TEL Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl Dr. Luschmann seit 7.12.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TAKE Holding GmbHKastlKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Handelsbilanz zum 31.12.2023TAKE Holding GmbH Konzern, KastlAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023TAKE Holding GmbH Konzern, Kastl
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023A. Grundlagen und Methoden 1. Allgemeine Angaben Da die in § 293 HGB festgelegten größenabhängigen Befreiungen in 2023 wiederum überschritten wurden, wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Konzernabschluss mit der TAKE Holding GmbH als Mutterunternehmen aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Konsolidierungskreis Die TAKE Holding GmbH hat als Konzernobergesellschaft einen Konzernabschluss aufgestellt. In den Konsolidierungskreis wurden neben der TAKE Holding GmbH, Kastl (Konzernobergesellschaft) folgende Tochtergesellschaften einbezogen:
Drei 100%-ige Tochterunternehmen der Pharma Stulln GmbH, Stulln, die Penta Arzneimittel GmbH, Stulln, die Pharma Stulln Vertriebs GmbH, Stulln und die Pharma Stulln Schweiz GmbH, Pfäffikon sowie drei verbundene Tochterunternehmen der TAKE Holding GmbH, Kastl, die Pharma Stulln Inc., Kanada (70 %), die Alpo Medizintechnik GmbH, Auerbach (100 %) und die TAKE Pharma GmbH, Kastl (100 %) wurden in den Konzernabschluss nicht einbezogen, da die Gesellschaften angesichts deren geringen Vermögens und relativ geringer Ergebnisse für die Verpflichtung der Konzernobergesellschaft, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Angabe über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile: Die Muttergesellschaft sowie die konsolidierten Tochtergesellschaften halten in ihrem Betriebsvermögen folgende Beteiligungen:
3. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Konzernabschlussstichtag ist der 31.12.2023. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 1.850 TEuro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Bei einer erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses sind gem. § 301 Abs. 2 S. 3 HGB die Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss zugrunde zu legen. Beim Konzernabschluss der TAKE Holding GmbH wurde als maßgeblicher Zeitpunkt der Einbeziehung der 01.01.2017 festgelegt. Für den Anteil eines außenstehenden Gesellschafters an der Pharma Stulln GmbH, Stulln erfolgt bei der TAKE Holding GmbH, Kastl der Ausweis eines entsprechenden Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter gemäß § 307 HGB. Konsolidierung von Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen, Eliminierung von Zwischengewinnen Forderungen und Verbindlichkeiten einschließlich Eventualverbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie konzerninterne Umsätze zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Die Eliminierung von Zwischengewinnen war nicht erforderlich bzw. es wurde gem. § 304 Abs. 2 HGB auf sie verzichtet. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wobei die vom Mutterunternehmen angewandten Ansatz- und Bewertungsregeln auch von den Tochtergesellschaften beachtet wurden. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. 5. Währungsumrechnungen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt worden. B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Anschaffungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (GWG) bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere Wert angesetzt. 2. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. 4. Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den handelsrechtlichen Regelungen nach dem Teilwertverfahren durchgeführt. Aufgrund der erstmaligen Anwendungen der Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 31.12.2010 ergab sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 250.097,00 Euro. Dieser Betrag ist bis spätestens zum 31.12.2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Die Veränderung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Zuführung wegen Verzinsung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) gesondert ausgewiesen. 