ATHOS Elektrosysteme GmbH

Im Köbler 2, 75438 Knittlingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 708146
Eingetragen
14.12.2006
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Kabelaufrollern, Einbaukabeltrommeln und von artverwandten Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Sailer
seit 2.2.2024
Geschäftsführer
Jörg Steinmüller
seit 3.12.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Atlanta Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
75.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ATHOS Elektrosysteme GmbH

Knittlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ATHOS Elektrosysteme GmbH (ATHOS) entwickelt und vertreibt elektronische Baugruppen und dabei insbesondere Aufrollsysteme für die unterschiedlichsten Anwendungen. Die Zielmärkte unserer OEM Kunden liegen dabei vor allem im Konsumgüter-, der Industrie- und Medizingerätebereich.

2. Forschung und Entwicklung

Für uns stehen innovative und qualitativ hochwertige Produkte mit hohem Kundennutzen im Vordergrund der Vertriebs- und Entwicklungsaktivtäten. Wir wollen unseren Kunden einen Zusatznutzen bieten und uns dadurch von den Marktbegleitern abgrenzen. Daher haben wir im Geschäftsjahr 2023 rund 334 TEUR (Personal- und Sachkosten) für die eigene Forschung und Entwicklung aufgewendet. Für die kommenden Jahre sind Ausgaben in ähnlicher Größenordnung geplant.

Wir arbeiten weiter gezielt an neuen und verbesserten Produkten, die erweiterten Kundennutzen darstellen, neue Anwendungsfelder ermöglichen sowie unseren Qualitätsansprüchen und denen unserer Kunden gerecht werden. Damit können wir uns am Markt differenzieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die ATHOS Elektrosysteme GmbH ist zusammen mit den Schwesterwerken in Slowenien, der Türkei und China weltweit Zulieferer unserer OEM Kunden und unterliegen hier den globalen Veränderungen bzw. deren Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Endverbraucher. Die Auftragslage für technisch anspruchsvolle Produkte ist weiterhin auf einem guten Niveau, auch wenn der Klimawandel und die damit einhergehenden Regenfälle in Europa die Nachfrage nach unseren Outdoorprodukten sinken lässt. In den anderen Bereichen (Haushaltsgeräteindustrie, Medizintechnik und Möbelindustrie) sind die Mengen erfreulich stabil.

Durch weitere Produktoptimierungen konnten wir auch in 2023 neue Entwicklungsaufträge generieren, die uns auch für die kommenden Jahre Umsätze sichern. Das gibt uns die Möglichkeiten neue Anwendungsfelder in neuen Märkten zu finden und uns so noch unempfindlicher gegenüber einzelnen Marktveränderungen zu machen. So erhoffen wir uns neue Impulse durch die Markteinführung der neuen Wand-Schlauchbox PowerRoll, die sich bequem per Knopfdruck aufrollen lässt.

2. Geschäftsverlauf

Trotz eines erneut herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes und rückläufiger Umsätze unserer Kunden, ist es uns gelungen, unsere Marktposition zu verbessern und das Betriebsergebnis annähernd zu halten. Der fortdauernde russische Angriffskrieg führte zu einer hohen Unsicherheit in der Wirtschaft und nach wie vor hohen Energiepreisen. Dadurch wurde die Verbraucherpreisinflation in vielen Ländern weiter befeuert und beeinflusst auch weiter den privaten Konsum.

Insgesamt gab es im Jahr 2023 kaum Impulse, die sich positiv auf die Konjunktur ausgewirkt haben. Aufgrund des sehr guten ersten Halbjahres im Geschäftsjahr 2022, hat sich der Umsatz deshalb im Geschäftsjahr 2023 signifikant reduziert. Trotz niedrigerem Umsatz konnte der Ertrag weitestgehend konstant gehalten werden. Wir haben unsere Positionen weiter durch flexible Anpassungen an die Kundenwünsche stärken können.

Wir werden unsere Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten intensivieren, um die Produktentwicklung in unserer Branche voranzutreiben und für neue Anwendungen noch attraktiver zu werden. Für 2024 und 2025 sind weitere Produkteinführungen in Zusammenarbeit mit unseren Kunden aber auch von uns entwickelten Produkten (ABE Power) geplant. Wir fokussieren uns weiterhin auf Lösungen in unserem Kernsegment und stehen in Kontakt zu einem weiteren OEM aus dem Bereich Haushaltsgeräteindustrie mit dem wir unseren Marktanteil nochmal deutlich ausweiten könnten. Weitere Anwendungsfelder für unsere Ausrollsysteme sehen wir im Bereich der Möbelindustrie. Die Optimierung der Lieferketten für unsere Produkte sowie die Erhöhung des Automatisierungsgrads in unseren Fabriken hat auch in Zukunft eine deutlich größere Bedeutung.

