ATTERER Stahlcenter GmbH
Siemensring 34, 87616 Marktoberdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Sailer seit 4.2.2025 | Geschäftsführer |
Christian Friedl seit 14.7.2020 | Prokura |
Theresia Friedl seit 11.11.2015 | Prokura |
Andreas Wachter seit 27.6.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 85.00% | |
| 85.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ATTERER Stahlcenter GmbHMarktoberdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023-31.12.2023 der Atterer Stahlcenter GmbH ist nach den geltenden Vorschriften der §§ 242 ff, 264 ff HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden entsprechend weitestgehend denen des Vorjahresabschlusses. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern werden angewendet:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Die Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen haben grundsätzlich eine unbegrenzte Laufzeit, können jedoch vom Darlehensnehmer jederzeit zurückgezahlt werden. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Mittel den Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren letzten Einstandspreisen bewertet. Unfertige Erzeugnisse, wie beispielsweise Bohrpfähle, werden zu Herstellungskosten gem. § 255 (2) HGB bewertet. Dabei wurden angemessene Teile der Materialgemeinkosten sowie der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Sofern die aus dem Beschaffungs- und Absatzmarkt abgeleiteten Werte niedriger waren, wurden diese unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit Bestandsrisiken vorliegen - z.B. wegen Überalterung und eingeschränkter Verkaufsfähigkeit - sind angemessene Abschläge vorgenommen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Der Bewertung liegt ein Steuersatz von 27,2% zugrunde. Passive latente Steuern bestehen insbesondere aus unterschiedlichen Abschreibungssätzen und -methoden im Anlagevermögen. Aktive Latenzen resultieren aus unterschiedlichen Ansatzwerten bestehender Beteiligungen sowie abweichenden Wertansätzen im Bereich des Sachanlagevermögens und der sonstigen Rückstellungen. Insgesamt ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern. Der Ansatz unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von einem Jahr und kürzer werden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Aufgliederung der Finanzanlagen nach § 285 Nr. 11 HGB
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 174 TEUR (Vorjahr: 122 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände dienen als Abgrenzungen der periodengerechten Gewinnermittlung und haben Forderungscharakter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Vorjahr bestanden sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 34 TEUR mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 52.604 EUR (Vorjahr: 196.086 EUR) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen und Darlehen. Aktive Rechnungsabgrenzung Der Posten enthält vorausbezahlte Beträge für Kfz-Steuer, Betriebsversicherungen, Lizenzen und Wartungskosten. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten Sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Angaben und Erläuterungen Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt (Vorjahreswerte kursiv):
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind grundsätzlich unbefristet. Eine Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten ist jederzeit teilweise oder ganz möglich. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 34.493 EUR (Vorjahr: 1.465 EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 126.656 EUR (Vorjahr: 104.979 EUR). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 86.942 verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 20.037 EUR (Vorjahr: 0 EUR). Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf 13.399 EUR (Vorjahr: 10.708 EUR) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.865 EUR (Vorjahr: 31.722 EUR). Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 906.000 EUR aus der Bildung einer Drohverlustrückstellung. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Position enthält Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 27.221 EUR (Vorjahr: 33.878 EUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand an verbundene Unternehmen beträgt 119.319 EUR (Vorjahr: 2.184 EUR). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen mit einem Aufwand in Höhe von 0 EUR (Vorjahr: Ertrag 9 EUR) Vorjahre. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verpflichtungen gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Als Gründe hierfür sind zu nennen: Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen, zu deren Gunsten die Bürgschaften abgegeben wurden, hat sich planmäßig positiv entwickelt. Verbleibende Risiken sind aus heutiger Sicht durch deren Eigenkapitalausstattung abgedeckt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 5.407 sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem Gesellschafter aus langfristigen Pachtverträgen. Die Gesellschaft hat sowohl das Ladengeschäft wie auch das Stahlcenter nebst technischer Anlagen von ihrem Gesellschafter gepachtet. Der Pachtvertrag stellt eine Finanzierungsalternative zum Kauf der ihm zugrundeliegenden Vermögensgegenstände dar. Vorteile des Pachtvertrags sind insbesondere die niedrige Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos sowie die Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Pachtkonditionen. Risiken können sich insbesondere aus der Vertragslaufzeit ergeben, sollten Objekte nicht mehr vollständig nutzbar sein. Darüber hinaus bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6 für weitere Miet- und Wartungsverträge. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 161 Arbeitnehmer beschäftigt, davon
Zusätzlich beschäftigt die Gesellschaft 8 Azubis . Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
Die Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Kreditforderungen gegen den Gesellschafter-Geschäftsführer in Höhe von 37.000,00 EUR. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis März 2024 und ist quartalsweise in Höhe von 37.000 EUR zu tilgen. Das Darlehen wird mit 0,8% verzinst. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Kredite in Höhe von insgesamt 148.000,00 EUR getilgt. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Honorar für den Abschlussprüfer in Höhe von insgesamt EUR 15.500,00 berücksichtigt. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen EUR 12.500,00 und auf Steuerberatungsleistungen EUR 3.000,00. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von 6.683.793,08 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Marktoberdorf, 25. September 2024 Andreas Wachter, Dipl.-Betriebswirt (FH) Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.20231. Grundlagen des Unternehmens Hauptgegenstand der Tätigkeit unseres Unternehmens ist der Handel mit Stahl und Baubedarf, die Anarbeitung von Betonstahl und Baustahlmatten und sonstigen Stahlprodukten. Zu den wesentlichen Kunden zählen insbesondere Bauunternehmen im süddeutschen Raum sowie angrenzenden Gebieten in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus ist die Gesellschaft im Einzelhandel mit dem Verkauf von Haushaltswaren, Gartenmöbeln und Grills im Ladengeschäft "Kochen und Schenken" in der Innenstadt von Marktoberdorf tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist Marktoberdorf. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahre 2023 schrumpfte die deutsche Volkswirtschaft preisbereinigt um 0,3 % im Vergleich zu 2022. Ursache davon war die nach wie vor sehr hohe Inflation, die sich im Jahresschnitt bei 5,9 % bewegte, sowie die zum Abbremsen der Inflation mehrfach seit Mitte 2022 erhöhten Leitzinsen der EZB auf 4,5 %, in der Spitze im September 2023. Diese negative Entwicklung belastete massiv das Bauhauptgewerbe und die nachgeordneten Zulieferer. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 294.399 Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden fertiggestellt, was einem Rückgang von nur 0,3 % oder 876 Wohnungen entspricht. Die Zahl der Baugenehmigungen ist jedoch mit 259.639 Wohnungen um 26,7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, was sich auf die Nachfrage an Stahl und Zubehör vor allem im 2. Halbjahr sehr negativ auswirkte. Besonders betroffen vom Nachfragerückgang sind speziell die kleinen Bauunternehmen, die sich sehr auf Einfamilienhaus-, Doppel- u. Reihenhausbau konzentrierten. 3. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 verzeichneten wir einen rückläufigen Umsatz von 23 % im Vergleich zum Kalenderjahr 2022. Dieser Rückgang ist einerseits auf geringere Absatzmengen aber auch auf den seit Anfang des Jahres 2023 bis Herbst 2023 anhaltenden Preisverfall bei Stahl zurückzuführen. Im Bereich des Bewehrungsstahls sank der wertmäßige Umsatz im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 um über 28 %. Die in 2022 abgeschlossenen bis ins Jahr 2023 und darüber hinaus laufenden Aufträge verhalfen uns aufgrund des massiven Preisverfalls des Einkaufspreises bei gleitzeitiger Preisfestschreibung zu einer deutlichen Erhöhung der Erträge. Andererseits lag das Preisniveau der ab Mitte 2023 abgeschlossenen Aufträge aufgrund des massiven Wettbewerbsdrucks deutlich unter der Kostendeckungsgrenze. Dadurch verzichteten wir sehr häufig auf Aufträge, die teilweise unter Einkaufspreisniveau vergeben wurden. Daraus entwickelte sich ein Rückgang der Absatzmenge von knapp 22 %. Im Bereich der geschweißten Bewehrungskörbe konnten wir im Geschäftsjahr 2023 die Vorjahresmengen um über 10 % steigern; der Umsatz ging gleichzeitig um 13 % zurück. Im Bereich der BAMTEC-Rollbewehrung, verloren wir 14,5 % Umsatz gegenüber 2022, mengenmäßig hingegen konnten wir die Absatzmenge leicht um knapp 2 % steigern. Im Bereich des Formstahls verlief der wertmäßige als auch mengenmäßige Absatz um 30 % geringer als im Vorjahr. Im Bereich des Brennstoffhandels, allen voran des Verkaufs von Heizöl, sank der Umsatz um 30 %, der Absatz ging um 10 % zurück. Im Bereich Hausrat und GPK (Glas, Porzellan, Keramik) erhöhte sich der Umsatz knapp um 2 % gegenüber dem Jahr 2022. Bei Gartenmöbeln stieg der Umsatz um mehr als 17 %, was durch die jährlich im Frühjahr stattfindende Gartenmöbelausstellung möglich war. Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2023 169 Mitarbeiter (Vj. 179) beschäftigt, davon 8 Auszubildende (Vj. 8). 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das Geschäftsjahr 2023 war trotz sinkender Umsatzerlöse ergebnisseitig das bislang erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Geschuldet war dies ausschließlich dem Sondereffekt aus hohem Auftragsbestand aus 2022 und der in dieser Dimension nicht vorhersehbaren Preisrückgänge im Einkauf. Unsere Verkaufspolitik war im Frühjahr 2023 aktiv und im dritten Quartal 2023 von Zurückhaltung geprägt. Allerdings buchten wir auch drei große Aufträge, die uns nun deutliche Verluste einbringen und sich bis ins Jahr 2025 hineinziehen werden und daher eine entsprechende Risikovorsorge im Abschluss notwendig machte. Die Einkaufspolitik gestaltete sich schwierig, da man nie wusste, wann ein Turnaround beim Beschaffungspreis einsetzt. Die Beschaffungspreise fielen länger und damit tiefer als erwartet, Ende des 3. Quartals wurden wir dann von der Kehrtwende doch etwas überrascht. Die Materialaufwandsquote mit 73,3 % war um 12,5 % niedriger als im Jahr 2022. Dies führte zu einer deutlichen Steigerung des Rohergebnisses von 16.296 TEUR auf 23.386 TEUR. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 219 TEUR, Hintergrund waren wie auch im Jahr zuvor Lohn- u. Gehaltserhöhungen, sowie Sonderzahlungen. Die Zahlung der Inflationsprämie und des Energiekostenzuschusses in Höhe von 150 € monatlich behielten wir bei. Die Abschreibungen blieben weitestgehend auf Vorjahresniveau bzw. erhöhten sich nur leicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 6.416 TEUR um 1.076 TEUR über dem Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erhöhte Raumkosten und Rückstellungen für drohende Verluste zurückzuführen. Insgesamt war das Betriebsergebnis mit 7.653 TEUR (VJ 1.858 TEUR) im Geschäftsjahr positiv. Die Umsatzrendite beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 9 % (31.12.2022: 2,5 %). Die Preisrückgänge schlugen sich auch in der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft nieder. Die Vorräte reduzierten sich um 1.162 TEUR auf 8.824 TEUR. Die Kundenforderungen waren mit 2.909 TEUR um 3.232 TEUR geringer als im Geschäftsjahr 2022. Die Finanzanlagen, die neben den Anteilen an den Töchtern, insbesondere auch Ausleihungen an die verbundenen Unternehmen enthalten, sanken auf Grund der Tilgung von Ausleihungen von 5.056 TEUR auf 2.586 TEUR. Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2023 betrug 43.797 TEUR (VJ 27.336 TEUR). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Geschäftsjahr, insbesondere aufgrund des positiven Betriebsergebnisses, gestiegen. Folglich erhöhten sich auch die liquiden Mittel von 980 TEUR auf 25.202 TEUR. Die Finanzierung der Wareneinkäufe, des Lagerbestandes und der Forderungen konnte aus eigenen Mitteln erfolgen. Im Rahmen der gruppenweiten Optimierung der Liquiden Mittel erfolgte im geringen Umfang eine Aufnahme von Darlehen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist durch die Rückführung ausgegebener Darlehen positiv. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 stets ausreichend vorhanden. Die Eigenkapitalquote sank um 9,9 % auf 57,0 % (31.12.2022: 66,9 %), und ist damit weiterhin überdurchschnittlich hoch. Insgesamt wird die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage als sehr gut beurteilt. Die Ertragslage wurde im Geschäftsjahr durch stark fallende Verkaufs- als auch Beschaffungspreise massiv beeinflusst. 5. Prognosebericht, Chancen, Risiken Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aufgrund der immer noch hohen Baupreise und der hohen Zinsen ein noch geringeres Bauvolumen als im Jahre 2023. Der Auftragsbestand kann zum Stichtag aufgrund fehlender Aufträge nicht mehr als ausreichend bezeichnet werden. Die Absatzmengen werden durch eine noch niedrigere Nachfragetätigkeit auch im Jahr 2024 um die 15 % zurückgehen. Die Bauunternehmen liefern sich härteste Preiskämpfe, um an Aufträge zu gelangen. Den Preisdruck geben die Bauunternehmen an uns weiter. Leider ist die Betonstahlbiegebranche zu schwach, um diesen Druck standzuhalten. Dies wird sicherlich über das ganze Jahr 2024 zu Verkaufspreisen führen, die hohe Verluste im 2. Halbjahr 2024 mit sich bringen. Eine Entspannung sehen wir frühestens im 2. Halbjahr 2025, evtl. erst ab 2026, wenn die politischen Rahmenbedingungen zu mehr Vertrauen und Investitionsbereitschaft führen. Große Projekte sind allerdings auf dem Markt und wir rechnen uns hier gute Chancen aus, Auslastung einkaufen zu können. Allerdings bürgen diese Projekte durch fehlende Kostendeckung und lange Preisbindungen auch große Gefahren mit sich, sollten Einkaufspreise in 2024/2025 steigen. Aus unserer Sicht dürfte es in 2024 allerdings keine großen Preissprünge geben, vorausgesetzt, dass geopolitisch bedeutsame Konflikte nicht zu Kriegen werden. Risiken sehen wir in den großen Aufträgen, die unter Beschaffungspreis abgewickelt werden müssen, im viel zu tiefen Verkaufspreisniveau und der damit verbundenen Kostendeckung, die größtenteils nur 50 % an Kostendeckung bringen. Aufgrund der stetig sinkenden Auslastung werden wir gezwungen sein, uns dem harten Preiskampf, um Aufträge zu stellen. Ein zu starkes Zurückfahren der Produktion würde mit der Reduzierung unseres Mitarbeiterstammes einhergehen. Wir sind der Auffassung, dass sich der Bau, wenn auch später als erwartet, wieder erholen wird. Den "Gastro-Effekt", dass wir Mitarbeiter nicht wieder zurückbekommen, möchten wir vermeiden. Für die