5. Steuer- und sonstige Rückstellungen Steuerrückstellungen wurden in Höhe der zu erwartenden Steuerzahllast gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. 7. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach §§ 274, 306 HGB zulässig bzw. erforderlich ist. Die latenten Steuern wurden jeweils mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen für Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer bei Kapitalgesellschaften i. H. v. 28,08% ermittelt. Aktive und passive latente Steuern wurden im Konzernabschluss verrechnet. Die latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Bewertungen von Anlagevermögen (insbesondere immaterielle Wirtschaftsgüter) sowie Rückstellungen (Pensions- und Drohverlustrückstellung). Von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht, so dass sich insgesamt ergebende aktive latente Steuern nicht bilanziert werden. C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Forderungen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von 3.417.157,80 Euro gegenüber der Alpo Medizintechnik GmbH, in Höhe von 1.716.185,82 Euro gegenüber der Pharma Stulln Inc. Kanada sowie gegenüber der Penta Arzneimittel GmbH in Höhe von 145.366,26 Euro. 2. Rechnungsabgrenzungsposten Am Bilanzstichtag sind aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 28,1 TEuro vorhanden, welche unteranderem aus der Abgrenzung von Versicherungen und Leasingzahlungen resultieren. 3. Sonstige Rückstellungen Wesentliche, nicht gesondert ausgewiesene Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (1.865 TEuro), für Urlaub (992 TEuro), Mehrarbeiten (503 TEuro), Jubiläumszuwendungen (434 TEuro) sowie drohende Verluste (166 TEuro) enthalten. 4. Verbindlichkeiten a) Restlaufzeiten: Verbindlichkeitenspiegel 2023 (alle Angaben in Euro)
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 2.653.824,00 Euro. Die anschließend einzeln aufgeführten Besicherungen sind für folgende bilanzierte Verbindlichkeiten maßgebend:
Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
b) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Gegenüber der Alpo Medizintechnik GmbH besteht eine Verbindlichkeit aus Umsatzsteuer in Höhe von 68.732,55 Euro, begründet durch die umsatzsteuerliche Organschaft. Gegenüber der Pharma Stulln Vertriebs GmbH besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von 397,12 Euro, begründet durch die umsatzsteuerliche Organschaft sowie eine weitere Verbindlichkeit in Höhe von 1.175,00 Euro. c) Nicht bilanzierte sonstige Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen:
Außerordentliche Aufwendungen und außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen und außerordentliche Erträge von wesentlicher Bedeutung waren im Berichtszeitraum nicht gegeben. D. Sonstige Pflichtangaben 1. Nachtragsbericht Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. 2. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht den in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mitteln. 3. Geschäftsführungsorgane des Mutterunternehmens Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Konzerns durch folgende Personen geführt:
4. Vergütungen der Geschäftsführer Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Gesamtbezüge des Geschäftsführers gemäß § 285 Nr. 9a und b HGB in Anspruch. 5. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Konzern beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer der konsolidierten Gesellschaften beträgt damit 409 (VJ 386). 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist in folgende Bereiche aufzuschlüsseln:
Kastl, den 19. März 2025 Geschäftsführung Dr. Karl Luschmann Billigung des Konzernabschlusses 2023 Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 31. März 2025 gebilligt. Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023 - HandelsrechtTAKE Holding GmbH KonzernKastl
Konzerneigenkapitalspiegel
Kapitalflussrechnung 2023