3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

Ertragslage

Die wesentliche Ergebnisquelle der ATHOS Elektrosysteme GmbH ist die Entwicklung und der Verkauf von Einbau-Kabelaufrollern für Strom- und Datenkabel sowie von Schlauchaufrollern für Wasser und Druckluft. Weitere Einnahmen werden aus Lizenzerlösen erzielt, die ATHOS aus Technologietransferabkommen mit Schwestergesellschaften bezieht.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Gesamtleistung von ATHOS um 25,7 % auf EUR 42,2 Mio. reduziert. Trotz dieses Rückgangs hat sich das Rohergebnis um lediglich EUR 0,1 Mio. verringert, weil sich die Materialkosten in Folge sinkender Rohstoffpreise, Transport- und Energiekosten reduziert haben. Hinzukommt ein veränderter Produktmix, der sich positiv auf den Rohertrag auswirkt.

Bei den Personalkosten und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gab es keine nennenswerten Änderungen. Ihr Anteil an der Gesamtleistung hat sich dadurch um 1,2 % auf insgesamt 5,3 % erhöht

Das EBIT hat sich geringfügig um 4,0 % auf EUR 1,7 Mio. verringert. Die EBIT-Rendite hat sich um 1,0 %-Punkte auf 4,1 % verbessert.

Unsere ursprüngliche Planung 2023 wird durch diese Zahlen bestätigt, denn wir hatten einen Umsatzrückgang von annähernd 25,0 % und ein in absoluten Zahlen unverändertes EBIT geplant.

Wir beurteilen die Ertragslage der letzten Jahre als sehr beständig.

Finanzlage

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der ATHOS hat sich im Jahr 2023 um EUR 2,0 Mio. auf EUR +3,0 Mio. verbessert. Hauptreiber dieser Entwicklung sind der Jahresüberschuss (EUR +1,2 Mio.) und ein Aufbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten um EUR 3,7 Mio., der vornehmlich aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert. Im Gegensatz dazu wurden aber auch liquide Mittel in den Aufbau der Forderungen und s. Vermögensgegenstände (EUR +1,6 Mio.) gebunden.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungs- und der Investitionstätigkeit spielen im Geschäftsjahr 2023 mit EUR -0,3 Mio. nur eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand im Jahr 2023 um EUR 2,7 Mio. auf EUR 3,0 Mio. erhöht. Mit dem Start der Gartensaison in den Baumärkten wird ATHOS im ersten Quartal 2024 wesentliche Mengen an Schlauchaufrollern aus dem Kunden-Konsignationslager abverkaufen und zusätzliche Liquidität generieren.

Es gibt weiterhin keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder externen Finanzdienstleistern. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen werden stets durch schnelle Zahlung erfüllt. Insofern betragen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lediglich 258 TEUR, was einem Anteil an der Bilanzsumme von 1,6 % entspricht. Der Anteil der gesamten Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme hat sich in Folge der gestiegenen Intercompany Verbindlichkeiten auf 49,0 % verschlechtert.

Die Kennzahl für die Liquidität 1. Grades beträgt 35,4 % per 31.12.2023. Das entspricht einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (= 5,4 %). Die Liquiditätslage der ATHOS wird als gut und die gesamte Finanzlage als sehr stabil eingestuft.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um 43,2 % (= EUR 4,8 Mio.) auf EUR 15,8 Mio. erhöht. Auf der Aktivseite entfallen 98,2 % der Bilanzsumme auf das Umlaufvermögen. Die größten Positionen bilden dabei die Vorräte mit EUR 9,0 Mio. (= 57,2 % der Bilanzsumme) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 1,8 Mio. (= 11,6 % der Bilanzsumme).

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um EUR 1,2 Mio. auf EUR 7,5 Mio. erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich dennoch von 57,3 % auf 47,3 % zum 31.12.2023 verringert. Ursächlich hierfür ist ein Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten um EUR 3,6 Mio. auf EUR 8,3 Mio. Ihr Anteil an der Bilanzsumme ist entsprechend um 10,0 %-Punkte auf 52,7 % gestiegen.

