Cafeteria zum Armaturenpark GmbH
Selbe AdresseSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christa Ingrid, geb. Voß Hoenmanns seit 13.6.2017 | Geschäftsführer |
Oliver Blankenheim seit 10.1.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 24.94% | |
| 13.06% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Phiesel GmbHHerzberg/ElsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die in Bad Münstereifel vor über 40 Jahren gegründete Dreherei Phiesel, die später in die Rechtsform einer GmbH überführt wurde und 2007 vom Altbesitzer an eine neue Gruppe tätiger Gesellschafter verkauft wurde, wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 auf ihr in Herzberg/Elster ansässiges Schwesterunternehmen ASK Antriebssysteme + Komponenten GmbH (nachfolgend ASK) verschmolzen. Im Rahmen dieser Umstrukturierung wurde ein weiteres Unternehmen aus dem Verbund, die KPR Beteiligungs GmbH, ebenfalls auf die ASK verschmolzen, die danach in Phiesel GmbH umfirmiert wurde. Ziel der durchgeführten Verschmelzungen war, die bisher in einem losen Gesellschafterverbund operierenden Gesellschaften, zu einem Unternehmen zusammenzuführen, um somit einzelne Prozesse zu verschlanken und zu optimieren. Die Phiesel GmbH ist eine mit modernen Maschinen ausgestattete Dreherei mit Sitz in Herzberg/Elster (Brandenburg), die daneben die größere Produktionsstätte in Bad Münstereifel (NRW) betreibt. Es werden Präzisionsdrehteile aus Stahl, Edelstahl, Messing, Aluminium und Kunststoff gefertigt, welche überwiegend ihren Einsatz in der Automobilindustrie, im Bereich Fahrwerkselemente und Bremsanlagen finden. Weitere Einsatzfelder befinden sich im Bereich der Weißen Ware und bei Gassicherheitsarmaturen. Hierbei werden Kundenaufträge von der Kleinserie auf CNC-Maschinen bis zum Großauftrag auf konventionell- oder CNC-gesteuerten Mehrspindeldrehautomaten inklusive deren Nachbearbeitung mit zusätzlichen Operationen und/oder Oberflächenbehandlung gefertigt. 2. Forschung und Entwicklung Die Phiesel GmbH betreibt seit vielen Jahren "Industrielle Forschung" und "Experimentelle Entwicklung". Es wurden, teilweise auch in Zusammenarbeit mit der RWTH-Aachen, Entwicklungen wie z. B. die Rückgewinnung von Prozesswärme zur Nutzung als Heizenergie für die Waschanlagen, Detektion von fehlerfreien Stellen auf Rohren, Stanztechniken usw. durchgeführt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2021 wurde der Digitalisierungsprozess durch die Entwicklung einer für Drehereien spezifischen Kalkulationssoftware, die in 2019 entwickelt wurde, fortgesetzt und erprobt. Der Ausbau des ERP-System wurde in 2022 bzgl. der Bausteine BDE und MDE geplant und mit der Ausarbeitung eines Lastenheftes begonnen. Diese Projekt wurde auch in 2023 fortgesetzt und zur Unterstützung ein Wirtschaftsingenieur eingestellt. Um in diesem Thema auf dem Stand der Wissenschaft zu sein, beteiligt sich die Phiesel GmbH im Rahmen der industriellen Gemeinschaftsforschung an dem AiF-Forschungsprojekt KI-basierte robuste Produktionsplanung zusammen mit weiteren Industriepartnern und dem FiR e.V. an der RWTH-Aachen sowie der TU-München. Ein weiteres Entwicklungsprojekt war in 2020 bereits in der Konzeptionsphase. Es wird eine Walzstraße für Dickenmaß-Kalibrierung mit dem Ziel entwickelt, erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen sowohl extern als auch intern zu erreichen. Die Entwicklungsarbeiten haben im Januar 2020 begonnen und ruhten in 2021 und 2022 aufgrund der Corona-Pandemie. Das Projekt wurde in 2023 wieder aufgenommen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen In 2023 konnte der hohe Umsatz des Jahres 2022 gehalten werden. Allerdings war das 2. Halbjahr deutlich schwächer. Die Automobilzulieferbranche und der Maschinenbau litten in 2023 weiterhin stark unter den Corona-Folgen und dem Ukraine-Krieg. Die extremen Preissteigerungen am Energiemarkt konnten durch die Gas- und Strompreisbremse in Deutschland gemildert werden. Die Energiepreissteigerungen führten aber dennoch zu einer massiven Kostensteigerung, die auch eine weitere allgemeine Inflation in 2023 verursachte. Die OEM in der Automobilindustrie akzeptierten keine Preiserhöhungen aufgrund von höheren Energiepreisen, was die Zulieferanten in Europa erheblich schwächte. Durch fallende Rohstoffpreise konnte der Inflation entgegengewirkt werden. Die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Lieferanten