Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 6186
Vorher
3S-Smart Software Solutions GmbH
Eingetragen
8.8.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung, der Vertrieb und Installation von Software, sowie die damit zusammenhängenden Dienstleistungen, insbesondere die Beratung und Schulung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandra Kraus
seit 3.3.2015
Prokura
Dieter Hess
seit 30.1.2003
Geschäftsführer
Manfred Werner
seit 30.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
25.00%
25.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
CODESYS Holding GmbH
Germany
25.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CODESYS GmbH

Kempten (Allgäu)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die CODESYS GmbH ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der professionellen Systemsoftware für die Industrieautomation mit Sitz in Kempten (Allgäu). Das Kernprodukt ist CODESYS (Controller Development System), das führende IEC 61131-3 Tool für professionelle Applikationsentwicklung in der Industrieautomation.

Das Programmiersystem ist lizenzfrei zu verteilen und zu benutzen, es kann ohne Kopierschutz ganz legal auf weiteren Arbeitsplätzen installiert werden. Das Software Tool deckt unterschiedliche Aspekte der industriellen Automatisierungstechnik in einer Oberfläche ab. Alle fünf der von der IEC 61131-3 spezifizierten Sprachen stehen in CODESYS zur Verfügung.

Lizenzgebühren werden für das sogenannte Laufzeitsystem erhoben, das auf den von den Kunden produzierten Steuerungen läuft. Ferner bieten wir Beratung, Training und Entwicklungsdienstleistung im Umfeld von CODESYS an.

Unsere Kunden kommen aus allen Bereichen der Automatisierung: Hersteller von Industriesteuerungen, Maschinenbauer und System-Integratoren.

Über 400 Gerätehersteller der unterschiedlichsten Branchen - darunter viele namhafte Unternehmen - setzen das Software Tool CODESYS ein. Daraus ergeben sich mehrere zehntausend Anwender, die CODESYS einsetzen. Aufgrund seines hohen Verbreitungsgrades kann CODESYS als Marktstandard unter den geräteunabhängigen Programmiertools nach IEC 61131-3 bezeichnet werden.

Die Firma CODESYS GmbH unterhält seit dem Jahr 2012 eine Auslandsbeteiligung von 100 % an der CODESYS Software System (Beijing) Co., Ltd. in China, seit dem Jahr 2015 eine Auslandsbeteiligung von 100 % an der CODESYS Italia Srl. (Italien) und seit dem Geschäftsjahr 2017 eine 100 %-ige Beteiligung an der CODESYS Corporation mit dem Sitz in Beverly, Massachusetts (USA).

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung wird bei der CODESYS Development GmbH, Kempten (Allgäu), durchgeführt. Eigene Forschung und Entwicklung betreibt die CODESYS GmbH nicht. Der Lizenzvertrag mit der CODESYS Development GmbH räumt der CODESYS GmbH jedoch weitgehenden Einfluss auf die Weiterentwicklung aller Produkte im Portfolio ein.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 nach der Erholung 2022 wieder leicht geschrumpft. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt im dritten Coronajahr um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.

Der deutsche Maschinenbau, dem die Mehrzahl unserer Kunden zuzurechnen ist, hatte dennoch ein sehr gutes Jahr. Hier legte der Branchenumsatz um ca. 7,7 % (statista) zu und erreicht damit ein Allzeithoch.

Die Automatisierungsindustrie, der wir zuzurechnen sind, hatte 2023 mit einem Zuwachs von ca. 10 % ebenfalls ein ausgezeichnetes Jahr. Dies lag vor allem an den Nachholeffekten nach den Lieferkettenproblemen. Für 2024 ist dagegen mit einer Normalisierung auf das Niveau von 2022, also einem Rückgang zu rechnen.

2. Geschäftsverlauf

In diesem konjunkturellen Umfeld haben wir im Geschäftsjahr 2023 ein sehr gutes Ergebnis verzeichnen können. Das Rohergebnis erhöhte sich aufgrund einer deutlichen Umsatzausweitung um TEuro 922 auf TEuro 9.872. Das Ergebnis vor Steuern betrug TEuro 5.578 (Vj. TEuro 4.238). Das handelsrechtliche Jahresergebnis lag mit TEuro 4.384 über dem Vorjahr mit TEuro 3.008.

Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 lag über dem Vorjahreswert.

3. Lage des Unternehmens

3.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir einen Umsatz deutlich über dem Vorjahresniveau erzielen. Der Rohertrag konnte von TEuro 8.950 im Vorjahr um TEuro 922 auf TEuro 9.872 im Geschäftsjahr 2023 gesteigert werden.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Die CODESYS GmbH beschäftigte 41 Mitarbeiter zum Jahresende 2023.

Das EBIT (vor Beteiligungserträge) erhöhte sich um TEuro 1.336 im Vergleich zum Vorjahr auf TEuro 5.570. Beteiligungserträge wurden in Höhe von TEuro 1.911 vereinnahmt. Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresergebnis in Höhe von TEuro 4.384 erzielt werden.

3.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt im Berichtsjahr Euro 15,3 Mio. und hat sich somit deutlich erhöht. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist von 3,3 % in 2022 auf 4,7 % in 2023 gestiegen. Die Höhe unserer Verbindlichkeiten ist gegenüber dem Vorjahr um TEuro 2.214 angestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Ausschüttung mit Euro 4,15 Mio. vorgenommen. Die Eigenkapitalquote hat sich von 37,3 % zum 31. Dezember 2022 auf 32,9 % zum 31. Dezember 2023 reduziert.

Die Finanzlage kann als sehr gut bezeichnet werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen. Hierbei sind wir in der Lage Skontoabzüge zu realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Die Investitionen des Geschäftsjahres beliefen sich auf rund TEuro 406. Es wurden verschiedene Ersatz- und Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf dem Betriebsergebnis (EBIT) sowie der Branchenentwicklung.

4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzieller Leistungsindikator "Personal"

Qualifikation und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind grundlegende Voraussetzungen für das Handeln der Gesellschaft als kunden- und leistungsorientiertes Unternehmen in der Region. Sie auf hohem Niveau zu halten und auszubauen ist die zentrale Aufgabe des Personalmanagements. Die Gesellschaft ist bestrebt, zukunftsorientierte Qualifikationsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt anzubieten und die Anstrengungen zur Führungskräfteentwicklung weiter zu intensivieren.

Nichtfinanzieller Leistungsindikator "Umweltschutz"

Die CODESYS GmbH versteht sich als ein Unternehmen, welches mit und von den Ressourcen lebt und darum eine Verantwortung für den jeweiligen Standort trägt. Verlässlichkeit, Kompetenz und Nachhaltigkeit sind tragende Prinzipien der Geschäftstätigkeit. Daraus abgeleitet verfolgt die Gesellschaft auf dem Gebiet des Umweltschutzes folgende strategische Ziele:

Wir wollen einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Entlastung der Umwelt durch Emissionsminderung leisten. Ressourcen setzen wir dabei gleichermaßen wirtschaftlich und umweltgerecht ein. Im Umgang mit ökologischen Themen demonstrieren wir Kompetenz und kooperieren mit den jeweiligen regionalen Behörden. Unsere Aktivitäten und unser Image im Bereich Umweltschutz stützen das Kerngeschäft und neue Produkte. Zur Umsetzung dieser Strategie setzen wir ein breites Spektrum produktions- und kundenorientierter Maßnahmen ein, deren konkrete Ausgestaltung zu einem wesentlichen Teil in der Verantwortung der Gesellschaft liegt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Eine Prognose für das Jahr 2024 ist auf Grund der nach wie vor sehr dynamischen Entwicklungen sehr schwierig, insbesondere wegen der starken Einflussfaktoren Lieferketten und Ukraine Krise. Die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft kann auf Grund der wirtschaftlichen Unsicherheiten positiv wie auch negativ von unseren Annahmen abweichen. Wir gehen davon aus, dass der Umsatz der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 zurückgeht, da der Zuwachs in 2023 auf einmaligen Sondereffekten basiert hat. Ab dem Jahr 2025 rechnen wir wieder mit einer positiven Entwicklung, wenn es nicht, beispielsweise durch geopolitische Krisen wie in der Ukraine, zu unvorhersehbaren Einbrüchen in den für die Gesellschaft wesentlichen Absatzbereichen kommt.

