatoren

Unternehmens- und Konzernsteuerung nach Segmenten

PATRIZIAs Segmente sind Management Services und Investments. Das Segment Management Services umfasst im Wesentlichen Gebühreneinnahmen aus dem Portfolio-, Asset- und Fondsmanagement. Das Segment Investments enthält vor allem die Erträge auf das eingesetzte Eigenkapital. Die Segmentberichterstattung kann dem Konzernanhang im Kapitel 5 entnommen werden.

Unternehmens- und Konzernsteuerung anhand finanzieller Leistungsindikatoren

Die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren hat PATRIZIA im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 zur Unternehmenssteuerung verwendet und wird sie auch im kommenden Geschäftsjahr verwenden. Es handelt sich dabei um die finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 20.

Leistungsindikatoren der PATRIZIA im Sinne des DRS 20

Finanzielle Leistungsindikatoren Beschreibung
Assets under Management Das Wachstum des Konzerns wird anhand der Assets under Management beurteilt. Eine Darstellung der Berechnung findet sich nachfolgend.
EBITDA Das EBITDA ist die wesentliche Steuerungsgröße des Konzerns und wird direkt aus der IFRS Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet.
EBITDA Marge Die EBITDA Marge vergleicht das EBITDA des Geschäftsjahres mit der Summe aus den Gebühreneinnahmen insgesamt sowie den Netto-Erträgen aus Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments.

Die Assets under Management (AUM) setzen sich aus dem gesamten Marktwert der vom Unternehmen verwalteten Investitionen in Immobilien und Infrastruktur zusammen, für die das Unternehmen die Aufsicht, Investmentmanagement-Dienstleistungen und andere Beratungsleistungen erbringt.

Die AUM resultierend aus Investitionen in Immobilien umfassen den gesamten Marktwert aller vom Unternehmen oder den Fonds verwalteten Immobilien:

Nicht börsennotierte Investments in Immobilien Bruttowert der Immobilien + Barmittel im Fonds
Nicht börsennotierte Projekte aus dem Bereich der Immobilienentwicklung Beizulegender Zeitwert auf der Grundlage der jüngsten Bewertung in Übereinstimmung mit IFRS 15, d. h. der Fonds ist verpflichtet, seiner Verpflichtung nachzukommen, den Bau des Vermögenswerts abzuschließen.
PATRIZIA-Fonds, die in andere PATRIZIA-Fonds investieren Wenn PATRIZIA in einem Fonds, der in andere Fonds investiert, Gebühren erzielt und gleichzeitig Gebühren aus dem Fonds erzielt indem eine "Überkreuzbeteiligung" vorliegt, fließt der Bruttowert der Immobilien in die Assets under Management ein.
Minderheitsbeteiligung, Joint Ventures und Co-Investments Bei der Berechnung der AUM werden nur Anteile berücksichtigt, die sich im Besitz eines PATRIZIA-Produkts befinden. Anteile die sich im Besitz anderer Investmentmanager befinden, fließen nicht in die AUM ein.
Fund of Funds (Multi-Manager) Nettovermögenswert, wie von dem Fondsanbieter angegeben

Die AUM resultierend aus Investitionen in Infrastrukturvermögen und Schuldtitel (Fremdkapital) umfassen den gesamten Marktwert aller vom Unternehmen oder den Fonds verwalteten Infrastrukturprojekte:

Eigenkapital Investments in nicht börsennotierte Infrastrukturprojekte Unternehmenswert (Bruttovermögenswert (GAV), Eigenkapitalwert, der um die Nettoverschuldung auf Eigentümerebene hochgerechnet wurde)
Eigenkapital Investments in börsennotierte Infrastrukturprojekte Wert des Eigenkapitals (Aktienkurs * Aktienanzahl) + Barmittel im Fonds
Investments in Schuldtitel nicht börsennotierter Infrastrukturprojekte Marktwert der Schuldtitel + aufgelaufene Zinsen (Dirty Value)
Nicht börsennotierte Dachfonds für Infrastruktur (Multi-Manager) Wert des Eigenkapitals + Barmittel im Fonds
Fund of Funds (Multi-Manager) Nettovermögenswert, der für die Hebelwirkung hochgerechnet wurde (NAV, der von der Verwaltungsstelle bereitgestellt und für die Hebelwirkung hochgerechnet wurde)

Im Zusammenhang mit Fund of Funds Strukturen stellen die AUM den gesamten Marktwert aller zugrunde liegenden Vermögenswerte innerhalb der von PATRIZIA verwalteten Fonds dar. Bei Investitionen in Fund of Funds wird in der Regel in ein Portfolio anderer Investmentfonds investiert und nicht unmittelbar in Wertpapiere oder Vermögenswerte. AUM, die in diesem Zusammenhang entstehen, werden auf der Grundlage des Nettovermögenswerts der zugrunde liegenden Fonds zuzüglich der Barmittel im Fonds berechnet.

Die Berechnung der AUM basiert in der Regel auf externen Bewertungsgutachten zum jeweiligen Stichtag. Für einzelne Produkte oder spezifische Plattformen (d.h. Dachfonds, Infrastruktur) werden die Zahlen des Vorquartals einschließlich einer Hochrechnung zum Stichtag verwendet. Die Komponente Barmittel/Liquidität spiegelt hauptsächlich das Vorquartal wider. Die daraus resultierende Unschärfe ist jedoch für das Gesamtergebnis nicht wesentlich (historisch betrachtet resultierte daraus eine Abweichung von weniger als 1%).

Da es keine globalen regulatorischen Richtlinien für weltweit einheitliche Berechnung der AUM gibt, kann die vom Unternehmen praktizierte Methode zur Bestimmung der AUM von der Methodik anderer Wettbewerber und von der Methodik einer lokalen regulatorisch vorgegebenen Berechnung der AUM abweichen.

Darüber hinaus unterstützen folgende Rahmenparameter die Steuerung des Konzerns.

Weitere Rahmenparameter Beschreibung
Verwaltungsgebühren Für die Betreuung der Real Assets vereinnahmt PATRIZIA wiederkehrende Dienstleistungsgebühren, in der Regel abhängig von der Höhe der Assets under Management bzw. des Net Asset Values der betreuten Fonds.
Transaktionsgebühren Für An- oder Verkäufe erhält PATRIZIA eine vom Transaktionsvolumen abhängige Gebühr.
Leistungsabhängige Gebühren Erfolgsabhängige Vergütungen erhält PATRIZIA, wenn definierte Zielrenditen einzelner Investments überschritten werden.
Transaktionsvolumen Das Transaktionsvolumen summiert vereinbarte An- und Verkäufe.
Netto-Erträge aus den Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments Ertrag auf das eingesetzte Kapital.
Eingeworbenes Eigenkapital Für die unterschiedlichen Investitionen wird das Eigenkapital bei institutionellen, (semi-)professionellen und privaten Investoren weltweit eingeworben.

Zudem unterstützen auch EBIT und EBT als zusätzliche Rahmenparameter die Steuerung des Konzerns.

Die Entwicklung dieser Indikatoren wird im Kapitel 4.3 erläutert.

Im Rahmen des Prognoseberichts werden Prognosen für die drei finanziellen Leistungsindikatoren der PATRIZIA gegeben.

3.2.1 Unternehmens- und Konzernsteuerung anhand nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

PATRIZIA legt großen Wert auf die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten, hat jedoch noch keine bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gemäß DRS 20 definiert. Das Unternehmen berichtet über die wichtigsten Parameter in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung in Abschnitt 4 des Geschäftsberichts.

PATRIZIA beabsichtigt, im Jahr 2025 nichtfinanzielle Leistungsindikatoren in die Konzernsteuerung aufzunehmen. Höchstwahrscheinlich werden die im überarbeiteten Vergütungssystem verwendeten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für diesen Zweck verwendet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2025 (vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre auf der kommenden Hauptversammlung) hat das Unternehmen Nachhaltigkeitsziele in sein Vergütungssystem integriert. Das Vergütungssystem wird neben den finanziellen Zielen für den Short-Term Incentive Plan (STIP) und den Long-Term Incentive Plan (LTIP) auch einen ESG-Faktor enthalten.

Die Integration eines ESG-Faktors in den STI gilt ab dem 1. Januar 2025 auch für alle anderen Mitarbeiter und leitenden Angestellten von PATRIZIA. Der ESG-Faktor umfasst mehrere nichtfinanzielle Leistungskennzahlen, die ab dem Geschäftsjahr 2025 erfasst werden.

4 Nichtfinanzielle Konzernerklärung

Allgemeine Informationen ESRS 2

Grundlagen für die Erstellung

BP-1 - Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen

Rahmen

Einhaltung der Anforderungen der §§ 315b bis 315c HGB.

Die nichtfinanzielle Konzernerklärung wurde zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nach §§315b bis 315c i.V.m. §289c-e HGB unter teilweiser Anwendung der Anforderungen der delegierten Verordnung (EU) 2023/2772, den European Sustainability Reporting Standards (ESRS), erstellt. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung wendet teilweise den ersten Satz der ESRS als Rahmenwerk an, da ESRS E1-5 und E1-6 nicht den Anforderungen entsprechen. Darüber hinaus werden die Angaben gemäß der delegierten Verordnung (EU) 2020 8 2 im Abschnitt "EU-Taxonomie" beschrieben, der im Abschnitt "Umweltinformationen" dieser nichtfinanziellen Konzernerklärung enthalten ist. Die bei der Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung verwendeten Daten und Annahmen stimmen mit den entsprechenden Finanzdaten überein, die für die Finanzberichterstattung im Geschäftsbericht 2024 verwendet wurden; sofern nicht anders angegeben.

Weitere Angaben, die sich aus anderen Rechtsvorschriften oder anderen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung ergeben, wurden berücksichtigt und sind in Abschnitt ESRS 2 BP-2 aufgeführt. Alle gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen beziehen sich auf Aktivitäten auf Konzernebene, einschließlich der Muttergesellschaft PATRIZIA SE, sofern nicht anders angegeben. Informationen über den Geschäftszweck, die Organisationsstruktur und die Geschäftsprozesse des Unternehmens finden Sie im Lagebericht, Abschnitt "Geschäftsmodell".

Die Nichtfinanzielle Konzernerklärung des Konzerns wurde mit begrenzter Sicherheit gemäß ISAE 3000 (rev.) geprüft.

PATRIZIA hat den von der Europäischen Kommission verabschiedeten ESRS-Berichtsstandard für die nichtfinanzielle Konzernerklärung 2024 angewendet und befolgt. Dies ist auf die wachsende Bedeutung der ESRS-Offenlegungspflicht und der Gesetzgebung zurückzuführen. Die Herleitung der ESRS-Themen und Informationen zu den Aspekten gemäß §289c Absatz 3 HGB finden Sie in der folgenden Tabelle.

Herleitung der ESRS-Themen/Informationen zu den Aspekten gemäß §289c Abs. 3 HGB

Aspekt gemäß §289c Abs. 3 HGB ESRS Berichtsstandard gemäß CSRD
Umweltbelange Alle Umweltbelange finden Sie unten:
• ESRS E1 - Klimawandel
• ESRS E2 - Umweltverschmutzung
• ESRS E3 - Wasser- und Meeresressourcen
• ESRS E4 - Biologische Vielfalt und Ökosysteme
• ESRS E5 - Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Arbeitnehmerbelange Informationen zu Arbeitnehmerbelangen finden Sie unter ESRS S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens
Menschenrechte Informationen zu Menschenrechten finden Sie unter ESRS S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens und ESRS S2 - Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette
Sozialbelange Informationen zu allen Sozialbelangen finden Sie unter
• ESRS S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens
• ESRS S2 - Arbeitskräfte in der Wertschhöpfungskette
• ESRS S3 - Betroffene Gemeinschaften
• ESRS S4 - Verbraucher und Endnutzer
Korruptions- und Bestechungsprävention Informationen zur Korruptions- und Bestechungsprävention finden Sie in G1 - Unternehmensführung
Sonstige Angelegenheiten n/a

Konsolidierungskreis

Die Angaben in dieser nichtfinanziellen Konzernerklärung beziehen grundsätzlich alle Unternehmen ein, die der Konzern beherrscht und entsprechen damit dem vollständigen Konsolidierungskreis, wie er auch dem Konzernabschluss zugrunde liegt. Der Berichtszeitraum stimmt mit dem Berichtszeitraum für den Abschluss des Konzerns überein. Der Konzernabschluss der PATRIZIA SE (von nun an PATRIZIA genannt) umfasst den Abschluss des Mutterunternehmens und der jeweiligen Tochterunternehmen, wie im Kapitel "2. Konsolidierungskreis" des Geschäftsberichts beschrieben. Tochterunternehmen werden direkt oder indirekt vom Mutterunternehmen beherrscht und nach den Regeln der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Darüber hinaus werden sechs Beteiligungen mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Entsprechende Informationen zu Unternehmen, die assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind, nach der Equity-Methode bilanziert werden und Teil der Wertschöpfungskette sind, sind in den Angaben zur Wertschöpfungskette enthalten. Dies entspricht dem Ansatz, der für die anderen Geschäftsbeziehungen in der Wertschöpfungskette gewählt wurde.

Darüber hinaus setzt PATRIZIA selektiv vorhandene Liquidität für Co-Investitionen, Seed-Investitionen oder Warehousing von Immobilien- und Infrastrukturanlagen und Fonds ein. Selbst wenn diese Investitionen nach der Equity-Methode bilanziert werden, werden sie in die Berichterstattung über die Assets under Management (AUM) auf Fonds-/Anlagenebene einbezogen. Sobald diese Investitionen nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen werden und nur noch die Ebene der Zielfonds erfasst wird, bleiben diese Vermögenswerte in der Berichterstattung über die Assets under Management auf Fonds-/Vermögensebene enthalten.

Aus Wesentlichkeitsgründen wird im weiteren Verlauf auf zusätzliche Angaben für assoziierte Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden und gleichzeitig keine Platzierung auf Fondsebene angestrebt wird (z. B. EVANA AG oder Cognotekt GmbH) verzichtet. PATRIZIA hat in diesen Fällen als Minderheitsgesellschafter keine operative Kontrolle und betrachtet die nicht finanziellen Effekte aus der Geschäftstätigkeit dieser Beteiligungen als nicht wesentlich.

Aussagen zur Belegschaft gelten für alle Beschäftigten im Konzern. Wurde von diesen Regeln abgewichen, wird dies an den relevanten Stellen dargestellt.

Informationen zur Nachhaltigkeit in Bezug auf AUM

Neben den wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, die direkt mit PATRIZIA verbunden sind, hat die im Jahr 2023 durchgeführte und 2024 abgeschlossene doppelte Wesentlichkeitsanalyse auch indirekte Auswirkungen, Risiken und Chancen aufgedeckt, die sich aus den Assets under Management ergeben, die PATRIZIA im Auftrag ihrer Kunden verwaltet. Um diesen Erkenntnissen gerecht zu werden, berichtet PATRIZIA auch über wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen auf die im Auftrag von Kunden verwalteten Assets under Management, wenn sich die Ergebnisse der durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse nicht eindeutig auf PATRIZIA, sondern auf die verwalteten Vermögenswerte (Assets under Management, AUM) beziehen. Dies umfasst und übertrifft die aktuellen Anforderungen der CSRD und behandelt die Berichtsstandards für die Finanzindustrie nur in Anhang A ESRS E1 AR 46 b) der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2772 der Kommission in Bezug auf die Daten zu Scope-3-THG-Emissionen. Das Unternehmen erkennt an, dass der Umfang der Berichterstattung auf der Ebene der Assets under Management durch die Veröffentlichung sektorspezifischer Standards, die noch von der EU implementiert werden müssen, beeinflusst werden kann. Daher kann PATRIZIA nicht ausschließen, dass die Veröffentlichung dieser sektorspezifischen Standards zu Veränderungen in der Berichterstattung auf der Ebene der Assets under Management führen kann.

Verwaltetes Vermögen, kategorisiert nach der Art der Anlageklasse zum 31. Dezember 2024

Immobilienvermögen Infrastrukturvermögen Andere Gesamte Assets under Management
Umfang Individuelles Immobilienvermögen, das von PATRIZIA oder einer ihrer Tochtergesellschaften und Dawonia verwaltet wird Nicht börsennotiertes Eigenkapital und Fremdkapital für Infrastruktur, börsennotierte Infrastruktur und Infrastruktur Multi-Manager Risikokapitalinvestitionen und Dachfondsgeschäft
Assets under Management in Mrd. EUR (in % der gesamten Assets under Management) 46,0 7,7 2,6 56,4
(82%) (14%) (4%) (100%)

Wertschöpfungskette

Die Einbeziehung und Erläuterung der Wertschöpfungskette von PATRIZIA ist ein entscheidender Aspekt der CSRD und zeigt das Engagement von PATRIZIA für Transparenz und Rechenschaftspflicht. Durch die Berichterstattung über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der gesamten Wertschöpfungskette von PATRIZIA, einschließlich der vor- und nachgelagerten sowie der eigenen Geschäftstätigkeit, wird eine umfassende Transparenz gewährleistet und es werden Nachhaltigkeitsrisiken, -chancen und -auswirkungen der gesamten Wertschöpfungskette ermittelt und gemindert, um die Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern. Darüber hinaus steht die Berichterstattung über die Wertschöpfungskette im Einklang mit den Grundsätzen der doppelten Wesentlichkeit, wobei sowohl die finanziellen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsthemen als auch die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft von PATRIZIA berücksichtigt werden. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es den Interessengruppen, fundiertere Entscheidungen zu treffen, und unterstützt den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft.

Die vorgelagerte Wertschöpfungskette von PATRIZIA umfasst Aktivitäten und Inputs wie Marktforschungsanalysen, Kapitalbeschaffung, Networking und strategische Planungsaktivitäten, die erforderlich sind, um als effektiver Investmentmanager zu agieren und Immobilien- und Infrastrukturanlagen zu erwerben. Die Akteure der vorgelagerten Wertschöpfungskette stellen die erforderlichen Ressourcen und Informationen zur Bewertung potenzieller Investitionen für Kunden bereit. Die nachgelagerte Wertschöpfungskette umfasst die Assets under Management von PATRIZIA und umfasst die Einbindung und Verwaltung erworbener Vermögenswerte, um für die Kunden von PATRIZIA Werte zu schaffen. Dazu gehören die Überwachung der Leistung, die Entwicklung von Vermögenswerten und die Umsetzung von Strategien zur Erzielung von Renditen. Die nachgelagerten Akteure der Wertschöpfungskette stellen sicher, dass PATRIZIA alle Assets under Management effektiv verwalten, die Kundenzufriedenheit aufrechterhalten und die regulatorischen Anforderungen erfüllen kann. Die Wertschöpfungskette wird in den ESRS-Kapiteln E1 Klimawandel, S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, S3 Betroffene Gemeinschaften und G1 Unternehmensführung berücksichtigt und darüber berichtet. Aufgrund der Übergangsregelung wird PATRIZIA in anderen ESRS-Kapiteln nicht über die Kennzahlen der Wertschöpfungskette berichten. Alle Auswirkungen, Risiken oder Chancen im Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette werden in den entsprechenden ESRS-Kapiteln näher erläutert, wobei in den ersten Absätzen angegeben wird, ob das ESRS-Thema vorgelagerte, nachgelagerte oder eigene Tätigkeiten abdeckt. Darüber hinaus gibt die Tabelle in Abschnitt ESRS 2 SBM-3 an, welche Impacts, Risks & Opportunities (IROs) die Wertschöpfungskette beeinflussen.

Transparenz

In der Nichtfinanziellen Konzernerklärung wurden keine Angaben zum geistigen Eigentum, zum Know-how oder zu den Ergebnissen von Innovationen weggelassen. Ebenso wenig wurde PATRIZIA von der Offenlegung bevorstehender oder in Verhandlung befindlicher Entwicklungen befreit.

BP-2 - Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen

Zeithorizonte

Die finanziellen Zeithorizonte von PATRIZIA (in Anlehnung an die im ESRS E1 - Klimawandel verwendeten Zeithorizonte), die bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse verwendet wurden, sind die folgenden:

Kurzfristiger Zeithorizont: 1 Jahr

Mittelfristiger Zeithorizont: 1-5 Jahre

Langfristiger Zeithorizont: >5 Jahre

Einschätzung der Wertschöpfungskette

Eine Zusammenfassung der Schätzungen finden Sie in den Quellen für die Verwendung von Schätzungen. PATRIZIA ist bei der Erstellung von Berichten über THG-Emissionen auf Daten angewiesen, die von Dritten bereitgestellt werden. Dies umfasst auch den Erhalt von Daten zu Reiseemissionen. Wenn keine tatsächlichen Lieferkettendaten verfügbar sind, wurden Annahmen auf der Grundlage der Ausgaben getroffen.

Quellen für Schätzungen und Ergebnisunsicherheiten

Für Vermögenswerte deren Daten vorliegen, werden die verarbeiteten Daten mit dem PATRIZIA ESG-Datenprozess, abgeglichen, der eine strenge Datenhierarchie vorsieht, bei der stets die aktuellen Daten priorisiert und nach Möglichkeit genutzt werden.

Obwohl PATRIZIA nach Kräften bemüht ist, Daten von den zugrunde liegenden Investitionen zu sammeln, um relevante Indikatoren zu bewerten und darüber zu berichten, gibt es Faktoren, einschließlich branchenweiter Herausforderungen, die die Datenverfügbarkeit einschränken, insbesondere wenn die Eigentümer der Daten, wie z. B. die Gebäudeeigentümer, nicht verpflichtet sind, Daten zu teilen. In solchen Fällen nutzt das Unternehmen geeignete Ersatzwerte, die auf granularen Benchmarks basieren.

Da dies die erste Berichterstattung von PATRIZIA ist, die unter teilweiser Anwendung der CSRD-Verordnung erstellt wurde, gibt es Einschränkungen bei der Datengenauigkeit. Es ist beabsichtigt, die Qualität der Daten im Laufe der Zeit zu verbessern. Das Unternehmen bemüht sich nach Kräften, die Datenverfügbarkeit zu erhöhen, z. B. durch Maßnahmen auf Anlagenebene, einschließlich der Installation intelligenter Zähler und der Umsetzung "grüner" Mietverträge, sowie durch unternehmensweite Maßnahmen, einschließlich einer Überprüfung der ESG-Datenmanagementplattformen, der Zusammenarbeit mit Dienstleistern und der Zuweisung spezieller Ressourcen für die Datenverarbeitung. Die prognostizierten Daten werden bis zu den Jahren 2030 und 2050 dargestellt.

Quellen für die Verwendung von Schätzungen

Verbrauchsdaten und Berichterstattung über Treibhausgasemissionen • PATRIZIA ist bei der Erstellung von Berichten über Treibhausgasemissionen auf Daten angewiesen, die von Dritten stammen, einschließlich des Erhalts von Daten zu Reiseemissionen
• Wenn keine tatsächlichen Daten verfügbar sind, wurden Annahmen unter Verwendung der Ausgabenbasis verwendet
• PATRIZIA ist auf Schätzungen angewiesen, wenn 100%-Daten nicht verfügbar sind. Die Schätzungen basieren auf der Verwendung von Vollzeitäquivalenten
• Die verwendeten Emissionsfaktoren können sich auf die dargestellten Emissionen auswirken. PATRIZIA hat die verwendeten Emissionsfaktoren (hauptsächlich Carbon Risk Real Estate Monitor (CRREM) und Internationale Energieagentur (IEA)) in Abschnitt E1 dargelegt. Ausführliche Informationen finden Sie in E1-6

Veränderungen bei der Erstellung oder Darstellung von Nachhaltigkeitsinformationen

Für den Berichtszeitraum 2024 hat PATRIZIA ihre Nichtfinanzielle Konzernerklärung erstmalig nach den Anforderungen des ESRS strukturiert. Im Jahr 2023 wurde eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und 2024 gemäß den Anforderungen des ESRS abgeschlossen, um wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen für die eigene Geschäftstätigkeit und die AUM der PATRIZIA zu identifizieren. Die folgende Nichtfinanzielle Konzernerklärung enthält wesentliche neue Angaben und Kennzahlen wie sie im Rahmen des ESRS beschrieben werden, einschließlich Beschreibungen der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie Richtlinien, Maßnahmen, Kennzahlen und Ziele zu deren Bewältigung.

Fehler in der Berichterstattung in früheren Zeiträumen

Es wurden keine Berichtsfehler für frühere Zeiträume festgestellt.

Angaben, die sich aus anderen Rechtsvorschriften oder anderen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung ergeben

Die Nichtfinanzielle Konzernerklärung enthält Elemente der Sustainable Development Goals (SDGs), die von PATRIZIA unterstützt werden, Informationen, die in Bezug auf die Taskforce for Climate-related Financial Disclosures (TCFD) dargestellt werden, sowie die Prinzipien des United Nations Global Compact (UNGC) und der Principles for Responsible Investment (PRI). Diese Informationen sind in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung klar gekennzeichnet.

PATRIZIA integriert neun SDGs in ihre Geschäftspraktiken und nutzt diese als Blaupause für ihre Nachhaltigkeitsstrategie. Diese SDGs überschneiden sich und sind gleichzeitig unterschiedlich. Details zu ihrer Einbindung in die Unternehmensstrategie finden Sie auf der Website des Unternehmens: SDGs | PATRIZIA. Daher gibt es in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung keinen spezifischen Verweis auf die SDGs. Ein Verweis auf den TCFD-Bericht findet sich in ESRS E1. Verweise auf den UNGC finden sich im gesamten Bericht, insbesondere in ESRS S1 und S2. Obwohl dies im Geschäftsbericht von PATRIZIA nicht ausdrücklich erwähnt wird, sind die Grundsätze verantwortungsbewussten Investierens (PRIs) durchgehend integriert. Dies zeigt sich in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren von PATRIZIA und dem Bekenntnis zu den sechs Standards für verantwortungsbewusstes Investieren.

Einbeziehung durch Verweis

Um die Offenlegungspflichten in ESRS 2 SBM-1 (40a, b, e und f) zu erfüllen, gibt PATRIZIA Folgendes an und hat es durch Verweis aufgenommen: "Bitte beachten Sie den Abschnitt "Geschäftsmodell" und "Strategie" im Lagebericht."

Governance

GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane und GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen

Nachhaltigkeit ist dann am erfolgreichsten, wenn sie sowohl auf Unternehmensebene als auch auf der Ebene der Assets under Management umgesetzt wird. Ein nachhaltiges Investitionsmanagement erfordert, dass die ESG-Verantwortung in alle Geschäftsfunktionen integriert wird und Teil des Tagesgeschäfts des Unternehmens ist.

Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat von PATRIZIA ist für die Festlegung, Überwachung, Umsetzung und Genehmigung der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sowie für die Überwachung der Auswirkungen, Risiken und Chancen verantwortlich. Der Verwaltungsrat wird von den geschäftsführenden Direktoren über den Nachhaltigkeitsansatz von PATRIZIA, die Leistung und die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Rahmen der Überprüfung und Genehmigung der Nichtfinanziellen Konzernerklärung informiert.

Der Verwaltungsrat von PATRIZIA besteht aus fünf Mitgliedern, vier Männern und einer Frau (20% - das Geschlechterdiversitätsverhältnis des Verwaltungsrats). Der Verwaltungsrat setzt sich aus zwei geschäftsführenden Direktoren und drei unabhängigen Mitgliedern zusammen, mithin sind 60% der Mitglieder des Verwaltungsrats unabhängig. Die Bandbreite des Alters des Verwaltungsrats liegt zwischen 55 und 69 Jahren. Drei Mitglieder des Verwaltungsrats sind Deutsche und zwei sind Briten, welche alle an diesen Orten wohnen. Vier der fünf Mitglieder des Verwaltungsrats verfügen über explizites Fachwissen und Fähigkeiten in Nachhaltigkeitsfragen (ESG-Fachwissen) und in Bezug auf die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen von PATRIZIA. Ergänzende Informationen zu den Kompetenzen und Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der PATRIZIA Website zugänglich ist: https://ir.patrizia.ag/de/corporate-governance. In diesem Dokument sind die Fähigkeiten des Verwaltungsrats in einer Qualifikationsmatrix dargestellt. Die Matrix umfasst Fachwissen in Bereichen wie ESG, M&A, Finanzen, Kapitalmarkt sowie Governance und Compliance, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus haben die Verwaltungsratsmitglieder im Jahr 2023 an einer Schulung zum Thema Nachhaltigkeit teilgenommen.

Im Verwaltungsrat sind keine Arbeitnehmer vertreten, und die Gesellschaft unterliegt nicht dem deutschen Drittelbeteiligungsgesetz (DrittelbG). Dennoch ist die Führungsstruktur der PATRIZIA SE monistisch, d.h. die Leitungs- und Aufsichtsfunktionen sind in einem einzigen Verwaltungsrat zusammengefasst.

Die Entsprechenserklärung, die Erklärung zur Unternehmensführung, die Geschäftsordnung und das Vergütungssystem sind Richtliniendokumente, die der Verwaltungsrat unterzeichnet und die Auswirkungen, Risiken und Chancen widerspiegeln.

Prüfungsausschuss

Der Verwaltungsrat hat zur Überwachung der Rechnungslegung, die auch die Nichtfinanzielle Konzernerklärung umfasst, einen Prüfungsausschuss eingesetzt. Mindestens eines der Mitglieder des Prüfungsausschusses verfügt über Fachwissen im Bereich der Rechnungslegung und ein weiteres Mitglied über Fachwissen im Bereich der Abschlussprüfung. Rechnungslegung und Abschlussprüfung umfassen auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung und Bestätigung. Der Prüfungsausschuss wird in seinen Sitzungen auch während des Berichtszeitraums regelmäßig über finanzielle Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit sowie über den Stand der Nachhaltigkeitsberichterstattung informiert. Diese Struktur ermöglicht es dem Prüfungsausschuss sowie dem Nominierungs- und Vergütungsausschuss als Teil des Verwaltungsrats, die mit der Nachhaltigkeit verbundenen Risiken und Chancen, die sich auf das Geschäft auswirken, zu überwachen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist Mitglied des Verwaltungsrats, sodass der Verwaltungsrat die höchste Aufsichtsebene darstellt.

Das Group Executive Committee (GEC)

Der Verwaltungsrat hat die übergreifende Verantwortung für die Umsetzung der Unternehmensstrategie an die geschäftsführenden Direktoren (nachfolgend zusammen auch das "Group Executive Committee" bzw. "GEC") delegiert, zu deren Aufgaben die Überwachung der ESG-Aspekte gehört, unterstützt durch ein ESG Committee, das Risikobewertungen und andere Aspekte der PATRIZIA-Nachhaltigkeitsagenda umsetzt. Das GEC bestand im Berichtszeitraum aus sechs geschäftsführenden Direktoren, die die Geschäftsbereiche des Unternehmens vertreten. Das GEC wird in seinen Sitzungen regelmäßig über wesentliche nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen informiert, auch während des Berichtszeitraums. Alle Mitglieder des GEC verfügen über Fachwissen und Fähigkeiten in Nachhaltigkeitsfragen und/oder haben über ihre Berichtslinien Zugang zu solchem Fachwissen und solchen Fähigkeiten. Eine Übersicht über die Berichtslinien, die die individuellen Zuständigkeiten für Auswirkungen, Risiken und Chancen widerspiegeln, findet sich im Geschäftsverteilungsplan der geschäftsführenden Direktoren, der Teil der Geschäftsordnung der geschäftsführenden Direktoren ist. Das vollständige Dokument kann auf der PATRIZIA Website eingesehen werden: https://ir.patrizia.ag/de/corporate-governance. Die beiden folgenden Gremien umfassen Mitglieder des GEC und berichten an das GEC: das Business Leadership Team, das alle wichtigen Geschäftsfunktionen in der gesamten Wertschöpfungskette des Unternehmens vertritt, und das Global Operating Committee (OPCO), das alle wichtigen Interessengruppen für operative Aktivitäten vertritt, um eine unternehmensweite effiziente und effektive Plattform zu ermöglichen. Wie unten zu sehen ist, verfügen die geschäftsführenden Direktoren über eine Bandbreite an Verantwortlichkeiten und Fachwissen in verschiedenen Bereichen, wodurch sie die für PATRIZIA wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen abdecken.

Geschäftsverteilungsplan der geschäftsführenden Direktoren der PATRIZIA SE

Gültig ab dem 1. August 2024

Dr. Asoka Wöhrmann CEO Geschäftsführender Direktor Christoph Glaser COO Geschäftsführender Direktor Martin Praum CEO Geschäftsführender Direktor James Muir Head of Investment Division Geschäftsführender Direktor
- Strategie Development of PATRIZIA SE - Operations Enablement & IT - Performance Management - Real Estate
- Corporate M&A - Fund Services - Corporate Finance (inkl. Treasury) - Infrastructure
- Capital Allocation & Investments - Risk Management - Corporate Reporting & Planning - Investment Solutions
- Communication - Procurement & Services - Accounting - Investment Strategy & Research
- Human Resources - Insurance -Tax - Sustainability
- Collaboration with Board of Directors - Compliance - Investor Relations (inkl. Capital Markets Compliance)
- Transformation & Business Development - Region Europa exkl. Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) - Cost Management
- Internal Audit
- Legal
- Region Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH)
Dr. Asoka Wöhrmann CEO Geschäftsführender Direktor Dr. Konrad Finkenzeller Head of Client Division Geschäftsführender Direktor Wolfgang Egger Founder Geschäftsführender Direktor
- Strategie Development of PATRIZIA SE - Clients - Strategie Client Relationships
- Corporate M&A - Marketing - Capital Deployment Strategy
- Capital Allocation & Investments - Products - Region Asien-Pazifik (APAC)
- Communication
- Human Resources
- Collaboration with Board of Directors
- Transformation & Business Development
- Internal Audit
- Legal
- Region Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH)

Zum Stand des 31. Dezember 2024 sind die geschäftsführenden Direktoren gemeinsam für die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele verantwortlich. Diese sind Teil des allgemeinen Berichts- und Controllingprozesses. Die geschäftsführenden Direktoren sind für die Überwachung von Auswirkungen, Risiken und Chancen verantwortlich.

Die geschäftsführenden Direktoren sind alle männlich (0% weiblich). Fünf Mitglieder sind Deutsche und ein Mitglied ist Brite. Die Altersspanne der Mitglieder liegt zwischen 42 und 59 Jahren. Die Lebensläufe der GEC-Mitglieder (Stand: 31. Dezember 2024) sind auf der PATRIZIA Website zu finden: https://www.patrizia.ag/de/unser-unternehmen/fuehrungsteam/.

ESG Governance

Im Rahmen der neuen mittelfristigen Strategie von PATRIZIA wurden einige notwendige Anpassungen an der

Organisationsstruktur vorgenommen, darunter eine umfassende Überprüfung der ESG-Governance von PATRIZIA in Bezug auf die Umsetzung wichtiger ESG-Prioritäten wie der Dekarbonisierung. Dieser Prozess umfasste regelmäßige Lenkungssitzungen, die anstelle der regulären Sitzungen des ESG Committee stattfanden und funktionsübergreifende Mitglieder aus dem gesamten Unternehmen zur Zusammenarbeit zusammenbrachten. Ein wichtiges Ergebnis der Überprüfung war die Entscheidung, die ESG-Governance-Struktur von PATRIZIA zu ändern und an die neue Struktur anzupassen, in der ESG relevante Entscheidungen auf Ebene der geschäftsführenden Direktoren getroffen werden, welche künftig von einem stärker operativ ausgerichteten ESG Council ab dem Jahr 2025 unterstützt werden sollen.

Im Jahr 2024 hat PATRIZIA weiterhin ein Rahmenwerk für ESG-KPIs verfolgt, in welchem nichtfinanzielle Kennzahlen auf Abteilungsebene festgelegt und nach Vereinbarung mit den Abteilungsleitern nachverfolgt wurden. Dazu gehörte auch die Berichterstattung an das Group Executive Committee.

Das ED&I Council

Das ED&I Council steuert die konzernweite Agenda von PATRIZIA zu allen Fragen der Gleichberechtigung, der Diversität und der Inklusion ("ED&I") und unterstützt das kontinuierliche Engagement der PATRIZIA für ED&I-Angelegenheiten. Es identifiziert aufkommende Markttrends und Investorenanforderungen in Bezug auf ED&I und fördert aktiv deren Umsetzung innerhalb der Organisation. Darüber hinaus ist das ED&I Council dafür verantwortlich, die Mitarbeiter der PATRIZIA über ED&I-Themen zu informieren und sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter informiert und eingebunden sind. Das ED&I Council ist auch federführend bei der Entwicklung und Aktualisierung von Unternehmensrichtlinien und -praktiken, die mit der ED&I-Strategie von PATRIZIA übereinstimmen, und stellt sicher, dass diese Werte in der Unternehmenskultur verankert werden. Darüber hinaus beaufsichtigt das ED&I Council die Erstellung und Verbreitung von Berichten und Mitteilungen zu ED&I an Investoren und andere Stakeholder und sorgt so für Transparenz und Rechenschaftspflicht. In Abstimmung mit verschiedenen Abteilungen, einschließlich der Personalabteilung, der Rechtsabteilung und der Compliance-Abteilung, identifiziert das ED&I Council wichtige ED&I-Themen und unterstützt deren Umsetzung, um ein integratives und gerechtes Arbeitsumfeld in der gesamten Organisation zu fördern.

Das Sustainability Team

Das Sustainability Team ist in die Investment Division eingebettet, die von einem geschäftsführenden Direktor geleitet wird, wodurch die Aufsicht über nachhaltigkeitsbezogene Themen gewährleistet wird. Das Sustainability Team ist für die Entwicklung von Prozessen verantwortlich, die notwendig sind, um eine gute ESG-Performance von Unternehmen und Fonds im Vergleich zu den Nachhaltigkeitszielen der Unternehmen in den Assets under Management zu gewährleisten und die erfolgreiche Integration von ESG-Aspekten in den Anlageprozess sicherzustellen. Das Sustainability Team hat den geschäftsführenden Direktoren im Jahr 2024 Bericht erstattet. Das Sustainability Team berücksichtigt Auswirkungen, Risiken und Chancen bei der Überwachung der Nachhaltigkeitsstrategie von PATRIZIA. Dies zeigt sich darin, dass das Investment Committee für potenzielle Transaktionen auf Fondsebene die obligatorische Genehmigung des Sustainability Teams einholen muss und ein Mitglied des Sustainability Teams vierteljährlich ein Update über alle aufgetretenen Nachhaltigkeitsrisiken im internen Risikomanagement System bereitstellen muss.

Zur Information: Der Zweck des Investment Committee besteht darin, Empfehlungen für das Transaktionsteam zu prüfen und zu genehmigen, einschließlich der damit verbundenen Due-Diligence-Prozesse und Investitionen. Diese Prüfung und Genehmigung ist ein entscheidender Bestandteil der Governance-Verfahren von PATRIZIA. Der Prüfungs- und Genehmigungsprozess des Investment Committee soll die konsequente Anwendung höchster Standards im gesamten globalen Geschäft von PATRIZIA sicherstellen. Darüber hinaus besteht ein wichtiges Ziel darin, die ESG-Aspekte potenzieller Transaktionen zu prüfen.

Nachhaltigkeitsstrategie

Um den globalen Herausforderungen zu begegnen, hat PATRIZIA im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens die folgenden vier unternehmerischen Nachhaltigkeitsziele entwickelt:

bis 2035 ein führender globaler impact-investor im bereich real assets werden und einen bedeutenden teil unserer Assets under Management in Impact Investments investieren.

ab 2025 führender nachhaltiger investor in real assets mit einem konsistenten pri-fünf-sterne-rating werden.

ein bevorzugter arbeitgeber im bereich real assets sein, bei dem sich jeder einbezogen, vertreten und gleichwertig geschätzt fühlt.

bis 2040 oder früher den net zero carbon status für das gesamte unternehmen und real assets-portfolio erreichen, mit dem klaren Ziel, dies so schnell zu erreichen, wie es die externen Anforderungen und die aller Stakeholder erlauben.

GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme

Im Dezember 2024 beschloss der Verwaltungsrat Veränderungen am Vergütungssystem der geschäftsführenden Direktoren, die ab dem 1. Januar 2025 in Kraft treten (vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre auf der kommenden Hauptversammlung), und integrierte Nachhaltigkeitsziele in das Vergütungssystem. Das Vergütungssystem wird einen neuen ESG-Faktor neben den finanziellen Zielen für den Short-Term Incentive Plan (STIP) und einen neuen ESG-Faktor neben den finanziellen Zielen für den Long-Term Incentive Plan (LTIP) enthalten.

Der ESG-Faktor für den STIP soll mit einer Gewichtung von 10% in die Unternehmensziele einfließen, wodurch sich die Gewichtung der finanziellen Ziele innerhalb der Unternehmensziele von 100% im Jahr 2024 auf 90% im Jahr 2025 verringert.

Der ESG-Faktor für den LTIP soll mit einer Gewichtung von 15% in die Unternehmensziele einfließen, wodurch sich die Gewichtung der finanziellen Ziele innerhalb der Unternehmensziele von 100% im Jahr 2024 auf 85% im Jahr 2025 verringert.

Die Integration eines ESG-Faktors in die kurzfristige variable Vergütung gilt ab 2025 auch für alle anderen Mitarbeiter und leitenden Angestellten von PATRIZIA, basierend auf dem Leitmotiv, dass das Vergütungssystem der geschäftsführenden Direktoren dem System folgen soll, das für alle anderen Mitarbeiter und leitenden Angestellten von PATRIZIA eingeführt wurde.

GOV-4 - Erklärung zur Sorgfaltspflicht im Bereich der Nachhaltigkeit

Die folgende Tabelle zeigt, wo in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung der PATRIZIA Informationen zum Due Diligence-Prozess zu finden sind.

Erklärung zur Sorgfaltspflicht

Kernelemente der Sorgfaltspflicht Spezifisches ESRS zur Abbildung Abschnitte der Nichtfinanziellen Konzernerklärung Referenzseiten in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung
Verankerung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und - ESRS 2 GOV-2 - ESRS 2 - 2. Governance Seite 28
- ESRS 2 GOV-3 - ESRS 2 - 2. Governance Seite 31
- ESRS 2 SBM-3 - ESRS 2 - 3. Strategie Seite 40
Einbindung der betroffenen Interessengruppen - ESRS 2 GOV-2 - ESRS 2 - 2. Governance Seite 28
- ESRS 2 SBM-2 - ESRS 2 - 3. Strategie Seite 35
- ESRS 2 IRO-1 - ESRS 2 - 2. Governance Seite 50
- ESRS 2 MDR-P - ESRS E1 Klimawandel Seite 83
- ESRS E2 Umweltverschmutzung Seite 91
- ESRS E3 Wasser- und Seite 94
- ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Seite 97
- ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Seite 101
- ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Seite 104
- ESRS S2 Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette Seite 122
- ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften Seite 128
- ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Seite 133
- ESRS G1 Unternehmensführung Seite 138
Identifizierung und Bewertung der negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt - ESRS IRO-1 - ESRS 2 - 2. Governance Seite 50
- ESRS 2 SBM-3 - ESRS 2 - 3. Strategie Seite 40
Ergreifung von Maßnahmen gegen negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt - ESRS 2 MDR-A - ESRS E1 Klimawandel Seite 83
- ESRS E2 Umweltverschmutzung Seite 91
- ESRS E3 Wasser- und Seite 94
- ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Seite 97
- ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Seite 101
- ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Seite 109
- ESRS S2 Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette Seite 125
- ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften Seite 130
- ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Seite 136
- ESRS G1 Unternehmensführung Seite 140
Verfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen - ESRS 2 MDR-M - ESRS E1 Klimawandel Seite 87
- ESRS E2 Umweltverschmutzung Seite 92
- ESRS E3 Wasser- und Seite 96
- ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Seite 99
- ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Seite 103
- ESRS S1 Arbeitskräfte des Seite 114
- ESRS 2 MDR-T - ESRS E1 Klimawandel Seite 86
- ESRS E2 Umweltverschmutzung Seite 92
- ESRS E3 Wasser- und Seite 95
- ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Seite 99
- ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Seite 103
- ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Seite 112

GOV-5 - Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

PATRIZIA begann mit der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts, nachdem die doppelte Wesentlichkeitsanalyse (engl. Double Materiality Assessment DMA) fertiggestellt und die Prüfer beauftragt worden waren. Das Sustainability Team holte Informationen von anderen internen PATRIZIA-Teams und auch aus der nachgelagerten Wertschöpfungskette ein und schrieb sie in Word-Dokumente. PATRIZIA schickte dann Word-Dokument-Entwürfe an die jeweiligen PATRIZIAner, um die Kapitel zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Daten von mehr als einer Person überprüft und verifiziert wurden, um Fehler und Betrug zu verhindern. Diese internen Kontrollsysteme stellten auch die Vollständigkeit und Integrität der Daten in der Nachhaltigkeitsberichterstattung sicher und sorgten dafür, dass alle relevanten Daten erfasst und korrekt dargestellt wurden. PATRIZIA verfügte über keinen formellen Ansatz zur Risikobewertung in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung und identifizierte daher keine Risiken oder Strategien zur Risikominderung. Die folgende Tabelle zeigt die Teams, die jedes einzelne ESRS-Kapitel überprüft haben. Der vollständige Bericht wurde auch vom Prüfungsausschuss, dem CFO und dem Leiter der Investment Division (beide geschäftsführende Direktoren) geprüft.

Internes Kontrollsystem der nicht-finanziellen Berichterstattung

ESRS Welches PATRIZIA-Team hat das ESRS-Kapitel überprüft?
ESRS 2 • Sustainability Team
• Investor Relations
• Group Reporting and Consolidation
ESRS E1 • Sustainability Team
• Investor Relations
ESRS E2 • Sustainability Team
• Investor Relations
• Sustainable Transformation Infrastructure Team
ESRS E3 • Sustainability Team
• Investor Relations
• Sustainable Transformation Infrastructure Team
ESRS E4 • Sustainability Team
• Investor Relations
• Sustainable Transformation Infrastructure Team
ESRS E5 • Sustainability Team
• Investor Relations
• Sustainable Transformation Infrastructure Team
• Real Estate Development Team
ESRS S1 • Sustainability Team
• Investor Relations
• Human Resources
ESRS S2 • Sustainability Team
• Investor Relations
• Compliance
• Procurement and Services
ESRS S3 • Sustainability Team
• Investor Relations
ESRS S4 • Sustainability Team
• Investor Relations
ESRS G1 • Sustainability Team
• Investor Relations
• Accounting
• Compliance

Strategie

SBM-1 Marktposition, Strategie, Geschäftsmodell(e) und Wertschöpfungskette

Eine Beschreibung des Geschäftsmodells, einschließlich der angebotenen Produkte und Dienstleistungen, der Kunden und regionalen Plattformen, der Wertschöpfungskette, der Umsatzerlöse und Segmente sowie der Mitarbeiterzahl nach geografischen Gebieten finden Sie im Kapitel "Geschäftsmodell" im Lagebericht. Weitere Einzelheiten zur Konzernstrategie sind im gleichen Kapitel des Lageberichts zu finden.

PATRIZIAs angepasste mittelfristige Strategie, die am 26. Juli 2024 bekannt gegeben wurde, integriert Nachhaltigkeit weiter in das Kerngeschäftsmodell und die Wertschöpfungskette des Unternehmens, indem sie sich auf fünf zentrale Wachstumsbereiche konzentriert: Living, Value-add-Strategien, Re-Infra und Smart City Solutions, europäische Infrastruktur und die unabhängige Advantage Investment Partners Plattform. Das Unternehmen will bis 2030 Assets under Management (AUM) von 100 Mrd. EUR erreichen und dabei seine Wachstumsambitionen mit nachhaltigen Investitionen für seine Kunden in Einklang bringen.

Im Jahr 2023 führte PATRIZIA eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durch und schloss diese 2024 ab. Dabei wurden der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, die Abschwächung des Klimawandels und das physische Klimarisiko als die wichtigsten Umweltauswirkungen, Risiken und Chancen ermittelt. Eine vollständige Übersicht ist in SBM-3 zu finden.

Die Investitionsphilosophie der PATRIZIA, die hinter der mittelfristigen Strategie steht, wird von den "DUEL"-Megatrends -Digital, Urban, Energy und Living Transition - angetrieben, die die Vision des Unternehmens von einer Welt im Wandel unterstreichen. Diese Trends stimmen in hohem Maße mit den bedeutenden und wichtigen Auswirkungen, Risiken und Chancen überein, die in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel und die Dekarbonisierung.

Der digitale Wandel mit Fortschritten wie Echtzeitkonnektivität und KI bietet neue Möglichkeiten zur Optimierung der Energieeffizienz, zur Umsetzung intelligenter Gebäudelösungen und zum Management von Kohlenstoffemissionen bei Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen. Diese Technologien sind von entscheidender Bedeutung für die Abschwächung klimabezogener Risiken, indem sie nachhaltigere und widerstandsfähigere Betriebsmodelle ermöglichen.

Urban Transition betont die Rolle der Städte als Drehscheiben für Innovationen, intelligente Technologien und Dekarbonisierungsbemühungen. Da PATRIZIA in urbane Zentren investiert, wird die Integration grüner Infrastruktur und energieeffizienter Gebäude zu einer Kernkomponente, um die Risiken durch regulatorische Veränderungen und steigende Standards zur Kohlenstoffreduzierung abzufedern. Chancen ergeben sich durch die Entwicklung nachhaltiger städtischer Räume, die den wachsenden Anforderungen an ein kohlenstoffarmes Lebens- und Arbeitsumfeld gerecht werden.

Die Energy Transition ist ein zentrales Element der Net Zero Carbon Strategie von PATRIZIA, um den Risiken des Klimawandels und der globalen Erwärmung zu begegnen, indem Investitionen in erneuerbare Energien und nachhaltige Energieerzeugungslösungen umgeschichtet werden. Dieser Übergang birgt sowohl Risiken - wie z. B. den regulatorischen Druck zur Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks - als auch Chancen für Investitionen in die Infrastruktur für erneuerbare Energien und grüne Energiespeichertechnologien.

Die Living Transition, die durch die demografische Veränderung und den Bedarf an intelligentem Wohnraum angetrieben wird, steht im Einklang mit den Bemühungen von PATRIZIA, nachhaltige Lebensräume zu schaffen. Durch die Priorisierung energieeffizienter, intelligenter und kohlenstoffarmer Wohnprojekte kann PATRIZIA die Risiken im Zusammenhang mit steigenden Energiekosten und strengeren Kohlenstoffvorschriften mindern und gleichzeitig die Chancen nutzen, um den sich entwickelnden Verbraucherwünschen nach nachhaltigen, modernen Wohnlösungen gerecht zu werden.

Die Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren von PATRIZIA bildet die Grundlage für den Ansatz der ESG-Integration und -Strategie. Der Respekt vor dem Einzelnen, der Gesellschaft und der Umwelt ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur von PATRIZIA, und das Unternehmen verpflichtet sich, seine Geschäfte in Übereinstimmung mit den höchsten rechtlichen, ethischen und professionellen Standards zu führen. Die Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren wird vom ESG-Committee verwaltet und gepflegt. Zu den wichtigsten Inhalten der Richtlinie gehören die Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investieren von PATRIZIA, Unternehmensrichtlinien, spezifische Standards für Geschäftsbereiche und das Rahmenwerk für wirkungsorientiertes Investieren. Die Richtlinie erläutert die Aktivitäten der eigenen Betriebe und der nachgelagerten Wertschöpfungskette (Immobilien und Infrastruktur). PATRIZIA ist der Ansicht, dass die Einhaltung solider Grundsätze und die Aufrechterhaltung sich weiterentwickelnder Standards das Risiko mindert und sicherstellt, dass PATRIZIA weiterhin gesellschaftlichen Mehrwert und stabile langfristige finanzielle Erträge liefert. Die Richtlinie bezieht sich auf alle in ESRS E2, E3, E5, S3 und S4 aufgeführten IROs. Bei PATRIZIA spielt jeder Mitarbeiter eine Rolle bei der Anwendung der Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investieren und trägt zu den Nachhaltigkeitszielen von PATRIZIA bei. Verantwortungsbewusstes Investieren ist ein Grundpfeiler der Unternehmenskultur von PATRIZIA und durchdringt sämtliche Prozesse, beginnend bei der Art und Weise, wie Teams aufgebaut werden, bis hin zur Analyse von Investitionen. Diese Richtlinie ist im internen Portal und für externe Aktionäre auch auf der Unternehmenswebsite zu finden. Dementsprechend enthält diese Richtlinie Verpflichtungen und Richtlinien, die für alle PATRIZIA-Mitarbeiter relevant sind, sowie zusätzliche Abschnitte, die speziell für einzelne Geschäftsbereiche innerhalb von PATRIZIA gelten, wie in der folgenden Tabelle dargestellt.

Anwendungsbereiche der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren

Policy Sektion Immobilien Infrastruktur (Eigenkapital) Infrastruktur (Fremdkapital) Infrastruktur (börsennotiert)
PATRIZIA-Ansatz X X X X
Übergreifende Grundsätze X X X X
Unternehmensrichtlinien (eigene Geschäftstätigkeit) X X X X
Immobilien X
Infrastruktur (Eigenkapital) X
Infrastruktur (börsennotiert) X
Impact Investing X X X

PATRIZIA kategorisiert seine Umsatzerlöse nicht nach ESRS-Sektoren (European Sustainability Reporting Standards), da solche Sektoren im Rahmen der Finanzberichterstattung des Unternehmens nicht festgelegt oder definiert wurden. Das Unternehmen stellt jedoch eine ergänzende Aufschlüsselung seiner gesamten Umsatzerlöse gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" bereit, die im Kapitel "Segmentberichterstattung" im Anhang zum Konzernabschluss zu finden ist.

Wie im Abschnitt "Wertschöpfungskette" erwähnt, umfasst die Geschäftstätigkeit von PATRIZIA den Erwerb und die Verwaltung von Immobilien und Infrastrukturanlagen. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette von PATRIZIA umfasst Aktivitäten und Vorleistungen, die für den Erwerb von Immobilien und Infrastrukturanlagen erforderlich sind und es PATRIZIA ermöglichen, ein effektiver Investmentmanager für seine Kunden zu sein. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette stellt die notwendigen Ressourcen und Informationen für das Management potenzieller Investitionen bereit. Zu den Hauptinteressensträgern der vorgelagerten Wertschöpfungskette gehören die Anbieter von Investitionskapital, die mit einer breiten Bandbreite von Investoren zusammenarbeiten, um PATRIZIA das Kapital zur Verfügung zu stellen, das das Unternehmen für die Verwaltung und Investition in Fonds und Vermögenswerte benötigt. Marktforschung und -analyse spielen eine entscheidende Rolle, indem sie Daten über Markttrends, Immobilienwerte und Wirtschaftsindikatoren sammeln und analysieren, um potenzielle Investitionsmöglichkeiten zu ermitteln. Die Standortauswahl und der Erwerb umfassen die Identifizierung und den Erwerb geeigneter Immobilien, ein Prozess, der eine gründliche Due Diligence, rechtliche Verhandlungen, behördliche Genehmigungen und die Sicherstellung der Finanzierung umfasst.

Die nachgelagerte Wertschöpfungskette umfasst die Einbindung und Verwaltung der im Kundenauftrag erworbenen Vermögenswerte, um den Wert für PATRIZIA und die Kunden zu maximieren. Dazu gehören die Leistungsüberwachung, die Entwicklung von Vermögenswerten und die Umsetzung von Strategien zur Maximierung der Rendite. Die Akteure der nachgelagerten Wertschöpfungskette stellen sicher, dass PATRIZIA alle Assets under Management effektiv verwalten, die Kundenzufriedenheit aufrechterhalten und die regulatorischen Anforderungen erfüllen kann.

Ein Schlüsselelement der nachgelagerten Wertschöpfungskette ist das Asset Management, in dem PATRIZIA sicherstellt, dass umfassende Dienstleistungen für die Vermögenswerte vorhanden sind. Immobilienverwalter und Infrastrukturverwalter überwachen den täglichen Betrieb und stellen sicher, dass die Vermögenswerte gut instandgehalten werden, effizient funktionieren und den Anforderungen der Mieter entsprechen. Zu diesen Dienstleistungen gehören auch Initiativen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Zur nachgelagerten Wertschöpfungskette gehört auch die Entwicklung von Marketingstrategien, um Mieter anzuziehen, und die Suche nach Immobilienverwaltern, die Aufgaben wie Instandhaltung und Vermietung überwachen.

Mieter und Endnutzer sind eine weitere wichtige Komponente, da PATRIZIA Marketingstrategien entwickelt, um sie oder potenzielle Käufer anzuziehen. Dieser Prozess umfasst die Aushandlung von Mietbedingungen, die Verwaltung des Mieterwechsels und die Optimierung der Belegungsquoten. Die Bandbreite der Mieter reicht von Bewohnern von Wohnungen bis hin zu Nutzern von Gewerbe- und Industrieflächen. Das Asset-Management konzentriert sich auf die Steigerung des Vermögenswerts durch strategische Initiativen wie Renovierungen, Nachrüstungen, Neupositionierung von Immobilien zur Anpassung an die Marktanforderungen, Erhalt von Nachhaltigkeitszertifizierungen und Umsetzung von Energieeffizienz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen.

Je nach Vermögensplan können Bau-, Entwicklungs- oder Sanierungsmaßnahmen folgen, die darauf abzielen, das Potenzial des Vermögenswerts zu maximieren. Diese Phase umfasst die Beauftragung von Bauunternehmern, Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern, die Einholung von Genehmigungen bei den örtlichen Behörden, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden und die Bewertung von Materialien oder Nachrüstungsverfahren. Compliance und Nachhaltigkeit sind Schlüsselfaktoren, da PATRIZIA sicherstellt, dass die Vermögenswerte Umweltstandards und -vorschriften erfüllen, während nachhaltige Praktiken in den Entwicklungs- oder Nachrüstungsprozess integriert werden, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.

In Bezug auf die Ergebnisse, die Auswirkungen und den erwarteten Nutzen für die Stakeholder von PATRIZIA können Aktieninvestoren ein nachhaltiges Wachstum und eine verbesserte Marktposition erwarten, was potenziell zu Dividendenerträgen und einem Anstieg des Börsenkurses führen sollte. Mitarbeiter können Beschäftigungsmöglichkeiten, Entwicklung und Wachstum erwarten, und lokale Gemeinschaften können von Innovationen, sozial verantwortlichen Investitionspraktiken und gemeinschaftlichem Engagement profitieren.

PATRIZIA ist nicht im Bereich der fossilen Brennstoffe tätig und erzielt keine Umsatzerlöse aus Kohle, Öl oder Gas. PATRIZIA generiert keine Umsatzerlöse aus taxonomiekonformen wirtschaftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilem Gas. Bitte entnehmen Sie der Taxonomie-Offenlegung, dass PATRIZIA nur in sehr geringem Umfang Umsatzerlöse aus Wirtschaftstätigkeiten im Zusammenhang mit fossilem Gas über die Assets under Management im Bereich Infrastruktur erzielt.

SBM-2 - Interessen und Standpunkte der Interessenträger

PATRIZIA tauscht sich regelmäßig mit den Stakeholdern aus, die am meisten von der Geschäftstätigkeit betroffen sind. PATRIZIA ist bestrebt, mit den Stakeholdern transparent umzugehen und Datenerfassung und Leistungskennzahlen bereitzustellen, um ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufzubauen und gleichzeitig ein Verständnis für die Interessen und Ansichten der Stakeholder zu gewinnen. Die folgende Tabelle zeigt die Art der Einbindung, den Zweck und das Ergebnis der Einbindung. Die Ansichten der Stakeholder flossen in unser Due Diligence-Verfahren und die Wesentlichkeitsanalyse ein, die in IRO-1 näher beschrieben wird. Zu den wichtigsten Stakeholdern von PATRIZIA gehören Fondsanleger & Kunden, Mitarbeiter, Analysten & Aktionäre und Mieter.

Engagement der Interessengruppen

Stakeholder-Gruppe Engagement Aktivität Zweck des Engagements Ergebnis des Engagements
- Fondsanleger und Kunden - Regelmäßige Überprüfung der Fonds. - Die Erwartungen der Investoren an Nachhaltigkeitsthemen zu verstehen. - Ein vertrauensvolles Verhältnis zu Investoren und Kunden
- Standardisierte vierteljährliche ESG-Berichterstattung an alle Investoren. - Verbesserung der Transparenz zwischen PATRIZIA und Investoren. - Verstärkter Informationsfluss zwischen PATRIZIA und Investoren.
- Regelmäßige ESG-Veranstaltungen für alle deutschen Investoren zur Vorstellung von Innovationen, Vorschriften und Strategien. - Verantwortungsvolle Investoren anziehen.
- Makroökonomische Forschung und Investitionstrends.
- Regelmäßiges Engagement in den sozialen Medien und Veröffentlichung von ESG-bezogenen Artikeln und Inhalten auf der PATRIZIA Website.
- Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen oder Fragebögen von Investoren.
- Jährliche Investorenkonferenzen der Infrastrukturfonds (EIF II und ASIF)
- Analysten und Aktionäre - Veröffentlichung des PATRIZIA Geschäftsberichts (einschließlich der Nichtfinanziellen Konzernerklärung), des Nachhaltigkeitsberichts und der Quartalsberichte. - Verbesserung der Transparenz zwischen PATRIZIA und den Aktionären. - Sicherstellung der Transparenz über die Geschäftsentwicklung zwischen PATRIZIA und den Aktionären.
- Kapitalmarkttag - Verantwortungsvolle Investoren anziehen. - Ein transparentes Bild über die Nachhaltigkeitsleistung der PATRIZIA zu vermitteln. -
- Regelmäßige Telefonkonferenzen, die sich mit der strategischen und finanziellen Entwicklung des Konzerns befassen. - Die Erwartungen der Investoren in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen zu verstehen.
- Regelmäßige Roadshows und Konferenzen zur Präsentation von PATRIZIA sowie zusätzliche Treffen und Telefonate mit Analysten und Aktionären. - Erleichterung von Diskussionen und Gesprächen zwischen der Geschäftsführung und den Aktionären. -
- Jährliche Hauptversammlungen.
- Überprüfung von PATRIZIA durch Ratingagenturen wie MSCI, ISS und Sustainalytics überprüfen PATRIZIA.
- Mitarbeiter - Es wurden Employee Resource Groups (ERGs) eingerichtet. - Die Wahrnehmung und die Erfahrungen der Mitarbeiter mit der Arbeit bei PATRIZIA zu gewinnen, um ein bevorzugter Arbeitgeber zu werden. - Entwickelt eine Kultur des offenen Dialogs.
- Interne Kommunikation, wie der monatliche Business Update Call und der Newsletter PAT AT A GLANCE. - Eine Kultur der Entwicklung, der offenen Kommunikation und der Philanthropie zu fördern. - Hält die Mitarbeiter auf dem Laufenden über die Fortschritte von PATRIZIA, Richtlinien und Schulungen.
- Das Intranet für Mitarbeiter befasst sich mit Personalpolitik, Fortbildung sowie Entwicklung und dient als Ort der Zusammenarbeit.
- Mitarbeiter können sich über die PATRIZIA Foundation ehrenamtlich engagieren.
- Jährliche Überprüfungen der ESG-Leistungen beinhalten ESG-KPIs.
- Regelmäßige interne und externe ESG-Schulungen.
- Arbeitnehmervertretungen in Form eines Europäischen Arbeitnehmerforums (EEF) und eines lokalen Betriebsrats in Frankfurt
Mieter - Kommunikation mit den Mietern per Video-Links über YouTube, ESG-Leitlinien, Umfragen, Treffen und Veranstaltungen. - Umsetzung nachhaltiger Praktiken in Anlagen und Entwicklung des Verständnisses der Mieter für ESG. - Entwicklung weiterer Initiativen zur Einbeziehung der Mieter und zu nachhaltigen Praktiken.
- Umsetzung der Grünen Klausel bei fast allen neuen Mietverträgen und Verlängerungen. - Den Mietern wird eine Plattform geboten, um ihre Meinungen und Ansichten zu äußern.
- Nutzung von Engagement Plattformen von Drittanbietern (z. B. HOCOCO oder Area of People) für Apps zum Aufbau von Wohngemeinschaften.
Immobilienmanagement-Teams - Jährlich stattfindende Treffen mit den Hausverwaltungsteams, bei denen alle vermögensrelevanten Themen, einschließlich Nachhaltigkeitsthemen, besprochen werden. - Verständnis für die Erwartungen von Immobilienverwaltern in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen. - Entwicklung weiterer nachhaltiger Initiativen für Vermögenswerte.
- Engagierte Ansprechpartner bei PATRIZIA für Immobilienverwalter, die eine schnelle Kommunikation ermöglichen.
Lieferanten und Auftragnehmer - Es gibt einen Verhaltenskodex für Lieferanten, der auch ESG-Anforderungen enthält. - Einhaltung des Verhaltenskodex, um den Schutz der Menschen- und Arbeitsrechte zu gewährleisten. - Erhaltung der Gesundheit, des Wohlbefindens und der Arbeitsbedingungen.
Gemeinden - Die Mitarbeiter engagieren sich sowohl in ihrer Freizeit als auch gemeinschaftlich über die PATRIZIA Foundation. - Ermutigung von Mitarbeitern zu philanthropischem Verhalten. - Entwicklung einer Kultur des Gebens an die Gemeinschaft.
- Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, 1% ihrer Arbeitszeit zur Unterstützung einer gemeinnützigen Organisation zu verwenden.
Geschäftspartner - Jährliche ESG-Umfragen an alle lokalen Partner, um das ESG-Niveau zu bewerten. - Verständnis der Erwartungen von Geschäftspartnern in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen. - Verbesserung der Transparenz zwischen PATRIZIA und Geschäftspartnern.
- Vergleichende ESG-Ergebnisberichte werden ausgetauscht. - Moderation von Diskussionen und Gesprächen zwischen PATRIZIA und Geschäftspartnern.
- Aktive Zusammenarbeit mit lokalen Geschäftspartnern, Beratung zur Verbesserung, Diskussion über kommende Trends, Strategien und bewährte Verfahren in allen Anlageklassen und Regionen.
- Regelmäßige Treffen mit den lokalen operativen Partnern der Impact-Fonds, um die Erfüllung der Impact-KPIs zu überwachen, wie z. B. hohe Energieeffizienz, Reduzierung von "embodied carbon" und Umsetzung von Sozialprogrammen.
- Abstimmung mit dem lokalen Partner vor Ort, um Aktivitäten zur Einbindung der Bevölkerung durchzuführen, z. B. Umfragen in der Gemeinde.
Lokale Gebietskörperschaften - Bei Renovierungen arbeitet PATRIZIA mit den Gemeinden zusammen, um sicherzustellen, dass die Arbeiten mit den örtlichen Vorschriften, Normen und Nachhaltigkeitszielen übereinstimmen. - Verständnis für lokal geltende Vorschriften und Normen betreffend PATRIZIA. - Einhaltung der örtlichen Vorschriften und Normen.
Gremien der Industrie - Unterzeichner des NZAM, CDP, UNGC und der PRI. - Verbesserung der Nachhaltigkeitsakkreditierung und des Rufs von PATRIZIA. - Angleichung an bewährte Praktiken und Standards der Branche.
- PATRIZIA ist in verschiedenen regionalen Branchenverbänden -INREV, RICS, AREF, ZIA, BVI, ULI, um nur einige zu nennen - als Ausschussmitglied oder Vertreter tätig. - Benchmarking des PATRIZIA Nachhaltigkeitsansatzes.
Portfolio-Unternehmen - Regelmäßiger Austausch von Operating Partners, Asset Management und Sustainable Transformation Teams mit dem Management der Portfoliounternehmen. - Förderung des Verständnisses der Portfoliounternehmen für Nachhaltigkeit. - Steigerung der Datenerfassung für PATRIZIA und leistungsfähigere Anlagen.
- Nachhaltigkeits-Workshops vor Ort.- Engagement bei der ESG-Datenerfassung, einschließlich Schulungen zum neuen Datenerfassungssystem.

PATRIZIA hat seine Strategie im Berichtsjahr nicht geändert, aber sechs strategische Prioritäten festgelegt, auf die sich das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren konzentrieren wird, die alle darauf ausgerichtet sind PATRIZIA als bevorzugten Manager für intelligente Lösungen im Bereich Real Assets zu positionieren. Das Betriebsmodell von PATRIZIA wurde im Berichtsjahr geändert. PATRIZIA hat sich neu organisiert und fünf Divisionen geschaffen - die Executive Division, die CFO Division, die COO Division, die Investment Division und die Client Division, die jeweils von einem geschäftsführenden Direktor geleitetet werden, welcher Mitglied im GEC ist. Das GEC ist das wichtigste operative Entscheidungsgremium. PATRIZIA hat außerdem ein Business Leadership Team eingerichtet, das das Geschäft vorantreibt und aus den wichtigsten Leitern der Geschäftsbereiche besteht. Darüber hinaus gibt es ein Global Operating Committee (OpCo), welches das Tagesgeschäft der Organisation beaufsichtigt.

Dieses neue Betriebsmodell verbessert die Entscheidungsfindung, zeigt klare Verantwortlichkeiten und eine fokussierte Führung und wird zu mehr betrieblicher Effizienz führen. Insgesamt soll diese Umstrukturierung eine agilere, transparentere und kundenorientiertere Organisation schaffen, was sich positiv auf das Vertrauen und das Engagement der Stakeholder auswirken dürfte. Das neue Betriebsmodell soll auch attraktive Investitionsmöglichkeiten schaffen und den Anlageerfolg der Kunden fördern, während PATRIZIA als Unternehmen wächst, und dabei die Interessen und Ansichten der Stakeholder berücksichtigen. Die Umstrukturierung ist nun abgeschlossen und innerhalb von PATRIZIA umgesetzt, aktuell sind keine weiteren Schritte einer Umstrukturierung geplant. Eine Information über die Ansichten und Interessen der betroffenen Stakeholder in Bezug auf nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen an den Verwaltungsrat und das GEC erfolgt nicht.

SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell(en)

Die im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse ermittelten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen der PATRIZIA sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Jedes wesentliche Thema wurde dann in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung in den jeweiligen Kapiteln näher beschrieben.

Die von PATRIZIA festgelegte Schwelle für die Definition der Wesentlichkeit von Auswirkungen, Risiken und Chancen bestand darin, dass alle Themen bei der endgültigen Berechnung der Ergebnisse als wichtig, signifikant oder kritisch eingestuft wurden, was als wesentliches Thema für die Berichterstattung angesehen wurde. Die Kriterien basierten auf entsprechenden Skalen, die in den Umfragen verwendet wurden. Die Wesentlichkeitsschwelle wurde mit einer Punktzahl von 0 bis 5 bewertet. Wichtig wurde mit 2,5-3,5 (gelb), bedeutend mit 3,5-4,5 (orange) und kritisch mit 4,5+ (rot) eingestuft. Wie aus der Tabelle hervorgeht, wurden keine Themen als kritisch und nur wenige als bedeutend eingestuft, während die meisten Themen als wichtig eingestuft wurden:

PATRIZIA hat jede Auswirkung, jedes Risiko und jede Chance in Bezug auf Unterthemen weiter analysiert. In der folgenden Tabelle werden die wesentlichen Themen näher beschrieben. Weitere Informationen darüber, wie PATRIZIA auf die Auswirkungen jeder Auswirkung, jedes Risikos und jeder Chance reagiert, ist in den ESRS-Kapiteln des Berichts zu finden. Alle IROs in der Tabelle wurden im Berichtsjahr vom Sustainability Team behandelt.