wurde aber dennoch stark geschwächt und die Insolvenzgefahr stieg. Die Phiesel GmbH produziert auch für die Branche der Weißen Ware im Bereich Waschmaschinen, Trockner und Staubsauger und für die Branche der Gasarmaturenhersteller. Der Konsumermarkt brach etwas geringer als erwartet in 2023 ein, aber er schrumpfte kontinuierlich, was sich im ersten Quartal 2024 fortsetzte. Die Phiesel GmbH konnte entgegengesetzt zum allgemeinen Trend insbesondere durch neue Aufträge im Export ihren Auftragsbestand bis Ende 2026 sichern. Der gesamte Verlauf des Jahres 2023 war bei der Phiesel GmbH von einer kontinuierlichen Auslastung geprägt. Der trotz der Krisen zufriedenstellende Geschäftsverlauf der Phiesel GmbH in 2023 mit den bisher ebenfalls zufriedenstellenden Ergebnissen des ersten Quartals 2024 ist im Gegensatz zu den Ergebnissen 2023 und dem Trend 2024 aus nachstehender Veröffentlichung der IGM als sehr positiv einzustufen. Zitate aus der Veröffentlichung des IGM-Vorstandes Wirtschaft Aktuell Nr. 1 Januar 2024Link:
https://www.igmetall.de/download/20240117_Wirtschaft_Aktuell_01_2024_Jahresergebnisse_2023_
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| Ergebnisquellen | Geschäftsjahr |
| T€ | |
| Gesamtleistung | 13.401 |
| EBITDA | 1.187 |
| EBIT | 809 |
| Jahresergebnis | 347 |
Trotz der in 2023 bestehenden Energiekrise, des Ukraine-Kriegs und des Absatzschwunds in der Automobilbranche, ergab sich in 2023 eine zufriedenstellende betriebliche Auslastung. Die Schwankungsbreite der durchschnittlichen Tagesumsätze der Quartale ist nachfolgend tabellarisch zu sehen:
Durchschnittliche Tagesumsätze 2022, 2023 und I/2024, quartalsbezogen
| Quartal | I 2022 | II 2022 | III 2022 | IV 2022 |
| Tagesumsatz im Quartal(T€) | 49,5 | 51,1 | 48,8 | 52,8 |
| Delta der Quartale 2024 und 2023 zu 2022 | ||||
| Tagesumsatz im Jahresdurchschnitt (T€) | 50,5 | |||
| Quartal | I 2023 | II 2023 | III 2023 | IV 2023 | I 2024 |
| Tagesumsatz im Quartal(T€) | 60,5 | 56,8 | 41,7 | 42 | 48 |
| Delta der Quartale 2024 und 2023 zu 2022 | 11 | 5,7 | -11,1 | -10,8 | -1,5 |
| Tagesumsatz im Jahresdurchschnitt (T€) | 50,3 | 48 | |||
Deutlich erkennbar ist der starke Umsatzzuwachs in Quartal I/23 und II/23, der in den Quartalen III/23 und IV/23 mehr als verbraucht wird. Auch das Quartal I/24 fällt geringer aus als im Vergleichsjahr 2022. Der Rückgang des Tagesumsatzes ist nicht rein konjunkturbedingt zu erklären, auch andere Effekte wie die Weitergabe der Subvention aus der Strompreisbremse, der Preissenkungen durch fallende Rohstoffpreise usw. an den Kunden, führten ebenfalls zu einem Anteil des Rückgangs.
Vergleicht man die Anzahl verkaufter Produkte, so erkennt man allerdings deutlich den konjunkturellen Einbruch ab Quartal III/23 im Vergleich zu 2022.
Die Anzahl verkaufter Produkte im 2. Halbjahr 2022 betrug 12,4 Mio. Stück, im 2. Halbjahr 2023 nur noch 10,0 Mio. Stück, ein Rückgang um annähernd 20%
Der Materialaufwand inkl. der bezogenen Leistungen ist gegenüber dem Vorjahr von ca. 41 % auf ca. 39 % der Gesamtleistung gefallen, was überwiegend der Materialpreissenkung durch den Konjunkturrückgang im 2. Halbjahr 2023 geschuldet ist. Die Personalkosten stiegen von ca. 31 % im Vorjahr auf ca. 34 % der Gesamtleistung in 2023. Die Abschreibungen sind um ca. 5 T€ gefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit ca. 22 % von der Gesamtleistung ca. 2 % höher als im Vorjahr.
Die Kreditverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich leicht um ca. 36 T€. Durch den Zinsanstieg erhöhten sich die Zinsaufwendungen allerdings um ca. 93 T€, was einem Anstieg von ca. 52 % entspricht.
Ein Vergleich von 2022 mit 2021 brachte die Erkenntnis, dass sich die Marktsysteme langsam, aber sukzessive von Corona erholen, aber mit der Energiekrise und der damit einhergehenden Inflation und Zinssteigerungen in 2023 die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen erheblich beeinflusst wurde. Durch die staatliche Unterstützung über die Energiepreisbremse wurde ein Beitrag zur Abschwächung der Problematik in 2023 erreicht, in 2024 entfällt diese Unterstützung und es bleibt zu hoffen, dass es nach einem schwachen 1. Quartal 2024 wieder aufwärts geht. Die Verbindlichkeiten abzüglich der Guthaben gegenüber Kreditinstituten sind von 2022 auf 2023 um rund 133 T€ gestiegen. Der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von ca. 811 T€ auf ca. 332 T€ gesunken.