Konzernlagebericht 2023Grundlagen des Konzerns Der Konzern TAKE Holding GmbH besteht insbesondere aus den beiden Firmen Pharma Stulln GmbH und Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH, welche auch beide vollkonsolidiert im Konzernabschluss abgebildet werden. Zugehörig sind weiterhin die Mehrheitsbeteiligungen an der Pharma Stulln Inc. (Kanada), der Pharma Stulln Schweiz GmbH, der Pharma Stulln Vertriebs GmbH, der Penta Arzneimittel GmbH, der Alpo Medizintechnik GmbH und der TAKE Pharma GmbH. Diese Firmen sind in der vorliegenden Konzernbilanz aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen worden. Geschäftsmodell des Konzerns Die Firma Pharma Stulln GmbH mit Sitz in Stulln ist ein etablierter Hersteller und Entwickler von sterilen Arzneiformen wie konservierungsmittelfreien Augentropfen in Einmaldosisbehältnissen und Multidose-Systemen, Inhalationslösungen und Nasensprays. Zertifiziert als Hersteller von Medizinprodukten nach DIN ISO 13485, vertreiben wir unsere Produkte in Europa, Asien und Nordamerika. Unsere Wettbewerber in diesem Markt sind mehrheitlich international tätige Konzerne oder - soweit sie als Lohnhersteller (CMO oder CDMO) fungieren - Teil einer Investmentgruppe. Insofern haben wir hier als privates Unternehmen eine gewisse Sonderstellung in einem interkontinental tätigen Marktumfeld. Die Firma Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH hat sich auf die Versorgung der Kliniken mit Antibiotika zur Infusion und Injektion spezialisiert. Dieser Markt ist auf der Nachfrageseite durch eine hohe Konzentration von Klinik - Einkaufsgemeinschaften und ein Tender - Ausschreibungsprozedere sehr kompetitiv und wird von international tätigen Firmen dominiert. Nur durch strikte Konzentration auf definierte Produktgruppen und eine hohe Lieferfähigkeit können wir uns in diesem Umfeld langfristig behaupten. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld im Jahr 2023 Anders als viele Brachen sind wir als Arzneimittel- und Medizinprodukte-Hersteller bisher nicht von sinkenden Wachstumszahlen betroffen. Im Gegenteil konnten wir ein außergewöhnlich hohes Wachstum in Höhe von 18 % erfahren, das den Konzernumsatz auf 119 Mio. € ansteigen ließ. Lieferketten sind stabil und die Logistik mit Seefracht ist nur durch etwas längere Schiffsrouten beeinträchtigt. Die Transportkosten haben sich wieder auf ein normales Niveau reduziert. Der Bedarf an intensiv-medizinischen Arzneimitteln wie z. B. Antibiotika, Kortikoide und Mykotika ist stabil und teilweise besteht ein Überangebot an Herstellern dieser Antibiotika in China und Indien. Entwicklung der Pharmaindustrie in Deutschland Nach Daten des BPI (Pharma-Daten 2023) haben sich die Ausgaben der GKV für Arzneimittel (48,8 Mrd. €) in Deutschland im Jahr 2023 gegenüber 2021 um 10,1 % erhöht. Die mittelständisch geprägte Pharmaindustrie steht aber durch den massiven Anstieg der Energiepreise und in der Folge, durch hohe Einkaufspreise für Rohstoffe, Packmittel und gestiegene Personalkosten massiv unter Druck, zumal durch Arzneimittelrabattverträge, Preismoratorium, erweitertes Preismoratorium, Festbeträge, AMNOG & Co., usw. die Verkaufspreise für verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht erhöht werden dürfen. Weiterhin bestehen quer über alle Indikationen oftmals Versorgungsengpässe bei generischen Medikamenten, wie z. B. Fieber - und Antibiotikasäften für Kinder oder Schmerzmitteln. Nur die Firmen, welche auch OTC - Medikamente herstellen, können durch Preisanpassungen die hohen Einstandskosten kompensieren. Forschung und Entwicklung Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind in etwa auf Vorjahresniveau. Eine Studie zu einem Myopie-Medikament und die Zulassungsaufwendungen zu neuen Antiinfektiva - Medikamenten werden sich erst ab 2026 in den Umsatzzahlen beider Firmen niederschlagen. Die Pharma Stulln GmbH entwickelt hier eigene Arzneimittel und Medizinprodukte auf der Basis bekannter Wirkstoffe. In einer Kooperation mit verschiedenen Kliniken und CROs werden diese Arzneimittel dann in den verschiedenen europäischen Ländern zugelassen und mit langjährigen lokalen Partnern dort auch vertrieben. Die Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH hat hingegen keine eigenen R+D Abteilung und kooperiert bei der Weiterentwicklung bekannter Wirkstoffe mit Lohnherstellern, betreibt jedoch die Zulassung dieser neuen Arzneimittel mit einem eigenen Team. Ziel ist es, in beiden Firmen in jedem Jahr mindestens ein neues Arzneimittel oder Medizinprodukt auf dem Markt einzuführen. Damit sichern wir ein kontinuierliches internes Wachstum des Konzerns. Diese neuen Produkteinführungen werden bilanziell nicht aktiviert, bilden aber einen erheblichen Mehrwert für den Konzern. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Geschäftsverlauf Der Konzern erzielte im laufenden Geschäftsjahr einen konsolidierten Umsatz von 119 Mio. € (VJ: 100 Mio. €). Das starke Umsatzwachstum ist mit ca. 13 Mio. € auf nunmehr 48 Mio. € größtenteils der Firma Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH zuzuschreiben. Dieses Wachstum wurde durch eine erfolgreiche Ausweitung der Klinikumsätze mit neuen Produkten und der Akquise neuer Kunden im Klinikbereich erreicht. Umsatzentwicklung im Jahr 2023: Pharma Stulln GmbH - Umsatz: 70,7 Mio. €
Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH - Umsatz: 48 Mio. €
Regionale Verteilung Die Exporte der Pharma Stulln GmbH sind gegenüber 2022 mit 45 % etwas gefallen. Nach Regionen verteilt sich der Umsatz im Jahr 2023 wie folgt:
Die Firma Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH erzielt ihre Umsätze vorwiegend im Inland. Nur 1,5 Mio. € werden durch Umsätze in der EU erzielt. Hier sind insbesondere Österreich und die Slowakei zu nennen. Der Exportanteil liegt somit bei ca. 3 % des Gesamtumsatzes. Ertragslage Das konsolidierte Konzern - Betriebsergebnis beträgt 17,7 Mio. € vor Steuern gegenüber 13,8 Mio. € im Vorjahr. Dazu trägt die Pharma Stulln GmbH eine Ergebnisabführung von 12,5 Mio. € (69,8 %) und die Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH von 5,4 Mio. € (30,2 %) bei. Im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Mio. €) hat sich besonders das Ergebnis der Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH positive entwickelt, nach einem Einbruch im Jahr 2022. Insgesamt sind wir mit einer Konzern-Personalkostenquote von 19,3 % (VJ: 19,2 %), Gesamtabschreibungen in Höhe von 4,2 % (VJ: 4,3 %) und den sonstigen Kosten mit 10,5 % (VJ: 12,6 %) sehr zufrieden. Daraus ergibt sich für das Jahr 2023 ein EBITDA im Konzern von 19,3 % (VJ: 18,0 %) Auftragslage und Auslastung Ende Dezember 2023 lag der Auftragsbestand bei der Pharma Stulln GmbH über 60 Mio. €. Durch Optimierung der Herstellungsprozesse und intermediärer Verlagerung zu Lohnherstellern versuchen wir die Nachfrage zu befriedigen und die Lieferzeiten erträglich zu gestalten. Es herrscht Vollauslastung. Bei der Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH basiert die Umsatzplanung auf den Jahreskontrakten mit den Kliniken. Die Umsätze werden durch kurzfristige Bestellungen generiert, welchen Versorgungsverträge mit einer Laufzeit von 1 - 2 Jahren mit Kliniken zu Grunde liegen. Wir rechnen mit einem Umsatzanstieg für das Jahr 2024 von ca. 20 %. Investitionen Im Jahr 2023 tätigten wir bei der Pharma Stulln GmbH betriebliche Investitionen in einen Neubau und in die Infrastruktur mit einem Volumen von ca. 8,5 Mio. €. Die Investitionen flossen vor allem in die Planung und Erweiterung eines Neubaus als auch in kontinuierliche Erweiterung der Produktion bei der Pharma Stulln GmbH. Ein neues Labor für die Mikrobiologie und ein Lagergebäude mit 2000 Palettenstellplätzen wurde in Betrieb genommen. Personalgewinnung Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich weiter erhöht. In beiden Firmen, Pharma Stulln GmbH (364) und Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH (45) sind 409 Personen beschäftigt. Der Fachkräftemangel ist nach wie vor ein Problem. Selbst gering qualifiziertes Personal für den Verpackungsbereich ist schwer zu rekrutieren. Der anhaltende Mangel an Mitarbeitern wird auch künftige Investitionsentscheidungen für den Produktionsstandort in Stulln massiv beeinflussen. Dazu kommen hohe Kosten für Energie, Personal, Umweltauflagen und die schwerfällige, unflexible Bürokratie auf Bundesebene. Das alles