Wesentliche Themen

Zeithorizont Wertschöpfungskette
ESRS Thema Beschreibung Kurzfristig Mittelfristig Langfristig Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
E1 Klimawandel
Anpassung an den Klimawandel - Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft
Positive Auswirkungen Verringerung der Treibhausgasemissionen durch Verbesserungen der Energieeffizienz und die Erzeugung erneuerbarer Energien durch die Festlegung von Zielen für die Verringerung der Treibhausgasemissionen X X
Risiko Höhere Kosten und technische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gesetzgebung zur Dekarbonisierung und Energieeffizienz. Die Zunahme der zwingenden Rechtsvorschriften kann zu Bußgeldern oder Verstößen gegen die Vorschriften für PATRIZIA oder zu Kosten im Zusammenhang mit der Einstellung neuer Mitarbeiter oder Dritter führen. X X
Chance Durch die Einführung energieeffizienter und kohlenstoffarmer Technologien können der Energieverbrauch und die Energiekosten gesenkt werden. Mit der Zeit können diese Einsparungen wirtschaftliche Chancen schaffen, wie z. B. die Amortisierung der anfänglichen Investitionskosten, und zu positiven finanziellen Erträgen führen. X X
Anpassung an den Klimawandel - Physisches Klimarisiko
Positive Auswirkungen Die Minderung physischer Klimarisiken wie Überschwemmungen, Waldbrände, Stürme, Hitzewellen, Wasserknappheit, Meeresspiegelanstieg und Dürre durch vorausschauende Szenarioanalysen im Portfolio und die Bewertung der Exposition gegenüber den physischen Klimarisiken, die sich auf einen Vermögenswert auswirken. Durch das proaktive Management physischer Klimarisiken kann PATRIZIA seine Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterereignissen und langfristigen Veränderungen des Klimawandels verbessern. Dies kann dazu beitragen, den Betrieb aufrechtzuerhalten und Informationen über die Zukunft von Vermögenswerten bereitzustellen. X
Der Bau von Vermögenswerten erhöht den Druck auf die Ökosystemleistungen (Wasser, Nahrung, Nahrungskette) und die lokale Infrastruktur (Abwasser). X
Die Erhöhung der Biodiversität und die Nutzung naturbasierter Lösungen bei der Sanierung von Vermögenswerten erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Überschwemmungen und Überhitzung. X X
Die Schaffung neuer Quellen zur Erzeugung erneuerbarer Energien verringert den lokalen Energiebedarf. X X
Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Vermögenswerten durch technologische und naturbasierte Lösungen (z. B. Vergrößerung von Grünflächen, Einsparung von Wasser sowie Kühl- und Heizkosten). X X
Negative Auswirkungen Die zunehmende Häufigkeit von erschwerenden physischen Klimarisiken wie Hurrikanen, Überschwemmungen, Waldbränden und anderen extremen Wetterereignissen kann weltweit zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Vermögenswerten führen.
Risiko Schäden oder höhere Betriebskosten aufgrund der zunehmenden Schwere und Häufigkeit chronischer Bedingungen wie Wasserstress, Dürren, Hitzewellen und Anstieg des Meeresspiegels X X
Verlust von Umsatzerlösen/Wert aufgrund der Tatsache, dass einige Gebiete aufgrund von Temperaturanstiegen und Wasserknappheit X X
Erhöhter Druck, den Energieverbrauch und die Energieintensität zu senken, was zu Kosten für Verbesserungen und technologischen Herausforderungen führt X X
Anforderungen/Erwartungen an die Bereitstellung kohlenstoffarmer Transportmöglichkeiten (Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel usw.) X X
Chance Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Anlagen durch technologische und naturbasierte Lösungen (z. B. Vergrößerung der begrünten Flächen, Einsparung von Wasser, Kühl- und Heizkosten) X
Verringerung der Treibhausgasemissionen aus dem Bau und Betrieb von Anlagen durch technologische und naturbasierte Lösungen wie die Begrenzung der Verwendung von Rohstoffen, die Einführung innovativer Kühl-/Heizsysteme oder die Schaffung von mehr Flächen für die Artenvielfalt. X
Geringere Energiekosten durch Energieeffizienz Upgrades X
Geringere Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Energien X
Erhöhung des für grüne Investitionen verfügbaren Kapitals X
Abschwächung der Veränderung des Klimawandels
Positive Auswirkungen Geringerer Energieverbrauch durch Energieeffizienz-Upgrades. X
Investitionen in Erzeuger erneuerbarer oder effizienter Energie (oder anderer effizienter Energiequellen). X
Risiko Zunehmender Druck zur Senkung des Energieverbrauchs und der Energieintensität, was zu Kosten für Verbesserungen und technologische Herausforderungen führt. X
Anforderungen/Erwartungen an die Bereitstellung von Optionen für den Transport von Kohlenstoff (Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel usw.)
Chance Geringere Energiekosten durch Energieeffizienz Upgrades X
Geringere Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Energien X
Erhöhung des für grüne Investitionen verfügbaren Kapitals X
Wertschöpfungskette
ESRS Thema Beschreibung Nachgelagert
E1 Klimawandel
Anpassung an den Klimawandel - Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft
Positive Auswirkungen Verringerung der Treibhausgasemissionen durch Verbesserungen der Energieeffizienz und die Erzeugung erneuerbarer Energien durch die Festlegung von Zielen für die Verringerung der Treibhausgasemissionen X
Risiko Höhere Kosten und technische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gesetzgebung zur Dekarbonisierung und Energieeffizienz. Die Zunahme der zwingenden Rechtsvorschriften kann zu Bußgeldern oder Verstößen gegen die Vorschriften für PATRIZIA oder zu Kosten im Zusammenhang mit der Einstellung neuer Mitarbeiter oder Dritter führen. X
Chance Durch die Einführung energieeffizienter und kohlenstoffarmer Technologien können der Energieverbrauch und die Energiekosten gesenkt werden. Mit der Zeit können diese Einsparungen wirtschaftliche Chancen schaffen, wie z. B. die Amortisierung der anfänglichen Investitionskosten, und zu positiven finanziellen Erträgen führen. X
Anpassung an den Klimawandel - Physisches Klimarisiko
Positive Auswirkungen Die Minderung physischer Klimarisiken wie Überschwemmungen, Waldbrände, Stürme, Hitzewellen, Wasserknappheit, Meeresspiegelanstieg und Dürre durch vorausschauende Szenarioanalysen im Portfolio und die Bewertung der Exposition gegenüber den physischen Klimarisiken, die sich auf einen Vermögenswert auswirken. Durch das proaktive Management physischer Klimarisiken kann PATRIZIA seine Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterereignissen und langfristigen Veränderungen des Klimawandels verbessern. Dies kann dazu beitragen, den Betrieb aufrechtzuerhalten und Informationen über die Zukunft von Vermögenswerten bereitzustellen. X
Der Bau von Vermögenswerten erhöht den Druck auf die Ökosystemleistungen (Wasser, Nahrung, Nahrungskette) und die lokale Infrastruktur (Abwasser). X
Die Erhöhung der Biodiversität und die Nutzung naturbasierter Lösungen bei der Sanierung von Vermögenswerten erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Überschwemmungen und Überhitzung. X
Die Schaffung neuer Quellen zur Erzeugung erneuerbarer Energien verringert den lokalen Energiebedarf. X
Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Vermögenswerten durch technologische und naturbasierte Lösungen (z. B. Vergrößerung von Grünflächen, Einsparung von Wasser sowie Kühl- und Heizkosten). X
Negative Auswirkungen Die zunehmende Häufigkeit von erschwerenden physischen Klimarisiken wie Hurrikanen, Überschwemmungen, Waldbränden und anderen extremen Wetterereignissen kann weltweit zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Vermögenswerten führen. X
Risiko Schäden oder höhere Betriebskosten aufgrund der zunehmenden Schwere und Häufigkeit chronischer Bedingungen wie Wasserstress, Dürren, Hitzewellen und Anstieg des Meeresspiegels X
Verlust von Umsatzerlösen/Wert aufgrund der Tatsache, dass einige Gebiete aufgrund von Temperaturanstiegen und Wasserknappheit X
Erhöhter Druck, den Energieverbrauch und die Energieintensität zu senken, was zu Kosten für Verbesserungen und technologischen Herausforderungen führt X
Anforderungen/Erwartungen an die Bereitstellung kohlenstoffarmer Transportmöglichkeiten (Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel usw.) X
Chance Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Anlagen durch technologische und naturbasierte Lösungen (z. B. Vergrößerung der begrünten Flächen, Einsparung von Wasser, Kühl- und Heizkosten) X
Verringerung der Treibhausgasemissionen aus dem Bau und Betrieb von Anlagen durch technologische und naturbasierte Lösungen wie die Begrenzung der Verwendung von Rohstoffen, die Einführung innovativer Kühl-/Heizsysteme oder die Schaffung von mehr Flächen für die Artenvielfalt. X
Geringere Energiekosten durch Energieeffizienz Upgrades X
Geringere Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Energien X
Erhöhung des für grüne Investitionen verfügbaren Kapitals X
Abschwächung der Veränderung des Klimawandels
Positive Auswirkungen Geringerer Energieverbrauch durch Energieeffizienz-Upgrades. X
Investitionen in Erzeuger erneuerbarer oder effizienter Energie (oder anderer effizienter Energiequellen). X
Risiko Zunehmender Druck zur Senkung des Energieverbrauchs und der Energieintensität, was zu Kosten für Verbesserungen und technologische Herausforderungen führt. X
Anforderungen/Erwartungen an die Bereitstellung von Optionen für den Transport von Kohlenstoff (Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel usw.) X
Chance Geringere Energiekosten durch Energieeffizienz Upgrades X
Geringere Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Energien X
Erhöhung des für grüne Investitionen verfügbaren Kapitals X
Zeithorizont Wertschöpfungskette
ESRS E2 Umweltverschmutzung Kurzfristig Mittelfristig Langfristig Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Besorgniserregende Stoffe
Positive Auswirkungen Die Verpflichtung zur Verwendung asbest- und PCB-freier Materialien bei allen neuen Entwicklungen und Renovierungen reduziert zukünftige Gesundheitsrisiken. X
Bewährte Verfahren im Umgang mit Asbest fördern die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlbefinden von Bewohnern und Gemeinden. X
Risiko Wenn bedenkliche Stoffe wie Asbest entdeckt werden, kann dies zu erheblichen Sanierungskosten führen. Dies kann wiederum zu höheren Versicherungsprämien und einem geringeren Marktwert des Vermögenswerts führen. Dies kann auch weitere finanzielle Auswirkungen haben, wie z. B. die Abschreckung potenzieller Käufer und die Beeinträchtigung der Marktfähigkeit des Vermögenswerts. X
Wertschöpfungskette
ESRS E2 Umweltverschmutzung Nachgelagert
Besorgniserregende Stoffe
Positive Auswirkungen Die Verpflichtung zur Verwendung asbest- und PCB-freier Materialien bei allen neuen Entwicklungen und Renovierungen reduziert zukünftige Gesundheitsrisiken. X
Bewährte Verfahren im Umgang mit Asbest fördern die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlbefinden von Bewohnern und Gemeinden. X
Risiko Wenn bedenkliche Stoffe wie Asbest entdeckt werden, kann dies zu erheblichen Sanierungskosten führen. Dies kann wiederum zu höheren Versicherungsprämien und einem geringeren Marktwert des Vermögenswerts führen. Dies kann auch weitere finanzielle Auswirkungen haben, wie z. B. die Abschreckung potenzieller Käufer und die Beeinträchtigung der Marktfähigkeit des Vermögenswerts. X
Zeithorizont Wertschöpfungskette
ESRS E3 Wasser- und Meeresressourcen Kurzfristig Mittelfristig Langfristig Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Wasser
Positive Auswirkungen Die Reduzierung des Wasserverbrauchs trägt zum Erhalt natürlicher Ökosysteme und der Artenvielfalt bei. Dadurch werden die Auswirkungen von Dürren und Wasserknappheit gemildert und die Widerstandsfähigkeit der Umwelt gestärkt. X
Die Umsetzung effizienter Wassermanagementpraktiken (wie z.B. Wasserhähne mit niedrigem Durchfluss oder Wasserrecycling) senkt die Wasser- und Betriebskosten und zeigt Investoren, dass ein Unternehmen umweltbewusst handelt und den Wasserverbrauch kontrolliert. X
Wertschöpfungskette
ESRS E3 Wasser- und Meeresressourcen Nachgelagert
Wasser
Positive Auswirkungen Die Reduzierung des Wasserverbrauchs trägt zum Erhalt natürlicher Ökosysteme und der Artenvielfalt bei. Dadurch werden die Auswirkungen von Dürren und Wasserknappheit gemildert und die Widerstandsfähigkeit der Umwelt gestärkt. X
Die Umsetzung effizienter Wassermanagementpraktiken (wie z.B. Wasserhähne mit niedrigem Durchfluss oder Wasserrecycling) senkt die Wasser- und Betriebskosten und zeigt Investoren, dass ein Unternehmen umweltbewusst handelt und den Wasserverbrauch kontrolliert. X
Zeithorizont Wertschöpfungskette
ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Kurzfristig Mittelfristig Langfristig Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Direkte Auswirkungen des Biodiversitätsverlustes
Negative Auswirkungen Bautätigkeiten stören natürliche Lebensräume, was die Fortpflanzung und die natürlichen Wanderungsmuster von Arten gefährdet, indem sie Lebensraum beanspruchen und Nahrungsketten unterbrechen. X
Die Zersiedelung der Landschaft führt zur Ausbreitung von Schadstoffen und beeinträchtigt die Luft- und Wasserqualität. X
Der Neubau/Einsatz von Kapital auf Grünflächen führt zu einem Verlust der biologischen Vielfalt. X
Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen
Risiko Die sich verändernde Natur der Biodiversität birgt die Möglichkeit von Veränderungen der Vorschriften und die Notwendigkeit, die Bodenversiegelung zu reduzieren, was sich indirekt auf die Umsatzerlöse von PATRIZIA auswirkt. X
Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen
Risiko Die Verschlechterung des Ökosystems kann sich in Zukunft auf den Wert von Immobilien auswirken, wenn Investoren damit beginnen, danach zu suchen. Dies kann dann den Pool der Investoren, die bereit sind, Vermögenswerte zu kaufen, einschränken und sich indirekt auf die Umsatzerlöse von PATRIZIA auswirken, da bei einem Geschäft geringere Transaktionsgebühren und leistungsabhängige Gebühren anfallen. X
Wertschöpfungskette
ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Nachgelagert
Direkte Auswirkungen des Biodiversitätsverlustes
Negative Auswirkungen Bautätigkeiten stören natürliche Lebensräume, was die Fortpflanzung und die natürlichen Wanderungsmuster von Arten gefährdet, indem sie Lebensraum beanspruchen und Nahrungsketten unterbrechen. X
Die Zersiedelung der Landschaft führt zur Ausbreitung von Schadstoffen und beeinträchtigt die Luft- und Wasserqualität. X
Der Neubau/Einsatz von Kapital auf Grünflächen führt zu einem Verlust der biologischen Vielfalt. X
Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen
Risiko Die sich verändernde Natur der Biodiversität birgt die Möglichkeit von Veränderungen der Vorschriften und die Notwendigkeit, die Bodenversiegelung zu reduzieren, was sich indirekt auf die Umsatzerlöse von PATRIZIA auswirkt. X
Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen
Risiko Die Verschlechterung des Ökosystems kann sich in Zukunft auf den Wert von Immobilien auswirken, wenn Investoren damit beginnen, danach zu suchen. Dies kann dann den Pool der Investoren, die bereit sind, Vermögenswerte zu kaufen, einschränken und sich indirekt auf die Umsatzerlöse von PATRIZIA auswirken, da bei einem Geschäft geringere Transaktionsgebühren und leistungsabhängige Gebühren anfallen. X
Zeithorizont Wertschöpfungskette
ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Kurzfristig Mittelfristig Langfristig Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung
Positive Auswirkungen Kreislaufverfahren wie die Wiederverwendung und das Recycling von Baumaterialien, die Entwicklung von Gebäuden für vielfältige Veränderungen der Nutzung und modulare Bauweisen, die eine einfache Demontage ermöglichen, minimieren den Bedarf an Neumaterialien, wodurch die Belastung der natürlichen Ressourcen verringert wird. X
Negative Auswirkungen Immobilienprojekte erfordern oft erhebliche Mengen an natürlichen und unberührten Materialien/Ressourcen. Übermäßige Ausbeutung führt zur Erschöpfung der Ressourcen und zu ökologischen Ungleichgewichten. X X
Risiko Die Nachrüstung oder die Verwendung von gebrauchtem Material zur Anpassung an zirkuläre Praktiken kann kostspielig sein und ist im Vergleich zu traditionellen Bauweisen eine neue Praxis. Ohne Anreize oder weitere Prognosen von Leitungsgremien zu Praktiken der Kreislaufwirtschaft könnte dies den Fortschritt von PATRIZIA behindern. X
Chance Durch die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien kann PATRIZIA die Ressourcenproduktivität verbessern und die Abhängigkeit von neuen Materialien verringern und somit einen finanziellen Vorteil erzielen. X
Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen
Positive Auswirkungen Wenn PATRIZIA Baumaterialien für Entwicklungsanlagen umfunktioniert und wiederverwendet, werden die Treibhausgasemissionen erheblich gesenkt und die Umweltbelastung minimiert. Diese Entwicklungsanlagen sind so konzipiert, dass sie den Energiebedarf durch effiziente Dämmung und energieeffiziente Systeme senken und so weitere Energieeinsparungen ermöglichen. X X
Negative Auswirkungen Beim Bau fallen erhebliche Mengen an Abfall an, darunter Bauschutt, Verpackungsmaterialien und ausrangierte Materialien. Ohne den richtigen Verkauf dieser Materialien kann dies der Umwelt schaden. Darüber hinaus kann eine große Menge an Abfall durch die Wiederverwendung von Materialien nur gemindert, aber nicht vermieden werden. X
Immobilienprojekte erfordern oft erhebliche Mengen an natürlichen und unerschlossenen Materialien/Ressourcen. Übermäßige Ausbeutung führt zur Erschöpfung der Ressourcen und zu ökologischen Ungleichgewichten. X
Risiko Die Nachrüstung oder die Verwendung von gebrauchtem Material zur Anpassung an zirkuläre Praktiken kann für PATRIZIA kostspielig und komplex in der Umsetzung sein. Ohne Anreize oder Kenntnisse über Praktiken der Kreislaufwirtschaft kann dies den Fortschritt von PATRIZIA behindern. X
Zirkuläre Gebäudekonzepte beinhalten oft energiesparende Merkmale, was zu Einsparungen bei den Betriebskosten führt. X
Chance Durch die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien können PATRIZIA und Investoren die Ressourcenproduktivität verbessern und die Abhängigkeit von neuem Material verringern. X
Wertschöpfungskette
ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Nachgelagert
Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung
Positive Auswirkungen Kreislaufverfahren wie die Wiederverwendung und das Recycling von Baumaterialien, die Entwicklung von Gebäuden für vielfältige Veränderungen der Nutzung und modulare Bauweisen, die eine einfache Demontage ermöglichen, minimieren den Bedarf an Neumaterialien, wodurch die Belastung der natürlichen Ressourcen verringert wird. X
Negative Auswirkungen Immobilienprojekte erfordern oft erhebliche Mengen an natürlichen und unberührten Materialien/Ressourcen. Übermäßige Ausbeutung führt zur Erschöpfung der Ressourcen und zu ökologischen Ungleichgewichten. X
Risiko Die Nachrüstung oder die Verwendung von gebrauchtem Material zur Anpassung an zirkuläre Praktiken kann kostspielig sein und ist im Vergleich zu traditionellen Bauweisen eine neue Praxis. Ohne Anreize oder weitere Prognosen von Leitungsgremien zu Praktiken der Kreislaufwirtschaft könnte dies den Fortschritt von PATRIZIA behindern. X
Chance Durch die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien kann PATRIZIA die Ressourcenproduktivität verbessern und die Abhängigkeit von neuen Materialien verringern und somit einen finanziellen Vorteil erzielen. X
Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen
Positive Auswirkungen Wenn PATRIZIA Baumaterialien für Entwicklungsanlagen umfunktioniert und wiederverwendet, werden die Treibhausgasemissionen erheblich gesenkt und die Umweltbelastung minimiert. Diese Entwicklungsanlagen sind so konzipiert, dass sie den Energiebedarf durch effiziente Dämmung und energieeffiziente Systeme senken und so weitere Energieeinsparungen ermöglichen. X
Negative Auswirkungen Beim Bau fallen erhebliche Mengen an Abfall an, darunter Bauschutt, Verpackungsmaterialien und ausrangierte Materialien. Ohne den richtigen Verkauf dieser Materialien kann dies der Umwelt schaden. Darüber hinaus kann eine große Menge an Abfall durch die Wiederverwendung von Materialien nur gemindert, aber nicht vermieden werden. X
Immobilienprojekte erfordern oft erhebliche Mengen an natürlichen und unerschlossenen Materialien/Ressourcen. Übermäßige Ausbeutung führt zur Erschöpfung der Ressourcen und zu ökologischen Ungleichgewichten. X
Risiko Die Nachrüstung oder die Verwendung von gebrauchtem Material zur Anpassung an zirkuläre Praktiken kann für PATRIZIA kostspielig und komplex in der Umsetzung sein. Ohne Anreize oder Kenntnisse über Praktiken der Kreislaufwirtschaft kann dies den Fortschritt von PATRIZIA behindern. X
Zirkuläre Gebäudekonzepte beinhalten oft energiesparende Merkmale, was zu Einsparungen bei den Betriebskosten führt. X
Chance Durch die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien können PATRIZIA und Investoren die Ressourcenproduktivität verbessern und die Abhängigkeit von neuem Material verringern. X
Zeithorizont Wertschöpfungskette
ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Kurzfristig Mittelfristig Langfristig Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Arbeitsbedingungen
Positive Auswirkungen Gute Arbeitsbedingungen (wie eine angemessene Vergütung, eine ausgewogene Work-Life-Balance, Entwicklungsmöglichkeiten, ein ergonomisches Arbeitsumfeld, Gesundheit und Sicherheit, transparente Kommunikation und eine integrative Kultur) führen zu gesünderen und zufriedeneren Mitarbeitern, die einen positiven Beitrag für ihre Gemeinschaften leisten. Mitarbeiter, die von guten Arbeitsbedingungen profitieren, engagieren sich eher in gemeinnützigen Aktivitäten und Freiwilligenarbeit und fördern so den sozialen Zusammenhalt. X
Negative Auswirkungen Mangelhafte Arbeitsbedingungen können zu chronischen Gesundheitsproblemen bei den Mitarbeitern führen, die Belastung für das öffentliche Gesundheitswesen erhöhen und die allgemeine Lebensqualität in der Gemeinschaft verringern. X
Wird dem Wohlbefinden zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, kann dies zu psychischen und physischen Gesundheitsproblemen wie Stress, Angstzuständen, Depressionen, Herzerkrankungen, Bluthochdruck und Fettleibigkeit führen. Dies belastet die Gesundheitssysteme zusätzlich und verschlechtert den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung. Darüber X
hinaus kann es weitreichende Auswirkungen auf die Fähigkeit der Arbeitnehmer haben, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Die Vernachlässigung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter kann zu höheren Fehlzeiten und einer höheren Belastung der Gesundheitssysteme führen. X
Hohe Fluktuationsraten und eine geringere Produktivität aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen können zu wirtschaftlicher Instabilität innerhalb des Unternehmens und der Gemeinschaft führen, da die lokale Wirtschaft für Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum vom Erfolg der Unternehmen abhängig ist. X
Risiko Ein Mangel an Fokus auf günstige Arbeitsbedingungen, insbesondere auf das Wohlbefinden, verringert das Engagement und die Produktivität der Mitarbeiter, da sich die Arbeitnehmer unterbewertet und nicht unterstützt fühlen. Ein geringeres Engagement und eine geringere Produktivität der Mitarbeiter aufgrund schlechter Gesundheits- und Wohlfühlinitiativen können zu höheren Fehlzeiten führen, was die Kosten durch geringere Produktivität oder die Einstellung von Zeitarbeitskräften erhöht. X
Schlechte Arbeitsbedingungen tragen zur Unzufriedenheit am Arbeitsplatz bei und erhöhen die Personalfluktuation und die Kosten, die mit der Rekrutierung, Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter verbunden sind. X
Chance Gute Arbeitsbedingungen, einschließlich sicherer Arbeitsplätze, komfortabler Arbeitsplätze, angemessener Ressourcen und fairer Vergütung, steigern die Produktivität und Effizienz der Mitarbeiter und führen zu höherer Leistung und Profitabilität. Darüber hinaus kann die Priorisierung von Gesundheit und Wohlbefinden durch Initiativen wie Unterstützung bei psychischen Problemen und Wohlfühlprogramme Fehlzeiten und chronische Krankheiten reduzieren, was wiederum die Personal- und Gesundheitskosten senken kann. X
Ein Fokus auf das Wohlbefinden führt zu mehr Engagement und Zufriedenheit der Mitarbeiter, da sich die Arbeitnehmer geschätzt und unterstützt fühlen, was wiederum zu höherer Produktivität und niedrigeren Fluktuationskosten führt. X
Positive Arbeitsbedingungen führen zu einer höheren Arbeitszufriedenheit, wodurch die Fluktuationsrate sinkt und wertvolle Talente und Kenntnisse im Unternehmen bleiben, wodurch die Kosten für die Rekrutierung, Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter sinken. X
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
Positive Auswirkungen Die Förderung von Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung (durch ED&I-Schulungen, (ERGs), ED&I-Richtlinien, Förderung einer Kultur der Diversität und integrativer Entwicklungsmöglichkeiten) trägt dazu bei, gesellschaftliche Ungleichheiten abzubauen. PATRIZIA gewährleistet eine faire Behandlung (durch vielfältige Führungsqualitäten, flexible Arbeitsregelungen, transparente ED&I-Richtlinien, Mitarbeiterressourcengruppen, ED&I-Schulungen und Mentorenprogramme) und trägt zu einer gerechteren Gesellschaft bei, in der Chancen für alle zugänglich sind, unabhängig von ihrem Hintergrund. X X
Negative Auswirkungen Ungleichheit und Diskriminierung am Arbeitsplatz können soziale Spaltungen und Spannungen aufrechterhalten und zu einer weniger kohärenten X X
und stärker fragmentierten Gesellschaft führen.
Diskriminierung hindert talentierte Menschen daran, einen vollen Beitrag zur Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten, was zu einem Verlust an potenziellem Innovations- und Wirtschaftswachstum führt. X X
Risiko Ungleichheit und Diskriminierung schaffen ein toxisches Arbeitsumfeld, das zu einer Verschlechterung der Arbeitsmoral, Motivation und Loyalität der Mitarbeiter führt. X X
Diskriminierende Praktiken setzen das Unternehmen rechtlichen Herausforderungen aus, einschließlich Klagen, Geldstrafen und Vergleichen. Darüber hinaus können sie dem Ruf des Unternehmens schaden und der Marke des Unternehmens schaden, was zu Kunden- und Umsatzverlusten führt. X X
Chance Die Gewährleistung von Nichtdiskriminierung zieht eine große Bandbreite an Kandidaten an und bereichert das Unternehmen mit unterschiedlichen Perspektiven und innovativen Ideen. Eine vielfältige Belegschaft bringt eine Vielzahl von Perspektiven und Ideen mit sich, treibt Innovationen voran und führt potenziell zu neuen Produkten, Dienstleistungen und Märkten. X X
Ein Ruf für Fairness und Inklusion zieht Spitzentalente an, senkt die Einstellungskosten und erhöht die Qualität der Einstellungen. X X
Die Förderung von Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung fördert ein unterstützendes und integratives Arbeitsumfeld, steigert die Arbeitsmoral und Motivation der Mitarbeiter und führt zu einer höheren Produktivität der Mitarbeiter, was mit einer höheren finanziellen Leistung verbunden ist. X X
Wertschöpfungskette
ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Nachgelagert
Arbeitsbedingungen
Positive Auswirkungen Gute Arbeitsbedingungen (wie eine angemessene Vergütung, eine ausgewogene Work-Life-Balance, Entwicklungsmöglichkeiten, ein ergonomisches Arbeitsumfeld, Gesundheit und Sicherheit, transparente Kommunikation und eine integrative Kultur) führen zu gesünderen und zufriedeneren Mitarbeitern, die einen positiven Beitrag für ihre Gemeinschaften leisten. Mitarbeiter, die von guten Arbeitsbedingungen profitieren, engagieren sich eher in gemeinnützigen Aktivitäten und Freiwilligenarbeit und fördern so den sozialen Zusammenhalt. X
Negative Auswirkungen Mangelhafte Arbeitsbedingungen können zu chronischen Gesundheitsproblemen bei den Mitarbeitern führen, die Belastung für das öffentliche Gesundheitswesen erhöhen und die allgemeine Lebensqualität in der Gemeinschaft verringern. X
Wird dem Wohlbefinden zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, kann dies zu psychischen und physischen Gesundheitsproblemen wie Stress, Angstzuständen, Depressionen, Herzerkrankungen, Bluthochdruck und Fettleibigkeit führen. Dies belastet die Gesundheitssysteme zusätzlich und verschlechtert den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung. Darüber X
hinaus kann es weitreichende Auswirkungen auf die Fähigkeit der Arbeitnehmer haben, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Die Vernachlässigung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter kann zu höheren Fehlzeiten und einer höheren Belastung der Gesundheitssysteme führen. X
Hohe Fluktuationsraten und eine geringere Produktivität aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen können zu wirtschaftlicher Instabilität innerhalb des Unternehmens und der Gemeinschaft führen, da die lokale Wirtschaft für Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum vom Erfolg der Unternehmen abhängig ist. X
Risiko Ein Mangel an Fokus auf günstige Arbeitsbedingungen, insbesondere auf das Wohlbefinden, verringert das Engagement und die Produktivität der Mitarbeiter, da sich die Arbeitnehmer unterbewertet und nicht unterstützt fühlen. Ein geringeres Engagement und eine geringere Produktivität der Mitarbeiter aufgrund schlechter Gesundheits- und Wohlfühlinitiativen können zu höheren Fehlzeiten führen, was die Kosten durch geringere Produktivität oder die Einstellung von Zeitarbeitskräften erhöht. X
Schlechte Arbeitsbedingungen tragen zur Unzufriedenheit am Arbeitsplatz bei und erhöhen die Personalfluktuation und die Kosten, die mit der Rekrutierung, Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter verbunden sind. X
Chance Gute Arbeitsbedingungen, einschließlich sicherer Arbeitsplätze, komfortabler Arbeitsplätze, angemessener Ressourcen und fairer Vergütung, steigern die Produktivität und Effizienz der Mitarbeiter und führen zu höherer Leistung und Profitabilität. Darüber hinaus kann die Priorisierung von Gesundheit und Wohlbefinden durch Initiativen wie Unterstützung bei psychischen Problemen und Wohlfühlprogramme Fehlzeiten und chronische Krankheiten reduzieren, was wiederum die Personal- und Gesundheitskosten senken kann. X
Ein Fokus auf das Wohlbefinden führt zu mehr Engagement und Zufriedenheit der Mitarbeiter, da sich die Arbeitnehmer geschätzt und unterstützt fühlen, was wiederum zu höherer Produktivität und niedrigeren Fluktuationskosten führt. X
Positive Arbeitsbedingungen führen zu einer höheren Arbeitszufriedenheit, wodurch die Fluktuationsrate sinkt und wertvolle Talente und Kenntnisse im Unternehmen bleiben, wodurch die Kosten für die Rekrutierung, Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter sinken. X
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
Positive Auswirkungen Die Förderung von Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung (durch ED&I-Schulungen, (ERGs), ED&I-Richtlinien, Förderung einer Kultur der Diversität und integrativer Entwicklungsmöglichkeiten) trägt dazu bei, gesellschaftliche Ungleichheiten abzubauen. PATRIZIA gewährleistet eine faire Behandlung (durch vielfältige Führungsqualitäten, flexible Arbeitsregelungen, transparente ED&I-Richtlinien, Mitarbeiterressourcengruppen, ED&I-Schulungen und Mentorenprogramme) und trägt zu einer gerechteren Gesellschaft bei, in der Chancen für alle zugänglich sind, unabhängig von ihrem Hintergrund.
Negative Auswirkungen Ungleichheit und Diskriminierung am Arbeitsplatz können soziale Spaltungen und Spannungen aufrechterhalten und zu einer weniger kohärenten
und stärker fragmentierten Gesellschaft führen.
Diskriminierung hindert talentierte Menschen daran, einen vollen Beitrag zur Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten, was zu einem Verlust an potenziellem Innovations- und Wirtschaftswachstum führt.
Risiko Ungleichheit und Diskriminierung schaffen ein toxisches Arbeitsumfeld, das zu einer Verschlechterung der Arbeitsmoral, Motivation und Loyalität der Mitarbeiter führt.
Diskriminierende Praktiken setzen das Unternehmen rechtlichen Herausforderungen aus, einschließlich Klagen, Geldstrafen und Vergleichen. Darüber hinaus können sie dem Ruf des Unternehmens schaden und der Marke des Unternehmens schaden, was zu Kunden- und Umsatzverlusten führt.
Chance Die Gewährleistung von Nichtdiskriminierung zieht eine große Bandbreite an Kandidaten an und bereichert das Unternehmen mit unterschiedlichen Perspektiven und innovativen Ideen. Eine vielfältige Belegschaft bringt eine Vielzahl von Perspektiven und Ideen mit sich, treibt Innovationen voran und führt potenziell zu neuen Produkten, Dienstleistungen und Märkten.
Ein Ruf für Fairness und Inklusion zieht Spitzentalente an, senkt die Einstellungskosten und erhöht die Qualität der Einstellungen.
Die Förderung von Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung fördert ein unterstützendes und integratives Arbeitsumfeld, steigert die Arbeitsmoral und Motivation der Mitarbeiter und führt zu einer höheren Produktivität der Mitarbeiter, was mit einer höheren finanziellen Leistung verbunden ist.
Zeithorizont Wertschöpfungskette
ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Kurzfristig Mittelfristig Langfristig Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Arbeitsbedingungen
Positive Auswirkungen Durch die Gewährleistung fairer Löhne, sicherer Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit können Unternehmen dazu beitragen, wirtschaftliche Ungleichheit zu verringern und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Bessere Arbeitsbedingungen führen auch zu einer Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Arbeitnehmer und entlasten die öffentlichen Gesundheitssysteme. Darüber hinaus können diese Praktiken die Verbreitung von Kinder- und Zwangsarbeit verringern, bessere Bildungschancen ermöglichen und den Kreislauf der Armut durchbrechen. Bessere Arbeitsbedingungen fördern die soziale Stabilität, da zufriedene Arbeitnehmer weniger zu Unruhen neigen. Diese Bedingungen können die Produktivität und Innovation fördern, das Wirtschaftswachstum vorantreiben und eine gerechtere und gesündere Gesellschaft schaffen. X
Negative Auswirkungen Schlechte Arbeitsbedingungen können zu wirtschaftlicher Ungleichheit führen, da die Arbeitnehmer mit niedrigen Löhnen und Arbeitsplatzunsicherheit konfrontiert sind. Gesundheitsprobleme entstehen durch unsichere Arbeitsbedingungen und lange Arbeitszeiten, die eine Belastung für die öffentlichen Gesundheitssysteme darstellen. Darüber hinaus können unzureichende Bedingungen die Verbreitung von Kinder- und Zwangsarbeit erhöhen, wodurch Armutskreisläufe aufrechterhalten und Bildungschancen eingeschränkt werden. Soziale Instabilität kann durch Unruhen und Streiks der Arbeitnehmer entstehen und Gemeinden und Volkswirtschaften stören. Auch die Umweltzerstörung ist ein Problem, da Unternehmen, die das Wohlergehen der Arbeitnehmer vernachlässigen, oft auch Umweltstandards missachten. X
Risiko Schlechte Arbeitsbedingungen können zu höheren Kosten führen, die mit einer hohen Fluktuation der Belegschaft und der damit verbundenen Verfügbarkeit von angemessenem Ersatz verbunden sind. X
Reputationsrisiko durch die Zusammenarbeit mit Partnern, die sich nicht an bewährte Verfahren oder hohe Geschäftsstandards halten. X
Chance Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft. X
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
Positive Auswirkungen Indem sie sicherstellen, dass alle Arbeitnehmer eine angemessene Vergütung, sichere Arbeitsbedingungen und Chancengleichheit unabhängig von ihrem Hintergrund erhalten, können Unternehmen dazu beitragen, eine integrativere und gerechtere Belegschaft zu schaffen. Diese Praktiken verbessern nicht nur das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmer, sondern tragen auch dazu bei, Ungleichheiten abzubauen und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Letztendlich führt dies zu einer gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft. X
Risiko Kosten im Zusammenhang mit Rufschädigung, wenn mit Partnern zusammengearbeitet wird, deren Praktiken unter dem branchenüblichen Mindeststandard liegen. X
Chance Verbesserter Zugang zu Kapital in Verbindung mit dem Ruf, mit Partnern zusammenzuarbeiten, deren Praktiken über dem branchenüblichen Mindeststandard liegen, Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft. X
Sonstige arbeitsbezogene Rechte
Positive Auswirkungen Durch die Sicherstellung arbeitsrechtlicher Standards wie angemessene Vergütung, Gesundheits- und Sicherheitsstandards und Chancengleichheit können Unternehmen den Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette dabei helfen, angemessene Löhne, eine ausgewogene Work-Life-Balance und Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit von Zwangsarbeit und Kinderarbeit, verbessert die Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer in den Wertschöpfungsketten und stärkt den Schutz der Privatsphäre. Dies trägt zu einer ethischeren, gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft bei. X
Risiko Reputationsschäden, wenn mit Partnern zusammengearbeitet wird, deren Praktiken unter dem branchenüblichen Mindeststandard liegen. X
Chance Verbesserter Zugang zu Kapital in Verbindung mit dem Ruf, mit Partnern zusammenzuarbeiten, deren Praktiken über dem branchenüblichen Mindeststandard liegen, Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft. X
Wertschöpfungskette
ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Nachgelagert
Arbeitsbedingungen
Positive Auswirkungen Durch die Gewährleistung fairer Löhne, sicherer Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit können Unternehmen dazu beitragen, wirtschaftliche Ungleichheit zu verringern und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Bessere Arbeitsbedingungen führen auch zu einer Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Arbeitnehmer und entlasten die öffentlichen Gesundheitssysteme. Darüber hinaus können diese Praktiken die Verbreitung von Kinder- und Zwangsarbeit verringern, bessere Bildungschancen ermöglichen und den Kreislauf der Armut durchbrechen. Bessere Arbeitsbedingungen fördern die soziale Stabilität, da zufriedene Arbeitnehmer weniger zu Unruhen neigen. Diese Bedingungen können die Produktivität und Innovation fördern, das Wirtschaftswachstum vorantreiben und eine gerechtere und gesündere Gesellschaft schaffen. X
Negative Auswirkungen Schlechte Arbeitsbedingungen können zu wirtschaftlicher Ungleichheit führen, da die Arbeitnehmer mit niedrigen Löhnen und Arbeitsplatzunsicherheit konfrontiert sind. Gesundheitsprobleme entstehen durch unsichere Arbeitsbedingungen und lange Arbeitszeiten, die eine Belastung für die öffentlichen Gesundheitssysteme darstellen. Darüber hinaus können unzureichende Bedingungen die Verbreitung von Kinder- und Zwangsarbeit erhöhen, wodurch Armutskreisläufe aufrechterhalten und Bildungschancen eingeschränkt werden. Soziale Instabilität kann durch Unruhen und Streiks der Arbeitnehmer entstehen und Gemeinden und Volkswirtschaften stören. Auch die Umweltzerstörung ist ein Problem, da Unternehmen, die das Wohlergehen der Arbeitnehmer vernachlässigen, oft auch Umweltstandards missachten. X
Risiko Schlechte Arbeitsbedingungen können zu höheren Kosten führen, die mit einer hohen Fluktuation der Belegschaft und der damit verbundenen Verfügbarkeit von angemessenem Ersatz verbunden sind. X
Reputationsrisiko durch die Zusammenarbeit mit Partnern, die sich nicht an bewährte Verfahren oder hohe Geschäftsstandards halten. X
Chance Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft. X
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
Positive Auswirkungen Indem sie sicherstellen, dass alle Arbeitnehmer eine angemessene Vergütung, sichere Arbeitsbedingungen und Chancengleichheit unabhängig von ihrem Hintergrund erhalten, können Unternehmen dazu beitragen, eine integrativere und gerechtere Belegschaft zu schaffen. Diese Praktiken verbessern nicht nur das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmer, sondern tragen auch dazu bei, Ungleichheiten abzubauen und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Letztendlich führt dies zu einer gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft. X
Risiko Kosten im Zusammenhang mit Rufschädigung, wenn mit Partnern zusammengearbeitet wird, deren Praktiken unter dem branchenüblichen Mindeststandard liegen. X
Chance Verbesserter Zugang zu Kapital in Verbindung mit dem Ruf, mit Partnern zusammenzuarbeiten, deren Praktiken über dem branchenüblichen Mindeststandard liegen, Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft. X
Sonstige arbeitsbezogene Rechte
Positive Auswirkungen Durch die Sicherstellung arbeitsrechtlicher Standards wie angemessene Vergütung, Gesundheits- und Sicherheitsstandards und Chancengleichheit können Unternehmen den Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette dabei helfen, angemessene Löhne, eine ausgewogene Work-Life-Balance und Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit von Zwangsarbeit und Kinderarbeit, verbessert die Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer in den Wertschöpfungsketten und stärkt den Schutz der Privatsphäre. Dies trägt zu einer ethischeren, gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft bei. X
Risiko Reputationsschäden, wenn mit Partnern zusammengearbeitet wird, deren Praktiken unter dem branchenüblichen Mindeststandard liegen. X
Chance Verbesserter Zugang zu Kapital in Verbindung mit dem Ruf, mit Partnern zusammenzuarbeiten, deren Praktiken über dem branchenüblichen Mindeststandard liegen, Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft. X
Zeithorizont
ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer
Positive Auswirkungen Die Achtung der Privatsphäre von Endnutzern und Unternehmen schafft Vertrauen, was wiederum zu kooperativen Gemeinschaften führt. X
Risiko Wenn man Verbrauchern und Endnutzern keinen ausreichenden Zugang zu hochwertigen Informationen gewährt und ihre Privatsphäre nicht respektiert, kann dies zu einem Reputations- oder Rechtsrisiko führen und aufgrund des Verlusts von Mietern zu einem Wert- oder Umsatzrückgang. X
Chance Wenn Mieter Zugang zu genauen Informationen haben, schafft dies Vertrauen zwischen ihnen und dem Unternehmen und ermöglicht es ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese Transparenz kann zu stärkeren Beziehungen und einer höheren Zufriedenheit führen, sodass Mieter eher gehalten werden und ähnliche Mieter anziehen. X
Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Positive Auswirkungen Durch die Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensbedingungen für alle trägt sie dazu bei, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zu verringern und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dies kann die Belastung der Gesundheitssysteme verringern, die Lebensqualität verbessern und dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen. X
Risiko Reputations- oder rechtliche Risiken durch Missachtung der Sicherheit und Gesundheit von Verbrauchern und Endnutzern, was zu einem Wert- oder Umsatzrückgang aufgrund von Mieterverlusten führt. X
Chance Wert- oder Umsatzsteigerung durch bessere Mieterbindung und -rekrutierung. X
Wertschöpfungskette
ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer
Positive Auswirkungen
Risiko
Chance
Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Positive Auswirkungen
Risiko
Chance
Wertschöpfungskette
ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Nachgelagert
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer
Positive Auswirkungen Die Achtung der Privatsphäre von Endnutzern und Unternehmen schafft Vertrauen, was wiederum zu kooperativen Gemeinschaften führt. X
Risiko Wenn man Verbrauchern und Endnutzern keinen ausreichenden Zugang zu hochwertigen Informationen gewährt und ihre Privatsphäre nicht respektiert, kann dies zu einem Reputations- oder Rechtsrisiko führen und aufgrund des Verlusts von Mietern zu einem Wert- oder Umsatzrückgang. X
Chance Wenn Mieter Zugang zu genauen Informationen haben, schafft dies Vertrauen zwischen ihnen und dem Unternehmen und ermöglicht es ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese Transparenz kann zu stärkeren Beziehungen und einer höheren Zufriedenheit führen, sodass Mieter eher gehalten werden und ähnliche Mieter anziehen. X
Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Positive Auswirkungen Durch die Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensbedingungen für alle trägt sie dazu bei, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zu verringern und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dies kann die Belastung der Gesundheitssysteme verringern, die Lebensqualität verbessern und dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen. X
Risiko Reputations- oder rechtliche Risiken durch Missachtung der Sicherheit und Gesundheit von Verbrauchern und Endnutzern, was zu einem Wert- oder Umsatzrückgang aufgrund von Mieterverlusten führt. X
Chance Wert- oder Umsatzsteigerung durch bessere Mieterbindung und -rekrutierung. X
Zeithorizont
ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften
Positive Auswirkungen Bereitstellung angemessener Unterkünfte für Gemeinden, die von den Vermögenswerten und Aktivitäten von PATRIZIA betroffen sind X
Veränderung der Landnutzung für Gemeinden, die von den Vermögenswerten und Aktivitäten von PATRIZIA betroffen sind. Zum Beispiel Schulen, Grünflächen, Bildungszentren oder Handelszentren. X
Erhöhte Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen vor Ort im Zusammenhang mit dem Bau und Betrieb von Immobilien. X
Risiko Kosten im Zusammenhang mit der Nichtwahrung der Rechte betroffener Gemeinden, wie z. B. Reputations- oder rechtliche Risiken, die sich negativ auf den Zugang zu angemessenem Wohnraum, Nahrung und Wasser auswirken und die Sicherheit von Gemeinden in der Nähe von Investitionen beeinträchtigen. X
Chance Kosteneinsparungen durch rechtzeitige Genehmigungen und Fertigstellung von Investitionen, Wert durch die Schaffung wirtschaftlicher und sozialer Möglichkeiten für betroffene Gemeinden. X
Wertschöpfungskette
ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften
Positive Auswirkungen
Risiko
Chance
Wertschöpfungskette
ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften Nachgelagert
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften
Positive Auswirkungen Bereitstellung angemessener Unterkünfte für Gemeinden, die von den Vermögenswerten und Aktivitäten von PATRIZIA betroffen sind X
Veränderung der Landnutzung für Gemeinden, die von den Vermögenswerten und Aktivitäten von PATRIZIA betroffen sind. Zum Beispiel Schulen, Grünflächen, Bildungszentren oder Handelszentren. X
Erhöhte Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen vor Ort im Zusammenhang mit dem Bau und Betrieb von Immobilien. X
Risiko Kosten im Zusammenhang mit der Nichtwahrung der Rechte betroffener Gemeinden, wie z. B. Reputations- oder rechtliche Risiken, die sich negativ auf den Zugang zu angemessenem Wohnraum, Nahrung und Wasser auswirken und die Sicherheit von Gemeinden in der Nähe von Investitionen beeinträchtigen. X
Chance Kosteneinsparungen durch rechtzeitige Genehmigungen und Fertigstellung von Investitionen, Wert durch die Schaffung wirtschaftlicher und sozialer Möglichkeiten für betroffene Gemeinden. X
Zeithorizont
ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer
Positive Auswirkungen Die Achtung der Privatsphäre von Endnutzern und Unternehmen schafft Vertrauen, was wiederum zu kooperativen Gemeinschaften führt. X
Risiko Wenn man Verbrauchern und Endnutzern keinen ausreichenden Zugang zu hochwertigen Informationen gewährt und ihre Privatsphäre nicht respektiert, kann dies zu einem Reputations- oder Rechtsrisiko führen und aufgrund des Verlusts von Mietern zu einem Wert- oder Umsatzrückgang. X
Chance Wenn Mieter Zugang zu genauen Informationen haben, schafft dies Vertrauen zwischen ihnen und dem Unternehmen und ermöglicht es ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese Transparenz kann zu stärkeren Beziehungen und einer höheren Zufriedenheit führen, sodass Mieter eher gehalten werden und ähnliche Mieter anziehen. X
Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Positive Auswirkungen Durch die Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensbedingungen für alle trägt sie dazu bei, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zu verringern und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dies kann die Belastung der Gesundheitssysteme verringern, die Lebensqualität verbessern und dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen. X
Risiko Reputations- oder rechtliche Risiken durch Missachtung der Sicherheit und Gesundheit von Verbrauchern und Endnutzern, was zu einem Wert- oder Umsatzrückgang aufgrund von Mieterverlusten führt. X
Chance Wert- oder Umsatzsteigerung durch bessere Mieterbindung und -rekrutierung. X
Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Chance Durch die Entwicklung erschwinglicher Wohnprojekte durch PATRIZIA wird die soziale Eingliederung gefördert, indem man mit den Mietern in Kontakt tritt und Gemeinschaftsräume schafft. Dies kann auch zu einer Steigerung der Umsatzerlöse und des Werts der Projekte führen, da die Mieter besser gebunden werden. X
Wertschöpfungskette
ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer
Positive Auswirkungen
Risiko
Chance
Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Positive Auswirkungen
Risiko
Chance
Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Chance
Wertschöpfungskette
ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Nachgelagert
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer
Positive Auswirkungen Die Achtung der Privatsphäre von Endnutzern und Unternehmen schafft Vertrauen, was wiederum zu kooperativen Gemeinschaften führt. X
Risiko Wenn man Verbrauchern und Endnutzern keinen ausreichenden Zugang zu hochwertigen Informationen gewährt und ihre Privatsphäre nicht respektiert, kann dies zu einem Reputations- oder Rechtsrisiko führen und aufgrund des Verlusts von Mietern zu einem Wert- oder Umsatzrückgang. X
Chance Wenn Mieter Zugang zu genauen Informationen haben, schafft dies Vertrauen zwischen ihnen und dem Unternehmen und ermöglicht es ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese Transparenz kann zu stärkeren Beziehungen und einer höheren Zufriedenheit führen, sodass Mieter eher gehalten werden und ähnliche Mieter anziehen. X
Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Positive Auswirkungen Durch die Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensbedingungen für alle trägt sie dazu bei, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zu verringern und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dies kann die Belastung der Gesundheitssysteme verringern, die Lebensqualität verbessern und dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen. X
Risiko Reputations- oder rechtliche Risiken durch Missachtung der Sicherheit und Gesundheit von Verbrauchern und Endnutzern, was zu einem Wert- oder Umsatzrückgang aufgrund von Mieterverlusten führt. X
Chance Wert- oder Umsatzsteigerung durch bessere Mieterbindung und -rekrutierung. X
Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern
Chance Durch die Entwicklung erschwinglicher Wohnprojekte durch PATRIZIA wird die soziale Eingliederung gefördert, indem man mit den Mietern in Kontakt tritt und Gemeinschaftsräume schafft. Dies kann auch zu einer Steigerung der Umsatzerlöse und des Werts der Projekte führen, da die Mieter besser gebunden werden. X
Zeithorizont
ESRS G1 Unternehmensführung Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers)
Positive Auswirkungen Förderung von Transparenz, Rechenschaftspflicht und ethischem Verhalten in allen Branchen und Institutionen. Dazu gehören das Whistleblowing-System, der jährliche Zugang zu Informationen in PATRIZIA-Berichten und eine klare Kommunikation mit den Interessengruppen über Whistleblowing-Systeme und den Wertekodex. X
Management der Beziehungen zu den Lieferanten, einschließlich der Zahlungsmodalitäten
Positive Auswirkungen Durch die Förderung kooperativer und langfristiger Beziehungen zu Lieferanten fördern Unternehmen das Wirtschaftswachstum und sorgen für stabilere Lieferketten. Zusammenarbeit führt zu Innovation und Effizienz, was die Produktivität steigert und die Verfügbarkeit grundlegender Dienstleistungen ermöglicht. X
Negative Auswirkungen Ein schlechtes Lieferantenmanagement, einschließlich unfairer Zahlungspraktiken, kann zu wirtschaftlicher Instabilität und Ausbeutung von Arbeitnehmern führen und untergräbt den fairen Handel und die Ethik. X
Risiko Die Nichteinhaltung bewährter Geschäftspraktiken bei der Verwaltung der Lieferantenbeziehungen kann zu einem Reputations- und Rechtsrisiko für die Lieferkette führen, was wiederum Betriebsstörungen, höhere Betriebskosten, Strafen für Terminüberschreitungen oder Umsatzverluste nach sich ziehen kann. X
Chance Kosteneinsparungen durch eine zuverlässige Lieferkette von PATRIZIA, die einen Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnet und positive Geschäftspraktiken fördert. Dies führt zu einer höheren Profitabilität, einer verbesserten betrieblichen Effizienz und der Schaffung eines Wettbewerbsvorteils. X
Korruption und Bestechung
Positive Auswirkungen Indem Unternehmen öffentlich erklären, ob sie in Korruptions- und Bestechungsfälle verwickelt waren oder damit in Verbindung gebracht wurden, fördern sie eine transparentere und gerechtere Gesellschaft, was zu Wirtschaftswachstum und einem größeren Vertrauen in Institutionen weltweit führt. X
Risiko Reputations- und rechtliche Risiken sowie Schäden durch die Nichteinhaltung bewährter Geschäftspraktiken, Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsregeln und -praktiken. X
Chance Nutzen Sie die Chancen, die sich aus einer Kultur ergeben, die frei von Korruption und Bestechung ist. Zu den Chancen gehören ein verbessertes Ansehen und Vertrauen bei den Interessengruppen, die Einhaltung von Vorschriften zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten, Bußgeldern und die Schaffung einer korruptionsfreien Kultur sowie das Potenzial für höhere Investitionen von Investoren, die nach Unternehmen mit ethischen Praktiken suchen. X
Wertschöpfungskette
ESRS G1 Unternehmensführung Vorgelagert Eigene Tätigkeiten
Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers)
Positive Auswirkungen X
Management der Beziehungen zu den Lieferanten, einschließlich der Zahlungsmodalitäten
Positive Auswirkungen
Negative Auswirkungen
Risiko
Chance
Korruption und Bestechung
Positive Auswirkungen
Risiko
Chance
Wertschöpfungskette
ESRS G1 Unternehmensführung Nachgelagert
Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers)
Positive Auswirkungen Förderung von Transparenz, Rechenschaftspflicht und ethischem Verhalten in allen Branchen und Institutionen. Dazu gehören das Whistleblowing-System, der jährliche Zugang zu Informationen in PATRIZIA-Berichten und eine klare Kommunikation mit den Interessengruppen über Whistleblowing-Systeme und den Wertekodex.
Management der Beziehungen zu den Lieferanten, einschließlich der Zahlungsmodalitäten
Positive Auswirkungen Durch die Förderung kooperativer und langfristiger Beziehungen zu Lieferanten fördern Unternehmen das Wirtschaftswachstum und sorgen für stabilere Lieferketten. Zusammenarbeit führt zu Innovation und Effizienz, was die Produktivität steigert und die Verfügbarkeit grundlegender Dienstleistungen ermöglicht. X
Negative Auswirkungen Ein schlechtes Lieferantenmanagement, einschließlich unfairer Zahlungspraktiken, kann zu wirtschaftlicher Instabilität und Ausbeutung von Arbeitnehmern führen und untergräbt den fairen Handel und die Ethik. X
Risiko Die Nichteinhaltung bewährter Geschäftspraktiken bei der Verwaltung der Lieferantenbeziehungen kann zu einem Reputations- und Rechtsrisiko für die Lieferkette führen, was wiederum Betriebsstörungen, höhere Betriebskosten, Strafen für Terminüberschreitungen oder Umsatzverluste nach sich ziehen kann. X
Chance Kosteneinsparungen durch eine zuverlässige Lieferkette von PATRIZIA, die einen Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnet und positive Geschäftspraktiken fördert. Dies führt zu einer höheren Profitabilität, einer verbesserten betrieblichen Effizienz und der Schaffung eines Wettbewerbsvorteils. X
Korruption und Bestechung
Positive Auswirkungen Indem Unternehmen öffentlich erklären, ob sie in Korruptions- und Bestechungsfälle verwickelt waren oder damit in Verbindung gebracht wurden, fördern sie eine transparentere und gerechtere Gesellschaft, was zu Wirtschaftswachstum und einem größeren Vertrauen in Institutionen weltweit führt. X
Risiko Reputations- und rechtliche Risiken sowie Schäden durch die Nichteinhaltung bewährter Geschäftspraktiken, Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsregeln und -praktiken. X
Chance Nutzen Sie die Chancen, die sich aus einer Kultur ergeben, die frei von Korruption und Bestechung ist. Zu den Chancen gehören ein verbessertes Ansehen und Vertrauen bei den Interessengruppen, die Einhaltung von Vorschriften zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten, Bußgeldern und die Schaffung einer korruptionsfreien Kultur sowie das Potenzial für höhere Investitionen von Investoren, die nach Unternehmen mit ethischen Praktiken suchen. X

Im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum gab es keine Veränderungen bei den wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, da dies die erste Nichtfinanzielle Konzernerklärung von PATRIZIA ist.

Die oben genannten materiellen Auswirkungen sind nicht auf das Geschäftsmodell des Unternehmens zurückzuführen, stehen jedoch alle im Zusammenhang mit der Strategie, ein intelligenter Akteur im Bereich Real Assets zu werden, und jede wesentliche Auswirkung könnte dies verhindern. Darüber hinaus stehen die Auswirkungen alle im Zusammenhang mit den "DUEL"-Megatrends - Digital, Urban, Energy und Living Transitions - und unterstreichen die Vision des Unternehmens von einer Welt im Wandel. Diese Trends stimmen in hohem Maße mit den bedeutenden und wichtigen Auswirkungen, Risiken und Chancen überein, die in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel und die Dekarbonisierung, und zeigen die Widerstandsfähigkeit der Strategie und des Geschäftsmodells von PATRIZIA. PATRIZIA hat keine Resilienzanalyse seiner Strategie und seines Geschäftsmodells durchgeführt, jedoch hat PATRIZIA in den 40 Jahren Erfolg und Wachstum des Unternehmens durch Internationalisierung, eine wachsende Vielfalt von Immobilienvermögensklassen und die Nähe zum Vermögenswert zur Schaffung von Mehrwert erlebt. Die DUEL-Megatrends, auf die sich PATRIZIA jetzt konzentriert, werden es PATRIZIA ermöglichen, ein weltweit führender Real-Asset-Manager zu werden.

PATRIZIA hat eine Risikoschwelle festgelegt, die besagt, dass Risiken gemeldet werden müssen, wenn die Auswirkungen innerhalb eines Jahres 100.000 EUR übersteigen oder über der niedrigen qualitativen Schadensklassifizierung liegen und im schlimmsten Fall. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen von PATRIZIA überschreiten derzeit nicht diese Schwelle.

PATRIZIA hat keine branchen- oder unternehmensspezifischen Standards in die doppelte Wesentlichkeitsanalyse aufgenommen. Die Fragen bezogen sich auf PATRIZIA, ohne dabei ausdrücklich "Immobilien" oder "Infrastruktur" zu erwähnen. Die Antworten der PATRIZIAner aus verschiedenen Abteilungen basierten auf ihren individuellen Rollen und Erfahrungen, was dazu führte, dass die DMA-Antworten von Natur aus die Perspektiven beider Sektoren widerspiegelten.

Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO)

Angaben zum Prozess der Wesentlichkeitsbewertung

IRO-1 - Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen

PATRIZIA führte in 2023 mit Unterstützung eines externen Beraters eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß den Anforderungen des ESRS durch, welche 2024 abgeschlossen wurde. Die DMA ist ein erster Schritt bei der Anpassung an die CSRD und bei der Ermittlung, welche ESG-bezogenen Themen für ein Unternehmen wesentlich sind. Wesentliche Themen werden anhand der Auswirkungen des Unternehmens auf den Planeten und die Menschen (sowohl positiv als auch negativ) sowie der Risiken und Chancen, denen ein Unternehmen ausgesetzt ist, bewertet. Sobald die wesentlichen Themen identifiziert sind, wird in der jährlichen Offenlegung darüber berichtet, wie in dieser Nichtfinanziellen Konzernerklärung zu sehen ist.

Um das Ergebnis zu erhalten, wurden die ESG-Themen von PATRIZIA und einem externen Berater in mehreren Workshops zusammengestellt und bewertet. Das Ergebnis war eine Liste relevanter ESG-Themen (basierend auf der ESRS-Klassifizierung), die auf einer Skala von 1 bis 3 nach ihrer Relevanz eingestuft wurden (3 entsprach "von Bedeutung" und 1 "nicht relevant"). Es wurde beschlossen, dass sich die Einbindung der Stakeholder auf alle mit 3 und 2 bewerteten Themen konzentrieren sollte, was zu einer Auswahlliste der ESG-Themen führte, die in Umfragen und Interviews mit den Stakeholdern erörtert wurden, um die Wesentlichkeit zu bewerten.

Die Stakeholder-Gruppen wurden gemeinsam von einem externen Berater und PATRIZIA ermittelt. Eine hohe Bandbreite von Stakeholdern und Mitarbeitern wurde eingeladen, die Umfragen und Interviews zur Wesentlichkeit der Auswirkungen und zur finanziellen Wesentlichkeit durchzuführen. Die Bandbreite der internen Stakeholder reichte von der Geschäftsleitung, der Personalabteilung, der Rechtsabteilung, Investor Relations, dem Funds Management, ESG-Experten, dem Marketing, dem Asset Management, der Compliance, dem Risikomanagement und dem Investment Management. Zu den externen Stakeholdern gehörten Fondsanleger und Kunden, Aktionäre und Analysten, Geschäftspartner, Mieter, Auftragnehmer, Immobilienverwalter, Branchenverbände und lokale Behörden. Zu den internen Kontrollverfahren zur Ermittlung der wesentlichen Risiken, Chancen und Auswirkungen gehörten die Aufsicht durch den Head of Sustainability und einen Director in Investor Relations, der die DMA durchführte und die Ressourcen seines Teams zur Erstellung der Nichtfinanziellen Konzernerklärung nutzte. Die Prozesse konzentrieren sich nicht auf bestimmte Aktivitäten, Geschäftsbeziehungen, Regionen oder andere Faktoren, die ein erhöhtes Risiko nachteiliger Auswirkungen mit sich bringen. PATRIZIA hat nicht berücksichtigt, wie sich ihre eigene Tätigkeit auf die Geschäftsbeziehungen auswirkt.

Die Wesentlichkeitsschwelle wurde mit einer Punktzahl von 0 bis 5 bewertet, wobei alle wichtigen, bedeutenden und kritischen Themen als wesentliche Themen angesehen wurden. Wichtig wurde mit 2,5-3,5 Punkten (gelb), bedeutend mit 3,54,5 Punkten (orange) und kritisch mit mehr als 4,5 Punkten (rot) bewertet. PATRIZIA definierte Prozessschritte für die Durchführung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse für Auswirkungen und finanzielle Wesentlichkeit. Der Prozess folgte den unten aufgeführten Schritten:

Initiierung

ESG-Themenauswahl (lange Liste)

Auswahl der Stakeholder

Vorbereitung

Endgültige Auswahl der ESG-Themen (kurze Liste)

Entwicklung der Umfrage

Ausführung

Auswirkungen und finanzielle Wesentlichkeit der digitalen Umfrage

Befragung interner und externer Stakeholder

Workshop zur finanziellen Wesentlichkeit

Beurteilung und Bewertung

Quantitative und qualitative Bewertung der Ergebnisse durch einen externen Berater

Bericht

Vorlage des Abschlussberichts und der Ergebnisse in der Arbeitsgruppe

Überprüfung und Abzeichnung durch das PATRIZIA ESG Committee

Präsentation der endgültigen Ergebnisse vor dem Group Executive Committee und dem Verwaltungsrat

In einem nächsten Schritt wurden die wesentlichen finanziellen Risiken im konzernweiten Risikomanagementsystem abgebildet. Es ist geplant, das Risikomanagementsystem im nächsten Geschäftsjahr um das Chancenmanagement zu erweitern, so dass auch die Chancen in gleicher Weise verfolgt werden können. Auswirkungen wurden nicht in das Risikomanagementsystem aufgenommen.

Die DMA von PATRIZIA stellte fest, dass das Unterthema "andere arbeitsbezogene Rechte" innerhalb von ESRS S kein wesentliches Thema ist. Die Unterthemen "Kinderarbeit" und "Zwangsarbeit" werden jedoch aufgrund der Überschneidung von Informationen im Unterthema "Arbeitsbedingungen" behandelt.

Die DMA von PATRIZIA ergab, dass es zwei weitere wesentliche Themen in ESRS S4 gibt, die keine ESRS-Themen oder -Unterthemen sind. Diese wesentlichen Themen sind "Mieterbeteiligung" und "Gesundheit und Wohlbefinden von Mietern Bewohnern". PATRIZIA hat alle Informationen aus diesen beiden Themen innerhalb der drei wesentlichen ESRS-Themen in ESRS S4 zusammengefasst und abgedeckt.

Die folgenden Themen wurden vor der Erstellung der DMA-Umfrage als nicht wesentlich angenommen und berücksichtigt. Die Tabelle gibt den Grund für die Auslassungen an und zeigt, wie sich PATRIZIA auf die Relevanz der wesentlichen Themen für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens, die Stakeholder und die regulatorische Landschaft konzentriert hat. Es fanden interne Diskussionen statt, um diese nicht wesentlichen Themen zu bestimmen, an denen auch der Head of Investment Management Sustainability und Investor Relations teilnahmen. Daher wurden für die folgenden Themen und Unterthemen keine Auswirkungen, Risiken und Chancen identifiziert. PATRIZIA ging davon aus, dass das Unternehmen weder positive noch negative Auswirkungen auf den Planeten oder die Menschen hat und dass das Unternehmen in Bezug auf das Thema keinen Risiken/Chancen ausgesetzt ist. Es wurden keine weiteren Annahmen getroffen.

Nicht-wesentliche ESRS-Themen

Thema Unterthema Begründung
Luftverschmutzung Als Investmentmanager für Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen hat PATRIZIA keine operative Kontrolle über industrielle Prozesse, die typischerweise Luft-, Wasser- oder Bodenverschmutzung verursachen. Immobilienvermögen hat im Gegensatz zu Produktions- oder Industrieunternehmen eine relativ geringe Umweltbelastung in Bezug auf diese Verschmutzungsarten. Verschmutzungen durch Mieter oder indirekte Quellen sind nicht wesentlich, da die Rolle von PATRIZIA als Investmentmanager die direkte Kontrolle über die betrieblichen Aktivitäten in den Gebäuden einschränkt.
ESRS E2 Umweltverschmutzung Wasserverschmutzung
Bodenverschmutzung
Verschmutzung von Lebewesen und Nahrungsressourcen PATRIZIA ist im Bereich Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen tätig. Die Aktivitäten des Unternehmens beinhalten keine direkten Interaktionen mit landwirtschaftlichen oder Lebensmittelproduktionssystemen, bei denen die Verschmutzung von Nahrungsressourcen ein wesentliches Problem darstellen könnte. Daher ist die Verschmutzung, die sich auf lebende Organismen und Nahrungsketten auswirkt, im Zusammenhang mit den Tätigkeiten des Unternehmens nicht relevant.
Besonders besorgniserregende Stoffe Die Verwendung von besonders besorgniserregenden Stoffen ist in der Regel mit Branchen wie der Chemie-, Pharma- oder Schwerindustrie verbunden.
Mikroplastik Die Produktion und Freisetzung von Mikroplastik sind in erster Linie mit Branchen wie Textilien, Verpackungen und Konsumgütern verbunden. Als Investmentmanager trägt PATRIZIA nicht zur Verschmutzung durch Mikroplastik bei.
ESRS E3 Wasser- und Meeresressourcen Meeresressourcen Die Immobilien- und Infrastrukturaktivitäten von PATRIZIA sind landgebunden und haben keine Auswirkungen auf die Meeresumwelt, sodass dieses Thema für den Betrieb nicht wesentlich ist.
ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Auswirkungen auf den Zustand der Arten Als Investmentmanager für Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen konzentriert sich PATRIZIA in seinen Kernaktivitäten auf städtische und bebaute Umgebungen und nicht auf natürliche Lebensräume, in denen die Artenvielfalt in der Regel ein wichtiges Anliegen ist, sodass das Thema für das Unternehmen nicht wesentlich ist.
ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Abfälle Abfallerzeugung und -management sind für Sektoren mit groß angelegten Produktionsprozessen oder hohem Materialverbrauch relevanter. Dies sind keine operativen Bereiche von PATRIZIA.
ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Sonstige arbeitsbezogene Rechte Das Unterthema "Sonstige arbeitsbezogene Rechte" unter ESRS S Arbeitskräfte des Unternehmens ist für PATRIZIA nicht wesentlich, da das Unternehmen in Regionen mit strengen Arbeitsgesetzen tätig ist, die Zwangs- oder Kinderarbeit verbieten. Darüber hinaus stellen die soliden internen Richtlinien und Compliance-Maßnahmen von PATRIZIA sicher, dass die Rechte aller Mitarbeiter geschützt sind, wodurch die mit diesen Themen verbundenen Risiken weiter gemindert werden.
ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften Bürgerliche und politische Rechte von Gemeinschaften Als Unternehmen, das sich auf Immobilien und Infrastruktur konzentriert, überschneidet sich die Geschäftstätigkeit der PATRIZIA nicht mit Fragen im Zusammenhang mit bürgerlichen und politischen Rechten. Diese Themen sind eher für Unternehmen relevant, die in Sektoren mit erheblichen Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften tätig sind oder in direkten Kontakt mit zivilen oder politischen Einrichtungen stehen.
Rechte indigener Völker Die geografischen Standorte der Assets under Management von PATRIZIA befinden sich wahrscheinlich in städtischen oder erschlossenen Gebieten, in denen die Präsenz indigener Völker entweder begrenzt ist oder nicht existiert, sodass dieses Thema nicht wesentlich ist.
ESRS G1 Unternehmensführung Unternehmenskultur Die Unternehmenskultur ist zwar ein wichtiger Faktor der internen Unternehmensführung, wird jedoch oft eher als internes Managementthema denn als wesentliches Nachhaltigkeitsthema mit erheblichen externen oder finanziellen Auswirkungen betrachtet. Für PATRIZIA ist die Unternehmenskultur für die externe Nachhaltigkeitsberichterstattung von wesentlicher Bedeutung, wird aber wahrscheinlich durch interne Governance-Strukturen behandelt.
Tierschutz Tierschutzbelange sind für Branchen wie Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion oder Einzelhandel relevanter. PATRIZIA ist keinen Aktivitäten ausgesetzt, die den Tierschutz beeinträchtigen.
Politische und Lobbyarbeit Während politisches Engagement und Lobbyarbeit für einige Unternehmen von Bedeutung sein können, ist PATRIZIA nicht wesentlich an Aktivitäten beteiligt, die ein großes politisches Engagement oder Lobbyarbeit erfordern. Der Fokus auf das Investment Management im Gegensatz zu Sektoren wie Energie oder Technologie hat die Beteiligung an der Gestaltung politischer Agenden eingeschränkt, sodass dieses Thema nicht wesentlich ist.

PATRIZIA identifiziert und bewertet Risiken und Chancen, die potenzielle finanzielle Auswirkungen haben können, indem sie eine Risikoinventur durchführt. Die Ergebnisse sind eine Übersicht und eine detaillierte Beschreibung der Risikokategorien und Risikoarten, die im Risikokatalog aufgeführt sind. Der Risikokatalog beschreibt die Art des jeweiligen Risikos und nennt beispielhafte Kontroll- und Minderungsinstrumente.

PATRIZIA hat die relevanten Auswirkungen, Risiken und Chancen aus der DMA im Risikokatalog berücksichtigt und abgebildet, um sicherzustellen, dass sie alle enthalten sind. PATRIZIA priorisiert keine nachhaltigkeitsbezogenen Risiken. Solche Risiken mit wesentlichen Auswirkungen sind unabhängig vom Schwellenwert von 100.000 EUR zu melden und im Risikotracker-Tool von PATRIZIA zu registrieren. Zur Überwachung der Risiken verfügt das Risikomanagement von PATRIZIA

über ein System zur regelmäßigen Berichterstattung, das sicherstellt, dass die identifizierten Risiken regelmäßigen Analysen und Bewertungen unterzogen werden und dass die Angemessenheit und Wirksamkeit der umgesetzten Risikokontrollmaßnahmen über ein System von Risikoverantwortlichen gesteuert und überwacht werden.

PATRIZIA bewertet die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Risiken durch die Aggregation qualitativer Bewertungen potenzieller Schäden, die von "gering bis erheblich" und die Häufigkeit des Auftretens von "sehr unwahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich" eingestuft werden. Um die Auswirkungen (sowohl positive als auch negative) während der DMA zu priorisieren, basierte die Methodik von PATRIZIA auf der Wahrscheinlichkeit der Auswirkungen, die von "überhaupt nicht wahrscheinlich" bis "sehr wahrscheinlich" reichte. Die Auswirkungen wurden auch danach bewertet, wie signifikant und wie weit verbreitet die Auswirkungen waren. Die Bandbreite der Signifikanz reichte von "nicht signifikant" bis "extrem signifikant" und die Bandbreite der weit verbreiteten Auswirkungen reichte von "nicht vorhanden" bis "global". Schließlich wurde der irreparable Charakter der Auswirkungen anhand der Kategorien "sehr leicht zu beheben" bis "nicht behebbar irreversibel" bewertet. Diese Bewertung wurde auf der Ebene der Unterthemen durchgeführt, was zu einer Priorisierung der Auswirkungen auf der Grundlage ihrer relativen Schwere und Wahrscheinlichkeit führte. Diese Skalen und Methoden ermöglichten es PATRIZIA zu bestimmen, welche Nachhaltigkeitsauswirkungen wesentlich waren und in den Bericht aufgenommen werden sollten. Der Prozess zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Auswirkungen, Risiken und Chancen hat sich im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum nicht verändert, wobei zu beachten ist, dass dies das erste Jahr war, in dem PATRIZIA eine DMA durchführte. PATRIZIA hat noch nicht über die zukünftigen Überarbeitungstermine der DMA entschieden. PATRIZIA hat die wesentlichen negativen Auswirkungen nicht priorisiert.

IRO-2 - In ESRS enthaltene von den Nachhaltigkeitserklärungen des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten

In der nachstehenden Tabelle sind die Offenlegungsanforderungen des ESRS mit Verweis auf die Seitenzahl oder den Grund für die Auslassung aufgeführt. Einige der Offenlegungspflichten sind auch bereichsübergreifend und haben verwandte Datenpunkte, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ableiten. Die spezifischen EU-Rechtsvorschriften sind in der Tabelle aufgeführt. Zu den bereichsübergreifenden EU-Rechtsvorschriften gehören die SFDR, die Säule-3-Referenz, die Benchmark-Verordnung und das EU-Klimagesetz.

Verpflichtung zur Offenlegung

Verpflichtung zur Offenlegung verwandte Datenpunkte und Querschnittsthemen der EU-Gesetzgebung Seitenangabe
ESRS 2 Allgemeine Angaben
BP-1 Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen n/a Seite 25
BP-2 Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen n/a Seite 27
GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane Diversität der Geschlechter im Verwaltungsrat - SFDR, Benchmark-Verordnung Seite 28
GOV-2 Unterrichtung der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens und Behandlung von Fragen der Nachhaltigkeit Prozentsatz der unabhängigen Verwaltungsratsmitglieder - Benchmark Verordnung Seite 28
GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme n/a Seite 31
GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht im Bereich der Nachhaltigkeit Erklärung zur Sorgfaltspflicht - SFDR Seite 31
GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung n/a Seite 32
SBM-1 Marktposition, Strategie, Geschäftsmodell(e) und Wertschöpfungskette Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen, chemischer Produktion, umstrittenen Waffen sowie Anbau und Produktion von Tabak - SFDR, Säule 3 und Benchmark-Verordnung Seite 33
SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger n/a Seite 35
SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell(en) n/a Seite 40
IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen IRO-2 In ESRS enthaltene von den Nachhaltigkeitserklärungen des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten n/a Seite 50 Seite 53
ESRS E1 Klimawandel
ESRS 2 GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme n/a Seite 74
E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz Übergangsplan zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 - EU-Klimagesetz
Unternehmen, die von den an Paris ausgerichteten Benchmarks ausgenommen sind - Säule 3 und Benchmark-Verordnung Seite 74
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell(en) n/a Seite 78
ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen n/a Seite 79
E1-2 Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel n/a Seite 83
E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten Kennzahlen und Ziele n/a Seite 84
E1-4 Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen - SFDR, Säule 3, Benchmark-Referenz Seite 86
E1-5 Energieverbrauch und Energiemix Energieverbrauch aus fossilen Quellen, aufgeschlüsselt nach Quellen - SFDR
Energieverbrauch und -mix - SFDR
Energieintensität im Zusammenhang mit Aktivitäten in Sektoren mit hoher Klimaauswirkung - SFDR Seite 87
E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen Brutto-THG-Emissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie der gesamten THG-Emissionen - SFDR, Säule 3 und BenchmarkVerordnung
Brutto-THG-Emissionsintensität - SFDR, Säule 3 und Benchmark-Verordnung Seite 87
E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO 2 -Zertifikate THG-Entfernung und CO 2 -Gutschriften - EU-Klimagesetz Nicht zutreffend für PATRIZIA
E1-8 Interne CO 2 -Bepreisung n/a Nicht zutreffend für PATRIZIA
E1-9 Erwartete finanzielle Effekte wesentlicher physischer Risiken und Übergangsrisiken sowie potenzielle klimabezogene Exposition des Benchmark-Portfolios gegenüber klimabedingten physischen Risiken Nutzung der Überungangsregeln
Chancen - Benchmark-Verordnung
Aufschlüsselung der Geldbeträge des akuten und chronischen physischen Risikos - Säule 3
Aufschlüsselung des Buchwerts des Immobilienvermögens nach Energieeffizienzklassen - Säule 3
Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen - Benchmark-Regulierung
ESRS E2 Umweltverschmutzung
ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung n/a Seite 91
E2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung n/a Seite 91
E2-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung n/a Seite 92
E2-3 Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung n/a Seite 92
E2-4 Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung Menge jedes aufgeführten Schadstoffs - SFDR Nicht wesentlich für PATRIZIA
E2-5 Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe n/a Nicht anwendbar auf die Wertschöpfungskette
E2-6 Erwartete finanzielle Effekte aufgrund durch Umweltverschmutzung bedingter Risiken und Chancen n/a Nutzung der Überungangsregeln
ESRS E3 Wasser- und Meeresressourcen
ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen n/a Seite 94
E3-1 Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen Wasser- und Meeresressourcen - SFDR
Dedizierte Richtlinie - SFDR
Nachhaltige Ozeane und Meere - SFDR Seite 94
E3-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen n/a Seite 95
E3-3 Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen n/a Seite 95
E3-4 Wasserverbrauch Gesamte Wasseraufbereitung und -wiederverwendung - SFDR Gesamter Wasserverbrauch - SFDR Nicht anwendbar auf die Wertschöpfungskette
E3-5 Voraussichtliche finanzielle Auswirkungen von Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen n/a Seite 96
ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme
E4-1 Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell n/a Seite 98
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell(en) Paragraf 16 a-c - SFDR Seite 98
ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen n/a Seite 97
E4-2 Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen Nachhaltige Land-/Landwirtschaftspraktiken oder -richtlinien - SFDR
Nachhaltige Praktiken oder Richtlinien für Ozeane/Meere - SFDR
Richtlinien zur Bekämpfung der Entwaldung - SFDR Seite 98
E4-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen n/a Seite 98
E4-4 Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen n/a Nicht anwendbar auf die Wertschöpfungskette
E4-5 Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemveränderungen n/a Nicht anwendbar auf die Wertschöpfungskette
E4-6 Erwartete finanzielle Effekte durch Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen n/a Seite 99
ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft n/a Seite 101
E5-1 Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft n/a Seite 102
E5-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft n/a Seite 102
E5-3 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft n/a Seite 103
E5-4 Ressourcenzuflüsse n/a Seite 103
E5-5 Ressourcenabflüsse Nicht recycelte Abfälle - SFDR
Gefährliche Abfälle und radioaktive Abfälle - SFDR Seite 103
E5-6 Erwartete finanzielle Effekte durch Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft n/a Seite 103
ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens
ESRS 2 SBM-2 Interessen und Ansichten der Beteiligten n/a Seite 104
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell(en) Risiko von Zwangsarbeit - SFDR
Risiko von Kinderarbeit - SFDR Seite 104
S1-1 Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte - SFDR
Due-Diligence-Richtlinien zu Themen, die von der ILO behandelt werden - Benchmark-Regulierung
Prozesse und Maßnahmen zur Verhinderung von Menschenhandel - SFDR
Richtlinie oder Managementsystem zur Verhütung von Arbeitsunfällen - SFDR Seite 106
S1-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen n/a Seite 107
S1-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können Verfahren zur Bearbeitung von Beschwerden/Reklamationen - SFDR Seite 109
S1-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen n/a Seite 109
S1-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen n/a Seite 112
S1-6 Merkmale der Arbeitskräfte des Unternehmens n/a Seite 114
S1-7 Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens n/a Seite 116
S1-8 Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog n/a Seite 116
S1-9 Diversitätskennzahlen n/a Seite 117
S1-10 Angemessene Entlohnung n/a Seite 118
S1-11 Soziale Absicherung n/a Seite 118
S1-12 Menschen mit Behinderungen n/a Seite 119
S1-13 Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung n/a Seite 119
S1-14 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit Anzahl der Todesfälle sowie Anzahl und Rate der Arbeitsunfälle - SFDR und Benchmarking-Verordnung Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheit verlorenen Arbeitstage - SFDR Seite 119
S1-15 Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben n/a Seite 120
S1-16 Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung) Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Lohngefälle - SFDR- und BenchmarkVerordnung
Überhöhte Vergütung von CEOs - SFDR Seite 120
S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten Diskriminierungsvorfälle - SFDR
Nichteinhaltung der UNGPs zu Wirtschaft und Menschenrechten und der OECD-Leitlinien - SFDR- und Benchmark-Verordnung Seite 121
ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger n/a Seite 122
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell(en) Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette - SFDR Seite 122
S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette Menschenrechtsverpflichtungen - SFDR
Richtlinien in Bezug auf Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette - SFDR
Nichteinhaltung der UNGPs zu den Grundsätzen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Richtlinien - SFDR und Benchmark-Verordnung
Due-Diligence-Richtlinien zu Themen, die von der grundlegenden ILO-Benchmark-Verordnung behandelt werden Seite 124
S2-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen n/a Seite 125
S2-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können n/a Seite 126
S2-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen Menschenrechtsfragen und -vorfälle im Zusammenhang mit der vorgelagerten und nachgelagerten Wertschöpfungskette - SFDR Seite 126
S2-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen n/a Seite 127
ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften
ESRS 2 SBM-2 Interessen und Ansichten der Beteiligten n/a Seite 128
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell(en) n/a Seite 128
S3-1 Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften Verpflichtungen im Rahmen der Menschenrechtspolitik - SFDR
Nichteinhaltung der UNGPs zu Wirtschaft und Menschenrechten, der ILO-Grundsätze oder der OECD-Leitlinien - SFDR und Benchmarking-Verordnung Seite 129
S3-2 Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen Seite 129
S3-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können Seite 130
S3-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten - SFDR Seite 130
S3-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen n/a Seite 132
ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer
ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger n/a Seite 133
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell n/a Seite 133
S4-1 Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern Richtlinien für Verbraucher und Endnutzer - SFDR
Nichteinhaltung der UNGPs zu Wirtschaft und Menschenrechten und der OECD-Richtlinien - SFDR und Benchmark-Verordnung Seite 134
S4-2 Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen n/a Seite 135
S4-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können n/a Seite 136
S4-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten - SFDR Seite 136
S4-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen n/a Seite 137
ESRS G1 Unternehmensführung
ESRS 2 GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Aufsichts- und Leitungsorgane n/a Seite 138
ESRS IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen n/a Seite 138
G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption - SFDR
Schutz von Whistleblowern - SFDR Seite 139
G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferanten n/a Seite 140
G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung n/a Seite 141
G1-4 Korruptions- oder Bestechungsfälle Geldbußen bei Verstößen gegen Antikorruptions- und Antibestechungsgesetze - SFDR- und Benchmark-Verordnung
Standards für Antikorruption und Antibestechung - SFDR Seite 141
G1-5 Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten n/a Nicht wesentlich für PATRIZIA
G1-6 Zahlungspraktiken n/a Seite 141

Umweltinformationen

EU Taxonomieverordnung

Hintergrund

Mit der Verordnung (EU) 2020/852 über die Schaffung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen ("Taxonomieverordnung") wurde ein einheitliches EU-Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (nachstehend als "taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten" bezeichnet) eingeführt und bestimmten Nichtfinanz- und Finanzunternehmen Transparenzpflichten in Bezug auf diese Tätigkeiten auferlegt.

In der Taxonomieverordnung wird eine Wirtschaftstätigkeit als ökologisch nachhaltig anerkannt, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zu einem oder mehreren der sechs Umweltziele leistet, während sie die übrigen Ziele nicht wesentlich beeinträchtigt (der so genannte Grundsatz "keine wesentliche Beeinträchtigung"), vorausgesetzt, sie wird unter Einhaltung eines Mindestmaßes an sozialen Garantien ausgeübt. Die sechs Ziele sind:

Eindämmung des Klimawandels

Anpassung an den Klimawandel

Nachhaltige Nutzung und Schutz der Wasser- und Meeresressourcen

Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

Verhütung und Bekämpfung der Umweltverschmutzung

Schutz und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme

Die Kriterien für die Bewertung der Übereinstimmung mit jedem der sechs Ziele wurden schrittweise durch delegierte Rechtsakte und Durchführungsrechtsakte wie die Delegierte Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission und die Durchführungsverordnung (EU) 2021/2178 der Kommission umgesetzt. Im Juni 2021 nahm die Kommission den Delegierten Rechtsakt der EU zum Klimawandel ("Delegierter Rechtsakt zum Klimawandel") an, in dem Kriterien für die Bewertung des wesentlichen Beitrags zu den Umweltzielen der Eindämmung des Klimawandels und der Anpassung an den Klimawandel festgelegt wurden. Im Juni 2023 verabschiedete die Kommission den Delegierten Rechtsakt zur EU-Taxonomie im Umweltbereich ("Delegierter Rechtsakt zum Umweltbereich"), in dem Kriterien für die übrigen vier Umweltziele festgelegt wurden. Eine Investitionstätigkeit, die derzeit von der Taxonomieverordnung nicht als wesentlicher Beitrag zu einem der Umweltziele der EU anerkannt wird, ist nicht zwangsläufig nicht nachhaltig und kann in Zukunft einbezogen werden.

Die Taxonomieverordnung führte für Organisationen, die in den Anwendungsbereich der durch die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) geänderten Rechnungslegungsrichtlinie fallen, verbindliche Offenlegungspflichten ein, wobei die Offenlegungsvorschriften für nichtfinanzielle und finanzielle Unternehmen unterschiedlich sind. Unternehmen, die der nichtfinanziellen Berichterstattung unterliegen, müssen offenlegen, wie und in welchem Umfang ihre Wirtschaftstätigkeiten mit ökologisch nachhaltigen Aktivitäten verbunden sind, was den Vergleich von Unternehmen und Anlageportfolios ermöglicht. Im Juli 2021 verabschiedete die Kommission den Delegierten Rechtsakt, der den Inhalt und die Darstellung der Angaben von Unternehmen zu ihren taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten festlegt ("Delegierter Rechtsakt über die Offenlegung"), der im Juni 2023 durch den Delegierten Rechtsakt über die Umwelt geändert wurde, um die Kohärenz zu gewährleisten.

Ab dem 1. Januar 2023 (für das FY 2022) mussten Nicht-Finanzunternehmen damit beginnen, ihre Taxonomiekonformität offenzulegen. Finanzunternehmen meldeten die Taxonomiefähigkeit und die fehlende Taxonomiefähigkeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2023 und die Taxonomiekonformität ab 2024 (für das FY 2023) auf der Grundlage der von ihren Vertragspartnern offengelegten Informationen.

In diesem Zusammenhang bezieht sich die Taxonomiekonformität auf Investitionen in Wirtschaftstätigkeiten, die in den Anwendungsbereich der Taxonomieverordnung fallen, d.h. für die Bewertungskriterien festgelegt wurden. Die Taxonomiefähigkeit gibt also keinen Aufschluss über die ökologische Nachhaltigkeit von Investitionen. Die Taxonomiekonformität bedeutet jedoch, dass eine Tätigkeit die Kriterien für die Feststellung eines wesentlichen Beitrags zu einem oder mehreren der EU-Umweltziele erfüllt.

In Bezug auf die vier im delegierten Umweltgesetz genannten Umweltziele müssen die Finanzunternehmen zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 31. Dezember 2025 (für das vorangegangene Geschäftsjahr) lediglich den Anteil der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten an ihren AUM angeben. Ab dem 1. Januar 2026 (für das Geschäftsjahr 2025) wird die Offenlegung der Taxonomiekonformität alle sechs Umweltziele umfassen.

Im Juli 2022 veröffentlichte die Kommission den ergänzenden delegierten Rechtsakt zum Klima, der bestimmte Wirtschaftstätigkeiten im Zusammenhang mit Kernenergie und fossilem Gas in die Liste der von der EU-Taxonomie erfassten Wirtschaftstätigkeiten aufnahm. Der Rechtsakt schreibt vor, dass Nichtfinanz- und Finanzunternehmen ihre Engagements in Bezug auf Wirtschaftstätigkeiten im Zusammenhang mit Kernenergie und fossilem Gas in einer separaten Offenlegung offenlegen, einschließlich des Betrags und des Anteils der taxonomiekonformen, taxonomiefähigen und nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Zusammenhang mit Kernenergie und fossilem Gas.

Die Europäische Kommission hat mehrere Mitteilungen herausgegeben, um die Umsetzung der EU-Taxonomieverordnung zu klären, darunter die erste und zweite Mitteilung der Kommission, die 2023 veröffentlicht wurden. Im November 2024 veröffentlichte die Kommission ihre dritte Mitteilung der Kommission gemäß Artikel 8 der Taxonomieverordnung. PATRIZIA SE wendet die Grundsätze der bisher veröffentlichten Mitteilungen der Kommission an.

Die PATRIZIA SE klassifiziert sich selbst als eine nichtfinanzielle Holdinggesellschaft. Die meisten ihrer Tochtergesellschaften, sind im Bereich des Asset Managements (Verwaltung von Immobilieninvestitionen und Infrastrukturvermögen) tätig, was eine Finanztätigkeit darstellt. Die PATRIZIA SE und ihre Tochtergesellschaften werden im Folgenden zusammen als "PATRIZIA Konzern" bezeichnet. Unter Bezugnahme auf die dritte Bekanntmachung der Kommission berichtet PATRIZIA für konsolidierte Aktivitäten von Finanztöchtern separat unter Anwendung der Offenlegungsregeln für Asset Manager, da dies zu einer Offenlegung führt, die für Investoren/Gläubiger relevant und klar ist, was die Ausrichtung an der Taxonomie betrifft.

Methodik

Die Taxonomie-KPIs für Vermögensverwalter erfordern die Berechnung des Anteils der Investitionen in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten am Wert ihrer gesamten Assets under Management, das sowohl die kollektive als auch die individuelle Portfolioverwaltung umfasst, wobei Engagements gegenüber Staaten, Zentralbanken und supranationalen Emittenten ausgeschlossen sind (Nenner). Die gesamten Assets under Management werden auf der Grundlage des letzten verfügbaren Zeitwerts der verwalteten Immobilien-, Infrastruktur- und fund of fun Investments berechnet. Hedging-Derivate sind daher nicht in der Definition der gesamten Assets under Management enthalten. Vermögensverwalter müssen Investitionen identifizieren, die auf die taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten abzielen. Die Taxonomiekonformität wird als gewichteter Durchschnitt des Werts von Investitionen in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten ausgedrückt, wobei die Gewichtung auf dem Anteil der Umsatzerlöse und der Investitionsausgaben (Capex) des Beteiligungsunternehmens basiert, die mit solchen Aktivitäten in Zusammenhang stehen.

In der Zusammensetzung des Zählers setzt PATRIZIA Ausschlüsse gemäß Artikel 7 des Delegierten Verordnung über die Offenlegung um. Diese Ausschlüsse beziehen sich auf Engagements in Unternehmen, die nicht unter Artikel 19a und 29a der Bankbilanzrichtlinie fallen. Insbesondere gelten diese Ausschlüsse für Nicht-CSRD-Unternehmen innerhalb der Infrastruktur-, Immobilien- und Risikokapitalportfolios. Folglich sind die von den Ausschlüssen betroffenen Unternehmen nicht im Zähler der relevanten KPIs enthalten, sondern werden im Nenner berücksichtigt.

Der umsatzbasierte KPI gibt den Anteil der Investitionen in ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten an, der als gewichteter Durchschnittswert der Investitionen auf der Grundlage des Anteils der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten der Unternehmen, in die investiert wird, ermittelt wird. Für Investitionen in nichtfinanzielle Unternehmen wird der Zähler als der Anteil der Umsatzerlöse berechnet, die aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten stammen, wie vom Beteiligungsunternehmen angegeben. Bei Investitionen in Immobilien wird der Zähler als die Mieteinnahmen berechnet, die aus an der Taxonomie ausgerichteten Immobilien erzielt werden. Der umsatzbasierte KPI liefert den besten Hinweis auf den Anteil der Assets under Management, die bereits an der Taxonomie ausgerichtet ist.

Der CapEx-basierte KPI gibt den gewichteten Durchschnittswert von Investitionen an, basierend auf dem Anteil der Kapitalausgaben für Immobilienvermögen oder Beteiligungsunternehmen, der tatsächlich taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten unterstützt. Dies kann einen CapEx-Plan zur Erweiterung der Taxonomiekonformität, zur Erzeugung taxonomiekonformer Ergebnisse oder zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beinhalten. Der CapEx-basierte KPI gibt einen Hinweis auf die Bemühungen zur Erhöhung der Taxonomiekonformität. Investitionsausgaben können jedoch nur dann als an der Taxonomie ausgerichtet anerkannt werden, wenn die verwendete Methodik bestimmte Bedingungen erfüllt. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Taxonomiekonformität im selben Geschäftsjahr in Kraft tritt, in dem alle damit verbundenen Investitionsausgaben anfallen. Andernfalls müssen sie Teil eines Investitionsplans sein, der speziell alle technischen Bewertungskriterien für die Einstufung einer Investitionstätigkeit als taxonomiekonform innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren berücksichtigt.

Qualitative Offenlegungen

Kontextinformationen zur Untermauerung der quantitativen Indikatoren, zum Umfang der Vermögenswerte, zu den Datenquellen und zu den Einschränkungen

Die von der PATRIZIA verwalteten Assets under Management umfassen vor allem Investitionen in Immobilien und Infrastruktur. Der Umfang der Vermögenswerte, die als taxonomiefähig in die quantitativen Indikatoren einfließen, fällt in die Sektoren Bau und Immobilien, d. h. Erwerb und Besitz von Gebäuden, und verschiedene Infrastruktursektoren, einschließlich Energie, Verkehr sowie Information und Kommunikation. Erwerb und Besitz von Gebäuden, die dem NACE Kürzel L68 2 zugeordnet werden können, machen den Großteil der Assets under Management von PATRIZIA aus und sind taxonomiefähig. Aufgrund der Verweise innerhalb der technischen Screening-Kriterien auf verschiedene EU-Verordnungen können derzeit nur Immobilienvermögen mit Sitz in der EU und Großbritannien verlässlich als taxonomiefähig bewertet werden. Bei der Aufschlüsselung der KPIs werden Investitionen in Immobilienvermögen als Engagements gegenüber anderen Gegenparteien und Vermögenswerten kategorisiert.

Die Assets under Management von PATRIZIA umfassen rund 34,3 Mio. EUR an Anteilen in Unternehmen, die zum Teil an den in Vorlage 1 von Anhang III der Delegierten Verordnung 2022/1214 aufgeführten Wirtschaftstätigkeiten im Zusammenhang mit Kernenergie und/oder fossilem Gas beteiligt sind (0,1% der gesamten Assets under Management).

Der Umfang der in den KPI einbezogenen Assets, die als nicht taxonomiefähig eingestuft werden, umfasst in erster Linie Bankguthaben (und Zahlungsmitteläquivalente). Eine Bewertung als nicht Taxonomie-konform wird angenommen, wenn PATRIZIA nicht in der Lage ist, relevante KPIs von Gegenparteien zu erhalten, und auch KPIs aus früheren Jahren nicht verfügbar sind. Wenn solche Daten nicht verfügbar sind, wird das Engagement als nicht nicht Taxonomie-konform betrachtet und im Zähler des relevanten KPI wird kein Wert angenommen. Da dies das zweite Jahr ist, in dem detaillierte Taxonomieangaben erforderlich sind, geht PATRIZIA davon aus, dass die Vollständigkeit künftiger Angaben zunehmen wird. Die Taxonomieverordnung beschränkt daher den Umfang der Assets under Management von PATRIZIA, die als Taxonomiekonform betrachtet werden können, auf Engagements in NFRD-Unternehmen und Immobilien. Dies schränkt den Umfang der Infrastrukturinvestitionen von PATRIZIA, die als taxonomiefähig gelten, erheblich ein und beschränkt sich auf einen kleinen Teil der Assets under Management, der börsennotierte Infrastruktur umfasst.

Die Bewertung der Taxonomiekonformität erfordert eine Prüfung der zugrunde liegenden Investitionen, um die Einhaltung zahlreicher tätigkeitsspezifischer und nuancierter technischer Screening-Kriterien sowie der Mindestgarantien festzustellen. Alle Kriterien müssen erfüllt und hinreichend belegt sein, damit die Investitionstätigkeiten als taxonomiekonform angesehen werden können. Für Immobilieninvestitionen, bei denen die erforderlichen Informationen und Nachweise nicht gemeldet werden und in den proprietären Systemen möglicherweise nicht in der erforderlichen Detailtiefe verfügbar sind, werden die entsprechenden Vermögenswerte als nicht taxonomiekonform gemeldet. Dies bezieht sich auf indirekte Immobilieninvestitionen, bei denen PATRIZIA nicht direkt engagiert ist und die von externen Gegenparteien verwaltet werden.

Ähnlich verhält es sich, wenn angefallene CapEx der Verbesserung der Umweltleistung zugewiesen werden, wie z. B. Energieeffizienz, Dekarbonisierung oder Abschwächung des Klimarisikos, aber nicht ausdrücklich Teil eines Taxonomiekonformen CapEx-Plans sind, werden die CapEx vom Zähler des CapEx-KPI ausgeschlossen.

Art, Ziele und Entwicklung der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten

Die Assets under Management von PATRIZIA sind typischerweise in Wirtschaftsaktivitäten investiert, die eine Rolle beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft spielen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die bebaute Umwelt, das Verkehrswesen und die energiebezogene Infrastruktur, wie z. B. erneuerbare Energien. Dementsprechend wird ein erheblicher Teil der Assets under Management von PATRIZIA in der Taxonomieverordnung als taxonomiefähig eingestuft, um einen wesentlichen Beitrag zu den EU-Umweltzielen der Abschwächung des Klimawandels und der Anpassung zu leisten.

Der Anteil der Assets under Management von PATRIZIA, die im Rahmen der Offenlegungsregeln als taxonomiekonform gemeldet werden, ist Immobilienvermögen, das wesentlich zum Umweltziel Klimaschutz beiträgt. Diese Vermögenswerte müssen über einen Mindeststandard für den Energieausweis (EP) von mindestens "A" verfügen, und die physischen Klimarisiken, die für die Tätigkeit wesentlich sind, müssen durch eine solide Bewertung der Klimarisiken und -anfälligkeit gemäß den Anforderungen von Anhang I Anlage A des delegierten Rechtsakts zum Klimaschutz (EU 2021/2139) ermittelt werden. Darüber hinaus müssen die OECD-Leitsätze und die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, einschließlich der Grundsätze und Rechte, die in den acht grundlegenden Übereinkommen der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und der Internationalen Menschenrechtscharta festgelegt sind, im Zusammenhang mit dem Erwerb oder Besitz des Gebäudes gemäß Artikel 18 der Taxonomieverordnung erfüllt werden.

Während die Anlagestrategie dieser Investitionen keine ausdrückliche Verpflichtung zur Konformität an die Kriterien der Taxonomieverordnung enthält, ergibt sich die Konformität aus den Synergien mit PATRIZIAs Ansatz zur ESG-Integration, einschließlich des Managements von klimabezogenen Risiken und Möglichkeiten zum Schutz und zur Steigerung des Wertes der Vermögenswerte.

2 In Übereinstimmung mit der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1893/2006

Die allgemeine Methodik zur Bewertung der Konformität bei Immobilien- und Infrastrukturvermögen bleibt gegenüber dem vorherigen Berichtsjahr unverändert. Die Taxonomiekonformität hat sich im Vergleich zum Berichtszeitraum 2023 verringert, was hauptsächlich auf die Einführung einer neuen Software zur Bewertung physischer Risiken (MunichRe) zurückzuführen ist. Diese Software hat eine umfassendere Bewertung physischer Risiken ermöglicht, was zu einer geringeren Angleichung bei der Bewertung des Erwerbs und des Besitzes von Gebäuden geführt hat. Schwankungen bei der Angleichung im Infrastruktursektor spiegeln Veränderungen in der zugrunde liegenden Leistung börsennotierter Unternehmen wider. Darüber hinaus sind weitere Anpassungen der Taxonomiekonformität auf Veränderungen bei den Assets under Management und den Erwerb und die Veräußerung von Assets zurückzuführen. Der taxonomiekonforme Umsatz ist um 1% gesunken während taxonomiekonforme Investitionen gemäß Artikel 8 um weniger als 0,1% gestiegen sind.

Wie bereits erwähnt, ist der Hauptgrund für die geringere Angleichung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 die Verwendung einer neuen Software zur Bewertung physischer Risiken, wodurch sich der Umfang der Vermögenswerte, die als angeglichen betrachtet werden können, verringert hat. Der leichte Anstieg der taxonomiekonformen Investitionsausgaben ist auf einen Anstieg der gemeldeten taxonomiekonformen Investitionsausgaben in unseren börsennotierten Beteiligungsunternehmen zurückzuführen.

Insgesamt hat die Implementierung der neuen Software eine verbesserte physische Risikobewertung ermöglicht, was sich auf die Angleichungsmetriken ausgewirkt hat. Trotz dieser Veränderungen ist der Prozess zur Bewertung der Taxonomiekonformität beim Erwerb und Besitz von Gebäuden und Infrastrukturanlagen konsistent geblieben, wodurch die Kontinuität unserer Bewertungsmethodik gewährleistet wird. Im Laufe des Geschäftsjahres 2025 wird PATRIZIA die Anpassungspläne für alle Vermögenswerte weiter ausbauen, um eine bessere Taxonomie-Konformität zu gewährleisten. In Übereinstimmung mit Artikel 8 des Delegierten Offenlegungsgesetzes (Delegierte Verordnung 2021/2178 der Kommission) sind die KPIs des vorherigen Berichtszeitraums nachstehend zusammengefasst.

KPI Übersicht Geschäftsjahr 2023

Angaben in % Angaben
in Mio. EUR
Der gewichtete Durchschnittswert aller Investitionen, die auf die Finanzierung ausgerichtet sind oder mit taxonomiekonformen wirtschaftlichen Aktivitäten in Verbindung stehen, im Verhältnis zum Wert der Bilanzsumme, die durch den KPI abgedeckt wird, mit folgenden Gewichtungen für Investitionen in Unternehmen gemäß unten: Umsatzbasiert: 4% CapEx-basiert: 0,1% Der gewichtete Durchschnittswert aller Investitionen, die auf die Finanzierung ausgerichtet sind oder mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten in Verbindung stehen, mit folgenden Gewichtungen für Investitionen in Unternehmen pro unten: Umsatzbasiert: 2.108 Mio. EUR CapEx-basiert: 36 Mio. EUR

PATRIZIA geht davon aus, dass der Anteil der an der Taxonomie ausgerichteten Aktivitäten an den Assets under Management im Laufe der Zeit zunehmen wird, unter anderem durch geschäftsbezogene, methodische und datenbezogene Entwicklungen.

Einhaltung der Taxonomieverordnung in PATRIZIAs Geschäftsstrategie, Produktentwicklungsprozessen und Engagement-Aktivitäten

PATRIZIA ist der Ansicht, dass ihre Geschäftsstrategie, einschließlich der Nachhaltigkeitsziele und der verantwortungsvollen Investitionspraktiken, einen Beitrag zu den in der Taxonomieverordnung festgelegten Umweltzielen leistet. So unterstützen beispielsweise die Verpflichtung von PATRIZIA, bis 2040 oder früher eine kohlenstofffreie Produktion zu erreichen, und die Weiterentwicklung der CO 2 -Neutralitätsstrategie eine zunehmende Angleichung an die EU-Ziele zur Eindämmung des Klimawandels und zum Klimaschutz. Darüber hinaus kann die Zusammenarbeit mit den Unternehmen, in die investiert wird, um ESG-bezogene Ziele und Strategien festzulegen, die von PATRIZIAs Team für nachhaltige Transformation durchgeführt wird, zu einer verstärkten Taxonomiekonformität der Portfoliounternehmen führen.

Die Taxonomieverordnung bietet einen harmonisierten Rahmen für die Berücksichtigung der ökologischen Nachhaltigkeit von förderfähigen Investitionen, der den Ansatz von PATRIZIA zur ESG-Integration ergänzt. PATRIZIA berücksichtigt zahlreiche ESG-Faktoren bei ihren Investitionsentscheidungen für Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Bewertung des physischen Klimarisikos, indem sie die neuesten Klimaprojektionen nutzt. Seit dem Inkrafttreten der Taxonomieverordnung hat PATRIZIA ihre Due-Diligence-Prozesse für die Auswahl von Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen angepasst, um Aspekte der technischen Screening-Kriterien einzubeziehen und so eine Bewertung der Taxonomie-Anpassung zu ermöglichen (vorbehaltlich der Datenverfügbarkeit). Darüber hinaus passt PATRIZIA seine Instrumente und Systeme für die Datenerfassung weiter an, um die Analyse von ESG-Daten im Zusammenhang mit der Taxonomieverordnung zu verbessern.

PATRIZIA berücksichtigt die Ziele der Taxonomieverordnung bei der Entwicklung von Produkten. So enthalten die Anlagestrategie und die verbindlichen Zusagen mehrerer Immobilien- und Infrastrukturprodukte eine Verpflichtung zu einem Mindestanteil an Taxonomie-konformen Investitionen. Es wird erwartet, dass dies zu einer erhöhten Kapitalallokation für Investitionen führt, die wesentlich zu den Umweltzielen der EU beitragen.

Kennzahlen

Meldebogen für die Offenlegung gemäß Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Vermögensverwalter):

Angaben in % Angaben
in Mio. EUR
Der gewichtete Durchschnittswert aller Investitionen, die auf die Finanzierung von taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten ausgerichtet sind oder mit diesen verbunden sind, im Verhältnis zum Wert der Gesamtaktiva, die für den KPI erfasst werden, mit folgenden Gewichtungen von Beteiligungen an Unternehmen wie unten aufgeführt: Umsatz-basiert: 2,6% CapEx-basiert: 0,1% Der gewichtete Durchschnittswert aller Investitionen, die auf die Finanzierung von taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten ausgerichtet sind oder mit diesen verbunden sind, mit folgenden Gewichtungen von Beteiligungen an Unternehmen wie unten aufgeführt: Umsatz-basiert: .486 Mio. EUR CapEx-basiert: 42 Mio. EUR
Der Prozentsatz der für den KPI erfassten Vermögenswerte im Verhältnis zu den Gesamtkapitalanlagen (Gesamt-AuM). Ohne Kapitalanlagen in staatliche Einrichtungen, Deckungsquote: 100 % Der Geldwert der für den KPI erfassten Vermögenswerte. Ohne Kapitalanlagen in staatliche Einrichtungen. Deckung: 56.369 Mio. EUR

Zusätzliche, ergänzende Offenlegungen: Aufschlüsselung des Nenners des KPI

Angaben in % Angaben
in Mio. EUR
Der Prozentsatz der Derivate im Verhältnis zu den Gesamtaktiva, die für den KPI erfasst werden: 0% Der Wert der Derivate als Geldbetrag: 0 Mio. EUR
Der Anteil der Risikopositionen gegenüber EU-Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen, die den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU nicht unterliegen, an den für den KPI erfassten Gesamtaktiva: Für Nicht-Finanzunternehmen: 5,1% Für Finanzunternehmen: 0,0% Der Wert der Risikopositionen gegenüber EU-Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen, die den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU nicht unterliegen: Für Nicht-Finanzunternehmen: . Mio. EUR Für Finanzunternehmen: 0 Mio. EUR
Der Anteil der Risikopositionen gegenüber Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen aus Nicht-EU-Ländern, die den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU nicht unterliegen an den für den KPI erfassten Gesamtaktiva: Für Nicht-Finanzunternehmen: 7,1% Für Finanzunternehmen: 0,5% Der Wert der Risikopositionen gegenüber Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen aus Nicht-EU-Ländern, die den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU nicht unterliegen: Für Nicht-Finanzunternehmen: 4.004 Mio. EUR Für Finanzunternehmen: 26 Mio. EUR
Der Anteil der Risikopositionen gegenüber Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen, die den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU unterliegen, an den für den KPI erfassten Gesamtaktiva: Für Nicht-Finanzunternehmen:0,1% Für Finanzunternehmen: 0,0% Der Wert der Risikopositionen gegenüber Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen, die den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU unterliegen: Für Nicht-Finanzunternehmen: 7 Mio. EUR Für Finanzunternehmen: 0 Mio. EUR
Der Anteil der Risikopositionen gegenüber an deren Gegenparteien und Aktiva an den Gesamtaktiva, die für den KPI erfasst werden: 74,3% Der Wert der Risikopositionen gegenüber an deren Gegenparteien und Aktiva: 41.885 Mio. EUR
Der Wert aller Kapitalanlagen, durch die nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten finanziert werden, im Verhältnis zum Wert der Gesamtaktiva, die für den KPI erfasst werden:: 6,9% Der Wert aller Kapitalanlagen, durch die nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten finanziert werden: 3.908 Mio. EUR
Der Wert aller Kapitalanlagen, durch die taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten finanziert werden, im Verhältnis zum Wert der Gesamtaktiva, die für den KPI erfasst werden: 67,0% Der Wert aller Kapitalanlagen, durch die taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten finanziert werden: 37.764 Mio. EUR

Zusätzliche, ergänzende Offenlegungen: Aufschlüsselung des Zählers des KPI

Angaben in % Angaben
in Mio. EUR
Der Anteil der taxonomiekonformen Risikopositionen gegenüber Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen, die den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU unterliegen, an den für den KPI erfassten Gesamtaktiva: Für Nicht-Finanzunternehmen: Umsatz-basiert: 0,1% CapEx-basiert: 0,1% Für Finanzunternehmen: Umsatz-basiert: 0,0% CapEx-basiert: 0,0% Der Wert der taxonomiekonformen Risikopositionen gegenüber Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen, die den Artikeln 19a und 29a der Richtlinie 2013/34/EU unterliegen: Für Nicht-Finanzunternehmen: Umsatz-basiert: 32 Mio. EUR CapEx-basiert: 42 Mio. EUR Für Finanzunternehmen: Umsatz-basiert: 0 Mio. EUR CapEx-basiert: 0 Mio. EUR
Der Anteil der taxonomiekonformen Risikopositionen gegenüber anderen Gegenparteien und Aktiva an den Gesamtaktiva, die für den KPI erfasst werden: Umsatz-basiert: 2,6% CapEx-basiert: 0,0% Der Wert der taxonomiekonformen Risikopositionen gegenüber anderen Gegenparteien und Aktiva: Umsatz-basiert:1.454 Mio. EUR CapEx-basiert: 0 Mio. EUR

Aufschlüsselung des Zählers des KPI nach Umweltziel

Taxonomiekonforme Tätigkeiten Angaben
in %
(1) Klimaschutz Umsatz: 2,6% CapEx: 0,1%
Übergangstätigkeiten: Umsatz: 0,0% CapEx 0,0%
Ermöglichende Tätigkeiten: Umsatz: 0,0% CapEx 0,0%
(2) Anpassung an den Klimawandel Umsatz: 0,0% CapEx: 0,0%
Übergangstätigkeiten: Umsatz: 0,0% CapEx 0,0%
Ermöglichende Tätigkeiten: Umsatz: 0,0% CapEx 0,0%
Taxonomiefähige Aktivitäten Angaben
in %
(1) Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen Umsatz: 0% CapEx: 0%
(2) Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft Umsatz: 0% CapEx: 0%
(3) Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung Umsatz: 0% CapEx: 0%
(4) Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme Umsatz: 0% CapEx: 0%

Meldebogen für die Offenlegung von Wirtschaftstätigkeiten im Zusammenhang mit Kernkraft und fossilen Gasen:

Meldebogen 1 - Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas (umsatz- und investitionsbasierte KPIs)

Zeile Tätigkeiten im Bereich Kernenergie
1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Nein
2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Nein
3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Ja
Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4. Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Ja
5. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Ja
6. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. Ja

Meldebogen 2 - Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner), umsatzbasierter KPI:

Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA)
Betrag % Betrag % Betrag
1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 1.486,0 3% 1.486,0 3% -
8 Anwendbarer KPI insgesamt 56.369,3 100% 56.369,3 100% -
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anpassung an den Klimawandel (CCA)
%
1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 0%
8 Anwendbarer KPI insgesamt 0%

Meldebogen 3 - Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler), umsatzbasierter KPI:

Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA)
Betrag % Betrag % Betrag
1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 1.486,0 3% 1.486,0 3% -
8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des anwendbaren KPI 1.486,0 3% 1.486,0 3% -
Betrag und Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anpassung an den Klimawandel (CCA)
%
1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 0%
8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des anwendbaren KPI 0%

Meldebogen 4 - Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten, umsatzbasierte KPI:

Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA)
Betrag % Betrag % Betrag
1 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 202 2 9 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
2 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI - 0% - 0% -
3 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
4 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 1,6 0% 1,6 0% -
5 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4. 0 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0,5 0% 0,5 0% -
6 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4. der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0,4 0% 0,4 0% -
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 37.762,0 67% 37.762,0 67% -
8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 37.762,0 67% 37.762,0 67% -
Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anpassung an den Klimawandel (CCA)
%
1 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 202 2 9 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
2 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0%
3 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
4 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0%
5 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4. 0 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0%
6 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4. der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0%
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 0%
8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 0%

Meldebogen 5 - nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten, umsatzbasierte KPI:

Zeile Wirtschaftstätigkeiten Betrag %
1 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
2 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
3 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI 0,5 0%
4 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
5 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
6 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 3.927,5 7%
8 Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 3.927,5 7%

Meldebogen 2 - Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner), CapEx-basierter KPI:

Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftsaktivitäten CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA)
Betrag % Betrag % Betrag
1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 40,2 0% 39,5 0% 0,7
8 Anwendbarer KPI insgesamt 56,369.3 100% 56.368,7 100% 0,7
Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftsaktivitäten Anpassung an den Klimawandel (CCA)
%
1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 0%
8 Anwendbarer KPI insgesamt 0%

Meldebogen 3 - Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler), CapEx-basierter KPI:

Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA)
Betrag % Betrag % Betrag
1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 40,2 0% 39,5 0% 0,7
8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des anwendbaren KPI 40,2 0% 39,5 0% 0,7
Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anpassung an den Klimawandel (CCA)
%
1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler des anwendbaren KPI 0%
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 0%
8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler des anwendbaren KPI 0%

Meldebogen 4 - Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten, CapEx-basierter KPI:

Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA)
Betrag % Betrag % Betrag
1 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 202 2 9 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
2 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI - 0% - 0% -
3 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des anwendbaren KPI - 0% - 0% -
4 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0,9 0% 0,9 0% -
5 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4. 0 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 1,2 0% 1,2 0% -
6 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4. der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0,8 0% 0,8 0% -
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 39.444,8 70% 39.444,8 70% -
8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 39.497,4 70% 39.497,4 70% -
Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anpassung an den Klimawandel (CCA)
0%
1 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 202 2 9 im Nenner des anwendbaren KPI 0%
2 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0%
3 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des anwendbaren KPI %
4 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0%
5 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4. 0 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0%
6 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4. der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung 202 2 9 im Nenner des geltenden KPI 0%
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 0%
8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 0%

Meldebogen 5 - Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten, CapEx-basierter KPI:

Zeile Wirtschaftstätigkeiten Betrag %
1 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
2 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
3 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI 0,5 0%
4 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
5 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
6 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner des anwendbaren KPI - 0%
7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 16.881,7 30%
8 Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des anwendbaren KPI 16.882,2 30%

ESRS E1 Klimawandel

GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme

Weitere Informationen zur Integration von leistungsbezogenen Anreizsystemen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit finden Sie in ESRS 2, Gov-1.