2023 endete mit einem Gewinn von ca. 347 T€. Die Auslastung des Unternehmens war Ende 2023 noch zufriedenstellend. Weitere interne Prozessoptimierungen, die bereits 2021 starteten, halfen, die extremen Kostensteigerungen des Jahres 2023 abzumildern. Durch die konsequente Verfolgung der Themen zur Effizienzsteigerung, auch zusammen mit den Hochschulen, erwarten wir weitere Einspareffekte.
b) Finanzlage
Die Finanzlage des Unternehmens war 2023 trotz der Kostensteigerungen auskömmlich, so wie prognostiziert. Liefereinteilungen von Kunden des automotiven Sektors sind zwar auch sehr langfristig angelegt, werden aber jederzeit geändert, so dass sehr klare Absprachen mit den Kunden zur Materialfreigabe vorliegen müssen. Das 2. Halbjahr 2023 war wieder geprägt durch ein Verschieben der Lieferabrufe in spätere Monate, wodurch die Liquidität stark belastet wurde. Die Kreditversicherer zogen sich aufgrund der allgemein schlechten Ergebnisse aus dem ersten Corona-Jahr 2020 und den hinzugekommenen Risiken durch den Ukraine-Krieg in 2022 und auch in 2023 bei vielen Unternehmen zurück, so dass mit besonderer Vorsicht gegenüber Kunden und den eigenen Lieferanten agiert werden musste.
Die Eigenkapitalquote konnte in 2023 auf ca. 19 % bei einer im Vergleich zum Vorjahr nur um ca. 3% gesunkenen Bilanzsumme gesteigert werden. Der Verschuldungsgrad konnte weiter gesenkt werden.
Die Gesellschaft finanziert sich kurzfristig vornehmlich durch Kreditlinien bei verschiedenen Banken. Daneben wird bei den Banken auch auf langfristige Finanzierungen zurückgegriffen. Die über die Sparkasse in 2020 ausgezahlten Corona-KfW-Kredite sind langfristig über 8 Jahre zu tilgen. Die Tilgung startete im 4. Quartal 2022.
c) Vermögenslage
Die Anlagenintensität zum Bilanzstichtag beträgt ca. 22 %.
4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Gesellschaft verwendet für die interne Unternehmenssteuerung die folgenden Leistungsindikatoren: das Rohergebnis, den ordentlichen Cashflow und den Verschuldungsgrad. Weiterhin beobachtet die Gesellschaft fortlaufend den Liquiditätsbestand.
Der EBITDA beträgt 1.187 T€.
5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
a) Personal- und Sozialbereich
Die Personalkapazität ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 3 % gesunken. Es wurden weitere Auszubildende eingestellt. Auszubildende, die ihren Abschluss in 2022 machten, wurden in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Da qualifiziertes Fachpersonal mittlerweile sehr selten zu finden ist, baut die Phiesel GmbH verstärkt eigenes Fachpersonal durch eigene technische und kaufmännische Ausbildung und durch Weiterbildungsmaßnahmen auf.
b) Umweltschutz
Die Phiesel GmbH legt großen Wert auf den praktischen Umweltschutz. Alle eingekauften Rohmaterialien und Betriebsstoffe werden auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft. Die Phiesel GmbH kauft nur von zertifizierten Lieferanten. Das Gesamtziel der Phiesel GmbH im Umweltschutz ist die Ressourcenschonung durch Einsparung, Wiederverwertung und Kreislaufschließung im Sinne eines produktionsintegrierten Umweltschutzes. Alle anfallenden Späne werden sortenrein den Schmelzen wieder zugeführt. Alle den Spänen anhaftenden Öle oder Emulsionen werden mechanisch abgetrennt und ebenfalls recycelt. Für die Verpackung der Ware werden überwiegend Mehrwegsysteme eingesetzt. Eine Eigenentwicklung einer Produktionsanlage zum Stanzen von Produkten führt jährlich zu erheblicher Einsparung von den für das Produkt einzusetzenden Halbzeugen und trägt damit zur Ressourcenschonung bei. Eine Spänepresse ermöglicht den effizienteren Transport der Späne zur Schmelze. Wärmerückgewinnungsprojekte führten bereits zu einer Einsparung von Heizenergie für die Teilewaschanlagen und die Beheizung der Büroräume. Die Kühlung der Maschinen wurde modernisiert und durch Freiluftkühler energieeffizienter, die Beleuchtung wurde auf LED umgestellt. Die Maßnahmen sind ein wesentlicher Beitrag zur CO 2 -Einsparung.
Die Phiesel GmbH wird ein sich sukzessive verbesserndes System zur Ermittlung des CO 2 -Verbrauchs der Fertigung jedes Drehteils entwickeln. Für die eingesetzten Halbzeuge wird schon heute von vielen Herstellern und Händlern der CO 2 -Verbrauch pro kg angegeben. Die meisten Energieversorger berichten über den CO 2 -Verbrauch zur Herstellung der gelieferten kWh. Wir selber kennen die Anschlusswerte unserer Maschinen, den durchschnittlichen Ölverbrauch und die durchschnittliche Energie zur Kühlung der Maschinen. Daher ermitteln wir schon heute für unsere Aluminium-Großserienprodukte den CO 2 -Fußabdruck mit einer mittleren Genauigkeit.
Mit der Einführung von BDE und MDE und Einbindung der Daten daraus in unser ERP-System werden in wenigen Jahren die CO 2 -Verbräuche für jedes einzelne Drehteil immer genauer ermittelt werden können. Bereits beim Einkauf der Halbzeuge sollen die CO 2 -Verbrauchsdaten abgelegt werden. Über die MDE zum Fertigungsauftrag sollen die maschinenspezifischen CO 2 -Verbräuche über den Fertigungsablauf von spanender Bearbeitung über weitere mechanische Bearbeitung und das Waschen der Teile ermittelt und erfasst werden. Fremdleister werden aufgefordert ihre CO 2 -Verbräuche anzugeben, die ebenfalls als artikelspezifische Daten eingepflegt werden. Auf diesem Weg sollen also produktspezifisch die CO 2 -Verbräuche festgehalten werden können. Die Verbräuche können dann auch halbzeugspezifisch gefiltert werden, so dass der Hersteller einer Messingstange mit z. B. Ø 30 mm und Länge von 3.000 mm den durchschnittlichen CO 2 -Verbrauch mitgeteilt bekommen kann. Auch der Endkunde bekommt dann immer genauere Werte zum CO 2 -Fußabdruck seines Produktes, das er bei uns erwirbt. Die allgemeinen CO 2 -Verbräuche des Unternehmens für Strom der Verwaltung und Licht, Heizung, Transporte, Verpackungen etc. können danach entweder auch artikelspezifisch ermittelt werden oder als Durchschnittswert addiert werden. Der Ausbau dieses umfassenden CO 2 -Verbrauchs-Erfassungssystems wird voraussichtlich innerhalb der nächsten 5 Jahre entstehen und von Jahr zu Jahr an Genauigkeit gewinnen.
C. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 nicht ergeben. Es werden aber in 2024 voraussichtlich weitere starke Marktveränderungen zu verzeichnen sein. Die EU, Großbritannien und die USA halten an den Wirtschaftssanktionen gegen Russland fest bzw. verschärfen diese und ein Ende des Ukraine-Krieges ist noch nicht in Sicht. Die Energiepreise werden auf relativ hohem Niveau in Europa bleiben, was die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen, insbesondere der deutschen Unternehmen bereits geschwächt hat und zu einer weiteren Abwanderung von Industrieunternehmen führen kann. Der Taiwan-Konflikt könnte in 2024 eskalieren und auch weitere Brennpunkte wie z. B. Iran, Israel, Syrien, etc. könnten für weitere wirtschaftliche Probleme sorgen.
Die Börsenkurse für Industriemetalle erreichten im April 2022 einen Höchststand. Messing, MS58 Stufe 1 erreichte rund 885,--€/t und fiel bis Ende 2023 auf ca. 710,-- €/t. Seit Anfang 2024 bis Anfang April erholte sich Messing auf 766,--€/t.
Für Aluminium notierte der LME im April 2022 bei rund 350,-- €/t, fiel mit Schwankungen kontinuierlich bis Ende 2023 auf rund 200,-- €/t und stieg Mitte April 2024 wieder auf einen Wert von 246,-- €/. Seit Anfang 2023 sind Engpässe bei den Industriemetallen nicht mehr gravierend aufgetreten, was aber über das laufende Jahr 2024 je nach Fortführung des Krieges und Eskalation der weiteren Krisen wieder aufflammen könnte.
D. Prognosebericht
Die Prognose aus dem Lagebericht des Vorjahres, beschrieb für 2023 -aus heutiger Sicht korrekt-, dass es durch Ukraine-Krieg und weitere Krisenherde voraussichtlich weltweit zu starken, nicht vorhersehbaren Marktbewegungen kommen wird, es aber trotzdem zu einem weiter positiven Umsatzverlauf bei der Phiesel GmbH kommen würde.
Trotz des sich stark weiter erhöhenden Krisenpotentials sieht die Phiesel GmbH das Jahr 2024 positiv. Die Phiesel GmbH hat ihren Exportanteil erstmalig auf rund 50 % des Umsatzes steigern können. Die 50% teilen sich in ca. 19 % Umsatz im europäischen Ausland und ca. 31 % im außereuropäischen Ausland auf. Durch die konsequente Einführung und Entwicklung von Technologien zur Energieeinsparung erhält sich die Phiesel GmbH ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit und kann bei einem schwächeren deutschen oder auch europäischen Markt Umsatzanteile im außereuropäischen Markt gewinnen.
Durch den Ausbau der Digitalisierung über BDE und MDE und dem Aufbau eines Produktionsleitstandes wird auch die konsequente Optimierungen der Materialströme und der Lagerhaltung der Phiesel GmbH betrieben und der Lagerumschlag pro Zeiteinheit erhöht. Durch die Digitalisierung, durch die Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und durch die sortenreine Metallwiederverwertung wirkt die Phiesel GmbH Preissteigerungen entgegen und wird auch in 2024 weitere Preissteigerungen kompensieren und wettbewerbsfähig bleiben. Für die Phiesel GmbH werden in den kommenden Jahren die Erweiterung auf neue Werkstoffe, insbesondere Kunststoffe, und die weiterentwickelten eigenen Fertigungsmethoden Erweiterungspotenzial bieten. Auch die Umstellung auf bleifreie Werkstoffe bei Stahl, Aluminium und Messing wird Neuerungen im Bereich der Werkzeuge und deren Beschichtungen mit sich bringen. Serien, die seit vielen Jahren laufen, müssen auf bleifreie Werkstoffe, die sich z. T. erheblich schlechter zerspanen lassen, umgestellt werden. Hierzu hat die Phiesel GmbH erfolgreiche Versuche durchgeführt und einen nahtlosen Übergang zu den neuen Werkstoffen für den Kunden geleistet.
In den letzten Lageberichten aus 2020, 2021 und 2022 wurde prognostiziert, dass der Wandel von der Massenproduktion zur Fertigung kleinerer und mittlerer Serien erfolgen würde und die Arbeiten im Angebotswesen und der Fertigungssteuerung an Bedeutung gewinnen und weitaus aufwendiger würden. Diese Prognose hat sich für die Phiesel GmbH in 2022 und auch in 2023 bestätigt. Durch das neue Kalkulationsprogramm und die sukzessive Einführung der Maschinen- und Betriebsdatenerfassung (MDE und BDE) sowie des Produktionsleitstandes ist die Phiesel GmbH in der Lage, die große Menge an Angeboten innerhalb kürzester Zeit abzugeben und die Kleinserien in der Fertigung zu steuern. Die Zeitreduzierung in der Angebotskalkulation liegt bei ca. 80%. Durch hinzugewonnene Klein- und Mittelserien konnte in 2023 der hohe, in 2022 erreichte Umsatz gehalten werden. Durch die Beteiligung an dem Forschungsprojekt zur KI-basierten robusten Produktionsplanung wird die Phiesel GmbH diesen Weg konsequent weitergehen.
