Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 194018
Vorher
PayCenter Bankservice GmbH
Eingetragen
8.9.2011
Branche
Geld- und WertdiensteTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Betrieb eines E-Geld-Instituts sowie alle artverwandten Geschäfte und Dienstleistungen in diesem Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Bertram Eisele
seit 22.6.2012
Geschäftsführer
Günther Hofmann
seit 8.9.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Günther Hofmann
Bad Mergentheim
8.334 €
25.00%
Peter Schönweitz
Freising
8.334 €
25.00%
Ludwig Adam
Freising
8.334 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PayCenter GmbH

Freising

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresbilanz zum 31.12.2023

der PayCenter GmbH, Freising

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Barreserve 483,68 302,91
a) aus Zahlungsdiensten 483,68 302,91
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Forderungen an Kreditinstitute 55.438.293,58 47.178.635,44
a) aus Zahlungsdiensten 53.080.991,39 45.156.364,97
davon auf Treuhandkonten 53.080.991,39
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.357.302,19 2.022.270,47
aa) täglich fällig 1.173.727,36 1.638.712,83
bb) andere Forderungen 1.183.574,83 383.557,64
Forderungen an Kunden 163.060,60 217.015,03
a) aus Zahlungsdiensten 163.060,60 217.015,03
davon aus Provisionen 71.096,10
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Sachanlagen 7.130,12 8.580,25
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Sonstige Vermögensgegenstände 15.002,18 19.002,06
a) aus Zahlungsdiensten 15.002,18 19.002,06
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten 20.216,60 19.816,60
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
55.644.186,76 47.443.352,29

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 53.039.082,75 45.114.147,92
a) aus Zahlungsdiensten 53.039.082,75 45.114.147,92
aa) davon zur Ausf. v. Zahlungsdiensten 0,00
bb) davon auf Zahlungskonten 53.039.082,75
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten 423.828,09 347.554,73
a) aus Zahlungsdiensten 423.828,09 347.554,73
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Rechnungsabgrenzungsposten 252.738,09 262.986,97
a) aus Zahlungsdiensten 252.738,09 262.986,97
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Rückstellungen 92.344,56 82.028,33
b) Steuerrückstellungen 43.000,00 39.000,00
c) andere Rückstellungen 49.344,56 43.028,33
aa) aus Zahlungsdiensten 49.344,56 43.028,33
bb) aus sonstigen Tätigkeiten
Eigenkapital 1.836.193,27 1.636.634,34
a) gezeichnetes Kapital 33.336,00 33.336,00
b) Kapitalrücklage 350.000,00 350.000,00
d) Bilanzgewinn 1.452.857,27 1.253.298,34
55.644.186,76 47.443.352,29

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1.2023 bis 31.12.2023

der PayCenter GmbH, Freising

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Zinserträge 23,50 23,46
a) aus Zahlungsdiensten 23,50 23,46
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Zinsaufwendungen -283,00 127.460,10
a) aus Zahlungsdiensten -283,00 127.460,10
Provisionserträge 9.647.937,82 8.853.427,49
a) aus Zahlungsdiensten 9.647.937,82 8.853.427,49
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Provisionsaufwendungen -6.142.776,87 -5.657.514,30
a) aus Zahlungsdiensten -6.142.776,87 -5.657.514,30
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Sonstige Erträge 430.216,80 348.441,75
a) aus Zahlungsdiensten 430.216,80 348.441,75
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -3.538.818,72 -3.035.824,88
a) aus Zahlungsdiensten -3.538.818,72 -3.035.824,88
aa) Personalaufwand
Löhne und Gehälter -2.065.491,22 -1.789.638,94
Soziale Abgaben und Aufw. -371.997,83 -353.937,89
bb) andere Verwaltungsaufwendungen -1.101.329,67 -892.248,05
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Abschreib. u. Wertbericht. auf Sachanlagen -1.450,13 -1.950,13
a) aus Zahlungsdiensten -1.450,13 -1.950,13
davon Abschreib. a. geringw. Wirtsch.güter
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Abschreib.u. Wertbericht. auf Forderungen -100.636,04 -57.162,31
a) aus Zahlungsdiensten -100.636,04 -57.162,31
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 294.213,36 321.980,98
a) aus Zahlungsdiensten 294.213,36 321.980,98
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -94.654,43 -91.878,70
a) aus Zahlungsdiensten -94.654,43 -91.878,70
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Jahresüberschuss 199.558,93 230.102,28
a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.253.298,34 1.023.196,06
Bilanzgewinn 1.452.857,27 1.253.298,34

Anhang zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023

der PayCenter GmbH Freising Amtsgericht München HRB 194018

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB, des GmbH-Gesetzes (GmbHG) sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) sowie des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz und der GuV-Rechnung erfolgt nach den Formblättern der RechZahlV.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatzmethoden und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Barreserve, sowie bei den Forderungen an Kreditinstitute erfolgt die Bewertung zum Nennwert.

Bei Forderungen an Kunden erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Nennwert. Soweit erforderlich, werden Einzelrisiken sowie allgemeine Ausfallrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Gebühren für die verschiedenen Leistungen vermerkt PayCenter auf den Kundenkarten sofort bei Entstehung. Jahres- oder Halbjahresgebühren werden dabei zu Beginn der Laufzeit in vollem Umfang reserviert. Eine tatsächliche Belastung des Kunden kann jedoch nur erfolgen, soweit ein Kartenguthaben vorhanden ist. Bei fehlendem Guthaben bleiben fällige Gebühren auf den Kundenkarten vorgemerkt und werden automatisch von späteren Kartenaufladungen abgezogen, ehe der Kunde anderweitig darüber verfügen kann. Bleiben jedoch weitere Kartenaufladungen aus, verzichtet PayCenter auf eine Einforderung der ausstehenden Gebühren.