E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz

PATRIZIA hat sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, darunter die Verpflichtung, bis spätestens 2040 in allen Unternehmens- und direkten Betriebsanlagen CO 2 -Neutralität zu erreichen, und zwar noch vor dem im Pariser Abkommen festgelegten Ziel für die Mitte des Jahrhunderts. Mit dieser Verpflichtung und diesem proaktiven Ansatz soll sichergestellt werden, dass PATRIZIA den sich ändernden Marktbedingungen vor der Regulierung gerecht wird und mit dem wissenschaftlichen Konsens übereinstimmt, dass eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C eine erhebliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen erfordert. Mit dem Ziel, bis 2040 die Vorgaben zu erfüllen, strebt PATRIZIA danach, dem Markt voraus zu sein, um von der steigenden Nachfrage und dem erwarteten Wertzuwachs kohlenstoffarmer Gebäude und Infrastruktur zu profitieren, den CO 2 -Fußabdruck zu reduzieren und so zu den globalen Bemühungen beizutragen, den Temperaturanstieg unter 2°C und idealerweise unter 1,5°C zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich PATRIZIA Zwischenziele für 2030 gesetzt, die mit den Best-Practice-Empfehlungen des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel (IPCC) übereinstimmen, um eine weltweite Reduzierung der CO 2 -Emissionen um 50% zu erreichen. Das Engagement von PATRIZIA umfasst die CO 2 -Emissionen in Scope 1, 2 und die wesentlichsten CO 2 -Emissionen in Scope 3.

Scope-1-Emissionen sind direkte Treibhausgasemissionen aus Quellen, die einem Unternehmen gehören oder von diesem kontrolliert werden. Scope-2-Emissionen sind indirekte Treibhausgasemissionen aus dem Verbrauch von eingekauftem Strom, Dampf, Wärme oder Kälte. Diese Emissionen entstehen in der Anlage, in der die Energie erzeugt wird, werden aber dem Unternehmen zugerechnet, das die Energie nutzt. Scope-3-Emissionen umfassen alle anderen indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette des Unternehmens sowohl vor- als auch nachgelagert entstehen.

Dieser Übergangsplan ist in die Empfehlungen der Investitionspläne integriert, wobei die erwarteten finanziellen Auswirkungen in der kurz- und mittelfristigen Planung aufgeführt werden, sobald sie eintreten. Dieser Übergangsplan spiegelt sich in Empfehlungen wider, die in Investitionsplänen dargestellt werden, sowie in den erwarteten finanziellen Auswirkungen, die in der kurz- und mittelfristigen Planung ausgewiesen werden, sobald sie eintreten. Der Übergangsplan ist in die Strategie und Finanzplanung von PATRIZIA eingebettet und spiegelt das Engagement für Nachhaltigkeit und langfristiges Wachstum wider. PATRIZIA strebt an, bis 2030 mit 100 Mrd. EUR Assets under Management zu einem führenden Akteur im Bereich smart Real Assets zu werden. Dieses Ziel wird durch eine fokussierte Wachstumsstrategie unterstützt, die sich auf vier Megatrends konzentriert, die auf Nachhaltigkeitstrends ausgerichtet sind - Digital Transition, Urban Transition, Energy Transition und Living Transition. PATRIZIA investiert aktiv in Sektoren, die die Energiewende unterstützen, wie z. B. erneuerbare Energien und Infrastrukturanlagen. Dies verbessert das PATRIZIA-Portfolio und positioniert PATRIZIA als verantwortungsbewussten Investment Manager, der die steigenden ESG-Standards und regulatorischen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus werden die Komponenten "Short-Term Incentive (STI)" und "Long-Term Incentive (LTI)" ab dem . Januar 2025 Nachhaltigkeitsziele enthalten, die jährlich formell festgelegt werden. Das Group Executive Committee (GEC) verbessert die Effizienz der Entscheidungsfindung und richtet die operativen Aktivitäten am Übergangsplan aus. Individuelle Pläne hin zu einer klimafreundlichen Gestaltung der Assets under Management werden nach dem Erwerb vom Investment Committee genehmigt, die das Sustainability Team zusammenstellt. Diese Struktur unterstützt die Umsetzung der Wachstumsstrategie in allen Anlageklassen und stellt sicher, dass Nachhaltigkeit in allen Geschäftsbereichen ein zentraler Schwerpunkt bleibt.

Auswirkungen von " Locked-in "-Emissionen auf Transitionsrisiken: "Locked-in"-Emissionen beziehen sich in erster Linie auf

das Risiko des "embodied carbon" - die Emissionen, die mit der Produktion, dem Transport und dem Verkauf von Baumaterialien verbunden sind. Diese Emissionen sind ab dem Zeitpunkt des Baus eines Gebäudes "eingeschlossen" und können nicht ohne Weiteres reduziert werden. Das Immobilienentwicklungsteam hat eine Matrix entwickelt, die das "embodied carbon" der Vermögenswerte überwacht. Diese Matrix wurde von einem externen Berater entwickelt, der die Ziele auf den Sektor und die geografische Lage der Geschäftstätigkeit von PATRIZIA abstimmte.

Mögliche "Locked-in"-Emissionen aus Immobilienvermögen:

1. Neubau: Die in Neubauten verwendeten Materialien wie Beton und Stahl haben einen hohen Anteil an "embodied carbon".

2. Renovierungen und Nachrüstungen: Selbst wenn bestehende Gebäude renoviert werden, um die Energieeffizienz zu verbessern, können die dabei verwendeten Materialien und Verfahren den CO 2 -Fußabdruck erhöhen.

3. Instandhaltung und Ende der Lebensdauer: Die laufende Instandhaltung und der eventuelle Abriss oder die Sanierung von Gebäuden tragen ebenfalls zur Freisetzung von "embodied carbon" bei, da Materialien ersetzt und verkauft werden müssen.

Auswirkungen auf die Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen:

Gefährdung der Ziele: Festgelegte Emissionen machen es herausfordernd, die Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu erreichen, da sie einen erheblichen Teil des gesamten CO 2 -Fußabdrucks eines Gebäudes ausmachen. Wenn die betrieblichen Emissionen durch Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien sinken, nimmt die relative Bedeutung des "embodied carbon" zu.

1. Transitionsrisiken: Immobilienvermögen mit hohem Anteil an grauer Energie ist mit Transitionsrisiken konfrontiert, darunter strengere Vorschriften, höhere Kosten für kohlenstoffintensive Materialien und eine mögliche Abwertung von Immobilien, die zukünftige Nachhaltigkeitsstandards nicht erfüllen.

PATRIZIA-Klimaschutzmaßnahmen:

1. PATRIZIA hat sich zum Ziel gesetzt, dass alle neuen Immobilienentwicklungen bis 2030 CO 2 -neutral sind.

2. PATRIZIA strebt an, das "embodied carbon" bei Projektabschluss zu messen

Ziele der Net Zero Carbon Strategie

Kategorie Strategie, Ziel und Zeitrahmen Fortschritt 2024
Energie- und Kohlenstoffintensität Reduzierung der Energieintensität um 30% und der Kohlenstoffintensität 3, 4 um 50% bis 2030 für unsere direkten, immobilienbezogenen Assets under Management, ausgehend von einem branchenweiten Basisjahr 2019. 39% Reduzierung der Kohlenstoffintensität (ca. 7 Mrd. EUR Assets under Management abgedeckt)
27%ige Reduzierung der Energieintensität (ca. 6 Mrd. EUR Assets under Management abgedeckt)
Die Zahlen basieren auf tatsächlichen Verbrauchsdaten und einer CRREM-Analyse unter Verwendung von Energieausweisen, Energieaudits und tatsächlichen Daten
Datenerfassung Erreichen einer 100-prozentigen Erfassung der von den Vermietern beschafften Energiedaten und Einführung einer wirksamen Strategie zur Einbeziehung der Mieter 5 bis 2025. Über 58% der Vermögenswerte mit Ermessensspielraum enthalten Daten von Vermietern, wobei durch die Integration der neuen ESG-Plattform Programme eingeführt wurden, die voraussichtlich bis zum Geschäftsjahr 2025 ihre Ziele erreichen werden
Beschaffung erneuerbarer Energie Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen 6 für die gesamte vom Vermieter kontrollierte Versorgung bis 2025 7 und gleichzeitige Ermutigung der Bewohner, erneuerbare Energie zu nutzen. Glaubwürdiger Vertrag über erneuerbare Energien für alle Stromlieferungen von deutschen, polnischen und tschechischen Vermietern ausgehandelt
Implementierung auf Anlagenebene Entwicklung eines Dekarbonisierungsplans, der die Energiehierarchie anwendet, einschließlich Machbarkeitsstudien für erneuerbare Energien vor Ort, für die gesamten Assets under Management 8 bis 2025. CRREM-Analyse für in den Geltungsbereich fallende Vermögenswerte für 100% der AUM durchgeführt 250+ Energieaudits durchgeführt
Dekarbonisierung von Wärme Abschaffung fossiler Wärmequellen 9 über die gesamten Assets under Management, soweit praktisch machbar 10 bis 2030. 61% der untersuchten diskretionären Fondsvermögen (ca. 90% Abdeckung) haben eine Wärmequelle, die nicht aus fossilen Brennstoffen besteht
Entwicklung Emissionen Sicherstellen, dass bis 2030 alle neuen Entwicklungen 11 netto kohlenstofffrei sind. 2024 wurde die Immobilienentwicklungsmatrix mit neuen ehrgeizigen Zielen neu aufgelegt, die mit den übergeordneten Zielen von PATRIZIA übereinstimmen
Unternehmensemissionen Erreichen des Net Zero Carbon Status für den eigenen Betrieb bis 2030. 12 Einführung einer Firmenwagen-EV-Politik Umzug des Londoner Büros (ca. 19 % der FTE) in ein neues, hochmodernes Büro. Während der Bauphase wurden über 98% aller Abfälle vor Ort recycelt, und die Wiederverwendung vorhandener Materialien hat den gebundenen Kohlenstoffgehalt des Gebäudes reduziert. Die verbesserten Nachhaltigkeitsdaten des Gebäudes waren die höchsten, die angesichts des Gebäudealters erreicht werden konnten, mit einem EPC A-Rating sowie BREEAM Excellent und WiredScore Gold-Zertifizierungen.

3 Aus dem Energieverbrauch Scope 1, 2 und 3.

4 Regelmäßige Überprüfung im Einklang mit bewährten wissenschaftsbasierten Zielsetzungsmethoden.

5 Mit dem Ziel, die Datenerfassung der Mieter zu verbessern.

6 Vorrangige Nutzung von Lieferungen, die einen zusätzlichen Nutzen für den Ausbau der Gesamtkapazität für erneuerbare Energien bringen.

7 Wenn die regionalen Energieversorgungsmärkte es zulassen.

8 Anwendbar auf alle Vermögenswerte, aber flexibel in der Detailtiefe, je nach Umfang der Vermieterkontrolle und Wesentlichkeit des Transitionsrisikos.

9 Bezieht sich auf Scope-1-Emissionen.

10 Wenn Leasingvereinbarungen und schrittweise Instandhaltungs- und Austauschprogramme dies zulassen.

11 Wo PATRIZIA die volle Kontrolle über den Entwicklungsprozess hat.

12 Die Grenzen der Verpflichtung sind in unserem Papier zur Net Zero Carbon Strategie festgelegt.

Erhebliche Betriebsausgaben (OpEx) und Investitionsausgaben (CapEx), die zur Umsetzung des Aktionsplans erforderlich sind

Corporate - Das Engagement von PATRIZIA für die Finanzierung der zur Erreichung der öffentlich erklärten Ziele erforderlichen Betriebs- und Investitionsausgaben wird durch das Team von 9 engagierten Nachhaltigkeitsexperten demonstriert. Darüber hinaus hat PATRIZIA OpEx für Nachhaltigkeitssoftware bereitgestellt, um eine genaue Bewertung und Überwachung von klimabezogenen Risiken zu gewährleisten. Beispiele hierfür sind Munich Re (PATRIZIAs Tool zur Bewertung physischer Risiken); Deepki (führende ESG-Datenplattform für Immobilienvermögen); Reporting21 (ESG-Plattform für Nachhaltigkeitskennzahlen für Infrastruktur Assets under Management).

Immobilien - Investitionen werden von Fall zu Fall in den Geschäftsplänen von Immobilienvermögen zugewiesen, je nach dem Umfang der Dekarbonisierungsanforderungen. Die Investitionsausgaben können eine Bandbreite von Maßnahmen abdecken, die von der vollständigen Sanierung bis hin zur Aufrüstung der Anlagen reichen (z. B. energieeffiziente Geräte, erneuerbare Energien vor Ort, Elektrifizierung der Heizung, Gebäudesubstanz usw.).

Infrastruktur - Ähnlich wie bei Immobilien innerhalb der Assets under Management werden die Investitionsausgaben innerhalb Assets under Management im Bereich Infrastruktur von Fall zu Fall zugewiesen. Wenn ein Dekarbonisierungsplan Investitionen erfordert, wird innerhalb des Beteiligungsunternehmens ein Team ernannt, das die Studien/Ressourcen/Technologien festlegt, in die investiert werden soll, um den Vermögenswert zu dekarbonisieren. Der Plan wird dann dem Verwaltungsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Maßnahmen hängen vom Vermögenswert, der Art der zu dekarbonisierenden Aktivitäten und davon ab, was in den Geschäftsplan passt.

SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell(en)

Auswirkungen, Risiken und Chancen des Klimawandels

Anpassung an den Klimawandel - Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft
Positive Auswirkungen Senkung der Treibhausgasemissionen durch Energieeffizienzsteigerungen und die Erzeugung erneuerbarer Energien durch die Festlegung von Zielen zur Reduzierung von Treibhausgasen.
Risiko Höhere Kosten und technische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gesetzgebung zur Dekarbonisierung und Energieeffizienz. Die Zunahme verbindlicher Rechtsvorschriften kann zu Geldstrafen oder Nichteinhaltung für PATRIZIA oder zu Kosten im Zusammenhang mit der Einstellung neuer Mitarbeiter oder Dritter führen.
Chance Die Einführung von Technologien zur Energieeffizienz und Dekarbonisierung kann den Energieverbrauch und die Energiekosten senken. Mit der Zeit können diese Einsparungen wirtschaftliche Chancen schaffen, wie z. B. die Kompensation der anfänglichen Investitionskosten, und zu positiven finanziellen Erträgen führen.
Anpassung an den Klimawandel - Physisches Klimarisiko
Positive Auswirkungen Minderung physischer Klimarisiken wie Überschwemmungen, Waldbrände, Stürme, Hitzewellen, Wasserknappheit, Anstieg des Meeresspiegels und Dürre durch vorausschauende Szenarioanalyse und Bewertung der Exposition gegenüber den physischen Klimarisiken, die sich auf einen Vermögenswert auswirken. Durch proaktives Management physischer Klimarisiken kann PATRIZIA seine Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterereignissen und langfristigen Veränderungen des Klimas verbessern. Dies kann dazu beitragen, den Betrieb aufrechtzuerhalten und Informationen über die Zukunft von Vermögenswerten bereitzustellen.
Der Bau von Vermögenswerten erhöht den Druck auf die Ökosystemleistungen (Wasser, Nahrung, Nahrungskette) und die lokale Infrastruktur (Abwasser).
Die Erhöhung der Biodiversität und die Nutzung naturbasierter Lösungen bei der Sanierung von Vermögenswerten erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Überschwemmungen und Überhitzung.
Die Schaffung neuer Quellen für die Erzeugung erneuerbarer Energien verringert den lokalen Energiebedarf.
Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Vermögenswerten durch technologische und naturbasierte Lösungen (z. B. Vergrößerung der bewachsenen Flächen, Einsparung von Wasser und Kühl- und Heizkosten).
Negative Auswirkungen Die zunehmende Häufigkeit von erschwerenden physischen Klimarisiken wie Hurrikanen, Überschwemmungen, Waldbränden und anderen extremen Wetterereignissen kann weltweit zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Vermögenswerten führen.
Risiko Schäden oder höhere Betriebskosten aufgrund der zunehmenden Schwere und Häufigkeit chronischer Erkrankungen wie Wasserknappheit, Dürren, Hitzewellen und Anstieg des Meeresspiegels.
Verlust von Umsatzerlösen/Wert aufgrund der Tatsache, dass einige Gebiete aufgrund von Temperaturanstiegen und Wasserknappheit unbewohnbar oder weniger attraktiv werden.
Erhöhter Druck zur Senkung des Energieverbrauchs und der Energieintensität, was zu Kosten für Verbesserungen und technologische Herausforderungen führt.
Anforderungen/Erwartungen an die Bereitstellung kohlenstoffarmer Transportmöglichkeiten (Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel usw.).
Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Vermögenswerten durch technologische und naturbasierte Lösungen (z. B. Vergrößerung der bewachsenen Flächen, Einsparung von Wasser sowie Kühl- und Heizkosten).
Chance Verringerung der Treibhausgasemissionen aus dem Bau und Betrieb von Anlagen durch technologische und naturbasierte Lösungen wie die Begrenzung der Verwendung von Rohstoffen, die Einführung innovativer Kühl-/Heizsysteme oder die Schaffung von mehr Flächen für die biologische Vielfalt.
Senkung der Energiekosten durch Energieeffizienzsteigerungen.
Verringerung der Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Energien.
Erhöhung des für nachhaltige Investitionen verfügbaren Kapitals.
Klimaschutz
Positive Auswirkungen Geringerer Energieverbrauch durch Energieeffizienzsteigerungen.
Investitionen in erneuerbare oder effiziente Energieerzeuger (oder andere effiziente Energiequellen).
Risiko Zunehmender Druck zur Senkung des Energieverbrauchs und der Energieintensität, was zu Kosten für Verbesserungen und technologische Herausforderungen führt.
Chance Anforderungen/Erwartungen an die Bereitstellung von Optionen für den CO 2 -freien Transport (Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel usw.).
Geringere Energiekosten durch Energieeffizienzsteigerungen.
Geringere Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Energien.

E1 IRO-1- Verfahren zur Identifizierung und Bewertung wesentlicher klimabezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen und Klimabedingte Risiken und Chancen:

Klimarisiken lassen sich in zwei Risikokategorien unterteilen: physische Risiken und Transitionsrisiken:

Physische Risiken beziehen sich auf Risiken, die sich aus den physischen Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung ergeben. Die physischen Auswirkungen des Klimawandels sind bereits spürbar und könnten durch Reparaturkosten und steigende Versicherungsprämien erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Vom Klimawandel stark betroffene Gebiete können für Investoren und Endnutzer an Attraktivität verlieren, was sich negativ auf den Wert von Vermögenswerten auswirkt.

Transitionsrisiken sind unternehmensbezogene Risiken, die sich aus dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Zukunft ergeben, darunter politische und regulatorische Risiken, technologische Risiken, Marktrisiken, Reputationsrisiken und rechtliche Risiken.

PATRIZIA hat Klimarisiken und -chancen für ihre Geschäftstätigkeit über die folgenden Zeithorizonte definiert und berücksichtigt (die Zeithorizonte sind auf die finanziellen Zeithorizonte abgestimmt): - Kurzfristig: 1 Jahr - Mittelfristig: 1-5 Jahre - Langfristig: >5+ Jahre

Klimabedingte physische Risiken (akut und chronisch)

Art des Risikos Beschreibung Auswirkungen
Extremereignisse und langfristige Veränderungen der Wettermuster Überschwemmungen in Flüssen und/oder an den Küsten - da die Temperaturen steigen, kommt es immer häufiger zu starken Regenfällen, was wiederum zu extremeren Überschwemmungen führt. Geringerer Vermögenswert und geringere Liquidität an Hochrisikostandorten aufgrund eines höheren Strandungsrisikos, zerstörter Rohstoffe oder Betriebsunterbrechungen und Umsatzerlöse zu unvorhersehbaren Zeiten. Geringere Umsatzerlöse aufgrund höherer Kosten für die Reparatur von Schäden an Vermögenswerten, die von physischen Schäden betroffen sind, der Kosten für Anpassungsmaßnahmen, um künftigen physischen Klimaeinflüssen standzuhalten, und höherer Versicherungskosten für Vermögenswerte.
Starke Winde und/oder tropische Wirbelstürme mit steigenden Temperaturen nimmt die Verdunstung zu, und damit auch die Wärmeübertragung von den Ozeanen auf die Luft. Wenn die Stürme über warme Ozeane ziehen, ziehen sie mehr Wasserdampf und Wärme an. Dies führt zu stärkerem Wind, stärkeren Regenfällen und mehr Überschwemmungen, wenn die Stürme auf Land treffen.
Extreme Hitze und Waldbrände - da die Temperaturen steigen und extreme Hitzewellen immer häufiger auftreten, steigt die Gefahr von Waldbränden.
Zeithorizont
Art des Risikos Kurz Fristig Mittelfristig Langfristig
Extremereignisse und langfristige Veränderungen der Wettermuster x x
x x
x x

Physische Klimarisiken

Um das physische Klimarisiko zu bewerten, führt PATRIZIA eine vorausschauende Szenarioanalyse für die Immobilien- und Infrastruktur Assets under Management durch. Einen Überblick über den Anteil der Vermögenswerte, die einem hohen potenziellen Risiko ausgesetzt sind, je Risikokategorie, gibt die folgende Tabelle.

Die physische Risikoanalyse wird mit dem Munich Re Modell "Location Risk Intelligence" durchgeführt. Dies beinhaltet eine Bewertung der Exponierung gegenüber den wichtigsten klimabezogenen Risikotypen, von denen die relevantesten für die von PATRIZIA verwalteten Anlageklassen im Folgenden dargestellt werden (Überschwemmung, Wirbelstürme, extreme Hitze und extreme Kälte).

Die Bewertung der physischen Risiken wird für mehrere Zeithorizonte und Erwärmungsszenarien vorgenommen. Die vorgestellten Szenarien sind RCP 4.5 und RCP 8.5 mit Zeithorizonten von 2030 und 2050, die das mittel- und langfristige Risiko für die Vermögenswerte widerspiegeln. Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimawandel (IPCC) beschreibt RCP 4.5 als ein moderates Szenario, bei dem die Emissionen im Jahr 2040 ihren Höhepunkt erreichen, während RCP 8.5 als Stressszenario betrachtet wird, bei dem die Emissionen während des gesamten 21 Jahrhunderts.

Für Assets under Management in Höhe von 39 Mrd. EUR wurden physische Risikobewertungen durchgeführt. Vermögenswerte, die derzeit von der Analyse ausgeschlossen sind, sind solche, bei denen die Granularität der verfügbaren Daten unzureichend ist, darunter das Dawonia-Portfolio, der Sustainable Future Ventures-Fonds und die Advantage-Portfolios.

Physikalisches Risiko: Prozentsatz der Assets under Management, das dem RCP 4.5 und RCP 8.5 in den Jahren 2030 und 2050 ausgesetzt ist

Immobilien AUM Überschwemmungen Tropische Wirbelstürme Extreme Hitze Extreme Kälte
RCP 4.5 5% 5% 3% 26%
(2030)
RCP 4.5 5% 5% 4% 15%
(2050)
RCP 8.5 10% 5% 3% 26%
(2030)
RCP 8.5 5% 5% 5% 11%
(2050)

Physikalisches Risiko: Prozentsatz der Assets under Management im Bereich Infrastruktur, das dem RCP 4.5 und RCP 8.5 in den Jahren 2030 und 2050 ausgesetzt ist

Immobilien AUM Flussüberschwemmungen Sturmflut Hitzestress Kältestress
RCP 4.5 67% 24% 6% 67%
(2030)
RCP 4.5 46% 24% 7% 67%
(2050)
RCP 8.5 0% 24% 6% 67%
(2030)
RCP 8.5 46% 24% 7% 62%
(2050)

PATRIZIA ist sich bewusst, dass Klimarisikobewertungen und Klimamodelle mit Unsicherheiten und natürlichen Schwankungen behaftet sind, was zu Einschränkungen wie Datenlücken, Prognoseunsicherheiten und Szenariobeschränkungen (z. B. noch nie da gewesene Ereignisse) führt. PATRIZIA wird jedoch weiterhin alle Standorte von Vermögenswerten mit Hilfe von Munich Re überwachen und ist bestrebt, die Datenerfassung zu verbessern und die Gesamtabdeckung von Vermögenswerten sowohl im Immobilien- als auch im Infrastrukturbereich zu erweitern. PATRIZIA verwendet keine klimabezogenen Annahmen in der Finanzberichterstattung.

Transitionsrisiken

Klimabedingte Transitionsrisiken

Art des Risikos Beschreibung Auswirkungen
Markt Abnehmende Attraktivität von Teilmärkten aufgrund erhöhter Anfälligkeit und Exposition gegenüber höheren Kosten (z. B. Exposition gegenüber energieineffizienten Immobilienvermögen oder Exposition gegenüber Vermögenswerten, die mit der Förderung, der Lagerung, dem Transport oder der Herstellung fossiler Brennstoffe zu tun haben). Neufestsetzung der Preise von Vermögenswerten zur Berücksichtigung wesentlicher Klimarisiken aufgrund des zunehmenden Stranding-Risikos.
Politik und Recht Auf den Klimawandel ausgerichtete Rechtsvorschriften, z. B. Offenlegung von Klimarisiken, Mindeststandards für die Energieeffizienz, strengere Entwicklungsstandards, CO 2 Steuern usw. Erhöhte Betriebskosten und potenziell geringere Nachfrage nach Vermögenswerten, da diese nicht in der Lage sind, gesetzlichen Veränderungen und strengeren Steuern zu entsprechen.
Reputation Die Nachfrage der Stakeholder nach Real Assets, bei denen die Klimarisiken in die Investitionsrechnung einfließen. Der Klimawandel kann auch mit einer veränderten Kundenwahrnehmung und der Wahrnehmung des Beitrags des Unternehmens zum Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft verbunden sein. Negative Auswirkungen auf die Beziehungen zu den Anlegern, wenn das Unternehmen oder die Anlagen nicht aktiv Strategien zur Verringerung des Kohlenstoffausstoßes umsetzen.
Technologie Um die politischen Ziele zu erreichen, sind technologische Veränderungen in Bezug auf energiesparende und kohlenstoffarme Verkehrsmittel sowie die zunehmende Nutzung nicht-fossiler Brennstoffe oder anderer Technologien, die zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen, erforderlich; bestehende Technologien werden wahrscheinlich überholt und neue, teurere Technologien müssen angeschafft werden. Kosten des Übergangs zu CO 2 -neutralen Anlagen.
Zeithorizont
Art des Risikos Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
Markt x x x
Politik und Recht x x x
Reputation x x x
Technologie x x x

Die Transitionsrisiken kristallisieren sich bereits heraus, wie z. B. die auf den Klimawandel ausgerichtete Gesetzgebung, die Forderung der Interessengruppen nach Einbeziehung des Klimarisikos und die sich verändernden technologischen Fortschritte. Darüber hinaus werden die Mindeststandards für die Energieeffizienz, wie sie im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden gelten und von der EU (im Rahmen der Überarbeitung der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden) umgesetzt werden, zu einer Renovierungswelle bei Gebäuden mit schlechter Energieeffizienz führen, die für die Unternehmen potenziell unvorhergesehene Kosten verursacht.

Die Geschäftsbereiche Immobilien und Infrastruktur bewerten ihre Transitionsrisiken nach unterschiedlichen Methoden, was auf die unten beschriebenen Unterschiede zwischen den Anlageklassen zurückzuführen ist:

Transitionsrisiken - Immobilieninvestitionen - Mittel- und langfristig führt PATRIZIA regelmäßig Analysen und Aktualisierungen des Carbon Risk Real Estate Monitor (CRREM) für alle direkten Immobilieninvestitionen durch, um die Anfälligkeit ihrer Assets under Management für Transitionsrisiken auf der Grundlage der Treibhausgasemissionsintensität zu bewerten.

CRREM ist ein Bewertungsinstrument für das Benchmarking von Immobilienvermögen auf der Grundlage ihrer CO 2 - und Energieintensität im Vergleich zu länder- und sektorspezifischen Dekarbonisierungspfaden. Die Pfade werden aus dem globalen Kohlenstoffbudget abgeleitet und stehen im Einklang mit den Klimazielen des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung bis 2100 auf 1,5 °C zu begrenzen und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Folglich ist CRREM zum Branchenmaßstab für die Bewertung von Transitionsrisiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel im Immobiliensektor geworden. Zu diesen Risiken gehört die potenzielle Nichteinhaltung von Vorschriften und Markterwartungen, wie sie in den CRREM-Pfaden für Energie- und Kohlenstoffintensität definiert sind.

Ziel der CRREM-Analyse ist es, das geschätzte Risiko von stranded assets auf Basis der Energieintensität (kWh/m 2 a) und der CO 2 -Intensität (kgCO 2 e/m 2 a) auf Asset- und Fondsebene zu untersuchen. Das Tool identifiziert Ausreißer, um High Impact Assets für weitere energetische Untersuchungen zu definieren. In Übereinstimmung mit der Net Zero Carbon Strategie von PATRIZIA hat sich PATRIZIA auf den 1,5 °C-Pfad ausgerichtet. Dies ist somit die Standardeinstellung für alle CRREM-Bewertungen. Das Ergebnis der CRREM-Analyse, die so genannte "stranding asset time", ermöglicht eine Bewertung der Transitionsrisiken und des Ausmaßes der Dekarbonisierungsanforderungen.

Interne CRREM-Bewertungen sind ein wichtiges Instrument zur Identifizierung von Risiken auf Portfolioebene und unerlässlich für das Verständnis der tatsächlichen Energie- und CO 2 -Leistung einer Anlage. Während der Analyse werden die spezifischen Merkmale jedes Objekts untersucht, um festzustellen, wie Faktoren wie die Gebäudegeometrie, Energiequellen, Nutzungsart und Mieterstruktur den Energieverbrauch beeinflussen.

Dabei werden anlagenspezifische Daten aus verschiedenen Quellen gesammelt, darunter Energieausweise, technische Gebäudebewertungen, Verbrauchsdaten und Lieferantenzertifikate. Um eine umfassende Datenerfassung zu gewährleisten, werden die Informationen sowohl über interne als auch über externe Kanäle gesammelt, z. B. von der Hausverwaltung, den Mietern, den Energieversorgungsunternehmen und der Datenerfassungshardware.

In Fällen, in denen die oben genannten Datenquellen nicht zur Verfügung stehen, basiert die Schätzung der vor Ort verbrauchten Energie auf gebäudespezifischen Proxy-Datenquellen wie Energieausweisen oder tatsächlichen Verbrauchsdaten von Gebäuden mit ähnlichem Bautyp, Baujahr, Nutzungsart und Mieterstruktur. Das Füllen von Lücken mit nicht gebäudespezifischen Proxydaten ist der letzte Ausweg und nur für solche Fälle, in denen keine gebäudespezifischen Daten verfügbar sind. Der beschriebene Ansatz beschränkt sich auf die Ermittlung von Schätzwerten. Obwohl sich die Datenerfassung in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert hat, muss anerkannt werden, dass die Erreichung eines angemessenen Niveaus an Datenqualität, -erfassung und -stabilität nach wie vor eine branchenweite Herausforderung darstellt. Auch wenn die gesammelten Daten immer noch hinter den in anderen Branchen etablierten Standards zurückbleiben, sind doch bemerkenswerte Fortschritte zu verzeichnen.

Transitionsrisiken - Infrastrukturinvestitionen - PATRIZIA bewertet die Transitionsrisiken jeder Infrastrukturanlage unter Verwendung der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD)-Empfehlung als Rahmen und reflektiert diese in einem internen Klimawandel-Risikobericht, der für jeden Fonds und jede Strategie erstellt wird, einschließlich der Mitigations- und Anpassungsstrategien der Portfoliounternehmen, wo Risiken identifiziert wurden. Der CO 2 -Fußabdruck jeder Eigenkapitalinvestition wird jährlich berichtet, wobei die Dekarbonisierungsplanung im Einklang mit den Verpflichtungen der Net Zero Asset Manager Initiative (NZAM) von PATRIZIA zur Reduzierung der CO 2 -Intensität im Sektor Infrastruktur fortgesetzt werden soll.

Klimabezogene Chancen

Art der Opportunität Beschreibung Auswirkungen
Ressourceneffizienz Einsatz effizienterer Ressourcen und damit effizienterer Anlagen. Verringerung des Wasserverbrauchs, des Verbrauchs, der Rohstoffe und des Einsatzes von Recyclingsystemen. Senkung der Betriebskosten durch Effizienzgewinne sowohl für Vermieter als auch für Nutzer.
Märkte Unternehmen, die sich aktiv um eine Diversifizierung ihres Portfolios bemühen, entweder durch den Zugang zu neuen Märkten oder Standorten, werden in einer besseren Position sein, um den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu schaffen. Unternehmen haben auf dem Markt auch die Möglichkeit, grüne Anleihen und energieeffiziente, verkehrs- oder emissionsarme Infrastrukturen zu finanzieren. Verstärkte Bereitstellung von Vorzugskapital für effiziente, kohlenstoffarme Gebäude und Infrastrukturen.
Energiequellen Die Möglichkeit, Energiequellen mit geringeren Emissionen zu nutzen; die Verwendung neuer Technologien und die Unterstützung politischer Anreize und der Entwicklung neuer Technologien. Höhere Umsatzerlöse und geringere Betriebsausgaben aufgrund effizienter Energiepreise sowohl für Vermieter als auch für Nutzer.
Produkte und Dienstleistungen Chance für die Entwicklung von Lösungen zur Abschwächung des Klimawandels und zur Anpassung an den Klimawandel sowie für eine Veränderung der Verbraucherpräferenzen. Verbesserte Gebäudeausstattung treibt die Nachfrage der Nutzer an.
Zeithorizont
Art der Opportunität Kurzfristig Mittelfristig Langfristig
Ressourceneffizienz x x
Märkte x x x
Energiequellen x x x
Produkte und Dienstleistungen x x x

Während der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zweifellos Herausforderungen mit sich bringen wird, glaubt PATRIZIA, dass ein proaktiver Ansatz dazu beitragen wird, den langfristigen Investitionswert zu schützen und zu steigern. Der Klimawandel birgt erhebliche Risiken, schafft aber auch neue Möglichkeiten zur Wertschöpfung und Differenzierung.

Anpassung und Adjustierungen: PATRIZIA konzentriert sich weiterhin auf die Anpassung seiner Strategien, um die oben beschriebenen Risiken und Chancen genau widerzuspiegeln.

Kurzfristig: PATRIZIA führt Klimarisikoanalysen durch, um Schwachstellen zu identifizieren und sofortige Adjustierungen zur Risikominderung zu ermöglichen.

Mittelfristig: Umschichtung, Modernisierung oder Stilllegung bestehender Vermögenswerte zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks. Zum Beispiel durch den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen.

Langfristig: PATRIZIA überwacht gesetzliche und prognostizierte Aktualisierungen, um sicherzustellen, dass die Unternehmensstrategien mit den langfristigen Zielen übereinstimmen.

E1-2 Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

Um alle Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem wesentlichen ESRS-Thema Klimawandel anzugehen, hat PATRIZIA die Net Zero Carbon Strategie entwickelt. PATRIZIA hat im Jahr 2022 eine Net Zero Carbon Strategie eingeführt, um die Auswirkungen, Risiken und Chancen des Klimawandels zu bewältigen, wie z. B. Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel. Die Strategie wird durch die Fortschritte und die Umsetzung des Netto-Null-Ziels und der mittelfristigen Etappenziele überwacht. Die Strategie ist anwendbar und bietet allen internen und externen Interessengruppen, insbesondere Mitarbeitern und Endnutzern, einen Rahmen, um die Ziele von PATRIZIA in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Daher ist sie für die gesamte Wertschöpfungskette und alle Regionen, in denen PATRIZIA tätig ist, anwendbar. PATRIZIA berücksichtigte die Interessen der Stakeholder bei der Festlegung der Richtlinie und stellte sicher, dass die bereitgestellte Strategie dem Leser konkrete Umsetzungsrichtlinien und -parameter bietet. Mit der Strategie legt PATRIZIA eine Basis für Kohlenstoffemissionen fest, um die Ziele für die Dekarbonisierung zu untermauern. Um das Handeln zu fördern, konzentriert sich das Dokument darauf, dem Leser konkrete Leitlinien und Parameter für die Umsetzung an die Hand zu geben. Die Strategie umfasst die Themen Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien. PATRIZIA zielt darauf ab, jedes Jahr ehrgeizige Fahrpläne für die Dekarbonisierung aufzustellen. Die Strategie ist auf der PATRIZIA Website öffentlich zugänglich und wird den Investoren auf Anfrage zugesandt. Der Leiter der Investment Division ist die ranghöchste Person, die für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich ist. Die Strategie verpflichtet dazu, durch die Umsetzung der Strategie das Pariser Abkommen und die Empfehlungen des IPCC zu respektieren.

Die Strategie von PATRIZIA basiert auf aktuellen Best Practices, einschließlich der Anwendung der Energiehierarchie, die Überlegungen für jede Phase des Lebenszyklus einer Anlage festlegt. Die Hierarchie konzentriert sich zunächst auf die Reduzierung der Energienachfrage, gefolgt von der Dekarbonisierung der Energiequellen und erst dann auf den Ausgleich der Restemissionen. Damit die Assets under Management als kohlenstofffrei angesehen werden können, müssen die folgenden Definitionen erfüllt sein:

Betriebsgebäude - wenn die mit der Betriebsenergie des Gebäudes verbundenen Kohlenstoffemissionen auf Jahresbasis null oder negativ sind. Ein CO 2 -neutrales Gebäude ist hoch energieeffizient und wird mit erneuerbaren Energiequellen vor Ort oder außerhalb des Gebäudes betrieben, wobei die verbleibende Kohlenstoffbilanz ausgeglichen wird.

Nettobau und größere Renovierungen - wenn die Menge an " ", die mit den Materialien und Bauarbeiten eines Gebäudes bis zur Fertigstellung verbunden ist, durch die Verwendung von Kompensationen null oder negativ ist.

E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten Dekarbonisierungshebel und Schlüsselaktionen - Minderung und Anpassung

Die wichtigsten Maßnahmen für PATRIZIA in Bezug auf die Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Anpassung an den Klimawandel und Klimaschutz sind die Nutzung von Munich Re und der CRREM-Analyse. Weitere Informationen zu beiden Maßnahmen finden Sie unter ESRS E1-IRO-1. MunichRe trägt direkt zur Erreichung der Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Anpassung bei, insbesondere in Bezug auf physische Klimarisiken. Die CRREM-Analyse hilft dabei, die Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu bewältigen. Beide Maßnahmen tragen auch indirekt zu den Auswirkungen, Risiken und Chancen im Hinblick auf den Klimaschutz bei. Darüber hinaus stehen beide Schlüsselmaßnahmen im Zusammenhang mit der Net Zero Carbon Strategie von PATRIZIA und tragen dazu bei, das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.

Ziel der CRREM-Analyse ist es, das geschätzte Risiko für "stranded assets" auf der Grundlage der Energieintensität (kWh/m 2 a) und der CO 2 -Intensität (kgCO 2 e/m 2 a) auf Vermögens- und Fondsebene zu untersuchen. Das Tool identifiziert Ausreißer, um Vermögenswerte mit hoher Auswirkung für weitere energetische Untersuchungen zu definieren. Im Einklang mit der Net Zero Carbon Strategie von PATRIZIA hat sich PATRIZIA auf den 1,5 °C-Pfad ausgerichtet. Daher ist dies die Standardeinstellung für alle CRREM-Bewertungen. Das Ergebnis der CRREM-Analyse, bekannt als "stranding asset time", ermöglicht eine Bewertung der Transitionsrisiken und des Umfangs der Dekarbonisierungsanforderungen. PATRIZIA führt regelmäßig Analysen und Aktualisierungen des Carbon Risk Real Estate Monitor (CRREM) für alle direkten Immobilieninvestitionen durch, um die Anfälligkeit seiner Assets under Management für Transitionsrisiken auf der Grundlage der Treibhausgasemissionsintensität zu bewerten. Die CRREM-Analyse erfordert keine nennenswerten Investitions- oder Betriebsausgaben, da es sich um eine interne Bewertung handelt und ihr keine direkten Investitions- oder Betriebsausgaben zugeordnet sind. Daher werden keine weiteren aktuellen oder zukünftigen Finanzmittel gemeldet.

Die physische Risikoanalyse wird mit dem "Location Risk Intelligence"-Modell von Munich Re durchgeführt. Dies umfasst eine Bewertung der Exposition gegenüber den wichtigsten klimabedingten Risikoarten wie Überschwemmungen, Wirbelstürme, extreme Hitze und extreme Kälte. Die Bewertung von Munich Re deckt die Unternehmensaktivitäten von PATRIZIA ab. Die Analyse wird jährlich durchgeführt. PATRIZIA hat Munich Re eine bestimmte Anzahl an finanziellen Ressourcen in Form von Betriebskosten zugewiesen, wird jedoch aus Gründen der Vertraulichkeit keine genauen Zahlen nennen. Munich Re wurden keine Investitionskosten zugewiesen.

PATRIZIA ist sich bewusst, dass die erfolgreiche Umsetzung von Munich Re und CRREM von der Verfügbarkeit und Zuweisung von Ressourcen abhängt. Der kontinuierliche Zugang zu Finanzmitteln und das Interesse der Kunden an Nachhaltigkeit sind ebenfalls entscheidend für die Umsetzung dieser Initiativen. Dies umfasst die Betriebskosten für Munich Re sowie finanzielle Mittel (und Kapazitäten), die es dem Nachhaltigkeitsteam ermöglichen, diese Maßnahmen sowohl für die Analyse von Munich Re als auch für CRREEM durchzuführen.

Die unten aufgeführten Maßnahmen sind ergänzende Maßnahmen, die sich auf den Investitionslebenszyklus beziehen. Die Maßnahmen sind nicht die wichtigsten Maßnahmen von PATRIZIA, daher werden die Mindestangabepflichten nicht erfüllt PATRIZIA - Auf Unternehmensebene hat PATRIZIA in 2023 eine unternehmensweite Richtlinie für Firmenwagen eingeführt, die den Ausstieg aus der Flotte mit fossilen Brennstoffen innerhalb von drei Jahren und den Aufbau einer Elektrofahrzeugflotte vorsieht.

PATRIZIA hat außerdem die interne Reiserichtlinie dahingehend erweitert, dass umweltfreundliche Transportmittel bevorzugt werden sollten, wie z. B. Zugfahren statt Fliegen, wo immer dies möglich ist, sowie spezifische Beschränkungen für Flug-, Straßen- und Bahnreisen in bestimmten Zeiträumen.

Beschaffung und Ankäufe

Im Rahmen der PATRIZIA ESG-Screening- und Ausschlussrichtlinie und als Unterzeichner der PRI- und UNGC-Grundsätze (United Nations Global Compact) vermeidet PATRIZIA Geschäfte mit Unternehmen, die mit umstrittenen Waffen oder Ländern in Verbindung stehen, in denen es zu schwerwiegenden Verstößen gegen die politische Stabilität, die Menschenrechte und die Religionsfreiheit kommt. Die Screening- und Ausschlussrichtlinie schließt auch bestimmte Unternehmen, Sektoren oder Einzelpersonen aus dem Anlageuniversum aus und wendet einen positiven Screening-Prozess an, um Investitionen zu lenken, wobei Best Practices angestrebt werden.

Immobilien - Alle potenziellen Ankäufe werden einer ESG-Due-Diligence-Prüfung unterzogen, um vor dem Erwerb ESG-Risiken und -Chancen auf der Ebene der Assets under Management zu ermitteln. Die Checkliste enthält wesentliche Feststellungen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf physische Risiken, Energie-, Wasser- und Abfallverbrauchsdaten, Risiken für die Biodiversität und Nachhaltigkeitszertifizierungen. Diese Risiken können dann in geeigneter Weise angegangen und in Investitionsvorschläge und Geschäftspläne zum Risikomanagement aufgenommen werden. Die Due-Diligence-Prüfung wird dann vom Investment Committee von PATRIZIA geprüft.

Infrastruktur - Alle potenziellen Investitionen müssen Daten zu den Kohlenstoffemissionen (Scope 1 & 2 Treibhausgasemissionen und Umsatzerlöse) erheben, die in die dem Investment Committee vorgelegte Risikoanalyse aufgenommen werden. Ein Rahmen für die Kohlenstoffintensität wird bei der Risikoanalyse des Investitionsstatus angewandt und erfordert, dass die Umsatzerlöse als rot, gelb oder grün eingestuft werden 13. Diese Einstufung bestimmt, welche Maßnahmen das Investment Committee bei der Zusage von Genehmigungen ergreifen muss.

Entwicklung und Renovierung

Immobilien - PATRIZIA hat länderspezifische operative 2-, "embodied carbon" - und Wasserziele sowie Anforderungen an bewährte Verfahren für alle PATRIZIA-Entwicklungen in Übereinstimmung mit einer Nachhaltigkeitsmatrix festgelegt.

Infrastruktur - Die Infrastruktur Assets under Management verfügt über ESG-Implementierungsrichtlinien, die ein 9-stufiges Rahmenwerk zur Sicherstellung der Einbeziehung von ESG-Überlegungen während des gesamten Lebenszyklus der Anlagen umfassen.

Operatives Vermögen - Fondsmanagement

PATRIZIA hat einen standardisierten Ansatz für alle Fonds zur Umsetzung einer ESG-Richtlinie und ermöglicht es dem Fondsmanager und dem Kunden/Investor, ein ESG-Ambitionsniveau auszuwählen, wobei fünf verschiedene Compliance-Niveaus in einer Matrix festgelegt sind. Die ESG-Richtlinie für Fonds ist ein standardisierter Ansatz, den alle Fonds übernehmen können, um die systematische Integration des Nachhaltigkeitsrisikomanagements voranzutreiben, einschließlich der laufenden Bewertung, Messung und Verbesserung aller klimabezogenen Risiken. Die ESG-Richtlinie für Fonds ist für die vor- oder nachgelagerte Wertschöpfungskette nicht relevant. Der Leiter der Investment Division ist die ranghöchste Person bei PATRIZIA, die für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich ist. Durch die Berücksichtigung von ESG-bezogenen Risiken und Chancen strebt PATRIZIA die Einbeziehung wesentlicher ESG-Faktoren in Investitionsentscheidungen an. Die ESG-Richtlinie für Fonds ist im internen Intranet von PATRIZIA für relevante Mitarbeiter zugänglich und kann von diesen umgesetzt werden.

PATRIZIA erstellt außerdem interne Klimarisikoberichte auf Fondsebene für alle Fonds, die jährlich veröffentlicht werden. Die Berichte hinterfragen und verbessern das Verständnis des wahrscheinlichen Verhaltens des Portfolios unter verschiedenen Szenarien und bieten eine Grundlage für Maßnahmen.

Operatives Vermögen - Vermögensverwaltung

Immobilien - PATRIZIA verfügt über ein Netzwerk von ESG-Champions, dem über 25 Mitarbeiter aus verschiedenen Regionen der Investment Division angehören, die sich der Unterstützung der Umsetzung von ESG-Zielen und -Strategien während des gesamten Investitionslebenszyklus widmen. Die ESG-Champions für Vermögensverwaltung sind für die Analyse der Leistung jedes Vermögenswerts, die Leitung der ESG-Integration, die Förderung der ESG-Berichterstattung und -Compliance auf Produktebene, die Unterstützung der Datenerfassung, die Erfassung von Fallstudien und die ESG-Berichterstattung verantwortlich.

Das ESG-Toolkit dient als strategischer ESG-Aktionsplan und Scorecard. Das Toolkit bietet einen internen Maßstab und identifiziert potenzielle ESG-Schwerpunktmaßnahmen für Vermögenswerte, einschließlich der Nachverfolgung von Energiezertifikaten und Dekarbonisierungsplänen. Das Toolkit gewährleistet die Übereinstimmung mit den ESG-Richtlinien auf Fondsebene und unterstützt die Identifizierung und Priorisierung von ESG-Maßnahmen sowie die Dekarbonisierungsplanung.

Gegebenenfalls werden Netto-Nullenergie-Audits für Vermögenswerte durchgeführt, um Pläne für Verbesserungen der Dekarbonisierungspläne aufzustellen.

Im Jahr 2024 begann PATRIZIA mit der Einführung von Deepki (einer ESG-Datenmanagement-Plattform), um eine bessere Datenverfügbarkeit, Berichtsmöglichkeiten und aktuelle Daten zu ermöglichen.

13 Die Schwellenwerte für einen roten, gelben oder grünen Status sind folgende: rot - mehr als 225 Tonnen/1M EUR Umsatzerlöse; gelb - bis zu 225 Tonnen/1M EUR Umsatzerlöse; grün -bis zu 100 Tonnen/1M EUR Umsatzerlöse.

PATRIZIA verwendet das CRREM-Tool zur Bewertung der Transitionsrisiken und MunichRe zur Bewertung der physischen Risiken. Bitte lesen Sie den obigen Abschnitt, um mehr über die Instrumente zu erfahren.

Infrastruktur - Für alle Portfoliounternehmen werden in der Investitionsphase nach der Integration Nachhaltigkeitsfahrpläne mit den zugrunde liegenden Sanierungsprojekten erstellt. Diese Roadmaps adressieren alle klimabezogenen Risiken, die während des Investitionsprozesses identifiziert wurden. PATRIZIA unterzieht alle ihre Portfoliounternehmen aus dem Sektor Infrastruktur einer jährlichen Berichterstattung über die Risiken des Klimawandels. Das Hauptziel dieses Prozesses ist es, Klimarisiken und -chancen sowohl auf Asset- als auch auf Portfolioebene zu identifizieren und zu bewerten.

PATRIZIA hat 2024 die Reporting21-Plattform (ESG-Datenmanagementplattform) in seinem gesamten Infrastrukturportfolio eingeführt. Das Tool hat den Datenerfassungsprozess standardisiert, die Transparenz erhöht und die Berichterstattung unterstützt. Es wird auch im aktiven Asset-Management als systematischer Bewertungsrahmen eingesetzt, der die Grundlage für Diskussionen mit den Vermögenswerten bildet, um Sanierungsprojekte zu identifizieren und zu priorisieren.

Erreichte THG-Emissionsreduzierungen

PATRIZIAs Unternehmensbilanz: Unter Verwendung tatsächlicher Daten und Schätzungen (basierend auf der Leistung pro Vollzeitäquivalent) verzeichnete PATRIZIA im Geschäftsjahr 2024 einen Rückgang der Unternehmensemissionen um 1 %. Dies ist auf einen geringeren Energieverbrauch in den Büros zurückzuführen, der durch einen Anstieg der Reiseemissionen ausgeglichen wurde. Eine vollständige Aufschlüsselung finden Sie in E1-6.

Erwartete Verringerung der THG-Emissionen

Es wird erwartet, dass die THG-Emissionen des Unternehmens weiter sinken werden, was auf die Umsetzung der Richtlinien für Firmenfahrzeuge zurückzuführen ist, die bis 2027 alle nicht-elektrischen Fahrzeuge abschaffen werden. PATRIZIA wird auch weiterhin Einfluss auf die Reduzierung der THG-Emissionen in unseren Büros nehmen, indem man Verhaltensänderungen durch Öffentlichkeitsarbeit fördert, die Umsetzung der Reiserichtlinie sicherstellt und bei Umzügen energieeffiziente Büros wählt (wo möglich). PATRIZIA kann die erwartete Reduzierung der Treibhausgasemissionen seiner Unternehmensemissionen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht quantifizieren.

Es wird erwartet, dass die betrieblichen THG-Emissionen durch Verbesserungsmaßnahmen an den Anlagen weiter sinken werden. Dazu gehören u. a.: Wechsel zu Anbietern erneuerbarer Energien, Verbesserungsarbeiten an den Anlagen zur Steigerung der Effizienz (z. B. Austausch von LED-Leuchten), Einführung von PV-Technologie und Engagement der Mieter.

E1-4 - Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

Wie in der Net Zero Carbon Strategie dargelegt, hat sich PATRIZIA vier ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, von denen eines die Verpflichtung beinhaltet, bis spätestens 2040 CO 2 -Neutralität zu erreichen, und zwar vor dem im Pariser Abkommen festgelegten Ziel für die Mitte des Jahrhunderts. Daher handelt es sich hierbei um ein absolutes Ziel, das die eigenen Aktivitäten und das direkte Betriebsvermögen von PATRIZIA (entsprechend den Scope 1-3 Emissionen der PATRIZIA SE) abdeckt. Die Stakeholder wurden nicht in die Festlegung des Ziels einbezogen.

Im Rahmen des CO 2 -Neutralitäts-Ziels von PATRIZIA bis 2040 ist ein wichtiger Meilenstein das mittelfristige Ziel, die CO 2 -Intensität bis 2030 zu reduzieren. In Bezug auf dieses mittelfristige Ziel ist 2019 das Basisjahr von PATRIZIA und der Basiswert beträgt 39,3 kgCO 2 /m 2 /a für PATRIZIA-Immobilieninvestitionen. Der Basiswert ist repräsentativ für einen branchenweiten Basiswert unter Verwendung von CRREM-Daten, weshalb PATRIZIA keine tatsächlichen Daten auf der Grundlage der eigenen Geschäftstätigkeit für 2019 vorlegen kann. PATRIZIA legt jedes Jahr eine neue Basis fest, um die Diversität und den Wandel der verschiedenen Anlageklassen widerzuspiegeln.

Das Ziel steht im Einklang mit dem Pariser Abkommen und den Empfehlungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Das Ziel steht im Zusammenhang mit Umweltfragen und basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist jedoch kein spezifisch wissenschaftlich fundiertes Ziel. Die Zielmethodik hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert, aber PATRIZIA hat eine neue Basis festgelegt, um die Zusammensetzung der aktuellen Assets under Management widerzuspiegeln.

Leistung im Vergleich zum mittelfristigen Ziel der CO 2 -Intensität - Basierend auf den tatsächlichen Daten und der durchgeführten CRREM-Analyse (unter Verwendung von EPC-Daten, Verbrauchsdaten und Energieaudits) ist PATRIZIA für die analysierten Vermögenswerte in Höhe von 7 Mrd. EUR auf dem besten Weg, eine Reduzierung um ca. 39% gegenüber den branchenweiten Basiszahlen von 2019 zu erreichen. Die Leistung entspricht den anfänglichen Leistungserwartungen, mit dem mittelfristigen Ziel, die Kohlenstoffintensität bis 2030 um 50% zu reduzieren. PATRIZIA wird die Qualität und Quantität der Daten in den kommenden Jahren weiter verbessern, um eine genaue Überwachung und Verbesserungen (soweit zutreffend) zu gewährleisten. Die obigen Ausführungen zeigen, wie PATRIZIA die Wirksamkeit der Net Zero Carbon Strategie und der in E1-3 genannten Schlüsselmaßnahmen anhand seiner Ziele verfolgt.

Einschränkungen: Die Einschränkungen des dargestellten Fortschritts ergeben sich aus Annahmen, die im Rahmen der CRREM-Analyse getroffen wurden, einschließlich der Verwendung von Daten wie EPCs und Energieaudits, wenn keine Verbrauchsdaten verfügbar sind. Darüber hinaus repräsentieren die Zahlen aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit für das erste Jahr der CSRD-Berichterstattung einen Immobilienmarktwert von 7 Mrd. EUR.

Die Leistungsziele und -kennzahlen werden zu diesem Zeitpunkt noch nicht von einer externen Stelle validiert.

PATRIZIA hat auch mittelfristige Etappenziele mit unterschiedlichen Zeitrahmen festgelegt (siehe E1-1), um das Gesamtziel für 2040 zu erreichen. Diese ehrgeizigen Ziele sollen sicherstellen, dass PATRIZIA den sich entwickelnden Marktbedingungen im Vorgriff auf Veränderungen der Vorschriften gerecht wird. Diese können in E1 nachgelesen werden.

E1-5 Energieverbrauch und Energiemix

Aufgrund des Zeitplans für den Geschäftsbericht 2024 und der Einschränkungen bei der Datenbeschaffung ist die Darstellung des Energieverbrauchs von PATRIZIA nur in Anlehnung an die ESRS abgestimmt.

Die folgende Tabelle enthält Informationen zum Energieverbrauch von PATRIZIA. Die Angaben beziehen sich auf die eigene Geschäftstätigkeit und beinhalten nicht den Verbrauch in Verbindung mit den Assets under Management. Da für 2024 keine Daten verfügbar sind, handelt es sich bei den dargestellten Daten um die Leistung des Geschäftsjahres 2023, die 65% der Vollzeitstellen entspricht. Die Exposition gegenüber fossilen Brennstoffen bezieht sich nur auf den Brennstoffverbrauch aus Gas, ohne Verbrauch aus Kohle, Kohleprodukten, Rohöl oder anderen fossilen Brennstoffquellen.

Verbrauchsdaten 2023

Kraftstoffverbrauch für erneuerbare Energiequellen Gekaufte erneuerbare Energie Selbst erzeugte erneuerbare Energie (ohne Brennstoffe) Verbrauch aus fossilen Quellen Verbrauch aus nuklearen Quellen Nicht definiert/ anderere nicht erneuerbare Energie (z. B. Fernwärme)
Unternehmensfußabdruck (kwh) 0 655.105 0 12.636 0 746.488
Unternehmensfußabdruck (%) 0% 46% 0% 1% 0% 53%
Gesamt Abdeckung
Unternehmensfußabdruck (kwh) 1.414.229 65% FTE
Unternehmensfußabdruck (%) 100% n.a

E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen

Aufgrund des Zeitplans für den Geschäftsbericht 2024 und der Einschränkungen bei der Datenbeschaffung ist die Darstellung der Brutto-Scope-1-, 2- und 3-Emissionen von PATRIZIA nur in Anlehnung an die ESRS abgestimmt.

Der Umfang der CO 2 -Emissionen von PATRIZIA basiert auf bewährten Verfahren und umfasst die wesentlichsten Emissionsquellen, die sowohl aus dem Geschäftsbetrieb als auch aus den Investitionsaktivitäten von PATRIZIA resultieren.

Zwischen den Berichtszeitpunkten der Unternehmen und dem Datum des Jahresabschlusses sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten und es haben sich keine Veränderungen der Umstände ergeben.

Ermittlung relevanter Scope-3-Aktivitäten: Die relevanten Scope-3-Emissionen wurden anhand der Leitlinien des GHG Protocol Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard (Version: 2011) definiert.

Scope 3 Emissionen

Eingekaufte Waren und Dienstleistungen Ja Enthalten
Anlagegüter Nein Nicht relevant
Energie und brennstoffbezogene Aktivitäten (nicht in Zusammenhang mit Scope 1 und 2) Nein Nicht relevant, jegliche Energie und brennstoffbezogenen Aktivitäten (nicht in Zusammenhang mit Scope 1 und 2) sind bei den auf "Investitionen" Emissionen enthalten
Vorgelagerter Transport und Distribution Nein Nicht relevant
Abfall, der im Betrieb entsteht Ja Nicht wesentlich
Geschäftsreisen Ja Enthalten
Pendeln der Mitarbeiter Nein Nicht anwendbar, da PATRIZIA keine Möglichkeit zur Einflussnahme hat, als außerhalb des Geltungsbereichs liegend erachtet
Angemietete oder geleaste Sachanlagen Nein Nicht relevant
Transport und Distribution verkaufter Produkte Nein Nicht relevant
Verarbeitung verkaufter Produkte Nein Nicht relevant
Verwendung verkaufter Produkte Nein Nicht relevant
Behandlung verkaufter Produkte am Ende ihrer Lebensdauer Nein Nicht relevant
Vermietete oder verleaste Sachanlagen Nein Nicht relevant, Emissionen im Zusammenhang mit von PATRIZIA verwalteten Vermögenswerten werden in der Kategorie Investitionen berücksichtigt
Franchises Nein Nicht relevant
Investitionen Nein Berücksichtigen die Emissionen von direkt gehaltenen Assets under Management

Fußabdruck des Unternehmens

Die Emissionen wurden gemäß den Empfehlungen des GHG-Protokolls berechnet.

Maßgebliche Annahmen

Scope PATRIZIA Erfasste Daten Datenerfassung Schätzungen, die ggf. verwendet werden
Scope 1 Direkte Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Gasheizungen 100% tatsächliche Daten für die Bereiche, in denen Gasheizungen bekannt sind. Büros mit bekannter Gasbelastung, entspricht 1 Büro, was 1% der Vollzeitäquivalente entspricht Nicht zutreffend, da nur ein Büro mit Gasheizung unter Unternehmensrisiko identifiziert wurde
Scope 2 Eingekaufter Strom und Fernwärme für Büros 2024: 38% tatsächliche und 62% geschätzte 2023: Für Büros, bei denen die Aufteilung von Strom und Heizung nicht bekannt ist, basieren die Schätzungen auf Strom und Fernwärme
65% tatsächliche und 35% geschätzte. Schätzungen basieren auf Vollzeitäquivalenten Wenn keine Daten verfügbar sind, werden die Daten auf der Grundlage von Vollzeitäquivalenten geschätzt, um eine 100-prozentige Abdeckung zu erreichen
Scope 3 (Purchased Goods & Services) Die Zahlen entsprechen dem Aufwand für bezogene Leistungen im Jahresbericht 100% geschätzte Daten für GJ23 und GJ24 Es wurde eine ausgabenbasierte Methode unter Verwendung von Faktoren des DEFRA für Scope-3-Emissionen angewendet.
Scope 3 (Business Travel) Flugreisen, Zugreisen 2024: 89% tatsächliche Flugdaten, 11% geschätzt. 60% tatsächliche Zugdaten, 40% geschätzt. Schätzungen basieren auf der Leistung in Vollzeitäquivalenten
2023:
65% tatsächliche und 35% geschätzte Daten.
Schätzungen basieren auf FTE
Scope 3 (Investments) PATRIZIA verwaltete Vermögenswerte 0% n/a - keine Daten verfügbar
Scope Einschränkungen Emissionsfaktorquelle
Scope 1 Da nicht für alle Büros die Heizungsart bekannt ist, liegen die Gasemissionen nur für Spanien vor. CRREM
Scope 2 Aufgrund der geringen Abdeckung durch tatsächliche Daten unterliegen die dargestellten Daten Schätzungen, die möglicherweise nicht die tatsächliche Leistung widerspiegeln CRREM, IEA und länderspezifische Datenbanken (z. B. Energieministerium des Vereinigten Königreichs)
Scope 3 (Purchased Goods & Services) Die ausgabenbasierte Methode ist nur eine Schätzung und gibt möglicherweise nicht die tatsächlichen Emissionen an DEFRA
Scope 3 (Business Travel) Aufgrund von Schätzungen und Daten zu Firmenwagen geben die Emissionen möglicherweise nicht die tatsächlichen Emissionswerte an BEIS und Europäische Umweltagentur
Scope 3 (Investments) Aufgrund von Einschränkungen bei der Datenqualität und den Datenrechten von Mieterdaten wird PATRIZIA diese nicht als Teil der Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2024 vorlegen n/a - keine Daten verfügbar

THG Emissionen

Basisjahr Retrospektiv 2023 2024 Veränderung
in %
Brutto-THG-Emissionen aus Scope 1 (tCO 2 eq) nicht verfügbar 2.31 2.01 -13%
Prozentsatz der THG-Emissionen aus Scope 1 aus regulierten Emissionshandelssystemen (%) nicht verfügbar 0% 0% 0%
Brutto-THG-Emissionen aus Scope 2 (tCO 2 eq) nicht verfügbar 563 488 -13%
Gesamte indirekte THG-Emissionen (Scope 3) (tCO 2 eq) nicht verfügbar 2,431 2,484 2%
1. Gekaufte Waren und Dienstleistungen nicht verfügbar 2,130 2,062 -3%
6. Geschäftsreisen nicht verfügbar 301 422 40%
15. Investitionen nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar nicht verfügbar
Gesamte standortbezogene THG-Emissionen (tCO 2 eq) nicht verfügbar 2996 2974 -1%

Es gibt keine biogenen CO 2 -Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse, die in den Scope-1-THG-Emissionen enthalten sind. In diesem Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Veränderungen in der Definition der Wertschöpfungskette von PATRIZIA.

E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO 2 -Zertifikate

PATRIZIA hat keine Projekte zur Reduzierung oder Vermeidung von Treibhausgasen, die durch Emissionsgutschriften finanziert werden.

Im Zusammenhang mit dem Ziel "Netto-Null bis 2040" kann PATRIZIA in Zukunft auf Projekte zur Reduzierung und Beseitigung von Treibhausgasen zurückgreifen, die durch Emissionsgutschriften finanziert werden, um Restemissionen auszugleichen, die nicht durch Umsetzungsmaßnahmen neutralisiert werden können.

E1-8 Interne CO 2 -Bepreisung

PATRIZIA wendet auf Unternehmensebene keine internen Verrechnungspreise für CO 2 an.

E1-9 Erwartete finanzielle Effekte wesentlicher physischer Risiken und Übergangsrisiken sowie potenzielle klimabezogene Chancen

Die finanziellen Auswirkungen von physischen Risiken und Transitionsrisiken hängen von vielen Teilfaktoren ab und die Risiken sind mit vielen anderen Risiken im Geschäft verflochten, daher ist die Angabe einer finanziellen Prognose zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. PATRIZIA hat sich dafür entschieden, die finanzielle Auswirkung wesentlicher physischer Risiken und Transitionsrisiken sowie potenzieller klimabezogener Chancen nicht zu berücksichtigen und von der Möglichkeit des Phase-in Gebrauch zu machen.

ESRS E2 Umweltverschmutzung

ESRS E2 IRO - 1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

Als Immobilienunternehmen hat PATRIZIA vor allem mit Asbest, PCB und PFAS zu kämpfen, die sich auf die Vermögenswerte auswirken. Durch die enge Zusammenarbeit mit Immobilienverwaltern, externen Beratern und Mietern kann PATRIZIA die besorgniserregenden Stoffe und die Verschmutzung reduzieren. PATRIZIA hat keine Konsultationen mit den betroffenen Gemeinden zum Thema Umweltverschmutzung durchgeführt.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von PATRIZIA ergab, dass Umweltverschmutzung (ESRS E2) ein wesentliches Thema ist, dessen besorgniserregende Stoffe von den Stakeholdern als ein wesentliches Unterthema für Assets under Management im Bereich Immobilien anerkannt werden.

Umweltverschmutzung wird innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeit nicht als wesentliches Thema angesehen, da das Thema die nachgelagerte Wertschöpfungskette betrifft. Auch für das Infrastrukturportfolio werden Umweltverschmutzung und bedenkliche Stoffe nicht als wesentliche Themen angesehen. Der Grund dafür ist, dass alle Anlagen nach dem Verbot von Asbest/PCB gebaut wurden und die bedenklichen Stoffe daher bereits aus dem Verkehr gezogen wurden. Darüber hinaus ist die Verwendung gefährlicher Materialien im Infrastrukturportfolio begrenzt. Daher konzentriert sich ESRS E2 auf Immobilienvermögen, das im Auftrag von Kunden verwaltet wird.

Im Folgenden werden die angenommenen und potenziellen Risiken, Chancen und Auswirkungen im Zusammenhang mit der Umweltverschmutzung in der nachgelagerten Wertschöpfungskette von PATRIZIA dargestellt.

Auswirkungen der Umweltverschmutzung, Risiken und Chancen

Besorgniserregende Stoffe
Positive Auswirkungen Die Verpflichtung zur Verwendung asbest- und PCB-freier Materialien bei allen neuen Entwicklungen und Renovierungen reduziert zukünftige Gesundheitsrisiken.
Bewährte Verfahren im Umgang mit Asbest fördern die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner und der Allgemeinheit.
Risiko Wenn bedenkliche Stoffe wie Asbest entdeckt werden, kann dies zu erheblichen Sanierungskosten führen. Dies kann wiederum zu höheren Versicherungsprämien und einem geringeren Marktwert der Immobilie führen. Dies kann auch weitere finanzielle Auswirkungen haben, wie z. B. die Abschreckung potenzieller Käufer und die Beeinträchtigung der Marktfähigkeit der Immobilie.

E2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

PATRIZIA hat keine eigenständige Richtlinie zu besorgniserregenden Stoffen, das Thema wird jedoch durch die Mindeststandards für Transaktionen in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren (Abschnitt 4.1.2. Transaktionen) abgedeckt. Wie in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren dargelegt, führt PATRIZIA eine ESG-Due-Diligence-Prüfung durch, die sich an der Due-Diligence-Checkliste von PATRIZIA orientiert, um wesentliche ESG-bezogene Risiken und Chancen vor dem Erwerb zu identifizieren und sicherzustellen, dass sie durch angemessene Verfahren gemanagt werden. PATRIZIA berücksichtigt die Ergebnisse der ESG-Due-Diligence bei Investitionsvorschlägen und legt gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen in einem Vermögensgeschäftsplan fest, um wesentliche Risiken zu steuern. Die ESG-Due-Diligence wird bei allen potenziellen Ankäufen und Entwicklungsprojekten durchgeführt. Weitere Informationen zur Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren finden Sie in ESRS 2 SBM-1. Die Due-Diligence-Prüfung deckt Folgendes ab, um sicherzustellen, dass bedenkliche Stoffe begrenzt oder schrittweise aus dem Verkehr gezogen werden:

Legen Sie einen Auszug aus dem Kataster der kontaminierten Flächen vor.

Gibt es eine Kontamination des Geländes? Legen Sie ein Bodengutachten vor.

Gibt es eine Verunreinigung des Grundwassers?

Gibt es eine Kontamination des Gebäudes?

Gibt es einen Hinweis auf Asbest?

Umweltprüfung I durchführen.

Führen Sie Umweltprüfung II durch (nur erforderlich, wenn mindestens ein negatives Ergebnis der Umweltprüfung I vorliegt).

Erstellung eines Berichts über PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

Erstellung eines Berichts über PCB (polychlorierte Biphenyle).

Erstellung des OVK-Berichts (Obligatorisches Lüftungssystem).

Durchführung von Radonmessungen

Notfälle sind höchst unwahrscheinlich, da bedenkliche Stoffe im Rahmen der Sorgfaltspflicht aufgespürt werden, was zu deren Sanierung oder Überwachung führt. Wenn sie auftreten, wird PATRIZIA die Begrenzung und die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt durch Sanierung oder Überwachung kontrollieren.

E2-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

Maßnahmen in Bezug auf bedenkliche Stoffe werden bei jedem einzelnen Geschäft festgelegt. Die oben genannte Checkliste für die ESG-Due-Diligence wird bei jedem Erwerb angewendet. Wenn die Due-Diligence-Prüfung ergibt, dass bedenkliche Stoffe vorhanden sind, wird das Projektteam von PATRIZIA durch beauftragte Berater über das Risikoniveau informiert und darüber, ob der Stoff überwacht oder saniert werden muss. Wenn eine Sanierung erforderlich ist und die Kosten die Transaktion nicht behindern, wird ein ausreichendes Budget in den Geschäftsplan des Objekts aufgenommen. Während der Haltedauer sind die Immobilienverwalter für die Überwachung der bedenklichen Stoffe verantwortlich.

Es ist zu beachten, dass besorgniserregende Stoffe aufgrund des Abbaus von besorgniserregenden Stoffen in der EU höchstwahrscheinlich nur noch in bereits vorhandenen Vermögenswerten vorhanden sind. Die gesetzlichen Anforderungen für bedenkliche Stoffe in europäischen Ländern richten sich in erster Linie nach den Richtlinien der Europäischen Union, die von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Die EU-Richtlinie verbot 2005 die Verwendung und Vermarktung asbesthaltiger Produkte und die Mitgliedstaaten mussten dies bis April 2006 in nationales Recht umsetzen. Daher sind bedenkliche Stoffe nur für den Erwerb von Gebäuden, die vor 2005 gebaut wurden, ein wichtiges Thema und nicht für aktuelle Entwicklungsprojekte.

Wurden besorgniserregende Stoffe identifiziert, werden sie gemäß den gesetzlichen Bestimmungen behandelt, um die Sicherheit der Standortnutzer und die Einhaltung der geltenden Vorschriften zu gewährleisten. PATRIZIA und externe Berater, die die Due-Diligence-Prüfung durchführen, verfolgen die Gesetzgebung in allen Rechtsordnungen und die Anwendbarkeit neuer Vorschriften für bedenkliche Stoffe. Was die Wertschöpfungskette anbelangt, so wird die Einbindung der vorgelagerten Wertschöpfungskette von den Immobilienverwaltern vorgenommen, und die Einbindung der Mieter wird von PATRIZIA nach der Due-Diligence-Prüfung durchgeführt, wenn Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind. In den meisten Fällen ist ein Engagement von PATRIZIA in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette jedoch nicht erforderlich.

PATRIZIA wird keine Angaben zu den aktuellen und zukünftigen finanziellen Ressourcen machen, da es eine Thematik innerhalb der nachgelagerten Wertschöpfungskette betrifft. Es ist zu beachten, dass bedenkliche Stoffe nur für den Erwerb von Gebäuden, die vor 2005 entwickelt wurden, ein wesentliches Thema sind und für Entwicklungsprojekte nicht wesentlich sind. Daher wird es nur eine begrenzte Anzahl erworbener Vermögenswerte geben, denen aktuelle und zukünftige finanzielle Ressourcen zugewiesen werden. Die Bemühungen von PATRIZIA, aktuelle und zukünftige Ressourcen zu erhalten, die der nachgelagerten Wertschöpfungskette zugewiesen werden, werden jedoch nach dem Due-Diligence-Prozess vom Investment Committee geprüft. PATRIZIA geht davon aus, dass bedeutende CapEx-Projekte vorliegen, wenn die CapEx-Maßnahmen oder die Instandhaltung für bereits erworbene Vermögenswerte 10 Mio. EUR oder 10% des Marktwerts im Vergleich zum genehmigten Geschäftsplan (abgeschlossen nach der Due-Diligence-Checkliste) übersteigen. Die aktualisierten Annahmen des Geschäftsplans müssen dann vom Investment Committee genehmigt werden. In Bezug auf die OpEx wird davon ausgegangen, dass die OpEx-Maßnahmen allein keine signifikanten Beträge übersteigen und daher in den oben genannten CapEx-Projekten enthalten sind.

E2-3 Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

PATRIZIA hat keine spezifischen Zielvorgaben für Verschmutzungen oder bedenkliche Stoffe festgelegt, da die Stoffe entweder in der Due-Diligence-Phase saniert oder von den Immobilienverwaltern überwacht werden. Dieser proaktive Ansatz stellt sicher, dass potenzielle Risiken effektiv gehandhabt werden, ohne dass spezifische Zielvorgaben erforderlich sind. Darüber hinaus ist es für PATRIZIA nicht gesetzlich vorgeschrieben, Ziele in Bezug auf Umweltverschmutzung festzulegen. Die Vermeidung von bedenklichen Stoffen wird eher als eine Frage der Kontrolle als ein zielorientiertes wesentliches Thema betrachtet. Daher werden von PATRIZIA keine Ziele festgelegt oder verfolgt. PATRIZIA misst die Wirksamkeit seiner Richtlinien und Maßnahmen in Bezug auf die IROs nicht.

E2-5 Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe

Die Datenpunkte zu besorgniserregenden Stoffen werden nicht gemeldet, da sie die nachgelagerte Wertschöpfungskette von PATRIZIA betreffen. PATRIZIA hat diese Informationen für seine nachgelagerte Wertschöpfungskette nicht erhalten, und zwar aus dem in E2-3 genannten Grund, dass Stoffe entweder in der Due-Diligence-Phase saniert oder von den Immobilienverwaltern überwacht werden und daher nicht messbar sind. PATRIZIA hat derzeit nicht vor, diese Informationen in Zukunft zu beschaffen. Darüber hinaus sind besorgniserregende Stoffe, wie bereits erwähnt, nur für den Erwerb von Gebäuden, die vor 2005 entwickelt wurden, ein wesentliches Thema und nicht für Entwicklungsvermögen, weshalb die Verfolgung von Kennzahlen als nicht anwendbar erachtet wird.

E2-6 Erwartete finanzielle Effekte durch Auswirkungen, Risiken und Chancen im

PATRIZIA hat sich dafür entschieden, die Übergangsregelung in Anspruch zu nehmen, um die finanziellen Auswirkungen von umweltbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen nicht zu berücksichtigen.

ESRS E3 Wasser- und Meeresressourcen

IRO-1. Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen

Süßwasser ist eine endliche Ressource, die für das menschliche Wohlergehen unerlässlich ist. Wasserverbrauch und -entnahme müssen berücksichtigt werden, da sie zu Wasserknappheit führen können, die durch den Klimawandel noch verschärft wird. Nachhaltige Wasserbewirtschaftungspraktiken sollen die Ressourcen für künftige Generationen sichern.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von PATRIZIA ergab, dass Wasser und Meeresressourcen (ESRS E3) ein wesentliches Thema ist, wobei Wasser, Wasserverbrauch und Wasserentnahme von den Stakeholdern als wesentliches Unterthema und Unter-Unterthema anerkannt werden.

Dieses Kapitel konzentriert sich auf den Wasserverbrauch und die Wasserentnahme von Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen auf der Ebene der Assets under Management. Auf Unternehmensebene (PATRIZIA) wird Wasser nicht als wesentliches Thema angesehen und ist Teil der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Aufgrund seiner Natur als Investment Manager verbraucht PATRIZIA im Vergleich zu Branchen wie der verarbeitenden Industrie oder der Landwirtschaft keine nennenswerte Menge Wasser im täglichen Betrieb. Dennoch ist anzumerken, dass die Richtlinie für

verantwortungsbewusstes Investieren (Corporate Operations) vorschreibt, dass PATRIZIA sich bemüht, die

Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu reduzieren, einschließlich des Managements des Ressourcenverbrauchs durch den effizienten Betrieb von Gebäuden und durch die Förderung eines positiven Verhaltens der Mieter, was auch den Wasserverbrauch/-entnahme einschließt. PATRIZIA hat keine Konsultationen mit den betroffenen Gemeinden durchgeführt und hält sie aufgrund des begrenzten Einflusses, den PATRIZIA auf den Wasserverbrauch und die Wasserentnahme durch die Mieter hat, für nicht anwendbar.

Die wichtigsten positiven Auswirkungen im Zusammenhang mit Wasser und Wasserverbrauch/-entnahme sind:

Auswirkungen auf das Wasser, Risiken und Chancen

Wasserverbrauch und Wasserentnahme
Positive Auswirkungen Die Reduzierung des Wasserverbrauchs trägt zum Erhalt natürlicher Ökosysteme und der Artenvielfalt bei. Dadurch werden die Auswirkungen von Dürren und Wasserknappheit gemildert und die Widerstandsfähigkeit der Umwelt erhöht.
Die Umsetzung effizienter Wassermanagementpraktiken (wie z. B. Wasser sparende Armaturen oder Wasserrecycling) senkt die Wasser- und Betriebskosten und zeigt Investoren, dass ein Unternehmen umweltbewusst handelt und den Wasserverbrauch im Griff hat.

E3-1 Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen

Immobilien - Wasserverbrauch und Wasserentnahme sind für alle Fonds in der ESG-Richtlinie für Fonds und in der REDMatrix (Real Estate Development) für nachhaltige Entwicklung enthalten, die sich nur auf neue Immobilienentwicklungsprojekte bezieht. Die ESG-Richtlinie für Fonds strebt eine vollständige Erfassung der Wasserverbrauchsdaten an, wo dies möglich ist, und die Matrix für nachhaltige Entwicklung gibt die Richtung für die Gestaltung aller beteiligten Teams vor und enthält Wassernutzungsziele, was zu den oben genannten positiven Auswirkungen beiträgt. Weitere Informationen zur ESG-Richtlinie für Fonds finden Sie in ESRS E1-3. Die Matrix für nachhaltige Entwicklung legt Ziele fest, die sich auf drei wichtige Nachhaltigkeitskennzahlen für Entwicklungsprojekte konzentrieren - "embodied carbon", Betriebsenergie und Betriebswasser. Die Matrix berücksichtigt die Unterschiede in der Gesetzgebung und den Standards für Nachhaltigkeit in den europäischen Ländern und legt dann länderspezifische Ziele fest. Die Ziele sind aktuell und auf länderspezifische Werte zugeschnitten, wodurch die Übereinstimmung mit den lokalen Anforderungen und den globalen Nachhaltigkeitszielen sichergestellt wird. Die Matrix ist direkt auf die positiven Auswirkungen der Reduzierung des Wasserverbrauchs und der Umsetzung effizienter Wassermanagementpraktiken in neuen Entwicklungsprojekten ausgerichtet. Wie bereits erwähnt, deckt die Matrix nur neue Immobilienentwicklungsprojekte ab und bezieht sich daher auf die nachgelagerte Wertschöpfungskette. Darüber hinaus werden die drei Zielgruppen innerhalb der Matrix nach Standort und Sektor aufgeschlüsselt. Der Leiter der Immobilienentwicklung ist die höchste Führungsebene, die für die Umsetzung der Matrix verantwortlich ist. Die Richtlinie befasst sich nicht mit der Wasseraufbereitung als einem Schritt hin zu einer nachhaltigeren Wasserbeschaffung. Die Matrix wird intern über das PATRIZIA-Intranet zur Verfügung gestellt. Andere Interessengruppen erhalten die Matrix per E-Mail von PATRIZIA an den entsprechenden Auftragnehmer.

Infrastruktur - Für den Bereich Infrastruktur verfügt PATRIZIA nicht über eine spezifische Richtlinie über Wasser oder Wasserverbrauch-/Wasserentnahme. Das Rahmenwerk der PATRIZIA für verantwortungsbewusste Investitionen in die Infrastruktur (PIRIF), das in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren enthalten ist, besagt jedoch, dass PATRIZIA ESG-Bewertungsrahmen durch einen Due-Diligence-Fragebogen durchführt, um ESG-Risiken zu identifizieren und die Aufnahme von Abhilfemaßnahmen in die Geschäftspläne durch Governance und Überwachung zu unterstützen. Dazu gehört auch der Wasserverbrauch. Darüber hinaus fördern die Artikel 8-Fonds durch ihre Private Placement Memorandums (PPM) die Überwachung und Minimierung des Wasserverbrauchs als eines ihrer Umweltziele gemäß der Verordnung über die Offenlegung nachhaltiger Finanzinstrumente (SFDR). Weitere Informationen zur Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren finden Sie in ESRS 2 SBM-1.

E3-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen

Wie im ESRS E1 Klimawandel dargelegt, nutzt PATRIZIA MunichRe (weitere Informationen finden Sie im Abschnitt ESRS E1), um den Wasserverbrauch in wassergefährdeten Gebieten für Immobilien- und Infrastrukturanlagen zu bewerten. MunichRe bewertet 100% der Immobilien- und Infrastrukturanlagen und wird jährlich aktualisiert, um physische Klimarisiken zu verstehen. PATRIZIA bemüht sich, aktuelle und zukünftige Ressourcen, die der nachgelagerten Wertschöpfungskette zugewiesen sind, über das Investment Committee nach dem Due-Diligence-Prozess zu erhalten. Weitere Informationen finden Sie in E2-2.

Physisches Klimarisiko - Wasser

AUM Wasserstress
Immobilien
Aktuell 0%
RCP 8,5 0%
(2050)
Infrastruktur
Aktuell 0%
RCP 8,5 0%
(2050)

Immobilien - Der Wasserverbrauch wird in der Due-Diligence-Phase bewertet. Bei der ESG-Due-Diligence-Prüfung wird die Verfügbarkeit historischer (+1 Jahr) Wasserverbrauchsdaten geprüft. Wasserarmaturen und Durchflussmengen werden auch in Übereinstimmung mit den technischen Screening-Kriterien der EU-Taxonomie untersucht, und die Berater geben eine Schätzung der Investitionsausgaben ab, um die angegebenen Wasserdurchflussmengen zu erreichen. Geeignete Maßnahmen werden je nach Geschäftsplan für den erworbenen Vermögenswert von Fall zu Fall festgelegt. Zu den Maßnahmen könnten die Umsetzung von Wassereinsparungsmaßnahmen bei Wasserhähnen/Duschen oder Spülkästen gehören, um den Wasserverbrauch zu senken, natürliche Ökosysteme zu erhalten und die Wasserrechnungen zu senken. Diese Maßnahmen werden nach dem Erwerb des Vermögenswerts umgesetzt.

Bei Projektentwicklungen verfolgt PATRIZIA die ESG-bezogene Leistung ihrer Entwicklungsprojekte, einschließlich des Ausmaßes, in dem die ESG-Richtlinie für Fonds und die Matrix für nachhaltige Entwicklung angewandt werden, durch Berichterstattung und regelmäßigen Austausch mit Interessengruppen.

Infrastruktur - Die ESG-Due-Diligence-Prüfung in der Investitionsphase umfasst eine Bewertung des Wasserverbrauchs und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Zielunternehmen. Die Angleichung an die SFDR-Berichterstattungsanforderungen ist ebenfalls Teil der ESG-Due-Diligence-Prüfung. Einer der freiwilligen Principle Adverse Indicators (PAI) bezieht sich auf die Fähigkeit eines Unternehmens, über den Wasserverbrauch und das Recycling zu berichten, sofern dies relevant ist. Wenn Wasser für ein potenzielles Zielunternehmen ein wichtiges Thema ist, wird der freiwillige PAI bewertet.

Nach dem Erwerb des Vermögenswerts werden die wichtigsten Maßnahmen auf Einzelfallbasis festgelegt. Wenn der Wasserverbrauch als wesentlich erachtet wird (Verwendung für den industriellen Prozess), bemühen sich die Funds Managementteams kontinuierlich um eine Reduzierung des Wasserverbrauchs, z. B. durch geschlossene Kreislaufsysteme zur Reduzierung des Wasserverbrauchs oder die Wiederverwendung von Brauchwasser auf Grünflächen. PATRIZIA nimmt dann die Ziele und Fristen in den Nachhaltigkeitsfahrplan der Anlage auf, der über die gesamte Lebensdauer der Investition umgesetzt werden soll. Die Fortschritte werden durch vierteljährliche Gespräche mit den ESG-Verantwortlichen auf Asset-Ebene und durch eine jährliche Datenerfassungskampagne überwacht.

E3-3 - Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen

Immobilien - PATRIZIA kann den Wasserverbrauch/die Wasserentnahmen der Mieter nicht kontrollieren und hat daher nur begrenzten Einfluss. Daher wäre die Festlegung von Wasserverbrauchs-/Entnahmezielen auf der Ebene der Anlagen unnötig. PATRIZIA ist nach geltendem Recht nicht verpflichtet, Ziele in Bezug auf Wasser für die Assets under Management umzusetzen. In absehbarer Zukunft plant PATRIZIA nicht, Ziele in diesem Bereich festzulegen oder solche Ziele zu überwachen.

PATRIZIA hat sich Ziele im Bezug auf Wasser für neue Bauprojekte gesetzt, die in der Matrix für nachhaltige Entwicklung aufgeführt sind. Das Ziel bezieht sich auf das Betriebswasser (Wassernutzung des Objekts über den Referenzzeitraum der Studie), also auf die positiven Auswirkungen der Wasserreduzierung oder der Umsetzung wassersparender Maßnahmen. Die Ziele sind nach Sektoren und Gerichtsbarkeiten aufgeteilt, in denen PATRIZIA tätig ist. Die Ziele variieren in der Ausrichtung, da direkte Vergleiche herausfordernd sind und für einen genauen Vergleich zusätzliche Kontextinformationen erforderlich sind. PATRIZIA beauftragte einen externen Berater mit der Entwicklung der Matrix für nachhaltige Entwicklung und nutzte dessen internationale Präsenz und Expertise, um Ziele für verschiedene Sektoren und Standorte zu entwickeln. Die Ziele sind aktuell und auf länderspezifische Werte zugeschnitten, um die Übereinstimmung mit lokalen Anforderungen und globalen Nachhaltigkeitszielen zu gewährleisten. Die Ziele stehen im Zusammenhang mit Umweltfragen, basieren jedoch nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Basisjahr, ab dem der Fortschritt für die Ziele gemessen wird, ist 2025,

der Ausgangswert ist daher 2025. Der Grad der Sanierung des Gebäudes hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie die Ziele festgelegt werden. Darüber hinaus können die Ziele im Bezug auf Wasser je nachdem, welche Gebäudeteile ersetzt oder beibehalten werden, variieren. In der Matrix wird davon ausgegangen, dass die Ziele nur für neu hinzugefügte Elemente gelten. Die Wasserziele basieren auf Trinkwasser (Wasser, das sicher getrunken oder für die Zubereitung von Speisen verwendet werden kann, da es frei von schädlichen Verunreinigungen ist und den Qualitätsstandards der Gesundheitsbehörden entspricht):

Trinkwasserziele für jede Region 1 4 (I/Person/Tag)

UK Deutschland Dänemark
2025 2030 2025 2030 2025 2030
Büro 0 8
Einzelhandel 6 7
Hotel 0 20 6 8 00 90
Logistik 6 7
Wohnen 9 7 99 94 97 90
Frankreich Belgien
2025 2030 2025 030
Büro
Einzelhandel
Hotel 6 8 6 8
Logistik
Wohnen 99 94 99 94

Trinkwasser-Zielvorgaben für jede Region (I/Person/Tag) Fortsetzung

Spanien/Portugal Italien Niederlande
2025 2030 2025 2030 2025 2030
Büro
Einzelhandel
Hotel 6 8 6 8 6 8
Logistik
Wohnen 99 94 99 94 99 94
Schweden
2025 2030
Büro
Einzelhandel
Hotel 6 8
Logistik
Wohnen 99 94

Infrastruktur - PATRIZIA hat kein Ziel in Bezug auf Wasser festgelegt. PATRIZIA plant nicht, in Zukunft ein Gesamtziel umzusetzen, da das Team für Infrastruktur, wenn ein Thema als wesentlich für einen Vermögenswert erachtet wird, versuchen wird, das Unternehmen über den Nachhaltigkeitsfahrplan weiter einzubinden und gegebenenfalls angemessene Ziele festzulegen, wie im Abschnitt "Maßnahmen" erwähnt. PATRIZIA verfolgt die Wirksamkeit seiner Maßnahmen und Richtlinien in Bezug auf die Auswirkungen, Risiken und Chancen nicht.

E3-4 Wasserverbrauch

Diese Kennzahlen zu Wasserverbrauch und Wasserentnahme müssen nur für den eigenen Betrieb gemeldet werden, daher wird PATRIZIA die Kennzahlen nicht melden, da das Thema nur für die nachgelagerte Wertschöpfungskette wesentlich ist.

E3-5 Erwartete finanzielle Effekte durch Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen

Immobilien - Die finanziellen Auswirkungen des Wasserverbrauchs auf die immobilienbezogenen AUM werden voraussichtlich sehr begrenzt sein, da die Betriebskosten von den Nutzern der Gebäude getragen werden. PATRIZIA hat die Möglichkeit, Verbesserungen der Wassereffizienz zu nutzen, um die Attraktivität der Immobilien für Mieter zu erhöhen, was Leerstandszeiten reduzieren und zu einem Mietaufschlag beitragen könnte. Die Wassereffizienz ist auch ein Faktor bei der Beurteilung, ob ein Objekt den Umweltzielen der EU-Taxonomie entspricht, was die Wertigkeit des Assets erhöhen könnte.

Infrastruktur - Sofern relevant, wird die Wassernutzung in das Risikoregister der Assets under Management aufgenommen und eine Analyse des Ausmaßes der finanziellen Auswirkungen durchgeführt. Bislang wurde die Wassernutzung bei keinem Vermögenswert in das Risikoregister aufgenommen, da die Wasserrisiken als unbedeutend eingestuft wurden und die Wassernutzung daher vernachlässigbare finanzielle Auswirkungen hat.

14 Zielvorgaben wurden nur für Länder entwickelt, in denen PATRIZIA in Neubauprojekten involviert ist. Zu beachten ist, dass PATRIZIA auch in weiteren Ländern Assets under Management hat, diese jedoch nicht aus Entwicklungsprojekten von Neubauten resultierten.

ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme

ESRS E4 - IRO-1. Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

In den letzten Jahren haben internationale Foren wie die COP 15 die Dringlichkeit des Schutzes der biologischen Vielfalt aufgezeigt und die Beteiligten zusammengebracht, um den Verlust von Arten, die Verschlechterung von Lebensräumen und klimabedingte Herausforderungen anzugehen. Dies hat zu einer weltweiten Zusammenarbeit geführt, und PATRZIA hat diese Bemühungen und die Notwendigkeit, einen Beitrag zu leisten, erkannt.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von PATRIZIA ergab, dass die biologische Vielfalt und Ökosysteme (ESRS E4) ein wesentliches Thema ist, und die wesentlichen Unterthemen sind die direkten Einflussfaktoren für den Verlust der biologischen Vielfalt, die Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand der Ökosysteme sowie die Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen.

PATRIZIA ist der Ansicht, dass Biodiversität ein zunehmend wichtiges Thema für alle Immobilienvermögen ist. Immobilien können ein Hauptfaktor für den Verlust der biologischen Vielfalt sein, insbesondere bei der Erschließung neuer Flächen. Die Branche steht unter dem Druck, naturbasierte Lösungen einzubinden und strengere Vorschriften einzuhalten. Biodiversitätsaspekte erhöhen nicht nur die Attraktivität von Immobilien, fördern die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer, verbessern die Luftqualität in Städten, sondern tragen auch zu den CO 2 -Neutralitäts-Ambitionen und zur Widerstandsfähigkeit gegen extreme Wetterereignisse bei. Die biologische Vielfalt bietet einen natürlichen Schutz gegen extreme Wetterereignisse und ermöglicht das Gedeihen vielfältiger Ökosysteme, die dadurch robuster und anpassungsfähiger werden und Störungen wie Stürmen, Überschwemmungen und Hitzewellen besser standhalten können. Der Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme sichert nicht nur die Gesundheit des Planeten, sondern trägt auch wesentlich zur Klimaresistenz und zur Verwirklichung einer nachhaltigen, kohlenstoffneutralen Zukunft bei. PATRIZIA hat noch keine Konsultationen mit betroffenen Gemeinden zu Themen der Biodiversität durchgeführt, da sich das Unternehmen noch in der Anfangsphase seiner Bemühungen in Sachen Biodiversität befindet. Da sich PATRIZIA noch in der Anfangsphase seiner Bemühungen in Sachen Biodiversität befindet, hat das Unternehmen noch nicht ermittelt, welche Immobilien sich in oder in der Nähe von biodiversitätssensiblen Gebieten befinden, und ist daher zu dem Schluss gekommen, dass es noch nicht notwendig ist Ausgleichsmaßnahmen zu ergreifen.