Konkrete Prognosen sind für die Zukunft aber leider nicht möglich, da sich weltweit weitere Krisenherde herausbilden, die Automobilindustrie Absatzproblem insbesondere in Europa hat und annähernd alle Kosten weiter steigen, auch wenn sich der Inflationsanstieg gesenkt hat. Corona hatte den Trend zur weiteren Globalisierung vorerst gestoppt und es wurde wieder räumliche Nähe zu Zulieferern gesucht. Dieser Trend hat sich anfänglich durch die Ukraine-Krise verstärk. Durch die sehr hohen europäischen Energiekosten könnte es wieder zu einer Orientierung auf Produktion in Ländern mit geringeren Energiekosten kommen. Bisher konnte die Phiesel GmbH dieser Entwicklung trotzen.
E. Risiken
1. Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der immer noch wirkenden Corona-Krise und der nicht abschätzbaren Entwicklung des Ukraine-Krieges sowie der weiteren kritischen Brennpunkte in der Welt wie z. B. Israel, Syrien, Iran, Afghanistan und auch Taiwan, kann es zu erheblichen Börsenschwankungen für Industriemetalle und auch wieder zu erheblichen Lieferschwierigkeiten kommen. Die europäische Energiekrise kann sich sowohl aus geopolitischen Gründen wieder verstärken als auch durch die mit dem fortschreitenden Klimawandel auftretenden Trockenperioden mit häufigeren Abschaltung von Kraftwerken befeuert werden. Diese Risikofaktoren können zu einer erheblichen Verstärkung von Inflation und damit zu einer Schwächung der Kaufkraft führen, durch die sich der Konsumermarkt rückläufig gestalten könnte. Die Kreditversicherer haben vielfach die Kreditlimite bereits seit 2021 gesenkt, was zu einer bedrohlichen Liquiditätslage für einige Unternehmen führen kann, da sie bei ihren Lieferanten Vorkasse zahlen müssen.
Durch die Corona-Krise wurden und werden teilweise die Abnahmeverpflichtungen durch Konzern-Kunden nicht erfüllt, sie setzten die Lieferpläne ohne Vorankündigung auf Null. Die weiteren nun entstandenen Krisen verstärken dieses Vorgehen noch. Auch rechtsverbindliche Verträge, die diesen Sachverhalt regeln sollen, helfen in der Situation nicht und eine Klage hat bis zur Entscheidung eines Gerichtes einen zu langen Zeitraum. Die Abnahme der verbindlich bestellten Halbzeuge muss aber vertragsgemäß erfüllt werden, wodurch der Liquiditätsbedarf auch in 2023 erheblich stieg und in 2024 weiter steigen wird. Dieses Risiko scheint für mittelständische Unternehmen bei einer Zusammenarbeit mit großen Automobilzulieferanten unausweichlich zu sein und nach Ausschöpfung aller Liquiditätsbeschaffungsmöglichkeiten besteht als letzte Möglichkeit nur, die Zusammenarbeit mit den vertragsuntreuen Kunden zu beenden.
2. Personelle Risiken
Personelle Risiken könnten dahingehend entstehen, dass Mitarbeiter des Managements dem Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stünden und diese kurzfristig nicht substituiert werden könnten. Als Gegenmaßnahme werden seit Jahren Vertreter für den jeweiligen Arbeitsplatz geschult und konsequent während der Fehlzeiten wie Krankheit und Urlaub eingesetzt, so dass eine ggf. auch längere Personalsuche gut überbrückt werden könnte. Weiterhin könnten ertragswirtschaftliche Risiken dadurch auftreten, dass der Bedarf an qualifizierten Facharbeitern nicht gedeckt werden könnte. Dem wird durch die eigene Ausbildung im technischen und kaufmännischen Bereich entgegengewirkt.
Aufgrund des demografischen Wandels ist es auch im ländlichen Raum, in dem die Phiesel GmbH angesiedelt ist, schwieriger geworden, Auszubildende und jüngere Mitarbeiter zu gewinnen. Durch gezieltes Einladen von Schulklassen, die Zurverfügungstellung von Praktikumsplätzen, Vergabe von Bachelorarbeiten über z. B. die FH-Aachen, Arbeitsangebote für Werkstudenten, Unternehmensdarstellungen in Broschüren wie dem "Technologieatlas Eifel" und Werbung für Ausbildung bei der Phiesel GmbH auf unseren Ausliefer- und Werbefahrzeugen ist die Phiesel GmbH bemüht, junge Mitarbeiter und Auszubildende zu interessieren und zu gewinnen. Um junge und/oder technikbegeisterte Menschen anzusprechen, setzt die Phiesel GmbH auch auf auffallende Fahrzeuge als Werbeträger, in denen Fahrwerkskomponenten der Phiesel GmbH verbaut sind. Auch die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit läuft weiterhin äußerst erfolgreich. Neue Ausbildungsverträge wurden abgeschlossen und auch für 2024 werden neue Auszubildende gesucht und bereits einige gefunden.