Frühjahrsmonate 2024 haben wir aufgrund einiger gestoppter Projekte und fehlender Auslastung Kurzarbeit beantragt. Wir versuchen uns durch die Produktbereiche BAMTEC und Bewehrungsmodule von unserem Wettbewerb abzuheben. Dadurch sehen wir im Bereich BAMTEC und Schweißmodule mengenmäßige Steigerungspotentiale im Bereich von bis zu 20 %. Im Bereich der Bohrpfahl-Bewehrungskorbproduktion werden wir von Mengenrückgängen von ca. 20 % ausgehen müssen, da große Infrastrukturmaßnahmen fehlen. Im Bereich des Formstahls und der verbundenen Schlosserei setzen wir den eingeschlagenen Weg der Ausweitung der Anarbeitung konsequent fort. Die Mengen im Bereich des Formstahlbereiches werden sich auch im Jahr 2024 seitwärts bewegen, wobei die Sanierung von Gebäuden zunehmen wird und daraus Wachstum generiert werden kann. Im Bereich Kochen & Schenken rechnen wir aufgrund der Konsumzurückhaltung mit Umsatzrückgängen. Auch die im Jahr 2024 wieder stattfindende Gartenmöbelschau im Modeon in Marktoberdorf wird sich für den Gartenmöbelbereich nicht positiv auswirken. Obwohl die Absatzmengen im Bereichen des Formstahls, BAMTEC und Bewehrungsmodule gesteigert werden sollen, ist preisbedingt in 2024 insgesamt wieder mit einem deutlichen Umsatzrückgang zu rechnen. Für 2024 rechnen wir bestenfalls mit einer schwarzen 0, schlechtesten Falls mit einem Verlust bis zu 1 Million Euro, abhängig von der Entwicklung der Beschaffungspreise und ob mehr Vernunft bei unseren Wettbewerbern einsetzt. Richtig durchschlagen werden die schlechten Verkaufspreise erst im Jahre 2025, wo wir mit massiven Verlusten rechnen werden. In den kommenden Jahren werden wir die Digitalisierung (z. B. Einführung einer Analyse-Software im Bereich der BI in 2024) unseres Unternehmens fortsetzen. Dadurch erwarten wir eine weiter steigende Transparenz im Unternehmen. Auf der Kostenseite gehen wir von weiteren Kostensteigerungen vor allem im Personalbereich aus. Freiwerdende Stellen in der Biegerei werden nur bedingt wieder besetzt. Durch den Bereiche Instandhaltung sowie den Neubau unserer LKW-Werkstatt erhoffen wir uns deutliche Kostenreduzierungen im Bereich des Fuhrparkunterhalts. Die Beschäftigtenzahl wird unter das Vorjahresniveau rutschen, wobei das fehlende Angebot an geeigneten Fachkräften sowie Fahrern uns weiterhin vor große Herausforderungen stellen wird. Die Auslastung unserer Kunden sehen wir in 2024 und darüber hinaus als sehr kritisch an. Das Kreditausfallrisiko wird sich dadurch deutlich erhöhen und in 2025 und 2026 eine noch nie dagewesene Anzahl an Insolvenzen im Baugewerbe mit sich bringen. Auch kapitalschwächere Wettbewerber können in Schwierigkeiten geraten. ATTERER sieht sich für die schwierige Phase gut gerüstet. Durch eine Erweiterung der Geschäftsleitung ist es ATTERER möglich, das Unternehmen noch besser aufzustellen. Für die Gesundheit unserer Mitarbeiter haben wir über der LKW-Werkstatt einen Fitnessraum eingerichtet, in dem ab Mitte 2024 Firmenfitness unter professioneller Leitung durchgeführt werden soll. Daneben können die Mitarbeiter auch selber zu allen Zeiten diese Räume für sich selbst nutzen. Durch regelmäßige Managementmeetings der Geschäftsführung mit den Verantwortlichen aus Vertrieb, Einkauf, Produktion, Logistik, Konstruktion und Finanzen werden konkrete Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen.
Marktoberdorf, 25. September 2024 Andreas Wachter, Dipl.-Betriebswirt (FH) Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ATTERER Stahlcenter GmbH, Marktoberdorf, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ATTERER Stahlcenter GmbH, Marktoberdorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATTERER Stahlcenter GmbH, Marktoberdorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Memmingen, den 25. September 2024 ABT
Treuhand GmbH
Kast, Wirtschaftsprüferin Schaich, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 23. Oktober 2024 |
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