Die biologische Vielfalt wird während des gesamten Lebenszyklus von Investitionen in Infrastruktur berücksichtigt. Überlegungen zur biologischen Vielfalt sind in der Regel ein integraler Bestandteil des Genehmigungsverfahrens und der Umweltgenehmigungen. Im Rahmen von Datenbank-Screenings, Umweltverträglichkeitsprüfungen oder gleichwertigen Studien wurde festgestellt, dass sich Infrastrukturanlagen nicht in biodiversitätssensiblen Gebieten befinden und keine Abhilfemaßnahmen oder Überwachung erforderlich sind. Bei den meisten der von PATRIZIA verwalteten Infrastrukturanlagen handelt es sich zum Zeitpunkt des Erwerbs um Brachflächen, die sich in städtischen oder industriellen Gebieten befinden, in denen nur eine begrenzte Entwicklung geplant ist.

Auf Unternehmensebene (PATRIZIA) wird die biologische Vielfalt nicht als wesentliches Thema angesehen. PATRIZIA mietet die von ihr genutzten Büros, hat aber nur begrenzte Möglichkeiten, Einfluss auf die Immobilienverwalter zu nehmen, die die Auswirkungen auf die Biodiversität, Strategien und Übergangspläne kontrollieren. Daher berichtet PATRIZIA nicht über ESRS E4 auf Unternehmensebene, sondern nur auf der Ebene der im Auftrag von Kunden verwalteten Assets under Management.

Unter Berücksichtigung der Unterthemen des ESRS und der Unterthemen für die biologische Vielfalt haben die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von PATRIZIA und die externen Berater drei wesentliche Unterthemen festgelegt, die dem ESRS entsprechen, aber für PATRIZIA spezifischer und wesentlicher sind. PATRIZIA bezieht sich im gesamten Bericht auf diese Unterthemen. Die Unterthemen sind:

Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlustes (mit den relevanten Unter-Unterthemen Klimawandel und Landnutzungsänderung, die PATRIZIA betreffen);

Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen (mit dem entsprechenden Unter-Unterthema Bodenversiegelung); und

Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen, die für PATRIZIA im Hinblick auf die Auswirkungen des Verlusts stabiler Ökosysteme als wesentlich erachtet werden.

Im Folgenden werden die angenommenen und potenziellen biodiversitätsbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen für verwaltetes Immobilienvermögen aufgeführt.

Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, Risiken und Chancen

Direkte Auswirkungen auf den Verlust der biologischen Vielfalt
Negative Auswirkungen Durch Baumaßnahmen werden natürliche Lebensräume gestört, was die Fortpflanzung und die natürlichen Wanderungsmuster von Arten gefährdet, da sie Platz beanspruchen und Nahrungsketten unterbrechen.
Durch die Zersiedelung der Landschaft werden Schadstoffe verbreitet, was sich auf die Luft- und Wasserqualität auswirkt.
Der Neubau/Einsatz von Kapital auf Grünflächen führt zu einem Verlust der biologischen Vielfalt.
Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand der Ökosysteme
Risiko Die sich verändernde Natur der Biodiversität birgt die Möglichkeit von Veränderungen der Vorschriften und die Notwendigkeit, die Bodenversiegelung zu reduzieren, was sich indirekt auf die Umsatzerlöse von PATRIZIA auswirkt.
Auswirkungen auf und Abhängigkeiten von Ökosystemleistungen
Risiko Die Verschlechterung des Ökosystems kann sich in Zukunft auf den Wert von Immobilien auswirken, wenn Investoren damit beginnen, danach zu suchen. Dies kann dann den Pool der Investoren, die bereit sind, Vermögenswerte zu kaufen, einschränken und sich indirekt auf die Umsatzerlöse von PATRIZIA auswirken, da bei einem Geschäft geringere Transaktionsgebühren und leistungsabhängige Gebühren anfallen.

PATRIZIA bewertet die Chancen und Risiken des Klimawandels, der eng mit der biologischen Vielfalt verbunden ist, auf der Ebene der Assets under Management. PATRIZIA hat derzeit keine biodiversitätsspezifischen physischen Risiken und Chancen bewertet oder identifiziert. PATRIZIA hat jedoch eine interne Arbeitsgruppe in 2024 eingerichtet, um Best Practices für den Umgang mit biodiversitätsbezogenen Risiken und Chancen zu entwickeln. Die Reaktion auf die Biodiversität in der Branche befindet sich noch im Anfangsstadium, aber PATRIZIA bemüht sich proaktiv um die Ermittlung von Best Practices und die Implementierung von Instrumenten zur Bewältigung von Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Biodiversität. PATRIZIA will sich verstärkt mit dem Thema Biodiversität befassen und einen Übergangsplan auf der Ebene der Assets under Management aufstellen, sobald ein gemeinsames Verständnis über die Bewertungsparameter, geeignete Instrumente und wirksame Strategien erreicht ist. PATRIZIA hat bisher keine systemischen Risiken der Biodiversität berücksichtigt und bewertet.

PATRIZIA hat eine interne Bewertung des Biodiversitätsrisikos für alle eigenen operativen Bürostandorte unter Verwendung des "Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT)" durchgeführt. Das Tool ergab, dass PATRIZIA keine Büros in Gebieten mit hohem Biodiversitätsrisiko hat oder biodiversitätssensiblen Gebieten tätig ist. PATRIZIA hat keine negativen Auswirkungen in Bezug auf Bodenverschlechterung, Wüstenbildung oder Flächenversiegelung festgestellt. PATRIZIA hat keine Büros, die sich auf bedrohte Arten auswirken.

E4-1 Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell

Die immobilienbezogenen Assets under Management von PATRIZIA, insbesondere die Entwicklungsprojekte, haben den größten Einfluss auf den Verlust der biologischen Vielfalt, und jedes Projekt wird von Fall zu Fall bewertet. PATRIZIA hat keine spezifische Bewertung der Resilienz des Geschäftsmodells und der Strategie in Bezug auf die biologische Vielfalt durchgeführt. Wie im Abschnitt zur Strategie in ESRS 2 dargelegt, ist sich PATRIZIA bewusst, dass es externe Herausforderungen gibt, die in den Übergangstrends "Urban Transition 2." verankert sind und die erwarten lassen, dass Städte zu Gravitationszentren für neue Arbeitsmodelle und modernes Wohnen werden und indirekt von der Energiewende und sich verändernden Lebensstilen betroffen sind. Im Rahmen der Strategie, ein smarter Real-Asset-Investmentmanager zu werden, verpflichtet sich PATRIZIA, einen positiven Beitrag zu leisten und nachhaltige Gemeinschaften zu gestalten, indem die zukünftigen Megatrends einer Welt des Wandels aufgegriffen werden, Risiken und negative Auswirkungen in Bezug auf Biodiversität und Ökosysteme einbezogen werden und nationalen Vorschriften antizipiert werden.

PATRIZIA hat noch keine wesentlichen Annahmen getroffen, keine Zeithorizonte festgelegt und keine Ergebnisse zur biologischen Vielfalt veröffentlicht. PATRIZIA plant, in Zukunft Stakeholder in die Arbeit und die Entwicklung von Biodiversitätsmaßnahmen einzubeziehen.

E4-2 Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

PATRIZIA verfügt über keine Richtlinie zur Biodiversität, beabsichtigt aber eine solche in naher Zukunft zu implementieren. PATRIZIA befindet sich noch in der Anfangsphase seiner Bemühungen in Sachen Biodiversität und hat daher noch keine Richtlinie eingeführt.

E4-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

PATRIZIA plant, in den kommenden Jahren eine Hierarchie zur Abfederung der Auswirkungen auf Biodiversität zu erstellen, um Prognosen zu erstellen. Dies bedeutet, dass PATRIZIA Maßnahmen ergreifen wird, um Auswirkungen auf die Biodiversität von Anfang an zu vermeiden, die Dauer, Intensität, das Ausmaß und/oder die Wahrscheinlichkeit von Auswirkungen, die nicht vermieden werden können, zu minimieren und anschließend degradierte Ökosysteme wiederherzustellen und zu verbessern, nachdem sie Auswirkungen ausgesetzt waren, die nicht vermieden oder minimiert werden können. Die Hierarchie zur Abfederung der Auswirkungen auf Biodiversität ist noch nicht fertiggestellt, wird aber das Instrument sein, das die Maßnahmen von PATRIZIA im Bereich der Biodiversität leiten wird. Die Maßnahmen der Hierarchie zur Abfederung der Auswirkungen auf Biodiversität werden die negativen Auswirkungen des Biodiversitätsverlusts und das Risiko der

Ökosystemverschlechterung verhindern, mindern und beheben. Es wird erwartet, dass neue und aktualisierte Vorschriften und Rahmenbedingungen zum Thema Biodiversität PATRIZIA als Orientierungshilfe dienen werden, wie z. B. die Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) und das Science Based Targets Network (SBTN). PATRIZIA ist sich der bevorstehenden und sich verändernden Vorschriften bewusst, die Risiken für PATRIZIA mit sich bringen. Sobald die Hierarchie zur Abfederung der Auswirkungen auf Biodiversität fertiggestellt ist, plant PATRIZIA, mit lokalen Interessengruppen und "indigenen Völkern" zusammenzuarbeiten, um Wissen zu sammeln und naturbasierte Lösungen zu integrieren. PATRIZIA beabsichtigt, die Hierarchie zur Abfederung der Auswirkungen auf Biodiversität in den nächsten zwei Jahren fertigzustellen.

PATRIZIA verwendet keine Kompensationsmaßnahmen für die biologische Vielfalt. Kompensationen sind kein Industriestandard, und die Auswirkungen von Kompensationen sind nicht bekannt. PATRIZIA identifiziert Kompensationen als Teil der Minderungshierarchie und wird die Situation überwachen, um zu sehen, ob in Zukunft Kompensationen eingesetzt werden sollten.

Die Biodiversität ist Teil der ESG-Richtlinie für Fonds und stellt sicher, dass die Fonds einen vermögenswertbezogenen Biodiversitätsplan umsetzen, der das Management invasiver Pflanzenarten, die Förderung und den Schutz einheimischer Arten, die Begrünung von Fassaden und Dächern sowie Wartungsverträge zur Erhaltung des funktionalen Zustands und der ökologischen Qualität umfassen kann.

PATRIZIA hat mehrere Initiativen zum Schutz und zur Verbesserung der Artenvielfalt von Immobilienvermögen in Europa gestartet. PATRIZIA hat sich mit externen Lieferanten zusammengetan, um Bienenstöcke und Insektenhotels in einer Auswahl relevanter Immobilien zu installieren. Dies ermöglicht eine verstärkte Bestäubung und unterstützt die Erhaltung einheimischer Arten. Wo dies möglich war, hat PATRIZIA mit Anbietern zusammengearbeitet, um die biologische Vielfalt zu bewerten und zu ermitteln, wie sich Nettogewinne bei der biologischen Vielfalt in den Anlagen erzielen lassen. PATRIZIA hat auch Gründächer und Wintergärten angelegt und Pilotstudien zur Wiederverwilderung relevanter Anlagen durchgeführt. Es wird erwartet, dass dies einen Nettogewinn an biologischer Vielfalt für die entsprechenden betroffenen Anlagen ermöglicht.

PATRIZIA wird keine Angaben zu den aktuellen und zukünftigen finanziellen Ressourcen machen, die dem Aktionsplan zugewiesen werden, da es eine Thematik innerhalb der nachgelagerten Wertschöpfungskette betrifft. PATRIZIA befindet sich in der Anfangsphase der Umsetzung von Richtlinien, Maßnahmen und Zielen im Bereich der Biodiversität. Daher hat PATRIZIA keine Anstrengungen unternommen, um die erforderlichen Informationen über die nachgelagerte Wertschöpfungskette zu erhalten. Sobald PATRIZIA die erforderlichen Richtlinien, Maßnahmen und Ziele im Bereich der Biodiversität festgelegt hat, wird das Unternehmen planen, die erforderlichen Informationen in Zukunft zu erhalten.

E4-4 Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

PATRIZIA befindet sich noch in der Anfangsphase seines Biodiversitätsprojekts und hat daher noch keine Ziele festgelegt. PATRIZIA plant, Ziele festzulegen, sobald eine Ausgangsbasis geschaffen wurde und künftige Maßnahmen abgeschlossen sind. Es wird erwartet, dass die Ziele auf der Grundlage der EU-Biodiversitätsstrategie 2030, der TNFD und SBTN sowie anderer nationaler Rechtsvorschriften in den Ländern, in denen PATRIZIA tätig ist, festgelegt werden. PATRIZIA plant, sich an diesen Rahmenwerken zu orientieren und alle neuen Vorschriften zu befolgen, um die laufende Entwicklung und das Engagement für die biologische Vielfalt zu steuern. PATRIZIA misst die Wirksamkeit seiner Maßnahmen nicht und verfügt über keine Richtlinie zur Verfolgung der Wirksamkeit.

E4-5 Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemveränderungen

PATRIZIA verfügt noch nicht über ein System zur Erfassung der Anzahl oder der Fläche von Vermögenswerten, die sich in oder in der Nähe von Schutzgebieten oder wichtigen Gebieten der biologischen Vielfalt befinden oder die sich negativ auf die biologische Vielfalt auswirken. PATRIZIA plant, diese in den nächsten Jahren zu erfassen. Sobald die Ziele festgelegt sind, wird PATRIZIA über die für die biologische Vielfalt relevanten Kennzahlen berichten und plant, diese eng mit der TNFD abzustimmen. Darüber hinaus wird PATRIZIA nicht gemäß den Mindestanforderungen an die Offenlegung berichten, da das ESRS-Thema Biodiversität die nachgelagerte Wertschöpfungskette betrifft. Entsprechend ist PATRIZIA nicht verpflichtet, die Informationen zum Zeitpunkt der Berichterstattung aufzunehmen.

E4-6 Erwartete finanzielle Effekte durch Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

Im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt besteht für die PATRIZIA indirekt ein potenzielles finanzielles Risiko durch sinkende Werte der Assets under Management, die sich entsprechend auf die Fähigkeit der Vereinnahmung von Gebühren auswirken. Entwicklungsgebiete mit geschädigten Ökosystemen können für Investoren oder Mieter weniger attraktiv werden, was zu einer geringeren Nachfrage führt. Darüber hinaus könnte der Verlust von Ökosystemen die Versicherungskosten aufgrund erhöhter Klimarisiken in die Höhe treiben, und für Immobilien in gefährdeten Gebieten könnte eine Prämie fällig werden. Für die Kunden der PATRIZIA können auch potenzielle Kosten aus gesetzlichen Anforderungen zur Sanierung von Bodenversiegelungen, zusätzlicher Kühlung oder zur Behebung von Biodiversitätsverlusten entstehen, die sich indirekt auf die Profitabilität der PATRIZIA auswirken. PATRIZIA schätzt das finanzielle Risiko der Biodiversität zum Zeitpunkt der Berichterstattung als begrenzt ein. Die finanziellen Aussichten ergeben sich daraus, dass Investoren Unternehmen, die die Natur schützen und Initiativen zur Verbesserung der Biodiversität durchführen, wohlwollend betrachten.

ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

ESRS 5 - IRO -1. Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Zur Deckung grundlegender gesellschaftlicher Bedürfnisse, wie z. B. die Bereitstellung von Wohnraum, ist die Immobilienbranche in hohem Maße auf erhebliche Mengen an Rohstoffen angewiesen, um Gebäude zu errichten. Aufgrund der Nachfrage und des Drucks auf die Lieferketten kann es jedoch schwierig sein, Rohstoffe zu beschaffen. Um dies zu überwinden, kann PATRIZIA Kreislaufinitiativen durch Wiederverwendung und Recycling einführen, um die Schwankungen in der Lieferkette zu minimieren.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von PATRIZIA ergab, dass die Kreislaufwirtschaft ein wesentliches Thema ist, mit den Unterthemen - Begrenzung der Verwendung von neuen Baumaterialien und künftige Verwendung oder Verkauf von Baumaterialien und -komponenten. Aufbauend auf den Ergebnissen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert PATRIZIA ESRS E5, Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft, mit den Unterthemen Ressourcenzuflüsse, einschließlich der Kreislauffähigkeit von wesentlichen Ressourcenzuflüssen, unter Berücksichtigung erneuerbarer und nicht erneuerbarer Ressourcen und Ressourcenabflüsse, einschließlich Informationen über Produkte und Materialien, einschließlich Ressourcennutzung und Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen als wesentliche Themen.

Auf Unternehmensebene (PATRIZIA) werden Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft nicht als wesentliches Thema angesehen. PATRIZIA mietet die Büros, in denen sie sich befindet, und ist kein großer Abfallerzeuger, sondern erzeugt nur allgemeinen Büroabfall. Daher wird PATRIZIA auf Unternehmensebene nicht über ESRS E5 berichten.

Die Infrastrukturstrategie von PATRIZIA umfasst Investitionen in Energie aus Abfall und Biogas, die den Bedarf an erneuerbarer Energie decken. Da die übrigen Vermögenswerte im Portfolio jedoch nur geringe Abfallmengen produzieren und keine Rohstoffe verwendet werden, wird PATRIZIA nicht über die Infrastruktur Assets under Management berichten.

Die Kreislaufwirtschaft und die Ressourcennutzung sind ein wichtiges Thema für die Immobilienbranche. PATRIZIA erachtet jedoch nur die Immobilienentwicklungsprojekte als wesentlich, da PATRIZIA als Auftragnehmer für Immobilienentwicklungen oder Sanierungsprojekte tätig ist. Daher wird in diesem Kapitel (ESRS E5) nur über Immobilienentwicklungsvermögen berichtet. PATRIZIA verfügt nicht über eine Liste oder Priorisierung der verwendeten wesentlichen Ressourcen, da dies vom Entwicklungsprojekt abhängt.

Im Folgenden werden die angenommenen und potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen der Kreislaufwirtschaft und der Ressourcennutzung für Immobilienvermögen dargestellt.

Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft - Auswirkungen, Risiken und Chancen

Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcenverbrauch
Positive Auswirkungen Kreislaufwirtschaftliche Praktiken wie die Wiederverwendung und das Recycling von Baumaterialien, die Entwicklung von Gebäuden für verschiedene Nutzungsarten und modulare Bauweisen, die eine einfache Demontage ermöglichen, minimieren den Bedarf an Neumaterialien, was die Belastung der natürlichen Ressourcen verringert.
Negative Auswirkungen Immobilienentwicklungen erfordern oft erhebliche Mengen an natürlichen und unbehandelten Materialien/Ressourcen. Übermäßige Ausbeutung führt zur Erschöpfung der Ressourcen und zu ökologischen Ungleichgewichten.
Risiko Die Nachrüstung oder die Verwendung von nicht-erstmalig genutztem Material zur Anpassung an zirkuläre Praktiken kann kostspielig sein und ist im Vergleich zu traditionellen Bauweisen eine neue Praxis. Ohne Anreize oder weitere Prognosen von Regierungsbehörden zu Praktiken der Kreislaufwirtschaft könnte dies den Fortschritt von PATRIZIA behindern.
Chance Durch die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien kann PATRIZIA die Ressourcenproduktivität verbessern und die Abhängigkeit von neuem Material verringern und somit einen finanziellen Vorteil erzielen.
Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen
Positive Auswirkungen Wenn PATRIZIA Baumaterialien für Entwicklungsanlagen umfunktioniert und wiederverwendet, werden die Treibhausgasemissionen erheblich gesenkt und die Umweltbelastung minimiert. Diese Entwicklungsanlagen sind so konzipiert, dass sie den Energiebedarf durch effiziente Dämmung und energieeffiziente Systeme senken und so weitere Energieeinsparungen ermöglichen.
Negative Auswirkungen Beim Bau fallen erhebliche Mengen an Abfall an, darunter Bauschutt, Verpackungsmaterialien und ausrangierte Materialien. Ohne den richtigen Verkauf können diese die Umwelt schädigen. Darüber hinaus kann eine große Menge an Abfall durch die Wiederverwendung von Materialien nur gemindert, aber nicht vermieden werden.
Immobilienentwicklungen erfordern oft erhebliche Mengen an natürlichen und unverbrauchten Materialien/Ressourcen. Übermäßige Ausbeutung führt zur Erschöpfung der Ressourcen und zu ökologischen Ungleichgewichten.
Risiko Die Nachrüstung oder die Verwendung von gebrauchtem Material zur Anpassung an zirkuläre Praktiken kann für PATRIZIA kostspielig und komplex in der Umsetzung sein. Ohne Anreize oder Kenntnisse über Praktiken der Kreislaufwirtschaft kann dies den Fortschritt von PATRIZIA behindern.
Chance Zirkuläre Gebäudekonzepte beinhalten oft energiesparende Merkmale, was zu Einsparungen bei den Betriebskosten führt.
Durch die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien können PATRIZIA und Investoren die Ressourcenproduktivität verbessern und die Abhängigkeit von ungebrauchten Materialien verringern.

E5-1 Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Mindeststandards für die Immobilienentwicklung sind in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren von PATRIZIA festgelegt (4.1.5 Immobilienentwicklung). Dazu gehört, dass PATRIZIA bestrebt ist, den Ressourcenverbrauch, die Treibhausgasemissionen und innovative Planungsansätze im Hinblick auf die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft zu berücksichtigen, z. B. durch Cradle-to-Cradle-Design und neuartige Materialauswahl. Darüber hinaus heißt es im Abschnitt über die Verwaltung von Vermögenswerten (4.1.3) der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren, dass PATRIZIA bestrebt ist, bei Ausstattungs- und Sanierungsarbeiten bewährte Verfahren einzuführen, z. B. bei der Beschaffung von Materialien, einschließlich der Förderung von Recycling und Wiederverwendung. Weitere Informationen zur Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investment finden Sie in ESRS 2 SBM-1.

E5-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

PATRIZIA wendet bei allen Projekten der Immobilienentwicklung eine eigene Matrix für nachhaltige Entwicklung an, für die das hauseigene Immobilienentwicklungsteam von PATRIZIA zuständig ist, und verfolgt und bewertet "embodied" und "operational carbon". Die Ressourcennutzung und die Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft werden von Fall zu Fall festgelegt, wobei jedes Projekt von der Planung geleitet wird. PATRIZIA arbeitet mit den Designteams zusammen und informiert die Teams über das Projekt und die Designparameter, einschließlich der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft. Zu den Maßnahmen auf Einzelfallbasis gehören die Nutzung von gebrauchten Materialien wie Metall-Doppelböden oder mechanischen elektrischen Anlagen für die Renovierung von Büros oder die Wiederverwendung von Möbeln wie im Neubau als Teil der Ausstattung. PATRIZIA stellt auch sicher, dass die Hauptauftragnehmer mit der Matrix für nachhaltige Entwicklung in Einklang stehen. Diese Maßnahmen und die Matrix für nachhaltige Entwicklung beziehen sich auf alle oben aufgeführten Auswirkungen, Chancen und Risiken und werden dazu beitragen, die negativen Auswirkungen zu mildern, indem die Matrix die Verwendung von gebrauchten Materialien/Ressourcen fördert und die Reduzierung von Abfall durch die Festlegung von Zielen für "embodied" und "operational carbon" unterstützt. Der Zeithorizont für den Abschluss jedes Entwicklungsprojekts ist unterschiedlich und wird von Fall zu Fall festgelegt. PATRIZIA wird keine Angaben zu den aktuellen und zukünftigen finanziellen Ressourcen machen, die dem Aktionsplan zugewiesen werden, da es eine Thematik innerhalb der nachgelagerten Wertschöpfungskette betrifft.

E5-3 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

PATRIZIA hat keine spezifischen Zielvorgaben für den Ressourcenverbrauch und die Kreislaufwirtschaft, da PATRIZIA als Auftragnehmer für Immobilienentwicklungen fungiert und daher keine Zielvorgaben für notwendig erachtet. Es ist für PATRIZIA nicht verpflichtend oder gesetzlich vorgeschrieben, Ziele für die Ressourcennutzung und die Kreislaufwirtschaft zu haben. PATRIZIA misst die Wirksamkeit seiner Richtlinien und Maßnahmen in Bezug auf die wesentlichen IROs nicht.

E5-4 Ressourcenzuflüsse und; E5-5 Ressourcenabflüsse

Aufgrund des wesentlichen Themas in Bezug auf die nachgelagerte Wertschöpfungskette wird PATRIZIA keine Kennzahlen zu Ressourcen-Zu- oder -Abflüssen berichten. PATRIZIA hat aufgrund der 2024 entwickelten Matrix für nachhaltige Entwicklung keine Informationen aus der nachgelagerten Wertschöpfungskette erhalten, weshalb mit der Erfassung der Kennzahlen noch nicht begonnen wurde. PATRIZIA wird 2025 mit der Beschaffung von Informationen beginnen. Die Kennzahlen zu nicht recyceltem Abfall, der prozentuale Anteil nicht recycelten Abfalls, die gesamte Menge an gefährlichem Abfall und die gesamte Menge an radioaktivem Abfall sind für PATRIZIA nicht wesentlich und werden daher nicht berichtet.

E5-6 Erwartete finanzielle Effekte durch Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

PATRIZIA sieht ein minimales finanzielles Risiko durch die Nutzung von Ressourcen und die Kreislaufwirtschaft. Bei PATRIZIA kann es zu Verzögerungen bei Projekten kommen, wenn Materialien nicht gekauft oder beschafft werden können, was sich indirekt auf die Profitabilität von PATRIZIA auswirken kann. Wenn bei der Entwicklung neuer Anlagen wiederverwendete und recycelte Materialien verwendet werden, sinkt der Bedarf an neuen Materialien, was zu Kosteneinsparungen und finanziellen Vorteilen für die EBITDA-Marge von PATRIZIA führt.

ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens

ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von PATRIZIA (das "Unternehmen") zeigt, dass die Arbeitskräfte des Unternehmens (ESRS S1) ein von den Stakeholdern anerkanntes wesentliches Thema in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Wohlbefinden sowie Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung ist. Diese Themen lassen sich den Unterthemen Arbeitsbedingungen sowie Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle ESRS S1, Arbeitskräfte des Unternehmens, zuordnen.

ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Mitarbeiter der PATRIZIA tragen maßgeblich zum Erfolg der Strategie des Unternehmens bei, ein smart Real Assets Player zu werden. PATRIZIA setzt auf die Fähigkeiten, das Know-how und die Leistung ihrer Mitarbeiter, die unternehmerische Denkweise, die einzigartige Leistungskultur und die Exzellenz der Belegschaft.

Ausgerichtet an diesen strategischen Zielen hat sich PATRIZIA das Nachhaltigkeitsziel gesetzt, ein bevorzugter Arbeitgeber im Real Assets Sektor zu sein, bei dem sich jeder einbezogen, vertreten und gleichwertig wertgeschätzt fühlt. Um dieses Ziel zu erreichen, konzentriert sich das Unternehmen auf zusätzliche soziale Aspekte wie Gleichbehandlung, Diversität und Inklusion (ED&I) sowie die Mitarbeiterentwicklung.

Dieser doppelte Fokus stellt sicher, dass PATRIZIA nicht nur Top-Talente anzieht und bindet, sondern auch ein unterstützendes und dynamisches Arbeitsumfeld kultiviert, das die allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität steigert. Durch die Integration von ED&I-Initiativen mit robusten Rekrutierungs- und Entwicklungsprogrammen stärkt PATRIZIA die Fähigkeiten und das Engagement seiner Mitarbeiter und fördert so letztlich nachhaltigen Erfolg und Innovation in der Real Assets-Branche.

Im Folgenden werden die angenommenen und potenziellen beschäftigungsbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen auf Unternehmensebene dargestellt.

Auswirkungen, Risiken und Chancen für die Arbeitskräfte des Unternehmens

Arbeitsbedingungen
Positive Auswirkungen Gute Arbeitsbedingungen (wie eine angemessene Vergütung, eine ausgewogene Work-Life-Balance, Entwicklungsmöglichkeiten, ein ergonomisches Arbeitsumfeld, Gesundheit und Sicherheit, transparente Kommunikation und eine integrative Kultur) führen zu gesünderen und zufriedeneren Mitarbeitern, die einen positiven Beitrag für ihre Gemeinschaften leisten. Mitarbeiter, die von guten Arbeitsbedingungen profitieren, engagieren sich eher in gemeinnützigen Aktivitäten und Freiwilligenarbeit und fördern so den sozialen Zusammenhalt.
Negative Auswirkungen Mangelhafte Arbeitsbedingungen können zu chronischen Gesundheitsproblemen bei den Mitarbeitern führen, die Belastung des öffentlichen Gesundheitswesens erhöhen und die allgemeine Lebensqualität in der Gemeinschaft verringern.
Wird dem Wohlbefinden zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, kann dies zu psychischen und physischen Gesundheitsproblemen wie Stress, Angstzuständen, Depressionen, Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Fettleibigkeit führen. Dies belastet die Gesundheitssysteme zusätzlich und verschlechtert den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung. Darüber hinaus kann es weitreichende Auswirkungen auf die Fähigkeit der Mitarbeiter haben, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Die Vernachlässigung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter kann zu höheren Fehlzeiten und einer höheren Belastung der Gesundheitssysteme führen.
Hohe Fluktuationsraten und eine geringere Produktivität aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen können zu wirtschaftlicher Instabilität innerhalb des Unternehmens und der Gemeinschaft führen, da die lokale Wirtschaft für Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum auf den Erfolg von Unternehmen angewiesen ist.
Risiko Ein mangelnder Fokus auf optimale Arbeitsbedingungen, insbesondere auf das Wohlbefinden, beeinträchtigt das Engagement und die Produktivität der Mitarbeiter, da diese sich unterbewertet und nicht unterstützt fühlen. Geringeres Engagement und geringere Produktivität der Mitarbeiter aufgrund schlechter Gesundheits- und Wohlfühlinitiativen können zu höheren Fehlzeiten führen, was wiederum die Kosten durch geringere Produktivität oder die Einstellung von Zeitarbeitskräften erhöht.
Chance Schlechte Arbeitsbedingungen tragen zur Unzufriedenheit am Arbeitsplatz bei, erhöhen die Personalfluktuation und die Kosten, die mit der Rekrutierung, Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter verbunden sind.
Gute Arbeitsbedingungen, einschließlich sicherer Arbeitsplätze, komfortabler Arbeitsräume, angemessener Ressourcen und fairer Vergütung, steigern die Produktivität und Effizienz der Mitarbeiter und führen zu höherer Leistung und Profitabilität. Darüber hinaus kann die Priorisierung von Gesundheit und Wohlbefinden durch Initiativen wie Unterstützung bei der psychischen Gesundheit und Programme zur Förderung des Wohlbefindens Fehlzeiten und chronische Krankheiten reduzieren, was wiederum die Personal- und Gesundheitskosten senken kann.
Ein Fokus auf das Wohlbefinden führt zu einem höheren Engagement und einer höheren Zufriedenheit der Mitarbeiter, da sich die Arbeitnehmer geschätzt und unterstützt fühlen, was zu einer höheren Produktivität und niedrigeren Fluktuationskosten führt.
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
Positive Auswirkungen Die Förderung von Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung (durch ED&I-Schulungen, ERGs, ED&I-Richtlinien, Förderung einer Kultur der Diversität und integrativer Entwicklungsmöglichkeiten) trägt dazu bei, gesellschaftliche Ungleichheiten abzubauen. PATRIZIA gewährleistet eine faire Behandlung (durch vielfältige Führungsqualitäten, flexible Arbeitsregelungen, transparente ED&I-Richtlinien, Mitarbeiterressourcengruppen, ED&I-Schulungen und Mentorenprogramme) und trägt zu einer gerechteren Gesellschaft bei, in der Chancen für alle zugänglich sind, unabhängig von ihrem Hintergrund.
Negative Auswirkungen Ungleichheit und Diskriminierung am Arbeitsplatz können soziale Spaltungen und Spannungen aufrechterhalten und zu einer weniger kohärenten und stärker fragmentierten Gesellschaft führen.
Diskriminierung hindert talentierte Menschen daran, einen vollen Beitrag zur Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten, was zu einem Verlust an potenziellem Innovations- und Wirtschaftswachstum führt.
Risiko Ungleichheit und Diskriminierung schaffen ein toxisches Arbeitsumfeld, das zu einer Verschlechterung der Arbeitsmoral, Motivation und Loyalität der Mitarbeiter führt.
Diskriminierende Praktiken können dem Unternehmen rechtliche Herausforderungen aufbürden, einschließlich Klagen, Geldstrafen und Vergleichen. Darüber hinaus können sie dem Ruf des Unternehmens schaden und der Marke des Unternehmens schaden, was zu Kunden- und Umsatzverlusten führt.
Chance Die Gewährleistung von Nichtdiskriminierung zieht eine große Bandbreite an Kandidaten an und bereichert das Unternehmen mit unterschiedlichen Perspektiven und innovativen Ideen. Eine vielfältige Belegschaft bringt eine Vielzahl von Perspektiven und Ideen mit sich, treibt Innovationen voran und führt potenziell zu neuen Produkten, Dienstleistungen und Märkten.
Ein Ruf für Fairness und Inklusion zieht Spitzentalente an, senkt die Einstellungskosten und erhöht die Qualität der Einstellungen.
Die Förderung von Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung fördert ein unterstützendes und integratives Arbeitsumfeld, steigert die Arbeitsmoral und Motivation der Mitarbeiter und führt zu einer höheren Produktivität der Mitarbeiter, was mit einer höheren finanziellen Leistung verbunden ist.

Der folgende Abschnitt befasst sich mit den Arbeitskräften des Unternehmens, wobei der Schwerpunkt auf den Schlüsselaspekten Arbeitsbedingungen sowie Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle liegt, einschließlich der folgenden Unterthemen:

Themen

Unterthema Unter-Unterthemen
Arbeitsbedingungen - Sichere Beschäftigung
- Arbeitszeit
- Angemessene Entlohnung
- Sozialer Dialog
- Vereinigungsfreiheit, einschließlich der Existenz von Betriebsräten
- Tarifverhandlungen-Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben
- Gesundheitsschutz und Sicherheit
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle - Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit-Weiterbildung und Kompetenzentwicklun
- Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen
- Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz
- Vielfalt

PATRIZIA achtet sehr darauf, dass sich die Mitarbeiter für ihre Arbeit geschätzt fühlen. Dies bedeutet, dass vorteilhafte Beschäftigungsbedingungen für die Mitarbeiter geschaffen werden, einschließlich Sozialschutz, bezahlter Urlaub, wettbewerbsfähige Vergütungspakete, flexible Arbeitszeiten und Angebote für Gesundheit und Wohlbefinden.

Der Begriff "Mitarbeiter" umfasst alle Personen, die einen Arbeitsvertrag mit der PATRIZIA SE oder einer ihrer Tochtergesellschaften haben. Nicht-Mitarbeiter, wie z. B. unabhängige Auftragnehmer, Berater und Zeitarbeiter, fallen im Allgemeinen nicht in den Geltungsbereich dieses Kapitels.

PATRIZIA konzentriert sich in erster Linie auf die Stammbelegschaft, greift jedoch gelegentlich auf befristete Unterstützung zurück. Dies kann die Schließung kurzfristiger Ressourcenlücken oder die Leitung spezialisierter Projekte umfassen, die spezifische Fachkenntnisse und Fähigkeiten erfordern. Berater werden für beratende Funktionen eingesetzt, z. B. in Rechts-, Steuer- oder IT-Angelegenheiten, während Zeitarbeitskräfte das Stammpersonal von PATRIZIA in Zeiten erhöhter Arbeitsbelastung unterstützen. Diese Ressourcen können von Dritten oder Auftragnehmern bereitgestellt werden. In allen Fällen stellt PATRIZIA die Einhaltung eines konformen Prozesses sicher. Es ist wichtig zu beachten, dass PATRIZIA nur eine sehr begrenzte Anzahl von Nicht-Mitarbeitern beschäftigt. Kein Mitarbeiter ist einem größeren Risiko ausgesetzt als ein anderer.

S1-1 Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens

Arbeitsbedingungen

Zu den wichtigsten Richtlinien zur Bewältigung der Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen gehören das Compliance-Handbuch und der Wertekodex. Zu den wichtigsten Inhalten des Wertekodex gehören die folgenden Themen:

Grundwerte und Grundrechte

Verhalten gegenüber der Gemeinschaft

Verhalten im Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten

Verhalten innerhalb der Organisation

Organisatorische Angelegenheiten

Der Wertekodex beschreibt die gemeinsamen Werte, die die Unternehmen der PATRIZIA-Mitarbeiter teilen, und ist auch ein Leitfaden für das tägliche Handeln der Mitarbeiter. Der Kodex soll es den Mitarbeitern ermöglichen, sich mit den Werten vertraut zu machen. Die Führungskräfte von PATRIZIA tragen eine besondere Verantwortung für die Einhaltung der Regeln. Die Führungskräfte sind Vorbilder für die Mitarbeiter, indem sie die Regeln selbst einhalten, und sie sind dafür verantwortlich, dass andere die Regeln des Wertekodex einhalten. Der Kodex gilt für alle Mitarbeiter der PATRIZIA SE und ihrer verbundenen Unternehmen und ist auch auf freie Mitarbeiter und Berater anwendbar, soweit dies erforderlich und angemessen erscheint. Der Head of Compliance ist die ranghöchste Person, die für die Umsetzung des Kodex verantwortlich ist.

Das Compliance-Handbuch behandelt unter anderem folgende Themen:

Allgemeine Compliance-Vorschriften bei PATRIZIA

Überblick über die Compliance-Organisation bei PATRIZIA

Verhaltenskodex zur Vermeidung von Pflichtverletzungen und kriminellem Verhalten

Verhaltenskodex zu Interessenkonflikten

Verhaltenskodex zum Aktien- und Kapitalmarktrecht

Verhaltenskodex zum Umgang mit Geschäftspartnern

Verhaltenskodex für Einladungen, Geschenke, Spenden, Sponsoring und Mitgliedschaften

PATRIZIA hat das Compliance-Handbuch erstellt, um sicherzustellen, dass die Geschäftsabläufe so strukturiert sind, dass Verstöße oder Verletzungen, die zu Strafanzeigen oder Bußgeldern führen könnten, verhindert werden. Das Handbuch erkennt die Grundsätze der üblichen Geschäftspraxis und die allgemeinen Gepflogenheiten an, die Teil des täglichen Lebens sind, da Unternehmensgrundsätze manchmal im Widerspruch zu bestimmten Geschäftspraktiken oder bestimmten Formen des erwarteten oder angebotenen Verhaltens stehen können. Die Compliance-Beauftragten sind für die Überwachung der Mitarbeiter und die Einhaltung des Handbuchs verantwortlich. Der Leiter der Compliance-Abteilung ist die höchste Ebene, die für die Umsetzung des Handbuchs verantwortlich ist. Das Handbuch gilt für alle Mitarbeiter der PATRIZIA SE und ihrer verbundenen Unternehmen.

Wenn gesetzlich vorgeschrieben, verpflichtet sich PATRIZIA, alle Anforderungen in Bezug auf die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht auf Unternehmensebene zu erfüllen. Das Engagement von PATRIZIA für die Menschenrechte (z. B. in Form von Chancengleichheit, Ablehnung von Zwangsarbeit, Datenschutz und Geschäftsethik, Elternzeit, Anti-Belästigungs- und Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien, um nur einige zu nennen) ist im Compliance-Handbuch und im Wertekodex der Gruppe enthalten. Einer der wichtigsten Werte von PATRIZIA ist das Prinzip des gesetzestreuen Verhaltens. Niemand steht über dem Gesetz. Es gibt keine Ausnahmen von diesem Prinzip, das gleichermaßen für Mitarbeiter, leitende Angestellte, Vertragspartner und andere Interessengruppen gilt. Das Prinzip des gesetzestreuen Verhaltens verpflichtet jeden von uns, die geltenden Gesetze ausnahmslos zu befolgen. Dies umfasst, ist aber nicht beschränkt auf die folgenden Diskriminierungsgründe: Rasse und ethnische Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Behinderung, Alter, Religion, politische Meinung, nationale oder soziale Herkunft oder andere Formen der Diskriminierung, die unter die EU-Verordnung und das nationale Recht fallen. Dies gilt sowohl für jeden Einzelnen als auch für das Unternehmen als Ganzes.

Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Die wichtigste Richtlinie, die sich mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle befasst, ist die Gleichbehandlungs-, Diversitäts- und Inklusions-Erklärung (ED&I-Strategy Statement). Die Erklärung befasst sich damit, was ED&I ist, warum es wichtig ist, wie PATRIZIA an ED&I herangeht und welche Rollen und Verantwortlichkeiten es innerhalb des Unternehmens gibt. PATRIZIA ist sich bewusst, dass Menschen an einem von Diversität geprägten Arbeitsplatz auf unterschiedliche Weise Unterstützung benötigen. PATRIZIA möchte sicherstellen, dass alle fair behandelt werden, Zugang zu Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten erhalten und Hindernisse, die eine Teilnahme verhindern, identifiziert und beseitigt werden. Die Überwachung und Mitwirkung bei ED&I liegt in der Verantwortung aller Mitarbeiter von PATRIZIA, und die Mitarbeiter sind verpflichtet, im Rahmen des Leistungserbringungsprozesses nachzuweisen, wie sie dies tun. Die ED&I-Erklärung gilt für alle Mitarbeiter von PATRIZIA. Das ED&I Council ist die höchste Ebene, die für die Umsetzung der Erklärung verantwortlich ist.

Innerhalb der Organisation werden die Mitarbeiter gleichbehandelt und erhalten Chancengleichheit, unabhängig von Ethnie oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Identität oder Orientierung. Ernennungen, Beförderungen und die Höhe der Vergütung richten sich ausschließlich nach den Kompetenzen und der Erfahrung der Mitarbeiter. PATRIZIA unterhält eine konzernweite Job-Architektur, ein Rahmenwerk, das Stellenprofile beschreibt und Vergütungsgrundsätze enthält, die auf diesen Stellenprofilen basieren, um gleichen Lohn für gleiche Arbeit durch die Standardisierung von Stellenrollen, Konsistenz und Fairness bei der Vergütung sicherzustellen. Das Job Architecture Framework wird regelmäßig vom Compensation and Benefits Team als Teil der HR-Abteilung überprüft.

Die in der ED&I-Erklärung von PATRIZIA enthaltene Richtlinie zu Gleichbehandlung, Diversität und Inklusion (ED&I) umfasst eine umfassende Definition von Diversität, die unter anderem Alter, Geschlecht, Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Behinderung, sexuelle Orientierung, religiöse Überzeugungen, kulturellen Hintergrund, Bildung, Lebenserfahrungen, sozioökonomischen Status, Familienstand und Betreuungspflichten umfasst. Sie definiert den Ansatz von PATRIZIA in Bezug auf ED&I sowie die Rollen und Verantwortlichkeiten. Es gilt für alle Mitarbeiter von PATRIZIA.

Der PATRIZIA ED&I Council fungiert als Beratungsgremium für alle ED&I-Initiativen bei PATRIZIA und steuert die Prioritäten, Programme, Maßnahmen und Kennzahlen im Bereich ED&I. Das PATRIZIA ED&I Council wird vom Group Executive Committee beaufsichtigt und von der Personalabteilung und dem Verwaltungsrat unterstützt.

Mit der Unterzeichnung ihres Arbeitsvertrags verpflichten sich alle Manager und Mitarbeiter, jegliche Diskriminierung zu unterlassen. Mit der ED&I-Strategie ergreifen PATRIZIA und das ED&I Council proaktiv Maßnahmen, um Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz zu verhindern, und fordern alle Mitarbeiter des Unternehmens auf, eigene Maßnahmen zu ergreifen, die von der Information und Sensibilisierung bis hin zu individuellen ED&I-Leistungszielen reichen. Um dies zu untermauern, werden alle Mitarbeiter aufgefordert, sich jedes Jahr ein ED&I-bezogenes Ziel zu setzen.

S1-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen

PATRIZIA führt regelmäßig Town Hall Meetings, sogenannte PAT Talks, sowie monatliche Business Update Calls durch, in denen das Management über Projekte, aktuelle Herausforderungen und den aktuellen Geschäftsverlauf informiert. Die Mitarbeiter haben dabei die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Feedback zu geben. Darüber hinaus informieren die geschäftsführenden Direktoren die Mitarbeiter monatlich über aktuelle Themen durch den sogenannten PAT A GLANCE Newsletter. Der Newsletter enthält einen Feedback-Kanal, über den die Mitarbeiter ihre Fragen, Kommentare oder Ideen mit den Machern und dem Management teilen können. Darüber hinaus unterhält PATRIZIA eine interne Website, die sogenannte PIN-Seite, auf der aktuelle Informationen veröffentlicht werden, sowie eine Social-Media-Plattform, über die alle Mitarbeiter des Unternehmens in Communities Informationen austauschen und im Dialog bleiben können.

Die weltweiten Umfragen zum Mitarbeiterengagement, bei denen es sich um anonyme Umfragen handelt, werden regelmäßig an alle Mitarbeiter verteilt, um die Effektivität der Engagementverfahren zu bewerten und ihre Meinung zu den Arbeitsbedingungen und zur allgemeinen Zufriedenheit einzuholen. Die Ergebnisse werden von der Geschäftsleitung geprüft und diskutiert, um die wichtigsten Probleme anzugehen. Die letzte globale Umfrage zum Mitarbeiterengagement wurde im Jahr 2023 durchgeführt. Die Umfrage lieferte wertvolle Erkenntnisse darüber, wo die Schwerpunkte für das Jahr 2024 gesetzt werden sollten. Die Umfrage hatte eine Gesamtrücklaufquote von 88% und lieferte eine genaue Momentaufnahme dessen, wo PATRIZIA als Unternehmen steht, anhand von ca. 60 Fragen, die sich um 15 Faktoren drehten, von Vertrauen in das Unternehmen bis hin zu Befähigung, Einbeziehung und Management. Anfang 2024 wurden die Ergebnisse intern veröffentlicht. Die Bereiche "Strategie" und "Gemeinschaft" wurden als Hauptschwerpunkte für Verbesserungen ermittelt. PATRIZIA führte im Dezember 2024 auch einen Puls-Check im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung durch, bei dem die Zufriedenheit der Mitarbeiter und deren Feedback erfragt wurde, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

In Frankfurt gibt es wöchentliche Treffen zwischen Vertretern der Personalabteilung und dem örtlichen Betriebsrat sowie mehrere Treffen pro Jahr zwischen Betriebsrat und Management, je nach Thema und Bedarf, z. B. zu organisatorischen Veränderungen, IT-Prozessen oder Systemen.

In Luxemburg trifft sich der Betriebsrat, lokal "Staff Delegation" genannt, vierteljährlich mit den lokalen Geschäftsführern sowie einem Vertreter der Personalabteilung, um sich über wichtige Themen für die Luxemburger Belegschaft auszutauschen. Jeder Mitarbeiter kann sich jederzeit an die lokalen Betriebsräte wenden, um Themen vertraulich zu besprechen.

Der Europäische Betriebsrat (European Employee Forum, EEF) hält mindestens eine jährliche Sitzung ab, auf der die Unternehmensleitung die strategische und wirtschaftliche Lage und Ausrichtung des Unternehmens erläutert und die Stimme des EEF anhört. Die Mitglieder des EEF tauschen sich regelmäßig innerhalb ihrer Gruppe aus, in der Regel alle 1-2 Monate. Im Allgemeinen kann sich jeder Mitarbeiter weltweit direkt an die EEF-Mitglieder wenden, um jedes Thema zu besprechen, das er für relevant hält.

Um ED&I bei PATRIZIA kontinuierlich voranzutreiben, wurden eine Reihe von ERGs ins Leben gerufen, die den PATRIZIAner-Gemeinschaften und Partnern eine Stimme geben. Diese Gruppen bringen PATRIZIAner aus allen Standorten zusammen, um aktiv einen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem sich jeder einbezogen, vertreten und gleichwertig geschätzt fühlt, und so einen Ort und Raum zu schaffen, an dem individuelle Bedürfnisse und Stimmen gehört und verstärkt werden. Seit 2021 haben die ERG-Leiter die folgenden Gruppen ins Leben gerufen:

PATRIZIA Advance: Konzentriert sich auf die Verbesserung der Karrieremöglichkeiten für Frauen durch Veranstaltungen, Mentoring und Partnerschaften

PATRIZIA NextGen: Unterstützung von Berufseinsteigern durch Ausbildung, Vernetzung und Rekrutierung, um PATRIZIA als bevorzugten Arbeitgeber zu positionieren

Pride Alliance: Verbindet LGBTQ+-Mitglieder und Verbündete mit dem Ziel, Gespräche über LGBTQ+-Themen zu normalisieren und Inklusivität zu fördern

Netzwerk für Working Parents & Carers (Arbeitende Eltern & Pflegende): Bietet ein unterstützendes Umfeld für diejenigen, die Arbeit und Pflege unter einen Hut bringen müssen

Gen50 Plus: Das bestmögliche Umfeld schaffen, um Erfahrungen weiterzugeben und Gesundheit und Leistungsfähigkeit lange zu erhalten.

Es ist geplant, die folgenden ERGs einzurichten: "Ganzheitliche Gesundheitsgruppe" und "Ethnie und Ethnizität oder Herkunftsgruppe".

Um das Bewusstsein für ED&I im Unternehmen weiter auszubauen und zu erhöhen, wurden die Mitarbeiter gebeten freiwillige und anonyme Fragen zur Demografie auszufüllen. Die demografischen Daten wurden verwendet, um die Unterstützung der ERGs von PATRIZIA maßgeschneidert zu gestalten und ihre Wirkung zu erhöhen. Da auch in den Due-Diligence- und Investorenfragebögen vermehrt demografische Fragen gestellt werden, ermöglichen die Ergebnisse PATRIZIA, über mehr Diversitätsdimensionen auf Unternehmensebene zu berichten. Die Umfrage hatte eine Rücklaufquote von 78%.

PATRIZIA ist seit 2024 Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC) und verpflichtet sich, die grundlegenden Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen definiert sind, zu respektieren sowie die Menschenrechte und Arbeitsstandards, wie sie von der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) definiert wurden, zu wahren. PATRIZIA verfügt über robuste Prozesse und Mechanismen, um die Einhaltung dieser internationalen Standards zu überwachen und sicherzustellen. Zu den spezifischen Mechanismen gehören ein Due-Diligence-Prozess, ein Verhaltenskodex für Lieferanten, die Einbindung von Interessengruppen, ein Whistleblowing-Mechanismus, Schulungs- und Sensibilisierungsprogramme sowie Monitoring und Berichterstattung. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, potenzielle Menschenrechts- und Arbeitsrechtsfragen proaktiv in der gesamten Wertschöpfungskette zu identifizieren und anzugehen. Das Unternehmen ist in Ländern mit hohen Standards für sichere Beschäftigung tätig, einschließlich Vorschriften zu angemessenen Löhnen, Arbeitszeiten sowie Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungsrechten, und erwartet von allen Geschäftspartnern und Lieferanten, dass sie die international anerkannten Menschenrechte respektieren. Die Richtlinien von PATRIZIA in Bezug auf die Arbeitskräfte des Unternehmens sind auf die Anforderungen der drei oben genannten Gremien (UNGC, ILO und Menschenrechtserklärung) abgestimmt.

S1-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können

PATRIZIA nimmt eine proaktive Haltung ein, um die negativen Auswirkungen der Arbeitsbedingungen auf die Mitarbeiter zu verringern. Dazu gehört die Verpflichtung, Probleme, die sich aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ergeben, zu erkennen, anzugehen und zu lösen.

PATRIZIA pflegt ein Konzept der offenen Tür, das die Mitarbeiter ermutigt, jederzeit mit ihrem Vorgesetzten, einem Vertreter des HR-Teams, einem Betriebsratsmitglied oder Vertrauenspersonen aus den ERGs über Anliegen oder Beschwerden ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus ist das Verfahren für Mitarbeiterbeschwerden in den jeweiligen Arbeitsverträgen, Handbüchern oder lokalen Richtlinien festgelegt. Dies berührt nicht die weitergehenden Rechte, die in den meisten Ländern, in denen PATRIZIA tätig ist, durch lokale Gesetze bestehen. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter ermutigt, ihre Bedenken bei ihren Vorgesetzten oder in den regelmäßig stattfindenden Town-Hall-Meetings vorzubringen. Wenn formelle Beschwerden vorgebracht werden, werden diese von der Personalabteilung vertraulich behandelt. Sobald sie untersucht wurden und ein Ergebnis vorliegt, überwacht die Personalabteilung die Umsetzung von Empfehlungen oder Abhilfemaßnahmen.

PATRIZIA ist bestrebt, gute Beziehungen zu den Mitarbeitern zu pflegen und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter sich in der Lage fühlen, ihre Ansichten und Bedenken sowohl auf informeller als auch auf formeller Basis über die verschiedenen vorstehend genannten Strukturen und Prozesse zu äußern. Um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter diese Strukturen und Prozesse kennen und ihnen vertrauen, um Bedenken oder Bedürfnisse zu äußern und diese anzusprechen, steht PATRIZIA regelmäßig mit den verschiedenen formellen und informellen Mitarbeitergruppen, wie z. B. Betriebsräten oder ERGs, in Kontakt. PATRIZIA führt außerdem regelmäßig eine Mitarbeiterbefragung durch, bei der die Mitarbeiter gefragt werden, ob sie das Gefühl haben, eine abweichende Meinung äußern zu können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen, und ob bei PATRIZIA eine offene und ehrliche Kommunikation stattfindet. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung werden dann analysiert und Maßnahmen ergriffen, wenn der Eindruck besteht, dass im gesamten Konzern oder in bestimmten Abteilungen mehr getan werden muss.

Wo diese Kanäle nicht geeignet sind, können Mitarbeiter sowie Dritte das digitale Hinweisgebersystem von PATRIZIA nutzen, um Hinweise auf mögliche oder tatsächliche Gesetzes- oder Regelverstöße auch anonym zu übermitteln. Das System ermöglicht einen sicheren und vertraulichen Austausch zwischen dem Hinweisgeber und Compliance über einen anonymisierten Briefkasten. Jede Meldung wird einer gründlichen Untersuchung unterzogen. Während des gesamten Bearbeitungsprozesses werden höchste Vertraulichkeit und Gleichbehandlung des Hinweisgebers gewahrt. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Informationen per Brief zu übermitteln. Die Informationen sind auch im Compliance-Handbuch enthalten, das an alle Mitarbeiter bei Dienstantritt verteilt wird. Darüber hinaus sind die Informationen über das digitale Hinweisgebersystem und die Kontaktdaten auf der internen PIN-Seite und auf der externen PATRIZIA Website zu finden: https://www.patrizia.ag/de/unser-unternehmen/compliance/.

S1-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

Arbeitsbedingungen

Die beiden wichtigsten Maßnahmen, die im Jahr 2024 ergriffen wurden, um die Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen anzugehen, waren die Einführung und Umsetzung der Initiative "Fit For Future" und die weitere Arbeit am Konzept "New Work". Alle anderen in diesem Abschnitt genannten Maßnahmen sind ergänzende Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen.

Die Ende 202 durchgeführte Umfrage zum Mitarbeiterengagement ergab, dass die Bereiche "Strategie" und "Gemeinschaft" die wichtigsten Schwerpunkte für Verbesserungen sind. Als Reaktion darauf führte die Gesellschaft 2024 "Fit for Future" ein, eine PATRIZIA-weite Initiative zur Zukunftssicherung des Unternehmens, die den Schwerpunkt auf exzellente Ausführung legt und einen neuen Geist der Verantwortung und Rechenschaftspflicht bei der Problemlösung fördert. Die Initiative wurde Anfang 2024 gestartet und die Konzeptphase Ende 2024 abgeschlossen, um die Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit transparenter Kommunikation, integrativer Kultur sowie Engagement und Produktivität zu minimieren. Die Initiative erforderte keine nennenswerten Betriebs- oder Investitionsausgaben und ist nun abgeschlossen, sodass weder aktuell noch zukünftig benötigte Finanzmittel ausgewiesen werden. Im Fokusbereich "Gemeinschaft", der sich auf die negativen und positiven Auswirkungen sowie die Risiken bezieht, konzentrierte sich die Arbeitsgruppe Kultur im Rahmen der Initiative "Fit for Future" auf vier zentrale Ergebnisse der Umfrage:

Förderung einer Kultur der funktionsübergreifenden Zusammenarbeit auf allen Ebenen und in allen Abteilungen

Verbesserung der Transparenz durch offene Kommunikation und angemessenen und klaren Informationsaustausch

Pflege der Leistungsgesellschaft und Streben nach einer Leistungskultur, die durch ein motivierendes Anerkennungssystem gestärkt wird

Stärkung der individuellen Verantwortlichkeit, um das Vertrauen zu stärken und die Fähigkeit zur Durchführung strategischer Projekte zu verbessern

Eine weitere wichtige Maßnahme für PATRIZIA im Jahr 2024 war das Bestreben, seinen Mitarbeitern modernste Büroräume zur Verfügung zu stellen, die eine Bandbreite an Vorteilen bieten und somit die Zufriedenheit, Produktivität und das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern sowie den positiven und negativen Auswirkungen, Risiken und Chancen Rechnung tragen. Während die Büros in Luxemburg und Frankfurt bereits in den Vorjahren nach dem New-Work-Konzept umgestaltet worden waren, folgten 2024 die Büros in Hamburg und London. In London wurde ein neuer internationaler Hub errichtet, der 2024 in ein neues Büro mit offenem Grundriss, flexiblen Arbeitsbereichen, Ruhezonen, einem Fitnessstudio, einem Familienzimmer, einem Besinnungsraum sowie einem Café, einer Bar und einem Restaurant umzogen ist. In Hamburg wurde das Büro unter Beibehaltung des typischen offenen Grundrisses umgestaltet und um ein einzigartiges Element ergänzt, den so genannten "Dschungelraum". Dieser Bereich ist mit üppigen Grünpflanzen bestückt und umfasst sechs einzelne Arbeitsplätze, die durch Pflanzenwände voneinander getrennt sind, sodass die Kollegen die Umgebung in vollen Zügen genießen können. All diese Eigenschaften der Büros und Maßnahmen begrenzen die IROs in Bezug auf Wohlbefinden, Arbeitsbedingungen, Fluktuationsraten, Gesundheitsprobleme und Arbeitszufriedenheit. Im Jahr 2025 soll auch das Augsburger Büro in eine neue und hochmoderne Zentrale umziehen. Zu den weiteren Maßnahmen zur Minderung negativer Auswirkungen auf die Belegschaft, insbesondere in Bezug auf ökologische und klimatische Aspekte, gehören das in einigen Ländern angebotene "Cycle to Work"-Programm, die Richtlinie für Elektrofahrzeuge, Freiwilligentage und die Förderung des Abschaltens vonComputern, des Ausschaltens von Licht und des Energiesparens im Büro. Das Konzept "New Work" hat derzeit und in Zukunft keine nennenswerten Investitions- oder Betriebskosten, daher werden keine aktuellen oder zukünftigen finanziellen Ressourcen ausgewiesen.

Die folgenden Maßnahmen wurden von PATRIZIA ebenfalls im Jahr 2024 in Bezug auf die Arbeitsbedingungen ergriffen. Diese Maßnahmen sind für PATRIZIA von Bedeutung, stellen aber keine Schlüsselmaßnahmen dar, über die in vollem Umfang berichtet werden muss.

In den Jahren 2023 und 2024 erhielten Mitarbeiter auf unteren und mittleren Ebenen der Hierarchie eine freiwillige Einmalzahlung, um den inflationsbedingten Anstieg der Lebenshaltungskosten auszugleichen. Im Jahr 2024 wurde auch die globale Richtlinie für mobiles Arbeiten erneuert, wodurch ein hohes Maß an Flexibilität für alle Mitarbeiter beibehalten wurde.

Während der Woche des Bewusstseins für psychische Gesundheit im Jahr 2023 veranstaltete PATRIZIA unternehmensweite Webinare über die Bedeutung von Bewegung für die psychische Gesundheit und wies darauf hin, wie sich Mitarbeiter über die PATRIZIA Academy an virtuellen Schulungen zu Selbstwahrnehmung, Resilienz und Stressbewältigung beteiligen können. Sie wurden ermutigt, sich bei psychischen Problemen oder in schwierigen Zeiten vertraulich an zertifizierte PATRIZIA-Ersthelfer für psychische Gesundheit zu wenden oder die in den Büros weltweit verfügbaren Erste-Hilfe-Sets für psychische Gesundheit zu nutzen. Diese Unterstützung, allgemeine interne Kommunikation und Informationen sowie regelmäßige Schulungen wurden auch im Jahr 2024 angeboten und stehen allen PATRIZIAnern zur Verfügung. Eine weitere Woche des Gesundheitsbewusstseins ist in absehbarer Zukunft geplant.

Des Weiteren untersuchten Projektteams modernste Mitarbeiterentwicklungsprogramme, die konsequente Anwendung des Anreizsystems und Programme zur nichtfinanziellen Anerkennung, was zu neuen oder aktualisierten Richtlinien in den Bereichen Weiterempfehlung, Einstellung und Beförderung sowie zur Einführung einer aktualisierten globalen Richtlinie für mobiles Arbeiten, entsprechender Toolkits sowie eines Internal Mobility Job Boards führte. Darüber hinaus wurde die NextGen Challenge als neues Programm zur Förderung von jungen Berufstätigen sowie das ElevateHER-Programm als wichtiger Bestandteil des Fahrplans zur Geschlechtervertretung eingeführt. Zudem ist die Einführung von 360-Grad-Beurteilungen sowie von People & Culture Scorecards geplant, um die Leistungsmessung entsprechend zu unterstützen.

Außerdem wird der Schulungskatalog der PATRIZIA Academy ständig überprüft, um den Bedürfnissen der PATRIZIA Mitarbeiter in Bezug auf Risiken durch die Arbeitsbedingungen sowie in Bezug auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle bestmöglich gerecht zu werden. Im Jahr 2024 wurden im Einklang mit den in der Engagement-Umfrage ermittelten Schwerpunktbereichen und in Anlehnung an den allgemeinen Fokus auf Zusammenarbeit, Durchführung und Leistung neue Schulungen in den Bereichen ED&I, Führung und Management, persönliche Effektivität und Wohlbefinden angeboten. Die Kurse wurden in Zusammenarbeit mit langjährigen externen Trainern entwickelt und durchgeführt.

PATRIZIA berücksichtigt und unterstützt viele persönliche Arbeitsumstände und verfügt über umfassende Richtlinien und Praktiken für Familienzeit, die Mutterschaft, Vaterschaft, Adoption, gemeinsame Elternschaft, Elternzeit, Freistellung für Angehörige, flexible Arbeitszeiten, Sonderurlaub, Schöffentätigkeit und unbezahlten Urlaub abdecken, um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu fördern. Darüber hinaus bietet PATRIZIA flexible Arbeitszeiten und besitzt eine globale Richtlinie für mobiles Arbeiten, die für alle Mitarbeiter von PATRIZIA gilt. Darüber hinaus engagiert sich PATRIZIA für das Wohlbefinden der Mitarbeiter, indem sie die körperliche, geistige und emotionale Gesundheit der gesamten Belegschaft fördert. Die Einzelheiten sind im Mitarbeiterhandbuch aufgeführt und weitere Informationen sowie Angebote finden sich im Intranet im Abschnitt "Wohlbefinden". Das Intranet enthält auch zusätzliche Angebote zum psychischen, physischen und sozialen Wohlbefinden, Schulungen in der PATRIZIA Academy sowie die Kontaktdaten lokaler "Mental Health First Aiders" für Hilfe und Unterstützung. Seit 202 können alle Büros weltweit "Mental Health First Aid Kits" anfordern.

Das Unternehmen ist bestrebt, attraktive, interessante Positionen mit motivierenden Vergütungen anzubieten, einschließlich relevanter Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Förderung der beruflichen und persönlichen Entwicklung, um allen PATRIZIAnern den Zugang zu einer sinnvollen Karriere zu ermöglichen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Alle Mitarbeiter sind eingeladen, an einer Vielzahl von Schulungsmöglichkeiten teilzunehmen, darunter die PATRIZIA Academy, Sprachkurse und externe Schulungen, die über die Intranetseite zugänglich sind. Die Academy verfügt über eine Bandbreite an internen und externen Fachreferenten, die jedem Mitarbeiter die Möglichkeit bieten, sich in einer Vielzahl von karrierespezifischen Themen weiterzubilden und Einblicke zu gewinnen.

Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Die wichtigste Maßnahme, die im Jahr 2024 ergriffen wurde, um die Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle anzugehen, waren die laufenden Schulungsprogramme. Diese Maßnahme bezieht sich auf die IROs, indem sie die Chancengleichheit fördert, zum Abbau gesellschaftlicher Ungleichheiten sowie zu einer gerechteren Gesellschaft beiträgt, Diskriminierung ausmerzt und die Förderung einer toxischen Arbeitskultur verhindert.

PATRIZIA bietet allen Mitarbeitern jährlich eine Reihe von ED&I-Schulungen an. Im Jahr 2022 wurden 17 virtuelle und persönliche Schulungen zu ED&I durchgeführt, die den Dialog und das Engagement der Mitarbeiter verbesserten. Dies setzte sich im Jahr 2023 fort, als über 900 Mitarbeiter an mehr als 30 ESG-Schulungen teilnahmen, darunter 21 Schulungen zu ED&I-Themen. Im Rahmen der PATRIZIA Academy wurden 2024 insgesamt 13 Online-Kurse zum Thema ED&I angeboten, die von insgesamt 132 Teilnehmern besucht wurden. Die Schulungen verursachen keine nennenswerten Investitions- oder Betriebskosten, sodass weder aktuell noch zukünftig benötigte Finanzmittel ausgewiesen werden.

Die unten aufgeführten Maßnahmen sind ergänzende Maßnahmen in Bezug auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um Schlüsselmaßnahmen, weshalb nicht weiter über sie berichtet wird.

Im Jahr 2024 wiederholte PATRIZIA das Angebot spezieller Führungs- und Managementtrainings (insgesamt 18) durch die PATRIZIA Academy, wobei die Schwerpunkte auf kollaborativer Entscheidungsfindung, der Entwicklung verantwortungsbewusster Teams, der Führung durch Veränderungen sowie der Förderung des Wohlbefindens und der psychologischen Sicherheit von Teams lagen. PATRIZIA untersuchte eine weitere Ausweitung des Angebots in Bezug auf spezielle Anti-Bias-Schulungen mit dem Ziel, ab dem vierten Quartal 2024 obligatorische Anti-Bias-Schulungen für Manager einzuführen. Darüber hinaus wurde das Entwicklungsprogramm RISE, das sich an Manager richtet, die zum ersten Mal Personalverantwortung übernehmen, im Jahr 2024 überarbeitet, wobei ein Schwerpunkt auf Anti-Bias-Schulungen lag, in denen auch PATRIZIAs aktualisierte Rekrutierungspolitik hervorgehoben wurde.

Im Jahr 2023 wurde die ED&I-Strategieerklärung veröffentlicht und eine Datenerhebung im Rahmen einer globalen Umfrage zum Mitarbeiterengagement durchgeführt. Die Umfrage diente als wesentliche Methode zur Erfassung interner Daten und zur Einholung von Feedback von allen Mitarbeitern. Sie bietet dem Management die Möglichkeit, die Unternehmenskultur von PATRIZIA aus der Sicht der Mitarbeiter kennenzulernen, ihre Stärken zu erfahren und Bereiche zu ermitteln, in denen Anpassungen erforderlich sind, um zukünftige Ziele zu erreichen. Die Umfrage lieferte wertvolle Erkenntnisse darüber, worauf PATRIZIA sich im Jahr 2024 konzentrieren sollte. Die ERG-Leiter und -Mitglieder spielten eine entscheidende Rolle bei der Information und Unterstützung unserer unternehmensweiten Kulturinitiative im Rahmen des umfassenderen Programms "Fit for Future". Die Mitglieder der ERG waren an Projekten wie der nichtfinanziellen Anerkennung, der Aktualisierung der Unternehmenswerte sowie der Untersuchung des Fahrplans für die Geschlechtervertretung beteiligt. Ihre Ansichten und ihr Beitrag trugen dazu bei, die Unternehmenskultur von PATRIZIA zu formen und positiv zu beeinflussen.

PATRIZIA plant, die guten Arbeitsbedingungen und die Work-Life-Balance seiner Mitarbeiter sowie die Entwicklungsmöglichkeiten durch flexible Arbeitsregelungen, den Fokus auf Mitarbeiterhilfsprogramme und die Einführung interner Mobilitäts- und Beförderungsrichtlinien weiter zu verbessern.

PATRIZIA wird 2025 eine weitere Umfrage zum Mitarbeiterengagement durchführen, um die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen und die Verbesserungen in den seit der letzten Umfrage identifizierten Schwerpunktbereichen zu verfolgen. PATRIZIA erwägt außerdem einen "Echtzeit"-Ansatz zur Erfassung von Mitarbeiterfeedback durch den Einsatz gezielter Pulsbefragungen, die von Zeit zu Zeit zusätzlich zur regelmäßigen umfassenden Mitarbeiterbefragung durchgeführt werden, und wird im Rahmen der nächsten Mitarbeiterbefragung auch eine 360-Grad-Feedback-Überprüfung durchführen, um die transparente Kommunikation weiter zu verbessern. PATRIZIA verfolgt die Wirksamkeit der Maßnahmen auch durch informelles Mitarbeiterfeedback in den verschiedenen ERGs, ED&I Council und Betriebsratssitzungen. PATRIZIA hat das zu erreichende Ziel noch nicht definiert.

Die Mitarbeiter werden gebeten, jährliche ED&I-Leistungsziele festzulegen, um ihre Wahrnehmung zu schärfen oder ihr direktes Arbeitsumfeld in Bezug auf ED&I-Themen zu verbessern. Darüber hinaus fördert PATRIZIA weiterhin ein günstiges Arbeitsumfeld und überprüft seine Maßnahmen, Richtlinien und Grundsätze kontinuierlich.

Außerdem kann PATRIZIA auf einen umfassenden Katalog bestehender Programme zurückgreifen, die regelmäßig und nach Bedarf stattfinden. Dazu gehören die Programme "H RIZ NS", das zweigleisige Nachwuchsprogramm von PATRIZIA für Neueinsteiger ("Step In") und für bestehende Mitarbeiter ("Step Up"), "FUTURES", das aufstrebende Führungskräfte fördert, "RISE" zur Unterstützung von Mitarbeitern, die zum ersten Mal die Rolle eines Personalmanagers übernehmen, sowie von erfahrenen Managern, die zum ersten Mal Personalmanagement-Verantwortung bei PATRIZIA übernehmen, ein integratives Führungsprogramm namens "Momentum", "UnThink", ein Reverse-Mentoring-Programm für Führungskräfte und junge Berufstätige, die "NextGenChallenge", um die Sichtbarkeit von Nachwuchstalenten zu erhöhen, indem Design Thinking zur Lösung realer Herausforderungen bei PATRIZIA eingesetzt wird, "ElevateHER", ein Förderprogramm für weibliche Führungskräfte, sowie eine Partnerschaft mit "Moving Ahead", einem externen Mentoring-Programm für weibliche Talente. PATRIZIA bietet zwei Ausbildungsprogramme für Berufseinsteiger an, die einen Abschluss als Kauffrau/-mann für Büromanagement oder als Immobilienkauffrau/-mann erwerben können. Die Ausbildungsprogramme können auch mit einem Hochschulstudium (duales Studium) an speziellen Hochschulen in Deutschland kombiniert werden. Darüber hinaus bietet PATRIZIA ein duales Bachelor-Studienprogramm in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Immobilienmanagement oder Rechnungswesen/Controlling an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) an.

Das konzernweite Beurteilungssystem soll sicherstellen, dass jeder Mitarbeiter ein klares Verständnis für seinen Fortschritt und seine Ausrichtung innerhalb seiner beruflichen Rolle hat und so zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt. Im Gegenzug bietet der Prozess jedem Mitarbeiter die Möglichkeit, seine eigenen Fortschritte zu überprüfen und Bereiche für weitere Entwicklung oder Interessen zu identifizieren. Der Prozess zur Leistungsförderung ist in Prozessleitfäden auf der PATRIZIA-Intranetseite festgelegt, und der Prozess wird regelmäßig überprüft und vom HR-Team verantwortet.

Bitte beachten Sie ESRS 2 für die Zuordnung der wesentlichen ESRS-Themen und des Risikomanagementsystems.

S1-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Wie unter S1-4 beschrieben, führt PATRIZIA regelmäßig die Mitarbeiterbefragung durch, um negative Auswirkungen zu minimieren, positive Effekte zu verstärken, Risiken zu reduzieren und Chancen zu nutzen. Diese Umfrage ermöglicht eine detaillierte Analyse, wie die Mitarbeiter Veränderungen, Initiativen und den aktuellen Arbeitsplatz/das aktuelle Arbeitsumfeld wahrnehmen und welche positiven oder negativen Auswirkungen sie haben.

Auf der Grundlage der Ergebnisse werden Ziele für die geschäftsführenden Direktoren definiert und bewertet. Diese Ziele beziehen sich nicht nur auf die Umsetzung spezifischer Maßnahmen, sondern vor allem auf die gezielte Verbesserung der Ergebnisse in bestimmten Umfragebereichen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Initiativen des Unternehmens die beabsichtigte Wirkung auf die Belegschaft erzielen und sinnvolle Fortschritte vorantreiben. Je nach Relevanz können diese Ziele innerhalb der Organisation weiter kaskadiert und in Abteilungen und Teams integriert werden, um eine breite Akzeptanz und nachhaltige Umsetzung zu gewährleisten.

Ein Beispiel für ein solches Unternehmensziel ist das neue qualitative Ziel "Zusammenarbeit" von PATRIZIA, das definiert, wie die Mitarbeiter als Unternehmen zusammenarbeiten. Dieses Ziel wurde 2024 unternehmensweit eingeführt und wird nun systematisch bewertet, um den Fortschritt effektiv zu messen.

Neben der Mitarbeiterbefragung werden regelmäßig weitere statistische Daten, wie z. B. die Fluktuationsrate, von der Risikoabteilung von PATRIZIA erhoben, analysiert und aufbereitet, um sicherzustellen, dass sie definierte Schwellenwerte nicht überschreiten. Diese Erkenntnisse werden regelmäßig den wichtigsten Entscheidungsgremien, wie z. B. dem Verwaltungsrat, zur Verfügung gestellt, um Trends frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf gezielt gegenzusteuern.

Zur Unterstützung der ED&I-Strategie hat PATRIZIA messbare und erreichbare Ziele für die Diversität festgelegt. Die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele werden mindestens einmal jährlich gemessen und dem GEC und dem Verwaltungsrat gemeldet. Im Jahr 2024 aktualisierte PATRIZIA diese Ziele aufgrund der Veränderungen im Verwaltungsrat, des neu eingesetzten GEC, das aus sechs ernannten geschäftsführenden Direktoren besteht, und der neu definierten Führungsebenen unterhalb der geschäftsführenden Direktoren. Der Verwaltungsrat hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum 31. Dezember 2028 einen Frauenanteil von 40% im Verwaltungsrat (bisheriges Ziel: 29%) und einen Frauenanteil von 33% bei den geschäftsführenden Direktoren (bisheriges Ziel: 25%) zu erreichen.

PATRIZIA strebt danach, die Diversität und Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der Organisationshierarchie zu fördern, indem auch die beiden Führungsebenen unterhalb des GEC angesprochen werden. Die derzeitige Berichtslinienstruktur in Kombination mit den Verantwortlichkeiten im Personalmanagement spiegelt das Engagement des Unternehmens für Klarheit in der Verantwortlichkeit der Führungskräfte wider, das sowohl die Aufsicht über Teams als auch umfassendere Verantwortlichkeiten wie finanzielle Entscheidungen und die Vertretung nach außen umfasst. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass dieser Ansatz eine klar definierte Hierarchie fördert, die sicherstellt, dass die Führungsebenen klar voneinander abgegrenzt sind und die Entwicklung von Führungsqualitäten sowie die betriebliche Effizienz effektiv unterstützen, und daher auch eine geeignete Struktur zur Festlegung der Führungsebenen darstellt.

Die erste Führungsebene unterhalb der Executive Directors (EDs) umfasst alle Mitarbeiter, die direkt an einen der EDs berichten und People Manager sind. Ein "People Manager" wird hiermit als ein Mitarbeiter definiert, der disziplinarische Verantwortung innerhalb von PATRIZIA trägt, d. h. er ist formell für die Leistung, Entwicklung und Einhaltung der Unternehmensrichtlinien seiner direkt unterstellten Mitarbeiter verantwortlich. Das bis zum 31. Dezember 2028 zu erreichende Ziel für den Frauenanteil liegt bei 25%.

Die zweite Führungsebene unterhalb der EDs wird definiert als alle Mitarbeiter mit Personalverantwortung (People Manager), die direkt an die erste Führungsebene unterhalb der EDs berichten. Das bis zum 31. Dezember 2028 zu erreichende Ziel für den Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene liegt bei 30%.

Die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele für Diversität werden dem ED&I Council und den zuständigen ERGs mitgeteilt. Die ERGs geben Anregungen zu PATRIZIAs ED&I-Strategie und den verschiedenen Initiativen, die zur Förderung von Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion bei PATRIZIA ergriffen wurden. Ein Beispiel hierfür ist die ERG PATRIZIA Advance, die Vorschläge zur Verbesserung der Geschlechtervertretung bei PATRIZIA unterbreitet.

Neben den bestehenden ERGs wurde Anfang 2024 die ERG Gen50 Plus ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, das bestmögliche Umfeld zu schaffen, um Erfahrungen weiterzugeben und Gesundheit und Leistung lange zu erhalten. Einer der Schwerpunkte ist daher die stufenweise Einführung von Teilzeitarbeit/Ruhestand neben den bereits bestehenden Angeboten der PATRIZIA, z.B. durch externe Partner.

Durch diesen oben erwähnten strukturierten und teilweise datengesteuerten Ansatz stellt PATRIZIA eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen sicher, fördert aktiv Gleichbehandlung und Chancengleichheit und treibt einen nachhaltigen Wandel innerhalb der Organisation voran. PATRIZIA hat keine Ziele in Bezug auf das Thema Arbeitsbedingungen festgelegt. PATRIZIA hält es nicht für notwendig, Ziele zu diesem Thema festzulegen, da die Auswirkungen, Risiken und Chancen schwer zu quantifizieren sind, eine individuelle Perspektive darstellen oder etwas, für das ein Ziel als nicht anwendbar erachtet wird. PATRIZIA wird möglicherweise in Zukunft versuchen, Ziele einzuführen. PATRIZIA verfolgt nicht die Wirksamkeit seiner Maßnahmen zur Einhaltung der IRO. Die oben genannten Ziele basieren nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen und die Stakeholder waren nicht an der Zielsetzung beteiligt.

S1-6 - Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens

Mitarbeiter der PATRIZIA inkl. AIP

2024 2023
Mitarbeiter (Personenzahl) 921 1,007
Vollzeitäquivalente (FTE) 15 887 971

Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte PATRIZIA insgesamt 921 Mitarbeiter oder 887 FTE (2023: 1.007 Mitarbeiter oder 971 FTE).

Ein Vollzeitäquivalent (FTE) stellt, wie oben angegeben, eine standardisierte Einheit der Arbeitsbelastung eines Mitarbeiters dar, die auf der vollen wöchentlichen Arbeitszeit eines bestimmten Landes oder einer bestimmten Region basiert. Eine 100%-Stelle entspricht der vollen regulären Arbeitszeit eines Landes, z. B. 40 Stunden pro Woche in Deutschland. Teilzeitstellen oder reduzierte Arbeitszeiten werden anteilig berechnet. So entspricht eine 50%-Stelle in Deutschland 20 Stunden pro Woche.

Die in der obigen Tabelle aufgeführten Zahlen für die Mitarbeiterzahl und die FTEs enthalten keine Praktikanten, Werkstudenten und Mitarbeiter in Elternzeit oder unbezahlte Mitarbeiter in Deutschland wie beispielsweise Langzeitkranke. In den weiter unten aufgeführten Übersichten und Statistiken sind 12 Mitarbeiter (10,6 FTE) von Advantage Investment Partners aufgrund der begrenzten Datenverfügbarkeit nicht enthalten, sodass sich die Angaben auf eine gesamte Mitarbeiterzahl von 909 (Personenzahl) beziehen. Alle angegebenen Zahlen beziehen sich auf den 31. Dezember 2024, sofern nicht anders angegeben.

15 Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Anteil an der Arbeitszeit gewichtet.

Mitarbeiter der PATRIZIA nach Geschlecht (Personenzahl)

2024 2023
Männlich 489 554
Weiblich 420 453
Mitarbeiter gesamt 909 1007

Mitarbeiter der PATRIZIA nach Ländern (Personenzahl)

2024
Deutschland 539
Großbritannien 173
Luxemburg 53
Andere 16 144
Mitarbeiter gesamt 909

Eine Gegenüberstellung der oben genannten Informationen mit der repräsentativsten Zahl in den Finanzberichten finden Sie in Kapitel 7.5 im Anhang zum Konzernabschluss.

Mitarbeiter der PATRIZIA nach Regionen (Personenzahl)

2024
Europa 853
davon Deutschland 539
davon Luxemburg 53
davon Großbritannien 173
Amerika 2
Asien-Pazifik 54
Naher Osten und Nordafrika 0
Mitarbeiter gesamt 909

Mitarbeiter der PATRIZIA nach Vertragsart, aufgeschlüsselt nach Geschlecht (Personenzahl)

2024
Vertragsart Weiblich Männlich Gesamt
Anzahl der Arbeitnehmer 420 489 909
Zahl der Arbeitnehmer mit unbefristeten Arbeitsverträgen (Personenzahl) 405 470 875
davon Anzahl der geschäftsführenden Direktoren 0 6 6
Zahl der Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverträgen (Personenzahl) 15 13 28
davon Anzahl der Lehrstellen 6 0 6
davon Anzahl der dualen Studenten 2 5 7
Zahl der Abrufkräfte (Personenzahl) 0 0 0
Zahl der Vollzeitkräfte (Personenzahl) 316 474 790
Zahl der Teilzeitkräfte (Personenzahl) 104 15 119

Mitarbeiter der PATRIZIA nach Vertragsart, aufgeschlüsselt nach Ländern mit mehr als 50 Mitarbeitern oder mindestens 10% der gesamten Mitarbeiter (Personenzahl)

2024
Vertragsart Deutschland Luxemburg Vereinigtes Königreich
Zahl der Arbeitnehmer (Personenzahl) 539 53 173
Zahl der Arbeitnehmer mit unbefristeten Arbeitsverträgen (Personenzahl) 515 53 166
davon Anzahl der geschäftsführenden Direktoren 5 0 1
Zahl der Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverträgen (Personenzahl) 19 0 6
davon Anzahl der Lehrstellen 6 0 0
davon Anzahl der dualen Studenten 7 0 0
Zahl der Abrufkräfte (Personenzahl) 0 0 0
Zahl der Vollzeitkräfte (Personenzahl) 447 45 169
Zahl der Teilzeitkräfte (Personenzahl) 92 8 4

16 Umfasst alle anderen Länder, in denen PATRIZIA tätig ist, mit Ausnahme von Deutschland, Großbritannien und Luxemburg

Die Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten und erhalten daher Flexibilität und moderne Arbeitsplätze. Neben modernen, flexiblen Arbeitsplätzen werden verschiedene Arbeitsmodelle angeboten, die auf die individuellen Bedürfnisse und Lebenssituationen der Mitarbeiter zugeschnitten sind. Aus diesem Grund wird eine beträchtliche Anzahl von Teilzeitkräften beschäftigt, die es den Mitarbeitern ermöglichen, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und mehr Raum für persönliche Interessen, Hobbys oder familiäre Verpflichtungen zu schaffen. Darüber hinaus werden befristete Verträge angeboten, die in erster Linie zur Bewältigung erhöhter Arbeitsbelastung oder zur Unterstützung zeitlich begrenzter Projekte eingesetzt werden.

Berechnung der Fluktuation auf der Grundlage des Personalbestands

Im Berichtszeitraum verzeichnete PATRIZIA eine Fluktuationsrate von 16,8%, was einer Gesamtzahl von 159 Mitarbeitern entspricht, die PATRIZIA verlassen haben. Die Fluktuationsrate wurde durch die jüngsten Umstrukturierungsmaßnahmen beeinflusst, die zu einer unfreiwilligen Fluktuationsrate von 7,0% führten, was einer freiwilligen Fluktuationsrate von 9,8% entspricht. Bemerkenswert ist, dass diese freiwillige Fluktuationsrate unter 10% bleibt, was PATRIZIAs Fähigkeit widerspiegelt, ein motivierendes und unterstützendes Arbeitsumfeld in einem herausfordernden Markt zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter geschätzt und motiviert fühlen, eine langfristige Karriere bei uns aufzubauen.

Berechnung der Fluktuation - Methodik

Methodik zur Berechnung der Fluktuation und Annahmen für die Zusammenstellung von Personaldaten

Gekündigte Mitarbeiter: Der Zähler in der Fluktuationsberechnung umfasst alle gekündigten Mitarbeiter, mit Ausnahme von Mitarbeitern mit befristeten Verträgen. Befristete Mitarbeiter werden nicht in die Kündigungszahlen einbezogen, da ihr Ausscheiden auf dem Ablauf eines im Voraus festgelegten Vertrags und nicht auf freiwilliger oder unfreiwilliger Fluktuation beruht. Freiwillige Kündigungen beziehen sich auf vom Arbeitnehmer initiierte Trennungen, wie Kündigungen und Pensionierungen. Diese Austritte erfolgen nach Ermessen des Arbeitnehmers und werden nicht vom Arbeitgeber initiiert. Unfreiwillige Kündigungen stellen vom Arbeitgeber initiierte Trennungen dar, einschließlich Kündigungen aufgrund von Leistung, Entlassungen, Freisetzungen oder anderen organisatorischen Entscheidungen.

Kopfzahl-Berichterstattung: Die vorgelegten Daten werden nach der Anzahl der Mitarbeiter und nicht nach FTE ausgewiesen. Jeder Mitarbeiter wird unabhängig von seinen Arbeitsstunden als eine Einheit gezählt. Diese Methode ermöglicht eine einfache Zählung der Anzahl der Beschäftigten ohne Anpassung an den Teilzeit- oder Vollzeitstatus.

Berichtszeitraum und Berechnung des Personalbestands: Daten zum Ende des Berichtszeitraums: Die Berechnungsmethode berücksichtigt die Zahlen zum "Personalbestand am Monatsende" für jeden einzelnen Monat des Berichtszeitraums (z. B. 2024-01, 2024-02 usw.). Diese Zahlen spiegeln die Gesamtzahl der Beschäftigten am letzten Tag des jeweiligen Monats wider und stellen eine Momentaufnahme der Belegschaft zu diesen Zeitpunkten dar.

Durchschnittlicher monatlicher Personalbestand: Der "durchschnittliche monatliche Personalbestand" wird berechnet, indem die am Ende eines jeden Monats erfassten Personalbestände addiert und dann durch die Anzahl der Monate des Berichtszeitraums geteilt werden. Dieser Durchschnittswert bietet ein stabileres und repräsentativeres Maß für die Mitarbeiterzahl im Berichtszeitraum und gleicht monatliche Schwankungen aus.

Durchschnittliche monatliche Mitarbeiterzahl = Summe der monatlichen Mitarbeiterzahlen / Anzahl der Monate

Zum Beispiel beträgt bei einer Summe der monatlichen Mitarbeiterzahlen von 5.946 über sechs Monate die durchschnittliche monatliche Mitarbeiterzahl 991.

Berechnung der Fluktuationsrate: Die Fluktuationsrate wird anhand der durchschnittlichen monatlichen Mitarbeiterzahl als Nenner ermittelt. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Fluktuationsrate die durchschnittliche Mitarbeiterzahl über den Berichtszeitraum hinweg genau widerspiegelt und nicht nur eine Momentaufnahme zu einem einzigen Zeitpunkt ist.

Fluktuation % = Anzahl der Kündigungen / durchschnittliche monatliche Mitarbeiterzahl x 100

Durch die Verwendung der Kopfzahl und die Berechnung des durchschnittlichen monatlichen Personalbestands gewährleistet diese Methode eine klare und genaue Darstellung des Personalbestands und der Fluktuationsraten, was eine bessere Analyse und Entscheidungsfindung ermöglicht.

S1-7 Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens

Wie bereits beschrieben, werden Berater eingesetzt, die z. B. in Rechts-, Steuer- oder IT-Fragen beraten, und Zeitarbeitskräfte, die die Stammbelegschaft bei Arbeitsspitzen unterstützen. Dies kann durch Dritte oder Auftragnehmer erfolgen. In beiden Fällen erfolgt dies in einen rechtskonformen Prozess. Zu den Auftragnehmern gehören Selbstständige und Zeitarbeitskräfte aus der Arbeitnehmerüberlassung.

Alle externen Mitarbeiter, die als Auftragnehmer im Sinne der oben genannten Definition gelten, werden in PATRIZIAs IT-Systemen geführt, da ihre Rolle den Zugriff auf Hardware und Software erfordert. Die hier dargestellten Daten basieren auf einer Momentaufnahme vom 4. Dezember 2024. Dadurch wird eine genaue Darstellung der Anzahl externer Ressourcen in Form von Auftragnehmern gewährleistet.

Die gemeldete Anzahl der Auftragnehmer wird als Kopfzahl angegeben und spiegelt den Stand am Ende des Berichtszeitraums wider. Diese Methodik wurde gewählt, um die Konsistenz und Zuverlässigkeit der Berichterstattung zu gewährleisten.

Nicht zum PATRIZIA Konzern gehörende Mitarbeiter (Kopfzahl)

2024
Auftragnehmer (Selbstständige und Zeitarbeiter aus der Arbeitnehmerüberlassung) 20
Gesamte Nichtbeschäftigte 20

S1-8 - Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog

Die Mehrheit der Mitarbeiter von PATRIZIA wird auf europäischer Ebene durch das European Employee Forum (EEF) vertreten. Das EEF fungiert in seiner Funktion als SE-Betriebsrat. Obwohl der rechtliche Zuständigkeitsbereich Europa ohne das Vereinigte Königreich und die Schweiz ist, vertritt das EEF die Interessen aller Mitarbeiter. Darüber hinaus sind an PATRIZIAs Standorten in Frankfurt und Luxemburg spezifische Arbeitnehmervertreter tätig, die die Interessen der an diesen Standorten tätigen Mitarbeiter vertreten.

Die Gesamtbelegschaft, die von Arbeitnehmervertretern repräsentiert wird, macht mehr als 74% der gesamten Belegschaft aus, was die große Bedeutung der größeren Büros innerhalb der paneuropäischen Region widerspiegelt. Darüber hinaus ist ein Teil der Belegschaft in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien und Japan durch lokale Tarifverträge abgesichert. Der Anteil der Mitarbeiter, die unter solche Vereinbarungen fallen, beträgt insgesamt etwa 4%, was darauf zurückzuführen ist, dass diese Standorte im Vergleich zu anderen Bürostandorten eine deutlich geringere Mitarbeiterzahl aufweisen.

PATRIZIA ist bestrebt, die Interessen ihrer Mitarbeiter bestmöglich zu vertreten und legt daher großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretern auf europäischer und lokaler Ebene.

Länder mit Tarifbindung und/oder sozialem Dialog

2024
Tarifbindung Sozialer Dialog
Abdeckungsrate Arbeitnehmer - EWR (für Länder mit >50 Beschäftigten, die >10% der gesamten Beschäftigten ausmachen) Arbeitnehmer - Nicht-EWR (Schätzung für Regionen mit >50 Beschäftigten, die >10% der gesamten Beschäftigten ausmachen) Vertretung am Arbeitsplatz (nur EWR) (für Länder mit >50 Beschäftigten, die >10% der gesamten Beschäftigten ausmachen)
0 - 19% Deutschland Luxemburg Vereinigtes Königreich
20 - 39%
40 - 59%
60 - 79%
80 - 100% Deutschland Luxemburg

S1-9 Diversitätskennzahlen

Geschlechterverteilung (Anzahl der Mitarbeiter)

2024
Führungsebenen Weiblich Männlich
im Verwaltungsrat 1 4
unter den geschäftsführenden Direktoren 0 6
In Ebene 1 unter den geschäftsführenden Direktoren 8 26
In Ebene 2 unter den geschäftsführenden Direktoren 24 56

Geschlechterverteilung (in %)

2024
Führungsebenen Weiblich Männlich
im Verwaltungsrat 20% 80%
unter den geschäftsführenden Direktoren 0% 100%
In Ebene 1 unter den geschäftsführenden Direktoren 24% 76%
In Ebene 2 unter den geschäftsführenden Direktoren 30% 70%

Altersverteilung (Anzahl der Mitarbeiter)

Altersgruppen 2024
< 30 119
30 - 50 619
> 50 171

Altersverteilung (in %)

Altersgruppen 2024
< 30 13%
30 - 50 68%
> 50 19%

PATRIZIA setzt sich für die Förderung der Diversität und Gleichstellung der Geschlechter in der gesamten Organisationsstruktur ein, auch auf der Ebene des Verwaltungsrats und des geschäftsführenden Direktors (ED) für die juristische Person PATRIZIA SE, aber auch auf Konzernebene. Zu diesem Zweck haben der Verwaltungsrat und die geschäftsführenden Direktoren spezifische Zielwerte für die Vertretung von Frauen in Führungspositionen festgelegt. Diese Ziele gelten für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der geschäftsführenden Direktoren der PATRIZIA SE (gemäß § 76 Abs. 4 AktG). Darüber hinaus haben der Verwaltungsrat und die geschäftsführenden Direktoren für diese Führungsebenen im gesamten Konzern gleichwertige Ziele festgelegt.

Erste Führungsebene unterhalb der EDs - Die erste Führungsebene unterhalb der EDs, wie bereits unter S1-5 definiert, umfasst alle Mitarbeiter, die direkt an einen der EDs berichten und People Manager sind. Ein "People Manager" wird hiermit als ein Mitarbeiter definiert, der disziplinarische Verantwortung innerhalb von PATRIZIA trägt, d. h. er ist formell für die Leistung, Entwicklung und Einhaltung der Unternehmensrichtlinien seiner direkt unterstellten Mitarbeiter verantwortlich. Die bis zum 31. Dezember 2028 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil wird auf 25% festgelegt.