F. Chancenbericht
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch unsere Prozesssteuerung und unser Qualitätsmanagement um. Außerdem haben wir für attributive Prüfungen automatisierte Prüfeinrichtungen installiert. Weitere Anlagen befinden sich bereits im Bau, einige in der Entwicklung.
Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit, durch ein hohes Maß an Qualität und unsere noch weiter gesteigerte Flexibilität begegnen. Daneben können durch das vorhandene Knowhow und die Fähigkeit, Eigenentwicklungen von Sonderfertigungsanlagen in den Produktionsprozess zu integrieren, teure Anschaffungen eingespart sowie auch neuer Umsatz generiert werden. Die Flexibilität des Unternehmens durch solche Sondermaschinen und die geschulten Einrichter ermöglichen es, innerhalb kürzester Zeit die Maschinen umzurüsten und neue Produkte auch in einer Vielzahl von Kleinserien anbieten zu können. Durch diese schnelle Umsetzung der Anforderungen des Marktes wirkt die Phiesel GmbH einem Umsatzverlust durch die aktuellen und die weiter hinzukommenden Krisen bei weiterhin stark gedämpfter Großserienproduktion entgegen.
Die Chancen der Phiesel GmbH sind auch für 2024 trotz des Ukraine-Krieges und der weiteren Konflikte als befriedigend einzustufen. Durch die in der Vergangenheit mit den Hochschulen durchgeführten Entwicklungen zur Optimierung der Prozessketten und die Entwicklungen zur flexiblen Automatisierung führt sukzessive zu einer immer effizienteren Produktion, so dass sich die Phiesel GmbH am Markt behauptet. Die bereits erreichten und die noch zu erwartenden Ergebnisse aus den Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz lassen hoffen, dass die Preissteigerungen der elektrischen Energie weiterhin erfolgreich zumindest zu einem Teil kompensiert werden können. Die Digitalisierung der Angebotskalkulation und die Fertigungssteuerung auf Basis von MDE und BDE führen zu einer weiteren Verschlankung der Prozesse und der Möglichkeit der schnellen Reaktion auf Anfragen, wodurch kleinere Serien immer stärker in kürzerer Zeit akquiriert und gefertigt werden können.
G. Gesamtaussage
Aufgrund der Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtlage in den ersten 3 Monaten, ist in 2024 mit einer Verschärfung der Wettbewerbssituation zu rechnen. Weitere Aufträge zu erhalten, wird sehr stark vom Angebotspreis abhängen. Dies bedeutet, dass alle Produktionskosten durch Effizienzsteigerung auch bei kleinen Stückzahlen klein gehalten werden müssen. Es ist weiter mit volatilen Rohstoffkursen zu rechnen. Die Energiepolitik in Europa wird für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie in erheblichem Umfang verantwortlich sein. Sie unterliegt den Zwängen, sich unabhängig von anderen Ländern zu machen und den Klimazielen gerecht zu werden. Aufgrund der Fortschritte der Phiesel GmbH bei der Energieeffizienzsteigerung ist davon auszugehen, dass mittel- und langfristig die Nachfrage nach unseren Produkten aufgrund unserer Qualität, unserer Zuverlässigkeit und transparenter Preisgestaltung erhalten bleibt.
Die Gesamtrisikosituation hatte sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr durch den besseren Umgang mit der Corona-Pandemie etwas entspannt, aber durch den im Februar 2022 hinzugekommenen Ukraine-Krieg wieder erheblich erhöht und der im Oktober 2023 hinzugekommene Konflikt in Israel hat eine weitere Risikoerhöhung gebracht. Für 2024 bleibt die Lage angespannt und in Bezug auf die Krisengebiete der Welt nicht einschätzbar.
Wie bereits im letzten Lagebericht angegeben, wird der Weg der weltwirtschaftlichen Entwicklung überwiegend durch die Vernunft oder die Unvernunft im Umgang mit den weltweiten wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen bestimmt werden, die aktuell nicht mehr durch Corona und die national unterschiedliche Klimapolitik beeinflusst werden, sondern durch die kriegerische Auseinandersetzung im Herzen Europas, weiterhin durch den Syrienkonflikt und den neuen Konflikt in Israel. Die Geschäftsführung der Phiesel GmbH wird dies weiter beobachten und versuchen, ihre Aktivitäten entsprechend der Entwicklung auszurichten, um das Fortbestehen der Gesellschaft zu sichern.
Im Bereich neuer Technologien und Prozesse wird die Gesellschaft in Zusammenarbeit mit Hochschulen durch Vergabe von Praktikums- und Werksstudentenstellen weiter voranschreiten, um sich auch künftig entsprechende Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dabei hat sie sich die stetige Erhöhung der Effizienz und die Verbesserung der Qualität gleichermaßen als Ziel gesetzt.
Insgesamt erscheint die Gesellschaft gerüstet, das operative Geschäft weiter auszubauen und die Unternehmensentwicklung positiv zu gestalten.
H. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben sowie Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt, grundsätzlich mit Skontoabzug.
Langfristig finanziert sich die Gesellschaft durch Fremdkapital.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird laufend die Liquidität, der Forderungsbestand und der Stand der Verbindlichkeiten überwacht.
Einem möglichen Forderungsausfallrisiko wird mit einem konsequent geführten Debitorenmanagement begegnet. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über einen solventen Kundenstamm. Durch eine langjährige Zusammenarbeit mit einem großen Teil der Kunden bleiben Forderungsausfälle eine Ausnahme.