Die Anerkennung unserer Produktpalette durch die Anwender und die Entwicklung zum Marktstandard führt zu nachhaltigem Wachstum. Durch den Ausbau der Aktivitäten auf den internationalen Märkten, die Verfügbarkeit von zusätzlichen Produkten sowie einem wachsenden Endkundengeschäft (Maschinenbauer kaufen direkt bei uns, ohne über einen Gerätehersteller zu gehen), erwarten wir 2024 einen deutlich geringeren Rückgang als im Branchendurchschnitt. Das Ergebnis wird in einer ähnlichen Größenordnung liegen, da Kosten, etwa die Inflationsausgleichszahlung, gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 entfallen.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken sehen wir nicht.

2. Chancen- und Risikobericht

Die CODESYS GmbH ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der professionellen Systemsoftware für die Industrieautomation. Es ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Es sind allerdings keine existenzbedrohenden Risiken für unser Unternehmen erkennbar.

Für die internen und externen Geschäftsrisiken hat die CODESYS GmbH - soweit diese Risiken durch Präventivmaßnahmen gesteuert werden können - in angemessenem Umfang Vorsorgemaßnahmen (Versicherungsschutz, bilanzielle Risikovorsorgen, interne Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollsysteme) getroffen.

Das interne Berichtswesen ermöglicht es der Geschäftsführung durch die Überwachung wesentlicher externer, marktbezogener Kennzahlen (beispielsweise Kunden-Absatzentwicklungen, branchenkonjunkturelle Daten) sowie interner, unternehmensbezogener Auswertungen (Auftragsdaten, Kosten- und Qualitätskontrollen, monatliche Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Finanzplan) zeitnah über die Unternehmensentwicklung informiert zu sein.

In einer fortlaufenden Liquiditätsplanung werden mögliche Verschiebungen der Zahlungsströme berücksichtigt. Für ausreichende Liquidität ist Vorsorge getroffen.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir als gefestigt.

Die Auswirkungen des aktuellen Ukrainekrieges, welcher die Gesamtwirtschaft stark beeinflusst und die damit einhergehenden preistreibenden Auswirkungen auf diverse Sektoren (bspw. auch Energie), stellen Risiken für die Gesellschaft dar, welche fortlaufend überwacht werden.

Das wesentliche operative Risiko besteht darin, dass wir unser Qualitäts- und Funktionalitätsniveau nicht halten und sich dadurch langfristig Kunden abwenden. Diesem Risiko wird, durch unser seit Jahren ISO-9001-zertifiziertes Qualitätsmanagement begegnet. Um funktional wettbewerbsfähig zu bleiben, nimmt die CODESYS GmbH weitgehenden Einfluss auf die Weiterentwicklung aller Produkte im Portfolio.

Der wirtschaftliche Erfolg unserer Firma hängt zu einem wesentlichen Teil von den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter ab. Aus diesem Grund werden unsere Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen unserer Kunden entspricht. Dennoch besteht grundsätzlich das latente Risiko, dass wenn wir unsere Personalressourcen nicht effektiv steuern, sich dies negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnte.

Des Weiteren sehen wir speziell für Deutschland die Gefahr einer Lohn-/Preisspirale, die durch weitere zu erwartende Erhöhungen im Bereich der Lohnnebenkosten noch forciert werden könnte. Dies ist umso kritischer als es in einer Zeit von starkem Fachkräftemangel bei Fach- und Führungskräften nur geringe Verhandlungsspielräume für die Unternehmen gibt.

Unsere Produkte und Dienstleistungen finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch Ausfall oder Fehlfunktion kann es zu erheblichen Schäden an Personen und Sachen kommen. Wir senken dieses Risiko durch ständige Qualitätssicherung im Entwicklungsprozess bei der CODESYS Development GmbH. Die verbleibenden Restrisiken werden über Versicherungen abgedeckt.

Die CODESYS GmbH arbeitet mit der CODESYS Development GmbH weiterhin neben dem Kernprodukt CODESYS an mehreren zusätzlichen Produktreihen. Diese Ausrichtung soll auch 2024 weiterverfolgt werden.