Zweite Führungsebene unterhalb der EDs - Die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer, wie auch in S1-5 definiert, umfasst alle Mitarbeiter mit Personalverantwortung (Personalmanager), die direkt an die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer berichten. Das bis zum 31. Dezember 2028 zu erreichende Ziel für den Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene liegt bei 30%.

Um dem Engagement für eine vielfältige und gleichberechtigte Belegschaft gerecht zu werden, überprüft PATRIZIA regelmäßig die Geschlechterverteilung im Rahmen des jährlichen Beförderungsprozesses, um faire und gerechte Aufstiegschancen zu gewährleisten. Um dieses Gleichgewicht im gesamten Unternehmen aufrechtzuerhalten, bewertet das Unternehmen auch die Geschlechterverteilung auf verschiedenen Führungsebenen unter Berücksichtigung der geschäftlichen Titel. Dieser Ansatz trägt dazu bei, eine gerechtere Verteilung von Talenten und Führungsqualitäten zu fördern und Diversität und Inklusion im gesamten Unternehmen zu fördern.

Durch die Umsetzung dieser Praktiken strebt das Unternehmen die Schaffung eines integrativen Arbeitsplatzes an, an dem sich jeder entfalten und zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann.

Darüber hinaus wird die Geschlechtergleichstellung während des Einstellungsprozesses aktiv berücksichtigt, um sicherzustellen, dass die Einstellungsverfahren die Diversität auf allen Ebenen fördern.

S1-10 Angemessene Entlohnung

In Übereinstimmung mit der Offenlegungsanforderung S1-10 - Angemessene Löhne - ist es wichtig zu beachten, dass in den meisten Ländern, in denen PATRIZIA tätig ist, insbesondere in der Europäischen Union, strenge gesetzliche Anforderungen an Mindestlöhne bestehen. Darüber hinaus steht PATRIZIA in allen Märkten im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. PATRIZIA ist daher bestrebt, in allen Regionen eine marktgerechte und leistungsorientierte Vergütung zu bieten und somit allen Mitarbeitern des PATRIZIA Konzerns angemessene Löhne zu zahlen. Um die Einhaltung von Marktstandards und die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen, führt das Unternehmen selektiv Benchmarking für bestimmte Märkte, Anlageklassen und Jobprofile durch oder nutzt Vergleichsdaten von Personalberatungsunternehmen und Beratern in Bezug auf Gehaltsniveaus und Gehaltsentwicklungstrends. Dieses Engagement ist intern in den Richtlinien zur Vergütung aller regulierten Unternehmen von PATRIZIA dokumentiert und spiegelt sich auch in den Mindestlöhnen wider, die im Durchschnitt 64% über den Benchmarks liegen, wie z.B. die Mindestlohninformationen für alle Länder, in denen PATRIZIA tätig ist und Mitarbeiter beschäftigt.

Mindestlohn innerhalb der PATRIZIA nach Ländern, aufgeschlüsselt nach Ländern mit mehr als 50 Beschäftigten oder mindestens 10% der gesamten Beschäftigten

in Tsd. EUR
Deutschland 35,7
Luxemburg 46,4
Vereinigtes Königreich 40,9

S1-11 Soziale Absicherung

PATRIZIA ist ausschließlich in Ländern tätig, die über solide soziale Sicherungssysteme verfügen. In diesen Ländern sind alle Mitarbeiter entweder teilweise oder vollständig durch umfassende staatliche Sozialversicherungsprogramme abgesichert.

Trotz des bereits hohen Niveaus der staatlichen Sozialversicherung in den meisten Ländern deckt PATRIZIA alle Mitarbeiter auch weitgehend durch eine konzernweite Unfallversicherung ab, soweit die lokalen Marktbedingungen dies zulassen. Diese Versicherung bietet finanzielle Unterstützung im Falle eines Unfalls, der entweder zum Tod oder zu einer Behinderung führt.

Neben der Unfallversicherung bietet das Unternehmen je nach den örtlichen Marktgepflogenheiten eine Bandbreite weiterer Leistungen an. Dazu können Zuschüsse zum staatlichen Elterngeld oder Versicherungen gehören, die den Mitarbeitern im Krankheitsfall finanzielle Unterstützung bieten. Darüber hinaus bietet das Unternehmen an mehreren Standorten Pensionspläne oder Beiträge zu Altersvorsorgeprogrammen an, die die langfristige finanzielle Sicherheit der Mitarbeiter verbessern. So wird sichergestellt, dass die Mitarbeiter nicht nur während ihrer Arbeitszeit, sondern auch beim Übergang in den Ruhestand Unterstützung erhalten.

S1-12 Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen nach Ländern, aufgeschlüsselt nach Ländern mit mehr als 50 Beschäftigten oder mindestens 10% der gesamten Beschäftigten (UK und Luxemburg ausgenommen, da dort keine gesetzliche Meldepflicht besteht)

in %
Deutschland 1,7

Bei PATRIZIA wird großer Wert auf die Förderung einer offenen Unternehmenskultur gelegt, die Chancengleichheit und faire Behandlung für alle Mitarbeiter gewährleistet, unabhängig von ihrer Herkunft oder körperlichen Verfassung. PATRIZIA ist fest davon überzeugt, dass Diversität und Inklusion Grundpfeiler des gemeinsamen Erfolgs von PATRIZIA sind.

In vielen Ländern, in denen PATRIZIA tätig ist, gibt es keine gesetzlichen Anforderungen, die die Dokumentation des Behinderungsstatus eines Mitarbeiters vorschreiben. Dennoch möchte PATRIZIA sicherstellen, dass diese wertvollen Informationen in die betrieblichen Prozesse und Überlegungen von PATRIZIA integriert werden können, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Deshalb bietet PATRIZIA den Mitarbeitern die Möglichkeit, diese Informationen freiwillig im Human Capital Management (HCM)-System zu hinterlegen.

In Deutschland, dem größten Standort von PATRIZIA, ist das Unternehmen gesetzlich verpflichtet, Informationen über den Behindertenstatus an die Arbeitsagentur zu melden. Aus diesem Grund dokumentiert PATRIZIA diese Informationen detailliert und speichert sie sowohl im HCM-System als auch in PATRIZIAs Lohnbuchhaltungssystem. In Großbritannien, dem zweitgrößten Standort, und in Luxemburg, dem drittgrößten Standort, gibt es keine solche gesetzliche Verpflichtung.

Es gibt jedoch Pläne, dass Mitarbeiter diese Informationen freiwillig im HCM-System bereitstellen. Darüber hinaus sammelt PATRIZIA im Vereinigten Königreich diese Informationen über einen medizinischen Fragebogen, der jedoch nicht offiziell im System gespeichert wird.

Mit diesen Maßnahmen möchte PATRIZIA ein integratives und unterstützendes Arbeitsumfeld schaffen, das den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht wird und die Chancengleichheit für alle fördert.

S1-13 Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung

Alle Mitarbeiter von PATRIZIA nehmen an einer jährlichen Leistungs- und Karriereentwicklungsbeurteilung teil, mit nur minimalen Ausnahmen wie z. B. potenziell befristet beschäftigten Mitarbeitern mit einem festgelegten Austrittsdatum. Neben quantitativen Zielen legt PATRIZIA großen Wert auf qualitative Aspekte, die in individuellen Zielvereinbarungen und Jahresendgesprächen systematisch berücksichtigt und diskutiert werden.

Durch regelmäßige Feedbackgespräche und einen transparenten Leistungsbewertungsprozess stellt PATRIZIA sicher, dass neben messbaren KPIs auch Faktoren wie Zusammenarbeit, persönliche Entwicklung und Führungsverhalten berücksichtigt werden.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter sowie die Erweiterung ihrer Verantwortungsbereiche und Aufgaben sind wesentliche Bestandteile der Talentstrategie. Dieser Ansatz unterstützt nicht nur das individuelle Wachstum, sondern ermöglicht auch die systematische Planung und Bewertung der Karriereentwicklung innerhalb der Unternehmensgruppe.

Mitarbeiter, die an der jährlichen Leistungs- und Karriereentwicklungsbeurteilung teilnehmen, nach Geschlecht (in %)

2024
Männlich 99%
Weiblich 99%
Mitarbeiter insgesamt 99%

S1-14 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit

Bei PATRIZIA hat die Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter oberste Priorität. Um die Transparenz und Zugänglichkeit zu verbessern, hat PATRIZIA auf der internen Intranetseite einen eigenen Bereich zum Thema Gesundheit und Sicherheit eingerichtet.

In diesem Bereich finden Mitarbeiter einen umfassenden Leitfaden zum Wohlbefinden, der wertvolle Ressourcen zur Förderung ihres körperlichen und geistigen Wohlbefindens bietet. Darüber hinaus hat PATRIZIA für jeden Standort wichtige HR-Ansprechpartner aufgelistet, sodass Mitarbeiter weitere Informationen zu den für ihre Region spezifischen Gesundheits- und Sicherheitsangeboten erhalten können.

Aufgrund des branchenspezifischen Charakters der beruflichen Tätigkeit finden die Arbeitszeiten überwiegend im Büro statt. Dies führt dazu, dass es praktisch keine Arbeitsunfälle gibt. Aufgrund ihrer Unwesentlichkeit stellen diese Zahlen keine Key Performance Indicators (KPIs) dar.

PATRIZIA ist sich bewusst, dass der Wettbewerb um talentierte Fachkräfte auf dem Markt sehr intensiv ist. Aus diesem Grund stellt das Unternehmen attraktive und moderne Arbeitsplätze zur Verfügung, die den Bedürfnissen der Mitarbeiter entsprechen. Zusätzlich ermöglicht die globale Richtlinie für mobiles Arbeiten den Mitarbeitern, von zu Hause zu arbeiten. Diese Flexibilität und der hohe Standard der Arbeitsplätze tragen dazu bei, das Risiko von Arbeitsunfällen weiter zu minimieren.

Mit diesen Maßnahmen sorgt PATRIZIA nicht nur für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter, sondern fördert auch deren Zufriedenheit und Produktivität und trägt damit letztlich zu einem positiven Arbeitsumfeld bei.

S1-15 Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

PATRIZIA ist sich der Bedeutung der Familie bewusst und sagt daher allen Mitarbeitern zu, dass sie sich zur Erfüllung familiärer Verpflichtungen freistellen lassen können. Daher haben 100% der PATRIZIA-Mitarbeiter Anspruch auf Freistellung aus familiären Gründen. Die Vergütung während dieser Abwesenheitszeiten richtet sich in der Regel nach den örtlichen gesetzlichen Bestimmungen. Da das Unternehmen hauptsächlich in Wohlfahrtsstaaten tätig ist, erhalten die Mitarbeiter in der Regel finanzielle Unterstützung während ihres Elternurlaubs. In Ländern, in denen die Unterstützung begrenzt ist oder in denen es marktüblich ist, die Gehaltszahlungen in der Anfangsphase zur Unterstützung von Müttern und Vätern beizubehalten, bietet PATRIZIA entsprechende Programme an.

Im Jahr 2024 nahmen etwa 12% aller Beschäftigten Urlaub aus familiären Gründen. Zu diesen Gründen gehören unter anderem Elternurlaub, Mutterschaftsurlaub sowie Krankheitstage von Kindern, Hochzeiten oder Einschulungen. Von den weiblichen Arbeitnehmern nahmen etwa 14% Urlaub aus familiären Gründen, während etwa 10% aller männlichen Arbeitnehmer aus solchen Gründen im Urlaub waren.

S1-16 Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)

Zum 31. Dezember 2024 betrug das unbereinigte geschlechtsspezifische Lohngefälle bei PATRIZIA 41%. Diese Zahl basiert auf einer Momentaufnahme und misst die Differenz der durchschnittlichen Vergütung zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten als Prozentsatz des Durchschnittsgehalts männlicher Beschäftigter.

Die Berechnung umfasst sowohl das Grundgehalt als auch variable Vergütungskomponenten:

Grundgehalt: Die Gehälter sind vertraglich festgelegt und sollen die Berufserfahrung und die organisatorische Verantwortung eines Mitarbeiters widerspiegeln, wie in der Stellenbeschreibung und den Beschäftigungsbedingungen des Mitarbeiters festgelegt. Grundgehälter sind fest, im Voraus festgelegt, nicht diskretionär, nicht widerrufbar und nicht leistungsabhängig.

Variable Vergütung: Die variable Vergütung besteht in erster Linie aus kurzfristigen Anreizen (Short-Term Incentive, "STI") und langfristigen Anreizen (Long-Term Incentive, "LTI"). Der LTI wird entweder in Form von Restricted Share Units (RSUs) oder Performance Share Units (PSUs) ausgezahlt und in der Regel der oberen Führungsebene, insbesondere den Mitgliedern des Group Executive Committee (GEC) oder, gemessen an der strategischen Relevanz, anderen leitenden Angestellten oder regionalen Führungskräften zugesagt. Zu diesem Zweck weist das Unternehmen Bonusbeträge zu, die nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des investierten Kapitals bestimmter Kundengruppen festgelegt werden.

Bei der Berücksichtigung der variablen Vergütung bei der Berechnung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles wurden Zielwerte verwendet. Konkret wurde für den STI der jährliche Zielbetrag einbezogen, während für den LTI der Nennwert (Wert zum Gewährungsdatum) berücksichtigt wurde. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden alle Gehälter auf Vollzeitäquivalente (FTE) standardisiert und die Vergütung unter Zugrundelegung einer einheitlichen Arbeitszeitannahme in einen Stundensatz umgerechnet.

Weitere Analysen zeigen, dass der Hauptgrund für das geschlechtsspezifische Lohngefälle in der Verteilung der Mitarbeiter auf die verschiedenen Dienstaltersstufen und Gehaltsstufen innerhalb des Unternehmens liegt. In Führungspositionen, in denen in der Regel höhere Gehälter gezahlt werden, lag der Frauenanteil in der Regel unter 30%, was die Berechnungen des unbereinigten Durchschnittsgehalts erheblich beeinflusst. Diese Analyse deutet darauf hin, dass das geschlechtsspezifische Lohngefälle weniger durch Unterschiede in der Bezahlung von Männern und Frauen in vergleichbaren Positionen beeinflusst wird und eher strukturelle Unterschiede in der Vertretung innerhalb der Organisation widerspiegelt.

Um die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede zu beseitigen, verpflichtet sich PATRIZIA, Maßnahmen zu ergreifen, die eine ausgewogenere Geschlechterverteilung auf allen Karrierestufen fördern.

Zum 31. Dezember 2024 betrug das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der höchstbezahlten Person zur mittleren jährlichen Gesamtvergütung aller Beschäftigten bei PATRIZIA 26:1. Bei dieser Berechnung wurden dieselben Vergütungskomponenten und dieselbe Belegschaft wie bei der Analyse des geschlechtsspezifischen Lohngefälles zugrunde gelegt.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig hervorzuheben - wie bereits in der Analyse des geschlechtsspezifischen Lohngefälles beschrieben -, dass nur ein ausgewählter Teil der gesamten Belegschaft für langfristige Anreize (Long-Term Incentives, LTI) in Frage kommt. Dieser Faktor trägt zu einem höheren Lohngefälle bei, da LTI in erster Linie für Positionen im oberen Management zugesagt werden, was sich auf die Gesamtverteilung der gesamten Vergütung auswirkt.

Die hohe Vergütung des Spitzenverdieners ist in erster Linie auf einen hohen variablen Anteil zurückzuführen, der stark an Leistungskriterien geknüpft ist, die eng mit der wirtschaftlichen und finanziellen Leistung des Unternehmens zusammenhängen. Im Vergleich zur Mehrheit der anderen Mitarbeiter wird die variable Vergütung überwiegend in langfristigen Instrumenten zugesagt. Weitere Einzelheiten hierzu finden sich im Vergütungsbericht des Unternehmens.

S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten

Im Jahr 2024 wurden zwei Beschwerden gemeldet und nach dem in Abschnitt S1-3 beschriebenen Verfahren bearbeitet.

Abgesehen von den oben genannten Beschwerden sind im Berichtszeitraum keine Vorfälle im Sinne der Offenlegungspflicht S1-17 aufgetreten. Insbesondere wurden keine Beschwerden über Beschwerdemechanismen der Belegschaft oder bei den nationalen Kontaktstellen für multinationale Unternehmen der OECD im Zusammenhang mit den in Absatz 2 dieses Standards definierten Angelegenheiten eingereicht. Darüber hinaus sind im Zusammenhang mit solchen Vorfällen keine Bußgelder, Strafen oder Entschädigungszahlungen angefallen.

ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger und

ESRS 2 - SBM 3 - Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Verantwortung von PATRIZIA in Bezug auf Nachhaltigkeit geht über die Grenzen der Organisation hinaus. Ein wesentlicher Teil der ökologischen und sozialen Auswirkungen entsteht durch Prozesse und Handlungen, die in der gesamten Wertschöpfungskette überwacht und durchgeführt werden. PATRIZIA muss sicherstellen, dass die Arbeitsbedingungen, die Gleichbehandlung und die Chancengleichheit für alle sowie andere arbeitsbezogene Rechte nicht beeinträchtigt werden und dass entsprechende Prozesse und Maßnahmen vorhanden sind.

PATRIZIA ist in Industrieländern tätig, in denen das Risiko von Kinderarbeit, Zwangs- oder Pflichtarbeit unter den Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette als gering eingeschätzt wird, und ergreift daher verhältnismäßige Maßnahmen als Reaktion auf die Risiken und Chancen in der Lieferkette. Die Arbeitnehmer in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, die potenziell wesentlich betroffen sein könnten, sind die Immobilienverwalter und die Arbeitnehmer, die an Immobilienentwicklungen beteiligt sind. Wie aus der nachstehenden IRO-Liste hervorgeht, werden diese Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette von positiven Auswirkungen wie fairen Löhnen, sicheren Arbeitsplätzen, Arbeitsplatzsicherheit und dem Abbau wirtschaftlicher Ungleichheit sowie der Förderung der sozialen Gleichheit profitieren. Diese besseren Arbeitsbedingungen führen zu einer besseren Gesundheit und einem besseren Wohlbefinden der Arbeitnehmer. Diese Bedingungen können die Produktivität und Innovation steigern, das Wirtschaftswachstum fördern und eine gerechtere und gesündere Gesellschaft schaffen.

Die vorgelagerte Wertschöpfungskette für PATRIZIA umfasst Aktivitäten und Inputs, die für den Erwerb von Immobilien- und Infrastrukturanlagen im Auftrag der Kunden erforderlich sind und es PATRIZIA ermöglichen, ein effektiver Investment Manager zu sein. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette stellt die notwendigen Ressourcen und Informationen für das Management potenzieller Investitionen bereit.

Zu den Hauptakteuren der vorgelagerten Wertschöpfungskette gehört eine umfangreiche Bandbreite von Investoren, die ihr Kapital zur Verfügung zu stellen, das von PATRIZIA für die Investition in Vermögenswerte genutzt wird und anschließend von ihr verwaltet werden. Marktforschung und -analyse spielen eine entscheidende Rolle, indem sie Daten über Markttrends, Immobilienwerte und Wirtschaftsindikatoren sammeln und analysieren, um potenzielle Investitionsmöglichkeiten zu ermitteln. Bei der Standortauswahl und dem Erwerb werden geeignete Immobilien identifiziert und erworben. Dieser Prozess umfasst eine gründliche Due Diligence, rechtliche Verhandlungen, behördliche Genehmigungen und die Sicherstellung der Finanzierung.

Die nachgelagerte Wertschöpfungskette umfasst die Einbindung und Verwaltung der erworbenen Vermögenswerte, um den Wert für PATRIZIA zu maximieren. Dazu gehören die Leistungsüberwachung, die Entwicklung von Vermögenswerten und die Umsetzung von Strategien zur Renditemaximierung. Die Akteure der nachgelagerten Wertschöpfungskette stellen sicher, dass PATRIZIA alle Assets under Management effektiv verwalten, die Kundenzufriedenheit aufrechterhalten und die regulatorischen Anforderungen erfüllen kann.

Eine Schlüsselphase ist das Immobilienmanagement, bei dem PATRIZIA sicherstellt, dass umfassende Dienstleistungen für die Verwaltung der Vermögenswerte vorhanden sind. Immobilienverwalter überwachen den täglichen Betrieb und stellen sicher, dass die Vermögenswerte gut gepflegt werden, effizient funktionieren und den Anforderungen der Mieter entsprechen. Zu diesen Dienstleistungen gehören auch Initiativen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Zur nachgelagerten Wertschöpfungskette gehört auch die Entwicklung von Marketingstrategien, um Mieter anzuziehen, und die Suche nach Immobilienverwaltern, die Aufgaben wie Instandhaltung und Vermietung überwachen.

Mieter und Endnutzer sind eine weitere wichtige Komponente, da PATRIZIA Marketingstrategien entwickelt, um sie oder potenzielle Käufer anzuziehen. Dieser Prozess umfasst die Aushandlung von Mietbedingungen, die Verwaltung des Mieterwechsels und die Optimierung der Belegungsquoten. Die Bandbreite der Mieter reicht von Mietern von Wohnungen bis hin zu Nutzern von Gewerbe- und Industrieflächen. Das Asset-Management konzentriert sich auf die Steigerung des Vermögenswerts durch strategische Initiativen wie Renovierungen, Nachrüstungen, Neupositionierung von Immobilien zur Anpassung an die Marktanforderungen, Erhalt von Nachhaltigkeitszertifizierungen und Umsetzung von Energieeffizienz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen.

Je nach Vermögensplan können Bau-, Entwicklungs- oder Sanierungsmaßnahmen folgen, die darauf abzielen, das Potenzial des Vermögenswerts zu maximieren. Diese Phase umfasst die Beauftragung von Bauunternehmern, Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern, die Einholung von Genehmigungen bei den örtlichen Behörden, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden und die Bewertung von Materialien oder Nachrüstungsverfahren. Compliance und Nachhaltigkeit sind Schlüsselfaktoren, da PATRIZIA sicherstellt, dass die Vermögenswerte Umweltstandards und -vorschriften erfüllen, während gleichzeitig nachhaltige Praktiken in den Entwicklungs- oder Nachrüstungsprozess integriert werden, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.

Kunden und Investoren werden durch detaillierte Leistungsberichte auf dem Laufenden gehalten, um sicherzustellen, dass die Vermögenswerte die erwarteten Renditen erzielen und die Investoren zufrieden sind. Schließlich umfassen die Verkaufs- und Ausstiegsstrategien die Verwaltung des Verkaufs von Vermögenswerten mit dem Ziel, die Renditen zu maximieren. Dazu gehören das strategische Timing, die Nutzung von Netzwerken zur Suche nach geeigneten Käufern und die Zusammenarbeit mit Immobilienkäufern, Maklern und Juristen. Die Gewinne aus dem Verkauf von Vermögenswerten werden in den Investitionszyklus reinvestiert und bieten den Anlegern Renditen.

Die unten aufgeführten Auswirkungen, Risiken und Chancen beziehen sich auf die gesamte Wertschöpfungskette von PATRIZIA.

Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette, Risiken und Chancen

Arbeitsbedingungen
Positive Auswirkungen Durch die Gewährleistung fairer Löhne, sicherer Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit können Unternehmen dazu beitragen, wirtschaftliche Ungleichheit zu verringern und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Bessere Arbeitsbedingungen führen auch zu einer Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Arbeitnehmer und entlasten die öffentlichen Gesundheitssysteme. Darüber hinaus können diese Praktiken die Verbreitung von Kinder- und Zwangsarbeit verringern, bessere Bildungschancen ermöglichen und den Kreislauf der Armut durchbrechen. Bessere Arbeitsbedingungen fördern die soziale Stabilität, da zufriedene Arbeitnehmer weniger zu Unruhen neigen. Diese Bedingungen können die Produktivität und Innovation fördern, das Wirtschaftswachstum vorantreiben und eine gerechtere und gesündere Gesellschaft schaffen.
Negative Auswirkungen Schlechte Arbeitsbedingungen können zu wirtschaftlicher Ungleichheit führen, da die Arbeitnehmer mit niedrigen Löhnen und Arbeitsplatzunsicherheit konfrontiert sind. Gesundheitsprobleme entstehen durch unsichere Arbeitsbedingungen und lange Arbeitszeiten, die eine Belastung für die öffentlichen Gesundheitssysteme darstellen. Darüber hinaus können unzureichende Bedingungen die Verbreitung von Kinder- und Zwangsarbeit erhöhen, wodurch Armutskreisläufe aufrechterhalten und Bildungschancen eingeschränkt werden. Soziale Instabilität kann durch Unruhen und Streiks der Arbeitnehmer entstehen und Gemeinden und Volkswirtschaften stören. Auch die Umweltzerstörung ist ein Problem, da Unternehmen, die das Wohlergehen der Arbeitnehmer vernachlässigen, oft auch Umweltstandards missachten.
Risiko Schlechte Arbeitsbedingungen können zu höheren Kosten führen, die mit einer hohen Fluktuation der Belegschaft und der damit verbundenen Verfügbarkeit von angemessenem Ersatz verbunden sind.
Reputationsrisiko durch die Zusammenarbeit mit Partnern, die sich nicht an bewährte Verfahren oder hohe Geschäftsstandards halten.
Chance Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft.
Gleichbehandlung und Chancengleichheit
Positive Auswirkungen Indem sie sicherstellen, dass alle Arbeitnehmer eine angemessene Vergütung, sichere Arbeitsbedingungen und Chancengleichheit unabhängig von ihrem Hintergrund erhalten, können Unternehmen dazu beitragen, eine integrativere und gerechtere Belegschaft zu schaffen. Diese Praktiken verbessern nicht nur das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmer, sondern tragen auch dazu bei, Ungleichheiten abzubauen und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Letztendlich führt dies zu einer gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft.
Risiko Kosten im Zusammenhang mit Rufschädigung, wenn mit Partnern zusammengearbeitet wird, deren Praktiken unter dem branchenüblichen Mindeststandard liegen.
Chance Verbesserter Zugang zu Kapital in Verbindung mit dem Ruf, mit Partnern zusammenzuarbeiten, deren Praktiken über dem branchenüblichen Mindeststandard liegen, Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft.
Sonstige arbeitsbezogene Rechte
Positive Auswirkungen Durch die Sicherstellung arbeitsrechtlicher Standards wie angemessene Vergütung, Gesundheits- und Sicherheitsstandards und Chancengleichheit können Unternehmen den Arbeitnehmern in der Wertschöpfungskette dabei helfen, angemessene Löhne, eine ausgewogene Work-Life-Balance und Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit von Zwangsarbeit und Kinderarbeit verringert, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer in den Wertschöpfungsketten verbessert und der Schutz der Privatsphäre erhöht. Dies trägt zu einer ethischeren, gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft bei.
Risiko Reputationsschäden, wenn mit Partnern zusammengearbeitet wird, deren Praktiken unter dem branchenüblichen Mindeststandard liegen.
Chance Verbesserter Zugang zu Kapital in Verbindung mit dem Ruf, mit Partnern zusammenzuarbeiten, deren Praktiken über dem branchenüblichen Mindeststandard liegen, Produktivitätssteigerungen durch eine stabile Belegschaft.

S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette

PATRIZIA hat einen Verhaltenskodex für Lieferanten eingeführt, um alle Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitnehmern in der Lieferkette zu managen. PATRIZIA hat sich dazu verpflichtet, ein Unternehmen zu sein, das seine Geschäfte verantwortungsvoll und ethisch einwandfrei führt, und verfügt daher über Richtlinien und Prozesse, die dieses Engagement widerspiegeln. Der PATRIZIA Verhaltenskodex für Lieferanten gilt immer dann, wenn PATRIZIA mit einem Drittanbieter oder Auftragnehmer einen Vertrag über die Lieferung von Waren oder Dienstleistungen abschließt, und muss strikt eingehalten werden. Darüber hinaus gilt die Richtlinie für PATRIZIA und alle juristischen Personen, an denen die PATRIZIA direkt oder indirekt mehr als 50% der Anteile oder Stimmrechte hält. Wenn ein Vertrag die Bestimmungen des Verhaltenskodex für Lieferanten von PATRIZIA ausdrücklich oder stillschweigend ergänzt, erweitert oder anderweitig ändert, haben die Bestimmungen dieses Vertrags Vorrang, jedoch nur im Falle eines Konflikts. Die folgenden Themen werden im Verhaltenskodex für Lieferanten behandelt, der in direktem Zusammenhang mit allen in der vorstehenden Tabelle genannten Auswirkungen, Risiken und Chancen steht.

Schutz von Mitarbeitern und Menschenrechten

Achtung der Grund- und Menschenrechte

Löhne und Sozialleistungen

Mitarbeiterstandards

Der Arbeitsplatz

Gesundheit und Sicherheit

Moderne Sklaverei

Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion

Schutz der Umwelt Datenschutz

Vertraulichkeit und Datenschutz

Informationssicherheit

Engagement in der Gemeinschaft Compliance und Ethik

Einhaltung von Gesetzen

Geschäftsethik und Whistleblowing-System

Verbot von Bestechung und Korruption

Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Sanktionsverstößen

Kartellrecht und Handelsregulierung

Interessenkonflikte

PATRIZIA ist davon überzeugt, dass die Umsetzung ihres Verhaltenskodex für Lieferanten positive Geschäftspraktiken stärkt und Risiken in der gesamten Branche durch die Ausweitung ihrer eigenen Grundsätze verringert. Um verantwortungsvolle Geschäftspraktiken in der gesamten Lieferkette zu fördern, ist PATRIZIA bestrebt, ihre Verpflichtungen auch auf ihre Dienstleistungspartner auszudehnen und ihre Lieferanten fair, unvoreingenommen und kooperativ zu behandeln. Der Verhaltenskodex für Lieferanten von PATRIZIA ermöglicht Abhilfe bei Menschenrechtsverletzungen, da der Kodex die Lieferanten zur Einhaltung von Mindestlöhnen, Sozialleistungen, Arbeitszeiten, Mitarbeiterstandards, zur Bereitstellung einer sicheren Arbeitsumgebung und zur Wertschätzung von Diversität verpflichtet. Durch die Einführung dieses Kodex und die Tatsache, dass PATRIZIA nur mit Lieferanten zusammenarbeitet, die sich zu ähnlichen Standards verpflichten, werden Standards aufrechterhalten und Lieferanten werden Prozesse implementieren, um Abhilfe bei Menschenrechtsverletzungen zu schaffen. Der Leiter der Investment Division ist die ranghöchste Person bei PATRIZIA, die für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich ist. Stakeholder finden den Verhaltenskodex für Lieferanten auf der Website des Unternehmens.

Darüber hinaus verfügt PATRIZIA über eine Erklärung zur modernen Sklaverei, die sich an den britischen und australischen Gesetzen zur modernen Sklaverei orientiert und die Richtlinien, den Ansatz und die Verfahren für das am 31. Dezember 2024 endende Jahr abdeckt. PATRIZIA setzt sich für den Aufbau einer Lieferkette ein, die die Grundrechte aller Arbeitnehmer respektiert und schützt, und setzt sich für ein sicheres und integratives Arbeitsumfeld ein, das frei von Diskriminierung und schädlichen Praktiken ist. Die Erwartungen an die Lieferanten umfassen die Einhaltung von Menschenrechtsprinzipien, faire Löhne und Sozialleistungen, die Konvention zur Abschaffung der Zwangsarbeit, die Bereitstellung sicherer Arbeitsplätze, die Verhinderung moderner Sklaverei und die Förderung von Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion. Wie in den Abschnitten "Mitarbeiterstandards" und "Moderne Sklaverei" des Verhaltenskode für Lieferanten dargelegt, hält sich PATRIZIA an die Konventionen gegen Zwangsarbeit und für die Abschaffung der Zwangsarbeit und wird bei keiner der von ihr erbrachten Dienstleistungen wissentlich auf illegale Kinderarbeit oder Zwangsarbeit zurückgreifen. Ebenso wenig wird sie wissentlich Produkte oder Dienstleistungen von Lieferanten akzeptieren, die irgendeine Form von Zwangs-, Schuld-, Kinder- oder Pflichtarbeit einsetzen oder nutzen.

Die Erklärung zur modernen Sklaverei gilt für PATRIZIA und alle juristischen Personen, an denen PATRIZIA direkt oder indirekt mehr als 50% der Anteile oder Stimmrechte hält. Der Leiter der Investment Division ist die ranghöchste Person bei PATRIZIA, die für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich ist. Die Richtlinie wird auf Anfrage an die Stakeholder weitergegeben. Durch das Whistleblowing-System, die Bewertungsmatrix, den Fragebogen zur Due Diligence im Bereich Nachhaltigkeit, den Verhaltenskodex für Lieferanten und die Audits der Lieferkette wird die Einhaltung der Erklärung überwacht. Der Inhalt der Erklärung zur modernen Sklaverei umfasst die folgenden Themen und deckt die in der vorherigen Tabelle genannten Auswirkungen, Risiken und Chancen ab, wie z. B. andere arbeitsbezogene Rechte und Arbeitsbedingungen:

PATRIZIA's Engagement zur modernen Sklaverei

Überblick über die Lieferanten

Governance

Unsere Richtlinien

Verhaltenskodex für Lieferanten

PATRIZIAs Compliance-Handbuch und Wertekodex

Whistleblowing-Richtlinie

Ansatz

Due Diligence

Audits in der Lieferkette

Schulungen

Risikobewertung

Wie im Verhaltenskodex für Lieferanten und in der Erklärung zu Moderner Sklaverei unter Schutz der Arbeitnehmer und Menschenrechte dargelegt, setzt sich PATRIZIA für international anerkannte Menschenrechte im Einklang mit dem UN Global Compact (UNGC) und den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte ein. PATRIZIA besteht auf Verhaltensweisen und Maßnahmen, die mit den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, einschließlich der Grundsätze und Rechte, die in den zehn grundlegenden Übereinkommen der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und der Internationalen Menschenrechtskonvention festgelegt sind, im Einklang stehen. Bei PATRIZIA sind keine Fälle von Nichteinhaltung aufgetreten.

PATRIZIA erwartet, dass auch die Geschäftspartner die international anerkannten Menschenrechte respektieren und ihre Geschäfte entsprechend führen. Die Geschäftspartner müssen einen respektvollen Umgang mit den Mitarbeitern pflegen und dafür sorgen, dass sich ihre Mitarbeiter untereinander entsprechend verhalten. Diskriminierendes Verhalten ist zu vermeiden, anstößiges Verhalten oder jede Form von sexueller Belästigung wird nicht geduldet. Die Geschäftspartner müssen sicherstellen, dass die Mitarbeiter die geschützten Grundrechte ihres Arbeitgebers wahrnehmen können, einschließlich der Vereinigungsfreiheit der Arbeitnehmer.

Die oben genannten negativen Auswirkungen sind systemischer Natur. Einzelne Vorfälle können zu den negativen Auswirkungen beitragen, sind jedoch häufig Symptome größerer systemischer Probleme innerhalb von Arbeitspraktiken und Wirtschaftsstrukturen.

S2-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen

Das Infrastruktur-Team von PATRIZIA verwendet den Sustainability Due Diligence Questionnaire (SDDQ), der allen Infrastruktur-Portfoliounternehmen eine Gesamtbewertung für Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen verleiht. Der SDDQ dient dem Benchmarking eines Portfoliounternehmens, der Identifizierung von Lücken und der Konzeption von Sanierungsprojekten. Innerhalb des SDDQ ist ein Modul dem Arbeitnehmer- und Lieferkettenmanagement gewidmet, mit Untermodulen, die Kinderarbeit, Moderne Sklaverei und Lieferkettenmanagement abdecken und bewerten, mit dem Ziel, tatsächliche und potenzielle Auswirkungen auf die Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette zu managen. Nach dem Erwerb setzt sich das Team für Infrastruktur mit den Portfoliounternehmen in Verbindung und erstellt Nachhaltigkeitspläne, um die in der Due-Diligence-Phase festgestellten Lücken zu schließen. Die Kontaktaufnahme erfolgt direkt mit den Portfoliounternehmen und deren Mitarbeitern, die für die Nachhaltigkeitsmaßnahmen verantwortlich sind. Wie bereits erwähnt, erfolgt diese Kontaktaufnahme nach dem Erwerb in Form eines Fragebogens und wird jährlich überprüft. Der Leiter für nachhaltige Transformation ist der ranghöchste Mitarbeiter, der die operative Verantwortung dafür trägt, dass die Kontaktaufnahme stattfindet.

PATRIZIA verlangt von seinen Drittlieferanten und Auftragnehmern, dass sie - im eigenen Namen und im Namen ihrer Tochtergesellschaften, Mitarbeiter, Bevollmächtigten und Subunternehmer - bestätigen, dass sie die im Kodex genannten Anforderungen einhalten. Die Lieferanten müssen den Verhaltenskodex für Lieferanten anerkennen und seine Einhaltung bestätigen, indem sie den Commitment Letter unterzeichnen oder ein eigener Kodex mit den gleichen Standards vorlegen.

PATRIZIA erwartet dann von den Lieferanten, dass sie über Prozesse verfügen, um diese Standards einzuhalten, und dass sie in der Lage sind, bei Bedarf Nachweise zu erbringen. Der Verhaltenskodex für Lieferanten gilt immer dann, wenn PATRIZIA einen Vertrag mit einem Drittanbieter oder Auftragnehmer für die Lieferung von Waren oder Dienstleistungen abschließt, und muss strikt eingehalten werden. Das Central Sustainability Team ist für den Verhaltenskodex für Lieferanten verantwortlich und daher ist der Head Investment Division dafür verantwortlich, dass die Zusammenarbeit mit den Beschäftigten in der Wertschöpfungskette stattfindet.

PATRIZIA ist überwiegend in OECD-Ländern tätig und arbeitet in einer Wertschöpfungskette, die in erster Linie Geschäftsbeziehungen innerhalb von Sektoren umfasst, in denen die Arbeitnehmer in der Regel nicht von erheblichen Auswirkungen oder Ausgrenzung betroffen sind. Im Rahmen der Verpflichtung des Unternehmens zu verantwortungsvollen Geschäftspraktiken wird die Einhaltung hoher Arbeitsstandards in allen Betrieben und in der Lieferkette sichergestellt. Auch wenn in den beauftragten Sektoren nicht überwiegend schutzbedürftige Gruppen beschäftigt werden, unternimmt PATRIZIA dennoch Schritte, um sicherzustellen, dass das Bewusstsein für diese Problematik aufrechterhalten wird und dass die Perspektiven von Arbeitnehmern, die besonders schutzbedürftig sein könnten, berücksichtigt werden. Durch die Einhaltung der OECD-Leitlinien und eine kontinuierliche Due-Diligence-Prüfung der Lieferanten stellt PATRIZIA sicher, dass faire Arbeitspraktiken und eine integrative Politik eingehalten werden, um das Risiko einer Ausgrenzung innerhalb der Wertschöpfungskette zu minimieren.

S2-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können

PATRIZIA ist bestrebt, für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zu Lieferanten aufzubauen, die auf denselben hohen ethischen Standards der Offenheit, Professionalität und Ehrlichkeit beruhen, die für alle Geschäftsbeziehungen gelten. Alle Mitarbeiter des PATRIZIA Konzerns und Dritte haben Zugang zu einem Whistleblowing-System, um Bedenken ohne Angst vor Vergeltungsmaßnahmen zu melden. Das System ermöglicht einen sicheren und vertraulichen Austausch zwischen dem Hinweisgeber und dem Compliance-Team auch in anonymisierter Form über ein Tool. Weitere Informationen über das Whistleblowing-System sind in ESRS G1 (Unternehmensführung) zu finden. Die Lieferanten werden über den Verhaltenskodex für Lieferanten auf das Verfahren aufmerksam gemacht. PATRIZIA verfügt nicht über spezifische Prozesse, um zu beurteilen, ob die Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette den Whistleblowing-Kanal kennen und ihm vertrauen. Die Whistleblowing-Richtlinie enthält einen Abschnitt über den Schutz und die Unterstützung von Whistleblowern.

Informationen aus dem Whistleblowing-Kanal werden innerhalb von fünf Arbeitstagen bearbeitet. Die Person, die die Informationen bereitstellt, erhält innerhalb von sieben Tagen über die Mailbox eine Empfangsbestätigung. Falls erforderlich, werden der Person, die die Informationen bereitstellt, weitere Fragen gestellt, um die Situation gemeinsam so gut wie möglich zu klären. Bei ausreichenden Beweisen führt PATRIZIA eine unabhängige Überprüfung der Fakten durch und leitet geeignete Folgemaßnahmen ein, wie z. B. interne Untersuchungen. Die Person, die die Informationen bereitstellt, erhält innerhalb von drei Monaten eine Rückmeldung über den Umgang mit den Informationen und den aktuellen Stand der Informationen.

S2-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

PATRIZIA beabsichtigt, nur mit gleichgesinnten Lieferanten und Auftragnehmern zusammenzuarbeiten, die sich zu ähnlichen Standards verpflichten und die bestätigen, dass sie die im Supplier Code of Conduct festgelegten Anforderungen erfüllen. PATRIZIA bittet den Lieferanten zu bestätigen, dass er die geeigneten Prozesse zur Einhaltung des Supplier Code of Conduct implementiert hat. Erfährt PATRIZIA, dass der Lieferant gegen wesentliche Grundsätze des Verhaltenskodexes verstößt, ist PATRIZIA bestrebt, in Zusammenarbeit mit dem Lieferanten die Verstöße nach Möglichkeit zu beseitigen und andernfalls das Vertragsverhältnis gegebenenfalls zu beenden. Da PATRIZIA hierzu rechtlich noch nicht verpflichtet ist, hat PATRIZIA derzeit von weiteren Kontrollen abgesehen. Die beiden folgenden Maßnahmen beziehen sich auf beide in S2-1 behandelten Richtlinien.

Die Lieferanten erkennen die Grundsätze des Verhaltenskodex für Lieferanten an, indem sie den Commitment Letter ausfüllen und zurücksenden, indem sie die Mindesterwartungen von PATRIZIA anerkennen und bestätigen, dass sie die im PATRIZIA Verhaltenskodex für Lieferanten dargelegten Grundsätze einhalten. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass der Verhaltenskodex für Lieferanten eingehalten wird und dass PATRIZIA die Menschenrechte schützt. Sie stellen auch sicher, dass der Verhaltenskodex für Lieferanten eingehalten wird und dass PATRIZIA nur mit gleichgesinnten Lieferanten zusammenarbeitet, wodurch Auswirkungen, Risiken und Chancen wie bessere Arbeitsbedingungen, Diversität und Inklusion sowie die Abschaffung von Zwangs- oder Kinderarbeit angegangen werden. Der Zeithorizont für diese Maßnahmen tritt ein, wenn PATRIZIA einen Vertrag mit einem Drittanbieter oder Auftragnehmer abschließt. Neue Lieferanten müssen den Verhaltenskodex für Lieferanten anerkennen und dessen Einhaltung bestätigen, bevor vertragliche Vereinbarungen unterzeichnet werden.

Im Jahr 2024 wurde eine Bewertungsmatrix erstellt, anhand derer neue Lieferanten vom Beschaffungs- und Serviceteam bewertet werden können. Die Matrix enthält einen ESG-Abschnitt und bewertet, ob ein Lieferant über Maßnahmen zur Minimierung der Umweltauswirkungen des Betriebs von Waren und Dienstleistungen verfügt, ob er sich an Initiativen zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements beteiligt und ob es Belege für faire Arbeitspraktiken und Arbeitssicherheit gibt. Die Bewertungsmatrix hat keinen festgelegten Zeithorizont, wird aber zusammen mit den RFP-Entscheidungen abgeschlossen. Das beabsichtigte positive Ergebnis dieser Maßnahme besteht darin, sicherzustellen, dass PATRIZIA mit Lieferanten zusammenarbeitet, die sich dem Engagement für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung anschließen und dass die Menschenrechte/Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Insgesamt betrachtet PATRIZIA die bestehenden Richtlinien und Kontrollen als ausreichend und dem Risikoniveau in den Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, angemessen. PATRIZIA sieht in dieser Maßnahme eine Abhilfe für wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen. "Ausgelagerte Wirtschaftstätigkeiten, Dienstleistungen Dritter und Lieferanten" ist eine Kategorie, die im Risikokatalog enthalten ist. Die Kategorie enthält Beispiele für potenzielle Risiken und eine Risikobeschreibung. PATRIZIA hat keine weiteren Maßnahmen im Bezug auf die Arbeiter in der Wertschöpfungskette für die Zukunft geplant.

Soweit PATRIZIA bekannt ist, wurden keine schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen oder Vorfälle im Zusammenhang mit der vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungskette gemeldet. Sollte es in Zukunft zu solchen Vorfällen kommen, wird PATRIZIA sicherstellen, dass diese gemäß den regulatorischen Anforderungen umgehend offengelegt werden.

PATRIZIA wird aufgrund des Themas, das die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette abdeckt, keine Angaben zu den aktuellen und zukünftigen finanziellen Mitteln machen, die dem Aktionsplan zugewiesen werden.

S2-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

PATRIZIA hat sich keine Ziele oder Metriken zur Steuerung der Risiken, Auswirkungen oder Chancen in der Liefer- oder Wertschöpfungskette gesetzt. PATRIZIA hält es nicht für sinnvoll oder notwendig, Ziele festzulegen, und geht nicht davon aus, dass dies in naher Zukunft der Fall sein wird. PATRIZIA verfolgt die Wirksamkeit seiner Richtlinien und Maßnahmen nicht.

ESRS S3 Betroffene Gemeinschaften

ESRS S3 SBM 2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger und ESRS S3 SBM 3 Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

PATRIZIA setzt sich dafür ein, dass ihre Aktivitäten sowohl den Mietern als auch der lokalen Gemeinschaft spürbare Vorteile bringen und gleichzeitig proaktiv gegen mögliche negative soziale Auswirkungen vorgehen. Der Zweck von PATRIZIA ist der Aufbau von Gemeinschaften und einer nachhaltigen Zukunft. Durch Investitionen in Immobilien und Infrastruktur fördert PATRIZIA das Wirtschaftswachstum, schafft Beschäftigungsmöglichkeiten und verbessert die lokale Infrastruktur, wodurch die lokale Wirtschaft gestärkt und die Lebensqualität in der Region erhöht wird. Durch ein umfassendes Engagement in den betroffenen Gemeinden sichert sich PATRIZIA die notwendige lokale Unterstützung und gewinnt ein tiefes Verständnis für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse dieser Gemeinden.

Beim Immobilienportfolio sind vor allem die Anwohner, die Mieter, die Gemeinden und die lokalen Unternehmen betroffen. Die unterschiedlichen geografischen Standorte des Immobilienportfolios tragen zur lokalen Wirtschaftstätigkeit bei und beeinflussen das tägliche Leben der Anwohner. Durch die Erweiterung der Möglichkeiten im Einzelhandel für Freizeit- und Grundnahrungsmittel wie Lebensmittel tragen sie dazu bei, dass die lokalen Gemeinschaften Zugang zu den notwendigen Versorgungsgütern haben, was sich auf die lokale und regionale Wirtschaft auswirkt. Darüber hinaus tragen die Entwicklung und Verwaltung von Wohneinheiten dazu bei, Risiken zu erkennen und, wo möglich, die Energieeffizienz zu erhöhen.

In ihrem gewerblichen Portfolio fördert die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Photovoltaikmodulen, wo dies möglich ist, die Nutzung von Elektrofahrzeugen und unterstützt die Erzeugung erneuerbarer Energien. Diese Energie kann vor Ort genutzt oder ins Netz eingespeist werden. Diese Initiativen zielen darauf ab, die ökologische Nachhaltigkeit zu fördern und die allgemeine Lebensqualität in diesen Gemeinden zu verbessern.

Beim Infrastrukturportfolio sind vor allem die Anwohner, die umliegenden Unternehmen und die lokalen Behörden betroffen. Zum Beispiel unterstützt PATRIZIA durch Infrastrukturinvestitionen lokale Unternehmen dabei, den Anwohnern grundlegende Dienstleistungen wie Abfallwirtschaft, Energieerzeugung oder Zugang zu Vorschulen bereitzustellen. Die Unternehmen, in die investiert wird, werden in der Regel die lokale Beschäftigung erhöhen und zu positiven Auswirkungen für die lokalen Regierungen und Einwohner beitragen, wie z. B. eine bessere Luftqualität durch die Förderung der Nutzung von Elektrofahrzeugen oder ein besseres Energiemanagement durch die Einführung von Smart-City-Lösungen. PATRIZIA ist in städtischen und stadtnahen Gebieten in dicht besiedelten Regionen tätig, daher überschneidet sich die Tätigkeit von PATRIZIA nicht mit indigenem Land oder betroffenen indigenen Bevölkerungsgruppen. Alle betroffenen Gemeinden sind Teil der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die betroffenen Gemeinden leben entweder in der Nähe von Vermögenswerten oder sind lokale Betreiber. Alle betroffenen Gemeinden sind von den wesentlichen positiven Auswirkungen betroffen. Das Risiko in der folgenden Tabelle betrifft die Anwohner und Mieter, und die Chance bezieht sich auf alle betroffenen Gemeinden.

PATRIZIA orientiert sich an den einschlägigen international anerkannten Instrumenten und befolgt Menschenrechtsverpflichtungen wie den UN Global Compact und die UN Guiding Principles on Business and Human Rights. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel S2-1 (ESRS S2 Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette).

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse von PATRIZIA bestätigt die betroffenen Gemeinschaften (ESRS S3) als wesentliches Thema, wobei die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Gemeinschaften von den Interessengruppen als wesentliches Unterthema für das Immobilien- und Infrastrukturportfolio anerkannt werden. Das Kapitel konzentriert sich auf die Unterthemen angemessener Wohnraum, grundstücksbezogene Auswirkungen, Verfügbarkeit von lokalen Arbeitsplätzen und öffentlichen Dienstleistungen sowie Verdrängung/Gentrifizierung. Im Folgenden werden die potenziellen Risiken, Chancen und Auswirkungen der Geschäftstätigkeit von PATRIZIA in Bezug auf die betroffenen Gemeinden dargelegt.

Betroffene Gemeinschaften Auswirkungen, Risiken und Chancen

Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Gemeinschaften
Positive Auswirkungen Bereitstellung angemessener Unterkünfte für Gemeinden, die von den Assets under Management und Aktivitäten von PATRIZIA betroffen sind.
Veränderung der Landnutzung für Gemeinden, die von den Assets under Management und Aktivitäten von PATRIZIA betroffen sind. Zum Beispiel Schulen, Grünflächen, Bildungszentren oder Handelszentren.
Erhöhte Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen vor Ort im Zusammenhang mit dem Bau und Betrieb von Immobilien.
Risiko Kosten im Zusammenhang mit der Nichtwahrung der Rechte betroffener Gemeinden, wie z. B. Reputations- oder rechtliche Risiken, die sich negativ auf den Zugang zu angemessenem Wohnraum, Nahrung und Wasser auswirken und die Sicherheit von Gemeinden in der Nähe von Investitionen beeinträchtigen.
Chance Kosteneinsparungen durch rechtzeitige Genehmigungen und Fertigstellung von Investitionen, Wert durch die Schaffung wirtschaftlicher und sozialer Möglichkeiten für betroffene Gemeinden.

S3-1 - Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften

Immobilien - PATRIZIA verfügt über keine eigenständige Richtlinie für betroffene Gemeinden. Dieses Thema wird jedoch in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren behandelt, die das Engagement von PATRIZIA für den Erhalt von Kulturerbe und Traditionen sowie weitere soziale Aspekte hervorhebt. In diesem Zusammenhang steht die Richtlinie in Bezug zu positiven Auswirkungen, Risiken und Chancen für betroffene Gemeinden. PATRIZIA fördert das Engagement in den Gemeinden in denen sie tätig ist und in die sie investiert, um positive Veränderungen voranzutreiben. Gleichzeitig bemüht sie sich, die Belastung durch gefährliche Materialien und Schadstoffe während der Bauarbeiten zu begrenzen und nimmt Rücksicht auf die umliegenden Gemeinden. Die Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren steht im Einklang mit international anerkannten Standards wie der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact. Es liegen keine Berichte oder Fälle von Verstößen vor. Weitere Informationen zur Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren finden Sie in ESRS 2 SBM-1.

Mieter und lokale Gemeinschaften werden auch für alle Fonds in der ESG-Richtlinienmatrix für Fonds berücksichtigt. Die Matrix zielt darauf ab, Programme für Gesundheit und Wohlbefinden zu entwickeln und umzusetzen, einschließlich Bedarfsanalysen, Zielsetzungen und Aktionsplänen zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Mietern und lokalen Gemeinschaften, und befasst sich daher mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen. Weitere Informationen zur ESG-Richtlinienmatrix für Fonds finden Sie unter E1-3.

PATRIZIA hat keine eigenständige Menschenrechtspolitik und geht daher keine spezifischen Verpflichtungen ein, die für betroffene Gemeinschaften relevant sind. PATRIZIA hat jedoch Maßnahmen ergriffen, um Abhilfe bei Menschenrechtsverletzungen zu schaffen. Dies wird dadurch erreicht, dass PATRIZIA eine Due-Diligence-Prüfung der zu erwerbenden Vermögenswerte durchführt, einen Verhaltenskodex für Lieferanten hat und die Vermögenswerte überwacht und darüber Bericht erstattet, die für betroffene Gemeinschaften wie Mieter relevant sind. PATRIZIA hat keine spezifischen Richtlinien zur Verhinderung und Bewältigung von Auswirkungen auf indigene Völker, da diese von PATRIZIA nicht als betroffene Gemeinschaften identifiziert wurden. Aktivitäten zur Einbindung betroffener Gemeinschaften finden sich in S3-2.

Infrastruktur - Das PATRIZIA Rahmenwerk für verantwortungsbewusste Investitionen in die Infrastruktur (PIRIF), das in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren enthalten ist, besagt, dass PATRIZIA ESG-Bewertungsrahmen durch einen Due-Diligence-Fragebogen durchführt, um ESG-Risiken zu identifizieren und die Aufnahme von Abhilfemaßnahmen in die Geschäftspläne durch Governance und Überwachung zu unterstützen. Dies schließt die betroffenen Gemeinden ein. Weitere Informationen zur Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren finden sich in ESRS 2 SBM-1. Die PIRIF steht im Zusammenhang mit dem Risiko und den Chancen für die betroffenen Gemeinden.

S3-2 Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf die Auswirkungen

Immobilien - PATRIZIA arbeitet von Fall zu Fall mit den betroffenen Gemeinden zusammen, je nach Sektor und Gemeinde. Für einige Bestandsimmobilien hat PATRIZIA Apps zur Einbindung der Mieter eingeführt, die bei der Verwaltung helfen. Bei Wohnobjekten bietet PATRIZIA den Mietern Räume, in denen sie miteinander interagieren können, wie Grünflächen, Parks und Gemeinschaftseinrichtungen. Für Büros hingegen werden Veranstaltungen für die Mieter organisiert und Dachterrassen für die Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Der Grad des Engagements variiert in Abhängigkeit der Ziele des Fonds. Bei Immobilienprojekten arbeitet PATRIZIA ad hoc mit den lokalen Gemeinschaften zusammen.

Die Verantwortung für die Umsetzung des Engagements liegt in der Zusammenarbeit zwischen internen und externen Akteuren wie den Bewohnern, lokalen Unternehmen und städtischen Büros, um nur einige zu nennen. Das Immobilienentwicklungsteam ist in der Anfangsphase involviert und die Verantwortung wird dann an das Asset-Management-Team übergeben. Das Engagement erstreckt sich über die gesamte Investitionswertschöpfungskette, vom Erwerb bis zur Bestandsverwaltung der Immobilien.

Wie bereits erwähnt, findet das Engagement in verschiedenen Phasen der Investitionswertschöpfungskette statt. Je nach Phase, Sektor und spezifischem Projekt arbeitet PATRIZIA über die oben genannten Kanäle mit glaubwürdigen Stellen wie lokalen Regierungen und Anwohnern zusammen. Die ranghöchste Position ist die des Asset Managers unter der Aufsicht des Head of Investment Division.

Infrastruktur - Während der Due-Diligence-Phase verwendet das Infrastruktur-Team von PATRIZIA den Sustainability Due Diligence Questionnaire (SDDQ), mit dem alle Infrastruktur-Portfoliounternehmen eine Gesamtbewertung für Umwelt-, Sozialund Governance-Themen erhalten. Der SDDQ vergleicht ein Portfoliounternehmen mit internationalen Standards und Best Practices, identifiziert Lücken und führt zur Konzeption von Sanierungsprojekten. Im Rahmen des SDDQ ist ein Modul dem Stakeholder-Management gewidmet, das Untermodule umfasst, die das Engagement der Stakeholder, die Bewertung der sozialen Auswirkungen auf die Gemeinschaft, die Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen sowie indigene und kulturelle Angelegenheiten abdecken und bewerten. Nach dem Erwerb und bis zur Veräußerung steht das Team für Infrastruktur mit den Portfolio-Unternehmen über Telefonaten oder Fragebögen vierteljährlich in Kontakt und erstellt Nachhaltigkeitspläne, um die in der Due-Diligence-Phase festgestellten Lücken zu schließen.

Bei Infrastrukturanlagen arbeitet PATRIZIA nicht direkt mit den betroffenen Gemeinden zusammen, weder über legitime Vertreter noch über glaubwürdige Bevollmächtigte, sondern verlässt sich auf die von den Beteiligungsunternehmen durchgeführten Beteiligungsprogramme. Wenn tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen festgestellt wurden, fließt die Perspektive der Gemeinden, die von der Anlage vermittelt wird, in die Gestaltung und Durchführung von Abhilfemaßnahmen ein. Die operativen Partner sind als leitende Mitglieder der Vermögensverwaltungsfunktion für die ganzheitliche Überwachung und Analyse der Aktivitäten der Beteiligungsunternehmen verantwortlich. Dies kann die Einbindung und das Management wichtiger Interessengruppen umfassen. Dieser Überwachungs- und Überprüfungsprozess wird jedoch in einer nicht geschäftsführenden Funktion durchgeführt, die die Verantwortlichkeiten der geschäftsführenden Mitglieder des Unternehmens in solchen Angelegenheiten nicht negiert.

S3-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können

Immobilien - PATRIZIA verfügt nicht über ein Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und nicht über einen Kanal für betroffene Gemeinden, um Bedenken zu äußern.

Infrastruktur - Jede Infrastrukturanlage hat in der Regel ein eigenes Hinweisgebersystem eingerichtet, das in der Regel öffentlich zugänglich ist und somit auch den lokalen Gemeinschaften zur Verfügung steht. Meldungen, die über diesen Kanal gemacht werden, werden an die PATRIZIA Asset Management Teams und über die jährliche Datenerfassungskampagne weitergeleitet. Je nach Anlage kann es sich um ein internes System handeln, bei dem die Meldungen direkt an die zuständige Stelle im Unternehmen weitergeleitet werden, oder um ein externes System, bei dem die Meldungen von einer unabhängigen Stelle geprüft werden.

PATRIZIA bestätigt die Verfügbarkeit des Whistleblowing-Systems für jeden Standort durch seine jährliche Datenerfassungskampagne. Darüber hinaus werden wichtige Meldungen auf Ebene der geschäftsführenden Direktoren, gemeinsam mit weiteren Führüngskräften, besprochen, um sicherzustellen, dass die Meldungen überwacht und in zufriedenstellender Weise behandelt werden.

Es wurden keine formellen Verfahren eingerichtet, um zu beurteilen, ob die betroffenen Gemeinschaften das Whistleblowing-System kennen und darauf vertrauen, dass sie ihre Bedenken oder Bedürfnisse äußern können und dass darauf eingegangen wird. Wenn es für das Unternehmen, in das investiert wird, von Bedeutung ist, wird sich das Infrastruktur-Team direkt mit dem Management-Team in Verbindung setzen, um sicherzustellen, dass vor Ort ein Verfahren eingerichtet wurde und dass das Feedback der Gemeinschaft bei Bedarf berücksichtigt wird.

Das Infrastruktur-Team wird jedoch im Rahmen der jährlichen Datenerhebung prüfen, ob ein bestehender Mechanismus mit einer Whistleblowing-Richtlinie gekoppelt ist, die Rückstellungen für den Schutz von Hinweisgebern enthalten sollte.

S3-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

Im Auftrag seiner Kunden investiert PATRIZIA in Städte und Bauprojekte, um integrative, sichere, widerstandsfähige und nachhaltige Gemeinschaften zu schaffen. Das Unternehmen konzentriert sich seit seiner Gründung auf nachhaltige Gemeinschaften. Wenn PATRIZIA im Auftrag von Kunden investiert oder Vermögenswerte entwickelt, ist es das Ziel des Unternehmens, dieses menschliche Bedürfnis nach Gemeinschaft zu erfüllen und langfristig zu erhalten. Insgesamt steht der Aufbau von Gemeinschaften und einer nachhaltigen Zukunft im Mittelpunkt von PATRIZIA und zeigt, dass PATRIZIA sich dafür einsetzt Maßnahmen zu ergreifen, die positive materielle Auswirkungen erzielen sollen, wie die Bereitstellung angemessener Wohnungen, die Veränderung der Landnutzung zugunsten besserer Gemeinschaften und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort. PATRIZIA wird keine Angaben zu den aktuellen und zukünftigen finanziellen Ressourcen machen, die dem Aktionsplan zugewiesen werden, da das Thema die nachgelagerte Wertschöpfungskette abdeckt. PATRIZIA hat keine nennenswerten Anstrengungen unternommen, um Investitions- und Betriebskosten im Zusammenhang mit dieser Maßnahme zu ermitteln und zu verfolgen, da zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch kein System zur Verfolgung dieser Kosten vorhanden war. PATRIZIA strebte nicht an, ein System zur künftigen Verfolgung dieser Kosten einzurichten. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat PATRIZIA keine weiteren Maßnahmen für die Zukunft geplant.

Immobilien - Wie in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren dargelegt, berücksichtigt PATRZIA ESG-Maßnahmen auf Einzelfallbasis durch gemeinsame Mindeststandards, die die Umsetzung von ESG-Merkmalen in der gesamten Wertschöpfungskette eines Vermögenswerts leiten. Jede der genannten Maßnahmen deckt die nachgelagerte Wertschöpfungskette ab und unterscheidet sich je nach Standort des Vermögenswerts in geografischer Hinsicht. Während des Erwerbs werden Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit betroffenen Gemeinden geprüft, um eine positive Unterstützung durch die Gemeinschaft zu gewährleisten.

Die erste Maßnahme im Rahmen des Investitionsprozesses der ersten Phase ist die ESG-Due-Diligence-Prüfung, bei der wesentliche ESG-bezogene Risiken, einschließlich solcher, die sich auf die umliegenden Gemeinden auswirken, ermittelt und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen in Geschäftsplänen festgelegt werden, um das Risiko von Kosten zu minimieren, die mit der Nichtwahrung der Rechte betroffener Gemeinden verbunden sind. Dazu gehört der Nachweis einer angemessenen Wohnsituation und die Umwandlung der Landnutzung zugunsten der Gemeinschaft, z. B. durch Grünflächen oder Gewerbeflächen, die die lokale Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen im Zusammenhang mit dem Bau und Betrieb dieser Immobilien erhöhen. Die Durchführung der ESG-Due-Diligence stellt im Vergleich zum Wert des Vermögenswerts keine signifikanten Investitions- oder Betriebskosten dar, weshalb PATRIZIA diese derzeit nicht durchführt und dies auch in Zukunft nicht tun wird.

Eine weitere wichtige Maßnahme während der Managementphase auf Fondsebene ist die Berücksichtigung des gesellschaftlichen Engagements in der ESG-Fondsmatrix von PATRIZIA, die sich an den Präferenzen der Anleger und den regulatorischen Anforderungen orientiert. Die Matrix bietet Fondsmanagern eine Vorlage für ESG-Richtlinien/Strategien, die zur einfacheren Übernahme an jeden Fonds angepasst werden kann. Die Matrix enthält zwei Bewertungsfragen in Bezug auf die Gemeinden, die beurteilen, ob der Fonds ein Programm für Gesundheit und Wohlbefinden entwickelt oder betreibt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der lokalen Gemeinden und Mieter zu verbessern und somit zu den positiven Auswirkungen, Risiken und Chancen beizutragen. Fondsmanager müssen die Matrix bei der Auflage eines Fonds ausfüllen, wobei die nachgelagerte Wertschöpfungskette abgedeckt wird und je nach Standort des Fonds geografische Unterschiede bestehen. Die Matrix erfordert derzeit oder in Zukunft keine erheblichen Investitions- oder Betriebsausgaben, da es sich um ein internes System handelt, das von PATRIZIA vervollständigt wird, sodass keine weiteren finanziellen Ressourcen gemeldet werden. Auf Gebäudeebene arbeiten die Vermögensverwaltungsteams dann mit den Immobilien- und Facility-Management-Teams sowie den Mietern zusammen, einschließlich derjenigen, die Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden und Nachbarn haben, um die Ergebnisse der ESG-Fondsmatrix zu besprechen, falls zutreffend. Die Kommunikation erfolgt auf Ad-hoc-Basis durch Dialoge mit den relevanten Interessengruppen.

Die unten aufgeführten Maßnahmen sind ergänzende Maßnahmen in Bezug auf von Immobilien betroffene Gemeinden, aber keine Schlüsselmaßnahmen, sodass im Rahmen der Mindestanforderungen an die Offenlegung nicht weiter darüber berichtet wird.

Wenn sich bei einem Projekt die Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden als notwendig erweist, arbeiten die Managementteams aktiv daran, das Thema zu verstehen und mit den relevanten Interessengruppen zu besprechen, um wesentliche Risiken zu mindern oder wesentliche Chancen zu nutzen. PATRIZIA integriert diese Ziele und Zeitpläne dann in den ESG-Plan des Objekts und stellt sicher, dass sie während des gesamten Investitionszeitraums erreicht werden, um so die Möglichkeit von Kosteneinsparungen und Wertschöpfung durch die Schaffung wirtschaftlicher und sozialer Chancen für die betroffenen Gemeinden zu nutzen.

Da die Umsetzung von Fall zu Fall erfolgt, wird die Wirksamkeit der Maßnahmen und Initiativen auf Ad-hoc-Basis bewertet um die Wirksamkeit der Korrekturmaßnahmen zu verfolgen und zusätzliche negative Auswirkungen zu verhindern. Aufgrund der unterschiedlichen Standorte, Sektoren und Mietertypen innerhalb des Immobilienportfolios gibt es keine übergreifende Methode zur Bewertung der Wirksamkeit. Das Immobilienportfolio entwickelt daher aktiv Prozesse, um ESG-Risiken, einschließlich der Auswirkungen auf die Endnutzer und die umliegenden Gemeinden, zu ermitteln und zu mindern. Es wurden keine schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und Vorfälle im Zusammenhang mit den betroffenen Gemeinden gemeldet.

Infrastruktur - Das PIRIF (PATRIZIA Infrastructure Responsible Investment Framework) übersetzt die von PATRIZIA angewandten Richtlinien und Grundsätze in einen umfangreichen, intern entwickelten Fragebogen zur Nachhaltigkeit (Sustainability Due Diligence Questionnaire, SDDQ) im Infrastrukturgeschäft. Der Fragebogen identifiziert ESG-bezogene Risiken und Chancen und führt zur Umsetzung der damit verbundenen Aktionspläne. Der SDDQ stellt die Einhaltung des PIRIF von der Erstinvestition bis zum Ende der Haltedauer sicher.

Die erste wichtige Maßnahme im Rahmen des Investitionsprozesses ist die ESG-Due-Diligence-Prüfung, die eine Bewertung des Stakeholder-Engagements und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Zielunternehmen über den SDDQ umfasst. Die nächste wichtige Maßnahme ist eine jährliche Datenerfassungskampagne zur Aktualisierung des SDDQ und zur Überwachung der Leistung während der gesamten Haltedauer. Zu den KPIs gehören die Gesundheit und Sicherheit der Gemeinschaft, Programme zur Entwicklung der Gemeinschaft und Whistleblower-Berichte, die sich somit auf die Risiken und Chancen für die betroffenen Gemeinschaften beziehen.

Jede der oben genannten Maßnahmen deckt alle wesentlichen Geschäftstätigkeiten des Vermögenswerts sowie die nachgelagerte Wertschöpfungskette ab, soweit dies relevant und machbar ist. Die betroffenen Stakeholder-Gruppen und Regionen unterscheiden sich je nach Industriesektor und Standort des Vermögenswerts. Weder die anfängliche ESG-Due-Diligence-Prüfung noch die jährliche Datenerfassungskampagne erforderten im Berichtsjahr erhebliche Investitions- oder Betriebsausgaben und werden dies auch in Zukunft nicht tun. Es handelt sich um interne Prozesse, die von PATRIZIA-Mitarbeitern durchgeführt werden, bei Bedarf mit Unterstützung ausgewählter externer Spezialisten. Daher werden keine weiteren finanziellen Ressourcen gemeldet.

Die unten aufgeführten Maßnahmen sind ergänzende Maßnahmen in Bezug auf die von der Infrastruktur betroffenen Gemeinden und variieren je nach Anlage. Daher werden sie nicht als Schlüsselmaßnahmen eingestuft und im Rahmen der Mindestanforderungen für die Offenlegung nicht weiter gemeldet.

Nach der Investition werden Maßnahmen zur Minderung wesentlicher Risiken oder zur Nutzung wesentlicher Chancen auf Einzelfallbasis festgelegt. Wenn das Engagement der betroffenen Gemeinschaften als wesentlich erachtet wird, bemühen sich die Managementteams kontinuierlich um die Einführung sozial verantwortlicher Praktiken. PATRIZIA nimmt dann die Ziele und Fristen in die Nachhaltigkeits-Roadmap der Anlage auf, die über die gesamte Lebensdauer der Investition umgesetzt werden soll. Der Fortschritt wird durch vierteljährliche Gespräche mit dem Vermögenswert und durch eine jährliche Datenerfassungskampagne überwacht, um die Wirksamkeit der Korrekturmaßnahmen zu verfolgen und zusätzliche negative Auswirkungen zu verhindern.

Als aktiver Vermögensverwalter mit wesentlicher Beteiligung am Eigenkapital der Beteiligungsunternehmen wirkt PATRIZIA auf das Management der Beteiligungsunternehmen durch Richtlinien, Rahmenbedingungen und Engagement ein. Die Einbindung lokaler Stakeholder und gegebenenfalls der Einsatz von Auswirkungsstudien tragen dazu bei, PATRIZIAs Verständnis für das externe Betriebsumfeld zu verbessern. Für einen Teil von PATRIZIAs Portfolios wird die Leistung und das Management der wesentlichen Auswirkungen durch eine jährliche Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB)-Bewertung extern bestätigt.

Im Rahmen einer Standardinitiative zur Einbindung der Gemeinschaft wird eine angemessene Konsultation der Öffentlichkeit durchgeführt, wenn eine Genehmigung für den Bau einer neuen Anlage oder die Erweiterung eines bestehenden Betriebs beantragt wird. Neben der Einhaltung der einschlägigen Vorschriften wurden auch einige kleinere Themen im Zusammenhang mit der "guten Nachbarschaft" ermittelt und behandelt.

Darüber hinaus möchte das Infrastruktur-Portfolio das Verfahren zur Ermittlung und Minderung von ESG-Risiken, einschließlich der Auswirkungen auf das Gemeinwesen, verbessern. Daher wird eine soziale Folgenabschätzung für neue Fonds eingeführt. Es wurden keine schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und Vorfälle im Zusammenhang mit den betroffenen Gemeinden gemeldet.

S3-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der

Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen Immobilien - Aufgrund der einzelfallbezogen Engagements mit den betroffenen Gemeinschaften und des unterschiedlichen Umfangs dieser Engagements, die von Fall zu Fall in verschiedenen Sektoren und an verschiedenen Standorten definiert werden, ist es derzeit herausfordernd, spezifische Ziele für das Management wesentlicher negativer Auswirkungen, die Förderung positiver Auswirkungen und den Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen festzulegen. Aus diesem Grund hat PATRIZIA keine Zielvorgaben in Bezug auf betroffene Gemeinschaften. Das Immobilienportfolio ist bestrebt, seine Prozesse aktiv zu verbessern, um diese Probleme in Zukunft besser anzugehen. PATRIZIA verfolgt die Wirksamkeit seiner Richtlinien und Maßnahmen in Bezug auf die genannten Auswirkungen, Chancen und Risiken nicht.

Infrastruktur - PATRIZIA hat kein Ziel in Bezug auf die betroffenen Gemeinden. PATRIZIA plant nicht, in Zukunft ein Gesamtziel einzuführen, denn wenn ein Thema für eine Anlage als wesentlich erachtet wird, wird das Infrastruktur-Team versuchen, sich mit dem Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeits-Roadmap weiter zu engagieren und bei Bedarf entsprechende Ziele festzulegen. PATRIZIA verfolgt die Wirksamkeit seiner Richtlinien und Maßnahmen in Bezug auf die genannten Auswirkungen, Chancen und Risiken nicht.

ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer

ESRS S4 SBM-2 Interessen und Ansichten der Interessenträger und ESRS S4 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

PATRIZIA ist sich der Auswirkungen und des Einflusses bewusst, den Immobilien- und Infrastrukturmaßnahmen auf Kunden und Endnutzer haben. Durch aktives Engagement und geeignete Maßnahmen versteht PATRIZIA die Bedürfnisse der Kunden und ist bestrebt, die besten Dienstleistungen und Produkte für diese Kunden zu entwickeln.

Das Immobilien- und Infrastrukturportfolio dient den menschlichen Grundbedürfnissen von Gemeinschaften und der Gesellschaft als Ganzes, wobei die Bandbreite der Endnutzer und Kunden sehr groß ist. Das Engagement der PATRIZIA gegenüber Kunden und Endnutzern konzentriert sich in erster Linie auf die Mieter von Wohnraum, die als die "eigentlichen Endnutzer" der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens gelten. Sie bewohnen und nutzen den von der PATRIZIA zur Verfügung gestellten Wohnraum direkt und sind damit ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells des Unternehmens. Die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Wohnungsmieter sind von entscheidender Bedeutung, da sich ihre Erfahrungen direkt auf die Auslastung und die Umsatzerlöse aus Vermietung auswirken. Durch das interne Fachwissen des Nachhaltigkeitsteams hat PATRIZIA verstanden, dass Mieter (Endnutzer), insbesondere Mieter von Wohnraum, einem größeren Risiko ausgesetzt sind, Schaden zu nehmen und negativ beeinflusst zu werden. Die Endnutzer, die wahrscheinlich von den eigenen Geschäftstätigkeiten, der Wertschöpfungskette und den Geschäftsbeziehungen von PATRIZIA betroffen sind, sind in ESRS 2 SBM-3 enthalten. Die Endnutzer, wie z. B. Mieter, sind durch die eigenen Geschäftstätigkeiten von PATRIZIA und durch die Wertschöpfungskette wesentlichen Auswirkungen ausgesetzt. PATRIZIA entwickelt und stellt Wohnraum für Mieter bereit, der schädlich für Menschen sein kann und das Risiko chronischer Krankheiten erhöht, wenn nicht die richtigen Sicherheits- und Lebensbedingungen gegeben sind. Die Mieter können auch in ihren Rechten auf Privatsphäre, Schutz personenbezogener Daten, freie Meinungsäußerung und Nichtdiskriminierung beeinträchtigt werden. Die Endnutzer sind auch darauf angewiesen, von PATRIZIA genaue Informationen zu erhalten, um eine potenziell schädliche Nutzung der Vermögenswerte zu vermeiden. Die Endnutzer sind auch anfällig für Auswirkungen auf die Gesundheit und die Privatsphäre.

Neben Mietern aus dem Bereich Wohnen verwaltet PATRIZIA eine vielfältige Bandbreite von Business-to-Business-Kunden (B2B), darunter Konzerne, gewerbliche Mieter und institutionelle Investoren. Diese Kunden nutzen die Büro-, Einzelhandels- und sonstigen Gewerbeimmobilien der PATRIZIA für ihren eigenen Betrieb. Obwohl diese Kunden nicht als Endverbraucher im Sinne von Mietern von Wohnimmobilien betrachtet werden, ist PATRIZIA bestrebt, qualitativ hochwertige, gut verwaltete Immobilien zu unterhalten, um ihre geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen und langfristige Partnerschaften zu erhalten.

Das Engagement von PATRIZIA für ein hochwertiges Lebens- und Arbeitsumfeld (einschließlich Zugang zu Informationen, angemessene Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen, Sicherheit und Schutz) steht im Einklang mit den strategischen Zielen des Unternehmens. Durch die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Flächen und exzellentem Service will das Unternehmen die Zufriedenheit der Mieter maximieren, Leerstände minimieren und die Umsatzerlöse steigern, um eine starke und nachhaltige Einnahmequelle zu gewährleisten.

Die DMA von PATRIZIA ergab, dass Verbraucher und Endnutzer (ESRS S4) von den Interessengruppen als ein wesentliches Thema für das Immobilien- und Infrastrukturportfolio angesehen wird, mit informationsbezogenen Auswirkungen (die wesentlichen Unterthemen sind Datenschutz und Zugang zu Informationen), persönliche Sicherheit (das wesentliche Unterthema ist Gesundheit und Sicherheit) und soziale Eingliederung (das wesentliche Unterthema ist Nichtdiskriminierung) als wesentliche Unterthemen. Die DMA von PATRIZIA umfasste auch das Engagement der Mieter sowie die Gesundheit und das Wohlergehen der Mieter als wesentliche Themen, die in dieses Kapitel aufgenommen wurden. Es wird darauf hingewiesen, dass PATRIZIA in dieser Nichtfinanziellen Konzernerklärung Verbraucher als Kunden bezeichnet. Im Folgenden werden die angenommenen und potenziellen Kunden- und endverbraucherbezogenen Risiken, Chancen und Auswirkungen im Rahmen der Geschäftstätigkeit von PATRIZIA dargestellt.

Auswirkungen, Risiken und Chancen für Verbraucher und Endnutzer

Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer
Positive Auswirkungen Die Achtung der Privatsphäre von Endnutzern und Unternehmen schafft Vertrauen, was wiederum zu kooperativen Gemeinschaften führt.
Risiko Wenn man Verbrauchern und Endnutzern keinen ausreichenden Zugang zu hochwertigen Informationen gewährt und ihre Privatsphäre nicht respektiert, kann dies zu einem Reputations- oder Rechtsrisiko führen und aufgrund des Verlusts von Mietern zu einem Wert- oder Umsatzrückgang.
Chance Wenn Mieter Zugang zu genauen Informationen haben, stärkt dies das Vertrauen zwischen ihnen und dem Unternehmen und ermöglicht es ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese Transparenz kann zu stärkeren Beziehungen und einer höheren Zufriedenheit führen, sodass Mieter eher gehalten werden und ähnliche Mieter anziehen.
Persönliche Sicherheit der Verbraucher und/oder Endnutzer
Positive Auswirkungen Durch die Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensbedingungen für alle trägt sie dazu bei, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zu verringern und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dies kann die Belastung der Gesundheitssysteme verringern, die Lebensqualität verbessern und dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen.
Risiko Reputations- oder rechtliche Risiken durch Missachtung der Sicherheit und Gesundheit von Verbrauchern und Endnutzern, was zu einem Wert- oder Umsatzrückgang aufgrund von Mieterverlusten führt.
Wert- oder Umsatzsteigerung durch bessere Mieterbindung und -rekrutierung.
Chance Durch die Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensbedingungen für alle trägt sie dazu bei, soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zu verringern und die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dies kann die Belastung der Gesundheitssysteme verringern, die Lebensqualität verbessern und dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen.
Soziale Eingliederung der Verbraucher und/oder Endnutzer
Chance Durch die Entwicklung erschwinglicher Wohnprojekte durch PATRIZIA wird die soziale Eingliederung gefördert, indem man mit den Mietern in Kontakt tritt und Gemeinschaftsräume schafft. Dies kann auch zu einer Steigerung der Umsatzerlöse und des Werts der Projekte führen, da die Mieter besser gebunden werden.

S4-1 Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern

PATRIZIA hat keine eigenständige Richtlinie für Endnutzer. Als ergänzende Richtlinie ist das wesentliche Thema in der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren enthalten, die besagt, dass PATRIZIA bestrebt ist, mit Endnutzern in Kontakt zu treten, dabei ihre Privatsphäre zu respektieren und genaue Informationen über die von ihnen genutzten Vermögenswerte bereitzustellen, um ESG-bezogene Angelegenheiten zu klären.

PATRIZIA hat keine eigenständige Menschenrechtspolitik, aber die Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren, die auch die Endnutzer abdeckt, ist mit der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem UN Global Compact (UNGC) abgestimmt. Die Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren ist darauf abgestimmt und besagt, dass sich PATRIZIA verpflichtet, sich so zu verhalten und zu handeln, dass es mit den Kernkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation übereinstimmt und die nationalen und lokalen Menschenrechtsgesetze einhält. PATRIZIA verfügt über robuste Prozesse und Mechanismen, um die Einhaltung der ILO und des UNGC zu überwachen und sicherzustellen und Abhilfe zu schaffen. Zu diesen spezifischen Mechanismen und Maßnahmen gehören ein Due-Diligence-Prozess (einschließlich Menschenrechte), ein Screening-Prozess, ein Whistleblowing-Mechanismus, Schulungs- und Sensibilisierungsprogramme, Überwachung und Berichterstattung. Diese Maßnahmen helfen bei der Identifizierung und Lösung potenzieller Menschenrechts- und Arbeitsrechtsfragen in der Wertschöpfungskette, einschließlich der Endnutzer. PATRIZIA arbeitet in Bezug auf Menschenrechte nicht mit Endnutzern zusammen. PATRIZIA ist auch Unterzeichner des UN Global Compact, der sicherstellt, dass die zehn Prinzipien, einschließlich der Menschen- und Arbeitsrechte, in PATRIZIA integriert werden. Es wurden keine Fälle von Missachtung der ILO oder des UNGC im Zusammenhang mit Endnutzungen gemeldet.

Immobilien - Endnutzer werden in der ESG-Richtlinienmatrix des Fonds für alle Fondsrichtlinien berücksichtigt. Die Matrix zielt darauf ab, das Engagement der Endnutzer und der Gemeinschaft hervorzuheben, um Vertrauen und kooperative Gemeinschaften sowie sichere und gesunde Lebensbedingungen zu schaffen und gleichzeitig die soziale Eingliederung durch Gemeinschaftsräume zu fördern, was die Umsatzerlöse und den Projektwert steigern kann. Diese Bemühungen mindern Reputations- oder Rechtsrisiken und verbessern die Mieterbindung und -rekrutierung. Weitere Informationen zur ESG-Richtlinienmatrix des Fonds finden Sie unter E1-3.

PATRIZIA verfügt über eine Datenschutzerklärung, die alle Mietverträge abdeckt und den Schutz der persönlichen Daten der Mieter gewährleistet. Die Mietverträge decken auch Gesundheits- und Sicherheitsaspekte wie physische Sicherheit und Verbindlichkeiten ab. Darüber hinaus enthält die ESG-Richtlinie des Fonds für das Immobilienportfolio Informationen über die Verpflichtungen zur Einbeziehung der Mieter. Weitere Informationen zur Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren finden Sie in ESRS 2 SBM-1. Die Richtlinie bezieht sich auf alle Auswirkungen, Risiken und Chancen.

Infrastruktur - Die Anforderungen an die Endnutzer sind im PATRIZIA Infrastructure Responsible Investment Framework (PIRIF) verankert, das Teil der Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren ist. Die Richtlinie besagt, dass PATRIZIA ESG-Bewertungsrahmen durch einen Due-Diligence-Fragebogen durchführt, um ESG-Risiken zu identifizieren und die Aufnahme von Abhilfemaßnahmen in die Geschäftspläne durch Governance und Überwachung zu unterstützen. Dies schließt wesentliche Kunden und Endnutzer ein. Weitere Informationen zur Richtlinie für verantwortungsbewusstes Investieren finden Sie in ESRS 2 SBM-1. Die Richtlinie bezieht sich auf die IROs für informationsbezogene Auswirkungen und die persönliche Sicherheit der Kunden.

S4-2 - Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen

Immobilien - Die Strategie der PATRIZIA zur Einbindung von Mietern beruht auf einem sektoralen Ansatz, bei dem die Mehrheit der Mieter im Bereich Wohnen eine jährliche Befragung zur Einbindung erhält und zu Beginn des Mietverhältnisses mit Informationen zu Mieterrichtlinien versorgt wird. Für gewerbliche Mieter gibt es zwei verschiedene Arten der Einbindung: Die Mieter werden entweder durch eine Umfrage angesprochen oder in einen Dialog einbezogen. Je nach Sektor arbeitet PATRIZIA entweder direkt mit den legitimen Vertretern oder mit glaubwürdigen Stellvertretern zusammen. Für alle Sektoren strebt PATRIZIA an, mit den Mietern jährlich über verschiedene Kanäle in Kontakt zu treten, soweit dies möglich ist.

Der vorstehend erwähnte Standardansatz ist relativ neu und wird derzeit im gesamten von PATRIZIA verwalteten Immobilienportfolio umgesetzt. Ziel ist es, die bestehenden organischen Interaktionen mit den Mietern zu ergänzen und ihre weitere Einführung in anderen Objekten des Portfolios in den kommenden Jahren zu fördern. Diese Interaktionen erfolgten in der Vergangenheit auf Ad-hoc-Basis durch Veranstaltungen, jährliche und halbjährliche Treffen und Engagement-Plattformen/Apps. Ziel ist es, quantifizierbare Kennzahlen zu entwickeln, um das Engagement und die Zufriedenheit der Mieter zu messen.

Aufgrund der unterschiedlichen Ansätze für die Einbindung, der Mieterstrukturen und der Diversität innerhalb der Immobilien Assets under Management variiert das für die Verwaltung der Endnutzereinbindung zuständige Personal auf der Ebene der einzelnen Vermögenswerte, gesteuert entweder durch das Vermögens- oder das Fondsmanagement. PATRIZIA stellt sicher, dass das Feedback und die Ergebnisse dieser Engagements an die relevanten internen und externen Interessengruppen kommuniziert werden, um die Ergebnisse und Maßnahmen des Engagements zu besprechen.

In Anbetracht der kürzlich erfolgten Standardisierung des Mieterengagements innerhalb des Portfolios und der individuellen Anforderungen an das Engagement in den einzelnen Objekten ist PATRIZIA derzeit nicht in der Lage, über die Gesamteffektivität und die Ergebnisse des portfolioweiten Engagements zu berichten.

Infrastruktur - Das Infrastruktur-Team von PATRIZIA verwendet den Sustainability Due Diligence Questionnaire (SDDQ), mit dem alle Infrastruktur-Portfoliounternehmen eine Gesamtbewertung für Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen erhalten. Der SDDQ vergleicht ein Portfoliounternehmen mit internationalen Standards und Best Practices, identifiziert Lücken und führt zur Konzeption von Sanierungsprojekten. Der SDDQ umfasst die Erfassung und Einbeziehung von Stakeholdern, um sicherzustellen, dass eine sinnvolle Einbeziehung aller relevanten Stakeholder, einschließlich Kunden und Endnutzer, erfolgt.

Bei Infrastrukturanlagen arbeitet PATRIZIA nicht direkt mit Kunden und Endnutzern zusammen, weder über legitime Vertreter noch über glaubwürdige Bevollmächtigte, sondern verlässt sich auf Beteiligungsprogramme, die von den Beteiligungsunternehmen durchgeführt werden. Wenn tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen festgestellt wurden, fließt die Perspektive der Endnutzer, die von den Anlagen vermittelt wird, in die Gestaltung und Durchführung von Abhilfemaßnahmen ein.

PATRIZIA unterstützt Portfoliounternehmen auf Ad-hoc-Basis bei der Erstellung von Umfragen, die an Kunden und Endnutzer gesendet werden. Die Umfragen werden nicht direkt von PATRIZIA verschickt, aber die Ergebnisse werden verfolgt und von PATRIZIA und den Portfoliounternehmen genutzt, um die Kunden und Endnutzer zu verstehen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Diese Umfrage wird von Fall zu Fall verschickt. Ebenso hängt es vom jeweiligen Portfoliounternehmen ab, wer für die Einbindung der Endverbraucher verantwortlich ist. PATRIZIA stellt sicher, dass das Feedback und die Ergebnisse des Engagements berücksichtigt werden und in die Strategie und Ziele des Unternehmens einfließen. Die operativen Partner sind als leitende Mitglieder der Vermögensverwaltungsfunktion für die ganzheitliche Überwachung und Analyse der Aktivitäten der Beteiligungsunternehmen verantwortlich. Dies kann auch die Einbindung und das Management wichtiger Interessengruppen umfassen. Dieser Überwachungs- und Überprüfungsprozess wird jedoch in einer nicht geschäftsführenden Funktion durchgeführt, die die Verantwortlichkeiten der geschäftsführenden Mitglieder des Unternehmens in solchen Angelegenheiten nicht negiert.

Da jedes Portfoliounternehmen ein spezifisches Endnutzerprofil und eine spezifische Engagementstrategie hat, kann PATRIZIA nicht über die Gesamteffektivität und -ergebnisse des Portfolios berichten.

S4-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können

Immobilien - Mieter haben immer eine Anlaufstelle, um Bedenken zu äußern. Die Mieter können sich an die PATRIZIA Vermögensverwalter wenden, um negative Auswirkungen zu melden, jedoch werden die Mieter ermutigt, sich zunächst an die Hausverwalter zu wenden. Wenn dies der Fall ist, treffen sich die Hausverwalter mit PATRIZIA und berichten über alle negativen Auswirkungen, die von den Mietern angesprochen wurden und von den Hausverwaltern nicht gelöst werden konnten.

Es wird nicht als notwendig erachtet, dass PATRIZIA ein formelles Whistleblowing-Verfahren für Mieter einrichtet, da es Kontaktstellen gibt. Daher gibt es kein formelles Verfahren, um zu bewerten, ob die Endnutzer und Kunden die Methoden kennen und ihnen vertrauen, um Bedenken oder Bedürfnisse zu äußern und diese zu bearbeiten.

Da PATRIZIA aufgrund der Verfügbarkeit von Kontaktstellen kein Verfahren für die Meldung von Missständen bei Mietern hat, gibt es auch keine Richtlinie zum Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen für Personen, die Missstände melden.

Infrastruktur - Im Rahmen der Due-Diligence-Prüfung beim Erwerb prüft PATRIZIA, ob ein Portfoliounternehmen über einen Whistleblowing-Kanal verfügt, der allen Beteiligten zur Verfügung steht. Falls ein solcher Prozess nicht existiert, wird er in den Nachhaltigkeitsfahrplan aufgenommen. PATRIZIA wird nicht für die Bewertung und Überwachung des Prozesses zuständig sein, da dies in den Zuständigkeitsbereich der Portfoliounternehmen fällt, aber PATRIZIA wird nachverfolgen, ob Whistleblowing-Vorfälle aufgetreten sind.

PATRIZIA hat keine formellen Verfahren eingerichtet, um zu bewerten, ob die Endnutzer und Kunden das Whistleblowing-System kennen und ihm vertrauen, damit sie ihre Bedenken oder Bedürfnisse äußern und sich darum kümmern können.

Das Infrastruktur-Team wird jedoch im Rahmen der Due-Diligence-Prüfung und der jährlichen Datenerhebung überprüfen, ob ein bestehender Mechanismus mit einer Whistleblowing-Richtlinie gekoppelt ist, die Rückstellungen für den Schutz von Hinweisgebern enthalten sollte.

S4-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

Immobilien - PATRIZIA hat keine Maßnahmen für Endnutzer ergriffen. PATRIZIA befindet sich in der Anfangsphase der Entwicklung einer Strategie zur Mieterbindung, die dazu beitragen wird, die wesentlichen Möglichkeiten zu verfolgen. Die Strategie wird Maßnahmen und Richtlinien für Mieter sowie die Erstellung spezifischer Inhalte zur Förderung einer nachhaltigen und effizienten Gebäudenutzung umfassen. Diese Strategie zielt darauf ab, Vertrauen und kooperative Gemeinschaften aufzubauen, während die Privatsphäre der Endnutzer respektiert und gebäudebezogene, genaue Informationen bereitgestellt werden, was wiederum die Mieterbindung und -zufriedenheit erhöht.

Infrastruktur

Das PIRIF (PATRIZIA Infrastructure Responsible Investment Framework) setzt die von PATRIZIA angewandten Richtlinien und Grundsätze in einen umfangreichen, intern entwickelten Fragebogen zur Nachhaltigkeit (Sustainability Due Diligence Questionnaire, SDDQ) um. Der Fragebogen identifiziert ESG-bezogene Risiken und Chancen und führt zur Umsetzung der damit verbundenen Aktionspläne. Der SDDQ stellt die Einhaltung des PIRIF von der Erstinvestition bis zum Ende der Haltedauer sicher.

Die erste wichtige Maßnahme im Rahmen des Investitionsprozesses ist die ESG-Due-Diligence-Prüfung, die eine Bewertung des Stakeholder-Engagements, der sozialen Auswirkungen auf die Gemeinschaft und der wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Zielunternehmen über den SDDQ umfasst. Die nächste wichtige Maßnahme ist eine jährliche Datenerfassungskampagne zur Aktualisierung des SDDQ und zur Überwachung der Leistung während der gesamten Haltedauer sowie zur Sicherstellung, dass die in der Due-Diligence-Phase festgestellten Lücken geschlossen werden.

Jede der oben genannten Maßnahmen deckt alle wesentlichen Geschäftstätigkeiten des verwalteten Vermögens sowie die nachgelagerte Wertschöpfungskette ab, soweit dies relevant und machbar ist. Die betroffenen Stakeholder-Gruppen und Regionen unterscheiden sich je nach Industriesektor und Standort des Vermögenswerts. Weder die anfängliche ESG-Due-Diligence-Prüfung noch die jährliche Datenerfassungskampagne erforderten im Berichtsjahr erhebliche Investitions- oder Betriebsausgaben und werden dies auch in Zukunft nicht tun. Es handelt sich um interne Prozesse, die von PATRIZIA-Mitarbeitern durchgeführt werden, bei Bedarf mit Unterstützung ausgewählter externer Spezialisten. Daher werden keine weiteren finanziellen Ressourcen ausgewiesen. Diese geplanten Maßnahmen werden sicherstellen, dass die materiellen Möglichkeiten genutzt werden.