Die ausstehenden Gebühren werden mit dem voraussichtlich realisierbaren Wert berücksichtigt.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungsgrundsätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht wurden. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 800,00 EUR werden im Wirtschaftsjahr Ihrer Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Personalrückstellungen sind nach den Grundsätzen für Sachleistungsverpflichtungen dotiert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung der Satzung und zum Abschlussstichtag vorliegender Beschlüsse.

Alle Werte, die in die Bilanz und in die GuV-Rechnung einfließen, lauten auf Euro. Die PayCenter GmbH unterhält keine Währungskonten.

Die PayCenter GmbH vergütet keine Zinsen.

Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen laufende Konten bei mehreren Kreditinstituten. Drei Konten erfüllen als Treuhandkonten die Sicherungsanforderungen nach § 13 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 ZAG. Von den Forderungen bei Kreditinstituten ist ein Gesamtbetrag von TEUR 54.254 täglich fällig.

Die Forderungen an Kunden bestehen in Höhe von 145 TEUR aus der Ausgabe von E-Geld und in Höhe von 18 TEUR aus Serviceleistungen in Verbindung mit BIN-Sponsoring-Geschäften.

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt: EUR
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten 22.526,37
Zugänge in 2023 0,00
Abgänge in 2023 0,00
Umbuchungen in 2023 0,00
Zuschreibungen in 2023 0,00
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres 13.946,12
Abschreibungen gesamt 1.450,13
Abschreibungen zum Ende des Geschäftsjahres 15.396,25
Buchwert 31.12.23 7.130,12

Bei den Sachanlagen handelt es sich ausschließlich um Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus der Ausgabe von E-Geld bestehen im Wesentlichen aus unverzinslichen Kundenguthaben auf ausgegebenen Kreditkarten. Die Verbindlichkeiten haben grundsätzlich eine tägliche Fälligkeit und damit in Summe eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsverträgen.

Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen aus im Voraus vereinnahmten Kartengebühren und Provisionen.

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen aus im Voraus bezahlten Mieten und Nebenkosten für Januar 2024.

Die gebildeten Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und Personalrückstellungen (Urlaubs- und Überstunden).

Das Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.836 umfasst das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 33. Darüber hinaus erfolgte im Geschäftsjahr 2012 die Zuführung eines Betrages in Höhe von TEUR 350 in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft. Ferner enthält das Eigenkapital den Bilanzgewinn des Jahres 2023 in Höhe von TEUR 1.453.

Folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, bestanden zum 31.12.20223:

Verpflichtungen aus Software-Lizenz- und Wartungsverträgen TEUR 144
Verpflichtungen aus Mietverträgen TEUR 871
Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen ca. TEUR 2.280

Die Zinserträge stammen aus der Anlage von Geschäftsguthaben.

Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kartentransaktionen, Kartengebühren und zusätzlichen Kartenfunktionalitäten sowie Überweisungs- und Lastschriftgebühren.

Die Provisionsaufwendungen entfielen im Geschäftsjahr 2023 auf die Aufwendungen für das Processing, Transaktionsgebühren von MasterCard und Vermittlungsprovisionen.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der PayCenter GmbH 60 Mitarbeiter beschäftigt (Mittelwert der vier Quartale).

Die Geschäftsführer sind

Bertram Eisele, Bankkaufmann

Günther Hofmann, Bankkaufmann

Dr. Peter Schönweitz, selbständiger Kaufmann

Claudio Fähndrich, Bankkaufmann

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Jahr 2023 insgesamt 427 TEUR.

Die Gesellschaft unterhält zum 31.12.2023 keine Beteiligungen an anderen Unternehmen mit mindestens einem Fünftel der Anteile. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 23 TEUR. Dieses entfällt ausschließlich auf Abschlussprüferleistungen.

Im Geschäftsjahr 1.1.2023 bis 31.12.2023 wurden folgende Zahlungsvorgänge und Volumen abgewickelt:

Stückzahl Volumen
in TEUR
Überweisungsgeschäft 1.474.607 345.078
Lastschriften 824.208 44.733
Zahlungskartengeschäft 8.447.095 319.003
gesamt 10.745.910 708.815

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.452.857,27 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht zu verzeichnen.

 

Freising, den 31.03.2024

PayCenter GmbH

Bertram Eisele, Geschäftsführer

Claudio Fähndrich, Geschäftsführer

Günther Hofmann, Geschäftsführer

Dr. Peter Schönweitz, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

PayCenter GmbH, Freising

1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Am 06.07.2012 erhielt die PayCenter GmbH die Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betreiben des E-Geld-Geschäfts nach § 8a Abs. 1 Satz 1 ZAG (Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz). Gegenstand der Gesellschaft ist seitdem das Prepaidkartengeschäft mit Spezialisierung auf bestimmte Funktionalitäten unter Lizenz des Anbieters MasterCard.

Sitz der Gesellschaft ist der Clemensänger-Ring 24 in 85356 Freising, in Stuttgart gibt es ein Büro in der Richard-Wagner-Str. 1, 70184 Stuttgart.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Entwicklung der Gesamtwirtschaft in 2023

Richtung Jahreswechsel 2023/24 setzte sich die wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland fort, mit einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,3 % im vierten Quartal 2023 gem. Statistischem Bundesamt. Frühindikatoren zeigten keine rasche Erholung an, jedoch konnten sich Belastungsfaktoren wie Inflationstrends und schwache Auslandsnachfrage im Verlauf des Jahres 2023 verringern. Die Produktion im produzierenden Gewerbe ging im November 2023 weiter zurück, während der Einzelhandelsumsatz sank. Die Inflationsrate in Deutschland stieg gem. Statistischem Bundesamt im Dezember 2023 auf 3,7 %. Der Arbeitsmarkt zeigte saisonübliche Schwankungen, mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit Richtung Jahresende. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen war im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, blieb jedoch etwas unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.