Wir beurteilen die die Kapitalausstattung der ATHOS als überdurchschnittlich gut.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung verwendet die ATHOS Elektrosysteme GmbH den Umsatz, die EBIT-Marge und den Cash-Flow aus dem operativen Geschäft als wesentliche Leistungsindikatoren.

Erstmals seit einigen Jahren hat sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 reduziert. Der Rückgang fiel mit 23,3 % sehr deutlich aus, weil das überproportionale Wachstum seit dem GJ 2020 bis Mitte 2022 auch auf außerordentliche Einflüsse wie dem Baumarktboom in Folge der Corona-Pandemie zurückzuführen war.

Die EBIT-Marge hat sich im Jahr 2023 auf 4,1 % verbessert. Uns ist bewusst, dass diese Rentabilität nach allgemeinen Maßstäben als "eher gering" eingestuft werden muss. Letztlich spiegelt sich hier aber auch unsere enge Kunden- und Preisbindung wider. Von daher liegt unser langfristiges Ziel für die EBIT-Marge bei 3,0 %. Dieses Ziel wurde in 2023 erneut erreicht.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zeigt sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit EUR +3,0 Mio. deutlich verbessert. Unser Ziel ist ein positiver operativer Cash-Flow, um Investitionen und Dividenden aus eigener Kraft finanzieren zu können. Dieses Ziel wurde 2023 wieder erreicht.

5. Gesamtaussage

Die ATHOS Elektrosysteme GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Dennoch wurden die weiteren Ziele zu den finanziellen Leistungsindikatoren erreicht. Die Eigenkapitalquote hat sich reduziert, liegt aber mit 47,3 % auf einem sehr guten Niveau. Somit wird ATHOS auch in Zukunft in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und uneingeschränkt nachzukommen.

III. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltweites Wachstum von 3,1 Prozent, das von einer unerwartet stabilen Konjunktur in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie von fiskalischen Anreizen in China angetrieben wird. Laut World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird für die USA ein Wachstum von 2,1 Prozent, für China von 4,6 Prozent und für Frankreich von 1,0 Prozent erwartet. Für Deutschland wird dagegen nur ein geringes Wachstum von 0,5 Prozent prognostiziert, womit die Bundesrepublik das Schlusslicht bildet. Von den sechs untersuchten Wirtschaftsregionen und 16 vom IWF bewerteten Ländern schneidet keines schlechter ab.

Die deutsche Wirtschaftslage in den Jahren 2024 und 2025 wird von verschiedenen Risikofaktoren beeinflusst, darunter Haushaltsdefizite, wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die Folgen des Konflikts in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Entwicklung von Löhnen und Inflation. Wie bereits im letztjährigen Prognosebericht angenommen wurde, konnte durch die strengere Geldpolitik und durch stabilisierende Rohstoffpreise die Inflationsdynamik in 2024 abgeschwächt werden. In der Tendenz sollte sich die Lage im Verlauf des Jahres 2025 durch steigende Löhne, sinkende Energiepreise, ein niedrigeres Zinsniveau, eine rückläufige Inflationsrate und schließlich durch die Rückkehr der Kaufkraft, weiter erholen.

Da ATHOS auch weiterhin wesentlich an der Einführung neuer Produktgenerationen unserer Kunden für 2024 und darüber hinaus beteiligt ist, wird dies den Geschäftsverlauf weiter positiv beeinflussen. Auch weiterhin erhalten wir von unseren Kunden positive Signale, dass sich deren Geräte durch unsere Produkte einer stabilen Nachfrage über deren bisherigen Märkte hinaus erfreuen.

Trotz der vielfältigen Einflussfaktoren werden wir die bisherige positive Entwicklung des Unternehmens durch Konzentration unserer Vertriebsaktivitäten mit der Zielsetzung zusätzliche Anwendungsfelder zu generieren, auch in den kommenden Jahren forcieren.

Vor diesem Hintergrund planen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einer leichten Steigerung des Kundenumsatzes um etwas mehr als 3,0 % und einem erneut unveränderten EBIT, wodurch sich die EBIT-Marge geringfügig auf 3,8 % reduziert. Beim operativen Cash-Flow planen wir eine Verbesserung um ca. EUR 1,50 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir nur wenige konjunkturelle Impulse. Wir gehen daher von einem nahezu unveränderten Umsatz aus. Das EBIT wird sich geringfügig reduzieren, weil wir gegenüber den Kunden Preisreduzierungen vereinbaren mussten. Die EBIT-Marge wird sich deshalb auf ca. 3,5 % verringern. Der operative Cash-Flow wird sich auch im Jahr 2025 positiv ausfallen. Wir erwarten erneut einen Cash-Flow von EUR 1,50 Mio.