Die unten aufgeführten Maßnahmen sind ergänzende Maßnahmen in Bezug auf die von der Infrastruktur betroffenen Gemeinden und variieren je nach Anlage. Daher werden sie nicht als Schlüsselmaßnahmen eingestuft und im Rahmen der Mindestangaben nicht weiter ausgewiesen.

Nach der Investition werden Maßnahmen zur Minderung wesentlicher Risiken oder zur Nutzung wesentlicher Chancen auf Einzelfallbasis festgelegt. Als aktive Vermögensverwalter mit wesentlichen Beteiligungen am Eigenkapital der Beteiligungsunternehmen steuert PATRIZIA wesentliche Auswirkungen durch Richtlinien, Rahmenwerke und Engagement auf Verwaltungsratsebene. Der Austausch mit lokalen Interessengruppen und gegebenenfalls die Nutzung von Wirkungsstudien tragen zu PATRIZIAs Verständnis des externen Betriebsumfelds bei. Für einen Teil der Assets under Management wird eine externe Validierung der Leistung und des Managements wesentlicher Auswirkungen durch eine jährliche GRESB-Bewertung durchgeführt.

Als Standardinitiative für das Engagement in der Gemeinschaft wird eine angemessene Konsultation der Öffentlichkeit durchgeführt, wenn eine Genehmigung für den Bau einer neuen Anlage oder die Erweiterung bestehender Betriebe eingeholt wird. Neben der Einhaltung der einschlägigen Vorschriften wurden auch einige kleinere Themen im Zusammenhang mit der "guten Nachbarschaft" identifiziert und angegangen.

Darüber hinaus sind die Infrastruktur Assets under Management bestrebt, den Prozess zur Identifizierung und Minderung von ESG-Risiken, einschließlich der Auswirkungen auf die Gemeinschaft, zu stärken. Daher wird eine Bewertung der sozialen Auswirkungen eingeführt, die bei neuen Fonds zum Einsatz kommen soll.

S4-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Immobilien - Ein qualitatives Ziel ist Teil der mittelfristigen Ziele von PATRIZIA in Bezug auf die Endnutzer. Das Ziel besagt, dass PATRIZIA bis 2025 eine effektive Strategie zur Einbindung der Mieter etablieren sollte, die mit der Richtlinie für verantwortungsvolle Investitionen übereinstimmt, da sie besagt, dass PATRIZIA mit wichtigen Interessengruppen zusammenarbeiten sollte, um in ESG-Angelegenheiten, wie z. B. mit Mietern, zusammenzuarbeiten. Das Ziel gilt für die nachgelagerte Wertschöpfungskette in allen Regionen von PATRIZIA. Dieses Ziel wird dazu beitragen, die Auswirkungen, Risiken und Chancen von PATRIZIA umzusetzen, da PATRIZIA mit den Mietern zusammenarbeiten und Gemeinschaftsräume schaffen wird, Vertrauen zwischen den Mietern und PATRIZIA aufbauen wird, was zu höheren Zufriedenheitsraten, zu kooperativen Gemeinschaften und zu weniger Reputations- oder Rechtsrisiken führen wird. PATRIZIA ist dabei, eine Strategie zur Mieterbeteiligung zu entwickeln und hat Instrumente entwickelt, um die Beteiligung in Zukunft zu verfolgen. Das Ziel steht nicht im Zusammenhang mit Umweltfragen und ist nicht wissenschaftlich fundiert. Die Stakeholder waren nicht an der Festlegung dieses Ziels beteiligt und es gibt keine glaubwürdigen Vertreter, die eingesetzt werden könnten. Das Ziel hat keine Veränderungen in Bezug auf Annahmen, Einschränkungen, Quellen oder Verfahren erfahren. Da das Ziel qualitativ ist, hat PATRIZIA keine Methodik oder Annahmen für das Ziel festgelegt und es gibt keine Leistung, die verfolgt werden kann.

PATRIZIA hat keine Ziele in Bezug auf die ESG-Richtlinienmatrix festgelegt. PATRIZIA verfolgt die Wirksamkeit dieser jeweiligen Richtlinie nicht.

Infrastruktur - PATRIZIA hat kein Ziel in Bezug auf Kunden und Endverbraucher. PATRIZIA wird in Zukunft kein Gesamtziel einführen, denn wenn ein Thema für eine Anlage als wesentlich erachtet wird, wird das Infrastruktur-Team versuchen, sich mit dem Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeits-Roadmap weiter zu engagieren und bei Bedarf entsprechende Ziele festzulegen.

Die von PATRIZIA für jedes Portfoliounternehmen durchgeführten Bewertungen der Kundenzufriedenheit werden in die jährliche KPI-Überprüfung einbezogen, sodass PATRIZIA feststellen kann, ob Prozesse und Maßnahmen vorhanden sind, ohne ein spezifisches Ziel festzulegen, und somit die Wirksamkeit der Richtlinien und Maßnahmen in Bezug auf die Endnutzer verfolgen kann. Das definierte Anspruchsniveau hängt von der KPI und dem Portfoliounternehmen ab.

ESRS G1 Unternehmensführung

ESRS 2 GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Bezüglich der Rolle der Verwaltungs-, Management- und Aufsichtsorgane wird auf den Abschnitt ESRS 2 GOV-1 - Rolle der Verwaltungs-, Management- und Aufsichtsorgane des Berichts verwiesen, in dem die Zuständigkeiten des Verwaltungsrats und der geschäftsführenden Direktoren ausführlich beschrieben werden.

Die Compliance-Abteilung wird vom Group Head of Compliance geleitet, der im Berichtsjahr direkt an den Chief Operating Officer (geschäftsführender Direktor) berichtete.

Das Compliance-Team befasst sich mit Compliance-Angelegenheiten innerhalb der PATRIZIA, ist verantwortlich für die Implementierung und Weiterentwicklung des Compliance Management Systems (CMS") und alle Compliance-relevanten Vorkehrungen. Das Compliance-Team berät die Mitarbeiter der PATRIZIA in Compliance-Angelegenheiten.

ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen

Bei PATRIZIA handeln die Mitarbeiter mit Integrität und Verantwortungsbewusstsein, was auch von allen Geschäftspartnern erwartet wird. PATRIZIA ist ein verlässlicher Partner für Kunden, Drittdienstleister und das Gemeinwesen, in dem das Unternehmen tätig ist.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse der PATRIZIA ergab, dass die Unternehmensführung (ESRS G1) ein wesentliches Thema ist, und die wesentlichen Unterthemen sind der Schutz von Hinweisgebern, das Management der Beziehungen zu Lieferanten einschließlich der Zahlungspraktiken sowie Korruption und Bestechung. Dieses Kapitel behandelt PATRIZIA SE als Unternehmen.

Im Folgenden werden die angenommenen und potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen der Unternehmensführung für PATRIZIA dargestellt.

Auswirkungen, Risiken und Chancen der Unternehmensführung

Schutz von Whistleblowern
Positive Auswirkungen Förderung von Transparenz, Rechenschaftspflicht und ethischem Verhalten in allen Branchen und Institutionen. Dazu gehören das Whistleblowing-System, der jährliche Zugang zu Informationen in PATRIZIA-Berichten und eine klare Kommunikation mit den Interessengruppen über Whistleblowing-Systeme und den Wertekodex.
Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich Zahlungspraktiken
Positive Auswirkungen Durch die Förderung kooperativer und langfristiger Beziehungen zu Lieferanten fördern Unternehmen das Wirtschaftswachstum und sorgen für stabilere Lieferketten. Zusammenarbeit führt zu Innovation und Effizienz, was die Produktivität steigert und die Verfügbarkeit grundlegender Dienstleistungen ermöglicht.
Negative Auswirkungen Ein schlechtes Lieferantenmanagement, einschließlich unfairer Zahlungspraktiken, kann zu wirtschaftlicher Instabilität und Ausbeutung von Arbeitnehmern führen und untergräbt den fairen Handel und die Ethik.
Risiko Die Nichteinhaltung bewährter Geschäftspraktiken bei der Verwaltung der Lieferantenbeziehungen kann zu einem Reputations- und Rechtsrisiko für die Lieferkette führen, was wiederum Betriebsstörungen, höhere Betriebskosten, Strafen für Terminüberschreitungen oder Umsatzverluste zur Folge haben kann.
Kosteneinsparungen durch eine zuverlässige Lieferkette von PATRIZIA, die einen Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnet und positive Geschäftspraktiken fördert. Dies führt zu einer höheren Profitabilität, einer verbesserten betrieblichen Effizienz und der Schaffung eines Wettbewerbsvorteils.
Chance Durch die Förderung kooperativer und langfristiger Beziehungen zu Lieferanten fördern Unternehmen das Wirtschaftswachstum und sorgen für stabilere Lieferketten. Zusammenarbeit führt zu Innovation und Effizienz, was die Produktivität steigert und die Verfügbarkeit grundlegender Dienstleistungen ermöglicht.
Korruption und Bestechung
Positive Auswirkungen Indem Unternehmen öffentlich erklären, ob sie in Korruptions- und Bestechungsfälle verwickelt waren oder damit in Verbindung gebracht wurden, fördern sie eine transparentere und gerechtere Gesellschaft, was zu Wirtschaftswachstum und einem größeren Vertrauen in Institutionen weltweit führt.
Risiko Reputations- und rechtliche Risiken sowie Schäden durch die Nichteinhaltung bewährter Geschäftspraktiken, Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsregeln und -praktiken.
Chance Nutzen Sie die Chancen, die sich aus einer Kultur ergeben, die frei von Korruption und Bestechung ist. Zu den Chancen gehören ein verbessertes Ansehen und Vertrauen bei den Interessengruppen, die Einhaltung von Vorschriften zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten, Bußgeldern und die Schaffung einer Kultur, die frei von Korruption ist, sowie das Potenzial für höhere Investitionen von Investoren, die nach Unternehmen mit ethischen Praktiken suchen.

G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung

Weitere Informationen zum Wertekodex und zum Compliance-Handbuch finden Sie in S1-1. Der Wertekodex und das Compliance-Handbuch gewährleisten die Einhaltung und Übereinstimmung mit globalen und anwendbaren Gesetzen, wie z. B. der UN-Konvention gegen Korruption, und dass PATRIZIA rechtswidriges oder unethisches Verhalten und potenzielle Schäden vermeidet. Die Mitarbeiter müssen alle Corporate-Governance- und Compliance-Standards und -Protokolle im Compliance-Handbuch und im Wertekodex einhalten, die auch Whistleblowing, den Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten sowie Themen im Zusammenhang mit Bestechung und Korruption umfassen.

Der Wertekodex gilt für alle Mitarbeiter von PATRIZIA. Alle neuen Mitarbeiter müssen eine unterzeichnete Erklärung abgeben, um die Einhaltung der Regeln und Grundsätze im Tagesgeschäft zu bestätigen und eine starke Compliance-Kultur zu fördern.

Das Compliance-Handbuch enthält eine Richtlinie zum Whistleblowing. Eine wichtige Maßnahme, um die positiven Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Schutz von Whistleblowern zu nutzen, ist die Möglichkeit für Mitarbeiter und Dritte, das Whistleblowing-System zu nutzen. Mitarbeiter und Dritte können das digitale Whistleblowing-System von PATRIZIA nutzen, um Informationen über mögliche oder tatsächliche Verstöße gegen Gesetze oder Vorschriften zu senden, auch anonym. Es gibt keinen Zeithorizont, in dem diese Maßnahme abgeschlossen sein wird, es handelt sich um ein laufendes Live-System. Für die Implementierung des Whistleblowing-Systems sind geringe Investitions- oder Betriebskosten erforderlich. Das System ermöglicht einen sicheren und vertraulichen Austausch zwischen dem Hinweisgeber und Compliance über einen anonymisierten Briefkasten. Jede Meldung wird einer gründlichen Untersuchung unterzogen. Während des gesamten Bearbeitungsprozesses werden höchste Vertraulichkeit und Gleichbehandlung des Hinweisgebers gewahrt. Außerdem besteht die Möglichkeit, Informationen per Brief zu übermitteln. Die Informationen über das digitale Hinweisgebersystem und die Kontaktdaten sind außerdem auf der internen PIN-Seite und der externen PATRIZIA Website zu finden: https://www.patrizia.ag/de/unser-unternehmen/compliance/. Um die Anonymität zu wahren und die Integrität des Whistleblowing-Prozesses zu gewährleisten, wird das Whistleblowing-Portal vollständig von einem externen Dienstleister verwaltet, der über erfahrene Ermittler verfügt. Die Mitarbeiter erhalten keine spezielle Schulung zur Whistleblowing-Richtlinie. PATRIZIA hält sich an das geltende Recht zur Umsetzung der Richtlinie EU 2019/1937 des Europäischen Parlaments und des Rates, da die Whistleblowing-Richtlinie über einen internen Berichtsweg verfügt, um Vertraulichkeit zu gewährleisten. Die Richtlinie enthält eine Schutz- und Unterstützungsklausel, um sicherzustellen, dass es keine Vergeltungsmaßnahmen gibt. Die Mitarbeiter werden über das interne System und im Mitarbeiterhandbuch auf die Richtlinie aufmerksam gemacht. Es gibt ein klares Untersuchungs- und Handlungsverfahren und die Ergebnisse des Prozesses werden dem Hinweisgeber mitgeteilt. PATRIZIA hat kein Ziel in Bezug auf den Schutz von Whistleblowern, da dies nicht als anwendbar erachtet wird. PATRIZIA verfolgt die Wirksamkeit des Whistleblowing-Systems nicht.

PATRIZIA verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Betrug und Korruption und duldet in keiner Weise Versuche von Geschäftspartnern, PATRIZIA Mitarbeiter im Geschäftsverkehr durch Geschenke und andere Zuwendungen unangemessen zu beeinflussen. Es wird erwartet, dass die Geschäftspartner die gesetzlichen Verbote von Bestechung und Korruption sowie das Wettbewerbsrecht einhalten. PATRIZIA wird bei Geschäftspartnern auch nicht den Eindruck erwecken, dass PATRIZIA Mitarbeiter für unangemessene Geschenke oder sonstige Vorteile empfänglich sind.

PATRIZIA verwendet die Definition "Risikobehafteter Funktionen" nicht. Wenn PATRIZIA jedoch die Abteilungen bewerten sollte, die am ehesten Risiken wie Korruption und Bestechung ausgesetzt sind, dann sind dies das Sales Department, Investor Relations, Legal und Compliance, Asset Management und Accounting.

G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferanten

PATRIZIA ist bestrebt, ihre Beschaffungsaktivitäten nach den höchsten Standards der Ethik und Integrität durchzuführen. Dies wird durch die Beschaffungsrichtlinie sichergestellt, die dazu beiträgt, die Auswirkungen, Risiken und Chancen für das Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich der Zahlungspraktiken, zu steuern. Die Beschaffungsrichtlinie bietet den Mitarbeitern von PATRIZIA Prognosen zu Beschaffungsaktivitäten, beschreibt ein vereinbartes System zur Übertragung von Befugnissen, legt einen Beschaffungsprozess fest, stellt sicher, dass beim Kauf von Waren und Dienstleistungen das richtige Ergebnis erzielt wird, und gewährleistet die Einhaltung der Beschaffungsgrundsätze und ein ethisches Verhalten. Die Richtlinie ist für alle Mitarbeiter von PATRIZIA verbindlich und kann im Intranet des Unternehmens eingesehen werden. Der Chief Operating Officer ist die höchste Führungsebene in der Organisation, die für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich ist.

Von den Mitarbeitern wird erwartet, dass sie sich so verhalten, dass die Grundsätze der Beschaffungsrichtlinie gewahrt werden, und dass dies auch so wahrgenommen wird. Diese Verpflichtung spiegelt sich auch im Lieferantenmanagement des Unternehmens wider, bei dem potenzielle und bestehende Lieferanten, einschließlich KMU, gleichberechtigt und fair behandelt werden. PATRIZIA stellt sicher, dass keine persönlichen Vorteile angestrebt oder erhalten werden, und wahrt strikte Vertraulichkeit in Bezug auf sensible Informationen, einschließlich der Vertragspreise. Das Unternehmen legt Wert auf Professionalität, Transparenz und Unparteilichkeit bei allen Lieferantenkontakten, einschließlich KMU, und vermeidet Interessenkonflikte. Alle Lieferanten und Anbieter, einschließlich KMU, erhalten gleichen Zugang zu Informationen und Möglichkeiten, und PATRIZIA stellt sicher, dass alle Beschaffungsentscheidungen gerechtfertigt sind, wobei Rückmeldungen leicht zugänglich sind. Dieser Rahmen fördert das Vertrauen und die Verantwortlichkeit in den Lieferantenbeziehungen und unterstützt ethische Partnerschaften und nachhaltige Ergebnisse.

Eine wichtige Maßnahme, die zur Verwaltung der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich der Zahlungspraktiken, beiträgt, ist die Verwendung der Bewertungsmatrix. Das Team für Beschaffung und Dienstleistungen hat eine Bewertungsmatrix für die Bewertung neuer Lieferanten erstellt. Die Matrix enthält einen ESG-Abschnitt und bewertet, ob ein neuer Lieferant Maßnahmen zur Minimierung der Umweltauswirkungen des Betriebs von Waren und Dienstleistungen hat, ob er an Initiativen zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements beteiligt ist und ob es Belege für faire Arbeitspraktiken und Arbeitssicherheit gibt. Diese Matrix zeigt, dass soziale und ökologische Kriterien bei der Auswahl neuer Lieferanten berücksichtigt werden. PATRIZIA hat keine nennenswerten Investitions- oder Betriebskosten für diese Maßnahme, da es sich um ein internes System handelt, das von PATRIZIA-Kollegen durchgeführt wird. Daher wird PATRIZIA nicht über aktuell oder zukünftig benötigten Finanzmitteln berichten. PATRIZIA hat keine Ziele in Bezug auf diese Maßnahme festgelegt, da es nicht als angemessen erachtet wird, ein Ziel festzulegen. PATRIZIA verfolgt die Wirksamkeit der Richtlinie oder der Maßnahmen nicht.

Eine weitere wichtige Maßnahme, die zur Steuerung der Auswirkungen, Risiken und Chancen von Zahlungspraktiken beiträgt, ist der standardisierte und ERP-basierte Rechnungsprozess von PATRIZIA, der die bestellbezogene Rechnung mit allen relevanten Details, einschließlich der Zahlungsbedingungen, erfasst und sicherstellt, dass die Zahlungen mit den Beschaffungsvereinbarungen übereinstimmen. Die Rechnungen werden im Beschaffungstool erfasst und zur Genehmigung an den Anforderer im Rechnungsgenehmigungssystem gesendet. In Abhängigkeit von der Annahme der Waren und Dienstleistungen kann der Genehmigende die Rechnung zur Zahlung freigeben. Sobald die Buchhaltung die Rechnungsfreigabe über das Beschaffungstool erhält, wird die Rechnung gemäß den vereinbarten Zahlungsbedingungen beglichen. Der Rechnungsprozess erfolgt in allen Schritten nach dem Vier-Augen-Prinzip. Es werden regelmäßig Zahlungsläufe durchgeführt, um alle Lieferanten, einschließlich der KMU, pünktlich innerhalb der vorgegebenen Zahlungsbedingungen zu bezahlen. PATRIZIA hat keine nennenswerten Investitions- oder Betriebskosten für diese Maßnahme, da es sich um ein internes System handelt. Daher wird PATRIZIA keine Angaben zu den aktuell oder zukünftig benötigten Finanzmitteln machen.

G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung

PATRIZIA hat eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Bestechung und Korruption und verpflichtet sich zu professionellem, fairem und integrem Handeln in allen Geschäftsbeziehungen. Tritt ein Vorfall ein oder wird ein Mitarbeiter eines Verstoßes verdächtigt, wird der jeweilige Vorgesetzte so schnell wie möglich informiert. Das Compliance-Handbuch und der Wertekodex enthalten Regeln, die in Bezug auf Korruption und Bestechung befolgt werden müssen.

Eine Schlüsselmaßnahme, die zur Auswirkung, zum Risiko und zur Möglichkeit von Korruption und Bestechung beiträgt, ist die Compliance-Schulung. Compliance-Schulungen werden durchgeführt, um Fehlverhalten durch den Global Compliance Training Plan zu verhindern. Alle neuen PATRIZIA Mitarbeiter erhalten zu Beginn ihrer Tätigkeit eine Compliance-Einführungsschulung. PATRIZIA-Mitarbeiter werden beim Eintritt in das Unternehmen über das Mitarbeiterhandbuch und die verfügbaren Kommunikationskanäle über das Whistleblowing informiert und sind verpflichtet, sich an PATRIZIA Compliance zu wenden (direkt oder anonym über eine externe Whistleblowing-Einrichtung) und über verdächtige Aktivitäten zu informieren, die einen Verstoß gegen Richtlinien, Gesetze oder Vorschriften darstellen könnten. Alle Compliance-Regeln und -Vorschriften sind im Compliance-Bereich des internen Intranets veröffentlicht. PATRIZIA verwendet nicht die Definition "Funktionen mit Risiko", daher wird der Prozentsatz der Funktionen mit Risiko, die durch Schulungsprogramme abgedeckt sind, nicht angegeben. Alle Mitarbeiter erhalten unabhängig von ihrer Position eine Einführungsschulung. Es wird nicht zwischen risikobehafteten und nicht risikobehafteten Funktionen unterschieden. PATRIZIA ist nicht in der Lage, die Investitions- und Betriebskosten zukünftiger und aktueller Finanzmittelzuweisungen anzugeben. Mitglieder der Verwaltungs-, Aufsichts- und Managementorgane von PATRIZIA werden nach den gleichen Standards geschult und gehalten wie der Rest des Personals von PATRIZIA. Eine bestimmte Gruppe von Führungskräften auf C-Level ist außerdem verpflichtet, regelmäßig Bestätigungen über die Einhaltung der Compliance-Richtlinien, einschließlich Bestechung und Korruption, abzugeben. Darüber hinaus ist der Group Head of Compliance von PATRIZIA eine unabhängige Position, die dem Chief Operating Officer (" ") von PATRIZIA unterstellt ist. Die Mitglieder des Verwaltungsrats haben das Recht und die Befugnis, Informationen und Dokumente vom Group Head of Compliance anzufordern.

Die Compliance-Abteilung legt dem Verwaltungsrat regelmäßig einen Compliance-Bericht vor. Der Verwaltungsrat von PATRIZIA hat das Recht, jederzeit Informationen von der Compliance-Abteilung anzufordern, um seinen Aufsichtspflichten nachzukommen. Die Compliance-Abteilung ist befugt, bei Bedarf Untersuchungen durchzuführen und unabhängige externe Berater hinzuzuziehen. Die Compliance-Abteilung arbeitet als interner unabhängiger Berater für die Prävention und Aufdeckung von Korruption und Bestechung, entwickelt, implementiert und setzt relevante Richtlinien und Verfahren durch und ist nicht Teil der Managementkette.

G1-4 Korruptions- oder Bestechungsfälle

Wie im Wertekodex und im Compliance-Handbuch festgelegt, verfolgt PATRIZIA einen Null-Toleranz-Ansatz gegenüber Bestechung und Korruption innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette. Im Jahr 2024 gab es bei PATRIZIA keine Vorfälle oder Verurteilungen wegen Verstößen gegen Antikorruptions- und Antibestechungsgesetze und es wurden keine Bußgelder wegen Verstößen gegen Antikorruptions- und Antibestechungsgesetze verhängt. PATRIZIA geht davon aus, dass alle Mitarbeiter für ihr eigenes korruptionsfreies Verhalten verantwortlich sind, was eine Einschränkung dieser Kennzahl darstellen kann. Untersuchungen und Überwachungsmethoden werden nur bei relevanten Indikatoren oder Vorfällen eingesetzt, die von Mitarbeitern gemeldet werden, und bedürfen der Bestätigung durch den Compliance Officer. Die Messung der Kennzahl wird nicht von einer externen Stelle validiert. Dies trägt zu den unter Korruption und Bestechung genannten wesentlichen positiven Auswirkungen, Risiken und Chancen bei. PATRIZIA wird dies auf jährlicher Basis messen, daher wird das Vorjahr gemessen, anstatt ein festgelegtes Basisjahr und einen Basiswert von Null zu haben. Es werden keine Methoden oder Annahmen zur Definition des Ziels verwendet. Das Ziel ist nicht umweltrelevant oder basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Stakeholder waren nicht an der Festlegung des Ziels beteiligt. Es gab keine Veränderungen bei den Methoden, Annahmen oder Einschränkungen des Ziels.

G1-6 Zahlungspraktiken

Um eine pünktliche und konditionsgerechte Zahlung zu gewährleisten, setzt PATRIZIA ein systemgestütztes Abrechnungsverfahren ein, das die pünktliche Zahlung an die Lieferanten erleichtern soll. Dieser automatisierte Prozess gewährleistet Effizienz und Genauigkeit und trägt dazu bei, das Risiko von Verzögerungen zu verringern und einen fairen und zuverlässigen Zahlungsplan zu fördern, der für alle Lieferanten, einschließlich KMU, relevant ist.

Die durchschnittliche Anzahl der Tage zwischen Rechnungsdatum und Zahlungsdatum betrug 16 Tage für das Geschäftsjahr 2024.

Nach Kenntnis von PATRIZIA gibt es keine ausstehenden Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Zahlungsverzug. Die Analyse der Kennzahl "durchschnittliche Zahlungstage" basiert auf der Annahme, dass es sich um bezahlte Rechnungen von Drittanbietern handelt und dass Rechnungen, die per Lastschrift bezahlt werden, ausgeschlossen sind. Die Tage werden berechnet als Zahlungsdatum minus Rechnungsdatum. Die Kennzahl wird nicht von einer externen Stelle außer dem Prüfungsanbieter validiert.

PATRIZIA hat keine Standardzahlungsbedingungen und gruppiert die Lieferanten nicht nach Kategorien. Da PATRIZIA nicht über diese verfügt, kann der Prozentsatz der Zahlungen, die den Standardzahlungsbedingungen entsprechen, nicht angegeben werden. Die Zahlungsbedingungen werden mit jedem Auftragnehmer individuell festgelegt und hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. dem jeweiligen Auftragnehmer und den gesetzlichen oder behördlichen Anforderungen der jeweiligen Jurisdiktion. Dieser Ansatz gewährleistet Flexibilität und die Einhaltung lokaler Vorschriften und trägt gleichzeitig den besonderen Bedingungen jeder Vertragsbeziehung Rechnung.

5 Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliches Umfeld

Immobilienmärkte: Im Jahr 2024 konnten sich die Renditen von Immobilien mit höchster Qualität im Umfeld erster Zinssenkungen erholen, nachdem im Vorjahr Renditedruck und Wertkorrekturen die Immobilienmärkte bestimmten. Die Transaktionstätigkeit in Europa war im vergangenen Jahr weiterhin verhalten. Eine leichte Erholung der Transaktionsvolumina konnte im Wohn- als auch im Logistiksektor festgestellt werden. Die Veränderung der Renditen betraf zwar alle Sektoren, aber es gab auch deutlichere Unterschiede zwischen den Sektoren und zwischen den verschiedenen Asset-Qualitäten, die der grundsätzlichen Attraktivität der Erträge Rechnung tragen. Insbesondere im Büro- sowie auf dem Einzelhandelssektor konzentriert sich die Nachfrage zunehmend fast ausschließlich auf ein bestimmtes Marktsegment, wobei sich eine Marktpolarisierung hinsichtlich der Flächenqualität, der Lage und des Teilsektors abzeichnet.

Quelle: PATRIZIA House View, ECB, Oxford economics, CBRE, RCA

Re-Infra Märkte: Der Re-Infra Markt als Konvergenz von Immobilien- und Infrastrukturmärkten konzentriert sich auf Bereiche mit Wachstumspotenzial, wie die Entwicklung von Rechenzentren, Dekarbonisierungslösungen wie Solardächer und Batteriespeicher sowie das Aufladen von Elektrofahrzeugen an Immobilienstandorten. Die erwartete Nachfrage nach diesen Lösungen ist weltweit sehr groß. Da diese Investitionen in der Regel infrastrukturelle Merkmale aufweisen, sind sie in gewissem Maße an inflationsgebundene Cashflows gekoppelt.

Infrastrukturmärkte: Das Jahr 2024 machte dort weiter, wo 2023 aufgehört hatte, und stellte mit 95 Mrd. US-Dollar, die im Jahr 2024 eingeworben wurden, erneut ein schwieriges Umfeld für eingeworbene Infrastrukturmittel dar (2023: 94 Mrd. US-Dollar). Europa konnte sich bei der Kapitalbeschaffung im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 weitgehend behaupten, was auf die anhaltend günstigen Bedingungen für Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien und die Energiewende zurückzuführen ist. Mehr Investoren als in den letzten Jahren haben sich APAC zugewandt, was darauf hindeutet, dass die Investoren die Region nicht mehr als risikoreiches Umfeld betrachten. Trotz der anhaltenden Schwäche bei der Kapitalbeschaffung wurden im Jahr 2024 Transaktionen in Höhe von 300 Mrd. US-Dollar verzeichnet, was leicht unter den 325 Mrd. US-Dollar liegt, die 2023 an Transaktionen verzeichnet wurden. Investitionen in erneuerbare Energien (Onshore-Wind-/Solaranlagen) waren im Jahr 2024, gemessen an der Zahl der Abschlüsse, dominant und haben etwa 45% des Infrastrukturmarktes ausgemacht.

Quelle: Preqin Private Capital Infrastructure Q4 2024 Quarterly Update and Infralogic transaction data 2024

5.2 Vergleich des Geschäftsjahres 2024 - tatsächliche und prognostizierte Geschäftsentwicklung

Prognose für das Geschäftsjahr 2024

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023 am 28. Februar 2024 erwartete PATRIZIA für das Geschäftsjahr 2024 Assets under Management (AUM) in einer Bandbreite zwischen 54,0 - 60,0 Mrd. EUR und ein EBITDA in einer Bandbreite zwischen 30,0 - 60,0 Mio. EUR, was einer EBITDA-Marge zwischen 11,0 - 19,2% entspricht. PATRIZIA ging dabei mit vorsichtigem Optimismus in das Jahr 2024. Zu diesem Zeitpunkt war das makroökonomische Umfeld für die Mehrheit der Kunden des Konzerns eine Herausforderung, insbesondere im Bereich der Immobilieninvestitionen. Es wurde erwartet, dass sich die Investitionstätigkeit der Kunden erst im Laufe des Geschäftsjahres 2024 beleben wird, vorausgesetzt, dass sich die Zinsvolatilität normalisiert und die Aktivität auf den Transaktionsmärkten zunimmt, sobald sich potenzielle Käufer und Verkäufer nach der Änderung des Zinsumfelds auf neue Preisniveaus einigen würden.

Erreichung der Prognose

Im Geschäftsjahr 2024 erreichte PATRIZIA mit einem EBITDA von 46,5 Mio. EUR und einer EBITDA-Marge von 17,5% sowohl die EBITDA-Prognose mit einer Bandbreite von 30,0 - 60,0 Mio. EUR als auch die Prognose für die EBITDA-Marge mit einer Bandbreite von 11,0 - 19,2% im Vergleich zur kommunizierten Prognose. Die AUM lagen am Jahresende bei 56,4 Mrd. EUR und damit ebenfalls im Bereich der prognostizierten Bandbreite von 54,0 - 60,0 Mrd. EUR.

5.3 Geschäftsverlauf und Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren

Assets under Management

Zum 31. Dezember 2024 betreute PATRIZIA Assets under Management (AUM) in Höhe von 56,4 Mrd. EUR nach 57,3 Mrd. EUR zum Vorjahresstichtag. Dies entspricht einem Rückgang um 0,9 Mrd. EUR bzw. -1,5%, was im Wesentlichen auf Bewertungseffekte zurückzuführen ist.

Assets under Management (Mrd. EUR)

Assets under Management zum 31. Dezember 2024 | Sektorale Verteilung

Assets under Management zum 31. Dezember 2024 | Geografische Verteilung

EBITDA

Zusammensetzung EBITDA (Mio. EUR)

1 2023: Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Das EBITDA ist die wesentliche Steuerungsgröße des Konzerns und kann direkt aus der IFRS Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet werden.

PATRIZIA hat im Geschäftsjahr 2024 ein EBITDA von 46,5 Mio. EUR (2023 1 : 42,1 Mio. EUR) erzielt, was einem Anstieg von 10,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Die EBITDA Prognosespanne von 30,0 - 60,0 Mio. EUR wurde erreicht.

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Detaillierte Herleitung des EBITDA

Tsd. EUR 2024 2023 1 Veränderung Tabelle im aktuellen Bericht
Verwaltungsgebühren (ohne Ergebnis aus Beteiligungen) 221.002 242.204 -8,8% Herleitung Gebühreneinnahmen insgesamt
Gesellschafterbeitrag auf erbrachte Verwaltungsleistungen (in Ergebnis aus Beteiligungen) 7.389 8.896 -16,9% Herleitung Gebühreneinnahmen insgesamt
Verwaltungsgebühren 228.392 251.100 -9,0%
Transaktionsgebühren 14.507 14.706 -1,4% Herleitung Gebühreneinnahmen insgesamt
Leistungsabhängige Gebühren (ohne Ergebnis aus Beteiligungen) 6.101 26.700 -77,1% Herleitung Gebühreneinnahmen insgesamt
Leistungsabhängige Gebühren (in Ergebnis aus Beteiligungen) 15.124 19.908 -24,0% Herleitung Gebühreneinnahmen insgesamt
Leistungsabhängige Gebühren 21.226 46.609 -54,5%
Gebühreneinnahmen insgesamt 264.124 312.415 -15,5% Herleitung Gebühreneinnahmen insgesamt
Verkaufserlöse aus Principal Investments 9 0 / Umsatzerlöse
Materialaufwand -948 -1.622 -41,5% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge aus dem Verkauf von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 62 0 / Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Mieterlöse 9.269 5.232 77,2% Umsatzerlöse
Umsatzerlöse aus Nebenkosten 338 332 1,9% Umsatzerlöse
Netto-Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands 8.729 3.942 121,5%
Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Beteiligungen -11.996 -3.507 242,1% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Verbleibendes Ergebnis aus Beteiligungen 5.837 6.277 -7,0% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung & Herleitung Gebühreneinnahmen insgesamt
Co-Investment Ergebnis -6.160 2.771 -322,3%
Netto-Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments 2.569 6.712 -61,7%
Personalaufwand -150.936 -175.745 -14,1% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Aufwendungen -82.639 -88.872 -7,0% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwand für bezogene Leistungen -16.496 -17.039 -3,2% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnis aus der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten -142 -201 -29,3% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Reorganisationsaufwand -13.502 -16.324 -17,3% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwandsposten -263.715 -298.180 -11,6%
Sonstige betriebliche Erträge 36.527 17.361 110,4% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Umsatzerlöse 4.440 3.260 36,2% Umsatzerlöse
Erträge aus Reorganisation 2.598 563 361,4% Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Erträge 43.566 21.184 105,7%
EBITDA 46.544 42.131 10,5%

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Im Berichtsjahr 2024 lagen die Gebühreneinnahmen insgesamt mit 264,1 Mio. EUR (2023: 312,4 Mio. EUR) um 15,5% unter dem Vorjahresniveau. Nachfolgend werden die einzelnen Komponenten der Gebühreneinnahmen insgesamt erläutert:

Verwaltungsgebühren: Alle von PATRIZIA erbrachten Dienstleistungen werden mit Gebühren vergütet. Verwaltungsgebühren enthalten die Vergütungen für Investment Management Dienstleistungen wie Asset-, Fund- und Portfolio Management und sind überwiegend wiederkehrend. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Verwaltungsgebühren in Höhe von 228,4 Mio. EUR vereinnahmt (2023: 251,1 Mio. EUR). Die Veränderung von -9,0% spiegelt niedrigere Gebühren aus den Dienstleistungen für Immobilienentwicklung und der Fremdkapitalvermittlung für Kunden sowie die leicht rückläufige Entwicklung der AUM aufgrund von Bewertungseffekten wider.

Transaktionsgebühren: Für die Umsetzung von An- und Verkaufstransaktionen erhält PATRIZIA sogenannte Transaktionsgebühren. Diese Gebühren blieben im abgelaufenen Jahr mit 14,5 Mio. EUR nahezu unverändert auf einem niedrigen Niveau aufgrund der geringen Anzahl an Transaktionen im Markt (2023: 14,7 Mio. EUR; -1,4%). Dabei resultieren aus Ankäufen 9,5 Mio. EUR (2023: 10,7 Mio. EUR; -11,2%) und Verkäufen 5,0 Mio. EUR (2023: 4,0 Mio. EUR; 25,2%).

Leistungsabhängige Gebühren: Werden mit den Kunden vereinbarte Zielrenditen bei Investments erreicht oder überschritten, erhält PATRIZIA dafür leistungsabhängige Gebühren. Die leistungsabhängigen Gebühren liegen im Jahr 2024 bei 21,2 Mio. EUR (2023: 46,6 Mio. EUR; -54,5%). In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden diese Gebühren teils als Umsatzerlöse (6,1 Mio. EUR; 2023: 26,7 Mio. EUR; -77,1%) und teils als Beteiligungserträge (15,1 Mio. EUR; 2023: 19,9 Mio. EUR; -24,0%) ausgewiesen. Der Rückgang bei den leistungsabhängigen Gebühren ist durch das anspruchsvolle Marktumfeld zu begründen.

Im Berichtsjahr 2024 generierte PATRIZIA 2,6 Mio. EUR Netto-Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments, nach 6,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Nettoerträge aus Verkäufen des Eigenbestands trugen mit 8,7 Mio. EUR (2023: 3,9 Mio. EUR) zum Ergebnis bei, das in der aktuellen Periode insbesondere durch gestiegene Mieterlöse der Immobilien in temporär konsolidierten Fonds gekennzeichnet wurde, welche in Q3 2023 erstkonsolidiert wurden. Die Ergebnisse aus Co-Investments betrugen -6,2 Mio. EUR (2023: 2,8 Mio. EUR). Darin enthaltene Erlöse aus Beteiligungen beliefen sich auf 5,8 Mio. EUR (2023: 6,3 Mio. EUR). Gegenläufig erhöhten sich negative Ergebnisfortschreibungen an at-equity-bilanzierten Beteiligungen auf -12,0 Mio. EUR (2023: -3,5 Mio. EUR). Diese temporär konsolidierten Finanzbeteiligungen sind zum Jahresende im Rahmen der Entkonsolidierung des haltenden Fonds abgegangen und hatten in der Folge einen positiven Effekt auf die sonstigen Erträge.

Die Aufwandsposten sanken um 11,6% auf 263,7 Mio. EUR (2023: 298,2 Mio. EUR). Der Rückgang spiegelt den allgemeinen Fortschritt des Kostensenkungsprogramms sowie den geringeren Personalbestand wider. Der Personalaufwand reduzierte sich um -14,1% auf 150,9 Mio. EUR (2023: 175,7 Mio. EUR), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen auf 82,6 Mio. EUR zurück (2023: 88,9 Mio. EUR; -7,0%). Im Berichtszeitraum wurden darüber hinaus negative Einmaleffekte in Höhe von EUR 1,4 Mio. EUR aufgrund eines potenziellen Schadenersatzes resultierend aus einer steuerlich bedingten Strafe eines von der PATRIZIA verwalteten Fonds sowie der ergebniswirksamen Anpassung einer Erstkonsolidierung von 1,8 Mio. EUR im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Der Reorganisationsaufwand ist auf 13,5 Mio. EUR gesunken (2023: 16,3 Mio.; -17,3%) und steht im Zusammenhang mit der Anpassung der Organisationsstruktur als Teil der angepassten Mittelfrist-Strategie.

Die sonstigen Erträge stiegen in der Berichtsperiode um 105,7% auf 43,6 Mio. EUR (2023: 21,2 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der ergebniswirksamen Auflösung von Verpflichtungen sowie aus dem Ertrag aus der Entkonsolidierung von temporär konsolidierten Fonds. Weitere Details sind Kapitel 5.4.2 zu entnehmen.

EBITDA Marge

Die EBITDA Marge vergleicht das EBITDA des Geschäftsjahres mit der Summe aus den Gebühreneinnahmen insgesamt sowie den Netto-Erträgen aus Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments.

Aufgrund der erfolgreichen Kostenreduktion und einer deutlichen Steigerung sonstiger Erträge konnte trotz rückläufiger Gebühreneinnahmen die EBITDA Marge im Jahresvergleich auf 17,5% (2023: 13,2%) gesteigert werden. Die Prognosespanne der EBITDA Marge von 11,0 - 19,2% wurde erreicht.

EBITDA Marge

2024 2023 1
EBITDA Marge 17,5% 13,2% 4,3 PP

PP = Prozentpunkte

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Weitere KPIs

Transaktionsvolumen basierend auf unterzeichneten ("signed") Transaktionen (Mrd. EUR)

Transaktionsvolumen basierend auf abgeschlossenen ("signed") Transaktionen (Mrd. EUR)

Trotz der insgesamt schwachen Marktaktivität blieb PATRIZIA mit abgeschlossenen Investments von 1,8 Mrd. EUR ein aktiver Investor für seine Kunden im Bereich Infrastruktur und Immobilien. Demgegenüber beliefen sich die abgeschlossenen Verkäufe für Kunden auf 1,1 Mrd. EUR, was zu einem gesamten Transaktionsvolumen von 2,9 Mrd. EUR (2023: 3,4 Mrd. EUR) führte.

Eingeworbenes Eigenkapital (Mrd. EUR)

Investitionen in Real Assets sind angesichts sich stabilisierender Märkte und insgesamt sinkender Zinssätze wieder attraktiver geworden. Die Kundennachfrage stieg im Laufe des Jahres 2024 an, was zu einer deutlich höheren Fundraising-Aktivität führte, wobei sich das eingeworbene Eigenkapital auf fast 1,0 Mrd. EUR verdoppelte (2023: 0,5 Mrd. EUR). Im Vergleich zu den vor 2023 verzeichneten Fundraising-Niveaus war die Gesamtaktivität jedoch immer noch niedrig. Durch die aktive Nutzung der vorhandenen offenen Eigenkapitalzusagen reduzierte sich der Betrag der offenen Eigenkapitalzusagen, der für Investitionen in den verwalteten Fonds zur Verfügung steht, zum 31. Dezember 2024 auf 1,3 Mrd. EUR.

5.4 Wirtschaftliche Lage

5.4.1 Gesamtaussage der geschäftsführenden Direktoren

Das herausfordernde Marktumfeld hat die Geschäftsaktivitäten der PATRIZIA auch im Geschäftsjahr 2024 negativ beeinflusst. Bei einem Großteil der globalen Kunden bestand in 2024 weiterhin nur ein im Vergleich zu Vorjahren geringer Bedarf für Investments in Real Assets.

Obwohl der Transaktionsmarkt für Immobilien und Infrastruktur insbesondere in den Jahren 2022 und 2023 eine deutliche Abschwächung aufgrund gestiegener geopolitischer Risiken, hoher Inflationsraten und steigenden Zinsen aufwies, konnte PATRIZIA in 2024 aufgrund ihrer internationalen Plattform und ihrer global diversifizierten Kunden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr attraktive Produkte in unterschiedlichen Nutzungsarten sowie Risikoklassen und Märkten anbieten. Dies spiegelt sich in der grundsätzlichen Resilienz der AUM und einem hohen Anteil der wiederkehrenden Verwaltungsgebühren an den Gebühreneinnahmen insgesamt wider.

Die starke bilanzielle und finanzielle Situation der PATRIZIA bildet unverändert eine gute Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie 2030.

Die Assets under Management (AUM) reduzierten sich im Jahresvergleich moderat um 1,5% auf 56,4 Mrd. EUR, im Wesentlichen durch negative Bewertungseffekte, die sich jedoch im vierten Quartal 2024 abschwächten. Die grundsätzliche Resilienz der AUM ist dabei auf die breite geografische sowie sektorale Diversifizierung zurückzuführen.

Das EBITDA von 46,5 Mio. EUR liegt in der veröffentlichten Prognosespanne für das Geschäftsjahr 2024 von 30,0 - 60,0 Mio. EUR und wurde analog zum Vorjahr durch das herausfordernde Marktumfeld und Reorganisationsaufwendungen beeinflusst.

Die Verwaltungsgebühren sanken um 9,0% auf 228,4 Mio. EUR. Das weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld führte zu keiner signifikanten Belebung der Transaktionsaktivitäten der Kunden, wodurch die Transaktionsgebühren mit 14,5 Mio. EUR nahezu unverändert blieben. Ebenfalls bedingt durch das Marktumfeld reduzierten sich die leistungsabhängigen Gebühren um -54,5% auf 21,2 Mio. EUR. Die Gebühreneinnahmen insgesamt reduzierten sich um 15,5% auf 264,1 Mio. EUR.

Gebühreneinnahmen insgesamt

Mio. EUR 2024 2023 Veränderung
Verwaltungsgebühren 228,4 251,1 -9,0%
Leistungsabhängige Gebühren 21,2 46,6 -54,5%
Transaktionsgebühren 14,5 14,7 -1,4%
Gebühreneinnahmen insgesamt 264,1 312,4 -15,5%

Die Aufwandsposten konnten um 11,6% auf 263,7 Mio. EUR reduziert werden. Maßgeblichen Beitrag dazu hatte ein Rückgang des Personalaufwands insbesondere durch geringere variable Vergütungsbestandteile. Gleichzeitig hatte die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Fokussierung von PATRIZIA auf die Kosteneffizienz einen entlastenden Effekt auf die Aufwandsposten.

Die sonstigen Erträge haben sich insbesondere durch einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen sowie aus der ergebniswirksamen Auflösung von Verpflichtungen auf 43,6 Mio. EUR mehr als verdoppelt. Weitere Details sind Kapitel 5.4.2 zu entnehmen.

Der den Gesellschaftern des Mutterunternehmen zustehende Anteil am Konzernjahresüberschuss betrug im Geschäftsjahr 2024 12,9 Mio. EUR und lag damit wieder im positiven Bereich nach -5,8 Mio. EUR im Vorjahr.

Zahlung einer Dividende

Im Jahr 2024 wurde für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in Höhe von 0,34 EUR pro Aktie in bar ausgezahlt, was einer Steigerung von 3,0% zum Vorjahr entspricht. Der Bilanzgewinn nach HGB für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 261,6 Mio. EUR wurde teilweise zur Auszahlung der Dividende genutzt und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen. Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2024 kam es zu einer Barauszahlung von Dividenden in Höhe von 29,3 Mio. EUR an die dividendenberechtigten Aktien. Basierend auf der Dividende pro Aktie lag die Gesamtsumme der Dividende über dem den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehenden Anteils am IFRS-Konzernjahresüberschusses 2023 in Höhe von -5,8 Mio. EUR (Zahl für 2023 angepasst). Die Ausschüttung war entsprechend deutlich höher als der Konzernüberschuss. Die Dividende wurde am 17. Juni 2024 ausbezahlt.

5.4.2 Ertragslage des Konzerns

EBITDA

Im Geschäftsjahr 2024 konnte PATRIZIA ein EBITDA von 46,5 Mio. EUR erzielen.

Die detaillierte Herleitung und Entwicklung des EBITDA gehen aus der folgenden Aufstellung hervor:

Herleitung EBITDA

Tsd. EUR 2024 2023 1 Veränderung
Gesamtleistung 292.255 309.795 -5,7%
Materialaufwand -948 -1.622 -41,5%
Aufwand für bezogene Leistungen -16.496 -17.039 -3,2%
Personalaufwand -150.936 -175.745 -14,1%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -82.639 -88.872 -7,0%
Ergebnis aus der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten -142 -201 -29,3%
Ergebnis aus Beteiligungen 28.350 35.082 -19,2%
Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Beteiligungen -11.996 -3.507 242,1%
EBITDAR 57.448 57.892 -0,8%
Reorganisationsergebnis -10.904 -15.761 -30,8%
EBITDA 46.544 42.131 10,5%

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Die einzelnen Komponenten des EBITDA werden nachfolgend entsprechend ihrer Reihenfolge in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung näher erläutert.

Gesamtleistung

Die Gesamtleistung reflektiert die operative Leistung der PATRIZIA vollumfänglicher als die Umsatzerlöse, da diese zusätzlich die sonstigen betrieblichen Erträge umfasst. Im Berichtsjahr 2024 reduziert sich die Gesamtleistung um -5,7% auf 292,3 Mio. EUR, nach 309,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Herleitung Gesamtleistung

Tsd. EUR 2024 2023 1 Veränderung
Umsatzerlöse 255.667 292.434 -12,6%
Sonstige betriebliche Erträge 36.527 17.361 110,4%
Gesamtleistung 292.255 309.795 -5,7%

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Umsatzerlöse

Im Berichtsjahr 2024 reduzierten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 292,4 Mio. EUR auf 255,7 Mio. EUR (-12,6%).

Umsatzerlöse

Tsd. EUR 2024 2023 Veränderung
Erlöse aus Management Services 241.611 283.610 -14,8%
Verkaufserlöse aus Principal Investments 9 0 /
Mieterlöse 9.269 5.232 77,2%
Umsatzerlöse aus Nebenkosten 338 332 1,9%
Sonstige 4.440 3.260 36,2%
Umsatzerlöse 255.667 292.434 -12,6%

Die Erlöse aus Management Services sanken im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 14,8% von 283,6 Mio. EUR auf 241,6 Mio. EUR. Allerdings sind die Umsatzerlöse allein nur bedingt aussagekräftig, weil zur vollständigen Betrachtung des Leistungsbildes auch Gewinn- und Verlustpositionen unterhalb der Umsatzerlöse berücksichtigt werden müssen.

Unter Berücksichtigung der Erträge aus dem Co-Investment Dawonia GmbH, die im Beteiligungsergebnis gebucht werden, betrugen die Gebühreneinnahmen insgesamt 264,1 Mio. EUR, was einer Reduzierung von -15,5% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 312,4 Mio. EUR entspricht. Der Rückgang der Verwaltungsgebühren unter Berücksichtigung der Erträge aus dem Co-Investment Dawonia GmbH um -9,0% gegenüber dem Vorjahr auf 228,4 Mio. EUR (2023: 251,1 Mio. EUR) spiegelt die leicht rückläufige Entwicklung der Assets under Management aufgrund von Bewertungseffekten sowie niedrigere Gebühren aus den Dienstleistungen für Immobilienentwicklung und der Fremdkapitalvermittlung für Kunden wider. Aufgrund des anspruchsvollen Marktumfelds sind die Transaktionsgebühren weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau und leicht um -1,4% auf 14,5 Mio. EUR gesunken (2023: 14,7 Mio. EUR). Die leistungsabhängigen Gebühren unter Berücksichtigung der Erträge aus dem Co-Investment Dawonia GmbH reduzierten sich ebenfalls aufgrund des aktuellen Marktumfelds um -54,5% auf 21,2 Mio. EUR (2023: 46,6 Mio. EUR).

Werden innerhalb der Gebühreneinnahmen die Erträge aus Beteiligungen separat ausgewiesen, ergibt sich folgendes Bild:

Herleitung Gebühreneinnahmen insgesamt

Tsd. EUR 2024 2023 Veränderung
Verwaltungsgebühren (ohne Ergebnis aus Beteiligungen) 221.002 242.204 -8,8%
Leistungsabhängige Gebühren (ohne Ergebnis aus Beteiligungen) 6.101 26.700 -77,1%
Transaktionsgebühren 14.507 14.706 -1,4%
Erlöse aus Management Services 241.611 283.610 -14,8%
Leistungsabhängige Gebühren (in Ergebnis aus Beteiligungen) 15.124 19.908 -24,0%
Gesellschafterbeitrag auf erbrachte Verwaltungsleistungen (in Ergebnis aus Beteiligungen) 7.389 8.896 -16,9%
Gebühreneinnahmen insgesamt 264.124 312.415 -15,5%

Die Verkaufserlöse aus Principal Investments waren wie in der Vergleichsperiode unwesentlich für die Ertragslage.

Im Berichtszeitraum erwirtschaftete PATRIZIA insbesondere aufgrund der Immobilien in temporär konsolidierten Fonds Mieterlöse in Höhe von 9,3 Mio. EUR, nach 5,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung eines Logistikimmobilienportfolios in Q3 2023.

Die Position Umsatzerlöse aus Nebenkosten steht in Zusammenhang mit den Mietnebenkosten und betrug im Berichtszeitraum 0,3 Mio. EUR (2023: 0,3 Mio. EUR).

Sonstige umfasst im Wesentlichen Transaktionskosten, die den entsprechenden Investmentvehikeln weiterbelastet werden. Im Geschäftsjahr 2024 erhöhte sich diese Position auf 4,4 Mio. EUR gegenüber 3,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Bestandsveränderungen

Bestandsveränderungen entsprechen dem Buchwert verkaufter Principal Investments aus dem Vorratsvermögen (-) und dem aktivierten Materialaufwand, der den Vorräten zugerechnet wird (+). Die bilanziellen Auswirkungen des Verkaufs sowie der Renovierungs- und Baukosten von zum Verkauf bestimmten Immobilien werden unter den Bestandsveränderungen erfolgswirksam ausgewiesen. Im Berichtsjahr 2024 und 2023 wurden keine Bestandsveränderungen verbucht.

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 auf 36,5 Mio. EUR (2023: 17,4 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund der Erträge aus entfallenen Verpflichtungen und Erträge aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen.

Die Steigerung der Erträge aus entfallenen Verpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen aus Prozessrisiken auf Grund eines abgeschlossenen Vergleiches und aus der Auflösung von Verbindlichkeiten aus variablen Gehaltsbestandteilen und Tantiemen.

Der Ertrag aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 15,2 Mio. EUR (2023: 1,1 Mio. EUR). Die Erhöhung dieser Position resultiert im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung des temporär auf der Bilanz gehaltenen Infrastrukturfonds PATRIZIA European Infrastructure Fund III in Höhe von 14,0 Mio. EUR.

Die Reduzierung der Position "Übrige" auf 2,0 Mio. EUR (2023: 9,8 Mio. EUR) ist maßgeblich auf die Auflösung einer Steuerrückstellung (2023: 4,7 Mio. EUR) und dem gewinnbringenden Verkauf des Anteils an der Technologiefirma control.IT Unternehmensberatung GmbH (2023: 1,1 Mio. EUR) im Vorjahreszeitraum zurückzuführen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen für Principal Investments, die in der Regel aktiviert werden und in Verbindung mit den Bestandsveränderungen gesehen werden müssen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode reduzierte sich der Materialaufwand um 41,5% von 1,6 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR.

Aufwand für bezogene Leistungen

Der Aufwand für bezogene Leistungen in Höhe von 16,5 Mio. EUR (2023: 17,0 Mio. EUR) umfasst im Wesentlichen den Bezug von Fondsmanagementdienstleistungen für externe Labelfonds in Höhe von 16,4 Mio. EUR (2023: 16,6 Mio. EUR), für die im Wesentlichen die PATRIZIA Immobilien Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH als Service-KVG tätig ist. Die Reduzierung der Position "Aufwand für bezogene Leistungen" resultiert im Wesentlichen aus geringeren enthaltenen transaktionsbedingten Beratungskosten für An- und Verkäufe in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2023: 0,5 Mio. EUR).

Personalaufwand

Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte PATRIZIA auf Vollzeitkräfte (FTE) umgerechnet 887 Mitarbeiter im Vergleich zu 971 Mitarbeiter im Vorjahr.

Personalaufwand

Tsd. EUR 2024 2023 2 Veränderung
Fixgehälter 97.245 101.515 -4,2%
Variable Gehälter 24.956 44.365 -43,7%
Sozialabgaben 19.308 21.458 -10,0%
Effekt langfristige variable Vergütung 1 -3 -277 -98,9%
Anteilsbasierte Vergütung 4.460 4.321 3,2%
Sonstige 4.971 4.364 13,9%
Gesamt 150.936 175.745 -14,1%

1 Bewertungsänderungen der langfristigen variablen Vergütung (Phantom Shares) aus Veränderungen des Aktienkurses

2 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Der Personalaufwand ist um 14,1% auf 150,9 Mio. EUR (2023: 175,7 Mio. EUR) - trotz allgemeiner inflationsbedingter Gehaltsanpassungen - aufgrund der Verringerung der Mitarbeiterzahl gesunken.

In Bezug auf die Bewertungseffekte im Zusammenhang mit Phantom Shares (LTI) ergab sich im Berichtszeitraum in Korrelation mit dem leicht gefallenen Aktienkurs der PATRIZIA SE im Jahr 2024 ein nur leicht positiver Effekt auf den Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr.

Für die anteilsbasierte Vergütungsvereinbarung für Führungskräfte wurde ein Aufwand in Höhe von 4,5 Mio. EUR (2023: 4,3 Mio. EUR) erfasst. Weitere Angaben zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts dieser Vergütungskomponente befinden sich im Kapitel 7.1.2 des Konzernanhangs.

Hinsichtlich der Kosten der Altersversorgung verweisen wir auf das Kapitel 4.12.2 im Konzernanhang.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich 2024 um 7,0% auf 82,6 Mio. EUR, nach 88,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Zusammensetzung der Position wird nachfolgend dargestellt:

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Tsd. EUR 2024 2023 Veränderung
Steuer-, Rechts- und sonstige Beratung sowie Abschlusskosten 22.454 25.892 -13,3%
IT-, Kommunikationskosten und Kosten für Bürobedarf 16.083 18.424 -12,7%
Kosten für Miete, Nebenkosten und Reinigung 4.566 4.974 -8,2%
Sonstige Steuern 448 2.269 -80,3%
KFZ- und Reisekosten 7.143 8.335 -14,3%
Werbekosten 3.544 4.694 -24,5%
Personalbeschaffungs-, Fortbildungs- und Zeitarbeitskosten 4.771 6.534 -27,0%
Beiträge, Gebühren und Versicherungskosten 4.781 4.811 -0,6%
Provisionen und sonstige Vertriebskosten 669 698 -4,1%
Kosten für Management Services 2.999 3.068 -2,3%
Freistellungen/Erstattungen 1.375 169 715,9%
Spenden 554 803 -31,0%
Aufwand aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen 8 31 -73,2%
Sonstige 13.244 8.171 62,1%
Gesamt 82.639 88.872 -7,0%

Steuer-, Rechts- und sonstige Beratung sowie Abschlusskosten in Höhe von 22,5 Mio. EUR (2023: 25,9 Mio. EUR) entwickelten sich rückläufig im Wesentlichen durch gesunkene sonstige Beratungskosten aufgrund des im Jahr 2023 initiierten Kostensenkungsprogramms.

Die Steuer-, Rechts- und sonstige Beratung sowie Abschlusskosten beinhalten unter anderem:

Kosten im Zusammenhang mit personalbezogener Beratung in Höhe von 1,6 Mio. EUR (2023: 2,5 Mio. EUR)

Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 2,5 Mio. EUR (2023: 2,0 Mio. EUR)

Projektbezogene Beratungsleistungen im Rahmen der Digitalisierung sowie Kosten der erstmaligen Prüfung, Erwerb und Einsatz neuer Technologien in Höhe von 0,5 Mio. EUR (2023: 1,1 Mio. EUR)

Steuerberatungskosten in Höhe von 1,7 Mio. EUR (2023: 1,1 Mio. EUR)

Kosten im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Integration M&A Transaktionen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2023: 0,1 Mio. EUR)

Die IT-, Kommunikationskosten und Kosten für Bürobedarf, Personalbeschaffungs-, Fortbildungs- und Zeitarbeitskosten, KFZ- und Reisekosten und Werbekosten wurden im Wesentlichen durch die Fokussierung der PATRIZIA auf Kosteneffizienz reduziert.

Die Spenden beinhalten Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen, wie der PATRIZIA Foundation. Im Jahr 2022 hatte die Geschäftsleitung der PATRIZIA beschlossen, gemeinnützige Organisationen jährlich mit bis zu 1% des EBITDA der Gesellschaft zu unterstützen.

Die Position "Sonstige" erhöhte sich im Wesentlichen durch eine ergebniswirksame Anpassung einer Erstkonsolidierung von 1,8 Mio. EUR.

Ergebnis aus der Wertberichtigung von Forderungen

Diese Position beinhaltet einen Wertaufholungsaufwand für sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte in Höhe von -0,1 Mio. EUR (2023: -0,2 Mio. EUR).

Ergebnis aus Beteiligungen und Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Beteiligungen

PATRIZIA vereinnahmte im Berichtsjahr 2024 ein Ergebnis aus Beteiligungen in Höhe von 28,4 Mio. EUR (2023: 35,1 Mio. EUR; -19,2%). Das Ergebnis ist im Wesentlichen auf das Co-Investment Dawonia zurückzuführen. Insgesamt konnten für das Co-Investment Dawonia Beteiligungserträge in Höhe von 25,7 Mio. EUR (2023: 32,0 Mio. EUR) vereinnahmt werden.

Das Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Beteiligungen beträgt insgesamt -12,0 Mio. EUR (2023: -3,5 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der negativen Ergebnisfortschreibung einer at-equity-bilanzierten Beteiligung eines temporär konsolidierten Fonds, der zum Jahresende entkonsolidiert wurde.

Das Ergebnis aus Beteiligungen und das Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Beteiligungen insgesamt bilden die Kapitalerträge aus den Co-Investments ab. Im Falle der Dawonia GmbH inkludiert das Beteiligungsergebnis auch Verwaltungsgebühren und leistungsabhängige Gebühren. Das Beteiligungsergebnis der Dawonia GmbH wird neben der Erläuterung der Beteiligungsergebnisse auch für die Erläuterung der Gebühreneinnahmen insgesamt herangezogen (siehe auch vorherige Ausführungen zu Umsatzerlöse).

Beteiligungsergebnis

Tsd. EUR 2024 2023 Veränderung
Dawonia GmbH 25.736 32.027 -19,6%
Seneca 240 1.683 -85,8%
TRIUVA 22 21 4,8%
Publikumsfondsgeschäft 297 133 122,7%
Sonstige 2.054 1.217 68,8%
Ergebnis aus Beteiligungen 28.350 35.082 -19,2%
Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Beteiligungen -11.996 -3.507 242,1%
Gesamt 16.354 31.575 -48,2%

Reorganisationsergebnis

Der Reorganisationsaufwand in Höhe von 13,5 Mio. EUR steht im Zusammenhang mit der Anpassung der Organisationsstruktur als Teil der Strategie 2030 und betrifft im Wesentlichen den Personalaufwand. Der Reorganisationsaufwand in Höhe von 16,3 Mio. EUR aus dem Vorjahr resultierte aus einer vorhergehenden Überprüfung der Kostenbasis und betraf ebenfalls überwiegend Personalaufwand.

Die Erträge aus Reorganisation betreffen Auflösungen nicht verbrauchter Reorganisationsrückstellungen.

Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag

Im Jahr 2024 beträgt der Konzernjahresüberschuss der PATRIZIA 2,4 Mio. EUR (2023: Konzernjahresfehlbetrag -15,6 Mio. EUR). Der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehende Anteil am Konzernüberschuss betrug aufgrund des deutlich negativen Betrags, der auf nicht-beherrschende Gesellschafter entfällt, 12,9 Mio. EUR nach -5,8 Mio. EUR im Vorjahr.

Herleitung Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag

Tsd. EUR 2024 2023 1 Veränderung
EBITDA 46.544 42.131 10,5%
Abschreibungen und Wertminderungen -28.342 -50.526 -43,9%
Wertänderung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -7.028 1.529 -559,8%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 11.174 -6.866 -262,7%
Finanzerträge 12.056 13.445 -10,3%
Finanzaufwendungen -17.276 -11.632 48,5%
Sonstiges Finanzergebnis -1.985 -2.396 -17,2%
Währungsergebnis -557 -3.801 -85,4%
Finanzergebnis -7.763 -4.385 77,0%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.411 -11.251 -130,3%
Ertragsteuern -1.031 -4.386 -76,5%
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 2.379 -15.637 -115,2%
Davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 12.867 -5.809 -321,5%
Davon entfallen auf nicht-beherrschende Gesellschafter -10.488 -9.828 6,7%

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Nachfolgend werden die relevanten Positionen der Herleitung des Konzernjahresüberschusses/-fehlbetrags erläutert.

Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen verringerten sich auf 28,3 Mio. EUR (2023: 50,5 Mio. EUR) und beinhalten hauptsächlich Abschreibungen auf Fondsverwalterverträge (weitere Informationen sind im Kapitel 4.3 des Konzernanhangs zu finden) und Lizenzen in Höhe von 11,0 Mio. EUR (2023: 17,0 Mio. EUR), Wertminderungen von Vorratsimmobilien in Höhe von 0 Mio. EUR (2023: 16,9 Mio. EUR), Abschreibungen auf Nutzungsrechte von 10,8 Mio. EUR (2023: 10,6 Mio. EUR) sowie Abschreibungen auf Software und Betriebs- und Geschäftsausstattung von 5,4 Mio. EUR (2023: 4,8 Mio. EUR).

Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen aus dem Wegfall von Wertminderungen von Vorratsimmobilien, die das Vorjahr in Höhe von 16,9 Mio. EUR belastet hatten.

Wertänderung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Die Wertänderung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien um -7,0 Mio. EUR (2023: 1,5 Mio. EUR) resultiert aus Marktwertänderungen an den beizulegenden Wert.

Finanzergebnis

Die Finanzerträge reduzierten sich leicht auf 12,1 Mio. EUR, nach 13,4 Mio. EUR in 2023 und resultieren im Wesentlichen aus den Zinserträgen aus Tagesgeldern sowie angelegten Termingeldern.

Den Finanzerträgen standen Finanzaufwendungen in Höhe von 17,3 Mio. EUR gegenüber (2023: 11,6 Mio. EUR), insbesondere durch Zinsen für Schuldscheindarlehen, Darlehen für die Finanzierung der temporär konsolidierten Fonds, Zinsänderung von Pensionsverpflichtungen sowie Effekte aus der Aufzinsung von Personalverbindlichkeiten.

Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von -2,0 Mio. EUR (2023: -2,4 Mio. EUR) beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen im Zuge der Neubewertung finanzieller Vermögenswerte.

Zum 31. Dezember 2024 belief sich das Währungsergebnis auf -0,6 Mio. EUR (2023: -3,8 Mio. EUR). Es setzt sich zusammen aus realisierten Währungseffekten in Höhe von 1,4 Mio. EUR (2023: 4,2 Mio. EUR) sowie nicht-zahlungswirksamen Währungseffekten in Höhe von insgesamt -0,8 Mio. EUR (2023: -0,4 Mio. EUR).

Ertragsteuern

Im Geschäftsjahr 2024 betrug der Steueraufwand 1,0 Mio. EUR, nach 4,4 Mio. EUR im Vorjahr. Der Aufwand setzt sich insbesondere aus tatsächlichen Ertragsteuern für das laufende Jahr (-6,8 Mio. EUR) sowie latenten Steuern (5,7 Mio. EUR) zusammen. Das Vorjahr setzte sich aus tatsächlichen Ertragsteuern (-7,8 Mio. EUR) sowie latenten Steuern (3,4 Mio. EUR) zusammen.

5.4.3 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Mit einer Netto-Eigenkapitalquote von 68,6% und einer verfügbaren Liquidität von 118,2 Mio. EUR im Vergleich zu 291,0 Mio. EUR zum Jahresende 2023 ist die Bilanz von PATRIZIA auch weiterhin gut aufgestellt, um sich bietende Marktchancen in einem gedämpften Marktumfeld zu nutzen.

Auf Ebene der PATRIZIA SE wird die freie Liquidität der Konzernunternehmen gebündelt (Cash-Pooling) und einzelnen Konzernunternehmen im Fall eines Liquiditätsbedarfs als Cash-Pool Darlehen ausgereicht. Die einzelnen Zahlungsströme sind rechtlich als Darlehensgewährung oder auch Darlehenstilgung zu qualifizieren und mit einem Kontokorrent zu vergleichen. Die hierfür verwendeten Zinssätze werden softwaregestützt auf Basis vergleichbarer Zinsstrukturkurven regelmäßig ermittelt und mit einer risikoadäquaten Marge belegt.

PATRIZIA Vermögens- und Finanzkennzahlen im Überblick

Tsd. EUR 31.12.2024 31.12.2023 2 Veränderung
Bilanzsumme 1.729.543 1.886.740 -8,3%
Eigenkapital (ohne nicht-beherrschende Gesellschafter) 1.084.232 1.121.088 -3,3%
Eigenkapitalquote 62,7% 59,4% 3,3 PP
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 149.359 340.181 -56,1%
+ Termingelder 35.730 10.497 240,4%
- Bankdarlehen -201.184 -164.571 22,2%
- Schuldscheindarlehen -69.000 -158.000 -56,3%
= Nettoliquidität (+) / Nettoverschuldung (-) -85.094 28.108 -402,7%
Netto-Eigenkapitalquote 1 68,6% 71,7% -3,1 PP

1 Netto-Eigenkapitalquote: Eigenkapital (ohne nicht-beherrschende Gesellschafter) dividiert durch die Nettobilanzsumme (Bilanzsumme abzüglich Finanzverbindlichkeiten, die von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gedeckt sind)

2 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

PP = Prozentpunkt

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme des Konzerns ging zum 31. Dezember 2024 zurück auf 1,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2023: 1,9 Mrd. EUR). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Entkonsolidierung temporär konsolidierter Fonds zurückzuführen, wobei insbesondere ein Darlehen, welches als Investmentlösung im Private Debt Markt fungiert, zwei at-equity-bilanzierte Beteiligungen und das korrespondierende Eigenkapital nicht-beherrschender Gesellschafter der externen Fondsinvestoren abgegangen ist. Des Weiteren reduzierte sich die Bilanzsumme aufgrund einer planmäßigen Tilgung der kurzfristigen Tranche des Schuldscheindarlehens in der Höhe von 89,0 Mio. EUR.

Eigenkapital

Das Eigenkapital (ohne nicht beherrschende Gesellschafter) blieb mit 1,1 Mrd. EUR nahezu stabil (31. Dezember 2023 1 : 1,1 Mrd. EUR). Dies unter anderem aufgrund der Folgebewertung von Beteiligungen und Ansprüchen auf leistungsabhängige Gebühren gemäß des Rechnungslegungsstandards IFRS 9, die das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um -29,8 Mio. EUR reduzierte. Des Weiteren wirkte sich die im Geschäftsjahr erfolgte Dividendenausschüttung an die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 29,3 Mio. EUR negativ auf das Eigenkapital aus. Einen gegenläufig positiven Effekt hatte das erwirtschaftete Ergebnis in Höhe von 12,9 Mio. EUR für das laufende Geschäftsjahr.

Zur weiteren Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Eine Übersicht über sämtliche Beteiligungen, Assets under Management sowie die Darstellung des investierten Kapitals der PATRIZIA ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

PATRIZIA Kapitalallokation zum 31.12.2024

Assets under Management
Mio. EUR
Investmentkapital (Fair Value)
Mio. EUR
Investmentkapital (Anschaffungskosten)
Mio. EUR
Beteiligung
in %
Drittgeschäft 45.701,3 0,0
Co-Investments und Warehousing 10.668,0 839,7 470,3
Immobilien Wohnen 5.106,8 555,2 186,1
davon Dawonia GmbH 4.975,8 152,7 1 51,7 5,1
davon Dawonia gesellschaftsrechtliche Gewinnansprüche 275,5 1 0,0 0,1
Immobilien Mischfonds 2.608,6 93,4 97,6
Immobilien Gewerbe 877,9 77,7 1 72,5
Infrastruktur 2.023,4 108,1 107,9
Venture Capital 17,7 4,1 5,2
Private Equity 33,6 1,2 1,0
Sonstige Bilanzpositionen 396,6 2
Gebundenes Investmentkapital 56.369,3 1.236,2
Verfügbare Liquidität 118,2
Gesamtes Investmentkapital 56.369,3 1.354,4
davon Fremdkapital (Schuldscheindarlehen auf PATRIZIA Konzernebene) 69,0
davon Fremdkapital (für temporär konsolidierte Assets und Portfolios) 201,2
davon Eigenkapital PATRIZIA (ohne nicht-beherrschende Gesellschafter) 1.084,2

1 Nach Abzug von latenten Steuern gemäß IFRS 9

2 Inklusive Geschäfts- oder Firmenwert und Fondsverwalterverträge

PATRIZIA investiert selektiv Eigenkapital des Konzerns in Partnerschaft mit ihren institutionellen Kunden in Form von Co-Investments, davon ist die Dawonia GmbH das größte Co-Investment. Darüber hinaus nutzt PATRIZIA Eigenkapital, um Assets und Portfolios temporär zu konsolidieren mit dem Ziel der späteren Einbringung in von Kunden finanzierten Fonds.

Mit dem Anteil an der Dawonia GmbH hält die PATRIZIA eine Beteiligung an einem sehr attraktiven Wohnimmobilien-Portfolio. Mit rund 27.000 Wohnungen gehört die Dawonia zu den größten Wohnungsunternehmen in München und im süddeutschen Raum. Seit 80 Jahren plant, entwickelt, baut und verwaltet die Dawonia hochwertige und bezahlbare Wohnungen, für die gerade in den städtischen Wachstumsregionen eine rege Nachfrage besteht. In diesem Marktsegment ist das Unternehmen sehr gut positioniert. Rund 80% des Wohnungsbestandes ist in den 20 größten Standorten Süddeutschlands konzentriert, also in Ballungsgebieten wie München und Umland, sowie Nürnberg, Erlangen, Regensburg und Würzburg. Die Dawonia ist mittlerweile auch außerhalb von Bayern, beispielsweise in Hessen, aktiv.

Daneben ist die PATRIZIA an der OSCAR Lux Carry SCS (in der Tabelle: "Dawonia Carry") beteiligt, woraus PATRIZIA eine variable Gewinnbeteiligung im Zusammenhang mit der Dawonia-Beteiligung zusteht. Das Investorenkonsortium und PATRIZIA haben vereinbart, die Investitionsphase des Fonds mittelfristig zu verlängern und befinden sich in konstruktiven Gesprächen über eine weitere Verlängerung. Vor diesem Hintergrund wird eine Entscheidung über die mögliche Veräußerung oder Beibehaltung der 5,1% Beteiligung an der Dawonia GmbH weiterhin mittelfristig erwartet.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden strategiekonform weitere Gründungsinvestments ("seed investments"), insbesondere im Bereich Infrastruktur, getätigt.

Kapitalstruktur

Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns verringerten sich zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum 31. Dezember 2023 von 322,6 Mio. EUR auf 270,2 Mio. EUR.

Die letzte ausstehende Tranche des im Geschäftsjahr 2017 aufgenommen Schuldscheindarlehens wird im Jahr 2027 fällig und ist entsprechend als langfristiges Schuldscheindarlehen (69,0 Mio. EUR) ausgewiesen.

Bei den Bankdarlehen in Höhe von 201,2 Mio. EUR handelt es sich im Wesentlichen um Darlehen, die im Zusammenhang mit konsolidierten Immobilien im Konzern ausgewiesen werden.

Die Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

Finanzverbindlichkeiten

Tsd. EUR 31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
Langfristige Schuldscheindarlehen 69.000 69.000 0,0%
Kurzfristige Schuldscheindarlehen 0 89.000 -100,0%
Langfristige Bankdarlehen 155.584 164.571 -5,5%
Kurzfristige Bankdarlehen 45.600 0 /
Summe Finanzverbindlichkeiten 270.184 322.571 -16,2%

Für ein detailliertes Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten, die im Rahmen der Vermögens- und Finanzkennzahlen für die Berechnung der Nettoliquidität/-verschuldung sowie der Netto-Eigenkapitalquote herangezogen werden: Bank-, Hypotheken- und Schuldscheindarlehen) sowie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und

Leasingverbindlichkeiten wird auf Kapitel 4.1.11 des Konzernanhangs verwiesen.

Liquidität

Zum 31. Dezember 2024 besitzt PATRIZIA eine verfügbare Liquidität in Höhe von 118,2 Mio. EUR im Vergleich zu 291,0 Mio. EUR zum Jahresende 2023.

Verfügbare Liquidität

Tsd. EUR 31.12.2024 31.12.2023
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 149.359 340.181
Termingelder 35.730 10.497
Liquidität 185.090 350.679
Regulatorische Reserve KVGs -49.517 -47.190
Transaktionsbezogene Verbindlichkeiten und nicht verfügbare Liquidität -5.824 0
Liquidität, über die PATRIZIA nicht frei verfügen kann -11.563 -12.467
Verfügbare Liquidität 118.185 291.022

Die Liquidität beträgt zum 31. Dezember 2024 185,1 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 350,7 Mio. EUR). Der Rückgang erklärt sich insbesondere durch den Erwerb eines at-equity-bilanzierten Unternehmens in einem temporär konsolidierten Fonds, planmäßige Tilgung der kurzfristigen Tranche des Schuldscheindarlehens, Zahlung von bedingten Personalverbindlichkeiten sowie die Auszahlung der Dividende an Aktionäre der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023. Insgesamt sind 35,7 Mio. EUR in Termingeldern investiert.

Über diese Liquidität kann PATRIZIA nicht komplett frei verfügen. Für Kapitalverwaltungsgesellschaften und die Publikumsfonds müssen Zahlungsmittel in Höhe von insgesamt 49,5 Mio. EUR dauerhaft vorgehalten werden, um die entsprechenden regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Des Weiteren ist die Liquidität in Höhe von 11,6 Mio. EUR in konsolidierten Gesellschaften gebunden, über die PATRIZIA nicht frei verfügen kann.

Die verfügbare Liquidität der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 stellt sich weiterhin solide dar. Auf dieser Basis und auf Basis der Liquiditätsplanung des Konzerns ist von einer stetigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft auszugehen.

Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug im Berichtsjahr 12,6 Mio. EUR, nach 71,3 Mio. EUR im Jahr 2023. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert neben der Reduzierung in der Ertragslage im Wesentlichen aus Working Capital Effekten, die den Positionen "Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die nicht der Investitionstätigkeit zuzuordnen sind" sowie "Veränderungen der Schulden, die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" wie auch "Zahlungswirksame Erträge aus Beteiligungen" zu entnehmen sind. Einen wesentlichen Effekt auf die Position "Veränderungen der Schulden, die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" hat die Zahlung von bedingten Personalverbindlichkeiten resultierend aus einem Unternehmenserwerb ("earn-out" Vereinbarung) in H he von 27, Mio. EUR.

Der Cashflow aus der Investitions-/Desinvestitionstätigkeit führte im Berichtsjahr zu einem Mittelabfluss von -238,0 Mio. EUR (2023: -10,3 Mio. EUR) und ist im Wesentlichen bedingt durch Auszahlungen für Investitionen in at-equity-bilanzierten Beteiligungen, Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen, Auszahlungen für die Entwicklung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, Auszahlungen für Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte, Software und Sachanlagen, Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und kurzfristigen Anlagen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 32,1 Mio. EUR, nach -70,6 Mio. EUR im Vorjahr. Zu den wichtigsten Komponenten der Finanzierungstätigkeit im Jahr 2024 zählten Darlehenstilgungen in Höhe von -97,7 Mio. EUR, Auszahlungen für die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von -29,3 Mio. EUR. Gegenläufig wirkte die Aufnahme von Darlehen in Höhe von 102,9 Mio. EUR sowie Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung in der Höhe von 66,6 Mio. EUR aus der Platzierung von Fondsanteilen für temporär konsolidierte Fonds (nicht-beherrschende Gesellschafter).

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds summierte sich somit auf -193,4 Mio. EUR (2023: -9,6 Mio. EUR), was zu einer Reduzierung des Finanzmittelfonds von 340,2 Mio. EUR Ende 2023 auf 149,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 führte.

Kurzfassung der Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Tsd. EUR 2024 2023 1
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 12.574 71.280
Cashflow aus der Investitions-/Desinvestitionstätigkeit -238.015 -10.344
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 32.078 -70.571
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -193.363 -9.635
Finanzmittelfonds zum 01.01. 340.181 349.518
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 904 298
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 1.637 0
Finanzmittelfonds zum 31.12. 149.359 340.181

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

5.4.4 Erläuterungen zum Jahresabschluss nach HGB der PATRIZIA SE (Muttergesellschaft)

Die finanzielle Lage der Muttergesellschaft PATRIZIA SE wird im Wesentlichen durch die Aktivitäten der operativen Gesellschaften des Konzerns bestimmt.

Ertragslage

Als Managementholding für diese Gesellschaften erwirtschaftete die PATRIZIA SE Umsatzerlöse in Höhe von 43,5 Mio. EUR (2023: 47,0 Mio. EUR; -7,4%), die sich im Wesentlichen aus Managementumlagen an die Tochtergesellschaften ergeben. Die Position sonstige betriebliche Erträge ist im Jahr 2024 auf 10,2 Mio. EUR (2023: 20,3 Mio. EUR; -49,6%) gesunken und setzt sich vorwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 5,6 Mio. EUR (2023: 3,5 Mio. EUR) und Erträgen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,3 Mio. EUR (2023: 0,4 Mio. EUR) zusammen. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte keine Zuschreibung von Intercompany-Forderungen (2023: 15,3 Mio. EUR).

Der Materialaufwand ist auf 0,4 Mio. EUR (2023: 0,1 Mio. EUR) gestiegen. Der Personalaufwand ist um 10,4% auf 35,3 Mio. EUR (2023: 39,4 Mio. EUR) gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung von variablen Gehaltsbestandteilen. Die Mitarbeiterzahl veränderte sich im Geschäftsjahr auf 163 (2023: 184) Vollzeitbeschäftigte (ohne Auszubildende) und 60 (2023: 58) Teilzeitbeschäftigte. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 35,1 Mio. EUR (54,2%) auf 100,0 Mio. EUR (2023: 64,9 Mio. EUR). Die Position Beteiligungserträge, Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie Gewinnabführungen- und Verlustübernahmen verbesserte sich um 59,8 Mio. EUR auf 21,3 Mio. EUR (2023: -38,5 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen von Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 50,6 Mio. EUR (2023: 119,1 Mio. EUR) und einen niedrigeren Saldo aus Ergebnisabführungen in Höhe von 75,7 Mio. EUR (2023: 80,4 Mio. EUR). Das Zinsergebnis verringerte sich um 4,3 Mio. EUR auf -4,0 Mio. EUR (2023: 0,3 Mio. EUR). Ausschlaggebend hierfür waren in erster Linie niedrigere Zinserträge für Geldanlagen. Der Steueraufwand verringerte sich um 0,3 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR (2023: 2,1 Mio. EUR).

Daraus ergibt sich für das Berichtsjahr 2024 ein Jahresfehlbetrag der PATRIZIA SE nach HGB von -66,3 Mio. EUR (2023: Jahresfehlbetrag -77,3 Mio. EUR), der zusammen mit dem Gewinnvortrag von 232,3 Mio. EUR und der Verrechnung des Unterschiedsbetrags zwischen dem rechnerischen Wert und dem Aktienkurs bei der Übertragung eigener Anteile von 2,9 Mio. EUR den Bilanzgewinn der Gesellschaft bildet. Dieser Bilanzgewinn verminderte sich von 261,6 Mio. EUR im Jahr 2023 auf 168,9 Mio. EUR im Jahr 2024.

Es wird von einer positiven Entwicklung der PATRIZIA SE im Geschäftsjahr 2025 ausgegangen. Für weitere Informationen wird auf den Prognosebericht des Konzerns (Kapitel 8) verwiesen.

Finanzlage und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage der PATRIZIA SE ist aufgrund ihrer Managementholdingfunktion durch Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen geprägt.

Die Bilanzsumme reduzierte sich von 1,1 Mrd. EUR auf 0,8 Mrd. EUR zum 31.12.2024. Maßgeblicher Treiber war eine planmäßige Tilgung der kurzfristigen Tranche des Schuldscheindarlehens in der Höhe von 89,0 Mio. EUR. Dies hatte ebenfalls Auswirkungen auf die verfügbare Liquidität der Gesellschaft. Diese belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2024 auf 41,2 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 249,3 Mio. EUR). Dabei handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten. Auf dieser Basis und auf Basis der Liquiditätsplanung der Gesellschaft ist von einer soliden Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft auszugehen.

Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 31. Dezember 2024 bei 51,9% (31. Dezember 2023: 48,5%).

Kurzfassung der Bilanz der PATRIZIA SE

Tsd. EUR 31.12.2024 31.12.2023
Anlagevermögen 427.721 572.481
Umlaufvermögen 413.427 519.737
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 3.841 3.870
Bilanzsumme Aktiva 844.990 1.096.088
Eigenkapital 438.972 531.269
Rückstellungen 66.437 145.216
Verbindlichkeiten 338.978 418.880
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 603 723
Bilanzsumme Passiva 844.990 1.096.088

Kurzfassung der Gewinn- und Verlustrechnung der PATRIZIA SE

Tsd. EUR 2024 2023 Veränderung
Umsatzerlöse 43.518 46.973 -7,4%
Andere aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge 10.243 20.327 -49,6%
Materialaufwand (Aufwand für bezogene Leistungen) -364 -50 627,9%
Personalaufwand -35.260 -39.364 -10,4%
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen -100.014 -64.859 54,2%
Beteiligungserträge, Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie Gewinnabführungen- und Verlustübernahmen 21.299 -38.532 -155,3%
Zinsergebnis -3.953 261 -1.617,4%
Steuern -1.756 -2.092 -16,1%
Jahresfehlbetrag -66.287 -77.336 -14,3%
Gewinnvortrag 232.291 343.072 -32,3%
Verrechnung Unterschiedsbetrag aus Erwerb und Übertrag eigener Aktien 2.923 -4.128 -170,8%
Bilanzgewinn 168.927 261.609 -35,4%

6 Weitere Angaben

Übernahmerelevante Angaben

Ziel sämtlicher Regelungen ist die Erfüllung der für die Gesellschaft geltenden rechtlichen Anforderungen an kapitalmarktorientierte Unternehmen.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Aktiengattungen

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt 92.351.476 EUR und ist eingeteilt in 92.351.476 Aktien. Diese auf den Namen lautenden Aktien sind Stückaktien ohne Nennbetrag, andere Aktiengattungen bestehen nicht. Die Gesellschaft hielt am 31. Dezember 2024 6.122.608 eigene Aktien. Das in der Konzernbilanz ausgewiesene gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt entsprechend 86.228.868 EUR. Weitere Details sind in Kapitel 4.11 des Konzernanhangs zu finden.

Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen

Jede Aktie gewährt dem Inhaber eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien bestehen nur insofern, als dass einzelne Aktien, die von der PATRIZIA SE im Zusammenhang mit Mitarbeitervergütungssystemen oder Unternehmenskäufen an Dritte mit der Auflage übertragen wurden, diese innerhalb einer gewissen Sperrfrist nicht zu veräußern. Auch entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind den geschäftsführenden Direktoren nicht bekannt. Aus den eigenen Aktien steht der Gesellschaft kein Stimmrecht zu.

Direkte oder indirekte Beteiligung am Aktienkapital der Gesellschaft von mehr als 10%

Wolfgang Egger (Deutschland), Mitglied des Verwaltungsrats und geschäftsführender Direktor der PATRIZIA SE, hielt zum 31. Dezember 2024 mehrheitlich über die First Capital Partner GmbH (Gräfelfing, Deutschland), an der er über die we holding GmbH & Co. KG (Gräfelfing, Deutschland) mittelbar und unmittelbar zu 100% beteiligt ist, eine Beteiligung in Höhe von 54,47% (31. Dezember 2023: 52,60%) an der Gesellschaft.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Stimmrechtskontrollen bei Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen von Arbeitnehmern am Kapital.

Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Verwaltungsrats und von geschäftsführenden Direktoren, Satzungsänderungen

Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Verwaltungsrats regeln § 28 und § 29 SEAG in Verbindung mit Art 43 Abs. 3 SE-VO und werden durch § 7 der Satzung der Gesellschaft ergänzt, welcher Präzisierungen zur Bestellung und Amtsdauer von Ersatzmitgliedern beinhaltet. Die Bestellung und Abberufung von geschäftsführenden Direktoren regelt § 40 SEAG und wird durch § 13 der Satzung der Gesellschaft ergänzt, welcher eine jederzeitige Abberufung mit einfacher Mehrheit zulässt, die alleinige Zuständigkeit des Verwaltungsrats für den Erlass einer Geschäftsordnung der geschäftsführenden Direktoren regelt und die Ernennung von einem oder zwei Vorsitzenden sowie einem oder zwei stellvertretenden Vorsitzenden zulässt. Änderungen der Satzung erfolgen nach § 51 SEAG in Verbindung mit § 19 der Satzung der PATRIZIA SE.

Befugnisse des Vorstands, Aufsichtsrats, Verwaltungsrats und der geschäftsführenden Direktoren zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2023 wurden die geschäftsführenden Direktoren ermächtigt, bis zum 24. Mai 2028 (einschließlich) gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien in einem Umfang von bis zu insgesamt 10% des damals bestehenden Grundkapitals zu erwerben; dies entspricht 9.235.147 Aktien. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch durch ihre Konzernunternehmen oder auf ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl der geschäftsführenden Direktoren über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots, mittels öffentlicher Verkaufsaufforderung oder durch den Einsatz von Derivaten. Die erworbenen Aktien dürfen im Anschluss zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwendet werden, insbesondere dürfen sie eingezogen, gegen Sachleistung oder Barzahlung veräußert, im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen übertragen oder zur Erfüllung von Bezugs- oder Umtauschrechten verwendet werden.

Die folgenden Beschlüsse wurden vor der am 15. Juli 2022 wirksam gewordenen Umwandlung der PATRIZIA AG in die PATRIZIA SE gefasst und durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juni 2022 auch für die PATRIZIA SE bestätigt. Dabei wurde die Ermächtigung des Vorstands unter Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine Ermächtigung an den Verwaltungsrat ersetzt.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Oktober 2021 wurde der Vorstand der Gesellschaft ferner ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Oktober 2026 (einschließlich) durch Ausgabe von bis zu 17.470.295 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, um bis zu insgesamt 17.470.295,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021/I). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Die vollständige Ermächtigung ergibt sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung.

Außerdem wurde der Vorstand im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Oktober 2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Oktober 2026 (einschließlich) durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen zum Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der PATRIZIA AG und ihrer verbundenen Unternehmen unter Ausschluss der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie des Vorstands, des Aufsichtsrats und sonstige Organmitglieder verbundener Unternehmen (Mitarbeiteraktien) einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.000.000,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021/II). Die vollständige Ermächtigung ergibt sich aus § 4 Abs. 5 der Satzung.

Des Weiteren wurde der Vorstand im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Oktober 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Oktober 2026 (einschließlich) einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen und/oder Genussrechte mit Wandlungs- oder Optionsrecht und/oder Wandlungs- oder Optionspflicht und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. eine Kombination dieser Instrumente) im Gesamtnennbetrag von bis zu 500.000.000,00 EUR mit oder ohne Laufzeitbegrenzung auszugeben und den Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte und/oder Wandlungs- bzw. Optionspflichten zum Bezug von insgesamt bis zu 18.470.295 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.470.295,00 EUR nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 6 der Satzung.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den geschäftsführenden Direktoren oder Arbeitnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den geschäftsführenden Direktoren oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

6.2 Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung - Angaben nach § 289f HGB und § 315d HGB

Der Verwaltungsrat beabsichtigt am 9. April 2025 gemäß § 289f HGB und § 315d HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben und diese unverzüglich auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen: https://ir.patrizia.ag/de/corporate-governance/.

Deutscher Corporate Governance Kodex - Angaben nach § 161 AktG

Am 5. März 2025 hat der Verwaltungsrat der Gesellschaft die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kode " gemäß Art. 9 Abs. lit. c) ii) Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 8. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) (SE-VO), § 22 Abs. 6 SEAG i.V.m. § 161 AktG verabschiedet. Den Empfehlungen in der Fassung vom 28. April 2022, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022 (DCGK 2022) hat PATRIZIA seit der letzten Entsprechenserklärung sowie der aktualisierten Erklärung vom 7. Juli 2024 mit nur wenigen Ausnahmen entsprochen und entspricht diesen auch weiterhin. Die aktuelle sowie alle früheren Entsprechenserklärungen sind auf der PATRIZIA Internetseite dauerhaft öffentlich zugänglich: https://ir.patrizia.ag/de/corporate-governance/.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 ist auf der PATRIZIA Internetseite öffentlich zugänglich: https://ir.patrizia.ag/de/news-publikationen/geschaeftsberichte/.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die geschäftsführenden Direktoren haben dem Verwaltungsrat einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt, zu dem sie folgende Schlusserklärung abgeben: "Als geschäftsführende Direktoren der Gesellschaft erklären wir hiermit, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäfte durchgeführt wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen."

Ausführliche Informationen zu Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind in Kapitel 7.2 des Konzernanhangs zu finden.

7 Entwicklung der Risiken und Chancen

7.1 Merkmale des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems

7.1.1 Management der Risiken und Chancen

Unternehmerischen Entscheidungen liegen grundsätzlich Risiken und Chancen zugrunde. Um die unternehmerischen Ziele erfolgreich erreichen zu können, müssen Risiken und Chancen ständig überprüft und abgewogen werden, so dass auf dieser Grundlage Risiken bewusst eingegangen werden können. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem umfasst das Management von Risiken und Chancen in Bezug auf die Erreichung der Unternehmensziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen Rechnungslegung sowie der externen Berichterstattung und die Einhaltung der für PATRIZIA relevanten Gesetze und Vorschriften.

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement und für das interne Kontrollsystem liegt beim Verwaltungsrat der PATRIZIA SE. Die Umsetzung wurde an die geschäftsführenden Direktoren delegiert, die dabei von der internen Risk Management Funktion der PATRIZIA unterstützt werden. Die Überwachung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems werden von der Risk Management Funktion verantwortet. Das interne Kontrollsystem und die Risk Management Funktion werden durch die Compliance-Managementfunktion und die interne Revisionsfunktion ergänzt. Der Verwaltungsrat und die geschäftsführenden Direktoren haben die Angemessenheit des eingerichteten Risikomanagementsystems geprüft und dessen Wirksamkeit bewertet.

Der Verwaltungsrat und die geschäftsführenden Direktoren haben weitere Möglichkeiten der Verbesserung identifiziert, darüber hinaus ist das interne Kontrollsystem weiterhin Gegenstand einer ständigen Weiterentwicklung und Anpassung.