Ausschlaggebend für die Entwicklung im Jahr 2023 waren die Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiege sowie geopolitische Krisen. Das BIP sank preisbereinigt um 0,2 % im Gesamtjahr 2023, hauptsächlich aufgrund des rückläufigen privaten Konsums und der staatlichen Ausgaben. Bauinvestitionen sanken, während Investitionen in Maschinen stiegen. Exporte und Importe gingen zurück, wobei der Außenhandel positiv zum BIP beitrug. Trotz der wirtschaftlichen Schwäche blieb der Arbeitsmarkt robust, mit einem historischen Höchststand der Erwerbstätigkeit. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte stiegen deutlich aufgrund von Lohnsteigerungen und staatlichen Entlastungsmaßnahmen. Eine konjunkturelle Trendwende wird im ersten Quartal 2024 nicht erwartet, aber eine allmähliche Erholung könnte durch eine sinkende Inflation, steigende Reallöhne und eine verbesserte Weltwirtschaft im Verlauf des Jahres eintreten.

Die Weltwirtschaft zeigt nur geringfügiges Wachstum über das Jahr 2023. Die Industrieproduktion stagnierte aufgrund hoher Zinsen und Lagerhaltungsprobleme. Die Stimmung in deutschen Handelspartnerländern blieb gedämpft.

Der Einzelhandel verzeichnete im November 2023 wieder einen deutlichen Umsatzrückgang nach einem positiven Oktober. Auch der Lebensmittelhandel und der Online-Handel waren betroffen. Uneinheitlich sind die Frühindikatoren für den privaten Konsum, während die Geschäftslage im Einzelhandel als unbefriedigend bewertet wurde. Die Inflationsrate mäßigte sich allmählich, wobei Lebensmittelpreise weiterhin stark stiegen. Auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen war eine nachlassende Preisdynamik zu beobachten. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zeigte einen vorübergehenden Anstieg, blieb aber insgesamt unter dem Vor-Corona-Niveau.

Entwicklung der Branche

Der Fintech-Markt war 2023 von Herausforderungen wie Inflation, steigenden Zinsen und geopolitischen Spannungen geprägt. Die Finanzierungen in der Branche gingen weltweit zurück. Die Anleger zeigten sich wählerisch und legten verstärkten Wert auf operative Effizienz und Profitabilität.

Der Zahlungsverkehr blieb trotz der Schwierigkeiten in der Branche widerstandsfähig.

Krypto-Finanzierungen gingen zurück, während das Interesse an generativer KI in Bereichen wie Cybersicherheit und Insurtech zunahm.

Im vierten Quartal endete die herausfordernde Phase jedoch mit einem kleinen Lichtblick. Europäische Fintechs konnten wieder mehr Wagniskapital aufnehmen, nachdem die Gesamtinvestitionen zuvor im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken waren. Besonders das dritte Quartal war geprägt von einer starken Finanzierungskrise, die dazu führte, dass einige Fintechs Insolvenz anmelden mussten und viele Mitarbeiter entlassen wurden.

Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 hat sich der Bestand unserer aktiven Karten um 25 % erhöht.

Die durchgeführten Transaktionen haben 2023 gegenüber 2022 um 18 % (Anzahl) bzw. 3 % (Volumen) zugenommen. Die auf Treuhandkonten verwahrten Kartenguthaben sind um 18 % gestiegen.

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich vom 31.12.2021 zum 31.12.2022 um 4 erhöht. In Freising erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 5, in Stuttgart verringerte sie sich um 1. Die Entwicklung ist geringer als im Vorjahr, da mehrere Mitarbeiter in Stuttgart aus der Elternzeit zurückkamen und ausscheidende Mitarbeiter entsprechend nicht extern ersetzt werden mussten. Zum Jahresende waren in der Stuttgarter Niederlassung 26 Kollegen beschäftigt, in Freising 42.

Die seit Anfang 2017 vertriebene Sachbezugskarte, mit der Unternehmen ihren Mitarbeitern steuerbegünstigte Zahlungen zur Verfügung stellen können, fand auch im Jahr 2023 guten Anklang. Die Anzahl der Sachbezugskarten stieg 2023 um 70 %.

Unsere "VIMpay-Card", die sowohl virtuell auf dem Smartphone als auch als Plastikkarte oder zum Beispiel als Armband genutzt werden kann, haben wir mit eingeschränktem Leistungsumfang als kostenlose Version angeboten. Dieses Produkt wurde im Berichtsjahr stark nachgefragt. Besonders starke Nachfrage entstand nach bestimmten Teilprodukten, so genannte "Bundles", die in Kooperation mit Partnern wie den Smartwatch-Herstellern Fidesmo, Fitbit und Garmin und dem Halbleiterhersteller Infineon zustande kamen.

Das Geschäftsfeld BIN-Sponsoring, bei dem Partnerunternehmen den Vertrieb der Produkte übernehmen, während PayCenter im Hintergrund die Konten und Karten sowie die Zahlungsverkehrssysteme zur Verfügung stellt, konnte nicht ganz an die Entwicklung aus 2022 anknüpfen. Von den drei im Berichtsjahr 2022 durch die BaFin lizenzierten E-GeldAgenten waren 2023 zwar alle drei aktiv, einer musste zum Jahresende jedoch seine Geschäftstätigkeit einstellen und befindet sich im Insolvenzantragsverfahren. Ein anderer befindet sich im Insolvenzverfahren; hier sind die Karten jedoch noch aktiv. Ein Partner erhielt 2023 seine Lizenz, der Markteintritt verzögert sich jedoch noch. Verträge mit neuen BIN-Sponsoring-Partnern konnten 2023 nicht abgeschlossen werden. Für das Jahr 2024 werden neue Partnerschaften erwartet, Gespräche hierzu laufen.