spricht nicht für den Standort Deutschland. Eine Produktion im europäischen Ausland hat hier nicht nur aufgrund der großzügigen Investitionsförderung beträchtliche Vorteile zu bieten, bei gleichem Zugang zum deutschen Arzneimittelmarkt. Für das weitere Wachstum werden wir diese Option weiter in Betracht ziehen müssen. Finanzlage Die Kapitalstruktur im Konzern ist zufriedenstellend und lässt Raum für Investitionen. Die Holding ist faktisch schuldenfrei. Die Pharma Stulln GmbH hat langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von 9,5 Mio. €, welche zur Finanzierung von Investitionen in Anspruch genommenen wurden. Dem stehen liquide Mittel in Höhe von 7,9 Mio. € zum Bilanzstichtag gegenüber. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns schätzen wir als sehr gut ein. Die Entwicklung der Betriebsleistung und des Ergebnisses des Konzerns ist nachhaltig und kontinuierlich. So erwarten wir für das Jahr 2024 einen Gesamtumsatz von über 130 Mio. €. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Skontofrist beglichen und Forderungen versuchen wir innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch die liquiden Mittel gedeckt. Chancen- und Risikobericht Branchenspezifische Risiken Bei der Versorgung der nationalen und internationalen Märkte mit Arzneimittel stehen wir im Wettbewerb mit multinationalen Unternehmen. Hier kann die Konkurrenzfähigkeit dauerhaft nur sichergestellt werden, wenn eine hohe Flexibilität bei der Beschaffung und Herstellung der Arzneimittel angeboten wird und eine hohe Lieferfähigkeit aufrechterhalten werden kann. Die Personalausstattung wird insbesondere für die Produktion zum limitierenden Faktor. Hier müssen wir auch im nahegelegenen Ausland die Personalsuche intensivieren. Die Personalkosten werden tendenziell ansteigen. Die Digitalisierung der Herstellungsprozesse wird konsequent fortschreiten. Ungebremst sehen wir Tendenzen für eine noch stärkere Regulierung des Arzneimittelmarktes in Deutschland, welche Auswirkungen auch auf den Produktionsstandort Deutschland haben wird. Schon jetzt haben unsere Wettbewerber im europäischen Ausland dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Die damit einhergehenden steigenden Verwaltungs- und Dokumentationspflichten sind nur mit vermehrtem Personaleinsatz umzusetzen. Generell ist die Pharmabranche jedoch sehr stabil und weniger konjunkturellen Schwankungen unterworfen als andere Branchen. Unsere alternde Bevölkerung wird in Zukunft eher mehr medizinische Leistungen benötigen, sodass wir mit einem weiterhin stabilen und positiven Geschäftsverlauf rechnen können. Große Investitionen werden auch zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes nötig werden. Die steigenden Energiekosten werden zum Standortfaktor. Wir haben deshalb bereits eine Solaranlage mit 510 kWp installiert, welche uns ca. 10 % des jährlichen Strombedarfes liefert. Weitere Investitionen zur Reduzierung / Ersatz von Erdgas als Primärenergieträger durch den Ausbau weiterer regenerativen Energielieferanten (Wind und Solar) sind in Vorbereitung. Ertragsorientierte Risiken Ein Branchenrisiko ist insbesondere die Abhängigkeit von Wirkstoffherstellern in Asien. Logistikprobleme sehe ich nicht mehr als Risiko. Die steigenden Zinsen zur Finanzierung von Investitionen sowie weiter steigende Personal- und Materialkosten werden das Wachstum belasten. Wir versuchen diese Risiken zu minimieren, indem wir versteckte Ertragspotentiale heben (Optimierung des Einkaufs, Optimierung von Prozessen, Digitalisierung), dazu die Diversifizierung beim Einkauf intensivieren und bei der Energieversorgung weitere regenerative Ressourcen erschließen. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 16,8 Mio. €. Im Inland als auch bei der Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH sind Zahlungsziele mit ca. 30 Tagen normal. Die gute Finanzlage des Konzerns erlaubt uns aktuell, solch hohe Außenstände zu tolerieren, zumal die Zusammensetzung der Schuldner keine Zahlungsausfälle erwarten lässt. Finanzielle Risiken sehe ich deshalb für die Gruppe nicht. Chancenbericht Der langfristige Wachstumspfad ist intakt und das Potenzial beider Firmen sehen wir im Inland als auch auf dem Weltmarkt weiter positiv. Wir planen deshalb im Moment mit einem jährlichen durchschnittlichen Wachstum von 5 - 6 % bis 2027. Diese positive Eischätzung basiert auf der geplanten Markteinführung neuer Produkte und der Erweiterung der Distributionsaktivitäten auf den Auslandsmärkten. Hier sind insbesondere Australien, Asien, Kanada und Osteuropa zu nennen. Auch auf dem heimischen Markt sind wird verstärkt mit einem eigenen Außendienst aktiv. Durch die Erweiterung unseres Produktsortiments bleiben wir auch für Einkaufsgemeinschaften der Kliniken ein interessanter Partner. Da auch hier eine Reduzierung der Lieferantenanzahl angestrebt wird, sind Kompetenz und Lieferfähigkeit - neben wirtschaftlichen Preisen - die Basis für ein stabiles Geschäft. Gesamtaussage Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Prognosebericht Im Jahr 2024 erwarten wir einen konsolidierten Konzernumsatz von ca. 130 Mio. € mit einem EBITA zwischen 18 % und 22 % und etwa gleichbleibendem Ergebnis. Hier sind bereits die hohen Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazität teilweise ergebniswirksam. Es wird bereits jetzt auch in den Aufbau des Mitarbeiterstamms investiert, um die erweiterten Produktionskapazitäten auch bedienen zu können. Der Auftragseingang ist gegenüber dem Vergleichszeitraum auf über 60 Mio. € angestiegen. Die Produktionskapazitäten sind voll ausgelastet. Kontinuierlich steigende gesetzliche Anforderungen an die Herstellung von sterilen Arzneimitteln erfordern in den nächsten Jahren massive Investitionen in Gebäude und in den Maschinenpark. Wir sprechen hier von Investitionen in Höhe von ca. 70 Mio. €. Auch zur Qualifizierung des Personals werden wir kontinuierlich Mittel aufwenden müssen. Diese steigenden Ausgaben können nicht unmittelbar, sondern nur zum Teil an die Kunden weitergegeben werden. Sie müssen auch intern durch Prozessoptimierungen sowie erweiterte Produktionszeiten ausgeglichen werden. Der Bau eines neuen Labor - und Lagergebäudes wurde im Februar 2023 abgeschlossen. Parallel dazu wurde die nun bereits 20 - jährige Infrastruktur zum Teil erneuert. Auch in den nächsten Jahren ist es unser Ziel, mindesten zwei neue Produkte in Deutschland und in verschiedenen europäischen Ländern in den Markt einzuführen. Nur durch ständige Innovationen sichern wir auch bei den Bestandsprodukten einen soliden Umsatzanstieg. Bei der Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH werden wir in den Jahren 2025 und 2026 neue Arzneimittel einführen und unsere Angebotspalette kontinuierlich erweitern. Zudem arbeiten wir mit neuen Lohnherstellern zusammen, um die Verfügbarkeit der Produkte sicher zu stellen. Um die Lagerlogistik zu verbessern, ist der Bau eines weiteren Arzneimittellagers für 2025 geplant. Durch den demografischen Wandel und den wachsenden Anteil alter Menschen in Deutschland sehen wir einen steigenden Bedarf an Klinikarzneimitteln (insbesondere von Antibiotika) als auch an ophthalmologischen Arzneimitteln und Medizinprodukten. Insgesamt beurteilen wir die weitere Entwicklung der Pharma Stulln GmbH und der Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH als sehr positiv. Beide Firmen sind auf einem stabilen Wachstumspfad. Die Eintrittsbarriere für neue Wettbewerber - speziell bei der Herstellung steriler Arzneiformen - wird immer höher und erfordert hohe Investitionen in Personal und Ausstattung. Deshalb sind wir für die Zukunft der beiden Firmen trotz aller bürokratischer und gesetzlicher Anforderungen in diesem stark regulierten Umfeld optimistisch gestimmt.
Kastl, den 19.03.2025 Dr. Karl Luschmann, Geschäftsleitung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TAKE Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TAKE Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TAKE Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von do-losen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Chemnitz, 19. März 2025 ARB
GmbH
Frank Bayer, Wirtschaftsprüfer |
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