I. Bericht über Zweigniederlassungen
Eine Zweigniederlassung wird von der Gesellschaft in Bad Münstereifel unterhalten.
Herzberg, den 22.04.2024
gez. Dipl.-Ing. Oliver Blankenheim, Geschäftsführer
gez. Christa Hoenmanns, Geschäftsführerin
Aktiva
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31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
|
| A. Anlagevermögen | 1.898.570,39 | 1.599.057,33 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 219.855,00 | 255.525,00 |
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 211.035,00 | 246.208,00 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | 8.820,00 | 9.317,00 |
| II. Sachanlagen | 1.678.715,39 | 1.343.532,33 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.294,00 | 1.682,00 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 1.278.199,00 | 896.966,00 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 146.888,00 | 162.765,00 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 252.334,39 | 282.119,33 |
| B. Umlaufvermögen | 6.736.359,81 | 7.275.789,17 |
| I. Vorräte | 6.113.977,11 | 6.557.931,55 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 469.898,94 | 396.522,98 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 175.514,82 | 186.010,82 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 152.483,76 | 321.334,64 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 17.520,25 | 37.730,89 |
| Aktiva | 8.652.450,45 | 8.912.577,39 |
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Passiva |
||
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31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
|
| A. Eigenkapital | 1.614.448,59 | 1.267.296,85 |
| I. ausgegebenes Kapital | 25.430,00 | 25.430,00 |
| 1. Gezeichnetes Kapital | 33.485,00 | 33.485,00 |
| 2. eigene Anteile | -8.055,00 | -8.055,00 |
| II. Kapitalrücklage | 419.485,66 | 419.485,66 |
| III. Gewinnvortrag | 822.381,19 | 285.665,11 |
| IV. Jahresüberschuss | 347.151,74 | 536.716,08 |
| B. Rückstellungen | 416.961,94 | 414.220,29 |
| C. Verbindlichkeiten | 6.373.441,92 | 6.911.952,75 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.592.057,97 | 5.628.212,19 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 3.255.055,83 | 3.159.467,30 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 2.337.002,14 | 2.468.744,89 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern | 95.408,00 | 95.158,00 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 95.408,00 | 95.158,00 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 685.975,95 | 1.188.582,56 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 667.116,97 | 1.157.660,73 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 18.858,98 | 30.921,83 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 9.253,00 | 21.475,50 |
| E. Passive latente Steuern | 238.345,00 | 297.632,00 |
| Passiva | 8.652.450,45 | 8.912.577,39 |
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
|
| 1. Rohergebnis | 8.659.026,19 | 7.996.140,41 |
| 2. Personalaufwand | 4.535.498,12 | 4.178.043,50 |
| a) Löhne und Gehälter | 3.768.268,70 | 3.475.029,53 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 767.229,42 | 703.013,97 |
| davon für Altersversorgung | 3.979,17 | 2.272,53 |
| 3. Abschreibungen | 377.201,58 | 381.922,49 |
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 377.201,58 | 381.922,49 |
| 4. sonstige betriebliche Aufwendungen | 2.947.269,52 | 2.700.292,69 |
| davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | 1.377,16 | 519,04 |
| 5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3.009,54 | 12.500,20 |
| 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 270.260,26 | 177.427,97 |
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 191.991,86 | 33.145,54 |
| davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern | 59.287,00 | 58.710,00 |
| 8. Ergebnis nach Steuern | 339.814,39 | 537.808,42 |
| 9. sonstige Steuern | -7.337,35 | 1.092,34 |
| 10. Jahresüberschuss | 347.151,74 | 536.716,08 |
A. Allgemeine Angaben
Die Phiesel GmbH hat ihren Sitz in Herzberg/Elster und wird beim Amtsgericht Cottbus unter der Registernummer HRB 7658 CB geführt.
Der Jahresabschluss der Phiesel GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz erfolgte im Rahmen der Vorschriften des § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.
B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert und stellen sich wie folgt dar:
Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben.
Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen aktiviert und planmäßig linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
Zugänge von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe - analog § 6 Absatz 2 EStG - abgeschrieben. Der Abgang wird im Jahr des Zugangs unterstellt.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. Herstellungskosten, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag beizulegenden Werte bzw. verlustfreien Bewertung. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 0,5 % auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.
Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten i.S.v. § 250 Abs. 1 HGB betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag und wird zum Nennwert angesetzt. Die in 2017 erworbenen eigenen Anteile werden zum Nennbetrag vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Die Kapitalrücklage resultiert aus der Verschmelzung zum 01.01.2015 der KPR Beteiligungs GmbH, Bad Münstereifel, und der Phiesel GmbH, Bad Münstereifel auf die Phiesel GmbH, Herzberg/Elster.
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Dabei werden alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr oder frühere Jahre betreffen, angemessen und ausreichend abgedeckt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten i.S.v. § 250 Abs. 2 HGB betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.
Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Bilanzposten ermittelt.
C. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibung des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel.
Zum Abschlussstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 142.155,29 (Vj. EUR 165.848,17).
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 329 (Vj. TEUR 323) beinhalten im Wesentlichen Urlaubs- und Überstundenrückstellungen (TEUR 246, Vj. TEUR 242), Rückstellungen für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 44, Vj. TEUR 40), für Archivierungskosten (TEUR 24, Vj. TEUR 24) sowie Arbeitnehmer-Prämien (TEUR 12, Vj. TEUR 12).
Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:
| Art der Verbindlichkeit | ||||
| Insgesamt | Restlaufzeit | |||
| EUR |
bis zu einem Jahr
EUR |
zwischen einem und fünf Jahren
EUR |
mehr als fünf Jahre
EUR |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.592.057,97 | 3.255.055,83 | 1.976.149,72 | 360.852,42 |
| (5.628.212,19) | (3.159.467,30) | (1.704.849,26) | (763.895,63) | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 332.200,05 | 313.341,07 | 18.858,98 | 0,00 |
| (811.019,72) | (780.097,89) | (30.921,83) | (0,00) | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern | 95.408,00 | 95.408,00 | 0,00 | 0,00 |
| (95.158,00) | (95.158,00) | (0,00) | (0,00) | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 353.775,90 | 353.775,90 | 0,00 | 0,00 |
| (377.562,84) | (377.562,84) | (0,00) | (0,00) | |
| 6.373.441,92 | 4.017.580,80 | 1.995.008,70 | 360.852,42 | |
| (6.911.952,75) | (4.412.286,03) | (1.735.771,09) | (763.895,63) | |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung von Vorräten und Maschinen, Bürgschaften und Rangrücktritten der Gesellschafter besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten.
Die latenten Steuersalden haben sich wie folgt entwickelt:
|
Stand 01.01.2023
EUR |
Stand 31.12.2023
EUR |
Veränderung
EUR |
|
| aktive latente Steuern | 0,00 | 0,00 | |
| passive Latente Steuern | 297.632,00 | 238.345,00 | -59.287,00 |
| 297.632,00 | 238.345,00 | -59.287,00 |
|
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 351.727,52 | ||
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 401.756,56 | 9.219,30 | |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 753.484,08 | 9.219,30 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.494,19 | ||
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 8.473.225,27 | 18.730,70 | 654.826,14 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 737.526,03 | 23.723,44 | 8.966,53 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 282.119,33 | 625.041,20 | -654.826,14 |
| Summe Sachanlagen | 9.496.364,82 | 667.495,34 | 8.966,53 |
| Summe Anlagevermögen | 10.249.848,90 | 676.714,64 | 8.966,53 |
|
Umbuchungen
EUR |
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR |
|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 351.727,52 | |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 410.975,86 | |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 762.703,38 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.494,19 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 9.146.782,11 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 752.282,94 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 252.334,39 | |
| Summe Sachanlagen | 0,00 | 10.154.893,63 |
| Summe Anlagevermögen | 0,00 | 10.917.597,01 |
|
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR |
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR |
|
| A. Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 105.519,52 | 35.173,00 | 140.692,52 | ||
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 392.439,56 | 9.716,30 | 402.155,86 | ||
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 497.959,08 | 44.889,30 | 542.848,38 | ||
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.812,19 | 388,00 | 2.200,19 | ||
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 7.576.259,27 | 292.323,84 | 7.868.583,11 | ||
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 574.761,03 | 39.600,44 | 8.966,53 | 605.394,94 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | |||
| Summe Sachanlagen | 8.152.832,49 | 332.312,28 | 8.966,53 | 0,00 | 8.476.178,24 |
| Summe Anlagevermögen | 8.650.791,57 | 377.201,58 | 8.966,53 | 0,00 | 9.019.026,62 |
|
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR |
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR |
|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 211.035,00 | 246.208,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8.820,00 | 9.317,00 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 219.855,00 | 255.525,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.294,00 | 1.682,00 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 1.278.199,00 | 896.966,00 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 146.888,00 | 162.765,00 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 252.334,39 | 282.119,33 |
| Summe Sachanlagen | 1.678.715,39 | 1.343.532,33 |
| Summe Anlagevermögen | 1.898.570,39 | 1.599.057,33 |
D. Sonstige Pflichtangaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gemieteten Räumen. Die finanziellen Verpflichtungen aus Mieten betragen TEUR 673.
Darüber hinaus bestehen Leasing- und Mietverpflichtungen für bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 340 (Vj. TEUR 652).
2. Anzahl der Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 98 (Vj. 95) Arbeitnehmer beschäftigt.
| Standort Herzberg | 15 |
| Standort Bad Münstereifel | 83 |
| Gesamt | 98 |
3. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans
Zu Geschäftsführern sind bestellt:
- Herr Oliver Blankenheim, alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer
- Frau Christa Hoenmanns, alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführerin
4. Zinssicherung
Zur Absicherung des Zinsrisikos von Kontokorrentkrediten (TEUR 1.300) hat die Phiesel GmbH ein derivatives Finanzinstrument (Zins-Cap) mit Wirkung zum 04.01.2018 abgeschlossen. Die Zins-Cap-Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 08.01.2025. Der Marktwert des nominal mit TEUR 32,5 dotierenden Zins-Caps beträgt am Bilanzstichtag TEUR 39.
5. Verwendung des Ergebnisses
Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von
EUR 347.151,74 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 822.381,19 mit einem Betrag von EUR 1.169.532,93 auf neue Rechnung vorzutragen.
Herzberg, den 22. April 2024
gez. Dipl. Ing. Oliver Blankenheim, Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Maschinenbau
gez. Christa Hoenmanns, Kauffrau, Geschäftsführerin
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 10.05.2024 festgestellt.
Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.
An die Phiesel GmbH, Herzberg/Elster
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Phiesel GmbH, Herzberg/Elster - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Phiesel GmbH, Herzberg/Elster für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Euskirchen/Düsseldorf, den 07. Mai 2024
Ingrid Hofmann-Schmitz, Wirtschaftsprüfer
Dr. jur. Michael Unkelbach, Wirtschaftsprüfer
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