Auftragslage und -entwicklung

Die Prepaidkarten mit Kontofunktion mit und ohne Pfändungsschutz sind die Basis unserer stabilen Ertragslage. Sowohl Privatkunden als auch kleinere und mittlere Firmenkunden fragen diese Produkte nach. Zwar spüren wir den Wettbewerbsdruck durch Fintechs wie N26, die vergleichbare Angebote oft kostenlos anbieten, konnten unsere Erträge aber auch in diesem Bereich 2023 stabil halten.

Das Geschäft mit den Sachbezugskarten wurde im Jahr 2023 erneut stark ausgebaut. Diese Karten sind schon geraume Zeit fester Bestandteil in unserer Ertragsplanung.

Derzeit findet sukzessive eine Umstellung unserer Prepaidkarten auf Debit-Karten statt. Bei unseren Produkten mit vollwertigem Girokonto werden neue Karten als Debit-Karten ausgegeben. Wir erhöhen dadurch unseren Interchange und haben eine günstigere Kostenstruktur, da geringere Mastercard-Gebühren beim Bargeldbezug am Geldautomaten anfallen.

Insgesamt erwarten wir für 2024 ein stabiles Neugeschäft.

Produktion und Kartenprodukte

Die PayCenter GmbH gibt ausschließlich Prepaidkarten heraus. Das bedeutet, Karten müssen zuvor mit Guthaben aufgeladen werden. Erst danach kann der Karteninhaber mit der Karte bezahlen. Zurzeit werden Prepaidkarten mit folgenden Grund-Typen ausgegeben:

SupremaCard / Onlinekonto

Karten mit begrenztem Aufladelimit aber unbegrenztem Umsatzvolumen. Die Karten haben eine eigene Kontonummer und können damit von beliebigen Konten per Überweisung aufgeladen werden. Die Karten verfügen über Girofunktionen wie z. B. der Möglichkeit, vom Kartenguthaben Überweisungen zu tätigen oder Lastschriften abbuchen zu lassen. Voraussetzung für diese Karten ist eine persönliche Legitimation

CardDuo

Dabei handelt es sich um Girocards, die mit einer Kontenfunktionalität ausgestattet sind. Zum Ende des Jahres 2019 lief die Kooperation mit dem Kreditkartenunternehmen JCB aus, die zuvor auch eine Kreditkartenfunktionalität bedeutete. Ob die Karten in Zukunft nur als Girocard verwendet werden oder ob eine weitere Funktion hinzukommt, entscheidet sich in nächster Zeit.

Sachbezugskarten

Diese Karten werden von Firmen für ihre Mitarbeiter ausgegeben und ermöglichen die steuerbegünstigte Auszahlung von Sachbezügen und anderer steuerbegünstigter Leistungen. Die Karteninhaber können mit den Karten ausschließlich einkaufen, weder Bargeld abheben noch am Zahlungsverkehr teilnehmen. Zum Ende des Jahres 2019 wurden Gesetzesänderungen beschlossen, die eine beschränkte Nutzungsmöglichkeit der Sachbezugskarten fordern und seit 2022 wirksam sind.

VIMpay-Karte

Diese Karte stellt eine Prepaid-Mastercard dar, die von einer anonymen virtuellen Karte schrittweise in verschiedenen Upgradestufen über eine Karte mit Referenzkonto-Anbindung zu einer voll legitimierten Karte mit Kontofunktion und vielen weiteren Funktionalitäten erweitert werden kann. In Verbindung mit der VIMpay-App bietet sie auch die Möglichkeit, eine virtuelle Karte mit einer Plastikkarte oder einer Karte auf einem anderen Träger wie zum Beispiel einem Armband oder einer Uhr zu kombinieren.

Abrechnungskarte / Spesenkarte

Angebote für Firmenkunden, die ihren Mitarbeitern Abrechnungs- oder Spesenkarten zur Verfügung stellen. Die Abrechnungskarte (früher B2B-Card) wird derzeit nicht mehr angeboten. Ein Nachfolgemodell ist in der Entwicklung. Die Markteinführung ist für 2024 bis 2025 eingeplant. Mit der Kombination der Schnellaufladekarte plus Spesenkarten ist es möglich, den Mitarbeitern innerhalb von Sekunden Kartenguthaben zur Verfügung zu stellen. Alle Karten enthalten Firmenguthaben. Für diese Karten legitimiert sich die Firma.

Geschäftsbeziehungen

Die PayCenter GmbH arbeitet eng mit Dienstleistern zusammen.

Die PayCenter GmbH gibt Prepaidkarten mit der Lizenz von Mastercard heraus. Entsprechende Vereinbarungen regeln die Ausgabe der Karten und die regelmäßige Abrechnung der Kartenzahlungen sowie der Gebühren. Mastercard hat sich bisher als stabiler Partner erwiesen.

Eine intensive partnerschaftliche Verbindung gibt es zwischen der PayCenter GmbH und der petaFuel GmbH. Die petaFuel GmbH stellt die IT-Umgebung zur Verfügung und sorgt für sichere und jederzeit aktuelle Systemumgebungen. Des Weiteren besteht mit petaFuel ein Processing-Vertrag, durch den der Vertrieb und Betrieb des E-Geld-Geschäfts insbesondere durch die Auftragsdatenverarbeitung, Abwicklung von Zahlungsinformationen mit Mastercard und der Verwaltung der Produkt-Websites gewährleistet wird. Die petaFuel GmbH entwickelt im Auftrag von PayCenter neue Produkte und passt die Produkte laufend den Anforderungen des Marktes an.

Das führende Buchhaltungssystem und die Programme zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs stammen von der PASS Banking Solution GmbH in Bad Mergentheim. Mit der Gesellschaft wurde ein Lizenz- und Wartungsvertrag geschlossen. Die Weiterentwicklung der Anwendungen erfolgt in enger Abstimmung mit einer überschaubaren Gruppe von Anwenderbanken.