Das Risikomanagement der PATRIZIA ist ständig bestrebt, seine Prozesse weiterzuentwickeln und anzupassen. Die Entwicklungen in der Organisation spiegeln sich im Risikomanagementsystem wider, das bei Bedarf an diese Entwicklungen angepasst wird. Das Chancenmanagement wird parallel zum Risikomanagement durchgeführt. Ziel ist es, frühzeitig relevante Informationen über Chancen und deren mögliche direkte und indirekte finanzielle Vorteile zu erkennen und diese zur nachhaltigen Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes zu verfolgen und zu steuern.

7.1.2 Internes Kontrollsystem

PATRIZIA hat ihr Internes Kontrollsystem (IKS) so definiert, dass es einen dreistufigen "Lines of defence" Ansatz verfolgt (Personen in der ersten Linie, eine die Richtlinien festlegende und kontrollierende zweite Linie und eine Interne Revision als dritte Linie), der von den geschäftsführenden Direktoren und den von ihnen beauftragten Unterausschüssen überwacht wird. Das Interne Kontrollsystem umfasst eine Reihe von Aktivitäten, die von und innerhalb der PATRIZIA durchgeführt werden, um definierte Geschäfts- und Kontrollziele zu erreichen. Diese werden in allen Geschäftsabteilungen und -sparten angewandt. Die Kontrollen zielen darauf ab, die Effektivität des Unternehmens und seiner Geschäftsaktivitäten zu unterstützen. Diese Kontrollen tragen auch dazu bei, die Wirksamkeit der geltenden Prozesse, Verfahren und Vorschriften zu überprüfen und ihre Kohärenz innerhalb des Unternehmens sicherzustellen. Sie zeigen auch mögliche Maßnahmen zur Beseitigung von Mängeln auf.

Das Interne Kontrollsystem der PATRIZIA ist ein iterativer Prozess, der allgemeine Elemente im Zusammenhang mit den Kontrolltätigkeiten und dem Risikomanagementrahmen umfasst. Spezifische Kontrollen sind insbesondere im Hinblick auf die Finanzberichterstattung auf Konzern- und Gesellschaftsebene, in der IT und im Risikomanagement implementiert. Sie umfassen die folgenden fünf Komponenten.

Internes Kontrollsystem der PATRIZIA

Das Risikomanagement, die interne Revision und das Compliance Management System sind ebenfalls wichtige Bestandteile des gesamten internen Kontrollsystems.

7.1.3 Risikomanagement

Ein konzernweites Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die wesentlichen geschäftlichen Risiken systematisch identifiziert, erfasst, gesteuert und bei Bedarf intern und extern kommuniziert werden. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, frühzeitig und proaktiv relevante Informationen über potenzielle und tatsächliche Risiken sowie deren direkte und indirekte finanzielle Auswirkung für PATRIZIA zu sammeln, um diese zu steuern und den Unternehmenswert nachhaltig zu sichern und zu steigern. Dabei sind auch Nachhaltigkeitsaspekte eingeschlossen, die auf Basis regulatorischer Vorgaben laufend weiterentwickelt werden.

Im Rahmen des Corporate Governance Programms hat PATRIZIA eine konzernweite Risikomanagement Funktion eingerichtet, welche die Aktivitäten in Bezug auf das Risikomanagement bündelt. Damit ist die Verantwortung für die Weiterentwicklung geeigneter Risikomanagementprozesse einer zentralen Stelle zugeordnet. Die im Rahmen des Risikomanagementsystems implementierten Prozesse umfassen insbesondere Risikoidentifikationsmechanismen unter Beteiligung aller wesentlichen Geschäftsbereiche, Risikofrüherkennungssysteme und Risikoindikatorensysteme, Risikotragfähigkeitsanalysen sowie eine regelmäßige Risikoberichterstattung an die geschäftsführenden Direktoren, den Prüfungsausschuss und den Verwaltungsrat der PATRIZIA SE. Das Konzept des Risikoverantwortlichen innerhalb des PATRIZIA Risikomanagements ist darauf ausgelegt, ein optimales Zusammenspiel zwischen operativen Funktionen und den Überwachungsfunktionen zu gewährleisten. PATRIZIA hat daneben eine Committee-Struktur eingerichtet, um das Management zu unterstützen. Die Berücksichtigung potenzieller Risiken und zukünftiger Chancen ist von besonderer Bedeutung. Die Committee-Struktur stellt sicher, dass alle wichtigen Gremien rechtzeitig informiert und einbezogen werden und bildet damit ein zentrales Element der Risikoerkennung und -steuerung. Die wesentlichen Committees auf der Ebene des Verwaltungsrats und der Führungsebene sind folgende:

Auf Ebene des Verwaltungsrats

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Prüfungsausschuss

Auf der Führungsebene

Group Executive Committee

Business Leadership Team

Global Operating Committee

Products & Clients Committee

Group Investment Committee

Risk Committee

Ad-hoc Committee

Environmental, Social and Governance (ESG) Committee

Equity, Diversity & Inclusion (ED&I) Council

Die Einrichtung der Risikomanagement Funktionen in den regulierten Konzerngesellschaften der PATRIZIA folgt den gesonderten gesetzlichen Anforderungen und der aufsichtsrechtlichen Regulierung und wird von jenen Gesellschaften in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften durchgeführt. Das Konzern Risikomanagement der PATRIZIA und der regulierten Einheiten steht kontinuierlich im Austausch miteinander. Dies unterstützt den Wissensaustausch zwischen den Risikomanagement Funktionen auf allen Ebenen und gewährleistet die effiziente Betrachtung der Kernrisiken der PATRIZIA.

Die Abteilungen Accounting und Corporate Financial Planning & Analysis berichten wesentliche Finanzinformationen des Konzerns regelmäßig an die geschäftsführenden Direktoren und den Verwaltungsrat sowie das Risikomanagement. Die Berichterstattung unterstützt die frühzeitige Erkennung potenzieller Risiken und hilft, entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Im Rahmen des Risikomanagements werden die identifizierten Risiken nach möglichen Eintrittsszenarien differenziert betrachtet und unter Schätzung von Eintrittswahrscheinlichkeit und des potenziellen Schadens auf Konzern- und Gesellschaftsebene bewertet. Dies dient dazu, die erforderlichen Maßnahmen zur Steuerung und gegebenenfalls zur Begrenzung der Auswirkungen der jeweiligen Risiken durch operative Gegenmaßnahmen, z.B. Prozessänderungen und, falls erforderlich, buchhalterische Vorkehrungen wie die Bildung von Rückstellungen usw., zu bestimmen. Die Risikobeurteilung betrachtet im Grundsatz die Auswirkung über ein Jahr und ist an dem Geschäftsjahr der PATRIZIA und damit der Budgetperiode ausgerichtet. Die identifizierten und bewerteten Risiken werden innerhalb einer Risikotragfähigkeitsrechnung auf Konzernebene berücksichtigt. Die identifizierten wesentlichen Risikofelder, die Ergebnisse der Risikotragfähigkeitsrechnung sowie die Ergebnisse des implementierten Risikoindikatorensystems finden u.a. Eingang in die periodische Berichterstattung der Risikomanagement Funktion an den Prüfungsausschuss der PATRIZIA SE.

Der Risikomanagement Prozess der PATRIZIA ist darauf ausgerichtet, dass relevante Risikopositionen identifiziert, erfasst und überwacht sowie geeignete Steuerungsmaßnahmen definiert und implementiert werden. Oberstes Ziel ist die Herstellung einer umfassenden Transparenz über die aktuelle Risikolage und damit die Schaffung der Möglichkeit, risikoorientierte Entscheidungen zu treffen. Um dieses zu erreichen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Risikomanagement Funktion einen direkten Kontakt zu allen operativen Bereichen pflegt und die operativen Bereiche selbst in die Risikomanagement Verfahren eingebunden sind. So findet ein kontinuierlicher Wissensaustausch innerhalb des Konzerns statt und ermöglicht die frühzeitige Erkennung von potenziellen Risiken und die rechtzeitige Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen.

7.1.4 Interne Revision

Wesentliche Geschäftsprozesse und die entsprechenden internen Kontrollen sind Gegenstand regelmäßiger interner Revisionen durch die in den wesentlichen regulierten und unregulierten Konzerneinheiten eingerichtete Interne Revisionsfunktion. Die Interne Revisionsfunktion erstellt und - falls erforderlich - aktualisiert einen Drei-Jahres-Prüfungsplan in einem risikoorientierten Ansatz, der Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten berücksichtigt. In den geplanten Prüfungen der Betriebs- und Geschäftsabläufe, des Risikomanagements, der Compliance und der internen Kontrollsysteme beurteilt die Interne Revision deren Funktionsfähigkeit, Wirksamkeit, Effizienz und Angemessenheit.

Die Berichte der Internen Revision werden den geschäftsführenden Direktoren und dem Prüfungsausschuss vorgelegt. Der Stand der Umsetzung der Prüfungsfeststellungen wird das ganze Jahr überwacht und den oben genannten Leitungsgremien mitgeteilt.

Gemäß Art. 9 ff SE VO und § 317 Abs. 4 HGB wird darüber hinaus das Risikofrüherkennungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG durch den Abschlussprüfer der PATRIZIA SE geprüft. Die Ausrichtung der Risikomanagement Organisation der PATRIZIA SE an dem Modell des dreistufigen "Lines of defence" Ansatzes bildet die Grundlage für eine stabile Corporate Governance.

7.1.5 Compliance Management System

Aufrichtigkeit und Integrität zählen zu den wesentlichen Unternehmensgrundsätzen der PATRIZIA. Dazu gehören das Handeln im Interesse der Anleger, Sorgfalt, Ehrlichkeit, Kompetenz, Fairness und die Wahrung der Marktintegrität. Aus Sicht der PATRIZIA ist es entscheidend, dass alle Aktivitäten des Unternehmens den geltenden rechtlichen und regulatorischen Anforderungen entsprechen, die für die Lizenzen und den Betrieb des Unternehmens gelten. Compliance zielt im Eigeninteresse der PATRIZIA darauf ab, Strafen, Bußgelder, Haftungs- und reine Vermögensschäden, Reputationsschäden und eingreifende Maßnahmen der Aufsichtsbehörden aufgrund von Rechtsverstößen zu vermeiden.

Der Begriff "Compliance" bezeichnet bei PATRIZIA alle Vorkehrungen zur Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen, Verträgen, Industriestandards und anderen Rechtsquellen, die für PATRIZIA verbindlich sind. Compliance umfasst auch die Einhaltung von ethischen Grundregeln und unternehmensspezifischen Anforderungen. Es geht darum, geeignete organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um Verstöße zu erkennen und zu ahnden, und gleichzeitig eine Kultur der Integrität und Verantwortlichkeit zu fördern.

Die Unternehmensgrundsätze, Regeln und Werte der PATRIZIA sind in den PATRIZIA-Leitsätzen formuliert, die Teil des PATRIZIA-Wertekode sind. Dazu gehören auch die Führungsleitlinien und das sogenannte "vierblättrige Kleeblatt" als Rahmenwerk: "Leistung zahlt sich aus", "Vertrauen, das in beide Richtungen wirkt", "Tun, was wir sagen" und "Sagen, was wir denken". Diese Grundsätze werden durch den Wertekode , das Compliance-Handbuch, weitere interne Richtlinien und Verfahren sowie geltende gesetzliche Bestimmungen ergänzt.

Das Compliance-Management-System wird durch den Head of Compliance der PATRIZIA überwacht. Der Head of Compliance berichtet in Compliance-Fragen direkt an den Chief Operating Officer (COO).

Die Compliance-Maßnahmen umfassen insbesondere:

Risikoanalysen zur Identifizierung und Bewertung von Compliance-Risiken

Ein Compliance-Regelwerk für PATRIZIA, das insbesondere Richtlinien in Bezug auf z.B.

Prävention von Korruption und Bestechung

Umgang mit Pflichtverletzungen und strafbarem Verhalten

Umgang mit Interessenkonflikten

Einhaltung der aktienrechtlichen und kapitalmarktrechtlichen Vorschriften

Standards für den Umgang mit Geschäftspartnern

Richtlinien für Einladungen, Geschenke, Spenden, Sponsoring und Mitgliedschaften und

Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

enthält

regelmäßige Compliance-Schulungen und Mitteilungen über Initiativen zur Förderung des Bewusstseins und Verständnisses für regulatorische Verpflichtungen und

ein anonymes Hinweisgebersystem, das internen und externen Parteien zugänglich ist, um mutmaßliche Verstöße gegen Gesetze, Richtlinien und Vorschriften zu melden.

Darüber hinaus stellt die etablierte Compliance-Kultur der PATRIZIA sicher, dass Compliance ein fester Bestandteil der "DUEL" Megatrends der PATRIZIA ist:

1. Digitalisierung: Der Einsatz digitaler Tools verbessert die Überwachung der Einhaltung von Vorschriften und die Berichterstattung und gewährleistet die Einhaltung von Datenschutz- und Cybersicherheitsvorschriften.

2. Urbaner Wandel: Die Überwachung und Anpassung an sich entwickelnde städtebauliche Vorschriften unterstützt nachhaltige und innovative Stadtprojekte.

3. Energiewende: Die Einhaltung von Umweltvorschriften erleichtert Investitionen in erneuerbare Energien und energieeffiziente Projekte.

4. Modernes Wohnen (Living): Die Beobachtung des Wandels von Wohngewohnheiten, Trends und Vorlieben stellt sicher, dass die PATRIZIA sich an neue Wohnstandards anpassen kann und z.B. mieterrechtliche Vorschriften einhält, während sie gleichzeitig hochwertige Wohnanlagen bereitstellt.

Durch die Integration dieser verbesserten Compliance-Maßnahmen mindert PATRIZIA nicht nur die Risiken, sondern nutzt auch die Chancen, um bei nachhaltigen und innovativen Investitionsstrategien führend zu sein.

7.1.6 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess - Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB

Das zentrale Risiko der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Konzern-, Jahres- und Quartalsabschlüsse unzutreffende Darstellungen enthalten könnten. Um Fehlerquellen zu vermeiden, hat PATRIZIA ein internes Kontrollsystem (IKS) für den Rechnungslegungsprozess eingerichtet. Es soll hinreichende Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung von Konzern-, Jahres- und Quartalsabschlüssen gemäß den aufsichtsrechtlichen und kapitalmarktrechtlichen Anforderungen gewährleisten. Gleichwohl kann das IKS keine absolute Sicherheit garantieren. Fehler in der Rechnungslegung können daher in Einzelfällen auftreten, werden jedoch umgehend analysiert, um eine Prozessverbesserung zu erzielen. Die geschäftsführenden Direktoren der PATRIZIA SE unterzeichnen quartalsweise die Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Sie bestätigen damit, dass die Rechnungslegungsstandards eingehalten wurden und dass die Zahlen die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darstellen. Das Jahresbudget ist der Ausgangspunkt für den Controlling-Prozess als zentraler Bestandteil des IKS, der auf den Zielvorgaben des Verwaltungsrats und der geschäftsführenden Direktoren sowie den Erwartungen an die operative Geschäftsentwicklung basiert. Dieses dient als Vorgabe für das Budget des gesamten Konzerns und das bevorstehende Geschäftsjahr. Für das laufende Geschäftsjahr werden auf der Grundlage der tatsächlich erzielten Ergebnisse im Vergleich zum Budget und den ermittelten Chancen und Risiken regelmäßige Analysen, Prognosen und Projektionen erstellt.

Der buchhalterische Prozess umfasst auch Maßnahmen zur zeitnahen Erfassung aller Geschäftsvorfälle und Positionen in der Buchhaltung und den Finanzberichten der Gesellschaft und des Konzerns. Dabei werden Veränderungen in der Gesetzgebung und den Rechnungslegungsstandards sowie deren Auswirkungen auf die Rechnungslegung und die Jahresabschlüsse der Gruppe untersucht. Die Umsetzung des Vier-Augen-Prinzips, der Einsatz ausreichend qualifizierter Mitarbeiter und angemessener IT-Systeme sollen die Einhaltung der gesetzlichen und organisatorischen Anforderungen in den rechnungslegungsbezogenen Prozessen sicherstellen. Die Grundlage für das IKS bilden Richtlinien zur Funktionstrennung und unabhängige Genehmigungsprozesse, die durch standardisierte Kontroll- und Überleitungsprozesse unterstützt werden. Genehmigungen werden beschrieben und archiviert. Es wurden Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass der Lagebericht den Standards entspricht.

Die Buchhaltung für alle operativen Gesellschaften in Deutschland sowie für eine Reihe anderer europäischer Tochterunternehmen ist in einem zentralen Servicezentrum in Deutschland organisiert. Darüber hinaus gibt es zwei lokale Standorte in Dänemark und Großbritannien. Die Buchhaltung für ausgewählte asiatische Unternehmen wird von lokalen Dienstleistern unter der Aufsicht der zentralen Funktion durchgeführt. Der Buchhaltungsprozess folgt konzernweit einheitlichen Anforderungen innerhalb einer zentralen, weitgehend SAP-basierten IT-Umgebung. Die Daten werden in der Abteilung Group Reporting & Consolidation konsolidiert. Die an der Erstellung des Abschlusses beteiligten Mitarbeiter sind entsprechend qualifiziert, und die Verantwortlichkeiten und Kontrollen im Erstellungsprozess sind klar definiert.

Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS wird im Rahmen der Abschlusserstellung gewürdigt. Die Rechnungslegung ist auch im Prüfungsplan der Internen Revision enthalten. Der Fokus auf Corporate Governance trägt insgesamt zur weiteren Stabilisierung und Optimierung bestehender Prozesse bei, einschließlich des IKS für die Rechnungslegung. Das Management der PATRIZIA hat im Geschäftsjahr 2024 an einer weiteren Verbesserung des Accounting-IKS gearbeitet.

7.2 Wichtige Risiko- und Chancenkategorien

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses der PATRIZIA werden die Risiken fortlaufend identifiziert, bewertet, beurteilt und aggregiert. Die aggregierten, bewerteten Risiken fließen in die Risikotragfähigkeitsanalyse der PATRIZIA SE ein (siehe auch Kapitel 7.4). Darüber hinaus ordnet PATRIZIA die folgenden Elemente in die Risiko- und Chancenbetrachtung ein und orientiert sich dabei eng an der übergeordneten Geschäftsstrategie des Unternehmens. Zum Jahresende 2024 wurden keine potenziellen wesentlichen Risiken identifiziert, die die Risikotoleranz und damit auch die Risikotragfähigkeit des Unternehmens für die nachfolgend genannten Risikoelemente überschreiten würden.

7.2.1 Marktrisiken und -chancen im wirtschaftlichen Umfeld

In diesem Kapitel werden die Marktrisiken und -chancen aus Sicht der strategischen Marktbereiche der PATRIZIA und der Unternehmensstrategie der PATRIZIA beschrieben.

Immobilienmarkt

Risiken: Mit Blick auf das neue Jahr ist der Markt weiterhin mit einigen makroökonomischen Risiken konfrontiert. Dazu gehören mehrere Risikokategorien, die PATRIZIA unter dem Begriff Marktrisiko zusammenfasst, nämlich Inflationsrisiken und Zinsrisiken, die miteinander verbunden sind und die Marktpreisbildung beeinflussen. Darüber hinaus sind damit auch Liquiditätsrisiken und Kontrahentenrisiken verbunden. Ein unerwarteter erneuter Inflationsanstieg in 2025 oder eine hartnäckigere Inflation als erwartet könnte ein Risiko für die Weltwirtschaft darstellen, was zu weniger als erwarteten Zinssenkungen durch die Zentralbanken führen würde. Die heutigen Märkte preisen diese Zinssenkungen ein, wie die Terminkurven von Staatsanleihen zeigen. Eine Umkehr dieses Trends könnte die (Re-)Finanzierung von Immobilien erschweren und die relative Attraktivität von Immobilien als Anlageklasse beeinträchtigen. Auf der anderen Seite ist eine "harte Landung" immer noch möglich, was zu weiteren Schäden für die Wirtschaft führen könnte, die sich auf die Mieter auswirken und die Einkommensstabilität von Immobilieninvestitionen gefährden kann. Darüber hinaus bleiben die Risiken in einem Umfeld von wachsenden geopolitischen Spannungen erhöht und können die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen mit den daraus resultierenden Effekten für die Immobilienmärkte. Ein sich verschlechterndes makroökonomisches Umfeld könnte auch zu einer höheren Zahl von Mietausfällen führen und damit die Fonds negativ beeinflussen. Diese Risiken würden sich auf die Wertentwicklung der den Immobilien zugrunde liegenden Vermögenswerte und damit auf die damit verbundenen Bewertungen und Gebühren des Unternehmens auswirken. Darüber hinaus könnten zusätzliche Preisanpassungen oder unerwartete Zinsentwicklungen die Marktliquidität beeinträchtigen, so dass die Erträge des Unternehmens von den mittelfristigen Zielen abweichen könnten.

Quelle: PATRIZIA House View, ECB, Oxford economics, RCA

Chancen: Während die Märkte aktuell weitere Zinssenkungen in 2025 einpreisen, könnte eine höhere Geschwindigkeit der erwarteten Zinssenkungen für Aufwärtspotenzial an den Immobilienmärkten sorgen, indem Preise stärker oder schneller steigen, wodurch ein insgesamt positiveres Marktumfeld als erwartet entsteht. Auch wenn die geopolitischen Risiken voraussichtlich hoch bleiben werden, bietet eine unerwartete Entspannung in einzelnen Regionen Aufwärtspotenzial für das Wirtschaftswachstum mit den daraus resultierenden Effekten für die Immobilienmärkte. Dies könnte zu einem liquideren Marktumfeld und zu höheren als den erwarteten Gebühreneinnahmen insgesamt für das Unternehmen führen.

Quelle: PATRIZIA House View, ECB, Oxford economics, RCA

Infrastrukturmarkt

Risiken: Im Infrastruktursektor wird es ähnliche Kombinationen von Marktrisikofaktoren geben, nämlich Inflationsrisiken und Zinsrisiken, die miteinander verbunden sind und die Marktpreise beeinflussen. Das Hauptrisiko innerhalb der Anlageklasse Infrastruktur besteht jedoch darin, dass sich die Geschäftsaussichten älterer Vermögenswerte eintrüben, was ein operatives Risiko darstellt und zu einer Abweichung von der Markt- und Wachstumsstrategie der PATRIZIA führen könnte. Der Infrastruktursektor profitiert weiterhin von globalen Megatrends: der Notwendigkeit einer Energiewende sowohl aus der Perspektive der Dekarbonisierung als auch aus geopolitischer Sicht; der fortgesetzten Entwicklung der digitalen Infrastruktur; den Auswirkungen der Urbanisierung und des demografischen Wandels auf die soziale Infrastruktur; und dem globalen Bedarf an einer besseren Infrastruktur in den Bereichen Wasser und natürliche Ressourcen. Diese Trends bergen Risiken für einige Infrastrukturanlagen, insbesondere für kohlenstoffintensive Anlagen, aber auch große Chancen, den Bedarf an der Entwicklung neuer Infrastrukturanlagen zu decken. Bei der Bewertung neuer Investitionen und der Entwicklung von Vermögensverwaltungsstrategien für bestehende Anlagen ist es von entscheidender Bedeutung, dass langfristige Nachhaltigkeitsfaktoren und -pläne eingeführt werden. Die Umsetzung dieser Nachhaltigkeitspläne verringert das Risiko, dass Vermögenswerte wertlos werden. Darüber hinaus ist dieser Sektor auch anfällig für Marktrisikofaktoren wie höhere Zinssätze, die typischerweise Gegenwind für die Bewertung von Investitionen mit langer Laufzeit wie Infrastrukturanlagen verursachen. Ein wesentliches Merkmal von Kerninfrastrukturanlagen ist die Inflationsresistenz, die sich aus im Voraus ausgehandelten Ertragsverträgen oder einer regulatorischen Preisformel mit Inflationsindexierung ergibt, die in bestimmten Zeiträumen auf der Grundlage der vorherrschenden Inflationsraten eingebaute Aufschläge vorsieht. Aus Sicht des Unternehmens besteht das Hauptrisiko in der Anlageklasse Infrastruktur darin, dass Vermögenswerte "stranden", was zu einer Abwertung der Vermögenswerte führen und somit die Gebühreneinnahmen insgesamt und den Ruf des Unternehmens negativ beeinflussen könnte.

Chancen: Ein Teilsektor der Infrastruktur, der nachgefragt wird, sind Rechenzentren. Dies wird durch KI und den Bedarf an höherer Rechenleistung vorangetrieben. Dieser Trend wird voraussichtlich noch einige Jahre anhalten, da KI immer stärker in Geschäftsprozesse und das Unternehmen integriert wird. Die Inflation ist in den letzten Jahren zurückgegangen, aber die höheren relativen Zinssätze bleiben bestehen. Dies wirkt sich auf verschiedene Weise auf den Infrastruktursektor aus. Wie oben erläutert, sind solche Anlagen jedoch aufgrund der langen Laufzeit von Infrastrukturinvestitionen und der Preisgestaltung von Verträgen mit eingebauter Inflationsindexierung inflationsresistent und daher mit der Inflation korreliert, was eine natürliche Absicherung für Anleger darstellt. Dies hat dazu geführt, dass sich die Bewertungen solcher Infrastrukturanlagen im Allgemeinen gut gehalten haben. Die Stabilität der Performance und der Anlagerenditen kann die Attraktivität des Teilsektors Infrastruktur für Investoren steigern, was zu Höheren als den erwarteten Verwaltungs- und Leistungsgebühren für das Unternehmen führen könnte.

Re-Infra-Markt

Risiken: Re-Infra als Konvergenz von Immobilien- und Infrastruktursektoren wird ähnlichen makroökonomischen und Marktrisikofaktoren ausgesetzt sein wie Immobilien und Infrastruktur. Re-Infra wird sich jedoch wahrscheinlich auf Bereiche mit erheblichem Wachstum konzentrieren, die von den DUEL-Megatrends in Bereichen wie der Entwicklung von Rechenzentren und Dekarbonisierungslösungen für die gebaute Umwelt angetrieben werden, die einen erheblichen laufenden Kapitalbedarf haben werden, was das Interesse der Anleger an den Re-Infra-Produkten des Unternehmens wahrscheinlich steigern wird. Die Nichterfüllung der Mittelbeschaffung und der damit verbundenen Geschäftsaktivitäten könnte jedoch zu einer negativen Entwicklung bei solchen Investitionen führen. Außerdem sind die Zinssenkungen mit den Zinsrisiken verbunden, die auch die Schwankungen der Vermögenspreise auf dem Markt beeinflussen. So könnte das Risiko, dass die Zinssenkungen geringer ausfallen als erwartet, die Attraktivität solcher Investitionen beeinträchtigen. Aus Unternehmenssicht würde dies das Risiko bergen, dass die Nachfrage nach diesen Vermögenswerten und Investitionen sinkt, was zu einer negativen Abweichung der Erträge und der Planung des Unternehmens von den mittelfristigen Zielen führen könnte.

Chancen: Wie bereits erwähnt, wird erwartet, dass sich Re-Infra auf Wachstumsbereiche wie die Entwicklung von Rechenzentren, Dekarbonisierungslösungen wie Solardächer und Batteriespeicher sowie das Aufladen von Elektrofahrzeugen an Immobilienstandorten konzentrieren wird. Die erwartete Nachfrage nach diesen Lösungen ist weltweit sehr groß. So hat sich beispielsweise die Nachfrage nach Rechenzentren durch den Aufstieg von künstlicher Intelligenz (AI) und Quantencomputing verstärkt. Da diese Investitionen typischerweise Infrastruktureigenschaften aufweisen, wird dies ein gewisses Engagement in inflationsgebundenen Cashflows beinhalten, so dass sie in einem Szenario profitieren werden, in dem die Inflation länger höher bleibt. Dies könnte zu einem stärkeren Interesse der Anleger an diesen Produkten und zu einem positiven Bewertungsdruck führen, der zu höheren als den erwarteten Gebühreneinnahmen insgesamt und Umsatzzielen für das Unternehmen führen könnte.

7.2.2 Strategische, betriebliche und rechtliche Risiken und Chancen

Die folgenden Risiken und Chancen werden aus Sicht des Konzerns beschrieben und betreffen überwiegend auch die PATRIZIA SE.

PATRIZIA verfolgt verschiedene Risiken unter dem Dach strategischer, operativer und rechtlicher Risiken, einschließlich, aber nicht beschränkt auf organisatorische, Prozess-, IT-, Personal-, strategische sowie rechtliche und Compliance-Risiken, die im Folgenden näher beschrieben werden.

Allgemeine operationelle Risiken des Geschäftsmodells: Die Umsatzerlöse des PATRIZIA Konzerns hängen in hohem Maße von der Erzielung von Verwaltungsgebühren, Transaktionsgebühren und leistungsabhängigen Gebühren ab. Chancen und Risiken der verwalteten Fonds (siehe Abschnitt 7.2.4) haben daher Einfluss auf das Konzernergebnis.

Transaktionsgebühren und leistungsabhängige Gebühren fallen hauptsächlich beim Erwerb oder Verkauf von Real Assets oder bei der Auflegung/Auflösung von Fondsstrukturen an. Verwaltungsgebühren hängen in erster Linie von der Höhe der verwalteten Vermögenswerte, dem Nettoinventarwert der verwalteten Fonds oder dem Umfang der im Auftrag von Kunden durchgeführten Serviceentwicklungen ab. Ein herausforderndes Marktumfeld, wie die makroökonomischen Bedingungen und das Wiederaufleben der Inflation und der Zinserhöhungen, wie in den Marktchancen und -risiken in Kapitel 7.2.1 erläutert, könnte zu einem niedrigeren Niveau der verwalteten Vermögenswerte sowie zu einer geringeren Kundenaktivität und damit zu einem geringeren Erwerb und Verkauf von Real Assets innerhalb der verwalteten Fonds führen. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Höhe der Verwaltungsgebühren, Transaktionsgebühren und leistungsabhängigen Gebühren haben, die in einem Geschäftsjahr generiert werden. Die folgenden Risiken werden unter dem Gesichtspunkt der operationellen Risiken näher beschrieben und könnten überwiegend das Unternehmen betreffen.

Operationelle Risiken in Organisations- und Geschäftsprozessen: Darunter versteht man das Risiko, dass Geschäftsprozesse unzureichend oder fehlerhaft ausgeführt werden, was auf unzureichende oder fehlerhafte interne Prozesse und Systeme zurückzuführen ist. PATRIZIA begegnet operationellen Risiken mit Organisationsstrukturen, Verfahrensanweisungen und Prozessdokumentationen. Um Risiken zu minimieren, überprüft PATRIZIA kontinuierlich Prozesse, Systeme und Kontrollmechanismen. Prozesse, die überwiegend manuell ablaufen, werden systematisch analysiert, um den Automatisierungsgrad zu erhöhen und die eingebetteten Kontrollen zu verbessern. Dieses Risiko könnte administrative Risiken in Bezug auf die Fondsverwaltung, die Buchhaltung, den Vertrieb, das Berichtswesen und die aufsichtsrechtliche Berichterstattung umfassen, die zu Betriebsstörungen führen und sich auf andere Betriebskosten in einem Geschäftsjahr auswirken könnten.

Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und anderer immaterieller Vermögenswerte: Der Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte sind Teil der operativen Risiken und werden bei PATRIZIA mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung erfordert Schätzungen, die subjektive Beurteilungen und Annahmen durch das Management notwendig machen. Diese Schätzungen und Annahmen können zu erheblichen Abweichungen von den ausgewiesenen Beträgen führen, wenn sich die zugrunde liegenden Umstände verändern. Der im Rahmen früherer Transaktionen erworbene Geschäfts- oder Firmenwert stellt einen wesentlichen Teil der Vermögenswerte der PATRIZIA dar. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen immateriellen Vermögenswerten können zur Erfassung von Abschreibungen führen, die jedoch nicht zu Mittelabflüssen führen. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Ergebnisse der PATRIZIA und den Börsenkurs der Gesellschaft haben. Die der Werthaltigkeitsüberprüfung zugrundeliegenden Finanzpläne werden regelmäßig überprüft. Etwaige Planabweichungen führen zu Maßnahmenpaketen, hinsichtlich der Gewährleistung einer ausreichenden Profitabilität.

IT-Sicherheit und Cyberrisiken: Die Cyber- und IT-Sicherheitslandschaft hat sich deutlich verändert, und die Bedrohungslage steigt weiterhin zunehmend. Hauptgründe dafür sind die allgemeine politische Lage und die militärischen Krisen, aber auch die zunehmende Professionalisierung und Automatisierung der Angriffsmöglichkeiten. In diesem Kontext ist ein deutlicher Anstieg der Zahl von Phishing-Versuchen, Spam-E-Mails und Imitationsangriffen über alle möglichen Kommunikationskanäle zu verzeichnen. Cyberkriminalität und Ransomware-Angriffe sind so hoch wie nie zuvor und stellen daher die größten Cyberrisiken dar.

PATRIZIA betreibt ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) auf der Grundlage der internationalen Sicherheitsnorm ISO/IEC 27001, die alle von dieser Norm geforderten Sicherheitsrichtlinien und -prozesse umfasst, einschließlich Informationssicherheits-Risikomanagement und Vorgaben an die IT-Sicherheit. Jede Störung im Betrieb der IT-Systeme hat Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Nennenswerte Datenverluste und Verstöße gegen die Anforderungen des Datenschutzes könnten gravierende finanzielle Schäden zur Folge haben, aber auch die Wahrnehmung des Unternehmens in der Öffentlichkeit negativ beeinflussen. Zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der Geschäftsanwendungen werden alle durch PATRIZIA selbst betriebenen Systeme redundant in zwei räumlich getrennten Rechenzentren betrieben. Darüber hinaus werden auch die ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) parallel und gespiegelt betrieben. Diese Maßnahmen beugen Ausfällen vor und sorgen für eine deutliche Verkürzung der Ausfall- und Wiederherstellungszeiten im Ernstfall. Weitere Schutzmaßnahmen, wie beispielsweise Identity-Management, restriktive Autorisierung und zusätzliche netzwerkseitige Zugriffsbeschränkungen sowie weitere ergänzende Anti-Malware-Mechanismen reduzieren das Risiko von Schäden durch Viren, Trojaner und Ransomware (Schadprogramme - insbesondere Erpressungssoftware). Auch Cloud-Dienste werden zunehmend genutzt und bei Bedarf adäquat in die bestehenden Sicherheitsmechanismen integriert. Regelmäßige Informationsaktivitäten und Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter (z.B. zu Themen wie Phishing, Social Engineering oder CEO Fraud - aber auch zu den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO) runden die systemseitigen Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen ab. Ein weiterer Baustein des Sicherheitskonzepts ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei der Ferneinwahl - gerade im Hinblick auf die intensive mobile Nutzung der Infrastruktur.

Über die bestehenden Präventionsmaßnahmen hinaus hat PATRIZIA zusammen mit einem externen Dienstleister für Cybersecurity ein SOC (Security Operations Centre) und ein SIEM-System (Security Information and Event Management) eingeführt und in Betrieb genommen. So können auffälliges Systemverhalten und Sicherheitsvorfälle schnell erkannt und analysiert und gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Flankiert wird dies von regelmäßigen technischen Überprüfungen, wie beispielsweise Penetrationstests, Schwachstellenscans und Wiederherstellungstests.

Um Verlust von Unternehmensdaten vorzubeugen und die Zuverlässigkeit des IT-Betriebes zu gewährleisten, werden regelmäßig Datensicherungen durchgeführt. Jährliche Notfalltests mit wechselnden Schwerpunkten sollen sicherstellen, dass im Krisenfall Organisation und Technik ineinandergreifen und Systeme und Daten entsprechend den Service-Levels wieder zur Verfügung gestellt werden können. Die beschriebenen Maßnahmen haben sich als wirksam erwiesen.

Eine zuverlässige und effektive Informationssicherheit stärkt das Vertrauen in PATRIZIA, sowohl intern und insbesondere auch extern.

Personal

Risiken: Wenn es nicht gelingt, wichtige Mitarbeiter zu halten oder zu rekrutieren, würde der Konzern Gefahr laufen, Marktkenntnisse zu verlieren und ihre Wettbewerbsposition zu gefährden. Im Rahmen der Betrachtung des operationellen Risikos arbeitet das Personalwesen ständig mit dem Senior Leadership Team des Konzerns zusammen, um sicherzustellen, dass die Personalstrategien und -prozesse die Erfüllung der Anforderungen der Geschäftsziele des Konzerns ausreichend unterstützen. Diese Unterstützung erfolgt in der Regel - um nur einige Beispiele zu nennen - durch:

Nachfolgeplanung

Entwicklung und Aufrechterhaltung der entscheidenden Kompetenzen für die gesamte PATRIZIA Organisation, z.B. durch die kontinuierliche Identifizierung und Einstellung neuer Talente, organisatorische Umstrukturierung, jährliche Budgetierung und Gehaltsüberprüfung

Aufbau von Führungsqualitäten, z.B. durch Veranstaltungen für das Führungsteam vor Ort, Rotationsprogramme für junge Fachkräfte und qualitative/kulturelle Zielsetzungen

Einhaltung von Gesetzen und rechtlichen Vorgaben, wie z.B. die Einhaltung der sich entwickelnden Arbeitsgesetze und Beschäftigungsvorschriften, um die Risiken rechtlicher Verpflichtungen zu mindern

Mitarbeiterengagement und -bindung, z.B. durch die Einführung robuster Feedback-Mechanismen und das Angebot maßgeschneiderter Entwicklungsprogramme, um Fluktuationsrisiken entgegenzuwirken und die Ausrichtung auf die strategischen Ziele des Unternehmens sicherzustellen.

Chancen: Es wird immer Möglichkeiten geben, die Personalarbeit weiter zu verbessern, um die geschäftlichen Ambitionen und die Personalagenda von PATRIZIA zu unterstützen, und das Unternehmen wird diese Chancen gezielt nutzen. Die Stärkung der Nachfolgeplanung kann eine größere Kontinuität in der Führung sicherstellen, während die Verbesserung der Qualifikationsentwicklung und die Akquisition von Talenten den sich entwickelnden Geschäftsanforderungen Rechnung tragen kann. Der fortgesetzte Aufbau einer Unternehmenskultur bietet die Chance, die Zusammenarbeit und die Integration zu fördern, und proaktive Compliance-Bemühungen können aufkommende rechtliche Risiken mindern. Die Förderung des Mitarbeiterengagements durch maßgeschneiderte Entwicklungsprogramme und robuste Feedbacksysteme kann die Fluktuation verringern und die Ausrichtung auf strategische Ziele vorantreiben. Darüber hinaus bietet die Optimierung der Personalprozesse und der Dokumentation die Möglichkeit, die Effizienz und das Risikomanagement kontinuierlich zu verbessern.

Strategische Risiken: Strategische Risiken können sich aus Reputationsfaktoren, der Fähigkeit von PATRIZIA, für die Branche relevante Megatrends zu erkennen, politischen Entscheidungen oder Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen ergeben. Sie können auch Transitionsrisiken sein, bei denen es sich um geschäftsbezogene Risiken handelt, die z.B. gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen hin zu einer kohlenstoffarmen und klimafreundlicheren Zukunft folgen (siehe auch Kapitel 7.4). Strategische Risiken können dazu führen, dass wichtige Ziele für Leistungsindikatoren wie EBITDA, EBITDA Marge oder das Niveau der Assets under Management nicht erreicht werden. Im Laufe des Jahres wird die Umsetzung der Geschäftsstrategie regelmäßig überwacht, um die Leistung anhand der strategischen Ziele zu bewerten und sicherzustellen, dass PATRIZIA auf dem richtigen Weg bleibt, um die Ziele in einem sich verändernden Marktumfeld zu erreichen.

Strategische Chancen: PATRIZIA hat im Jahr 2024 ihre angepasste Unternehmensstrategie veröffentlicht und will bis 2030 zu einem smart Real Assets Player mit einem AUM-Volumen von 100 Mrd. EUR werden, indem sie ihre starke Position in Deutschland nutzt und ihr Wachstum international in fünf wichtigen Wachstumsbereichen beschleunigt: Living, Value-add Strategies, Re-Infra & Smart City Solutions, European Infrastructure und die unabhängige Advantage Investment Partners Plattform. Dies ist eine Chance für PATRIZIA, da sie ihre starke Position in Deutschland mit attraktiven Real-Asset-Angeboten ausbauen und international weiterwachsen will, mit einem Fokus auf ihre großen, skalierbaren diskretionären Flagship-Funds in den Bereichen Immobilien und Infrastruktur sowie der Schaffung einer neuen "Re-Infra"-Assetklasse, die beide Bereiche kombiniert.

Co-Investments und Warehousing: Über Co-Investments und temporäres Warehousing beteiligt sich PATRIZIA mit eigenem Kapital an Fonds bzw. bestimmten Vermögenswerten. Dies ist einerseits ein wichtiger Faktor insbesondere für die Value-Add-Strategien und Infrastruktur, da beide zu den aktuellen Wachstumstreibern des Geschäfts gehören. Andererseits unterliegt das investierte Eigenkapital den unten beschriebenen vermögenswertbezogenen Risiken.

Die größte Bilanzposition in diesem Bereich ist das Dawonia Co-Investment, wie im Kapitel 5.4.2 Ertragslage des Konzerns - Beteiligungen dieses Berichts beschrieben. Das Dawonia Co-Investment sowie Warehousing unterliegen Bewertungsrisiken und können durch die Wertveränderung des zugrunde liegenden Portfolios positiv/negativ beeinflusst werden. Das Gleiche gilt für die in der Bilanz des Konzerns aktivierten Ansprüche auf leistungsabhängige Gebühren im Zusammenhang mit dem Dawonia-Exit, die ebenfalls unter Beteiligungen verbucht werden.

Rechtliche Risiken: Die regulierten Rechtssubjekte der PATRIZIA agieren in einem stark regulierten Umfeld und sind potenziell Rechtsstreitigkeiten, Haftungsansprüchen und anderen Kosten ausgesetzt, deren Höhe erheblich und schwer abzuschätzen sein kann, sowie rechtlichen und regulatorischen Sanktionen und Reputationsschäden. Einzelne Gesellschaften sind durch ihren Geschäftsbetrieb in verschiedenen Gerichtsprozessen und Schiedsverfahren involviert. Mitunter werden auch außergerichtlich Ansprüche gegen sie geltend gemacht. Durch die Überwachung der vertraglichen Verpflichtungen sowie die Einbindung von lokalen Rechtsexperten bei Vertragsangelegenheiten und Gesetzesänderungen können etwaige Rechtsrisiken minimiert werden. Für potenzielle Verluste aus schwebenden Verfahren wurden angemessene Rückstellungen gebildet, so dass negative Auswirkungen auf die Bilanz minimiert werden. Gravierende Rechtsrisiken, die für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wesentlich wären, sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Compliance Risiken: Die regulierten Rechtssubjekte der PATRIZIA sind in einem stark regulierten Umfeld tätig, das Compliance-Risiken birgt. Sie sind potenziell Rechtsstreitigkeiten, Haftungs- und anderen Kosten ausgesetzt, deren Höhe erheblich und schwer abzuschätzen sein kann, sowie rechtlichen und regulatorischen Sanktionen und Reputationsschäden. Um diese Risiken zu mindern, lässt sich PATRIZIA von lokalen Rechtsexperten bei regulatorischen Änderungen beraten und unterhält ein robustes Compliance-Management-System. Compliance-Risiken können sich aus der Nichteinhaltung von Anforderungen aus Gesetzen und Vorschriften ergeben. PATRIZIA hat verstärkte Compliance-Maßnahmen ergriffen, um Compliance-Risiken zu begegnen. Dazu gehören spezielle Compliance-Teams, regelmäßige Prüfungen und Bewertungen, Mitarbeiterschulungen und ein umfassendes Berichtswesen.

Compliance Chancen: Auf der Chancenseite stärkt das strenge Compliance-Regelwerk, das PATRIZIA implementiert hat, das Vertrauen von Investoren, Aufsichtsbehörden und Geschäftspartnern. Durch die Verankerung von Compliance in der Unternehmenskultur positioniert sich PATRIZIA als verantwortungsbewusste und zuverlässiges Unternehmen in der Immobilien- und Infrastrukturbranche. Diese Reputation unterstützt das langfristige Wachstum, erleichtert die behördlichen Genehmigungen und zieht gleichgesinnte Investoren an. Darüber hinaus entsprechen die proaktiven Compliance-Maßnahmen den allgemeinen Trends in den Bereichen Corporate Governance und Nachhaltigkeit und unterstützen die Wettbewerbspositionierung. Die Einhaltung der lizenzspezifischen Verpflichtungen gewährleistet die operative Kontinuität und schützt das Ansehen der PATRIZIA in regulierten Märkten.

Steuerliche Risiken: Aufgrund von möglichen Unsicherheiten in der steuerrechtlichen Beurteilung von Geschäftsvorfällen bestehen für die Gesellschaften des PATRIZIA Konzerns steuerliche Risiken. Im Bedarfsfall sind daher Stellungnahmen externer Steuerberatungskanzleien eingeholt worden, um die steuerrechtliche Beurteilung der relevanten Sachverhalte zu bestätigen. Aus Unternehmenssicht könnte dieses Risiko die Kosten- und Budgetplanung und damit die Ergebnis- und Ertragsplanung des Unternehmens beeinflussen.

Versicherungsschutz: Sowohl die PATRIZIA als Konzern als auch das allgemeine Marktumfeld, in dem sie tätig ist, entwickeln sich ständig weiter. Daher sind sowohl die eigenen Vermögenswerte der PATRIZIA als auch die von PATRIZIA verwalteten Vermögenswerte der Investoren einem sich ständig verändernden Risikospektrum ausgesetzt. Um diese Risiken abzufedern, stellt PATRIZIA sicher, dass ein Versicherungsschutz besteht, der sowohl diese Vermögenswerte als auch das Personal schützt. Eine Überprüfung des Versicherungsschutzes wird mindestens einmal jährlich durchgeführt und eine Risikobewertung vorgenommen, um festzustellen, ob eine Änderung des Versicherungsschutzes erforderlich ist. Die Veränderungen des Marktumfelds in jüngster Zeit haben auch dazu geführt, dass die Versicherungsanbieter ihre Risikobereitschaft geändert und ihre Prämien erhöht haben. Um dies abzumildern, hat PATRIZIA einige Konzernrichtlinien eingeführt, die helfen, von Größenvorteilen zu profitieren, und den Vermittlern/Versicherungsanbietern helfen, das Risikoprofil besser zu verstehen, um eine optimale Preisgestaltung und Abdeckung zu ermöglichen. Aus Sicht des Unternehmens könnte dieses Risiko die Kostenplanung und den Ruf des Unternehmens beeinträchtigen.

7.2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

PATRIZIA verfolgt verschiedene Risiken unter dem Dach der finanziellen Risiken, einschließlich, aber nicht beschränkt auf marktbedingte Elemente wie Zinssätze, Wechselkurse, Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken, die im Folgenden mit den Chancen näher beschrieben werden.

Zinssätze

Risiken: Dies betrifft refinanzierungsbezogene Themen. Ein Unternehmen muss möglicherweise während seiner Laufzeit Kreditfazilitäten refinanzieren. In solchen Fällen würden sich die Szenarien anhaltend hoher oder steigender Zinssätze sowohl auf die Fremdkapitalkosten für die Refinanzierung der PATRIZIA auf Konzernebene als auch auf die von ihr verwalteten Fonds auswirken. Zinsänderungsrisiken werden durch die Vereinbarung fester Zinssätze für alle bestehenden Finanzverbindlichkeiten auf Unternehmensebene (z.B. für das Schuldscheindarlehen des Konzerns) und durch ein aktives Liquiditäts- und Zinsmanagement für Fonds vermieden bzw. minimiert.

Chancen: Mögliche positive Auswirkungen auf unsere Konzern-Einlagen durch höhere Zinsen. Dank PATRIZIAs breiten Bankennetzwerks hat der Konzern Zugang zu attraktiven, marktgerechten Anlageprodukten.

Wechselkurse

Risiken: Die meisten Tochter- und Objektgesellschaften des Konzerns sind in der Europäischen Währungsunion (Eurozone), ansässig und unterliegen daher keinen Währungsrisiken. Eine Ausnahme bilden die Auslandsniederlassungen und Töchter außerhalb der Europäischen Währungsunion, die sowohl Investment Management Mandate ausüben als auch An- und Verkäufe für die Fonds tätigen und im Rahmen von Co-Investments sowie Warehousing investieren. Nachdem die Beteiligungen an diesen Gesellschaften und die Gewährung von Gesellschafterdarlehen in der jeweiligen Landeswährung erfolgen, unterliegen die Tochter- und Objektgesellschaften dem Risiko schwankender Währungskurse. Mit zunehmender Expansion außerhalb der Eurozone könnte sich diese Position in Zukunft weiter erhöhen. Fremdwährungsgewinne und -verluste, die sich aus der Umrechnung dieser Posten ergeben, könnten das Konzern-Finanzergebnis beeinflussen. Das gesamte Währungsrisiko des Konzerns wird regelmäßig überwacht und bewertet, um gegebenenfalls auftretenden Handlungsbedarf umgehend zu erkennen und Gegenmaßnahmen wie eine Währungssicherung einleiten zu können.

Chancen: Die geografische Diversifikation von PATRIZIA in Märkten außerhalb der Eurozone bietet zahlreiche Chancen im Zusammenhang mit dem Währungs-Exposure des Unternehmens. Durch die Streuung ihrer Währungspositionen kann PATRIZIA das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit vom Euro verringern und gleichzeitig von positiven Wechselkursbewegungen in verschiedenen Regionen profitieren. Eine diversifizierte Währungsreserve aus internationalen Währungen könnte stabilisierend auf die Gesamtbilanz des Unternehmens wirken und die finanzielle Widerstandsfähigkeit stärken.

Finanzierungen

Risiken: Dies umfasst mehrere Risikokategorien, die PATRIZIA unter dem Dach des Finanzierungs- und Kreditrisikos betrachtet, insbesondere Fremdfinanzierungs- und Darlehensrisiken, die auch mit Warehousing und den strategischen Co-Investments des Unternehmens zusammenhängen. Aufgrund der nach wie vor soliden Bilanzstruktur und der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung ist eine Fremdfinanzierung auf Konzernebene mit dem Geschäftsmodell der PATRIZIA gut darstellbar. Ein Teil der aktuellen Fremdfinanzierung steht im Zusammenhang mit temporären Warehousing Aktivitäten. Das Risiko, dass PATRIZIA für solche neuen strategischen Investments oder Mergers & Acquisitions-Aktivitäten keinen Zugang zu Fremdkapital hat, wird derzeit als gering eingeschätzt. Zusammen mit den vorhandenen liquiden Mitteln und ihrer Finanzkraft ist PATRIZIA in der Lage auf Kapitalanforderungen neuer Investments zu reagieren. Mögliche strategische Investments werden in der Regel auf Objekt- bzw. Portfolioebene finanziert. In dem bestehenden deutschen Schuldscheindarlehen ist ein Eigenkapital-Covenant vereinbart, dessen Einhaltung laufend überwacht wird. Für die Objekt- und Portfoliofinanzierungen der gemanagten Fondsstrukturen wurden teilweise Covenants in den Kreditverträgen vereinbart, deren Einhaltung ebenfalls laufend überwacht wird. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung der Verträge sieht das Unternehmen keine unmittelbaren Risiken für PATRIZIA aus diesen Kennzahlen.

Chancen: Durch ihr umfangreiches Netzwerk an nationalen und internationalen Banken hat PATRIZIA Zugang zu einer breiten Palette an Fremdkapitalprodukten auf Unternehmensebene am Markt. Darüber hinaus hat die erfolgreiche Platzierung des Schuldscheindarlehens im Jahr 2017 gezeigt, dass PATRIZIA auch an Fremdkapitalmärkten als attraktiver Partner gesehen wird. Der größte Teil des Schuldscheindarlehens ist inzwischen zurückgezahlt worden. Daraus könnten sich Chancen ergeben, dass das Unternehmen Finanzierungsoptionen zu attraktiven Konditionen erhält und eine Prolongationsfinanzierung gemäß den Unternehmensplanungen realisiert werden kann.

Liquidität

Risiken: Dieses Risiko bezieht sich speziell auf das Risiko, finanzielle Verpflichtungen auf Unternehmensebene nicht erfüllen zu können, und ist mit der operativen Liquidität und dem Refinanzierungsbedarf verknüpft. Zum 31. Dezember 2024 standen dem PATRIZIA Konzern in ausreichendem Umfang Bankguthaben und Kassenbestände sowie kurzfristige Anlagen zur Deckung des operativen Liquiditätsbedarfs und zur Sicherstellung der Refinanzierungsanforderungen zur Verfügung. Um ein mögliches Kontrahentenrisiko zu minimieren, sind die Anlagen der Konzern-Liquidität auf über 40 Finanzinstitute verteilt. Das maximale Anlagevolumen beträgt pro Bank 40 Mio. EUR. Diese Banken müssen mindestens über ein S&P Rating von BBB+ verfügen. Zusätzlich erwartet PATRIZIA weitere Liquiditätsüberschüsse aus dem operativen Geschäft, die fristenkongruent in die Investmentplanung einfließen sollten. Im Rahmen eines Cash-Pooling-Verfahrens optimiert und steuert PATRIZIA die konzernweite Liquidität. Frühwarnindikatoren und eine umfassende rollierende Planung dienen gleichfalls der Vorbeugung und stellen sicher, dass auch ein unerwarteter Liquiditätsbedarf bedient werden kann. Aus Unternehmenssicht führt eine niedrige Liquidität zu verschiedenen anderen Risiken, da das gesamte Geschäft betroffen sein könnte.

Chancen: Bei eventuell entstehenden Liquiditätsengpässen kann PATRIZIA aufgrund der starken Eigenkapitalkraft und der hohen unbelasteten Assets in der Bilanz jederzeit auf den Kapitalmarkt und andere Fremdkapitalprodukte zurückgreifen. Dadurch kann das Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen und Reputationsrisiken auf Unternehmensebene können vermieden werden.

7.2.4 Risiken und Chancen aus den verwalteten Fonds

Die folgenden Risiken werden aus der Perspektive der AIFMs, Assets & Funds und der damit verbundenen strategischen Beteiligungen beschrieben. Diese Risiken können jedoch auch potenzielle Auswirkungen auf die Geschäftsziele der PATRIZIA als Konzern haben. PATRIZIA steuert verschiedene Risiken, die Finanz-, Investitions- und strategische, operative und rechtliche Risiken beinhalten. Diese könnten auch auf Fonds- und Vermögensebene bestehen und mit operativen Risiken, Assets under Management und Risiken im Zusammenhang mit Akquisitionen und Veräußerungen, die im Folgenden zusammen mit den Chancen näher beschrieben werden, stehen.

Operationelle Risiken mit Bezug zum Fondsgeschäft: PATRIZIA erbringt für ihre Kunden eine Reihe unterschiedlicher Dienstleistungen. Damit ist sie potenziell Risiken im Zusammenhang mit Dienstleistungen Dritter und Lieferanten ausgesetzt. Die regulierten Fondsverwaltungstätigkeiten spielen dabei eine wichtige Rolle, da das regulierte Unternehmen sicherstellen muss, dass die für die eigene Geschäftsorganisation geltenden Anforderungen auch von der externen Partei eingehalten werden. Dies könnte auch eine angemessene Auftragsvergabe und laufende Überwachung der ausgelagerten Tätigkeiten beinhalten. Hieraus ergeben sich operationelle Risiken, die sich insbesondere in möglichen Schadensersatzansprüchen des treuhänderisch verwalteten Investmentvermögens, z.B. aufgrund von Managementfehlern, äußern. Die mit dem Fondsmanagement beauftragten juristischen Personen der PATRIZIA sind regelmäßig als Treuhänder tätig und verwalten das angelegte Kundenkapital in ihrem ausschließlichen Interesse und steuern Maßnahmen zur Beherrschung dieser Risiken. Die Rahmenbedingungen für diese Tätigkeiten werden regelmäßig in vertraglichen Vereinbarungen festgelegt. Diese vertraglichen Vereinbarungen werden neu ausgehandelt, wenn die Laufzeit eines Fonds verlängert wird. Dies kann zu einer anderen absoluten Höhe der Verwaltungsgebühren oder zu einer anderen Zusammensetzung der Gebühren führen. Bei größeren Flaggschiff-Fonds können sich Änderungen der vertraglichen Vereinbarungen erheblich auf die Gebühreneinnahmen insgesamt auswirken. Weitere Risiken können sich daraus ergeben, dass fondsspezifische Schlüsselmitarbeiter nicht gehalten werden können. Um die Risiken zu minimieren, überprüft PATRIZIA kontinuierlich Richtlinien, Prozesse und Systeme. Operativen Risiken begegnet PATRIZIA mit entsprechenden Organisationsstrukturen, Verfahrensanweisungen und Prozessdokumentationen, so dass bestehende Risiken wirksam begrenzt werden. Diese Risiken könnten sich auf das Fonds- und Asset Management auswirken und haben das Potenzial, Kundenbeziehungen und Transaktionen zu beeinträchtigen und damit den Ertragsstrom des Unternehmens zu beeinflussen.

Operationelle Chancen in Bezug auf das Fondsgeschäft: Eine gut geführte Organisation, die Strategien, Prozesse und Systeme umfasst, kann Chancen eröffnen, wie z.B. eine verbesserte Effizienz und Zuverlässigkeit, die zu einer höheren Kundenzufriedenheit und besseren Kundenbeziehungen führen könnten.

Assets under Management

Risiken: Dieser Abschnitt bezieht sich auf die Marktpreis- und Transaktionsrisiken - einschließlich Erwerb und Veräußerung -die immer dann auftreten können, wenn der Vermögenswert entweder in bestehenden Fonds verwaltet oder planmäßig veräußert wird. Somit bestehen in den von PATRIZIA und ihren AIFM aufgelegten Fondsstrukturen Risiken aus den oben genannten Risiken, die sich auf die gesamten Dienstleistungserträge auswirken können, die vom Wert der verwalteten Immobilien- und Infrastrukturvermögen sowie von den Preisen bei An- und Verkäufen und den von den Fonds erzielten Erträgen und Kapitalrenditen abhängen. Diese unterliegen den Marktrisiken und -chancen im wirtschaftlichen Umfeld, wie in Kapitel 7.2.1 beschrieben. Die Gebühreneinnahmen insgesamt können durch den Wert- und Ertragsrückgang von Sachwerten, Mietausfälle sowie ein reduziertes Transaktionsvolumen in relevanten Märkten negativ beeinflusst werden. PATRIZIA bedient jedoch eine Vielzahl unterschiedlicher Fonds und kann auf ein vielfältiges Spektrum an geeigneten Objekten im In- und Ausland zugreifen und so durch Diversifikation die inhärenten idiosynkratischen Risiken abmildern.

Darüber hinaus ist PATRIZIA als Investment Manager insbesondere für die Verwaltung und Optimierung der Vermögenswerte ihrer Kunden verantwortlich. Unzureichend erbrachte Leistungen könnten zu Unzufriedenheit der Kunden oder finanziellen Schäden bis hin zum Verlust von Mandaten führen und die Ertragslage des Konzerns belasten. PATRIZIA hat ihr Geschäftsmodell darauf ausgerichtet, diese Risiken durch kontinuierliche Kundeninteraktion frühzeitig zu erkennen und durch eine umfassende Überprüfung der Kostenbasis des Unternehmens die finanziellen Auswirkungen einer möglichen Wachstumsdelle zu begrenzen. Außerdem könnten politische Entscheidungen und Unruhen die Geschäftsstrategie oder die Erwartungen der Kunden von PATRIZIA beeinflussen. Die geopolitischen Spannungen in Europa und auf internationaler Ebene haben seit März 2022 zu einem starken Anstieg der Inflation und der Zinssätze geführt, was die Transaktionsaktivität an den Märkten sowohl auf der Kauf- als auch auf der Verkaufsseite erheblich beeinträchtigt hat. Die "Core"-Strategien waren davon besonders betroffen. Diese Risiken könnten sich auf die Gebühren insgesamt und damit auf die Gewinnhöhe des Unternehmens auswirken. Für die "Value-add"-Investoren bieten solche Situationen jedoch Renditechancen und werden im Folgenden beschrieben.

Chancen: PATRIZIA verfügt über geeignete Vehikel für die oben genannten "Value-Add"-Investments, die bereits verfügbar sind oder sich in der Auflegung befinden. Die Assetklasse Infrastruktur ist von den oben beschriebenen Entwicklungen weniger betroffen und bietet aktuell Investitionsmöglichkeiten in Bereichen wie der Energiewende und der Digitalisierung von Städten. Der Ausbau des Privatkundengeschäfts (Privatanleger und Vermögensverwaltung) eröffnet der PATRIZIA neue Geschäftsmöglichkeiten. Dies könnte dazu führen, ein neues Anlegersegment für die PATRIZIA zu gewinnen und die Reputation als smart Real Asset Player im globalen Markt im Sinne der Unternehmensstrategie zu stärken.

An- und Verkauf von Real Assets

Risiken: Dieses Risiko steht im Zusammenhang mit der Durchführung von Investitionen, einschließlich des gesamten Due-Diligence-Prozesses, und ist somit auch mit Transaktionsprozess verbunden. Der Trend der starken Nachfrage nach Immobilien hat sich seit 2022 abgeschwächt. In diesem herausfordernden Marktumfeld besteht das Risiko, dass Immobilienverkäufe nicht zum beabsichtigten Preis realisiert werden können und das Risiko von Abschlägen besteht. Dieses Risiko kann durch andere Faktoren, wie unten beschrieben, noch verstärkt werden. Steigende Zinsen, steigende Inflation und steigende Baukosten in Kombination mit den makroökonomischen Risiken aus geopolitischen Krisen haben viele Investoren deutlich risikoaverser werden lassen. Die Erfüllung von ESG-Kriterien ist ein unverzichtbarer Baustein des Auswahl- und Investitionsprozesses geworden. Das Investitionssegment Büro wird nicht nur unter ESG-Gesichtspunkten, sondern auch unter den Aspekten New Work und Working-From-Home neu betrachtet. Obwohl sich das europäische Transaktionsvolumen von seinem 10-Jahres-Tief im Jahr 2023 zu erholen begonnen hat, sind die nationalen und internationalen Investoren bei ihren Investitionen auf den europäischen Immobilienmärkten deutlich selektiver und risikoscheuer geworden. Damit bleibt es für PATRIZIA weiterhin anspruchsvoll, geeignete Objekte mit risikoadjustierten Renditen in einem deutlichen selektiveren Markt für ihre Kunden zu erwerben. Diese Risiken könnten sich auf die Investitionen und damit auf die Höhe der Gebühren insgesamt und die Geschäftsplanung auf Unternehmensebene auswirken.

Chancen: Die strategische Weiterentwicklung der PATRIZIA Plattform soll einen zusätzlichen, breiteren Zugang zu attraktiven Investitionsmöglichkeiten schaffen. PATRIZIA soll damit nicht nur europaweit, sondern zunehmend auch international als zuverlässiger und professioneller Partner bei der vertrauensvollen und schnellen Umsetzung von großen Einzel- und Portfolioinvestments wahrgenommen werden. Dies könnte zu einer Vergrößerung der Investorenbasis führen und damit die Umsatzplanung und die Gebühreneinnahmen insgesamt auf Unternehmensebene weiter verbessern.

Einwerben von Eigenkapital, Anteilscheinrückgaben

Risiken: Steigende Zinsen und makroökonomische Entwicklungen sind Herausforderungen für die Immobilienmärkte. Infolgedessen ist die Liquidität insbesondere auf dem Immobilienmarkt seit März 2022 spürbar zurückgegangen und kehrt nur langsam zurück. Wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten sowie steigende Zinsen führten zu einem schwierigen Umfeld für das Einwerben von Eigenkapital und zu erhöhten Risiken hinsichtlich Anteilscheinrückgaben bei bestehenden Investoren. Letzteres ist im Allgemeinen nicht auf die Fondsleistung zurückzuführen. Es ist das Ergebnis der gesamten Portfolioallokation hin zu Immobilien, die aufgrund der starken Korrektur an den Anleihe- und Aktienmärkten, insbesondere im Jahr 2022, häufig auf oder über dem Zielniveau liegt. Solche Entwicklungen wirken sich auf die Liquiditätssituation sowohl auf der Ebene des Fondsmanagements als auch auf der Ebene des Unternehmens aus. Mit den generell sinkenden Zinssätzen nehmen die Risiken hinsichtlich der Anteilscheinrückgaben jedoch ab. Insgesamt bleiben hohe Portfolioallokationen hin zu Real Assets eine Herausforderung, insbesondere dann, wenn steigende Zinssätze mögliche Leverage-Effekte verringern und sich dadurch gleichzeitig die Attraktivität von festverzinslichen Anlagen erhöht.

Chancen: Mit einer ausgewogeneren Allokation hin zu Immobilien zum Ende des Jahres 2024 interessieren sich mehrere Investoren wieder für Real Assets und insbesondere für Immobilien. In Kombination mit der Bewertungskorrektur, einer Situation, in der einige Fonds mit Anteilscheinrückgaben konfrontiert sind, und einer beträchtlichen Anzahl von Projektentwicklern, die immer noch mit ihren Finanzierungen zu kämpfen haben, ergeben sich attraktive Kaufgelegenheiten für Investoren/Manager mit fundierten Asset-Management- und Repositionierungsfähigkeiten. Im Vergleich zur Niedrigzinsphase sind die Losgrößen im Allgemeinen kleiner und Wiederaufnahmen mit bestehenden Managern werden bevorzugt. Dies entspricht der Strategie der PATRIZIA und ermöglicht es ihr, ein wichtiger Akteur auf dem Markt zu bleiben.

Für das Geschäft der PATRIZIA in den Anlageklassen Immobilien und Infrastruktur stellt die aktuelle Situation eine Chance dar. Als einer der Marktführer in Europa mit einer breiten Produktpalette ist PATRIZIA gut positioniert, um sich den aktuellen Marktherausforderungen zu stellen und bestehenden sowie neuen Kunden überzeugende Investitionslösungen auf Basis der sich bietenden Chancen zu bieten. Infrastruktur, Wohnen und Logistik sind die von Investoren weltweit gefragten Segmente. Mit mittlerweile mehr als 500 institutionellen Kunden, die über PATRIZIA investieren - von Sparkassen bis zu Versicherungen und von Pensionsfonds bis zu Staatsfonds - wird PATRIZIA davon profitieren. Auf Unternehmensebene könnte sich dadurch die Chance ergeben, weitere Neukunden zu gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen zu vertiefen.

Finanzierung (Fund Management)

Risiken: Dieser Teil behandelt die Finanzierungsrisiken im Zusammenhang mit der Fondsverwaltung. Im Rahmen der Dienstleistungen für ihre Kunden vermittelt PATRIZIA auch Fremdfinanzierungsleistungen an die von ihr verwalteten Fonds. Diese Dienstleistungen unterliegen grundsätzlich einem Finanzierungsrisiko im Falle einer Verschlechterung der Marktbedingungen. Das Jahr 2024 war noch wesentlich von den Nachwehen der hohen Zinsen und den gestiegenen Inflationsraten sowie von höheren regulatorischen Anforderungen an die Finanzierungspartner geprägt. Dies hat sich sowohl in erhöhten Liquiditätskosten und einem Anstieg der Nettomargen der Finanzierungspartner niedergeschlagen. Darüber hinaus zeigten sich die Finanzierungspartner bei der Kreditvergabe zurückhaltender und konzentrieren sich mehr auf risikoarme Produkte mit moderaten Verschuldungsgraden bzw. Loan to Value-Profilen. Szenarien mit anhaltend hohen Zinssätzen, geringeren Mieteinnahmen und/oder Druck auf die Bewertung von Vermögenswerten würden sich auf die Fremdkapitalkosten bei der Refinanzierung auswirken und könnten daher die Performance der verwalteten Fonds negativ beeinträchtigen und die Risiken im Zusammenhang mit der Liquidität innerhalb der Fonds erhöhen. Ein weiterhin schwaches Marktumfeld könnte sich auf das Einwerben von Kapital auswirken und damit neue Investitionsmöglichkeiten für Kunden der PATRIZIA beeinflussen. PATRIZIA unterhält aktive Beziehungen zu mehr als 250 Finanzierungspartnern und verfügt damit über einen gut diversifizierten Zugang zu Fremdkapital, der die Finanzierungsrisiken teilweise mindert.

Chancen: Durch das sehr große und gute Netzwerk zu über 250 nationalen und internationalen Banken kann PATRIZIA für ihre Fonds aus einer großen Anzahl an Finanzierungspartnern die "best in class" Finanzierung identifizieren. Neben den traditionellen Banken findet ein regelmäßiger Austausch mit alternativen Finanzierungspartnern (Kreditfonds, Mezzanine-Kreditgebern, etc.) statt, so dass PATRIZIA eine gute Sicht auf alle Fremdkapitalprodukte besitzt und diese bei Bedarf in Anspruch nehmen könnte. Durch den aktiven Austausch mit den Finanzierungspartnern ist PATRIZIA stets über aktuelle Marktveränderungen und Trends informiert.

Bewertungsrisiken: Der Wert der verwalteten Immobilien- und Infrastrukturportfolien unterliegt einer Vielzahl von Faktoren. Ein schwieriges Marktumfeld, das durch die oben genannten Bedingungen und weitere Faktoren gekennzeichnet ist, führt zu einer höheren Volatilität bei den Bewertungen der Vermögenswerte, was sich letztlich auf die Höhe der verwalteten Vermögenswerte auswirken kann. PATRIZIA ergreift Maßnahmen des aktiven Asset- und Fondsmanagements zur Minderung und Steuerung identifizierter Risiken aber auch zur Ergreifung von sich bietenden Chancen. Dieses Risiko könnte zu einem Rückgang der Marktwerte auf der Ebene der Vermögenswerte führen, was auch die Einnahmen aus den Verwaltungsgebühren des Unternehmens beeinträchtigen könnte.

7.3 Gesamtbetrachtung der ESG-Risiken und Chancen

ESG-Risiken umfassen eine Vielzahl von Umwelt-, Sozial- und Corporate-Governance-Ereignissen oder -Bedingungen, die tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf andere relevante Risikoarten haben können. Die Integration von ESG-Risikofaktoren in Anlageentscheidungen und Governance-Prozesse führt zu einem umfassenderen Verständnis von Risiken und Chancen als das traditionelle Risikomanagement allein.

In den letzten Jahren hat PATRIZIA Angaben zur Nachhaltigkeit in Übereinstimmung mit der Non-Financial Reporting Directive (NFRD) veröffentlicht, die Empfehlungen zu klimabezogenen Risiken und Chancen in Anlehnung an die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) enthielt. In diesem Berichtsjahr hat PATRIZIA in teilweiser Anwendung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) berichtet.

PATRIZIA hat eine doppelte Wesentlichkeitsprüfung (DMA) durchgeführt, um die Auswirkungen, Risiken und Chancen der wesentlichen Themen zu ermitteln und die abschwächenden Maßnahmen, Ziele und Richtlinien in die Nichtfinanziellen Konzernerklärung aufzunehmen. Einen Überblick über die Auswirkungen, Risiken und Chancen für jedes der neun durch die DMA identifizierten wesentlichen Themen finden Sie in der Tabelle ESRS 2 SBM-3 des 4. Kapitels Nichtfinanzielle Konzernerklärung.

ESG-Risiken: Dies bezieht sich auf Risiken, die sich aus ESG-Themen ergeben, die den Marktwert der Anlagen auf Fondsebene beeinflussen können: z.B. physische Klimarisiken, die bestimmten Investitionen aufgrund der Exposition gegenüber extremen Wetterereignissen schaden können. Übergangsrisiken können sich auf Vermögenswerte auswirken (z.B. niedrigere Bewertungen aufgrund höherer CO 2 -Preise für Gebäude mit unzureichender Isolierung). Zu den wesentlichen Themen der Nichtfinanziellen Konzernerklärung und den entsprechenden ESG-Risiken, die im Rahmen des DMA identifiziert wurden, gehören nicht nur Klimawandel, Umweltverschmutzung, Wasserressourcen, Biodiversität, Ökosysteme, Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung für den Umweltbereich sowie die Belegschaft des Unternehmens, die Belegschaft in der Wertschöpfungskette, betroffene Gemeinschaften, Verbraucher und Endnutzer für den sozialen Bereich und das Geschäftsgebaren im Bereich Governance. Vermögenswerte, die erheblich von ESG-Themen wie Klimawandel, Ressourcennutzung oder Arbeitsbedingungen usw. betroffen sind, könnten für Anleger weniger attraktiv werden, was sich negativ auf den Vermögenswert und damit auf die strategischen Anlageziele auf Unternehmensebene auswirken würde.

Während der vorübergehenden Haltedauer von nicht-strategischen Co-Investments und Warehousing wird eine fortlaufende Due-Diligence-Prüfung durchgeführt, einschließlich der internen Berichterstattung über die damit verbundenen Risiken und des Engagements bei den Gesellschaften bzw. Vermögenswerten, in die investiert wird, wie z.B. die Überwachung durch einen umfassenden Fragebogen zur Nachhaltigkeitsprüfung. ESG-Risiken und Strategien zur Risikominderung werden im Rahmen regelmäßiger Fondsüberprüfungen systematisch überprüft und in Frage gestellt. Dieses Risiko könnte sich auf die Höhe der Transaktionen und der Gebühreneinnahmen auswirken, und die Risiken könnten sich auf den Ruf und die Marktpositionierung des Unternehmens beziehen.

ESG-Chancen: Die oben genannte DMA-Bewertung spielt auch eine wichtige Rolle bei der Identifizierung von ESG-Chancen für einige der wesentlichen Themen innerhalb der Nichtfinanziellen Konzernerklärung. Die wesentlichen Themen mit ESG-Chancen sind - Klimawandel, Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung, Mitarbeiter in der Wertschöpfungskette, Mitarbeiter des Unternehmens, betroffene Gemeinschaften, Verbraucher und Endverbraucher sowie Geschäftsverhalten. Die Chancen, die sich aus diesen ESG-Themen ergeben, könnten positive Vermögenstransaktionen und -verkäufe festigen, das Reputations- oder Rechtsrisiko auf Unternehmensebene verringern und einen Mehrwert für Anleger schaffen.

Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen für jedes wesentliche Thema sind in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung zu finden. In jedem der ESRS-Kapitel werden die relevanten Richtlinien, Maßnahmen und Ziele zur Risikominderung und Chancenverbesserung offengelegt.

7.4 Gesamtbetrachtung der Risiken und Chancen

Risikoaggregation und Risikotragfähigkeit: Im Rahmen des Risikomanagement Prozesses der PATRIZIA werden bestehende Risiken kontinuierlich identifiziert, beurteilt, bewertet und aggregiert. Die aggregierten bewerteten Risiken finden Eingang in die Risikotragfähigkeitsbetrachtung der PATRIZIA, deren Ergebnisse im Anschluss sowohl den geschäftsführenden Direktoren als auch dem Verwaltungsrat der PATRIZIA SE zur Kenntnis gebracht werden. Basis für die Risikotragfähigkeitsrechnung ist die Berechnung eines theoretischen Ausfallrisikos, das auf den Ertrags- und Bilanzkennzahlen des Unternehmens basiert. Das theoretische Ausfallrisiko steht dabei in keinem linearen Zusammenhang mit den verwendeten Ertrags- und Bilanzkennzahlen. Die Risikotragfähigkeit des Unternehmens ist definiert als das maximale Risikopotenzial, das nach Auffassung des Unternehmens, bei Eintritt die Refinanzierung des Unternehmens am Kapitalmarkt nachhaltig beeinträchtigen würde und wird als Obergrenze des theoretischen Ausfallrisikos ausgedrückt. Sie definiert somit die Grenze an insgesamt tragbaren und somit noch nicht existenzgefährdenden Risiken. Zusätzlich hat die PATRIZIA eine Grenze für die Risikotoleranz definiert, die ebenso als theoretisches Ausfallrisiko ausgedrückt und unterhalb der Risikotragfähigkeitsobergrenze angesetzt ist. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden schließlich die potenziellen Auswirkungen bestehender Risiken auf das theoretische Ausfallrisiko ermittelt und der Risikotoleranz und der Risikotragfähigkeit gegenübergestellt.

Zum Jahresende 2024 wurden insgesamt keine wesentlichen Risikopotenziale identifiziert, die die Risikotoleranz und damit auch die Risikotragfähigkeit des Unternehmens übersteigen würden. Die ermittelte theoretische Ausfallwahrscheinlichkeit liegt innerhalb der definierten Grenzen zur Risikotragfähigkeit. Die Wahrscheinlichkeit bestandsgefährdender Risiken wird als gering eingeschätzt. Dennoch hat sich die Risikosituation insgesamt (gegenüber der Einschätzung zum 31. Dezember 2023) verschlechtert, insbesondere aufgrund der anhaltenden Unsicherheit auf dem Transaktionsmarkt und der Bewertungsrisiken aus temporär konsolidierten Fonds und Vermögenswerten. Auf Basis der verfügbaren Informationen und der mittelfristigen Planung für entscheidende Investments besteht zum 31. Dezember 2024 keine Indikation, dass die bestehende Risikolage die zukünftige Entwicklung oder die weitere Existenz der PATRIZIA allein und den PATRIZIA Konzern gefährden könnten.

Die Hauptchancen für PATRIZIA liegen in der Erweiterung des aktuellen Produkt- und Kundenportfolios, der Vergrößerung des Anteils skalierbarer Produkte (Flagship-Funds) sowie in der Ausübung von strategischen Investitionen, einschließlich Mergers & Acquisitions (Fusionen und Übernahmen) und anderen alternativen Investitionsmöglichkeiten. Die Client Division (verantwortlich für Fundraising und die Betreuung der Kunden) entwickelt neue Produkte und Investitionsstrukturen für Kunden. Strategische Wachstumschancen werden vom Group Executive Committee der PATRIZIA SE und dem Strategic Investments Team identifiziert und systematisch weiterverfolgt. Darüber hinaus werden Chancen in den DUEL-Megatrends (Digital Transition, Urban Transition, Energy Transition and Living Transition) gesehen, die gleichermaßen verfolgt werden, um ein kontinuierliches Wachstum und eine strategische Entwicklung sowie eine kontinuierliche operative Optimierung zu gewährleisten.

8 Prognosebericht

8.1 Erwartete Entwicklung der Ertragslage und Prämissen zur Zielerreichung 2025 Konzern allgemein

PATRIZIA betrachtet das Geschäftsjahr 2025 als wegweisend für die Erreichung des langfristigen Wachstumsziels von mehr als 100 Mrd. EUR Assets under Management in 2030. Aufgrund der abnehmenden wirtschaftlichen Herausforderungen und graduell gesunkener Zinsen, erwartet die Gesellschaft den Eintritt in einen neuen Investitionszyklus mit einer spürbaren Belebung im Fundraising für Investitionen in Immobilien und Infrastruktur.

Entsprechend prognostiziert PATRIZIA eine allmähliche Verbesserung der Kundenaktivität mit einer stärkeren Investitionsbereitschaft in Real Assets in der zweiten Jahreshälfte 2025. Der Bewertungsdruck auf Real Assets - insbesondere im Immobiliensektor - dürfte sich verlangsamen und nachlassen. Insgesamt erwartet die Gesellschaft für 2025 eine weitere Stabilisierung. Zudem sollte sich der Eintritt in ein niedrigeres Zinsumfeld positiv auf das Risiko-Ertrags-Verhältnis für ihre Kunden auswirken und somit zu einer Belebung der Aktivitäten auf den Transaktionsmärkten führen.

PATRIZIA wird auch in 2025 Marktchancen für ihre institutionellen, semiprofessionellen und privaten Investoren in Form von attraktiven Immobilien- und Infrastrukturfondsprodukten erfolgreich nutzen. Auf dieser Basis erwartet PATRIZIA für das Geschäftsjahr 2025 ein leichtes Wachstum der Assets under Management (AUM) mit entsprechend positivem Einfluss auf die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren. PATRIZIA erwartet, dass die Assets under Management zum Jahresende 2025 in einer Bandbreite zwischen 58,0 - 62,0 Mrd. EUR liegen werden.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein EBITDA in einer Bandbreite von 40,0 - 60,0 Mio. EUR erwartet. Im Vergleich zum EBITDA des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von 46,5 Mio. EUR prognostiziert die Gesellschaft eine verbesserte Ertragslage im Kerngeschäft. Das Unternehmen beabsichtigt, dies durch eine schrittweise Erhöhung der Gebühreneinnahmen insgesamt und weitere Effizienzmaßnahmen zu erreichen. Während das Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 signifikant durch nicht wiederkehrende Effekte positiv beeinflusst wurde, enthält der Ausblick keine signifikanten Sondereffekte aus Reorganisationsaufwendungen (2024: 13,5 Mio. EUR) und sonstigen betrieblichen Erträgen (2024: 43,6 Mio. EUR).

Die Gesellschaft hat sich das langfristige Ziel gesetzt die wiederkehrende Profitabilität zu steigern und fokussiert sich im Jahr 2025 auf die Steigerung der Kosteneffizienz auf Basis von strikter Kostendisziplin und einer weiteren Verbesserung der internen Prozesseffizienz.

Die EBITDA-Marge wird entsprechend in einer Bandbreite von 15,2 - 20,8% (2024: 17,5%) im Geschäftsjahr 2025 erwartet.

Die Details der Prognose für das Geschäftsjahr 2025 ergeben sich aus der folgenden Tabelle.

Prognose für das Geschäftsjahr 2025

2023 1 2024 Prognose 2025
Assets under Management Mrd. EUR 57,3 56,4 58,0 - 62,0
EBITDA Mio. EUR 42,1 46,5 40,0 - 60,0
EBITDA Marge % 13,2 17,5 15,2 - 20,8

1 Anpassung aufgrund von Fehlerkorrektur

Die PATRIZIA SE ist als Gesellschaft bzw. als Einzelunternehmen mit in der Prognose des Konzerns eingebunden.

8.2 Erwartete Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Aktuell erwartet PATRIZIA keine signifikanten Veränderungen in der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft und des Konzerns im Jahr 2025. PATRIZIA erwartet auch im Jahr 2025 über ausreichend liquide Mittel zu verfügen.

8.3 Dividendenpolitik

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 wird der Verwaltungsrat der PATRIZIA SE den Aktionären auf Basis des Vorschlags der geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft vorschlagen, den Bilanzgewinn nach HGB in Höhe von 168,9 Mio. EUR zur Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,35 EUR je Aktie zu nutzen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Dies ist die siebte Dividendenerhöhung in Folge, was einem Wachstum der Dividende je Aktie um 2,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

PATRIZIA ist entschlossen, seinen Aktionären über Marktzyklen hinweg stetig wachsende Dividenden zu bieten, gestützt durch eine starke Bilanz und finanzielle Flexibilität der Gesellschaft. Langfristig strebt PATRIZIA an, mehr als 50% des auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallenden Anteils am IFRS-Konzernjahresüberschusses in Form von Dividenden auszuschütten. Die Anwendung dieser Dividendenpolitik für zukünftige Jahre ist abhängig von der Bilanzstärke, der Profitabilität, der verfügbaren Liquidität und dem generellen Marktumfeld.

8.4 Gesamtaussage der Unternehmensleitung zum Ausblick 2025

Beginn eines neuen Investitionszyklus im Geschäftsjahr 2025

PATRIZIA betrachtet das Geschäftsjahr 2025 als wegweisend für die Erreichung des langfristigen Wachstumsziels von mehr als 100 Mrd. EUR Assets under Management in 2030. Aufgrund der abnehmenden wirtschaftlichen Herausforderungen und graduell gesunkenen Zinsen, erwartet die Gesellschaft den Eintritt in einen neuen Investitionszyklus mit einer spürbaren Belebung im Fundraising für Investitionen in Immobilien und Infrastruktur.

Entsprechend prognostiziert PATRIZIA eine allmähliche Verbesserung der Kundenaktivität mit einer stärkeren Investitionsbereitschaft in Real Assets in der zweiten Jahreshälfte 2025. Der Bewertungsdruck auf Real Assets dürfte sich verlangsamen und nachlassen. Insgesamt erwartet die Gesellschaft für 2025 eine weitere Stabilisierung. Zudem sollte sich der Eintritt in ein niedrigeres Zinsumfeld positiv auf das Risiko-Ertrags-Verhältnis für ihre Kunden auswirken und somit zu einer Belebung der Aktivitäten auf den Transaktionsmärkten führen.

PATRIZIA wird auch in 2025 Marktchancen für ihre institutionellen, semiprofessionellen und privaten Investoren in Form von attraktiven Immobilien- und Infrastrukturfondsprodukten erfolgreich nutzen.

Die Prognose für 2025 und jegliche Aussagen zu den Folgejahren berücksichtigen alle zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts bekannten Ereignisse, die die Geschäftsentwicklung der PATRIZIA beeinflussen könnten.

 

Augsburg, den 7. April 2025

Die geschäftsführenden Direktoren der PATRIZIA SE

Dr. Asoka Wöhrmann, CEO

Martin Praum ,CFO

James Muir, Head of Investment Division

Dr. Konrad Finkenzeller, Head of Client Division

Wolfgang Egger, Founder

Dieser Bericht enthält bestimmte zukunftsbezogene Aussagen, die sich insbesondere auf die Geschäftsentwicklung der PATRIZIA und die wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen beziehen sowie auf andere Faktoren, denen die PATRIZIA ausgesetzt ist. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen der Gesellschaft und unterliegen einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen könnten, dass eine zukunftsgerichtete Einschätzung oder Aussage unzutreffend wird und die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen werden.

Einzelabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

EUR 31.12.2024 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene Software 0,00 28.329,40
2. entgeltlich erworbene Lizenzen 4.927.294,61 6.514.554,75
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.025.298,38 7.452.793,74
2. Anlagen im Bau 425.243,93 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 380.093.821,11 516.715.200,39
2. Beteiligungen 28.491.388,62 35.011.711,31
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 6.758.305,93 6.758.305,93
427.721.352,58 572.480.895,52
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 105.241,12 367.915,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 320.107.997,81 246.768.519,33
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 487.828,72 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 21.534.202,42 13.279.223,09
II. Guthaben bei Kreditinstituten 71.191.567,56 259.321.419,24
413.426.837,63 519.737.077,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.841.495,38 3.870.051,43
Bilanzsumme 844.989.685,59 1.096.088.024,41

Passiva

EUR 31.12.2024 31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 92.351.476,00 92.351.476,00
2. Eigene Anteile -6.122.608,00 -6.507.043,00
Ausgegebenes Kapital (bedingtes Kapital € 8.470.29,00; Vj. € 8.470.29,00) 86.228.868,00 85.844.433,00
II. Kapitalrücklage 183.311.440,70 183.311.440,70
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 505.000,00 505.000,00
IV. Bilanzgewinn 168.926.514,90 261.608.546,41
davon Gewinnvortrag € 22.290.7,29 (Vj. € 4.072.42,6)
438.971.823,60 531.269.420,11
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 644.923,00 699.122,00
2. Steuerrückstellungen 4.307.369,07 3.596.546,77
3. Sonstige Rückstellungen 61.484.239,52 140.920.074,80
66.436.531,59 145.215.743,57
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 657.115,80 275.204,04
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 263.603.245,66 252.199.323,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 74.717.876,68 166.405.164,91
davon aus Steuern € 4.622.672,4 (Vj. € 6.444.2,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 6.86,96 (Vj. € 6.72 ,29)
338.978.248,14 418.879.692,41
D. Rechnungsabgrenzungsposten 603.082,26 723.168,32
Bilanzsumme 844.989.685,59 1.096.088.024,41

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

EUR 2024 2023
1. Umsatzerlöse 43.517.754,87 46.973.074,27
2. Sonstige betriebliche Erträge 10.242.691,11 20.326.502,57
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -364.405,54 -50.063,85
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -31.310.525,38 -35.309.252,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.949.304,17 -4.054.550,98
davon für Altersversorgung € 9.28,4 (Vj. € 424.69,4)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.627.468,41 -3.998.843,44
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -96.386.068,67 -60.860.004,22
7. Erträge aus Beteiligungen 3.274.267,98 3.882.345,77
davon aus verbundenen Unternehmen € .222.79,79 (Vj. € .222.79 79)
8. Erträge aus Gewinnabführungen 80.011.745,90 83.903.603,04
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.415.254,75 15.097.798,46
davon aus verbundenen Unternehmen € 4.024.094,9 (Vj. € .99.4,6)
davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen € 68.09,48 (Vj. € .620,67)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -57.712.839,56 -122.839.592,22
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.368.203,56 -14.837.292,33
davon an verbundene Unternehmen € 0.44. 68,9 (Vj. € .68. 2,70)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen € .2 .884 0 (Vj. € 15.860,39)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahmen -4.274.112,10 -3.477.945,31
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.755.576,06 -2.091.734,06
14. Jahresfehlbetrag -66.286.788,84 -77.335.955,03
15. Gewinnvortrag 232.290.731,29 343.072.412,65
16. Verrechnung des Unterschiedsbetrags zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten beim Erwerb bzw. Übertragung eigener Anteile 2.922.572,45 -4.127.911,21
17. Bilanzgewinn 168.926.514,90 261.608.546,41

ANHANG für das Geschäftsjahr 2024

1 Pflichtangaben nach § 264 Abs. 1a HGB

Gesellschaft: PATRIZIA SE
Sitz: Augsburg
Registergericht: Amtsgericht Augsburg
Handelsregisternummer: HRB 37716

2 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und des SE-Gesetzes (SEG) in Euro erstellt. PATRIZIA SE ist eine kapitalmarktorientierte Gesellschaft im Sinne des § 264d HGB und gilt dementsprechend als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die PATRIZIA SE erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen nach den IFRS auf. Der Jahres- und Konzernabschluss werden im Unternehmensregister bekannt gemacht. Des Weiteren steht der Konzernabschluss auf der Internetseite der Gesellschaft zum Abruf bereit.

3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibung, angesetzt.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Die Abschreibungen berücksichtigen die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, zu denen auch die Nebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten gehören. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Beteiligungen werden - sofern eine Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist - die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt. Für die Werthaltigkeitsbeurteilung wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung einer Detailanalyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Unternehmensplanung oder ab einem vorher festgelegten Schwellenwert anhand eines anerkannten Bewertungsverfahren im Sinne des IDW RS HFA 10 auf Anhaltspunkte für einen Wertberichtigungsbedarf untersucht. Ist der Grund für eine Wertminderung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den ursprünglichen Anschaffungskosten. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und sonstige Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken ist durch entsprechende Einzelwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Ist der Grund für eine Einzelwertberichtigung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zum Nennwert.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bewertet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der PATRIZIA SE nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organgesellschaften bestehen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der PATRIZIA SE von aktuell 32,10%. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Insbesondere aus den Bilanzpositionen Beteiligungen und Pensionsrückstellungen ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz, der zusammen mit einem Verlustvortrag insgesamt zu einer aktiven latenten Steuer führen würde. Aufgrund des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB setzt die Gesellschaft keine aktiven latenten Steuern an.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Eigene Anteile werden mit dem rechnerischen Wert angesetzt. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile wird gemäß § 272 Abs. a HGB passivisch offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten bzw. den Aktienkurs bei Übertragung der eigenen Anteile wird im Bilanzergebnis erfasst. Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand des Geschäftsjahrs berücksichtigt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) bewertet. Die versicherungsmathematische Bewertung wird durch die Funk Vorsorgeberatung GmbH für alle Vorsorgezusagen übernommen. Biometrische Rechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck unter Ansatz eines Rechnungszinses von 1,90% p.a. gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Drei verschiedene Leistungspläne liegen der Bewertung zu Grunde, der Rententrend liegt bei 2,00% und die Gehaltsdynamik bei 3,00%. Aus der Verwendung des Diskontierungssatzes für Altersvorsorgeverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von -8 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 12 Tsd. EUR), welcher gemäß § 253 Abs. 6 HGB nicht ausschüttungsgesperrt ist.

Steuerrückstellungen für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer werden auf der Grundlage der erwarteten Einkommen und Gewerbeerträge ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Drohverlustrückstellungen werden ebenfalls in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung nötig ist, um die erwarteten Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit einem laufzeitadäquaten, von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst und entsprechend mit dem Barwert angesetzt. Erträge und Aufwendungen aus der Auf- bzw. Abzinsung werden gemäß § 277 Abs. HGB gesondert unter dem Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" beziehungsweise unter "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" dargestellt.

Verbindlichkeiten setzen wir mit dem Erfüllungsbetrag an.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Vermögensgegenstände und Schulden, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen werden zum Abschlussstichtag ergebniswirksam berücksichtigt. Erträge aus der Fremdwährungsbewertung werden für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten unter einem Jahr erfolgswirksam erfasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Die Erlösrealisation erfolgt grundsätzlich nach Leistungserbringung und Rechnungsstellung. Im Übrigen werden die Erträge und Aufwendungen periodengerecht abgegrenzt.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr haben sich nicht ergeben.

4 Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Zum 31. Dezember 2024 wurden keine ausschüttungsgesperrten Beträge für selbstgeschaffene Software im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB ausgewiesen (31. Dezember 2023: 28 Tsd. EUR).

Die Abschreibung erfolgt je nach voraussichtlicher Nutzungsdauer und beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens drei bis zehn und für Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis dreizehn Jahre.

Die Angaben zum Anteilsbesitz der Gesellschaft gem. § 285 Nr. 11, 11a und 11b HGB sind aus der diesem Anhang beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2024 (Anlage 2 zum Anhang) ersichtlich.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 380.094 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 516.715 Tsd. EUR) haben sich im Wesentlichen im Geschäftsjahr 2024 durch außerplanmäßige Abschreibungen, den Abgang eines verbundenen Unternehmens sowie einer Korrektur im Einklang mit IDW RS HFA 6 auf die PATRIZIA PTY LTD in Höhe von 57.838 Tsd. EUR, der sich als negativer Zugang im Anlagespiegel widerspiegelt, verringert.

Die Beteiligungen betreffen im Wesentlichen Anteile am Sondervermögen PATRIZIA German Residential Fund IV, Augsburg, (Beteiligungsquote: 43,01%; 31. Dezember 2023: 43,01%). Das Sondervermögen mit dem Anlageschwerpunkt Wohnimmobilien in Deutschland hat im Geschäftsjahr 2024 eine Ausschüttung in Höhe von 51 Tsd. EUR (2023: 92 Tsd. EUR) vorgenommen. Die Anteilscheine haben einen Marktwert zum Geschäftsjahresende in Höhe von 27.531 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 35.513 Tsd. EUR) und entsprechen somit den im Geschäftsjahr 2024 außerplanmäßig abgeschriebenen Buchwert. Mit einer Frist von 5 Monaten können die Anteilscheine an die Kapitalverwaltungsgesellschaft zurückgegeben werden.

