Immo Art Frankfurt GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Rump seit 29.12.2021 | Prokura |
Thomas Schneider seit 23.11.2015 | Prokura |
Peter Zöllner seit 7.2.2007 | Prokura |
Markus Luthe seit 28.3.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 13.25% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.09% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbHKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Unternehmens Der Konzern bietet mit seinen Konzerngesellschaften spezialisierte und höherwertige Logistikdienste an im nationalen und internationalen Transportverkehr und ist damit überwiegend in Nischenmärkten tätig. Mit der Ausrichtung der Spezialisierung des logistischen Dienstleistungsangebotes haben die Konzerngesellschaften ihr Geschäftsmodell vorangetrieben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Anfang 2021 in die deutsche Konjunktur gesetzten sehr hohen Erwartungen haben sich nur teilweise erfüllt. Die äußerst hartnäckigen globalen Lieferkettenprobleme, zwei weitere Corona-Wellen und ein kaufkraftzehrender Inflationsanstieg haben am Ende eine schnellere Erholung im vergangenen Jahr verhindert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamt erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um ca. 2,9 % (Vorjahr + 5,0 %) im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2022 erwarten verschiedene Organisationen ein Wirtschaftswachstum im Bereich von 1,6 - 3,0 % (Stand Juni 2022). Während die Bremseffekte der Corona Pandemie nachlassen und sich die Dienstleistungen über Frühling und Sommer etwas erholen, verlängert der russische Angriffskrieg in der Ukraine die globalen Lieferkettenprobleme, treibt die Energiekosten in die Höhe und belastet die Kaufkraft. Die deutsche Inflation wird 2022 mit 6 - 7 % sehr hoch sein und sich 2023 wahrscheinlich auf 3,0 % abschwächen. Die Eurozone dürfte 2022 um 2,5 % und 2023 um 1,3 % wachsen (Angaben beruhen auf KfW Research). Die beiden Teilbranchen "Güterbeförderung im Straßenverkehr" und "Speditionen" profitierten 2021 von der etwas verbesserten konjunkturellen Lage nach dem schwierigen ersten Pandemiejahr 2020. Sowohl die Umsätze beider Teilbranchen als auch die Beförderungsmenge und -leistung des Straßengüterverkehrs sind 2021 wieder angestiegen. Das Beförderungsaufkommen im Straßengüterverkehr mit deutschen LKW nahm 2021 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % leicht zu, die Transportleistung stieg ebenfalls um 3,7 %. Während die Anzahl der Betriebe bei den Speditionen in den letzten Jahren konstant geblieben ist, sinkt sie in der Güterbeförderung im Straßenverkehr kontinuierlich. Der hohe Wettbewerbsdruck, die Marktmacht der Großunternehmen und der Umstand, dass kleine Unternehmen aufgrund ihres nahezu identischen Angebotes aus Sicht der Auftraggeber fast beliebig austauschbar sind, sorgen für deren Ausscheiden aus dem Markt. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Beschäftigten im Straßengüterverkehr, der Konzentrationsprozess ist also weiterhin in vollem Gange. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Die erhöhte Öl Nachfrage nach den Corona-Einschränkungen sowie die Verknappung des Angebots durch die Sanktionen aufgrund des Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine, sowie die Förderkürzungen respektive - ausweitungen bei gleichzeitig konstanter Nachfrage wirken sich unmittelbar auf den Ölpreis aus. Im Jahr 2022 beschloss die OPEC die Ölförderung, bei gleichzeitig stark steigenden Preisen infolge einer anziehenden globalen Nachfrage, moderat um 400.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Der durchschnittliche Ölpreis für ein Barrel OPEC-ÖI im Jahr 2022 betrug rund 106,16 US-Dollar (Stand Ende Juli) und nähert sich dem historischen Höchstkurs aus dem Jahre 2012 (107,46 US-Dollar) an. Ein hoher Ölpreis ist für die wirtschaftliche Entwicklung für die Länder des mittleren Ostens wichtig und hat somit auch einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung im Konzern in dieser Region. Auf der anderen Seite wirken sich hohe Ölpreise negativ auf die Entwicklung der Treibstoffkosten aus. Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau, mit mehr als 3 Millionen übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache. Nur knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, besteht in der gemeinhin sichtbaren Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt. Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren mehr als 70.000 Unternehmen, die ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind. Da sich der größte operative Konzernunternehmensbereich (Kunsttransporte) mit seinen logistischen Dienstleistungen größtenteils in einem Nischensegment bewegt, hat die generelle Entwicklung des Logistikmarktes nur eine untergeordnete Bedeutung für die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Jedoch ist dieser Bereich stark abhängig von den Aktivitäten der Museen, Messen und Galleristen. Der deutsche Markt für Kunsttransporte ist geprägt durch eine Vielzahl von kleineren Kunstspeditionen. In diesem Marktsegment dürfte nach unserer Markteinschätzung der Konzern mit Abstand der größte Logistikdienstleister sein. Neben der Entwicklung des deutschen Kunstmarktes