Der Zahlungsverkehr wird über das Bankhaus Hafner, Augsburg, als unser "vorgelagertes Institut" abgewickelt. Unsere Kundenguthaben halten wir auf einem Treuhandkonto beim Bankhaus Hafner und auf einem zweiten Treuhandkonto bei der Commerzbank AG. Nach jahrelanger, guter Zusammenarbeit mit dem Bankhaus Hafner war beabsichtigt, dass wir uns bis spätestens Ende 2023 trennen. Im Laufe des Jahres wurde absehbar, dass sich diese Frist verlängern lässt, sodass die Zusammenarbeit zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor fortbesteht. Im Augenblick prüfen wir verschiedene Alternativen, die uns auch künftig einen Anschluss an den Zahlungsverkehr der Deutschen Bundesbank ermöglichen. Eine vielversprechende Option, die intensiv eruiert und vorangetrieben wird, ist eine ähnlich gelagerte Zusammenarbeit mit der Volksbank Mittweida eG als vorgelagertem Institut.

Ein weiteres Geschäftsfeld ist das BIN-Sponsoring, bei dem unsere Partner Fintechs, Banken oder andere Unternehmen sind, die lediglich den Vertrieb und alles Sichtbare der Produkte übernehmen, während PayCenter die Konten und Karten sowie die Zahlungsverkehrssysteme zur Verfügung stellt. Erste Partnerschaften entstanden 2021 und wurden 2022 durch die BaFin genehmigt. Mittlerweile gibt es aktiv durch drei E-GeldAgenten der PayCenter GmbH vertriebene Produkte. Während zwei Partner mit Insolvenzen kämpfen, steht ein weiterer in den Startlöchern für den Vertrieb.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Erträge aus dem Kartengeschäft ergeben sich aus Jahres- oder Monatsgebühren und aus Gebühren für bestimmte Transaktionen. Sie machen 67 % (Vorjahr 73 %) aller Erträge aus und haben sich seit 2022 um 19 TEUR oder 0,3 % erhöht. Höhere Zuwächse verzeichnen die sonstigen Erträge. So stiegen die Erträge aus den Sachbezugskarten erneut stark (plus 70,3 %) und machen nun 14,1 % (Vorjahr 9,1 %) des Gesamtertrags aus. Das neue Geschäftsfeld BIN-Sponsoring erzielte im zweiten Jahr nach Markteinführungen von Produkten einen Anteil von 4,6 % (Vorjahr 4,3 %) am Gesamtertrag.

Der Provisionsaufwand für unsere Partner Mastercard, petaFuel GmbH und andere beträgt mit 6.143 TEUR 61,0 % unserer Gesamterträge (im Vorjahr 61,5 %). Von dem an petaFuel bezahlten Provisionsaufwand wurden 1.810 TEUR (Vorjahr 1.369 TEUR) zweckgebunden für die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten verwendet.

Die Risikotragfähigkeit ist eine bedeutende Größe für unsere Unternehmenssteuerung. Im Jahr 2023 konnte die Überdeckung der quantifizierten Risiken durch unser Eigenkapital trotz höherer Risiken gesteigert werden

Das verwaltete Kartenguthaben hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Mio. EUR (im Vorjahr 6,0 Mio. EUR) oder um 17,5 % (im Vorjahr 15,2 %) erhöht. Das durchschnittliche Kartenguthaben beträgt 172 EUR (im Vorjahr 183 EUR) pro aktiver Karte

Die Anzahl der Transaktionen ist 2023 gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich um 18 % (im Vorjahr 19 %) gestiegen, wobei der Jahresumsatz pro aktiver Karte mit 2.299 EUR im Schnitt erneut zurückgegangen ist (im Vorjahr 2.795 EUR), was eine Auswirkung des starken Anstiegs der VIMpay- und Sachbezugskarten ist. Die VIMpay-Karten werden von vielen Kunden als Zusatzkarte verwendet, um gelegentliches Mobile- oder Wearable-Payment zu nutzen und verzeichnen deshalb wesentlich geringere Jahresumsätze, verglichen mit unseren stagnierenden Standard-Produkten. Bei den Sachbezugskarten ist die steuerfreie Auszahlung des Arbeitgebers auf 50 EUR pro Monat begrenzt, was ebenfalls zu einem geringeren durchschnittlichen Jahresumsatz führt.

Die Nachfrage nach E-Geld-Produkten ist besonders abhängig von der technischen Ausgestaltung. Der Erfolg ist abhängig von Innovationen. PayCenter investiert einen großen Teil seiner Erträge sofort wieder in die Entwicklung neuer Produkte.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Prepaid- bzw. Debit-Karten werden im Allgemeinen von Kreditinstituten als Ergänzung zu bestehenden Girokonten angeboten. Verschiedene Wettbewerber bieten Prepaid- und Debit-Karten wie wir auch über das Internet an, wobei der Service rund um die Karten meist stark eingeschränkt ist. In der Regel haben die Wettbewerber ihren Sitz nicht in Deutschland und unterliegen damit nicht der strengen deutschen Bankenaufsicht. Die PayCenter GmbH bietet die Karten mit einer deutschen IBAN und BIC sowie umfangreichen Girokontofunktionalitäten an, womit der Servicebedarf der Kunden deutlich stärker ausgeprägt ist.

Wir wollen unseren Kunden einen besonders guten Service bieten und stehen telefonisch, per E-Mail oder per Chat arbeitstäglich zwischen 7.30 Uhr und 18.30 Uhr zur Verfügung. Auch an Wochenenden und an Feiertagen bearbeiten wir Kundenanfragen. Dadurch heben wir uns deutlich von den Wettbewerbern ab. Für diesen Service haben wir hoch motivierte Mitarbeiter, die ständig geschult werden und bei Bedarf jederzeit durch Spezialisten unterstützt werden. Über die Hälfte unserer knapp 70 Mitarbeiter wird zumindest teilweise in der Kundenbetreuung eingesetzt.