Für 2024 planen wir die 2023 begonnene Umstellung unseres Lizenzmodells auf alle Kunden auszuweiten. Dabei sollen für den Kunden der Preis der Lizenz nicht mehr nach der Leistung der Steuerung, sondern nach der Komplexität der Anwendung bemessen werden. Wir versprechen uns davon gleichermaßen mehr Einnahmen bei sehr komplexen Applikationen und noch mehr Geschäftsmöglichkeiten bei sehr einfachen Applikationen, bei denen unsere Software bisher zu teuer war. Die im Jahr 2023 entwickelte virtuelle Steuerung, die auf einer produktionsnahen IT-Infrastruktur (Server) läuft, kommt 2024 erstmals bei einem Neukunden in der Automobilindustrie zum Einsatz.

 

Kempten (Allgäu), den 30. September 2024

gez. Dieter Hess

gez. Manfred Werner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 726.510,46 428.408,96
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 189.074,00 167.985,50
II. Sachanlagen 343.335,25 66.322,25
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.335,25 66.322,25
III. Finanzanlagen 194.101,21 194.101,21
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 193.101,21 193.101,21
2. Sonstige Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
B. Umlaufvermögen 14.430.465,30 12.342.291,95
I. Vorräte 76.535,99 39.640,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.040.921,43 6.046.016,39
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.750.145,86 2.058.187,32
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.290.775,57 3.987.829,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.313.007,88 6.256.634,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 157.825,03 131.189,66
Aktiva 15.314.800,79 12.901.890,57

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.041.185,99 4.806.588,68
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Bilanzgewinn 5.015.585,99 4.780.988,68
davon Gewinnvortrag 4.780.988,68 2.473.486,89
B. Rückstellungen 592.124,07 886.244,31
C. Verbindlichkeiten 8.367.791,93 6.153.741,93
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.615.921,52 3.259.958,46
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.751.870,41 2.893.783,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.313.698,80 1.055.315,65
Passiva 15.314.800,79 12.901.890,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.006.524,54 9.090.633,89
2. Personalaufwand 3.140.639,22 2.830.597,38
a) Löhne und Gehälter 2.647.976,48 2.401.393,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 492.662,74 429.203,64
davon für Altersversorgung 6.605,47 5.384,08
3. Abschreibungen 101.271,87 61.779,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 101.271,87 61.779,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.105.879,54 2.221.418,84
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 285.588,25 196.946,51
5. Erträge aus Beteiligungen 1.911.000,00 256.855,68
davon aus verbundenen Unternehmen 1.911.000,00 256.855,68
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.116,65 4.083,40
davon aus verbundenen Unternehmen 1.262,10
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.193.692,26 1.230.024,76
8. Ergebnis nach Steuern 4.385.158,30 3.007.752,80
9. sonstige Steuern 560,99 251,01
10. Jahresüberschuss 4.384.597,31 3.007.501,79
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.780.988,68 2.473.486,89
12. Ausschüttung 4.150.000,00 700.000,00
13. Bilanzgewinn 5.015.585,99 4.780.988,68

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der CODESYS GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: CODESYS GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kempten (Allgäu)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kempten (Allgäu)
Register-Nr.: HRB 6186

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen nach der linearen Methode wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Im Zugangsjahr wurden Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Zeitwert zum Abschlussstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Wertabschläge für Altbestände werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten angesetzt. Dem Wertminderungsrisiko bei Beständen, deren Selbstkosten nicht durch die Verkaufspreise gedeckt sind, ist gegebenenfalls durch angemessene Abschläge zur verlustfreien Bewertung Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden aufgrund der individuellen Einschätzung des Ausfallrisikos der jeweils offenen Forderung vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennwert.

Für zeitlich abgrenzbare Ausgaben, die erst im Folgejahr zu Aufwendungen werden, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Voraussichtliche, erst in der Zukunft sich bis zur Erfüllung der Verpflichtung auswirkende Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Urlaub- und Überstundenansprüche wurden auf der Grundlage individueller Tagessätze je Mitarbeiter ermittelt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB nach dem bilanzorientierten temporary Konzept ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Bei nach Verrechnung verbleibenden aktiven latenten Steuern wird vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gegebenenfalls mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Gewinne/Verluste aus Kursänderungen werden bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechend § 256a HGB durch Neubewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wird am Abschlussstichtag das Vorsichts- und Imparitätsprinzip beachtet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