Die Ausleihungen in Höhe von 6.758 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 6.758 Tsd. EUR) bestehen aus einer Ausleihung an ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht und in voller Höhe abgeschrieben ist, sowie einer sonstigen Ausleihung aus einem verzinslichen Wandeldarlehen in Höhe von 6.758 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 6.758 Tsd. EUR). Die Rückzahlung des Wandeldarlehns soll durch die Übernahme neuer Geschäftsanteile erfolgen. Die Restlaufzeit für beide Ausleihungen beträgt unter einem Jahr.

4.2 Forderungen

Die Forderungen in Höhe von 320.701 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 247.136 Tsd. EUR) bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 105 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 368 Tsd. EUR) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 320.108 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 246.768 Tsd. EUR), die aus dem Konzernfinanzverkehr in Höhe von 267.268 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 204.223 Tsd. EUR) sowie dem Kontokorrentverkehr in Höhe von 52.840 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 42.545 Tsd. EUR) resultieren. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von 488 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 0 Tsd. EUR). Der Forderungsbestand mit einer Restlaufzeit über einem Jahr beträgt 13.770 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 28.357 Tsd. EUR).

4.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 21.534 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 13.279 Tsd. EUR) bestehen im Wesentlichen aus Steuerüberzahlungen in Höhe von 20.629 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 9.654 Tsd. EUR) und Zinsforderungen in Höhe von 156 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 1.488 Tsd. EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4.4 Eigenkapital

4.4.1 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 92.351 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 92.351 Tsd. EUR) und ist in 92.351.476 (31. Dezember 2023: 92.351.476) auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1 EUR eingeteilt.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2023 wurden die geschäftsführenden Direktoren ermächtigt, bis zum 24. Mai 2028 (einschließlich) gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien in einem Umfang von bis zu insgesamt 10,00% des damals bestehenden Grundkapitals zu erwerben; dies entspricht 9.235.147 Aktien. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch durch ihre Konzernunternehmen oder auf ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl der geschäftsführenden Direktoren über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots, mittels öffentlicher Verkaufsaufforderung oder durch den Einsatz von Derivaten. Die erworbenen Aktien dürfen im Anschluss zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwendet werden, insbesondere dürfen sie eingezogen, gegen Sachleistung oder Barzahlung veräußert, im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen übertragen oder zur Erfüllung von Bezugs- oder Umtauschrechten verwendet werden.

Die folgenden Beschlüsse wurden vor der am 15. Juli 2022 wirksam gewordenen Umwandlung der PATRIZIA AG in die PATRIZIA SE gefasst und durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juni 2022 auch für die PATRIZIA SE bestätigt. Dabei wurde die Ermächtigung des Vorstands unter Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine Ermächtigung an den Verwaltungsrat ersetzt.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Oktober 2021 wurde der Vorstand der Gesellschaft ferner ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Oktober 2026 (einschließlich) durch Ausgabe von bis zu 17.470.295 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, um bis zu insgesamt 17.470.295,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021/I). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Die vollständige Ermächtigung ergibt sich aus § 4 Abs. 4 der Satzung.

Außerdem wurde der Vorstand im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Oktober 2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Oktober 2026 (einschließlich) durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen zum Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der PATRIZIA AG und ihrer verbundenen Unternehmen unter Ausschluss der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie des Vorstands, des Aufsichtsrats und sonstiger Organmitglieder verbundener Unternehmen (Mitarbeiteraktien) einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.000.000,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021/II). Die vollständige Ermächtigung ergibt sich aus § 4 Abs. 5 der Satzung.

Des Weiteren wurde der Vorstand im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Oktober 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Oktober 2026 (einschließlich) einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen und/oder Genussrechte mit Wandlungs- oder Optionsrecht und/oder Wandlungs- oder Optionspflicht und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. eine Kombination dieser Instrumente) im Gesamtnennbetrag von bis zu 500.000.000,00 EUR mit oder ohne Laufzeitbegrenzung auszugeben und den Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte und/oder Wandlungs- bzw. Optionspflichten zum Bezug von insgesamt bis zu 18.470.295 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 18.470.295,00 EUR nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 Abs. 6 der Satzung.

4.4.2 Kapitalrücklage

Die für die in der Vergangenheit erfolgte Ausgabe neuer Aktien im Zuge der Kapitalerhöhungen der Gesellschaft vereinnahmten Agios werden unverändert in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Die Kapitalrücklage beträgt zum Schluss des Geschäftsjahres 2024 unverändert 183.311 Tsd. EUR.

4.4.3 Gewinnrücklagen

Unter den Gewinnrücklagen wird ausschließlich die gesetzliche Rücklage ausgewiesen.

4.5 Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2024 hält die PATRIZIA SE insgesamt 6.122.608 Aktien bzw. 6,63% des Grundkapitals. Im Geschäftsjahr 2024 wurden im Rahmen von Kaufpreisverpflichtungen anteilig 384.435 Aktien bzw. 0,42% des Grundkapitals übertragen.

Die eigenen Aktien setzen sich wie folgt zusammen:

Eigene Aktien

Anzahl Aktien in Stück Kurs pro Aktie in EUR 1 Gesamtwert
in EUR
Stand zum 01.01.2024 6.507.043 101.967.814,19
Übertragung von Aktien -384.435 8,60 -3.307.007,45
Stand zum 31.12.2024 6.122.608 98.660.806,74

1 Durchschnittskurs pro Aktie in EUR aus mehreren Aktienüberträgen

4.5.1 Bilanzgewinn

Bilanzgewinn

EUR 31.12.2024
Jahresfehlbetrag -66.286.788,84
Gewinnvortrag 232.290.731,29
Verrechnung des Unterschiedsbetrags zwischen dem rechnerischen Wert und dem Übertragungswert eigener Anteile 2.922.572,45
Bilanzgewinn 168.926.514,90

4.5.2 Zusammenfassung

Das Eigenkapital setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Eigenkapital

EUR 31.12.2024
Gezeichnetes Kapital 86.228.868,00
Kapitalrücklage 183.311.440,70
Gewinnrücklage 505.000,00
Bilanzgewinn 168.926.514,90
Eigenkapital gesamt 438.971.823,60

4.6 Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen in Höhe von 645 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 699 Tsd. EUR).

Die Steuerrückstellungen wurden im Wesentlichen für voraussichtliche Steuernachzahlungen aus Betriebsprüfung 3.132 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 85 Tsd. EUR), für Gewerbesteuer 593 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 765 Tsd. EUR) und für Körperschaftsteuer 582 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 2.747 Tsd. EUR) gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 61.484 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 140.920 Tsd. EUR) enthalten im Wesentlichen Beträge für ungewisse Verbindlichkeiten 42.354 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 119.061 Tsd. EUR), Personalkosten 12.091 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 11.042 Tsd. EUR), ausstehende Rechnungen 4.555 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 5.548 Tsd. EUR), Rückstellungen für Freistellungsverpflichtungen 63 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 63 Tsd. EUR) und Rückstellungen für Reorganisationskosten in Höhe von 2.421 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 5.202 Tsd. EUR).

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen nachträgliche erfolgsorientierte Kaufpreiszahlungen in Höhe von 34.924 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 112.570 Tsd. EUR), welche vertraglich unter Anwendung vorläufiger Zahlen ermittelt wurden. Die Laufzeit der nachträglich erfolgsorientierten Kaufpreiszahlungen beträgt unter einem Jahr 16.368 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 5.729 Tsd. EUR) und zwischen einem und fünf Jahren 18.556 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 106.841 Tsd. EUR) sowie eine Drohverlustrückstellung für eine Put-Option in Höhe von 7.430 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 5.635 Tsd. EUR).

Die Rückstellungen für Personalkosten beinhalten im Wesentlichen Beträge für kurzfristige Tantieme in Höhe von 4.999 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 6.259 Tsd. EUR), Beträge für langfristige Tantieme in Höhe von 1.184 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 1.651 Tsd. EUR) sowie Beträge für anteilsbasierte Vergütungen 5.044 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 2.177 Tsd. EUR).

Die Rückstellungen für langfristige Tantiemen in Höhe von insgesamt 1.184 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 1.651 Tsd. EUR) setzen sich aus mehreren Auszahlungstranchen mit unterschiedlichen Fristigkeiten zwischen eins und fünf Jahren zusammen.

Die Gesellschaft entwickelte eine angepasste mittelfristige Strategie 2030 und straffte erfolgreich ihre organisatorische Struktur im Jahr 2024 um sich als bevorzugter smart Real Asset Player zu positionieren. Die neue Organisationsstruktur mit der Schaffung einer integrierten Investment Division soll die cross-divisionale Zusammenarbeit fördern und das Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Organisation stärken und den Fokus auf weitere Fortschritte bei der Umsetzung einer leistungsorientierten Kultur richten. Im Rahmen dieser Reorganisation wurde eine Rückstellung für Reorganisationskosten in Höhe von 2.421 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 5.202 Tsd. EUR) erfasst.

Die Rückstellungen für die anteilsbasierte Vergütung haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

4.7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 263.603 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 252.199 Tsd. EUR) resultieren aus dem Konzernfinanzverkehr in Höhe von 258.720 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 245.712 Tsd. EUR) sowie dem Kontokorrentverkehr in Höhe von 4.883 Tsd. EUR

(31. Dezember 2023: 6.487 Tsd. EUR) mit verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 74.718 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 166.405 Tsd. EUR) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen in Höhe von 69.000 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 158.000 Tsd. EUR), Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer in Höhe von 3.916 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 5.362 Tsd. EUR), Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 919 Tsd. EUR

(31.Dezember 2023: 1.790 Tsd. EUR) und den Verbindlichkeiten aus noch zu zahlender Lohn- und Kirchensteuer für Gehälter des Monats Dezember 2024 in Höhe von 683 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 1.047 Tsd. EUR).

Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen haben mit 69.000 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 158.000 Tsd. EUR) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von 69.000 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 69.000 Tsd. EUR). Im Geschäftsjahr 2024 hat eine planmäßige Rückzahlung in Höhe von 89.000 Tsd. EUR stattgefunden. Die Verbindlichkeiten aus dem Schuldscheindarlehen sind nicht besichert. Die restlichen sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind ebenfalls nicht besichert.

5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Erträge aus konzerninternen Dienstleistungen und wurden in folgenden Ländern erzielt:

Umsatzerlöse Länder

2024
Tsd. EUR
2024 Anteil
in %
2023
Tsd. EUR
2023 Anteil
in %
Deutschland 31.611 72,64% 37.735 80,33%
Vereinigtes Königreich 3.980 9,15% 3.165 6,74%
Luxemburg 3.332 7,66% 1.851 3,94%
Übrige Länder 4.595 10,55% 4.222 8,99%
Gesamt 43.518 100,00% 46.973 100,00%

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 10.243 Tsd. EUR (2023: 20.327 Tsd. EUR) bestehen im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 5.574 Tsd. EUR (2023: 3.522 Tsd. EUR), der Zuschreibung einer Beteiligung in Höhe von 1.487 Tsd. EUR (2023: 0 Tsd. EUR), den Veräußerungsgewinnen aus Anlagenabgängen in Höhe von 1.011 Tsd. EUR (2023: 203 Tsd. EUR) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.326 Tsd. EUR (2023: 448 Tsd. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Zuschreibung einer Intercompany-Forderung in Höhe von 15.285 Tsd. EUR vorgenommen.

5.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 96.386 Tsd. EUR (2023: 60.860 Tsd. EUR) beinhalten Aufwendungen, die nach den gesetzlichen Vorschriften nicht unter anderen Posten auszuweisen sind. Erfasst sind die Aufwendungen für Betriebskosten in Höhe von 15.555 Tsd. EUR (2023: 16.700 Tsd. EUR), Verwaltungskosten in Höhe von 13.863 Tsd. EUR (2023: 18.142 Tsd. EUR), Vertriebskosten in Höhe von 6.345 Tsd. EUR (2023: 6.988 Tsd. EUR) und übrige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 60.623 Tsd. EUR (2023: 19.030 Tsd. EUR). Die Erhöhung der Position übrige betriebliche Aufwendungen resultiert überwiegend aus erhöhten Wertberichtigungen von Intercompany-Forderungen in Höhe von 30.119 Tsd. EUR (2023: 64 Tsd. EUR) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit variablen Kaufpreisbestandteilen in Höhe von 16.062 Tsd. EUR (2023: 0 Tsd. EUR).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.326 Tsd. EUR (2023: 1.302 Tsd. EUR) sowie aus der Bewertung der Put-Option in Höhe von 1.796 Tsd. EUR (2023: 2.938 Tsd. EUR) in der Berichtsperiode enthalten.

5.4 Abschreibung auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 57.713 Tsd. EUR (2023: 122.840 Tsd. EUR) resultieren aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 50.623 Tsd. EUR (2023: 119.089 Tsd. EUR) sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Beteiligungen in Höhe von 7.090 Tsd. EUR (2023: 3.126 Tsd. EUR).

6 Weitere Angaben

6.1 Haftungsverhältnisse

Bei der Sparkasse Schwaben-Bodensee bestehen für die PATRIZIA SE Bürgschaften zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 42 Tsd. EUR (bei möglicher Inanspruchnahme durch diverse Konzerngesellschaften, 31. Dezember 2023: 42 Tsd. EUR). Die Inanspruchnahme ist unbesichert.

Daneben besteht bei der R+V Versicherung ein Avalrahmenvertrag über 19.950 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: Rahmenvertrag über 19.950 Tsd. EUR) für die PATRIZIA SE sowie diverse Tochtergesellschaften, welcher per 31. Dezember 2024 mit 2.023 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 1.517 Tsd. EUR) in Anspruch genommen wurde. Der Avalrahmen ist unbesichert.

Des Weiteren besteht für die PATRIZIA SE bei der Zürich Versicherung ein Avalrahmenvertrag über 5.000 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 5.000 Tsd. EUR). Dieser ist per 31. Dezember 2024 mit 1.200 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 1.200 Tsd. EUR) für diverse Konzerngesellschaften ausgelastet gewesen. Der Avalrahmen ist unbesichert.

Bei der Société Générale SA bestehen für die PATRIZIA SE Bürgschaften zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 377 Tsd. EUR (Inanspruchnahme durch eine Konzerngesellschaft, 31. Dezember 2023: 377 Tsd. EUR). Die Inanspruchnahme ist unbesichert.

Auf Basis der Liquiditäts- und geplanten Ertragslage der betroffenen Gesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Eventualverbindlichkeiten nicht zu rechnen.

Zum Bilanzstichtag besteht eine unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung der PATRIZIA SE gegenüber dem PATRIZIA WohnModul I SICAV-FIS in Höhe von 3.262 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 0 Tsd. EUR). Mit einer Inanspruchnahme aus der Zahlungsverpflichtung ist nicht zu rechnen.

Im Zuge der Neuauflage von geschlossenen Immobilienfonds für Privatanleger und semiprofessionelle Anleger durch die PATRIZIA GrundInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH hat die PATRIZIA SE gegenüber den finanzierenden Instituten Bürgschaften in Höhe von insgesamt 50.000 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 54.500 Tsd. EUR) zur Absicherung der jeweiligen Eigenkapitalzwischenfinanzierung übernommen. Zum 31. Dezember 2024 sind diese, durch die Sicherungszusage der PATRIZIA SE, gesicherten Kredite mit insgesamt 45.600 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 42.200 Tsd. EUR) in Anspruch genommen.

Auf Basis der Erfahrungen aus den bisherigen Fondsplatzierungen und der Nachfrage nach den Fondsprodukten der PATRIZIA GrundInvest ist aus heutiger Sicht mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Eventualverbindlichkeiten der PATRIZIA GrundInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH nicht zu rechnen.

Zum Bilanzstichtag hat die PATRIZIA SE vertragliche Zahlungsverpflichtungen aus schwebenden Geschäften in Höhe von 15.923 Tsd. EUR (31. Dezember 2023: 97.018 Tsd. EUR), die eventuell in Anspruch genommen werden könnten.

Des Weiteren hat die PATRIZIA SE an Tochterunternehmen befristete Zusagen zur finanziellen Unterstützung gewährt.

Gewährte Zusagen per 31.12.2024

Gesellschaftsbezeichnung Ausgestellt am Gültig bis Haftungsbetrag Währung
1. PATRIZIA ACTIVOS INMOBILIARIOS ESPAÑA S.L. 10.10.2019 Gilt bis zum Widerruf 163.981 EUR
2. PATRIZIA Multi Managers Holding A/S 19.02.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 10.000.000 EUR
3. PATRIZIA PIM Limited Liability Partnership 18.04.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 20.000.000 GBP
4. PATRIZIA PTY Ltd 25.04.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 10.000.000 AUD
5. PATRIZIA Singapore Pte. Ltd. 07.05.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 2.000.000 SGD
6. Hannover Real Estate Investment Mgmt. Ltd. 31.05.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 500.000 GBP
7. PATRIZIA P.I.M. (REGULATED) LIMITED 31.05.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 15.000.000 GBP
8. PATRIZIA PIM LIMITED 31.05.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 5.000.000 GBP
9. PATRIZIA APAC INFRASTRUCTURE COMMITMENT (SCOTS) LP 31.05.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 500.000 GBP
10. PROJECT URBAN (SCOTS) LIMITED PARTNERSHIP 09.07.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 4.000.000 GBP
11. PATRIZIA EUROPEAN PROPERTY III (SCOTS) LP 09.07.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 7.000.000 GBP
12. PATRIZIA EUROPE LIMITED 09.07.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 1.000.000 GBP
13. PATRIZIA PERIPHERAL EUROPE GP LLP 09.07.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 20.000 GBP
14. PATRIZIA PROPERTY HOLDINGS LIMITED 09.07.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 10.000.000 GBP
15. PATRIZIA RIMBAUD (SCOTLAND) LP 09.07.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 40.000 GBP
16. PATRIZIA MONTCLAIR (SCOTLAND) LP 22.08.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 10.000 GBP
17. PATRIZIA SPITFIRE CARRY LLP 22.08.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 10.000 GBP
18. PATRIZIA JAPAN RESIDENTIAL (SCOTS) LP 01.09.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 3.500.000 GBP
19. PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY VII (SCOTS) COINVEST LIMITED PARTNERSHIP 01.09.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 8.100.000 GBP
20. PATRIZIA UK LIMITED 11.09.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 11.000.000 GBP
21. PATRIZIA GQ LIMITED 11.09.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 1.900.000 GBP
22. PATRIZIA Acquisition Holding Delta GmbH 19.09.2024 18 Monate und 1 Tag ab Unterzeichnung Abschluss 2023 367.500 EUR
23. PATRIZIA (Middle East) Ltd 25.09.2024 18 Monate und 1 Tag ab Gründungsdatum 200.000 USD
24. PATRIZIA Japan KK 10.10.2024 31. Oktober 2030 2.865.000.000 JPY

Das Risiko einer Inanspruchnahme der Zusagen ist aufgrund der Liquiditäts- und geplanten Ertragslage der betroffenen Gesellschaften überwiegend als gering einzustufen.

6.2 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus dem Abschluss von Wartungs- und Leasingverträgen in Höhe von 11.406 Tsd. EUR für 2025, 26.554 Tsd. EUR für 2026 bis 2029 und 18.129 Tsd. EUR für 2030 und später.

Der in den oben genannten finanziellen Verpflichtungen enthaltene Nutzung unserer Bürogebäude liegen Operating-Leasingverträge zugrunde. Dies trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Zahlungsverpflichtungen aus Mietverhältnissen belaufen sich auf 42.235 Tsd. EUR.

6.3 Die geschäftsführenden Direktoren

Stand: 31. Dezember 2024

Dr. Asoka Wöhrmann

Geschäftsführender Direktor, CEO

Erstmals bestellt am: 2. Mai 2023

Zurzeit bestellt bis: unbefristet

Zuständigkeiten

Strategic Development of PATRIZIA SE, Corporate M&A, Capital Allocation & Investments, Communication, Human Resources, Collaboration with Board of Directors, Transformation & Business Development, Internal Audit, Legal, Region Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH)

Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

Christoph Glaser

Geschäftsführender Direktor, COO

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022 (davor bereits seit 1. April 2022 im Vorstand der PATRIZIA AG)

Bestellung endete am 31. Dezember 2024

Zuständigkeiten

Operations Enablement & IT, Fund Services, Risk Management, Procurement & Services, Insurance, Compliance, Region Europa exkl. Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH)

Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten:

Mitglied des Aufsichtsrats, Dawonia Real Estate GmbH & Co. KG, Grünwald

Martin Praum

Geschäftsführender Direktor, CFO

Erstmals bestellt am: 1. August 2024

Zurzeit bestellt bis: unbefristet

Zuständigkeiten

Performance Management, Corporate Finance (inkl. Treasury), Corporate Reporting & Planning, Accounting, Tax, Investor Relations (inkl. Capital Markets Compliance), Cost Management

Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

James Muir

Geschäftsführender Direktor, Head of Investment Division

Erstmals bestellt am: 1. August 2024

Zurzeit bestellt bis: unbefristet

Zuständigkeiten

Real Estate, Infrastructure, Investment Solutions, Investment Strategy & Research, Sustainability

Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

Dr. Konrad Finkenzeller

Geschäftsführender Direktor, Head of Client Division

Erstmals bestellt am: 1. August 2024

Zurzeit bestellt bis: unbefristet

Zuständigkeiten

Clients, Marketing, Products

Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

Wolfgang Egger

Geschäftsführender Direktor, Founder

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022 (davor bereits seit 6. November 2002 im Vorstand der Vorgängergesellschaften)

Zurzeit bestellt bis: unbefristet

Zuständigkeiten

Strategic Client Relationships, Capital Deployment Strategy, Region Asien-Pazifik (APAC)

Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

6.4 Der Verwaltungsrat

Stand: 31. Dezember 2024

Uwe H. Reuter

Vorsitzender, unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats

Mitglied im Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Mitglied im Prüfungsausschuss (Experte für Abschlussprüfung)

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022

Zurzeit bestellt bis: Hauptversammlung 2025

Beruf: Mitglied in verschiedenen Verwaltungs- und Aufsichtsräten

Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten:

Aufsichtsmandate innerhalb der VHV Gruppe:

VHV a. G., Aufsichtsratsvorsitzender

VHV Holding AG, Aufsichtsratsvorsitzender

Aufsichtsmandate in Konzerntöchtern der VHV Gruppe:

VHV Allgemeine Versicherung AG, Mitglied des Aufsichtsrats

VHV digital services AG, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

VHV International SE, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (konzernextern):

Aufsichtsmandate in Konzerntöchtern der VHV Gruppe:

VHV solutions GmbH, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

VHV digital development GmbH, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Jonathan Feuer

Stellvertretender Vorsitzender, unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats

Vorsitzender des Prüfungsausschusses (Experte für Rechnungslegung)

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022

Zurzeit bestellt bis: Hauptversammlung 2025

Beruf: Private Equity Investor

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (konzernextern):

Nicht geschäftsführendes Mitglied des Stiftungsrats, Stiftung Fürst Liechtenstein III

Nicht geschäftsführendes Mitglied des Stiftungsrats, Stiftung Fürst Liechtenstein

Wolfgang Egger

Mitglied des Verwaltungsrats

Vorsitzender des Nominierungs- und Vergütungsausschusses

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022

Zurzeit bestellt bis: Hauptversammlung 2025

Beruf: Geschäftsführender Direktor (Founder) der PATRIZIA SE

Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

Saba Nazar

Unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022

Zurzeit bestellt bis: Hauptversammlung 2025

Beruf: Managing Director und Chair of Global Financial Sponsors Group, BofA Securities Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

Dr. Asoka Wöhrmann

Mitglied des Verwaltungsrats

Mitglied im Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Erstmals bestellt am: 12. Juni 2024

Zurzeit bestellt bis: Hauptversammlung 2025

Beruf: Geschäftsführender Direktor (CEO) der PATRIZIA SE

Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

Unterjährig ausgeschiedene Mitglieder

Axel Hefer

Unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats

Mitglied im Prüfungsausschuss (Experte für Rechnungslegung)

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022

Ausgeschieden am: 12. Juni 2024

Beruf: Chief Operating Officer, Tipico Group Ltd Keine Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von konzernexternen Wirtschaftsunternehmen.

Marie Lalleman

Unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats

Vorsitzende des Nominierungs- und Vergütungsausschusses

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022

Ausgeschieden am: 12. Juni 2024

Beruf: Independent Board Member und Senior Advisor für CEOs und C-Suite Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (konzernextern):

Independent Non-Executive Director, Mitglied im Prüfungs- und Risikoausschuss, im Nominierungsausschusses und im Vergütungsausschuss, Trainline plc (börsennotierte Gesellschaft, London Stock Exchange)

Independent Non-Executive Director, Vorsitzende des Nominierungs- & Corporate Governance-Ausschusses, CRITEO (börsennotierte Gesellschaft, Nasdaq)

Philippe Vimard

Unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats

Mitglied im Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Erstmals bestellt am: 15. Juli 2022

Ausgeschieden am: 12. Juni 2024

Beruf: Global Business und Technology Leader, unabhängiges Aufsichtsratsmitglied

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (konzernextern):

Independent Non-Executive Director, Nordhealth AS, Finnland (börsennotierte Gesellschaft)

Independent Non-Executive Director, Vorsitzender des Vergütungsausschusses, Schibsted, Norwegen (börsennotierte Gesellschaft)

Independent Non-Executive Director, Mitglied im Prüfungsausschuss, Alma, Frankreich

Independent Non-Executive Director, Mitglied im Nominierungs- und Vergütungsausschuss, Payfit, Frankreich

Independent Non-Executive Director, Indy, Frankreich

Independent Non-Executive Director, Skello, Frankreich

6.5 Bezüge der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat erhielt im Geschäftsjahr insgesamt eine fixe Vergütung in Höhe von 724 Tsd. EUR (2023: 720 Tsd. EUR). Darüber hinaus werden Reise- und Nebenkosten erstattet.

Gewährte Zuwendungen geschäftsführender Direktoren (ohne ehemalige geschäftsführende Direktoren bzw. Vorstände)

2024 2023
Zielvergütung in Tsd. EUR 2 Zugesagte Zuwendungen
in Tsd. EUR
Zugesagte Zuw. in % der Gesamtvergütung Zielvergütung in Tsd. EUR 2 Zugesagte Zuwendungen
in Tsd. EUR
Zugesagte Zuw. in % der Gesamtvergütung
Feste Vergütung 2.440 2.440 41% 1.633 1.633 12%
Nebenleistungen 1 67 67 1% 40 40 0%
Festvergütung insgesamt 2.507 2.507 42% 1.674 1.674 13%
Einmalige Zahlung 0 0 0% 0 0 0%
kurzfristige variable Vergütung (STI) 3.416 2.397 40% 2.287 772 6%
Auszahlung in bar 2.164 1.665 28% 1.431 689 5%
Auszahlung als Deferral (aktienbasiert über vier Jahre) 1.252 732 12% 856 83 1%
Long-term variable remuneration (LTI)
LTI 2023 - 2025 0 0 0% 634 634 5%
LTI 2024 - 2026 997 997 17% 0 0 0%
Shareholder Value Long-term Incentive (SVL)
SVL 2023 - 2028 0 0 0% 10.195 10.195 76%
Variable Vergütung insgesamt 4.413 3.394 57% 13.116 11.601 87%
Auszahlung in bar 2.164 1.665 28% 1.431 689 5%
Auszahlung als Deferral (aktienbasiert über vier Jahre) 2.249 1.730 29% 11.684 10.912 82%
Zwischensumme 6.920 5.901 99% 14.789 13.274 100%
Servicekosten (Pensionsbeiträge) 83 83 1% 62 62 0%
Gesamtvergütung 7.003 5.984 100% 14.851 13.336 100%

1 Der Posten enthält im Wesentlichen Leistungen für Versicherungen, für die Nutzung eines Dienstwagens bzw. als Dienstwagenpauschale

2 Zeitanteilig seit Eintritt

Ausbezahlte Vergütung geschäftsführender Direktoren (ohne ehemalige geschäftsführende Direktoren bzw. Vorstände)

2024 2023
in Tsd. EUR 2 in % in Tsd. EUR 2 in %
Festvergütung 2.440 74% 1.633 85%
Nebenleistungen 1 67 2% 40 2%
Zwischensumme 2.507 76% 1.674 87%
Einmalige Auszahlung 0 0% 0 0%
STI in bar
STI in bar (für FY2022) 0 0% 0 0%
STI in bar (für FY2023) 689 21% 0 0%
STI aufgeschoben (in Phantom Shares) 3
Tranche 2020-2022 0 0% 157 8%
Langfristige variable Vergütung (LTI)
LTI 2020-2022 0 0% 39 2%
LTI 2021-2023 0 0% 0 0%
Gesamt 3.196 97% 1.870 97%
Servicekosten (Rentenbeiträge) 83 3% 62 3%
Gesamtvergütung 3.278 100% 1.932 100%

1 Der Posten enthält im Wesentlichen Leistungen für Versicherungen, für die Nutzung eines Dienstwagens bzw. als Dienstwagenpauschale 2Zeitanteilig seit Eintritt

3 Langfristige variable STI-Aufschiebung für 2021-2023 neu strukturiert und daher nicht anwendbar, da der Verwaltungsrat eine Aufschiebung von vier Jahren anwendet

Darüber hinaus erhielt das ehemalige Vorstandsmitglied Arwed Fischer im Geschäftsjahr 2024 eine Rentenzahlung in Höhe von 6 Tsd. EUR (2023: 6 Tsd. EUR). Den ehemaligen Mitgliedern des Vorstands wurde im Jahr 2024 eine Gesamtvergütung in Höhe von 0 Tsd. EUR (2023: 2.872 Tsd. EUR) gewährt und eine Gesamtvergütung in Höhe von 236 Tsd. EUR (2023: 3.409 Tsd. EUR) ausgezahlt.

Im Berichtsjahr wurde den geschäftsführenden Direktoren im Rahmen der aktienbasierten Vergütung 129.390 Aktienzusagen in Form von Performance Share Units (2023: 383.126) mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1.157 Tsd. EUR (2023: 1.321 Tsd. EUR) gewährt.

6.6 Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahr 2024 waren im Jahresdurchschnitt 163 (2023: 184) Vollzeitbeschäftigte (ohne Auszubildende) und 60 (2023: 58) Teilzeitbeschäftigte tätig.

6.7 Honorar des Abschlussprüfers

Abschlussprüfer des PATRIZIA Konzerns ist die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Die Abschlussprüfungsleistungen beziehen sich auf die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der PATRIZIA SE und des zusammengefassten Lageberichts. Vom Abschlussprüfer wurden für die PATRIZIA SE andere Bestätigungsleistungen im Wesentlichen im Rahmen der Prüfung des Vergütungsberichtes und der nichtfinanziellen Konzernerklärung erbracht. Die sonstigen Leistungen enthalten Honorare für Unterstützungsleistungen im Rahmen eines Enforcementverfahrens.

Die Angaben zum Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB für Leistungen an der PATRIZIA SE sind im Anhang des PATRIZIA Konzerns enthalten.

6.8 Deutscher Corporate Governance Kodex

Am 5. März 2025 hat der Verwaltungsrat der Gesellschaft die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kode " gemäß Art. 9 Abs. lit. c) ii) Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 8. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) (SE-VO), § 22 Abs. 6 SEAG i. V. m. § 161 AktG verabschiedet. Den Empfehlungen in der Fassung vom 28. April 2022, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022 (DCGK 2022) hat PATRIZIA seit der letzten Entsprechenserklärung sowie der Ergänzungserklärung vom 7. Juli 2024 mit nur wenigen Ausnahmen entsprochen und entspricht diesen auch weiterhin. Die aktuelle sowie alle früheren Entsprechenserklärungen sind auf der PATRIZIA Internetseite dauerhaft öffentlich zugänglich: https://ir.patrizia.ag/de/corporate-governance/.

6.9 Nachtragsbericht

Die von US-Präsident Trump angekündigten Zölle haben zu erhöhten Unsicherheiten an den Finanzmärkten geführt. Inwieweit sich hieraus Opportunitäten bzw. Risiken für das Geschäftsmodell der PATRIZIA als Investment Manager für Real Assets ergeben, kann zum Aufstellungszeitpunkt nicht abschließend abgeschätzt werden. Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lagen nicht vor..

6.10 Sonstige Angaben nach § 160 AktG

Der PATRIZIA SE lagen zum 31. Dezember 2024 folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG vor:

Die PATRIZIA SE teilte am 29. August 2022 mit, dass durch den Erwerb von eigenen Aktien ihr Stimmrechtsanteil an der PATRIZIA SE am 26. August 2022 die Schwelle von 5,00% überschritten hat und an diesem Tag 4.624.224 Stimmrechte oder 5,007% der Stimmrechte betrug.

Die Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns am 14. Dezember 2020 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PATRIZIA AG am 9. Dezember 2020 die Schwelle von 5,00% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 4.606.758 Stimmrechte oder 4,99% der Stimmrechte betrug.

Die Union Investment Privatfonds GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns am 15. Februar 2023 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PATRIZIA SE am 14. Februar 2023, direkt oder indirekt gehalten, die Schwelle von 5,00% der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 4.612.694 Stimmrechte oder 4,99% der Stimmrechte betrug.

Herr Wolfgang Egger, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. August 2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PATRIZIA Immobilien AG (ISIN: DE000PAT1AG3; WKN: PAT1AG) mit Sitz in Augsburg, Deutschland, am 24. August 2011 durch Aktien die Schwelle von 50,00% der Stimmrechte überschritten hat. Der Anteil betrug an diesem Tag 51,548%. Dies entspricht 26.871.953 Stimmrechten. Die Stimmrechte sind Wolfgang Egger vollständig gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von Wolfgang Egger kontrollierten Unternehmen gehalten:

WE Verwaltungs GmbH, Gräfelfing, Deutschland

WE Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Gräfelfing, Deutschland

First Capital Partner GmbH, Gräfelfing, Deutschland

Immobilienportfolio IPO Berlin GmbH, Berlin, Deutschland

Die WE Verwaltungs GmbH mit Sitz in Gräfelfing, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. August 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PATRIZIA Immobilien AG (ISIN: DE000PAT1AG3; WKN: PAT1AG) mit Sitz in Augsburg, Deutschland, am 24. August 2011 durch Aktien die Schwelle von 50,00% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 51,548% beträgt. Dies entspricht 26.871.953 Stimmrechten. Die Stimmrechte sind der WE Verwaltungs GmbH vollständig gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden kontrollierten Unternehmen gehalten:

WE Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Gräfelfing, Deutschland

First Capital Partner GmbH, Gräfelfing, Deutschland

Immobilienportfolio IPO Berlin GmbH, Berlin, Deutschland

Die we holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Gräfelfing, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. August 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PATRIZIA Immobilien AG (ISIN: DE000PAT1AG3; WKN: PAT1AG) mit Sitz in Augsburg, Deutschland, am 24. August 2011 durch Aktien die Schwelle von 50,00% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 51,548% beträgt. Dies entspricht 26.871.953 Stimmrechten. Die Stimmrechte sind der we holding GmbH & Co. KG vollständig gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden kontrollierten Unternehmen gehalten:

First Capital Partner GmbH, Gräfelfing, Deutschland

Immobilienportfolio IPO Berlin GmbH, Berlin, Deutschland

Die First Capital Partner GmbH mit Sitz in Gräfelfing, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. August 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PATRIZIA Immobilien AG (ISIN: DE000PAT1AG3; WKN: PAT1AG) mit Sitz in Augsburg, Deutschland, am 24. August 2011 durch Aktien die Schwelle von 50,00% der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 51,548% beträgt. Dies entspricht 26.871.953 Stimmrechten. Der First Capital Partner GmbH sind 4,679% gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Dies entspricht 2.439.000 Stimmrechten. Die zugerechneten Stimmrechte werden über das kontrollierte Tochterunternehmen Immobilienportfolio IPO Berlin GmbH mit Sitz in Berlin, Deutschland, gehalten. Der First Capital Partner GmbH sind weiterhin 1,581% gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Dies entspricht 824.381 Stimmrechten. Die zugerechneten Stimmrechte werden über das kontrollierte Tochterunternehmen ROI Real Estate Opportunity Invest GmbH mit Sitz in Augsburg, Deutschland, gehalten.

6.11 Ergebnisverwendungsvorschlag

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 wird der Verwaltungsrat der PATRIZIA SE den Aktionären auf Basis des Vorschlags der geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft vorschlagen, den Bilanzgewinn nach HGB in Höhe von 168,9 Mio. EUR zur Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,35 EUR je Aktie zu nutzen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Dies ist die siebte Dividendenerhöhung in Folge, was einem Wachstum der Dividende je Aktie um 2,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

PATRIZIA ist entschlossen, seinen Aktionären über Marktzyklen hinweg stetig wachsende Dividenden zu bieten, gestützt durch eine starke Bilanz und finanzielle Flexibilität der Gesellschaft. Langfristig strebt PATRIZIA an, mehr als 50% des auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallenden Anteils am IFRS-Konzernjahresüberschusses in Form von Dividenden auszuschütten. Die Anwendung dieser Dividendenpolitik für zukünftige Jahre ist abhängig von der Bilanzstärke, der Profitabilität, der verfügbaren Liquidität und dem generellen Marktumfeld.

Anlage 1 zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
EUR 01.01.2024 Zugang Abgang 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 2.722.705,11 0,00 0,00 2.722.705,11
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 29.919.645,66 165.006,62 -1.041.605,41 29.043.046,87
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 32.642.350,77 165.006,62 -1.041.605,41 31.765.751,98
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.761.221,56 1.459.952,57 -1.201.903,05 18.019.271,08
2. Anlagen im Bau 0,00 425.243,93 0,00 425.243,93
Summe Sachanlagen 17.761.221,56 1.885.196,50 -1.201.903,05 18.444.515,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 735.289.926,90 -61.361.080,95 1 -24.636.972,97 649.291.872,98
2. Beteiligungen 38.137.541,36 10,00 -917.989,00 37.219.562,36
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 625.000,00 0,00 0,00 625.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 10.725.162,31 0,00 0,00 10.725.162,31
Summe Finanzanlagen 784.777.630,57 -61.361.070,95 -25.554.961,97 697.861.597,65
Gesamtsumme 835.181.202,90 -59.310.867,83 -27.798.470,43 748.071.864,64
Abschreibungen
EUR 01.01.2024 Zugang Abgang Zuschreibung 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 2.694.375,71 28.329,40 0,00 0,00 2.722.705,11
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 23.405.090,91 1.752.266,21 -1.041.604,86 0,00 24.115.752,26
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 26.099.466,62 1.780.595,61 -1.041.604,86 0,00 26.838.457,37
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.308.427,82 1.846.872,80 -1.161.327,92 0,00 10.993.972,70
2. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.308.427,82 1.846.872,80 -1.161.327,92 0,00 10.993.972,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 218.574.726,51 50.623.325,36 0,00 0,00 269.198.051,87
2. Beteiligungen 3.125.830,05 7.089.514,20 0,00 -1.487.170,51 8.728.173,74
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 625.000,00 0,00 0,00 0,00 625.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 3.966.856,38 0,00 0,00 0,00 3.966.856,38
Summe Finanzanlagen 226.292.412,94 57.712.839,56 0,00 -1.487.170,51 282.518.081,99
Gesamtsumme 262.700.307,38 61.340.307,97 -2.202.932,78 -1.487.170,51 320.350.512,06
Buchwerte
EUR 31.12.2024 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 0,00 28.329,40
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 4.927.294,61 6.514.554,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.927.294,61 6.542.884,15
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.025.298,38 7.452.793,74
2. Anlagen im Bau 425.243,93 0,00
Summe Sachanlagen 7.450.542,31 7.452.793,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 380.093.821,11 516.715.200,39
2. Beteiligungen 28.491.388,62 35.011.711,31
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 6.758.305,93 6.758.305,93
Summe Finanzanlagen 415.343.515,66 558.485.217,63
Gesamtsumme 427.721.352,58 572.480.895,52

1 Der negative Zugang beinhaltet eine Korrektur im Einklang mit dem IDW RS HFA 6 auf die PATRIZIA PTY LTD in H he von 7.8 8 Tsd. EUR.

Anlage 2 zum Anhang

Aufstellung des Anteilsbesitzes der PATRIZIA SE zum 31. Dezember 2024

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen

Name der Gesellschaft Sitz Währung Bezug zu PATRIZIA SE Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital in Währung
(in Tsd.)
Jahresergebnis in Währung
(in Tsd.)
Deutschland
PATRIZIA Augsburg Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 2.964 0
PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 4.485 0
LB Invest GmbH Hamburg EUR mittelbar 100,00 18 -3
PATRIZIA Immobilien Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Hamburg EUR mittelbar 94,90 10.151 0
PATRIZIA Deutschland GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 2.137 0
PATRIZIA GrundInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 3.000 0
PATRIZIA GrundInvest Co-Invest GmbH Augsburg EUR mittelbar 100,00 -88 -105
Mondstein 402. GmbH München EUR unmittelbar 100,00 1.438 1.008
PATRIZIA Frankfurt Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main EUR mittelbar 94,00 21.579 0
PMG - Property Management Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main EUR mittelbar 100,00 255 7
STORAG Etzel Komplementär GmbH Frankfurt am Main EUR mittelbar 100,00 51 6
PATRIZIA Acquisition Holding alpha GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 6.736 210
PATRIZIA Acquisition Holding delta GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 10.631 0
PATRIZIA Acquisition Holding epsilon GmbH München EUR unmittelbar 100,00 19.564 0
PATRIZIA Acquisition Holding beta GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 25 0
PATRIZIA Real Estate Corporate Finance und Service GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 111 1
PATRIZIA Projekt 170 GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 23.684 0
PATRIZIA Projekt 180 GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 10.072 0
PATRIZIA Projekt 260 GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 45 0
PATRIZIA Alternative Investments GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 53 0
Stella Grundvermögen GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 7.689 0
Alte Haide Baugesellschaft mit beschränkter Haftung München Augsburg EUR mittelbar 100,00 9.439 0
Wohnungsgesellschaft Olympia mbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 211 5
F 40 GmbH Augsburg EUR mittelbar 100,00 5.782 776
Projekt Wasserturm Grundstücks GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 45,90 1.574 -74
Projekt Wasserturm Bau GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 51,00 2.945 -111
Projekt Wasserturm Verwaltungs GmbH Augsburg EUR mittelbar 51,00 75 1
PATRIZIA European Real Estate Management GmbH Gräfelfing EUR mittelbar 100,00 378 8
PATRIZIA Projekt 600 GmbH Augsburg EUR mittelbar 100,00 16.816 0
PATRIZIA Projekt 710 GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 83.483 7.297
Carl Carry Verwaltungs GmbH Gräfelfing EUR unmittelbar 100,00 45 0
PATRIZIA Carry GmbH & Co. KG Gräfelfing EUR mittelbar 100,00 5.847 168
Carl A-Immo Verwaltungs GmbH Augsburg EUR unmittelbar 100,00 187 5
Pearl AcquiCo Zwei GmbH & Co. KG Augsburg EUR unmittelbar 100,00 57.054 3.290
Hafencity Plot 108 GmbH Augsburg EUR mittelbar 100,00 125 2
PATRIZIA GrundInvest Beteiligungs GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 100,00 -1.948 -155
PATRIZIA GrundInvest Beteiligungs 2 GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 100,00 -1.077 -329
PATRIZIA German Residential Fund IV Augsburg EUR unmittelbar 43,27 75.425 -6.481
PATRIZIA Real Estate 50 GmbH Augsburg EUR mittelbar 100,00 1.713 1.328
PATRIZIA Real Estate 60 GmbH Augsburg EUR mittelbar 100,00 1.022 698
PATRIZIA REAL ESTATE 10 GmbH Augsburg EUR mittelbar 100,00 36 19
Großbritannien
PATRIZIA UK LIMITED London GBP unmittelbar 100,00 12.762 517
PATRIZIA PROPERTY HOLDINGS LIMITED London GBP unmittelbar & mittelbar 94,90 -6.985 -10.814
PATRIZIA EUROPE LIMITED London GBP mittelbar 100,00 -370 61
PATRIZIA PROPERTY ASSET MANAGEMENT London GBP mittelbar 100,00 7.978 -346
PATRIZIA PIM LIMITED London GBP mittelbar 100,00 5.321 -2.053
PATRIZIA PROPERTY INVESTMENT MANAGERS LLP London GBP mittelbar 100,00 21.846 -6.573
PATRIZIA P.I.M. (REGULATED) LIMITED London GBP mittelbar 100,00 6.495 -14.997
BRICKVEST IM LTD. London GBP mittelbar 100,00 -599 -124
PATRIZIA INFRASTRUCTURE LTD London GBP mittelbar 100,00 3.707 1.870
PATRIZIA PLUS GP LLP London GBP mittelbar 100,00 2.206 -602
PATRIZIA FARUM GP LLP London GBP mittelbar 100,00 2.005 -580
KINLAND UK CO-INVESTMENT GP LLP London GBP mittelbar 100,00 320 9
PAT PIM 1 IRELAND DESIGNATED ACTIVITY COMPANY Dublin EUR mittelbar 100,00 -16 -7
PAT PIM 2 IRELAND DESIGNATED ACTIVITY COMPANY Dublin EUR mittelbar 100,00 -16 -7
PATRIZIA PANEUROPEAN GP LLP London GBP mittelbar 100,00 0 -14
PATRIZIA PERIPHERAL EUROPE GP LLP London GBP mittelbar 100,00 0 -12
PATRIZIA MONTCLAIR (SCOTLAND) LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 938 941
PROJECT URBAN (SLP) LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA EUROPEAN PROPERTY III (SCOTS) LP Edinburgh GBP mittelbar 74,39 1.194 -172
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY VII (SCOTS) COINVEST LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY VII (SCOTS) COINVEST LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 69,92 -1.525 -1.290
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (SLP) VII LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
TRANSEUROPEAN PROPERTY (SCOTS) VII LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 76,40 -10 -10
PATRIZIA JAPAN RESIDENTIAL (SCOTS) LP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 -105 -32
PATRIZIA APAC INFRASTRUCTURE COMMITMENT (SCOTS) LP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 -281 -69
PATRIZIA GQ LIMITED Swindon GBP mittelbar 100,00 322 -25
Luxemburg
PATRIZIA Investment Management S.à r.l. Luxemburg EUR unmittelbar 100,00 21.672 -2.120
PATRIZIA Carry Co-Invest GP Luxemburg EUR mittelbar 100,00 12 0
PATRIZIA EIF II GP S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 77 45
PATRIZIA Infrastructure Debt Partners (General Partner) S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 -26 68
PATRIZIA Luxembourg S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 16.012 21.195
PATRIZIA RE Management HoldCo S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 13.789 34.134
Alliance Real Estate HoldCo S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 543 -96
PATRIZIA Ivanhoe 10 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 10.568 233
Sustainable Future Ventures Founder I SCSp Luxemburg EUR mittelbar 92,99 5.243 14
PATRIZIA REAL ESTATE 20 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 9.634 5.689
PATRIZIA RE Management S.C.S. Luxemburg GBP mittelbar 100,00 54 2.858
Seneca Topco S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 2.262 190
First Street Topco 1 S.à r.l. Luxemburg GBP mittelbar 100,00 71 -21
TransEuropean Property (Lux) VIII Co-Invest SCSp Luxemburg EUR mittelbar 100,00 -13 -9
TransEuropean Property (Lux) VIII Co-Invest GP S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 -8 -12
PATRIZIA TransEuropean Living Co-Invest GP S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 12 0
Sudermann S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 275 4
PATRIZIA Value Add Opportunities S.A. SICAV-RAIF Luxemburg EUR mittelbar 68,65 -208 -1.112
PATRIZIA VAO HoldCo S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 438 -422
PATRIZIA VAO Deutschland 1 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 1.740 -918
PATRIZIA VAO Deutschland 2 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 1.644 -1.134
PATRIZIA TransEuropean Property VIII SCSp Luxemburg EUR mittelbar 100,00 31.825 1.578
PATRIZIA TransEuropean Property VIII Holding S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 1.391 -397
Dänemark
PATRIZIA DENMARK A/S Kopenhagen DKK unmittelbar 100,00 63.057 17.485
PATRIZIA Multi Managers Holding A/S Kopenhagen DKK unmittelbar 100,00 30.718 141
PATRIZIA Global Partners A/S Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 21.516 4.287
BMK 3 ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 1.156 135
SPF III GP ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 62 -2
SPF III MPC I GP ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 -9 -8
PMM V GP ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 377 50
PMM Global V Feeder GP ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 44 1
ADVANTAGE Investment Partners A/S Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 19.968 9.316
Advantage Club GP ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 138 88
Advantage PE 2019 A GP ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 72 32
ADVANTAGE Private Equity 2020 I GP ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 61 21
ICP 2020 GP ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 52 12
ADVANTAGE Private Equity Holding ApS Kopenhagen DKK unmittelbar 100,00 42.853 343
Advantage Club GP II ApS Kopenhagen DKK mittelbar 100,00 40 0
Sonstige Länder
PATRIZIA PTY LTD Barton AUD unmittelbar 100,00 2.240 -4.419
EMIF HOLDINGS PTY LTD Barton AUD mittelbar 100,00 704 332
PATRIZIA Hong Kong Limited Hong Kong HKD unmittelbar 100,00 10.458 519
PATRIZIA Japan KK Tokyo JPY unmittelbar 100,00 -2.870.447 -615.220
PATRIZIA CANADA INSTITUTIONAL CLIENTS & ADVISORY INC. Toronto CAD unmittelbar 100,00 226 134
PATRIZIA Singapore Pte. Ltd. Singapur SGD unmittelbar 100,00 -2.888 -1.286
PATRIZIA Property Inc. Wilmington USD unmittelbar 100,00 919 128
PATRIZIA (Middle East) Limited Abu Dhabi USD unmittelbar 100,00 217 17
PATRIZIA Sweden AB Stockholm SEK unmittelbar 100,00 30.835 13.028
PATRIZIA Finland Oy Helsinki EUR unmittelbar 100,00 1.021 78
PATRIZIA IRELAND LIMITED Dublin EUR unmittelbar 100,00 514 301
PATRIZIA PROPERTY INVESTMENT MANAGERS FRANCE SAS Paris EUR unmittelbar 100,00 4.774 -809
PATRIZIA Netherlands B.V. Amsterdam EUR unmittelbar 100,00 19.715 -103
PATRIZIA ACTIVOS INMOBILIARIOS ESPAÑA S.L. Madrid EUR unmittelbar 100,00 4.618 655
PB Mallen 17 AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 -25.922 -1.053
PB Glaskronan 1 AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 -73.755 -617
PB Glaskolven 3 AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 -45.320 -1.042
PB ÖM AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 -37.982 -250
PB Säkringen 1 AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 1.025 150
PB Goliath Nyköping AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 1.952 779
PB Arnö AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 3.127 -1.179
PB Gumsbacken 3 AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 -11.070 -540
PB Kopparn 14 AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 -33.398 -1.793
PB Grepen 3 AB Sundsvall SEK mittelbar 100,00 -15.955 -269
PB JV Holdings AB Sundsvall SEK mittelbar 97,50 75.037 -1.338
PB HoldCo 1 AB Stockholm SEK mittelbar 100,00 37.225 7.054
Name der Gesellschaft Fußnote
Deutschland
PATRIZIA Augsburg Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH 1; 2
PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH 1; 2
LB Invest GmbH 2
PATRIZIA Immobilien Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH 1; 2
PATRIZIA Deutschland GmbH 1; 2; 4
PATRIZIA GrundInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH 1; 2
PATRIZIA GrundInvest Co-Invest GmbH 2
Mondstein 402. GmbH 2
PATRIZIA Frankfurt Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH 2; 9
PMG - Property Management Gesellschaft mit beschränkter Haftung 2
STORAG Etzel Komplementär GmbH 2
PATRIZIA Acquisition Holding alpha GmbH 2
PATRIZIA Acquisition Holding delta GmbH 1; 2; 4
PATRIZIA Acquisition Holding epsilon GmbH 1; 2; 4
PATRIZIA Acquisition Holding beta GmbH 1; 2; 4
PATRIZIA Real Estate Corporate Finance und Service GmbH 2
PATRIZIA Projekt 170 GmbH 1; 2; 4
PATRIZIA Projekt 180 GmbH 1; 2; 4
PATRIZIA Projekt 260 GmbH 1; 2; 4
PATRIZIA Alternative Investments GmbH 1; 2; 4
Stella Grundvermögen GmbH 1; 2; 4
Alte Haide Baugesellschaft mit beschränkter Haftung München 1; 2; 4
Wohnungsgesellschaft Olympia mbH 2
F 40 GmbH 2
Projekt Wasserturm Grundstücks GmbH & Co. KG 2
Projekt Wasserturm Bau GmbH & Co. KG 2
Projekt Wasserturm Verwaltungs GmbH 2
PATRIZIA European Real Estate Management GmbH 2
PATRIZIA Projekt 600 GmbH 1; 2; 4
PATRIZIA Projekt 710 GmbH 2
Carl Carry Verwaltungs GmbH 2
PATRIZIA Carry GmbH & Co. KG 2
Carl A-Immo Verwaltungs GmbH 2
Pearl AcquiCo Zwei GmbH & Co. KG 2
Hafencity Plot 108 GmbH 2
PATRIZIA GrundInvest Beteiligungs GmbH & Co. KG 2
PATRIZIA GrundInvest Beteiligungs 2 GmbH & Co. KG 2
PATRIZIA German Residential Fund IV 6; 8
PATRIZIA Real Estate 50 GmbH 2
PATRIZIA Real Estate 60 GmbH 2
PATRIZIA REAL ESTATE 10 GmbH 2
Großbritannien
PATRIZIA UK LIMITED 2
PATRIZIA PROPERTY HOLDINGS LIMITED 2
PATRIZIA EUROPE LIMITED 2
PATRIZIA PROPERTY ASSET MANAGEMENT 2
PATRIZIA PIM LIMITED 2
PATRIZIA PROPERTY INVESTMENT MANAGERS LLP 2
PATRIZIA P.I.M. (REGULATED) LIMITED 2
BRICKVEST IM LTD. 3
PATRIZIA INFRASTRUCTURE LTD 2
PATRIZIA PLUS GP LLP 2
PATRIZIA FARUM GP LLP 2
KINLAND UK CO-INVESTMENT GP LLP 2
PAT PIM 1 IRELAND DESIGNATED ACTIVITY COMPANY 2
PAT PIM 2 IRELAND DESIGNATED ACTIVITY COMPANY 2
PATRIZIA PANEUROPEAN GP LLP 2
PATRIZIA PERIPHERAL EUROPE GP LLP 2
PATRIZIA MONTCLAIR (SCOTLAND) LIMITED PARTNERSHIP 2
PROJECT URBAN (SLP) LLP 3
PATRIZIA EUROPEAN PROPERTY III (SCOTS) LP 2
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY VII (SCOTS) COINVEST LLP 3
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY VII (SCOTS) COINVEST LIMITED PARTNERSHIP 2
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (SLP) VII LLP 3
TRANSEUROPEAN PROPERTY (SCOTS) VII LIMITED PARTNERSHIP 2
PATRIZIA JAPAN RESIDENTIAL (SCOTS) LP 2
PATRIZIA APAC INFRASTRUCTURE COMMITMENT (SCOTS) LP 2
PATRIZIA GQ LIMITED 2
Luxemburg
PATRIZIA Investment Management S.à r.l. 2
PATRIZIA Carry Co-Invest GP 2
PATRIZIA EIF II GP S.à r.l. 2
PATRIZIA Infrastructure Debt Partners (General Partner) S.à r.l. 2
PATRIZIA Luxembourg S.à r.l. 2
PATRIZIA RE Management HoldCo S.à r.l. 2
Alliance Real Estate HoldCo S.à r.l. 2
PATRIZIA Ivanhoe 10 S.à r.l. 2
Sustainable Future Ventures Founder I SCSp 2
PATRIZIA REAL ESTATE 20 S.à r.l. 2
PATRIZIA RE Management S.C.S. 2
Seneca Topco S.à r.l. 2
First Street Topco 1 S.à r.l. 2
TransEuropean Property (Lux) VIII Co-Invest SCSp 2
TransEuropean Property (Lux) VIII Co-Invest GP S.à r.l. 2
PATRIZIA TransEuropean Living Co-Invest GP S.à r.l. 7
Sudermann S.à r.l. 2
PATRIZIA Value Add Opportunities S.A. SICAV-RAIF 3
PATRIZIA VAO HoldCo S.à r.l. 3
PATRIZIA VAO Deutschland 1 S.à r.l. 3
PATRIZIA VAO Deutschland 2 S.à r.l. 3
PATRIZIA TransEuropean Property VIII SCSp 2
PATRIZIA TransEuropean Property VIII Holding S.à r.l. 2
Dänemark
PATRIZIA DENMARK A/S 2
PATRIZIA Multi Managers Holding A/S 2
PATRIZIA Global Partners A/S 2
BMK 3 ApS 2
SPF III GP ApS 2
SPF III MPC I GP ApS 2
PMM V GP ApS 2
PMM Global V Feeder GP ApS 2
ADVANTAGE Investment Partners A/S 2
Advantage Club GP ApS 2
Advantage PE 2019 A GP ApS 2
ADVANTAGE Private Equity 2020 I GP ApS 2
ICP 2020 GP ApS 2
ADVANTAGE Private Equity Holding ApS 2
Advantage Club GP II ApS 2
Sonstige Länder
PATRIZIA PTY LTD 2
EMIF HOLDINGS PTY LTD 2
PATRIZIA Hong Kong Limited 2
PATRIZIA Japan KK 2
PATRIZIA CANADA INSTITUTIONAL CLIENTS & ADVISORY INC. 2
PATRIZIA Singapore Pte. Ltd. 2
PATRIZIA Property Inc. 2
PATRIZIA (Middle East) Limited 2
PATRIZIA Sweden AB 2
PATRIZIA Finland Oy 2
PATRIZIA IRELAND LIMITED 2
PATRIZIA PROPERTY INVESTMENT MANAGERS FRANCE SAS 2
PATRIZIA Netherlands B.V. 2
PATRIZIA ACTIVOS INMOBILIARIOS ESPAÑA S.L. 2
PB Mallen 17 AB 2
PB Glaskronan 1 AB 2
PB Glaskolven 3 AB 2
PB ÖM AB 2
PB Säkringen 1 AB 2
PB Goliath Nyköping AB 2
PB Arnö AB 2
PB Gumsbacken 3 AB 2
PB Kopparn 14 AB 2
PB Grepen 3 AB 2
PB JV Holdings AB 2
PB HoldCo 1 AB 2

Nicht konsolidierte Tochterunternehmen wegen untergeordneter Bedeutung

Name der Gesellschaft Sitz Währung Bezug zu PATRIZIA SE Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital in Währung
(in Tsd.)
Jahresergebnis in Währung
(in Tsd.)
Deutschland
PATRIZIA GrundInvest Fonds-Treuhand GmbH Augsburg EUR mittelbar 100,00 43 5
TRIUVA Angerhof und Zeil 94 Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main EUR mittelbar 100,00 82 8
PATRIZIA GrundInvest Value Add Plus GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 100,00 163 -3
Großbritannien
PATRIZIA GRB (GENERAL PARTNER) LIMITED London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA PORTUGUESE PROPERTY PARTNERSHIP (GENERAL PARTNER SCOTLAND) LIMITED Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA PORTUGUESE PROPERTY PARTNERSHIP (GENERAL PARTNER) LIMITED London GBP mittelbar 100,00 0 0
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (SLP) IV LIMITED Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GENERAL PARTNER) IV LIMITED London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA UK VALUE SLP (SCOTLAND) LIMITED Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GENERAL PARTNER) V LIMITED London GBP mittelbar 100,00 0 0
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (SLP) V LIMITED Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA SINGLE EUROPE (GENERAL PARTNER) LIMITED London GBP mittelbar 100,00 0 0
ROCKSPRING SINGLE CLIENT FUND (GENERAL PARTNER) LIMITED London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA UK VALUE SLP (SCOTLAND) L.P. Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA MONTCLAIR SLP (GP) LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA SINGLE CLIENT II (GENERAL PARTNER) LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA SINGLE CLIENT II SLP (GENERAL PARTNER) LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (SLP) VI LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GENERAL PARTNER) VI LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA PERIPHERAL EUROPE SLP (GENERAL PARTNER) LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA UK VALUE 2 SLP (GENERAL PARTNER) LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA UK VALUE 2 (GENERAL PARTNER) LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA GRB (GP2) LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA SINGLE EUROPE (GP2) LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GP2) V LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA SINGLE CLIENT (GP2) LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA RIMBAUD SLP (GP) LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA SPREE (GP) LIMITED London GBP mittelbar 100,00 0 0
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GP2) IV LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA SINGLE CLIENT III SLP (GENERAL PARTNER) LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA APAC INFRASTRUCTURE COMMITMENT (GENERAL PARTNER) LLP Edinburgh GBP mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA EVEREST GP LLP London GBP mittelbar 100,00 0 0
Sonstige Länder
Water Infrastructure Australia Pty Ltd Barton AUD mittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA HANOVER REAL ESTATE INVESTMENT MANAGEMENT LIMITED St Helier GBP mittelbar 100,00 25 0
Patrizia Single Client III (General Partner) S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 -4 111
Project Urban Feeder GP S.à r.l. Luxemburg GBP mittelbar 100,00 -38 -25
Carl Offshore Limited St Peter Port GBP unmittelbar 100,00 0 0
Carl Two Offshore Limited St Peter Port GBP unmittelbar 100,00 0 0
PATRIZIA Transeuropean Properties (General Partner) VII S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 -116 19
PO-SH Europe Residential Investment GP S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 100,00 14 0
PATRIZIA Infrastructure Invest SCA Luxemburg EUR mittelbar 100,00 30 0
PATRIZIA Infrastructure Invest GP S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 0,01 12 0
PATRIZIA TransEuropean Living SCSp Luxemburg EUR mittelbar 99,00 0 0
Name der Gesellschaft Fußnote
Deutschland
PATRIZIA GrundInvest Fonds-Treuhand GmbH 2
TRIUVA Angerhof und Zeil 94 Verwaltungs GmbH 6
PATRIZIA GrundInvest Value Add Plus GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
Großbritannien
PATRIZIA GRB (GENERAL PARTNER) LIMITED 3
PATRIZIA PORTUGUESE PROPERTY PARTNERSHIP (GENERAL PARTNER SCOTLAND) LIMITED 3
PATRIZIA PORTUGUESE PROPERTY PARTNERSHIP (GENERAL PARTNER) LIMITED 3
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (SLP) IV LIMITED 3
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GENERAL PARTNER) IV LIMITED 3
PATRIZIA UK VALUE SLP (SCOTLAND) LIMITED 3
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GENERAL PARTNER) V LIMITED 3
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (SLP) V LIMITED 3
PATRIZIA SINGLE EUROPE (GENERAL PARTNER) LIMITED 3
ROCKSPRING SINGLE CLIENT FUND (GENERAL PARTNER) LIMITED 3
PATRIZIA UK VALUE SLP (SCOTLAND) L.P. 3
PATRIZIA MONTCLAIR SLP (GP) LLP 3
PATRIZIA SINGLE CLIENT II (GENERAL PARTNER) LLP 3
PATRIZIA SINGLE CLIENT II SLP (GENERAL PARTNER) LLP 3
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (SLP) VI LLP 3
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GENERAL PARTNER) VI LLP 3
PATRIZIA PERIPHERAL EUROPE SLP (GENERAL PARTNER) LLP 3
PATRIZIA UK VALUE 2 SLP (GENERAL PARTNER) LLP 3
PATRIZIA UK VALUE 2 (GENERAL PARTNER) LLP 3
PATRIZIA GRB (GP2) LLP 3
PATRIZIA SINGLE EUROPE (GP2) LLP 3
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GP2) V LLP 3
PATRIZIA SINGLE CLIENT (GP2) LLP 3
PATRIZIA RIMBAUD SLP (GP) LLP 3
PATRIZIA SPREE (GP) LIMITED 3
TRANSEUROPEAN PROPERTIES (GP2) IV LLP 3
PATRIZIA SINGLE CLIENT III SLP (GENERAL PARTNER) LLP 3
PATRIZIA APAC INFRASTRUCTURE COMMITMENT (GENERAL PARTNER) LLP 3
PATRIZIA EVEREST GP LLP 7
Sonstige Länder
Water Infrastructure Australia Pty Ltd 2
PATRIZIA HANOVER REAL ESTATE INVESTMENT MANAGEMENT LIMITED 2
Patrizia Single Client III (General Partner) S.à r.l. 3
Project Urban Feeder GP S.à r.l. 3
Carl Offshore Limited 2
Carl Two Offshore Limited 2
PATRIZIA Transeuropean Properties (General Partner) VII S.à r.l. 10
PO-SH Europe Residential Investment GP S.à r.l. 2
PATRIZIA Infrastructure Invest SCA 7
PATRIZIA Infrastructure Invest GP S.à r.l. 7; 11
PATRIZIA TransEuropean Living SCSp 7

Nach der at-equity-Methode-bilanzierte assoziierte Unternehmen

Name der Gesellschaft Sitz Währung Bezug zu PATRIZIA SE Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital in Währung
(in Tsd.)
Jahresergebnis in Währung
(in Tsd.)
PATRIZIA WohnModul I SICAV-FIS Luxemburg EUR unmittelbar 10,10 17.537 -406
ASK PATRIZIA (GQ) LLP Manchester GBP mittelbar 50,00 360 -16
Evana AG Saarbrücken EUR mittelbar 16,45 0 -2.783
Cognotekt GmbH Köln EUR mittelbar 35,67 -1.342 -134
PATRIZIA MBK FUND MANAGEMENT PTY LTD Sydney USD mittelbar 50,00 2.612 -308
Sustainable Future Ventures Limited London GBP mittelbar 50,00 1.146 -539
Name der Gesellschaft Fußnote
PATRIZIA WohnModul I SICAV-FIS 3
ASK PATRIZIA (GQ) LLP 2
Evana AG 3
Cognotekt GmbH 2
PATRIZIA MBK FUND MANAGEMENT PTY LTD 3
Sustainable Future Ventures Limited 3

Sonstige Beteiligungen

Name der Gesellschaft Sitz Währung Bezug zu PATRIZIA SE Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital in Währung
(in Tsd.)
Jahresergebnis in Währung
(in Tsd.)
Deutschland
Carl HR GmbH & Co. KG München EUR unmittelbar 3,61 1 0
Berliner Volksbank eG Berlin EUR unmittelbar 0,00 1.200.349 38.621
PATRIZIA Projekt 430 GmbH Augsburg EUR unmittelbar 5,10 -4.259 -16
PATRIZIA Projekt 440 GmbH Augsburg EUR unmittelbar 5,10 -1.944 -89
PATRoffice Real Estate GmbH & Co. KG Gräfelfing EUR mittelbar 6,25 12.284 -55
PATRIZIA GrundInvest Campus Aachen GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,08 35.955 -459
PATRIZIA GrundInvest Stuttgart Südtor GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,04 72.452 -6.191
PATRIZIA GrundInvest Kopenhagen Südhafen GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,10 44.373 -2.378
PATRIZIA GrundInvest München Leopoldstraße GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,29 50.610 -2.426
PATRIZIA GrundInvest Mainz Rheinufer GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,03 92.865 3.262
Projekt Feuerbachstraße Verwaltung GmbH Frankfurt am Main EUR mittelbar 30,00 32 0
Dawonia Real Estate GmbH & Co. KG Grünwald EUR mittelbar 0,10 33 0
Dawonia GmbH Grünwald EUR mittelbar 5,10 25 0
PATRIZIA GrundInvest Garmisch-Partenkirchen GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,29 15.850 -593
PATRIZIA GrundInvest Dresden GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,07 30.763 -1.839
PATRIZIA GrundInvest Die Stadtmitte Hofheim am Taunus GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,07 23.404 -133
TRIUVA Garbe Logistik Europa Frankfurt am Main EUR mittelbar 0,26 225.961 1.475
PATRIZIA GrundInvest Frankfurt Smart Living GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,09 20.443 -972
PATRIZIA GrundInvest Objekt Mainz Rheinufer GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 5,10 43.696 3.318
PATRIZIA GrundInvest Objekt Dresden GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 5,10 23.243 63
PATRIZIA GrundInvest Objekt Hofheim GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 5,10 20.153 -340
PATRIZIA GrundInvest Objekt Berlin GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 5,10 49.249 1.629
PATRIZIA GrundInvest Berlin Landsberger Allee GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,03 70.690 3.379
PATRIZIA GrundInvest Die Stadtmitte Mülheim GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,05 39.721 -2.059
PATRIZIA GrundInvest Objekt Mühlheim Die Stadtmitte GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 5,10 25.475 -313
PATRIZIA GrundInvest Europa Wohnen Plus GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,52 40.204 -1.662
PATRIZIA GrundInvest Hamburg Schloßstraße GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,14 15.998 506
Carl A-Immo GmbH & Co. KG München EUR unmittelbar 12,50 0 0
PATRIZIA GrundInvest Objekt Hamburg Schloßstraße GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 5,10 10.628 225
PATRIZIA GrundInvest Objekte Augsburg Nürnberg GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 10,10 39.729 879
PATRIZIA GrundInvest Helsinki GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,32 43.506 1.371
STORAG Etzel GmbH & Co. geschl. InvKG Frankfurt am Main EUR mittelbar 0,00 231.197 -39
PATRIZIA GrundInvest Augsburg Nürnberg GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,04 44.438 -474
PATRIZIA GrundInvest Erfurt Stadtmitte GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,09 18.899 -133
PATRIZIA GrundInvest Objekt Erfurt GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 10,10 18.194 35
PATRIZIA GrundInvest Heidelberg Bahnstadt GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Augsburg EUR mittelbar 0,53 40.372 -1.147
PATRIZIA GrundInvest Objekt Heidelberg GmbH & Co. KG Augsburg EUR mittelbar 10,10 39.075 -54
Großbritannien
PATRIZIA EUROPEAN PROPERTY II (SCOTS) LP Edinburgh GBP mittelbar 15,35 2.248 2.215
TRANSEUROPEAN PROPERTY (SCOTS) VI LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 5,61 0 0
PATRIZIA PERIPHERAL EUROPE (SCOTLAND) LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 16,00 0 0
PATRIZIA UK VALUE 2 (SCOTLAND) LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 32,20 0 0
PATRIZIA RIMBAUD (SCOTLAND) LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 24,82 382 385
TRANSEUROPEAN PROPERTY (SCOTS) V LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 5,06 1.962 1.918
FIRST STREET DEVELOPMENT LIMITED Manchester GBP mittelbar 10,00 6.517 6.516
PATRIZIA PANEUROPEAN PROPERTY LIMITED PARTNERSHIP London EUR mittelbar 0,05 528 -101
THE ROCKSPRING GERMAN RETAIL BOX FUND L.P. London EUR mittelbar 0,24 8.371 -823
TRANSEUROPEAN PROPERTY LIMITED PARTNERSHIP IV London EUR mittelbar 0,36 2.951 242
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY V LIMITED PARTNERSHIP London EUR mittelbar 0,64 3.296 -746
PATRIZIA UK VALUE 2 LIMITED PARTNERSHIP London GBP mittelbar 0,65 121 1.677
NPS EUROPEAN PROPERTY II LP London EUR mittelbar 0,73 14 -32
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY VI LIMITED PARTNERSHIP London EUR mittelbar 0,99 245.180 -41.525
CHARLIE BERLIN LP London EUR mittelbar 0,99 1.150 -126
ROCKSPRING PERIPHERAL EUROPE LIMITED PARTNERSHIP London EUR mittelbar 0,18 651 -8
HBOS FSPS EUROPEAN PROPERTY LIMITED PARTNERSHIP London EUR mittelbar 0,00 331.544 -32.946
NPS REAL ESTATE PROJECTS LIMITED PARTNERSHIP London GBP mittelbar 0,00 109 -81
PI LABS III LP London GBP mittelbar 2,92 35.417 -772
PATRIZIA SPITFIRE CARRY LLP London GBP mittelbar 11,10 124 124
SCIF Investor Vehicle LLP London EUR mittelbar 1,00 500.796 -13.855
BRICKVEST MARKETS LTD London GBP mittelbar 100,00 0 0
PROJECT URBAN (SCOTS) LIMITED PARTNERSHIP Edinburgh GBP mittelbar 9,00 -1.012 -563
Luxemburg
PATRIZIA Lux TopCo S.à r.l. en liquidation volontaire Luxemburg EUR mittelbar 10,00 -523 0
Carl Lux SCS Luxemburg EUR unmittelbar 0,01 6 0
Opportunitäten Europa 1 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 2.556 -26
Opportunitäten Europa 2 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 837 24
Opportunitäten Europa 3 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 609 116
Opportunitäten Europa 4 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 90 18
Opportunitäten Europa 5 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 -669 124
Opportunitäten Europa 6 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 -851 1
Opportunitäten Europa 7 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 -745 331
Opportunitäten Europa 8 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 979 751
Opportunitäten Europa 9 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 -3.440 -68
Opportunitäten Europa 10 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 -3.101 89
Opportunitäten Europa 11 S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 5,10 -1.390 -6
Seneca Holdco SCS Luxemburg EUR mittelbar 5,10 44.272 8.063
OSCAR Lux Carry SCS Luxemburg EUR mittelbar 0,10 1.707 1.202
PATRIZIA TransEuropean Property VII SCSp-RAIF Luxemburg EUR mittelbar 1,00 913.455 -107.861
Augusta Wohnen S.à r.l. Luxemburg EUR mittelbar 2,00 1.361 -7.975
PATRIZIA Europe Residential Plus Luxemburg EUR mittelbar 0,03 247.122 -20.351
PATRIZIA EuroLog Fund SCSp Luxemburg EUR mittelbar 0,00 565.794 -139.936
PATRIZIA PanEuropean Property SCS Luxemburg EUR mittelbar 0,12 528.494 -100.918
NPS EUROPEAN PROPERTY III SCSP, SICAV-RAIF Luxemburg EUR mittelbar 0,99 361.551 -11.014
PATRIZIA Sustainable Communities I SCSp-RAIF Luxemburg EUR mittelbar 0,97 44.629 -2.192
PATRIZIA EIF II Team Commitment Partner Luxemburg EUR mittelbar 35,84 4.816 479
PATRIZIA Infrastructure Debt Partners I SCSp Luxemburg EUR mittelbar 0,00 99.285 1.718
PATRIZIA EIF II Carried Interest Partner Luxemburg EUR mittelbar 36,05 1 0
PATRIZIA SCIF Carried Interest Partner Luxemburg EUR mittelbar 42,00 0 0
Sustainable Future Ventures Fund I SCSp Helsinki EUR mittelbar 17,80 18.458 -4.186
PATRIZIA European Infrastructure Fund III SCSp Luxemburg EUR mittelbar 58,29 37.791 -2.534
Sonstige Länder
MERRION S.A. Brüssel EUR mittelbar 0,00 1.542 378
Opportunitaeten Europa 12 Limited Dublin EUR mittelbar 5,10 -6.982 -126
SPITFIRE (JCO) LIMITED St Helier EUR mittelbar 1,33 3.205 68
WS HOLDCO, PBC Wilmington USD mittelbar 2,29 14.681 -1.408
Real Tech Ventures I ILP Sydney AUD mittelbar 3,39 3.881 60
Camber Creek Fund III, LP Wilmington USD mittelbar 1,99 247.831 -20.439
PATRIZIA JAPAN RESIDENTIAL LP Singapur GBP mittelbar 2,00 4.367 -230
Advantage PE 2021 A K/S Kopenhagen USD mittelbar 5,83 15.237 199
APAC Sustainable Infrastructure Fund Pte. Ltd. Singapore USD mittelbar 25,52 11 -2.760
Name der Gesellschaft Fußnote
Deutschland
Carl HR GmbH & Co. KG 2
Berliner Volksbank eG 3
PATRIZIA Projekt 430 GmbH 2
PATRIZIA Projekt 440 GmbH 2
PATRoffice Real Estate GmbH & Co. KG 2
PATRIZIA GrundInvest Campus Aachen GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Stuttgart Südtor GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Kopenhagen Südhafen GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest München Leopoldstraße GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Mainz Rheinufer GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
Projekt Feuerbachstraße Verwaltung GmbH 3
Dawonia Real Estate GmbH & Co. KG 10
Dawonia GmbH 10
PATRIZIA GrundInvest Garmisch-Partenkirchen GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Dresden GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Die Stadtmitte Hofheim am Taunus GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
TRIUVA Garbe Logistik Europa 3; 6; 8
PATRIZIA GrundInvest Frankfurt Smart Living GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Objekt Mainz Rheinufer GmbH & Co. KG 3
PATRIZIA GrundInvest Objekt Dresden GmbH & Co. KG 3
PATRIZIA GrundInvest Objekt Hofheim GmbH & Co. KG 3
PATRIZIA GrundInvest Objekt Berlin GmbH & Co. KG 3
PATRIZIA GrundInvest Berlin Landsberger Allee GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Die Stadtmitte Mülheim GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Objekt Mühlheim Die Stadtmitte GmbH & Co. KG 3
PATRIZIA GrundInvest Europa Wohnen Plus GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Hamburg Schloßstraße GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
Carl A-Immo GmbH & Co. KG 2
PATRIZIA GrundInvest Objekt Hamburg Schloßstraße GmbH & Co. KG 3
PATRIZIA GrundInvest Objekte Augsburg Nürnberg GmbH & Co. KG 3
PATRIZIA GrundInvest Helsinki GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
STORAG Etzel GmbH & Co. geschl. InvKG 6
PATRIZIA GrundInvest Augsburg Nürnberg GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Erfurt Stadtmitte GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Objekt Erfurt GmbH & Co. KG 3
PATRIZIA GrundInvest Heidelberg Bahnstadt GmbH & Co. geschlossene Investment-KG 3
PATRIZIA GrundInvest Objekt Heidelberg GmbH & Co. KG 3
Großbritannien
PATRIZIA EUROPEAN PROPERTY II (SCOTS) LP 2
TRANSEUROPEAN PROPERTY (SCOTS) VI LIMITED PARTNERSHIP 3
PATRIZIA PERIPHERAL EUROPE (SCOTLAND) LIMITED PARTNERSHIP 3
PATRIZIA UK VALUE 2 (SCOTLAND) LIMITED PARTNERSHIP 3
PATRIZIA RIMBAUD (SCOTLAND) LIMITED PARTNERSHIP 2
TRANSEUROPEAN PROPERTY (SCOTS) V LIMITED PARTNERSHIP 2
FIRST STREET DEVELOPMENT LIMITED 3
PATRIZIA PANEUROPEAN PROPERTY LIMITED PARTNERSHIP 3
THE ROCKSPRING GERMAN RETAIL BOX FUND L.P. 3
TRANSEUROPEAN PROPERTY LIMITED PARTNERSHIP IV 3
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY V LIMITED PARTNERSHIP 3
PATRIZIA UK VALUE 2 LIMITED PARTNERSHIP 3
NPS EUROPEAN PROPERTY II LP 3
PATRIZIA TRANSEUROPEAN PROPERTY VI LIMITED PARTNERSHIP 3
CHARLIE BERLIN LP 3
ROCKSPRING PERIPHERAL EUROPE LIMITED PARTNERSHIP 3
HBOS FSPS EUROPEAN PROPERTY LIMITED PARTNERSHIP 3
NPS REAL ESTATE PROJECTS LIMITED PARTNERSHIP 3
PI LABS III LP 6
PATRIZIA SPITFIRE CARRY LLP 2
SCIF Investor Vehicle LLP 3
BRICKVEST MARKETS LTD 12
PROJECT URBAN (SCOTS) LIMITED PARTNERSHIP 3
Luxemburg
PATRIZIA Lux TopCo S.à r.l. en liquidation volontaire 2
Carl Lux SCS 2
Opportunitäten Europa 1 S.à r.l. 10
Opportunitäten Europa 2 S.à r.l. 3
Opportunitäten Europa 3 S.à r.l. 3
Opportunitäten Europa 4 S.à r.l. 3
Opportunitäten Europa 5 S.à r.l. 3
Opportunitäten Europa 6 S.à r.l. 10
Opportunitäten Europa 7 S.à r.l. 3
Opportunitäten Europa 8 S.à r.l. 3
Opportunitäten Europa 9 S.à r.l. 3
Opportunitäten Europa 10 S.à r.l. 3
Opportunitäten Europa 11 S.à r.l. 3
Seneca Holdco SCS 3
OSCAR Lux Carry SCS 2
PATRIZIA TransEuropean Property VII SCSp-RAIF 3
Augusta Wohnen S.à r.l. 3; 6
PATRIZIA Europe Residential Plus 3
PATRIZIA EuroLog Fund SCSp 3
PATRIZIA PanEuropean Property SCS 3
NPS EUROPEAN PROPERTY III SCSP, SICAV-RAIF 3
PATRIZIA Sustainable Communities I SCSp-RAIF 3
PATRIZIA EIF II Team Commitment Partner 3
PATRIZIA Infrastructure Debt Partners I SCSp 3
PATRIZIA EIF II Carried Interest Partner 3
PATRIZIA SCIF Carried Interest Partner 3
Sustainable Future Ventures Fund I SCSp 3
PATRIZIA European Infrastructure Fund III SCSp 3
Sonstige Länder
MERRION S.A. 2
Opportunitaeten Europa 12 Limited 2; 6
SPITFIRE (JCO) LIMITED 3
WS HOLDCO, PBC 10
Real Tech Ventures I ILP 10
Camber Creek Fund III, LP 10
PATRIZIA JAPAN RESIDENTIAL LP 3
Advantage PE 2021 A K/S 3
APAC Sustainable Infrastructure Fund Pte. Ltd. 6

1 Aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge werden die Ergebnisse von der PATRIZIA übernommen

2 Vorläufiger Abschluss

3 Vorjahresabschlusswerte

4 Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB

5 Persönlich haftender Gesellschafter gemäß § 285 Nr. 11a HGB

6 Abweichendes Geschäftsjahr

7 Eröffnungsbilanzwerte

8 Sondervermögen gemäß Kapitalanlagegesetzbuch

9 Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das Ergebnis von der PATRIZIA Projekt 710 GmbH übernommen

10 Jahresabschluss 2022

11 Kontrolle aufgrund potenzieller Stimmrechte

12 In Liquidation 2024 - Währungsumrechnung in EUR

Währung Stichtagskurs 31.12.2024 Durchschnittskurs 2024
AUD 1,68 1,64
CAD 1,49 1,48
CHF 0,94 0,95
DKK 7,46 7,46
GBP 0,83 0,85
HKD 8,07 8,45
HUF 411,35 395,31
JPY 163,06 163,82
KRW 1.532,15 1.475,40
PLN 4,28 4,31
SEK 11,46 11,43
SGD 1,42 1,45
USD 1,04 1,08

2023 - Währungsumrechnung in EUR

Währung Stichtagskurs 31.12.2023 Durchschnittskurs 2023
AUD 1,63 1,63
CAD 1,46 1,46
CHF 0,93 0,97
DKK 7,45 7,45
GBP 0,87 0,87
HKD 8,63 8,46
HUF 382,80 381,85
JPY 156,33 151,99
KRW 1.433,66 1.412,88
PLN 4,34 4,54
SEK 11,10 11,48
SGD 1,46 1,45
USD 1,11 1,08

Erklärung der geschäftsführenden Direktoren

Die geschäftsführenden Direktoren der PATRIZIA SE tragen die Verantwortung für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Einzelabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts für die Gesellschaft und den Konzern.

Die geschäftsführenden Direktoren haben diesen Abschluss am 7. April 2025 zur Vorlage an den Verwaltungsrat freigegeben.

Der Verwaltungsrat hat die Aufgabe, den Einzelabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Einzelabschluss billigt.

Der Einzelabschluss wurde nach HGB aufgestellt.

 

Augsburg, den 7. April 2025

Dr. Asoka Wöhrmann, CEO

Martin Praum, CFO

James Muir, Head of Investment Division

Dr. Konrad Finkenzeller, Head of Client Division

Wolfgang Egger, Founder

Versicherung der geschäftsführenden Direktoren
der PATRIZIA SE (Jahresabschluss)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

 

Augsburg, den 7. April 2025

Die geschäftsführenden Direktoren

Dr. Asoka Wöhrmann, CEO

Martin Praum, CFO

James Muir, Head of Investment Division

Dr. Konrad Finkenzeller, Head of Client Division

Wolfgang Egger, Founder

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PATRIZIA SE, Augsburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der PATRIZIA SE, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) der PATRIZIA SE für das Geschäftsjahr vom . Januar 2024 bis zum . Dezember 2024 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 7 20 4; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben die folgenden Sachverhalte als die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind:

1. Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen

2. Werthaltigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen

1. BEWERTUNG DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Sachverhalt

Im Jahresabschluss der PATRIZIA SE werden "Anteile an verbundenen Unternehmen" in H he von insgesamt EUR 380,1 Mio. (Vorjahr EUR 516,7 Mio.) ausgewiesen; dies entspricht 45,0 % (Vorjahr 47,1 %) der Bilanzsumme bzw. 86,6 % (Vorjahr 97,3 %) des Eigenkapitals.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden als Finanzanlagevermögen zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zur Analyse, ob Indikatoren hinsichtlich einer Wertminderung vorliegen, nutzt die Gesellschaft eine Detailanalyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Unternehmensplanung.

Für Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Buchwert unterhalb eines festgelegten Schwellenwerts führt die Gesellschaft eine Gegenüberstellung der fortgeführten Anschaffungskosten der Anteile und des jeweiligen anteiligen Eigenkapitals des verbundenen Unternehmens durch. Liegt der Buchwert der Anteile unter dem anteiligen Eigenkapital, erfolgt grundsätzlich in einem nächsten Schritt zur Überprüfung des Wertminderungsindikators eine Detailanalyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Unternehmensplanung des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Soweit von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird, ermittelt die Gesellschaft den beizulegenden Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen grundsätzlich als Differenzbetrag zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem jeweiligen anteiligen Eigenkapital. In Einzelfällen erfolgt die Ermittlung des Wertminderungsbedarfes anhand eines anerkannten Bewertungsverfahrens im Sinne des IDW RS HFA 10. Für das Geschäftsjahr 2024 ergab sich daraus ein Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 3.930.

Für Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Buchwert oberhalb des festgelegten Schwellenwerts ermittelt die Gesellschaft den beizulegenden Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen grundsätzlich mit Hilfe eines handelsrechtlich anerkannten Bewertungsverfahrens im Sinne des IDW RS HFA 10. Sofern der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert ist, wird untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich von Dauer und eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen ist. Die Ermittlung des jeweiligen beizulegenden Wertes erfolgt auf Grundlage eines Discounted Cashflow Verfahrens, das in hohem Maße von der Einschätzung der geschäftsführenden Direktoren hinsichtlich der zu erwartenden künftigen Zahlungsmittelüberschüsse, der verwendeten Diskontierungszinssätze, der Wachstumsraten sowie weiterer Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit und Ermessensspielraum behaftet ist. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zusätzlichen Unsicherheit der Prognose der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie der Tatsache, dass geringe Veränderungen der Annahmen und Parameter einen wesentlichen Effekt auf das Jahresergebnis haben können, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Für das Geschäftsjahr 2024 ergab sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 46.694.

Die Angaben der geschäftsführenden Direktoren zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in Kapitel 3 "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze", in Kapitel 4. "Anlagevermögen" sowie Kapitel .4 "Abschreibung auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" des Anhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Im Rahmen der Prüfungshandlungen zum internen Kontrollsystem haben wir uns zunächst ein Verständnis über die Bewertungsprozesse, die Identifikation der Wertminderungsindikatoren sowie die getroffenen Annahmen verschafft und das methodische Vorgehen nachvollzogen. Anschließend haben wir in den Fällen, in denen Wertminderungsindikatoren identifiziert wurden, die Angemessenheit der Analyse zur Werthaltigkeit wesentlicher Anteile an verbundenen Unternehmen nachvollzogen sowie die hieraus folgende Einstufung als werthaltig oder wertgemindert verifiziert. Sofern von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wurde, haben wir die von der PATRIZIA SE verwendeten Bewertungsparameter und herangezogenen Annahmen plausibilisiert. Sofern für Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Buchwert oberhalb eines festgelegten Schwellenwerts ein Bewertungsgutachten erstellt wurde, haben wir unter Einbindung unserer Bewertungsspezialisten die vorgelegten Unternehmensbewertungen zunächst untersucht, ob die beizulegenden Unternehmenswerte auf Basis einer anerkannten Bewertungsmethode ermittelt wurden. Die Prognose der zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse im Planungszeitraum haben wir mit der von den geschäftsführenden Direktoren erstellten Mehrjahresplanung abgestimmt und uns anhand einer Analyse von Plan-Ist-Abweichungen in der Vergangenheit von der Planungstreue sowie durch Befragung der geschäftsführenden Direktoren zu den wesentlichen Annahmen dieser Planung, überzeugt. Darüber hinaus haben wir eine Plausibilisierung anhand allgemeiner und branchenspezifischer Markterwartungen vorgenommen und die verwendeten Rahmenparameter des Kapitalwertkalküls wie Zinssätze, Wachstumsraten und Annahmen zu der ewigen Rente kritisch gewürdigt.

2. WERTHALTIGKEIT DER FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN

Sachverhalt

Im Jahresabschluss der PATRIZIA SE werden "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" in H he von EUR 320,1 Mio. (Vorjahr EUR 246,8 Mio.) unter dem gleichnamigen Bilanzposten ausgewiesen, die 37,9 % (Vorjahr 22,5 %) der Bilanzsumme bzw. 72,9 % (Vorjahr 46,4 %) des Eigenkapitals ausmachen.

Die PATRIZIA SE hat in ihrer Funktion als Konzernholding sowohl langfristige als auch kurzfristige, regelmäßig revolvierende Finanzmittel ausgereicht, um die laufende Geschäftstätigkeit von verbundenen Unternehmen zu finanzieren. Die Bewertung dieser dem Umlaufvermögen zugeordneten Forderungen erfolgt zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert (Niederstwertprinzip). Die PATRIZIA SE überprüft die Werthaltigkeit der Forderungen zum Abschlussstichtag im Rahmen der Ermittlung des Wertminderungsaufwands von Anteilen an verbundenen Unternehmen auf der Grundlage verschiedener Indikatoren wie die Ertrags- und Finanzkraft der jeweiligen Gesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2024 ergab sich daraus ein Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 30.087.

Die Einschätzung der geschäftsführenden Direktoren in Bezug auf die Werthaltigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist aufgrund der damit verbundenen Ermessensspielräume mit Unsicherheiten behaftet. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass notwendige Abschreibungen nicht rechtzeitig identifiziert oder in nicht ausreichender Höhe vorgenommen werden und somit das Jahresergebnis und die Eigenkapitalquote wesentlich beeinflussen. Vor diesem Hintergrund haben wir die Werthaltigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Rahmen unserer Abschlussprüfung als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft.

Die Angaben der PATRIZIA SE zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie in Kapitel 4.2 "Forderungen" des Anhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Im Rahmen der Prüfungshandlungen zum internen Kontrollsystem haben wir uns zunächst ein Verständnis über die Vorgehensweise der PATRIZIA SE zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Forderungen an verbundene Unternehmen verschafft. Hierzu haben wir die Einhaltung der vorgesehenen Prozesse nachvollzogen. Zusätzlich haben wir uns in Gesprächen mit den operativ verantwortlichen Mitarbeitenden davon überzeugt, dass es bei den Forderungen an verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr zu keinen Leistungsstörungen gekommen ist. Ferner haben uns für die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen davon überzeugt, dass diese bis zum Prüfungszeitpunkt beglichen waren. In einem nächsten Schritt haben wir in einer bewussten Auswahl wesentlicher Forderungen gegen verbundene Unternehmen die Werthaltigkeit beurteilt, soweit diese Forderungen bis zum Prüfungszeitpunkt noch nicht beglichen waren. Im Hinblick auf diese zum Prüfungszeitpunkt noch offenen Forderungen haben wir die vorliegenden Jahres- bzw. Monatsabschlüsse sowie Unternehmensplanungen der verbundenen Unternehmen hinsichtlich der Ertrags- und Finanzkraft gewürdigt und einer kritischen Durchsicht unterzogen, ob die Werthaltigkeit durch die Gesellschaft angemessen beurteilt wurde.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die geschäftsführenden Direktoren bzw. der Verwaltungsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die in Abschnitt 4 "Nichtfinanzielle Konzernerklärung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene zusammengefasste nichtfinanzielle Konzernerklärung

die gesondert veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, auf die in Abschnitt 6.2 "Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung - Angaben nach § 289f HGB und § d HGB" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird

die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESCHÄFTSFÜHRENDEN DIREKTOREN UND DES VERWALTUNGSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT

Die geschäftsführenden Direktoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die geschäftsführenden Direktoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den geschäftsführenden Direktoren angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den geschäftsführenden Direktoren dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den geschäftsführenden Direktoren angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den geschäftsführenden Direktoren dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den geschäftsführenden Direktoren zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER FÜR ZWECKE DER OFFENLEGUNG ERSTELLTEN ELEKTRONISCHEN WIEDERGABEN DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS NACH § 317 ABS. 3A HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "PATRIZIA_SE_JA_2024.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 4 0 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards, die die International Standards on Quality Management des IAASB umsetzen, angewendet.

Verantwortung der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats für die ESEF-Unterlagen

Die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.

Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.

beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄß ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Juni 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Februar 2025 vom Verwaltungsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2022 als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses der PATRIZIA SE tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere sind der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

HINWEIS ZUR NACHTRAGSPRÜFUNG

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem Jahresabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht sowie zu den erstmals zur Prüfung vorgelegten, in der Datei PATRIZIA_SE_JA_2024.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 10. April 2025 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 28. April 2025 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die erstmalige Vorlage der ESEF-Unterlagen bezog.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Tobias Bordt.

 

Frankfurt am Main, 10. April 2025 / begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannte Prüfung der ESEF-Unterlagen: 28. April 2025

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eisenhuth, Wirtschaftsprüfer

Bordt, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

86 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.