Zu unseren Prepaidkarten bieten wir auch einen Pfändungsschutz an. Alle Informationen rund um das Pfändungsschutzkonto und eventuelle Pfändungen werden unseren Kunden online, telefonisch in eigener Hotline und per E-Mail zur Verfügung gestellt.

Unsere Kunden haben durch unser Schufa-freies Angebot speziell bei den herkömmlichen Produkten im Durchschnitt eine geringe Kaufkraft und niedrige finanzielle Möglichkeiten. Gerade diese Kunden sind bereit, unsere zum Teil auch durch die höhere Betreuungsintensität begründet höheren Preise zu bezahlen, da sie bei anderen Zahlungsinstituten bonitätsbedingt nicht die Möglichkeit haben, ein Konto zu eröffnen. Da es immer weniger kostenfreie Konten auf dem Markt gibt, ist eine gleichbleibende oder steigende Nachfrage nach unseren Produkten wahrscheinlich.

Generell ist die Qualifikation unserer Mitarbeiter hoch. Sie bilden ein Team mit ausgezeichneten Erfahrungen. Ältere und junge Kollegen, eine Mischung aus langjähriger Bankpraxis und jugendlicher Innovationsfreude, Flexibilität durch überlagernde Kompetenzen und hohe Motivation bilden die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft. Durch interne und externe Schulungen und durch die Beteiligung an Entscheidungsprozessen erhöhen wir die Kompetenzen der Mitarbeiter.

Mit einer flexiblen Arbeitszeitregelung sorgen wir dafür, dass wir konstant eine hohe Servicequalität erreichen und gewährleisten, dass die täglichen Prozesse sicher ablaufen.

Unsere IT-Systeme haben eine hohe Verfügbarkeit. Die Systeme ermöglichen schnelle Zugriffe für Kunden, Händler und Mitarbeiter. Damit schaffen wir die Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit.

Vermögenslage

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Barreserve 0 0,0 0 0,0
Forderungen an Kreditinstitute 55.438 99,6 47.179 99,4
Forderungen an Kunden 163 0,3 217 0,5
Sonstige Vermögensgegenstände 43 0,1 47 0,1

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Eigenkapital 1.836 3,3 1.637 3,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 53.039 95,3 45.114 95,1
sonstige Verbindlichkeiten 424 0,8 347 0,7
kurzfristige Rückstellungen 92 0,2 82 0,2
Rechnungsabgrenzungsposten 253 0,4 263 0,6

Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich zum Stichtag 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahresende um 8.260 TEUR erhöht. Auf der anderen Seite haben sich auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden im Jahresvergleich um 7.925 TEUR erhöht.

Bei den Forderungen an Kunden handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus noch nicht belasteten Gebühren und Provisionen

Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 4 TEUR verringert.

Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss in Höhe von 200 TEUR erhöht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 76 TEUR erhöht.

öhere Steuerrückstellungen und höhere sonstige Rückstellungen führten dazu, dass sich die kurzfristigen Rückstellungen um 10 TEUR erhöhten.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen aus im Voraus vereinnahmten Kartengebühren und Provisionen. Sie haben sich um 10 TEUR verringert.

Die Kartenguthaben stehen unseren Kunden täglich zur Verfügung. Entsprechend ist auch das Guthaben auf den Treuhandkonten täglich fällig. Eine Anlage der Kundengelder in befristeten Einlagen oder in anderen Finanzmarktprodukten erfolgt bisher nicht, ist aufgrund der steigenden Zinsen aber eine Option für das Jahr 2024.

Finanzlage

Das ZAG verlangt ein Eigenkapital, welches sich am Zahlungsvolumen orientiert. Maßgeblich für die Ermittlung ist das durchschnittliche Kartenguthaben.

Die hinreichende Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war, aufgrund der bestehenden Eigenkapitalausstattung und -finanzierung, über das gesamte Geschäftsjahr 2023 hinweg sichergestellt. Die Gesellschaft verfügt zudem zum Bilanzstichtag 31.12.2023 über Eigenmittel, die das nach ZAG erforderliche Eigenkapital übersteigen. Die Gesellschaft benötigte daher weder im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 noch im laufenden Geschäftsjahr 2024, fremde Mittel. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden waren in diese Betrachtung, aufgrund der grundsätzlichen betrags- und fristenkongruenten Hinterlegung der Kundenguthaben auf hierfür gesondert bestehenden Banktreuhandkonten, nicht mit einbezogen bzw. durch die Treuhandguthaben gedeckt.

Ertragslage

Die Erträge sind abhängig von den aktiven Karten und den Umsätzen, welche mit den Karten getätigt werden. Ein steigender Bestand an Karten garantierte auch 2023 sichere Provisionserträge. Auch der Provisionsaufwand ist zu einem großen Teil abhängig von den Karten und den Kartenumsätzen.

Die Provisionserträge betrugen im Geschäftsjahr 9.648 TEUR. Die Provisionsaufwendungen beliefen sich auf 6.143 TEUR.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen waren in Höhe von 3.539 TEUR angefallen

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag betrug somit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 200 TEUR.

Gesamtaussage

Wir sind mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden.

3. Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen unserer Risikoanalyse haben wir folgende wesentlichen Risikobereiche identifiziert und ein System installiert, das frühzeitig potenzielle Chancen und Risiken erkennt, erfasst und kommuniziert, um insbesondere Maßnahmen zur Vermeidung oder Minderung von Risiken ergreifen zu können.