IV. Chancen- und Risikobericht

In unserem Nischengeschäft haben wir uns insoweit gut gegenüber etwaigen Wettbewerbern positioniert, dass wir uns als Marktführer betrachten. Vor diesem Hintergrund werden wir zur zukünftigen Stabilisierung, an der unserer Meinung nach bewährten Strategie festhalten, unseren Kunden Produkte mit höchster Qualität, bei optimalem Nutzen und gleichzeitig enger Preisbildung anzubieten.

Trotz der zugenommenen Risikopotentiale hat sich 2023 sowohl die Anzahl der Kundenanfragen und so auch die Zahl unserer Angebote erfreulich stabil entwickelt, und zwar nicht nur in unseren Zielmärkten, sondern auch in neuen Märkten mit neuen Anwendungsfeldern. Diese Möglichkeiten wirken sich aus unserer Sicht risikomildernd aus.

Aufgrund der weiterhin sehr engen Entwicklungszusammenarbeit mit unseren Kunden und dabei konsequent an deren Anforderungsprofil orientierten Produktlösung, besteht kein wesentliches Schadensersatzrisiko. Im Gegenteil, dies führt zu Vertiefung der Geschäftsbeziehungen und erleichtert die Gewinnung der Neukunden.

Die hohe Volatilität des Beschaffungsmarktes haben wir durch Vereinbarungen zu Materialgleitklauseln oder MTZ (Materialteuerungszuschlag) im überwiegenden Teil der Geschäftsbeziehungen fixiert. Dabei wird der taggenaue Materialzuschlag ermittelt und an die Kunden weiterberechnet.

Währungsrisiken ist ATHOS nur bedingt ausgesetzt, da sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig fast ausschließlich in EUR fakturiert wird. Sollte sich diese Situation einmal ändern, wird ATHOS die daraus resultierenden Risiken mit Hilfe von Kurssicherungsgeschäften minimieren.

Wir erzielen mehr als 95 % unserer Umsätze mit namhaften OEM, die sich seit Jahrzehnten als Markenhersteller etabliert haben und die im Fokus der Öffentlichkeit und der Fachpresse stehen. Potenzielle Ausfallrisiken unserer Kundenforderungen sehen wir nach wie vor nicht. Trotzdem schaffen wir durch Bonitätsauskünfte von führenden Auskunfteien zusätzlich Sicherheit.

Bestandsrisiken werden mit den Schwesterwerken durch regelmäßige Überprüfungen und gemeinsam mit den OEM Kunden durchgeführte Bestell- und Abrufmengenvereinbarungen minimiert, in die auch alle wichtigen Lieferanten eingebunden sind.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzierungsinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements von ATHOS ist die Absicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Wir verfolgen eine konservative Risikopolitik.

Die Eigenfinanzierung zählt zu den bevorzugten Finanzierungsarten von ATHOS. Es gibt keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Ausnutzung von Skonto bezahlt.

ATHOS verfügt über einen solventen, langjährigen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Bei neuen Geschäftsbeziehungen werden im Vorfeld Bonitätsauskünfte eingeholt und im Zweifel werden die Neukunden zunächst nur mit Vorauskasse beliefert

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden notwendige Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird ein Liquiditätsplan erstellt und regelmäßig aktualisiert, um etwaige Engpässe frühzeitig transparent machen zu können.

 

Knittlingen, den 22. Januar 2025

ATHOS Elektrosysteme GmbH

gez. Jörg Steinmüller, Geschäftsführer

gez. Benjamin Sailer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 283.647,17 57.129,56
I. Sachanlagen 283.647,17 57.129,56
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.472.183,17 10.945.843,97
I. Vorräte 9.010.949,24 9.037.810,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.507.080,79 1.655.108,88
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: € 18.110,58)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.954.153,14 252.924,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 104,50 94,50
15.755.934,84 11.003.068,03

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 7.461.414,57 6.303.316,60
I. Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
II. Kapitalrücklage 759,02 759,02
III. Gewinnrücklagen 622.851,90 622.851,90
IV. Gewinnvortrag 5.604.705,68 4.398.005,09
V. Jahresüberschuss 1.158.097,97 1.206.700,59
B. RÜCKSTELLUNGEN 581.510,00 669.574,00
C. VERBINDLICHKEITEN 7.713.010,27 4.030.177,43
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: € 7.198.818,57 (Vorjahr: € 1.716.008,88)
15.755.934,84 11.003.068,03