ist der Geschäftsbereich auch abhängig von dem internationalen Kunstlogistikgeschäft. Nach einem Jahr globaler Sorgen hat sich der Markt - vor allem für zeitgenössische Künstler - mit einem Paukenschlag zurückgemeldet. Die Folgen der COVID-19-Epidemie sind deutlich sichtbar in den Statistiken, zur Überraschung vieler waren diese aber nicht negativ. In den langen Monaten, in den Galerien und Auktionshäuser weltweit ihre Türen schließen mussten, wurde dieser Prozess der Digitalisierung auf Hochtouren vorangetrieben. Die Popularität hybrider Strategien bei Galerien zeigt, dass diese in der digitalen und weltweit vernetzen Welt angekommen sind. Zur Freude vieler Händler und Kunstsammler, die nun von einem leichteren Zugang zu Kunstwerken profitieren. Es gibt noch einen weiteren Faktor, der maßgeblich zum rasanten Anstieg zeitgenössischer Kunst in einer Post-COVID-Welt beigetragen hat: die Markteinführung von NFTs. Diese digitalen Werke werden von Kunstliebhabern nicht einstimmig geschätzt, aber sie haben bereits die Herzen einiger hochrangiger Sammler erobert. Verkaufspreise für Crypto Art haben sich geradezu überschlagen im Laufe von 2021. Tatsächlich wurden in diesem Jahr 9 NFT-Werke für Preise über der Millionen-Dollar-Marke versteigert. Den seit einem Jahrzehnt mehr oder weniger stagnierenden Kunstmarkt dokumentiert Clare Mc Andrew mit ihrem "Art Market Report", den sie für Art Basel und UBS erstellt. Nach dem größten Einbruch der vergangenen zehn Jahre in 2020 konnte sie für das Jahr 2021 einen sagenhaften Zuwachs von 29 Prozent vermelden. Insgesamt wurden nach dieser Quelle mit Kunst weltweit 65,1 Milliarden Dollar umgesetzt, das ist sogar minimal mehr als vor der Pandemie 2019. Allerdings lag der weltweite Umsatz 2011 schon einmal bei 64,6 Milliarden. Insgesamt hat sich in dieser Zeitspanne nicht viel bewegt, innerhalb der einzelnen Segmente und Sparten jedoch sehr wohl. Denn von dem Zuwachs profitieren vor allem die Großen der Branche, sprich die Auktionshäuser, die Großgalerien und geografisch die USA. Dort wurden mit 28 Milliarden Dollar 43 Prozent des weltweiten Umsatzes generiert, ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Rang zwei belegt wieder China mit 20 Prozent. Großbritannien hat sich von dem Brexit-Schock anscheinend etwas erholt, verliert aber leicht Marktanteile und liegt aktuell bei 17 Prozent. Ein Gewinner ist Frankreich, das sein Stück vom Kuchen um einen Prozentpunkt auf sieben Prozent vergrößern konnte. Die gesamte EU legt ebenfalls zu: auf 14 Prozent Weltmarktanteil. Die Geschäftsentwicklung im zweit größten Unternehmensbereich (Relocation) profitierte auch im Geschäftsjahr 2021 von Corona spezifischen und margenstarken Zusatzgeschäften. Im Verhältnis zu 2020 jedoch nur noch mit ca. 50 % des Geschäftsvolumen. Der Umsatz mit dem Basis Relocationgeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Der dritt größte Unternehmensbereich (Final Mile Services) hatte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Ausweitung des E-Commerce Handels, besonders im B2C-Bereich, profitiert. Es konnten Volumenzuwächse und eine Umsatzsteigerung realisiert werden. 2.2. Geschäftsverlauf Die operative Ergebnisplanung für das Jahr 2021 ging von einem Konzernumsatz von rd. 120 Mio. € und von einem Konzernergebnis vor Steuern von rd. 4,0 Mio. € aus. Der erzielte Umsatz 2021 lag ca. 10 % über der Erwartung, hauptsächlich aufgrund der stärker als erwarteten Erholung der Umsätze im Kerngeschäft Kunsttransporte. Auch im Geschäftsjahr 2021 konnte durch die Corona bedingten Zusatzgeschäfte ein gegenüber der Planung besseres vor Steuer Ergebnis mit 5,7 Mio. € erreicht werden. Ertragslage Der Konzern weist für das Geschäftsjahr 2021 ein positives operatives Ergebnis (EBIT) und einen Konzernüberschuss von knapp 3,1 Mio. € aus. Alle operativen Geschäftsbereiche konnten einen positiven Beitrag zum EBIT in Höhe 6,4 Mio. € beitragen. Die erzielte Gesamtleistung lag mit rd. 133,3 Mio. € um 15,9 % über dem Vorjahreswert. Unter Berücksichtigung des rückläufigen Finanzergebnisses, dem Steueraufwand und der Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter wurde im Geschäftsjahr 2021 ein positives Konzernergebnis von knapp 3,1 Mio. € erzielt. Die Ergebnisrechnung stellt sich zum Vorjahr wie folgt dar:
Vermögenslage Das langfristige Vermögen in Höhe von 50,4 Mio. € setzt sich im Wesentlichen aus Sachanlagen, Beteiligungen und längerfristigen Ausleihungen zusammen. Innerhalb des Umlaufvermögens von 49,2 Mio. € stellen die Kundenforderungen mit 23,8 Mio. € den Hauptposten dar. Das Betriebskapital setzt sich im Wesentlichen aus dem Eigenkapital (48,0 Mio. €), Rückstellungen (12,9 Mio. €) und den Verbindlichkeiten (32,2 Mio. €) zusammen. Mit einer Eigenkapitalquote von 51,6 % verfügt der Konzern über eine sehr gute Kapitalausstattung. Die nachfolgende Darstellung gibt einen Einblick der Struktur der Vermögenslage des Konzerns:
Finanzlage Die Entwicklung der Finanzlage zu den jeweiligen Bilanzstichtagen wird aus der Cashflow-Betrachtung ersichtlich. Sie zeigt, aus welchen Quellen die Gesellschaft auslaufender Geschäftstätigkeit für Investitionsmaßnahmen und durch Finanzierungsmaßnahmen Finanzmittel erhält und wie diese Mittel verwendet werden.