Prepaidkarten werden zuerst mit Guthaben aufgeladen und danach kann im Rahmen des Guthabens mit der Karte oder per Onlinebanking verfügt werden. Wir haben daher trotz teils schlechter Bonität unserer Kunden kein Kreditausfallrisiko. Allerdings besteht das Risiko, dass Kunden ihre Gebühren nicht bezahlen. Wir begegnen dieser Gefahr dadurch, dass wir unsere Gebühren vom Kartenguthaben abbuchen, sobald Geld auf die Karte eingezahlt wird. Noch bevor der Kunde verfügen kann, werden die fälligen Gebühren abgebucht. Sollten für ausstehende Gebühren keine Deckung mehr eingehen, wird auch kein kostenverursachender Service mehr geleistet. Insofern ist das Risiko nicht bezahlter Gebühren nicht direkt bedrohlich, sondern dem allgemeinen Marktrisiko gleichzusetzen.

Für das Produkt VIMpay haben wir die Möglichkeit geschaffen, mit einer "Blitzaufladung" sofort Guthaben auf die Karte zu laden. Zur Deckung erfolgt zeitgleich ein durch uns überwachter Überweisungsauftrag an das hinterlegte Referenzkonto. Da der erteilte Überweisungsauftrag von der Referenzbank nicht immer ausgeführt wird, entstehen immer wieder Forderungen an Kunden. Das Risiko des Ausfalls dieser Forderungen wird begrenzt durch die Höhe der Blitzüberweisung und Aufladesperren bis zum Ausgleich bestehender Forderungen.

Im Zuge der überarbeiteten Zahlungsdiensterichtlinie PSD II ist es PayCenter möglich, im Auftrag des Kunden direkt als Kontoinformationsdienst und Zahlungsauslösedienst tätig zu werden und Überweisungen zu veranlassen. Im Kalenderjahr 2022 wurden für die ersten Banken Schnittstellen geschaffen, der Aufbau und die dafür notwendige Zusammenarbeit mit den anderen Banken war aufwendiger als gedacht. Im Geschäftsjahr 2023 begann PayCenter im Auftrag des Kunden über die neuen Schnittstellen Überweisungen von Kundenkonten bei anderen Instituten an Kundenkonten bei PayCenter zu erfassen. Derzeit handelt es sich noch um wenige Institute. Das Geschäft soll ausgebaut werden, damit zukünftig deutlich weniger Überweisungen ausfallen als im Vergleich zu den herkömmlich eingereichten Überweisungen.

Durch hohe Beträge und umfangreiche Dateien, die täglich über unser Zahlungsverkehrssystem bewegt werden, bestehen Transaktionsrisiken. Die im Zahlungsverkehr heute erwartete Schnelligkeit und Genauigkeit kann nur durch straffe Abläufe und permanente Kontrollen erreicht werden. Wir schalten die Transaktionsrisiken durch eine Vielzahl in unsere Zahlungsverkehrsprozesse eingebaute manuelle und maschinelle Abstimmungen und Kontrollen nach dem Vier-Augen-Prinzip aus.

Liquiditätsrisiken, unseren Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit jederzeit nachkommen zu können, sehen wir, aufgrund der bestehenden Eigenmittelausstattung und der aktuellen Geschäftsplanung für 2024, nicht bzw. als unwesentlich an. Insbesondere ergeben sich, aufgrund der fristenkongruenten Deponierung sämtlicher Kartenguthaben auf zwei hierfür gesondert bestehenden Treuhandkonten, und der Führung sämtlicher Kreditkarten ausschließlich auf Guthabenbasis, keine Liquiditätsrisiken.

Die Guthaben auf den Treuhandkonten stehen hierbei in vollem Umfang jederzeit für die Transaktionen der Kunden zur Verfügung.

Aufgrund unserer Vertriebsstrategie, Prepaidkarten mit Girokontofunktion über die VIMpayApp und über das Internet zu vertreiben, haben wir Versuche festgestellt, solche Karten für betrügerische Zwecke zu verwenden. Dieses Risiko besteht grundsätzlich bei allen online und app-basiert vertriebenen Konten. Wir begegnen dem Reputationsrisiko durch verschiedene Programme, mit denen wir Zahlungen und Kundenstammdaten filtern und verdächtige Aktivitäten schnell erkennen können. Mit abgestuften Maßnahmen reagieren wir schnell und konsequent auf Hinweise, die unsere Überwachungsprogramme liefern.

Für Finanzprodukte gibt es keinen Patentschutz. Neuentwicklungen werden schnell von Wettbewerbern nachgemacht. Als innovatives Unternehmen müssen wir uns diesem Marktrisiko stellen und dürfen uns nicht auf unseren Erfolgen ausruhen. Bieten Konkurrenten nachgemachte Produkte billiger an, gehen unsere Neuregistrierungen schnell zurück. Wir spüren auch die Konkurrenz von Anbietern, die ihren Sitz nicht in Deutschland haben, aber im deutschen Raum Kartenprodukte anbieten. Oft bieten diese Marktteilnehmer ihre Karten viel unbürokratischer an, da sie weniger Regulierungsaufwand betreiben müssen.

Wir werden daher auch künftig unsere Produkte weiterentwickeln und neue Kartenprodukte anbieten, wenn wir einen Bedarf an innovativen Zahlungsinstrumenten erkennen, möglicherweise auch noch weiter über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Den Operationellen Risiken begegnen wir durch Funktionstrennungen, umfassende Arbeitsanweisungen, regelmäßige Kontrollen und Abstimmungen sowie durch ein restriktives Berechtigungssystem.

Auch nach dem Ende der COVID-19-Pandemie setzt die PayCenter GmbH auch weiterhin vermehrt auf Heimarbeit und mobile Arbeitsplätze. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, an mehreren Tagen im Monat mobil zu arbeiten. Entsprechend muss durch die schlechteren Kommunikations- und Überwachungs- sowie Kontrollmöglichkeiten im Home-Office ein besonderes Augenmerk auf die operationellen Risiken gelegt werden.