3. Angaben zu Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Dieser ist auf der nachfolgenden Seite dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 337.199,21 66.160,00 11.225,38 392.133,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 337.199,21 66.160,00 11.225,38 392.133,83
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.174,10 339.921,87 205.573,65 643.522,32
Summe Sachanlagen 509.174,10 339.921,87 205.573,65 643.522,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 193.101,21 0,00 0,00 193.101,21
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 194.101,21 0,00 0,00 194.101,21
Summe Anlagevermögen 1.040.474,52 406.081,87 216.799,03 1.229.757,36
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.213,71 45.071,00 11.224,88 203.059,83
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 169.213,71 45.071,00 11.224,88 203.059,83
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.851,85 56.200,87 198.865,65 300.187,07
Summe Sachanlagen 442.851,85 56.200,87 198.865,65 300.187,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 612.065,56 101.271,87 210.090,53 503.246,90
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189.074,00 167.985,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 189.074,00 167.985,50
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.335,25 66.322,25
Summe Sachanlagen 343.335,25 66.322,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 193.101,21 193.101,21
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 194.101,21 194.101,21
Summe Anlagevermögen 726.510,46 428.408,96

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 3.750.145,86 (Vj. Euro 2.058.187,32).

Angaben zu Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht der übliche Eigentumsvorbehalt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit Euro 1.587.215,38 (Vorjahr: Euro 561.432,13) den Gesellschafter.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 1.017.012,22 (Vorjahr: Euro 302.350,54).

Angaben zu außerbilanziellen Geschäften - sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren mit insgesamt TEuro 814 aus Miet- und Leasingverträgen. Hiervon ist ein Betrag von TEuro 475 innerhalb eines Jahres sowie ein Betrag in Höhe von TEuro 339 innerhalb eines Zeitraums von zwei bis fünf Jahren zur Zahlung fällig.

Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich Miete, Dienstleistung und Operate Leasing handelt es sich im Wesentlichen um Gebäudemieten sowie Leasingverträge für Fahrzeuge und Büroausstattung. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Leasingkonditionen. Eventuelle Risiken können sich aus den innerhalb der zeitraumbezogenen Vertragsbindung feststehenden künftigen Zahlungsabflüssen ergeben sowie daraus, dass über die übernommenen Gegenstände insbesondere im Falle mangelnder Auslastung nicht frei verfügt werden kann.

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lizenzverträgen. Dabei richtet sich die Höhe der zu zahlenden Lizenzgebühren zum Teil nach den damit erzielten Umsatzerlösen. Im Berichtsjahr beliefen sich die insoweit angefallenen Lizenzgebühren auf rd. Euro 25,2 Mio. Im Folgejahr rechnet die Gesellschaft aus diesen Vereinbarungen mit sonstigen finanziellen Verpflichtungen in derselben Höhe.

4. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren im Unternehmen 38 Angestellte beschäftigt.

Angaben zu den Geschäftsführern

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dieter Hess, Lauben ausgeübter Beruf: Diplom-Informatiker
Geschäftsführer: Manfred Werner, Füssen ausgeübter Beruf: Diplom-Informatiker

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2023 (1)
Euro
Eigenkapital per 31.12.2023 (1)
Euro
CODESYS Italia Srl, Mailand (Italien) 100,00 % 184.410,00 292.685,00
CODESYS Corporation, Beverly (USA) (1) 100,00 % 229.176,00 767.355,31
CODESY Software System Co., Ltd., Beijing (China) (1) 100,00 % 1.295.910,67 3.407.241,54

(1) Bei Fremdwährungsabschlüssen umgerechnet mit dem Stichtagskurs zum 31.12.2023 bzw. zum Jahresdurchschnittskurs.

Ergebnisverwendung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Ausschüttungen in Höhe von Euro 4.150.000,00 vorgenommen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss, zusammen mit dem verbleibenden Gewinnvortrag, in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kempten (Allgäu), den 30. September 2024

gez. Dieter Hess

gez. Manfred Werner

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die CODESYS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CODESYS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CODESYS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weingarten, den 30. September 2024

SPK Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Link, Wirtschaftsprüfer

Andreas Maucher, Wirtschaftsprüfer

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