Der Liquiditätszufluss zu den jeweiligen Bilanzstichtagen aus dem operativen, dem Investitions-und Finanzierungsbereich hat sich zum Vorjahr um 0,6 Mio. € erhöht. Der Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit hat sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen durch die höhere Kapitalbindung im Umlaufvermögen, und hier insbesondere im Bereich der Forderungen, im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Mio. € auf 4,4 Mio. € deutlich vermindert. Ein deutlich geringerer Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit und der Investitionstätigkeit führte zu der leicht zum Vorjahr gestiegenen kurzfristig verfügbarer Liquidität in Höhe von rd. 8,1 Mio. €. Hierbei ist anzumerken, dass einer Konzerngesellschaft durch die teilweise Rückführung eines gewährten Mieterdarlehens an eine Immobiliengesellschaft Liquidität in Höhe von 3,5 Mio. € zugeflossen ist. Der Konzern konnte im Jahresverlauf 2021 die Nettoverschuldung gegenüber Kreditgebern weiter abbauen und verfügt über solide Finanzstrukturen. Die Liquiditätsausstattung des Konzerns war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit gesichert. Die Konzerngesellschaften verfügen über entsprechende Kreditlinien bei Kreditinstituten, um das langfristig angelegte Wachstum der Konzernunternehmen zu finanzieren. 3. Forschung und Entwicklung Die Unternehmen des Konzerns sind keine produzierenden Unternehmen, daher sind Forschung und Entwicklung im Wesentlichen stark beschränkt auf Verpackungen sowie eigene Manufaktur zur Herstellung objektspezifischer Verpackungen und Entwicklung patentierter Spezialverpackungen für alle Klimazonen. Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit im Bereich Forschung & Entwicklung mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML). 4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht In einer Veröffentlichung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) vom 15.06.2022 wird wie folgt die Konjunktur in Deutschland für das Jahr 2022 gesehen: "Steigende Preise infolge des Ukraine-Krieges und verstärkte Lieferengpässe aufgrund neuerlicher Lockdowns in China belasten den Aufschwung der deutschen Wirtschaft, die im zweiten Quartal kaum mehr als stagnieren dürfte. In seiner jüngsten Konjunkturprognose erwartet das IfW Kiel im laufenden Jahr eine Inflationsrate von 7,4 Prozent - mehr als in der Ölkrise der 70er Jahre - und einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 2,1 Prozent. 2023 dürfte das BIP um 3,3 Prozent zulegen, 0,2 Prozentpunkte weniger als bislang erwartet." Nach Befragungen des Bundesamtes für Güterverkehr berichten die im Straßengüterverkehr tätigen Unternehmen für das Jahr 2022 überwiegend von einer guten bzw. saisonüblichen Auftragslage. Die positive Geschäftslage wird vom bereinigten Lkw-Maut-Fahrleistungsindex bestätigt. Dieser lag im Zeitraum 1.1. bis 14.5. im Jahr 2022 mit durchschnittlich 117,2 rund 0,7 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Wert für 2021 (gleicher Zeitraum). Allerdings ist die Zukunft im Logistiksektor nicht unproblematisch. Die Störungen der Lieferketten und Lieferengpässe infolge der Corona-Pandemie ziehen sich bis ins Jahr 2022 hinein. Mit der Folge, dass weltweit große Mengen an Waren in den Seehäfen nur verzögert umgeschlagen werden. Unter anderem, weil sich der Mangel an Containern auch im aktuellen Jahr fortsetzt. Die Lockdowns seit Ende März in den Metropolen Shanghai, Changchun oder der Provinz Jilin wirken sich nicht nur stark negativ auf die chinesische Wirtschaft aus, sondern brachten auch den Containertransport über den Hafen in Shanghai zum Erliegen.10 Selbst als Nachfrager sind die Logistikunternehmen betroffen und müssen lange Lieferzeiten für neue Lkw, Auflieger und Ersatzteile im unternehmerischen Alltag bewältigt bekommen. Hinzukommen die seit Langem wahrgenommenen Probleme, geeignetes Fachpersonal zu finden. Laut BGL fehlten der Branche 2021 60.000 bis 80.000 Fahrer. Neben dem sowieso schon zu geringem Angebot am Arbeitsmarkt, kamen infolge der Pandemie Ausfälle durch Quarantänemaßnahmen oder Einreisebeschränkungen hinzu. Ob es hier 2022 zu weiteren Einflüssen durch die Pandemie kommt, ist derzeit nicht absehbar. Konkreter sind derzeit die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, die zu einer weiteren Verschärfung der Situation führen. Allein in Polen sind nach Verbandsangaben 100.000 ukrainische Fahrer beschäftigt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit zählt das Führen von Fahrzeug- und Transportgeräten seit 2021 durchgehend zu den Top 10 der am meisten gesuchten Berufe in Deutschland, im Mai 2022 waren 44.000 offene Stellen gemeldet. Der Planungsprozess für die Konzerngesellschaften und den Konzern für das Jahr 2022 erfolgte im letzten Quartal 2021. Die Planung sieht einen konsolidierten Umsatz in einer Bandbreite von 122 Mio. € bis 125 Mio. € und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 3,5 Mio. € vor. Die Umsatzplanung geht gegenüber dem Vorjahr durch rückläufige Umsätze im Bereich der Sondergeschäfte von geringeren Umsätzen im Geschäftsbereich Relocation aus. Dies führt im Wesentlichen zu dem Rückgang des geplanten Konzernumsatzes zum Vorjahr. Im laufenden Geschäftsjahr 2022 zeichnet es sich ab, dass auch das Geschäftsjahr 2022 wieder ein erfolgreiches Jahr sein wird. Die Eckwerte der Geschäftsbereiche Kunsttransporte und Relocation liegen per Juni 2022 über den Planwerten, während der dritte große Bereich Final Mile Services unter den Planansätzen liegt. Die Auswirkungen des Ukraine Kriegs haben sich bisher kaum auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 ausgewirkt. Der Mangel an Fachkräften, die sich verschärfenden Preisentwicklungen im Energiebereich und die Inflationsentwicklung können aber im weiteren Jahresverlauf negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und das Ergebnis der Konzerngesellschaften haben. Die Finanzlage im Jahresverlauf 2022 hat sich durch die positive Entwicklung zweier Geschäftsbereichen stabil entwickelt, so dass aus Sicht der Liquidität bisher keine zusätzlichen Fremdfinanzierungsmaßahmen erforderlich waren. Risikobericht Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein wichtiger Erfolgsfaktor. Im Rahmen des Risikomanagements strebt die Geschäftsführung eine langfristige Sicherung der Geschäftsgrundlagen an. Das Risikomanagement ist die originäre Aufgabe der Geschäftsführung. Hierzu erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Analyse der möglichen Risiken verbunden mit einer Risikogewichtung. An einer Verbesserung der Risikopositionen wird kontinuierlich gearbeitet, allerdings in dem klaren Bewusstsein, dass die Nutzung unternehmerischer Chancen auch bedeutet, die damit verbundenen Risiken in Kauf zu nehmen. Auch gehört hierzu, das Risikomanagement effizient zu betreiben, Überorganisation zu vermeiden und die kurzfristige Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit sicherzustellen. Risikomanagement ist im Konzernverbund Bestandteil von Entscheidungen und Geschäftsprozessen. Als Basis der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe dienen vor allem die Managementstruktur, ein EDV gestütztes Planungssystem und Berichts- und Informationssysteme. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Reporting im Konzernverbund eine besondere Bedeutung zu. Es muss sicherstellen, dass der Geschäftsverlauf in den einzelnen Unternehmen des Konzerns nach einheitlichen Richtlinien abgebildet und erläutert wird. Monatlich werden für die inländischen Konzerngesellschaften interne Berichte erstellt, die die einzelnen Managementebenen frühzeitig und umfassend über mögliche Risiken im operativen Geschäft informieren. Durch die Einbindung der mehrheitlich im Besitz befindlichen Konzerngesellschaften in das Dienstleistungsspektrum der Servicegesellschaft können auch frühzeitig Fehlentwicklungen dieser Gesellschaften erkannt werden. Dabei unterstützen und gewährleisten Unternehmensrechnung und Controlling die zeitnahe Optimierung und Steigerung der Effizienz des Berichtswesens. Dafür werden Steuerungs- und Kontrollmechanismen unter Anwendung von Standard- und Branchensoftware eingesetzt, permanent weiterentwickelt und bei sich ändernden Umfeldbedingungen angepasst. Sofern sich Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden erforderliche bilanzielle Rückstellungen und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen geprüft. Ziel des eingerichteten IKS (internen Kontrollsystems) ist es, mit den implementierten Methoden und Maßnahmen das Vermögen der Gesellschaft zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Nach Analyse der verschiedenen Funktionsbereiche der Gesellschaft werden die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Unvereinbare Tätigkeiten werden konsequent getrennt und es bestehen angemessene Kontrollspannen. Auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten wird strikt geachtet. Die wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der rechnungslegungsbezogenen aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen stellt die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher. Jedoch kann das installierte IKS keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der vorgegebenen Ziele geben. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Errichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aufgrund von simplen Fehlern oder Irrtümern in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Unternehmensspezifische Risikobetrachtung Markt- und branchenspezifische Rahmenbedingungen bestimmen wesentlich den Geschäftserfolg der Konzerngesellschaften. Wir agieren weltweit in unserem Kerngeschäftsfeld Kunsttransporte. Die Entwicklung dieses Geschäftsbereiches hat einen hohen Einfluss auf die zukünftigen Geschäftserfolge des Konzerns. Die zur Realisierung von Kunstausstellungen benötigten Finanzressourcen sind in den letzten Jahren weltweit zunehmend von privater Seite im Rahmen des Sponsorings zur Verfügung gestellt worden. Sollte diese Finanzierungsmöglichkeiten in Zukunft nur noch in eingeschränkter Form erfolgen, kann dies sich mittelbar negativ auf unser Geschäft auswirken. Im nationalen Markt kann die nachhaltig defizitäre Lage der öffentlichen Haushalte negative Folgen auf das Ausstellungsverhalten der öffentlichen Museen und damit auf unser Geschäftsvolumen haben. Wir stehen mit unserem Dienstleistungsangebot im Wettbewerb. Die starke Marktstellung der Gesellschaft im In- und europäischen Ausland, verbunden mit dem Hasenkamp Netzwerk von Beteiligungen und Kooperationen in den wichtigsten europäischen Ländern für Kunstausstellungen, verringert diese Risikoposition aus Wettbewerbssicht deutlich. Hier sehen wir derzeit keine relevanten Risiken für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Die übrigen Einzelgesellschaften des Konzerns sind in verschiedenen logistischen Geschäftsfeldern, mit Ausnahme des Unternehmensbereich Relocation Services, überwiegend im nationalen Logistikmarkt tätig. Einzelne Geschäftsbereiche können stärkeren konjunkturell bedingten Schwankungen unterliegen. Daneben können der anhaltende Preisdruck und die verstärkte Wettbewerbssituation zu rückläufigen Margen in einzelnen Geschäftsbereichen führen und somit den Geschäftserfolg beeinflussen. Als Logistik-Unternehmen sind die Konzerngesellschaften direkt oder indirekt (Sub-Contractor) von der Verfügbarkeit von Fachkräften (Lastwagenfahrer, Disponenten) abhängig. Der sich verschärfende Mangel an Fachkräften führt zu Kapazitätsengpässen bzw. zu Kostensteigerungen. Durch diverse Maßnahmen bzw. Programme versucht der Konzern Fachkräfte anzuwerben bzw. die bestehenden Arbeitskräfte mehr an die hasenkamp Firmen zu binden. Weitere Risiken können in der Entwicklung der Energiepreise und hier insbesondere in den Kraftstoffpreisen liegen. Ein Teil der Lagerflächen werden mit Geothermie betrieben und sind somit nachhaltig nicht betroffen von Preisveränderungen bei Fossilen-Brennstoffen. Durch die eingeschränkten Lieferfähigkeiten und Preisentwicklungen auf den Beschaffungsmärkten besteht das Risiko, dass die Kistenproduktion sich entsprechend verteuern und die Lieferzeiten für Transportmittel (speziell LKW) sich verzögert. Der stattgefundene Zinsanstieg wird sich im Bereich der Kontokorrentverzinsung negativ auf das Finanzergebnis auswirken. Die zukünftigen Anmietungen von neuen Lagergebäuden werden sich durch die Zinsbelastung des Investors / Eigentümer deutlich verteuern. Diese Zinsbelastung werden wir versuchen über Anpassung der Lagerpreise den Lagerkunden weiterzureichen. Die Risikostrategie des Konzerns sieht vor, bestimmte Risiken nicht einzugehen oder abzusichern. Bei abzusichernden Risiken handelt es sich hauptsächlich um Absicherungsgeschäfte im Finanzierungsbereich. Bei diesen Absicherungsgeschäften werden Derivate, die ein Zinsänderungsrisiko bei der Inanspruchnahme von Krediten begrenzen, verwendet. Zur Begrenzung von Währungsrisiken werden bei Bedarf Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zur Absicherung möglicher Haftungsrisiken aus Schadensfällen besteht ein entsprechender Versicherungsschutz für die Unternehmen des Konzerns. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten, aus denen sich Risiken für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe ableiten lassen, bestehen derzeit nicht. Der Konzern hält drei Beteiligungen an russischen Gesellschaften und verfügt über eine Repräsentanz in Moskau. Das Geschäftsvolumen mit russischen Firmen ist sehr überschaubar und bewegt sich im Kunden sowie Lieferantenbereich in einem kleinen sechsstelligen Eurobereich. Den Großteil davon wird mit einem assoziierten Unternehmen in Moskau abgewickelt. Der hasenkamp Firmenverbund steht geschlossen hinter den EU-Sanktionen. Die Schließung der Repräsentanz in Moskau wurde bereits in die Wege geleitet. Die Geschäftsverbindungen mit russischen Kunden, auch mit dem assoziierten Unternehmen bestand fast ausschließlich aus Transportleistungen für Museen-Ausstellungen in Russland oder innerhalb der EU. Aufgrund der politischen Situation erfolgen keine weiteren Ausstellungen, so dass keine weiteren Geschäfte baw. stattfinden werden. Insgesamt betrachtet können für Konzerngesellschaften durch Abwertungen von Vermögenspositionen im worst case Fall Vermögensverluste in einer Größenordnung von rd. 2,4 Mio. € entstehen. Zur Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken erfolgt eine umfassende und regelmäßige Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung. Ziel ist es, drohende Vermögensrisiken sowie andere nachteilige Veränderungen der wirtschaftlichen Entwicklung rechtzeitig zu erkennen, damit wirksame Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Diese Berichte werden in monatlichen Gesprächen mit den Führungskräften der Einzelgesellschaften diskutiert, daraus resultierende notwendige Maßnahmen erarbeitet und deren Umsetzung überwacht. Für den Konzern sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Konzerns haben können. Chancenbericht Mit der fortschreitenden Internationalisierung und damit einhergehenden Verbreiterung der Marktabdeckung sehen wir mittel- bis langfristig gute Perspektiven im Kerngeschäft. Die Ausdehnung der Aktivitäten im arabischen Raum wurde mit der Gründung einer Tochtergesellschaft in Saudi Arabien vorangetrieben. In den nächsten Jahren erwarten wir in dieser Region nennenswerte Umsatz- und Ertragsbeiträge für den Konzern. Mit der Konzentration der Aktivitäten im Stückgutlogistikgeschäft sollen die geschäftlichen Aktivitäten dieses Unternehmensbereichs gestärkt und ausgebaut werden. Die fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsprozessen soll eine wesentliche Unterstützung zur Hebung weiterer Umsatz- und Ergebnispotentiale sein. In der Gesamtbetrachtung halten wir die operative Aufstellung und Ausrichtung der Konzerngesellschaften für eine fundierte Grundlage, um die profitable Entwicklung des Konzerns in den nächsten Jahren fortzuführen. 5. Zweigniederlassungen Der Konzern unterhält Zweigniederlassungen in: - Berlin - Dresden - Düsseldorf - Flörsheim - Frankfurt - Hamburg - Langenhagen - Hemmingen - Kerpen - Kirkel und Lahr - München - Stuttgart - Ginsheim-Gustavsburg
Köln, den 30. November 2022 Wilhelm Schneider Dr. Thomas Schneider Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Angaben Die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Köln ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 57482 eingetragen. Der Konzernjahresabschluss der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, zum 31. Dezember 2021 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Dementsprechend erfolgt die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß den gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Von der Möglichkeit, gemäß § 265 Abs. 7 HGB Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammenzufassen, wurde kein Gebrauch gemacht. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. II. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss beinhaltet Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen. Tochtergesellschaften sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Unternehmen mehrheitlich den Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. In der Regel manifestiert sich dies durch einen Anteilsbesitz von mehr als 50 %. Tochtergesellschaften und sogenannte Zweckgesellschaften, bei denen die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH einen Stimmrechtsanteil bzw. einen Anteilsbesitz von 50 % oder weniger hält, werden nur konsolidiert, wenn aus der Art der wirtschaftlichen Beziehung ein Beherrschungstatbestand vorliegt. Anteile an Gesellschaften, bei denen die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 % bis 50 % einen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Nicht konsolidiert werden Gesellschaften, deren Einbeziehung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Neben der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, als Muttergesellschaft umfasst der Konsolidierungskreis die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sind 40 (Vorj. 40) in- und ausländischen Unternehmen einbezogen. Für vier Konzerngesellschaften wird die Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 HGB in der Weise in Anspruch genommen, dass die Angabe des Firmennamens und des Sitzes der Gesellschaften bei der Aufstellung des Konsolidierungskreises unterbleibt. Eine Einbeziehung von Beteiligungsgesellschaften gemäß §311 Abs. 1 HGB konnte nicht angewendet werden, weil bei diesen Gesellschaften kein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik dieser Beteiligungsunternehmen ausgeübt werden konnte. III. Konsolidierungsgrundsätze Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2021. Die Erstellung von Zwischenabschlüssen war daher nicht erforderlich. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. Januar 2010 auf der Grundlage des historisch gewachsenen Konzernabschlusses des Teilkonzerns Hasenkamp Holding GmbH. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden in Höhe T€ 26 erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet, in Höhe T€ 5 als Firmenwert aktiviert und zwischenzeitlich abgeschrieben. Die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode wird zulässigerweise fortgeführt, da die Vorschriften zur Neuregelung der Kapitalkonsolidierung in § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Fassung des BilMoG lediglich für Erwerbsvorgänge nach dem 1. Januar 2010 vorgeschrieben sind (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB). Erwerbsvorgänge bzw. die erstmalige Einbeziehung von Tochtergesellschaften nach dem 1. Januar 2010 werden nach der Neubewertungsmethode konsolidiert. Die Beteiligungsbuchwerte an den Tochtergesellschaften werden mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Dabei wird das Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden, latenter Steuern und eines eventuellen Firmenwertes zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Die Anschaffungskosten von erworbenen ausländischen Firmen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen Währungskurs in Euro umgerechnet. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind als Firmenwerte in Höhe von T€ 750 aktiviert und in Höhe T€ 689 abgeschrieben worden. Die Kapitalkonsolidierung nach der At Equity-Methode erfolgt gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Buchwertmethode. Dabei beziehen sich die Wertansätze auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss, bzw. beim Erwerb der Anteile zu verschiedenen Zeitpunkten auf den Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Die sich zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 2.448 werden wie folgt behandelt:
Nicht dem Mutterunternehmen zuzurechnende Anteile am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen werden im Konzernabschluss unter dem Posten "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen. Bei der Schuldenkonsolidierung werden alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Gewinne und Verluste, die durch Transaktionen innerhalb des Konsolidierungskreises begründet sind, werden eliminiert. Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die latenten steuerlichen Auswirkungen berücksichtigt. Im Konzernabschluss werden Vermögenswerte und Schulden der Auslandsgesellschaften zum Jahresbeginn und zum Jahresende mit den jeweiligen Stichtagskursen, sämtliche Veränderungen während des Jahres sowie Aufwendungen, Erträge und Zahlungsflüsse mit Monatsdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital als "Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde.
IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt bei allen in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip, § 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach weitgehend einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt worden. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen und falls erforderlich - außerplanmäßigen - Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der üblichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode errechnet. Nicht mit den Rücklagen verrechnete Firmenwerte werden linear über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung unterliegen und deren Anschaffungs- und oder Herstellungskosten den Betrag von € 250,00, nicht aber € 1.000,00 übersteigen, wurde ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet, sofern keine Abwertungen aufgrund dauernder Wertminderungen vorzunehmen waren. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten des Bestandes oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige Leistungen, Fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Herstellungskosten, ermittelt nach der retrograden Methode, bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bzw. zu Zeitwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden zum Anschaffungskurs oder mit dem jeweiligen niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Im Rahmen einer beitragsfinanzierten Versorgungszusage ist das Wertpapierdepot an den Versorgungsberechtigten verpfändet worden. Der Bilanzwert in Höhe von T€ 15 (Vorj.: T€ 10), der dem Marktwert (Kurswert) der Wertpapiere entspricht, ist gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung für diese Pensionsverpflichtung verrechnet worden. Latente Steuern wurden aktiviert, wenn sich unter Berücksichtigung der vorgenommenen Konsolidierungsmaßnahmen Unterschiede zu den Steuerbilanzen der Einzelunternehmen ergaben und auf bestehende steuerliche Verlustvorträge. Es wurden im Berichtsjahr keine passiven latenten Steuern mit latenten Steueransprüchen verrechnet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes des Konzerns von 31,3 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten eines Versicherungsmathematikers zugrunde. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Die Die Verpflichtung gemäß § 253 Abs. 2 HGB wird auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt. Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den letzten zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den letzten sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 T€ 204 (Vorj. T€ 264). Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht in dieser Höhe eine Ausschüttungssperre. Die Berechnung auf den 31. Dezember 2021 wurde unter Verwendung folgender Rechnungsgrundlagen durchgeführt:
Weitere Bewertungsparameter waren nicht zu berücksichtigen. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Rückdeckungsversicherungen und Wertpapieranlagen gesichert. Die aus den jeweiligen Rückdeckungsversicherungen und Wertpapieren resultierenden an die Pensionsberechtigten verpfändeten Ansprüche sind entsprechend § 246 Abs.2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet worden. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsansprüche von T€ 747 (Vorj. T€ 648) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß Mitteilung der Versicherungsgesellschaft, der beizuliegende Zeitwert der Wertpapiere in Höhe von T€ 15 (Vorj. T€ 10) entspricht dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Wesentliche zu verrechnende Aufwendungen und Erträge lagen nicht vor. Den Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten eines Versicherungsmathematikers zugrunde. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Die Berechnung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 wurde unter Verwendung folgender Rechnungsgrundlagen durchgeführt:
Weitere Bewertungsparameter waren nicht zu berücksichtigen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, wobei Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr entsprechend § 256a HGB bilanziert werden. Zinsrisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Zinsswaps, Optionen und Caps) abgesichert. Derivative Finanzinstrumente, die in wirtschaftlich notwendigem und entsprechend dokumentiertem Sicherungszusammenhang mit originären Finanzinstrumenten stehen, werden gemäß § 254 HGB gemeinsam bewertet. Innerhalb gebildeter Bewertungseinheiten sind nicht realisierte Verluste bis zur Höhe nicht realisierter Gewinne aufgerechnet. Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten sind die individuelle Risikokompensation, die Kongruenz von Zinsfälligkeit und Währung, gleicher Fristigkeitstermin und Durchhalteabsicht über den Bewertungsstichtag hinaus. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt nach der sog. Einfrierungsmethode. Für drohende Verluste aus der Einzelbewertung derivativer Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang werden Rückstellungen gebildet. Nicht realisierte Gewinne bleiben bilanziell unberücksichtigt. V. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 und Satz 4 HGB in Höhe von T€ 1.100 vorgenommen worden. Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten der Bilanz, aufgegliedert nach Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie Abschreibungen (Bruttodarstellung) zeigt der Anlagespiegel (Anlage 3/19) Hierin sind als Anschaffungs- oder Herstellungskosten grundsätzlich die historischen Werte angesetzt. Der Beteiligungsbuchwert der assoziierten Unternehmen, bewertet nach der Equity-Methode, hat sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:
2. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen enthalten mit T€ 417 (Vorj. T€ 205) Forderungen aus Leistungsverkehr. Die Forderungen weisen keine Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr aus. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bilanzposition enthält Forderungen in Höhe von T€ 7.083 (Vorj. T€ 5.257) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Ansonsten weisen sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach Bilanzstichtag darstellen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH ist im Handelsregister mit T€ 895 eingetragen. Die Entwicklung des Eigenkapitals wird im Eigenkapitalspiegel dargestellt. 5. Rückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.399 (Vorj. T€ 2.396) betrifft Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und Pensionsanwartschaften. Gemäß § 246 Abs.2 HGB sind verpfändete Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen und Wertpapieren in Höhe von insgesamt T€ 762 (Vorj. T€ 658) mit dem Erfüllungsbetrag dieser Pensionsverpflichtung von T€ 1.563 (Vorj. T€ 1.427) verrechnet worden. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Positionen:
6. Verbindlichkeiten Die Gliederung nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten sind durch Abtretung von Mietansprüchen und Sicherübereignungen von beweglichen Wirtschaftsgütern, Eintragungen von Grundschulden sowie von Mithaftungen eines nahe stehenden Unternehmens besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten saldiert in Höhe T€ 51 Forderungen (Vorj. T€ 43 Verbindlichkeiten) aus dem Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von T€ 911 (Vorj. T€ 0). 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen aus:
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird aufgrund des bisherigen Zahlungsverhalten und der Bonität der Schuldner als gering eingeschätzt. Des Weiteren ist das Schuldverhältnis mit qualitativ ausreichenden Sicherheiten des Schuldners unterlegt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung des Haftungsverhältnisses erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Immobilien, auf denen verschiedene Niederlassungen betrieben werden, aus längerfristigen Immobilienleasingverträgen und aus Leasingverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter. Vom Gesamtbetrag der sich hieraus ergebenen Verpflichtungen sind in den nächsten drei Geschäftsjahren fällig:
Die vorgenannten Beträge sind nicht abgezinst. Von dem Gesamtbetrag entfallen auf zwei längerfristige Immobilienleasingverträge insgesamt T€ 6.089. Die Laufzeiten der Leasingverträge erstrecken sich bis zum Jahr 2022 bzw. 2026. Außer den Leasingverpflichtungen und den laufenden Betriebskosten bestehen für den Konzern aus beiden Verträgen keine weiteren Zahlungsverpflichtungen bzw. Risiken. Ausschlaggebend für diese Geschäfte sind ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Als Vorteil aus dem Abschluss dieser Geschäfte ist in erster Linie die Liquiditätsschonung zu sehen. Risiken für die Gesellschaft können sich aus den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen und einer fehlenden Veräußerungsmöglichkeit vor Ende der Laufzeit der Verträge ergeben. Weiterhin können bei Leasingverträgen mit Andienungsverpflichtungen zum Ende der Laufzeit Verwertungsrisiken auftreten. VI. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 134 (Vorj. T€ 259) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 204 (Vorj. T€ 292) enthalten. 4. Angaben zu periodenfremden Erträgen und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung von Gegenständen des Sachanlage- und Finanzanlagevermögens, der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen und Wertberichtigungen von Forderungen und diverser periodenfremder Erträge. Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Ausbuchungen von Forderungen sowie Steuernachzahlungen für frühere Geschäftsjahre. Nachfolgende Gegenüberstellung zeigt die Höhe der periodenfremden Erträge und Aufwendungen nach Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Vorjahr:
5. Zinsergebnis In den Zinsaufwendungen sind Zinsanteile aus den Zuführungsbeträgen der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von T€ 75 (Vorj. T€ 83) enthalten. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Auf die Darstellung der steuerlichen Überleitungsrechnung wurde gemäß DRSC Nr. 11 (DRÄS 11) verzichtet. 7. Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich im Konzernabschluss 2021, aufgrund zu eliminierender Zwischengewinne, und aus temporären Differenzen aus unterschiedlichen Ansätzen in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen von Tochtergesellschaften sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Der für die Berechnung der latenten Steuern angewendete Steuersatz beträgt 31,3% und berücksichtigt den zum Bilanzstichtag gültigen Steuersatz des Konzerns. Hieraus ergibt sich eine Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von T€ 509 (Vorj. T€ 417). Die aktiven latenten Steuern beruhen auf folgenden temporären Differenzen:
Des Weiteren sind auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge latente Steuern in Höhe von T€ 50 aktiviert worden. VII. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Eine Konzerngesellschaft hat ein variabel verzinsliches Darlehen mit einer Laufzeit bis 30. September 2024 und einem Kreditbetrag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 von T€ 1.265 bilanziert. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein Zinsswap mit Floor mit entsprechender Laufzeit abgeschlossen, dieser steht in einer Sicherungsbeziehung (Mikro-Hedges) zu der bilanzierten Verbindlichkeit. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird retrospektiv und prospektiv mit der Critical-Term-Match-Methode überprüft. Da sich die gegenläufigen Zahlungsströme jeweils ausgleichen, wurde der Zinsswap mit Floor nicht und das Darlehen zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, vermindert um zwischenzeitliche Tilgungsleistungen, bilanziert. Dieses Zinsabsicherungsgeschäft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 einen positiven Marktwert in Höhe von T€ 6 aus. Eine Konzerngesellschaft hat eine Zinsoption auf der Basis des 3 Monats Euribor mit einem Ausübungspreis von 0,5 % und einer Laufzeit bis zum 30. März 2022 zur Zinsabsicherung Ihrer Kontokorrentlinie in Höhe von T€ 4.000 bei einem Kreditinstitut in Vorjahren abgeschlossen. Der Marktwert der Zinsoption zum 31. Dezember 2021 beträgt T€ 0. Eine ausländische Konzerngesellschaft hat zur Absicherung von Zinsrisiken für Zahlungsverpflichtungen aus einem langfristigen Immobilienleasingvertrag mit einer Laufzeit bis zum 1. November 2034 einen Zinsswap mit entsprechender Laufzeit abgeschlossen, dieser steht in einer Sicherungsbeziehung (Mikro-Hedges) zu der bilanzierten Verbindlichkeit aus dem Leasingvertrag. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird retrospektiv und prospektiv mit der Critical-Term-Match-Methode überprüft. Da sich die gegenläufigen Zahlungsströme jeweils ausgleichen, wurde der Zinsswap nicht und die Zahlungsverpflichtungen aus dem Leasingvertrag zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, vermindert um zwischenzeitliche Tilgungsleistungen, bilanziert. Dieses Zinsabsicherungsgeschäft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 einen negativen Marktwert in Höhe von T€ 757 aus. VIII. Sonstige Pflichtangaben 1. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH übten im Geschäftsjahr 2021 aus: Herr Dipl. Volkswirt Wilhelm Schneider, Köln Herr Dipl. Kaufmann Dr. Thomas Schneider, Köln In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB verzichtet. 2. Beirat Dem Beirat einer Tochtergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2021 an: Herr Dr. Karl Ludwig Kley - Vorsitzender - Herr Jürgen J. Maas Herr Dr. Frank Zurlino Die Beiratsvergütungen für das Geschäftsjahr 2021 betrugen T€ 37 (Vorj. T€ 0). 3. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
4. Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB
Für eine Tochtergesellschaft wird die Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 HGB in der Weise in Anspruch genommen, dass die Angabe des Firmennamens und des Sitzes der Gesellschaften bei der Aufstellung des Anteilbesitzes unterbleibt. 5. Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen/Personen Als nahestehende Personen sind die Gesellschafter der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH sowie nahe stehende Unternehmen des Konzerns anzusehen. Die Beziehungen erstrecken sich im Wesentlichen auf die Erbringung von Dienstleistungen im Verwaltungsbereich, die Gewährung verzinslicher Kredite und die Anmietung von Logistikimmobilien. Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen/Personen bestanden im Geschäftsjahr 2021 nicht. 6. Angabe Honorar Abschlussprüfer Das im Geschäftsjahr 2021 im Aufwand erfasste Honorar einschließlich Auslagen für den Jahresabschlussprüfer nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor den Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Ein wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag ist der Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine am 24. Februar 2022. In der Folge wurden die Sanktionen gegen Russland nochmals verschärft. Der Umfang der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft in Russland bewegt sich auf einem niedrigen Niveau. Insgesamt gesehen dürfte die Einstellung der Geschäftsaktivitäten mit russischen Kunden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft haben. Als weitere Folge des Ukraine Kriegs haben sich die Energiepreise und die Inflationsraten im Jahresverlauf 2022 deutlich erhöht. Diese Entwicklung auf den Energiemärkten kann negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Geschäftsverlauf der Gesellschaft, die nach dem Geschäftsjahr 2021 eingetreten sind, lagen nicht vor. 9. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB Die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH nimmt für das Geschäftsjahr 2021 die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich des vierten Unterabschnitts (Offenlegung) für folgende Gesellschaften in Anspruch:
Köln, den 30. November 2022 Wilhelm Schneider Dr. Thomas Schneider Konzernanlagespiegel
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021Der Aufbau der Kapitalflussrechnung erfolgt in Anlehnung an den deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) Nr. 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standard Committee, wobei der Mittelzufluss bzw. Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode ermittelt wird:
Der Zahlungsmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:
Die Überleitung der Positionen des Finanzmittelfonds zu den jeweiligen Bilanzpositionen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 zeigt nachfolgende Darstellung:
Hinsichtlich der Überleitung des Konzernjahresüberschusses zu dem Periodenergebnis (entspricht Jahresergebnis) aus der Kapitalflussrechnung wird auf die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 30: November 2022 dhpg
Dr. Harzem und Partner mbB
Güntgen, Wirtschaftsprüfer Brandenburg, Wirtschaftsprüfer |
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