Auch bei Kartengesellschaften und bei kartenausgebenden Unternehmen besteht ein Betrugsrisiko durch Insider. Aus diesem Grund gelten bei der PayCenter GmbH und insbesondere bei dem Dienstleister petaFuel GmbH strengste Vorschriften im Umgang mit vertraulichen Daten. Die petaFuel GmbH ist PCI-zertifiziert und besitzt das ISO/IEC 27001 TÜV-Zertifikat. Die regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsstandards gehört zum festen Programm der Präventionsmaßnahmen.

Die Risikoeinschätzung und die Risikoinventur unterliegen bei der PayCenter GmbH einem Regelprozess der in eine finale Risikobewertung mündet. Die zum 31.12.2023 bewerteten Gesamtrisiken ergaben einen Gesamtbetrag von 305 TEUR.

Neue Ertragschancen sehen wir speziell bei VIMpay. Funktions- und Angebotserweiterungen, die nur Usern in kostenpflichtigen Upgradestufen zur Verfügung stehen, wie höhere Verfügungslimits, Chatfunktion und P2P, also das Versenden von Beträgen zwischen zwei Usern in Echtzeit sowie Karten für Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, wie unsere Abrechnungskarte oder VIMpay Business, sind vielversprechend und können sich hoffentlich schnell im Ertrag widerspiegeln.

Für Sachbezüge haben wir mit unseren Sachbezugskarten ein Produkt entwickelt, welches die sonst sehr aufwändige Bearbeitung von Sachbezugsleistungen stark vereinfacht. Nachdem 2022 die Einschränkungen der Karten auf verschiedene Regionen und Händler bekannt und von uns umgesetzt wurden, bestätigten uns die Finanzbehörden, dass unsere Sachbezugskarten steuerkonform sind. Die gesteigerte Berichterstattung, Werbemaßnahmen und unsere Vorteile gegenüber der Konkurrenz führen zu einem starken Anstieg der Erträge.

Ein weiteres Geschäftsfeld mit reichlich Potenzial ist das so genannte BIN-Sponsoring. Bei dieser Dienstleistung können Partner wie Fintechs, Banken oder andere Unternehmen Kartenprodukte selbst mitgestalten und unter einem eigenen Produktnamen selbständig im Namen der PayCenter GmbH vertreiben. PayCenter übernimmt bei diesen Karten alle regulatorischen Aufgaben, stellt sicher, dass die Kunden vorschriftmäßig legitimiert, gespeichert und gemeldet werden, wickelt den Zahlungsverkehr und die Kartenzahlungen ab, verwaltet die Kartenguthaben und überwacht die Prozesse und Zahlungsströme im Hinblick auf Geldwäschevorschriften. Nachdem 2021 die ersten Partner gewonnen wurden, konnten 2022 nach den Genehmigungen der BaFin die ersten Produkte an den Markt gehen. 2023 konnte ein weiterer Partner lizenziert werden. 2024 erwarten wir einen weiteren Markteintritt und das Onboarding weiterer Interessenten.

Ein neues Geschäftsfeld ist die sogenannte Bezahlkarte. Sie dient dazu, dass Kommunen Leistungsempfängern die Ihnen zustehenden Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz monatlich zukommen lassen können, ohne dabei Bargeld auszahlen zu müssen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde viel Aufwand in die Konzeption und Entwicklung des Produkts gesteckt, im Jahr 2024 werden die Landkreise des Freistaats Bayern beginnen, unsere Karte an die Leistungsempfänger auszugeben. Weitere Ausschreibungen einzelner Landkreise in anderen Bundesländern hat PayCenter bereits gewonnen. 2024 steht eine bundesweite Ausschreibung an, an der sich PayCenter ebenfalls beteiligen möchte.

4. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 erwarten wir ein stagnierendes Neugeschäft im Bereich unserer Standardprodukte ohne VIMpay. Punkten kann PayCenter hier trotz der Entgelte mit der Verknüpfung der Produkte in der VIMpay-App. Durch die Erweiterungsmöglichkeiten in VIMpay werden die Standardprodukte interessanter und heben sich von Produkten des Wettbewerbs ab.

Wir gehen davon aus, dass sich der Bestand unserer Standardkarten moderat erhöhen wird. Bei Sachbezugskarten erwarten wir erneut einen starken Anstieg. Die Bezahlkarte wird ab 2024 zu einer deutlichen Erhöhung unseres Treuhandguthabens führen. Beim Zahlungsvolumen gehen wir von einer Zunahme um 25 % aus. Deshalb prognostizieren wir auch eine entsprechende Entwicklung bei den Kartenerträgen und den Provisionsaufwendungen.

Derzeit suchen wir personelle Verstärkung für unseren Bereich Sachbezugskarten und Bezahlkarten sowie zur Verstärkung unseres P-Konto-Teams.

Bei den Erträgen gehen wir wieder von einer positiven Entwicklung aus und erwarten insgesamt ein Ergebnis über dem Niveau des Geschäftsjahr 2023.

Im Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren setzen wir weiterhin auf eine sehr hohe Verfügbarkeit unserer Systeme und eine hohe Erreichbarkeit unseres Services. Dazu werden wir unsere Servicezeiten beibehalten und weiterhin in die Aus- und Weiterbildung unseres wachsenden Teams investieren.

 

Freising, den 31.03.2024

Paycenter GmbH

Bertram Eisele, Geschäftsführer

Claudio Fähndrich, Geschäftsführer

Günther Hofmann, Geschäftsführer

Dr. Peter Schönweitz, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der PayCenter GmbH, Freising - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

 

Schmitten, den 21. Juni 2024

BRAUS BERATUNG+REVISION GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Benedict Braus, Wirtschaftsprüfer

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