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 3.978.475,16 4.058.843,57
2. Personalaufwand 1.366.607,94 1.344.258,86
a) Löhne und Gehälter 1.158.536,20 1.150.301,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 208.071,74 193.957,67
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.656,51 23.094,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 921.916,61 958.107,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.200,12 6.554,29
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 32.481,32 (Vorjahr: € 6.529,29)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 56.528,41 36.925,36
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 493.104,84 495.163,60
8. Ergebnis nach Steuern 1.158.860,97 1.207.847,59
9. sonstige Steuern 763,00 1.147,00
10. Jahresüberschuss 1.158.097,97 1.206.700,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die ATHOS Elektrosysteme GmbH hat ihren Sitz in Knittlingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HR B 708146 eingetragen.

Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 238 ff., §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB.

Ausweiswahlrechte zwischen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang wurden zugunsten des Anhangs ausgeübt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

Ebenfalls hat die Gesellschaft die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB und des § 288 Abs. 2 HGB genutzt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs beachtet worden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der vergangenen Jahre wurden grundsätzlich beibehalten.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der vergangenen Jahre wurde nicht abgewichen. Soweit Ermessensentscheidungen in Bezug auf den Grund, den Umfang und den Zeitpunkt des Ansatzes von Vermögensgegenständen und Schuldposten zu treffen waren, wurde eine zum Vorjahr vergleichbare Ermessensentscheidung angestrebt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Es wurde gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (going-concern-Prinzip). Im Einzelnen gilt Folgendes:

AKTIVA

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich gewährter Lieferantenskonti aktiviert. Die Abgänge werden zu historischen Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgebucht.

Abnutzbares Anlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den zulässigen Höchstsätzen planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Anlagegüter, im Einzelanschaffungspreis bis € 800,00 werden in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihren Nominalbeträgen bilanziert.

Die auf fremde Währung lautenden Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Bilanzstichtag mit dem Euroreferenzkurs bewertet.

Innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten wurden Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt.

PASSIVA

Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

III. Erläuterungen zur Bilanz

A. AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen wird in der Anlage in einem Anlagenspiegel dargestellt. Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind historische Werte angesetzt worden.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie bereits im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

B. PASSIVA

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt € 75.000,00 und ist in voller Höhe erbracht.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Besicherungen bestehen nicht.

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtsjahr außergewöhnliche Erträge von T€ 384 (Vorjahr: T€ 300) aus Auflösungen von Rückstellungen und Verbindlichkeiten enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen über T€ 238.

Geschäftsführung

Dipl.-Wirtschaftsing. Jörg Steinmüller, Dipl.-Ing. Rainer Ehlert (bis 4. April 2024) und Benjamin Sailer (seit 2. Februar 2024).

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich aus.

Mitarbeiter

Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 16 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Arbeitnehmerzahlen verstehen sich inklusive Teilzeitbeschäftigte, aber ohne Auszubildende und Geschäftsführer.

 

Knittlingen, den 22. Januar 2025

ATHOS Elektrosysteme GmbH

gez. Jörg Steinmüller, Geschäftsführer

gez. Benjamin Sailer, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.428,23 0,00 0,00 7.428,23
technische Anlagen und Maschinen 180.147,14 0,00 0,00 180.147,14
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.875,49 26.610,62 0,00 243.486,11
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 224.563,50 0,00 224.563,50
404.450,86 251.174,12 0,00 655.624,98
Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.558,23 675,29 0,00 5.233,52
technische Anlagen und Maschinen 156.699,13 6.523,05 0,00 163.222,18
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.063,94 17.458,17 0,00 203.522,11
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
347.321,30 24.656,51 0,00 371.977,81
Buchwerte
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.194,71 2.870,00
technische Anlagen und Maschinen 16.924,96 23.448,01
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.964,00 30.811,55
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 224.563,50 0,00
283.647,17 57.129,56

Hinweis zur Offenlegung

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 24. Januar 2025.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ATHOS Elektrosysteme GmbH, Knittlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ATHOS Elektrosysteme GmbH, Knittlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATHOS Elektrosysteme GmbH, Knittlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Attendorn, den 22 Januar 2025

HTR Hansa Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. A. Hilgers, Wirtschaftsprüfer

gez. S. Buchmann, Wirtschaftsprüfer

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